Stammdaten

Register
Amtsgericht Cottbus HRB 11240
Eingetragen
11.9.2013
Branche
Großhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenHerstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen ErzeugnissenEinzelhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Gegenstand
Beteiligung an und die Verwaltung von anderen Unternehmen; das Erwerben, Finanzieren, Halten und Verwalten von Beteiligungen und/oder Unternehmen aller Art; der Erwerb und Vertrieb von Vermögensgegenständen im Bereich Pharmazietechnik; der Handel mit Arzneimitteln, pharmazeutischen Produkten und Medizinprodukten, das Herstellen von Arzneimitteln, pharmazeutischen Produkten und Medizinprodukten, der Transport, die Lagerung und das Umverpacken, Abfüllen und Kennzeichnen von Arzneimitteln, pharmazeutischen Produkten und Medizinprodukten; der Import, Export und Reimport von Arzneimitteln, pharmazeutischen Produkten und Medizinprodukten; die erlaubnisfreie Erbringung von Beratungsleistungen und Dienstleistungen im pharmazeutischen und medizinischen Bereich. Erwerb, Halten, Erstellen, Vermieten, Entwickeln, Verwalten und Veräußern von Immobilien, insbesondere von Immobilien im Gesundheitsbereich, die Errichtung von Zweigniederlassungen im In- und Ausland

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Wolfgang Dr. Holz
seit 11.2.2026
Prokura
Thomas Ehmann
seit 11.2.2026
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
PHOENIX Deutschland Holding GmbH
Germany
500.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Konzern- und Jahresabschlüsse

HAEMATO PHARM GmbH

Schönefeld

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens

Die HAEMATO PHARM GmbH ist ein pharmazeutisches Unternehmen und gehört zur börsennotierten HAEMATO AG. Der Fokus der Geschäftsaktivitäten liegt auf den Wachstumsmärkten patentfreier und patentgeschützter Arzneimittel im versicherungsfinanzierten Markt.

Schwerpunkte bilden die Therapiebereiche Onkologie, HIV/AIDS, Neurologie, Rheumatologie und andere chronische Erkrankungen. Zu unseren Kunden zählen insbesondere Apotheken (4500 in Deutschland und 1350 in Österreich) und Großhändler sowie Ärzte und Kliniken.

Mit unserem Produktportfolio von patentfreien und patentgeschützten Medikamenten leisten wir einen Beitrag zu einer effizienten Arzneimittelversorgung und dadurch zur Kostensenkung für Krankenkassen und somit auch für Patienten.

1.2 Forschung und Entwicklung

Wir führen keine Forschung und Entwicklung durch.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.1.1 Gesamtwirtschaft

Die Expansion der Weltwirtschaft hat im Jahr 2019 weiter an Fahrt verloren. Die Auswirkungen des Brexits und die handelspolitischen Spannungen zwischen den USA und China und Europa haben auch die Euro-Wirtschaft gedämpft.

Für die deutsche Wirtschaft stand das Jahr 2019 im Zeichen des Abschwungs. Maßgeblich ist dafür die deutlich rückläufige Industrieproduktion, die von dem eingetrübten weltwirtschaftlichen Umfeld in besonderem Maße belastet wird.

Nach der regen Expansion zum Jahresanfang hat die deutsche Wirtschaft im Sommerhalbjahr nahezu stagniert, und auch im Abschlussquartal zeichnete sich keine nennenswerte Dynamik ab. Trotzdem legten im dritten Quartal die Ausfuhren spürbar zu und expandierten im gleichen Tempo bis zum Ende des Jahres.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat im Jahresdurchschnitt ein Plus von nur 0,5 % verzeichnet (BIP Euroraum: 1,1 %). Die maßgeblichen Konjunkturmotoren waren die Konsumausgaben des Staates mit einem Zuwachs von 2,1 % (2018: 1,4 %), die Wohnungsbauinvestitionen mit einem Zuwachs von 4,1 % (2018: 2,5 %) sowie der Konsum der privaten Haushalte, der um 1,5 % gestiegen ist (2018: 1,3 %). Die erneute Steigerung der Löhne und die gleichzeitige, obwohl verlangsamte, Beschäftigungszunahme führten zu deutlich erhöhten Reallohnzuwächsen. Die nominalen verfügbaren Einkommen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 2,9 %. Die Arbeitslosenzahl sank um rund 700.000 Personen und die Arbeitslosenquote betrug 5,0 % (2018: 5,2 %).

2.1.2 Pharmamarkt

Der deutsche Pharmamarkt ist ein großer Bestandteil der Gesundheitsbranche. Der Wirtschaftszweig "Pharma" beschäftigt knapp 130.900 Mitarbeiter und setzt über 40 Milliarden Euro jährlich um.

In der Bundesrepublik Deutschland sind laut der Kostenstrukturstatistik des Statistischen Bundesamtes 521 pharmazeutische Unternehmen für das Jahr 2017 gemeldet. Fast 91 % der Arzneimittel herstellenden Unternehmen beschäftigen weniger als 500 Mitarbeiter.

Kein Industriezweig investiert mehr in Forschung und Entwicklung (F&E) als die Pharma-Branche. Nach Angaben des jüngsten Berichtes der Expertenkommission für Forschung und Innovation (EFI) reinvestierte die Pharmaindustrie 14 % ihres Umsatzes aus eigenen Erzeugnissen für interne F&E-Projekte und liegt, wie in den vergangenen Jahren, vor dem Automobil-, Luft- / Raumfahrzeug- und Maschinenbau sowie der chemischen Industrie.

Rund 33,6 Mio. Menschen waren im Oktober 2019 in der Bundesrepublik Deutschland sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Seit vielen Jahren liegen die Leistungsausgaben der GKV als Anteil am BIP unter 1,2 %. Die GKV-Arzneimittelausgaben liegen ebenfalls auf einem vergleichbaren Niveau von rund 15 % bis 16 % der GKV-Gesamtausgaben, und zwar seit rund 30 Jahren. Die Finanzreserven der GKV liegen aktuell bei rund 21 Milliarden Euro.

Trotzdem gerät die Pharmabranche weiter unter Druck. Allein durch Rabattverträge erzielen die Krankenkassen beträchtliche jährliche Ersparungen (4,4 Milliarden Euro in 2018). Seit der Einführung des AMNOG sparen die Krankenkassen auch durch die Verhandlung von Erstattungsbeträgen. Die jährlichen Einsparungen stiegen von 144 Millionen Euro in 2013 auf voraussichtlich über drei Milliarden Euro in 2019. Die kontinuierliche Bildung von Festbeträgen führt jährlich zu Einsparungen der GKV in Höhe von 8,2 Milliarden Euro. Das weiterhin fortgeführte Preismoratorium und die bereits seit 2003 durchgehend entrichteten Zwangsabschläge belasten zusätzlich die gesamte Branche.

Die Arzneimittelhersteller in Deutschland erhalten rund 50 % des Apothekenabgabepreises eines Medikaments. Die andere Hälfte verteilt sich auf den Großhandel und die Apotheken sowie die Umsatzsteuer und die gewährten Rabatte.

Über die Hälfte aller im GKV-Markt abgegebenen Arzneimittel ist rabattgeregelt (2018: 59,0 %). Im Juni 2019 hatten 109 Krankenkassen mit 227 pharmazeutischen Unternehmen 15.823 Verträge über 18.560 Handelsformen abgeschlossen. Ein Jahr vorher, im Juni 2018, waren es 111 Krankenkassen mit 209 Herstellern. Die Zahl der Verträge belief sich auf 16.182 über 17.547 Handelsformen.

In den ersten neun Monaten 2019 wuchs der Umsatz mit Arzneimitteln im Pharma-Gesamtmarkt (Apotheke und Klinik) um 7 % auf 34 Mrd. Euro. Der Verbrauch belief sich auf rund 73 Mrd. Zähleinheiten und stieg damit um knapp 1 %. Das größte Umsatz- und Absatzwachstum im Gesamtmarkt verbuchte der stationäre Sektor mit einer Steigerung von 9 % auf 4,9 Mrd. Euro. Der ambulante Bereich verbuchte im ersten Quartal drei Prozentpunkte mehr Umsatzwachstum als der Apothekenmarkt, bedingt durch den Einsatz neuer Spezialtherapien gegen Krebserkrankungen und schwere Autoimmun- und Erberkrankungen. Die führenden zehn Präparategruppen im Klinikmarkt verbuchen in den ersten neun Monaten 2019 in Summe ein Wachstum von +13 %.

Der Umsatz mit Arzneimitteln in der Apotheke ist in den ersten neun Monaten 2019 um 6 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Demnach verkauften Offizinen und Versender insgesamt 1,2 Mrd. Packungen im Wert von 28 Mrd. Euro. Sechs der zehn führenden Arzneimittelgruppen im Apothekenmarkt verbuchten in den ersten neun Monaten 2019 ein zweistelliges Wachstum. In Summe legten die zehn Gruppen um 11 % zu.

Der Auswertung zufolge zählen zu den absatzstärksten Produktgruppen in dem Zeitraum von Januar bis September 2019 etwa Schmerzmittel, topische Schnupfenmittel, Beta-Blocker, Ulkustherapeutika und Antirheumatika. Der Umsatz mit Rx-Präparaten ist um 7 % auf rund 24 Mrd. Euro gestiegen. Das Marktvolumen belief sich auf 559 Mio. Packungen (+1%).

In den ersten drei Quartalen 2019 lagen die GKV-Arzneimittelausgaben abzüglich Abschlägen von Herstellern und Apotheken (ohne Berücksichtigung von Einsparungen aus Rabattverträgen) um 5 % über dem Vorjahreswert und beliefen sich auf 31 Mrd. Euro. Die Mehrausgaben gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum betrugen 1,37 Mrd. Euro. Gut 40 % davon entfielen auf verschiedene innovative Krebstherapien, Präparate zur Prophylaxe von Schlaganfällen, Interleukin-Inhibitoren, Antirheumatika und neue Therapien zur Behandlung der Cystischen Fibrose.

2.2 Geschäftsverlauf

Die HAEMATO PHARM GmbH vertreibt als pharmazeutischer Hersteller eigene generische Arzneimittel sowie europäische Importarzneimittel. Der Fokus liegt insbesondere auf Wachstumsmärkten im Bereich der Spezialpharmazeutika, vornehmlich in den hochpreisigen Indikationsbereichen Onkologie und HIV sowie in den Bereichen Rheuma, Neurologie und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ergänzend werden in Deutschland zugelassene Arzneimittel anderer Hersteller von der HAEMATO PHARM GmbH im Rahmen der Großhandelserlaubnis angeboten. Größter und auch wichtigster Absatzmarkt ist der deutsche Markt.

Das Jahr 2019 war neben einer anhaltend angespannten und preisaggressiven Wettbewerbssituation, von medial erzeugter und politischer Unruhe im Parallelimportgeschäft und damit einhergehender Unsicherheit im Gesundheitswesen geprägt.

Wir begegnen dieser Entwicklung durch Stabilisierung der Kundenbeziehungen, der Erschließung neuer Kundensegmente und den Ausbau der Absatzmärkte, können uns aber dem allgemeinen Trend nicht entziehen. Die Kooperationen mit allen großen Versicherungsträgern in Deutschland unterstützen uns bei der Sicherung unserer Marktstellung.

Geprägt war das Kalenderjahr auch von der Verpflichtung zur Umsetzung der Richtlinie 2011/62/EU zur Schaffung eines Gemeinschaftskodexes für Humanarzneimittel hinsichtlich der Verhinderung des Eindringens von gefälschten Arzneimitteln in die legale Lieferkette in Verbindung mit der Delegierten Verordnung (EU) 2016/161 zur Ergänzung der Richtlinie 2001/83/EG. Die HAEMATO PHARM GmbH konnte erfolgreich die Systeme zur Ausstattung der Arzneimittel mit den geforderten Sicherheitsmerkmalen umsetzen. Leider gab es technische Herausforderungen mit den europaweit etablierten Datenbanksystemen der Pharmahersteller, welche Verzögerungen bei der Marktfreigabe von Arzneimitteln zur Folge hatten.

Neben der Umsetzung der so genannten "Fälschungsrichtlinie" verliefen die Überprüfungen durch die Aufsichtsbehörden positiv. Alle für die Geschäftstätigkeit der HAEMATO PHARM GmbH erforderlichen arzneimittelrechtlichen Genehmigungen wurden im Berichtsjahr erneuert.

Die HAEMATO PHARM GmbH und alle Mitarbeiter orientieren sich in der täglichen Arbeit in erster Linie an den Bedürfnissen der Kunden. Service, Qualität und Verlässlichkeit sind wesentliche Inhalte unserer Kundenorientierung und gleichzeitig Treiber der Stabilisierung und des geplanten Wachstums.

2.3 Lage

2.3.1 Ertragslage

Die Umsätze des Unternehmens sind im Wesentlichen mit Parallelimporten und Original Arzneimitteln erzielt worden. Unsere Umsätze hängen hier stark von der Sortimentspolitik der Apotheker und Großhändler ab.

Im Jahr 2019 wurden Umsatzerlöse in Höhe von Mio. EUR 197,5 (Vorjahr: Mio. EUR 273,4) erzielt. Dies entspricht einem Rückgang von 27,8 %. Diese negative Entwicklung hatte mehrere Ursachen. Einen wesentlichen Anteil hatte die Bereinigung des Produktportfolios um margenschwache Produkte. Weiterhin verloren im abgelaufenen Geschäftsjahr einige bedeutende Umsatzträger Ihren Patentschutz, in dessen Folge beim Originalprodukt aufgrund des Markteintritts biotechnologisch hergestellter Substitute (Biosimiliars) ein deutlicher Preisverfall zu verzeichnen war. Zudem waren diese Biosimiliars im frühen Stadium der Markteinführung im europäischen Ausland für den Einkauf noch nicht verfügbar. Im Berichtsjahr mussten wir weiterhin vorsorglich behördlich angeordnete Produktrückrufe tätigen. Verschärfend wirkte eine langanhaltende öffentliche Diskussion über die Arzneimittelsicherheit und politischen Bestrebungen zu Änderungen bei den Rahmenbedingungen des Importmarktes. Beide Effekte kumulierten sich zu einer temporären Verunsicherung unserer Kunden.

Zum 1. Juli 2019 wurde die Importquote neu geregelt; mit dem Inkrafttreten der europaweit geltenden Fälschungsrichtlinie zur Verbesserung der Arzneimittelsicherheit haben sich die Marktbedingungen Ende 2019 wieder normalisiert.

Der Materialaufwand im Verhältnis zum Umsatz liegt mit 93,18 % in 2019 leicht über den 92,30 % aus dem Jahr 2018.

Einhergehend mit dem Umsatzrückgang konnte die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter im Vergleich zum Jahr 2018 um knapp 10% gesenkt werden. Das allgemein steigende Lohnniveau sowie die Verstärkung von strategisch wichtigen Positionen führte dazu das die absoluten Personalkosten (Mio. EUR 5,74) auf Vorjahresniveau blieben (Vorjahr: Mio. EUR 5,87). Die Personalkostenquote in Höhe von 2,91% ist jedoch unter dem Branchendurchschnitt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von Mio. EUR 6,82 konnten um Mio. EUR 1,05 im Vergleich zum Vorjahr (Mio. EUR 7,87) gesenkt werden.

Das EBIT in 2019 betrug Mio. EUR 1,42 (Vorjahr: Mio. EUR 12,60). Der Jahresüberschuss nach Steuern betrug im Jahr 2019 Mio. EUR 0,90 (Vorjahr Mio. EUR 10,55). Die Verminderung in der Ertragslage ist hauptursächlich durch den Rückgang des Umsatzes und damit einhergehend der Minderung des Rohergebnisses begründet. Des Weiteren beeinflusste im Kalenderjahr 2018 ein Gewinn aus dem Verkauf von Finanzanlagen in Höhe von Mio. EUR 5,05 die Ertragslage positiv.

2.3.2 Finanzlage

Unsere Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Zwecks Finanzierung unserer Betriebsmittel bedienen wir uns der eingeräumten Kreditlinien unserer Banken. Wir verfügen regelmäßig über höhere Kreditlinien als wir durchschnittlich in Anspruch nehmen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten machen 30,0 % (Vorjahr 30,2 %) der Bilanzsumme aus. Die Summe der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zum 31.12.2019 erhöhte sich stichtagsbezogen im Vergleich zum 31.12.2018 um Mio. EUR 3,5. Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind zum Bilanzstichtag nicht mehr vorhanden. Die Veränderung der Fristigkeit der Verbindlichkeiten gegenüber den Kreditinstituten ist begründet in der festen Laufzeit der Verbindlichkeiten.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist ein kurzfristiges nachrangiges Darlehen in Höhe Mio. EUR 3,4 enthalten.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 23,3 % (Vorjahr 11,5 %) der Bilanzsumme. Sämtliche Verbindlichkeiten können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden.

Unsere getätigten Investitionen in Sachanlagen konnten aus dem Cash-Flow finanziert werden. Der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit wird weiterhin in der Erlangung von Lizenzen sowie der Modernisierung und Ausweitung der Infrastruktur liegen, um neue Geschäftsfelder erschließen zu können. Diese Investitionen können aus dem laufenden Cash-Flow geleistet werden. Langfristige Anlagen sind durch unser Eigenkapital gedeckt. Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31.12.2019 36,0 %. Die Veränderung zum Stichtag des Vorjahres (31.12.2018: 45,8 %) ist begründet sich hauptsächlich durch die stichtagsbezogene Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Unsere Liquidität lässt sich anhand der Kapitalflussrechnung, welche nachfolgend dargestellt ist, gut abbilden. In der Betrachtung der Bilanzpositionen an den ausgewieenen Bilanzstichtagen haben sich die liquiden Mittel um TEUR 3.659 vermindert. Einer Auszahlung von Vorabausschüttungen an den Gesellschafter in Höhe von TEUR 4.500 steht eine Einzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 1.000 zur Stärkung des Betriebskapitals gegenüber.

Kapitalflussrechnung 2019
TEUR
2018
TEUR
Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit -2.460,8 7.522,5
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit -485,4 -588,0
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit -630,8 -11.345,8
(inklusive jederzeit fällige Verbindlichkeiten zum 31.12.) (-3.976,0)
Zahlungswirksame Veränderungen -3.577,0 -4.411,3
Zahlungsmittelbestand 01.01. 5.310,9 5.746,3
(inklusive jederzeit fällige Verbindlichkeiten zum 01.01.) (3.976,0)
Zahlungsmittelbestand 31.12. 1.651,7 5.310,9
(inklusive jederzeit fällige Verbindlichkeiten zum 31.12.) (3.893,8) (3.976,0)

2.3.3 Vermögenslage

Die Vermögenslage unserer Gesellschaft ist im Vergleich zum Bilanzstichtag vom Vorjahr unverändert gut.

Das Anlagevermögen hat sich unwesentlich verändert und beträgt am 31.12.2019 Mio. EUR 12,7. Am 31.12.2018 betrug das Anlagevermögen Mio. EUR 12,8.

Unsere Vorräte haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 26,3 % erhöht. Die Erhöhung von Mio. EUR 11,3 führen zu einem Wert von Mio. EUR 54,3 (Vorjahr: Mio. EUR 43,0) zum Bilanzstichtag.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen zum 31.12.2019 Mio. EUR 10,8 und erhöhen sich damit um Mio. EUR 3,5 von Mio. EUR 7,3 zum 31.12.2018.

Die HAEMATO PHARM GmbH verfügte am Bilanzstichtag den 31.12.2019 über Mio. EUR 1,65 (Vergleich Vorjahr: Mio. EUR 5,31) liquide Mittel.

2.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Eigenkapitalrendite, Gesamtkapitalrendite, EBIT, EBITDA, Umsatz pro Mitarbeiter und Umsatzrendite heran.

Die Eigenkapitalrentabilität vor Steuern liegt im Geschäftsjahr bei 4,70 % (Vorjahr 37,21 %).

Die Gesamtkapitalrentabilität vor Zinsen und Steuern sinkt auf 2,07 % (Vorjahr 18,01 %).

Das EBIT beträgt 1.420,9 TEUR (Vorjahr 12.602,8 TEUR), das EBITDA beträgt 2.321,1 TEUR (Vorjahr 13.553,0 TEUR).

Der Umsatz pro Mitarbeiter beträgt 1.234 TEUR und verringert sich damit gegenüber dem Vorjahr um 311 TEUR pro Mitarbeiter. Die Umsatzrendite beträgt im Geschäftsjahr 2019 0,72 % (Vorjahr: 4,61 %). Die Umsatzrendite berechnen wir mit dem EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen.

3 Prognosebericht

3.1 Gesamtwirtschaftlicher Ausblick

Handelspolitische Unsicherheiten belasten weiterhin den Ausblick und bleiben ein Risiko für Prognosen. Die Weltwirtschaft dürfte nicht mehr an Fahrt verlieren, doch der Produktionsanstieg bleibt verhalten.

Der Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU rückt näher, ohne dass die Ausgestaltung der zukünftigen Regelungen ausgehandelt ist. Der kurze Verhandlungszeitraum muss daher ausreichen, um ein Freihandelsabkommen mit den EU-27 Staaten zu verankern und einen ungestörten Handel zu ermöglichen.

Gegen Ende des Jahres haben sich Anzeichen einer Stabilisierung gezeigt. Im Euro-Raum dürfte das BIP in den Jahren 2019 und 2020 um 1,2 % beziehungsweise 1,1 % zunehmen.

Der deutsche Industrieabschwung dürfte im Laufe des kommenden Jahres überwunden sein. Für das Jahr 2020 wird eine Stabilisierung der gesamtwirtschaftlichen Produktion erwartet. Die entscheidende Kraft bleibt dabei, wie in den Vorjahren, die Binnenwirtschaft. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) dürfte im Jahresdurchschnitt um 0,8 % zunehmen.

Der demografische Wandel ist in vollem Gange und der Anteil älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung wächst kontinuierlich. Diese Entwicklung stellt das Gesundheitswesen vor enorme Herausforderungen. Der Arzneimittelmarkt in Deutschland ist in den vergangenen Jahren beständig gewachsen.

Pharmazeutische Unternehmen liefern Jahr für Jahr neue Medikamente für die Gesundheitsversorgung und sind immer stärker in der Lage, patientenindividuelle medikamentöse Therapiemöglichkeiten zu entwickeln. Es ist zu erwarten, dass im kommenden Jahr über 30 Medikamente mit neuem Wirkstoff in Deutschland eingeführt werden; 2019 waren es 25.

Der Fokus in Sachen Arzneimittelinnovationen wird 2020 auf der Onkologie liegen. Zum zweiten Mal nach 2019 hat ein Krebsmedikament die Zulassung organübergreifend für jegliche Tumore erhalten, die eine bestimmte Genmutation aufweisen.

Hoffnung machen auch zwei Gentherapien, die bei bestimmten seltenen Erkrankungen (sog. Orphan Diseases) zum Einsatz kommen. Von diesen Leiden gibt es rund 7.000 und sie betreffen nach der Definition der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) höchstens fünf von 10.000 Menschen (in Deutschland ca. 4 Mio. Patienten).

Es wird prognostiziert, dass der weltweite Umsatz mit Orphan Drugs von 2019 bis 2024 um 12,3% steigen wird. Bis 2024 wird der Umsatz voraussichtlich 242 Mrd. USD erreichen und somit ein Fünftel des weltweiten Umsatzes mit verschreibungspflichtigen Medikamenten. Medikamente für onkologische Indikationen dominieren die Orphan-Drug-Pipeline-Landschaft, ebenso wie zell- und genbasierte Therapeutika.

Zudem eröffnen sich neue Perspektiven im Bereich der "Biosimilars". Ein Biosimilar ist ein Folgeprodukt eines ehemals patentgeschützten Biopharmazeutikums. Biosimilars sind in der EU bereits seit 13 Jahren verfügbar. Ende 2018 waren 56 Biosimilars zu 13 verschiedenen Wirkstoffen zugelassen.

Das Potential auf diesem Sektor wird durch hohe Wachstumsrate und Dynamik als sehr groß eingeschätzt. Die Patentabläufe der Blockbuster-Therapien haben eine historische Bedeutung für die Branche. Nachfolgeprodukte der Originalmedikamente fassen schnell Fuß auf dem Markt und gelangen gut in die Versorgung. Diese Entwicklung entlastet massiv das Gesundheitssystem. Denn günstigere Alternativen bei gleich hoher Qualität sind elementar für die medizinische Patientenversorgung.

Mit dem im August 2019 in Kraft getretenen Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV) wird die Marktdurchdringung mit Biosimilars gefördert. Die Umstellung auf Biosimilars könnte den Kassen Einsparungen in Milliardenhöhe bringen.

Pharmakotherapie ist die wichtigste therapeutische Maßnahme vor allem bei alten, multimorbiden Patienten und stellt bei chronischen Erkrankungen häufig eine Dauertherapie dar. Sie wird zukünftig durch den medizinischen Fortschritt und das Älterwerden unserer Gesellschaft an Bedeutung gewinnen.

Nach einer Prognose von IQVIA wird der Pharmamarkt in Deutschland bis 2023 zwischen 3 und 6 % wachsen. Das Wachstum wird weiterhin hauptsächlich aus Spezialtherapeutika resultieren, z. B. Medikamenten zur Behandlung von Krebs- und Autoimmunerkrankungen, Immunschwächekrankheiten, HIV-Infektion und multipler Sklerose.

Der demografische Wandel ist eine Aufforderung, Chancen durch Veränderungen zu gestalten und zu nutzen. Die HAEMATO Pharm GmbH wird in der Zukunft weiterhin ihren Beitrag zur Gewährleistung eines zukunftsorientierten und nachhaltigen Gesundheitssystems und der sicheren Versorgung der Patienten mit innovativen Medikamenten und Therapien leisten.

Die o.a. Einschätzungen gehen von einer relativ ungestörten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung aus. Die im ersten Quartal 2020 beginnende Corona Pandemie ist geeignet die gesamtwirtschaftliche Entwicklung massiv negativ zu beeinflussen. Dabei sind die Dauer und die Intensität der Erholung entscheidende Faktoren, die aber aktuell nicht abschließend eingeschätzt werden können. Zudem ist damit zu rechnen, dass sich die wirtschaftliche Gesamtsituation nach der Pandemie nicht mehr mit der vor der Pandemie vergleichen lässt.

3.2 Unternehmerischer Ausblick

Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens positiv. Die Pharmabranche bietet weiterhin ein großes Wachstumspotenzial, wenn Service, Preis und Qualität streng an den Kundenanforderungen ausgerichtet werden und Potenziale innerhalb der Wertschöpfungskette konsequent genutzt werden. Den möglichen Ausbau unseres Marktanteils im Parallelimportgeschäft sowie die Erschließung neuer Geschäftsfelder sehen wir als größten Wachstumsmotor für die künftige Entwicklung der HAEMATO PHARM GmbH. Den Risiken von Lieferengpässen begegnen wir durch die Diversifizierung im Bereich Beschaffung für die Mehrzahl der Produkte. Die Umsetzung der Richtlinie 2011/62/EU mit Start 9. Februar 2019 bringt Sicherheit im Bereich der Beschaffung und wird eine stabilere Geschäftsgrundlage für die kommenden Geschäftsjahre bilden.

Wir erwarten im Geschäftsjahr 2020 durch konsequente Umsetzung der eingeleiteten Maßnahmen eine Steigerung des Umsatzvolumens von mehr als 10%, welche zu einer Steigerung des EBIT im Bereich von 50-60% durch Erhöhung des Rohgewinnes beitragen wird. Dies wird folglich auch zu einer Verbesserung der Finanzlage führen und zu einem positiven operativen Cashflow beitragen. Den weiteren Ausbau der Kooperationen mit den gesetzlichen Versicherungsträgern werden wir mit einer optimierten Einkaufspolitik durch effizientere Nutzung der vorhandenen Datenbasis unterstützen. Durch die Erschließung neuer Absatzmärke werden wir versuchen, das Ertragspotenzial für zukünftige Berichtsperioden ebenfalls nachhaltig zu erhöhen.

Änderungen an der im Sozialgesetzbuch verankerten Importförderklausel könnten Auswirkungen auf unser Geschäftsmodell haben. Die teils divergierenden Bestrebungen in der Politik, der Gesundheitswirtschaft und bei den Versicherungsunternehmen lassen jedoch keine Prognose zu den Chancen und Risiken zu.

Die o.a. Prognosen basieren auf einer schnellen Beendigung (V-Verlauf) der wirtschaftlichen Einschränkungen durch die Corona Pandemie. Sollten die Einschränkungen über mehrere Monate bestehen, sind die daraus entstehenden Effekte nicht seriös zu prognostizieren.

Wir werden auch zukünftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

4 Risikobericht

Das Management der HAEMATO PHARM GmbH nutzt das etablierte Risikomanagementsystem, um jederzeit kurzfristig auf Veränderungen am Risikoprofil der operativen Entscheidungen reagieren zu können. Ein umfangreiches Berichtswesen im Rechnungswesen und Controlling sowie allen Bereichen entlang der Wertschöpfungskette versetzt uns in die Lage, die Risiken priorisiert nach ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit zyklisch neu zu bewerten.

4.1.1 Branchenspezifische Risiken

Gesetzliche Regulierungsmaßnahmen innerhalb der gesamten europäischen Union, ein starker Margendruck im Pharmamarkt sowie der permanente Wandel des Parallelimportmarktes durch Wechselkursrisiko und Preisunterschiede bei der Beschaffung der Arzneimittel können einen negativen Einfluss auf unsere Umsatz- und Ergebnissituation haben. Die Original-Hersteller versuchen nach wie vor, die einzelnen europäischen Märkte zu kontingentieren oder Single-Channel-Distributoren zu nutzen, um Exporte zu erschweren. Des Weiteren versuchen die Original-Hersteller durch Erhalt von hohen Listenpreisen, unter Abschluss von nachträglichen Rabattvereinbarungen Exporte zu erschweren. Außerdem besteht grundsätzlich die Gefahr, dass sich die Abgabepreise in den verschiedenen Ländern der EU sukzessive angleichen oder in einzelnen Ländern beziehungsweise für einzelne Präparate Exportverbote erlassen werden.

Rechtliche Risiken ergeben sich vor allem aus dem Vertrieb unserer Produkte und insbesondere aus marken- und patentrechtlichen Fragestellungen. Als Importeur gelten wir arzneimittelrechtlich als pharmazeutischer Unternehmer. Wir tragen daher das Risiko von Marktrücknahmen.

Aus dem Ausbruch des Coronavirus können sich gesamtwirtschaftliche Risiken ergeben, die zu signifikanten Rückgängen des Wirtschaftswachstums weltweit führen können. Risiken für die HAEMATO PHARM GmbH können dabei nicht nur die Absatzentwicklung betreffen, sondern auch zu erheblichen Beeinträchtigungen der Produktion, des Beschaffungsmarkts und der Zulieferkette führen.

4.1.2 Ertragsorientierte Risiken

Die Wettbewerbsrisiken haben aufgrund von neuen Mitbewerbern in der Branche zugenommen. Wir gehen davon aus, unsere Marktanteile mittelfristig aufgrund unseres starken Direktvertriebes weiter ausdehnen zu können. Möglicherweise sind jedoch im Zuge weiterer Organisationsoptimierungen zusätzliche Kosten oder Investitionen zu erwarten.

4.1.3 Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar.

Wesentliche Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, bestehen nicht. Warenlieferungen aus Fremdwährungsländern werden innerhalb sehr kurzer Fristen abgewickelt.

Wir bedienen uns eingeräumter Kreditlinien eines Bankenkonsortiums für die Finanzierung der Betriebsmittel. In diesen Vereinbarungen sind Finanzkennzahlen definiert, deren Nichteinhaltung grundsätzlich zu Kündigungsmöglichkeiten einzelner Kreditgeber führen können. Die zur Verfügung gestellten Kreditlinien werden regelmäßig nicht in voller Höhe ausgenutzt. Durch ein rollierendes Unternehmens- und Finanzplanungssystems sind wir jederzeit in der Lage, auf Veränderungen im Finanzmittelbedarf kurzfristig zu reagieren. Daneben finanzieren wir uns über ein Kundenfactoring. Die langfristigen Tranchen der Betriebsmittellinien stehen im kommenden Kalenderjahr zur Refinanzierung an. Die Gespräche mit den bestehenden aber auch potentiell neuen Banken sind bereits Ende 2019 gestartet worden.

Auf Grund der seit Ende Februar verstärkt zunehmenden Corona Pandemie sind finanzwirtschaftliche Risiken für die HAEMATO PHARM GmbH kaum vorhersehbar. Die langfristig gehaltenen, börsennotierten Beteiligungen können hierbei, im Zuge einer vorübergehenden Wertminderung, zu einer nicht unwesentlichen Beeinflussung des Finanzergebnisses führen und somit auch das Gesamtergebnis des Konzerns maßgeblich beeinflussen.

Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend; es sind keine Engpässe zu erwarten.

4.1.4 Nichtfinanzielle Risiken

Die HAEMATO PHARM GmbH steht als Pharmaunternehmen auch im Fokus der Öffentlichkeit. Seine Wahrnehmung durch relevante Anspruchsgruppen ist daher von entscheidender Bedeutung und kann die Reputation des gesamten HAEMATO-Konzerns beeinflussen. Insbesondere die Handlungen des Unternehmens in Bezug auf Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange spielen in der aktuellen öffentlichen Wahrnehmung eine zentrale Rolle und können zu nichtfinanziellen Risiken führen.

Dem Verlust von qualifiziertem Personal wie auch Personal in Schlüsselfunktionen versuchen wir über eine zielgerichtete Personalentwicklung, Angebote zur Fort- und Weiterbildung sowie die Erweiterung von freiwilligen Sozialleistungen entgegen zu wirken. Ein zusätzliches Risiko besteht darin, ausreichend qualifiziertes Personal zum Managen der angestrebten Expansion zu rekrutieren. Die Lage im Personalmarkt ist weiterhin angespannt, und es dürfte auf absehbare Zeit schwierig bleiben, ausreichend qualifiziertes Fachpersonal zu finden.

Risiken ergeben sich auch im Zusammenhang mit der immer wiederkehrenden öffentlichen Diskussion um das Geschäftsmodell des Parallel- und Reimports. Der Fokus in der Öffentlichkeit auf das Geschäftsmodell und die Sicherheit des Parallel- und Reimports sowie mögliche Rückrufe gefährden die Reputation der Importeure und könnten einen Reputationsschaden für HAEMATO zur Folge haben.

Als eines der Grundprinzipien des unternehmerischen Handelns achtet HAEMATO deshalb - auch bei der Auswahl von Partnern und Lieferanten - besonders darauf, dass gesetzliche und ethische Regeln eingehalten werden.

4.2 Chancenbericht

Der Gesundheitsmarkt ist und bleibt ein Wachstumsmarkt. Durch unsere Spezialisierung in den Therapiegebieten Onkologie, HIV und anderen chronischen Krankheiten werden wir von diesem Wachstum partizipieren.

Durch Erschließung von neuen Geschäftsfeldern können ebenfalls wachstumsunterstützende Effekte erwartet werden.

Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen. Zur Minimierung der geschäftlichen Risiken diversifizieren wir unsere Bezugsquellen europaweit. Unsere hohen Qualitätsansprüche sichern wir durch eine sorgfältige Lieferantenqualifikation und -auswahl sowie ein aktives Lieferantenmanagement ab.

Dem Wettbewerb am Markt werden wir, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.

4.3 Gesamtaussage

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld, steigenden Einkaufspreisen und dem stagnierenden Verkaufspreisniveau. Daneben können regulatorische Maßnahmen Risiken für die Entwicklung sein. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut gerüstet.

5. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Wertpapiere, Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine Kreditversicherung für potentielle Forderungsausfälle.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien verschiedener Banken.

Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Zudem besteht eine Warenkreditversicherung. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

6. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

 

Schönefeld, 18.02.2020

HAEMATO PHARM GmbH

Uwe Zimdars, Geschäftsführer

Daniel Kracht, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
A. Anlagevermögen 12.710.811,91 12.801.665,75
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.813.195,00 1.961.661,00
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 182,00 1.952,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.813.013,00 1.959.709,00
II. Sachanlagen 1.091.373,16 1.033.761,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.494,00 12.701,00
2. technische Anlagen und Maschinen 385.301,00 446.145,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 543.999,00 574.915,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 154.579,16 0,00
III. Finanzanlagen 9.806.243,75 9.806.243,75
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 9.806.243,75 9.806.243,75
B. Umlaufvermögen 71.182.012,59 58.889.658,19
I. Vorräte 54.256.018,15 42.979.747,52
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 611.020,68 506.308,47
2. fertige Erzeugnisse und Waren 53.486.676,47 42.467.598,75
3. geleistete Anzahlungen 158.321,00 5.840,30
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 15.274.267,56 10.598.964,78
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.777.214,80 7.320.190,45
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 168.423,13 0,00
3. sonstige Vermögensgegenstände 4.328.629,63 3.278.774,33
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.651.726,88 5.310.945,89
C. Rechnungsabgrenzungsposten 57.114,13 57.704,16
Summe Aktiva 83.949.938,63 71.749.028,10

Passiva

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
A. Eigenkapital 30.253.698,59 32.856.135,85
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Kapitalrücklage 8.146.522,74 7.146.522,74
III. Bilanzgewinn 21.607.175,85 25.209.613,11
B. Rückstellungen 5.193.769,20 7.618.581,47
1. Steuerrückstellungen 661.469,04 686.249,96
2. sonstige Rückstellungen 4.532.300,16 6.932.331,51
C. Verbindlichkeiten 48.498.367,67 31.274.310,78
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 25.157.162,15 21.656.372,61
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.430.708,70 8.270.361,47
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.516.200,52 0,00
4. sonstige Verbindlichkeiten 394.296,30 1.347.576,70
davon aus Steuern 58.790,64 319.939,49
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 3.363,46 4.451,84
D. Passive latente Steuern 4.103,17 0,00
Summe Passiva 83.949.938,63 71.749.028,10

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
1.1.2018 - 31.12.2018
EUR
1. Umsatzerlöse 197.516.429,76 273.427.074,04
2. sonstige betriebliche Erträge 1.424.457,18 6.220.550,37
3. Materialaufwand 184.054.977,00 252.359.890,85
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 183.795.669,45 252.171.338,16
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 259.307,55 188.552,69
4. Personalaufwand 5.743.544,48 5.866.790,53
a) Löhne und Gehälter 4.787.091,91 4.919.893,25
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 956.452,57 946.897,28
davon für Altersversorgung 387,08 0,00
5. Abschreibungen 900.203,55 950.271,98
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 900.203,55 950.271,98
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.821.278,07 7.867.920,99
7. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 319.961,10 319.662,10
davon Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens von verbundenen Unternehmen 319.961,10 319.662,10
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.978,34 16.054,07
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 732.832,49 714.098,14
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 110.543,05 1.670.653,87
11. Ergebnis nach Steuern 901.447,74 10.553.714,22
12. sonstige Steuern 3.885,00 2.407,00
Jahresüberschuss 897.562,74 10.551.307,22

Ergebnisverwendung

1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
1.1.2018 - 31.12.2018
EUR
1. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 25.209.613,11 21.358.305,89
2. Vorabausschüttung / beschlossene Ausschüttung für das Geschäftsjahr 4.500.000,00 6.700.000,00
3. Bilanzgewinn 21.607.175,85 25.209.613,11

Anhang

1 Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die HAEMATO PHARM GmbH hat ihren Sitz in Schönefeld. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Cottbus unter HRB 11240 eingetragen.

2 Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 I 2, 266 ff. HGB).

3 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen, Grundstücksrechte nicht mit Grundstückslasten verrechnet worden.

Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden sowie die Rechnungsabgrenzungsposten wurden in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend aufgegliedert.

Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Aufwendungen für die Gründung des Unternehmens und für die Beschaffung des Eigenkapitals sowie für immaterielle Vermögensgegenstände, die nicht entgeltlich erworben wurden, wurden nicht bilanziert.

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen.

Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB und Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet. Haftungsverhältnisse i.S. von § 251 HGB sind ggf. nachfolgend gesondert angegeben.

Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden. Namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und linear abgeschrieben.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Grundlage der planmäßigen Abschreibung war die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes.

Die Abschreibungen wurden beim beweglichen Anlagevermögen gemäß § 7 Abs. 1 EStG nach der linearen Methode vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 250,00 wurden gemäß § 6 Abs. (2a) EStG im Erwerbsjahr voll abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von EUR 250 bis EUR 1.000 wurden mit 20 % abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden zu den Anschaffungskosten, bei voraussichtlich dauernder Wertminderung abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen, bilanziert.

Es wurden bei keinem Posten des Anlagevermögens Zinsen für Fremdkapital aktiviert. (§ 285 II Nr. 4 HGB).

Die Vorräte wurden zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, sofern ein entsprechender Sachverhalt vorlag, auf den niedrigeren Börsen- und Marktpreis am Abschlussstichtag abgeschrieben. Soweit ein Börsen- oder Marktpreis nicht feststellbar war, wurden sie auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. In die Herstellungskosten wurden neben den Materialkosten die Fertigungskosten sowie die Sonderkosten der Fertigung gemäß § 255 II HGB ein bezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie freiwillige soziale Leistungen und betriebliche Altersversorgungen wurden nicht mit zur Berechnung einbezogen.

Vom Wahlrecht der Aktivierung von Finanzierungskosten gemäß § 255 III 2 HGB während der Herstellungsphase wurde nicht Gebrauch gemacht.

Die Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Wertpapiere wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken oder niedrigere beizulegende Werte wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Die Flüssigen Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt. Soweit diese Mittel ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden diese zum Devisenkassakurs am Abschlussstichtag gemäß § 256a Satz 2 HGB bewertet (§ 284 II Nr. 2 HGB).

Der Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben bis zum Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet (§ 256a HGB). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

EUR/GBP EUR/CZK EUR/NOK EUR/PLN EUR/DKK EUR/RON
0,89453 25,724 9,9483 4,3014 7,4673 4,6635

Die Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Schätzung ermittelt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzins der vergangenen sieben Jahre abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.

Pensionsrückstellungen wurden nicht gebildet, Pensionszusagen wurden nicht erteilt.

4 Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Entwicklung der Anschaffungswerte
Stand 01.01.2019
EUR
Zugang
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgang
EUR
Stand 31.12.2019
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.629.567,65 521.307,93 0,00 0,00 7.150.875,58
Zwischensumme 6.629.567,65 521.307,93 0,00 0,00 7.150.875,58
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 47.359,05 0,00 0,00 0,00 47.359,05
2. technische Anlagen und Maschinen 646.755,67 5.305,00 0,00 0,00 652.060,67
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.731.224,88 184.368,86 0,00 89.646,69 1.825.947,05
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 154.579,16 0,00 0,00 154.579,16
Zwischensumme 2.425.339,60 344.253,02 0,00 89.646,69 2.679.945,93
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 9.806.243,75 0,00 0,00 0,00 9.806.243,75
Zwischensumme 9.806.243,75 0,00 0,00 0,00 9.806.243,75
Endsumme 18.861.151,00 865.560,95 0,00 89.646,69 19.637.065,26
Entwicklung der Abschreibungen
Stand 01.01.2019
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Umbuchungen
EUR
Zuschreibunge n
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2019
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.667.906,65 669.773,93 0,00 0,00 0,00 5.337.680,58
Zwischensumme 4.667.906,65 669.773,93 0,00 0,00 0,00 5.337.680,58
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 34.658,05 5.207,00 0,00 0,00 0,00 39.865,05
2. technische Anlagen und Maschinen 200.610,67 66.149,00 0,00 0,00 0,00 266.759,67
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.156.309,88 159.073,62 0,00 0,00 33.435,45 1.281.948,05
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Zwischensumme 1.391.578,60 230.429,62 0,00 0,00 33.435,45 1.588.572,77
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Zwischensumme 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Endsumme 6.059.485,25 900.203,55 0,00 0,00 33.435,45 6.926.253,35
Buchwert
Restbuchwert 31.12.2018
EUR
Restbuchwert 31.12.2019
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.961.661,00 1.813.195,00
Zwischensumme 1.961.661,00 1.813.195,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.701,00 7.494,00
2. technische Anlagen und Maschinen 446.145,00 385.301,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 574.915,00 543.999,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 154.579,16
Zwischensumme 1.033.761,00 1.091.373,16
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 9.806.243,75 9.806.243,75
Zwischensumme 9.806.243,75 9.806.243,75
Endsumme 12.801.665,75 12.710.811,91

Beteiligungen

Name Sitz
EUR
Beteiligung
In %
Eigenkapital 31.12.2019
EUR
Jahresüberschuss bzw. Jahresfehlbetrag 2019
EUR
Sanate GmbH Schönefeld 100 19.321,76 -896,75

Innerhalb der Finanzanlagevermögens sind Anteile an verbundenen Unternehmen mit einem Buchwert in Höhe von TEUR 9.781 ausgewiesen. In 2019 wurden Gewinnausschüttungen in Höhe von TEUR 320 für das Geschäftsjahr 2018 vereinnahmt.

Vorräte

Der in der Bilanz zusammengefasste Posten "Vorräte" gliedert sich wie folgt auf:
2019
2018
1. Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe 611.020,68 506.308,47
2. unfertige Erzeugnisse 0,00 0,00
3. fertige Erzeugnisse 53.486.676,47 42.467.598,75

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind solche an verbundene Unternehmen in Höhe von € 168.423,13 (Vorjahr: € 0,00) ausgewiesen. Sie resultieren im Wesentlichen aus Warenverkäufen zu fremdüblichen Preisen.

Die sonstigen Vermögengegenstände mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr betragen im Geschäftsjahr € 132.528,90 (Vorjahr: € 131.397,20).

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Disagio in Höhe von € 2.785,03 (Vorjahr € 2.785,01) ausgewiesen.

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt EUR 500.000.

Im dritten Quartal 2019 erfolgte von der Muttergesellschaft HAEMATO AG eine Einzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von € 1.000.000,00. Diese beträgt zum Stichtag € 8.146.522,74.

Der Gewinnvortrag beträgt € 25.209.613,11 (Vorjahr T€ 21.358) und wird in den Bilanzgewinn einbezogen.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
T€ 4.532
Rabattverträge 4.196
Personalkosten 117
Aufbewahrungspflichten 61
Versicherung 55
Abschluss-, und Prüfungskosten 31
Sonstige 72

Verbindlichkeiten

Insgesamt Vorjahr
EUR
bis 1 Jahr Vorjahr
EUR
1 bis 5 Jahre Vorjahr
EUR
Über 5 Jahre Vorjahr
EUR
davon gesichert
EUR
Art und Form der Sicherheit
gegenüber Kreditinstituten 25.157.162,15 25.157.162,15 0,00 0,00 25.157.162,15 Forderungsabtretung, Raumsicherungsübereignung
21.656.372,61 6.656.372,61 15.000.000,00 0,00 21.656.372,61
Erhaltene Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
aus Lieferungen und Leistungen 15.430.708,70 15.430.708,70 0,00 0,00 0,00 Eigentumsvorbehalt
8.270.361,47 8.270.361,47 0,00 0,00 0,00
gegenüber verbundenen Unternehmen 7.516.200,52 7.516.200,52 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
sonstige 394.296,30 394.296,30 0,00 0,00 0,00
1.347.576,70 1.347.576,70 0,00 0,00 0,00
Summe 48.104.071,37 48.104.071,37 0,00 0,00 0,00
31.274.310,78 16.274.310,78 15.000.000,00 0,00 0,00

Haftungsverhältnisse

Am Abschlussstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

5

Sonstige finanzielle Verpflichtungen Jahresbetrag 2019 1 - 5 Jahre
aus Mietverträgen 582.747,76 1.133.647,41
aus Leasingverträgen 71.597,21 172.280,69
Summe 654.344,97 1.305.928,10

6 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Der in der GuV zusammengefasste Posten "Materialaufwand" gliedert sich wie folgt:
2019
2018
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 183.795.669,45 252.171.338,16
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 259.307,55 188.552,69

Bei der Aufgliederung der Umsatzerlöse wurde von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht.

In den "sonstigen betrieblichen Erträgen" sind diverse Posten enthalten. Der Posten gliedert sich wie folgt:

Sonstige betriebliche Erträge In T€
Erträge aus Auflösung von Rückstellungen 951,9
Periodenfremde Erträge 192,9
Erträge aus Währungsumrechnungen 100,2
Versicherungsentschädigungen 59,7
Sonstige 119,8

Der GuV-Posten "sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" enthält Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von € 0,00 (Vorjahr € 2.373,98).

Der GuV-Posten "sonstige betriebliche Aufwendungen" enthält eine Vielzahl von Aufwendungen. Darin enthalten sind unter Anderem Mietkosten, Beratungsleistungen, Versicherungsleistungen, Vermarktungsleistungen, Frachtkosten, periodenfremde Aufwendungen und Wartungskosten.

Latente Steuern

Es ergeben sich, wie nachfolgend dargestellt, zu passivierenden latenten Steuern aus der Betrachtung der handelsrechtlich und der steuerrechtlich abweichenden Bewertungsvorschriften der auf fremde Währung lautenden Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der geleisteten Anzahlungen.

Entwicklung passive latente Steuern Höhe der Verpflichtung
EUR
Stand der passiven latenten Steuern 31.12.2018 3.192,92
Ertrag aus der Auflösung von latenten Steuern 0,00
Aufwand aus der Zuführung von latenten Steuern 910,25
Stand der passiven latenten Steuern 31.12.2019 4.103,17

7 Sonstige Pflichtangaben

Angabe der beschäftigten Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt

§ 285 Nr. 10 HGB Angabe zu den Organmitgliedern:

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens geführt durch:

Daniel Kracht, Kaufmann

Uwe Zimdars, Kaufmann

Bzgl. der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel des § 286 IV HGB in Anspruch genommen.

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Honorar betrifft nur die Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von TEUR 30 (§ 285 Nr. 17 HGB).

Die HAEMATO PHARM GmbH hat zum 31.12.2019 einen Teil Ihrer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen einer stillen Factoringfinanzierung abgetreten. Diese Maßnahme dient vor Allem dem Zweck der Beschaffung und Sicherstellung von liquiden Mitteln zur Realisierung des Geschäftsbetriebes. Dem gegenüber stehen Aufwendungen aus Finanzierungkosten.

Geschäfte mit nahestehenden Personen sind ausschließlich zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen (§ 285 Nr. 21 HGB).

Die Muttergesellschaft HAEMATO AG, Schönefeld, erstellt einen Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), in den die Gesellschaft einbezogen wird.

Unsere Gesellschaft ist nach § 285 Nr. 14a HGB ein Konzernunternehmen der HAEMATO AG, Schönefeld; beherrschendes Mutterunternehmen nach § 285 Nr. 14 HGB ist die Magnum AG, Schönefeld. Beide Abschlüsse werden im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.

Im Geschäftsjahr 2019 wurden € 4.500.000,00 an den Gesellschafter HAEMATO AG ausgeschüttet. Die Geschäftsleitung schlägt dem Gesellschafter vor, das Ergebnis

In EUR
Gewinnvortrag 25.209.613,11
Jahresüberschuss 897.562,74
Vorabausschüttung -4.500.00,00
Bilanzgewinn 21.607.175.85

Wie folgt zu verwenden:

Vortrag auf neue Rechnung 21.607.175.85

8 Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

 

Schönefeld, den 18.02.2020

Daniel Kracht, Geschäftsführer

Uwe Zimdars, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Geellschafter und die Geschäftsführung der HAEMATO PHARM GmbH, Schönefeld

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der HAEMATO PHARM GmbH, Schönefeld, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der HAEMATO PHARM GmbH, Schönefeld, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Berlin, 07. April 2020

Dipl.-Kfm. Harry Haseloff, Wirtschaftsprüfer

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 8.4.2020.

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