Stammdaten

Register
Amtsgericht Pinneberg HRB 2414 IZ
Vorher
Peters Schiffbau GmbH
Eingetragen
3.7.2006
Branche
Reparatur und Instandhaltung von zivilen Schiffen, Booten und YachtenReparatur und Instandhaltung von KriegsschiffenBau von Schiffen und schwimmenden Vorrichtungen für zivile Zwecke, ohne Boots- und Yachtbau
Gegenstand
Die Eintragung betreffend den Gegenstand ist von Amts wegen berichtigt und wird wie folgt berichtigt eingetragen: Projektierung, Entwicklung, Neubau, Umbau und Reparatur von Wasserfahrzeugen aller Art, insbesondere von Handelsschiffen, von Mega-Yachten und von Marinefahrzeugen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Mark Dethlefs
seit 3.7.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Wilster
500.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Peters Werft GmbH

Wewelsfleth

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Peters Werft GmbH ist als international ausgerichtete, mittelständische, deutsche Schiffswerft in den Bereichen Neubau, Reparatur und Umbau tätig.

2. Entwicklungstätigkeiten

Unsere Entwicklungstätigkeit umfasst die komplette technische Ausarbeitung von seegängigen Schiffen durch unsere Ingenieure und Konstrukteure, die bei Bedarf durch externe Konstruktionsbüros unterstützt werden. Neben den relevanten technischen Vorgaben der Klassifikationsgesellschaft und des Flaggenstaates beinhaltet dies u.a. auch Maßnahmen zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und der operativen Funktionalität sowie der umweltfreundlichen Energieversorgung und nachhaltigen Antriebstechnik. Hierbei werden neben den individuellen technischen und optischen Gestaltungswünschen auch die zeitlichen und kommerziellen Vorgaben des Kunden berücksichtigt.

In dem Bereich der Antriebstechnologien ist weiterhin unklar, welche dauerhaft bei zukünftigen Investitionen zum Tragen kommt. Wesentlich für die Reduktion von Emissionen bleibt aber ein geeigneter, idealweise klimaneutral hergestellter Treibstoff, hier erhalten aktuell Methanol, Wasserstoff und Ammoniak die größte Zustimmung. Durch hybride Antriebstechnologien wird versucht, eine Übergangslösung zu schaffen und der ungewissen Entwicklung entgegenzuwirken.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Angesichts der Vielzahl von Krisen ist die Wirtschaftsleistung in Deutschland im Jahr 2023 um 0,3 % zurückgegangen. Der Euroraum konnte sein Wachstum leicht um 0,6 % erhöhen, während die Weltwirtschaft noch eine Steigerung von 3,1 % erreichen konnte.

Für das Jahr 2024 ist erneut von einer schwächeren Wirtschaftsentwicklung in Deutschland auszugehen. Das Bruttoinlandsprodukt wird voraussichtlich um 0,1 % sinken. Für das Jahr 2025 wird von den führenden Forschungsinstituten ein Wachstum von 0,8 % und für das Jahr 2026 von 1,3 % erwartet.

Im Euroraum rechnet man für das Jahr 2024 mit einer Steigerung der Konjunktur um 0,9 %, und in den Jahren 2025 und 2026 von 1,4 % bzw. 1,6 %.

Risikofaktoren wie Krieg, Energiepreise und Energieversorgung, aber auch die weltweiten Handelsstreitigkeiten und politischen Unruhen erzeugen eine labile weltwirtschaftliche Lage und somit ungewisse Konjunkturprognosen.

2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Neubaubestellungen im Schiffbauweltmarkt bleiben weiterhin auf einem hohen Niveau, allerdings konzentriert sich der Auftragsbestand im Wesentlichen auf die Schiffbaunationen China und Südkorea. Anders verhält es sich bei den Schiffsreparaturen und -umbauten, hier haben die Werften in der europäischen Union einen höheren Weltmarktanteil als im Neubaubereich.

Die deutschen Werften haben ihren wirtschaftlichen Schwerpunkt mit dem Bau von Spezialschiffen wie Luxusyachten und Kreuzfahrtschiffen sowie diversen Aufträgen für öffentliche Auftraggeber. In den Nischenmärkten der Spezialschiffe wird allerdings China zukünftig eine größere Konkurrenz darstellen. Die chinesische Regierung erklärte den Bau von Spezialschiffen zu einem strategischen Ziel, so dass die zukünftige Entwicklung in diesem Bereich mit entsprechenden Unsicherheiten behaftet ist.

3. Geschäftsverlauf

Trotz der widrigen Rahmenbedingungen konnte sich die Peters Werft GmbH im Jahre 2023 in einem schwierigen Marktumfeld behaupten. Das Reparatur- und Umbaugeschäft der Peters Werft GmbH verlief im Geschäftsjahr 2023 wieder sehr positiv. Die für das Jahr 2023 prognostizierte steigende Gesamtleistung bei einem gleichzeitig höheren Ergebnis als im Vorjahr konnte somit erreicht werden. Die Gesamtleistung konnte um fast 50 % gesteigert werden.

Zu den Aufträgen im Geschäftsjahr 2023 zählten insbesondere hochwertige Luxus-Megayachten, Aufträge der Deutschen Marine sowie Behörden- und Spezialschiffe. Des Weiteren wurden Fähren, Traditionsschiffe, Schlepper, Pontons, und Schuten am Standort in Wewelsfleth repariert bzw. instandgesetzt.

Das Geschäftsjahr 2023 wurde durch den umfangreichen Refit einer Megayacht entscheidend geprägt. Hier konnte über alle Gewerke eine sehr gute Auslastung für das komplette Jahr erzielt werden. Dieser Auftrag sorgt zusammen mit einem weiteren Megayacht-Refit Auftrag auch im Jahre 2024 für Beschäftigung auf der Werft.

Hervorzuheben sind ebenfalls die umfangreichen Instandsetzungsaufträge für die öffentlichen Auftraggeber. Hier wurden u.a. Schiffe der Bundespolizei, eine Einheit der Kriegsschiffklasse sowie ein Versorgungsschiff der Marine ertüchtigt. Ein Instandsetzungsauftrag für ein Versorgungsschiff der Deutschen Marine sorgte bis Mitte des Jahres 2024 für zusätzliche Beschäftigung auf der Werft.

Auf der Peters Werft GmbH waren zum Jahresende 11 zukünftige Nachwuchskräfte in der Berufsausbildung. Schülern und Studenten verschiedenster Bildungsstufen wurde die Gelegenheit zu Praktika in allen Gewerken und Abteilungen der Werft ermöglicht. Produktions- und auftragsbedingte Beschäftigungsschwankungen können jederzeit durch eine flexible Arbeitszeitregelung ausgeglichen werden. Weiterhin besteht die Möglichkeit, fehlende Kapazität durch Fremdvergabe von Teilleistungen zu erweitern.

Um die Zukunftsfähigkeit der Werft zu gewährleisten, ist es ein wesentliches Ziel, durch eine gute Ausbildung in allen relevanten handwerklichen und industriellen Bereichen für ausreichend qualifizierte Fachkräfte zu sorgen.

Das Digitalisierungsprojekt "Peters Werft 2020" ging im Jahr 2023 in den Echtstart und wird sukzessive in allen Bereichen der Werft eingeführt.

Um auch zukünftig höchsten Kundenansprüchen und -anforderungen gerecht werden zu können, wurde auch 2023 wie in den Vorjahren umfangreich in die Betriebsanlagen investiert.

Die Peters Werft GmbH ist nach ISO 9001 und 14001 durch die Zertifizierungsgesellschaft DNV zertifiziert. Das Managementsystem wird nach den angegebenen Normen angewendet und aufrechterhalten. Im April 2024 wird ein Re-Zertifizierungsaudit nach den Managementnormen ISO 9001/ 14001 DNV erfolgen.

4. Lage

a) Ertragslage

Das Geschäftsjahr 2023 wurde mit einem positiven Ergebnis in Höhe von 940 TEUR abgeschlossen.

Die Umsatzerlöse haben sich im vergangenen Geschäftsjahr auf 10.217 TEUR (Vj. 29.442 TEUR) verringert, die betriebliche Gesamtleistung konnte aber deutlich, aufgrund der Erhöhung des Bestandes an unfertigen Erzeugnissen um 63.352 TEUR, auf 73.569 TEUR (Vj. 49.460 TEUR) gesteigert werden.

Der Materialaufwand bei Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogenen Waren sowie die Aufwendungen für bezogene Leistungen haben sich überproportional zu der betrieblichen Gesamtleistung um 21.914 TEUR auf 59.332 TEUR erhöht.

Die Personalaufwendungen sind aufgrund von Lohn- und Gehaltsanpassungen und zusätzlich gewährten Sonderzahlungen um 615 TEUR auf 9.434 TEUR angestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um 145 TEUR auf 3.270 TEUR (Vj. 3.415 TEUR) gesunken. Dies ist im Wesentlichen verursacht durch verringerte Aufwendungen für Gebäudereparaturen und sonstige Abgaben.

Aufgrund der positiven Liquiditätssituation der Peters Werft GmbH konnte ein Finanzergebnis in Höhe von 145 TEUR erzielt werden.

b) Finanzlage

Das Stammkapital der Gesellschaft betrug zum Bilanzstichtag 500 TEUR. Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrages (79 TEUR) und des Jahresüberschusses (940 TEUR) beträgt das Eigenkapital zum Bilanzstichtag 1.519 TEUR.

Der durchschnittliche Liquiditätsbestand ist auf ca. EUR 9,3 Mio. gestiegen (Vorjahr EUR 6,6 Mio.). Der Jahresendbestand der liquiden Mittel belief sich auf EUR 3,1 Mio. (Vorjahr EUR 6,7 Mio.).

Eine Finanzierung durch Kreditinstitute war nicht erforderlich.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen zum Stichtag 32 % (Vorjahr 34%) der Bilanzsumme. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte die Gesellschaft ihre fälligen Verbindlichkeiten stets zeitnah begleichen.

Aus der laufenden Geschäftstätigkeit ergab sich ein Cashflow in Höhe von 3.380 TEUR. Dieser Cashflow war neben dem Jahresüberschuss (940 TEUR) maßgeblich beeinflusst durch die Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens (645 TEUR) und die Veränderung der kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten, die nicht der Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind (2.538 TEUR).

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit belief sich auf -469 TEUR und resultierte im Wesentlichen aus Investitionen in das Sachanlagevermögen (-482 TEUR).

Durch getätigte Ausschüttungen im Geschäftsjahr 2023 ergab sich ein Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von -6.500 TEUR.

c) Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich um 6.837 TEUR auf 10.711 TEUR (Vj. 17.548 TEUR) verringert.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Investitionen in technische Anlagen und Maschinen (105 TEUR), in andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen (258 TEUR) und in immaterielle Vermögensgegenstände (8 TEUR) vorgenommen.

Durch umfangreiche planmäßige Instandsetzungs- und Umbauprojekte mit dementsprechend langen Werftliegezeiten hat sich der Vorratsbestand (ohne erhaltene Anzahlungen) stichtagsbezogen von 23.725 TEUR auf 87.051 TEUR erhöht. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich um 2.594 TEUR auf 3.413 TEUR.

Unsere Ansprüche aufgrund von Lieferungen und Leistungen werden überwiegend bereits während des Herstellungszeitraumes über Abschlagszahlungen bzw. Anzahlungen sichergestellt. Darüber hinaus verfügen wir über ein geordnetes Mahnwesen.

5. Finanzielle Leistungsindikatoren

Eine Steuerung des Unternehmens durch Rentabilitätskennzahlen wird aufgrund der langfristigen und unterschiedlichen Auftragsfertigungen nicht herangezogen, folglich wird der Deckungsbeitrag zur Unternehmenssituation projektbezogen betrachtet. Die projektbezogenen Deckungsbeiträge unserer Reparaturen und Umbauten waren durchweg positiv.

6. Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gut ein.

Der Verlauf unserer Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist über die letzten Jahre gesehen stabil.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr in der Regel bei allen Lieferverbindlichkeiten, für die ein Skonto eingeräumt wurde, kurzfristige Zahlungen mit Skontoabzug realisieren.

III. Prognosebericht

Aufgrund der labilen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ist jede Prognose mit erheblichen Risiken behaftet. Die Ausrichtung der Werft auf den Refit- und Reparaturbereich war entscheidend für die positive Entwicklung unseres Unternehmens. Obwohl ein Neubauauftrag grundsätzlich eine längerfristige Grundauslastung der Werftkapazitäten sichern könnte, ist unter den widrigen Rahmenbedingungen und den zurzeit ausgeübten Ausschreibungspraktiken eine kostendeckende Akquisition eines Neubaus gegenwärtig nicht realistisch und zu risikobehaftet.

Das Unternehmen wird sich deshalb auf Reparatur- und Überholungsaufträge der öffentlichen Auftraggeber - zivil wie militärisch - weiter fokussieren. Da wir in den vergangenen Jahren kontinuierlich öffentliche Aufträge, u.a. für die Deutsche Marine, die Bundespolizei und für den Zoll, bei uns etabliert haben, können wir auch zukünftig fest mit diesem Segment planen.

Das Refitgeschäft mit Yachten ist ebenfalls weiterhin ein fester Bestand in unserer Auftragsplanung. Hier erwarten wir auch zukünftig die Realisierung von umfangreichen Aufträgen und sind innerhalb der Projektierungen in kontinuierlichem Kontakt mit potentiellen Neu- und Bestandskunden. Dabei hilft uns die regelmäßig erzielte hohe Kundenzufriedenheit nach Abschluss der Projekte und die Tatsache, dass wir bereits seit vielen Jahren mit der Bearbeitung von komplexen Schiffsstrukturen und der zielgenauen Integration von Ausrüstungssystemen sehr gut vertraut sind.

Aufgrund der aktuellen Auftragslage, vielversprechender Projekte und der Abnahme eines Großprojektes rechnen wir für das Jahr 2024 mit einer wesentlichen Steigerung der Umsatzerlöse und mit einem positiven Ergebnis, das sich auf dem Niveau des Jahres 2023 bewegt.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Die geopolitischen Krisen können die weltweite Konjunktur und somit auch die Schiffbaubranche negativ beeinflussen.

Der Trend, dass sich die asiatischen Werften zusätzlich verstärkt dem Spezialschiffbau zuwenden und somit vermehrt den heimischen Werften potentielles Auftragsvolumen entziehen, kann sich fortsetzen. Inwieweit dies auch die Peters Werft GmbH mit ihrem diversifizierten Produktportfolio und der Fokussierung auf den Refit -und Umbaubereich beeinflussen könnte, bleibt abzuwarten.

Auch die Zulieferindustrie, die für die Standortqualität deutscher Werften von signifikanter Bedeutung ist, unterliegt einem erheblichen, mittlerweile internationalen Konzentrationsprozess. Sind diese Betriebe nicht mehr nur national bzw. mindestens europäisch verankert, könnte sich dadurch die Wettbewerbsfähigkeit der asiatischen Mitwettbewerber im Spezialschiffbau zusätzlich verbessern.

Risiken ergeben sich zudem aus einem stetigen Anstieg des Fachkräftemangels. Von diesem allgemeinen Fachkräftemangel ist die Peters Werft ebenfalls betroffen. Beschaffungsrisiken ergeben sich im Hinblick auf die Verfügbarkeit von benötigten Rohstoffen, auf die stetig steigenden Rohstoffpreise und auf die pünktliche und zuverlässige Anlieferung von Systemen und Komponenten.

Weitere Risiken können sich vor allem in dem Bereich der öffentlichen Aufträge durch eine Ausweitung der schon jetzt sehr aufwendigen Ausschreibungs- und Vergabefahren ergeben. Hier würden uns weitere verordnete gesetzliche Regelungen und Vorschriften und die damit einhergehenden bürokratischen Anforderungen zusätzlich belasten.

2. Chancenbericht

Neben den etablierten Tätigkeitsbereichen in den Bereichen Reparatur und Instandhaltung ist auf längere Sicht zusätzlich mit der Umrüstung von Kraftstoffsystemen und Antriebstechnik auf den Schiffen zu rechnen. Zurzeit fehlt es bei den Kunden allerdings noch an Investitionsbereitschaft, Gründe hierfür sind die nicht verfügbare überzeugende Technologie, der noch fehlende Brennstoff und die mit der Umstellung verbundenen hohen Kosten. Da die Reduzierung von Schiffsemissionen mit dem Ziel der Klimaneutralität international vorgegeben ist, werden hier in der Zukunft Maßnahmen seitens der Kunden erfolgen müssen.

3. Gesamtaussage

Risiken für die künftige Entwicklung der Peters Werft GmbH sehen wir zum einen in dem wachsenden Engagement der asiatischen Werften im Spezialschiffbau im Verbund mit einer Vielzahl von Fördermaßnahmen einiger Regierungen, zum anderen aber auch im größer werdenden Wettbewerb innerhalb der europäischen "Nischenmärkte" sowie in der Schwächung des Clusters der heimischen/europäischen Zulieferindustrie für den Fall, dass der gesamte hiesige maritime Markt durch Schrumpfung eine "kritische" Grenze unterschreitet. Hinzu kommt die Ungewissheit hinsichtlich der weiteren weltweiten konjunkturellen Entwicklung.

Um uns im Wettbewerb zu behaupten, setzen wir unsere Erfahrung, die hohe Qualität unserer Leistungen und die von unseren Kunden geschätzte Zuverlässigkeit ein. Aufgrund unserer Unternehmensstruktur sind wir zudem in der Lage, schnell und flexibel auf nahezu jede Marktveränderung zu reagieren.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen die Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehen einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität sowohl unserer Kunden als auch unserer Lieferanten.

 

Wewelsfleth, den 28. Oktober 2024

Peters Werft GmbH

Die Geschäftsführung

gez. Mark Dethlefs

gez. Sebastian Dethlefs

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 4.838.339,90 4.928.292,54
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 208.526,00 230.253,54
II. Sachanlagen 4.579.813,90 4.648.039,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 175.374,00 183.169,00
2. technische Anlagen und Maschinen 4.007.389,00 4.379.923,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 277.935,00 84.947,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 119.115,90
III. Finanzanlagen 50.000,00 50.000,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 50.000,00 50.000,00
B. Umlaufvermögen 5.854.446,03 12.585.476,46
I. Vorräte 526.574,46 3.282.426,66
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 86.524.170,46 20.442.537,30
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.231.382,43 2.618.369,62
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.096.489,14 6.684.680,18
C. Rechnungsabgrenzungsposten 18.435,48 34.388,78
Aktiva 10.711.221,41 17.548.157,78

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 1.519.267,13 7.079.466,45
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Gewinnvortrag 79.466,45 6.084.180,93
III. Jahresüberschuss 939.800,68 495.285,52
B. Rückstellungen 3.407.439,00 4.134.957,46
C. Verbindlichkeiten 5.784.515,28 6.333.733,87
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 22.306,15 21.165,13
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 22.306,15 21.165,13
2. sonstige Verbindlichkeiten 5.762.209,13 6.312.568,74
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 5.762.209,13 6.312.568,74
Passiva 10.711.221,41 17.548.157,78

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 14.578.146,21 13.615.514,23
2. Personalaufwand 9.433.898,13 8.819.313,77
a) Löhne und Gehälter 7.829.342,63 7.297.444,88
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.604.555,50 1.521.868,89
davon für Altersversorgung 194,16 194,16
3. Abschreibungen 645.505,63 619.423,41
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 645.505,63 619.423,41
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.270.460,28 3.414.562,63
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 0,01 102,23
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 146.893,04 2.001,58
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.929,30 235,22
davon an verbundene Unternehmen 830,30 212,80
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 409.635,31 244.695,33
8. Ergebnis nach Steuern 963.610,60 519.285,45
9. sonstige Steuern 23.809,92 23.999,93
10. Jahresüberschuss 939.800,68 495.285,52

Anhang

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Die Peters Werft GmbH hat ihren Geschäftssitz in Wewelsfleth und ist beim Handelsregister Abteilung B beim Amtsgericht Pinneberg unter der Registernummer HRB 2414 IZ eingetragen.

II. ALLGEMEINE ANGABEN ZU INHALT UND GLIEDERUNG DES JAHRESABSCHLUSSES

Der Jahresabschluss ist auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der aktuellen Fassung aufgestellt. Die ergänzenden Regelungen des GmbH-Gesetzes sind berücksichtigt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft auf (§ 267 HGB).

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze aufgestellt.

III. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS-, BEWERTUNGS- UND AUSWEISMETHODEN

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, ggf. vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer (3 bis 32,5 Jahre) vorgenommen.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen.

Die Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe sind zu Durchschnittspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Erkennbare Mängel zur Abdeckung latenter Lagerrisiken, verminderter Verwertbarkeit usw. werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die unfertigen Erzeugnisse, unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten. Der Grundsatz der verlustfreien Bewertung wurde beachtet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Forderungen werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Einzelrisiken und dem allgemeinen Kreditrisiko bewertet. Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine Pauschalwertberichtigung abgesetzt.

Die liquiden Mittel sind mit dem Nominalwert bilanziert.

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Vorauszahlungen für künftige Zeiträume abgegrenzt.

Das Stammkapital wird als gezeichnetes Kapital ausgewiesen und entspricht § 4 Abs. 1 des Gesellschaftsvertrages. Es wird mit dem Nennwert angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet.

Sämtliche Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden offen von dem Posten "Vorräte" abgesetzt. Ein passiver Ausweis des Überhangs wird vorgenommen.

IV. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ UND GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen im Geschäftsjahr 2023 sind im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt. In den Zugängen zu den "Technischen Anlagen und Maschinen" sind Anpassungen aufgrund der Feststellungen der Betriebsprüfung in Höhe von TEUR 74 enthalten.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum 31.12.2023, wie schon in den Vorjahren, keine Einzelwertberichtigungen vorzunehmen.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind überwiegend Steuererstattungsansprüche bilanziert.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3. Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt TEUR 500 und ist voll eingezahlt.

4. Steuerrückstellungen

In den Steuerrückstellungen sind Gewerbesteuernachzahlungen für die Jahre 2019 bis 2022 enthalten.

5. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückbauverpflichtungen (TEUR 1.891), Arbeitnehmeransprüche (TEUR 1.043), sowie nachlaufende Rechnungen für abgeschlossene Arbeiten (TEUR 245).

6. Verbindlichkeiten

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die im Geschäftsverkehr üblichen Eigentumsvorbehalte.

7. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten folgende Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung:

TEUR
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 76
Sonstige periodenfremde Erträge 29
Prämie für Schadensfreiheit 150

V. SONSTIGE PFLICHTANGABEN

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus einem Mietverhältnis in Höhe von TEUR 300 (Laufzeit bis 31.03.2025) und aus Leasingverträgen in Höhe von TEUR 104 (Laufzeitende zwischen 08.06.2024 und bis 30.09.2028).

2. Anteilsbesitz

Geschäftsjahr Beteiligungshöhe
%
Eigenkapital zum 31.12.2023
EUR
Jahresergebnis 2023
EUR
Störwiesen Verwaltungs- GmbH, Wewelsfleth 2023 100,00 30.549,56 656,42
Kusch Yacht Projekte GmbH, Wewelsfleth 2023 100,00 359.099,29 127.138,59

3. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

4. Durchschnittliche Zahl der Beschäftigten

Unter Zugrundelegung der Berechnungsmethode nach § 267 Abs. 5 HGB wurden im Berichtsjahr durchschnittlich beschäftigt:

Angestellte 46
Gewerbliche Mitarbeiter 71
Gesamt 117

5. Angaben zu den Mitgliedern der Unternehmensorgane

Geschäftsführer (operativ tätig):

• Herr Mark Dethlefs, Wilster

• Herr Sebastian Dethlefs, Wilster

Unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB wird die gemäß § 285 Nr. 9a HGB geforderte Angabe über die Gesamtbezüge der Geschäftsführer nicht gemacht.

 

Wewelsfleth, den 28. Oktober 2024

Peters Werft GmbH

Die Geschäftsführung

gez. Mark Dethlefs

gez. Sebastian Dethlefs

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 25.11.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Peters Werft GmbH, Wewelsfleth

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Peters Werft GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Peters Werft GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Überlingen, den 28. Oktober 2024

BANSBACH GmbH
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gez. Joerg Schuster, Wirtschaftsprüfer

gez. Andreas Herter, Wirtschaftsprüfer

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