Johann Sell GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andreas Manfred Sell seit 2.10.2017 | Geschäftsführer |
Kathrin Schramm seit 3.9.2003 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 52.04% | |
| 21.48% | |
| 21.48% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Sell GmbHHelmbrechtsJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BERICHT ÜBER DIE LAGE DER GESELLSCHAFT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023SELL GMBHI. Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell des Unternehmens Die Sell GmbH plant und erstellt Anlagen im Bereich technische Gebäudeausrüstung, Anlagen- und Rohrleitungsbau sowie Stahlbau. Außerdem werden damit im Zusammenhang stehende Wartungsleistungen und sonstige Dienstleistungen erbracht. Ziele und Strategie Die Sell GmbH bietet technisch anspruchsvolle Leistungen im Bereich Anlagen- und Rohrleitungsbau sowie Technische Gebäudeausrüstung für Industrie, Gewerbe, Privatkunden, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen an. Ein qualifizierter Personalstamm, eigene Fertigungshallen, ein umfangreiches Lager sowie eine solide Finanzausstattung ermöglichen es, dem Kunden von der Planung bis zur Endmontage ein breites Leistungsspektrum anzubieten und somit langfristige Geschäftsbeziehungen aufzubauen. II. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das vergangene Jahr 2023 war in Deutschland von einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld geprägt. Die hohe Inflation und eine damit verbundene Zurückhaltung bei Investitionen haben insbesondere Wirtschaftszweige wie die Automobilindustrie und die Bauwirtschaft unter Druck gesetzt. Die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts lag im Jahr 2023 in Deutschland bei -0,3 % im Vergleich zum Vorjahr. Auch für das laufende Jahr 2024 geht der Internationale Währungsfonds (IMF) lediglich von einem leichten Wachstum aus. Die Betrachtung der Entwicklung des Bruttoinlandprodukts auf Quartalsebene zeigt, dass sich die Wirtschaftsentwicklung in Deutschland mit dem 1. Quartal 2023 deutlich abgeschwächt hat. Dabei lagen die Rückgänge des BIP im Jahresverlauf 2023 jedoch lediglich auf geringem Niveau, anders als im Jahr 2020 zu Beginn der Covid-19 Pandemie als sich im 2. Quartal 2020 zweistellige Rückgänge zeigten. Die Verfügbarkeit von Fachkräften Ist ein wichtiger Erfolgsfaktor der deutschen Wirtschaft. Hier zeigten sich in den vergangenen Jahren und auch im Jahr 2023 Engpässe, die die Unternehmen vor Herausforderungen stellen. Abbildung 4 zeigt die Entwicklung der Arbeitslosenquote in Deutschland für die vergangenen 12 Quartale. Nach einem leichten Anstieg in den Jahren 2020 und 2021, hat die Arbeitslosenquote im 1. Quartal 2023 einen Tiefstand erreicht. Die Arbeitslosenquote in Deutschland bewegt seit dem 1. Quartal 2022 auf einem konstanten Niveau von etwa 3 %. Kapitel 3 geht noch einmal Die starke Inflation des Jahres 2022 stellte auch die deutsche Wirtschaft vor Herausforderungen. Neben steigenden Energiekosten sahen sich zahlreiche Unternehmen mit Preissteigerungen bei Rohstoffen und Materialien für die Produktion konfrontiert. Auch im Bereich der TGA sind die Preise für zahlreiche Rohstoffe und Zuliefererprodukte deutlich gestiegen. Gleichzeitig haben Lieferengpässe in den Jahren 2021 und 2022 zu Verzögerungen bei Produktion und Ausführung geführt. Im vergangenen Jahr lag die Inflation mit 5,9 % nach wie vor auf hohem Niveau, jedoch unter dem Niveau des Vorjahres. Für das laufende Jahr geht der IMF von einer Inflationsrate von 3,5 % für Deutschland aus. Die Betrachtung ausgewählter europäischer Märkte zeigt, dass die Abkühlung der Baukonjunktur in den einzelnen Märkten durchaus unterschiedlich ausfällt. Beispielsweise haben sich im vergangenen Jahr in der Schweiz, in Dänemark und in Spanien lediglich leichte Rückgänge in den Bauinvestitionen gezeigt. In Märkten wie den Niederlanden, Österreich oder Polen hingegen zeigten sich deutliche Rückgänge in den Bauinvestitionen gleichermaßen im Neubau und bei Sanierungen. Materialbeschaffung und Fachkräfte Die Jahre 2021 und 2022 waren in der Technischen Gebäudeausstattung von stark steigenden Materialpreisen und Lieferengpässen geprägt. Der Bundesverband Technische Gebäudeausrüstung (BTGA) hat dazu verschiedene Analysen durchführen lassen, die die Problematik eindrücklich aufgezeigt haben. Obgleich die Energiepreise nach wie vor steigen bzw. auf hohem Niveau liegen, hat sich die Preissituation für zahlreiche Materialien und Zuliefererprodukte entspannt. Einerseits konnte wieder eine bessere Verfügbarkeit durch Produktionserweiterung oder logistische Verbesserungen sichergestellt werden, andererseits ist die Nachfrage nach vielen Bauprodukten zurückgegangen was sich mindernd auf die Preise auswirkt und die Materialverfügbarkeit verbessert. Die europäische Statistikbehörde Eurostat erhebt monatlich die Bedeutung verschiedener Herausforderungen bzw. Hinderungsgründe in der Bauwirtschaft. Im Zeitverlauf zeig sich deutlich, dass Lieferengpässe und die Materialverfügbarkeit lange Zeit kein Thema waren, mit dem Jahr 2021 aber sprunghaft an Bedeutung gewonnen haben und die Wirtschaftsaktivitäten der Unternehmen eingeschränkt haben. Die Problematik setzte sich auch im Jahr 2022 fort, hat im Jahr 2023 jedoch stark an Bedeutung verloren. Stattdessen sind zwei andere Themen in den Vordergrund getreten. Der Anteil der Unternehmen, die einen Rückgang der Kundennachfrage oder den Mangel an Fachkräften als Herausforderung angegeben haben, ist deutlich gestiegen und liegt klar über den Werten für Lieferengpässe bzw. der Materialverfügbarkeit. Auch wenn sich die Rahmenbedingungen der Materialbeschaffung für die TGA-Fachbetriebe damit vorerst verbessert haben, haben die vergangenen Monate die Volatilität bei der Materialverfügbarkeit und die Notwendigkeit einer vorausschauenden Planung verdeutlicht. Die ausführenden Betriebe müssen auch aktuell viel mehr Expertise in die vorausschauende Preiskalkulation bei Großprojekten und die Vorhaltung bzw. Beschaffung von Material investieren. Die angespannte Fachkräftesituation im Baugewerbe ist auch anhand der untenstehenden Darstellung erkennbar. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) erhebt die Anzahl offener Stellen quartalsweise für verschiedene Branchen. Dargestellt sich die offenen Stellen, basierend auf Befragungen und Hochrechnungen, für das Baugewerbe. Geschäftsverlauf Mit der konsequenten Weiterentwicklung der Kernkompetenzen im Anlagenbau und im Krankenhausbau sowie der Projektabwicklung im Allgemeinen konnten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut unsere Stammkunden überzeugen. Mit Hilfe eines straken Teams konnten wir unsere Bauvorhaben erfolgreich abwickeln. Die globalen Herausforderungen wie der Krieg in der Ukraine und den damit zusammenhängenden Effekten im Bereich der Energie und den Lieferketten konnten wir erfolgreich trotzen. Hier hat sich die aufgestockte Lagerhaltung sehr positiv bemerkbar gemacht. Der Geschäftsverlauf wird von der Geschäftsführung als zufriedenstellend beurteilt. Das Ergebnis vom Vorjahr konnte im Jahr 2023 trotz der herauasfordernden Rahmenbedingungen nochmals deutlich übertroffen werden. Es wurde ein Jahresüberschuss von 10.397 TEuro erziehlt. Ertragslage
Das Rohergebnis erhöhte sich um TEuro 1.877 (4,6 %) auf TEuro 42.546. Der Personalaufwand zusammen mit den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie den sonstigen Steuern in Höhe von TEuro 27.932 wird im Berichtsjahr um TEuro 884 über dem Vorjahresvergleichswert ausgewiesen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten überwiegend die Kfz-Kosten, Spesen und Zuwendungen sowie Verwaltungskosten. Belastet durch ergebnisbedingte Ertragsteuern konnte ein Jahresüberschuss von TEuro 10.397 (Vorjahr TEuro 9.171) erzielt werden. Insgesamt ist das Ergebnis bei Umsatz und Ertrag unter dem Gesichtspunkt der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen über den Erwartungen. Vermögens- und Finanzlage Aktiva
Die Investitionen des Geschäftsjahres in Höhe von TEuro 5.811 (Vorjahr TEuro 834) verteilen sich mit TEuro 2 (Vorjahr TEuro 42) auf immaterielle Vermögenswerte, mit TEuro 1.009 (Vorjahr TEuro 792) auf Sachanlagen und mit TEuro 4.800 (Vorjahr TEuro 0) auf Finanzanlagen. Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen erhöhte sich im Berichtsjahr um 4,3 %-Punkte auf 14,6 %. Das Umlaufvermögen verringerte sich gegenüber dem Vorjahresvergleichsstichtag auf 85,1 % des Gesamtvermögens. Die liquiden Mittel und sonstigen Wertpapiere werden zum 31. Dezember 2023 mit TEuro 41.258 bzw. mit 52,2 % des Gesamtvermögens ausgewiesen und sind damit Ausdruck einer soliden Barliquidität. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich aufgrund der planmäßigen Tilgungen um TEUR 313 verringert. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr auf TEuro 6.152. Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2023 erhöhte sich auf TEuro 56.840. Die Eigenkapitalquote beträgt 71,9 %. Die Finanzlage der Sell GmbH stellt sich als durchweg zufriedenstellend dar. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Berichtsjahr TEuro 8.211. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug TEuro 142 und der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit TEuro -350. Der Finanzmittelfonds hat sich somit im Berichtsjahr von TEuro 33.255 auf TEuro 41.258 erhöht. III. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Finanzielle Leistungsindikatoren Das Unternehmen zieht für die interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen EBIT und Umsatz je Mitarbeiter (ohne Auszubildende) heran. Der EBIT betrug im Jahr 2023 TEuro 14.307 nach TEuro 12.891 im Vorjahr. Der Umsatz je Mitarbeiter lag bei TEuro 225 nach TEuro 227 im Vorjahr. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Mitarbeiter 2023 waren im Jahresdurchschnitt 398 (Vorjahr 385) Mitarbeiter sowie 60 (Vorjahr 71) Auszubildende beschäftigt. Die Flexibilität und Qualität unserer Mitarbeiter haben den Erfolg möglich gemacht. Individuelle Lohn- und Gehaltsanpassungen wurden entsprechend vorgenommen. Zusätzliche, attraktive Auslöseregelungen für das gewerbliche Fachpersonal sichern weiterhin qualifizierte Mitarbeiter für unsere Montage. Wir danken allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die gezeigte Einsatzbereitschaft, die das Bestehen im Wettbewerbsumfeld möglich gemacht haben. IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Prognosebericht Der Geschäftsbetrieb der Sell GmbH wird auch 2024 durch massive Äußere Faktoren beeinflusst. Die Unsicherheiten im Bezug auf die Konflikte in der Ukraine und in Israel bestehen weiterhin. Die Entwicklungen in diesen Konflikten lassen sich nicht prognostizieren und sowohl eine Deeskalation wie auch das Gegenteil kann eintreten. Welche Einflüsse das auf das Geschäft der Sell GmbH hat, ist offen. Unsere Kernkunden im Bereich Industrie sind sowohl von der Zinswende und den konjunkturellen Unsicherheiten massiv betroffen. Die gestiegenen Energiepreise und eine unklare Ausrichtung der Politik bei Förderungen im Bereich erneuerbarer Energien hat zu einer Zurückhaltung bei Investitionen geführt. Dennoch sehen wir am Markt eine Reihe von Projekten in der Pipeline, die für uns zu konkreten Aufträgen führen können. Wir streben einen positiven Geschäftsverlauf an - die vorgenannten Faktoren haben wir aber nicht in der Hand. Investitionen und Ausbildung werden weiter forciert. 2024 erwarten wir aufgrund der bereits bestehenden Auftragslage eine um 15% geringere Leistung als im Vorjahr, da eine Reihe von Großprojekten abgeschlossen wurden. Im Ergebnis peilen wir eine Umsatzrendite von 5% vor Steuern an. Die geplanten Investitionen werden im Rahmen des Cashflows finanziert. Die Eigenkapitalbasis soll weiter gestärkt werden. Insbesondere im Bereich der Ausbildung werden die bereits eingeleiteten Maßnahmen konsequent weitergeführt. Des Weiteren werden die eingeleiteten Digitalisierungsmaßnahmen konsequent weitergeführt. Durch unser weitreichendes Angebotsspektrum und einen sehr diversifizierten Kundenstamm sehen wir uns weiterhin am Markt gut aufgestellt. Chancen- und Risikobericht Wir sind im Rahmen unserer Aktivitäten am Markt den verschiedensten Risiken ausgesetzt, die mit unternehmerischem Handeln verbunden sind. Diese können die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage betreffen. Wir haben moderne Controllinginstrumente zur Risikoerkennung, -beobachtung und -kommunikation etabliert. Ihr Einsatz gewährleistet die rechtzeitige Information der Entscheidungsträger hinsichtlich deren Entwicklung zur Einleitung geeigneter Gegenmaßnahmen. Innerhalb der Organisation sind die jeweiligen Zuständigkeiten festgelegt. Das Instrumentarium erfährt eine laufende Optimierung, um Strukturveränderungen ausreichend Rechnung zu tragen. Um Ausfall- und Liquiditätsrisiken bei unseren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entgegenzuwirken, haben wir ein aktives Forderungsmanagement eingerichtet. Durch laufende Überwachung der Zahlungskonditionen versuchen wir, das Ausfall- und Liquiditätsrisiko zu minimieren. Risiken und Chancen ergeben sich gleichermaßen aus dem makroökonomischen Weltgeschehen und den globalen Megatrends. Gleiches gilt für politische Entscheidungen im Rahmen der Energiewende. Eine seriöse Bewertung ist aus unserer Sicht nicht möglich, da die Entwicklung in vielen Bereichen nicht absehbar ist. Die Konjunktur der deutschen Wirtschaft hat sich im Jahr 2023 abgekühlt, die Bauwirtschaft hat sich dabei deutlich schwächer entwickelt als andere Wirtschaftsbereiche. Insbesondere der Neubau ist aufgrund der gestiegenen Zinsen und höheren Baukosten stark eingebrochen. Nach B+L Prognosen wird sich die schwache Entwicklung im Neubau auch im Jahr 2024 fortsetzen. Entsprechend existieren im Neubausegment Risiken und Herausforderungen für die TGA-Branche. Insbesondere der Rückgang im Nichtwohnbau wird zu einem Rückgang bei den Neubauaufträgen im Jahr 2024 führen. Die B+L erwartet den Tiefstand im Neubau von Nichtwohngebäuden bezogen auf die erstellten Flächen in m 2 im Jahr 2025. Leichte Impulse könnten sich hingegen mittelfristig im großvolumigen Wohnungsbau zeigen. Die Wohnbauziele der Bundesregierung und die bereitgestellten Finanzmittel im Bereich des sozialen Wohnungsbaus lassen eine positivere Entwicklung bei Großprojekten im Mehrfamilienhausbau erwarten. Diese Entwicklung wird sich jedoch erst im 2. Halbjahr 2024 bzw. zu Jahresbeginn 2025 auf die Aufträge bzw. Absätze auswirken. Die Bereiche Sanierung und Instandhaltung / Wartung bieten klare Chancen für die TGA-Branche. Viele Gebäude im Nichtwohnbau müssen in den kommenden Jahren energetisch saniert werden, um die Klimaziele der Bundesregierung zu erreichen. Der Technischen Gebäudeausrüstung kommt dabei eine besondere Bedeutung zu: viele Gebäude werden nach wie vor mit fossilen Energieträgern betrieben oder verfügen über eine ineffiziente Haustechnik. Hier kommt den TGA-Fachbetrieben eine zentrale Aufgabe bei der Sanierung und Modernisierung dieser Anlagen zu. Zwar hat sich das Sanierungssegment im Jahr 2023 schwach entwickelt, doch die B+L geht von einer positiven Entwicklung im Jahr 2024 und in den Folgejahren aus. Während Lieferengpässe aktuell keine Herausforderung für die TGA-Branche darstellen, sehen sich die Fachbetriebe und Hersteller nach wie vor mit hohen Betriebs- und Produktionskosten konfrontiert. Ein weiteres beherrschendes Thema ist der Fachkräftebedarf. Hier bestehen ebenfalls Chancen und Risiken, denen wir mit einer Reihe von spezifischen Maßnahmen begegnen. Weitere Risiken bestehen in der Verzögerung von bereits beauftragten Projekten, die sowohl die Kapazitäts- als auch die Umsatzplanung erschweren. Das Ziel ist, die Organisation der Sell GmbH möglichst robust aufzubauen, um den potentiellen Risiken Stand zu halten und die Chance aktiv und entschlossen ergreifen zu können. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Die wesentlichen, durch das Unternehmen verwendeten finanziellen Verbindlichkeiten umfassen Bankdarlehen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen. Der Hauptzweck dieser finanziellen Verbindlichkeiten ist die Finanzierung des Anlagevermögens und der Geschäftstätigkeit des Unternehmens. Das Unternehmen verfügt über verschiedene finanzielle Vermögenswerte, wie zum Beispiel Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel, die unmittelbar aus seiner Geschäftstätigkeit resultieren. Demgegenüber werden keine derivativen Finanzinstrumente im Bestand des Unternehmens gehalten. Zur Steuerung der Risiken, die sich aus den Finanzinstrumenten ergeben können, beschließt die Unternehmensleitung, bezogen auf die Risikoarten, jeweils entsprechende Strategien und Verfahren, die im Folgenden dargestellt werden. Zinsrisiko Das Unternehmen ist keinem Risiko aus Schwankungen von Marktzinssätzen aus langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgesetzt, da für sämtliche langfristige Verpflichtungen über die Gesamtlaufzeit jeweils ein fester Zinssatz vereinbart wurde. Zinssensitivitäten sind damit ausgeschlossen. Währungsrisiko Da fast alle Geschäftsbeziehungen ausschließlich in Euro abwickelt werden, bestehen am Bilanzstichtag daraus keine wesentlichen Währungsrisiken. Sofern Geschäftsbeziehungen nicht in Euro abgewickelt werden, so erfolgt die Abrechnung zum Devissenkassamittelkurs. Das Risiko ist auf die Kurschwankungen bis zur Zahlungsabwicklung begrenzt. Kreditrisiko Das Unternehmen schließt Geschäfte ausschließlich mit kreditwürdigen Dritten ab. Alle Kunden, die mit dem Unternehmen Geschäfte auf Kreditbasis abschließen möchten, werden einer sorgfältigen Prüfung unterzogen. Zudem werden die Forderungsbestände laufend überwacht, sodass das Unternehmen keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt ist. Für darüber hinaus bestehende Risiken werden entsprechende Einzelwertberichtigungen quantifiziert. Zweifelhafte finanzielle Vermögenswerte, bei denen mit hoher Wahrscheinlichkeit die Uneinbringlichkeit festgestellt wurde oder die tatsächlich ausfallen, werden zum Abschlussstichtag vollständig abgeschrieben. Bestehen an der Einbringlichkeit Zweifel, wird dem Ausfallrisiko durch eine entsprechende Wertberichtigung auf den wahrscheinlich realisierbaren Wert Rechnung getragen. Zusätzlich wird eine, aus Erfahrungswerten abgeleitete Wertberichtigung auf Portfoliobasis gebildet. Die Entscheidung, ob ein Ausfallrisiko mittels eines Wertberichtigungskontos oder über eine direkte Minderung der Forderung berücksichtigt wird, hängt ebenso wie der Verbrauch von Beträgen zulasten des Wertberichtigungskontos vom Grad der Verlässlichkeit der Beurteilung der Risikosituation ab. Bei hohem Grad der Verlässlichkeit wird eine direkte Abschreibung vorgenommen, bei niedrigem Grad der Verlässlichkeit wird das Ausfallrisiko über Wertberichtigungskonten abgebildet. Entfallen die Gründe für eine Wertberichtigung, erfolgt eine entsprechende Zuschreibung. Bei sonstigen finanziellen Vermögenswerten des Unternehmens, wie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, entspricht das maximale Kreditrisiko bei Ausfall des Kontrahenten dem Buchwert dieser Instrumente. Finanzierungs- und Liquiditätsrisiko Das Unternehmen überwacht laufend das Risiko eines Liquiditätsengpasses mittels eines Liquiditätsplanungs-Tools. Dieses Tool berücksichtigt die Laufzeiten der Finanzinvestitionen und der finanziellen Vermögenswerte (z.B. Forderungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte) sowie erwartete Cashflows aus der Geschäftstätigkeit. Das Ziel des Unternehmens ist es, ein Gleichgewicht zwischen der kontinuierlichen Deckung des Finanzmittelbedarfs und Sicherstellung der Flexibilität durch die Nutzung von Kontokorrentkrediten, Darlehen sowie Finanzierungs-Leasingverhältnissen zu wahren. Aufgrund der liquiden Mittel zum Bilanzstichtag in Höhe von Euro 41,3 Mio. (Vorjahr Euro 33,3 Mio.) wird zum 31. Dezember 2023 kein Liquiditätsrisiko gesehen. V. Zweigniederlassungen Die Zweigniederlassungen gemäß § 289 Abs. 2 Nr. 4 HGB stellen sich wie folgt dar:
Helmbrechts, 31. Mai 2024 Andreas Sell, Geschäftsführer Michael Sell, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023der Sell GmbH, HelmbrechtsALLGEMEINE ANGABEN ZUM UNTERNEHMEN Die Sell GmbH hat den Sitz in Helmbrechts. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hof unter HRB 3451 eingetragen. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften Rechnung. Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, jeweils vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen wurden entsprechend der branchenüblichen Nutzungsdauer unter Berücksichtigung der amtlichen Abschreibungstabellen nach der linearen und degressiven Methode vorgenommen. Vermögensgegenstände zwischen Euro 250,00 und Euro 800,00 werden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind mit den historischen Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Posten mit verminderter Marktgängigkeit werden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten auch anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten. In den Herstellungskosten nicht enthalten sind Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Aufwendungen für freiwillige soziale Leistungen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennbetrag unter Abzug von Einzelwertberichtigungen angesetzt. Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden wegen des allgemeinen Zins- und Kreditrisikos Pauschalwertberichtigungen vorgenommen. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden mit ihren Anschaffungskosten oder dem am Stichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die liquiden Mittel werden mit dem Nominalbetrag angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Für sämtliche Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEuro 310 existieren Rückdeckungsversicherungen in Höhe von TEuro 490, welche an die Pensionäre verpfändet sind. Entsprechend werden die Verpflichtungen und der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung nach § 246 Abs. 2 HGB saldiert ausgewiesen. Die Pensionsrückstellungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gemäß der Projected Unit Credit Method (PUC-Methode) berechnet. Als Rechnungszins wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten 10 Jahre verwendet (Bundesbankzins), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Er beträgt 1,82 %. Es wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Die übrigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, wurden mit dem Euroreferenzkurs am Bilanzstichtag bewertet. Beträgt die Restlaufzeit mehr als ein Jahr, wurden (nur) eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ Anlagevermögen Die Darstellung der Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Folgenden dargestellt. Angaben zu den Finanzanlagen Beteiligungsbesitz
Die Jahresabschlüsse zum 31.12.2023 der Unternehmen, mit denen eine Beteiligung besteht, lagen noch nicht vor. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEuro 160 (Vorjahr TEuro 100) enthalten. Sonstige Vermögensgegenstände In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEuro 3.608 (Vorjahr TEuro 2.531) enthalten. Rückstellungen für Pensionen Aus der Abzinsung dieser Rückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 statt 7 Jahre resultiert ein Unterschiedsbetrag in Höhe von Euro 2.082,00. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen:
Verbindlichkeiten Die Laufzeit der Verbindlichkeit ergibt sich aus folgender Übersicht.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch Grundpfandrechte besichert. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Umsatzerlöse Von den Umsatzerlösen in Höhe von TEuro 89.478 entfallen TEuro 87.982 auf Projektausführungen und Reparaturleistungen, TEuro 1.140 auf den Verkauf von Waren sowie TEuro 197 auf Erlösschmälerungen. Von den Umsätzen entfallen TEuro 89.255 auf das Inland und TEuro 223 auf das Ausland. Sonstige betriebliche Erträge Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens (TEuro 81) sowie Erträge aus Währungsdifferenzen in Höhe von TEuro 37 (Vorjahr TEuro 33) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsdifferenzen in Höhe von TEuro 15 (Vorjahr TEuro 21) enthalten. Zinsergebnis Im Zinsergebnis sind TEuro 5 (Vorjahr TEuro 9) aus der Aufzinsung von Pensionen und längerfristigen Personalrückstellungen enthalten. Bei den Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen und längerfristigen Personalrückstellungen handelt es sich um den Nettoaufwand nach Verrechnung mit Erträgen aus der Vermögenslage der nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB zu verrechnenden Vermögensgegenstände. Diese dienen ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Pensionen; sie sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. SONSTIGE ANGABEN Mitarbeiter
Außerbilanzielle Geschäfte Die Nutzung der benötigten Kraftfahrzeuge wird durch Leasingverträge sichergestellt. Aus den abgeschlossenen Leasingverträgen resultiert eine finanzielle Belastung von insgesamt TEuro 1.251. Die Leasinggeschäfte verringern insbesondere die Kapitalbindung und verbessern die Eigenkapitalquote, führen aber während der Vertragslaufzeit auch zur Bindung an die geleasten technischen Anlagen und Maschinen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Für Maschinen und Geräte sowie für Geschäfts- und Büroflächen bestehen verschiedene Miet- und Pachtverträge. Diese Verträge sehen im Wesentlichen Kündigungsfristen von einem Jahr zum Kalenderjahresende vor. Im Geschäftsjahr 2023 sind insgesamt Mieten und Pachten in Höhe von TEuro 1.127 angefallen; hiervon entfielen auf verbundene Unternehmen TEuro 574. In dieser Höhe werden auch künftig Mieten und Pachten jährlich anfallen. Abschlussprüferhonorar Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers betrug 2023 TEuro 40. Es handelte sich in Höhe von TEuro 32 um Prüfungsleistungen und in Höhe von 8 TEuro um Steuerberatungsleistungen. Mitglieder der Geschäftsführung Herr Andreas Sell, Herr Michael Sell, Angaben zu Bezügen der Geschäftsführung unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach § 285 Nr. 33 HGB sind nicht zu verzeichnen.
Helmbrechts, 31. Mai 2024 gez. Andreas Sell, Geschäftsführer gez. Michael Sell, Geschäftsführer AnlagespiegelEntwicklung des Anlagevermögens
Angabe der Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern1.1.2023 - 31.12.2023Der Betrag der sonstigen Vermögensgegenstände gegenüber Gesellschaftern beträgt 3.607.637,00 EUR. 1.1.2022 - 31.12.2022Der Betrag der sonstigen Vermögensgegenstände gegenüber Gesellschaftern beträgt 2.531.005,72 EUR. sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 23.10.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Sell GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Sell GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sell GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Landshut, 7. Juni 2024 RINGTREUHAND
Welter GmbH
J. Welter, Wirtschaftsprüfer |
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