GLOBALFOUNDRIES Dresden Module One Limited Liability Company & Co. KG

Dresden

Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRA 5255
Vorher
AMD Fab 36 Limited Liability Company & Co. KG
Eingetragen
19.8.2003

Historie

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Management

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Gesellschafter

1 Gesellschafter

Kommanditgesellschaft (KG)

Kommanditist
Germany
4.700.000 €

Konzern- und Jahresabschlüsse

GLOBALFOUNDRIES Dresden Module One Limited Liability Company & Co. KG
(vormals: AMD Fab 36 Limited Liability Company & Co. KG)

Dresden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009

Lagebericht für 2009

GLOBALFOUNDRIES Dresden Module One LLC & Co. KG

1. Darstellung des Geschäftsverlaufs

2003 erfolgte die Gründung der GLOBALFOUNDRIES Dresden Module One LLC & Co. KG (im Folgenden kurz: GLOBALFOUNDRIES Module One KG), ehemals firmierend unter AMD Fab 36 Limited Liability Company & Co. KG, Dresden, als Produktionsgesellschaft der Advanced Micro Devices Inc., Sunnyvale/Kalifornien, USA (im Folgenden kurz: AMD Inc.). Im März 2009 beteiligte AMD Inc. die Advanced Technology Investment Company, Abu Dhabi, (ATIC) als Investor an ihren Produktionsaktivitäten. Zu diesem Zweck wurden unter anderem die Anteile an den beiden Dresdner Produktionsgesellschaften GLOBALFOUNDRIES Module One KG und GLOBALFOUNDRIES Module Two GmbH & Co. KG (im Folgenden kurz: GLOBALFOUNDRIES Module Two KG), ehemals firmierend unter AMD Saxony Limited Liability Company & Co. KG, Dresden, in ein neu gegründetes Gemeinschaftsunternehmen GLOBALFOUNDRIES Inc. eingebracht.

Persönlich haftender Gesellschafter ist die GLOBALFOUNDRIES Dresden Module One LLC mit Sitz in Wilmington/Delaware, USA. Kommanditisten sind die GLOBALFOUNDRIES Dresden Module One Holding GmbH, Dresden, (im Folgenden kurz: GLOBALFOUNDRIES Module One Holding) und die GLOBALFOUNDRIES Dresden Module One Admin GmbH, Dresden, (im Folgenden kurz: GLOBALFOUNDRIES Module One Admin). Zum Zeitpunkt der Übertragung in das neue Gemeinschaftsunternehmen erfolgte der Erwerb der Kommanditgesellschaftsanteile und der stillen Beteiligungen der Leipziger Messe Gesellschaft mbH, Leipzig, durch die GLOBALFOUNDRIES Module One Holding und die GLOBALFOUNDRIES Module One Admin. Zur Geschäftsführung ist entsprechend dem am 25. Februar 2009 neu gefassten Kommanditgesellschaftsvertrag nur die GLOBALFOUNDRIES Dresden Module One Admin berechtigt und verpflichtet. Der Komplementär GLOBALFOUNDRIES Dresden Module One LLC soll von seiner gesetzlichen Befugnis zur Vertretung der Gesellschaft keinen Gebrauch machen, es sei denn, dass dies nach zwingendem Recht erforderlich ist.

Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung von Herstellungstechnologie zur industriellen Fertigungsreife und die Herstellung von mikroelektronischen Bauelementen auf 300mm Wafern im Bereich der 65nm und der 45nm Technologiegeneration mit der Möglichkeit zu noch kleineren Strukturgrößen in Dresden.

Das Geschäftsjahr 2009 war durch die Volumenfertigung von 65nm und 45nm Produkten, der Weiterführung der Entwicklungsaktivitäten für die 32nm Technologie sowie dem Beginn der Entwicklung der 28nm Technologie gekennzeichnet.

a) Produktion

Im Jahr 2009 wurden 173.882 300mm-Wafer hergestellt und an die AMD Inc. geliefert. Im Vergleich zu 2008 reduzierte sich somit die Anzahl der aus GLOBALFOUNDRIES Module One KG an die AMD Inc. ausgelieferten Wafer um 33,6 % (Vorjahr: 261.904 Wafer). Die geringere Auslastung im Geschäftsjahr 2009 ist im Wesentlichen auf das schwierige wirtschaftlichen Umfeld und den damit verbundenen globalen Nachfragerückgang zurückzuführen.

2010 werden die Waferlieferungen laut Planung wieder ansteigen. Die Wafer werden mehrheitlich in der 45nm Technologie gefertigt. Ende 2010 wird voraussichtlich die Volumenfertigung von 32nm Produkten begonnen.

b) Beschaffung

Im Geschäftsjahr 2009 wurde die verstärkte internationale Ausrichtung der Einkaufsprozesse weiter fortgesetzt. Die Lieferung kritischer Materialien von Single-Source Lieferanten wird, soweit als notwendig erachtet, durch langfristige Verträge abgesichert. Alternative Lieferanten und Materialien werden als Teil des World Class Supplier (WCS) Prozesses evaluiert und qualifiziert, welcher alle Elemente der Lieferanteneinbeziehung, wie Kostenmanagement, Risikobetrachtung, Warenanalyse und Lieferantenmanagement, berücksichtigt. Die Lagerbestände an wichtigen Materialien sowie Ersatz- und Verschleißteilen wurden durch Konsignationslager-Verträge mit Lieferanten effektiv gesteuert. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit der Finanz- und Wirtschaftskrise erfolgt eine verstärkte Überwachung der wirtschaftlichen Situation der Lieferanten zur Minimierung des Risikos von Versorgungsengpässen.

c) Investitionen

Im Geschäftsjahr 2009 wurden Investitionen im Wert von 108 Mio. EUR (Vorjahr: 165 Mio. EUR) getätigt. Die für das Geschäftsjahr 2010 geplanten Investitionen werden den Vorjahreswert überschreiten und erfolgen mehrheitlich im Rahmen der Einführung der 32nm Technologie.

d) Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben

Die Finanzierung der Gesellschaft war im gesamten Geschäftsjahr 2009 gesichert. Wesentliche Bestandteile der Finanzierung stellten der Kostenrückerstattungsvertrag für Wafer zwischen der GLOBALFOUNDRIES Module One KG und der GLOBALFOUNDRIES Module One Holding (im Folgenden kurz: "CPRA") sowie die revolvierende Kreditlinie der Mutterge-sellschaft dar.

Die revolvierende Kreditlinie der AMD Inc. in Höhe von 750 Mio. EUR wurde im März 2009 an die GLOBALFOUNDRIES Inc., einer Limited Liability Company nach dem Recht der Cayman Islands, übertragen. Die Kreditlinie wurde in 2009 in Höhe von 59,4 Mio. EUR (76,0 Mio. USD) in Anspruch genommen. Die Rückzahlung erfolgte noch im Geschäftsjahr 2009. Zinsen auf Anteile des revolvierenden Kredites, die bis zur Auszahlung des ersten Teilbetrags des Bankkredites nicht ausgezahlt wurden, dürfen aufgrund von Vereinbarungen im Bankvertrag bis zur vollständigen Tilgung des Bankkredits nicht ausgezahlt werden und sind als Verbindlichkeiten bilanziert.

Der mit einem Konsortium von Banken unter der Führung der Commerzbank AG, Filiale Luxemburg, abgeschlossene Konsortialkreditvertrag über ehemals 700 Mio. EUR wurde in 2006 auf die Währung USD umgestellt, sodass ein maximales Volumen von 892,8 Mio. USD zur Verfügung stand. Der Bankkredit wurde von der Gesellschaft 2006 vollständig in Anspruch genommen. In 2009 erfolgten planmäßige Rückzahlungen i. H. v. insgesamt 267,8 Mio. USD (Vorjahr 178,6 Mio. USD).

Im Geschäftsjahr 2009 wurden die Kosten der GLOBALFOUNDRIES Module One KG an GLOBALFOUNDRIES Module One Holding auf Basis des CPRA weiterverrechnet. Diese Rückerstattung der vertraglich definierten Kostenbestandteile für gelieferte Wafer stellt einen wesentlichen Bestandteil der Finanzierung der Gesellschaft dar. Mit Ausnahme der Abschreibungen auf Ingangsetzungsaufwendungen, der Gewinnanteile und Zinsen auf die stillen Gesellschafteranteile der verbundenen Unternehmen, der Zinsen für Darlehen von verbundenen Unternehmen sowie der Ertragsteuern werden sämtliche Aufwendungen mit Zuschlagssatz zurückerstattet. Der CPRA-Zuschlagssatz wurde mit Wirkung zum 1. April 2009 von 12,5% auf 10,0% gesenkt. Ein korrespondierender Kostenerstattungsvertrag existiert zwischen der GLOBALFOUNDRIES Module One Holding und einer neuen Gesellschaft niederländischen Rechts, GLOBALFOUNDRIES Netherlands Technologies B.V.

Gemäß dem Zuwendungsbescheid für Investitionszuschüsse vom 9. Juli 2004 in letzter geänderter Fassung vom 13. Mai 2009 hat die Sächsische Aufbaubank - Förderbank, Dresden, (im Folgenden kurz: "SAB") Investitionszuschüsse in Höhe von 183 Mio. EUR für den Zeitraum von 2003 bis 2009 der Gesellschaft bewilligt und ausgezahlt. Davon betreffen, bezogen auf den bewilligten Fördersatz, 0,6 Mio. EUR Vorauszahlungen für Investitionen bis Ende 2009, deren vollständige Zahlung bis Juni 2010 zu erfolgen hat.

Des Weiteren sind der Gesellschaft in 2009 Investitionszulagen für die Jahre 2007 und 2008 in Höhe von insgesamt 2,3 Mio. EUR zugeflossen. Wir verweisen im Übrigen auf unsere Ausführungen im Anhang (Sonderposten für Investitionszulage und Investitionszuschüsse für das Anlagevermögen).

Die Gesellschaft erhält Fördermittel für Forschungs- und Entwicklungsprojekte von der SAB, dem Bundesministerium für Bildung und Forschung, Berlin, und der Europäischen Union. In 2009 wurden insgesamt 14,4 Mio. EUR (Vorjahr: 16,6 Mio. EUR) ausgezahlt.

e) Personal- und Sozialbereich

Die Gesellschaft beschäftigte am Ende des Geschäftsjahres 2009 1.173 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.056 Mitarbeiter). Im Laufe des Geschäftsjahres 2009 veränderte sich die Anzahl der Beschäftigten durch 33 Neueinstellungen, 2 Transfers in die GLOBALFOUNDRIES Management Services LLC & Co. KG, 4 Transfers in die GLOBALFOUNDRIES Module Two KG, 116 Transfers von der GLOBALFOUNDRIES Module Two KG und 26 Abgängen auf 1.173 Mitarbeiter zum 31. Dezember 2009. In der Gesamtmitarbeiterzahl enthalten sind 17 Mitarbeiter mit derzeit ruhenden Arbeitsverhältnissen.

f) Umweltschutz

Die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2009 mehrfach durch Vertreter der zuständigen Behörden und externe Berater geprüft und ist nachweislich im Besitz aller erforderlichen umweltrechtlichen Genehmigungen.

Das Überwachungsaudit nach ISO 14001:2004 durch externe Prüfer wurde im März 2009 erfolgreich bestanden. Das routinemäßig kommende Überwachungsaudit ist für März 2010 angesetzt.

2. Darstellung der Lage der GLOBALFOUNDRIES Module One KG

a) Vermögenslage

Wir verweisen auf die Bilanz sowie die Angaben im Anhang.

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2009 beträgt 1.546 Mio. EUR (Vorjahr: 1.828 Mio. EUR) und hat sich gegenüber dem Vorjahr um 282 Mio. EUR verringert.

Auf der Aktivseite beruht diese Veränderung im Wesentlichen auf einer Verringerung des Anlagevermögens. Hier sind hauptsächlich Investitionen in Produktionsanlagen zu nennen, denen höhere Abschreibungen auf Maschinen und Anlagen gegenüber stehen. Des Weiteren verringerten sich die Aufwendungen für die Ingangsetzung des Geschäftsbetriebs, die in 2009 letztmalig planmäßig abgeschrieben wurden. Für das Umlaufvermögen ist hingegen eine Erhöhung im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Diese Erhöhung lässt sich überwiegend auf Forderungen, insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen des bestehenden Kostenerstattungsvertrages mit der GLOBALFOUNDRIES Module One Holding sowie einem Anstieg der liquiden Mittel zurückzuführen. Dem gegenüber stehen geringere Vorräte, die sich insbesondere durch einen Bestandsabbau an unfertigen Erzeugnissen reduzierten.

Auf der Passivseite ist die Veränderung der Bilanzsumme im Wesentlichen durch die Reduzierung der Verbindlichkeiten gekennzeichnet. Die jährlich steigenden planmäßigen Rückzahlungen des Bankkredites verringerten insbesondere die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Der Ausgleichsposten für Bilanzierungshilfe hat sich korrespondierend zur Abschreibung der Ingangsetzungsaufwendungen ebenfalls planmäßig vermindert.

Das bilanzielle Eigenkapital beläuft sich per Ende 2009 auf 616 Mio. EUR (Vorjahr: 557 Mio. EUR). Der Anstieg des Eigenkapitals resultiert im Wesentlichen aus der Auflösung des Ausgleichspostens für aktivierte Ingangsetzungsaufwendungen, der zu Lasten der Kapitalanteile gebildet wurde. Weiterhin wirkt sich der Anteil der Gesellschafter am Jahresergebnis erhöhend auf das Eigenkapital aus.

b) Ertragslage

Für das Geschäftsjahr 2009 ergibt sich ein Jahresüberschuss in Höhe von 3,9 Mio. EUR (Vorjahr: 22,0 Mio. EUR Jahresüberschuss). Die Gewinnanteile der GLOBALFOUNDRIES Module One Holding und der GLOBALFOUNDRIES Module One Admin werden entsprechend ihrer Kapitalanteile mit den Verlustvortragskonten der Gesellschafter verrechnet. Die rückläufige Entwicklung des Jahresergebnisses im Vergleich zum Vorjahr beruht im Wesentlichen auf den gesunkenen Umsatzerlösen im Rahmen der Kostenerstattung durch die GLOBALFOUNDRIES Module One Holding, die durch ein niedrigeres Produktionsvolumen und den reduzierten CPRA-Zuschlagsatzes bedingt sind. Darüber hinaus erhöhten sich der Personalaufwand sowie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, insbesondere aufgrund von gestiegenen Beratungs- und Fremdleistungen, welche hauptsächlich Leistungen aus Geschäftsbesorgungsverträgen und sonstige Weiterberechnungen von Konzernunternehmen beinhalten. Dem gegenüber stehen im Vergleich zum Vorjahr höhere sonstige betriebliche Erträge sowie ein geringerer Materialaufwand und Zinsen.

Des Weiteren verweisen wir auf die Gewinn- und Verlustrechnung, die Angaben im Anhang sowie unsere Ausführungen zu Investitionen unter 1 c) und zu Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben unter 1 d).

c) Finanzlage

Hinsichtlich der Entwicklung der Liquidität verweisen wir auf die Bilanz und die Ausführungen zu den Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben unter Punkt 1 d) sowie auf den Cashflow zum Anhang.

Die Gesellschaft rechnet nicht mit wesentlichen zukünftigen Änderungen der Konditionen der Finanzierungsmittel. Aufgrund der Einbeziehung von Finanzierungskosten im Rahmen des Kostenerstattungsvertrages mit der GLOBALFOUNDRIES Module One Holding hätten steigende Finanzierungskonditionen keine unmittelbaren negativen Auswirkungen auf die Gesellschaft.

Das Bankdarlehen und die stillen Beteiligungen sind planmäßig entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen zurückzuzahlen. Im März 2009 wurden die von der Leipziger Messe Gesellschaft mbH, Leipzig, gehaltenen stillen Beteiligungen durch die GLOBALFOUNDRIES Module One Holding und die GLOBALFOUNDRIES Module One Admin vorzeitig erworben.

3. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft betreibt Forschung und Entwicklung in ihrer Wafer-Produktionsstätte. Hier werden Forschungs- und Entwicklungsarbeiten mit dem Ziel durchgeführt, neue leistungsfähigere und kostengünstigere Technologien zur Marktreife zu bringen. In diesem Zusammenhang sind auch externe Dienstleister mit Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten beauftragt. Durchgeführte Projekte werden teilweise von öffentlichen Zuschussgebern gefördert.

4. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

ATIC, der Hauptanteilseigner von GLOBALFOUNDRIES Inc. erwarb im Rahmen der verfolgten Wachstumsstrategie Chartered Semiconductor Manufacturing Ltd., Singapur (im Folgenden kurz: CSM). Im Januar 2010 gab GLOBALFOUNDRIES die Zusammenlegung des Geschäfts von GLOBALFOUNDRIES und CSM bekannt und tritt nun als ein Unternehmen unter der Marke GLOBALFOUNDRIES auf. Der Zusammenschluss markiert die Entstehung eines neuen Unternehmens, das als weltweit erste full-service Halbleiter-Foundry mit Fertigungs- und Technologiestandorten global präsent ist und bringt GLOBALFOUNDRIES zahlreiche Synergien sowie raschen Zugang zu einer großen weltweiten Kundenbasis. So gaben GLOBALFOUNDRIES und Qualcomm Inc. im Januar 2010 ihre beabsichtigte Kooperation bei Leading-Edge Technologien und der Volumenfertigung entsprechender Halbleiterprodukte bekannt.

5. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Die Halbleiterbranche ist u. a. gekennzeichnet durch eine sehr zyklische Marktentwicklung, einen hohen Investitionsbedarf sowie einen raschen technologischen Wandel. In diesem Umfeld ist die GLOBALFOUNDRIES Module One KG grundsätzlich verschiedenen Risiken ausgesetzt, die jedoch - wie nachfolgend näher erläutert - letztendlich aufgrund des bestehenden Kostenerstattungsvertrags von anderen Konzerngesellschaften der GLOBALFOUNDRIES Unternehmensgruppe getragen werden.

Operative Risiken:

Für die Gesellschaft mit ihren hochkomplexen Produktions- und Entwicklungsaktivitäten hat insbesondere die Fertigung einen wesentlichen Einfluss auf den wirtschaftlichen Erfolg. Das Fertigungsrisiko besteht vor allem darin, Halbleiterprodukte effizient und kostendeckend bei gleichzeitig hoher Liefertreue herzustellen. Darüber hinaus besteht ein Technologierisiko, z. B. hinsichtlich Verzögerungen bei der Einführung neuer Technologien.

Finanzrisiken:

Hinsichtlich der zukünftigen geschäftlichen Entwicklung der GLOBALFOUNDRIES Module One KG ist festzustellen, dass diese in erheblichem Maße durch die Finanzierungsverträge, insbesondere durch die vorgenannten mittelbaren Kostenerstattungsverträge determiniert ist. Die realisierten und zukünftig zu erwartenden Umsätze sind unter der existierenden Vertragsstruktur "Cost plus"-Umsätze. Die vertraglich definierten Kostenbestandteile werden mit einem Zuschlagssatz von 10,0 % zurückerstattet (vgl. 1 d). Durch die "Cost plus"-Kostenerstattung wird in den Folgejahren ein positives Jahresergebnis erwartet. Die Chancen auf eine Steigerung des Umsatzes sowie des Ergebnisses hängen auf Grund der "Cost plus"-Erstattung im Wesentlichen von der zukünftigen Auftragslage ab. Ein über die Kostenerstattung hinausgehender Finanzierungsbedarf kann durch die revolvierende Kreditlinie der GLOBALFOUNDRIES Inc. abgedeckt werden (vgl. 1 d). Das Liquiditätsrisiko ist im Hinblick auf die Cost plus-Verrechnung, die Kreditlinie der Muttergesellschaft sowie den guten Kassenbestand als gering einzuschätzen. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen sind durch die Einbindung der Gesellschaft in die GLOBALFOUDRIES Unternehmensgruppe mit den internen Zahlungsflüssen ebenfalls als eher gering einzustufen.

Aufgrund der Gesellschafts-, Finanzierungs- und Kostenerstattungsverträge mit anderen Unternehmen der GLOBALFOUNDRIES Unternehmensgruppe werden typische Risiken, beispielsweise im Zusammenhang mit der Beschaffung, der Technologieentwicklung, dem Produktionsaufbau und dem Absatz der in Dresden hergestellten Halbleiterprodukte, letztlich auf übergeordnete Konzernunternehmen der GLOBALFOUNDRIES Unternehmensgruppe übertragen. Somit wird der Erfolg der GLOBALFOUNDRIES Module One KG aufgrund der vorgenannten Abhängigkeiten wesentlich vom Erfolg der gesamten GLOBALFOUNDRIES Unternehmensgruppe bestimmt. Zum jetzigen Zeitpunkt sind uns dahingehend keine bestandsgefährdenden Tatsachen bekannt.

Die Finanzierung der GLOBALFOUNDRIES Unternehmensgruppe erfolgt im Wesentlichen durch den Gesellschafter ATIC. Insofern sind die Finanzierungsrisiken der Gesellschaft von der finanziellen Leistungsfähigkeit und der Leistung der zukünftig vereinbarten Beiträge des Gesellschafters abhängig. Weiterhin hat sich ATIC zu einer weitergehenden Kapitalausstattung der GLOBALFOUNDRIES Unternehmensgruppe unter der Voraussetzung, dass vereinbarte Bedingungen durch die GLOBALFOUNDRIES Unternehmensgruppe eingehalten werden, verpflichtet.

Die AMD Inc. ist derzeit einziger Kunde der GLOBALFOUNDRIES Unternehmensgruppe. In diesem Zusammenhang liegt eine Konzentration des Kreditrisikos bzw. Forderungsausfallrisikos der gesamten Unternehmensgruppe und aufgrund der konzerninternen Verrechnungen somit auch der Gesellschaft vor.

Die Aufrechterhaltung der Finanzierung durch den Konsortialkredit der Commerzbank AG ist von der Einhaltung verschiedener finanztechnischer und kreditvertraglicher Auflagen abhängig. Neben den kontinuierlich während der Laufzeit einzuhaltenden Auflagen sind weitere Auflagen insbesondere im Falle der Unterschreitung vereinbarter Mindestbarmittel unter Einbeziehung von Beständen der GLOBALFOUNDRIES Unternehmensgruppe und der AMD Inc. und im Falle der Unterschreitung definierter Kreditratings durch AMD Inc. zu erfüllen. Weitergehende Auflagen betreffen unter anderem zusätzlich vorzuhaltende Mindestbarmittelbestände.

Wesentliche von der GLOBALFOUNDRIES Module One KG zu erfüllende Auflagen betreffen neben der Vorhaltung von Mindestbarmitteln ein vereinbartes Verhältnis von ausstehendem Darlehensbetrag und Anlagevermögen der Gesellschaft.

Die Gesellschaft verfügt über ein gut ausgebautes Risikomanagementsystem, das auf eine frühzeitige Erkennung von negativen Einflüssen abzielt, um rechtzeitig geeignete Maßnahmen ergreifen zu können. Zahlreiche Produktionskennzahlen werden zeitnah (teilweise täglich bzw. wöchentlich) erfasst und ausgewertet. Kostenarten und Effizienzkennzahlen, z. B. Cash Kosten pro Fotoebene, werden im Rahmen des Monatsabschlusses überwacht und regelmäßig an die Geschäftsleitung kommuniziert.

Der Standort Dresden nimmt innerhalb der GLOBALFOUNDRIES Gruppe in den nächsten Jahren eine Schlüsselrolle ein. Im Geschäftsjahr 2010 steht die Fortsetzung der Installation der Produktionsanlagen, u. a. für die 32nm und 28nm Technologie, im Vordergrund. Die Gesellschaft wird 2010 ihre Produktionskapazität weiter ausbauen, um Kunden bei der schnellen und problemlosen Markteinführung ihrer Halbleiterprodukte zu unterstützen. Neben ST Microelectronics und Qualcomm werden in naher Zukunft weitere Kunden ihre Produkte in Dresden fertigen lassen.

 

Dresden, 4. März 2010

Dr. Udo Nothelfer, Vice President & General Manager, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2009

GLOBALFOUNDRIES Dresden Module One Limited Liability Company & Co. KG, Dresden

Aktiva

EUR 31.12.2008
TEUR
A. Aufwendungen für die Ingangsetzung des Geschäftsbetriebes 0,00 57.099
B. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 1.341.097,00 4.255
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 243.321.132,80 275.045
2. Technische Anlagen und Maschinen 744.935.795,32 1.043.430
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.594.813,00 10.857
4. Anlagen im Bau 21.845.748,24 26.759
1.015.697.489,36 1.356.091
C. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 947.425,92 1.580
2. Unfertige Erzeugnisse 37.223.706,20 8.923
3. Fertige Erzeugnisse 21.883.496,34 57.937
60.054.628,46 68.440
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 228.687.955,70 98.653
2. Sonstige Vermögensgegenstände 57.403.599,44 71.113
286.091.555,14 169.766
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 180.668.955,01 170.798
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.688.954,89 1.842
1.545.542.679,86 1.828.291

Passiva

EUR 31.12.2008
TEUR
A. Eigenkapital
I. Komplementär 0,00 0
II. Kommanditisten
Kapitalanteile 616.459.114,69 557.405
616.459.114,69 557.405
B. Ausgleichsposten für Bilanzierungshilfe 0,00 57.099
C. Sonderposten für Investitionszulage und Investitionszuschüsse 215.113.716,27 284.545
D. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 3.144.204,54 904
2. Sonstige Rückstellungen 26.945.810,38 42.728
30.090.014,92 43.632
E. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 309.423.425,16 520.394
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 43.014.077,17 75.312
3. Verbindlichkeiten gegenüberverbundenen Unternehmen 319.873.956,49 162.910
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 122.576
5. Sonstige Verbindlichkeiten 11.568.375,16 4.418
davon aus Steuern EUR 10.357.508,45 (Vj. TEUR 894)
683.879.833,98 885.610
1.545.542.679,86 1.828.291

Gewinn- und Verlustrechnung für 2009

GLOBALFOUNDRIES Dresden Module One Limited Liability Company & Co. KG, Dresden

EUR EUR 2008
TEUR
1. Umsatzerlöse 894.395.120,96 1.020.736
2. Verminderung des Bestandes an unfertigen Erzeugnissen -7.752.311,96 -12.543
3. Sonstige betriebliche Erträge 214.278.231,52 202.998
1.100.921.040,52 1.211.191
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 156.248.924,10 243.998
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 43.664.783,04 47.645
199.913.707,14 291.643
5. Personalaufwand
a) Gehälter 54.513.687,02 47.919
b) Soziale Abgaben 8.403.548,30 7.383
62.917.235,32 55.302
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung des Geschäftsbetriebes 505.996.244,56 508.837
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 280.784.399,72 268.193
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 564.018,21 1.773
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (Vj. TEUR 37)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 23.703.964,99 37.476
davon an verbundene Unternehmen EUR 1.756.071,77 (Vj. TEUR 889)
-23.139.946,78 -35.703
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 28.169.507,00 51.513
11. Steuern von Einkommen und Ertrag 2.763.511,00 4.265
12. Sonstige Steuern 247.500,17 239
3.011.011,17 4.504
13. Aufgrund eines Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 21.218.888,92 25.057
davon an verbundene Unternehmen EUR 20.168.888,90 (Vj. TEUR 12.629)
14. Jahresüberschuss 3.939.606,91 21.952
15. Ausschüttung an Gesellschafter (Vj. Gutschrift auf Verbindlichkeitenkonten) 1.541.944,51 11.245
16. Gutschrift auf Kapitalkonten 2.397.662,40 10.707
0,00 0

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der GLOBALFOUNDRIES Dresden Module One Limited Liability Company & Co. KG, Dresden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2009 bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Abschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Leipzig, 5. März 2010

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Mandler, Wirtschaftsprüfer

Zeidler, Wirtschaftsprüfer

Anhang für 2009

GLOBALFOUNDRIES Dresden Module One Limited Liability Company & Co. KG, Dresden

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB aufgestellt.

Die Gesellschaft erfüllt als Personenhandelsgesellschaft i.S.d. § 264a Abs. 1 HGB die Größenmerkmale einer großen Gesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB. Der Konsortialkreditvertrag schreibt die Anwendung der Vorschriften für große Kapitalgesellschaften vor.

Die Gewinn- und Verlustrechnung beruht auf dem Gesamtkostenverfahren.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Unter Aufwendungen für die Ingangsetzung des Geschäftsbetriebs sind die nicht bilanzierungsfähigen Aufwendungen im Zusammenhang mit der Aufnahme der Geschäftstätigkeit als Bilanzierungshilfe aktiviert worden. In 2009 wurden planmäßig Abschreibungen in Höhe von 25 % (TEUR 57.099) vorgenommen.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten angesetzt und werden, soweit abnutzbar, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben.

Die Abschreibungen auf unbewegliches und bewegliches Sachanlagevermögen sowie immaterielle Vermögensgegenstände werden nach der linearen Methode berechnet. Die Abschreibungen auf Zugänge werden im Zugangsjahr zeitanteilig ermittelt.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 150 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Liegen die Anschaffungskosten für Anlagegüter zwischen EUR 150 und EUR 1.000, wird nach § 6 Abs. 2a EStG ein Sammelposten gebildet. Dieser Sammelposten wird über 5 Jahre linear abgeschrieben.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Die Bewertung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten unter Beachtung des Grundsatzes der verlustfreien Bewertung. Ab dem Geschäftsjahr 2009 werden fertige Erzeugnisse ausgewiesen. Der Vorjahreswert wurde entsprechend angepasst.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Währungsumrechnung

Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährung (USD) werden zum Kurs am Bilanzstichtag bewertet.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Tageskurs der Rechnungslegung bewertet. Anpassungen erfolgen, sofern sich aus den Kursen zum Bilanzstichtag höhere Verbindlichkeiten bzw. niedrigere Forderungen ergeben.

Realisierte Währungsgewinne werden erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Realisierte und unrealisierte Währungsverluste werden erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Erläuterungen zur Bilanz

Aufwendungen für die Ingangsetzung des Geschäftsbetriebs

Für die für den Aufbau der Verwaltungs- und Betriebsorganisation notwendigen sowie in der Anlaufphase des Unternehmens verursachten Aufwendungen bis einschließlich November 2005 wurde eine Bilanzierungshilfe in entsprechender Höhe gebildet.

Die Entwicklung des Postens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Zusammenhang mit dem Anlagenspiegel dargestellt.

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Positionen des Anlagevermögens nach § 268 Abs. 2 HGB ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Unter der Position immaterielle Vermögensgegenstände ist im Wesentlichen Produktionssoftware erfasst.

Die Zugänge zum Anlagevermögen resultieren im Wesentlichen aus der Errichtung und Erweiterung von Produktionsanlagen in Dresden.

Umlaufvermögen

Vorräte

Als Vorräte werden Lagermaterialien sowie fertige und unfertige Erzeugnisse ausgewiesen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind durch eine permanente Inventur sowie eine Stichtagsinventur, die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden durch eine Buchinventur erfasst.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

2009
TEUR
2008
TEUR
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 228.688 98.653
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) (0) (0)
Sonstige Vermögensgegenstände 57.403 71.113
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) (0) (0)
286.091 169.766

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen insbesondere Forderungen gegen die Kommanditistin GLOBALFOUNDRIES Dresden Module One Holding GmbH, Dresden, (im Folgenden kurz: GLOBALFOUNDRIES Module One Holding) in Höhe von TEUR 193.839 und resultieren aus der Kostenerstattungsvereinbarung für Wafer sowie für Beträge aus Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag, die der Gesellschaft zustehen. Des Weiteren bestehen unter anderem Forderungen gegen die GLOBALFOUNDRIES Dresden Module Two GmbH & Co. KG, Dresden, (im Folgenden kurz: GLOBALFOUNDRIES Module Two KG) (TEUR 34.177) und gegenüber der GLOBALFOUNDRIES Netherlands Technologies B.V., Amsterdam, Niederlande, (TEUR 650) aus Weiterberechnungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Investitionszulagen und Zuschüssen für Forschung und Entwicklung (TEUR 55.501).

Flüssige Mittel

Die flüssigen Mittel sind in Höhe von TEUR 8.402 infolge einer Hinterlegungsvereinbarung beschränkt in der Verfügung. Die Mittel dürfen ausschließlich zum Zahlungsausgleich von Verbindlichkeiten aus der Anschaffung von bestimmtem Anlagevermögen verwendet werden.

Eigenkapital

Das Eigenkapital der Gesellschaft zum 31. Dezember 2009 beträgt insgesamt TEUR 616.459. Es setzt sich aus den Kapitalanteilen der Gesellschafter der GLOBALFOUNDRIES Module One Holding und der GLOBALFOUNDRIES Dresden Module One Admin GmbH, Dresden, (im Folgenden kurz: GLOBALFOUNDRIES Module One Admin) in Höhe von TEUR 715.000 abzüglich von Verlustvorträgen und Entnahmen der GLOBALFOUNDRIES-Kommanditisten (TEUR 98.541) zusammen.

Gemäß Ausscheidensvereinbarung vom 25. Februar 2009 erfolgte der Erwerb der Kommanditanteile des Kommanditisten Leipziger Messe Gesellschaft mbH, Leipzig, durch die Kommanditisten GLOBALFOUNDRIES Module One Holding und GLOBALFOUNDRIES Module One Admin zum 2. März 2009 und die entsprechende Erhöhung ihrer Kapitalanteile entsprechend dem Verhältnis der bisher geleisteten Einlagen.

Der Gewinnanspruch der Leipziger Messe Gesellschaft mbH wurde im Rahmen des Erwerbs entsprechend der Ausscheidungsvereinbarung abgegolten.

Die im Handelsregister gemäß § 172 Abs. 1 HGB eingetragenen Einlagen sind in voller Höhe geleistet.

Ausgleichsposten für aktivierte Bilanzierungshilfe

Der nach § 264c Abs. 4 HGB gebildete Ausgleichsposten betrifft die Bilanzierungshilfe für Aufwendungen für die Ingangsetzung des Geschäftsbetriebs. Dieser Ausgleichsposten wurde zu Lasten der Kapitalanteile gebildet.

Der Ausgleichsposten für Bilanzierungshilfe korrespondiert mit den aktivierten Aufwendungen für Ingangsetzung des Geschäftsbetriebs und wurde planmäßig mit Ende des Geschäftsjahres 2009 aufgelöst.

Deren Entwicklung ist aus dem Anlagespiegel ersichtlich.

Sonderposten für Investitionszulage und Investitionszuschüsse für das Anlagevermögen

Die von der Sächsischen Aufbaubank - Förderbank ausgereichten zweckgebundenen Investitionszuschüsse sowie die gemäß Investitionszulagengesetz erhaltenen und der Gesellschaft zustehenden Investitionszulagen werden als Sonderposten für Investitionszulage und Investitionszuschüsse für das Anlagevermögen passiviert.

Im Geschäftsjahr wurden Ansprüche auf Investitionszulage und -zuschüsse für die Jahre 2004 bis 2009 in Höhe von TEUR 26.894 dem Sonderposten zugeführt. Sie werden entsprechend der Nutzungsdauer der begünstigten Wirtschaftsgüter aufgelöst. Im Jahr 2009 wurde eine Auflösung des Sonderpostens in Höhe von TEUR 96.324 vorgenommen.

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten im Wesentlichen die Rückstellung für Gewerbesteuer (TEUR 3.072).

Sonstige Rückstellungen

Die wesentlichen Positionen in den sonstigen Rückstellungen betreffen ausstehende Rechnungen für erhaltene Lieferungen und Leistungen im Bereich des Anlagevermögens (TEUR 8.370), für die Inanspruchnahme von Wartungsleistungen (TEUR 5.978), Rückstellungen für Personalverpflichtungen (TEUR 4.848), Rechnungen für die Strom- und Wasserversorgung (TEUR 2.866) sowie für Zinsen auf Einfuhrumsatzsteuer (TEUR 1.800).

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt:

Gesamt 31.12.2009
TEUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr
TEUR
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre
TEUR
Restlaufzeit über 5 Jahre
TEUR
Gesamt 31.12.2008
TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 309.424 239.100 70.324 0 520.394
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 43.014 43.014 0 0 75.312
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 319.874 84.565 45.309 190.000 162.910
davon gegenüber Gesellschaftern (241.787) (8.547) (43.240) (190.000) (143.880)
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 0 0 122.576
5. Sonstige Verbindlichkeiten 11.568 11.568 0 0 4.418
davon aus Steuern (10.358) (10.358) (0) (0) (894)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (0) (0) (0) (0) (0)
683.880 378.247 115.633 190.000 885.610

Zur Sicherung der Ansprüche der Banken enthält der Konsortialkreditvertrag eine Vielzahl von kreditvertraglichen Abreden. Insbesondere sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten durch Grundpfandrechte bzw. durch Übereignung des gesamten Sachanlagevermögens und der Vorräte gesichert. Darüber hinaus sind die Forderungen im Rahmen einer Globalzession abgetreten.

Die Verbindlichkeiten aus der stillen Beteiligung einschließlich der Gewinnanteile gegenüber der GLOBAL-FOUNDRIES Module One Holding (TEUR 233.098) und der GLOBALFOUNDRIES Module One Admin (TEUR 141) werden in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gezeigt. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der stillen Beteiligungen der Kommanditisten im Zusammenhang mit dem Erwerb der stillen Beteiligungen der Leipziger Messe Gesellschaft mbH, Leipzig.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen weiterhin im wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber der GLOBALFOUNDRIES Module Two KG aus dem Geschäftsbesorgungsvertrag und anderen Weiterberechnungen (TEUR 73.281), gegenüber der GLOBALFOUNDRIES Module One Holding (TEUR 7.151) sowie Verbindlichkeiten gegenüber der GLOBALFOUNDRIES Management Services LLC & Co. KG, Dresden (im Folgenden kurz: GLOBALFOUNDRIES Management Services KG) für Weiterberechnungen (TEUR 2.525).

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer (TEUR 9.513), sowie Vorauszahlungen von Investitionszuschüssen für Investitionen bis Ende 2009 (TEUR 635) unter Berücksichtigung des bewilligten Fördersatzes.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u. a. folgende Sachverhalte:

2009
TEUR
Verpflichtungen aus Dauerschuldverhältnissen (Miet- und Leasingverträge) 210
Abnahmevereinbarungen 433.788
Bestellobligo für Investitionen 89.203
523.201

Haftungsverhältnisse bestanden zum Abschlussstichtag nicht.

Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2010 und 2020.

Außerbilanzielle Geschäfte

Die GLOBALFOUNDRIES Module One KG hat mit wichtigen Lieferanten Konsignationslagerverträge abgeschlossen, um eine effektive Versorgung mit wichtigen Materialien sowie Ersatz- und Verschleißteilen sicherzustellen. Zum Ende des Geschäftsjahres wiesen die Konsignationslager einen Bestand in Höhe von TEUR 3.218 aus, der nicht bei der GLOBALFOUNDRIES Module One KG bilanziert wird. Für speziell für die Gesellschaft hergestellte Materialien besteht eine Abnahmeverpflichtung.

Des Weiteren wurden Energielieferverträge zur Absicherung einer konstant qualitativ hochwertigen Stromversorgung vereinbart, aus denen eine Mindestabnahmeverpflichtung in Höhe von TEUR 234.637 zum Ende des Geschäftsjahres bestand. Zur Sicherstellung der Gasversorgung bestehen ebenfalls langfristige Verträge, aus denen jedoch keine Mindestabnahmeverpflichtungen entstehen. Im Zusammenhang mit den Strom- und Gaslieferverträgen wurden monatliche Grundgebühren im Umfang von TEUR 195.408 bis zum Auslaufen der Verträge spätestens im Jahr 2020 vereinbart.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 894.395 beinhalten Kostenerstattungen basierend auf der Kostenerstattungsvereinbarung für Wafer und dem Bump/Sort Service Vertrag. Der Rückgang um TEUR 126.341 resultiert aus einem niedrigeren Produktionsvolumen sowie der Verminderung des Gewinnzuschlagssatzes von 12,5% auf 10,0% mit Wirkung ab 1. April 2009.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind insbesondere Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszulage und Investitionszuschüsse (TEUR 96.324), Erträge aus realisierten Fremdwährungsgewinnen (TEUR 64.380), Erträge aus dem Geschäftsbesorgungsvertrag mit der GLOBALFOUNDRIES Module Two KG (TEUR 34.719), Erträge aus Zuwendungen für Forschung und Entwicklung der SAB und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, Berlin, (TEUR 17.978), sowie Buchgewinne aus Anlagenverkäufen (TEUR 259) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Beratungs- und Fremdleistungen (TEUR 139.144), die größtenteils aus Geschäftsbesorgungsverträgen und sonstigen Weiterberechnungen von Konzernunternehmen resultieren. Weiterhin beinhaltet der Posten Reparaturen und Instandhaltung (TEUR 67.204), unrealisierte und realisierte Fremdwährungsverluste (TEUR 52.948), Betriebskosten (TEUR 9.177), Mieten und Leasing (TEUR 5.370) und Buchverluste aus Anlagenverkäufen (TEUR 488).

Aufgrund eines Teilgewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne

Die in dieser Position ausgewiesenen abzuführenden Gewinne in Höhe von TEUR 21.219 beinhalten die Gewinnansprüche aus den stillen Beteiligungen.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag umfassen ausschließlich die Gewerbeertragsteuer und betreffen Aufwendungen für das laufende Geschäftsjahr.

Sonstige Angaben

Geschäftsführung und Vertretung

Zur Geschäftsführung ist entsprechend dem am 25. Februar 2009 neu gefassten Kommanditgesellschaftsvertrag nur die GLOBALFOUNDRIES Dresden Module One Admin berechtigt und verpflichtet. Der Komplementär GLOBALFOUNDRIES Dresden Module One LLC soll von seiner gesetzlichen Befugnis zur Vertretung der Gesellschaft keinen Gebrauch machen, es sei denn, dass dies nach zwingendem Recht erforderlich ist.

Die GLOBALFOUNDRIES Dresden Module One Admin GmbH, Dresden, wird vertreten durch die einzelvertretungsberechtigten Geschäftsführer:

Dr. Hans-Raimund Deppe, Radebeul, Ingenieur (bis 19.02.2009)
Thomas M. McCoy, Fremont/Kalifornien, USA, Rechtsanwalt (bis 02.03.2009)
James E. Doran, San José/Kalifornien, USA, Physiker (ab 24.02.2009)
Bruce McDougall, Corniche, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate, Wirtschaftsprüfer (ab 02.03.2009)
Dr. Udo Nothelfer, Radebeul, Physiker (ab 02.02.2010)

Die Geschäftsführer erhielten keine Bezüge von der Gesellschaft.

Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr wurden im Jahresdurchschnitt 1.062 Mitarbeiter beschäftigt.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers beträgt für die Abschlussprüfung TEUR 69, für sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen TEUR 1 und für Steuerberatungsleistungen TEUR 69.

Persönlich haftende Gesellschafter

Name: GLOBALFOUNDRIES Dresden Module One LLC
Sitz: Wilmington/Delaware, USA
(Hauptniederlassung: Sunnyvale/Kalifornien, USA)
Gezeichnetes Kapital: USD 5.000

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der GLOBALFOUNDRIES Inc., Cayman Islands, in den Konzernabschluss der ATIC International Investment Company LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate und der AMD Inc., Sunnyvale/Kalifornien, USA, einbezogen. Der Konzernabschluss der AMD Inc. wird im Rahmen der Vorschriften der SEC offen gelegt.

 

Dresden, 4. März 2010

Dr. Udo Nothelfer, Vice President & General Manager, Geschäftsführer

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