Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Oeynhausen HRB 7338
Vorher
Dewert Verwaltungs-GmbHDewert Antriebs- und Systemtechnik GmbH
Eingetragen
27.6.1991
Branche
Herstellung von Lagern, Getrieben, Zahnrädern und AntriebselementenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von Fahrrädern sowie von Behindertenfahrzeugen
Gegenstand
Die Produktion und der Vertrieb antriebsund systemtechnischer Elemente einschließlich damit verwandter Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Zhangming Yang
seit 22.4.2026
Geschäftsführer
Dirk Nikolaus Flören
seit 20.10.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
DewertOkin AGCHE
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
DewertOkin AG
Switzerland
1.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DewertOkin GmbH

Kirchlengern

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

DewertOkin GmbH, Kirchlengern

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Die DewertOkin GmbH vertreibt Antriebs-, Beschlags- und Systemtechnik und ist international aufgestellt. Das Unternehmen ist Teil der Sparte DewertOkin Technologies Group (DOT Gruppe) unter der Führung der DewertOkin Technologies Group, Co., Ltd., Jiaxing (China).

In enger Zusammenarbeit mit ihren Vertriebspartnern vertreibt die Gesellschaft in ganz Europa unter anderem Einzel- und Doppelantriebe, Hubsäulen, Bedienelemente und Steuerungen die in den Bereichen Bedding, Seating, Medical und Office zum Einsatz kommen. Verbaut werden diese Komponenten in variabel verstellbaren Schreibtischen, Sesseln, Stühlen und Betten - sowohl für die private und gewerbliche Verwendung als auch im Pflege- und Medizinsektor.


Die Systemtechnik und Produktlösungen sind durch DIN EN ISO 9001:2015, DIN EN ISO 14001:2015 und CB-Prüfreport zertifiziert.

Durch die DOT Gruppe erhalten die Kunden eine geschlossene Qualitätskette sowie sichere, leistungsstarke und zukunftssichere Komponenten. In Entwicklungs-, Konstruktions- und Planungsprozessen arbeiten geschulte, bereichsübergreifende Teams gemeinsam an dem Ziel, maßgeschneiderte und innovative Qualitätsprodukte zu realisieren.


DewertOkin GmbH vertreibt die Produkte direkt, über Distributoren und über die weltweite Vertriebsorganisation von Phoenix Mecano.

Die Produkte werden ausschließlich über die DewertOkin Kft. in Ungarn beschafft, die überwiegend selbst die Produkte herstellt und in begrenztem Umfange zukauft.

Die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch gegenüber 2022 rückläufigen Inflationsraten geprägt. Insbesondere die deutsche Wirtschaft war stärker als die meisten anderen von der Energiekrise und dem Krieg in der Ukraine betroffen. Die Entwicklung ergibt sich aus der hohen Abhängigkeit von russischem Gas und Öl, sowie von Exporten in Zeiten einer schwächelnden Weltwirtschaft. Der private Konsum entwickelte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum schleppend und bremst die Umsatzentwicklung in den Bereichen Bedding, Seating und Office nachhaltig ein. Bedingt durch eine verstärkte Ausrichtung auf Mehrlieferantenstrategie der Großkunden im Medical-Bereich wurden Absatzvolumen und Umsatzentwicklung nachhaltig reduziert. Auf der Unternehmensseite wird die Investitionsbereitschaft durch die geopolitischen Unsicherheiten tendenziell gedämpft.[1]

Liefer- und Materialengpässe entspannten sich merklich, wobei der reale Kaufkraftverlust durch die nach wie vor hohe Inflation den privaten Konsum weiter dämpft.[2]

Eine voraussichtliche Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist vor dem aktuellen Hintergrund sehr schwer vorhersehbar.

Das Geschäftsjahr 2023 steht, wie bereits in den Vorperioden, unter dem Einfluss der Neuausrichtung als Vertriebsgesellschaft unter Führung der DewertOkin Technologies Group, Co., Ltd., Jiaxing, als Headquarter.

Die Umsätze des Jahres 2023 lagen erheblich unter dem Wert des Vorjahres.

Im Jahr 2023 schwächten sich die Umsätze im Medical Segment ab. Die Umsatzzuwächse, die in den Vorjahren einen positiven Einfluss auf dieses Segment hatten, konnten nicht gehalten werden. Der private Konsum erfuhr durch zurückhaltendes Kaufverhalten, insbesondere durch die Verbraucherverunsicherung aufgrund des Ukraine Krieges und der damit verbundenen allgemeinen Preissteigerungen sowie der Energiekrise einhergehend mit einem inflationsgetriebenen Kaufkraftverlust, eine weitere Abschwächung, die direkten Einfluss auf die Umsätze in den Möbelsegmenten nehmen.

Umsatz- und Auftragsentwicklung

Im Vergleich zum Gesamtjahr 2022 sind die Umsatzerlöse (finanzieller Leistungs-indikator) um ca. 30,4 % gesunken.

Der Auftragsbestand ist am Ende des Geschäftsjahres um 3.554 TEUR niedriger als zum Ende des Vorgeschäftsjahres.

Ergebnisentwicklung

Die Wareneinsatzquote, bezogen auf die Umsatzerlöse, ist um ca. 5% gestiegen.

Die Tendenz der sinkenden sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzt sich weiterhin fort. Dies stellt einen nachhaltigen Effekt nach der Veränderung zur reinen Vertriebsgesellschaft hin, dar.

Der Personalaufwand ist im Jahr 2023, im Vergleich zu dem Vorjahr, aufgrund der Zuführung einer Rückstellung für Personalabfindungen für Personalabbau-massnahmen um ca. 40 % gestiegen. Ohne diese Rückstellungen wäre der Personalaufwand um ca. 8 % gesunken.

Die Abschreibungen sind aufgrund der geringen Investitionen gesunken.

Durch die Veräußerung der Beteiligung an ConnectedCare GmbH (vormals Bewatec ConnectedCare GmbH) resultierte ein Verlust von rd. 7,7 Mio. EUR. Dieser Buchverlust und die Einmalaufwendungen im Personalbereich sind die Hauptgründe für den Jahresfehlbetrag in 2023.

Finanzierungsmaßnahmen und Liquidität

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt maßgeblich über den Gesellschafter und konzerninterne Kreditlinien sowie über die Hausbank.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfrist unter Ausnutzung von Skontomöglichkeiten beglichen.

Hiernach kann die aktuelle Finanzlage als gesichert bezeichnet werden.

Investitionen

Es wurden keine wesentlichen Investitionen in 2023 vorgenommen.

Die Vermögenslage hat sich im Bereich des Anlagevermögens deutlich verändert. Durch den Verkauf der ConnectedCare GmbH (vormals Bewatec ConnectedCare GmbH) reduzierte sich das Anlagevermögen um rd. 15 Mio. EUR. Weiterhin reduzierten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie auch die Finanzforderungen an verbundene Unternehmen.

Auf der Passivseite ergibt sich im Wesentlichen eine Veränderung des Eigenkapitals.

1.

Chancen- und Risikobericht

Die Gesellschaft bewegt sich in dem von politischen Strömungen und Entwicklungen abhängigen Gesundheitsmarkt, sowie der für die Bereiche Seating, Bedding und Office vom privaten Konsum abhängigen Möbelbranche. Neben allen negativen wirtschaftlichen, geopolitischen und gesellschaftlichen Auswirkungen gehen wir von einer wirtschaftlichen Erholung frühestens ab dem 3.Quartal 2024 aus. Die langjährige Bindung zu den europäischen Kunden und die Aussicht, eine neue Produktgeneration in Verbindung mit einer kostenoptimierten Portfolioergänzung an Einzel- und Doppelantrieben entwickelt und produziert bei der DewertOkin Technology Group/ Jiaxing, für die Bereiche Bedding, Seating und Medical vertreiben zu können, wird mittelfristig als Wachstumstreiber bewertet.

Die weiteren weltwirtschaftlichen Auswirkungen des Ukraine Krieges sowie der auch damit einhergehenden globalen Energiekrise, bleiben abzuwarten. Negative Auswirkungen auf zukünftige Perioden sind zu erwarten.

Direkte Währungskursrisiken bestehen aktuell direkt nicht, da die Gesellschaft ganz überwiegend in Euro abrechnet. Es besteht jedoch indirekt über Auswirkung von Währungseffekten bei der DewertOkin Kft., die wiederum einen wesentlichen Anteil ihres Einkaufsvolumens in USD abwickelt.

Die Gesellschaft arbeitet in aller Regel mit solventen Kunden zusammen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement, so dass Forderungsausfälle minimiert werden. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Insgesamt bietet die Gesellschaft zukunftsfähige Produkte für den wachsenden Gesundheitsmarkt und den etablierten Möbelmarkt.

1.

Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2024 ist ein Performancesteigerungsprogramm geplant, mit dem Ziel, innerhalb der Organisation und den Prozessen Redundanzen zu identifizieren, diese zu verschlanken und Aufgaben innerhalb der DOT Gruppe zu reallokieren. Die Fakturierung wird künftig vollständig von einer Schwestergesellschaft in Ungarn erfolgen, weshalb die Umsätze aus Warenlieferungen im Übergangsjahr in 2024 bei DewertOkin GmbH deutlich tiefer ausfallen werden (unter 5 Mio. EUR).

Durch das Performancesteigerungsprogramm und den damit verbundenen organisatorischen Änderungen wird für 2024 ein leicht positives Jahresergebnis angestrebt.

 

Kirchlengern, den 6. Mai 2024

______________________________ 

Dirk Flören

[1] https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2023/12/11-weltwirtschaft.html

[2]  https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/Wirtschaftliche-Lage/2023/20230614-die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-juni-2023.html

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 528.342,71 16.114.037,63
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 443.625,68 667.576,28
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 443.625,68 667.576,28
a. Sonstige Rechte und Werte 440.327,00 666.321,00
b. EDV-Software 2.884,00 564,00
c. Lizenzen an Rechten und Werten 414,68 691,28
II. Sachanlagen 84.717,03 158.966,98
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken   8.003,00
a. nicht zuordenbar   8.003,00
2. technische Anlagen und Maschinen 615,00 861,00
a. technische Anlagen 615,00 861,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 84.102,03 150.102,98
a. PKW 50.964,02 85.909,96
b. sonstige Transportmittel 93,00 315,00
c. Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 33.045,01 63.878,02
III. Finanzanlagen   15.287.494,37
1. Anteile an verbundenen Unternehmen   13.287.494,37
a. Anteile an Kapitalgesellschaften   13.287.494,37
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen   2.000.000,00
a. Soweit Kapitalgesellschaften   2.000.000,00
B. Umlaufvermögen 6.982.726,19 9.532.266,42
I. Vorräte 26.847,10 299.778,70
1. fertige Erzeugnisse und Waren 26.847,10 299.778,70
a. Fertige Erzeugnisse 26.847,10 299.778,70
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.188.124,94 8.882.080,64
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.917.239,16 3.887.275,91
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.416.924,26 4.640.812,53
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.416.924,26 4.640.812,53
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.853.961,52 353.992,20
a. nicht zuordenbar 1.853.961,52 353.992,20
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 767.754,15 350.407,08
1. Kasse 7.880,60 1.692,41
2. Guthaben bei Kreditinstituten 759.873,55 348.714,67
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3.131,55 44.908,34
I. sonstige aktive Rechnungsabgrenzung 3.131,55 44.908,34
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag / nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Verlustanteil / nicht durch Vermögenseinlagen gedeckte Entnahmen / nicht durch Vermögenseinlagen gedeckte Abfindungen 21.412.961,29 8.221.421,67
Summe Aktiva 28.927.161,74 33.912.634,06

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 0,00 0,00
I. Gezeichnetes Kapital / Kapitalkonto / Kapitalanteile 1.000.000,00 1.000.000,00
1. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
a. Schlusskapital des letzten Stichtags 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Kapitalrücklage 8.040.735,22 8.040.735,22
1. des letzten Stichtags 8.040.735,22 8.040.735,22
III. Verlustvortrag 17.262.156,89 6.673.609,75
1. Des letzten Stichtags -17.262.156,89 -6.673.609,75
IV. Bilanzverlust 13.191.539,62 10.588.547,14
1. des letzten Stichtags -13.191.539,62 -10.588.547,14
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 21.412.961,29 8.221.421,67
B. Rückstellungen 3.491.410,40 2.833.373,20
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 487.505,00 446.336,00
a. nicht zuordenbar 487.505,00 446.336,00
2. Steuerrückstellungen   1.369.253,49
a. nicht zuordenbar   1.369.253,49
3. sonstige Rückstellungen 3.003.905,40 1.017.783,71
C. Verbindlichkeiten 25.435.751,34 31.079.260,86
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.000.000,00 5.000.000,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr   5.000.000,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 104.756,20 129.474,55
a. nicht zuordenbar 104.756,20 129.474,55
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 23.225.910,55 23.022.833,54
4. sonstige Verbindlichkeiten 105.084,59 2.926.952,77
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr   2.180.000,00
Summe Passiva 28.927.161,74 33.912.634,06

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Betriebsergebnis -9.984.641,32 2.448.035,88
a) Rohergebnis 8.161.986,25 13.215.197,10
Gesamtleistung 41.687.487,53 59.890.136,92
Umsatzerlöse 41.687.487,53 59.890.136,92
in Umsatzerlöse enthaltener Bruttowert 41.687.487,53 59.890.136,92
Ohne Zuordnung nach Umsatzsteuertatbeständen 41.687.487,53 59.890.136,92
sonstige betriebliche Erträge 1.708.548,16 792.531,63
davon Erträge aus Währungsumrechnung 4.417,59 41.589,35
Erträge aus Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil und anderer Sonderposten 1.708.548,16 792.531,63
nicht zuordenbar 1.708.548,16 792.531,63
Materialaufwand 35.234.049,44 47.467.471,45
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 34.970.539,17 47.255.508,91
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 34.970.539,17 47.255.508,91
nicht zuordenbar 34.970.539,17 47.255.508,91
Aufwendungen für bezogene Leistungen 263.510,27 211.962,54
b) Personalaufwand 6.817.695,93 4.871.392,78
Löhne und Gehälter 5.886.219,56 3.991.096,51
nicht zuordenbar 5.886.219,56 3.991.096,51
soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 931.476,37 880.296,27
c) Abschreibungen 298.687,97 353.483,60
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 226.907,70 229.934,59
auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 71.780,27 123.549,01
d) sonstige betriebliche Aufwendungen 11.030.243,67 5.542.284,84
2. Finanz- und Beteiligungsergebnis -4.189.059,50 -12.612.066,49
a) sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 150.747,37 41.180,63
b) Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 3.000.000,00 12.275.000,00
c) Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.339.806,87 378.247,12
3. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.004.688,16 420.780,00
4. Ergebnis nach Steuern -13.169.012,66 -10.584.810,61
5. sonstige Steuern 22.526,96 3.736,53
Jahresfehlbetrag 13.191.539,62 10.588.547,14

Anhang

DewertOkin GmbH, Kirchlengern

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

1.

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der DewertOkin GmbH, Kirchlengern, (Amtsgericht Bad Oeynhausen HRB 7338) wurde nach den §§ 242 ff. und §§ 264 ff. des HGB und den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Bei der Gesellschaft handelt es sich nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen um eine große Kapitalgesellschaft. Bei der Aufstellung des Anhangs wurden daher die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften teilweise in Anspruch genommen.

Die Gewinn - und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Es liegt ein Letter of Comfort der Alleingesellschafterin, DewertOkin AG, Stein am Rhein/Schweiz, vor.

Vermögensgegenstände und Schulden werden zum Abschlussstichtag grundsätzlich einzeln bewertet.

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss anzuwendenden Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig und unverändert angewendet.

Die Bilanzierung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgt zum Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss berücksichtigt. Alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, werden berücksichtigt. Gewinne werden nur berücksichtigt, wenn sie am Abschlussstichtag realisiert sind.

Die in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung oder wahlweise im Anhang anzubringenden Vermerke werden zur besseren Klarheit und Übersichtlichkeit der Angaben teilweise im Anhang vorgenommen.

1.

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums mit Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig nach der linearen Methode über die voraussichtliche Nutzungsdauer und ggf. außerplanmäßig abgeschrieben. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die Nutzungsdauern für die immateriellen Vermögensgegenstände betragen 10 Monate bis 8 Jahre.

Das Sachanlagevermögen wird im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen und rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungskosten abzüglich, soweit abnutzbar, nutzungsbedingter planmäßiger und ggf. außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die Nutzungsdauern für Grundstück, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken betragen 8 bis 17 Jahre, die für technische Anlagen und Maschinen betragen 14 Jahre, die für die Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 14 Jahre. Die Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.

Finanzanlagen werden im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungskosten angesetzt und bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem
niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag bewertet. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots werden bis zu den ursprünglichen Anschaffungskosten vorgenommen, wenn die Gründer für die dauernde Wertminderung nicht mehr bestehen.

Waren werden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert, dabei werden Eingangsfrachten sowie angemessene Abschläge für Boni, Rabatte und Skonti berücksichtigt. Für nicht mehr gängige Waren werden Wertabschläge vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert.

Da das Eigenkapital durch Verluste aufgebraucht ist und sich ein Überschuss der Passivposten über die Aktivposten ergibt ist der überschüssige Betrag nach §268 Abs. 2 HGB am Schluss der Bilanz auf der Aktivseite unter der Bezeichnung " Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag" gesondert auszuweisen.

Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen und Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, so kann eine sich nach Saldierung insgesamt ergebende Steuerentlastung als aktive latente Steuer in der Bilanz angesetzt werden (ist eine sich daraus insgesamt ergebende Steuerbelastung als passive latente Steuern anzusetzen). Allerdings wird vom Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HBG kein Gebrauch gemacht und auf den Ansatz aktiver latenter Steuern in der Bilanz verzichtet.

Die Gesellschaft hat ihre Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen nach der Projected-Unit-Credit-Method (PUC-Methode) bewertet. Es wurden dabei die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck verwendet. Für die Abzinsung des Erfüllungsbetrags wurde pauschal der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzins, der sich aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, verwendet. Die Berechnung erfolgt mit einem Zinssatz von 1,82 % (10-Jahres-Durchschnitt, Vorjahr 1,78 %) für den Ausweis in der Bilanz und zusätzlich 1,75 % (7-Jahres-Durchschnitt, Vorjahr 1,44 %) zur Berechnung des im Anhang anzugebenden ausschüttungsgesperrten Betrages. Dieser Beträgt TEUR 9 (Vorjahr TEUR 18). Rentenanpassungen wurden mit 2,0 %, Gehaltssteigerungen wie im Vorjahr mit 2,5 % und Fluktuation wie im Vorjahr mit 0,0 % angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung und wurden in der Höhe gebildet, die für ihre Erfüllung nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs oder dem ungünstigeren Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet und bewertet. Bei deiner Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger erfolgt die Umrechnung grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag.

1.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und der Abschreibungen im Geschäftsjahr sind im Anlagespiegel als Anlage zum Anhang dargestellt.

Finanzanlagen

Durch die Veräußerung der Connected Care GmbH (vormals Bewatec ConnectedCare GmbH) sind die Finanzanlagen 0 EUR.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Laufzeit von einem Jahr.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.332 (Vorjahr TEUR 3.848) und sonstige Forderungen aus Cash Pooling in Höhe von TEUR 85 (Vorjahr TEUR 793).

Eigenkapital

Der Jahresabschluss 2023 wurde unter Going-Concern-Gesichtspunkten aufgestellt. Hinsichtlich der ausgewiesenen buchmäßigen Überschuldung liegt ein Letter of Comfort der Alleingesellschafterin, DewertOkin AG, Stein am Rhein/Schweiz, vor.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betragen TEUR 3.004 (Vorjahr TEUR 1.018). Die darin enthaltenen Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen/Abfindungen betragen TEUR 2.168(Vorjahr TEUR 27) die Rückstellungen für Gewährleistungen betragen TEUR 175 (Vorjahr TEUR 163).

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.205 (Vorjahr: TEUR 2.523) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 22.000 (Vorjahr: TEUR 20.500). Bei den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 22.000 handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter (Vorjahr: TEUR 0).

1.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse entfallen mit TEUR 11.115 auf das Inland und mit TEUR 30.572 auf das Ausland. Im Vorjahr entfielen TEUR 17.707 auf das Inland und TEUR 42.183 auf das Ausland.

Personalaufwand

Der Zinsanteil aus der Zuführung zur Pensionsrückstellung beträgt TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 14).

Verluste aus Abgang Beteiligungen

Aus der Veräußerung der Beteiligung an ConnectedCare GmbH (vormals Bewatec ConnectedCare GmbH) resultierte ein Verlust von rd. 7,7 Mio. EUR. Davon sind 4,7 Mio. EUR unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und 3,0 Mio. EUR als außerplanmäßige Abschreibungen unter den Abschreibungen auf Finanzanlagen (Vorjahr 12,3 Mio. EUR) ausgewiesen.

1.

Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 Herr Dirk Nikolaus Flören, Geschäftsführer, Hameln.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer und ehemaligen Geschäftsführer sowie für diesen Personenkreis gebildete Pensionsrückstellungen wird unter Inanspruchnahme der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2023 betrug ohne Geschäftsführung 44 Angestellte (Vorjahr 50). Darüber hinaus wurden 3 Auszubildende (Vorjahr 3) beschäftigt.

Abschlussprüferhonorar

Die im Geschäftsjahr 2023 von der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Essen, in Anspruch genommene Dienstleistungen umfassen ausschließlich Leistungen für Abschlussprüfung. Auf die Angabe des berechneten Gesamthonorars des Abschlussprüfers wird unter Verweis auf die Konzernklausel verzichtet.

Haftungsverhältnisse

Es bestehen zum Bilanzstichtag keine angabepflichtigen Haftungsverhältnisse.

Konzernverhältnisses

Die Phoenix Mecano AG, Stein am Rhein/Schweiz, ist Mutterunternehmen i.S. des § 285 Nr. 14 HGB und § 285 Nr. 14a HGB. Der Geschäftsbericht von Phoenix Mecano wurde veröffentlicht unter https://www.phoenix-mecano.com/de/investor-relations.

Die Gesellschaft selbst stellt keinen Konzernabschluss auf.

Ergebnisverwendung

Der Gesellschafterin wird vorgeschlagen, den Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 13.192 auf neue Rechnung vorzutragen.

Besondere Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

 

Kirchlengern, den 6. Mai 2024

DewertOkin GmbH

Geschäftsführung

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Dirk Flören

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die DewertOkin GmbH, Kirchlengern

PRÜFUNGSURTEILE


Wir haben den Jahresabschluss der DewertOkin GmbH, Kirchlengern - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DewertOkin GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens‑, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens‑, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, 31. Mai 2024


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