Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Selbe AdressePraxen von Wirtschaftsprüferinnen und -prüfern, vereidigten Buchprüferinnen und -prüfern, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und Buchprüfungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Deloitte GmbH WirtschaftsprüfungsgesellschaftMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.06.2023 bis zum 31.05.2024Bilanz zum 31. Mai 2024AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juni 2023 bis zum 31. Mai 2024
Anhang für das Geschäftsjahr 2023/2024Vorbemerkungen Sitz der Gesellschaft ist Rosenheimer Platz 4, 81669 München, Deutschland. Sie wird im Handelsregister beim Amtsgericht München unter der Nummer HRB 83442 geführt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht wurden auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches sowie unter Berücksichtigung rechtsformspezifischer Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB. Die Gesellschaft hat mit ihrer Gesellschafterin, der Deloitte Deutschland GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, am 27./28.11.2019 einen ab dem 01.06.2019 geltenden zeitlich unbefristeten Ergebnisabführungsvertrag mit einer Mindestlaufzeit von sechs Jahren geschlossen. Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit und Lesbarkeit des Abschlusses werden Angaben in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und zugehörige Aufgliederungen sowie Davon-Angaben vollständig im Anhang wiedergegeben. Die laufende Nummerierung verweist auf die entsprechenden Abschlussposten. Alle Zahlenangaben erfolgen einheitlich in Tausend € (T€). Mögliche Abweichungen in den Aufgliederungen und Erläuterungen resultieren aus Rundungsdifferenzen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierung und Bewertung wurde nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 242 bis 256a HGB vorgenommen, die Gliederung gemäß §§ 266 bzw. 275 HGB. Der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren zugrunde gelegt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs bei Zugang erfasst und zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die aus der Währungsumrechnung resultierenden Erträge bzw. Aufwendungen werden im Jahresabschluss der Gesellschaft unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungssätze richten sich nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Bei der Bemessung der Nutzungsdauer wird auf betriebliche Erfahrungen abgestellt. Die in Vorjahren aktivierte und in Nutzung genommene eigenentwickelte Software wird zu Herstellungskosten angesetzt und über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren linear abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen bei dauerhafter Wertminderung. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, über eine Nutzungsdauer zwischen 3 und 5 Jahre angesetzt. Die im Geschäftsjahr 2014/2015 erworbenen Kundenstämme wurden über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren linear abgeschrieben. Der im Geschäftsjahr 2021/2022 erworbene Kundenstamm wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren angesetzt. Die Schätzungen der Nutzungsdauern basieren auf der durchschnittlichen Dauer der Mandantenbeziehungen, der Nachwirkung des Namens und der Erwartung über die Entwicklung der hieraus abgeleiteten zukünftigen Umsätze und Gewinne. Die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungssätze richten sich nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Diese beträgt für Mietereinbauten 2 bis 29 Jahre und für die übrigen anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 20 Jahre. Dabei werden die Zugänge vom Monat der Anschaffung an pro rata temporis abgeschrieben. Zugänge zu Wirtschaftsgütern mit Netto-Anschaffungskosten zwischen € 250,00 und € 1.000,00 werden in einen jahresbezogenen Sammelposten eingestellt und beginnend mit dem Jahr der Anschaffung linear über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren aufgelöst. Wirtschaftsgüter mit Netto-Anschaffungskosten unter € 250,00 werden sofort aufwandswirksam erfasst. Das Finanzanlagevermögen ist mit den Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung, mit dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Abschlussstichtag angesetzt. Verzinsliche Ausleihungen werden zum Nennwert bilanziert. Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus der Altersversorgung sowie aus Arbeitszeitguthaben der Mitarbeiter1 sind Mittel in Spezialfonds oder anderen Wertpapieren angelegt. Sie sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, dieser wird mit den jeweils zu Grunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Der sich danach ergebende Verpflichtungsüberhang wird unter den Rückstellungen erfasst. Die Zeitwerte des Deckungsvermögens werden auf Grundlage der Börsenkurse der Wertpapiere bzw. der durch die Depotbank mitgeteilten Kurse oder der von den Versicherungsunternehmen mitgeteilten Werte berechnet. Die unter den Vorräten ausgewiesenen in Arbeit befindlichen Aufträge sind zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips aktiviert. In die Herstellungskosten werden neben den Pflichtbestandteilen auch angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung einbezogen. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die weiterbelastbaren Auslagen werden zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag erfasst. Notwendige Einzelwertberichtigungen wurden vorgenommen. Für die in Arbeit befindlichen Aufträge wurden zudem auf Grundlage von Erfahrungswerten pauschalierte Wertberichtigungen in ausreichender Höhe gebildet. Zur Verbesserung des Einblicks in die Vermögens- und Finanzlage werden die zum Erfüllungsbetrag bewerteten erhaltenen Anzahlungen, soweit ihnen entsprechende Bestände gegenüberstehen, offen abgesetzt. Soweit Anzahlungen die korrespondierenden Bestände übersteigen, werden diese passivisch ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten bzw. zum Barwert abzüglich angemessener Einzel- und Pauschalwertberichtigungen bewertet. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind grundsätzlich mit Nennwerten angesetzt. Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die für einen bestimmten Zeitraum nach dem Stichtag Aufwand darstellen, werden in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt. Latente Steuern werden auf Ebene der Organträgerin Deloitte Deutschland GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, berücksichtigt. Die Rückstellungen für Pensionen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gemäß der Projected-Unit-Credit-Methode bewertet. Als Rechnungszins wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten 10 Jahre verwendet (Bundesbankzins), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Es werden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Die übrigen Rückstellungen (Steuerrückstellungen, sonstige Rückstellungen) sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Bewertung zu ihrer Erfüllung notwendigen Betrag angesetzt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren ungewissen Verpflichtungen und Risiken angemessen. Bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrages wurde eine durchschnittliche Kostensteigerung von unverändert 2 % berücksichtigt. Soweit die sonstigen Rückstellungen eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben, werden sie mit einem laufzeitadäquaten Zinssatz abgezinst, der von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden ist. Für die Abzinsung der Rückstellungen betragen die Zinssätze für 2024 je nach Restlaufzeit 1,22 % bis 1,63 %. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind in Höhe der vor dem Stichtag eingenommenen Beträge, die nach dem Stichtag ertragswirksam werden, angesetzt. Angaben zur Bilanz Die Aufgliederungen und Entwicklung des Anlagevermögens ist dem beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen. (1) Immaterielle Vermögensgegenstände
Die Software in Entwicklung umfasst im Wesentlichen die Einführung eines neuen ERP-Systems. Die ähnlichen Rechte und Werte betreffen die Ablösung eines Rechtes von der Deloitte Legal Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Düsseldorf. (2) Sachanlagen
Der Posten andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung enthält Einbauten in fremde Immobilien, Büromöbel und -maschinen, Computer und Personenkraftfahrzeuge. (3) Finanzanlagen
Die Aufstellung des Anteilsbesitzes erfolgt auf Seite 21. Anteile an verbundenen Unternehmen Mit Wirkung zum 30.08.2023 hat die Gesellschaft die Deloitte PWD Service Management GmbH, Düsseldorf, mit einem Stammkapital von T€ 25 gegründet. Die Gesellschaft hält seit diesem Zeitpunkt sämtliche Anteile. Im Geschäftsjahr wurden 0,1 % der Anteile des Festkapitals an der Deloitte PWD Service GmbH & Co. KG, Düsseldorf, von der Gesellschaft (Kommanditistin) zu Anschaffungskosten von einem Euro erworben. Komplementärin ist die Deloitte PWD Service Management GmbH, Düsseldorf, diese hält 99,9 % Anteile. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Der LIMA Management S.A.S., Paris, Frankreich, wurde im Geschäftsjahr ein weiteres Darlehen in Höhe von T€ 2.851 gewährt. Insgesamt werden gegen die LIMA Management S.A.S., Paris, Frankreich, Darlehen in Höhe von T€ 3.749 ausgewiesen. Die Wertpapiere des Anlagevermögens betreffen Anteile an einem Spezialfonds. (4) Vorräte
Als in Arbeit befindliche Aufträge werden die bis zum Stichtag angefallenen Leistungen (Arbeitsstunden, Honorare und Auslagen) erfasst, die einem Auftrag zuzurechnen sind, für den die Leistung zum Abschlussstichtag noch nicht realisiert ist. (5) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich im Wesentlichen wie folgt zusammen:
Die Saldierungen werden gesellschaftsbezogen und laufzeitkonform vorgenommen. Die Aufteilung gemäß § 265 Abs. 3 HGB ergibt sich wie folgt:
Sämtliche Forderungen haben wie im Vorjahr Restlaufzeiten bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten die folgenden wesentlichen Posten:
Bei den antizipativen Beträgen im Sinne von § 268 Abs. 4 Satz 2 HGB handelt es sich um Ansprüche gegen die Finanzverwaltung. Die Examensvorschüsse werden Mitarbeitern als längerfristige Darlehen gewährt und bei planmäßigem Verlauf während der nächsten 3 Jahre aufwandswirksam verrechnet. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben T€ 35.254 (Vorjahr: T€ 33.455) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. (6) Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die für einen bestimmten Zeitraum nach dem Stichtag Aufwand darstellen, werden in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt. Dieser Posten beinhaltet im Wesentlichen:
(-) Aktive latente Steuern Latente Steuern werden auf Ebene der Organträgerin Deloitte Deutschland GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, berücksichtigt. Diese werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Für die Berechnung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz in Höhe von 31,755 % zugrunde gelegt. Neben der Körperschaftsteuer von 15 % und dem Solidaritätszuschlag von 5,5 % wurde der Gewerbesteuersatz von 15,93 % berücksichtigt.
(7) Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital von T€ 7.670 wird ausschließlich von der Deloitte Deutschland GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, gehalten. (8) Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage ist mit T€ 36.813 gegenüber dem Vorjahr unverändert und betrifft andere Zuzahlungen gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB. (9) Gewinnrücklagen Der Posten betrifft mit T€ 332 andere Gewinnrücklagen, die unverändert zum Vorjahr bestehen. Es ist zu beachten, dass Teile des grundsätzlich frei verfügbaren Eigenkapitals gemäß § 268 Abs. 8 HGB ausschüttungs- und abführungsgesperrt sind. Der ausschüttungs- und abführungsgesperrte Teil ergibt sich wie folgt:
Das grundsätzlich frei verfügbare Eigenkapital beträgt zum Abschlussstichtag:
Im Vorjahr bestanden ausschüttungsgesperrte Teile aus der Bewertung der Pensionsverpflichtung in Höhe von T€ 8.642. Im Geschäftsjahr beträgt der Unterschiedsbetrag T€ -314, so dass kein ausschüttungsgesperrter Betrag aus der Bewertung der Pensionsverpflichtungen besteht. (10) Rückstellungen
Unter den Rückstellungen für Pensionen wird der Verpflichtungsüberhang aus der Verrechnung der Pensionsverpflichtungen zum Erfüllungsbetrag und dem Deckungsvermögen zum beizulegenden Zeitwert ausgewiesen. Der Saldo ermittelt sich wie folgt:
Für die Pensionsverpflichtungen werden Lohn- und Gehaltssteigerungen mit bis zu 3 % und die jährliche Rentenanpassung mit 2 % bis 3 % berücksichtigt. Für das Finanzierungsalter wurde in Abhängigkeit von den Regelungen der jeweiligen Versorgungseinrichtung ein Alter zwischen 62 und 67 Jahren angenommen. In dem Bewertungsgutachten zum 31.05.2024 wurde ein Zinssatz von 1,83 % (Vorjahr: 1,80 %) verwendet. Der Abzinsungszinssatz, der sich bei einem Ansatz des durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten 7 Jahre ergibt, beträgt 1,84 % (Vorjahr: 1,54 %). Die Anschaffungskosten der verrechneten Wertpapiere und Rückdeckungsansprüche betragen T€ 92.997 (Vorjahr: T€ 92.993), der beizulegende Zeitwert beträgt T€ 92.847 (Vorjahr: T€ 89.616). Der Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen beträgt T€ 2.491. Der Ertrag aus der Bewertung des Deckungsvermögens beträgt T€ 3.227. Daraus ergibt sich in der Gewinn- und Verlustrechnung ein Ertrag von insgesamt T€ 736. Der reguläre Zuführungsbetrag zu den Pensionsrückstellungen wird im Personalaufwand ausgewiesen. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt T€ -314 (Vorjahr T€ 8.642). Die Steuerrückstellungen betreffen wie im Vorjahr Umsatzsteuer, Gewerbesteuer und Lohnsteuer. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen folgende Posten und sind grundsätzlich als kurzfristig zu klassifizieren:
Unter den sonstigen Rückstellungen wird der Verpflichtungsüberhang aus der Verrechnung des Arbeitszeitguthabens/Altersteilzeit zum Erfüllungsbetrag und dem Deckungsvermögen zum Zeitwert ausgewiesen. Der Saldo ermittelt sich wie folgt:
Die Anschaffungskosten der verrechneten Wertpapiere betragen T€ 64.628 (Vorjahr: T€ 54.318), der Zeitwert beträgt T€ 64.789 (Vorjahr: T€ 52.436). Die Bewertung des Deckungsvermögens führte zu einem Ertrag in Höhe von T€ 2.042. Die laufenden Erträge im Zusammenhang mit dem Deckungsvermögen betragen T€ 1.547. (11) Verbindlichkeiten
Die Besicherungen sowie die Laufzeiten der jeweiligen Verbindlichkeiten sind dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen.
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen umfassen im Voraus geleistete Abschläge, denen noch keine Leistung gegenübersteht. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen ein Schuldscheindarlehen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen:
Die Saldierungen werden gesellschaftsbezogen und laufzeitkonform vorgenommen. Sobald die Verbindlichkeiten als mittel- oder langfristig klassifiziert sind, erfolgt keine Saldierung. Die Aufteilung gemäß § 265 Abs. 3 HGB ergibt sich wie folgt:
In den sonstigen Verbindlichkeiten ergeben sich die mittel- und langfristigen Restlaufzeiten im Wesentlichen durch Mietverträge für die Standorte Düsseldorf und Frankfurt. (12) Passiver Rechnungsabgrenzungsposten In den passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden erhaltene Zahlungen von Vermietern, die auf die Laufzeit des Mietvertrages zu verteilen sind, ausgewiesen. (13) Treuhandvermögen und Treuhandverbindlichkeiten Es besteht Treuhandvermögen in Höhe von T€ 18.889 (Vorjahr: T€ 14.011), welches Bankguthaben betrifft. In gleicher Höhe bestehen Herausgabeverpflichtungen. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung (14) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden zu 12 % im Ausland (Vorjahr: 15 %) und zu 88 % im Inland (Vorjahr: 85 %) erzielt. Die Zusammensetzung nach Tätigkeitsbereichen ergibt sich wie folgt:
(15) Andere aktivierte Eigenleistungen Der Posten betrifft im Geschäftsjahr aktivierte Aufwendungen in Zusammenhang mit immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens. (16) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
Die Erträge aus der Währungsumrechnung enthalten:
(17) Sonstige bezogene Leistungen Die bezogenen Leistungen betreffen, wie im Vorjahr überwiegend die Aufwendungen für Miete und Nebenkosten für Flächen, die an Dritte untervermietet sind. (18) Personalaufwand
Die Gesellschaft arbeitet eng mit anderen Mitgliedsunternehmen im globalen DTTL-Netzwerk zusammen. Dies zeigt sich auch an weltweiten Großprojekten, an denen Mitarbeiter von DTTL-Mitgliedsunternehmen aus vielen Ländern beteiligt sind. Um diesem Umstand Rechnung zu tragen und den Einblick in die Ertragslage zu verbessern, werden diese sowie Honorare für freie Mitarbeiter und der Honoraraufwand von verbundenen Unternehmen nebst zugehörigen Auslagen als Unterposten "Aufwendungen für bezogene Leistungen" im Personalaufwand ausgewiesen. Die durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Mitarbeiter betrug:
Geschäftsführer, Auszubildende, Praktikanten und Zeitarbeitskräfte und Ruhende sind in den Durchschnittswerten nach HGB nicht enthalten. Ruhende Arbeitsverhältnisse betreffen unter anderem Freistellungen und Entsendungen. Die Gesamtbezüge der Geschäftsführer im Geschäftsjahr belaufen sich auf:
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates für die Tätigkeit im Geschäftsjahr betrugen T€ 455 (Vorjahr: T€ 347). (19) Sonstige betriebliche Aufwendungen Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind als wesentliche Posten die Folgenden enthalten:
Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung enthalten:
Auf die Angabe des Gesamthonorars des bestellten Abschlussprüfers nach § 285 Nr. 17 HGB wurde verzichtet, da die Angabe im Konzernabschluss der Deloitte Deutschland GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, enthalten ist. (20) Finanzergebnis
Die Erträge aus Beteiligungen betreffen mit T€ 12.402 (Vorjahr: T€ 5.423) die phasengleich vereinnahmten Gewinnausschüttungen von verbundenen Unternehmen und mit T€ 8.876 (Vorjahr: T€ 7.973) Entnahmen aus Kapitalrücklagen der Deloitte Consulting Management GmbH & Co. KG, München. Sie betreffen in vollem Umfang verbundene Unternehmen. Die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens betreffen mit T€ 27 (Vorjahr: T€ 6) die Deloitte Broker & Advisory GmbH, München. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen betreffen Abschreibungen aufgrund von dauerhafter Wertminderung. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betragen T€ 1.984 (Vorjahr: T€ 5.851), davon an verbundene Unternehmen T€ 1.001 (Vorjahr: T€ 1.095). Im Zinsergebnis sind die folgenden Beträge aus der Auf- bzw. Abzinsung enthalten:
(21) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Latente Steuern werden auf Ebene der Organträgerin Deloitte Deutschland GmbH, Düsseldorf, berücksichtigt. (22) Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführte Gewinne Seit dem 27./28.11.2019 besteht ein, ab dem 01.06.2019 wirksamer Ergebnisabführungsvertrag. Nach diesem Vertrag muss die Gesellschaft ihren gesamten Gewinn an die Deloitte Deutschland GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, abführen. Im Gegenzug ist die Deloitte Deutschland GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, verpflichtet, etwaige Verluste der Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, auszugleichen. Sonstige Angaben Mindestbesteuerung Das Gesetz zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen (Mindeststeuergesetz) sowie ausländische Mindeststeuergesetze haben nicht zu einer Änderung des Steueraufwands und dementsprechend zu keinem tatsächlichen Steueraufwand/-ertrag für das Geschäftsjahr 2023/2024 geführt. Haftungsverhältnisse Die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, ist gemeinsam mit der Deloitte Deutschland GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, Kreditnehmer im Rahmen eines Konsortialkreditvertrags. Die entsprechende Kreditfazilität war zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen. Die Gesellschaft haftet im Rahmen der umsatzsteuerlichen Organschaft mit der Deloitte Deutschland GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, entsprechend den steuerrechtlichen Vorschriften. Die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, ist in einen Cash-Pool mit der Deloitte Deutschland GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, einbezogen. Es besteht eine gesamtschuldnerische Haftung gegenüber den kontoführenden Kreditinstituten. Zwischen den in den Cash- Pool einbezogenen Gesellschaften ist die Haftung im Innenverhältnis auf einen vertraglichen Höchstbetrag von Mio. € 5 begrenzt. Das Cash-Pool-Konto der Deloitte Deutschland GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, weist zum 31.05.2024 wie zum Vorjahresstichtag ein Guthaben aus. Zu den Haftungsverhältnissen zählen auch Mietbürgschaften in Höhe von T€ 181 (Vorjahr T€ 39). Aufgrund der positiven finanziellen Ausstattung des gesamten Konzerns rechnen wir nicht mit einer Inanspruchnahme. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, ist Trägerunternehmen einer Unterstützungskasse, bei der der Barwert der Verpflichtungen das Vermögen um T€ 4.079 (Vorjahr: T€ 4.287) übersteigt. Die Ermittlung des Barwerts der Verpflichtungen erfolgt analog zu den unmittelbaren Verpflichtungen. Die Höhe der jährlichen Pensionszahlungen beträgt T€ 689. Die sonstigen finanziellen, nicht aus der Bilanz ersichtlichen Verpflichtungen betragen:
In den sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind keine Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten. Die Mietverpflichtungen für Immobilien betreffen aus Gründen der Planungssicherheit langfristig angemietete Büroflächen einschließlich zugehöriger Nebenflächen. Die Miet- und Leasingverpflichtungen für Betriebs- und Geschäftsausstattung betreffen aus Gründen der höheren Flexibilität bezüglich des technologischen Wandels vor allem Büromaschinen und Mobiltelefone. Nicht quantifizierbare sonstige finanzielle Verpflichtungen: Sonstige finanzielle Verpflichtungen mit Laufzeiten von über 5 Jahren bestehen darüber hinaus aufgrund von Vereinbarungen im DTTL-Netzwerk. Die resultierenden Verpflichtungen sind leistungsbezogen und betreffen insbesondere Shared Services Fees und Vergütungen für die Nutzung von Information Technology. Für das Geschäftsjahr 2024/2025 betragen die hierauf entfallenden Zahlungen voraussichtlich insgesamt Mio. € 48. Finanzinstrumente Zum Stichtag bestanden, wie auch im Vorjahr, keine angabepflichtigen Finanzinstrumente. Besserungsscheine Die Gesellschaft leistete zum Verlustausgleich Ertragszuschüsse mit Besserungsschein an Tochtergesellschaften. Am Bilanzstichtag ergaben sich aus den Besserungsscheinen aus zukünftigen Erträgen der Tochtergesellschaften an die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, zu bedienende Ansprüche in Höhe von insgesamt T€ 6.259 (Vorjahr: T€ 4.113). Konzerneinbeziehung Von der Erstellung eines Konzernabschlusses ist die Gesellschaft gemäß § 291 Abs. 1 HGB befreit. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Deloitte Deutschland GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, (HRB 40850) im Wege der Vollkonsolidierug einbezogen; dieser wird im Unternehmensregister veröffentlicht. Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt, in den die Gesellschaft einbezogen wird, ist die Deloitte Deutschland GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf. Aufstellung des Anteilsbesitzes
1) über Deloitte Consulting Management GmbH
& Co. KG und Deloitte Consulting GmbH
Angaben betreffend Mitglieder des Aufsichtsrats und Mitglieder der Geschäftsführung Aufsichtsrat Dr. Bernhard Gröhs (Vorsitzender) vormals: CEO, im Ruhestand Deloitte Services Wirtschaftsprüfungs GmbH, Wien, Österreich Markus Lamm * (stellvertretender Vorsitzender) Steuerberater, Senior Manager, kfm. Angestellter Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Judith Gorenflos Syndikus-Steuerberaterin Panta rhei Capital GmbH Sylvi Krisch ** Leiterin Tarifkoordination Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di Bernd Hirsch * Manager, kfm. Angestellter Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Manja Miersen * Senior Manager, kfm. Angestellte Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Prof. Dr. Wilhelm Krull Geschäftsführer THE NEW INSTITUTE Foundation gGmbH Andreas Frank * Senior Manager, kfm. Angestellter Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dr. Wolfgang Peters Rechtsanwalt PETERS Rechtsanwälte Partnerschaftsgesellschaft mbB, Düsseldorf Sonja Remschel * Senior Manager, kfm. Angestellte Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Prof. Dr. Thorsten Sellhorn Professor für Betriebswirtschaftslehre Fakultät für Betriebswirtschaft, Ludwig-Maximilians-Universität München Prof. Dr. Dr. h.c. Dr. h.c. Caren Sureth-Sloane Professorin für Betriebswirtschaftslehre Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, Universität Paderborn Sabine Walser Unternehmerin Axel Zeltner * Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Director, kfm. Angestellter Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Stefan Gaede ** Gewerkschaftssekretär Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di Prof. Dr. Isabell M. Welpe Professorin am Lehrstuhl für Strategie und Organisation Technische Universität München
* Arbeitnehmervertreter
Geschäftsführung
München, den 31. Oktober 2024 Die Geschäftsführung Volker Krug Rainer Bätz Prof. Dr. Frank Beine Stefan Grube Martina Mietzner Sandra Mühlhause Christoph Schenk Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023/2024
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2023 bis zum 31. Mai 2024I. Das Geschäftsmodell von Deloitte Die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, (nachfolgend auch kurz Deloitte) zählt zu den führenden Prüfungs- und Beratungsunternehmen in Deutschland. Wir sind Mitglied im weltweiten Netzwerk von Deloitte Touche Tohmatsu Limited (DTTL). Die Mitgliedsunternehmen von DTTL sind in mehr als 150 Ländern weltweit vertreten. Die Gesellschaft betreibt ihre Geschäftsaktivitäten am Sitz der Gesellschaft in München sowie im Wesentlichen an 12 Zweigniederlassungen (Berlin, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Halle, Hamburg, Hannover, Leipzig, Magdeburg, Mannheim, Nürnberg, Stuttgart). Die größten Standorte sind München, Düsseldorf und Frankfurt, wesentliche Teile der internen Verwaltung befinden sich am Standort Düsseldorf. Unser multidisziplinäres Geschäftsmodell, bestehend aus den Bereichen Wirtschaftsprüfung (Audit & Assurance und Risk Advisory), Steuerberatung (Tax) und Financial Advisory, bildet die Grundlage unserer Prüfungs- und Beratungsleistungen. Sämtliche Leistungen basieren auf Branchenexpertise, die wir mit interdisziplinärem Fachwissen verknüpfen. So können wir Kunden 1 aus den verschiedensten Wirtschaftssektoren umfassend betreuen. Das globale Netzwerk von Deloitte und die Zusammenarbeit mit anderen Mitgliedsunternehmen von DTTL ermöglichen es uns, die Internationalisierung von Wertschöpfungsketten und Ressourcen abzubilden und ganzheitlich zu betrachten. Durch die fortschreitende Digitalisierung der Wirtschaft verlagert sich die Wertschöpfung zunehmend hin zu technologischen Lösungen. Wir investieren daher in Technologien mit transformativem Potenzial und setzen Schwerpunkte im technologischen Wandel, z.B. in den Bereichen Künstliche Intelligenz (KI) und Cloud. Darüber hinaus sind datenbasierte Produkte und Dienstleistungen fester Bestandteil unseres Portfolios. Neben diesen technologischen Aspekten basieren unser Geschäftsmodell und damit die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft auf einer Vielzahl von hochqualifizierten und engagierten Mitarbeitenden. Die Talente erwarten interdisziplinäre Aufgaben, flexible Formen der Zusammenarbeit und Entwicklungsmöglichkeiten. Wir investieren permanent in die Förderung unserer Mitarbeitenden und die Gewinnung neuer Talente. Unsere HR-Strategie basiert daher einerseits auf den Anforderungen aus unseren Geschäftsbereichen und folgt auf der anderen Seite einer Ausrichtung, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Konkret unterstützen wir das Wachstum von Deloitte durch die besten Talente und einzigartige Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten. Eine große Bedeutung in unserem Geschäftsmodell hat in den vergangenen Jahren das Thema Nachhaltigkeit gewonnen, sowohl in der Prüfung und Beratung als auch in der eigenen Zielsetzung. Themen wie Klimawandel, Ressourcenverbrauch, Menschenrechte und Gemeinwohl werden für Unternehmen immer wichtiger. Gleichzeitig fordern Regulatoren, Kunden, Investoren, Mitarbeitende und die breite Gesellschaft kontinuierlich mehr Engagement für eine nachhaltige Entwicklung ein. Wir beraten unsere Kunden, wie sie Nachhaltigkeit in ihrer Organisation und Unternehmensstrategie verankern können - mit positiven Effekten für Wachstum und Ergebnis. Dabei unterstützen wir sie, wichtige ökologische, soziale und unternehmerische Belange zu adressieren, und gleichzeitig die Erwartungen ihrer externen wie internen Stakeholder bestmöglich zu erfüllen. Unsere Experten beraten von der strategischen Planung und nachhaltigen Finanzierung über die Integration von Nachhaltigkeit in Unternehmensprozesse und Wertschöpfungsketten bis hin zum Reporting. Im Bereich Audit & Assurance fokussieren wir uns neben der Jahresabschlussprüfung auch auf die Prüfung von nicht-finanziellen Kennziffern und bereiten uns auf die Prüfung von Nachhaltigkeitsberichten vor, die nach der Umsetzung der CSRD in nationales Recht ansteht. Für Deloitte selbst steht die Reduzierung von Treibhausgasemissionen im Mittelpunkt der Nachhaltigkeitsstrategie. Als globale Organisation haben wir uns verpflichtet, bis 2040 Netto-Null-Emissionen zu erreichen - zehn Jahre früher als im Pariser Klimaabkommen vorgesehen. Neben den weiterhin gültigen kurzfristigen Klimazielen bis 2030 wurde auch das langfristige Netto-Null-Ziel 2040 von der Science Based Targets Initiative (SBTi) validiert. Auf diese Klimaziele zahlen wir in Deutschland ein. Konkrete Zielgrößen, Maßnahmen und ihr aktueller Fortschritt können unserem Nachhaltigkeitsbericht entnommen werden. 2 Deloitte ist sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung bewusst. Wir wollen unser Wissen und unsere Expertise nutzen, um berufliche Fähigkeiten zu entwickeln, Bildungsergebnisse zu verbessern und Chancen für diejenigen zu schaffen, die zurückgelassen werden. Aus diesem Grund hat das Netzwerk Deloitte die WorldClass-Initiative ins Leben gerufen, mit der bis zum Jahr 2030 weltweit 100 Millionen Menschen erreicht werden sollen. In Deutschland leistet das Netzwerk Deloitte seinen Beitrag zur WorldClass-Initiative durch die langfristige Unterstützung von Bildungsinitiativen und -projekten zur Förderung benachteiligter junger Menschen. In diesem Sinne unterstützt das Netzwerk Deloitte die Erreichung 3 der UN Sustainable Development Goals (SDGs)4 und konzentriert sich hier insbesondere auf die SDGs 4 "Hochwertige Bildung", 8 "Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum" und 17 "Partnerschaften zur Erreichung der Ziele".
2
https://www2.deloitte.com/de/de/pages/about-deloitte/articles/nachhaltigkeitsbericht.html
II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen a) Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Das vergangene Berichtsjahr von Juni 2023 bis Mai 2024 war gesamtwirtschaftlich geprägt von Rezessionstendenzen und geopolitischen Spannungen. Die Wirtschaft startete mit einem leicht positiven ersten Quartal (+0,2 %) in das Berichtsjahr, danach schrumpfte sie im zweiten Quartal um 0,4 %, verbesserte sich im dritten Quartal des Berichtsjahres auf 0,2 % und ging dann wieder um 0,1 % zurück. 5 Insgesamt war Deutschland im Kalenderjahr 2023 in der Rezession, die Wirtschaftsleistung ging um 0,3 % zurück. 6 Die Industrie litt weiterhin unter hohen Energiepreisen, wobei die Produktion in der energieintensiven Industrie bis Januar 2024 deutlich zurückging und sich dann leicht erholte. Ähnlich verlief die Entwicklung generell im produzierenden und verarbeitenden Gewerbe. Hier nahm die Produktion zunächst ab, stieg jedoch seit Beginn des Jahres 2024 wieder an, jedoch ohne das Ausgangsniveau zu Beginn des Berichtsjahrs (Juni 2023) zu erreichen. 7 Auch die Produktion im Dienstleistungssektor ist in der ersten Hälfte des Berichtsjahres zurückgegangen, verzeichnet seit Januar 2024 aber eine Erholung. 8 Im Mittelpunkt der wirtschaftlichen Entwicklung standen die Inflationsentwicklung und die Bekämpfung der Inflation durch die Europäische Zentralbank (EZB). Im Laufe des Berichtsjahres ging die Inflation deutlich zurück. Von 6,4 % im Juni 2023 reduzierte sie sich auf 2,4 % im Mai 2024, was jedoch immer noch über dem von der EZB definierten Inflationsziel von 2,0 % liegt. Die Kerninflation, die die Preisentwicklung ohne die stark volatilen Komponenten Nahrungsmittel und Energie berücksichtigt, sank zwischen Juni 2023 und Mai 2024 kontinuierlich von 5,8 % auf 3,0 %. 9 Maßgeblich dazu beigetragen haben weitere Zinsanstiege der EZB. So stieg der Leitzins im Geschäftsjahr um weitere drei Schritte von 3,75 % Anfang Juni auf 4,5 % im September 2023, den höchsten Stand seit 2001. 10 Die Zinserhöhungen trugen zur Senkung der Inflation bei, hatten allerdings auch Auswirkungen auf das Wirtschaftsklima. Die Kosten von Krediten stiegen und belasteten damit die Investitionsbereitschaft der Unternehmen. Dies führte insbesondere im Immobiliensektor zu einer Kontraktion. Andererseits trug der Rückgang der Inflation zu einem Anstieg der Realeinkommen bei. 11 Positiv für den privaten Konsum war der stabile Arbeitsmarkt. Trotz wirtschaftlicher Spannungen und Rezessionssorgen blieb die Arbeitslosenquote konstant bei einem Durchschnitt von 5,8 % im Zeitraum des Geschäftsjahres. 12 Der anhaltende Fachkräftemangel dürfte hierbei eine zentrale Rolle spielen.
5 Statistisches Bundesamt, Bruttoinlandsprodukt:
Ausführliche Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung im 2.
Quartal 2024, 27. August 2024,
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/08/PD24
325 811.html#:~:
text=WIESBADEN%20%E2%80%93%20Das%20Bruttoinlandsprodukt%20(BIP),Schnellmeldung%20vor
.%20Juli%202024.
Herausforderungen für Unternehmen Das Geschäftsjahr entwickelte sich makroökonomisch in zwei Phasen, insbesondere das erste Halbjahr stellte deutsche Unternehmen vor vielfältige Herausforderungen, einschließlich der anhaltenden Auswirkungen des Ukraine-Konflikts sowie des neuen Konflikts im Nahen Osten. Zusätzlich belasteten die Inflation und eine rückläufige Nachfrage aus wichtigen Hauptexportmärkten die Wirtschaft. Dies spiegelte sich im Deloitte CFO Survey Herbst 2023 wider, 13 der einen signifikanten Rückgang der Geschäftsaussichten aufzeigte. Damit gingen sinkende Investitions- und Einstellungspläne einher. Unter den Risiken dominierten Arbeitsmarktrisiken, insbesondere ein Mangel an Fachkräften und steigende Lohnkosten. Im Laufe der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres hat sich die Lage der Unternehmen allmählich gebessert, was auch der Deloitte CFO Survey Frühjahr 2024 zeigte. 14 Die Aussichten für binnenmarktorientierte Branchen verbesserten sich aufgrund sinkender Inflation und erwarteter Zinssenkungen. Hingegen sahen exportorientierte Branchen eher trübe Aussichten. Geopolitische Risiken lasteten insbesondere auf Firmen mit globaler Ausrichtung. b) Branchenentwicklung Deutscher Prüfungs- und Steuerberatungsmarkt steigt auf Rekordniveau Die Dynamik im deutschen Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsmarkt ist ungebrochen. Im Jahr 2023 wuchs der deutsche Markt um insgesamt 8,8 % auf 19,8 Milliarden €. Damit hat sich das Marktvolumen innerhalb von zwölf Jahren verdoppelt. Dabei entwickelten sich alle Geschäftsbereiche überdurchschnittlich, nicht nur die Beratung. 16 Die sogenannten Big Four (PwC, EY, KPMG und Deloitte) konnten ihren Umsatz noch stärker im Mittel um 17,0 % steigern. Die Top 25 nach Inlandsumsatz führenden WP-Gesellschaften legten durchschnittlich um 14,1 % zu. Im aktuellen Geschäftsjahr erwartet ein Großteil der Branche eine steigende Nachfrage nach Restrukturierungs- und Sanierungsleistungen. Neben externer Refinanzierung stehen hier vor allem Kostensenkungs-Programme im Mittelpunkt. Vor allem bei Unternehmen aus der Automobilindustrie sowie aus dem Handel wird der Bedarf als überdurchschnittlich hoch eingeschätzt. Gleichzeitig investieren die WP-Gesellschaften in die Automation von Prozessen durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz.
13 Deloitte CFO Survey Herbst 2023,
Investitionen im Wandel - generative KI wird
Zukunftstechnologie,
https://cloud.marketing.deloitte.de/RegistrationPage?eventname=Deloitte%20CFO%20Survey%20Herbst%202023&locale=de&mid2=MID-19781&category=Publications&eventCampaignld=7015p0000016dHAAAY
2. Geschäftsverlauf bei Deloitte Nach einem bereits deutlichen Anstieg der Umsatzerlöse im Vorjahr hat die Gesellschaft auch im Berichtsjahr einen deutlichen Anstieg erzielen können. Die Umsatzerlöse erhöhten sich um 11 % auf 1,47 Mrd. €. Zur Entwicklung unserer einzelnen Geschäftsbereiche: a) Wirtschaftsprüfung: Zahlreiche Ausschreibungserfolge im DAX Im Geschäftsbereich Wirtschaftsprüfung stieg der Umsatz um 11 % auf 698 Mio. € (Vorjahr: 631 Mio. €). Im abgelaufenen Geschäftsjahr ließ die Ausschreibungstätigkeit großer kapitalmarktorientierter Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr nach. Kompensiert wurde diese Entwicklung durch vermehrte Ausschreibungen im Bereich der nicht kapitalmarktorientierten Unternehmen und mittelgroßen kapitalmarktorientierten Unternehmen. Deloitte konnte sich bei zahlreichen Ausschreibungen durchsetzen. So gewann das Audit-Team beispielsweise die Abschlussprüfungsmandate der ING Diba AG, Basler AG, Degussa Bank, Voith GmbH & Co. KGaA, Aldi Nord und NRW.Bank. Zum Ende des Geschäftsjahres ist Deloitte aktueller Abschlussprüfer bei insgesamt neun Unternehmen aus dem DAX40 und damit nach Kunden das zweitgrößte Wirtschaftsprüfungsunternehmen in diesem Segment. Eine weiterhin zunehmende Nachfrage verzeichnen wir auch bei Prüfungs- und Beratungsleistungen zur Nachhaltigkeitsberichterstattung. Die Gesetzesinitiative auf EU-Ebene zum Reporting von Nachhaltigkeitsinformationen (CSRD) sowie die politischen Vorgaben in Deutschland zur Dekarbonisierung der Wirtschaft verleihen diesem Thema zusätzlichen Schub. Dadurch steigt der Bedarf bei Unternehmen, sie bei der nachhaltigen Transformation und den damit verbundenen Berichtspflichten zu unterstützen. Prüfungsnahe Dienstleistungen haben erneut wesentlich zur erfolgreichen Geschäftsentwicklung beigetragen. Technologiegetriebene strategische und digitale Transformationsprojekte führten in allen Industrien und Sektoren zu steigender Nachfrage in den Bereichen Cyber und Digital Services sowie nach compliancegerechter Umsetzung in den regulatorischen Bereichen. Ergänzend konnten viele neue innovative Projekte sowohl im Banken- als auch im Automotive-Sektor umgesetzt werden. Neben der stabilen Entwicklung der kontroll- und risikoorientierten Bereiche einschließlich Anti-Financial-Crime, Korruption und Geldwäsche ist hier besonders die Digitalisierung von Unternehmensprozessen und die sichere Verarbeitung von Unternehmensdaten hervorzuheben. Die Entwicklung von Sustainability Services wächst ebenfalls dynamisch. Das abgelaufene Geschäftsjahr war zudem geprägt von der Vorbereitung auf und die Durchführung von einzelnen Erstprüfungen großer kapitalmarktorientierter Unternehmen, die wir in vorangegangenen Geschäftsjahren erfolgreich als neue Abschlussprüfungsmandate gewinnen konnten. b) Steuerberatung: Umsetzung der globalen Mindestbesteuerung bleibt Taktgeber Der Umsatz im Geschäftsbereich Steuerberatung stieg um 15 % auf 345 Mio. € (Vorjahr: 299 Mio. €). Die Umsetzung der Regelungen der globalen Mindestbesteuerung ist weiterhin ein wichtiger Taktgeber für das Beratungsgeschäft großer international tätiger Unternehmen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Verknüpfung der Compliance-Anforderungen zur Mindestbesteuerung mit den allgemeinen Compliance-Anforderungen. Dies wirkt sich weiterhin positiv auf den Umsatz in den Bereichen Technologie- und Prozessberatung, Verrechnungspreise sowie der allgemeinen Steuerberatung aus. Unabhängig hiervon hat sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr das Beratungsfeld rund um das Thema Unternehmenssteuerabteilung der Zukunft entwickelt. Damit verbunden ist häufig die Frage, wie der weltweite Steuererklärungsprozess organisiert ist. Unter dem Stichwort "Tax Operate" bietet Deloitte dazu Services an, die von der Beratung der Steuererklärungsprozesse in einem Unternehmen bis hin zur vollständigen Übernahme der Erstellung der Steuererklärung reicht. Es findet eine enge Verknüpfung von rechtlicher, prozessualer und technologischer Beratung statt. Auch dieses Beratungsfeld zeichnet sich durch ein weiterhin starkes Wachstum aus. Ebenfalls auf Wachstumskurs ist die Beratung rund um die Entsendung von Mitarbeitenden. Neue große Mandate konnten gewonnen, bestehende in aktuellen Ausschreibungen verlängert werden. Treiber des Erfolgs ist das Thema "technologische Lösungen". Darüber hinaus verschiebt sich das Beratungsfeld durch einen Rückgang der Zahl der entsandten Mitarbeitenden bei gleichzeitigem Anstieg der Komplexität der einzelnen Entsendungsfälle. c) Financial Advisory: Deutliches Wachstum bei herausforderndem Marktumfeld Der Geschäftsbereich Financial Advisory steigerte den Umsatz um 3 % auf 266 Mio. € (Vorjahr: 259 Mio. €). Zum deutlichen Wachstum und damit zur weiterhin sehr positiven Geschäftsentwicklung haben alle Bereiche in vergleichbarem Umfang beigetragen. Der Bereich M&A Transaction Services, in dem die finanziellen, strategischen und operativen Transaktions-Dienstleistungen gebündelt sind, konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz eines deutlichen Rückganges der Transaktionsaktivitäten am globalen und deutschen M&A Markt (sowohl im Volumen als auch in der Anzahl der Deals) gegenüber dem Vorjahr wachsen. Das Transaktionsumfeld ist aktuell von geo- und zinspolitischen Unsicherheiten beeinflusst. Die führende Marktstellung des Bereichs Forensic Services wurde durch den verstärkten Einsatz von Künstlicher Intelligenz sowie durch konsequente Weiterentwicklung der Services und des Produktportfolios weiter ausgebaut. Dabei liegt ein strategischer Schwerpunkt auf dem innovativen Einsatz von Technologie im Rahmen der Forensic Analytics und eDiscovery, der Identifikation und Aufarbeitung betrügerischer Handlungen bei Infrastrukturprojekten. Der Bereich Turnaround & Restructuring hat im abgelaufenen Geschäftsjahr stark von der erhöhten Nachfrage nach Dienstleistungen im Restrukturierungsumfeld profitiert; diese Entwicklung setzt sich weiter fort. Dabei besteht eine deutliche Zunahme sowohl von Sanierungsprojekten als auch von Dienstleistungen im Insolvenzumfeld. Darin spiegeln sich die insgesamte gedämpfte wirtschaftliche Situation und der Transformationsdruck in wesentlichen Branchen in Deutschland wider. Daneben konnte ebenfalls der Bereich Valuation, Modelling & Economic Services den Umsatz deutlich steigern. Neben steuerlichen und gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierungen als Anlässe für Bewertungen kamen insbesondere auch die Leistungen im Rahmen der gestiegenen Anzahl an Jahres- und Konzernabschlussprüfungen im Bereich der Wirtschaftsprüfung zum Tragen. Die Leistungen für den regulierten Financial Services Sektor konnten ebenfalls wesentlich durch eine erhöhte Nachfrage nach Beratung in den Bereichen M&A, Restrukturierung und Financial Crime Prävention gesteigert werden. Neben diesen spielen auch die Actuarial & Insurance Services eine bedeutende Rolle, deren Geschäftsentwicklung aktuell durch das sich regulatorisch und makroökonomisch ändernde Umfeld hinsichtlich Bilanzierung, interner Kontrollsysteme, Solvenz und Produktlandschaft profitiert. 3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, die zur internen Steuerung der Gesellschaft herangezogen werden, sind:
* EBIT ist definiert als Ergebnis vor
Finanzergebnis, vor Ertragsteuern und vor
Ergebnisabführung.
Im Vorjahr haben wir einen Umsatzanstieg in einer Bandbreite von 10 % bis 12 % prognostiziert. Dieser konnte planmäßig realisiert werden. Das EBIT ist gegenüber dem Vorjahr gesunken. In der Prognose des Vorjahres sind wir von einem EBIT von rd. 20 Mio. € ausgegangen. Der Rückgang ist somit stärker als erwartet eingetreten. Der Grund hierfür sind insbesondere die gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Bei den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren ist die durchschnittliche Zahl der Mitarbeitenden (einschl. Geschäftsführern und ruhender Arbeitsverhältnisse) mit 7.052 im Geschäftsjahr 2022/2023 und 7.822 im Geschäftsjahr 2023/2024 um 770 deutlich angestiegen. Zum Stichtag 31. Mai 2024 wurden im Vorjahresvergleich 823 Mitarbeitende mehr beschäftigt. Der im Vorjahr prognostizierte Anstieg um rd. 600 Mitarbeitende wurde damit deutlich übertroffen. Zu Informationen über qualitative Leistungsindikatoren bezüglich unserer Beschäftigten verweisen wir auf den Abschnitt 6 dieses Berichts "Mitarbeitende". 4. Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurden im Umsatzerlöse von 1.474 Mio. € erzielt. Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderungen aus erbrachten, aber noch nicht abgerechneten Leistungen) ergab sich mit 1.476 Mio. €. Zur Entwicklung der einzelnen Geschäftsbereiche verweisen wir auf die Ausführungen im Abschnitt "Geschäftsverlauf bei Deloitte". Die sonstigen betrieblichen Erträge sind aufgrund von Rückstellungsauflösungen und höheren Kostenerstattungen bzw. Zuzahlungen um 8 Mio. € gestiegen. Bei einer im Jahresdurchschnitt um rd. 11 % gestiegenen Anzahl von Mitarbeitenden (einschl. ruhender Arbeitsverhältnisse) hat sich der Aufwand für Gehälter, Sozialabgaben und Pensionen um rd. 15 % auf 922 Mio. € (Vorjahr: 804 Mio. €) erhöht. Gestiegen ist insbesondere der Anteil der variablen Vergütung. Die im Personalaufwand ausgewiesenen Honorare und zugehörigen Auslagen sanken im Berichtsjahr leicht und betrugen 216 Mio. € (Vorjahr: 224 Mio. €). Der Aufwand aus Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen ist stabil geblieben. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrifft wie im Vorjahr im Wesentlichen Reisekosten und Aufwendungen für Veranstaltungen sowie Büroaufwendungen und DTTL-Umlagen. Das Finanzergebnis beträgt 26 Mio. € nach 13 Mio. € im Vorjahr. Die Veränderung resultiert primär aus höheren Beteiligungserträgen und gestiegenen Festgeldzinsen, sowie gesunkenem Zinsaufwand aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen. Die Gesellschaft führt aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags einen Betrag von 41 Mio. € (Vorjahr: 38 Mio. €) an die Deloitte Deutschland GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, ab. 5. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme der Gesellschaft beläuft sich zum 31. Mai 2024 auf 827 Mio. € (Vorjahr: 732 Mio. €). Der Anstieg ist dabei auf den Zugang von Software in Entwicklung und Festgeldvermögen und unfertigen Leistungen zurückzuführen. Auf der Passivseite sind die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen angestiegen. Von der Bilanzsumme entfallen 19 % (Vorjahr: 19 %) auf Anlagevermögen und rund 81 % (Vorjahr: 81 %) auf Umlaufvermögen nebst Rechnungsabgrenzungsposten. Auf der Passivseite entfallen auf Rückstellungen 63 % (Vorjahr: 68 %) und auf Verbindlichkeiten sowie Rechnungsabgrenzungsposten 32 % (Vorjahr: 26 %). Die immateriellen Vermögensgegenstände betreffen neben Software insbesondere Wettbewerbsrechte und Kundenstämme. Bei der Software wirkt sich insbesondere die Aktivierung eines neuen ERP-Systems aus. Bei den Sachanlagen betreffen die Zugänge wie schon im Vorjahr insbesondere Mietereinbauten und IT-Ausstattung. Anschaffungskosten für ein Wettbewerbsrecht wurden mit 8 Mio. € aktiviert. Bei den unfertigen Leistungen, nach Verrechnung mit erhaltenen Anzahlungen, ergibt sich eine Reduzierung um 7 Mio. €. Der Anteil der von den in Arbeit befindlichen Aufträgen abgesetzten erhaltenen Anzahlungen ist mit 28 % gegenüber dem Vorjahreswert von 23 % leicht gestiegen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Stichtag 269 Mio. € (Vorjahr: 248 Mio. €), was einem Anstieg um 21 Mio. € entspricht. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich um 7 Mio. € auf 46 Mio. € erhöht. Unverändert werden hier insbesondere Steuererstattungsansprüche ausgewiesen. Deloitte ist in einen Cash-Pool mit der Deloitte Deutschland GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, (Cash-Pool-Master) einbezogen. Die in der Gesellschaft selbst ausgewiesenen liquiden Mittel bestehen im Wesentlichen aus kurzfristigen Festgeldanlagen und darüber hinaus aus USD-Guthaben. Zum 31. Mai 2024 beliefen sie sich auf 145 Mio. € (Vorjahr: 122 Mio. €). Das Bilanzielle Eigenkapital beträgt unverändert 45 Mio. € (Vorjahr: 45 Mio. €). Die Rückstellungen für Pensionen sind nach Vermögensverrechnung in Höhe von 93 Mio. € (Vorjahr: 90 Mio. €) um 1 Mio. €, auf 103 Mio. € gesunken. Die Steuerrückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr (4,3 Mio. €) um 0,6 Mio. € auf 3,7 Mio. € gesunken. Die sonstigen Rückstellungen sind auf 412 Mio. € (Vorjahr: 388 Mio. €) gestiegen. Darin sind insbesondere gegenüber dem Vorjahr höhere Rückstellungen für erfolgsabhängige Vergütungen und höhere Rückstellungen für DTTL-Umlagen enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus dem im Geschäftsjahr 2020/2021 aufgenommenen Schuldscheindarlehen werden unverändert in Höhe von 50 Mio. € ausgewiesen. Das Schuldscheindarlehen wird ausschließlich von Kreditinstituten gehalten und hat eine Laufzeit bis April 2026. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 21 Mio. € (Vorjahr: 31 Mio. €). In den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 20 Mio. € (Vorjahr: 24 Mio. €) sind Verbindlichkeiten aus Steuern mit 14 Mio. € (Vorjahr: 12 Mio. €) enthalten. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr belaufen sich auf insgesamt 54 Mio. € (Vorjahr: 54 Mio. €). Die Finanzierungsstruktur ist mit 25 % grundsätzlich mittel- bis langfristig zur Verfügung stehenden Passiva (Eigenkapital zzgl. langfristiger Rückstellungen sowie Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) als solide zu bezeichnen. Vor dem Hintergrund der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage wird die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als solide beurteilt. 6. Mitarbeitende Die Motivation und Zufriedenheit unserer Mitarbeitenden stehen für uns im Mittelpunkt und ihr Einsatz ist unser weltweites Markenzeichen. Im Arbeitgeber-Ranking von Trendence konnten wir unsere Platzierungen in den letzten Jahren kontinuierlich verbessern. Im Jahr 2024 haben uns rund 13.000 Studierende im Rahmen der Trendence-Studie 17 zur #1 in der Wirtschaftsprüfung gewählt. Damit rangieren wir mit Platz 9 im Gesamtranking erneut unter den Top 10. Die Platzierung bezieht sich auf die Kategorie "Beste Arbeitgeber für Studierende - Wirtschaftswissenschaften", für die rund 4.400 Teilnehmende befragt wurden. Diese Positionierung spiegelt sich auch in der sehr deutlich angestiegenen Anzahl an Bewerbungen von über 220.000 innerhalb des Deloitte-Konzerns wider (Vorjahr: 165.000, +35 %). Unter Ausschluss temporär Angestellter liegt die Anzahl eingegangener Bewerbungen bei ca. 132.000. Diverse Teams sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor für Deloitte. So waren im abgelaufenen Geschäftsjahr Mitarbeitende aus 103 (Vorjahr: 104) Nationen im Deloitte-Konzern tätig. Der Anteil von Männern und Frauen unter den Beschäftigten blieb mit 52 % bzw. 48 % stabil (Vorjahr: 53 % bzw. 47 %). Die Weiterentwicklung unserer Mitarbeitenden hat für uns hohe Priorität. Deloitte ist als Ausbildungsbetrieb fest etabliert mit knapp 350 Auszubildenden und dual Studierenden in vier Ausbildungs- und neun Studiengängen, womit seit dem letzten Jahr 1 neuer Ausbildungs- und 2 neue Studiengänge eingeführt wurden. Zudem haben wir ein vielfältiges Schulungsangebot für alle Mitarbeitenden entwickelt. Insgesamt werden konzernweit mehr als 600 unterschiedliche Schulungen im Deloitte Learning Portal angeboten, davon sind knapp 70 % digitale Formate (synchron und asynchron). Hinzu kommen eine große Auswahl an externen digitalen Inhalten sowie auch zielgruppengerechte Learning Journeys, die bedarfsgerecht und individuell ausgeliefert werden - über mobilfähige Lernplattformen, Live-Events sowie auch hybride Trainingsformate. Die Gesamtzahl der durch Mitarbeitende absolvierten Lernstunden lag im Geschäftsjahr 2023/2024 bei über 445.000 (Vorjahr: 390.000, +14 %) für alle Mitarbeitenden. Unter Ausschluss temporär Angestellter liegt die Anzahl absolvierter Lernstunden bei 399.000. Davon wurden ca. 63 % digital absolviert und mehr als 15.951 Lernstunden fanden an der Deloitte University EMEA statt (Vorjahr: 12.000, +33 %). Die Anzahl intern absolvierter Lernstunden im Geschäftsjahr 2023/2024 lag bei der Gesellschaft bei rund 297.000 Stunden, das entspricht rund 36 Stunden je Mitarbeiter. Wir geben unseren Mitarbeitenden mit der jährlich stattfindenden Employee Engagement Survey eine Stimme und haben die Messung des Engagements fest in unsere Unternehmenssteuerung integriert. Neben unseren wichtigsten Stärken (Zukunftsaussichten, respektvoller Umgang und gutes Verständnis des eigenen Beitrags zum Unternehmenserfolg) wurde auf Basis der Top-Handlungsfelder (Maßnahmenergreifung in Folge der Surveys und wahrgenommene Bedeutsamkeit der eigenen Arbeit) dieses Jahr der Fokus auf die tiefergehende Beschäftigung mit den Survey-Ergebnissen durch einen verbesserten Nachfolgeprozess gesetzt. Auf diese Weise soll die Employee Experience durch Maßnahmen gesteigert werden, die möglichst nah an der Erlebniswelt der Mitarbeitenden ansetzen.
17
https://www2.deloitte.com/de/de/pages/careers/articles/auszeichnungen.html
Erklärung zur Unternehmensführung - Angaben zu den Zielgrößen für den Frauenanteil in Aufsichtsrat und Geschäftsführung sowie erster und zweiter Führungsebene der Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, nach §§ 36, 52 Abs. 2 GmbHG Der Aufsichtsrat hat als Zielgrößen für den Frauenanteil einen Anteil im Aufsichtsrat von 33,3 % bis zum 30. Juni 2024 und einen Anteil in der Geschäftsführung von 14 % bis zum 30. Juni 2024 festgelegt. Zum 30. Juni 2024 sind die Zielvorgaben erreicht worden. Wir haben uns im Juni 2020 Ziele für die beiden obersten Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung gesetzt. Unser Ziel ist es, bis zum 30. Juni 2024 einen Frauenanteil in der ersten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung (Partner) von 14 % und in der zweiten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung (Direktoren) von 30 % zu erreichen. Zum 30. Juni 2024 beträgt der Frauenanteil in der Gruppe der Partner 13 % und in der Gruppe der Direktoren 24 %. Bei der Gruppe der Partner und Direktoren ist das Ziel zum 30. Juni 2024 damit nicht erreicht worden, da wir keine hinreichende Zahl an Kandidatinnen für die Beförderung identifizieren konnten. Wir arbeiten weiter an konkreten Förderungen, um dies in Zukunft zu erreichen. Als neue Zielgröße für den Zeitraum vom 1.Juli 2024 bis zum 30. Juni 2028 wurde ein Frauenanteil vom 50 % Aufsichtsrat und einen Anteil der Geschäftsführung von 33,3 % für die Deloitte GmbH festgelegt. Des Weiteren wurden neue Ziele bis zum 30. Juni 2028 für die beiden obersten Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung festgelegt. Unser Ziel ist es, bis zum 30. Juni 2028 einen Frauenanteil in der ersten Führungsebene (Partner) von 18 % und in der zweiten Führungsebene (Direktoren) von 30 % zu erreichen. III. Risiko- und Chancenberichterstattung Die Deloitte GmbH ist in den Deloitte-Konzern und die dort implementierten Risikomanagementsysteme einbezogen, auf die im Folgenden Bezug genommen wird. Bei Deloitte unterhalten wir ein systematisches und umfassendes Risiko- und Qualitätsmanagement. Zur Identifizierung der Risiken für unser Geschäft beobachten wir vor allem Marktentwicklungen und die gesamtwirtschaftliche Lage sowie branchenspezifische Entwicklungen, insbesondere im regulatorischen Umfeld. Deren Auswirkungen beurteilen wir auf unsere Geschäftsentwicklung und die unserer Kunden unter wirtschaftlichen sowie unter sozialen und ökologischen Aspekten. Ferner bestehen Reputations- und operative Risiken, namentlich Qualitäts- und Personalrisiken sowie finanzielle Risiken. Diesen Risiken stehen auch Chancen gegenüber, die wir insbesondere in Transformationsprozessen, die sich aus der fortwährenden Digitalisierung, den Fragestellungen rund um künstliche Intelligenz, aber auch weiterhin durch regulatorische Änderungen ergeben, und in der damit einhergehenden Marktdynamik sehen. Risiko- und Qualitätsmanagement Unser Risikomanagement- und Qualitätssicherungssystem zur Identifizierung, Vermeidung und Begegnung sowohl konzernübergreifender als auch geschäftsfeldspezifischer Risiken dient der Sicherstellung einer bestmöglichen internen Risikotransparenz und dadurch auch der Wahrung der Reputation von Deloitte. Es ist in die internationale Struktur zum Reputations-, Risiko- und Qualitätsmanagement von DTTL eingebunden. Mittels unseres Enterprise Risk Frameworks erfassen und beurteilen wir konzernübergreifend die für unser gesamtes Geschäft und unsere strategische Ausrichtung relevanten Risiken. Unser operatives Risiko- und Qualitätsmanagementsystem berücksichtigt darüber hinaus alle im Zusammenhang mit dem Anbieten und Erbringen unserer Leistungen bestehenden Qualitätsanforderungen, die sich aus gesetzlichen und regulatorischen Vorschriften, aus berufsständischen Standards sowie auch aus ergänzenden Vorgaben des internationalen DTTL-Netzwerks heraus ergeben. Die Erfüllung dieser Vorgaben und Standards korrespondiert mit den Qualitätsansprüchen unserer nationalen und internationalen Kunden. Ein zentrales Element unseres Qualitätssicherungssystems sind die von uns installierten Systeme zur frühzeitigen Identifizierung sowie zur Vermeidung und Minimierung operativer Risiken im Zusammenhang mit der Kundenannahme und der Auftragsbearbeitung. Dazu gehören unter anderem im Rahmen des Know-Your-Client (KYC) eingerichtete Prozesse und Kontrollen zur Bekämpfung der Geldwäsche und zur Einhaltung sanktionsrechtlicher Vorschriften sowie die der Annahme neuer Aufträge vor - sowie bei der Annahme und Durchführung von Folgeaufträgen zwischengeschaltete Risikoanalyse. Sich über mehrere Jahre erstreckende Beratungsaufträge unterliegen einer fortlaufenden Risikoüberwachung. Ein wichtiger Bestandteil ist ferner die Überprüfung unserer Auftrags- und übrigen Geschäftsbeziehungen auf mögliche Interessenkonflikte sowie die Identifizierung und Veranlassung von Maßnahmen zur Wahrung unserer beruflichen Unabhängigkeit bei der Durchführung von Prüfungsaufträgen. Flankierend erfolgt eine regelmäßige Überprüfung unserer qualitätssichernden Maßnahmen durch interne Qualitätskontrollen, die von Partnern aus jeweils anderen Standorten des Deloitte-Konzerns und/oder aus ausländischen Mitgliedsunternehmen des DTTL-Netzwerks durchgeführt werden. Ferner nehmen wir bei Abschlussprüfungen am globalen Deloitte Audit Quality Monitoring & Measurement Programm teil, das netzwerkübergreifend auf die frühzeitige Nutzung von Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung, während der Auftragsdurchführung ausgerichtet ist. Mit Blick auf die Durchführung von Abschlussprüfungen unterliegen die Funktionsfähigkeit und Verlässlichkeit unseres Qualitätssicherungssystems zusätzlich gesetzlich vorgesehenen externen Überprüfungen: Den jährlichen anlassunabhängigen Inspektionen, die durch die Abschlussprüferaufsichtsstelle (APAS) durchgeführt werden, sowie der auf Grundlage einer Risikoanalyse mindestens alle sechs Jahre stattfindenden externen Qualitätskontrolle nach § 57a WPO, dem sogenannten Peer Review. Die im Zuge dieser Überprüfungen getroffenen Feststellungen und unterbreiteten Empfehlungen berücksichtigen wir bei der laufenden Weiterentwicklung unseres internen Qualitätssicherungssystems. Die sichere Übertragung, Speicherung, Verarbeitung und Bereitstellung von personenbezogenen Daten und vertraulichen Informationen hat für unsere Geschäftstätigkeit und unsere Kunden weiterhin zunehmende Bedeutung. Die diesbezüglichen Risiken sind sowohl aufgrund der allgemeinen Zunahme von Cyberkriminalität als auch infolge des erfolgten Übergangs zu hybriden Arbeitsformen ("New Work") weiter gestiegen. Die Tatsache, dass zahlreiche Mitarbeitende teilweise von außerhalb des Büros arbeiten, stellt höhere Anforderungen an die Sicherheit der Datenverbindungen. Unser Risikomanagement begegnet den entsprechenden Risiken ebenso wie den grundsätzlich steigenden regulatorischen, technischen und kundenseitigen Anforderungen an unsere Informationssicherheit mit verstärkten Investitionen in unser Informationssicherheitsmanagementsystem und dessen kontinuierliche Weiterentwicklung. Mit den nach international anerkannten Standards erfolgten Zertifizierungen unseres Qualitätsmanagementsystems (ISO 9001:2015), unseres Informationssicherheitsmanagementsystems (ISO/IEC 27001:2013) und unseres Business-Continuity-Management-Systems (ISO 22301:2019) erfüllen wir die diesbezüglichen Anforderungen unserer Kunden und Geschäftspartner. Markt Unter gesamtwirtschaftlichen Aspekten sehen wir Risiken für die zukünftige Entwicklung des Deloitte- Konzerns in möglichen konjunkturellen Rückschlägen und strukturellen Unsicherheiten. Diesen sind wir und, branchenabhängig mit zum Teil erheblichen Unterschieden, unsere Kunden unmittelbar oder mittelbar ausgesetzt. Der anhaltende Ukraine-Krieg sowie weitere Konflikte führen ebenso wie die weltpolitischen Veränderungen u.a. durch diverse Wahlen und Wahlkämpfe zu einem Klima der Unsicherheit und des Wandels, welches sich auf die Wirtschaftsprognosen niederschlägt. Während sich Themen der Inflation zwischenzeitlich über die Geldpolitik wieder abgemildert haben, bestehen Prognosen über ein geringes Wirtschaftswachstum in Deutschland fort. Infolgedessen ist die Wahrscheinlichkeit eines moderaten Konjunkturabschwungs weiterhin nicht ausgeschlossen. Zusätzlich tragen angespannte Arbeitsmärkte und etwaige, unter anderem durch den fortwährenden Ukraine-Krieg bedingte Störungen der Lieferketten zu einer allgemeinen Unsicherheit für Konsumenten und Unternehmen bei. Weitere konjunkturelle Unsicherheitsfaktoren sehen wir in der wirtschaftlichen Entwicklung Chinas. Diese ist einerseits von Erwartungen an eine verstärkte Wirtschaftstätigkeit nach COVID geprägt. Auf der anderen Seite stehen Liquiditätsengpässe im Immobiliensektor sowie eine höhere Staatsverschuldung des Landes. Zusätzliche Risiken liegen in einer weiteren Destabilisierung des Welthandels durch protektionistische Handelsbarrieren oder durch weitere internationale politische Konflikte. Ferner tragen der anhaltende Fortschritt der Digitalisierung und der zunehmende Einsatz von künstlicher Intelligenz bei gleichzeitig angespannter Arbeitsmarktlage zu einem wirtschaftlichen Strukturwandel bei, mit entsprechend disruptiven Auswirkungen in einzelnen Branchen. Aufgrund dieser Rahmenbedingungen erhöht sich für uns das Risiko, dass wir Akquisitions- bzw. Wachstumsziele verfehlen bzw. nicht geplante Auftragsverluste erleiden. Diesen Risiken begegnen wir einerseits durch die Fortsetzung der digitalen Transformation unserer internen Geschäftsprozesse und durch eine geschäftsbereichsübergreifende Optimierung unserer Kapazitätssteuerung, verbunden mit einem bereichsübergreifenden Einsatz unserer entsprechend hoch qualifizierten Mitarbeitenden. Andererseits setzen wir auf die verstärkte und kontinuierliche Weiterentwicklung unseres innovativen Leistungsangebots, um unsere Kunden bei den zu erwartenden Veränderungen umfassend bedienen zu können. Regulatorisches Umfeld Während wir marktseitig unverändert in einem intensiven Wettbewerb um Prüfungs- und Beratungsaufträge stehen, wird die Risikolage für die zukünftige Entwicklung von Deloitte auch durch das regulatorische Umfeld beeinflusst. Aus den verschiedenen regulatorischen Weiterentwicklungen sind zwei Strömungen, die sowohl uns als auch unsere Kunden beeinflussen, hervorzuheben. Zum einen handelt es sich hier um die Vorgaben rund um die EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen (Corporate Sustainability Reporting Directive, CSRD) und die EU-Taxonomie sowie zum anderen die Herausforderungen in der Regulierung rund um artifical itelligence bis Informationssicherheit. Beide Gebiete fordern eine Analyse bestehender Prozesse bis zur Berichterstattung. Geschäft Die traditionell größten Geschäftsrisiken unserer beruflichen Tätigkeit liegen in tatsächlich oder vermeintlich verursachten Schäden oder in der Nichteinhaltung gebotener Qualitätsanforderungen, die insbesondere Reputationsverlust, Schadensersatzansprüche, regulatorische Auflagen und Sanktionen sowie Auftragsverluste nach sich ziehen können. Zu deren Vermeidung, zumindest aber Minimierung, dient unser Risikomanagement einschließlich unseres internen Qualitätssicherungssystems. Den verbleibenden finanziellen Risiken, speziell solchen aus Schadensersatzansprüchen, begegnen wir, soweit versicherbar, durch einen entsprechenden Versicherungsschutz, den wir angepasst an den Umfang unserer Geschäftstätigkeit und die Größe unseres Konzerns in angemessenem Umfang abschließen. Dem Haftungsrisiko besonders im Fall der Prüfungen von Unternehmen von öffentlichem Interesse begegnen wir durch unsere qualitätssichernden Maßnahmen sowohl verstärkt bei der Auftragsannahme als auch in der Bearbeitung angenommener Aufträge. Entsprechend unterziehen wir auch andere Aufträge im nationalen wie internationalen Prüfungs- und Beratungsgeschäft mit Haftungsrisiken, die sich weder ausschließen noch versichern lassen, einer besonders intensiven Risikoanalyse, die zur Vermeidung von finanziellen oder Reputationsrisiken auch die Nichtannahme eines Auftrags zur Folge haben kann. Personalbereich Motivierte und hoch qualifizierte Mitarbeitende sind die Basis des wirtschaftlichen Erfolgs von Deloitte. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung, der weiter zunehmenden Regulierungsdichte, gerade im Bereich der Wirtschaftsprüfung und zunehmend auch in der Steuerberatung, sowie rapide steigender technologischer Herausforderungen stellen die Gewinnung qualifizierter Mitarbeitender und deren langfristige Bindung an Deloitte eine weiterhin zunehmend große Herausforderung dar. Zur nachhaltigen Sicherung unserer fachlichen Kompetenz und Qualität investieren wir deshalb gezielt in die Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie die fachliche und persönliche Förderung unserer Mitarbeitenden. Kurz- und mittelfristig sehen wir bei der Gewinnung neuer Talente und in der Bindung qualifizierter Mitarbeitender aufgrund unseres Geschäftsmodells und der Marktpositionierung von Deloitte als Arbeitgeber mehr Chancen als Risiken. Weiter schätzen wir, dass langfristig jedoch die weiterhin fortschreitende Regulierung insbesondere in der Abschlussprüfung bei nachfolgenden Generationen zu einem unbeabsichtigten Attraktivitätsverlust und damit auch für uns zu einem größeren Beschaffungs- und Qualitätsrisiko führen könnte. Mit den inzwischen etablierten hybriden Arbeitsformen und den damit einhergehenden unterschiedlichen Anforderungen unserer Mitarbeitenden an Mobilität und Flexibilität im Arbeitsalltag sehen wir uns weiteren Risiken und Herausforderungen gegenüber, denen wir mit geeigneten Initiativen und einer gezielten Steuerung von standort- und kundenbezogenen Mitarbeitendeneinsätzen begegnen. Steuerrisiken Steuerliche Risiken sehen wir insbesondere bei laufenden und noch nicht begonnenen Betriebsprüfungen. Die letzte abgeschlossene Betriebsprüfung der Gesellschaft betraf die Veranlagungszeiträume bis einschließlich 2004, aktuell werden die Veranlagungszeiträume 2017 bis 2019 geprüft. Bezogen auf einzelne Feststellungen aus der Prüfung der Veranlagungszeiträume 2005 bis 2008 befinden wir uns in Klageverfahren vor dem Finanzgericht, bezogen auf die Prüfung der Veranlagungszeiträume 2009 bis 2012 im Einspruchsverfahren. Bei einem negativen Ausgang können sich daraus auch Folgeeffekte für nachfolgende Veranlagungszeiträume ergeben. Soweit nach unserer Einschätzung erforderlich, werden steuerliche Risiken durch Rückstellungen bzw. Wertberichtigungen bilanziell berücksichtigt. Die laufende Beurteilung erfolgt durch interne und externe Steuerexperten. Zur Minimierung der Risiken ist ein internes Kontroll- und Tax-Compliance-System etabliert. Finanzrisikobericht Im Zusammenhang mit unserer Tätigkeit sind wir naturgemäß auch Zins- und Währungsrisiken sowie Ausfall- und Liquiditätsrisiken und Risiken aus Zahlungsstromschwankungen ausgesetzt. In unserer Mittelfristplanung gehen wir von wieder steigenden Diskontierungszinssätzen für die Pensionsverpflichtungen aus, dementsprechend von geringeren Ergebnisbelastungen. Das Deckungsvermögen für die Pensionszusagen und vergleichbare Verpflichtungen besteht im Wesentlichen aus Anteilen an Publikumsfonds, die entsprechend der Anlagestrategie nach den Kriterien Kapitalerhaltung und geringes Risikoprofil ausgewählt werden. In Bezug auf das Deckungsvermögen sind wir dabei von der Zinsentwicklung im Anleihemarkt betroffen. Unsere Liquidität wird zentral gesteuert. Bei allen Finanztransaktionen legen wir höchsten Wert auf die Bonität der Kontrahenten bzw. der Wertpapieremittenten. Bei Kreditinstituten überzeugen wir uns von deren Zugehörigkeit zu den deutschen Einlagensicherungssystemen sowie von der Zulässigkeit der Geschäftsbeziehungen nach den Vorschriften zur beruflichen Unabhängigkeit. Währungsrisiken werden von uns weitgehend vermieden, indem der weit überwiegende Teil unserer Leistungen in Euro abgerechnet wird. Zahlungsverpflichtungen in US-Dollar als der wesentlichen Fremdwährung ergeben sich überwiegend gegenüber Gesellschaften im DTTL-Netzwerk. Hier nutzen wir ein aktives Devisenmanagement und sichern Positionen in US-Dollar, wenn erforderlich, ab. Ausfallrisiken bestehen grundsätzlich in Bezug auf die von uns gehaltenen Finanzinstrumente, insbesondere im Zusammenhang mit Leistungsforderungen. Diese überwachen wir im Rahmen unseres Forderungsmanagements laufend und nutzen gegebenenfalls Sicherungsmöglichkeiten. Darüber hinaus steuern wir unsere Liquidität entsprechend. Die Risiken aus Zahlungsstromschwankungen in Zusammenhang mit Finanzinstrumenten werden aufgrund der Art der Finanzinstrumente als gering eingestuft. Insgesamt beurteilen wir die Risiken aus dem Finanzbereich infolge unseres risikoaversen Agierens als gering. Zusammenfassung Insgesamt sehen wir ein ausgeglichenes Chancen- und Risikoniveau. Den allgemein steigenden Risiken aufgrund der weiterhin unsicheren gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Entwicklung stehen Chancen gegenüber, die sich aus einer erwartet steigenden Nachfrage nach unseren Leistungen ergeben, insbesondere im Zusammenhang mit der fortschreitenden Transformation und Digitalisierung von Unternehmensprozessen, steigenden regulatorischen Anforderungen, hier unter anderem im Bereich der Nachhaltigkeitsberichterstattung, krisenbedingten Situationen wie zum Beispiel bei der Optimierung von Lieferketten, bei der Bewältigung von Cyberrisiken und -angriffen oder bei notwendigen Restrukturierungen. Ferner bedarf die Geschäfts- und Risikolage wegen der brachenweiten Haftungs- und Regulierungsrisiken sowie aufgrund des unverändert starken Wettbewerbs weiterhin einer intensiven und laufenden Beobachtung. Bestandsgefährdende Risiken für den Deloitte-Konzern oder einzelner Konzerngesellschaften sind nach unserer Einschätzung nicht erkennbar. IV. Prognosebericht Wirtschaftlicher Ausblick: langsamer Aufschwung Gegen Ende des Berichtszeitraumes gab es Indikatoren, die auf eine Belebung der Wirtschaft hindeuteten. Der PMI (Einkaufsmanagerindex), ein Frühindikator der wirtschaftlichen Aktivität, lag im Mai 2024 mit 52,4 Punkten im positiven Bereich, was eine leichte wirtschaftliche Erholung erwarten ließ (Werte über 50 signalisieren wirtschaftliches Wachstum). 18 Allerdings fiel der Index bis zum Herbst wieder in den kontraktiven Bereich, ein Anzeichen, dass die Konjunktur sich sehr volatil entwickelt. Grundsätzlich sind die Ausgangsbedingungen für eine leichte konjunkturelle Erholung im Jahr 2025 gegeben. Vor allem die steigenden Realeinkommen durch den Rückgang der Inflation und steigende Löhne dürften die Konjunktur tragen. Die OECD prognostiziert für Deutschland eine Inflationsrate von 2,4 % im Jahr 2024 und 2,2 % im Jahr 2025. In der Eurozone liegt die Prognose bei 2,3 % für 2024 und ebenfalls 2,2 % für 2025. 19 Dies macht weitere Lockerungen der Geldpolitik wahrscheinlich. Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank (EZB) würden die Finanzierungskosten senken und somit Investitionen befördern. Höhere Realeinkommen, gepaart mit einem stabilen Arbeitsmarkt, dürften das Konsumentenvertrauen nach und nach stärken und die Binnennachfrage beleben, während gleichzeitig sinkende Zinsen Sparen unattraktiver machen. Somit könnte der private Konsum Wachstumsimpulse gegen Ende des Jahres 2024 und für 2025 setzen. Diese Wachstumsimpulse waren eigentlich schon für die zweite Jahreshälfte 2024 erwartet worden, werden aber durch hohe Unsicherheit gebremst. Im Laufe des Berichtsjahres sollten dann die sinkenden Zinsen auch positive Effekte auf die Investitionstätigkeit haben. Allerdings hat der industrielle Sektor mit großen Herausforderungen zu kämpfen, wie eine schwache Auslandsnachfrage und wachsende geopolitische Spannungen. 20 Hohe Energiepreise und eine intensive Regulierung erhöhen die Produktionskosten erheblich, was die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen beeinträchtigt. Damit fällt die Industrie als Wachstumsmotor aktuell aus, die Industrieproduktion 2024 dürfte laut dem Institut der deutschen Wirtschaft mit 2,5 % deutlich unter der von 2023 liegen. 21
18 Trading Economics, Germany Composite PMI,
https://tradingeconomics.com/germany/composite-pmi
Insgesamt dürfte das Wachstum im Kalenderjahr bestenfalls stagnieren. Die Bundesregierung erwartet einen Rückgang des BIP um 0,2 %, die OECD eine Stagnation mit positiven Vorzeichen (0,1 %). Für 2025 liegen die Wachstumsschätzungen dann bei 1,0 % (OECD) beziehungsweise ganz leicht darüber bei 1,1 % (Bundesregierung). 22 Damit dürfte sich im kommenden Kalenderjahr die konjunkturelle Lage bessern, ohne dass ein dynamischer Aufschwung einsetzt. Wesentlich für die weitere Entwicklung wird die Konsumlaune der Verbraucher sein, die Entwicklung der Investitionen angesichts fallender Zinsen sowie die weiteren geopolitischen Entwicklungen und deren Auswirkungen auf die deutsche Exportwirtschaft. Entwicklung des laufenden Geschäftsjahres für Deloitte Die Wirtschaft in Deutschland und damit viele Unternehmen stehen weiterhin unter Druck, ausgelöst durch das schwache Wirtschaftswachstum und die politischen Verwerfungen ausgelöst durch den Krieg in der Ukraine und die Eskalation in Nahost. Hinzu kommen die anhaltend hohe Nachfrage nach Fachkräften und deren Knappheit sowie der Druck auf die Lieferketten zahlreicher Industrien. Diese Herausforderungen führen im Beratungsgeschäft gleichzeitig zu einem anhaltenden Bedarf der Unternehmen nach Unterstützung bei der Transformation. Damit einher geht die Anpassung der Prozesse und Strukturen im Rahmen regulatorischer Vorgaben für ein nichtfinanzielles Reporting. Auch im Markt für Prüfungsleistungen sehen wir weitere Möglichkeiten auch außerhalb des DAX40- Segments. Wir nehmen wie bisher gezielt an relevanten Ausschreibungen teil und rechnen mit weiteren Mandantengewinnen. Außerdem realisieren sich Gewinne von Prüfungsmandaten aus dem vergangenen Jahr erst im laufenden und den folgenden Geschäftsjahren und beeinflussen damit unsere Geschäftsentwicklung positiv. Basis unseres Erfolgs bleibt unser multidisziplinäres Geschäftsmodell, mit dem wir die verschiedensten Branchen und Kundenthemen abdecken. Gerade in der Transformation benötigen Unternehmen ganzheitliche Unterstützung über die verschiedenen Geschäftsfelder hinweg. Die strukturellen Veränderungen erfordern die Zusammenarbeit der verschiedenen Disziplinen und Fachbereiche. Hier sehen wir uns gut aufgestellt und gehen davon aus, dass wir unsere Wettbewerbsposition in wichtigen Zukunftsfeldern ausbauen können. Unter Berücksichtigung aller Chancen und Risiken für das Geschäft von Deloitte rechnet die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2024/2025 mit einem Anstieg des Umsatzes gegenüber dem Geschäftsjahr 2023/2024 im mittleren einstelligen Bereich. Die Erwartungen basieren auf Mengenwachstum; gleichzeitig sehen wir angesichts von allgemeinen Kostensteigerungen in einzelnen Geschäftsbereichen auch das Potential für höhere Preise. Beim EBIT (d.h. dem Ergebnis vor Finanzergebnis (einschl. der Vergütung der Genussrechte) und vor Ertragsteuern erwarten wir einen gleichbleibenden bzw. nur leicht sinkenden Wert verglichen mit dem Geschäftsjahr 2023/2024. Wir gehen bei Personalkosten und sonstigen Aufwendungen von einem Anstieg in Höhe des erwarteten Umsatzwachstums aus, so dass die Ertragssituation insgesamt stabil bleibt. In den ersten vier Monaten des Geschäftsjahres 2024/2025 erreicht das Wachstum der abrechenbaren Leistungen noch nicht unsere Planung. Für das gesamte Geschäftsjahr wird der prognostizierte Umsatzanstieg sowie das prognostizierte EBIT nach unserer gegenwärtigen Einschätzung erreicht werden. Die Zahl der Mitarbeitenden wird im Geschäftsjahr 2024/2025 voraussichtlich stabil bleiben. Wir gehen davon aus, dass zum Ende des Geschäftsjahrs 2024/2025 rund 6.200 bis 6.300 Mitarbeitende in den Fachbereichen beschäftigen werden, das entspricht einem Anstieg von rd. 100 bis 200 Mitarbeitenden. Per September 2024 liegt die tatsächliche Anzahl der Beschäftigten in der prognostizierten Bandbreite.
München, den 31. Oktober 2024 Die Geschäftsführung Volker Krug Rainer Bätz Prof. Dr. Frank Beine Stefan Grube Martina Mietzner Sandra Mühlhause Christoph Schenk Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am: 7. November 2024 Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31.05.2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.06.2023 bis zum 31.05.2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, für das Geschäftsjahr vom 01.06.2023 bis zum 31.05.2024 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Neuss, den 31.10.2024 Dr.
Glade, König und Partner GmbH
Dr. Bentlage, Wirtschaftsprüfer Busche, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2023 bis zum 31. Mai 2024Der Aufsichtsrat wurde im Geschäftsjahr 2023/2024 in sechs Sitzungen mündlich und darüber hinaus mehrfach in schriftlicher Form über die Geschäftsentwicklung und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, durch die Geschäftsführung informiert. Gegenstand der Berichterstattung waren insbesondere die Umsatz- und Ergebnisentwicklung sowie die Beschäftigungslage der Geschäftsbereiche Audit & Assurance, Risk Advisory, Tax & Legal, Financial Advisory und Consulting. Weitere Schwerpunkte der Diskussion waren die Planung, die strategische Roadmap 2030, die Darstellung des Partnermodells in seinen Grundzügen, die Darstellung der Delivery Center-Strategie, bedeutsame interne Projekte sowie in jeder Sitzung eine Information zu bedeutsamen Risiken. Die Sitzungen des Aufsichtsrats fanden am 3. Juli, 12. Juli, 26. September und 14. November 2023 sowie am 1. Februar und 20. März 2024 statt. Der Aufsichtsrat hat die Führung der Geschäfte durch die Geschäftsführung in Erfüllung seiner ihm nach Gesetz, Gesellschaftsvertrag und Geschäftsordnung obliegenden Beratungs- und Kontrollaufgaben im Berichtszeitraum sorgfältig begleitet. Grundlage hierfür waren die ausführlichen, in schriftlicher und mündlicher Form erstatteten Berichte der Geschäftsführung. Daneben hat sich der Aufsichtsrat, der einen beratenden Finanz- und einen Personalausschuss aufweist, im Rahmen seiner Sitzungen mit grundsätzlichen Fragen der laufenden und geplanten Geschäftspolitik befasst. Dabei wurde über Geschäftsrisiken, sowie die Personal- und Marktentwicklung in den einzelnen Geschäftsbereichen und für die Gesellschaft insgesamt und unter Berücksichtigung der Neuentwicklungen zu Artificial Intelligence diskutiert. Die geplanten und bereits in Umsetzung befindlichen Maßnahmen für die Nachhaltigkeitsberichterstattung (Sustainability) wurden vorgestellt und diskutiert. Der Aufsichtsrat wurde weiter ausführlich über aktuelle Mitarbeiterprogramme sowie die internationale Zusammenarbeit mit den Mitgliedsunternehmen aus dem Netzwerk von Deloitte Touche Tohmatsu Limited (DTTL) sowie der Deloitte DCE GmbH (DCE) informiert. Im laufenden Geschäftsjahr legte Frau Dr. Denison ihr Amt als Geschäftsführerin und Arbeitsdirektorin nieder. Frau Sandra Mühlhause wurde im Juli 2023 vom Aufsichtsrat als weitere Geschäftsführerin und als Arbeitsdirektorin bestellt. Mit Wirkung zum 1. Juni 2024 wurde die Executive neu gebildet. Weiter wurde die Geschäftsführung und die Arbeitsdirektorin neu bestellt. Zu Geschäftsführern wurden Herr Volker Krug, Herr Rainer Bätz, Herr Prof. Dr. Frank Beine, Herr Stefan Grube, Frau Martina Mietzner, Frau Sandra Mühlhause und Herr Christoph Schenk bestellt; zur Arbeitsdirektorin wurde Frau Sandra Mühlhause bestellt. Der von der Gesellschafterversammlung gewählte und vom Aufsichtsrat beauftragte Abschlussprüfer Dr. Glade, König und Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Neuss, hat den Jahresabschluss und den Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2023 bis zum 31. Mai 2024 der Gesellschaft geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Prüfungsbericht und die Unterlagen zum Jahresabschluss und zum Lagebericht wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern zur Prüfung zur Verfügung gestellt. Der Prüfungsbericht, der Jahresabschluss und der Lagebericht wurden sowohl in den Sitzungen des Finanzausschusses am 22. Oktober 2024 und 4. November 2024 als auch in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 7. November 2024 mit der Geschäftsführung und dem anwesenden Abschlussprüfer intensiv erörtert. Der Abschlussprüfer hat über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und die festgelegten Prüfungsschwerpunkte sowie bedeutsame Feststellungen berichtet, hat in Bezug auf seine Unabhängigkeit, über die Qualität seiner Abschlussprüfung und über seine Leistungen, die er zusätzlich zur Abschlussprüfung erbracht hat, informiert und ergänzende Fragen der Aufsichtsratsmitglieder beantwortet. Der Finanzausschuss hat die Prüfungsergebnisse ausführlich erörtert und dem Aufsichtsrat vorgeschlagen, den von der Geschäftsleitung aufgestellten Jahresabschluss zu billigen und den zugehörigen Lagebericht zustimmend zur Kenntnis zu nehmen. Der Aufsichtsrat hat den Prüfungsbericht und das Ergebnis der Abschlussprüfung zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis der eigenen Prüfung durch den Aufsichtsrat sind Einwendungen gegen den Jahresabschluss und den Lagebericht nicht zu erheben. Demgemäß hat der Aufsichtsrat den von der Geschäftsführung vorgelegten Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2023 bis zum 31. Mai 2024 gebilligt und den zugehörigen Lagebericht zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie der Geschäftsführung für ihre erfolgreiche Tätigkeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.
München, den 7. November 2024 Mag. Dr. Klaus-Bernhard Gröhs, Vorsitzender des Aufsichtsrates |
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