RMHK GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Textilien
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Paul Wurth Refractory & Engineering GmbHWiesbadenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Paul Wurth Refractory & Engineering GmbH, Wiesbaden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, 29. Februar 2016 BDO
AG
gez. Wetzel, Wirtschaftsprüfer gez. Winkler, Wirtschaftsprüfer Anhang für das Geschäftsjahr 20151. AllgemeinesDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 der Paul Wurth Refractory & Engineering GmbH wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie WährungsumrechnungAnlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bilanziert. Der Posten beinhaltet entgeltlich erworbene Software, die regelmäßig linear über eine Nutzungsdauer von vier Jahren abgeschrieben wird. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode. Die Nutzungsdauern betragen für Betriebs- und Geschäftsausstattung 7 bis 13 Jahre. Seit dem 1. Januar 2008 werden geringwertige Anlagegüter in Anlehnung an die steuerlichen Bilanzierungsvorschriften im Zugangsjahr mit Anschaffungskosten bis EUR 150,00 ergebniswirksam erfasst und mit Anschaffungskosten über EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 in einen Sammelposten eingestellt, der über fünf Jahre linear abgeschrieben wird. Anteile an Beteiligungen werden nach dem Grundsatz der Einzelbewertung zu Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen zu niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Umlaufvermögen Die Vorräte sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Anschaffungskosten oder Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB bewertet. In die Herstellungskosten werden die Materialeinzel- und Fertigungseinzelkosten, angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und der Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten, gekürzt um notwendige Einzelwertberichtigungen, angesetzt. Die liquiden Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt. Rückstellungen und Verbindlichkeiten Die Pensionsrückstellungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gemäß der Projected Unit Credit Method (PUC-Methode) berechnet. Dabei sind Lohn- und Gehaltssteigerungen mit 2,25 % sowie die jährliche Rentenanpassung mit 1,50 % entsprechend berücksichtigt. Als Rechnungszins wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten 7 Jahre verwendet (Bundesbankzins), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Er beträgt 3,89 % (i.V. 4,54 %). Es wurden die Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Altersteilzeit- und Jubiläumsrückstellungen werden ebenfalls nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Die Rückstellungsberechnung für diese Verpflichtungen erfolgte nach der PUC-Methode unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck bei Verwendung eines Gehaltstrends von 1,75 % und eines Zinssatzes von 2,34 % (i.V. 1,75 % und 3,13 %) für die Altersteilzeitverpflichtungen sowie 2,25 % und 3,89 % (i.V. 2,25 % und 4,54 %) für die Jubiläumsverpflichtungen. Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus Arbeitszeitguthaben für die Altersteilzeit der Mitarbeiter sind entsprechende Mittel auf Treuhandkonten angelegt. Das Treuhandguthaben ist dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen und wird im Jahresabschluss mit den jeweils zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Die übrigen sonstigen Rückstellungen berücksichtigen ungewisse Verbindlichkeiten und werden in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, bzw. in Höhe der zu erwartenden Vollkosten ermittelten Verpflichtungsüberschüsse angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind. Für die Abzinsung der Rückstellungen betragen die Zinssätze für 2015 je nach Restlaufzeit 2,02 % bis 2,74 %. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. 3. Erläuterungen zum Jahresabschluss3.1 Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem beigefügten Anlagespiegel dargestellt. Den Vorräten zugeordnete geleistete Anzahlungen entfallen auf verbundene Unternehmen mit TEUR 1.176 (i.V. TEUR 1.011). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 21.945 (i.V. TEUR 21.912) betreffen mit TEUR 20.891 (i.V. TEUR 21.696) die Gesellschafterin, davon mit TEUR 20.446 (i.V. TEUR 20.446) eine jederzeit fällige kurzfristige Finanzausleihung im Rahmen des Cash-Managements und mit TEUR 445 (i.V. TEUR 1.250) den Liefer- und Leistungsverkehr. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Gemäß dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB werden die Latenten Steuern grundsätzlich saldiert ausgewiesen. Für das Geschäftsjahr 2015 haben sich keine passiven latenten Steuern ergeben. Die zum 31. Dezember 2015 ausgewiesenen latenten Steuern in Höhe von TEUR 1.344 (i.V. TEUR 1.526) resultieren aus Differenzen insbesondere aus dem Bereich der Pensions- und sonstigen Rückstellungen. Für die Berechnung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz in Höhe von 30,8 % zugrunde gelegt. Das unveränderte Stammkapital zum 31. Dezember 2015 in Höhe von TEUR 2.301 wird vollständig von der Paul Wurth S.A., Luxemburg, gehalten. Der Gewinnvortrag hat sich in 2015 wie folgt entwickelt:
Es ist zu beachten, dass Teile des grundsätzlich frei verfügbaren Eigenkapitals unter der Ausschüttungssperre des § 268 Abs. 8 HGB stehen. Der ausschüttungsgesperrte Teil ergibt sich aus den aktiven latenten Steuern und beträgt TEUR 1.344 (i.V. TEUR 1.526). Die sonstigen Rückstellungen beinhalten überwiegend Rückstellungen für Gewährleistungen in Höhe von TEUR 3.987 (i.V. TEUR 6.234). Daneben enthalten sie im Wesentlichen Rückstellungen für personalbezogene Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.140 (i.V. TEUR 1.111). Die Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von TEUR 749 wird mit dem zur Sicherung der Altersteilzeitverpflichtungen hinterlegten Treuhandguthaben in Höhe von TEUR 481 verrechnet ausgewiesen. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind überwiegend durch Bankbürgschaften gedeckt. Von dem ausgewiesenen Betrag in Höhe von TEUR 26.035 (i.V. TEUR 37.980) entfallen auf verbundene Unternehmen TEUR 7.484 (davon auf Gesellschafter TEUR 6.604); TEUR 16.696 entfallen auf eine Projektlaufzeit von bis zu einem Jahr. Der Restbetrag wird voraussichtlich innerhalb 2017 bis 2018 abgewickelt werden. Sämtliche übrigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. 3.2 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
Die sonstigen betrieblichen Erträge sind bestimmt durch periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 3.695 (i.V. TEUR 3.859), wobei auf die Auflösung von Gewährleistungsrückstellungen TEUR 3.340 (i.V. TEUR 2.110) entfallen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 10 (i.V. TEUR 0) und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 12 (i.V. TEUR 6) enthalten. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ergibt sich aus der Aufzinsung von Rückstellungen ein Betrag in Höhe von TEUR 298 (i.V. TEUR 278). 4. Sonstige AngabenFinanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen resultieren aus Miet- und Leasingverträgen. Die vertragliche Gesamtverpflichtung beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 1.652 (i.V. TEUR 1.754). Von den Vertragsverpflichtungen bestehen TEUR 340 (i.V. TEUR 651) gegenüber verbundenen Unternehmen. Mitarbeiter Im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2015 wurden 79 Mitarbeiter (i.V. 84) beschäftigt. Organe der Gesellschaft
Die Angabe der Geschäftsführerbezüge und die der ehemaligen Organmitglieder für das Geschäftsjahr 2015 unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB. Der Beirat erhält keine Bezüge von der Gesellschaft. Angaben zum Anteilsbesitz Die Gesellschaft hält Geschäftsanteile an der Didier-M&P Energietechnik Asia Company Ltd., Kaohsiung, Taiwan, in Höhe von 15 %. Abschlussprüferhonorar Die Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers werden im Konzernabschluss der Siemag Weiss GmbH & Co. KG, Hilchenbach, gemacht. Gesellschafter und Konzernabschluss Die Paul Wurth S.A. mit Sitz in Luxemburg hält 100 % der Geschäftsanteile der Gesellschaft. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Paul Wurth S.A., Luxemburg, kleinster Kreis von Unternehmen, und der Siemag Weiss GmbH & Co. KG, Hilchenbach, größter Kreis von Unternehmen, einbezogen. Die Aufstellung der Konzernabschlüsse erfolgt auf der Grundlage der International Financial Reporting Standards (IFRS). Der Konzernabschluss der Siemag Weiss GmbH & Co. KG ist am Sitz der SMS group GmbH in D-40237 Düsseldorf, Eduard-Schloemann-Straße 4, erhältlich und wird im Bundesanzeiger offengelegt.
Wiesbaden, 22. Februar 2016 Martin Gantenberg Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2015
BilanzAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
ErgebnisverwendungsbeschlussAuszug aus dem Gesellschafterbeschluss:
Paul Wurth S. A. Frank WAGENER, Chief Administrative and Financial Officer Georges RASSEL, Chief Executive Officer Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015A. Grundlagen des UnternehmensDer Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft selbst, ihrer Muttergesellschaft und der ihr verbundenen Unternehmen bleibt unverändert in der technischen und organisatorischen Bereitstellung von Lösungen für die Roheisen produzierende Industrie. Hierbei werden nach wie vor komplette Lösungen (Turn-key) einschließlich der Gestellung eigenen Personals von der Konstruktion bis hin zur Inbetriebnahme und Abnahme angestrebt. Die Gesellschaft ist in den Bereichen Hochofenkonstruktion, Winderhitzerbau und Feuerfest-Auskleidungen vertreten. Die Gesellschaft koordiniert ihre Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten mit der Paul Wurth Gruppe. Die für neue Produkte und Leistungen begonnenen Entwicklungsarbeiten werden innerhalb der Gesellschaft fortgesetzt. Hierbei liegt das Augenmerk auf der Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und Erweiterung des Produktportfolios in den angestammten und verwandten Märkten. B. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Wirtschaftsvereinigung Stahl erwartet für das Jahr 2016 zwar eine stabilisierte Rohstahlproduktion, jedoch ist aufgrund der nach wie vor hohen Überkapazitäten auf dem Weltmarkt eine damit einhergehende weltweit geringere Auslastung der Anlagen zu erwarten. Der Neubau von zusätzlichen Produktionsanlagen in Schwellenländern wird auch in 2016 anhalten und zu einem weiteren Rückgang der weltweiten Auslastung führen können. In 2015 lag die weltweite Auslastung bei ca. 71%. Die prognostizierten Produktionsmengen an Rohstahl werden für Deutschland mit einem Rückgang um ca. 3% auf 41,5 Mio. t beziffert. Jedoch lag die Auslastung der deutschen Werke mit ca. 84% deutlich über der weltweiten Auslastung. Aufgrund der zu erwartenden steigenden chinesischen Exporte, die bei ca. 120 Mio. t liegen werden, bleibt die Lage weiterhin angespannt und eine Erholung ist hier kurzfristig nicht zu erwarten. Bei gleichzeitig gefallenen Erlösen und Verdienstmargen trotz geringerer Rohstoffkosten haben sich die Investitionen im Anlagenbau und Servicegeschäft für die Stahlhersteller auf das Nötigste beschränkt. (Quelle: stahl und eisen 136 (2016) Heft Nr. 1; H. J. Kerkhoff , M. Theuringer, Wirtschaftsvereinigung Stahl stellt die Stahlprognose 2016 vor - Stahlindustrie in schwerem Fahrwasser) Insbesondere die europäischen Kunden investieren in Reparaturen bzw. es werden Ersatzbeschaffungen für Anlagenteile und Komponenten vorgenommen, um zum einen gesteigerte Umweltschutzauflagen erfüllen zu können und zum anderen die Anlagenverfügbarkeit bzw. Produktionskapazität sicherzustellen. Reparaturen bzw. Teilerneuerungen von Anlagen bei starkem Wettbewerb kennzeichnet nach wie vor das Geschäft. Das Neubaugeschäft beschränkt sich lediglich auf Schwellenländer in reduziertem Umfang. Der Auftagseingang der Gesellschaft lag deutlich über dem des Vorjahres und hat sich wieder stabilisiert auf dem Niveau der Prognose des Vorjahres. Um dieses Niveau zu halten sind jedoch gesteigerte Anstrengungen in der Auftrags-Akquisition erforderlich. Geschäftsverlauf Der brasilianische Markt war gekennzeichnet durch Reparaturen und Neuzustellungen bei Winderhitzern und Hochöfen. Großprojekte sind auf diesem Markt noch nicht wieder gestartet worden und eine kurzfristige Wiederbelebung ist nicht zu erwarten. Im Geschäftsjahr wurden Reparaturen und Neuzustellungen gemeinsam mit der brasilianischen Schwestergesellschaft durchgeführt. Die Gesellschaft hat hierbei die kompletten Konzept- und Basic-Engineeringsleistungen und das vollständige Feuerfest-Engineering mit den Lieferungen der Kernkomponenten übernommen. Für die Beteiligungsgesellschaft Didier-M&P Energietechnik Asia Company Ltd. (DME Asia) verlief das Jahr 2015 wieder erfolgreich, sowohl in Bezug auf die Abwicklung der bestehenden Aufträge für Teilerneuerungen an Hochöfen bzw. die Akquisition eines Winderhitzerneubaus in Taiwan. Der Auftragseingang der Gesellschaft lag in 2015 deutlich über dem des Jahres 2014 und ist durch eine Mehrzahl von kleineren und mittleren Projekten gekennzeichnet. Der Auftragsbestand lag zum 31.12.2015 über dem Bestand zum Vorjahresstichtag. Der derzeitige Auftragsbestand teilt sich in die Abrechnungsjahre 2016 bis 2018 auf. Lage der GesellschaftErtragslage Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse +/- Bestandsveränderung) der Gesellschaft liegt mit EUR 32,4 Mio. gegenüber EUR 53,7 Mio. in 2014 auf einem niedrigeren Niveau als im Vorjahr. Die Umsatzminderung um EUR 21,3 Mio. ist durch die projektbedingte Abrechnung nach Fertigstellung begründet. Während sich die Gesamtleistung um 39,7% vermindert hat, ist die Materialintensität (Materialaufwand/Gesamtleistung) um 0,5% auf 59,0% und der Materialaufwand proportional zur Entwicklung der Gesamtleistung um 40,2% gesunken. Die betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen aufgrund der verminderten Zuführung zu Auftragsrückstellungen im Zusammenhang mit den geringeren Umsatzerlösen gesunken; die Aufwendungen im Personalbereich aufgrund von personellen Veränderungen und erhöhten Personalrückstellungen um TEUR 727 gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die Personalintensität (Personalaufwand/Gesamtleistung) beträgt aufgrund der geringeren Gesamtleistung 23,3% im Vergleich zu 12,7% im Vorjahr. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beläuft sich auf EUR 3,1 Mio. (Vorjahr EUR 9,5 Mio.). Hiervon entfallen TEUR -372 (Vorjahr TEUR -320) auf das Finanzergebnis. Die Umsatzrentabilität (Jahresüberschuss/Gesamtumsatz) hat sich gegenüber dem Vorjahr von 9,6% auf 4,5% verringert; die Eigenkapitalrentabilität (Jahresüberschuss/Eigenkapital) ist mit 8,8% im Vergleich zum Vorjahr mit 24,6% niedriger ausgefallen. Die Veränderung des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 2,1 Mio. (Vorjahr EUR 6,5 Mio.) resultiert im Wesentlichen aus der Minderung des Umsatzes in Höhe von EUR 21,3 Mio. gegenüber dem Vorjahr. Vermögens- und Finanzlage Der vom Unternehmen erwirtschaftete Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr EUR 2,3 Mio. und errechnet sich im Vergleich zum Vorjahr folgendermaßen:
Die Bilanzsumme liegt mit EUR 63,9 Mio. zum 31.12.2015 deutlich unter dem Stand des Vorjahres in Höhe von EUR 80,3 Mio. Die Minderung in Höhe von EUR 16,4 Mio. wird im Wesentlichen geprägt von einem stark rückläufigen Projektanarbeitungsgrad sowie im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres geringeren flüssigen Mitteln. Die Passivseite ist geprägt von einer Minderung der erhaltenen Anzahlungen auf Kundenbestellungen um EUR 11,9 Mio. im Vergleich zum Vorjahr. Darüber hinaus haben sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um EUR 1,0 Mio. erhöht und gegenläufig die Rückstellungen insbesondere beeinflusst durch die niedrigere Zuführung von Gewährleistungsrückstellungen um EUR 2,4 Mio. vermindert. Das langfristig gebundene Vermögen ist mit 1,2% der Bilanzsumme von untergeordneter Bedeutung. Die Verbindlichkeiten betragen 45,0% (i.V. 49,5%) und sind hauptsächlich bedingt durch die erhaltenen Anzahlungen. Die Eigenkapitalquote beträgt 36,5% (i.V. 32,7%). Die Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit von 1 - 5 Jahren. Die Vermögensgegenstände übersteigen die verfügbaren kurz- und mittelfristigen Fremdmittel mit vergleichbarer Fälligkeit. Die Zahlungsfähigkeit war in 2015 durchgehend sichergestellt. Die Finanzlage ist geordnet. Die Finanzierung der Projekte erfolgt im Wesentlichen durch erhaltene Anzahlungen der Kunden. Fremdwährungsgeschäfte werden nur vereinzelt und projektbezogen getätigt und grundsätzlich zum Zeitpunkt der Auftragsannahme bzw. bei Bestellung kursgesichert. Die Rückstellungen in Höhe von EUR 11,8 Mio. entfallen im Wesentlichen auf Rückstellungen von Pensionen und Auftragsrückstellungen und auf Rückstellungen im Personalbereich. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Gesellschaft selbst beschäftigte zum Stichtag 31.12.2015 insgesamt 80 Mitarbeiter. Von den Mitarbeitern befinden sich vier Mitarbeiter in der Aktivphase der Altersteilzeit. Wie auch in den vergangenen Jahren bietet die Gesellschaft die Möglichkeit der Aus- bzw. Weiterbildung der Mitarbeiter an, z. B. in IT-Anwendungssoftware und im Fremdsprachenbereich oder durch spezielle Seminare, wie z. B. in AutoCad 3D. Des Weiteren fördert das Unternehmen die Gesellschaft nach wie vor die externe persönliche Weiterbildung, z. B. im sprachlichen Bereich oder im kaufmännischen Bereich. Die angebotenen Maßnahmen werden von den Mitarbeitern entsprechend genutzt und wahrgenommen. Im Bereich des Gesundheitsschutzes beteiligte sich das Unternehmen am "Health & Safety Day" der Paul Wurth Gruppe mit verschiedenen Aktionen. Im Zusammenhang mit der Aufrechterhaltung des SCC-Zertifikates ("Sicherheits Certifikat Contraktoren") und zur Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben werden die Maßnahmen im Bereich des Gesundheitsschutzes und zur Weiterbildung des Personals kontinuierlich fortgesetzt. Die Auditierung zur ISO 9001:2008 und zur Aufrechterhaltung des SCC-Zertifikates wurde erfolgreich abgeschlossen. C. NachtragsberichtEs sind keine wesentlichen Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag mit Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft eingetreten. D. Prognose-, Chancen- und RisikoberichtTrotz der neuerlichen Finanzkrise setzt sich die Globalisierung der Stahlproduktion weiter fort. Dies zeigt sich insbesondere durch die große Anzahl neuer Projekte außerhalb der "alten" Stahl produzierenden Länder in Europa sowie Japan und den USA. Zu nennen sind hier China, Vietnam, Indien, und Indonesien. Die Investitionstätigkeit in Brasilien beschränkt sich auf kleinere Reparaturprojekte bzw. Ersatzbeschaffungen von Einzelaggregaten. Der Start von Großprojekten ist momentan nicht zu erwarten. Wie die vergangenen Jahre gezeigt haben, ist die Gesellschaft hier jedoch durch die Einbindung in die Paul Wurth Gruppe gut aufgestellt. Die in der VR China, in Taiwan, Korea und Brasilien akquirierten und erfolgreich abgewickelten Aufträge belegen dieses gut. Trotz angespannter Lage der globalen Stahlindustrie ist in den Schwellenländern mit Projekten für Neubauten bzw. auch Großreparaturen zu rechnen insbesondere in Märkten wie Indien, China, Vietnam, bei denen nach wie vor ein deutlicher Rückstand im "pro-Kopf-Verbrauch" gegenüber dem internationalen Vergleich besteht. Im Bereich der Anlagenreparaturen hat sich die bereits in den letzten Jahren festgestellte Belebung fortgesetzt. Hier stehen Altanlagen in Osteuropa, Russland, Brasilien und in den USA im Vordergrund. Zum einen haben viele Altanlagen durch die hohe Produktionsleistung während der vergangenen Hochkonjunktur 2007 bis 2008 gelitten, zum anderen haben die Anlagenstillstände in 2009 teilweise zu Schäden bzw. erhöhtem Reparaturbedarf geführt, der im vergangenen Jahr einen erhöhten Reparaturaufwand nach sich gezogen hat und in der Zukunft auch erwarten lässt. Gleiches wird auch für Projekte im europäischen Markt beobachtet. Mehrere Hochofenanlagen werden in den kommenden Jahren umfangreichen Modernisierungen (Neuzustellungen) unterzogen, die für die Gesellschaft Potential auf dem lokalen Markt bieten. Für die Gesellschaft werden sich hier Gelegenheiten für Ersatzbeschaffungen von Teilanlagen bieten, die bereits schon im Berichtsjahr im Projektstadium begonnen wurden und ein Auftragspotential für die nahe Zukunft bedeuten. Kurzfristig können die noch nicht bewältigte Absatzkrise bzw. die immer noch vorhandenen Überkapazitäten sowohl im Europäischen Markt als auch im Weltmarkt zu Projektverschiebungen führen. Eine Prognose ist hier nach wie vor schwierig. Zur Fortsetzung der guten Geschäftsentwicklung sind unter Berücksichtigung der Projektlaufzeiten eine Marktbelebung und eine erfolgreiche Akquisition erforderlich. Aufgrund des Auftragsbestandes und des Projektanarbeitungsgrades der laufenden Projekte sind kurz- bis mittelfristig Auslastung, Umsatz und auch Ergebnis des Unternehmens sichergestellt. Die seit Anfang 2012 eingesetzte reduzierte Investitionstätigkeit ist weiter spürbar, obwohl durch Aufträge für Modernisierungs- und Reparaturmaßnahmen bei den Kunden eine ausreichende Auslastung für 2016 zu erwarten ist. Aufgrund der angespannten Konjunktur und durch die Wettbewerbssituation der Anlagenbauer sind aber geringere Erträge auch für 2016 zu erwarten. Wir erwarten gegenüber dem Geschäftsjahr 2015 für 2016 einen um ca. 10% höheren Umsatz bei korrespondierendem Materialeinsatz und ein entsprechend der Ausweitung des Geschäftsumfangs ansteigendes Jahresergebnis. Nach wie vor sind kleinere bis mittlere Projekte am Markt in der Ausschreibung, die Vergaben verzögern sich derzeit jedoch aufgrund der gedämpften Wirtschaftslage im Stahlsektor und der Überkapazität bei der Stahlproduktion. Aufgrund der bekannt langen Projektlaufzeiten im Anlagenbau wird mit einer Abrechnung solcher Projekte frühestens erst nach 2018 oder später zu rechnen sein. Chancen bestehen allerdings im Bereich der Anlagenreparaturen und der Energieoptimierung. Die Projektvolumina sind hier nicht in vergleichbarer Höhe, die Projektlaufzeiten und die Abhängigkeit von globalen Finanzentwicklungen sind aber kleiner und die Realisierung der Projekte hängt eher von lokalen Komponenten, z.B. dem Zwang zur Aufrechterhaltung der Produktion bzw. Einhaltung von Emissionsvorgaben, ab. Zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit unter den angespannten Bedingungen werden bei der Beschaffung der Materialien und Ausrüstungen sowohl globale als auch lokale Ressourcen berücksichtigt, wie es bereits in der Vergangenheit praktiziert wurde. Hierbei werden mögliche Währungsrisiken durch Besicherungen minimiert. Ein Verbund durch die anderen Einkaufsabteilungen der Gruppe trägt zur Optimierung bei Einkauf und Abwicklung bei. Nach wie vor werden Lieferanten vor der Erstvergabe größerer Aufträge grundsätzlich technisch auditiert, auch in Bezug auf ihren finanziellen Hintergrund. Größere Anzahlungen werden vom Unternehmen nur gegen entsprechende lieferantenseitige Bürgschaften geleistet. Kundenseitig wird das Ausfallrisiko begrenzt durch entsprechende Vertrags- und Anzahlungsgestaltung sowie die Abwicklung der wesentlichen außereuropäischen Lieferungen gegen Letter of Credit oder ähnliche Absicherungen. Auf der Wettbewerbsseite sind chinesische und russische Anbieter zunehmend auch außerhalb ihrer angestammten Märkte aktiv und stoßen auf Kundeninteresse. Die Gesellschaft hat sich nach ausgeführter Stärken- und Schwächenanalyse ein Programm zur Produkterweiterung und Entwicklung des Portfolios aufgestellt und in eine verstärkte, den Projekten voreilende Akquisitions- und Marketingtätigkeit einfließen lassen. Im Geschäftsjahr 2015 sind keine bestandsgefährdenden Risiken aufgetreten und zur Zeit auch nicht erkennbar. Die erläuterten Sachverhalte bieten dem Unternehmen Chancen, seine gute Marktpräsenz zu festigen und einen weiteren positiven Geschäftsverlauf zu gewährleisten. Bezüglich der generellen Überwachung von Risiken ist die Gesellschaft in das Risk-Management-System der unmittelbaren Muttergesellschaft eingebunden. Großprojekte der Gesellschaft werden regelmäßig vom Angebotsstadium bis zur Endabwicklung überprüft. Die übrigen Projekte werden durch regelmäßige Projektrevisionen überprüft und gesteuert. Über die Vermögens- und Ertragssituation wird laufend sowohl an die unmittelbare Muttergesellschaft als auch den übergeordneten Konzern berichtet. Währungsrisiken werden grundsätzlich dadurch verringert, dass die Gesellschaft Fremdwährungsgeschäfte zum Zeitpunkt der Auftragsannahme durch Kurssicherungen absichert. Großprojekte sowie allgemeine Veränderungen in der Markt- und Geschäftslage des Unternehmens werden ferner regelmäßig mit dem Beirat der Gesellschaft diskutiert und es werden bei Bedarf Maßnahmen zur Risikobegrenzung eingeleitet. Die Akquisitionsmaßnahmen für zusätzliches Geschäftspotenzial in anderen Anwendungsfeldern über die neue Gruppenzugehörigkeit werden fortgesetzt. Intern werden die Mitarbeiter verstärkt im Bereich des vorbeugenden Gesundheitsschutzes sowie in der technischen Risikobewertung und Qualitätsüberwachung von Projekten geschult, um hier den gestiegenen Anforderungen zu genügen.
Wiesbaden, 22. Februar 2016 Martin Gantenberg |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
8 nahegelegene Organisationen
Großhandel mit Textilien
Ingenieurbüros für Tragwerksplanung
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Beteiligungsgesellschaften
Garten- und Landschaftsbau
Beteiligungsgesellschaften
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer Art
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen