Weiseler Volksbank eGLiquidiert

Stammdaten

Register
Amtsgericht Friedberg GnR 262
Eingetragen
16.2.1881
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute mit SonderaufgabenKreditinstitute des Genossenschaftssektors
Gegenstand
Durchführung von banküblichen und ergänzenden Geschäften, insbesondere die Pflege des Spargedankens, vor allem durch Annahme von Spareinlagen; die Annahme von sonstigen Einlagen; die Gewährung von Krediten aller Art, die Übernahme von Bürgschaften, Garantien und sonstigen Gewährleistungen sowie die Durchführung von Treuhandgeschäften, die Durchführung des Zahlungsverkehrs; die Durchführung des Auslandsgeschäfts einschließlich des An- und Verkaufs von Devisen und Sorten; die Vermögensberatung, Vermögensvermittlung und Vermögensverwaltung; der Erwerb und die Veräußerung sowie die Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren und anderen Vermögenswerten; die Vermittlung oder der Verkauf von Bausparverträgen, Versicherungen und Reisen. Der Geschäftsbetrieb kann auf Nichmitglieder ausgedehnt werden.

Historie

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Konzern- und Jahresabschlüsse

Weiseler Volksbank eG

Butzbach, Stadtteil Nieder-Weisel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2007 bis zum 31.12.2007

Bestandteile Jahresabschluss

1. Jahresbilanz (Formblatt 1)

2. Gewinn- und Verlustrechnung (Formblatt 3 - Staffelform)

3. Anhang

1. Jahresbilanz zum 31.12.2007

Aktivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 725.083,09 650
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 766.741,54 864
darunter: bei der Deutschen Bundesbank 766.741,54 (864)
c) Guthaben bei Postgiroämtern 0,00 1.491.824,63 0
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen 0,00 0
darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar 0,00 (0)
b) Wechsel 0,00 0,00 0
darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar 0,00 (0)
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 2.033.543,58 4.060
b) andere Forderungen 5.314.435,42 7.347.979,00 5.313
4. Forderungen an Kunden 34.039.544,72 34.813
darunter:
durch Grundpfandrechte gesichert 3.413.514,51 (2.626)
Kommunalkredite 16.700,00 (17)
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Geldmarktpapiere
aa) von öffentlichen Emittenten 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen
Bundesbank
0,00 (0)
ab) von anderen Emittenten 0,00 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen
Bundesbank
0,00 (0)
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen
Bundesbank
0,00 (0)
bb) von anderen Emittenten 11.495.293,28 11.495.293,28 10.349
darunter: beleihbar bei der Deutschen
Bundesbank
11.255.422,68 (9.647)
c) eigene Schuldverschreibungen 0,00 11.495.293,28 0
Nennbetrag 0,00 (0)
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 456.495,92 454
7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften
a) Beteiligungen 1.205.345,51 1.053
darunter:
an Kreditinstituten 25.460,91 (25)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 9.050,00 1.214.395,51 9
darunter:
bei Kreditgenossenschaften 0,00 (0)
bei Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0
darunter:
an Kreditinstituten 0,00 (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
9. Treuhandvermögen 0,00 0
darunter: Treuhandkredite 0,00 (0)
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch 0,00 0
11. Immaterielle Anlagewerte 1.431,00 2
12. Sachanlagen 2.079.868,90 2.181
13. Sonstige Vermögensgegenstände 603.901,37 592
14. Rechnungsabgrenzungsposten 7.529,34 2
Summe der Aktiva 58.738.263,67 60.342

Passivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 0,00 0
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 7.026.976,56 7.026.976,56 8.424
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 17.886.581,44 20.288
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 477.345,47 18.363.926,91 564
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 14.334.607,42 14.467
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 13.608.631,23 27.943.238,65 46.307.165,56 11.093
3. Verbriefte Verbindlichkeiten
a) begebene Schuldverschreibungen 0,00 0
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 0,00 0,00 0
darunter:
Geldmarktpapiere 0,00 (0)
eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 0,00 (0)
4. Treuhandverbindlichkeiten 0,00 0
darunter: Treuhandkredite 0,00 (0)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 167.233,89 77
6. Rechnungsabgrenzungsposten 4.272,00 9
7. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen 417.324,00 477
b) Steuerrückstellungen 0,00 1
c) andere Rückstellungen 373.927,71 791.251,71 521
8. Sonderposten mit Rücklageanteil 0,00 0
9. Nachrangige Verbindlichkeiten 0,00 0
10. Genussrechtskapital 0,00 0
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00 (0)
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken 345.000,00 345
11a. Sonderposten aus der Währungsumrechnung 82.993,30 65
12. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 1.696.135,22 1.724
b) Kapitalrücklage 0,00 0
c) Ergebnisrücklagen
ca) gesetzliche Rücklage 1.094.000,00 1.082
cb) andere Ergebnisrücklagen 1.123.500,00 2.217.500,00 1.085
d) Bilanzgewinn 99.735,43 4.013.370,65 120
Summe der Passiva 58.738.263,67 60.342
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln 0,00 0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 598.254,26 435
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 0,00 598.254,26 0
2. Andere Verpflichtungen
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften 0,00 0
b) Platzierungs- u. Übernahmeverpflichtungen 0,00 0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 665.691,67 665.691,67 890
darunter: Lieferverpflichtungen aus zinsbezogenen Termingeschäften 0,00 (0)

2. Gewinn- und Verlustrechnung
für die Zeit vom 01.01.2007 bis 31.12.2007

Geschäftsjahr
EUR EUR EUR EUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 2.206.549,87
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 474.596,25 2.681.146,12
2. Zinsaufwendungen 1.312.344,04 1.368.802,08
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 24.240,00
b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 21.326,64
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 0,00 45.566,64
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen 0,00
5. Provisionserträge 314.687,79
6. Provisionsaufwendungen 27.705,75 286.982,04
7. Nettoertrag/-aufwand aus Finanzgeschäften 0,00
8. Sonstige betriebliche Erträge 140.393,63
9. Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil 0,00
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 679.166,26
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 149.101,89 828.268,15
darunter: für Altersversorgung 6.555,74
b) andere Verwaltungsaufwendungen 534.876,42 1.363.144,57
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 105.814,44
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 76.969,32
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 120.284,29
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 - 120.284,29
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 74.048,87
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 0,00 - 74.048,87
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00
18. Einstellungen in Sonderposten mit Rücklageanteil 0,00
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 101.482,90
20. Außerordentliche Erträge 0,00
21. Außerordentliche Aufwendungen 0,00
22. Außerordentliches Ergebnis 0,00
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 406,45
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 1.378,76 1.785,21
25. Jahresüberschuss 99.697,69
26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 37,74
99.735,43
27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen
a) aus der gesetzlichen Rücklage 0,00
b) aus anderen Ergebnisrücklagen 0,00 0,00
99.735,43
28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen
a) in die gesetzliche Rücklage 0,00
b) in andere Ergebnisrücklagen 0,00 0,00
29. Bilanzgewinn 99.735,43
Vorjahr
TEUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 2.203
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 393
2. Zinsaufwendungen 1.206
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 29
b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 18
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 0
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen 0
5. Provisionserträge 292
6. Provisionsaufwendungen 27
7. Nettoertrag/-aufwand aus Finanzgeschäften 0
8. Sonstige betriebliche Erträge 410
9. Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil 0
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 750
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 319
darunter: für Altersversorgung (158)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 582
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 111
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 33
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 330
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 0
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 0
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 135
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0
18. Einstellungen in Sonderposten mit Rücklageanteil 0
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 122
20. Außerordentliche Erträge 0
21. Außerordentliche Aufwendungen 0
22. Außerordentliches Ergebnis (0)
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 1
25. Jahresüberschuss 120
26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 0
120
27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen
a) aus der gesetzlichen Rücklage 0
b) aus anderen Ergebnisrücklagen 0
120
28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen
a) in die gesetzliche Rücklage 0
b) in andere Ergebnisrücklagen 0
29. Bilanzgewinn 120

3. Anhang

A. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

• Die einzelnen Vermögensgegenstände wurden vorsichtig bewertet. Die Forderungen an Kreditinstitute wurden mit dem Nennwert angesetzt. Die Forderungen an Kunden wurden mit dem Nennwert angesetzt, wobei der Unterschiedsbetrag zwischen dem höheren Nennwert und dem Auszahlungsbetrag in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten aufgenommen wurde. Dieser Unterschiedsbetrag wird grundsätzlich planmäßig, und zwar zeitanteilig aufgelöst. Die den Forderungen an Kunden anhaftenden Bonitätsrisiken haben wir durch Bildung von Einzelwertberichtigungen und unversteuerten Pauschalwertberichtigungen in ausreichendem Umfang abgedeckt. Die Ermittlung der unversteuerten Pauschalwertberichtigungen erfolgte auf der Grundlage der Verlustmethode.

• Die wie Umlaufvermögen behandelten Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen und nicht festverzinslichen Wertpapiere haben wir nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet.

• Die wie Anlagevermögen behandelten Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen und nicht festverzinslichen Wertpapiere sind nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Anschaffungskosten über pari wurden durch planmäßige Abschreibungen an den niedrigeren Einlösungskurs angepasst.

• Da die Wertpapiere im Girosammeldepot verwahrt werden, werden die Anschaffungskosten bei gleicher Wertpapiergattung nach der Durchschnittsmethode ermittelt.

• Die entsprechend IDW RH BFA 1.003 als strukturierte Produkte bezeichneten Vermögensgegenstände werden, soweit sie lediglich ein Zinsänderungs- und Emittentenrisiko enthalten, als einheitlicher Vermögensgegenstand bilanziert und bewertet. Credit Linked Notes werden entsprechend IDW RS BFA 1 einheitlich bilanziert, sofern das im Credit Default Swap enthaltene Adressenausfallrisiko oder die Gesamtposition von untergeordneter Bedeutung ist.

• Die entsprechend IDW RH BFA 1.003 / ERS HFA 22 als strukturierte Produkte bezeichneten Verbindlichkeiten werden, soweit sie neben dem Zinsänderungs- und Emittentenrisiko weiteren Risiken (Aktienkursrisiko, Währungsrisiko, Stillhalterpositionen) unterliegen, in ihre Komponenten zerlegt. Diese Komponenten werden einzeln bilanziert und bewertet. Als Wert der nicht derivaten Komponente wird deren beizulegender Wert zu Grunde gelegt. Der Wert der derivativen Komponente entspricht dem Marktwert der zur Absicherung erworbenen Optionsscheine.

• Unter Beachtung der GoB wurden die im Zuge der Einbringung von Kommanditanteilen an der DZ Holding GmbH & Co. KG in die DZ 1. Beteiligungs GmbH & Co. KG sowie die im Zuge der Einbringung von FIDUCIA IT AG-Aktien in die FAG Holding GmbH & Co. KG erhaltenen Kommanditanteile nach Tauschgrundsätzen mit Gewinnrealisierung aktiviert. Die Zuschreibungserträge wurden als Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen (Posten 16) vereinnahmt. Die Ermittlung der Anschaffungskosten der DZ 1. Beteiligungs GmbH & Co. KG sowie der FAG Holding GmbH & Co. KG erfolgte nach Tauschgrundsätzen mit Gewinnrealisierung.

• Die Bewertung der Sachanlagen erfolgte zu den Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die der geschätzten Nutzungsdauer entsprechenden Abschreibungssätze zugrunde, die auch steuerlich geltend gemacht werden.

• Sachanlagen wurden im Anschaffungsjahr pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.

• Unterschiedsbeträge zwischen dem Rückzahlungsbetrag einer Verbindlichkeit und dem niedrigeren Ausgabebetrag haben wir in den Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt. Der Unterschiedsbetrag wird planmäßig auf die Laufzeit der Verbindlichkeit verteilt.

• Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte - bis auf die abgezinsten Sparbriefe, die mit dem Zeitwert bilanziert werden - zu dem jeweiligen Rückzahlungsbetrag. Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und für Zuschläge sowie sonstige über den Zins hinausgehende Vorteile für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen.

• Pensionsrückstellungen wurden nach versicherungsmathematischen Gutachten auf Basis der "Richttafeln 2005 G" (Prof. Dr. Klaus Heubeck) in vollem Umfang und mit einem Rechnungszinsfuß von 4,75 % (Vorjahr 4,25 %) gebildet.

• Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet.

• Währungsguthaben und Währungsverbindlichkeiten haben wir gemäß § 340h Abs. 1 HGB mit dem Kassakurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

• Die sich aus der Umrechnung ergebenden Aufwendungen und Erträge wurden grundsätzlich in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Bei der Refinanzierung in Fremdwährung wurden die Umrechnungserträge in den auf der Passivseite gesondert ausgewiesenen Sonderposten aus der Währungsumrechnung (Passiva 11a) eingestellt.

• Die Bewertung der Sorten erfolgte zum Sortenankaufskurs der Zentralbank.

• Derivative Finanzinstrumente (Optionsgeschäfte) werden nach den Grundsätzen des Imparitäts- und Realisationsprinzips einzeln bewertet. Dienen sie jedoch der Absicherung bilanzieller oder außerbilanzieller Posten, werden Bewertungseinheiten gebildet, sofern zum Zeitpunkt des Geschäftsabschlusses hierfür die erforderlichen Voraussetzungen vorliegen.

• Der Jahresabschluss wurde vor Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

B. Entwicklung des Anlagevermögens 2007

(volle EUR)

Anschaffungs-/ Herstellungs-
kosten
EUR
Immaterielle Anlagewerte 2.604
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 2.441.742
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 808.034
a 3.252.380
Anschaffungs-
kosten
EUR
Wertpapiere des Anlagevermögens 3.752.060
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 1.061.953
Anteile an verbundenen Unternehmen 0
b 4.814.013
Summe a und b 8.066.393
Zugänge Zu.
schreibung
(a)
(b)
Um-
buchungen Abgänge
(a)
(b)
Ab-
schreibungen (kumuliert)
des Geschäftsjahres
EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte 0 (a) 0 (a) 1.173
0 (b) 0 (b)
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 0 (a) 0 (a) 487.834
0 (b) 0 (b)
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.523 (a) 0 (a) 604.654
0 (b) 81.943 (b)
a 4.523 (a) 0 (a) 1.093.661
0 (b) 81.943 (b)
Veränderungen (saldiert)
EUR
Wertpapiere des Anlagevermögens - 263.076
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 152.443
Anteile an verbundenen Unternehmen 0
b - 110.633
Summe a und b
Buchwerte am Bilanzstichtag Ab-
schreibungen Geschäftsjahr
EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte 1.431 651
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 1.953.908 55.318
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 125.960 49.845
a 2.081.299 105.814
Buchwerte am Bilanzstichtag
EUR
Wertpapiere des Anlagevermögens 3.488.984
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 1.214.396
Anteile an verbundenen Unternehmen 0
b 4.703.380
Summe a und b 6.784.679

In den Veränderungen des Postens "Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften" sind Zuschreibungen aus der gewinnrealisierenden Einbringung von Kommanditanteilen der DZ Holding GmbH & Co. KG in die DZ 1. Beteiligungs GmbH & Co. KG nach Tauschgrundsätzen in Höhe von TEUR 142 sowie Zuschreibungen aus der gewinnrealisierenden Einbringung von FIDUCIA IT AG-Aktien in die FAG Holding GmbH & Co. KG, Neu-Isenburg, nach Tauschgrundsätzen in Höhe von TEUR 10 enthalten.

C. Erläuterungen zur Bilanz

• In den Forderungen an Kreditinstitute sind EUR 7.328.377 Forderungen an die zuständige genossenschaftliche Zentralbank enthalten.

• Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:

Bis 3 Monate mehr als 3 Monate bis ein Jahr mehr als ein Jahr bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
Andere Forderungen an Kreditinstitute (A 3b)(ohne Bausparguthaben) 1.000.000 750.000 3.000.000 500.000
Forderungen an Kunden (A 4) 500.290 2.095.446 8.109.226 22.062.265

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

In den Forderungen an Kunden (A 4) sind EUR 1.268.621 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten.

• Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr EUR 2.096.990 fällig.

• In den Forderungen sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an verbundene Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:

Forderungen an
verbundene Unternehmen Beteiligungsunternehmen
Geschäftsjahr Vorjahr Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
Forderungen an Kreditinstitute (A 3) 0 0 9.522 7.573

• In folgenden Posten sind enthalten:

davon:
börsenfähig börsennotiert nicht börsennotiert nicht mit dem Niederstwert bewertete börsenfähige Wertpapiere
EUR EUR EUR EUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 11.495.293 11.255.423 239.871 0

• Im Aktivposten "Sachanlagen" sind Grundstücke und Bauten, die wir im Rahmen eigener Tätigkeit nutzen, in Höhe von EUR 1.953.908 und Betriebs- und Geschäftsausstattungen in Höhe von EUR 125.960 enthalten.

• In dem Posten "Sonstige Vermögensgegenstände" sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:

31.12.2007
EUR
Aktivierung Körperschaftsteuerguthaben gem. § 37 Abs. 5 KStG 358.698
In der Zwangsversteigerung erworbenes Wohnhaus (Rettungserwerb) 145.000

• Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Unterschiedsbeträge zwischen dem Ausgabebetrag und dem höheren Rückzahlungsbetrag von Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 143 (Vorjahr EUR 564) enthalten.

• In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 18.549 enthalten.

• In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind EUR 6.419.213 Verbindlichkeiten gegenüber der zuständigen genossenschaftlichen Zentralbank enthalten.

• Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:

bis 3 Monate mehr als 3 Monate bis ein Jahr mehr als ein Jahr bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1b) 184.906 1.242.775 2.594.214 2.998.290
Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten (P 2ab) 47.153 96.623 333.569 0
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2bb) 4.959.868 5.623.669 2.809.247 25.579

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

• Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von EUR 4.272 (Vorjahr EUR 9.128) enthalten.

• In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:

Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen Beteiligungsunternehmen
Geschäftsjahr Vorjahr Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 0 0 607.764 625.840

• In den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 727.311 enthalten.

• Die unter Passivposten 12a "Gezeichnetes Kapital" ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:

EUR
Geschäftsguthaben
a) der verbleibenden Mitglieder 1.643.335
b) der ausscheidenden Mitglieder 47.800
c) aus gekündigten Geschäftsanteilen 5.000

• Die Ergebnisrücklagen (P 12c) haben sich wie folgt entwickelt:

Gesetzliche Rücklage andere Ergebnisrücklagen
EUR EUR
Stand 01.01.2007 1.081.500 1.084.500
Einstellungen
aus Bilanzgewinn des Vorjahres 12.500 39.000
Stand 31.12.2007 1.094.000 1.123.500

• Die Bank hat in Vorjahren das Passivprodukt "VR-AnlageConcept Plus" aufgelegt, bei dem es sich um eine klassische Festgeldanlage mit aktienabhängiger Verzinsung handelt und in der Passivposition 2 mit einem Nominalbetrag von TEUR 128 enthalten ist. Das Produkt ist nach dem Rechnungslegungshinweis des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW BFA RH 1.003) als komplex strukturiertes Produkt einzustufen. Dabei erfolgt eine Zerlegung in ein reines Passivprodukt im Passivposten 2 und eine Stillhalterposition im Passivposten 5. Zu Absicherungszwecken befinden sich in gleichem Umfang Optionsscheine im Aktivposten 6. Die Bewertung der erhaltenen Optionsprämie, ausgewiesen im Passivposten 5, und die erworbenen Optionsscheine, ausgewiesen im Aktivposten 6, erfolgen zum Marktwert der Optionsscheine, der dem im elektronischen Freihandel an der Stuttgarter Börse ermittelten Kurs von TEUR 10 entspricht.

• Zum Bewertungsstichtag bestehen Credit Linked Notes, die im Aktivposten 5 ausgewiesen werden. Diese umfassen derivative Elemente in Form von Credit Default Swaps, die als einheitlicher Vermögensgegenstand mit einem Buchwert von TEUR 239 bilanziert sind. Darüber hinaus befinden sich im Aktivposten 3 Derivate in einheitlich zu bilanzierenden strukturierten Produkten mit einem Buchwert von TEUR 3.500 sowie im Aktivposten 5 mit einem Buchwert von TEUR 3.254.

• Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:

Passivposten Gesamtbetrag der als Sicherheit übertragenen Vermögenswerte
in EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 4.057.177

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

• Die Provisionserträge aus für Dritte erbrachte Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung nehmen in der Ertragsrechnung einen festen Bestandteil ein. Der gesamte Provisionsüberschuss einschließlich Zahlungsverkehr und Wertpapiervermittlung konnte gegenüber dem Vorjahr erhöht werden und macht 0,48 % der durchschnittlichen Bilanzsumme aus.

• In den a) Sonstigen betrieblichen Erträgen (G+V-Posten 8) und b) Sonstigen betrieblichen Aufwendungen (G+V-Posten 12) sind folgende nicht unwesentliche Einzelbeträge enthalten:

Art EUR
zu a) G+V-Posten 8:
- Erstattung von Leistungen nach dem Altersteilzeitgesetz
19.035
- Erträge aus der Aufzinsung des Körperschaftsteuerguthabens 14.980
- Auflösung von Pensionsrückstellungen 57.024
- Auflösung von sonstigen Personalrückstellungen 28.000
zu b) G+V-Posten 12:
- Abschreibung auf Rettungserwerb 65.437

• In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 35.265 enthalten.

• Im G+V-Posten 16 sind Erträge in Höhe von TEUR 142 aus der Gewinnrealisierung im Zuge der Einbringung von Kommanditanteilen an der DZ Holding GmbH & Co. KG in die DZ 1. Beteiligungs GmbH & Co. KG sowie Erträge in Höhe von TEUR 10 aus der Gewinnrealisierung im Zuge der Einbringung von FIDUCIA IT AG-Aktien in die FAG Holding GmbH & Co. KG enthalten.

• Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen in voller Höhe auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

E. Sonstige Angaben

• Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates betrugen EUR 0. Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands und früherer Organmitglieder sowie deren Hinterbliebenen wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

• Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen bestehen zum 31.12.2007 Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 311.433.

• Die Forderungen an und aus eingegangenen Haftungsverhältnissen betrugen für Mitglieder des Vorstands EUR 177.259, für Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 720.745.

• Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Form von Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (Garantieverbund) in Höhe von EUR 114.000.

• Die Zahl der 2007 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Sonstige kaufmännische Mitarbeiter 8 8
nicht kaufmännisch tätige Angestellte 0 5
8 13

• Mitgliederbewegung

Zahl der Mitglieder Anzahl der Geschäftsanteile Haftsummen
EUR
Anfang 2007 1.610 16.912 1.691.200
Zugang 2007 26 52 5.200
Abgang 2007 41 530 53.000
Ende 2007 1.595 16.434 1.643.400

 

Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr vermindert um EUR 47.740
Die Haftsummen haben sich im Geschäftsjahr vermindert um EUR 47.800
Höhe des Geschäftsanteils EUR 100
Höhe der Haftsumme EUR 100

• Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten:

Genossenschaftsverband Frankfurt e.V.

Hessen · Rheinland-Pfalz · Saarland · Sachsen · Thüringen

Wilhelm-Haas-Platz

63263 Neu-Isenburg

• Mitglieder des Vorstands, ausgeübter Beruf

Häuser, Klaus Vorstandsmitglied der Weiseler Volksbank eG
Rühl, Hans-Joachim Vorstandsmitglied der Weiseler Volksbank eG

• Mitglieder des Aufsichtsrats, ausgeübter Beruf

Nossek, Gustav - Vorsitzender -, selbstständiger Kfz-Mechanikermeister
Zitzwarek, Alfred - stellvertretender Vorsitzender -, Kaufmännischer Angestellter bei der Techniker-Krankenkasse Bad Homburg
Häuser, Martin Elektromeister, (seit 17.10.2007)
Heinz, Ulrich Rechtspfleger am Amtsgericht Friedberg
Matthäi, Lutz selbstständiger Raumausstattermeister
Schneider, Ralf Gärtner bei der Stadt Butzbach
Reuter, Walter Rentner, (bis 17.10.2007)

 

Butzbach / Nieder-Weisel, 10. Juni 2008

Weiseler Volksbank eG

Der Vorstand

Häuser

Rühl

Bestätigungsvermerk des Prüfungsverbandes

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Weiseler Volksbank eG, Butzbach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k und 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Genossenschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Frankfurt am Main, 20. Juni 2008

Genossenschaftsverband Frankfurt e.V.
Hessen Rheinland-Pfalz Saarland Sachsen Thüringen

i. V. Kempf

i. V. Wenk, Wirtschaftsprüfer

Dieser Jahresabschluss wurde gemäß § 48 GenG in der Generalversammlung am 24. September 2008 festgestellt.

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2007
der Weiseler Volksbank eG

I. Geschäftsverlauf

1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Kreditgenossenschaften

Der Aufschwung der deutschen Volkswirtschaft hat sich auch in 2007 fortgesetzt. Während die Entwicklung in 2006 noch überwiegend von der inländischen Nachfrage bestimmt wurde, zeigt sich der Aufschwung in 2007 gleichermaßen von Impulsen der Inlands- und Auslandsnachfrage beeinflusst. Die Auftriebsfaktoren aus dem In- und Ausland waren stark genug, um erschwerende Einflüsse wie die Mehrwertsteuererhöhung, die andauernde Stärke des Euros oder die erste Verunsicherungswelle auf dem internationalen Finanzparkett zu verkraften. Das Wachstum des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) betrug im Jahresvergleich 2,5 % und lag damit deutlich über dem langfristigen Trendwachstum des Produktionspotenzials von 1,5 %.

Trotz der gestiegenen Beschäftigung und höherer Nominallöhne wurde die Kaufkraft der privaten Konsumenten durch erhebliche Preissteigerungen und die Mehrwertsteueranhebung beeinflusst. Der private Konsum mit einem Anteil von 55 % am realen BIP sank in 2007 um 0,3 %. Die Konsumausgaben des Staates dagegen expandierten mit einem Wachstumsbeitrag von 0,4 Prozentpunkten. Besonders positiv entwickelten sich die Bruttoanlageinvestitionen mit 4,9 %, die Ausrüstungsinvestitionen stiegen mit 8,5 % besonders kräftig. Auch die Investitionen in sonstige Anlagen legten mit 6,5 % wie im Vorjahr wieder deutlich zu, während dagegen die Zunahme bei den Bauinvestitionen mit 2,0 % geringer ausfiel. Weiterhin dynamisch wuchs auch der Außenhandel. Die Exporte stiegen mit einer Zuwachsrate um real 8,3 % etwas stärker als die Importe mit 5,7 %.

Die privaten Haushalte zeigten nach einer Ausnahme im Vorjahr erneut in 2007 ein Stück weit Kaufkraftzurückhaltung, welches das Wirtschaftswachstum gebremst hat. Entsprechend erhöhte sich die Sparquote leicht von 10,5 % auf 10,8 %.

Die Europäische Zentralbank (EZB) führte in der ersten Hälfte des Jahres die in 2005 begonnene geldpolitische Straffung fort. Sie hob den Mindestbietungssatz auf die Hauptrefinanzierungsgeschäfte jeweils um 25 Basispunkte auf 4 % an. Aufgrund der in den USA ausgelösten Hypothekenkrise, die auch die europäischen Märkte in Mitleidenschaft zog, hat sich die geldpolitische Lage verändert. Vor diesem Hintergrund wurde die für die zweite Jahreshälfte bereits signalisierte weitere Erhöhung des Leitzinses ausgesetzt. Mit der Bereitstellung von Liquidität wurden weitere Maßnahmen zur Stabilisierung der Zinsen am Geldmarkt eingeleitet.

Insgesamt gesehen hellte sich die Stimmung am deutschen Aktienmarkt zum Jahresende wieder auf. Trotz der negativen Einflüsse der US-Hypothekenkrise auf den deutschen Bank- und Finanzmarkt erhöhte sich der Deutsche Aktienindex nach einem Anstieg von 22 % im Vorjahr auch in 2007 um 22 % auf 8.067 Punkte.

Die Lage am deutschen Arbeitsmarkt hat sich im Jahresverlauf weiter entspannt. Die Zahl der Arbeitslosen ging um 641.000 Personen auf rd. 3,6 Mio. zurück. Die jahresdurchschnittliche Erwerbslosenquote sank dabei um 1,5 Prozentpunkte auf 8,3 %.

Auf Wachstumskurs blieben die Volks- und Raiffeisenbanken in Deutschland auch im Jahre 2007. So stieg die addierte Bilanzsumme um 4,0 Prozent (Vorjahr = + 2,8 %) auf 632 Mrd. Euro. Mit einem Nettozuwachs von 159.690 neuen Mitgliedern zählten die 1.232 Genossenschaftsbanken zum Jahresende 16,1 Mio. Mitglieder.

Das Kreditvolumen der Volksbanken und Raiffeisenbanken wuchs um 1,9 % auf insgesamt 367 Mrd. Euro. Auf der Einlagenseite konnten die Genossenschaftsbanken ebenfalls einen erfreulichen Zuwachs von mehr als 13 Mrd. Euro oder 3,1 % verzeichnen.

2. Entwicklung der Weiseler Volksbank eG

Berichtsjahr 2006 2005 2004
TEUR TEUR TEUR TEUR
Bilanzsumme 58.738 60.342 58.624 59.205
Außerbilanzielle Geschäfte *) 1.392 1.375 2.120 1.368
2003
TEUR
Bilanzsumme 60.885
Außerbilanzielle Geschäfte *) 2.659

*) Hierunter fallen die Posten unter dem Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten), 2 (Andere Verpflichtungen) und Derivatgeschäfte.

Die Bilanzsumme unserer Bank hat sich entgegen der Entwicklung im Vorjahr sowie dem durchgehend aufwärts gerichteten Bilanzsummentrend der Kreditinstitute im Verbandsgebiet um 2,7 % auf rd. 58,7 Mio. Euro deutlich vermindert. Das Bilanzvolumen unserer Bank insgesamt, also die Bilanzsumme erweitert um die Eventualverbindlichkeiten, andere Verbindlichkeiten und Derivate, fiel mit 2,6 % auf 60,1 Mio. Euro ebenso geringer aus. Die bilanzielle Entwicklung war insbesondere durch das in 2007 rückläufige Kundenkreditgeschäft und auch die reduzierten Bankrefinanzierungen geprägt.

Aktivgeschäft Berichtsjahr 2006 2005 2004
TEUR TEUR TEUR TEUR
Kundenforderungen 34.040 34.813 33.969 31.606
Wertpapieranlagen 11.952 10.802 11.231 15.209
Forderungen an Banken 7.348 9.372 7.909 6.996
Aktivgeschäft 2003
TEUR
Kundenforderungen 30.500
Wertpapieranlagen 18.446
Forderungen an Banken 6.767

Nach einem deutlichen Zuwachs in den drei Jahren zuvor verminderten sich die bilanziellen Kundenforderungen im Jahr 2007 um TEUR 773 oder 2,2 % auf 34,0 Mio. Euro. Nach den erfolgten planmäßigen Kreditrückführungen war die Entwicklung des Kundenkreditgeschäftes im Wesentlichen durch eine geringere Kreditnachfrage im Bereich der Wohnungsbaukredite beeinflusst. Die in den Vorjahren aufgrund der Mehrwertsteuererhöhung vorgezogenen Investitionen sind in diesem Zusammenhang zu nennen. Ähnliche Entwicklungen bzw. Rückgänge bei den Kundenforderungen waren auch im regionalen Verbandsgebiet zu verzeichnen.

Unter den gegebenen Zinserwartungen und Ertragsgesichtspunkten fanden die Geldanlagen der Bank vorwiegend bei den Wertpapieren statt. Der bankeigene Wertpapierbestand hat sich danach zum Jahresende um TEUR 1.150 oder 10,6 % auf 11,9 Mio. erhöht. Mit der Geldanlage in Wertpapieren und dem Abbau von Refinanzierungen bei der Zentralbank haben sich die Forderungen an Banken in 2007 um rd. 2,0 Mio. Euro oder 21,6 % auf 7,3 Mio. Euro vermindert.

Passivgeschäft Berichtsjahr 2006 2005 2004
TEUR TEUR TEUR TEUR
Bankrefinanzierungen 7.027 8.424 7.759 7.955
Spareinlagen 18.364 20.852 20.674 19.935
andere Einlagen 27.943 25.560 24.868 25.985
Passivgeschäft 2003
TEUR
Bankrefinanzierungen 7.737
Spareinlagen 20.070
andere Einlagen 27.932

Der Bestand der Bankrefinanzierungen veränderte sich im vergangenen Jahr mit den planmäßigen Tilgungen der zweckgebundenen Kundenrefinanzierungsmittel und Globalrefinanzierungsmittel.

Unter Berücksichtigung der in 2007 in mehreren Abschnitten kurz- und mittelfristig neu aufgenommenen Globalrefinanzierungsmittel mit einem Gesamtvolumen von 4 Mio. Euro, die zur Vorsorge der Grundsatzliquidität dienten und bereits zum Jahresultimo wieder weitgehend zurückgeführt sind, hat sich der Gesamtbestand der Bankrefinanzierungen zum Jahresende um 1,4 Mio. Euro oder 16,6 % auf rd. 7,0 Mio. Euro vermindert.

Entgegen der Entwicklung im Verbandsgebiet mit einer Zunahme von 2,2 % haben sich die Einlagen der Kunden im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007 mit TEUR 105 oder 0,2 % leicht auf 46,3 Mio. Euro vermindert. Die Entwicklung der Kundeneinlagen vollzog sich wiederum differenziert. Während nahezu in allen Bereichen der Spareinlagen mit insgesamt 2,5 Mio. Euro oder 11,9 % ein merklicher Rückgang zu verzeichnen war, fanden bei den weiteren Anlageentscheidungen der Kunden insbesondere die kurz- und mittelfristigen Termingeldeinlagen besonderes Anlageinteresse. Der Zufluss der Termingelder im Laufzeitenbereich zwischen 90 Tagen und einem Jahr liegt dabei mit 2,7 Mio. Euro oder 42,6 % über dem Rückgang der Spareinlagen. Trotz der anhaltenden Veränderung der Anlagestrukturen hat sich der 4,1%-ige Anteil der langfristigen Festgelder und Sparbriefe am Gesamteinlagevolumen nur unwesentlich verändert.

Dienstleistungsgeschäft Berichtsjahr 2006 2005 2004
TEUR TEUR TEUR TEUR
Erträge aus Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäften 51 33 49 43
Vermittlungserträge 51 57 30 41
Erträge aus Zahlungsverkehr 198 187 181 170
Dienstleistungsgeschäft 2003
TEUR
Erträge aus Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäften 43
Vermittlungserträge 41
Erträge aus Zahlungsverkehr 128

Die Erträge aus dem Dienstleistungsgeschäft fielen im Geschäftsjahr insgesamt höher aus. So stiegen die Erträge aus dem Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäft um TEUR 18 oder 54,5 % auf TEUR 51 und die Erträge aus dem Zahlungsverkehr um 5,9 % auf TEUR 198. Die Erträge aus der Vermittlung von Bausparverträgen bewegen sich nahezu auf Vorjahresniveau. Trotz der eingeleiteten und umgesetzten Vertriebsmaßnahmen blieb das Vermittlungsgeschäft insgesamt gesehen auf Grund noch vorhandenen zurückhaltenden Kundeninteresses jedoch weiter unter den Erwartungen.

Investitionen

Berichtsrelevante Investitionen wurden im Geschäftsjahr 2007 nur in kleinerem Umfang für die Büro- und Geschäftsausstattung getätigt. Gegenwärtig sind Investitionen für die weitere Entwicklung nicht geplant und auch nicht erforderlich. Wesentliche Investitionsrisiken bestehen aus derzeitiger Sicht nicht.

Zweigniederlassungen

Es bestehen keine Zweigniederlassungen.

Personal- und Sozialbereich

Der Personalbestand der Bank einschließlich der beiden hauptamtlichen Vorstandsmitglieder belief sich zum Jahresende 2007 auf 17 Personen, davon 9 Vollzeitkräfte und 8 Teilzeitkräfte; umgerechnet auf Vollzeitkräfte betrug der Personalbestand zum Jahresende 13,9 Personen.

Zur fachlichen Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter wurden entsprechend den Anforderungen externe Seminarveranstaltungen besucht sowie innerbetriebliche Schulungen durchgeführt.

Sonstige wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr

Nach dem einstimmigen Beschluss der Verwaltungsorgane vom 16. November 2006 wurde die Zweigstelle Ostheim zum 31.05.2007 geschlossen.

Zwecks Verbesserung der betrieblichen und kundenorientierten Ziele haben wir auch Möglichkeiten der Kooperation oder Fusion im genossenschaftlichen Verbund geprüft. Die in diesem Zusammenhang geführten Sondierungsgespräche mit einer benachbarten Kreditgenossenschaft wurden unter Vorlage eines eigenen Strategiekonzeptes nach einvernehmlichen Verwaltungsbeschluss vom 24. September 2007 eingestellt.

II. Darstellung der Lage sowie der Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Weiseler Volksbank eG

1. Gesamtbanksteuerung, Risikomanagement

In unserer Unternehmenskonzeption haben wir uns klar auf die Bedarfssituation unserer Mitglieder ausgerichtet und daraus eine langfristige Unternehmensplanung entwickelt, die eine dauerhafte Begleitung unserer Mitglieder in allen Fragen der Investitions- und Konsumfinanzierungen im Kreditgeschäft sowie zu Fragen der Vermögensanlage und der Altersvorsorgeplanung sicherstellen soll.

Im Management der Risiken unterscheiden wir zwischen Kredit-, Marktpreis-, Liquiditäts- und Betriebsrisiken, wobei die Kreditrisiken und die Marktpreisrisiken einen Schwerpunkt bilden. Das Kreditrisikomanagement, d. h. die Steuerung und Kontrolle der Kreditrisiken nach den Grundsätzen und Leitlinien für die Kreditpolitik des Vorstandes, ist im Funktionsbereich Controlling und damit unmittelbar auf Vorstandsebene angesiedelt. Aufgrund der Ertragssituation werden Kredite mit höheren Blankoanteilen besonders überwacht. Daneben nimmt der Vorstand selbst die intensive Betreuung problembehafteter Engagements sowie die Sicherheitenverwertung und Engagementabwicklung von gekündigten Krediten bzw. insolventen Kreditnehmern vor.

Mit Hilfe von Kennzahlen- und Limitsystemen planen und steuern wir die Entwicklung unseres Instituts. Der Begrenzung der Risiken aus unserer Geschäftstätigkeit messen wir besondere Bedeutung bei. Darüber hinaus ist die Steuerung unserer Ertragssituation auf Vorstandsebene angesiedelt. Die Planungs- und Vorschaurechnungen werden regelmäßig und zeitnah auf Erreichung überwacht. Durch Funktionstrennungen in den Arbeitsabläufen und die Tätigkeit unserer funktionsfähigen Internen Revision haben wir die Zuverlässigkeit der Steuerungsinformationen aus der ordnungsgemäßen Geschäftsabwicklung sichergestellt.

Für Kundeneinlagen mit indexorientierter Verzinsung wurden Sicherungsgeschäfte mit der Zentralbank abgeschlossen.

Das Liquiditätsrisiko ist als gering einzustufen.

Den Betriebsrisiken messen wir derzeit und mit Blick auf eine langjährige historische Entwicklung nur geringe Bedeutung zu.

2. Vermögenslage

Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Solvabilität gemäß § 10 KWG haben sich in den letzten 5 Jahren wie folgt entwickelt:

Eigenmittel, Solvabilität Berichtsjahr 2006 2005 2004
TEUR TEUR TEUR TEUR
Eigenkapital laut Bilanz *) 4.358 4.356 4.380 4.357
Haftendes Eigenkapital 4.866 4.820 5.191 5.304
Eigenmittel 4.866 4.820 5.191 5.304
Solvabilitätskennziffer **) 11,5 % 11,1 % 11,6 % 12,1 %
Eigenmittel, Solvabilität 2003
TEUR
Eigenkapital laut Bilanz *) 4.343
Haftendes Eigenkapital 4.739
Eigenmittel 4.739
Solvabilitätskennziffer **) 10,8 %

*) Hierzu rechnen die Passivposten 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital).

**) Gesamtkennziffer gemäß Grundsatz I

Ein angemessenes haftendes Eigenkapital, auch als Bezugsgröße für eine Reihe von Aufsichtsnormen, bildet neben einer stets ausreichenden Liquidität die unverzichtbare Grundlage einer soliden Geschäftspolitik. Der von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht nach den Bestimmungen des KWG aufgestellte Grundsatz über die Eigenmittelausstattung wurde von uns im Geschäftsjahr 2007, wie auch in den Jahren zuvor, gut eingehalten. Die Solvabilitätskennziffer wies im Jahresverlauf 2007 einen leicht gestiegenen Wert (11,5 % zum Jahresende) mit ausreichenden Spielraum für das Neukreditgeschäft auf; sie lag damit weiterhin über der aufsichtsrechtlich geforderten Mindestkennziffer.

Kundenforderungen

Struktur und räumlicher Umfang unseres Geschäftsgebietes ermöglichten uns weiterhin eine ausgewogene branchen- und größenmäßige Streuung unserer Ausleihungen.

Der Anteil der Kundenforderungen an der Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr nur unwesentlich um 0,3 % erhöht und liegt mit einem Anteil von 58,0 % noch unter dem Wert von 59,2 % auf Gesamtverbandsebene.

Die durch die Generalversammlung festgesetzten Kredithöchstgrenzen wurden während des gesamten Berichtszeitraumes eingehalten.

Die Forderungen an unsere Kunden haben wir auch zum Jahresende 2007 wieder mit besonderer Vorsicht bewertet. Die für erkennbare bzw. latente Risiken in angemessener Höhe gebildeten Einzel- und Pauschalwertberichtigungen wurden von den entsprechenden Aktivposten abgesetzt.

Die im Zeitvergleich angestiegenen erhöht latenten Risiken sind durch versteuerte Reserven vollständig abgedeckt.

Durch unsere Liquiditätsplanung konnten wir allen vertretbaren und berechtigten Kreditwünschen unserer Kundschaft entsprechen.

Wertpapieranlagen

Die Wertpapieranlagen der Genossenschaft setzen sich wie folgt zusammen:

Wertpapieranlagen Berichtsjahr 2006 2005 2004
TEUR TEUR TEUR TEUR
Anlagevermögen 3.563 4.730 4.321 6.472
Liquiditätsreserve 8.389 6.072 6.909 8.737
Wertpapieranlagen 2003
TEUR
Anlagevermögen 4.952
Liquiditätsreserve 13.494

Als Reaktion auf die am Geld- und Kapitalmarkt entstandenen Turbulenzen und dem damit notwendigen Strategiewechsel bei den Eigenanlagen sowie Refinanzierungen haben wir bei den Wertpapieranlagen Papiere mit einem nominellen Volumen von TEUR 1.200 aus der Liquiditätsreserve ins Anlagevermögen umgewidmet. Die bei diesen Papieren entstandenen Kursverluste halten wir nur von vorübergehender Dauer; trotz dieser Einschätzung haben wir jedoch zum Jahresende vollständige Kurswertabschreibungen zu diesen Anlagen vorgenommen. Umgekehrt haben wir auch bei den Wertpapieranlagen Umwidmungen aus dem Anlagevermögen in das Umlaufvermögen vorgenommen.

Insgesamt fanden im Geschäftsjahr 2007 bei den Schuldverschreibungen bzw. festverzinslichen Wertpapieren Einlösungen durch Fälligkeiten und Kündigungen in einem Volumen von TEUR 2.211 und Verkäufe in einem Volumen von TEUR 3.756 statt. Die hieraus freigewordenen Mittel fanden nahezu ausschließlich in der Wiederanlage Verwendung. Der Wertpapierbestand insgesamt entfällt auf Emittenten mit guter bis sehr guter Bonität. Der Gesamtbestand der Wertpapiere ist wie Umlaufvermögen nach dem strengen Niederstwertprinzip mit entsprechenden Abschreibungen auf den niedrigeren Kurswert bewertet.

Weitere wesentliche Aktiv- und Passivstrukturen

Der stärkere Wettbewerb sowie kundenseitig gewünschte kurzfristig verfügbare Geldanlagen mit attraktiver Verzinsung führen zu einer tendenziellen Verteuerung der Kundeneinlagen.

Zinsänderungsrisiko

Die bilanziellen und außerbilanziellen Zinsänderungsrisiken werden mittels einer dynamisierten Elastizitätenbilanz ermittelt und sind überschaubar. Die daraus resultierenden Marktpreisrisiken sind durch die zugeordneten Budgets gedeckt.

Währungsrisiko

Im Rahmen unserer Erwartungen hat sich der Kurs des Euro gegenüber dem Schweizer Franken im Jahresverlauf günstig entwickelt. Somit konnte aufgrund der Kursentwicklung für die zum Jahresende noch bestehende Fremdwährungs-Refinanzierung in Schweizer Franken mit Endfälligkeit in 2009 eine um TEUR 17,9 niedrigere Verbindlichkeit ausgewiesen werden.

Weitere wesentliche Fremdwährungspositionen sind nicht vorhanden.

Sonstige Risiken

Sonstige operationelle Risiken, die von wesentlicher Bedeutung für die Vermögens- und Ertragslage der Bank sind, sind zur Zeit nicht erkennbar.

Mitgliedschaft in der Sicherungseinrichtung des BVR

Unsere Genossenschaft ist der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. angeschlossen, die aus dem Garantiefonds und dem Garantieverbund besteht.

3. Finanz- und Liquiditätslage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr war die Zahlungsbereitschaft der Bank zu jedem Zeitpunkt gewährleistet. Der von der BaFin erlassene Liquiditätsgrundsatz wurde stets eingehalten. Die Mindestreserveverpflichtungen wurden stets erfüllt. Aus heutiger Sicht ist auch für die Folgejahre mit keiner Beeinträchtigung der Liquiditätslage zu rechnen.

4. Ertragslage

Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft haben sich in den letzten 5 Jahren wie folgt entwickelt:

Erfolgskomponenten Berichtsjahr 2006 2005 2004
TEUR TEUR TEUR TEUR
Zinsüberschuss 1) 1.414 1.438 1.518 1.658
Provisionsüberschuss 2) 287 264 247 238
Handelsergebnis 0 0 0 0
Verwaltungsaufwendungen 1.363 1.651 1.624 1.624
a) Personalaufwendungen 828 1.069 1.015 1.010
b) andere Verwaltungsaufwendungen 535 582 609 615
Betriebsergebnis vor Bewertung 203 37 45 134
Bewertungsergebnis 3) - 194 - 194 29 15
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 101 122 120 150
Steueraufwand 2 2 - 12 14
Jahresüberschuss 100 120 132 137
Erfolgskomponenten 2003
TEUR
Zinsüberschuss 1) 1.730
Provisionsüberschuss 2) 202
Handelsergebnis 10
Verwaltungsaufwendungen 1.491
a) Personalaufwendungen 921
b) andere Verwaltungsaufwendungen 571
Betriebsergebnis vor Bewertung 324
Bewertungsergebnis 3) 90
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 428
Steueraufwand 48
Jahresüberschuss 202

1) GuV-Posten 1abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3

2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6

3) Saldo aus den GuV-Posten 13 bis 16

Die Entwicklung unseres Betriebsergebnisses kann trotz Steigerung des Provisionsüberschusses und Einsparungen bei den Personal- und anderen Verwaltungsaufwendungen noch nicht zufriedenstellen; es erweist sich im Vergleich zu den Kreditgenossenschaften im Verbandsgebiet weiterhin noch unterdurchschnittlich.

Aufgrund des weiterhin niedrigen Zinsniveaus und der geringeren Forderungsvolumina gingen die Zinserträge im Kundengeschäft zurück. Diesem Rückgang standen höhere Zinserträge bei den bankeigenen Wertpapieren aufgrund der Volumenserhöhung und der verbesserten Durchschnittsverzinsung gegenüber. Die Ergebnisse im Vermittlungsgeschäft erfüllten trotz der eingeleiteten personellen und sachlichen Vertriebsmaßnahmen nicht unsere Erwartungen. Gleichwohl sind wir mit den Ergebnissen, in Ansehung der Entwicklung bei vergleichbaren Kreditgenossenschaften, noch zufrieden. Vorrang hat weiterhin der kontinuierliche Ausbau der ordentlichen Ertragslage.

Durch eine Personalreduzierung und eine neue Vergütungsregelung für das Personal haben sich die Personalaufwendungen im Vergleich zum Geschäftsjahr 2006 reduziert. Mit 1,39 % der durchschnittlichen Bilanzsumme ("dBS") liegen sie damit erstmals unter dem Wert des Verbandsdurchschnitts von 1,45 %. Aber auch die anderen Verwaltungsaufwendungen konnten durch Einsparungen und Wegfall von Einmalfaktoren um 8,1 % auf TEUR 535 gesenkt werden. Nicht benötigte Teile seitheriger Rückstellungen wurden im Jahresabschluss 2007 erfolgswirksam aufgelöst.

Die Belastungen aus dem Kreditgeschäft haben sich gegenüber dem Vorjahr reduziert, das Bewertungsergebnis aus dem Kreditgeschäft hebt sich hierdurch positiv von den Werten vergleichbarer Kreditgenossenschaften ab.

Im Wertpapierbereich wurden erhöhte Wertanpassungen aufgrund der Entwicklungen am Geld- und Kapitalmarkt vorgenommen. Rein vorsorglich wurden hierbei auch auf die Wertpapiere des Anlagevermögens Kurswertabschreibungen in vollem Umfange verbucht, die aus betriebswirtschaftlich außerordentlichen Erträgen aus der Einbringung unserer indirekten Beteiligung an der DZ BANK AG und der direkten Beteiligung an der FIDUCIA IT AG in Holdings getragen wurden.

5. Zusammenfassende Beurteilung der Lage

Im Geschäftsjahr 2007 konnte die Weiseler Volksbank auf ein verbessertes Ergebnis vor Bewertung zurückblicken, das sich für uns jedoch noch immer unbefriedigend darstellt. Die Vermögens- und Finanzlage der Bank weisen geordnete Verhältnisse aus. Für erkennbare und latente Risiken im Kreditgeschäft wurde in ausreichendem Umfang Vorsorge getroffen. Die Risiken der künftigen Entwicklung werden durch die Zinsstruktur auf dem Kapitalmarkt, der künftigen Entwicklung im Kreditgeschäft sowie der Entwicklung des Vertriebes bestimmt. Aus dem Kreditgeschäft werden aufgrund der guten Risikostruktur nur niedrige Belastungen erwartet, die durch das unterdurchschnittliche Betriebsergebnis gedeckt werden können. Unsere vorsichtige Kreditvergabepolitik werden wir auch in Zukunft fortsetzen.

III. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres ergaben sich nicht.

IV. Voraussichtliche Entwicklung (Prognosebericht)

Die unter II.5 getroffenen Aussagen werden die voraussichtliche Entwicklung kennzeichnen und maßgeblich beeinflussen. Das geschäftliche Umfeld und die Entwicklung der Kreditgenossenschaften wird auch in den kommenden Jahren durch verstärkten Wettbewerb mit Druck auf die Zinsspanne, die Leistungsgebühren und Provisionseinnahmen geprägt sein.

Wir erwarten für die Zukunft und vor allem für die nächsten beiden Jahre ein verhaltenes Wachstum unserer Genossenschaft, bei moderaten Zuwächsen unserer Ausleihungen einerseits und den Kundeneinlagen andererseits.

Hinsichtlich der wirtschaftlichen Auswirkungen erwarten wir für 2008 und 2009 eine jeweils ausreichender Rentabilität und eine unverändert geordnete Vermögens- und Finanzlage. Die bankaufsichtsrechtlichen Kreditgrenzen und Solvabilitätsanforderungen werden wir dabei einhalten. Dabei werden wir unser Augenmerk auf die Begrenzung von Kredit- und Wertpapierrisiken sowie der Verbesserung unserer Ertragslage richten.

Chancen für die Ertragslage bestehen bei einer deutlich besseren Konjunkturentwicklung als prognostiziert und ggf. in Zusammenhang mit einem nachlassenden Preisdruck unserer Wettbewerber auf die Bankkonditionen. Mit der konsequenten Steigerung unserer vertrieblichen Leistung sowie der Prozessoptimierung werden weitere Möglichkeiten der Ergebnisverbesserung gesehen.

Risiken für die Rentabilitätsentwicklung werden im Gegenzug bei einer demgegenüber gegenläufigen Entwicklung von Konjunktur, Branchensituation und Wettbewerbsdruck erwartet.

Materielle Investitionen sind nicht vorgesehen und auch nicht erforderlich. Wir werden weiter in die Ausbildung unserer vertriebsorientierten Mitarbeiter investieren, um den gestiegenen Ansprüchen an eine qualifizierte Beratung und Problemlösung für unsere Kunden gerecht zu werden.

Wir sehen uns in der gesellschaftlichen und volkswirtschaftlichen Pflicht, in unserem Geschäftsbereich die Selbständigkeit unseres Bankinstitutes im Interesse unserer kleingliedrigen Wirtschafts- und Gewerbestruktur zu erhalten.

Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR 99.697,69 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages von EUR 37,74 (Bilanzgewinn von EUR 99.735,43) - wie folgt zu verwenden:

EUR
Ausschüttung einer Dividende von 4,00 % 67.747,80
Zuweisung zu den Ergebnisrücklagen
a) Gesetzliche Rücklage 10.000,00
b) Andere Ergebnisrücklagen 21.500,00
Vortrag auf neue Rechnung 487,63
99.735,43

 

Butzbach / Nieder-Weisel, 10. Juni 2008

Weiseler Volksbank eG

Der Vorstand

Häuser

Rühl

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und fasste die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse. Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem engen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand.

Der vorliegende Jahresabschluss 2007 mit Lagebericht wird vom Genossenschaftsverband Frankfurt e.V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Generalversammlung berichtet.

Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses - unter Einbeziehung des Gewinnvortrages - entspricht den Vorschriften der Satzung.

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Generalversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2007 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen.

Durch Ablauf der Wahlzeit scheiden in diesem Jahr Herr Alfred Zitzwarek und Herr Ulrich Heinz aus dem Aufsichtsrat aus. Die Wiederwahl der ausscheidenden Mitglieder des Aufsichtsrates ist zulässig.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und den Mitarbeitern Dank für die geleistete Arbeit aus.

 

Butzbach / Nieder-Weisel, im Juni 2008

Der Aufsichtsrat

Vorsitzender

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