Omni-Pac Ekco GmbH Verpackungsmittel
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Omni Pac Holding GmbHElsflethKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilen wir wie folgt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Omni Pac Holding GmbH, Elsfleth: Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Omni Pac Holding GmbH, Elsfleth, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Omni Pac Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 30. Juni 2023 Mazars
GmbH & Co. KG
Astrid Scharfenberg, Wirtschaftsprüferin Oliver Haupt, Wirtschaftsprüfer Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021
Konzernkapitalflussrechnung zum 31. Dezember 2021
Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2021
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021I. Allgemeine Angaben Die Omni Pac Holding GmbH, Elsfleth, ist das Mutterunternehmen des Omni Pac Holding-Konzerns in Deutschland. Das Geschäftsjahr des Mutterunternehmens entspricht dem Kalenderjahr. Gemäß § 299 Abs. 1 HGB erfolgt die Aufstellung des Konzernabschlusses zum Bilanzstichtag des Mutterunternehmens, welcher auch der Bilanzstichtag der in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogenen Unternehmen ist. Der Konzernabschluss für den Zeitraum vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021 ist nach den Vorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. des Handelsgesetzbuches unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt worden. Die Omni Pac Holding GmbH hat ihren Sitz in Elsfleth und ist unter der Nummer HRB 212453 im Handelsregister in Oldenburg eingetragen. II. Konzern 1. Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss umfasst neben dem Mutterunternehmen zwei inländische Tochterunternehmen sowie zwei inländische Enkelunternehmen.
Zum 20. Mai 2021 wurden die Anteile des Minderheitsgesellschafters AM Industries S.à.r.l., Paris, Frankreich an der Omni-Pac Ekco GmbH Verpackungsmittel sowie der Omni-Pac GmbH Verpackungsmittel durch die Omni Pac Holding GmbH vollständig übernommen. Ferner wurde die Anteilsmehrheit der Mosterei S.à.r.l., Luxemburg, die bislang die Konzernspitze darstellte, durch die Omni-Pac Group SAS, Frankreich, ein Unternehmen der französischen Latour Capital-Gruppe, erworben. Zwischen der Omni Pac Holding GmbH und der Omni-Pac GmbH Verpackungsmittel besteht ein Gewinnabführungsvertrag, so dass das Ergebnis der Omni-Pac GmbH Verpackungsmittel im Geschäftsjahr 2021 0,00 EUR beträgt. Die im Dezember 2018 erworbene Vorratsgesellschaft Omni-Pac Asset GmbH sowie die im Dezember 2018 gegründete Vorratsgesellschaft Omni-Pac Anlagenverwaltungs GmbH & Co. KG wurden im Geschäftsjahr 2019 im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Dabei wurde bei der erstmaligen Einbeziehung der Enkelgesellschaften die Vereinfachungsregelung des § 301 Abs. 2 Satz 4 HGB in Anspruch genommen. Alleinige Gesellschafterin der Omni-Pac Asset GmbH, Elsfleth, ist die Omni-Pac GmbH Verpackungsmittel, Elsfleth. Persönliche haftende Gesellschafterin der Omni-Pac Anlagenverwaltungs GmbH & Co. KG, Elsfleth, ist die Omni-Pac GmbH Verpackungsmittel, Elsfleth, mit einem Anteil am Kapital von 9.999 EUR. Kommanditistin der Omni-Pac Anlagenverwaltungs GmbH & Co. KG, Elsfleth, ist die Omni-Pac Asset GmbH, Elsfleth, mit einem Anteil am Kapital von 1 EUR. 2. Grundsätze der Konsolidierung Den Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde. a) Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung der einbezogenen Unternehmen wurde nach der Neubewertungsmethode vorgenommen. Die Erstkonsolidierung der Omni-Pac Ekco GmbH Verpackungsmittel und der Omni-Pac GmbH Verpackungsmittel erfolgte im Jahre des Erwerbs. Die Erstkonsolidierung der Omni-Pac Asset GmbH und der Omni-Pac Anlagenverwaltungs GmbH & Co. KG erfolgte im Geschäftsjahr 2019. Aus der Erstkonsolidierung am 2. Januar 2017 ist ein negativer Unterschiedsbetrag in Höhe von 18,5 Mio. EUR entstanden. Der passive Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung beträgt zum 31. Dezember 2021 9,3 Mio. EUR. Davon haben 5,5 Mio. EUR Eigenkapitalcharakter. Im Geschäftsjahr wurden 1,2 Mio. EUR erfolgswirksam aufgelöst. Aus der Erstkonsolidierung der Omni-Pac Asset GmbH und der Omni-Pac Anlagenverwaltungs GmbH & Co. KG hat sich kein Unterschiedsbetrag ergeben. Der aktivische Unterschiedsbetrag aus dem Zuerwerb der Anteile des Minderheitsgesellschafters AM Industries S.à.r.I, Paris, Frankreich an der Omni-Pac Ekco GmbH Verpackungsmittel sowie der Omni-Pac GmbH Verpackungsmittel durch die Omni Pac Holding GmbH im Jahr 2021 wurde gemäß § 301 ff. HGB mit den Konzernrücklagen und dem Konzernverlustvortrag verrechnet. b) Schuldenkonsolidierung Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden zum Stichtag im Rahmen der Schuldenkonsolidierung gegeneinander aufgerechnet (§ 303 Abs. 1 HGB). c) Eliminierung von Zwischenergebnissen Zum 31. Dezember 2021 war eine Zwischengewinneliminierung nicht erforderlich, da die Zwischengewinne von untergeordneter Bedeutung sind (§ 304 Abs. 2 HGB). d) Aufwands und Ertragskonsolidierung Im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung wurden konzerninterne Umsatzerlöse, Herstellkosten zur Erzielung der Umsatzerlöse, Vertriebskosten, allgemeine Verwaltungskosten und sonstige betriebliche Erträge eliminiert (§ 305 HGB). III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Gliederung der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach § 298 i.V.m. § 266 und § 275 Abs. 3 HGB unter Anwendung der für alle Konzernunternehmen maßgeblichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze. 1. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Eine Ausnahme bilden die EDV-Programme mit Anschaffungskosten unter EUR 250; diese werden, solange sie im Anlagevermögen der Gesellschaft eine untergeordnete Rolle einnehmen, sofort in voller Höhe aufwandswirksam erfasst. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Die Nutzungsdauern für die Gebäude belaufen sich auf 10 - 50 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen auf 5 - 20 Jahre sowie für BGA auf 3 - 13 Jahre. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Wert bis zu EUR 150,00 werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe als Betriebsausgaben angesetzt. Abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter mit einem Wert über EUR 150 bis zu EUR 1.000 werden in einem Sammelposten zusammengefasst aktiviert und über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben. Scheidet ein Vermögensgegenstand vorzeitig aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert. Die Herstellungskosten des Sachanlagevermögens umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Hierzu zählen die fertigungsbedingten Abschreibungen, anteilige Verwaltungskosten sowie die anteiligen Kosten des sozialen Bereichs. Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Reparaturkosten werden sofort als Aufwand erfasst. Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau sind mit dem Nennwert bewertet. Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis von Mitteilungen der Versicherer mit den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) zum Bilanzstichtag bewertet. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. so weit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden im Wesentlichen zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zu den jeweils niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag bewertet. Die fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Des Weiteren werden angemessene Teile der Verwaltungskosten sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgung in die Herstellungskosten einbezogen, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Eindringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 1 % auf die nicht einzelwertberichtigten, nicht fälligen Nettoforderungen gebildet. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. 2. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden wie im Vorjahr nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) in Höhe des Barwerts des Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung der künftig zu erwartenden Renten- und Entgeltsteigerungen berechnet. Neben der Zugrundelegung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Heubeck waren folgende Parameter Grundlage für die Berechnung der Pensionsverpflichtungen:
Die Rechnungszinssätze wurden den von der Deutschen Bundesbank gem. RückAbzinsV zum Stichtag 31. Dezember 2021 ermittelten und veröffentlichten Zinsinformationen entnommen (§ 253 Abs. 2 HGB). Der Zinssatz für die Rückstellungsermittlung wurde dabei auf Basis einer zehnjährigen Durchschnittsbildung und einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren bestimmt. Der Zinssatz für die zur Bestimmung des ausschüttungsgesperrten Unterschiedsbetrages nach § 253 Abs. 6 HGB erforderliche zusätzliche Bewertung wurde auf Basis einer siebenjährigen Durchschnittsbildung und einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren bestimmt. Der Unterschiedsbetrag zwischen der Bewertung der Pensionsrückstellung mit dem 10-Jahresdurchschnittszinssatz und dem 7-Jahresdurchschnittszinssatz gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt 366,4 TEUR für die Omni-Pac Ekco GmbH Verpackungsmittel und 596,4 TEUR für die Omni-Pac GmbH Verpackungsmittel sowie 65,2 TEUR für die Omni Pac Holding GmbH. Gewinne dürfen nur ausgeschüttet werden, wenn die nach einer Ausschüttung verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags und abzüglich eines Verlustvortrags mindestens diesen Unterschiedsbeträgen entsprechen. Durch die Umstellung der Bewertung der Pensionsrückstellungen nach BilMoG ergab sich ein zusätzlicher einmaliger Rückstellungsbetrag in Höhe von 3.055 TEUR. Von der Übergangsregelung gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wurde Gebrauch gemacht und von diesem Betrag ein Fünfzehntel den Pensionsrückstellungen in Höhe von 204 TEUR zugeführt. Die Zuführung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung als sonstiger betrieblicher Aufwand gezeigt. Der noch nicht in der Bilanz ausgewiesene Betrag aus der Erstanwendung in Höhe von 611 TEUR wird innerhalb des verbleibenden Übergangszeitraums den Pensionsrückstellungen zugeführt. Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,35 % p.a. und auf der Grundlage der "Richttafeln 2018 G" von Dr. Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen wurde eine Einkommensdynamik von 2,00 % zugrunde gelegt. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Inhalt vorliegen. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsposten werden mit dem Entstehungskurs oder dem niedrigeren bzw. höheren Devisenkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) in Fremdwährungen werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Die latenten Steuern werden mit einem Steuersatz von 30,9 % bewertet. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung könnte von einem Wahlrecht Gebrauch gemacht werden. Nicht bilanzierte aktive latente Steuern ergaben sich im Geschäftsjahr im Wesentlichen aus dem unterschiedlichen Ansatz von Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen und Altersteilzeitverpflichtungen. IV. Erläuterungen zu Bilanzposten Anlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Rückdeckungsansprüche beinhalten die nicht verrechnungsfähigen Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2021 25 TEUR. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Zum 31. Dezember 2021 wurden Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 12,1 Mio. EUR (Vj. 11,5 Mio. EUR) bilanziert. Durch die Umstellung der Bewertung der Pensionsrückstellungen nach BilMoG ergab sich ein zusätzlicher einmaliger Rückstellungsbetrag in Höhe von 3.055 TEUR. Von der Übergangsregelung gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wurde Gebrauch gemacht und von diesem Betrag ein Fünfzehntel den Pensionsrückstellungen in Höhe von 204 TEUR zugeführt. Die Zuführung wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung als sonstiger betrieblicher Aufwand gezeigt. Der noch nicht in der Konzernbilanz ausgewiesene Betrag aus der Erstanwendung in Höhe von 611 TEUR wird innerhalb des verbleibenden Übergangszeitraums den Pensionsrückstellungen zugeführt. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 4,2 Mio. EUR beziehen sich im Wesentlichen auf Rückstellungen für Mitarbeiterboni, Urlaubsansprüche, Überstunden, Altersteilzeit sowie Rückstellungen für Rabatte und Werbekostenzuschüsse. Zum 31. Dezember 2021 besteht eine Verpflichtung aus Altersteilzeit in Höhe von 1,0 Mio. EUR, der Deckungsvermögen in Höhe von 0,6 Mio. EUR gegenüber steht. Der beizulegende Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände wurde anhand von Marktpreisen auf einem aktiven Markt bestimmt. Es ergibt sich eine Unterdeckung in Höhe von 0,4 Mio. EUR, die als Rückstellung ausgewiesen wird. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten weisen mit Ausnahme der Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern des Mutterunternehmens, der Omni-Pac Group SAS, Frankreich eine Restlaufzeit von unter einem Jahr auf. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Omni-Pac Group SAS, Frankreich haben eine Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren (1,56 Mio. EUR zuzüglich 0,8 Mio. EUR Zinsen) und mehr als 5 Jahren (4,50 Mio. EUR zuzüglich 0,8 Mio. EUR Zinsen). Die Darlehen sind mit 4.4 % verzinst, die Zinsen werden thesauriert. Die bis zum 31. Dezember 2021 aufgelaufenen Zinsen betragen insgesamt 1,6 Mio. EUR, die mit Auslaufen des jeweiligen Darlehens fällig sind. Die weitere Verbindlichkeit in Höhe von 2,65 Mio. EUR hat eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren. Der Vertrag zwischen der Omni Pac Holding GmbH und der Omni- Pac SAS, Frankreich wurde am 19. Mai 2021 geschlossen. Das Darlehen ist mit 3,90 % verzinst und die Zinsen werden thesauriert. Die bis zum 31. Dezember 2021 aufgelaufenen Zinsen betragen 0,1 Mio. EUR. Sie sind fällig mit Auslaufen des Darlehens. V. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse resultieren im Wesentlichen aus dem Vertrieb von Verpackungsmitteln im Lebensmittelbereich im Inland in Höhe von rd. 54 % (Vorjahr rd. 54 %) und Ausland in Höhe von rd. 46 % (Vorjahr rd. 46 %). Materialaufwand Der Materialaufwand im Sinne des § 275 Abs. 2 Nr. 5 HGB (Gesamtkostenverfahren) setzt sich wie folgt zusammen:
Personalaufwand Der Personalaufwand im Sinne des § 275 Abs. 2 Nr. 6 HGB (Gesamtkostenverfahren) gliedert sich wie folgt:
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter der Omni Pac Gruppe erhöhte sich von 402 auf 403. Hiervon waren 345 in der Produktion (Vorjahr 350), 12 im Vertrieb (Vorjahr 9) sowie 46 in der Verwaltung beschäftigt (Vorjahr 43). Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 1,7 Mio. EUR (Vorjahr 1,7 Mio. EUR) betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung des passiven Unterschiedsbetrags (1,3 Mio. EUR; Vorjahr 1,4 Mio. EUR). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 1,0 Mio. EUR (Vorjahr 0,8 Mio. EUR) betreffen im Wesentlichen Aufwendungen aus der Zuführung zu Pensionen (Übergangsregelung gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB) in Höhe von 0,2 Mio. EUR (Vorjahr 0,2 Mio. EUR) sowie Währungskursverluste in Höhe von 0,2 Mio. EUR (Vorjahr 0,1 Mio. EUR). Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Zinsen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von 0,3 Mio. EUR (Vorjahr 0,3 Mio. EUR). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen Körperschaftsteuer in Höhe von 133 TEUR, Solidaritätszuschlag in Höhe von 8 TEUR und Gewerbesteuer in Höhe von 155 TEUR. Gegenläufig wirkt sich der Ertrag aus der Auflösung von Steuerrückstellungen in Höhe von 9 TEUR aus. VI. Pflichtangaben 1. Honorar des Abschlussprüfers Das Honorar des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEUR 99 (Vorjahr TEUR 74). 2. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen a) Haftungsverhältnisse Es bestanden keine Haftungsverpflichtungen. b) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die finanziellen Verpflichtungen von 3,6 Mio. EUR betreffen Miet- und Leasingaufwendungen für Fremdläger, Maschinen, Büroräume, Kfz und Betriebs- und Geschäftsausstattung für die Jahre 2022 bis 2026. 3. Angaben zu nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften Zum Bilanzstichtag existieren nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte, deren Art, Zweck, Risiken und Vorteile für die Beurteilung der Finanzlage notwendig sind. Es handelt sich um Forderungen, welche nicht in der Bilanz dargestellt werden. Ein Forderungsbestand von 1,4 Mio. EUR (Wert zum 31. Dezember 2021)-Vorjahr 3,9 Mio. EUR -wurde an Factofrance veräußert. Das Factoring wird zur Optimierung des Liquiditätsmanagements eingesetzt. 4. Mitglieder der Geschäftsführung Mitglied der Geschäftsführung ist: Herr Renaud Malarre, President CDL, Paris (bis zum 15. Februar 2023) Herr Pablo Libreros, Paris (seit dem 16. Februar 2023) Bei der Angabe der laufenden Bezüge der Geschäftsführung gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a und b HGB macht der Konzern von der Befreiungsvorschrift nach § 314 Abs. 3 Satz 2 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch und verzichtet auf die Angabe. Für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen ehemaliger Geschäftsführer und ihrer Hinterbliebenen bestehen Rückstellungen in Höhe von 3,0 Mio. EUR (Vj. 2,4 Mio. EUR). 5. Nachtragsbericht Die Corona-Pandemie ist im Wesentlichen überstanden. Zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Konzernabschlusses kann aber dennoch nicht ausgeschlossen werden, dass es zu weiteren Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft kommt. Die Effekte könnten in Anbetracht der Interdependenzen in der Wirtschaft zu einem sich selbst verstärkenden Prozess führen, der die Gruppe in Liquiditäts- und Ertragskrisen führen könnte. Die Auswirkungen werden jedoch nicht als bestandsgefährdend für die kommenden Geschäftsjahre eingeschätzt. Der Krieg in der Ukraine könnte insbesondere auf Grund von Preisanstiegen bei Energiekosten sowie Schwierigkeiten in den Lieferketten zu Auswirkungen auch auf die Omni Pac Gruppe führen. Der Umfang ist zurzeit noch nicht absehbar und hängt ganz wesentlich von der weiteren Entwicklung in der Ukraine ab. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben sich nach dem Ende des Geschäftsjahres 2022 nicht ereignet. 6. Gesonderte Angaben zur Kapitalflussrechnung nach DRS 21 Der Finanzmittelfonds entspricht dem Bestand des Bilanzpostens "Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten". 7. Konzernangaben Mit Wirkung vom 2. Januar 2017 wurde die Omni-Pac GmbH Verpackungsmittel nebst Ihrer Schwestergesellschaft Omni-Pac Ekco GmbH Verpackungsmittel von der Pactiv Deutschland Holding GmbH zu 94,9 % an die Omni Pac Holding GmbH und zu 5,1 % an die AM Industries S.à.r.l. veräußert. Die Omni-Pac Ekco GmbH Verpackungsmittel, Elsfleth, und die Omni-Pac GmbH Verpackungsmittel, Elsfleth gehörten zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2020 zu 94,9 % der Omni Pac Holding GmbH, Elsfleth, und zu 5,1 % der AM Industries S.a.r.l., L'Isle-Adam, Frankreich. Zum 20. Mai 2021 wurden die Anteile des Minderheitsgesellschafter AM Industries S.à.r.l., Paris, Frankreich, an der Omni-Pac Ekco GmbH Verpackungsmittel sowie der Omni-Pac GmbH Verpackungsmittel durch die Omni Pac Holding GmbH vollständig übernommen. Ferner wurde die Anteilsmehrheit der Mosterei S.à.r.l., Luxemburg, die bislang die Konzernspitze darstellte, durch die Omni-Pac Group SAS, Frankreich, ein Unternehmen der französischen Latour Capital-Gruppe, erworben. Zurzeit ist die Omni Pac Holding GmbH eine 100 % Tochtergesellschaft der Omni Pac Group SAS, Frankreich. Die Omni Pac Holding GmbH erstellt für das Geschäftsjahr 2021 einen befreienden Konzernabschluss für die Omni-Pac Ekco GmbH Verpackungsmittel, die Omni-Pac GmbH Verpackungsmittel sowie die Omni-Pac Anlagenverwaltungs GmbH & Co. KG und die Omni-Pac Asset GmbH. Die Omni Pac Holding GmbH hat sich im Sinne des § 264 Abs. 3 HGB bereit erklärt, für die bis zum 31. Dezember 2021 eingegangenen Verpflichtungen der Omni-Pac Ekco GmbH Verpackungsmittel einzustehen. Mit der Omni-Pac GmbH Verpackungsmittel besteht seit dem Geschäftsjahr 2019 ein Gewinnabführungsvertrag, so dass die Omni Pac Holding GmbH zur Verlustübernahme verpflichtet ist. Die Omni-Pac GmbH Verpackungsmittel als Gesellschafterin der Omni-Pac Asset GmbH hat sich im Sinne des § 264 Abs. 3 HGB wiederum bereit erklärt, für die bis zum 31.12.2021 eingegangenen Verpflichtungen der Omni-Pac Asset GmbH einzustehen. Die Gesellschafter der Omni-Pac Ekco GmbH Verpackungsmittel, der Omni-Pac GmbH Verpackungsmittel sowie der Omni-Pac Asset GmbH haben der Befreiung für das Geschäftsjahr 2021 zugestimmt. Anwendung der Befreiungsvorschriften des § 264 Abs.3 HGB Die Konzerngesellschaften Omni-Pac GmbH Verpackungsmittel, Elsfleth, Omni-Pac Ekco GmbH Verpackungsmittel, Elsfleth, und Omni-Pac Asset GmbH, Elsfleth, machen für das Berichtsjahr von den Befreiungsvorschriften des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch. Anwendung der Befreiungsvorschriften des § 264b HGB für Personengesellschaften Die Konzerngesellschaft Omni-Pac Anlagenverwaltungs GmbH & Co. KG, Elsfleth, macht für das Berichtsjahr von den Befreiungsvorschriften des § 264b HGB Gebrauch. Der Konzernabschluss der Omni Pac Holding GmbH wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.
Elsfleth, 30. Juni 2023 Pablo Libreros Entwicklung des Konzernanlagevermögens vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021I. Gegenstand der Konzernunternehmen Die Geschäftstätigkeit der Omni Pac Holding GmbH, Elsfleth, umfasst den Erwerb, das Verwalten und die Veräußerung von Unternehmensbeteiligungen. Die Geschäftstätigkeit der Omni-Pac Ekco GmbH Verpackungsmittel, Elsfleth, umfasst im Wesentlichen den Vertrieb von Verpackungsmitteln (Eierkartons, Obst- und Gemüseschalen sowie Produkte für den Medizinbereich), die hauptsächlich von der Schwestergesellschaft Omni-Pac GmbH Verpackungsmittel, Elsfleth, auf der Grundlage einer zwischen beiden Gesellschaften bestehenden Produktionsabnahmevereinbarung bezogen werden. Die Omni-Pac Anlagenverwaltungs GmbH & Co. KG ist die Eigentümerin der technischen Produktionsanlagen und -maschinen; als Komplementärin fungiert die Omni-Pac GmbH Verpackungsmittel, als Kommanditistin ist die Omni-Pac Asset GmbH eingesetzt. II. Organisatorische Struktur Die Omni Pac Holding GmbH ist eine 100 % Tochtergesellschaft der Omni-Pac Group SAS, Frankreich, die zur französischen Latour Capital-Gruppe gehört. Mit Wirkung vom 2.1.2017 wurde die Omni-Pac GmbH Verpackungsmittel nebst Ihrer Schwestergesellschaft Omni-Pac Ekco GmbH Verpackungsmittel von der Pactiv Deutschland Holding GmbH zu 94,9 % an die Omni Pac Holding GmbH und zu 5,1 % an die AM Industries S.à.r.l., Paris, Frankreich veräußert. Zum 20.05.2021 wurden die Anteile des Minderheitsgesellschafters AM Industries S.à.r.l., Paris, Frankreich, an der Omni-Pac Ekco GmbH Verpackungsmittel sowie der Omni-Pac GmbH Verpackungsmittel durch die Omni Pac Holding GmbH vollständig übernommen. Ferner wurde die Anteilsmehrheit der Mosterei S.à.r.l., Luxemburg, die bislang die Konzernspitze darstellte, durch die Omni-Pac Group SAS, Frankreich, ein Unternehmen der französischen Latour Capital-Gruppe, erworben. Die Omni Pac Holding GmbH erstellt für das Geschäftsjahr 2021 einen befreienden Konzernabschluss für die Omni-Pac Ekco GmbH Verpackungsmittel, die Omni-Pac GmbH Verpackungsmittel, die Omni-Pac Asset GmbH sowie die Omni-Pac Anlagenverwaltungs GmbH & Co. KG. Die Omni Pac Holding GmbH hat sich im Sinne des § 264 Abs. 3 HGB bereit erklärt, für die bis zum 31.12.2021 eingegangenen Verpflichtungen der Omni-Pac Ekco GmbH Verpackungsmittel einzustehen. Mit der Omni-Pac GmbH Verpackungsmittel besteht seit dem Geschäftsjahr 2019 ein Gewinnabführungsvertrag, sodass die Omni Pac Holding GmbH zur Verlustübernahme verpflichtet ist. Die Omni-Pac GmbH Verpackungsmittel als Gesellschafterin der Omni-Pac Asset GmbH hat sich im Sinne des § 264 Abs. 3 HGB wiederum bereit erklärt, für die bis zum 31.12.2021 eingegangenen Verpflichtungen der Omni-Pac Asset GmbH einzustehen. Die Gesellschafter der Omni-Pac Ekco GmbH Verpackungsmittel, der Omni-Pac GmbH Verpackungsmittel sowie der Omni-Pac Asset GmbH haben der Befreiung für das Geschäftsjahr 2021 zugestimmt. Bezüglich der Omni-Pac Anlagenverwaltungs GmbH & Co. KG wird die Befreiung nach § 264 b HGB in Anspruch genommen. III. Forschung und Entwicklung Die konsequente Weiterentwicklung unserer Produkte stand und steht ständig im Mittelpunkt unserer Aktivitäten. Die Produktqualität wird durch ständige Kontrollen sichergestellt. Das Unternehmen ist nach DIN EN ISO 9001 sowie BRC zertifiziert. IV. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2021 nach den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 2,7 % höher als im Vorjahr. Trotz der andauernden Pandemiesituation und zunehmender Liefer- und Materialengpässe konnte sich die deutsche Wirtschaft nach dem Einbruch im Vorjahr erholen, wenngleich die Wirtschaftsleistung das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht hat. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahresdurchschnitt 2021 von 44,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren etwa genauso viele Erwerbstätige wie im Vorjahr. Allerdings arbeiteten viele Erwerbstätige nun in anderen Wirtschaftsbereichen oder anderen Beschäftigungsverhältnissen als zuvor. Beschäftigungsgewinne gab es im Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+2,2 %), im Bereich Information und Kommunikation (+2,4 %) sowie im Baugewerbe (+1,2 %). Dagegen kam es im Handel, Verkehr und Gastgewerbe wie schon im Jahr zuvor zu Beschäftigungsverlusten (-1,8 %). Die Zahl geringfügig Beschäftigter und Selbstständiger nahm 2021 weiter ab, während mehr Erwerbstätige sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren. Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2021 um 3,1 % gegenüber 2020 erhöht. Ausschlaggebend waren vor allem die hohen monatlichen Inflationsraten im 2. Halbjahr 2021. Neben den temporären Basiseffekten aus der Vergangenheit wirken zunehmend krisenbedingte Effekte, wie Lieferengpässe und die deutlichen Preisanstiege auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen. Diese schlagen sich teilweise im Verbraucherpreisindex nieder. 2. Branchenentwicklung und Wettbewerbssituation Der starke Wettbewerb im Bereich Eierkartons setzte sich auch im Geschäftsjahr 2021 fort. Unabhängig von der hohen Wettbewerbsintensivität konnten die Absatzmengen in diesem Segment bei leicht gestiegenen Preisen gehalten werden. Die Entwicklung in den Bereichen Obst- und Gemüse, Medizin etc. verlief wesentlich positiver als im Bereich Eierverpackungen; hier konnten sowohl Preissteigerungen durchgesetzt sowie deutliche Mengenzuwächse ggü. Vorjahr generiert werden. Die Nachfrage nach Verpackungsmitteln entwickelt sich auch im Jahr 2021 weiter positiv, wobei insbesondere der Ersatz von nicht umweltfreundlichen Materialien sowie der Trend, sich durch individuelle Verpackungslösungen von Wettbewerbern abheben zu wollen, die wesentlichen Triebkräfte darstellen. 3. Finanzielle und Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Wichtigste finanzielle Leistungsindikatoren für den Konzern sind die Umsatzerlöse, die Herstellungskosten pro Tonne und das Jahresergebnis. Die Umsatzerlöse belaufen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 64,2 Mio. EUR (Vorjahr 58,3 Mio. EUR) und liegen damit 10,1 % über dem Vorjahreswert. Das Umsatzwachstum resultiert im Wesentlichen aus einem Absatzplus von rd. 8,6 % ggü. dem Jahr 2020. Die Herstellungskosten pro Tonne steigen im Berichtsjahr bei einer um 5,4 % gestiegenen Produktionstonnage um 0,7 % an. Damit liegen die Herstellkosten pro Tonne bei 1.481 EUR (Vj. 1.471 EUR). Der Konzernjahresgewinn beträgt 2.718 TEUR (Vorjahr 743 TEUR). Die positive Entwicklung des Konzernjahresergebnisses im Vergleich zum Vorjahr ist in Wesentlichen auf die deutlich gestiegenen Umsatzerlöse, einhergehend mit der seit dem Vorjahr wiederhergestellten vollständigen Produktionskapazität zurückzuführen. Der wichtigste Nicht-finanzielle Leistungsindikator ist die Krankenquote der Mitarbeiter, die gegenüber dem Vorjahr stabil geblieben ist (2021: 9,2 %; Vorjahr: 10,0 %). 4. Auftragslage und Konzernentwicklung Im Segment Eierkartons war eine gleichbleibende Mengenentwicklung (-0,1 % ggü. Vorjahr) zu verzeichnen. Die Preisentwicklung war stabil. Im Segment Non-Egg entwickelten sich die Absatzmengen deutlich positiv (+17,2 %), wobei teilweise moderate Preissteigerungen durchgesetzt wurden. Die Preissteigerungen waren in den verschiedenen Produktsegmenten unterschiedlich. Insgesamt war im Berichtsjahr weiterhin ein Nachfrageüberhang vorhanden, dem mit einer sukzessiven Kapazitätserweiterung entgegengewirkt wurde. 5. Beschäftigungssituation und Aussichten Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter der Omni Pac Gruppe erhöhte sich von 402 auf 403. Hiervon waren 367 in der Werksgesellschaft (Vorjahr 350), 12 in Vertriebsgesellschaft (Vorjahr 15) sowie 24 in der Holding (Vorjahr 37) beschäftigt. 6. Ertragslage Die Umsatzerlöse des Konzerns belaufen sich auf 64,2 Mio. EUR (Vorjahr 58,3 Mio. EUR). Die Umsatzerlöse erhöhten sich insbesondere aufgrund des gestiegenen Produktionsoutputs. Die Produktionseffizienz wurde 2021 deutlich gesteigert. Nach Abzug der Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen beläuft sich das Bruttoergebnis vom Umsatz auf 13,0 Mio. EUR (Vorjahr 10,0 Mio. EUR). Die Kostenseite erhöhte sich unterproportional zu den Umsatzerlösen, da die Gesamtanlagenproduktivität optimiert werden konnte. Die Vertriebskosten sind mit 7,2 Mio. EUR (Vorjahr 6,9 Mio. EUR) leicht gestiegen. Die Verwaltungskosten sind ebenfalls gestiegen und belaufen sich auf 2,4 Mio. EUR (Vorjahr 2,2 Mio. EUR). Die sonstigen betrieblichen Erträge sind gegenüber dem Vorjahr stabil bei 1,7 Mio. EUR. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gestiegen um 0,2 Mio. EUR auf 1,0 Mio. EUR. Nach einem Zinsergebnis des Konzerns in Höhe von -1,0 Mio. EUR (Vorjahr -1,1 Mio. EUR), das im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung langfristiger Rückstellungen sowie aus Darlehen der Gesellschafterin beinhaltet, beläuft sich das Ergebnis nach Steuern auf 2,8 Mio. EUR (Vorjahr 0,8 Mio. EUR). Die Ertragslage hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 deutlich verbessert. 7. Vermögens- und Finanzlage Die Aktivseite ist geprägt durch das Anlagevermögen, das insbesondere Grundstücke und Gebäude (2,1 Mio. EUR; Vorjahr 2,2 Mio. EUR), technische Anlagen und Maschinen (5,5 Mio. EUR; Vorjahr 5,4 Mio. EUR) sowie die Ansprüche aus den Rückdeckungsversicherungen (8,8 Mio. EUR; Vorjahr 9,2 Mio. EUR) enthält. Die Vorräte belaufen sich auf 10,2 Mio. EUR und sind im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 Mio. EUR gestiegen. Ursächlich hierfür sind eine erhöhte Vorproduktion von Fertigfabrikaten sowie die gestiegenen Einkaufspreise von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund der gestiegenen Umsatzerlöse deutlich auf 4,9 Mio. EUR gestiegen (Vorjahr 3,6 Mio. EUR). Die sonstigen Vermögensgegenstände sind von 2,3 Mio. EUR auf 0,9 Mio. EUR gesunken. Ursächlich sind in erster Linie Einflüsse aus dem Factoring des Unternehmens. Aufgrund des negativen Konzerneigenkapitals wird auf der Aktivseite ein nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von 2,3 Mio. EUR (Vorjahr 2,6 Mio EUR) ausgewiesen, der sich im Wesentlichen aufgrund der Verrechnung des aktivischen Unterschiedsbetrages aus dem Zuerwerb der Anteile des Minderheitsgesellschafters mit den Konzernrücklagen und dem Konzernverlustvortrag ergibt. Gegenläufig wirkt sich der Konzerngewinn des Geschäftsjahres aus. Insgesamt ergibt sich eine um 3,1 Mio. EUR auf 41,2 Mio. EUR gestiegene Bilanzsumme. Der passive Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung beträgt zum 31.12.2021 9,3 Mio. EUR, wobei 5,5 Mio. EUR Eigenkapitalcharakter und 3,8 Mio. EUR Fremdkapitalcharakter haben. Aufgrund der planmäßigen Auflösung hat sich der passive Unterschiedsbetrag verringert. Die Rückstellungen für Pensionen erhöhten sich vornehmlich aufgrund des gesunkenen Diskontierungszinssatzes um 0,6 Mio. EUR auf 12,1 Mio. EUR. Die sonstigen Rückstellungen steigen im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 Mio. EUR auf 4,2 Mio. EUR. Unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurde ein Darlehen mit einer ursprünglichen Darlehenssumme von 1,2 Mio. EUR ausgewiesen, welches zur Investitionsfinanzierung aufgenommen wurde. Das Darlehen wurde im Berichtsjahr vollständig zurückgeführt. Zum 31. Dezember 2021 ist ein Aufbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 0,5 Mio. EUR auf 2,7 Mio. EUR zu verzeichnen. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin sind im Vergleich zum Vorjahr aufgrund eines zusätzlichen Darlehens sowie der aufgelaufenen Zinsen um 3,3 Mio. EUR auf 10,5 Mio. EUR gestiegen. Benötigte Zahlungsmittel für das operative Geschäft und für Investitionen in das Anlagevermögen konnten aus der vorhandenen Liquidität, dem Unternehmensergebnis sowie den Gesellschafterdarlehen aufgebracht werden. Die Liquiditätslage war während des gesamten Jahres ausreichend. Der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat sich deutlich verbessert und beträgt 2,9 Mio. EUR. Ursächlich hierfür ist insbesondere das positive Periodenergebnis, die Zunahme von Rückstellungen (1,1 Mio. EUR). Auf der Gegenseite hat sich insbesondere der Aufbau der Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen negativ auf den Cash Flow ausgewirkt. Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit hat sich um 2,5 Mio. EUR verschlechtert und beträgt zum Bilanzstichtag - 4,24 Mio. EUR. Ursächlich hierfür ist insbesondere die Investition in den Zuerwerb der Anteile des Minderheitsgesellschafters AM Industries S.à.r.l., Paris, Frankreich an der Omni-Pac Ekco GmbH Verpackungsmittel sowie der Omni-Pac GmbH Verpackungsmittel durch die Omni Pac Holding GmbH. Der Konzern verfügt zum 31.12.2021 über liquide Mittel in Höhe von 3,8 Mio. EUR (Vorjahr 4,1 Mio. EUR). 8. Gesamtaussage Die Ertragslage des Konzerns konnte sich im Jahr 2021 deutlich verbessern. Die Vermögenslage des Konzerns ist - auch durch die finanzielle Unterstützung der Eigentümer - weiterhin stabil. Hinsichtlich der Finanzlage kann der Konzern aufgrund der Gesellschafterstruktur auf finanzielle Mittel in Form von Darlehen zurückgreifen. Die Zahlungsfähigkeit des Konzerns war im Berichtsjahr jederzeit gegeben. Zum 31. Dezember 2021 besteht weiterhin ein negatives Konzerneigenkapital in Höhe von 2,3 Mio. EUR. Für das Geschäftsjahr 2021 hat die Omni Pac Group SAS mit dem Schreiben vom 31. Dezember 2021 gegenüber der Omni Pac Holding eine harte Patronatserklärung abgegeben. Laut Patronatserklärung garantiert die Omni Pac Group SAS die Omni Pac Holding in der Weise finanziell auszustatten, dass sie jederzeit pünktlich und vollständig zur ordnungsgemäßen Erfüllung ihrer Verpflichtungen gegenüber ihren Gläubigern in der Lage ist. Diese Vereinbarung gilt nur für die bis zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2021 eingegangenen Verpflichtungen der Omni Pac Holding; die Vereinbarung gilt nur bis zum Geschäftsjahr 2022 und endet spätestens mit Ablauf des 31. Dezember 2022. Eine weitere harte Patronatserklärung wurde seitens der Gesellschafterin gegenüber der Omni Pac Holding mit Schreiben vom 16. März 2023 abgegeben. Diese Vereinbarung gilt nur für die bis zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2022 eingegangenen Verpflichtungen der Omni Pac Holding. Die Vereinbarung gilt nur bis zum Geschäftsjahr 2023 und endet spätestens mit Ablauf des 31. Dezember 2023. Investitionen Die durchgeführten Investitionen von rd. 2,4 Mio. EUR dienten vorrangig der Optimierung und Automatisierung der Produktionsanlagen sowie der Komplettierung der Produktionswerkzeuge und der Prozessoptimierung. V. Risikomanagementziele und -methoden Neben den bereits genannten Risiken aufgrund des bestehenden Preiswettbewerbs sind keine weiteren Marktrisiken, die zu einer nachhaltigen Beeinträchtigung der Geschäftsentwicklung führen können, zu beobachten. Neue Produkte werden in Zusammenarbeit mit den Abnehmern entwickelt und in den Markt eingeführt, um eine positive Geschäftsentwicklung in der Zukunft sicherstellen zu können. Ferner wird das Produktportfolio partiell reduziert, um die Komplexität im Produktionsprozess abzubauen. Alle Geschäftsfelder werden kontinuierlich auf ihre Risikohaftigkeit überprüft. Durch das umfassende und regelmäßige Forderungsmanagement und die laufende Liquiditätsplanung werden Finanz- und Forderungsrisiken auf das geschäftsübliche Maß begrenzt. Besondere Währungskursrisiken sind derzeit nicht erkennbar. VI. Voraussichtliche Entwicklung, Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Die Aussichten für die Geschäftsentwicklung werden weiterhin als positiv eingeschätzt. Die Märkte für Verpackungsmittel sind weiter wachsend und die Kunden haben erhöhten Bedarf, sich im Wettbewerb durch individuelle Verpackungslösungen von ihren Wettbewerbern abzuheben. Aufgrund des Trends, Plastikverpackungen nach und nach aus dem Bereich der Verpackungen von Lebensmitteln zu verbannen und durch umweltfreundliche Materialien aus Faserform zu ersetzen, werden für die Gesellschaft gute Wachstumschancen gesehen. Für das Geschäftsjahr 2022 wird getrieben durch die hohen Energiekosten eine deutliche Steigerung der Herstellungskosten pro Tonne prognostiziert. Die Krankenquote wird leicht über dem Niveau von 2021 erwartet. Diese Erwartung resultiert insbesondere auf der bisherigen durchschnittlichen Krankenquote des Jahres 2022 von 10,6 %. Aufgrund der Tatsache, dass die Omni-Pac Ekco GmbH Verpackungsmittel die von ihr zu vertreibenden Produkte im Wesentlichen von ihrer Schwestergesellschaft Omni-Pac GmbH Verpackungsmittel aufgrund einer zwischen den beiden Gesellschaften bestehenden Produktionsabnahmevereinbarung bezieht, ist die zukünftige wirtschaftliche Lage u. a. davon abhängig, wie sich die Kostensituation bei der Schwestergesellschaft entwickelt. Unabhängig von diesem Risiko unterliegt die Branche insbesondere im Segment der Eierverpackungen einem sich abschwächenden Preiswettbewerb. Deutlich erhöhte Risiken, die eine Entwicklungsbeeinträchtigung der Gruppe zur Folge haben könnten, bestehen in der weiteren Entwicklung der Rohstoff- und Energiepreise, die direkt auf die Bezugskosten durchschlagen würden und eventuell nicht oder nicht in vollem Umfang an die Kunden weitergegeben werden können. Darüber hinaus bestehen geringe Risiken in der Umsatzentwicklung in einigen Exportländern, die teilweise abhängig von Währungskursentwicklungen sind, sowie bei den allgemeinen Chancen und Risiken im Verpackungswettbewerb zwischen Papp- und Plastikverpackungen und der schwankenden Nachfrage der Endkonsumenten nach Hühnereiern. Das Management wirkt diesen Risiken entgegen und entwickelt kontinuierlich Kostensenkungspotentiale, um vor allem auf den Preiswettbewerb reagieren zu können. Im Jahr 2022 hat die Gesellschafterin zusätzliche Gesellschafterdarlehen in Höhe von 1,5 Mio. EUR zur Verfügung gestellt. Die Ertragssituation ist aufgrund der derzeitig sehr hohen Energiekosten deutlich abgeschwächt und unterliegt insbesondere im Hinblick auf den Verwerfungen im Gasmarkt deutlichen Risiken. Krieg in der Ukraine Die sich aus dem Krieg ergebenden Konsequenzen und Risiken sind nur sehr schwer einschätzbar. Neben der humanitären Bedrohung und der Verluste von Menschenleben ist der Krieg eine Gefährdung für den globalen Handel. Der Krieg kann negative Auswirkungen auf die Umsatzentwicklung, Produktionsprozesse, Einkaufs- und Logistikprozesse beispielweise durch Unterbrechungen von Lieferketten und der Energieversorgung haben. Ferner führt der Krieg zu einem Anstieg der Inflationsraten sowie dem Anstieg von Rohstoffpreisen. Dies kann zu schwerwiegenden Auswirkungen in der gesamten Wirtschaft führen. In der Omni Pac Gruppe haben wir die sich unmittelbar ergebenden Risiken bewertet. Diese stellen keine Bestandsgefährdung dar bzw. wir haben Maßnahmen eingeleitet diese Risiken zu minimieren. Wir beobachten die Entwicklungen weiterhin laufend, um möglichen Auswirkungen entgegenzuwirken. VII. Prognosebericht Die Omni Pac Gruppe befindet sich in einem zukunftssicheren Markt, der weiterwachsen wird. Für 2022 waren erneut zahlreiche Projekte im Hinblick auf Produktivitätssteigerungen geplant und realisiert, wie bspw. die Zusammenführung von zwei Produktionslinien sowie die Fertigstellung einer automatisieren Palettierungsanlage für unsere Schalenprodukte. Ein Jahr 2022 mit Corona-Pandemie aber vor allem Ukrainekrieg und Energiekrise hat die Omni-Pac wie viele Unternehmen hart getroffen und vor Herausforderungen gestellt. Rapide ansteigende Strom- und Gaspreise verlangen ein ausgewogenes Geben und Nehmen zwischen Lieferanten, Omni-Pac und unseren Kunden, um möglichst jeden Teilnehmer in dieser Lieferkette durch die Krise zu bringen. Durch die angespannte wirtschaftliche Lage werden wahrscheinlich einige Lieferanten und Kunden nicht bestehen können. Daher ist es in 2022 zu einem Einbruch der Absatzmengen gegenüber dem sehr guten Jahr 2021 gekommen (-23 %). Gleichzeitig konnte durch Preiserhöhungen (Preiseffekt von 26 %) der Umsatz der Gruppe stabilisiert und ein deutlich verbessertes EBITDA erwirtschaftet werden. Für das Jahr 2023 wird mit neuen Strategien und Investitionen grundsätzlich mit einem wieder steigenden Umsatz gerechnet (+8 % kumuliert Ende April 2023 im Vergleich zu 2022). Unter Berücksichtigung der bisherigen Ausführungen gehen wir unter den jetzt bekannten Rahmenbedingungen für 2023 von einem ausgeglichenen oder leicht positiven operativen Ergebnis aus. Diese Prognose unterstellt keine weiteren wesentlichen finanziellen Auswirkungen aus der Corona-Pandemie, aus dem Ukrainekrieg und weiteren wirtschaftlichen Belastungen wie beispielsweise daraus resultierenden Materialpreiserhöhungen und Störungen in den Lieferketten.
Elsfleth, 30. Juni 2023 Pablo Libreros, Geschäftsführer |
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