Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 81309
Vorher
Rheinsee 601. V V GmbH
Eingetragen
11.8.2017
Branche
Großhandel mit elektrischen HaushaltsgerätenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von elektrischen HaushaltsgerätenHerstellung von elektrischen Haushaltsgeräten
Gegenstand
Das Importieren, Vermarkten und der Vertrieb von Küchengeräten sowie anderen elektronischen Geräten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Möcker
seit 2.10.2023
Geschäftsführer
Barbara Dirsa
seit 18.6.2019
Prokura
Martin Nicholas
seit 10.1.2019
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Thebe International Pty. Ltd.AUS
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Thebe International Pty. Ltd.
Australia
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Sage Appliances GmbH

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2023 bis zum 30.06.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1. Allgemeine Informationen zum Unternehmen und Geschäftstätigkeit

Die Sage Appliances GmbH hat ihren Sitz in Düsseldorf und ist als europäische Vertriebsgesellschaft der australischen Breville-Gruppe vor allem mit Premiumprodukten in den Segmenten Kaffee, Küchen- und Haushaltsgeräte tätig.

Mit den Premium-Kaffeemaschinen und den hochwertigen Küchenmaschinen der Marke Sage Appliances nimmt die Gesellschaft nach eigener Einschätzung eine führende Stellung im deutschen Markt ein.

Die Wurzeln von Breville reichen fast 100 Jahre zurück. Seit den 1960er Jahren fertigt das australische Traditionsunternehmen hauptsächlich Haushaltsgeräte. In Europa verkauft die Breville-Gruppe ihre Kaffee, Küchen- und Haushaltsgeräte unter der eigenen Marke Sage Appliances. Der Markenkern orientiert sich hierbei an dem globalen Markenkern der Marke Breville - dem globalen Konzept `Food Thinking' und der globalen Strategie `Master Every Moment ́.

Das Geschäftsjahr der Sage Appliances GmbH endet am 30. Juni eines Jahres.

Die Sage Appliances GmbH beschäftigte zum 30. Juni 2024 45 Mitarbeiter (Vorjahr 45 Mitarbeiter).

1.2. Forschung und Entwicklung

Als reine Vertriebsgesellschaft führt die Gesellschaft keine Forschung und Entwicklung durch. Sämtliche Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten finden zentral durch den Konzern statt.

1.3. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

1.3.1. Finanzielle Leistungsindikatoren

Für unsere interne Unternehmenssteuerung ziehen wir als bedeutsamste Kennzahlen EBIT, Rohmarge und Umsatz heran.

Das Wachstum der Kennzahlen wird anhand der Vorjahreszahlen festgelegt und gesteuert.

Die Rohmarge ermittelt sich aus dem Umsatz (Umsatzerlöse laut GuV) abzüglich des Wareneinsatzes (Aufwendungen für Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe und bezogene Waren und Aufwendungen für bezogene Leistungen laut GuV) im Verhältnis zum Umsatz.

1.3.2. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Zur internen Steuerung des Unternehmens werden keine quantitativen nichtfinanziellen Leistungsindikatoren herangezogen. Als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden gleichwohl die folgenden Bereiche angesehen:

Mitarbeiter und Management

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sage Appliances GmbH sind ein wesentlicher Teil unseres Erfolges. Die Identifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem Unternehmen an sich, den Produkten von Sage sowie deren Engagement für die Erreichung der Unternehmensziele leisten einen entscheidenden Beitrag zum Unternehmenserfolg. In Review- und Feedbackgesprächen wird die individuelle Leistung eines jeden Mitarbeiters eingeschätzt und anerkannt. Die Potentiale der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden zum einen durch ein hohes Maß an Eigenverantwortung, aber auch durch Trainings und andere Qualifizierungsmaßnahmen gefordert und gefördert.

Umwelt

Die Verringerung des Energieverbrauchs, recyclebare Verpackungen und Verpackungsabfälle sind unsere Hauptkriterien hinsichtlich der Umweltverträglichkeit. Als zukunftsorientiertes und verantwortungsbewusstes Unternehmen sind wir bestrebt, nachhaltige Entscheidungen unter anderem in die Betriebsanlagen zu integrieren und energieeffiziente Funktionen anzuwenden. Zur Reduzierung des Energieverbrauchs wurden unter anderem Bewegungs- und Lichtsensoren eingebaut, Nutzung von Anlagen (Klimageräte, Heizung) minimiert und der Stromverbrauch analysiert.

Sage Appliances ist als Mitglied der Breville Gruppe ein Unterzeichner der Australian Packaging Covenant Organization, welche eine Vereinbarung zwischen der Industrie und der australischen Regierung darstellt, um nachhaltige Geschäftssysteme aufzubauen. Der Erfolg wird durch funktionsübergreifende Teams erreicht, die gemeinsam die Nachhaltigkeitspolitik des Konzerns umzusetzen. Der Konzern hat verbesserte Verfahren zur Abfallreduzierung und Recyclingpraktiken eingeführt, einschließlich eines verbesserten Recyclings von Karton, Papier, Kunststoffen, Elektronik, Geräten expandiertem Polystyrol (EPS) und organischen Abfällen.

Kundenorientierung

Für Sage ist die Kundenorientierung und die Kundenzufriedenheit ein maßgeblicher Faktor für den Unternehmenserfolg. Sage Appliances verfügt zum einen über eine Hotline, bei der der Endverbraucher Hilfe bei Fragen zur Bedienung der gekauften Geräte durch qualifiziertes und regelmäßig geschultes Personal erhält. Als Resultat der qualifizierten Beratung konnte ein großer Teil von Reparaturen verhindert werden, da Bedienungsfehler umgehend geklärt werden können. Dies spiegelt sich auch in den gesunkenen Kundenretouren wider.

Sage Appliances hat einen eigenen Reparatur-Service, der über die Kunden-Hotline erreichbar ist. Reparaturen sowie Ersatzleistungen können kostenfrei bei Sage eingeschickt werden.

1.3.3. Zweigniederlassungen

Die Sage Appliances GmbH unterhält seit dem Geschäfstjahr 2019 in der Schweiz eine Zweigniederlassung unter der Firma Sage Appliances GmbH, Zweigniederlassung Zürich in Zürich. Die Zweigniederlassun ist unter der Firmennummer CHE-241.889.878 in das Handelsregister des Kantons Zürich eingetragen. Die Zweigniederlassung unterstützt die Hauptniederlassung in Deutschland im Import, der Vermarktung und dem Vertrieb von Küchengeräten sowie anderen elektronischen Geräten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Zweigniederlassung Umsatzerlöse von T€ 9.983 (Vorjahr: T€ 5.432), bei einem EBIT von T€ 299 (Vorjahr: T€ 163) erwirtschaftet. In der Zweigniederlassung ist ein Mitarbeiter beschäftigt.

2. Wirtschaftsbericht

Für die Beurteilung der Unternehmensentwicklung der Sage Appliances GmbH im Geschäftsjahr 2023/2024 ist es notwendig, sowohl die Entwicklungen des für Sage relevanten Marktes Haushaltskleingeräte und seiner Segmente als auch die Entwicklung des Unternehmens in dem entsprechenden Umfeld zu beleuchten.

2.1. Wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland

Deutschland ist im letzten Jahr in eine Rezession gerutscht. Im Kalenderjahr 2023 war das deutsche Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um 0,3% niedriger als im Vorjahr. Im zweiten Quartal 2024 belief sich das saison- und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt auf circa 1.079 Milliarden Euro. Preis-, Saison- und kalenderbereinigt ging das BIP gegenüber dem Vorquartal um 0,1 % zurück. Insbesondere die Investitionen in Ausrüstungen und Bauten waren rückläufig. Konsumausgaben zeigen sich stabil. Im Vergleich mit dem gleichen Quartal des Vorjahres ist das BIP im zweiten Quartal 2024 preisbereinigt um 0,3 Prozent gestiegen, kalenderbereinigt allerdings konstant. Zuvor sank die preisbereinigte Wirtschaftsleitung im Vergleich zum Vorjahresquartal vier Mal in Folge. 1

2.2. Branchenentwicklung

Im Jahr 2023 hat sich der Wert der Konsumausgaben für Haushaltsgeräte in Deutschland gegenüber 2022 um rund 0,21 Milliarden Euro (+1,28 %) auf 16,61 Milliarden Euro erhöht. 2

2.3. Unternehmensentwicklung

Die Sage Appliances GmbH blickt im Geschäftsjahr 2023/2024 auf ein positives Geschäftsjahr zurück. Die positive Entwicklung aus dem Vorjahr wurde fortgeführt.

Die Sage Appliances GmbH hat im Geschäftsjahr 2023/2024 Umsatzerlöse in Höhe von T€ 108.940 erwirtschaftet, was einen Anstieg von 33% entspricht.

Die für Sage in dem Bereich Haushaltskleingeräte relevantesten Produktgruppen bezogen auf die erzielten Umsatzerlöse stellten sich in ihrer Entwicklung im Jahr 2023/2024 wie folgt dar:

Espresso- und Kaffeemaschinen + 34,5 %
Grills, Pressen und Toaster + 3,7 %
Mühlen + 26,5 %
Wasserkocher -20,7 %
Gesamte Umsatzerlöse + 33 %

Einen weiteren Erfolgsfaktor sehen wir darin, dass Sage immer wieder innovative Neuheiten im Elektrokleingerätebereich für die Küche in den Markt einführt, die technische Neuerungen, hohe Qualität sowie ein ansprechendes und hochwertiges Design in hervorragender Weise miteinander verbinden, was vom Endverbraucher entsprechend honoriert wird.

Die für das Geschäftsjahr 2023/2024 erwirtschafteten Umsatzerlöse in Höhe von T€ 108.940 sowie das erzielte EBIT in Höhe von T€ 2.409 lagen innerhalb der Erwartung des Vorjahres. Die Umsatzerlöse haben sich entsprechend der Prognose deutlich gesteigert. Das EBIT hat sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 213 bzw. 10 % erhöht wobei auch der Rohmarge um 2,63% angehoben werden konnte.

2.4. Lage der Gesellschaft

2.4.1. Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr um T€ 1.743 auf T€ 58.282 gemindert.

Auf der Aktivseite haben sich die Warenbestände aufgrund von Abverkäufen auf dem deutschen und europäischen Markt um T€ 4.937 deutlich verringert und belaufen sich zum Stichtag auf T€ 30.593 nach den vergleichsweise hohen Beständen in den zwei vorangegangenen Jahren.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Stichtag um T€ 735 erhöht und belaufen sich auf T€ 23.001. Die Forderungen aus verbundenen Unternehmen haben sich um T€ 1.764 gemindert, was gegenläufig zur Entwicklung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Sonstigen Vermögensgegenstände ist. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben ein Saldo von T€ 17.222 nach T€ 15.136 im Vorjahr.

Die sonstigen Vermögensgegenständen bestehen weitestgehend aus Umsatzsteuerforderungen sowie Forderungen aus Ertragssteuern in Höhe von T€ 717 (Vorjahr T€ 205).

Die liquiden Mittel betragen zum Stichtag T€ 4.564 (Vorjahr T€ 1.814).

Auf der Passivseite resultiert die Minderung der Bilanzsumme um T€ 1.743 hauptsächlich aus der Rückzahlung von Darlehen um T€ 10.500. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich um T€ 231 gemindert. Gegenläufig haben sich die Rückstellungen (+ T€ 2.689), die Verbindlickeiten aus Lieferungen und Leistungen (+ T€ 1.097) sowie die Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen (+ T€ 3.917) entwickelt.

Die Eigenkapitalquote ist von 43,9 % im Vorjahr weiter gestiegen auf 47,24 %. Das positive jahresergebnis und die Minderung der Bilanzsumme haben hierzu beigetragen.

2.4.2. Finanzlage

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt hauptsächlich durch Eigenkapital und Darlehen von Kreditinstituten mit einer kurzfristigen Laufzeit von bis zu 1 Jahr. Die Gesellschaft war und ist unverändert durch ihre gute Liquiditätssituation jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Das Bankguthaben sowie die sonstigen liquiden Mittel betragen zum Stichtag T€ 4.564.

Im gleichen Zeitraum sind die Gesamtverbindlichkeiten inklusive Rückstellungen auf T€ 30.574 (VJ T€ 33.603) zurückgegangen.

2.4.3. Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2023/2024 um T€ 26.752 (+ 33 %) nachfragebedingt auf T€ 108.940 gestiegen. Diesen Anstieg der Umsatzerlöse stehen um T€ 13.825 (+ 27 %) auf zum Stichtag T€ 65.101 erhöhte Materialaufwendungen, um T€ 174 (+ 4 %) auf T€ 4.406 gestiegene Personalaufwendungen sowie um T€ 12.470 (+ 50 %) auf T€ 37.255 erhöhten sonstige betriebliche Aufwendungen gegenüber.

Die Materialaufwandsquote beträgt 59,8 % nach 62,4% im Vorjahr. Der Anstieg der Personalaufwendungen ist bei gleichbleibender Anzahl der Mitarbeiter hauptsächlich auf Gehaltsanpassungen zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind insgesamt um T€ 12.470 auf T€ 37.255 angestiegen. Durch den Anstieg der Umsatzerlöse sind auch Lizenzkosten (+ T€ 10.821) sowie Marketingkosten (+ T€ 571) angestiegen. Wegen der Inflation wurde die Miete angepasst und sind um + T€ 454 auf T€ 3.376 erhöhte Mietaufwendungen angefallen.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belaufen sich auf T€ 566 nach T€ 582 im Vorjahr.

Insgesamt ergibt sich ein erhöhter Jahresüberschuss in Höhe von T€ 1.207 im Vergleich zu T€ 1.127 im Vorjahr.

2.4.4. Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Geschäftsführung beurteilt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage insgesamt als sehr stabil und nachhaltig positiv. Das prognostiziertes Ziel, eine deutliche Steigerung des Umsatzes, sowie eine Anhebung der Rohmarge wurde erfüllt. Das deutlich über dem Niveau des Vorjahres (Vorjahres EBIT T€ 2.507) prognostizierte EBIT wurde mit T€ 2.409 nicht erfüllt.

2.5. Investitionen

Im Geschäftsjahr gab es keine Investitionen im Bereich des Anlagevermögens. Da das Geschäft nicht anlagenintensiv ist, sind keine größeren Investitionen geplant.

3. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

3.1. Angaben zum Risiko- und Chancenmanagementsystem

Die Sage Appliances GmbH ist in das konzernweite Risiko- und Chancenmanagementsystem der Breville Group eingebunden. In diesem Rahmen findet jährlich ein internes Audit statt, in welchem alle relevanten Prozesse und Kontrollen überprüft werden. Ziel ist eine möglichst effiziente und effektive Arbeitsweise.

3.2. Chancenbericht

Die Sage Appliances GmbH konnte sich auch im Jahr 2023/2024 weiterhin gut an dem deutschen Markt als Hauptmarkt sowie den weiteren Märkten Benelux, Polen, Skandinavien sowie der übrigen EU behaupten.

Die Konzerneinbindung in die Breville Gruppe stellt eine Chance für die Sage Appliances GmbH dar und birgt gleichzeitig Risiken durch die Abhängigkeit von Konzern. Neben der Konzerneinbindung ist die Gesellschaft durch folgende Chancen in absteigender Reihenfolge in ihrer Bedeutung gekennzeichnet.

Die Konsolidierung der europäischen Märkte hat für die Gesellschaft positive Effekte, da auch die Exportaktivitäten innerhalb der EU und somit die europäische Expansion der Breville Group gesteigert werden können.

Die schnelle Anpassung an die veränderten Bedingungen, konsequentes Ausbauen der E-Commerce-Vermarktungsfähigkeiten im Marketing und Vertrieb, weiterhin hohe Marketinginvestments, die sich parallel zum Umsatz entwickeln, Aufbau von alternativen Vermarktungskanälen, Verfolgung einer Premiumstrategie bei gleichzeitiger Ausbalancierung von sensiblen Preispunkten und eine nachhaltig gefüllte Innovationspipeline deuten erneut auf einen positiven Umsatz und Ertrag für die Sage Appliances GmbH.

Die Erreichung der gesetzten Ziele hängt in hohem Maße von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sowie die weitere Entwicklung des Kriegs in der Ukraine ab. Die in weiteren Sinnen damit verbundene Entwicklung des Arbeitsmarktes, die Konsumbereitschaft, die Kaufkraftveränderung und die Entwicklungen im Handel, insbesondere die nachhaltige Veränderung der Balance von offline zu online, spielen eine entscheidende Rolle. Welchen Einfluss die Veränderung der Verbrauchergewohnheiten haben und wie nachhaltig diese die Kaufentscheidung beeinflussen, bestimmen im Wesentlichen die Potentiale der Sage Appliances GmbH. Die für die Sage relevanten Segmente, wie Espresso-Maschinen, Mühl- und Mahlwerke, Pressen, Grills und Waffeleisen zeigen viele Ansatzpunkte auf, um den Veränderungen, die unter anderem durch die Pandemie sowie Tendenz zu Nachhaltigeren und gesunderen Lebensstil verursacht wurden, chancenorientiert zu begegnen. Aus diesem Grund, sowie aufgrund der bereits erzielten guten Ergebnisse, fokussiert sich Sage auf die Erreichung der gesteckten Budgetziele, unabhängig von den beschriebenen Veränderungen durch den Krieg in der Ukraine und die Weltwirtschafts- sowie Weltenergiekrise. Die veränderten Gewohnheiten werden als Chance für die weitere positive Entwicklung des Unternehmens gesehen, vor allem durch Ergänzung und Ausbau des Produktportfolios durch innovative Neuheiten. Hierbei sieht die Gesellschaft Chancen darin, aktuelle Trends am Markt für Haushaltskleingeräte zu erfassen und in die Gestaltung neuer Produkte einfließen zu lassen um die Marktposition weiterhin auszubauen.

3.3. Risikobericht

Die Sage Appliances GmbH ist vornehmlich folgenden Risiken in absteigender Reihenfolge ausgesetzt:

Abhängigkeit vom Konzern:

Hinsicht Beschaffung, Finanzierung und den Zentralfunktionen der Gesellschaft stellt die Einbindung der Gesellschaft in die Breville Gruppe gleichzeitig die größte Chance als auch das größte Risiko aufgrund der damit verbundenen Abhängigkeit dar.

Absatzrisiken:

Mögliche Risiken liegen in der Entwicklung des Kriegs in der Ukraine sowie Israels und deren negativen Auswirkungen auf das Konsumklima und des damit verbundenen Rückgangs des Bruttoinlandsproduktes sowie die weitere Entwicklung der Inflation im aktuellen Wirtschaftsjahr. Auch wenn die Inflation in Folge des Ukraine Kriegs sowie der darausfolgenden Energie-Krise rückläufig ist und die Europäische Zentralbank die Zinsen wieder verringert hat, stellt die Inflation weiterhin ein Absazrisiko dar. Die Risiken, mit der negative Einflüsse des Kriegs in der Ukraine sowie Israels einhergehen, können weiterhin nicht quantifiziert werden.

Dabei geht es insbesondere um die Entwicklung des Arbeitsmarktes (drohenden Entlassungen), die allgemeine Kaufkraftentwicklung und die Auswirkungen auf den Handel. Die Auswirkungen auf das kommende Wirtschaftsjahr sind aufgrund der bisherigen Entwicklungen schwer einschätzbar.

Die Stärke der Produkte von Sage sowie die ständige Arbeit an neuen innovativen Produkten geben jedoch Anlass zur Hoffnung, dass der Krieg in der Ukraine sowie in Israel, die Auswirkungen der Inflation sowie die Zinswende und die schwächenlde Konjuktur weiterhin gut überstanden werden.

Forderungsausfallrisiken:

Ausfallrisiken im Bereich der Forderungen werden durch regelmäßige Analysen der Altersstruktur der Forderungen zusammen mit einem ausgeprägten Mahnwesen minimiert. In der aktuell aufgrund des fehlenden Wachtsums in Deutschlands, die hohe Energiekosten sowie daraus entstehenden schwierige konjunkturellen Lage sind Forderungsausfälle weiterhin nicht auszuschließen. Um dieses Risiko zu begrenzen wurden weiterhin Geschäftsziehungen mit sicheren und europaweit tätigen Geschäftspartnern abgeschlossen.

Risiken des Kriegs in der Ukraine sowie die weltpolitischen Entwicklungen:

Aktuell unklar sind die Auswirkungen des Ukraine Krieges, wenn das Kriegsgebiet sich ausweiten sollte. Auch sorgen die Auswirkungen aufgrund der Neuwahlen in den USA in 2024 sowie die politischen Entwicklungen in Deutschland für Unsicherheit.

Probleme in den Lieferketten werden immer wieder realisiert, auf welche dann individuell durch alternative Lieferanten reagiert wird. Das Risiko wird als überschaubar eingeschätzt, ist jedoch wegen des Krieges und dessen weitere Entwicklung weiter zu betrachten und sicherzustellen.

Cyberrisiken:

Risiken aus Cyberattacken wird durch unsere zentralisierte IT Abteilung Rechnung getragen.

Die tatsächliche Geschäftsentwicklung kann unter anderem aufgrund der beschriebenen Chancen und Risiken von den Prognosen abweichen. Die Entwicklung hängt insbesondere vom gesamtwirtschaftlichen Umfeld ab und kann durch Unsicherheiten oder eine Verschlechterung der wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen negativ beeinflusst werden.

3.4. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2024/2025 geht Sage von einer deutlichen Steigerung des Umsatzes im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023/2024 aus. Die Gesellschaft erwartet zudem ein EBIT deutlich über dem Niveau des aktuellen Jahres bei einer leichten Minderung der Rohmarge. Für das Geschäftsjahr 2025/2026 rechnet die Gesellschaft nach derzeitger Planung mit weiter leicht steigenden Umsätzen, einer dem aktuellen Geschäftsjahr vergleichbaren und stabilen Rohmarge und einem leicht ansteigendem EBIT und geht davon aus, den Trend aus der Planung für das Geschäftsjahr 2024/2025 fortführen zu können. Es können sich insbesondere durch die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sowie in Israel und die weitere konjunkturelle Entwicklung wesentliche Abweichungen in der Prognose ergeben.

3.5 Zusammenfassung aus Prognose-, Risiko- und Chancen-Bericht

Unter Betrachtung aller Risiken, welchen die Sage Appliances GmbH ausgesetzt ist, geht die Geschäftsführung davon aus, dass diese begrenzt sind und, soweit sie die eigene Einflusssphäre betreffen, als überschaubar angesehen werden können.

Sowohl die konzernweiten Risiko-Managementsysteme und die daraus abgeleiteten Erkenntnisse als auch die unternehmerische Geschäftsführung in der Sage Appliances GmbH erlaubt es der Gesellschaft, Risiken frühzeitig aufzudecken, so dass angemessene Maßnahmen eingeleitet und umgesetzt werden können.

Die finanzielle Stabilität der Sage Appliances GmbH wird von der Geschäftsführung als hoch eingeschätzt. Es sind zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Lageberichts keine bestandsgefährdenden Risiken ersichtlich.

Die Geschäftsführung der Sage Appliances GmbH sieht die Gesellschaft daher für die Zukunft gut aufgestellt, wird jedoch gleichzeitig die oben beschriebenen Wege der Unternehmens-Entwicklung konsequent weitergehen, um die eigene Position am Markt weiter zu optimieren. In Summe erwartet die Geschäftsführung - unter der Voraussetzung, dass die gesamtwirtschaftliche Entwicklung nicht anhaltend einbricht - eine Fortsetzung der positiven Unternehmensentwicklung der letzten Jahre.

 

Düsseldorf, den 5. Mai 2025

Sage Appliances GmbH

Die Geschäftsführung

David Matthew Gubbin

Thomas Möcker

1 https://de.statista.com/themen/26/bip/#topicOverview 20.11.2024
2 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/283619/umfrage/konsumausgaben-in-deutschland-fuer-haushaltsgeraete/#:~:text=Die%20Ausgaben%20der%20deutschen%20Bev%C3%B6lkerung,
jeweiligen%20Preisen)%20f%C3%BCr%20Haushaltsger%C3%A4te%20aus.20.11.2024

Bilanz zum 30. Juni 2024

Aktiva

30.06.2024
30.06.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 0,00 1.050,71
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 113.450,21 354.937,68
113.450,21 355.988,39
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 30.593.306,86 35.530.215,27
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 17.222.427,69 15.136.477,42
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.630.439,02 3.394.529,26
3. Sonstige Vermögensgegenstände 4.147.857,01 3.734.625,71
23.000.723,72 22.265.632,39
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 4.563.531,94 1.814.403,40
58.157.562,52 59.610.251,06
C. Rechnungsabgrenzungsposten 11.201,50 58.991,35
58.282.214,23 60.025.230,80

Passiva

30.06.2024
30.06.2023
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 22.000.000,00 22.000.000,00
III. Gewinnvortrag 4.299.631,52 3.172.248,19
IV. Jahresüberschuss 1.206.994,37 1.127.383,33
27.531.625,88 26.324.631,52
B. Rückstellungen
1. Sonstige Rückstellungen 11.650.591,67 8.961.147,28
11.650.591,67 8.961.147,28
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.500.000,00 14.000.000,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.939.645,13 7.842.815,82
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.613.594,61 697.092,98
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.869.961,92 2.101.651,49
18.923.201,66 24.641.560,29
D. Passive latente Steuern 176.795,02 97.891,71
58.282.214,23 60.025.230,80

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2023 bis 30. Juni 2024

2023/24
2022/23
1. Umsatzerlöse 108.939.691,99 82.187.257,34
2. Sonstige betriebliche Erträge 474.133,54 540.117,71
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -63.872.115,84 -50.026.738,18
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.229.353,47 -1.249.434,89
-65.101.469,31 -51.276.173,07
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.772.916,31 -3.622.759,35
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -633.514,39 -608.888,93
-4.406.430,70 -4.231.648,28
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -242.538,18 -238.930,06
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -37.254.853,01 -24.785.243,36
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.891,00 0,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -640.574,67 -485.629,05
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -565.856,29 -582.367,90
10. Ergebnis nach Steuern/Jahresüberschuss 1.206.994,37 1.127.383,33

Anhang für das Geschäftsjahr 2023/2024

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Sage Appliances GmbH hat ihren Sitz in Düsseldorf und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Düsseldorf (HR B 81309).

Die Sage Appliances GmbH ist zum Bilanzstichtag 30. Juni 2024 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum vom 1. Juli 2023 bis 30. Juni 2024.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz und Davon-Vermerke in diesem Anhang gemacht.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren grundsätzlich unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Bei der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wird von dem Grundsatz der Unternehmensfortführung ausgegangen.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer über einen Zeitraum zwischen 3 und 4 Jahren um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear über einen Zeitraum zwischen 2 und 6 Jahren vorgenommen. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten (§ 255 Abs. 1 HGB) unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten zudem Forderungen aus Ertragsteuern.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das Eigenkapital wurde zum Nennwert angesetzt.

Die So nstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Grundsätzlich werden aktive latente Steuern auf die bestehenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist und mit passiven latenten Steuern saldiert ausgewiesen. Im aktuellen Jahr gibt es keine aktiven latenten Steuern, entsprechend wurden die passiven latenten Steuern unsaldiert ausgewiesen.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Eine von den gesamten Anschaffungskosten ausgehende Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Forderungen aus verbundenen Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr (T€ 1.630; Vorjahr T€ 3.395). Forderungen gegenüber der Gesellschafterin bestehen nicht.

In den Forderungen aus Lieferungen- und Leistungen sind Wertberichtigungen für Risiken von Zahlungsausfällen in Höhe von T€ 417 (Vorjahr T€ 632) berücksichtigt.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen aus Umsatzsteuer in Höhe von T€ 3.411 (Vorjahr T€ 3.558) inbegriffen.

Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital beträgt T€ 25 (Vorjahr T€ 25). Es ist in voller Höhe eingezahlt.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt T€ 22.000 (Vorjahr T€ 22.000). Sie ist in voller Höhe eingezahlt.

Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen bestehen im Wesentlichen für Rabatte in Höhe von T€ 2.952 (Vorjahr T€ 1.849), Werbung in Höhe von T€ 2.900 (Vorjahr T€ 1.710) Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von T€ 1.363 (Vorjahr T€ 1.376) sowie Gewährleistungen in Höhe von T€ 1.033 (Vorjahr T€ 993).

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden durch Tilgung in Höhe von T€ 10.500 von auf T€ 14.000 auf T€ 3.500 gemindert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um T€ 1.097 von T€ 7.843 auf T€ 8.940 gestiegen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr (T€ 4.614; Vorjahr T€ 697).

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 916 (Vorjahr T€ 874) sowie kreditorische Debitoren in Höhe von T€ 473 (Vorjahr T€ 0).

Passive latente Steuern

Die Bewertung der temporären Differenzen zwischen der Handels- und Steuerbilanz, welche aus unrealisierten Währungskursdifferenzen im Vorratsvermögen erfolgt mit dem für die Zukunft geltenden Steuersatz für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer von insgesamt rund 32,6 %. Handelsrechtlich erfasste, unrealisierte Währungskursgewinne werden für Zwecke der Steuerbilanz nicht angesetzt. Zum Stichtag betragen die die passiven latenten Steuern aus diesem Sachverhalt T€ 177 (Vorjahr T€ 97).

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Zur Harmonisierung und Angleichung an die innerbetrieblichen Controlling-Aktivitäten und Prozesse wurde die Berichterstattung der Umsatzerlöse nach Märkten und Produktgruppen mit Beginn des aktuellen Geschäftsjahres angepasst und wird wie folgt ausgewiesen:

Die Umsatzerlöse aus Verkäufen von Produkten und Dienstleistungen gliedern sich regional wie folgt:

Markt T€
Deutschland 36.607
Benelux 17.506
Sonstige EU-Länder (z.B. Italien, Spanien) 17.351
Skandinavien (Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland) 13.949
Schweiz 9.577
Polen 9.255
Sonstige übrige Länder (z.B. Türkei, Südafrika) 3.581
Dienstleistungen an verbundene Unternehmen 1.114
Gesamt 108.940

Die Umsatzerlöse nach unterschiedliche Produktgruppen und Dienstleistungen gliedern sich wie folgt:

Produktgruppe T€
Espresso-Maschinen 90.965
Mühlen 3.826
Entsafter und Mixer 2.761
Grills, Pressen und Toaster 2.605
Sonstige Produkte 7.668
Dienstleistungen an verbundene Unternehmen 1.115
Gesamt 108.940

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 279 (Vorjahr T€ 213), im Vorjahr zudem Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen T€ 0 (Vorjahr T€ 327) und Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 195 (Vorjahr T€ 0).

Personalaufwand

In dem Aufwand für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung sind Aufwendungen für die Altersvorsorge in Höhe von T€ 597 (Vorjahr T€ 550) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung T€ 207 (Vorjahr T€ 167). Darüber hinaus wurden Verluste aus Wertminderung in Höhe von T€ 134, die vollumfänglich Abschreibungen von Forderungen betreffen, die uneinbringlich sind, erfasst.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von T€ 566 (Vorjahr T€ 582) entfallen in voller Höhe auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, davon Aufwendungen aus latenten Steuern in Höhe von T€ 79 (Vorjahr: Aufwendungen T€ 98).

Der Steueraufwand von T€ 566 beinhaltet in Höhe von T€ 16 einen periodenfremden Steuerertrag für Vorjahre.

V. Sonstige Angaben

Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen beläuft sich im Wirtschaftsjahr 2023/2024 auf T€ 34. Honorare für Steuerberaterleistungen wurden in Höhe von T€ 289 geleistet.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich auf T€ 36.920. Davon betragen die Verpflichtungen für das Folgejahr T€ 9.397 und mit einer Fristigkeit von mehr als einem Jahr T€ 27.523. Verpflichtungen mit einer Fristigkeit von mehr als 5 Jahren bestehen keine. Die Verpflichtungen resultieren aus Miet- und Leasingverträgen.

Angaben zu nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften

Wesentliche nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte bestehen zum 30 Juni 2024 in Form von Miet- und Leasingverpflichtungen in Höhe von T€ 36.920.

Neben den vorstehenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen existieren keine weiteren außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären.

Die vorstehenden finanziellen Verpflichtungen betreffen hauptsächlich Mietverträge für die Logistik und das Warenlager der Gesellschaft. Die Vorteile eines Miet- und Leasingvertrages im Vergleich zum Erwerb eines Warenlagers stellt die größere Flexibilität, die deutlich geringere Kapitalbindung und der Wegfall des Verwertungsrisikos dar. Ferner stellt die Verfügbarkeit von geschultem Personal und eingespielten Prozessen bei einem durch Dritten geführtem Warenlager einen Vorteil für die Gesellschaft dar. Finanzielle Risiken können sich daraus ergeben, dass Objekte über die verbleibende Vertragslaufzeit nicht mehr vollständig genutzt werden können. In diesen Fällen würden entsprechende Rückstellungen für drohende Verluste gebildet, welche derzeit nicht vorliegen.

Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 46 angestellte Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 45 angestellte Mitarbeiter), die wie folgt auf die Gruppen aufgeteilt sind:

 

- Sales & Marketing - 18 Mitarbeiter

 

- Customer Service - 22 Mitarbeiter

 

- Corporate Team - 6 Mitarbeiter

Vorschlag zur Gewinnverwendung

Den Gesellschaftern wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Geschäftsführung

Die Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr

 

Herr David Matthew Gubbin, kaufmännischer Geschäftsführer, London

 

Herr Deiniol Rhys Elliott-Wright, kaufmännischer Geschäftsführer, London (bis 5.2.2025)

 

Herr Thomas Möcker, Betriebsleiter, Grevenbroich, (ab 31. August 2023)

Die Gesellschaft verzichtet auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer und nimmt die Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch, da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhalten hat.

Konzernbeziehungen

Der Jahresabschluss der Sage Appliances GmbH wird in den Konzernabschluss der Breville Group Limited, Australien (ABN 90 086 933 431), einbezogen. Dieser Konzernabschluss stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis der Unternehmen dar. Dieser ist auf der Konzernwebsite (https://www.brevillegroup.com) erhältlich.

 

Düsseldorf, den 5. Mai 2025

Sage Appliances GmbH

Die Geschäftsführung

David Matthew Gubbin

Thomas Möcker

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023/2024

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.07.2023
Zugänge
30.06.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 14.710,24 0,00 14.710,24
14.710,24 0,00 14.710,24
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.116.175,89 0,00 1.116.175,89
1.116.175,89 0,00 1.116.175,89
1.130.886,13 0,00 1.130.886,13
Abschreibungen
01.07.2023
Zugänge
30.06.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 13.659,53 1.050,71 14.710,24
13.659,53 1.050,71 14.710,24
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 761.238,21 241.487,47 1.002.725,68
761.238,21 241.487,47 1.002.725,68
774.897,74 242.538,18 1.017.435,92
Restbuchwerte
30.06.2024
30.06.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 0,00 1.050,71
0,00 1.050,71
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 113.450,21 354.937,68
113.450,21 354.937,68
113.450,21 355.988,39

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Sage Appliances GmbH, Düsseldorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Sage Appliances GmbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sage Appliances GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 5. Mai 2025

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hedwig Schürmeyer, Wirtschaftsprüferin

ppa. Miriam Köllner, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss zum 30.06.2024 wurde am 06.05.2025 festgestellt.

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