Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 99153
Vorher
UNA 229. Equity Management GmbH
Eingetragen
25.4.2014
Branche
BeteiligungsgesellschaftenBetrieb von Bahnhöfen für den Personenverkehr einschließlich OmnibusbahnhöfenManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
das Führen und Betreiben von Hotels und Gastronomiebetrieben in Deutschland.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marvin Hugo Ofori
seit 14.8.2025
Prokura
Geschäftsführer
Erik Friemuth
seit 4.3.2024
Geschäftsführer
Florian André Graetz
seit 1.12.2023
Geschäftsführer
Prokura
Irene Bita
seit 3.12.2019
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Whitbread Group PLCGBR
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Premier Inn Holding GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Premier Inn GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.03.2023 bis zum 29.02.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 1. März 2023 - 29. Februar 2024

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell und Struktur des Unternehmens

Die Premier Inn GmbH, eine im Jahr 2014 gegründete Hotelbetriebsgesellschaft, baut, besitzt und betreibt Hotels an zentral gelegenen Standorten, deren Zielgruppe Geschäftsreisende wie auch Privatreisende und Familien im mittleren Preissegment sind.

Zum Geschäftsjahresende 2023/2024 werden 33 Hotels unter der Marke "Premier Inn" in Deutschland geführt.

Die Gesellschaft hat einen Ergebnisabführungsvertrag mit ihrer Muttergesellschaft Premier Inn Holding GmbH.

Whitbread PLC, Dunstable/England, als oberste Konzerngesellschaft, ist ein im Financial Times Stock Exchange (FTSE) 100 Börse gelisteter Konzern mit über 280-jähriger Geschichte und einem Umsatz von rund 3,0 Mrd. GBP im Geschäftsjahr 2023/2024 (Vorjahr: ca. 2,6 Mrd. GBP), wobei der Anstieg des Konzernumsatzes maßgeblich auf die Erholung der Nachfrage von Geschäftsreisenden sowie der Aufhebung von Restriktionen infolge der COVID-19-Pandemie zurückzuführen ist.

Allgemeine Verwaltungstätigkeiten der Berichtsgesellschaft sowie gruppenübergreifende, administrative Dienstleistungen für Tochterunternehmungen, wie zum Beispiel das Finanz- und Personalwesen, werden durch die Premier Inn Holding GmbH (vormals Whitbread Holdings Germany GmbH) erbracht.

2. Forschung und Entwicklung

Forschungs- und Entwicklungstätigkeit wird nicht betrieben.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen in Deutschland

Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 % gefallen (2022: Anstieg um 1,8 %; BMWK, Ausgewählte Daten zur wirtschaftlichen Lage, Februar 2024). Der Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Februar 2024 beschreibt weiterhin eine robuste Arbeitsmarktlage mit kräftigen Tariflohnzuwächsen aufgrund des Inflationsdrucks. Die Zahl der Erwerbstätigen nahm im Februar 2024 gegenüber dem Vorjahresmonat um 212.000 Personen zu.

2. Entwicklung des Hotelmarkts in Deutschland

In den letzten Jahren waren angebots- und nachfragebezogene Trends des Hotelmarktes geprägt von zunehmender Internationalisierung und steigendem Wettbewerb, aber auch das hohe Qualitätsbewusstsein sowie die Preissensibilität der Hotelgäste spielten eine enorme Rolle.

Mit Ausbruch des Covid-19-Virus und den damit einhergehenden Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Pandemie wurde der Hotelmarkt vor neue Herausforderungen gestellt. So rückte insbesondere die kurzfristige Reaktion auf sich rasch verändernde lokale Gegebenheiten im Rahmen der Pandemie in den Vordergrund. Zeitweise wurden landesspezifische Beherbergungsverbote touristisch veranlasster Reisen verhängt, aber auch berufliche Reisen wurden größtenteils ausgesetzt, da zahlreiche Messen und Events abgesagt oder verschoben wurden.

Im Jahresverlauf 2023 näherten sich die monatlichen Übernachtungszahlen in Deutschland dem Niveau des Jahres 2019 immer mehr an. Die durchschnittliche Zimmerauslastung in Deutschland stieg im Geschäftsjahr 2023/2024 um 6,9 % und der durchschnittliche Zimmerpreis um 5,1 %. Insgesamt stieg der Logisumsatz je verfügbarem Zimmer um 12,4 %. Die generelle Entwicklung der Auslastung in den für unsere Gesellschaft relevanten Standorten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg und München war im Geschäftsjahr 2023/2024 durchweg positiv.

ARR: durchschnittliche Tagesrate (Average Room Rate)

Occ: prozentualer Anteil der Zimmerbelegung

RevPAR: Umsatz des Hotels (pro Zimmer), Revenue per available room

3. Geschäftsverlauf und Lage

Deutschland bietet für Premier Inn die Chance für langfristiges Wachstum und die erfolgreiche Replikation des bewährten Geschäftsmodells im Vereinigten Königreich. Die Ausgangslage hierfür ist gut. Der deutsche Hotelmarkt ist um 40 % größer als im UK, mit einem großen Anteil von unabhängigen Hotels und bisher ohne einen klaren Marktführer im Segment der Markenhotels. In dem für Premier Inn besonders relevanten Segment der Budget-Hotels liegt der Marktanteil von markengebundenen Hotelketten bei 12 %, wobei keine Marke mehr als 2 % des Gesamtmarkts erreicht.

Die Geschäftsstrategie der Premier Inn GmbH konzentrierte sich auch im FY 2023/2024 weiter auf Expansion in Deutschland. So wurden im Verlauf des Geschäftsjahres zehn weitere Hotels unter der Marke Premier Inn eröffnet, wodurch sich die Anzahl der von der Berichtsgesellschaft in Deutschland betrieben Hotels auf 33 erhöht. Die Neueröffnungen erfolgten in den Städten Wiesbaden, Stuttgart, Berlin, Karlsruhe, Dresden, Darmstadt, Heilbronn, Frankfurt, München sowie Köln. Inklusive der Schwestergesellschaften betriebt die Hotelkette somit 56 Hotels in Deutschland und plant in den kommenden Jahren mehr als 30 weitere Hotels im ganzen Land zu eröffnen. Mit dem Fortschritt auf dem deutschen Markt baut Premier Inn seine nationale Präsenz aus und nähert sich schrittweise dem Ziel an die führende Marke im Marktsektor der Premium Economy Hotels zu werden.

Im Geschäftsjahr 2023/2024 erholte sich der Markt weiter von den Nachwirkungen der Pandemie mit einer zunehmenden Anzahl von Freizeitveranstaltungen, Messen und Geschäftsreisen, wovon auch das Premier Inn Geschäft profitierte. Trotz insgesamt höherer Auslastungsniveaus im Vergleich zu den pandemiebedingten Vorjahren konnte das geplante Auslastungsniveau im Berichtsjahr insgesamt nicht erreicht werden. Dies ist hauptsächlich auf den unerwarteten Rückgang des Inlands-Tourismus im Vergleich zum vorhergehenden Geschäftsjahr 2022/2023 zurückzuführen. Aufgrund des wiedererstarkenden Flugverkehrs nutzen viele Reisende die Sommermonate dieses Jahres wieder verstärkt für einen Urlaub außerhalb Deutschlands. Des Weiteren gab es im Rahmen der erfolgreichen Migration auf ein neues Property-Management-System vorübergehend technische Herausforderungen, die zu einer eingeschränkten Verfügbarkeit der Distributions- und digitalen Marketing- /Akquisitionskanäle führten.

Die Zimmerauslastung des Geschäftsjahres 2023/2024 lag bei 61 % (Vorjahr: 57 %) und verfehlt somit die angestrebte Auslastung für das Geschäftsjahr von 66 % um 5 %. Die durchschnittliche Zimmerrate dagegen fällt mit EUR 84 (Vorjahr: EUR 75) um EUR 4 höher aus als die im Vorjahr prognostizierte durchschnittliche Zimmerrate in Höhe von EUR 80. Die Personalaufwandsquote belief sich auf 37 % (Vorjahr: 38 %) und liegt damit über dem prognostizierten Wert aus dem Vorjahr von 35 %.

a. Ertragslage

Die Umsatzerlöse beliefen sich im Berichtszeitraum auf TEUR 136.851. Dies stellt einen Anstieg der Umsätze um TEUR 60.966 im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 75.884) dar, was vor allem aus der Neueröffnung von 10 weiteren Hotels, sowie einer höheren erzielten Zimmerrate resultiert.

Der Anstieg der Materialaufwendungen um TEUR 12.779 wird im Wesentlichen durch die höheren Umsatzerlöse verursacht. Die auf die Umsatzerlöse bezogene Materialeinsatzquote hat sich auf 26,5 % (Vorjahr: 30,9 %) insbesondere aufgrund eines gesunkenen Anteils des Bezugs von Fremdleistungen vermindert.

Der Anstieg der Personalaufwendungen von TEUR 13.044 wird maßgeblich durch die höhere Mitarbeiterzahl verursacht. Die auf die Umsatzerlöse bezogene Personalaufwandsquote beträgt 25,2 % (Vorjahr: 28,2 %), wobei deren Rückgang im Wesentlichen aus den höheren Umsatzerlösen resultiert.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 35.751 resultiert aus höheren Kosten aufgrund von Hotelneueröffnungen und hiermit zusammenhängend höheren Mietaufwendungen.

Der Jahresfehlbetrag vor Gewinnabführung belief sich auf TEUR 13.066. Dieser wird maßgeblich verursacht durch weiterhin hohe Lohn- und Betriebskosten sowie Investitionen in die Standorte, denen im Geschäftsjahr keine ausreichenden Einnahmen gegenüberstehen. Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags beträgt der Jahresüberschuss wie im Vorjahr TEUR 0.

Der starke Fokus auf Expansion in Deutschland bedeutet auch, dass das Unternehmen übernommene Hotels erst integrieren muss, bevor diese Ihr volles Gewinnpotenzial erreichen können. Diese Vorgehensweise wirkt sich weiter ergebnismindernd auf das Deutschlandgeschäft insgesamt aus, wobei die etablierten Hotels die Profitabilität bereits erreicht haben.

Auch wenn die Prognose des Vorjahres zu Umsatz und Ergebnis vor Gewinnabführung knapp verfehlt wurde, sieht die Geschäftsführung die Zielerreichung des Geschäftsjahres 2023/2024 hinsichtlich des angestrebten Wachstums in Deutschland insgesamt als zufriedenstellend an. Trotz Herausforderungen konnte das Unternehmen seine strategischen Ziele weitgehend erreichen und hat wesentliche Grundsteine für zukünftige Erfolge gelegt. Insbesondere die Expansion an neuen Standorten mit der Eröffnung von 10 weiteren Hotels im Geschäftsjahr sowie die verstärkten Marketing- und Vertriebsanstrengungen trugen dazu bei, die Marktposition von Premier Inn zu stärken.

b. Finanzlage

Die Gesellschaft hat keine konzernexterne Fremdfinanzierung genutzt. Zur Finanzierung des Wachstums der Premier Inn GmbH in Deutschland besteht mit der Premier Inn Holding GmbH eine Vereinbarung über eine gruppeninterne Kreditlinie in Höhe von TEUR 71.000, wovon TEUR 3.974 bereits zum Abschlussstichtag in Anspruch genommen wurden. Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurde durch Rückzahlungen an die Gesellschafterin die Kapitalrücklage auf TEUR 271.300 reduziert (Vorjahr: TEUR 327.183).

Zur Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit liegt eine harte Patronatserklärung der Whitbread Group PLC, Dunstable/England, vom 29. Januar 2024 vor, wonach bis zum 28. Februar 2026 finanzielle Risiken der Gesellschaft abgesichert werden.

Der Cashflow aus Laufender Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 39.962. Wesentlichen Einfluss hat hierbei die Zahlung von Forderungen aus dem Verkauf von Hotelausstattung an das Schwesterunternehmen Premier Inn Hotel GmbH.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beläuft sich auf TEUR -19.140 und beinhaltet ausschließlich konzerninterne Transaktionen. Diese betreffen Einzahlungen/Auszahlungen in die Kapitalrücklage, Darlehenszahlungen sowie Zinserträge und Zinsaufwendungen. Im Geschäftsjahr wurden Forderungen aus dem Gewinnabführungsvertrag von der Gesellschafterin beglichen und zur Rückzahlung des Gesellschafterdarlehens verwendet.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit zeigt für das Geschäftsjahr 2023/2024 eine Nettoauszahlung von TEUR -20.700. Diese Größe wird maßgeblich verursacht durch Investitionen in die Standorte und die Eröffnung von 10 weiteren Hotels.

Das Eigenkapital sank im Geschäftsjahr auf TEUR 270.506 (Vorjahr: TEUR 326.390) aufgrund der Nutzung der guten Liquiditätslage zur Rückzahlung von Eigenkapitalmitteln an die Gesellschafterin. Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft beträgt 86,8 % (Vorjahr: 74,5 %).

Der Bestand an liquiden Mitteln beträgt zum Geschäftsjahresende 2023/2024 TEUR 2.811 (Vorjahr: TEUR 2.689).

Durch die hohe Eigenkapitalquote sowie der Verfügbarkeit von weiteren Eigenkapitalzuführungen durch die finanzstarke Konzernmutter wird die Finanzlage insgesamt als stabil beurteilt.

c. Vermögenslage

Die Bilanzsumme zum 29.02.2024 lag mit TEUR 311.576 um TEUR 126.331 unter dem Vorjahr.

Das Anlagevermögen erhöhte sich um TEUR 13.211. Der Anstieg ist vor allem zurückzuführen auf Investitionen in die übernommenen Standorte. Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen beträgt 85,6 % (Vorjahr: 57,9 %).

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sanken um TEUR 140.411 auf TEUR 37.829 (Vorjahr: TEUR 178.240). Darin enthalten sind TEUR 35.444 (Vorjahr: TEUR 176.564) aus Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Die Reduzierung beruht im Wesentlichen aufgrund der Zahlung von Forderungen aus dem Gewinnabführungsvertrag durch die Muttergesellschaft Premier Inn Holding GmbH sowie dem Ausgleich von Forderungen aus dem Verkauf von Hotelausstattung an das Schwesterunternehmen Premier Inn Hotel GmbH.

Die sonstigen Rückstellungen haben sich mit TEUR 8.614 kaum verändert zum Vorjahr (TEUR 8.573) und betreffen zum größten Teil ausstehende Lieferantenrechnungen.

Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf TEUR 25.581 (Vorjahr: TEUR 97.003). Die darin enthaltenen Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen betragen TEUR 13.582 (Vorjahr: TEUR 90.929). Die Reduzierung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist insbesondere auf Rückzahlungen von Darlehen der Konzernkreditlinie verursacht.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beträgt TEUR 6.874 (Vorjahr: TEUR 5.941) und beinhaltet zum größten Teil erhaltene Vermieterzuschüsse für die Anmietung von Hotelbetrieben, die über die Vertragslaufzeit ertragswirksam aufgelöst werden.

III. Prognosebericht

An der sehr positiven Einschätzung der mittel- und langfristigen Wertschöpfungsmöglichkeiten für Premier Inn in Deutschland hat sich nichts geändert. Mit einem großen unabhängigen Sektor ist der Markt in Deutschland stark fragmentiert. Nach dem Ende der Pandemie, verbunden mit dem Wegfall der staatlichen Unterstützung, wird vor dem Hintergrund weiter steigender Preise und Zinsen mit zunehmendem Druck auf die unabhängigen Hotelbetriebe gerechnet, was zu Chancen für weitere Marktanteilsgewinne führen wird.

Im neuen Geschäftsjahr wird der Fokus auf die weitere Steigerung der Markenbekanntheit von Premier Inn in Deutschland, der Verbesserung des Angebots für unsere Gäste sowie dem werthaltigen Wachstum liegen.

Angetrieben durch die Fußball Europameisterschaft in Deutschland ist die Nachfrage und Auslastung sowie die durchschnittliche Zimmerrate in der ersten Hälfte des neuen Geschäftsjahres im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Im Geschäftsjahr 2024/2025 erwarten wir insgesamt eine weitere Steigerung der Zimmerauslastung und der Zimmerrate. Zudem wird prognostiziert, dass sich die Personalaufwandsquote aufgrund der erhöhten Zimmerumsätze und der umgesetzten Effizienzmaßnahmen verbessern wird. Es wird außerdem erwartet, dass die Verluste im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduziert werden und in der zweiten Jahreshälfte des Geschäftsjahres 2024/2025 ein annähernd ausgeglichenes Geschäftsergebnis erzielt wird.

Strategisches Ziel für Deutschland ist die Einnahme einer führenden Rolle im Marktsektor der Premium Economy Hotels, verbunden mit einer langfristigen Kapitalrendite von 10-14 %.

IV. Chancen- und Risikobericht

Die Whitbread-Unternehmensgruppe hat in Deutschland zahlreiche eigene neue Hotels in Entwicklung. Zusammen mit den bereits bestehenden Hotels werden sie ein modernes, bundesweites Netzwerk bilden und effiziente Prozesse sicherstellen können. Dadurch wird auch die Marke "Premier Inn" unter potenziellen Immobilieninvestoren und auf dem Hotelmarkt bei den Endkunden schnell an Bekanntheit gewinnen. In Großbritannien betreibt Whitbread bereits über 850 Hotels erfolgreich und wird aus dieser Kundenbasis auch mit der steigenden Anzahl an Hotels in Deutschland weitere Geschäftsmöglichkeiten generieren können, da englische Firmen die für sie bekannte Marke Premier Inn auch deutschlandweit buchen können.

Im Gegensatz zu Premier Inns Heimatmarkt in England besteht in Deutschland noch eine sehr begrenzte Marktwahrnehmung. Aus diesem Grund setzt Premier Inn Deutschland auf die Strategie des "Inbound Marketing". Diese stellt den Zielkunden in den Mittelpunkt der eigens entwickelten Strategie, um sicherzustellen, dass alle Aktivitäten auf die Zielgruppen ausgerichtet sind. Gemeinsam mit Operations, Vertrieb und Marketing konzentriert sich Premier Inn darauf, die perfekte Customer Journey und Customer Experience zu gestalten. Dies führt zu zufriedenen Gästen, die die Sales- und Marketingaktivitäten unterstützen. Die Bereiche Marketing und Sales haben sich somit als Ziel gesetzt, die Markenpräsenz und Wahrnehmung von Premier Inn in Deutschland deutlich zu erhöhen.

Die Chancen und Risiken der Berichtsgesellschaft sind weitgehend vom operativen Betrieb der Hotels abhängig.

Die Covid-19-Pandemie und die damit verbundenen negativen Auswirkungen auf den Hotelmarkt sind noch immer feststellbar. Unserer Auffassung nach wird sich der nationale und internationale Reiseverkehr nur langsam erholen. Durch die Pandemie hat sich der Trend zum digitalen, mobilen Arbeiten, Homeoffice und Videokonferenzen verstärkt. Aus der hybriden Arbeitswelt könnten sowohl negative als auch positive Einflüsse auf die Hotelnachfrage resultieren.

Die Verringerung der Anzahl von Wettbewerbern und Hotels, die in den vergangenen drei Jahren spürbar war, kann mittelfristig zu einer Reduzierung des Wettbewerbsdrucks auf lokalen Hotelmärkten führen, wovon unsere Hotels profitieren könnten. Zugleich erwarten wir, dass sich neue Geschäftschancen für unsere Gesellschaft durch Übernahmen von Hotelportfolios ergeben können. Ob und in welchem Umfang wir dies für eine Erweiterung unseres Hotelgeschäftes nutzen werden, kann zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgesehen werden. Dessen ungeachtet ergäben sich aus diesen Geschäften inhärente Risiken.

Die Folgen der Pandemie haben sich auch innerhalb der Belegschaft bemerkbar gemacht. So haben viele Fachkräfte der Hotellerie den Rücken gekehrt und sind in weniger anfällige Industrien abgewandert. Es wird zunehmend schwieriger, potenzielle Nachwuchskräfte für die Branche zu finden, was bereits vor der Pandemie eine große Herausforderung für die Hotellerie darstellte und auch weiter eine der größten Hausforderungen in der Hotellerie ist. Mithilfe unserer jährlichen Mitarbeiterbefragung ("Engagement Survey") sowie mehreren Stimmungsbarometern innerhalb der Hotels und des Support Centers in Frankfurt konnten wir wertvolle Rückmeldungen erhalten, um unsere Prozesse, Konzepte und Kommunikation stetig zu verbessern.

Im Allgemeinen ist die Gesellschaft branchenüblichen Risiken ausgesetzt. Risiken, die sich negativ auf die Reisetätigkeit auswirken könnten, bestehen insbesondere in geopolitischen Konflikten und dem Drohpotential von terroristischen Anschlägen. Besonders kritisch wird die Entwicklung der Energiekosten gesehen, die das Betriebsergebnis auf operativer Ebene signifikant reduzieren. Wenngleich ein entsprechendes Energiemonitoring durch unser Unternehmen sichergestellt ist, sind wir von bestehenden Tarifen und Angeboten abhängig. Aus der aktuellen Flüchtlingsbewegung könnten sich für unser Unternehmen Chancen in der Form ergeben, dass entsprechende Fachkräfte nicht nur kurzfristig, sondern auch mittelfristig in den deutschen Arbeitsmarkt integriert werden können und somit dem Fachkräftemangel in der Hotellerie begegnet werden könnte.

In Bezug auf finanzwirtschaftliche Risiken besteht zwar ein Adressenausfallrisiko, dessen Eintrittswahrscheinlichkeit aber aufgrund der äußerst hohen Vorauszahlungsquote als sehr niedrig eingeschätzt wird. Weitere finanzwirtschaftliche Risiken werden im Hinblick auf die derzeit defizitäre Geschäftstätigkeit zwar gesehen, jedoch ist die Finanzierung der Gesellschaft über Eigenkapital, Einbindung in einen Ergebnisabführungsvertrag oder Darlehen durch den finanzstarken Mutterkonzern gesichert. Die Gesellschaft plant wie in Abschnitt 3 genannt weitere Hoteleröffnungen. Unter Berücksichtigung der hierzu benötigten Anlaufkosten ist geplant, mittelfristig die Profitabilitätszone zu erreichen.

Steuerungssysteme

Die Premier Inn GmbH ist im Rahmen der unternehmerischen Tätigkeit einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Risiken werden im weitesten Sinne als die Gefahr, unsere finanziellen, operativen, rechtlichen oder strategischen Ziele nicht wie geplant zu erreichen, definiert. Das Management von Risiken liegt dabei in erster Linie bei der Geschäftsführung. Die Premier Inn GmbH verfügt über ein gruppenweites Berichtswesen, das ein Controlling aller wirtschaftlich relevanten Eckdaten ermöglicht. Es wird durch eine ständige Verfolgung der Finanzströme ergänzt. Aufgrund flacher Hierarchien können direkte Kommunikations- und schnelle Entscheidungswege umgesetzt werden. Dadurch ist es der Premier Inn GmbH möglich, dass die Geschäftsführung unverzüglich über auftretende Risiken in Kenntnis gesetzt und Risikopotentiale zügig analysiert werden. Die Einleitung und Überwachung von Gegenmaßnahmen oder Vorkehrungen kann unmittelbar und effizient in der Organisation umgesetzt werden.

Innerhalb der Berichtsgesellschaft sowie der Muttergesellschaft Premier Inn Holding GmbH sind Schlüsselpositionen mit Mitarbeitenden besetzt, die langjährige Führungserfahrung in der Hotellerie besitzen. Dadurch wird sichergestellt, dass die Planung von Produktangeboten, Betriebsprozessen, Markenauftritt und Design sowie Vermarktungsstrategie mit dem notwendigen Sachverstand erfolgen.

Die Geschäftsführung setzt sich in regelmäßigen Meetings zusammen und nutzt kontinuierlich eine Reihe von Kennzahlen als finanzielle Leistungsindikatoren. Dazu wird die Budgetplanung mit der tatsächlichen Geschäftsentwicklung verglichen und bei signifikanten Abweichungen werden entsprechende Maßnahmen abgeleitet, geprüft und ggf. umgesetzt.

Die zur Steuerung des Geschäfts auf Ebene der einzeln betriebenen Hotels herangezogenen finanziellen Leistungsindikatoren sind der Logisumsatz in TEUR, der RevPAR in EUR und das EBIT in EUR. Der Logisumsatz umfasst die Erlöse aus dem Verkauf von Zimmern. Der RevPAR sind die Erlöse aus Logisumsatz pro verfügbarer Zimmerkapazität.

Die Controlling-Aktivitäten erstrecken sich zudem auf detaillierte Projektstudien und Wirtschaftlichkeitsberechnungen, Projektkalkulation, Analysen in der Bauphase bis über die Eröffnung hinaus, um dadurch zeitnah Abweichungen und Fehlentwicklungen entdecken und beseitigen zu können. Basis der Entscheidungen sind, neben der strategischen Positionierung und der Einschätzung des Mikrostandortes, das Volumen und die Struktur der Nachfrage, die Mitbewerbersituation und das zu erwartende Preisgefüge in Relation zur Investition bzw. Miete pro Zimmer.

Im Hinblick auf rechnungslegungsbezogene Prozesse ist es das Ziel, Risiken zu identifizieren, die einer regelkonformen Erstellung des Jahresabschlusses sowie des Lageberichts entgegenstehen. Das interne Kontrollsystem soll durch Implementierung entsprechender Kontrollen mit hinreichender Sicherheit gewährleisten, dass trotz identifizierter Risiken ein regelkonformer Jahresabschluss erstellt wird. Sämtliche relevanten Abteilungen der ausgelagerten Buchhaltungsorganisation im Vereinigten Königreich sind organisatorisch in diesen Prozess einbezogen. Die Geschäftsführung trägt die Gesamtverantwortung für Umfang und Ausrichtung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems auch im Bereich Rechnungslegung und übernimmt alle wesentlichen Kontrolltätigkeiten entweder selbst oder sie werden durch ihre qualifizierten Teams übernommen. Die Buchhaltung nach IFRS wird von der zentral in England befindlichen und für gruppenübergreifend verantwortliche Buchhaltung durchgeführt und hier von einem dedizierten, deutschsprachigen Team unterstützt. Eine Überleitung der Rechnungslegung und die Erstellung der einzelnen Jahresabschlüsse nach HGB findet in Deutschland durch das deutsche Buchhaltungsteam unter Führung eines ausgebildeten Bilanzbuchhalters statt.

Die Berichtsgesellschaft ist der Auffassung, dass das eingerichtete interne Kontrollsystem und Risikomanagement, bezogen auf den Rechnungslegungsprozess, grundsätzlich geeignet ist, das erforderliche Kontrollumfeld vorzuhalten und wesentliche Risiken zeitnah zu identifizieren.

V. Sonstige Angaben

1. Zielgrößen für den Frauenanteil

Im Rahmen der Unternehmensstrategie zur Förderung des Frauenanteils wurde für die Geschäftsführung eine Zielquote von 33 % für den Frauenanteil definiert, die aktuell vollständig erreicht wird.

Auf der ersten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung (Managementlevel II), die die Gruppe der Hotel Manager sowie Cluster und Multi-Site Manager umfasst, beträgt die Zielquote 32 %. Diese wurde mit einer aktuellen Erreichungsquote von 47 % deutlich übertroffen.

Auf der zweiten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung (Managementlevel III), die die Gruppe der Assistant Hotel Manager umfasst, wurde eine Zielquote von 50 % festgelegt. Hier liegt die Erreichungsquote bei 60 %, und übertrifft somit ebenfalls die angestrebte Quote.

2. Umweltmanagement - Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist für den Whitbread Konzern ein zentrales Thema. Eigens dafür hat das traditionsreiche Hospitality-Unternehmen ein Nachhaltigkeitsprogramm namens "Force for Good" ins Leben gerufen, in dem klare Ziele verankert sind: Menschen ein gutes Leben und Arbeiten zu ermöglichen. Dazu zählt der effiziente Einsatz von Energie und Ressourcen, genauso wie soziale Projekte im Bereich Spenden und Sponsoring.

Mit der Intensivierung seiner Klimaziele festigt Whitbread nicht zuletzt seine Position als nachhaltigster Hotelbetreiber im Vereinigten Königreich. Auch in Deutschland wird angestrebt bis 2040 den Ausstoß schädlicher Emissionen weiter zu reduzieren, die Nutzung von Ökostrom in allen eigenen Betrieben zu fördern, in hocheffiziente Elektrogeräte zu investieren und die eigenen Hotels mit modernen Kontrollsystemen auszustatten, um ein nachhaltiges Asset Management zu gewährleisten.

 

Frankfurt am Main, den 5. Dezember 2024

Geschäftsführung

Erik Friemuth

Florian André Graetz

Inge Josephine L. Van Ooteghem

Bilanz zum 29. Februar 2024

Aktiva

29.02.2024 28.02.2023
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 305.978,56 513.086,00
2. Geleistete Anzahlungen 4.729,50 0,33
310.708,06 513.086,33
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, Bauten und Mietereinbauten 218.326.218,76 211.318.075,55
2. Andere Anlagen, Maschinen und Betriebs- und Geschäftsausstattung 40.446.917,51 31.006.116,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.761.079,03 10.796.824,59
266.534.215,29 253.121.016,13
266.844.923,35 253.634.102,46
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Leistungen 0,00 549.068,56
2. Waren 323.294,55 293.529,54
323.294,55 842.598,10
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 35.443.518,13 176.564.319,94
2. Sonstige Vermögensgegenstände 2.385.185,15 1.675.648,86
37.828.703,28 178.239.968,80
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.811.304,65 2.688.746,39
40.963.302,48 181.771.313,29
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3.767.988,19 2.501.497,95
311.576.214,02 437.906.913,71

Passiva

29.02.2024 28.02.2023
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 271.299.785,95 327.183.348,92
III. Verlustvortrag -818.360,19 -818.360,19
270.506.425,76 326.389.988,73
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 8.614.437,49 8.573.113,69
8.614.437,49 8.573.113,69
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.246.894,40 2.029.201,99
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.913.719,18 2.830.198,37
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 13.581.799,99 90.929.133,54
4. Sonstige Verbindlichkeiten 838.695,21 1.214.460,64
25.581.108,78 97.002.994,54
D. Rechnungsabgrenzungsposten 6.874.241,99 5.940.816,75
311.576.214,02 437.906.913,71

Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. März 2023 bis 29. Februar 2024

01.03.2023-29.02.2024 01.03.2022-28.02.2023
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 136.850.526,08 75.884.084,90
2. Sonstige betriebliche Erträge 2.408.336,05 2.101.012,81
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 0 (Vj. TEUR 73)
Rohertrag 139.258.862,13 77.985.097,71
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen Roh-Hilfs-Betriebsstoffe unf für bezogene Waren 15.139.291,69 10.131.961,17
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 21.078.697,50 13.307.148,20
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 28.214.969,84 17.970.825,93
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 6.262.489,14 3.462.944,34
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 12.271.119,57 9.999.002,65
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 68.949.822,35 33.198.723,44
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 30.635,74 (Vj. TEUR 0)
Summe der betrieblichen Aufwendungen 151.916.390,09 88.070.605,73
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.781.957,77 4.440.031,24
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 4.781.957,77 (Vj. TEUR 4.440)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.974.461,47 2.986.556,28
davon an verbundene Unternehmen EUR 3.974.461,47 (Vj. TEUR 2.969) 807.496,30 1.453.474,96
9. Ergebnis vor sonstigen Steuern und vor Ergebnisabführung -11.850.031,66 -8.632.033,06
10. Sonstige Steuern 1.216.446,60 710.485,91
11. Erträge aus Verlustübernahme -13.066.478,26 -9.342.518,97
12. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. März 2023 bis 29. Februar 2024

1. Allgemeine Hinweise

Die Gesellschaft ist unter der Firma Premier Inn GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 99153 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 3 HGB.

Das Berichtsjahr ist ein Geschäftsjahr, welches am 1. März 2023 beginnt und am 29. Februar 2024 endet.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und "Davon-Vermerke" teilweise gesondert im Anhang dargestellt.

Der Jahresabschluss wurde unter der Prämisse der Unternehmensfortführung aufgestellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene, immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare und außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungszeiträume werden ausgehend von den in den steuerrechtlichen AfA-Tabellen angegebenen kürzesten Nutzungsdauern ermittelt, soweit nicht im Einzelfall Anhaltspunkte für eine abweichende betriebsindividuelle Nutzungsdauer vorliegen.

Es wird vom Wahlrecht des § 240 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht, gleichartige oder annährend gleichwerte bewegliche Vermögensgegenstände zu einer Gruppe zusammenzufassen.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800 werden im Jahr des Zugangs entweder voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst oder unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben.

Die unfertigen Leistungen und Waren werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert bzw. den Anschaffungskosten oder dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt.

Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Uneinbringliche Forderungen werden ausgebucht.

Die liquiden Mittel werden mit ihrem Nominalwert angesetzt. Bankguthaben in fremder Währung werden gemäß § 256a HGB mit dem Kurs am Abschlussstichtag berücksichtigt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben, die Aufwendungen nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Das gezeichnete Kapital in Höhe von TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 25) ist voll eingezahlt und wird zum Nennwert bilanziert. Gesellschafterin ist die Premier Inn Holding GmbH.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Die Fremdwährungsumrechnung wird auf Einzeltransaktionsbasis durchgeführt.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

3. Erläuterungen zur Bilanz

3.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

3.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.168 (Vorjahr: TEUR 68.045) sowie in Höhe von TEUR 33.275 (Vorjahr: TEUR 108.519) aus Verlustausgleichsansprüchen im Rahmen des bestehenden Gewinnabführungsvertrages sowie Ansprüchen aus der Steuerorganschaft mit der Gesellschafterin, der Premier Inn Holding GmbH. Insgesamt bestehen Forderungen gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 35.750 (Vorjahr: TEUR 110.573). Die Reduzierung der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 141.121 beruht hauptsächlich aus der Zahlung von Verlustausgleichsansprüchen durch die Gesellschafterin.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 2.385 (Vorjahr: TEUR 1.676) enthalten im Wesentlichen Ansprüche gegenüber Vermietern.

Forderungen basierend auf dem Gewinnabführungsvertrag sowie die Forderungen aus der Steuerorganschaft haben eine Restlauzeit von mehr als einem Jahr. Sämtliche sonstige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3.3 Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

2023/2024 2022/2023
in TEUR in TEUR
Boni 1.051 1.340
Service Charge 982 604
Urlaub 275 233
Variable Kaufpreisbestandteile für neue Standorte 0 1.500
Ausstehende Lieferantenrechnungen 3.072 2.455
Prozesskosten 0 1.016
Sonstige 3.234 1.425
8.614 8.573

Im Vorjahr bestanden aufgrund des zeitlichen Fortschritts der Jahresabschlusserstellung zum Aufstellungszeitpunkt keine ausstehenden Lieferantenrechnungen mehr, die sich auf den Zeitraum vor dem Abschlussstichtag bezogen hätten.

3.4 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 9.607 (Vorjahr: TEUR 28.045) sowie aus Darlehenszinsen gegenüber der Gesellschafterin, der Premier Inn Holding GmbH. Gegenüber der Gesellschafterin bestehen Verbindlichkeiten von insgesamt TEUR 10.014 (Vorjahr: 66.147). Der Rückgang der Verbindlichkeiten betrifft im Wesentlichen die Rückführung des Darlehens. Zum Bilanzstichtag besteht das Darlehen noch in Höhe von TEUR 3.975 (Vorjahr: TEUR 62.884). Im Geschäftsjahr 2023/2024 fielen Zinsen für das Darlehen in Höhe von TEUR 3.975 (Vorjahr: TEUR 2.969) an.

Von den Verbindlichkeiten haben TEUR 3.975 (Vorjahr: TEUR 62.884) eine Laufzeit von einem bis fünf Jahre. Sämtliche verbleibenden Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres zur Zahlung fällig.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.1 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse resultieren im Wesentlichen aus den im Inland betriebenen Hotels.

Umsatzerlöse

Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen

2023/2024 2022/2023
in TEUR in TEUR
Logis 117.167 64.660
Gastronomie 16.111 9.005
Hoteldienstleistungen und Sonstige 3.573 2.219
Summe 136.851 75.884

4.2 Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

Im Geschäftsjahr lagen weiter keine wesentlichen periodenfremden oder außergewöhnlichen Erträge und Aufwendungen vor, die für die Beurteilung der Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung wären.

5. Sonstige Angaben

5.1 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 1.167.992. Der Anteil dieser Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen beträgt TEUR 238.020.

Die Gesellschaft hat langfristige Mietverträge für den Betrieb von Hotels an den Standorten Berlin, Braunschweig, Düsseldorf, Hannover, Heidelberg, Köln, Lübeck, Passau, Nürnberg, Saarbrücken, Stuttgart, Wuppertal, Regensburg, Wolfsburg, Wiesbaden, Karlsruhe, Dresden, Darmstadt, München, Frankfurt sowie Heilbronn abgeschlossen. Die Verträge haben in der Regel eine Laufzeit von 20 bis 25 Jahren. Der letzte endet voraussichtlich im Jahr 2049.

5.2 Geschäftsführung

Geschäftsführer waren im Berichtszeitraum bis zum 29. Februar 2024:

Frau Natalie Busch, Berlin, Managing Director Human Resources

Frau Inge Josephine L. Van Ooteghem, London (UK), Managing Director & COO

Herr Mark Anderson, Hampshire (UK), Managing Director Property & International

Herr Tobias Sebastian Roser, Süderau, People Director Germany (ab 30.06.2023)

Herr Florian André Graetz, Hamburg, Chief Financial Officer (ab 24.10.2023)

Herr Erik Friemuth, Düsseldorf, Chief Executive Officer (ab 03.01.2024)

Frau Natalie Busch ist zum 13.06.2023 als Managing Director Human Resources ausgeschieden.

Herr Mark Anderson ist zum 01.03.2024 als Managing Director Property & International ausgeschieden.

Herr Tobias Sebastian Roser ist zum 27.06.2024 als People Director Germany ausgeschieden.

Der Geschäftsführung wurden im Geschäftsjahr keine Bezüge gezahlt.

5.3 Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtszeitraum im Durchschnitt ohne Auszubildende 794 Mitarbeitende (Vorjahr: 502).

5.4 Wesentliche Verträge

Mit der Premier Inn Holding GmbH, Frankfurt am Main (Amtsgericht Frankfurt am Main, HRB 99152), als herrschendes Unternehmen ist am 5. Februar 2015 ein Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen worden.

Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt (Whitbread Group PLC, Dunstable/England), hat am 29. Januar 2024 eine Patronatserklärung abgegeben, wonach bis zum 28. Februar 2026 bestimmte finanzielle Risiken der Gesellschaft abgesichert wurden.

5.5 Ereignisse nach dem Stichtag

Durch den weiteren massiven Ausbau des Portfolios und den damit verbundenen Anstieg des Bekanntheitsgrades der Marke Premier Inn wird die Wahrnehmung als deutschlandweite Hotelkette die Ergebnissituation weiterhin verbessern. Die bessere Abdeckung der deutschen Großstädte durch den Ausbau des Hotelnetzwerkes geht mit einem Anstieg der Attraktivität im B2B einher, was eine Erhöhung des Umsatzes zur Folge hat. Positive Ergebnisse werden weiterhin mittelfristig erwartet.

Weitere bedeutsame Geschäftsvorfälle oder Vorgänge nach dem Ende des Geschäftsjahres bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses haben sich nicht ereignet.

5.6 Konzernverhältnisse

Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Whitbread Group PLC, Dunstable, Bedfordshire (Vereinigtes Königreich England). Der Abschluss, basierend auf internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS), ist hinterlegt im public register des Companies Houses unter der Firmennummer 00029423.

Die Premier Inn Holding GmbH, Frankfurt am Main als oberste deutsche Holdinggesellschaft, ist nach § 292 HGB von der Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit.

 

Frankfurt am Main, den 5. Dezember 2024

Geschäftsführung

Erik Friemuth

Florian André Graetz

Inge Josephine L. Van Ooteghem

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. März 2023 bis 29. Februar 2024

Anschaffungskosten
01.03.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 29.02.2024
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.317.273 0 0 0 1.317.273
2. Geleistete Anzahlungen 0 4.729 0 0 4.729
1.317.273 4.729 0 0 1.322.002
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, Bauten und Mietereinbauten 227.770.492 0 0 12.324.586 240.095.078
2. Andere Anlagen, Maschinen und Betriebs- und Geschäftsausstattung 41.448.210 82.343 -280.131 16.274.974 57.525.396
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.796.825 25.563.814 0 -28.599.560 7.761.079
280.015.527 25.646.157 -280.131 0 305.381.553
281.332.801 25.650.886 -280.131 0 306.703.556
Kumulierte Abschreibungen
01.03.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 29.02.2024
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 804.187 207.107 0 0 1.011.295
2. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0
804.187 207.107 0 0 1.011.295
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, Bauten und Mietereinbauten 16.452.417 5.316.442 0 0 21.768.859
2. Andere Anlagen, Maschinen und Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.442.094 6.747.570 -111.185 0 17.078.479
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
26.894.511 12.064.012 -111.185 0 38.847.338
27.698.698 12.271.120 -111.185 0 39.858.633
Buchwerte
29.02.2024 28.02.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 305.979 513.086
2. Geleistete Anzahlungen 4.729 0
310.708 513.086
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, Bauten und Mietereinbauten 218.326.219 211.318.076
2. Andere Anlagen, Maschinen und Betriebs- und Geschäftsausstattung 40.446.918 31.006.116
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.761.079 10.796.825
266.534.215 253.121.016
266.844.923 253.634.102

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Premier Inn GmbH, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Premier Inn GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 29. Februar 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. März 2023 bis zum 29. Februar 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Premier Inn GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. März 2023 bis zum 29. Februar 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 29. Februar 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. März 2023 bis zum 29. Februar 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen des Unternehmens bzw. von dessen Teilbereichen ein, um Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Jahresabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 30. Dezember 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Frank Hoffsteter, Wirtschaftsprüfer

Michael Erben, Wirtschaftsprüfer

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