falagotti GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Photovoltaikmodulen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Bernhard Franz Jakob -genannt Bernd- Dr. Bierbrauer seit 15.6.2023 | Prokura |
André Lagodny seit 19.5.2023 | Geschäftsführer |
Alexander Maier seit 12.8.2019 | Geschäftsführer |
Stefan Nikolaus Bierbrauer seit 12.8.2019 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 25.00% | |
| 25.00% |
| Name | Anteil |
|---|---|
inizio in Gründung | 25.00% |
| 25.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Kiefer GmbHBiedenkopfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31.12.2023Kiefer GmbH Stanztechnik, BiedenkopfAKTIVA
PASSIVA
Handelsrecht Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023Kiefer GmbH
Handelsrecht Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB. Die Bilanz zum 31. Dezember 2023 und die Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wurden nach den Gliederungsschemata für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren. Für die Aufstellung des Anhangs nimmt die Gesellschaft die größenabhängigen Erleichterungen des HGB in Anspruch. 2. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft
3. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden planmäßig unter Annahme einer Nutzungsdauer von 3 Jahren linear abgeschrieben. Der entgeltlich erworbene Firmenwert wurde aktiviert und gem. § 253 Abs. 3 S. 3 und 4 HGB über eine Laufzeit von 10 Jahren linear abgeschrieben. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen bemessen sich unter Zugrundelegung einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 2 bis 15 Jahren für das bewegliche Sachanlagevermögen und von 19 bis 33 Jahren für das abnutzbare unbewegliche Sachanlagevermögen nach der linearen Methode. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 netto werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Zur Berücksichtigung von Bestandsrisiken, die sich aus langer Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind entsprechende Abschläge berücksichtigt. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgte zu Herstellungskosten, wobei neben Einzel- auch anteilige Gemeinkosten und Abschreibungen für das der Fertigung dienende Sachanlagevermögen einbezogen werden. Der Ansatz der geleisteten Anzahlungen erfolgte mit dem Nennbetrag. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel werden mit dem Nennwert bzw. dem am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wurde durch Bildung von angemessenen Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Rechnungsabgrenzungsposten führen zu einer periodengerechten Erfassung der Aufwendungen. Für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten wurden Rückstellungen in dem Umfang gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung und unter Berücksichtigung der kaufmännischen Vorsicht notwendig ist. Die Bewertung erfolgte zum notwendigen Erfüllungsbetrag. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind zum 31. Dezember 2023 mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden von der Deutsche Bundesbank nach Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung veröffentlichten Sieben-Jahres- Durchschnittszins abgezinst worden. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. 4. Angaben zur Bilanz Aus Gründen der Bilanzklarheit wurden die Genossenschaftsanteile unter den Finanzanlagen gesondert ausgewiesen. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen (Anlage 1 zum Anhang). Die Darstellung erfolgt gemäß § 284 Abs. 3 HGB nach der sog. Bruttomethode. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 1 aus Lieferungen und Leistungen. TEUR 5.380 der Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen gegen die alleinige Gesellschafterin. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten noch nicht verrechenbare Vorsteuern in Höhe von TEUR 2, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen. Die sonstigen Rückstellungen enthalten Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen (TEUR 1.075) sowie Rückstellungen für Garantieverpflichtungen (TEUR 164), für Personalkosten (Resturlaub und Zeitguthaben) in Höhe von TEUR 114 und für Rechts- und Beratungsleistungen (TEUR 58). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von EUR 2,9 Mio. durch Grundschulden und im übersteigenden Betrag mit Sicherungsübereignungen von Anlage- und Vorratsvermögen sowie durch eine Globalzession der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 45 aus Lieferungen und Leistungen und bestehen in dieser Höhe gleichzeitig gegenüber der alleinigen Gesellschafterin. Die für die einzelnen Verbindlichkeiten bestehenden Restlaufzeiten ergeben sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel (Anlage 2 zum Anhang). Es bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Waren. 5. Sonstige Angaben Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Dienstleistungsverträgen und haben folgende Fälligkeiten:
Es bestehen keine besonderen Chancen und Risiken aus diesen Verträgen. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2023 unter Einbeziehung des bestehenden Gewinnvortrags auf neue Rechnung vorzutragen. Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt:
Geschäftsführung Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2023 Herr Dr. Bernhard Bierbrauer, Weiskirchen, Diplom-Ingenieur (bis 9. Mai 2023), Herr Alexander Maier, Rösrath, Diplom-Kaufmann, und Herr André Lagodny, Biedenkopf, Industrie-Meister (ab 9. Mai 2023). Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wurde unter Inanspruchnahme von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Biedenkopf, den 29. November 2024 Alexander Maier André Lagodny Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell Die Kiefer GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB mit Sitz in Biedenkopf. Der Gegenstand des Unternehmens der metallverarbeitenden Industrie ist die Fertigung, der Vertrieb sowie der Handel von Stanz- und Biegeteilen, Schweißkonstruktionen und Montageeinheiten für Hersteller aus den Branchen Automotive, Bau, Heizung & Sanitär, Möbel sowie Solar bzw. Photovoltaik. 2. Wirtschaftsbericht a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Wirtschaftswachstum der EU-Mitgliedsstaaten und des Euroraums in 2023 beträgt gemäß der Frühjahrs-Prognose 1 der EU-Kommission 0,4 %. Die Inflation im Euroraum beträgt im Kalenderjahr 2023 5,4 %. Das Wirtschaftswachstum in Deutschland beträgt im Jahr 2023 -0,3 % 2. Regionaler Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Kiefer GmbH ist insbesondere der deutsche Markt. Dabei spielt die Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes ("BIP") als ein wesentlicher Indikator für das allgemeine Wirtschaftswachstum eine wichtige Rolle für die Beurteilung der Geschäftsentwicklung. Die Umsatzerlöse der deutschen Metallindustrie liegen in 2023 bei EUR 125,68 Mrd. und damit um EUR 17,31 Mrd. (-12,11 %) niedriger als im Vorjahr. 3 Der Sektor Ne-Metallindustrie (Nichteisenmetallindustrie), in dem das Unternehmen tätig ist, wies mit EUR 51,57 Mrd. den größten Anteil an den Umsatzerlösen der Branche aus. Hierzu zählt u. a. der Bereich Photovoltaik, in dem das Unternehmen durch die Herstellung von PV- Montagesystemen stark tätig ist.
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https://economy-finance.ec.europa.eu/publications/european-economic-forecast-spring-2024_en
b) Geschäftsverlauf der Kiefer GmbH Das Jahr 2023 war maßgeblich von zwei Phasen geprägt: Im ersten Halbjahr 2023 verzeichnete Kiefer eine außergewöhnlich hohe Nachfrage nach Photovoltaiksystemen und Wärmepumpen. Diese Nachfrage führte zu einer hohen Auslastung der Produktionskapazitäten und trug wesentlich zur positiven Geschäftsentwicklung bei. Der Umsatz erreichte in diesen sechs Monaten neue Höchststände, was auf das starke Interesse von Endkunden und gewerblichen Abnehmern an nachhaltigen Energielösungen zurückzuführen ist. Im zweiten Halbjahr 2023 zeigte sich jedoch eine deutliche Abschwächung der Nachfrage in beiden Geschäftsbereichen Photovoltaik und Heizung/Sanitär. Dies war insbesondere auf die bei allen Kunden aufgebauten hohen Lagerbestände zurückzuführen, die den Bedarf an Nachbestellungen erheblich reduzierten. Infolgedessen sanken die Umsätze in der zweiten Jahreshälfte signifikant. In den beiden Geschäftsbereichen Automotive und Baubeschläge lag die Nachfrage in etwa auf Vorjahresniveau. Trotz dieser Entwicklung konnte das Geschäftsjahr 2023 insgesamt zufriedenstellend abgeschlossen werden. Die Ertragslage des Unternehmens war im Geschäftsjahr 2023 insgesamt positiv, trotz der beschriebenen Umsatzrückgänge im zweiten Halbjahr. Der Gesamtjahresumsatz lag aufgrund des starken ersten Halbjahres leicht unter dem Niveau des Vorjahres, da die Ertragskraft in den letzten Monaten des Jahres nachließ. c) Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 1. Vermögenslage
Das immaterielle Anlagevermögen vermindert sich um die Abschreibungen des Geschäfts-/Firmenwerts in Höhe von TEUR 120 sowie um die Abschreibungen von EDV- Software bzw. Lizenzen in Höhe von TEUR 11. Die Investitionen für EDV-Software bzw. Lizenzen betrugen im Geschäftsjahr TEUR 5. Das Sachanlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 784 erhöht. Es wurden Investitionen im Bereich Grundstücke und Bauten in Höhe von TEUR 288, im Bereich Maschinen in Höhe von TEUR 764, im Bereich Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von TEUR 191 sowie Anlagen im Bau in Höhe von TEUR 3 getätigt. Den Investitionen standen Abschreibungen für das Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 462 gegenüber. Innerhalb der kurzfristigen Vermögensgegenstände erhöhten sich die Vorräte um TEUR 1.293 auf TEUR 5.120. Der Anstieg begründet sich in der erforderlichen höheren Flexibilität der Produktion und besseren Lieferfähigkeit. Die Forderungen stiegen um TEUR 503 auf TEUR 5.583. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die sich aus den Forderungen aus dem gruppeninternen Cash Management ergeben und zum Bilanzstichtag TEUR 5.380 betragen. Die Rückstellungen erhöhten sich um TEUR 469 auf TEUR 1.615 und beinhalten mit TEUR 1.075 Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Die Erhöhung der Kreditverbindlichkeiten beruht im Wesentlichen auf der Neuanschaffung von Maschinen sowie der Erhöhung der Bestände. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zum Bilanzstichtag sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 472 auf TEUR 334 gesunken. Der Rückgang ist auf die Reduzierung der Beschaffung zum Ende des Geschäftsjahres hin zurückzuführen. 2. Finanzlage Die Entwicklung der Finanzlage stellt sich anhand der indirekten Cashflow-Rechnung wie folgt dar:
Der Finanzmittelfond per 31.12.2023 stellt sich wie folgt dar:
Im Geschäftsjahr wurde der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit durch die Erhöhung des Vorratsvermögens, der Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Verminderung der Lieferantenverbindlichkeiten belastet. Dem gegenüber stand jedoch der Aufbau der Rückstellungen. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrifft im Wesentlichen Auszahlungen für Investitionen in Geschäfts- und Fabrikbauten sowie in technische Anlagen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit wurde durch die Ausschüttung an die Gesellschafterin sowie durch die Rückzahlung von Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belastet. Eine Entlastung erfolgt durch die Aufnahme von Darlehen von Kreditinstituten. Die Gesellschaft ist primär über Darlehen von Kreditinstituten finanziert, zudem über Gesellschafterdarlehen. Die Liquidität der Gesellschaft ist durch die Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen an die Banken sowie durch langfristige Gewährung der Gesellschafterdarlehen gesichert. Über die Gesellschafterin ist die Gesellschaft ferner in die Finanzierung der proFIDUS-Gruppe eingebunden. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich aufgrund eines leicht geringeren Jahresüberschusses sowie der Ausschüttung an die Gesellschafterin moderat von 20,18 % auf 20,20 %. Der Deckungsgrad I (Eigenkapital/Anlagevermögen) erhöhte sich von 57,65 % auf 59,93 %. Für das Geschäftsjahr 2024 sind keine weiteren Investitionen geplant. 3. Ertragslage Die Ertragslage der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar:
Die Materialaufwandsquote (bezogen auf die Gesamtleistung) ist im Vergleich zum Vorjahr um 6,63 %-Punkte auf 67,41 % gesunken. Der Rückgang resultiert aus den gesunkenen Einkaufspreisen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe. Der Personalaufwand stieg durch die weitere Neueinstellung von Mitarbeitern sowie aufgrund von Lohnerhöhungen. Im Durchschnitt war im Geschäftsjahr 2023 der Mitarbeiterstand um 10 gestiegen (+ 12 gewerbliche Mitarbeiter). Aufgrund der getätigten Investitionen haben sich die Abschreibungen ebenfalls erhöht. Diese betragen im Geschäftsjahr TEUR 594. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 983 auf TEUR 3.633 beruht im Wesentlichen auf den gestiegenen gruppeninternen Managementleistungen, die zur Begleitung der schwierigen Marktlage im zweiten Halbjahr erforderlich waren. Der Anstieg der Zinserträge ist bedingt durch die Erhöhung der zinstragenden Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Der Anstieg der Zinsaufwendungen ist bedingt durch den Anstieg der Kreditverbindlichkeiten. Insgesamt weist die Gesellschaft einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.505 (Vorjahr: TEUR 1.711) aus. Das Geschäftsjahr 2023 war das erwartet anspruchsvolle Jahr. Der Umsatz sank im Geschäftsjahr 2023 entgegen der Erwartung. Da sich im Vergleich zur Prognose die Preise für Rohstoffe und Energie positiv entwickelten und der Materialaufwand deutlich gesenkt werden konnte, stieg der Rohertrag stärker als erwartet. Das Jahresergebnis sank entgegen der Erwartung spürbar. Dies ist insbesondere auf den deutlichen Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen zurückzuführen. Zu den erwarteten verstärkten Verzögerungen in den Lieferketten ist es nicht gekommen. Dafür hat sich der Anstieg im Photovoltaik-Bereich nicht wie antizipiert eingestellt. Gründe dafür könnten die nicht erfolgten Steuer- und Investitionsanreize durch die Politik gewesen sein. d) Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren und Zusammenfassung der Lage der Gesellschaft Die Umsatzerlöse, das Rohergebnis sowie das Ergebnis nach Steuern sind die entscheidenden finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft. Das Rohergebnis konnte stark verbessert werden und stieg im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr um TEUR 1.774 (19,80 %) auf TEUR 10.734. Der Anstieg ist im Wesentlichen bedingt durch die starke Verbesserung der Materialeinsatzquote. Der Jahresüberschuss ist mit TEUR 1.505 um TEUR 206 (12,04 %) niedriger als im vorherigen Geschäftsjahr. Der Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2023 war zufriedenstellend. Die entscheidenden nicht-finanziellen Leistungsindikatoren für das Management der Gesellschaft sind die Arbeitnehmer, Produktionsqualität, Liefertreue, Umweltverträglichkeit sowie die Anzahl der Gewährleistungsfälle. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht a) Risikobericht 1. Risikomanagementsystem Die Gesellschaft ist in das einheitliche Risikomanagementsystem der proFIDUS-Gruppe eingebunden. Das Risikomanagementsystem hat die Aufgabe Risiken rechtzeitig zu erkennen und angemessen zu kommunizieren. Als integriertes laufendes Führungs- und Steuerungswerkzeug schafft es die Entscheidungsgrundlagen dafür, auftretende Risiken bewusst zu akzeptieren oder durch das Ergreifen von Gegenmaßnahmen abzuwenden bzw. ihre möglichen Auswirkungen zu minimieren. 2. Wesentliche Risiken Bei der Beurteilung der Einzelrisiken wird ein Einschätzungsraum von mindestens einem Jahr zugrunde gelegt. Die Risiken werden gemäß ihren geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeiten und Auswirkungen als "hoch", "mittel" oder "gering" eingestuft. Die Kiefer GmbH ist in ihren Betätigungsfeldern unternehmerischen Chancen und Risiken ausgesetzt. Als identifizierte Risiken sieht die Gesellschaft
Die Gesellschaft begegnet eventuellen Absatzrisiken mit einem diversifizierten Produktportfolio, verschiedenen Abnehmerbranchen und regional unterschiedlichen Absatzmärkten. Durch kontinuierliche Marktbeobachtung wird sichergestellt, dass die Absatzstrategie z.B. unter Berücksichtigung von veränderten Kundenanforderungen oder Wettbewerbsverhalten aktualisiert wird. Durch ein regelmäßiges Reporting wird das Management fortlaufend über den Entwicklungsfortschritt informiert. Nach dem Bilanzstichtag kam es zur Kündigung des Liefervertrages seitens eines größeren Kunden. Die finanziellen Auswirkungen hieraus konnten bis dato nicht abschließend beurteilt werden. (Mittleres Risiko). Die Liquiditätssicherung ist fester Bestandteil der laufenden Liquiditätssteuerung. Hierbei wird über eine mehrjährige Planung der Finanzbedarf überwacht und gesteuert. (Geringes Risiko). Durch umfassende Richtlinien und Verfahrensanweisungen zu Projekt- und Qualitätsmanagement, zu Produkt- und Arbeitssicherheit sowie zum Umweltschutz werden Produktionsprozessrisiken minimiert. (Mittleres Risiko). Die Gesellschaft ist durch die zeitliche Differenz zwischen der Angebotskalkulation und dem Einkauf von Vorprodukten und Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen Einkaufspreisrisiken ausgesetzt. Dieses Risiko besteht insbesondere hinsichtlich der Entwicklung der Metallpreise. Dem Preisrisiko begegnet die Gesellschaft durch ein kontinuierliches Projektcontrolling, eine Überwachung der Angebotskalkulation, eine Überwachung der Preisentwicklung und Vertragsgestaltung bei Einkauf- und Absatzgeschäften. (Mittleres Risiko). Durch den Bezug von fremdgefertigten Vorprodukten ist die Gesellschaft Beschaffungsrisiken ausgesetzt. Betriebsunterbrechungen bei Lieferanten bzw. der Ausfall von Lieferanten kann sich in Einzelfällen negativ auf den Fertigungsprozess der Gesellschaft auswirken. Dem Beschaffungsrisiko begegnet die Gesellschaft durch eine fortlaufende Analyse des Beschaffungsvolumens und der Beschaffungsmärkte. (Mittleres Risiko). Die Gesellschaft finanziert sich im Wesentlichen über zinsfreie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Krediten von Banken sowie über zinstragende Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Ein Anstieg des Zinssatzes würde die Ertragslage der Gesellschaft in einem überschaubaren Maß belasten. Diesem Risiko begegnet die Gesellschaft durch eine genaue Beobachtung der Marktzinssätze. Zurzeit setzt die Kiefer GmbH keine Finanzinstrumente zur Absicherung von Zinsrisiken ein. Als Ergebnis der Auswertung unserer internen Risikobetrachtungen sind keine konkreten Risiken erkennbar, die über das latent vorhandene unternehmerische Risiko und das branchenübliche Risiko in der Metallindustrie hinausgehen. b) Chancenbericht Die Erfassung und Kommunikation von Chancen ist integraler Bestandteil des Steuerungs- und Controllingsystems der Gesellschaft. Neben den Risiken besteht für die Kiefer eine Reihe von Chancen, die in der Weltmarkterholung mit positiven Impulsen für den deutschen und damit Hauptmarkt der Kiefer liegen. Ferner ist durch die Neuwahlen im nächsten Jahr und eine geänderte Wirtschaftspolitik die Chance auf ein verbessertes Geschäfts- und Konsumklima mit einer daraus resultierenden höheren Kundennachfrage gegeben. Dies könnte insbesondere in den Geschäftsbereichen Photovoltaik, die stark von Investitionsbereitschaft geprägt ist, sowie Heizung/Sanitär zum Tragen kommen. Durch die Marktpositionierung und Produktionskapazitäten sieht sich die Gesellschaft gut für Wachstumschancen gerüstet, insbesondere im Geschäftsbereich Photovoltaik. c) Prognosebericht 1. Allgemeine wirtschaftliche Rahmenbedingungen Nachdem die Wirtschaft im Euroraum sowie in der Europäischen Union (EU) in 2023 um 0,4 % gemäß der europäischen Kommission gewachsen ist, prognostizierte die Kommission in ihrer Herbst-Prognose 2024 4 ein Wirtschaftswachstum für den Euroraum von 0,8 % und die EU von 0,9 % für das Kalenderjahr 2024 und 1,3 % bzw. 1,5 % für das Kalenderjahr 2025. Für Deutschland rechnet die Kommission mit einem Wirtschaftswachstum von -0,1 % in 2024 und 0,7 % in 2025. Die Inflation im Euroraum soll in 2024 um 2,4 % und voraussichtlich in 2025 um 2,1 % steigen. 2. Prognose für 2024 und 2025 Für das Geschäftsjahr 2024 ist ein sehr starker Rückgang des Umsatzes zu erwarten, der zu einem reduzierten Rohertrag führt. Der Rückgang des Rohertrags soll durch weitere Effizienzsteigerungs- sowie Kostensenkungsmaßnahmen abgefedert werden. Mit dem Ziel noch ein positives Jahresergebnis zu erreichen, sind bereits Maßnahmen beschlossen worden, die die Kostensituation entlasten. Von Beginn an hatte eine schwache Kundennachfrage, im Wesentlichen basierend auf weiterhin hohen Lagerbeständen, den Geschäftsverlauf stark eingetrübt und somit den Trend aus dem zweiten Halbjahr 2023 fortgesetzt. Das Unternehmen setzt verstärkt auf die Entwicklung und Einführung neuer Produkte, um die Marktstellung weiter zu stabilisieren und auf die veränderten Marktbedingungen zu reagieren. Nach einem sehr herausfordernden Jahr 2024 erwarten wir für das Jahr 2025 eine generelle Markterholung und eine Umsatzsteigerung. Durch die Anpassung der Kostensituation in den Vorjahren gehen wir von einem höheren Rohertrag im Vergleich zu 2024 aus. Ebenso erwarten wir einen leichten Anstieg des positiven Jahresergebnisses im Vergleich zu 2024. Wir sehen ein starkes Wachstum im Geschäftsbereich Photovoltaik mit den eingeführten Produktkategorien Montagesysteme Freilandanlagen und PV- Zäunen und eine Belebung der Nachfrage bei Wärmepumpen im Bereich Heizung/Sanitär. Der im Abschnitt Absatzrisiken erläuterte Sachverhalt ist in der Planung für 2025 aufgrund der unklaren aktuellen Lage nicht reflektiert.
Biedenkopf, den 29. November 2024 Alexander Maier André Lagodny BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Kiefer GmbH, Biedenkopf Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Kiefer GmbH, Biedenkopf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kiefer GmbH, Biedenkopf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Dillenburg, den 29. November 2024 WESTTREU
GmbH
Schlappig-Klockhaus, Wirtschaftsprüferin Selzer, Wirtschaftsprüfer Eine Verwendung oder Weitergabe des obigen Bestätigungsvermerks bedarf, außer in den gesetzlich vorgesehenen Fällen, unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird insbesondere verwiesen. |
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