Stammdaten

Register
Amtsgericht Bremen HRB 26916 HB
Eingetragen
11.2.2011
Branche
Großhandel mit Mehl und GetreideproduktenGroßhandel mit Fleisch und FleischwarenGroßhandel mit Fisch und Fischerzeugnissen
Gegenstand
Handel mit Lebensmitteln, insbesondere Reis und geeigneten Produkten für die Lagerung, Zubereitung und Verfeinerung dieser Lebensmittel sowie Zutaten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sohrab Mohammad
seit 11.2.2011
Geschäftsführer
Torben Jan Buttjer
seit 11.2.2011
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

Gesellschafter
Beta

2 von 3 Anteilseignern sichtbar

Name
Ort
Anteil
Amir Ghaffari Tamer Abadi
Lutz-Wolde-Weg 10, 28355 Bremen
33.33%
Sohrab Mohammad
in den Weiden 6, 28357 Bremen
33.33%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Reishunger GmbH

Bremen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 10.784,80 12.239,80
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 215.748,00 272.996,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 363.860,00 434.530,00
579.608,00 707.526,00
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 250,00 250,00
250,00 250,00
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 3.873.841,42 4.467.214,26
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 673.968,17 652.145,87
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 110.142,02 75.005,04
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 52.277,02 41.694,04
5.300.871,43 5.956.075,01

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 27.000,00 27.000,00
II. Bilanzgewinn 1.059.953,10 442.356,18
1.086.953,10 469.356,18
B. RÜCKSTELLUNGEN 466.775,50 389.269,60
C. VERBINDLICHKEITEN 3.744.289,55 5.097.449,23
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 2.853,28 0,00
5.300.871,43 5.956.075,01

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

1.1.-31.12.2023 1.1.-31.12.2022
EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 13.370.079,62 12.773.101,20
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.148.267,68 -3.670.232,32
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -581.930,96 -677.863,66
davon für Altersversorgung: EUR 2.235,48 (Vorjahr: EUR 2.702,06) -3.730.198,64 -4.348.095,98
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -170.006,52 -181.784,20
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -8.541.688,05 -9.169.485,64
davon aus Währungsumrechnungen in EUR 55.368,12 (Vorjahr: EUR 178.643,16)
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 29,40 0,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -189.813,87 -152.707,37
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -120.541,02 169.769,42
8. Ergebnis nach Steuern 617.860,92 -909.202,57
9. Sonstige Steuern 264,00 302,00
10. Jahresüberschuss (Vorjahr: Jahresfehlbetrag) 617.596,92 -909.504,57
11. Gewinnvortrag aus Vorjahr 442.356,18 1.351.860,75
12. Bilanzgewinn 1.059.953,10 442.356,18

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben zur Gesellschaft

Die Reishunger GmbH hat ihren Sitz in Bremen und ist im Handelsregister beim Amtsgericht in Bremen in Abteilung B unter HRB 26916 HB eingetragen.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gesellschaft nimmt die für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Erleichterungen der §§ 276 und 288 HGB teilweise in Anspruch.

2. Allgemeine Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist unter Beachtung der einschlägigen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 238 ff.), des GmbH-Gesetzes sowie der deutschen Grundsätze ordnungsmäßigen Buchführung aufgestellt worden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

3. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen

a) Allgemeines

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

b) Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige lineare Abschreibungen (Nutzungsdauer zwischen 3 und 15 Jahren) vermindert.

Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen auf Sachanlagen erfolgten planmäßig linear unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (von 3 bis 15 Jahre) .

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis € 800,00 werden im Jahre des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

c) Umlaufvermögen

Die unter Vorräte erfassten Waren und Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden mit den Anschaffungskosten bzw. ihrem niedrigeren beizulegendem Wert bewertet.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind mit den Material- und Fertigungseinzelkosten sowie den Sondereinzelkosten der Fertigung zuzüglich angemessener Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und des Wertverzehrs des Anlagevermögens bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Soweit erforderlich, sind Einzelwertberichtigungen vorgenommen worden.

Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

d) Eigenkapital

Das Eigenkapital wurde zum Nennwert ausgewiesen.

e) Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, Verluste und ungewisse Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt worden.

f) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

4. Angaben zur Bilanz

a) Anlagevermögen

Zur Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens wird auf den separat dargestellten Anlagenspiegel verwiesen.

b) Umlaufvermögen

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr i. H. v. TEUR 49 (Vorjahr TEUR 44) enthalten.

c) Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von TEUR 245 sowie für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses in Höhe von TEUR 55 enthalten.

d) Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten betrugen (Vorjahreswerte in Klammern):

Gesamt < 1 Jahr 1-5 Jahre >5 Jahre
Verbindlichkeiten TEUR 3.745 TEUR 3.431 TEUR 314 TEUR 0
(TEUR 5.097) (TEUR 4.596) (TEUR 495) (TEUR 6)
Davon gegenüber Kreditinstituten TEUR 2.515 TEUR 2.201 TEUR 314 TEUR 0
(TEUR 3.633) (TEUR 3.132) (TEUR 495) (TEUR 6)

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten in Höhe von TEUR 626 (Vorjahr TEUR 428) Verbindlichkeiten aus Steuern und in Höhe von TEUR 17 (Vorjahr TEUR 0) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit.

Von den Bankverbindlichkeiten sind insgesamt TEUR 1.217 (Vorjahr TEUR 3.073) durch Sicherungsübereignungen von Warenbestand und Forderungen sowie teils von Maschinen besichert.

5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Das Jahresergebnis wurde in Höhe von TEUR 121 durch Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (Vorjahr: Erstattung TEUR 170) belastet.

6. Sonstige Angaben

Geschäftsführer im abgelaufenen Geschäftsjahr waren

 

Herr Torben Buttjer, Dipl.-Wi.-Ing., Bremen

 

Herr Sohrab Mohammad, Dipl.-Wi.-Ing., Bremen

 

Herr Thomas Pfitzner, Kaufmann, Bremen

 

Herr Stephan Jäckle, Kaufmann, Bremen

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr TEUR 505.

Die von der Gesellschaft beschäftigten Mitarbeiter ergeben sich im Durchschnitt wie folgt:

Geschäftsjahr Vorjahr
Angestellte 57 72
Gewerbliche Mitarbeiter 25 33
Auszubildende 2 3
Gesamt 84 108

Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB ergeben sich aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 430 (Vorjahr TEUR 591).

 

Bremen, 13. September 2024

gez. Torben Buttjer

gez. Sohrab Mohammad

gez. Thomas Pfitzner

gez. Stephan Jäckle

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 12. Dezember 2024 festgestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 16.856,86 0,00 0,00 16.856,86
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 627.581,75 6.695,49 35.705,59 598.571,65
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 940.875,68 42.917,03 185.551,95 798.240,76
1.568.457,43 49.612,52 221.257,54 1.396.812,41
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 250,00 0,00 0,00 250,00
250,00 0,00 0,00 250,00
SUMME ANLAGEVERMÖGEN 1.585.564,29 49.612,52 221.257,54 1.413.919,27
kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 4.617,06 1.455,00 0,00 6.072,06
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 354.585,75 63.938,49 35.700,59 382.823,65
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 506.345,68 104.613,03 176.577,95 434.380,76
860.931,43 168.551,52 212.278,54 817.204,41
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
SUMME ANLAGEVERMÖGEN 865.509,49 170.006,52 212.278,54 823.276,47
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 10.784,80 12.239,80
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 215.748,00 272.996,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 363.860,00 434.530,00
579.608,00 707.526,00
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 250,00 250,00
250,00 250,00
SUMME ANLAGEVERMÖGEN 590.642,80 720.015,80

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

I. Grundlagen der Gesellschaft

Die Reishunger GmbH (im Folgenden auch "Reishunger" oder "wir") wurde 2011 von Torben Buttjer und Sohrab Mohammad gegründet. Reishunger ist eine Direct-to-Consumer Marke für Produkte rund um das Thema Reis. Die Idee entstand 2010, als sich die beiden Studienfreunde fragten, wieso das wichtigste und sortenreichste Grundnahrungsmittel der Welt vor allem in der westlichen Hemisphäre eine eher untergeordnete Rolle auf dem Esstisch spielt. Daraus entwickelten sie ihre Mission "Inspire people to enjoy rice", mit dem Ziel, Küchenhaushalte mit hochwertigen Produktlösungen und Content auszustatten.

Unser Produktportfolio umfasst knapp 400 Einzelartikel aus 4 Kategorien: (1) Kochprodukte, (2) Convenience Produkte, (3) Nonfood Produkte und (4) Snacks. Der Großteil unserer Produkte stammt aus dem jeweiligen Ursprungsland, sind authentisch verarbeitet, von höchster Qualität und meist aus biologischem Anbau.

Wir verfolgen einen konsequenten Direct-to-Consumer-Ansatz. Wir glauben, dass das der beste Weg ist, mit hochwertig produziertem Content erklärungsbedürftige Kulinarik zu vermitteln. Deshalb erfolgt der Großteil unseres Vertriebs über unsere Länder-Webshops. Weitere Absatzkanäle sind Online-Marktplätze, auf denen wir auch international agieren. Der klassische Vertrieb über den Lebensmitteleinzelhandel steht aktuell nicht im Fokus, entwickelt sich aber dennoch sehr gut. Wir verzeichnen nationale Listungen vor allem im Bio-Segment, sowie einige regionale Listungen der größten Lebensmitteleinzelhändler.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

a) Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 erlebte Deutschland eine gemischte wirtschaftliche Entwicklung. Nach einem schwierigen Jahr 2022 aufgrund der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und anderer globaler Herausforderungen begann sich die Wirtschaft zu erholen. Die deutsche Exportindustrie, insbesondere im Bereich des Maschinenbaus und der Automobilproduktion, erholte sich langsam, jedoch waren die Exporte weiterhin durch globale Handelsspannungen und Unsicherheiten beeinträchtigt. Die Binnenkonjunktur wurde durch staatliche Investitionen und Konsumausgaben gestützt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat sich in unseren Hauptmärkten DACH unterschiedlich entwickelt (Deutschland +0,3 % 1 , Schweiz +1,3 % 2 , Österreich -0,8 % 3 ).

1 https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/bip-rezession-deutsche-wirtschaft-konjunktur-faq-100.html

2 https://www.nzz.ch/wirtschaft/schweizer-wirtschaft-waechst-im-vierten-quartal-2023-erneut-moderat-ld.1819973

3 https://www.kleinezeitung.at/wirtschaft/18229300/wirtschaftsleistung-im-jahr-2023-um-0-8-prozent-geschrumpft

b) Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Der Umsatz im Lebensmitteleinzelhandel ging 2023 real (preisbereinigt) um -3,3 % zurück. 4 Im E-Commerce reduzierte sich der Umsatz im Jahr 2023 um 12,0 % zum Vorjahr und fällt damit erstmalig im zweistelligen Bereich. 5

4 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_041_45212.html#:~:text=Im%20Lebensmitteleinzelhandel%20sanken%20die%20Ums%C3%A4tze,mehr%20Umsatz%20mit%20Lebensmitteln%20erzielt.

5 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/71568/umfrage/online-umsatz-mit-waren-seit-2000/

2. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

a) Geschäftsverlauf

Nachdem im Jahr 2022 die Umsatzerlöse erstmals einen Dämpfer erfahren hatten, konnten sie im Jahr 2023 wieder leicht gesteigert werden. Diese Entwicklung konnte trotz der schwierigen Rahmenbedingungen, wie weiterhin hohe Inflation und der generellen Umsatzentwicklung im E-Commerce, erreicht werden. Diese Entwicklung haben wir in allen Ländern und Absatzkanälen festgestellt. Diese Robustheit unserer Umsatzerlöse bestätigt uns darin, dass wir mit unserem Businessmodel und unseren Produkten nach wie vor eine sehr gute Übereinstimmung mit den Bedürfnissen unserer Kunden haben.

Nach dem herausfordernde Geschäftsjahr 2022 konnten wir 2023 wieder in die Profitabilität zurückkehren und das Wirtschaftsjahr mit einem Jahresüberschuss von TEUR 618 abschließen.

b) Finanzielle Leistungsindikatoren

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren sind Rohergebnis (Umsatz - Materialaufwand) und EBITDA (Jahresergebnis + sonstige Steuern +/- Steuern vom Einkommen und Ertrag + Zinsen und ähnliche Aufwendungen + Aufwendungen aus Verlustübernahme - sonstige Zinsen und ähnliche Erträge + Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen). Darüber hinaus verwenden wir weitere Kennzahlen zur internen Steuerung.

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren haben sich wie folgt entwickelt

In TEUR 2023 2022
Rohergebnis 13.370 12.773
EBITDA 1.098 -745

Das Rohergebnis ist im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 597 auf TEUR 13.370 (Vj. TEUR 12.773) gestiegen. Diese Entwicklung hat alle Absatzkanäle und Regionen betroffen.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden zahlreiche Maßnahmen zur Senkung der fixen und variablen Kosten fortgesetzt. Die daraus resultierenden Kostenersparnisse haben dazu beigetragen, dass sich das EBITDA um TEUR 1.503 auf TEUR 1.098 gesteigert hat (Vorjahr TEUR -745).

c) Ertragslage

Trotz der bereits erwähnten Rahmenbedingungen konnten wir unsere Umsatzerlöse um 2 % steigern. Das Rohergebnis hat sich um TEUR 597 bzw. 5 % auf TEUR 13.370 in 2023 gesteigert. Die nachhaltige Forcierung einer hohen Bruttomarge und die Entspannung der Seefrachtraten haben zu der positiven Entwicklung des Rohergebnisses beigetragen.

Die Entwicklung der Personalaufwendungen war in den Vorjahren von dem Aufbau von Strukturen vor dem Hintergrund starken Wachstums geprägt. Im Geschäftsjahr 2023 haben wir den in 2022 eingeschlagenen Weg der Personalkostenreduzierung konsequent fortgesetzt. Dementsprechend sanken die Personalaufwendungen von TEUR -4.348 im Vorjahr auf TEUR 3.730 (-14 %). Die Personalkostenquote (Personalaufwand relativ zu den Umsatzerlösen) konnte auf ein im Vergleich zu den Vorjahren deutlich niedrigeres Niveau gesenkt werden.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken um -7 % auf TEUR -8.542 (Vj. TEUR - 9.169). Der kosteneffizientere Einsatz von Marketingkosten und Lagerkosten sowie niedrigere Aufwendungen für Agenturleistungen sind die hauptsächlichen Treiber dieser Entwicklung. Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände betragen TEUR -170 (Vj. TEUR -182). Die Zinsaufwendungen erhöhten sich in Folge der gestiegenen Zinsen auf TEUR -190 (Vj. TEUR -153). Der Jahresüberschuss (Vj. Jahresfehlbetrag) belief sich auf TEUR 618 (Vj. TEUR -909).

d) Vermögenslage

Die Bilanzsumme verringerte sich zum 31. Dezember 2023 um TEUR 655 auf TEUR 5.301 (Vj. TEUR 5.956).

Das Anlagevermögen reduziert sich um TEUR 129 auf TEUR 591 (Vj. TEUR 720).

Das Umlaufvermögen sank von TEUR 5.194 um TEUR 536 auf TEUR 4.658.

Die liquiden Mittel erhöhten sich von TEUR 75 auf TEUR 110.

e) Finanzlage

Das Eigenkapital erhöhte sich per 31. Dezember 2023 aufgrund des Jahresüberschusses des Geschäftsjahres von TEUR 469 um TEUR 618 auf TEUR 1.087. Die Eigenkapitalquote liegt bei 20,5 % (Vj. 7,9 %).

Die Rückstellungen stiegen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 78 auf TEUR 467, im Wesentlichen bedingt durch höhere personalbezogene Rückstellungen.

Die Verbindlichkeiten der Gesellschaft verringerten sich um insgesamt TEUR 1.353 auf TEUR 3.744 (Vorjahr TEUR 5.097).

Die Gesellschaft verfügte neben den Bankguthaben zum Bilanzstichtag über freie Kreditlinien i. H. v. TEUR 3.426. Die Reishunger GmbH war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Verbindlichkeiten wurden stets innerhalb der Zahlungsfristen beglichen.

f) Abschließende Lagebeurteilung der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2023

Die Marktentwicklung im E-Commerce war sehr herausfordernd. Die Reishunger GmbH hat den im Jahre 2022 eingeschlagenen Weg zum Fokus auf Profitabilität fortgeführt und den Turnaround vollzogen. Es wurden die richtigen Schwerpunkte für das aktuelle und die Folgejahre gesetzt und nicht zwingend notwendige Investitionen wurden aufgeschoben. Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen haben wir mit der Entwicklung neuer Produkte und neuen Marketingstrategien Impulse für weiteres Wachstum gesetzt.

III. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht

1. Chancenbericht

Das Nutzen von Marktchancen bietet für Reishunger die Möglichkeit, Wachstum bei gleichzeitig gesunder Ertragslage zu generieren. Hierfür werden vor allem die für das Unternehmen relevanten Trends in der Nahrungsmittelbranche fest im Blick gehalten.

Vor allem der anhaltende und sich verstärkende Wunsch der Verbraucher nach Produkten aus nachhaltiger Herkunft passen ausgezeichnet zu unserem Produktportfolio.

Eine Weiterentwicklung unserer Brands, die Weiterentwicklung von unserem Performance-Marketing und die kontinuierliche Einführung von Betriebsneuheiten im Handelswaren-Sortiment bringen uns in die Lage, neue Marktanteile zu gewinnen. Strategische Chancen bietet darüber hinaus der Ausbau der Marktpräsenz im Ausland.

Die identifizierten Chancen werden im Rahmen der Unternehmensplanung berücksichtigt. Deren Entwicklung wird im Rahmen laufender Evaluierungen überwacht.

2. Risikobericht

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art.

a) Gesamtwirtschaftliche Risiken

Die wirtschaftliche Erholung wird nach den jüngsten Prognosen frühstens ab 2025 einsetzen. 6 Weiter ist die Entwicklung der Energiepreise besonders zu beobachten. Dies wird wahrscheinlich nicht nur einen Einfluss auf die Einkaufspreise der Waren an sich haben, sondern auch auf die Bezugsnebenkosten wie Fracht- und Versandkosten.

6 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/164923/umfrage/prognose-zur-entwicklung-des-bip-in-deutschland/

Mittel- bzw. langfristig könnte eine globale Rezession oder anhaltend hohe Inflation zu einer signifikanten Bedarfsreduktion führen.

Durch unsere bisherigen Krisenerfahrungen haben wir bei Reishunger Gremien ins Leben gerufen, die sich regelmäßig mit den Marktentwicklungen beschäftigen und geeignete Maßnahmen zur Gegensteuerung beschließen.

b) Branchenspezifische Risiken

Erfahrungsgemäß ist die Nahrungsmittelindustrie sehr resistent gegenüber konjunkturellen Schwankungen. Daher stufen wir das branchenspezifische Risiko als eher gering ein. Um dem erheblichen Wettbewerbsdruck am Markt und den gestiegenen Kundenanforderungen gerecht zu werden, verfolgen wir konsequent den Vertrieb über mehrere Kanäle und verteilen damit potenzielle Absatzrisiken.

c) Unternehmensrisiken

Mittelfristig wird ein weiterer Preisanstieg bei einem Großteil der Rohstoffe erwartet. Dem Risiko aus einem potenziellen Anstieg von Rohstoffpreisen wird durch langfristige Einkaufskontrakte, Neuverhandlungen mit Lieferanten und der Aufstockung der Vorräte begegnet. Weiter kann eine regionale Umorientierung helfen, um potenzielle alternative Lieferanten zu finden.

Das Forderungsausfallrisiko ist aufgrund unseres Geschäftsmodells eher gering, da die Zahlungsprovider bzw. Marktplätze das Geld einziehen und die Bonität des Kunden überprüfen, bevor wir unsere Leistung erbringen. Weiter besteht durch die Vielzahl der Endkunden eine breite Risikostreuung. Risiken aus B2B-Forderungen begegnen wir mit einem konsequentem Forderungsmanagement, in der Endstufe Abgabe an ein Inkassounternehmen.

Durch das Vorhalten ausreichend liquider Mittel und von Banken eingeräumter Kreditlinien sichern wir uns gegen kurzfristige Zahlungsstromschwankungen ab.

Risiken aus Währungskursschwankungen bestehen in einem gewissen Maße auf der Beschaffungsseite, da Lieferanten teilweise in USD bezahlt werden. Diese werden durch die Expansion auf Absatzmärkte in anderen Währungen zunehmend reduziert. Auf den Einsatz von Finanzinstrumenten zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken wurde im Geschäftsjahr wie im Vorjahr verzichtet.

Bestandsgefährdende Risiken sind nicht erkennbar.

3. Prognosebericht

Laut der Prognose des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, auch Wirtschaftsweise genannt, wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2024 lediglich um 0,2 % im Vergleich zum Vorjahr wachsen. Damit befände sich Deutschland in einer Stagnation. 7 Laut Handelsverband Deutschland (HDE) dürften die Einzelhandelsumsätze 2024 ca. 3,5 % über den Vorjahreswerten liegen. 8 Ebenfalls geht der HDE von höheren Umsätzen im E-Commerce aus, die um 3,0 % über dem Vorjahr liegen werden. 9

7 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/73769/umfrage/prognosen-zur-entwicklung-des-deutschen-bip/#:~:text=Laut%20der%20Prognose%20des%20Sachverst%C3%A4ndigenrates,sich%20Deutschland%20in%20einer%20Stagnation.

8 https://einzelhandel.de/presse/aktuellemeldungen/14387-hde-umsatzprognose-fuer-2024-umsaetze-im-einzelhandel-steigen-um-3-5-prozent

9 https://einzelhandel.de/presse/zahlenfaktengrafiken/1022-konjunktur/11936-umsatz-im-online-handel#:~:text=F%C3%BCr%20das%20Jahr%202024%20rechnet,von%2086%2C7%20Milliarden%20Euro.

Damit scheint das Geschäftsjahr 2024 weiterhin von herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geprägt, auch wenn eine positive Tendenz mittelfristig zu erkennen ist. Unser Fokus wird auf der weiteren Gewinnung von Neukunden, einer kontinuierlichen Entwicklung der Bestandskundenbasis sowie der Weiterentwicklung unserer Produkte liegen. Zudem beabsichtigen wir, mit weiteren Marken neben Reishunger unser Produktportfolio und somit unsere Marktposition zu stärken.

In der Summe gehen wir davon aus, dass die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2024 auf dem Niveau von 2023 liegen werden. Da wir leicht sinkende Aufwendungen für Eingangsfrachten erwarten, sollte das Rohergebnis leicht steigen. Höhere Overheadkosten dürften allerdings dazu führen, dass ein EBITDA nur in etwa auf dem Niveau von 2023 erwartet werden kann.

 

Bremen, den 13. September 2024

gez. Torben Buttjer

gez. Sohrab Mohammad

gez. Stephan Jäckle

gez. Thomas Pfitzner

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich nach Maßgabe der gesetzlichen Vertreter um eine für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss wurde der folgende, hier gemäß § 328 Abs. 1 Satz 3 HGB im Wortlaut wiedergegebene, Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Reishunger GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Reishunger GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Reishunger GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bremen, den 13. September 2024

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