Stammdaten

Register
Amtsgericht Bonn HRB 5675
Vorher
Stiftung für wirtschaftliche Entwicklung und berufliche Qualifizierung gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter HaftungSEQUA gGmbH
Eingetragen
18.11.1991
Branche
Postsekundärer, nicht tertiärer Unterricht in Schulen des SozialwesensAllgemeine und politische ErwachsenenbildungEinrichtungen des tertiären Bildungsbereichs a. n. g.
Gegenstand
Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts Steuerbegünstigte Zwecke der Abgabenordnung. Die Gesellschaft verfolgt in enger Zusammenarbeit mit ihren Gesellschaftern, mit den diese tragenden Kammern, Verbänden, Organisationen, Institutionen oder Unternehmen sowie den von ihnen getragenen Einrichtungen zwei gemeinnützige Zwecke im Sinne der Abgabenordnung: a) Förderung der Entwicklungszusammenarbeit: Die Gesellschaft will Entwicklungsländer unter anderem beim Aufbau einer leistungsfähigen Wirtschaft, insbesondere durch die Gründung und Stärkung von kleinen und mittleren Unternehmen und Selbstverwaltungseinrichtungen sowie die Schaffung der hierfür erforderlichen rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, unterstützen. Zu diesem Zweck besteht der Gegenstand der Gesellschaft insbesondere in der Gestaltung, Planung und Durchführung von Bildungs- und Beratungsmaßnahmen für Beschäftigte und Führungspersonal, in Maßnahmen des Technologietransfers, der Handelsförderung und des Auf- und Ausbaus von Finanzierungssystemen sowie in der Unterstützung von Partnerschaften zwischen deutschen und ausländischen Kammern, Verbänden und anderen Selbstverwaltungseinrichtungen der Wirtschaft. b) Förderung der Erziehung, Volks- und Berufsbildung einschließlich der Studentenhilfe: Sie will im In- und Ausland unter anderem dazu beitragen, Beschäftigte und Führungspersonal aus Unternehmen sowie aus Selbstverwaltungseinrichtungen der Wirtschaft, aus Politik, Verwaltung und Wissenschaft für die Einführung oder den Ausbau marktwirtschaftlicher Ordnungssysteme zu qualifizieren. Zu diesem Zweck besteht der Gegenstand der Gesellschaft insbesondere in der Gestaltung, Planung und Durchführung von Bildungs- und Beratungsmaßnahmen sowie von Austausch-, Mobilitäts- und anderen auf Partnerschaft mit Dritten basierenden Programmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Philipp Rasquin
seit 25.8.2025
Prokura
René Dr. Vossen
seit 6.8.2025
Geschäftsführer
Ralf Dr. Meier
seit 2.12.2010
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (5)

NameAnteil
Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
49.02%
Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK)
16.99%
16.99%
8.50%
8.50%

Gesellschafter
Beta

4 von 5 Anteilseignern sichtbar

Name
Ort
Anteil
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Germany
49.02%
Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK)
Germany
16.99%
Zentralverband des Deutschen Handwerks
Germany
16.99%
Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände
Germany
8.50%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

sequa gGmbH

Bonn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

sequa gGmbH, Bonn

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
1. Umsatzerlöse 60.235.220,04 71.093.344,35
2. sonstige betriebliche Erträge 114.779,59 265.631,42
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 50.543.449,25 60.966.901,06
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.572.005,21 6.681.824,80
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.204.276,94 1.129.456,14
7.776.282,15 7.811.280,94
- davon für Altersversorgung Euro 85.503,40 (Euro 90.744,25)
5. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 79.912,36 86.105,21
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.725.344,23 1.614.274,94
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 57.089,89 43.156,19
- davon Zinserträge aus der Abzinsung von Rückstellungen Euro 40.451,23 (Euro 20.904,77)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 6.470,57 958,61
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.630,00 28.295,55
10. Ergebnis nach Steuern 271.000,96 894.315,65
11. Zuführung/Auflösung Sonderposten für noch nicht verwendete bzw. verbrauchte Mittel 271.000,96 894.315,65
12. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Bilanz zum 31. Dezember 2023

sequa gGmbH, Bonn

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.231,08 206,31
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 108.499,48 182.232,92
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. geleistete Anzahlungen 11.567.305,36 13.514.172,17
2. erhaltene Anzahlungen 11.567.305,36- 0,00 13.514.172,17-
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.016.144,18 3.431.461,78
2. sonstige Vermögensgegenstände 67.651,21 1.083.795,39 49.107,97
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr Euro 2.000,00 (Euro 2.000,00)
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 24.459.467,59 17.012.762,11
C. Rechnungsabgrenzungsposten 16.448,35 13.978,17
25.676.441,89 20.689.749,26

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 306.000,00 306.000,00
II. Kapitalrücklage 623.195,34 623.195,34
III. Gewinnrücklagen
Freie Rücklage 4.043.684,76 4.043.684,76
IV. Jahresüberschuss 0,00 0,00
B. Sonderposten für noch nicht verwendete bzw. verbrauchte Mittel 1.165.316,61 894.315,65
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 716,34 28.295,55
2. sonstige Rückstellungen 3.837.141,89 3.837.858,23 4.312.867,52
D. Verbindlichkeiten
1. erhaltene Anzahlungen 11.784.729,24 8.412.964,75
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.575.807,31 1.506.097,78
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 2.575.807,31 (Euro 1.506.097,78)
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.317.607,40 15.678.143,95 530.880,91
- davon aus Steuern Euro 413.137,80 (Euro 333.705,53)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit Euro 1.748,75 (Euro 12.350,09)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 1.317.607,40 (Euro 530.880,91)
E. Rechnungsabgrenzungsposten 22.243,00 31.447,00
25.676.441,89 20.689.749,26

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

A. Allgemeine Angaben

Die sequa gGmbH hat ihren Sitz in Bonn und ist beim Amtsgericht Bonn in das Handelsregister (HRB 5675) eingetragen.

Die sequa gGmbH, Bonn, weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Zwar werden in der Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 60.235 (Vorjahr: TEUR 71.093) ausgewiesen, allerdings handelt es sich dabei nur in Höhe von TEUR 8.856 (Vorjahr: TEUR 10.225 1 ) um Umsatzerlöse im Sinne von § 277 Abs. 1 HGB. Demnach sind als Umsatzerlöse die Erlöse aus dem Verkauf und der Vermietung oder Verpachtung von Produkten sowie aus der Erbringung von Dienstleistungen auszuweisen. Bei den als Umsatzerlöse ausgewiesenen Einnahmen handelt es sich überwiegend um an die Projektpartner weiterzuleitende Projektmittel und damit nicht um Umsatzerlöse im handelsrechtlichen Sinne. Aus Gründen der Stetigkeit wird auf eine entsprechende Ausweisänderung in der Gewinn- und Verlustrechnung verzichtet.

Der Jahresabschluss für 2023 wurde freiwillig nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Die Gliederung der Bilanz erfolgte in Anwendung der Vorschriften des § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde entsprechend § 275 Abs. 2 HGB in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung blieben im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

B. Angaben zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

(gemäß § 284 Abs. 2 Nr. 1 HGB)

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 (ohne USt) wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang berücksichtigt.

1 Die Vorjahresangabe wurde von TEUR 8.104 auf TEUR 10.225 angepasst.

Anzahlungen an Projektträger und sonstige Projektpartner wurden mit dem Nennwert angesetzt. Erhaltene Anzahlungen werden gemäß § 268 Abs. 5 HGB von den geleisteten Anzahlungen offen abgesetzt. Der verbleibende Teil wird weiterhin auf der Passivseite der Bilanz als erhaltene Anzahlungen ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nominalwert bewertet.

Rechnungsabgrenzungsposten wurden auf der Aktivseite der Bilanz gebildet für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das gezeichnete Kapital wurde zum Nennwert angesetzt.

Die noch nicht verwendeten bzw. verbrauchten Mittel werden, sofern ihnen kein Eigenkapital bzw. Verbindlichkeiten gegenüberstehen, einem Sonderposten für noch nicht verwendete bzw. verbrauchte Mittel zugeführt, so dass regelmäßig ein ausgeglichenes Jahresergebnis ausgewiesen wird. Gewinnrücklagen werden dementsprechend grundsätzlich nicht mehr dotiert.

Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Für Rückstellungen mit Laufzeiten von > 1 Jahr wurden entsprechende Abzinsungen vorgenommen.

Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsguthaben wurden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag angesetzt.

C. Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 sind im folgenden Anlagenspiegel dargestellt.

Hinsichtlich des Ausweises der historischen Werte (Anschaffungs- und Herstellungskosten, Abschreibungen) im Zusammenhang mit den geringwertigen Wirtschaftsgütern wurde eine Ausweisänderung dahingehend vorgenommen, dass dieser an die Darstellung der internen Anlagenbuchhaltung angepasst wurde. Insofern weichen diese Werte vom Vorjahresabschluss ab.

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugang Abgang 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.694,03 9.818,51 229,50 19.283,04
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 570.208,53 7.720,88 21.853,54 556.075,87
579.902,56 17.539,39 22.083,04 575.358,91
Abschreibungen
01.01.2023 Zugang Abgang 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.487,72 1.792,74 228,50 11.051,96
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 387.975,61 78.119,62 18.518,84 447.576,39
397.463,33 79.912,36 18.747,34 458.628,35
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.231,08 206,31
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 108.499,48 182.232,92
116.730,56 182.439,23

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen aus Abrechnungen gegen Gesellschafter in Höhe von EUR 203.156,95 (Vorjahr: EUR 611.761,21) ausgewiesen.

Eigenkapital

Das Stammkapital ist zum Nennwert ausgewiesen.

Die Gewinnrücklagen wurden nach Maßgabe der Vorschriften der Abgabenordnung für steuerbegünstigte Körperschaften gebildet. Da ab dem Jahr 2022 regelmäßig ein Jahresergebnis von EUR 0,00 ausgewiesen wird, erfolgt grundsätzlich keine weitere Dotierung der Rücklagen mehr.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Abrechnungsrisiken aus geprüften und eingebuchten Projekten (TEUR 2.810), für zurückzuzahlende Finanzierungsbeiträge (TEUR 522), für die Erstellung des Jahresabschlusses und der Projektabrechnungen 2023 (TEUR 198), für noch nicht in Anspruch genommenen Urlaub aus 2023 (TEUR 213), für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen (TEUR 58), für noch nicht an die Mitarbeiter ausgezahlte Leistungsvergütungen (TEUR 32), für Berufsgenossenschaftsbeiträge (TEUR 1) und für Mietnebenkosten 2023 (TEUR 4).

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten für die erhaltenen Anzahlungen sind abhängig von der Inanspruchnahme der Finanzierungsmittel im Rahmen der Durchführung der Projekte nach dem Bilanzstichtag. Eine betragsmäßige Angabe der Restlaufzeiten ist daher nicht möglich. Im Wesentlichen werden die Mittel im Folgejahr verwendet.

Die erhaltenen Anzahlungen in Höhe von EUR 3.230.511,36 (Vorjahr: EUR 3.488.771,20) vom Gesellschafter Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH betreffen ausgezahlte Mittel für durchzuführende Projekte.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus bestehenden Mietverträgen über Büroflächen im 1., 2. sowie im 4. Obergeschoss (OG) in der Alexanderstr. 10, 53111 Bonn, einschließlich Betriebskostenvorauszahlungen und Garagenstellplätzen bestehen nach dem Bilanzstichtag finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 1.456 (Vorjahr: TEUR 1.790).

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält einen Investitionskostenzuschuss vom Vermieter zur Instandsetzung des im Jahr 2021 neu angemieteten 2. Obergeschosses in der Alexanderstr. 10 in Bonn. Dieser stellt in zukünftigen Geschäftsjahren Ertrag dar und wird über die Grundmietdauer des Mietvertrages aufgelöst.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 74 (Vorjahr: TEUR 211) sowie Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 2) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 3) enthalten.

D. Sonstige Angaben

Durchschnittliche Beschäftigtenanzahl im Geschäftsjahr 2023

Mitarbeiter Geschäftsführung 1,0
Mitarbeiter Personal, Recht, IT, Marketing 2,0
Mitarbeiter Finanzen + Administration 14,5
Mitarbeiter Programme + Projekte 49,4
Mitarbeiter IPD 31,4
Studentische Hilfskräfte 13,2
Auszubildende und Praktikanten 3,2
Gesamt 114,7

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Berichtsjahr beträgt TEUR 40. Davon entfallen TEUR 14 auf Abschlussprüferleistungen, TEUR 22 auf sonstige Bestätigungsleistungen und TEUR 4 auf Steuerberatungsleistungen.

Mitglieder des Verwaltungsrats

Im Berichtsjahr gehörten dem Verwaltungsrat folgende Mitglieder an:

BDA Dr. Oliver Perschau, Leiter der Abteilung Volkswirtschaft, Finanzen, Steuern
BDI Matthias Wachter, Leiter der Abteilung Sicherheit und Rohstoffe
GIZ Dr. Sabine Müller, Bereichsleiterin Afrika, GIZ (bis 30.04.2023)
Thorsten Schäfer-Gümbel, Vorstandssprecher, GIZ (stv. Vorsitzender)
Dr. Elke Siehl, Bereichsleiterin Sektor- und Globalvorhaben, GIZ
Dr. Petra Warnecke, Bereichsleiterin Afrika, GIZ (seit 01.05.2023)
DIHK Dr. Jan Glockauer, Hauptgeschäftsführer, IHK Trier
Dr. Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer, DIHK (Vorsitzender)
ZDH Dr. Christof Riess, Hauptgeschäftsführer, Handwerkskammer Frankfurt Rhein/Main
Holger Schwannecke, Generalsekretär, ZDH

Mitglieder des Geschäftsführungsorgans gemäß § 285 Nr. 10 HGB

Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Geschäftsführung der sequa gGmbH, Bonn, durch Herrn Gebhard Weiss, Bonn.

Unterlassen von Angaben

Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer nach § 285 Nr. 9 HGB ist gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterblieben.

Vorgänge nach dem Schluss des Wirtschaftsjahres

Wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

 

Bonn, den 31. März 2024

Gebhard Weiss

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

Vorbemerkungen

Gemäß Gesellschaftsvertrag verfolgt sequa in enger Zusammenarbeit mit den Gesellschaftern, mit den diese tragenden Kammern, Verbänden, Organisationen, Institutionen und den von ihnen getragenen Einrichtungen sowie mit Unternehmen zwei Gesellschaftszwecke: "Förderung der Entwicklungszusammenarbeit" und "Förderung der Volks- und Berufsbildung einschließlich der Studentenhilfe".

Als Auftrag ist im Gesellschaftsvertrag definiert:

Partnerschaften zwischen deutschen und ausländischen Kammern, Verbänden und anderen Selbstverwaltungseinrichtungen der Wirtschaft unterstützen;

Bildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen für Beschäftigte und Führungspersonal aus Unternehmen sowie aus Selbstverwaltungseinrichtungen der Wirtschaft, aus Politik, Verwaltung und Wissenschaft gestalten, planen und durchführen;

Bildungs- und Beratungsmaßnahmen sowie Austausch-, Mobilitäts- und andere auf Partnerschaft mit Dritten basierende Programme gestalten, planen und durchführen;

Maßnahmen der Handelsförderung, des Technologietransfers und des Auf- und Ausbaus von Finanzierungssystemen gestalten, planen und durchführen.

sequa ist eine weltweit tätige Entwicklungsorganisation und führt in enger Kooperation mit der deutschen Wirtschaft seit 1991 Projekte und Programme der internationalen Zusammenarbeit durch. Schwerpunkt der Arbeit ist die Förderung des Privatsektors. Das Unternehmen bietet seinen Kunden Kompetenz und Erfahrung in den Geschäftsfeldern Kammer- und Verbandsförderung, Berufliche Bildung und Handelsförderung. Die folgenden Tätigkeitsbereiche bestimmen die Arbeit der Gesellschaft:

Als Programmverwalter koordiniert, gestaltet und verantwortet die Gesellschaft verschiedene Projekte eines bestimmten Typs innerhalb der vom Kunden gesetzten Vorgaben.

Als Projektmanager führt die Gesellschaft Projekte - allein oder mit Partnern - professionell durch.

Als Berater bietet die Gesellschaft Trainings- und Beratungsleistungen an und setzt hierfür eigene und externe Experten ein.

Die Gesellschaft ist seit ihrer Gründung als gemeinnützig im Sinne der Abgabenordnung anerkannt und ist nicht auf Gewinnerzielung ausgerichtet. Mit Körperschaftsteuerbescheid für 2022 vom 09.01.2024 wurde die Anerkennung zuletzt bestätigt.

Der Berichtszeitraum erstreckt sich vom 01.01.2023 bis zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts.

I. Geschäftsentwicklung und Rahmenbedingungen

1. RAHMENBEDINGUNGEN DER GESELLSCHAFT

Gesellschafter sind die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft (BDA, BDI, DIHK, ZDH) sowie die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH. Dies verschafft der Gesellschaft eine besondere Positionierung und ermöglicht ihr, als Bindeglied zwischen Privatwirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit zu agieren.

Das Engagement der Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft als Gesellschafter verschafft der Gesellschaft Nähe zur Privatwirtschaft und Zugang zu deren Mitgliedernetzwerken. Das Engagement der GIZ als Gesellschafter hat das weltweite Netzwerk der Gesellschaft erweitert und Zugangsmöglichkeiten zu neuen Kunden eröffnet.

Die Gesellschafter haben die Grundsätze der Zusammenarbeit mit sequa, ihre Erwartungen und die Form ihrer Unterstützung an sequa in den "Richtlinien zur Zusammenarbeit von sequa mit ihren Gesellschaftern" formuliert:

Die Zusammenarbeit von sequa mit den Gesellschaftern erfolgt auf der Grundlage gegenseitigen Vertrauens und des gemeinsamen Ziels, Leistungen der Wirtschaft für die Entwicklungszusammenarbeit effizient zu organisieren, umzusetzen und nachhaltige Wirkungen zu erzielen.

In der Projekt- und Programmarbeit sucht sequa Ergänzung und Komplementarität mit allen Gesellschaftern.

sequa ist projektgetrieben und finanziert sich ausschließlich aus Projekten und Programmen von Kunden, die Zuwendungen oder Zuschüsse bewilligen bzw. Aufträge erteilen.

Die Gesellschaft richtet ihre Geschäftspolitik unter Berücksichtigung der folgenden Grundsätze aus:

Die Gesellschaft hat kein politisches Mandat und ist keine Interessenvertretung.

Die Gesellschaft ist dem Public Corporate Governance Kodex verpflichtet und hat sich selbst den sequa Code of Business Conduct auferlegt.

Finanzielle Beiträge der Gesellschafter zum Ausgleich von strukturellen Fehlbeträgen sind grundsätzlich nicht zu erwarten.

Der Status der Gemeinnützigkeit der Gesellschaft ist wichtig und darf nicht gefährdet werden.

Die Gesellschaft will Jahresfehlbeträge vermeiden. Dennoch eintretende Jahresfehlbeträge sind schnellstmöglich auszugleichen.

Auf absehbare Zeit wird die Gesellschaft dem Besserstellungsverbot gem. §§ 23, 44 BHO 1 weiter unterliegen.

Falls in nicht vollfinanzierten Zuwendungsprojekten Anteile bei sequa verbleiben, müssen diese aus eigenen Mitteln von sequa finanziert werden.

Die Gesellschaft will die Inanspruchnahme von Bankbürgschaften vermeiden.

Die Gesellschaft will die Gründung von Auslandsniederlassungen vermeiden.

2. BRANCHENSITUATION

Die Gesellschaft ist in der Entwicklungszusammenarbeit tätig und bietet Dienstleistungen an. Die größten Mittelvolumina in diesem Markt werden von Nationalstaaten und multilateralen Organisationen gestellt.

3. STELLUNG IM NATIONALEN UND INTERNATIONALEN VERGLEICH

Die Kooperation mit der Privatwirtschaft ist in der deutschen und europäischen Entwicklungszusammenarbeit weiterhin politisch erwünscht und verschafft der Gesellschaft eine gute Positionierung am Markt.

Der Gesellschaft ist auch im internationalen Vergleich keine andere Organisation bekannt, die einen ähnlich breiten und organisierten Zugang zu Kammern, Verbänden und deren Bildungseinrichtungen, zu deren Entscheidungsträgern, Know-how und Ressourcen hat. Der Zugang zu diesem Netzwerk ist ein Alleinstellungsmerkmal der Gesellschaft.

Die Gesellschaft will ihre Stellung als anerkanntes Kompetenzzentrum für Kammer- und Verbandsförderungs-Projekte sowie für Berufsbildungs- und Handelsförderungs-Vorhaben weiter ausbauen.

1 BHO Bundeshaushaltsordnung

4. UMSATZENTWICKLUNG

Die Umsätze (inkl. Zuschüsse) sind insgesamt von 71.093 TEUR (2022) auf 60.235 TEUR (2023) gesunken.

5. PERSONAL

Zur Leistungserbringung beschäftigt die Gesellschaft für ihre Aufgaben qualifizierte Führungskräfte und Mitarbeitende.

Die Personalkapazität der Gesellschaft im Jahresdurchschnitt (ohne Praktikanten/Auszubildende) ist mit 87,5 FTE (2023) gegenüber dem Vorjahr (87,3 FTE (2022)) nahezu unverändert geblieben.

Der Personalaufwand ist bei unveränderter Personalkapazität trotz Gehaltssteigerungen wegen der in 2022 gezahlten Inflationsausgleichsprämien von 7.811 TEUR (2022) um 35 TEUR auf 7.776 TEUR (2023) gesunken.

6. QUALITÄTSMANAGEMENT

"Qualität" bedeutet für die Gesellschaft eine hohe Qualität in allen Prozessschritten beginnend mit der Beantragung bzw. Angebotserstellung über die Durchführung bis zur Abrechnung von Programmen und Projekten ("Projektqualität"). Die Qualität der Leistungserbringung der Gesellschaft wird von ihren Kunden beurteilt.

Kompetente Mitarbeitende, ein durchgängiges "Vier-Augen-Prinzip", weitgehend standardisierte, dokumentierte Prozesse in den externen und internen Leistungsbereichen und programm- bzw. projektbezogene Handreichungen, Vertragsmuster und Formulare tragen zur angestrebten hohen Qualität bei Beantragung, Durchführung und Abrechnung der Programme und Projekte bei.

Durch die stetige Weiterentwicklung ihrer PPS 2 -Plattform sowie durch die in 2024 geplante Einführung einer neuen ERP-Software in den Organisationseinheiten Rechnungswesen und Personal will sequa sicherstellen, dass unternehmens- und projektbezogene Daten jederzeit in Echtzeit verfügbar und für unterschiedliche Bedarfe intern und extern abrufbar sind. Die dadurch generierten Informationen wollen Führung und Mitarbeitende von sequa nutzen, um die Qualität und die Geschwindigkeit der Unternehmens-, Projekt- und Programmsteuerung zu erhöhen.

7. INVESTITIONEN

Investitionsschwerpunkte waren im Berichtsjahr Ersatz- und teilweise Neubeschaffungen von Informations- und Kommunikations-Systemen (Hardware und Software) und Büroausstattungen.

Die Investitionen im Berichtsjahr beliefen sich auf 18 TEUR (Vorjahr: 80 TEUR).

8. PRÜFUNGEN DURCH DRITTE

Die Gesellschaft wird regelmäßig von Mittelgebern, Rentenversicherungsträgern, Finanzämtern und anderen Stellen geprüft. Im Berichtszeitraum gab es keine Feststellungen mit signifikanten Auswirkungen.

2 PPS Personal- und Projektdatenbank der SEQUA

II. Vermögens-, Finanzlage und Ertragslage

1. VERMÖGENSLAGE

Die Vermögens- und Kapitalstruktur sowie deren Veränderungen gegenüber dem Vorjahr ergeben sich aus den folgenden Zusammenstellungen der Bilanzzahlen in TEUR für die beiden Abschlussstichtage 31.12.2023 und 31.12.2022:

Vermögensstruktur 31.12.2023 31.12.2022 +/-
TEUR % TEUR % TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 8 0,0 0 0,0 8
Sachanlagen 108 0,4 182 0,9 -74
Langfristig gebundenes Vermögen 116 0,4 182 0,9 -66
Anzahlung an Projektträger und Sonstige 0 0,0 0 0,0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.016 3,9 3.432 16,6 -2.416
Sonstige Vermögensgegenstände 68 0,3 49 0,2 19
Liquide Mittel 24.460 95,3 17.013 82,2 7.447
Rechnungsabgrenzungsposten 16 0,1 14 0,1 2
Mittel- und kurzfristig gebundenes Vermögen 25.560 99,6 20.508 99,1 5.052
25.676 100,0 20.690 100,0 4.986
Kapitalstruktur 31.12.2023 31.12.2022 +/-
TEUR % TEUR % TEUR
Gezeichnetes Kapital 306 1,2 306 1,5 0
Kapitalrücklage 623 2,4 623 3,0 0
Gewinnrücklagen 4.044 15,8 4.044 19,5 0
Eigenkapital 4.973 19,4 4.973 24,0 0
Sonderposten 1.165 4,5 894 4,3 271
Rückstellungen 3.838 15,0 4.341 21,0 -503
Erhaltene Anzahlungen 11.785 45,9 8.413 40,7 3.372
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.576 10,0 1.506 7,3 1.070
Sonstige Verbindlichkeiten 1.317 5,1 531 2,6 786
Rechnungsabgrenzungsposten 22 0,1 32 0,1 -10
Mittel- und kurzfristiges Fremdkapital 20.703 80,6 15.717 76,0 4.986
25.676 100,0 20.690 100,0 4.986

Das Gesamtvermögen bzw. Gesamtkapital hat sich gegenüber dem Vorjahr von 20.690 TEUR um 4.986 TEUR auf 25.676 TEUR erhöht.

Die erhaltenen Anzahlungen werden von den auf der Aktivseite ausgewiesenen geleisteten Anzahlungen saldiert ausgewiesen, so dass der Posten Anzahlungen an Projektträger und Sonstige regelmäßig einen ausgeglichenen Saldo von 0,00 EUR aufweist.

Aufgrund der Dotierung eines Sonderpostens für noch nicht verwendete bzw. verbrauchte Mittel ergibt sich regelmäßig ein ausgeglichenes Jahresergebnis, so dass das Eigenkapital grundsätzlich unverändert in Höhe von 4.973 TEUR ausgewiesen wird. Eine weitere Rücklagendotierung ist dementsprechend grundsätzlich nicht mehr vorgesehen.

Die Eigenkapitalquote beträgt 19,4 % (Vorjahr: 24,0 %). Unter Einbeziehung des eigenkapitalähnlichen Sonderpostens ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 23,9 % (Vorjahr: 28,3 %).

Der Rückgang der Rückstellungen von 4.341 TEUR um 503 TEUR auf 3.838 TEUR betrifft mit 813 TEUR vor allem die BMZ-Rückzahlungsverpflichtungen. Dem steht u. a. ein Anstieg bei den Rückstellungen für projektbezogene Abrechnungsrisiken in Höhe von 309 TEUR gegenüber.

Die erhaltenen Anzahlungen betreffen den nach Saldierung mit den geleisteten Anzahlungen verbleibenden Betrag.

2. FINANZLAGE

Aufgaben und Ziele des Finanzmanagements sind die Sicherstellung jederzeitiger Liquidität.

Die liquiden Mittel des Finanzmittelfonds (=kurzfristig verfügbare flüssige Mittel) haben sich von 17.013 TEUR um 7.447 TEUR auf 24.460 TEUR erhöht.

Die Liquidität war im Jahr 2023 jederzeit sichergestellt.

3. ERTRAGSLAGE (GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG)

Die aus der Gewinn- und Verlustrechnung abgeleitete Gegenüberstellung der Erfolgsrechnungen der beiden Geschäftsjahre 2023 und 2022 zeigt folgendes Bild der Ertragslage und ihrer Veränderungen:

2023 2022 +/-
TEUR % TEUR % TEUR
Umsatzerlöse 60.235 100,0 71.093 100,0 -10.858
Sonstige betriebliche Erträge 115 0,2 265 0,4 -150
Betriebsleistung 60.350 100,2 71.358 100,4 -11.008
Materialaufwand -50.543 -83,9 -60.967 -85,8 10.424
Personalaufwand -7.776 -12,9 -7.811 -11,0 35
Abschreibungen -80 -0,1 -86 -0,1 6
Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.725 -2,9 -1.614 -2,3 -111
Betriebsaufwand -60.124 -99,8 -70.478 -99,1 10.354
Betriebsergebnis 226 0,4 880 1,2 -654
Zinsergebnis 50 0,1 42 0,1 8
Steuern -5 -0,0 -28 -0,0 23
Ergebnis nach Steuern 271 0,5 894 1,3 -623
Zuführung Sonderposten -271 -0,5 -894 -1,3 623
Jahresüberschuss 0 0,0 0 0,0 0

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse haben sich wie folgt entwickelt:

2023 2022 +/-
TEUR TEUR TEUR
Zuschüsse zur Projektfinanzierung 58.535 68.972 -10.437
Erlöse für satzungsgemäße Aufträge 1.640 2.061 -421
Erlöse aus der Vermietung und Verpachtung 60 60 0
Umsatzerlöse 60.235 71.093 -10.858

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten folgende Positionen:

2023 2022 +/-
TEUR TEUR TEUR
Verwaltungskosten 413 411 2
Raumkosten 311 302 9
Übrige Aufwendungen 1.001 901 100
Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.725 1.614 111

Betriebsergebnis

Das Betriebsergebnis hat sich im Vergleich zu 2022 von 880 TEUR um 654 TEUR auf 226 TEUR verringert.

Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Umsatzerlöse um 10.858 TEUR, was insbesondere darauf zurückzuführen ist, dass im Berichtsjahr zwei großvolumige Vorhaben in der Türkei und im Iran aus Budget-Gründen bzw. politischen Gründen nicht fortgesetzt werden konnten.

Insgesamt ergibt sich im Jahr 2023 durch die Bildung eines Sonderpostens für noch nicht verwendete bzw. verbrauchte Mittel ein Jahresüberschuss wie im Vorjahr von 0 TEUR.

III. Risikobericht

1. RISIKOMANAGEMENT

Mit Hilfe des Risikomanagementsystems werden Risiken ständig überwacht.

Die Gesellschaft hat ein rollierendes Bottom-up + Top-Down-Planungssystem von Umsatz, Deckungsbeitrag und Personalaufwand auf Unternehmensebene und von relevanten Größen auf Projektebene, ein monatliches Berichtswesen sowie ein jährliches Risk-Review-System aller Auslandsstandorte, um risikobehaftete Entwicklungen frühzeitig erkennen und ihnen entgegenwirken zu können. Der Verwaltungsrat wird in jeder Sitzung über die Entwicklung von Risiken unterrichtet.

Für neue oder geänderte Problembereiche erlässt die Geschäftsführung, soweit notwendig, unternehmensinterne Regelungen.

Das Unternehmen unterliegt den Vorgaben des Public Corporate Governance Kodex. Der "sequa Code of Business Conduct" ergänzt diese Werte und Grundsätze und definiert bestimmte, unverhandelbare Mindeststandards für das Verhalten jedes Unternehmensvertreters. Verstöße gegen den Code of Conduct können auch an die externe Ombudsstelle Pro Honore e.V. gemeldet werden. Im Berichtszeitraum hat keine der Hinweisgeberstellen einen Verstoß gemeldet.

Der externe Datenschutzbeauftragte ("DSB") der Gesellschaft hat im Berichtszeitraum keine wesentliche Beanstandung gemeldet.

2. GESCHÄFTSRISIKEN

Ein grundsätzliches Geschäftsrisiko liegt in der starken Abhängigkeit von wenigen Kunden. Die Gesellschaft hat deshalb ihre Organisation an ihren Kunden ausgerichtet, betreibt eine intensive Pflege bestehender Kunden und versucht, darüber hinaus neue Kunden bzw. neue Projekte und Programme bei neuen und bestehenden Kunden zu akquirieren.

Projekte ähnlicher Art bzw. Projekte bestimmter Kunden werden durch Client Groups betreut. Diese setzen sich kundenorientiert eigene Ziele und verantworten Akquisition und Leistungserfüllung.

Importförderung ist bei sequa in einer Abteilung organisiert, die das Projekt Import Promotion Desk umsetzt und weitere Projekte in der Client Group Importförderung akquiriert und durchführt.

Besonders große, komplexe oder alleinstehende Projekte sind Sondervorhaben. Für diese werden jeweils Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten im Einzelfall festgelegt.

3. PERSONALRISIKEN

Im Fall von rückläufigen Erträgen besteht das Risiko, dass sich der Personalaufwand nicht genauso schnell reduzieren lässt, wie der Ertragsrückgang möglicherweise stattfindet. Das ist das größte Personalrisiko.

Die durchschnittliche Projektlaufzeit von ca. 3 Jahren verkleinert dieses Risiko und begünstigt verlässliche mittelfristige Planungen. Die Gesellschaft stellt Projektpersonal nur befristet ein und nutzt bei der Neueinstellung von Stammpersonal die Befristungsmöglichkeiten von Arbeitsverträgen im gesetzlich zulässigen Rahmen.

Die Gesellschaft strebt ein möglichst ausgeglichenes Verhältnis von Frauen und Männern in Führungsfunktionen und in der Belegschaft an. Der Anteil von Frauen in der Belegschaft lag in 2023 bei 66 % (Vorjahr: 63 %). Gegenüber dem Vorjahr hat der Anteil von Frauen in der Belegschaft um 3 Prozentpunkte zugenommen.

Um Know-how im Unternehmen zu halten und den über die Zeit gewonnenen Erfahrungszuwachs in qualitativ hochwertige und effiziente Projekte zu überführen, strebt die Gesellschaft an, die Mitarbeitenden langfristig an das Unternehmen zu binden. Ein respektvoller Umgang miteinander, ein flexibles Arbeitszeitsystem, die Möglichkeit des mobilen Arbeitens, ein marktgerechtes und faires Vergütungssystem, attraktive Arbeitsplatzgestaltungen, eine großzügige Unterstützung von Weiterbildungs-, Sport- und Gesundheitsvorsorge-Maßnahmen sowie ein Deutschlandticket-Angebot tragen dazu bei, dass die Gesellschaft als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen wird.

Die Gesellschaft führt regelmäßig Mitarbeiterbefragungen durch.

4. IT-RISIKEN

IT-Risiken sind bei der Gesellschaft vor allem Datenverlustrisiken und Ausfallrisiken von einzelnen Komponenten, Teilsystemen oder des Gesamtsystems.

Die Gesellschaft bedient sich im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) des Know-hows externer Dienstleister, unterhält entsprechende Wartungsverträge und stellt durch regelmäßige Ersatzinvestitionen sicher, dass die eingesetzten Systeme auf einem technologisch zeitgemäßen Stand sind.

Um Kommunikation und Zugang zu Wissen zu vereinfachen, nutzt sequa moderne Kollaborations-Technologien, wie z. B. Microsoft Teams und Zoom und will schrittweise möglichst viele Prozesse digitalisieren.

5. FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN

a. Preisrisiken

Die Gesellschaft finanziert sich überwiegend über Zuwendungen und Zuschüsse, erhält daraus Erstattungen für nachgewiesene Ausgaben und ist deshalb Preisrisiken nur in geringem Umfang ausgesetzt.

b. Währungsrisiken

Im Geschäft mit den Kunden BMZ, anderen Bundesministerien, der Europäischen Kommission und der GIZ ist die Gesellschaft keinen Währungskursrisiken ausgesetzt, weil diese die tatsächlichen Tageswechselkurse gegen Vorlage von Belegen akzeptieren.

Derivate Finanzinstrumente setzt die Gesellschaft nicht ein.

c. Ausfallrisiken

Der Bereich "Finanzen + Administration" ist für die Prüfung (Geschäftsgrundlage, rechnerisch, Plausibilität) sämtlicher Verträge, Belege und Nachweise sowie für Erstellung von Rechnungen bzw. Verwendungsnachweisen und für das Forderungs- und Mahnwesen verantwortlich.

Dieser Bereich berät Mitarbeitende und externe Projektträger in Fragen der finanziellen und vertraglichen Projektplanung und -durchführung. In den Client Groups sind vor allem die Projektcontroller für die Vorbeugung gegen bzw. die Erkennung von Mittelfehlverwendungen verantwortlich.

Der Bereich sorgt für eine stets zeitnahe und korrekte Buchführung, wickelt den Zahlungsverkehr der Gesellschaft ab, überwacht alle Zahlungsströme und ist für das Liquiditätsmanagement unter Beachtung der Beschlüsse des Anlageausschusses verantwortlich.

Die Organisationseinheit "Recht" trägt dazu bei, rechtliche Probleme mit wirtschaftlichen Auswirkungen, z. B. Haftungssituationen des Unternehmens oder seiner Organe schon vor ihrer Entstehung zu vermeiden und unterstützt alle Unternehmensbereiche dabei, wirtschaftliche Ziele in rechtlich zulässiger Weise ohne Streitigkeiten zu erreichen.

Um Ausfallrisiken zu beherrschen, achtet die Gesellschaft auf eine angemessene Bonitätsprüfung jedes potenziellen Projektpartners vor einem Vertragsabschluss, sofern es sich bei dem Projektpartner um ein Unternehmen, also keine Kammer oder keinen Verband handelt, setzt hierfür geschulte Mitarbeitende ein und achtet auf die Aktualität der verwendeten Vertragsmuster sowie einen von kaufmännischer Vorsicht geprägten Zahlungsplan, der die Verausgabungsfristen des Zuwendungsgebers berücksichtigt.

Bei allen Zahlungsflüssen achtet die Gesellschaft darauf, nicht vermeidbare Vorauszahlungen so gering wie möglich zu halten.

Die Gesellschaft schätzt eventuell drohende Risiken sowohl kundengruppenbezogen als auch projektbezogen unter Betrachtung des jeweiligen Einzelfalls ab und bildet Rückstellungen für die Projekt-Abrechnungs- und Sollzinsrisiken, die zu Rückzahlungsverpflichtungen gegenüber Kunden führen könnten. Die Höhe der Rückstellungen waren im Berichtszeitraum stets ausreichend.

d. Liquiditätsrisiken

Im zuwendungsfinanzierten Projektgeschäft mit dem Kunden BMZ bzw. mit anderen Bundesministerien hat die Gesellschaft kein oder ein nur sehr geringes Liquiditätsrisiko. Mittelabrufe der Projektträger müssen nur in seltenen Fällen für mehrere Tage oder wenige Wochen zwischenfinanziert werden. Im Regelfall werden Mittelanforderungen der Projektpartner von der Gesellschaft erst dann bedient, wenn die Mittel vom jeweiligen Mittelgeber bei der Gesellschaft eingegangen sind.

Im Geschäft mit Kunden, die keine Bundesministerien sind, werden Zahlungen, insbesondere Fortschritts- und Schlusszahlungen vom Kunden i. d. R. erst dann geleistet, wenn bestimmte Voraussetzungen (z. B. Vorlage eines WP-Testats, Abschluss der kundenseitigen Verwendungsprüfung) erfüllt sind. Dadurch können zwischen der Verausgabung der Mittel durch die Gesellschaft und der Überweisung des Mittelgebers mehrere Monate liegen.

Im Berichtszeitraum verfügte die Gesellschaft stets über eine ausreichende Liquidität, um die genannten Liquiditätsrisiken zu beherrschen.

e. Versicherungsrisiken

Um Versicherungsrisiken zu minimieren, werden alle Versicherungsverträge der Gesellschaft in einem Verwaltungsportfolio von einem unabhängigen Versicherungsmakler betreut und jährlich überprüft.

Die Organisationseinheit "Recht" ist für die Formulierung von internen Verfahrensanweisungen und Richtlinien sowie die Festlegung der durch Versicherungen abzudeckenden Unternehmensrisiken verantwortlich.

Seit 2007 unterhält die Gesellschaft eine Directors & Officers-Versicherung ("D&O-Versicherung"). In der Versicherung ist eine Rechtsfolgenabwehr für die Gesellschaft eingeschlossen.

Ferner bestehen eine Betriebshaftpflichtversicherung und Firmen-Compact-Versicherung (Versicherung gegen Betriebsunterbrechung sowie eine Sachversicherung des Anlagevermögens).

f. Steuerliche Risiken

Seit dem 01.07.2011 ist das Reverse-Charge-Verfahren für aus dem Ausland bezogene Dienstleistungen auch von Unternehmen anzuwenden, die "nicht ausschließlich unternehmerisch i. S. d. UStG" tätig sind, was auf die Gesellschaft zutrifft. Die Gesellschaft ist in einen dominierenden ideellen, also nicht-unternehmerischen und einen kleinen unternehmerischen Bereich gegliedert, wodurch die Gesellschaft nur in sehr geringem Umfang vorsteuerabzugsberechtigt ist.

In dem Umfang, in dem sich die Gesellschaft wirtschaftlich betätigt, unterliegt sie der regulären Besteuerung (wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb), falls die wirtschaftliche Betätigung nicht zur Erreichung der ideellen Zwecksetzung erforderlich ist ("Zweckbetrieb"). Die Abgrenzung zwischen dem steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb und dem steuerbegünstigten Zweckbetrieb wird stets sorgfältig vorgenommen.

Die Bildung von Rücklagen steht im systemischen Konflikt mit dem Gebot der zeitnahen Mittelverwendung. Die letzte Prüfung der Höhe der Rücklagen durch das zuständige Finanzamt im Jahr 2019 hat zu keinen Beanstandungen geführt.

An internationalen Standorten, an denen Personal von sequa für längere Zeit eingesetzt wird bzw. an den Standorten, an denen die Gesellschaft registriert ist, können steuerliche Risiken oder Abgaben-Risiken entstehen. Die Gesellschaft holt sich einzelfallbezogen rechtliche bzw. steuerliche Beratung vor Ort ein.

Weitere steuerliche Risiken sind nicht bekannt.

g. Weitere finanzwirtschaftliche Risiken

Finanzanlagen bestanden in 2023 nur als Tagesgeldkonten bei Banken mit ausreichender Einlagensicherung.

Am 05.07.2023 hat der Verwaltungsrat beschlossen, den Vermögensverwalter Allianz Global Investors mit der Verwaltung von mittelfristig nicht benötigten liquiden Mitteln zu beauftragen. Im Januar 2024 wurde die erste von zunächst vier Tranchen à 500 TEUR in den EJS Stiftungsfonds investiert. Mit der Vermögensverwaltung sind Kursrisiken verbunden. Weitere finanzwirtschaftliche Risiken sind nicht bekannt.

h. Bestandsgefährdende Risiken

Bestandsgefährdende oder die Entwicklung des Unternehmens wesentlich beeinträchtigende Risiken sind nicht bekannt.

IV. Prognosebericht

1. BRANCHE

Die öffentlichen Haushalte sind durch den Krieg von Russland gegen die Ukraine, weltweite Fluchtbewegungen, die Folgen der Corona-Pandemie und die von der Bundesregierung angestrebte Energie- und Mobilitätswende unter Druck. Insgesamt erwartet sequa bei ihren wichtigsten Kunden, d. h. der Bundesregierung und der Europäischen Kommission, in den Geschäftsfeldern Kammer- und Verbandsförderung, Berufliche Bildung und Handelsförderung abnehmende bzw. im besten Fall gleichbleibende Budgets.

Die globalen Veränderungen betreffen auch die Projektländer, in denen sequa arbeitet, und bieten dort auch Chancen. In der Mehrheit der Projektländer wird der Privatsektor als zentraler Akteur für eine ökonomische, soziale und ökologische Transformation anerkannt und in Verantwortung genommen. Dementsprechend ist der Bedarf an Fördermaßnahmen für die Entwicklung des Sektors, wie sie sequa bietet, weiterhin hoch. Um lieferfähig zu bleiben, ist es dabei notwendig, dass die Gesellschaft ihr Angebot laufend den sich ändernden thematischen Anforderungen anpasst.

Die in 2022 neu gesetzten Schwerpunkte des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie der voraussichtlich im April 2024 abgeschlossene Strategieprozess des für die Gesellschaft zuständigen Referats bieten für die Gesellschaft auch Chancen für eine Geschäftsausweitung, da sich das BMZ strategisch mit Ko-Finanzierungen an EU-Vorhaben beteiligen will.

Zu beachten dabei ist, dass dem für die Gesellschaft zuständige Referat im BMZ in 2023 weniger Mittel als in den Jahren 2020 bis 2022 zur Verfügung standen. In 2024 gehen die verfügbaren Mittel nochmals zurück. In den Folgejahren rechnet die Gesellschaft mit einem gleichbleibenden Budget des Referats zur Finanzierung von Vorhaben der Gesellschaft (verglichen mit 2024).

sequa erwartet, dass Kunden bei ihrer Mittelvergabe mittelfristig berücksichtigen werden, ob der Mittelempfänger ein Umweltkonzept verfolgt. Deshalb hat die Gesellschaft in 2022 begonnen, ein EMAS 3 -zertifiziertes Umweltmanagementsystem einzuführen, welches in 2023 validiert worden ist. Die Gesellschaft wurde im 1. Quartal 2024 in das EMAS-Register eingetragen.

2. POTENZIALMANAGEMENT UND CHANCEN

Alle Geschäftsfelder von sequa haben bei allen Kunden Entwicklungspotenzial und sollen weiter ausgebaut werden, sofern insbesondere das BMZ hierfür die Mittel bereitstellt.

Die Gesellschaft spricht die Gesellschafter und deren Netzwerke regelmäßig und gezielt an und wirbt für eine aktive Beteiligung an Projekten und Programmen der Gesellschaft.

sequa strebt Wachstum aus eigener Kraft am für sequa erreichbaren Markt durch kontinuierliche Weiterentwicklung und Diversifikation der Themen und Kunden an. Der sequa-Fachbeirat ist hierfür ein wichtiges Gremium zur Beratung und dient auch als "Sounding Board". Die Mitglieder des Fachbeirats werden auf Beschluss des Verwaltungsrats ernannt. Die Mitglieder des Fachbeirats im Berichtszeitraum waren:

1. Fahling, Martin IHK Reutlingen (seit 24.06.2021)
Leiter Internationaler Bereich
2. Howe, Jennifer BDI (bis 31.03.2023)
Referentin Sicherheit und Rohstoffe
3. Madelung, Philipp GIZ (seit 17.06.2019)
Gruppenleiter Stabsstelle Unternehmensentwicklung

3 Das "Eco-Management and Audit Scheme" wurde von der Europäischen Union entwickelt und ist ein Gemeinschaftssystem aus Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung für Organisationen, die ihre Umweltleistung verbessern wollen.

4. Meier, Dr. Ralf sequa (seit 12.06.2014)
Leiter Programm Management
5. Mirzwa, Uwe Hwk Frankfurt (seit 17.06.2019)
Leiter Technologie-Transfer-Stelle Auslandprojekte
6. Olma, Michael (Vorsitzender des Fachbeirats) ZDH (seit 12.06.2014)
Leiter Referat Außenwirtschaft und Entwicklungspolitik
7. Schwiderowski, Heiko DIHK (seit 18.11.2021)
Leiter des Referats Subsahara-Afrika
8. Wannicke, Vanessa BDI (seit 05.07.2023)
Referentin Internationale Zusammenarbeit.
Sicherheit, Rohstoffe und Raumfahrt
9. Weiss, Gebhard sequa (seit 12.06.2014)
Geschäftsführer

a. Potenziale und Chancen der CG 4 KVP 5 + BBP 6

Die CG KVP + BBP verwaltet die Programme KVP und BBP und hat auch weiterhin eine zentrale Funktion in der Gesellschaft. Sie hat wesentlichen Einfluss auf den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens.

Die Mittelausstattung der Programme KVP + BBP ist in 2023 gegenüber 2022 gestiegen. Die beiden Programme sollen im ständigen Dialog mit dem BMZ weiterentwickelt und wieder ausgebaut werden, sofern bzw. sobald das BMZ hierfür die Mittel bereitstellt. In 2024 ff ist mit einer Mittelausstattung zu rechnen, die auf das Niveau von 2019 zurückgeht.

Die Gesellschaft geht davon aus, dass das BMZ keine weiteren Programme auf der Grundlage des KVP + BBP-Formats (z. B. "Klimapartnerschaften") einführen wird, sondern eher Themen-Cluster in den bestehenden Programmen bilden wird.

b. Potenziale und Chancen der CG PartnerAfrika

Seit 2019 ist die Gesellschaft eine anerkannte und sichtbare Durchführungsorganisation im Rahmen der Sonderinitiative "Gute Beschäftigung für sozial gerechten Wandel" (früher: "Ausbildung und Beschäftigung"). PartnerAfrika ist als weiterer Programmtyp mit eigenem Profil neben KVP + BBP im Portfolio der Partnerschaftsprogramme etabliert. Die Mittelausstattung des Programms PartnerAfrika war in 2023 leicht rückläufig und wird in 2024 noch stärker zurückgefahren.

Die Gesellschaft stellt ein enges Wirkungsmonitoring in den PartnerAfrika-Projekten sicher und liefert dem Monitoringsystem der Sonderinitiative regelmäßig ihren Input zu den erreichten Wirkungen zu.

Gute Projektvorschläge aus dem Gesellschafternetzwerk sind eine wesentliche Grundlage für den Programmerfolg. Die Gesellschaft legt daher Wert auf eine kontinuierliche Akquise und den Dialog mit potenziellen deutschen Partnern. Synergien mit anderen Projekten des Unternehmens sollen systematisch genutzt werden.

4 CG Client Group
5 KVP Kammer- und Verbands-Partnerschaften
6 BBP Berufs-Bildungs-Partnerschaften

c. Potenziale und Chancen der CG develoPPP.de

Nach einer entsprechenden Entscheidung des BMZ im Jahr 2018 hat die Gesellschaft das vorläufig letzte develoPPP.de-Vorhaben im Februar 2021 vereinbart. Die letzten Projekte wurden am Jahresende 2022 beendet.

Auf politischer Ebene will die Gesellschaft den Wiedereinstieg in ein BMZ-finanziertes Programm, welches sich direkt an Unternehmen richtet und über die Gesellschaft angeboten wird, erreichen. Dies kann im Rahmen des develoPPP.de-Programmes oder auch neuer Programme geschehen.

Die Fähigkeit des Unternehmens, über sein Gesellschafternetzwerk und seine Programme neue Zielgruppen, insbesondere in der Gruppe der kleinen und mittleren Unternehmen, anzusprechen, und seine Erfahrung, gemeinsam mit Partnern Maßnahmen besonders praxisorientiert zu gestalten, sind hierfür starke Argumente.

Aufgrund beschränkter Budgets sind die Chancen hierfür gering.

d. Potenziale und Chancen der CG EC Grants

Die Gesellschaft ist eine bei der Europäischen Kommission etablierte Durchführungsorganisation von zuwendungsfinanzierten Vorhaben. Die Generaldirektion Internationale Partnerschaften ("GD INTPA", früher: DEVCO) bleibt die für die Gesellschaft wichtigste Generaldirektion bei der Europäischen Kommission.

Die Gesellschaft nutzt sich bietende Akquisitionschancen, macht dem BMZ Kooperationsangebote bei der EU, entwickelt eigene Projektvorschläge und versucht, diese bei entsprechenden Stellen zu platzieren.

e. Potenziale und Chancen der CG Consulting

Das Unternehmen bewirbt sich auch um Auftragsprojekte ("Service Contracts"), unabhängig von der Art des Gebers mit Schwerpunkt auf die EC. Sie handelt dabei im Wesentlichen reaktiv und ist abhängig von Ausschreibungen, welche die einschlägigen Geber veröffentlichen.

Die Gesellschaft meidet Konkurrenzsituationen mit dem Gesellschafter GIZ. Ansonsten verfolgt die Gesellschaft eine eigenständige Service Contract Strategie, welche auf dem Themen- und Länderportfolio und Expertennetzwerken der Gesellschaft aufsetzt. Die Gesellschaft baut im Consulting-Geschäft vor allem auf den Projektreferenzen und Erfahrungen des gesamten Unternehmens auf und identifiziert inhaltliche und geographische Kompetenzschwerpunkte, welche sie im Rahmen der Auftragsprojekte nutzt und weiterentwickelt.

f. Potenziale und Chancen der CG Mobilitätsprogramme

Die Gesellschaft ist eine bei der NABIBB 7 und in ihrem Gesellschafternetzwerk etablierte Durchführungsorganisation für über Erasmus+ finanzierte Mobilitätsprogramme und bewirbt sich jährlich und erfolgreich um neue Mittel zur Durchführung von Mobilitätsprogrammen, um damit entsprechende Angebote von deutschen Kammern und Verbänden, Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Kommunen zu erweitern.

7 Die Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BIBB) arbeitet im Auftrag und mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Sie besteht seit 2000 und ist Nationale Agentur für das EU- Bildungsprogramm Erasmus+ im Bereich Berufsbildung und Erwachsenenbildung.

Obwohl die Corona-Pandemie die Mobilitätsprogramme seit dem Beginn der Kontakt- und Reisebeschränkungen im März 2020 vollständig zum Erliegen gebracht hat, stellt die Gesellschaft seit März 2022 ein wieder stark wachsendes Interesse an Auslands-Lernaufenthalten während oder nach der beruflichen Ausbildung fest. Das Interesse der Auszubildenden an den Mobilitätsprogrammen ist massiv angewachsen, liegt deutlich über dem Vor-Corona-Niveau und wird nur durch die Budgets im Erasmus+-Programm gebremst.In 2023 hat sich der Umsatz der Mobilitätsprogramme gegenüber dem Vor-Corona-Niveau in 2019 nahezu verdoppelt.

Die Gesellschaft erweitert die Zielgruppe der an den Programmen Teilnehmenden bei konkretem Bedarf der Konsortialpartner und wird durch weitere Prozessoptimierung den Partnern und Teilnehmenden auch in Zukunft eine qualitativ hochwertige und effektive Durchführung bieten. Seit 2019 setzt die Gesellschaft das Mobilitätsmodul von PPS bereits als digitales Prozessunterstützungsinstrument erfolgreich ein.

Die Gesellschaft will Kontakte und Erfahrungen aus anderen Programmen und Projekten des Unternehmens bei der Weiterentwicklung der Mobilitätsprogramme nutzen, strebt an, auch außereuropäische Mobilitäten anzubieten und wird entsprechende Kooperations- und Finanzierungmöglichkeiten ausloten.

g. Potenziale und Chancen der CG GIZ

Für die GIZ ist die Gesellschaft mit ihren Kernkompetenzen Kammer- und Verbandsförderung, Berufliche Bildung und Handelsförderung ein zuverlässiger und professioneller Dienstleister. Innerhalb dieser Kompetenzfelder bietet die Gesellschaft innovative Ansätze zu Querschnittsthemen wie Digitalisierung, Klimawandel, Migration und Gender.

Die Gesellschaft meidet in Deutschland Konkurrenzsituationen mit der Consultingwirtschaft und beteiligt sich deshalb nicht an Ausschreibungen der GIZ. Dienstleistungen für die GIZ kann die Gesellschaft deshalb nur dann erbringen, wenn die Gesellschaft von der GIZ wegen eines Alleinstellungsmerkmals beauftragt werden kann oder wenn die Gesellschaft Zuschüsse von der GIZ erhält. sequa nutzt Synergien mit anderen sequa-Programmen und Projekten - sowohl für die Projektakquisition als auch für die Projektimplementierung.

h. Potenziale und Chancen in der Importförderung

sequa konzentriert sich im Geschäftsfeld Handelsförderung auf die Importförderung und sieht gute Chancen für ein nachhaltiges Wachstum von Umsatz und Deckungsbeiträgen.

Durch das Projekt Import Promotion Desk (IPD) hat sequa umfangreiche Kompetenz in der Handelsförderung aufgebaut und besitzt in Deutschland ein Alleinstellungsmerkmal in der nachfrageorientierten Importförderung.

sequa will die gute Partnerschaft und Zusammenarbeit mit dem "Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen" fortsetzen.

Im Projekt IPD steht sequa im kontinuierlichen Dialog mit dem BMZ und strebt eine langfristige Fortsetzung des Vorhabens an. Das System der "rollierenden Bewilligung" ist hierfür ein geeignetes Instrument und erhöht die Planungssicherheit.

sequa will Projekte der Importförderung verstärkt auch für andere nationale und internationale Kunden durchführen. Insbesondere die GIZ fragt Leistungen nach. Die Abteilung Importförderung bzw. die CG Importförderung (seit Januar 2023) und die Client Group GIZ stimmen sich eng ab und unterstützen sich gegenseitig.

Die nachhaltige Zusammenarbeit mit Partnerunternehmen und "Business Support Organisations 8 ", das Prinzip der Nachfrageorientierung, Branchenkompetenz und ein effizientes Monitoring-System sind Erfolgsfaktoren, die nicht nur bei einem weiteren Wachstum des IPD-Projekts sichergestellt werden müssen, sondern von denen sequa auch in anderen Projekten der Importförderung profitiert.

i. Weitere Potenziale und Chancen

sequa strebt den Ausbau und die langfristige Sicherung des Geschäfts mit weiteren nationalen und internationalen Kunden und Vorhaben an und ist besonders an der Entwicklung von Projekten und Programmen gemeinsam mit ihren Gesellschaftern interessiert.

Die Gesellschaft strebt an, Vorhaben, in denen Geflüchteten durch berufliche Qualifizierung eine Lebens- und Arbeitsperspektive eröffnet wird (z. B. Archipelago, BINA Uganda), auszubauen und neue Vorhaben anzuschließen. Dies ist allerdings beim Auslaufen der Projekte TAMEB in 2022 wegen fehlender Mittel und ARIVET aus übergeordneten politischen Gründen in 2023 nicht gelungen.

Aus einem wachsenden Fachkräftebedarf des deutschen Arbeitsmarkts können sich Geschäftsfelder für sequa ergeben. Ihre Stärke sieht die Gesellschaft hierbei insbesondere in der Verbindung mit entwicklungspolitischen Zielsetzungen, z. B. in der Berufsbildungszusammenarbeit. Gegenüber dem BMZ will sequa für Partnerschaftsprojekte im Bereich der qualifizierten Migration werben.

sequa unterstützt das Ziel einer stärkeren Mobilisierung und Qualifizierung von europäischen Handwerksexperten für die Entwicklungszusammenarbeit und beteiligt sich daher an der Realisierung von Projekten wie dem "Handwerksfonds" von ZDH und GIZ oder dem Vorhaben "Handwerker ohne Grenzen" der HWK Frankfurt-Rhein-Main.

sequa will das seit 2020 mit Finanzierung durch das BMWK 9 und gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit und dem ZDH durchgeführte Projekt zur Rekrutierung von Fachkräften für das deutsche Handwerk nutzen, um Kompetenzen und Kontakte aufzubauen und sich am Markt für das Thema zu positionieren. Das BMWK plant mit sequa die Finanzierung eines Folgevorhabens ab 2024 und hat dem vorzeitigen Maßnahmenbeginn ab Februar 2024 zugestimmt.

Durch die ab Sommer 2024 geplante Einführung eines ERP-Systems in den Organisationseinheiten Rechnungswesen und Personal, womit eine elektronische Belegführung ermöglicht werden soll sowie der Anbindung des ERP-Systems an die bestehende PPS-Plattform will sequa sicherstellen, dass unternehmens- und projektbezogene Daten jederzeit in Echtzeit verfügbar und für unterschiedliche Bedarfe intern und extern abrufbar sind. Die durch PPS generierten Informationen wollen Führungskräfte und Mitarbeitende von sequa nutzen, um die Qualität und die Geschwindigkeit der Unternehmens-, Projekt- und Programmsteuerung zu erhöhen.

Insgesamt strebt die Gesellschaft in jedem Geschäftsjahr mindestens ein ausgeglichenes Ergebnis an. Im Geschäftsjahr 2024 rechnet die Gesellschaft mit einem positiven Betriebsergebnis nach Steuern auf Vorjahresniveau. In den Geschäftsjahren 2025 bis 2027 erwartet die Gesellschaft weiterhin positive Betriebsergebnisse, die aber im Vergleich zu 2023 und 2024 voraussichtlich niedriger sein werden.

Die generellen Geschäftschancen beurteilt die Gesellschaft für 2024 ff als zufriedenstellend.

 

Bonn, den 31. März 2024

Gebhard Weiss, GESCHÄFTSFÜHRER

8 "Business Support Organisations" sind bspw. Exportförderagenturen
9 BMWK Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die sequa gGmbH, Bonn

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der sequa gGmbH, Bonn - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der sequa gGmbH, Bonn, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters und des Verwaltungsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 6. Mai 2024

BPG Beratungs- und Prüfungsgesellschaft mbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Tobias Reuter, Wirtschaftsprüfer

Götz Löding-Hasenkamp, Wirtschaftsprüfer

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