FHB Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Selbe AdressePraxen von Steuerberaterinnen und -beratern, Steuerbevollmächtigten sowie steuerberatende Berufsausübungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Julia Dr. Bellinghausen seit 15.1.2026 | Prokura |
Philipp Rasquin seit 25.8.2025 | Prokura |
René Dr. Vossen seit 6.8.2025 | Geschäftsführer |
Ralf Dr. Meier seit 2.12.2010 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung | 49.02% |
Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) | 16.99% |
| 16.99% | |
| 8.50% | |
| 8.50% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
4 von 5 Anteilseignern sichtbar
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
sequa gGmbHBonnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023sequa gGmbH, Bonn
Bilanz zum 31. Dezember 2023sequa gGmbH, BonnAKTIVA
PASSIVA
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023A. Allgemeine Angaben Die sequa gGmbH hat ihren Sitz in Bonn und ist beim Amtsgericht Bonn in das Handelsregister (HRB 5675) eingetragen. Die sequa gGmbH, Bonn, weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Zwar werden in der Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 60.235 (Vorjahr: TEUR 71.093) ausgewiesen, allerdings handelt es sich dabei nur in Höhe von TEUR 8.856 (Vorjahr: TEUR 10.225 1 ) um Umsatzerlöse im Sinne von § 277 Abs. 1 HGB. Demnach sind als Umsatzerlöse die Erlöse aus dem Verkauf und der Vermietung oder Verpachtung von Produkten sowie aus der Erbringung von Dienstleistungen auszuweisen. Bei den als Umsatzerlöse ausgewiesenen Einnahmen handelt es sich überwiegend um an die Projektpartner weiterzuleitende Projektmittel und damit nicht um Umsatzerlöse im handelsrechtlichen Sinne. Aus Gründen der Stetigkeit wird auf eine entsprechende Ausweisänderung in der Gewinn- und Verlustrechnung verzichtet. Der Jahresabschluss für 2023 wurde freiwillig nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Die Gliederung der Bilanz erfolgte in Anwendung der Vorschriften des § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde entsprechend § 275 Abs. 2 HGB in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung blieben im Vergleich zum Vorjahr unverändert. B. Angaben zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (gemäß § 284 Abs. 2 Nr. 1 HGB) Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 (ohne USt) wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang berücksichtigt.
1 Die Vorjahresangabe wurde von TEUR 8.104 auf
TEUR 10.225 angepasst.
Anzahlungen an Projektträger und sonstige Projektpartner wurden mit dem Nennwert angesetzt. Erhaltene Anzahlungen werden gemäß § 268 Abs. 5 HGB von den geleisteten Anzahlungen offen abgesetzt. Der verbleibende Teil wird weiterhin auf der Passivseite der Bilanz als erhaltene Anzahlungen ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nominalwert bewertet. Rechnungsabgrenzungsposten wurden auf der Aktivseite der Bilanz gebildet für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das gezeichnete Kapital wurde zum Nennwert angesetzt. Die noch nicht verwendeten bzw. verbrauchten Mittel werden, sofern ihnen kein Eigenkapital bzw. Verbindlichkeiten gegenüberstehen, einem Sonderposten für noch nicht verwendete bzw. verbrauchte Mittel zugeführt, so dass regelmäßig ein ausgeglichenes Jahresergebnis ausgewiesen wird. Gewinnrücklagen werden dementsprechend grundsätzlich nicht mehr dotiert. Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Für Rückstellungen mit Laufzeiten von > 1 Jahr wurden entsprechende Abzinsungen vorgenommen. Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsguthaben wurden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag angesetzt. C. Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung Anlagevermögen Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 sind im folgenden Anlagenspiegel dargestellt. Hinsichtlich des Ausweises der historischen Werte (Anschaffungs- und Herstellungskosten, Abschreibungen) im Zusammenhang mit den geringwertigen Wirtschaftsgütern wurde eine Ausweisänderung dahingehend vorgenommen, dass dieser an die Darstellung der internen Anlagenbuchhaltung angepasst wurde. Insofern weichen diese Werte vom Vorjahresabschluss ab. Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen aus Abrechnungen gegen Gesellschafter in Höhe von EUR 203.156,95 (Vorjahr: EUR 611.761,21) ausgewiesen. Eigenkapital Das Stammkapital ist zum Nennwert ausgewiesen. Die Gewinnrücklagen wurden nach Maßgabe der Vorschriften der Abgabenordnung für steuerbegünstigte Körperschaften gebildet. Da ab dem Jahr 2022 regelmäßig ein Jahresergebnis von EUR 0,00 ausgewiesen wird, erfolgt grundsätzlich keine weitere Dotierung der Rücklagen mehr. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Abrechnungsrisiken aus geprüften und eingebuchten Projekten (TEUR 2.810), für zurückzuzahlende Finanzierungsbeiträge (TEUR 522), für die Erstellung des Jahresabschlusses und der Projektabrechnungen 2023 (TEUR 198), für noch nicht in Anspruch genommenen Urlaub aus 2023 (TEUR 213), für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen (TEUR 58), für noch nicht an die Mitarbeiter ausgezahlte Leistungsvergütungen (TEUR 32), für Berufsgenossenschaftsbeiträge (TEUR 1) und für Mietnebenkosten 2023 (TEUR 4). Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten für die erhaltenen Anzahlungen sind abhängig von der Inanspruchnahme der Finanzierungsmittel im Rahmen der Durchführung der Projekte nach dem Bilanzstichtag. Eine betragsmäßige Angabe der Restlaufzeiten ist daher nicht möglich. Im Wesentlichen werden die Mittel im Folgejahr verwendet. Die erhaltenen Anzahlungen in Höhe von EUR 3.230.511,36 (Vorjahr: EUR 3.488.771,20) vom Gesellschafter Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH betreffen ausgezahlte Mittel für durchzuführende Projekte. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus bestehenden Mietverträgen über Büroflächen im 1., 2. sowie im 4. Obergeschoss (OG) in der Alexanderstr. 10, 53111 Bonn, einschließlich Betriebskostenvorauszahlungen und Garagenstellplätzen bestehen nach dem Bilanzstichtag finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 1.456 (Vorjahr: TEUR 1.790). Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält einen Investitionskostenzuschuss vom Vermieter zur Instandsetzung des im Jahr 2021 neu angemieteten 2. Obergeschosses in der Alexanderstr. 10 in Bonn. Dieser stellt in zukünftigen Geschäftsjahren Ertrag dar und wird über die Grundmietdauer des Mietvertrages aufgelöst. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 74 (Vorjahr: TEUR 211) sowie Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 2) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 3) enthalten. D. Sonstige Angaben Durchschnittliche Beschäftigtenanzahl im Geschäftsjahr 2023
Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Berichtsjahr beträgt TEUR 40. Davon entfallen TEUR 14 auf Abschlussprüferleistungen, TEUR 22 auf sonstige Bestätigungsleistungen und TEUR 4 auf Steuerberatungsleistungen. Mitglieder des Verwaltungsrats Im Berichtsjahr gehörten dem Verwaltungsrat folgende Mitglieder an:
Mitglieder des Geschäftsführungsorgans gemäß § 285 Nr. 10 HGB Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Geschäftsführung der sequa gGmbH, Bonn, durch Herrn Gebhard Weiss, Bonn. Unterlassen von Angaben Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer nach § 285 Nr. 9 HGB ist gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterblieben. Vorgänge nach dem Schluss des Wirtschaftsjahres Wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.
Bonn, den 31. März 2024 Gebhard Weiss LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023Vorbemerkungen Gemäß Gesellschaftsvertrag verfolgt sequa in enger Zusammenarbeit mit den Gesellschaftern, mit den diese tragenden Kammern, Verbänden, Organisationen, Institutionen und den von ihnen getragenen Einrichtungen sowie mit Unternehmen zwei Gesellschaftszwecke: "Förderung der Entwicklungszusammenarbeit" und "Förderung der Volks- und Berufsbildung einschließlich der Studentenhilfe". Als Auftrag ist im Gesellschaftsvertrag definiert:
sequa ist eine weltweit tätige Entwicklungsorganisation und führt in enger Kooperation mit der deutschen Wirtschaft seit 1991 Projekte und Programme der internationalen Zusammenarbeit durch. Schwerpunkt der Arbeit ist die Förderung des Privatsektors. Das Unternehmen bietet seinen Kunden Kompetenz und Erfahrung in den Geschäftsfeldern Kammer- und Verbandsförderung, Berufliche Bildung und Handelsförderung. Die folgenden Tätigkeitsbereiche bestimmen die Arbeit der Gesellschaft:
Die Gesellschaft ist seit ihrer Gründung als gemeinnützig im Sinne der Abgabenordnung anerkannt und ist nicht auf Gewinnerzielung ausgerichtet. Mit Körperschaftsteuerbescheid für 2022 vom 09.01.2024 wurde die Anerkennung zuletzt bestätigt. Der Berichtszeitraum erstreckt sich vom 01.01.2023 bis zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts. I. Geschäftsentwicklung und Rahmenbedingungen 1. RAHMENBEDINGUNGEN DER GESELLSCHAFT Gesellschafter sind die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft (BDA, BDI, DIHK, ZDH) sowie die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH. Dies verschafft der Gesellschaft eine besondere Positionierung und ermöglicht ihr, als Bindeglied zwischen Privatwirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit zu agieren. Das Engagement der Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft als Gesellschafter verschafft der Gesellschaft Nähe zur Privatwirtschaft und Zugang zu deren Mitgliedernetzwerken. Das Engagement der GIZ als Gesellschafter hat das weltweite Netzwerk der Gesellschaft erweitert und Zugangsmöglichkeiten zu neuen Kunden eröffnet. Die Gesellschafter haben die Grundsätze der Zusammenarbeit mit sequa, ihre Erwartungen und die Form ihrer Unterstützung an sequa in den "Richtlinien zur Zusammenarbeit von sequa mit ihren Gesellschaftern" formuliert:
sequa ist projektgetrieben und finanziert sich ausschließlich aus Projekten und Programmen von Kunden, die Zuwendungen oder Zuschüsse bewilligen bzw. Aufträge erteilen. Die Gesellschaft richtet ihre Geschäftspolitik unter Berücksichtigung der folgenden Grundsätze aus:
2. BRANCHENSITUATION Die Gesellschaft ist in der Entwicklungszusammenarbeit tätig und bietet Dienstleistungen an. Die größten Mittelvolumina in diesem Markt werden von Nationalstaaten und multilateralen Organisationen gestellt. 3. STELLUNG IM NATIONALEN UND INTERNATIONALEN VERGLEICH Die Kooperation mit der Privatwirtschaft ist in der deutschen und europäischen Entwicklungszusammenarbeit weiterhin politisch erwünscht und verschafft der Gesellschaft eine gute Positionierung am Markt. Der Gesellschaft ist auch im internationalen Vergleich keine andere Organisation bekannt, die einen ähnlich breiten und organisierten Zugang zu Kammern, Verbänden und deren Bildungseinrichtungen, zu deren Entscheidungsträgern, Know-how und Ressourcen hat. Der Zugang zu diesem Netzwerk ist ein Alleinstellungsmerkmal der Gesellschaft. Die Gesellschaft will ihre Stellung als anerkanntes Kompetenzzentrum für Kammer- und Verbandsförderungs-Projekte sowie für Berufsbildungs- und Handelsförderungs-Vorhaben weiter ausbauen. 4. UMSATZENTWICKLUNG Die Umsätze (inkl. Zuschüsse) sind insgesamt von 71.093 TEUR (2022) auf 60.235 TEUR (2023) gesunken. 5. PERSONAL Zur Leistungserbringung beschäftigt die Gesellschaft für ihre Aufgaben qualifizierte Führungskräfte und Mitarbeitende. Die Personalkapazität der Gesellschaft im Jahresdurchschnitt (ohne Praktikanten/Auszubildende) ist mit 87,5 FTE (2023) gegenüber dem Vorjahr (87,3 FTE (2022)) nahezu unverändert geblieben. Der Personalaufwand ist bei unveränderter Personalkapazität trotz Gehaltssteigerungen wegen der in 2022 gezahlten Inflationsausgleichsprämien von 7.811 TEUR (2022) um 35 TEUR auf 7.776 TEUR (2023) gesunken. 6. QUALITÄTSMANAGEMENT "Qualität" bedeutet für die Gesellschaft eine hohe Qualität in allen Prozessschritten beginnend mit der Beantragung bzw. Angebotserstellung über die Durchführung bis zur Abrechnung von Programmen und Projekten ("Projektqualität"). Die Qualität der Leistungserbringung der Gesellschaft wird von ihren Kunden beurteilt. Kompetente Mitarbeitende, ein durchgängiges "Vier-Augen-Prinzip", weitgehend standardisierte, dokumentierte Prozesse in den externen und internen Leistungsbereichen und programm- bzw. projektbezogene Handreichungen, Vertragsmuster und Formulare tragen zur angestrebten hohen Qualität bei Beantragung, Durchführung und Abrechnung der Programme und Projekte bei. Durch die stetige Weiterentwicklung ihrer PPS 2 -Plattform sowie durch die in 2024 geplante Einführung einer neuen ERP-Software in den Organisationseinheiten Rechnungswesen und Personal will sequa sicherstellen, dass unternehmens- und projektbezogene Daten jederzeit in Echtzeit verfügbar und für unterschiedliche Bedarfe intern und extern abrufbar sind. Die dadurch generierten Informationen wollen Führung und Mitarbeitende von sequa nutzen, um die Qualität und die Geschwindigkeit der Unternehmens-, Projekt- und Programmsteuerung zu erhöhen. 7. INVESTITIONEN Investitionsschwerpunkte waren im Berichtsjahr Ersatz- und teilweise Neubeschaffungen von Informations- und Kommunikations-Systemen (Hardware und Software) und Büroausstattungen. Die Investitionen im Berichtsjahr beliefen sich auf 18 TEUR (Vorjahr: 80 TEUR). 8. PRÜFUNGEN DURCH DRITTE Die Gesellschaft wird regelmäßig von Mittelgebern, Rentenversicherungsträgern, Finanzämtern und anderen Stellen geprüft. Im Berichtszeitraum gab es keine Feststellungen mit signifikanten Auswirkungen.
2 PPS Personal- und Projektdatenbank der SEQUA
II. Vermögens-, Finanzlage und Ertragslage 1. VERMÖGENSLAGE Die Vermögens- und Kapitalstruktur sowie deren Veränderungen gegenüber dem Vorjahr ergeben sich aus den folgenden Zusammenstellungen der Bilanzzahlen in TEUR für die beiden Abschlussstichtage 31.12.2023 und 31.12.2022:
Das Gesamtvermögen bzw. Gesamtkapital hat sich gegenüber dem Vorjahr von 20.690 TEUR um 4.986 TEUR auf 25.676 TEUR erhöht. Die erhaltenen Anzahlungen werden von den auf der Aktivseite ausgewiesenen geleisteten Anzahlungen saldiert ausgewiesen, so dass der Posten Anzahlungen an Projektträger und Sonstige regelmäßig einen ausgeglichenen Saldo von 0,00 EUR aufweist. Aufgrund der Dotierung eines Sonderpostens für noch nicht verwendete bzw. verbrauchte Mittel ergibt sich regelmäßig ein ausgeglichenes Jahresergebnis, so dass das Eigenkapital grundsätzlich unverändert in Höhe von 4.973 TEUR ausgewiesen wird. Eine weitere Rücklagendotierung ist dementsprechend grundsätzlich nicht mehr vorgesehen. Die Eigenkapitalquote beträgt 19,4 % (Vorjahr: 24,0 %). Unter Einbeziehung des eigenkapitalähnlichen Sonderpostens ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 23,9 % (Vorjahr: 28,3 %). Der Rückgang der Rückstellungen von 4.341 TEUR um 503 TEUR auf 3.838 TEUR betrifft mit 813 TEUR vor allem die BMZ-Rückzahlungsverpflichtungen. Dem steht u. a. ein Anstieg bei den Rückstellungen für projektbezogene Abrechnungsrisiken in Höhe von 309 TEUR gegenüber. Die erhaltenen Anzahlungen betreffen den nach Saldierung mit den geleisteten Anzahlungen verbleibenden Betrag. 2. FINANZLAGE Aufgaben und Ziele des Finanzmanagements sind die Sicherstellung jederzeitiger Liquidität. Die liquiden Mittel des Finanzmittelfonds (=kurzfristig verfügbare flüssige Mittel) haben sich von 17.013 TEUR um 7.447 TEUR auf 24.460 TEUR erhöht. Die Liquidität war im Jahr 2023 jederzeit sichergestellt. 3. ERTRAGSLAGE (GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG) Die aus der Gewinn- und Verlustrechnung abgeleitete Gegenüberstellung der Erfolgsrechnungen der beiden Geschäftsjahre 2023 und 2022 zeigt folgendes Bild der Ertragslage und ihrer Veränderungen:
Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse haben sich wie folgt entwickelt:
Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten folgende Positionen:
Betriebsergebnis Das Betriebsergebnis hat sich im Vergleich zu 2022 von 880 TEUR um 654 TEUR auf 226 TEUR verringert. Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Umsatzerlöse um 10.858 TEUR, was insbesondere darauf zurückzuführen ist, dass im Berichtsjahr zwei großvolumige Vorhaben in der Türkei und im Iran aus Budget-Gründen bzw. politischen Gründen nicht fortgesetzt werden konnten. Insgesamt ergibt sich im Jahr 2023 durch die Bildung eines Sonderpostens für noch nicht verwendete bzw. verbrauchte Mittel ein Jahresüberschuss wie im Vorjahr von 0 TEUR. III. Risikobericht 1. RISIKOMANAGEMENT Mit Hilfe des Risikomanagementsystems werden Risiken ständig überwacht. Die Gesellschaft hat ein rollierendes Bottom-up + Top-Down-Planungssystem von Umsatz, Deckungsbeitrag und Personalaufwand auf Unternehmensebene und von relevanten Größen auf Projektebene, ein monatliches Berichtswesen sowie ein jährliches Risk-Review-System aller Auslandsstandorte, um risikobehaftete Entwicklungen frühzeitig erkennen und ihnen entgegenwirken zu können. Der Verwaltungsrat wird in jeder Sitzung über die Entwicklung von Risiken unterrichtet. Für neue oder geänderte Problembereiche erlässt die Geschäftsführung, soweit notwendig, unternehmensinterne Regelungen. Das Unternehmen unterliegt den Vorgaben des Public Corporate Governance Kodex. Der "sequa Code of Business Conduct" ergänzt diese Werte und Grundsätze und definiert bestimmte, unverhandelbare Mindeststandards für das Verhalten jedes Unternehmensvertreters. Verstöße gegen den Code of Conduct können auch an die externe Ombudsstelle Pro Honore e.V. gemeldet werden. Im Berichtszeitraum hat keine der Hinweisgeberstellen einen Verstoß gemeldet. Der externe Datenschutzbeauftragte ("DSB") der Gesellschaft hat im Berichtszeitraum keine wesentliche Beanstandung gemeldet. 2. GESCHÄFTSRISIKEN Ein grundsätzliches Geschäftsrisiko liegt in der starken Abhängigkeit von wenigen Kunden. Die Gesellschaft hat deshalb ihre Organisation an ihren Kunden ausgerichtet, betreibt eine intensive Pflege bestehender Kunden und versucht, darüber hinaus neue Kunden bzw. neue Projekte und Programme bei neuen und bestehenden Kunden zu akquirieren. Projekte ähnlicher Art bzw. Projekte bestimmter Kunden werden durch Client Groups betreut. Diese setzen sich kundenorientiert eigene Ziele und verantworten Akquisition und Leistungserfüllung. Importförderung ist bei sequa in einer Abteilung organisiert, die das Projekt Import Promotion Desk umsetzt und weitere Projekte in der Client Group Importförderung akquiriert und durchführt. Besonders große, komplexe oder alleinstehende Projekte sind Sondervorhaben. Für diese werden jeweils Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten im Einzelfall festgelegt. 3. PERSONALRISIKEN Im Fall von rückläufigen Erträgen besteht das Risiko, dass sich der Personalaufwand nicht genauso schnell reduzieren lässt, wie der Ertragsrückgang möglicherweise stattfindet. Das ist das größte Personalrisiko. Die durchschnittliche Projektlaufzeit von ca. 3 Jahren verkleinert dieses Risiko und begünstigt verlässliche mittelfristige Planungen. Die Gesellschaft stellt Projektpersonal nur befristet ein und nutzt bei der Neueinstellung von Stammpersonal die Befristungsmöglichkeiten von Arbeitsverträgen im gesetzlich zulässigen Rahmen. Die Gesellschaft strebt ein möglichst ausgeglichenes Verhältnis von Frauen und Männern in Führungsfunktionen und in der Belegschaft an. Der Anteil von Frauen in der Belegschaft lag in 2023 bei 66 % (Vorjahr: 63 %). Gegenüber dem Vorjahr hat der Anteil von Frauen in der Belegschaft um 3 Prozentpunkte zugenommen. Um Know-how im Unternehmen zu halten und den über die Zeit gewonnenen Erfahrungszuwachs in qualitativ hochwertige und effiziente Projekte zu überführen, strebt die Gesellschaft an, die Mitarbeitenden langfristig an das Unternehmen zu binden. Ein respektvoller Umgang miteinander, ein flexibles Arbeitszeitsystem, die Möglichkeit des mobilen Arbeitens, ein marktgerechtes und faires Vergütungssystem, attraktive Arbeitsplatzgestaltungen, eine großzügige Unterstützung von Weiterbildungs-, Sport- und Gesundheitsvorsorge-Maßnahmen sowie ein Deutschlandticket-Angebot tragen dazu bei, dass die Gesellschaft als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen wird. Die Gesellschaft führt regelmäßig Mitarbeiterbefragungen durch. 4. IT-RISIKEN IT-Risiken sind bei der Gesellschaft vor allem Datenverlustrisiken und Ausfallrisiken von einzelnen Komponenten, Teilsystemen oder des Gesamtsystems. Die Gesellschaft bedient sich im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) des Know-hows externer Dienstleister, unterhält entsprechende Wartungsverträge und stellt durch regelmäßige Ersatzinvestitionen sicher, dass die eingesetzten Systeme auf einem technologisch zeitgemäßen Stand sind. Um Kommunikation und Zugang zu Wissen zu vereinfachen, nutzt sequa moderne Kollaborations-Technologien, wie z. B. Microsoft Teams und Zoom und will schrittweise möglichst viele Prozesse digitalisieren. 5. FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN a. Preisrisiken Die Gesellschaft finanziert sich überwiegend über Zuwendungen und Zuschüsse, erhält daraus Erstattungen für nachgewiesene Ausgaben und ist deshalb Preisrisiken nur in geringem Umfang ausgesetzt. b. Währungsrisiken Im Geschäft mit den Kunden BMZ, anderen Bundesministerien, der Europäischen Kommission und der GIZ ist die Gesellschaft keinen Währungskursrisiken ausgesetzt, weil diese die tatsächlichen Tageswechselkurse gegen Vorlage von Belegen akzeptieren. Derivate Finanzinstrumente setzt die Gesellschaft nicht ein. c. Ausfallrisiken Der Bereich "Finanzen + Administration" ist für die Prüfung (Geschäftsgrundlage, rechnerisch, Plausibilität) sämtlicher Verträge, Belege und Nachweise sowie für Erstellung von Rechnungen bzw. Verwendungsnachweisen und für das Forderungs- und Mahnwesen verantwortlich. Dieser Bereich berät Mitarbeitende und externe Projektträger in Fragen der finanziellen und vertraglichen Projektplanung und -durchführung. In den Client Groups sind vor allem die Projektcontroller für die Vorbeugung gegen bzw. die Erkennung von Mittelfehlverwendungen verantwortlich. Der Bereich sorgt für eine stets zeitnahe und korrekte Buchführung, wickelt den Zahlungsverkehr der Gesellschaft ab, überwacht alle Zahlungsströme und ist für das Liquiditätsmanagement unter Beachtung der Beschlüsse des Anlageausschusses verantwortlich. Die Organisationseinheit "Recht" trägt dazu bei, rechtliche Probleme mit wirtschaftlichen Auswirkungen, z. B. Haftungssituationen des Unternehmens oder seiner Organe schon vor ihrer Entstehung zu vermeiden und unterstützt alle Unternehmensbereiche dabei, wirtschaftliche Ziele in rechtlich zulässiger Weise ohne Streitigkeiten zu erreichen. Um Ausfallrisiken zu beherrschen, achtet die Gesellschaft auf eine angemessene Bonitätsprüfung jedes potenziellen Projektpartners vor einem Vertragsabschluss, sofern es sich bei dem Projektpartner um ein Unternehmen, also keine Kammer oder keinen Verband handelt, setzt hierfür geschulte Mitarbeitende ein und achtet auf die Aktualität der verwendeten Vertragsmuster sowie einen von kaufmännischer Vorsicht geprägten Zahlungsplan, der die Verausgabungsfristen des Zuwendungsgebers berücksichtigt. Bei allen Zahlungsflüssen achtet die Gesellschaft darauf, nicht vermeidbare Vorauszahlungen so gering wie möglich zu halten. Die Gesellschaft schätzt eventuell drohende Risiken sowohl kundengruppenbezogen als auch projektbezogen unter Betrachtung des jeweiligen Einzelfalls ab und bildet Rückstellungen für die Projekt-Abrechnungs- und Sollzinsrisiken, die zu Rückzahlungsverpflichtungen gegenüber Kunden führen könnten. Die Höhe der Rückstellungen waren im Berichtszeitraum stets ausreichend. d. Liquiditätsrisiken Im zuwendungsfinanzierten Projektgeschäft mit dem Kunden BMZ bzw. mit anderen Bundesministerien hat die Gesellschaft kein oder ein nur sehr geringes Liquiditätsrisiko. Mittelabrufe der Projektträger müssen nur in seltenen Fällen für mehrere Tage oder wenige Wochen zwischenfinanziert werden. Im Regelfall werden Mittelanforderungen der Projektpartner von der Gesellschaft erst dann bedient, wenn die Mittel vom jeweiligen Mittelgeber bei der Gesellschaft eingegangen sind. Im Geschäft mit Kunden, die keine Bundesministerien sind, werden Zahlungen, insbesondere Fortschritts- und Schlusszahlungen vom Kunden i. d. R. erst dann geleistet, wenn bestimmte Voraussetzungen (z. B. Vorlage eines WP-Testats, Abschluss der kundenseitigen Verwendungsprüfung) erfüllt sind. Dadurch können zwischen der Verausgabung der Mittel durch die Gesellschaft und der Überweisung des Mittelgebers mehrere Monate liegen. Im Berichtszeitraum verfügte die Gesellschaft stets über eine ausreichende Liquidität, um die genannten Liquiditätsrisiken zu beherrschen. e. Versicherungsrisiken Um Versicherungsrisiken zu minimieren, werden alle Versicherungsverträge der Gesellschaft in einem Verwaltungsportfolio von einem unabhängigen Versicherungsmakler betreut und jährlich überprüft. Die Organisationseinheit "Recht" ist für die Formulierung von internen Verfahrensanweisungen und Richtlinien sowie die Festlegung der durch Versicherungen abzudeckenden Unternehmensrisiken verantwortlich. Seit 2007 unterhält die Gesellschaft eine Directors & Officers-Versicherung ("D&O-Versicherung"). In der Versicherung ist eine Rechtsfolgenabwehr für die Gesellschaft eingeschlossen. Ferner bestehen eine Betriebshaftpflichtversicherung und Firmen-Compact-Versicherung (Versicherung gegen Betriebsunterbrechung sowie eine Sachversicherung des Anlagevermögens). f. Steuerliche Risiken Seit dem 01.07.2011 ist das Reverse-Charge-Verfahren für aus dem Ausland bezogene Dienstleistungen auch von Unternehmen anzuwenden, die "nicht ausschließlich unternehmerisch i. S. d. UStG" tätig sind, was auf die Gesellschaft zutrifft. Die Gesellschaft ist in einen dominierenden ideellen, also nicht-unternehmerischen und einen kleinen unternehmerischen Bereich gegliedert, wodurch die Gesellschaft nur in sehr geringem Umfang vorsteuerabzugsberechtigt ist. In dem Umfang, in dem sich die Gesellschaft wirtschaftlich betätigt, unterliegt sie der regulären Besteuerung (wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb), falls die wirtschaftliche Betätigung nicht zur Erreichung der ideellen Zwecksetzung erforderlich ist ("Zweckbetrieb"). Die Abgrenzung zwischen dem steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb und dem steuerbegünstigten Zweckbetrieb wird stets sorgfältig vorgenommen. Die Bildung von Rücklagen steht im systemischen Konflikt mit dem Gebot der zeitnahen Mittelverwendung. Die letzte Prüfung der Höhe der Rücklagen durch das zuständige Finanzamt im Jahr 2019 hat zu keinen Beanstandungen geführt. An internationalen Standorten, an denen Personal von sequa für längere Zeit eingesetzt wird bzw. an den Standorten, an denen die Gesellschaft registriert ist, können steuerliche Risiken oder Abgaben-Risiken entstehen. Die Gesellschaft holt sich einzelfallbezogen rechtliche bzw. steuerliche Beratung vor Ort ein. Weitere steuerliche Risiken sind nicht bekannt. g. Weitere finanzwirtschaftliche Risiken Finanzanlagen bestanden in 2023 nur als Tagesgeldkonten bei Banken mit ausreichender Einlagensicherung. Am 05.07.2023 hat der Verwaltungsrat beschlossen, den Vermögensverwalter Allianz Global Investors mit der Verwaltung von mittelfristig nicht benötigten liquiden Mitteln zu beauftragen. Im Januar 2024 wurde die erste von zunächst vier Tranchen à 500 TEUR in den EJS Stiftungsfonds investiert. Mit der Vermögensverwaltung sind Kursrisiken verbunden. Weitere finanzwirtschaftliche Risiken sind nicht bekannt. h. Bestandsgefährdende Risiken Bestandsgefährdende oder die Entwicklung des Unternehmens wesentlich beeinträchtigende Risiken sind nicht bekannt. IV. Prognosebericht 1. BRANCHE Die öffentlichen Haushalte sind durch den Krieg von Russland gegen die Ukraine, weltweite Fluchtbewegungen, die Folgen der Corona-Pandemie und die von der Bundesregierung angestrebte Energie- und Mobilitätswende unter Druck. Insgesamt erwartet sequa bei ihren wichtigsten Kunden, d. h. der Bundesregierung und der Europäischen Kommission, in den Geschäftsfeldern Kammer- und Verbandsförderung, Berufliche Bildung und Handelsförderung abnehmende bzw. im besten Fall gleichbleibende Budgets. Die globalen Veränderungen betreffen auch die Projektländer, in denen sequa arbeitet, und bieten dort auch Chancen. In der Mehrheit der Projektländer wird der Privatsektor als zentraler Akteur für eine ökonomische, soziale und ökologische Transformation anerkannt und in Verantwortung genommen. Dementsprechend ist der Bedarf an Fördermaßnahmen für die Entwicklung des Sektors, wie sie sequa bietet, weiterhin hoch. Um lieferfähig zu bleiben, ist es dabei notwendig, dass die Gesellschaft ihr Angebot laufend den sich ändernden thematischen Anforderungen anpasst. Die in 2022 neu gesetzten Schwerpunkte des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie der voraussichtlich im April 2024 abgeschlossene Strategieprozess des für die Gesellschaft zuständigen Referats bieten für die Gesellschaft auch Chancen für eine Geschäftsausweitung, da sich das BMZ strategisch mit Ko-Finanzierungen an EU-Vorhaben beteiligen will. Zu beachten dabei ist, dass dem für die Gesellschaft zuständige Referat im BMZ in 2023 weniger Mittel als in den Jahren 2020 bis 2022 zur Verfügung standen. In 2024 gehen die verfügbaren Mittel nochmals zurück. In den Folgejahren rechnet die Gesellschaft mit einem gleichbleibenden Budget des Referats zur Finanzierung von Vorhaben der Gesellschaft (verglichen mit 2024). sequa erwartet, dass Kunden bei ihrer Mittelvergabe mittelfristig berücksichtigen werden, ob der Mittelempfänger ein Umweltkonzept verfolgt. Deshalb hat die Gesellschaft in 2022 begonnen, ein EMAS 3 -zertifiziertes Umweltmanagementsystem einzuführen, welches in 2023 validiert worden ist. Die Gesellschaft wurde im 1. Quartal 2024 in das EMAS-Register eingetragen. 2. POTENZIALMANAGEMENT UND CHANCEN Alle Geschäftsfelder von sequa haben bei allen Kunden Entwicklungspotenzial und sollen weiter ausgebaut werden, sofern insbesondere das BMZ hierfür die Mittel bereitstellt. Die Gesellschaft spricht die Gesellschafter und deren Netzwerke regelmäßig und gezielt an und wirbt für eine aktive Beteiligung an Projekten und Programmen der Gesellschaft. sequa strebt Wachstum aus eigener Kraft am für sequa erreichbaren Markt durch kontinuierliche Weiterentwicklung und Diversifikation der Themen und Kunden an. Der sequa-Fachbeirat ist hierfür ein wichtiges Gremium zur Beratung und dient auch als "Sounding Board". Die Mitglieder des Fachbeirats werden auf Beschluss des Verwaltungsrats ernannt. Die Mitglieder des Fachbeirats im Berichtszeitraum waren:
a. Potenziale und Chancen der CG 4 KVP 5 + BBP 6 Die CG KVP + BBP verwaltet die Programme KVP und BBP und hat auch weiterhin eine zentrale Funktion in der Gesellschaft. Sie hat wesentlichen Einfluss auf den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens. Die Mittelausstattung der Programme KVP + BBP ist in 2023 gegenüber 2022 gestiegen. Die beiden Programme sollen im ständigen Dialog mit dem BMZ weiterentwickelt und wieder ausgebaut werden, sofern bzw. sobald das BMZ hierfür die Mittel bereitstellt. In 2024 ff ist mit einer Mittelausstattung zu rechnen, die auf das Niveau von 2019 zurückgeht. Die Gesellschaft geht davon aus, dass das BMZ keine weiteren Programme auf der Grundlage des KVP + BBP-Formats (z. B. "Klimapartnerschaften") einführen wird, sondern eher Themen-Cluster in den bestehenden Programmen bilden wird. b. Potenziale und Chancen der CG PartnerAfrika Seit 2019 ist die Gesellschaft eine anerkannte und sichtbare Durchführungsorganisation im Rahmen der Sonderinitiative "Gute Beschäftigung für sozial gerechten Wandel" (früher: "Ausbildung und Beschäftigung"). PartnerAfrika ist als weiterer Programmtyp mit eigenem Profil neben KVP + BBP im Portfolio der Partnerschaftsprogramme etabliert. Die Mittelausstattung des Programms PartnerAfrika war in 2023 leicht rückläufig und wird in 2024 noch stärker zurückgefahren. Die Gesellschaft stellt ein enges Wirkungsmonitoring in den PartnerAfrika-Projekten sicher und liefert dem Monitoringsystem der Sonderinitiative regelmäßig ihren Input zu den erreichten Wirkungen zu. Gute Projektvorschläge aus dem Gesellschafternetzwerk sind eine wesentliche Grundlage für den Programmerfolg. Die Gesellschaft legt daher Wert auf eine kontinuierliche Akquise und den Dialog mit potenziellen deutschen Partnern. Synergien mit anderen Projekten des Unternehmens sollen systematisch genutzt werden.
4 CG Client Group
c. Potenziale und Chancen der CG develoPPP.de Nach einer entsprechenden Entscheidung des BMZ im Jahr 2018 hat die Gesellschaft das vorläufig letzte develoPPP.de-Vorhaben im Februar 2021 vereinbart. Die letzten Projekte wurden am Jahresende 2022 beendet. Auf politischer Ebene will die Gesellschaft den Wiedereinstieg in ein BMZ-finanziertes Programm, welches sich direkt an Unternehmen richtet und über die Gesellschaft angeboten wird, erreichen. Dies kann im Rahmen des develoPPP.de-Programmes oder auch neuer Programme geschehen. Die Fähigkeit des Unternehmens, über sein Gesellschafternetzwerk und seine Programme neue Zielgruppen, insbesondere in der Gruppe der kleinen und mittleren Unternehmen, anzusprechen, und seine Erfahrung, gemeinsam mit Partnern Maßnahmen besonders praxisorientiert zu gestalten, sind hierfür starke Argumente. Aufgrund beschränkter Budgets sind die Chancen hierfür gering. d. Potenziale und Chancen der CG EC Grants Die Gesellschaft ist eine bei der Europäischen Kommission etablierte Durchführungsorganisation von zuwendungsfinanzierten Vorhaben. Die Generaldirektion Internationale Partnerschaften ("GD INTPA", früher: DEVCO) bleibt die für die Gesellschaft wichtigste Generaldirektion bei der Europäischen Kommission. Die Gesellschaft nutzt sich bietende Akquisitionschancen, macht dem BMZ Kooperationsangebote bei der EU, entwickelt eigene Projektvorschläge und versucht, diese bei entsprechenden Stellen zu platzieren. e. Potenziale und Chancen der CG Consulting Das Unternehmen bewirbt sich auch um Auftragsprojekte ("Service Contracts"), unabhängig von der Art des Gebers mit Schwerpunkt auf die EC. Sie handelt dabei im Wesentlichen reaktiv und ist abhängig von Ausschreibungen, welche die einschlägigen Geber veröffentlichen. Die Gesellschaft meidet Konkurrenzsituationen mit dem Gesellschafter GIZ. Ansonsten verfolgt die Gesellschaft eine eigenständige Service Contract Strategie, welche auf dem Themen- und Länderportfolio und Expertennetzwerken der Gesellschaft aufsetzt. Die Gesellschaft baut im Consulting-Geschäft vor allem auf den Projektreferenzen und Erfahrungen des gesamten Unternehmens auf und identifiziert inhaltliche und geographische Kompetenzschwerpunkte, welche sie im Rahmen der Auftragsprojekte nutzt und weiterentwickelt. f. Potenziale und Chancen der CG Mobilitätsprogramme Die Gesellschaft ist eine bei der NABIBB 7 und in ihrem Gesellschafternetzwerk etablierte Durchführungsorganisation für über Erasmus+ finanzierte Mobilitätsprogramme und bewirbt sich jährlich und erfolgreich um neue Mittel zur Durchführung von Mobilitätsprogrammen, um damit entsprechende Angebote von deutschen Kammern und Verbänden, Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Kommunen zu erweitern. Obwohl die Corona-Pandemie die Mobilitätsprogramme seit dem Beginn der Kontakt- und Reisebeschränkungen im März 2020 vollständig zum Erliegen gebracht hat, stellt die Gesellschaft seit März 2022 ein wieder stark wachsendes Interesse an Auslands-Lernaufenthalten während oder nach der beruflichen Ausbildung fest. Das Interesse der Auszubildenden an den Mobilitätsprogrammen ist massiv angewachsen, liegt deutlich über dem Vor-Corona-Niveau und wird nur durch die Budgets im Erasmus+-Programm gebremst.In 2023 hat sich der Umsatz der Mobilitätsprogramme gegenüber dem Vor-Corona-Niveau in 2019 nahezu verdoppelt. Die Gesellschaft erweitert die Zielgruppe der an den Programmen Teilnehmenden bei konkretem Bedarf der Konsortialpartner und wird durch weitere Prozessoptimierung den Partnern und Teilnehmenden auch in Zukunft eine qualitativ hochwertige und effektive Durchführung bieten. Seit 2019 setzt die Gesellschaft das Mobilitätsmodul von PPS bereits als digitales Prozessunterstützungsinstrument erfolgreich ein. Die Gesellschaft will Kontakte und Erfahrungen aus anderen Programmen und Projekten des Unternehmens bei der Weiterentwicklung der Mobilitätsprogramme nutzen, strebt an, auch außereuropäische Mobilitäten anzubieten und wird entsprechende Kooperations- und Finanzierungmöglichkeiten ausloten. g. Potenziale und Chancen der CG GIZ Für die GIZ ist die Gesellschaft mit ihren Kernkompetenzen Kammer- und Verbandsförderung, Berufliche Bildung und Handelsförderung ein zuverlässiger und professioneller Dienstleister. Innerhalb dieser Kompetenzfelder bietet die Gesellschaft innovative Ansätze zu Querschnittsthemen wie Digitalisierung, Klimawandel, Migration und Gender. Die Gesellschaft meidet in Deutschland Konkurrenzsituationen mit der Consultingwirtschaft und beteiligt sich deshalb nicht an Ausschreibungen der GIZ. Dienstleistungen für die GIZ kann die Gesellschaft deshalb nur dann erbringen, wenn die Gesellschaft von der GIZ wegen eines Alleinstellungsmerkmals beauftragt werden kann oder wenn die Gesellschaft Zuschüsse von der GIZ erhält. sequa nutzt Synergien mit anderen sequa-Programmen und Projekten - sowohl für die Projektakquisition als auch für die Projektimplementierung. h. Potenziale und Chancen in der Importförderung sequa konzentriert sich im Geschäftsfeld Handelsförderung auf die Importförderung und sieht gute Chancen für ein nachhaltiges Wachstum von Umsatz und Deckungsbeiträgen. Durch das Projekt Import Promotion Desk (IPD) hat sequa umfangreiche Kompetenz in der Handelsförderung aufgebaut und besitzt in Deutschland ein Alleinstellungsmerkmal in der nachfrageorientierten Importförderung. sequa will die gute Partnerschaft und Zusammenarbeit mit dem "Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen" fortsetzen. Im Projekt IPD steht sequa im kontinuierlichen Dialog mit dem BMZ und strebt eine langfristige Fortsetzung des Vorhabens an. Das System der "rollierenden Bewilligung" ist hierfür ein geeignetes Instrument und erhöht die Planungssicherheit. sequa will Projekte der Importförderung verstärkt auch für andere nationale und internationale Kunden durchführen. Insbesondere die GIZ fragt Leistungen nach. Die Abteilung Importförderung bzw. die CG Importförderung (seit Januar 2023) und die Client Group GIZ stimmen sich eng ab und unterstützen sich gegenseitig. Die nachhaltige Zusammenarbeit mit Partnerunternehmen und "Business Support Organisations 8 ", das Prinzip der Nachfrageorientierung, Branchenkompetenz und ein effizientes Monitoring-System sind Erfolgsfaktoren, die nicht nur bei einem weiteren Wachstum des IPD-Projekts sichergestellt werden müssen, sondern von denen sequa auch in anderen Projekten der Importförderung profitiert. i. Weitere Potenziale und Chancen sequa strebt den Ausbau und die langfristige Sicherung des Geschäfts mit weiteren nationalen und internationalen Kunden und Vorhaben an und ist besonders an der Entwicklung von Projekten und Programmen gemeinsam mit ihren Gesellschaftern interessiert. Die Gesellschaft strebt an, Vorhaben, in denen Geflüchteten durch berufliche Qualifizierung eine Lebens- und Arbeitsperspektive eröffnet wird (z. B. Archipelago, BINA Uganda), auszubauen und neue Vorhaben anzuschließen. Dies ist allerdings beim Auslaufen der Projekte TAMEB in 2022 wegen fehlender Mittel und ARIVET aus übergeordneten politischen Gründen in 2023 nicht gelungen. Aus einem wachsenden Fachkräftebedarf des deutschen Arbeitsmarkts können sich Geschäftsfelder für sequa ergeben. Ihre Stärke sieht die Gesellschaft hierbei insbesondere in der Verbindung mit entwicklungspolitischen Zielsetzungen, z. B. in der Berufsbildungszusammenarbeit. Gegenüber dem BMZ will sequa für Partnerschaftsprojekte im Bereich der qualifizierten Migration werben. sequa unterstützt das Ziel einer stärkeren Mobilisierung und Qualifizierung von europäischen Handwerksexperten für die Entwicklungszusammenarbeit und beteiligt sich daher an der Realisierung von Projekten wie dem "Handwerksfonds" von ZDH und GIZ oder dem Vorhaben "Handwerker ohne Grenzen" der HWK Frankfurt-Rhein-Main. sequa will das seit 2020 mit Finanzierung durch das BMWK 9 und gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit und dem ZDH durchgeführte Projekt zur Rekrutierung von Fachkräften für das deutsche Handwerk nutzen, um Kompetenzen und Kontakte aufzubauen und sich am Markt für das Thema zu positionieren. Das BMWK plant mit sequa die Finanzierung eines Folgevorhabens ab 2024 und hat dem vorzeitigen Maßnahmenbeginn ab Februar 2024 zugestimmt. Durch die ab Sommer 2024 geplante Einführung eines ERP-Systems in den Organisationseinheiten Rechnungswesen und Personal, womit eine elektronische Belegführung ermöglicht werden soll sowie der Anbindung des ERP-Systems an die bestehende PPS-Plattform will sequa sicherstellen, dass unternehmens- und projektbezogene Daten jederzeit in Echtzeit verfügbar und für unterschiedliche Bedarfe intern und extern abrufbar sind. Die durch PPS generierten Informationen wollen Führungskräfte und Mitarbeitende von sequa nutzen, um die Qualität und die Geschwindigkeit der Unternehmens-, Projekt- und Programmsteuerung zu erhöhen. Insgesamt strebt die Gesellschaft in jedem Geschäftsjahr mindestens ein ausgeglichenes Ergebnis an. Im Geschäftsjahr 2024 rechnet die Gesellschaft mit einem positiven Betriebsergebnis nach Steuern auf Vorjahresniveau. In den Geschäftsjahren 2025 bis 2027 erwartet die Gesellschaft weiterhin positive Betriebsergebnisse, die aber im Vergleich zu 2023 und 2024 voraussichtlich niedriger sein werden. Die generellen Geschäftschancen beurteilt die Gesellschaft für 2024 ff als zufriedenstellend.
Bonn, den 31. März 2024 Gebhard Weiss, GESCHÄFTSFÜHRER
8 "Business Support Organisations" sind bspw.
Exportförderagenturen
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die sequa gGmbH, Bonn Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der sequa gGmbH, Bonn - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der sequa gGmbH, Bonn, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters und des Verwaltungsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 6. Mai 2024 BPG
Beratungs- und Prüfungsgesellschaft mbH
Tobias Reuter, Wirtschaftsprüfer Götz Löding-Hasenkamp, Wirtschaftsprüfer |
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