Seeberger Professional GmbH
Hans-Lorenser-Straße 36, 89079 Ulm, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Franz Schwaiger seit 19.2.2026 | Geschäftsführer |
Eric Stéphane Beringer seit 15.8.2025 | Prokura |
Clemens Keller seit 29.4.2020 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Seeberger Familien KG | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Seeberger GmbHUlmKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20211. Grundlagen der Gesellschaft Neben der Muttergesellschaft Seeberger GmbH werden die Gesellschaften Seeberger Professional GmbH, Seeberger Genusswelt GmbH, SIV GmbH und EURL Seeberger France in den Konzernabschluss mit einbezogen. Im Bereich Handel ist die Marke Seeberger weltweit mit Trockenfrüchten, Nüssen, Kernen und weiteren verwandten Produkten vertreten. Die Vermarktung erfolgt national und international über den Lebensmitteleinzelhandel, Drogerien und Online-Vertrieb an Endkunden. International bestehen Vertriebsstrukturen in Europa und darüber hinaus. Im Bereich Professional bietet Seeberger eine individuelle Kundenbetreuung und ein Rundum-Service zum Thema Kaffee. Zielkunden sind Gastronomie- und Firmenkunden. Seeberger Kaffee wird in der hauseigenen Rösterei hergestellt und zusammen mit Tee, Kakao-Getränken und weiterem Zubehör in Deutschland vertrieben. Das Leistungsportfolio umfasst individuelle Automatenlösungen, Servicekonzepte und die Implementierung von Zahlungs- und Kassensystemen. Seeberger ist damit einer der führenden Komplettlösungsanbieter. Im Bereich Betrieb werden die international bezogenen Rohwaren gelagert und kontrolliert. Es werden sowohl Trockenfrucht- und Nussprodukte für den Bereich Handel hergestellt, als auch Kaffee für den Bereich Professional geröstet und abgepackt. Die Seeberger Genusswelt wird die Marke Seeberger zukünftig noch stärker erlebbar machen. Der Verkaufs- und der Gastronomiebereich werden weiter ausgebaut und sowohl für Konsumenten als auch Geschäftskunden werden Präsentations- und Schulungsangebote angeboten. Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren, die zur Steuerung des Unternehmens verwendet werden, sind Umsatzerlöse, EBIT (inkl. Abschreibungen auf Finanzanlagen) und Jahresergebnis. Darüber hinaus setzt sich Seeberger ehrgeizige Nachhaltigkeitsziele und erstellte seit 2013 im zweijährigen Rhythmus Nachhaltigkeitsberichte anhand der SDGs (Sustainable Development Goals der UN). 2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Das Bruttoinlandsprodukt ist gegenüber dem Vorjahr um 2,7% höher ausgefallen. Die wirtschaftliche Entwicklung war dabei im Jahresverlauf weiterhin von der Corona-Pandemie geprägt. So kam es im 1. Quartal zu einem Rückgang der Wirtschaftsleistung, während sinkende Inzidenzzahlen und die Fortschritte der Impfkampagne im 2. und 3. Quartal eine deutliche Erholung ermöglichten. Dabei zeigte sich verwendungsseitig im Sommerhalbjahr vor allem der private Konsum als Triebfeder der gesamtwirtschaftlichen Aufwärtsbewegung. Steigende Infektionszahlen sowie anhaltende Lieferengpässe unterbrachen den Erholungskurs der deutschen Wirtschaft zum Jahresende. Die Umsätze der Einzelhandelsunternehmen stiegen im November 2021 trotz coronabedingter Auflagen und Lieferengpässe in preis-, kalender- und saisonbereinigter Rechnung gegenüber dem Vormonat leicht um 0,6 Prozent an. Damit befanden sie sich um 5,9 Prozent über dem Niveau des Vorkrisenmonats Februar 2020. Gegenüber dem Vorjahresmonat November 2020 sank der Umsatz preisbereinigt um 2,9 Prozent. Dabei konnten gegenüber Oktober 2021 im Bereich der Lebensmittel Zuwächse verzeichnet werden. So stieg seit Beginn der Corona-Pandemie laut Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft der Umsatz im gesamten Lebensmitteleinzelhandel im Jahr 2021 und 2020 auf 182 bzw. 180 Mrd. Euro (2019: 166 Mrd. Euro) bei stagnierender Verkaufsfläche und rückläufigen Märkten. Dieser Trend zeigte sich ebenso bei den Supermärkten (ohne Discounter) mit einem Umsatz von 79 und 77 Mrd. Euro Umsatz in den Jahren 2021 und 2020 gegenüber 68 Mrd. Euro im Jahr 2019. Branchenentwicklung Die für Seeberger relevanten Märkte waren auch in 2021 durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie geprägt. Der Konsum in den Out-of-Home-Bereichen Gastronomie und Firmenkunden war durch Lock-Down-Maßnahmen (Schließung/Einschränkung der Gastronomie und Home-Office-Regelungen bei Firmenkunden) weiterhin stark eingeschränkt. Die über LEH-, Drogerie- und Online-Kanäle vertriebenen Segmente Nüsse/Nussmischungen und Trockenfrüchte haben andererseits weiterhin von dem gestiegenen Konsum "zuhause" profitiert. 3. Geschäftsverlauf Aufgrund der Umgliederung eines Geschäftsbereichs im Geschäftsjahr 2020 sind die Umsätze und Materialkosten nicht vergleichbar. Um die Vergleichbarkeit herzustellen sind Umsatz und Materialeinsatz des Jahres 2020 um ca. 8 Mio. EUR zu mindern. Auf dieser angepassten Basis ergibt sich die folgende Beurteilung des Geschäftsverlaufs. Die Umsätze haben sich im Jahr 2021 geringfügig erhöht, wobei die Corona-Pandemie die beiden Bereiche Handel und Professional stark beeinflusste. Im Bereich Handel konnte weiterhin vom pandemie-bedingt gesteigerten Lebensmittelkonsum "zuhause" profitiert werden. Corona-bedingt war auch im Jahr 2021 der Umsatz im Bereich Professional auf niedrigem Niveau. Die Umsätze lagen bei 293,2 Mio. EUR, was einem adjustierten Zugewinn von 2,3 Mio. EUR oder 0,8% entspricht. Die Einstandspreise für Rohwaren haben sich im Jahr 2021 auf hohem Niveau bewegt. Die Gründe für die hohen Rohstoffkosten sind bekannt, aber von Seeberger nicht beeinflussbar: Der Klimawandel und die damit verbundenen geringeren Ernten, die starke globale Nachfrage nach hochwertigen Agrar-Rohstoffen und der volatile US-Dollar, unserer Hauptwährung im Einkauf. Die Konzentration im Lebensmitteleinzelhandel führt zu einer sehr hohen Nachfragemacht des Handels. Dadurch können notwendige Preisanpassungen oftmals nur zeitverzögert und nicht in vollem Maß weitergegeben werden. Diesen Trends begegnen wir mit unserer Marken- und Wachstumsstrategie. Unerlässlich ist die Differenzierung durch die schon sprichwörtliche Seeberger-Qualität, eine stetig innovative Weiterentwicklung unseres Produkt- und Leistungsangebots und der weitere Ausbau unserer Marketing- und Vertriebsstrukturen im In- und Ausland, sowie ein möglichst effizienter Einkauf. Trotz Corona konnten die Produktions- und Logistikprozesse weiter verbessert, die Effizienz gesteigert und Lieferzuverlässigkeit auf gutem Niveau gewährleistet werden. Trotz leichtem Zugewinn bei den Umsatzerlösen reduzierte sich das EBIT auf 14,3 Mio. EUR. Der Konzernjahresüberschuss reduzierte sich im Vergleich zum Jahr 2020 geringfügig und betrug 8,9 Mio. EUR, bei einer Umsatzrendite von 3,0%. Die Prognose des Vorjahres, bei Konzernjahresergebnis und bei EBIT ein leicht niedrigeres Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr zu erreicht, realisiert werden. 4. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Die Umsätze konnten um +0,8% auf 293,2 Mio. EUR gesteigert werden. Das Wachstum wurde im Ausland erzielt. Sowohl der Bereich Handel als auch der Bereich Professional konnten die Umsätze geringfügig steigern. Im Bereich Handel konnte die Marke Seeberger die positive Entwicklung des Jahres 2020 bestätigen. Das positive Momentum der Marke wurde durch den Corona-bedingt verstärkten Konsum "zuhause" auf hohem Niveau gehalten. Im Ausland entwickelte sich der Umsatz insbesondere in Frankreich sehr erfreulich. Die durchschnittliche, geschäftsbereichsübergreifende Materialeinsatzquote sank auf 47,2% (Vj. 48,9%). Im Bereich Handel gab es Verschiebungen zwischen Konditionen und kunden- individuellen Werbekostenzuschüssen, im Bereich Professional werden zunehmend Dienstleistungen fakturiert, wodurch die Materialeinsatzquote sinkt. Die Personalkosten stiegen geringfügig (+0,7%) auf 41,4 Mio. EUR an, wobei der Anstieg im Verhältnis zum Umsatzwachstum proportional ausfiel. Der Personalstand hat sich im Jahresdurchschnitt auf 850 Mitarbeiter im Jahr 2021 deutlich erhöht (Vorjahr 780 Mitarbeiter). Kapazitätsspitzen wurden teilweise über Zeitarbeitsfirmen und über Befristungen abgedeckt. Die Abschreibungen betragen 10,9 Mio. EUR und betreffen mit 1,3 Mio. EUR außerplanmäßige Abschreibungen auf Beteiligungsbuchwerte von nicht konsolidierten Unternehmen (Beteiligungen) sowie diesen Unternehmen ausgereichten Darlehen. Darüber hinaus wurde eine Abschreibung auf Immaterielle Vermögensgegenstände wegen Einstellung bestimmter Teile eines Produktzweiges im Bereich Handel in Höhe von 1,0 Mio. EUR notwendig. Die Sonstigen Aufwendungen stiegen an und betrugen 88,8 Mio. EUR, wozu die bereits erwähnte Zunahme der kundenindividuellen Werbekostenzuschüssen mit Kunden, ebenso wie Steigerungen bei Werbung/Produktentwicklung, Raumkosten, Instandhaltung, Ausgangsfrachten sowie Fahrzeugkosten beitrugen. Das EBIT reduzierte sich auf 14,3 Mio. EUR gegenüber 16,0 Mio. EUR im Vorjahr. Der Konzernjahresüberschuss sank geringfügig (-1,75%) auf 8,9 Mio. EUR, was einer Umsatzrendite von 3,0% entspricht. Das Anlagevermögen hat sich auf 44,7 Mio. EUR erhöht, wobei sich die Quote auf 31,4 % reduziert. Das Sachanlagevermögen erhöhte sich auf 37,1 Mio. EUR, sowohl aufgrund des Kaufs von Kaffeemaschinen und Verkaufsautomaten im Bereich Professional als auch von Betriebsausstattung und Einbauten in der Genusswelt. Eine Reduktion ergab sich durch außerplanmäßige Abschreibungen bei immateriellen Vermögensgegenständen und bei Finanzanlagen, die aufgrund von Sortimentsentscheidungen und aufgrund von Corona notwendig wurden. Das Umlaufvermögen ist geschäftsmodell-bedingt mit 86,4 Mio. EUR und einer Quote von 68,1 % als hoch zu bewerten und wird durch hohe Fertigwarenbestände und hohe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen getrieben. Die Vorräte stiegen um 5,5 Mio. EUR an, da zur Absicherung gegen Corona-bedingte Versorgungsengpässe zusätzliche Sicherheitsbestände aufgebaut wurden, wodurch geringfügige Abwertungen in Kauf genommen werden mussten. Sonstige Vermögensgegenstände erhöhten sich um 2,7 Mio. EUR, wovon 2,2 Mio. EUR den Aufbau von Forderungen gegen Gesellschafter betreffen. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich um 0,8 Mio. EUR, wobei davon 0,3 Mio. EUR kurzfristige Finanzunterstützungen betreffen. Das Eigenkapital beträgt 60,3 Mio. EUR was einer Quote von 42,4 % entspricht. Überwiegend mittel- bis langfristige Verbindlichkeiten aus Mitarbeiterbeteiligungen können mit ihrem Mezzanine-Charakter dem Eigenkapital im weiteren Sinne zugerechnet werden. Damit ist eine solide Finanzierung des Seeberger GmbH Konzerns sichergestellt. Die Mitarbeiterdarlehen in Form von Genussrechten, stillen Beteiligungen und Mitarbeiterguthaben betragen 9,4 Mio. EUR. Pensionsrückstellungen betragen zum Stichtag 8,2 Mio. EUR und betreffen ca. zu 2/3 Leistungsempfänger und zu 1/3 Anwartschaften. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Kundengratifikationen und Personalbelange. Die Erhöhungen gegenüber dem Vorjahr betreffen überwiegend Vergütungen an Kunden. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen zum Stichtag 20,5 Mio. EUR, was einer Abnahme von 2,2 Mio. EUR entspricht. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben mit 11,7 Mio. EUR ein übliches Niveau. Die Sonstigen Verbindlichkeiten haben sich von 18,6 Mio. EUR auf 17,3 Mio. EUR reduziert, was auf ein niedrigeres Niveau von Gesellschafterdarlehen zurückzuführen ist. Der Cashflow aus operativer Tätigkeit beträgt 22,0 Mio. EUR. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit von 14,4 Mio. € konnte damit vollständig finanziert werden. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt -7,6 Mio. EUR. Gesellschafterdarlehen wurden per Saldo mit 5,3 Mio. EUR getilgt. Darüber hinaus wurden Bankdarlehen mit 2,2 Mio. EUR getilgt. Neue Darlehen wurden nicht aufgenommen. Finanzierungen über Mitarbeiterdarlehen wurden mit 0,9 Mio. EUR aufgenommen, 0,5 Mio. EUR wurden zurückbezahlt. Der Bestand der flüssigen Mittel hat sich folglich nicht verändert und verbleibt mit 10,6 Mio. EUR auf einem ordentlichen Niveau. Der Konzern konnte im Berichtsjahr zu jedem Zeitpunkt seine Zahlungsverpflichtungen erfüllen. Die Vermögensverhältnisse der Gesellschaft sind geordnet. Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr stets liquide. Insgesamt stellt sich die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage, auch zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts, aus Sicht der Geschäftsführung positiv dar. 5. Chancen- und Risikobericht Die Seeberger Gruppe verfolgt bestehende Risiken und Chancen, um diese zu identifizieren, zu bewerten und geeignete Maßnahmen und Vorkehrungen zur Vermeidung bzw. zur Verfolgung einzuleiten. Die nachstehenden Chancen und Risiken sind in Ihrer Bedeutung absteigend sortiert: Chancen: Die in den letzten Jahren geschaffene Basis einer soliden Marken- und Geschäftsentwicklung eröffnet weiter großes Wachstumspotential für die Marke Seeberger im In- und Ausland. Die Sortiments- und Leistungskonzepte werden durch neue Produkte und Dienstleistungen permanent aktualisiert und gepflegt. Durch den weiteren Ausbau im Bereich Professional und der Exportaktivitäten im Bereich Handel und können einzelne Geschäftsrisiken besser verteilt werden. Durch die weitere Belebung der Seeberger Genusswelt in Ulm sollen Kunden die Produktwelt von Seeberger kennenlernen. Wir gehen dadurch langfristig von weiteren positiven Impulsen für die Marke Seeberger und ihre Absatzentwicklung aus. Basierend auf den Ernährungstrends natürliche, vegetarische, vegane, gluten- und laktosefreie Produkte, aber auch der zunehmenden Nachfrage nach nachhaltig produzierten Produkten ergeben sich für die Seeberger Gruppe weiterhin signifikante Wachstumsmöglichkeiten. Darüber hinaus soll der Bereich Seeberger Professional, sowohl über Gastronomie- als auch Firmenkunden, vom langfristig zunehmenden Außer-Haus-Konsum profitieren. Risiken: Ein wesentliches Risiko sind die wirtschaftlichen Auswirkungen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Laut ifo Geschäftsklima kühlte sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft zu Beginn des 3. Quartals dadurch deutlich ab. Der Ausblick auf die weitere Entwicklung ist derzeit spürbar eingetrübt. Die deutlich geringeren Gaslieferungen aus Russland, die anhaltend hohen Preissteigerungen für Energie und zunehmend auch andere Güter sowie die länger als erwartet andauernden Lieferkettenstörungen belasten die konjunkturelle Entwicklung erheblich. Auch die Verbraucherstimmung trübte sich im Jahresverlauf deutlich ein. Die Konsumlaune der Verbraucherinnen und Verbraucher wird durch den anhaltenden Krieg, die hohe Inflation sowie Sorgen um eine ausreichende Gasversorgung im kommenden Winter deutlich belastet. Für den Seeberger-Konzern kann sich dies, getrieben durch die hohe Inflation, damit einhergehenden eingeschränkten Konsumverhalten und einer Nachfragesubstitution von Supermärkten zu Discountern, negativ auf die Absatzentwicklung auswirken. Die weitere Entwicklung der Wirtschaft ist nicht abschätzbar und mit hoher Unsicherheit behaftet. Ein wesentliches Risiko für die Entwicklung der Weltwirtschaft ist der weitere Verlauf der der COVID-19-Pandemie. Sollte das weitere Infektionsgeschehen durch ansteckendere Mutationen im Herbst wieder weitere einschneidendere und umfassendere Eindämmungsmaßnahmen erforderlich machen, würde dies die wirtschaftliche Erholung stark beeinträchtigen. Die Effekte würden dabei umso stärker ausfallen, je breiter und umfassender die jeweiligen Lockdowns angelegt sind. Für den Seeberger-Konzernkönnen sich dies nachteilig auf die Absatz- und Kostenentwicklung auswirken. Unsere Handelskunden bauen ihr Eigenmarkengeschäft aus und bieten Wettbewerbern eine breitere Plattform. Der Außer-Haus-Markt wird auch von Wettbewerbern stark umworben. Dem begegnen wir durch eine Stärkung der Marke Seeberger, dem Ausbau von individuellen Dienstleistungen und durch eine Verstärkung der Vertriebsaktivitäten. Die weltweite Nachfrage nach hochwertigen Agrarprodukten steigt kontinuierlich, der Klimawandel führt zu schwankenden Ernteergebnissen und bei den internationalen Liefer- und Logistikketten liegen Störungen und Engpässe außerhalb unseres Einflussbereichs. Daher ist weiter mit volatilen Rohstoff- und Transportkosten auf hohem Niveau zu rechnen. Dem begegnen wir mit langfristigen Partnerschaften mit den Rohwarenproduzenten, striktem Kostenmanagement, kontinuierlichen Prozessverbesserungen und Anpassungen der Absatzpreise, sofern erforderlich. Eine hohe Belastung stellt der aktuell sehr starke US-Dollar dar. Soweit möglich wird durch Devisentermingeschäfte und strukturierte Produkte eine Kalkulationssicherheit geschaffen. Für die kommenden Monate wird sich jedoch daraus eine Kostenbelastung ergeben. Neuprodukte werden gezielt auch aus Rohstoffen entwickelt, die nicht aus dem Dollarraum stammen. Im Rahmen der IT- und Standortsicherheit werden die erforderlichen Maßnahmen laufend überprüft, aktualisiert und umgesetzt. Das Themenfeld Cybersecurity nimmt dabei eine zunehmend wichtige Rolle ein. Gesamtbewertung der Risikolage: Im Geschäftsjahr ergeben sich keine bestandsgefährdenden Risiken. 6. Prognosebericht Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) verblieb gemäß Schnellschätzung des Statistischen Bundesamts vom 29. Juli 2022 im 2. Quartal 2022 in preis-, kalender- und saisonbereinigter Rechnung auf dem Niveau des Vorquartals. Gegenüber dem Vor-Pandemie-Niveau (4. Quartal 2019) lag das BIP noch um 0,2 Prozent niedriger. Qualitativ berichtet das Statistische Bundesamt, dass hinter der gesamtwirtschaftlichen Seitwärtsbewegung im 2. Quartal verwendungsseitig gegenläufige Bewegungen standen: Während vor allem Zuwächse beim privaten und auch staatlichen Konsum positive Impulse gaben, war der Beitrag des Außenhandels rechnerisch negativ. Die weitere Entwicklung bleibt von hoher Unsicherheit geprägt (siehe Risikobericht). Insgesamt ist der Ausblick für die Entwicklung des privaten Konsums derzeit spürbar getrübt. Grundsätzlich stützend dürften aber die robuste Arbeitsmarktentwicklung sowie seit Beginn der Corona-Pandemie aufgrund beschränkter Konsummöglichkeiten angestaute Ersparnisse wirken. Im Jahr 2021 hat sich die Branchenentwicklung im Bereich Nüsse und Trockenfrüchte weitgehend stabil gezeigt. Mittel-/langfristig ist von einem positiven Trend auszugehen. Im Jahr 2022 wird diese Entwicklung jedoch durch die vielschichtige Krise überlagert. Konsumenten greifen vermehrt zu günstigen Lebensmittel und Nüsse und Trockenfrüchte verlieren an Umsatz. Zum Umsatzrückgang trägt auch bei, dass nach dem corona-bedingt hohen Konsum "Zuhause" in 2022 wieder vermehrt "Out-of-Home" konsumiert wird und folglich die Einkäufe im Lebensmitteleinzelhandel geringer ausfallen. Der Außer-Haus-Markt erlitt sowohl im Bereich Gastronomie als auch im Bereich der Arbeitsplatzverpflegung durch die Corona-Pandemie einen herben Rückschlag. Auch wenn im Sommer 2021 eine Erholung zu verzeichnen war, so führten die Lock-Down-Maßnahmen im Jahr 2021 insgesamt zu großen Einschränkungen. Hier ist mit einer Normalisierung im Jahr 2022 zu rechnen, wobei im Bereich Firmenkunden ein struktureller Rückgang des Geschäfts aufgrund bleibender Home Office-Regelungen zu erwarten ist. Dennoch sehen wir v.a. im Firmenkundengeschäft gute Wachstumsperspektiven aufgrund des einzigartigen Leistungsangebots von Seeberger Professional rund um Produktqualität, Operating und Zahlungssysteme. Nachdem in 2021 der Umsatz auf hohem Niveau bestätigt und ein positiver Konzernjahresüberschuss erzielt werden konnte, steht das Jahr 2022 im Zeichen der vielschichtigen Krise. Diese Krise betrifft auch den Seeberger GmbH Konzern in hohem Maße. Der Bereich Handel kann voraussichtlich im Jahr 2022 das Umsatzniveau des Jahres 2021 nicht erreichen. Im Bereich Professional kann der Seeberger GmbH Konzern in 2022 mit einem steigenden Umsatzniveau rechnen. Alle Bereiche werden jedoch von stark ansteigenden Kosten betroffen sein. Das betrifft so gut wie alle Bereiche, insbesondere steigende Rohwaren-, Personal-, Energie und Transportkosten. Darüber hinaus bedarf es hoher Anstrengungen, um die internationalen Lieferketten aufrecht zu erhalten. Unterbrechungen der Energieversorgung könnten den Geschäftsverlauf signifikant stören und zu Umsatz- und Ertragsrückgang führen. Vor diesem Hintergrund plant die Seeberger GmbH bei Konzernjahresergebnis und bei EBIT mit einem deutlich niedrigeren Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt geht die Geschäftsführung von einer deutlich rückläufigen Geschäftsentwicklung und Umsatzerlösen unter dem Vorjahresniveau aus.
Ulm, 28. 7. 2022 Clemens Keller, Geschäftsführer Ralph Beranek, Geschäftsführer KonzernbilanzAktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
Konzernkapitalflussrechnung
KonzerneigenkapitalspiegelEigenkapitalspiegel 2021
Konzernanhang 20211. Allgemeine Hinweise Die Seeberger GmbH mit Sitz in Ulm ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Ulm unter HRB 728251 eingetragen. Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Konzernbuchführung sowie den DRS aufgestellt. Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wurden einheitlich auf den Abschlussstichtag des Mutterunternehmens aufgestellt. Die Gliederung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren. Zur Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die in der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke im Anhang ausgewiesen (Wahlrecht). Nachfolgende in den Konzern einbezogene Tochterunternehmen sind entsprechend § 264 Abs. 3 HGB von den Pflichten gemäß §§ 325 ff HGB befreit: Seeberger Professional GmbH, Ulm Im Berichtsjahr wurde festgestellt, dass im Vorjahr im Einzelabschluss des Mutterunternehmens im Rahmen der rückwirkenden Ausgliederung eines Teilbetriebs auf ein Tochterunternehmen der entsprechende Materialaufwand in den Umsatzerlösen - statt im Materialaufwand - rückgebucht wurde. In Übereinstimmung mit IDW RS HFA 6 und IDW RS HFA 44 wurden die Vorjahresbeträge entsprechend angepasst. Dabei wurden die Umsatzerlöse sowie der Materialaufwand um € 7.972.047,48 reduziert. 2. Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss umfasst die Seeberger GmbH sowie drei inländische und ein ausländisches Tochterunternehmen. Diese werden alle im Rahmen der Vollkonsolidierung auf Grund unmittelbarem beherrschendem Einfluss in den Konzernabschluss einbezogen. Auf den Einbezug vier weiterer inländischer Tochterunternehmen wurde nach § 296 Abs. 2 HGB aufgrund von unwesentlicher Bedeutung verzichtet. Bilanzstichtag der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31.12.2021. 3. Konsolidierungsgrundsätze 3.1 Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode, hierbei wurden die Anschaffungskosten der Beteiligung mit dem auf sie entfallenden Eigenkapital zu Zeitwerten zum Zeitpunkt des Erwerbs oder der erstmaligen Konsolidierung verrechnet. Technische aktive sowie passive Unterschiedsbeträge, die durch Verluste bzw. Gewinne seit Konzernzugehörigkeit vor der erstmaligen Konsolidierung entstanden sind, wurden mit der Gewinnrücklage verrechnet. Ein verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag (Goodwill) wird als Firmenwert ausgewiesen. 3.2 Schuldenkonsolidierung Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenenen Unternehmen wurden eliminiert. 3.3 Aufwands- und Ertragskonsolidierung Erlöse aus Innenumsätze sowie sonstige konzerninterne Erträge wurden mit den entsprechenden Aufwendungen eliminiert. 3.4 Zwischenergebniseliminierung Auf die Zwischenergebinseliminierung wurde aufgrund unwesentlicher Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage verzichtet. 4. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss der Seeberger GmbH einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren grundsätzlich die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. 4.1 Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibung bewertet.
Es erfolgte eine außerplanmäßige Abschreibung aufgrund einer voraussichtlich dauernden Wertminderung. Die außerplanmäßige Abschreibung wurde aufgrund Nutzungsbeendigung des immateriellen Vermögensgegenstandes nach dem Ertragswertverfahren ermittelt. Firmenwerte wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Grundlage der planmäßigen Abschreibungen war die voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren. Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Grundlage der planmäßigen Abschreibungen war die voraussichtliche betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Die Abschreibung auf Zugänge erfolgte zeitanteilig.
Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Abschreibungen beim beweglichen und unbeweglichen Anlagevermögen erfolgten linear; aus der Vergangenheit resultierende degressive Abschreibungsformen beim unbeweglichen Anlagevermögen wurden jedoch bis zum Abschreibungsende fortgeführt. Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) mit Netto-Anschaffungs- oder Herstellungskosten * bis 250 € wurden sofort unter sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst, * von € 250,01 € bis 1.000 € wurden als Sammelposten über 5 Jahre abgeschrieben; dieses Bewertungsvereinfachungsverfahren nach § 6 Absatz 2a EStG ist auch handelsrechtlich nach § 252 Absatz 2 HGB zulässig, da die Abweichung gegenüber der Einzelbewertung unwesentlich ist (IDW FN 2007, 506). Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten/Nominalwert bewertet. Es erfolgte eine außerplanmäßige Abschreibung aufgrund einer voraussichtlich dauernden Wertminderung. Die außerplanmäßige Abschreibung wurde auf der Basis des beizulegenden Wertes nach dem Ertragswertverfahren ermittelt. 4.2 Umlaufvermögen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungskosten bzw. soweit erforderlich zu den niedrigeren Wiederbeschaffungskosten bewertet. Fertige Erzeugnisse und Waren wurden zu Anschaffungs-/Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die steuerrechtlichen aktivierungspflichtigen Kosten. Demnach sind keine Kosten der allgemeinen Verwaltung und auch keine Aufwendungen für soziale Einrichtungen aktiviert. Das handelsrechtliche Niederstwertprinzip wurde beachtet. Bei der Bewertung der Vorräte wurden in fremder Währung erworbene Rohstoffe/Waren zum Sicherungskurs aus abgeschlossenen Devisentermingeschäften umgerechnet (Bildung von Bewertungseinheiten). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennwert am Bilanzstichtag bewertet. Uneinbringliche Forderungen sind abgeschrieben. Für erkennbare Einzelrisiken wurden Einzelwertberichtigungen gebildet. Das allgemeine Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit dem Nennwert angesetzt. Die Bewertung der flüssigen Mittel/Bankguthaben in fremder Währung erfolgte zum Sicherungskurs aus abgeschlossenen Devisen-Termingeschäften (Bildung von Bewertungseinheiten), da zum Einkauf bereit gestellt. Fremdwährungsforderungen werden grundsätzlich mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalles umgerechnet. Am Abschlussstichtag vorhandene Fremdwährungsforderungen werden mit dem Devisenkassakurs am Abschlussstichtag umgerechnet. 4.3 Rechnungsabgrenzungsposten Es sind Aufwendungen anteilig erfasst, soweit diese das Folgejahr betreffen, jedoch im abgelaufenen Jahr bereits bezahlt worden sind. 4.4 Eigenkapital Das Stammkapital ist mit dem Nennwert angesetzt, welcher auf Euro lautet. 4.5 Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen wurden auf Basis eines externen versicherungsmathematischen Gutachtens unter Berücksichtigung der nach BilMoG geltenden Bewertungsvorschriften sowie der ab 2016 geänderten Rechnungszinssätze (10-Jahres-Durchschnitt) ermittelt und angesetzt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgte unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck RT2018G) nach dem Anwartschafts-Barwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode). Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen wurden bei der Ermittlung der Verpflichtungen mit einer Einkommensdynamik von 2,35 % und einer Rentendynamik von 1,75 % berücksichtigt. Eine Fluktuationsrate wurde nicht berücksichtigt. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beläuft sich am Bewertungsstichtag 31.12.2021 auf 1,87 %; es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für die angenommenen Restlaufzeiten der Verpflichtungen (Vereinfachungsregel gemäß § 253 Absatz 2 HGB mit pauschaler Annahme von 15 Jahren). Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen und wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Soweit handelsrechtlich zulässig, wurden im Einklang mit den steuerlichen Vorschriften stehende Berechnungsverfahren angewendet. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden grundsätzlich mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre, die Rückstellungen für Pensionen mit einem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Jahre, abgezinst. 4.6 Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Bewertung von Verbindlichkeiten in fremder Währung erfolgte zum Sicherungskurs aus abgeschlossenen Devisen-Termingeschäften (Bildung von Bewertungseinheiten). 5. Angaben zu den einzelnen Postern der Konzernbilanz 5.1 Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der gesonderten Anlage dargestellt. Die Beteiligungen werden in der Aufstellung des Anteilsbesitzes aufgeführt. 5.2 Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände
Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Verrechnungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegen Gesellschafter aus Verrechnungen mit 2.181.741 € (VJ: 0 €) und einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr. 5.3 Eigenkapital Das gezeichnete Kapital von 10.000 T€ entspricht dem bei der Seeberger GmbH ausgewiesenen Bilanzposten. Bezüglich der Entwicklung des Eigenkapitals verweisen wir auf den Eigenkapitalspiegel in der gesonderten Anlage. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre nach § 253 Abs. 6 HGB beläuft sich insgesamt auf 552 T€ (VJ: 731 T€), davon für das Mutterunternehmen auf 461 T€ (VJ: 611 T€), und unterliegt der Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB. Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens stehen somit 57.955 T€ zur Ausschüttung zur Verfügung. Für die Tochterunternehmen beläuft sich der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB auf 91 T€ (VJ: 120 T€), der der Ausschüttungssperre unterlag. 5.4 Rückstellungen Die Steuerrückstellungen enthalten Rückstellungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag aus den Einzelabschlüssen. Sonstige Rückstellungen wurden im Wesentlichen gebildet für Urlaub, Zeitguthaben, Ausstehende Rechnungen, sowie Vergütung an Kunden. 5.5 Verbindlichkeiten
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um sonstige Verbindlichkeiten. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern mit 3.000.000 € (VJ: 4.995.098 €) wovon 0 € (VJ: 95.098 €) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, 0 € (VJ: 4.900.000 €) mit einer Restlaufzeit von 1-5 Jahren und 3.000.000 € (VJ: 0 €) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren haben. Sicherheiten und Pfandrechte: Es bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte. Ansonsten waren die Verbindlichkeiten nicht durch Pfandrechte/ähnliche Rechte gesichert. 6. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse nach geografischen Regionen
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremden Erträge mit 70 T€ aus der Auflösung von Rückstellungen, 8 T€ aus der Nachaktivierung von Vorjahres-Zugängen, 89 T€ aus dem Eingang ausgebuchter Forderungen sowie Erträge aus Währungsumrechnung mit 38 T€ (VJ: 27 T€) . Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen mit 161 T€ (VJ: 920 T€) aus Forderungsabschreibung/-berichtigung, 151 T€ (VJ: 127 T€) aus Buchverlusten aus Anlagenabgängen sowie Aufwendungen aus Währungsumrechnung mit 176 T€ (VJ: 37 T€). Im Materialaufwand wurden entsprechend ihrer wirtschaftlichen Verursachung auch Kursgewinne/-verluste aus Währungsumrechnung aus Lieferantenbeziehungen und zugehörigen Devisentermingeschäften bzw. sonstigen strukturierten Produkten einbezogen (macro hedge). Sonstige Steuern (Kfz-Steuern/Grundsteuer) sind bei den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen; der Einfluss auf das Bild der Ertragslage ist unwesentlich. In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnungen sind enthalten ( davon Vermerke):
7. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Bei den zahlungsunwirksamen Aufwendungen handelt es sich um Wertberichtigungen auf Forderungen. Der Finanzmittelfonds beinhaltet ausschließlich Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten. 8. Sonstige Angaben 8.1 Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind: Auf die Auswirkungen durch die weiteren Entwicklungen der Corona-Pandemie und die Ukraine-Krise verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht 8.2 Haftungsrisiken und sonstige Angaben a) Factoring (§ 285 Nr. 3 HGB) Die Seeberger GmbH hat einen Teil ihrer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen eines Factoring-Vertrages abgetreten. Das Regulierungsvolumen belief sich zum Bilanzstichtag auf 9,4 Mio. €. b) Sonstige größere finanzielle Verpflichtungen
* = laut längst laufendem Einzelvertrag (ohne Verlängerungen/Optionen) c) Abnahme-Verträge mit Kunden und Lieferanten Den Abnahmeverpflichtungen gegenüber Lieferanten stehen bereits teilweise Kunden-Rahmenverträge gegenüber. Das Risiko aus Gewährleistungen ist durch eine Rückstellung ausreichend berücksichtigt. Finanzielle Verpflichtungen aus Bestellobligo für Anlagevermögen waren nicht auszuweisen; soweit bereits Leistungen erbracht waren, sind diese unter den Anzahlungen/Anlagen im Bau ausgewiesen. d) Derivative Finanzinstrumente - Bewertungseinheiten Die Gesellschaft hat zur Absicherung von Währungsrisiken Devisentermingeschäfte abgeschlossen und diese als Bewertungseinheiten durch einen macro-hedge designiert. Bei den Grundgeschäften handelt es sich dabei um mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen (antizipatives Grundgeschäft), die aus der Fremdwährungsfakturierung resultieren. Die Gesellschaft hat die Einfrierungsmethode gewählt. Durch die Übereinstimmung der wesentlichen Ausgestaltungsmerkmale der Transaktionen einer Bewertungseinheit gleichen sich die Wertänderungen oder Zahlungsströme weitgehend aus. Die Sicherung besteht jeweils für die gesamte Laufzeit des Grundgeschäfts. Die Effektivität wird in der Regel durch einen Critical Term Match sichergestellt.
Sicherungs- und Grundgeschäfte haben keinen Buchwert. 8.3 Angaben gemäß § 42 Absatz 3 GmbHG sowie § 285 Nr. 9c und Nr. 21 HGB An Mitglieder des Geschäftsführungsorgans wurden keine Vorschüsse oder Kredite gewährt. Sofern Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten an Gesellschafter bestehen, sind diese in der Bilanz gesondert ausgewiesen. 8.4 Honorar des Abschlussprüfers
8.5 Konzernkreis Die Seeberger GmbH stellt sowohl den größten als auch den kleinsten Konzernkreis dar. 8.6 Anteilsbesitz Die Seeberger GmbH ist zum 31.12.2021 jeweils zu 100 % an der * SIV GmbH mit Sitz in Ulm * EURL Seeberger France mit Sitz in Boulogne-Billancourt / Frankreich * Seeberger Professional GmbH mit Sitz in Ulm * Seeberger Genusswelt GmbH mit Sitz in Ulm * ASB Beuck GmbH mit Sitz in Berlin * SunDoro.de GmbH mit Sitz in Berlin * Gastro-Service Kirsch GmbH mit Sitz in Brigachtal beteiligt. Die ASB Beuck GmbH weist zum 31.12.2021 ein Eigenkapital von 195.057 € aus. Der Jahresfehlbetrag lautete auf 536.022 €. Die SunDoro.de GmbH weist zum 31.12.2021 ein negatives Eigenkapital von 35.340 € aus. Der Jahresfehlbetrag lautete auf 50.238 €. Die Gastro-Service Kirsch GmbH weist zum 31.12.2021 ein Eigenkapital von 32.835 € aus. Der Jahreüberschuss lautete auf 32.789 €. Die Seeberger GmbH ist zu 79 % an der samova GmbH & Co. KG mit Sitz in Hamburg beteiligt. Diese weist zum 30.6.2021 einen nicht durch Vermögenseinlagen gedeckten Verlustanteil von 1.468.161 T€ und ein Jahresfehlbetrag von 501.884 T€ aus. 8.7 Arbeitnehmer
8.8 Organe der Gesellschaft Geschäftsführer sind
Von dem Schutzrecht nach § 286 Absatz 4 HGB wurde Gebrauch gemacht. 8.9 Ergebnisverwendung Mutterunternehmen Der Jahresüberschuss wurde mit dem Gewinnvortrag verrechnet und auf neue Rechnung vorgetragen.
Ulm, den 2.9.2022 Seeberger GmbH Clemens Keller Ralph Beranek Konzernanlagespiegel 2021
sonstige BerichtsbestandteileGesellschafterversammlung Die Seeberger Professional GmbH hat heute unter Verzicht auf Formvorschriften eine ordentliche Gesellschafterversammlung nach Ulm einberufen. Anwesend ist die einzige Gesellschafterin Seeberger GmbH vertreten durch den einzelvertretungsberechtigten Geschäftsführer Clemens Keller. Die Gesellschafterin erhebt keinen Widerspruch gegen die nicht ordnungsgemäße Einberufung und bestimmt Herrn Clemens Keller zum Leiter der Gesellschafterversammlung. Folgende Beschlüsse werden einstimmig gefasst: • Die Alleingesellschafterin stimmt zu, dass die durch § 264 Abs. 3 HGB gewährten Erleichterungen für die Aufstellung und Offenlegung von Jahresabschluss und Lagebericht von der Gesellschaft für das Jahr 2021 in Anspruch genommen werden.
Ulm, 28.3.2022 Die Seeberger Professional GmbH wird in den Konzernabschluss der Seeberger GmbH einbezogen, welcher im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird. Im Hinblick auf § 264 Abs. 3 Nr. 2 HGB erklärt die Seeberger GmbH, dass sie aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages vom 19.11.2020 mit Wirkung ab 1.1.2020 verpflichtet ist, analog § 302 AktG in der jeweils gültigen Fassung einen Verlust der Seeberger Professional GmbH zu übernehmen. Angaben zur Billigung: Der Jahresabschluss wurde am 15.09.2022 gebilligt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Seeberger GmbH Prüfungsurteil Wir haben den Konzernabschluss der Seeberger GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Seeberger GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021bis zum 31. Dezember 2021und • vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. • holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. • beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Heidenheim, den 12. September 2022 Helmer
und Partner mbB
Dominik Schüller, Wirtschaftsprüfer Dr. Rüdiger Frieß, Wirtschaftsprüfer |
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