Ingenno Design UG (haftungsbeschränkt)
Selbe AdresseIndustrie- und Produktdesign
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jorgen Ulbaek Wengel seit 16.2.2025 | Prokura |
Yasmine Riechers seit 10.5.2024 | Geschäftsführer |
Andreas Jürgen Dr. Fischer seit 29.8.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Sennheiser V + V GmbH & Co. KGWedemarkKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht 20221 Grundlagen des Konzerns 1.1 Geschäftsmodell Die Sennheiser V + V GmbH & Co. KG in Wennebostel bildet den Stammsitz einer weltweit agierenden Unternehmensgruppe mit Produktionsstandorten in Wennebostel, Albuquerque (USA) und Brasov (Rumänien). In Wennebostel werden hauptsächlich drahtlose und drahtgebundene Mikrofone und Mikrofonkapseln, Monitorsysteme und Hör-/ Sprech-Garnituren gefertigt, in Albuquerque Kopfhörer und drahtlose Mikrofon- und Monitorsysteme. Der Produktionsstandort in Rumänien ermöglicht Sennheiser, noch flexibler auf Marktanforderungen zu reagieren und die Position im europäischen Markt weiter zu stärken. Zum Kerngeschäft gehören darüber hinaus der Vertrieb sowie der Service der angebotenen Produktpalette. Die Unternehmensgruppe besteht zum Bilanzstichtag aus dem Mutterunternehmen Sennheiser V + V GmbH & Co. KG sowie neun inländischen und 23 ausländischen Tochtergesellschaften. 1.2 Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten Forschung Neben der konsequenten Erarbeitung zukünftiger Kundenszenarien und relevantem Trend- scouting, ist die Vernetzung der Business Units mit diesem neuen Innovationsbereich ein wichtiger Meilenstein gewesen. Im Rahmen einer bereichsübergreifenden Zusammenarbeit werden für Sennheiser relevante Zukunftstechnologien ganzheitlich erforscht und evaluiert. Wesentliche Tätigkeitsfelder im Jahr 2022 waren unter anderem künstliche Intelligenz, Cloud Processing und zukünftige drahtlose Technologien. Des Weiteren wurde neben dem Teamaufbau auch der Aufbau geeigneter Prozesse und Strukturen vorangetrieben. Neben der Kooperation mit den Business Units und der Produktentwicklung wurden auch weitere Bereiche (z.B. Sennheiser Mobility) bei ihrem Einsatz neuer Technologien unterstützt. Entwicklung Für die drei Business Units wurden im Jahr 2022 die jeweiligen Produktportfolien weiter vervollständigt und weitere Produkt-Launches im Jahr 2023 vorbereitet. Zu Beginn des zweiten Quartals 2022 wurde mit XS Wireless IEM ein Einstiegssystem für Sennheiser In-Ear-Monitoring Systeme auf den Markt gebracht. Das System besteht aus einem robusten Sender, einem leichten Bodypack-Empfänger, einem IE 4 In-Ear-Kopfhörer der Einsteigerklasse, Akkus, einem Netzteil mit Länderadaptern und einem Rack-Einbau-Kit für den Sender. Im November 2022 wurde EW-DX eingeführt, ein digitales Funksystem für professionelle Anwendungen. Mehrere Hardware- und Softwareoptionen schaffen netzwerkfähige Lösungen für nahezu jede Bühne oder jeden Campus, während äquidistante Kanalabstände, der automatische Scan und die Bluetooth® Low Energy-Synchronisierung die Frequenzen automatisch per Knopfdruck koordinieren und einstellen. Eine weitere zentrale Rolle spielt die Weiterentwicklung der Sennheiser Software "Sennheiser Control Cockpit", "Smart Control App" und des "Wireless Systems Manger". 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklung Gesamtwirtschaft Die deutsche Wirtschaftsleistung ist im Schlussquartal 2022 gemäß der Schnellmeldung des Statistischen Bundesamts gegenüber dem Vorquartal preis-, kalender- und saisonbereinigt leicht um 0,5 % zurückgegangen. Damit stellte sich die wirtschaftliche Dynamik zum Jahresende etwas schwächer dar als zunächst angenommen. Entsprechend wurde vom Statistischen Bundesamt auch das BIP-Jahresergebnis 2022 auf 1,8 % korrigiert. Vor allem der private Konsum und die Investitionen dürften sich im vierten Quartal schwächer entwickelt haben. Bei den privaten Haushalten dämpfen die zunehmend spürbaren Preissteigerungen und die damit verbundenen Kaufkraftverluste. Das wirkt sich auch auf die konsumnahen Dienstleistungsbereiche aus. Angesichts der unsicheren wirtschaftlichen Perspektiven und steigenden Zinsen könnten auch Investitionsprojekte zunächst zurückgestellt werden. Die Lage in der Industrie hat sich zum Jahresende spürbar abgeschwächt. Besonders die energieintensiven Branchen drosselten abermals ihre Produktion. Im Baugewerbe dürften sich neben der kalten Witterung Mitte Dezember auch die steigenden Zinsen und weiterhin hohen Materialkosten negativ ausgewirkt haben. Positive Signale kommen von den zuletzt gestiegenen Auftragseingängen in der Industrie, die laut Umfragen optimistischeren Geschäftsaussichten in allen Branchen sowie die abnehmenden Materialengpässe. Zusammen mit den immer noch gut gefüllten Auftragsbüchern kam es im Winterhalbjahr 2022/23 zwar zu einer spürbaren wirtschaftlichen Abschwächung, die allerdings nicht gravierend ausgefallen ist. ABKÜHLUNG IN DER WELTWIRTSCHAFT Aktuelle Indikatoren zeigen eine insgesamt schwache Entwicklung des globalen Umfeldes. Der Welthandel nahm im November spürbar um 2,5 % gegenüber dem Vormonat ab, nachdem es bereits im Oktober zu einer Abnahme um 1,4 % gekommen war. Die weltweite Industrieproduktion verringerte sich um 0,2 % (Oktober: -0,8 %). Die Stimmungsindikatoren am aktuellen Rand sprechen für eine weiterhin verhaltene Entwicklung in den kommenden Monaten. INFLATIONSRATE BLEIBT UNTER 10 % Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2022 um 7,9 % gegenüber 2021 erhöht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, lag die Jahresteuerungsrate damit deutlich höher als in den vorangegangenen Jahren. So hatte sie im Jahr 2021 noch bei +3,1 % gelegen. Durch die ab Januar wirksam werdenden Gas- und Strompreisbremsen sollten im weiteren Jahresverlauf die Höchststände aus dem letzten Jahr mit Inflationsraten von über 10 % überwunden sein. Dafür spricht auch, dass auf den vorgelagerten Absatzstufen in den letzten Monaten in Anbetracht nachlassender Energiepreise eine gewisse Entspannung zu beobachten war. So hat sich der Preisauftrieb auf Erzeugerebene im Dezember im Vormonatsvergleich zum dritten Mal in Folge abgeschwächt (-0,4 %, Nov.: -3,9 %; Okt.: -4,2 %), vor allem weil die Energiepreise gegenüber Vormonat zurückgegangen sind. Die Großhandelsverkaufspreise verringerten sich im Dezember ebenfalls im Vergleich zum November (-1,6 %). Im Vorjahresvergleich stiegen sie aber noch um 12,8 %. Ähnlich verhielt es sich mit den Importpreisen im Dezember (-1,6 % ggü. Vormonat; +12,6 % ggü. Vorjahr). Branchenentwicklung Das Geschäftsklima in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie hat sich deutlich aufgehellt. Sowohl die Lagebeurteilung als auch die Erwartungen waren im Januar wesentlich besser als noch im Dezember. Mehr als die Hälfte (52%) der Branchenfirmen bewertete ihre aktuelle wirtschaftliche Situation zuletzt als gut. 39% befanden sie als stabil und nur 9% als schlecht. Für 2023 gehen 17% von expandierenden Geschäften aus. 65% erwarten hier gleichbleibende und 18% rückläufige Aktivitäten. Auch die Exporterwartungen legten im Januar erneut zu. Hier stieg der Saldo aus Unternehmen, die für die nächsten drei Monate mit mehr bzw. weniger Ausfuhren rechnen, von +7 auf+13 %-Punkte. Ausblick Die Weltwirtschaft wird die Folgen des Kriegs in der Ukraine und die weiterhin hohe Inflation etwas besser verkraften als zunächst befürchtet. Das liegt laut Internationalem Währungsfonds (IWF) nicht zuletzt an den Entwicklungen in China. Zwar wird sich das Wachstum im Vergleich zu 2022 (3,4 Prozent) in diesem Jahr auf 3,0 Prozent verlangsamen, doch die Aussichten sind "weniger düster" als noch im Oktober angenommen. Grund dafür seien "positive Überraschungen" und eine "unerwartet hohe Widerstandsfähigkeit" in zahlreichen Volkswirtschaften, so der Bericht. Ein Treiber der Weltwirtschaft könnte Chinas Abkehr von der Null-Covid-Strategie sein. Der deutsche Sachverständigenrat prognostiziert im Euro-Raum für das Jahr 2023 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2,9 %. Für die Prognose unterstellt der Sachverständigenrat, dass die Energiepreise im Prognosezeitraum erhöht bleiben, es jedoch nicht zu einem Stopp russischer Energielieferungen kommt. Das deutsche BIP dürfte im Jahr 2023 um 3,6 % zulegen. Die große Abhängigkeit von russischen Energielieferungen birgt das erhebliche Risiko einer geringeren Wirtschaftsleistung bis hin zu einer Rezession bei gleichzeitig deutlich höheren Inflationsraten. Im gesamten letzten Jahr hat die deutsche Elektroindustrie 10,0% mehr neue Aufträge eingesammelt als 2021. Der Wert der Inlandsbestellungen zog um 9,0% an. Auslandskunden bestellten 2022 insgesamt 10,8% mehr. Die Bestellungen aus der Eurozone wuchsen um 16,1%, wohingegen das Plus bei den Aufträgen aus dem nicht zum gemeinsamen Währungsgebiet gehörenden Ausland mit 8,1% nur halb so hoch ausfiel. Quelle: Destatis und ZVEI-eigene Berechnungen 2.2 Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2022 erwirtschafteten wir einen Umsatz von 507,4 Millionen Euro (Vorjahr: 636,3 Millionen Euro). Nach dem Verkauf der Consumer Division im Geschäftsjahr 2022 an die Sonova Hearing ergab sich ein Umsatz unserer drei verbliebenen Business Units im Geschäftsjahr 2022 in Höhe von 467,7 Millionen Euro. Dies entspricht einem Anstieg von 96,3 Millionen Euro beziehungsweise 26 % gegenüber dem Vorjahr. Das Segment "Business Communications" verzeichnete dabei das stärkste Wachstum. Das Segment "Georg Neumann" ging aufgrund von starken Vorjahreszahlen leicht um 7,5% zurück. Die Region Amerika verzeichnete einen Zuwachs von 41,1% auf 177,8 Millionen Euro. Dies entspricht einer Zunahme von 51,8 Millionen Euro. Ein Umsatzwachstum um 18 Millionen Euro bzw. 24,1% auf 93 Millionen Euro konnte in der Region Asien und Australien/Neuseeland erzielt werden. In der Region EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) wurde ein Umsatz von 197 Millionen Euro erreicht. Dies entspricht einem Anstieg von 26,5 Millionen Euro oder 15,5% gegenüber dem Vorjahr. Im Konzernumsatz 2022 ist noch ein Umsatz von 39,4 Millionen Euro aus dem Consumer Business enthalten. Die Geschäftssparte wurde im März 2022 vollständig an die Sonova Gruppe abgegeben. 2.3 Lage der Sennheiser-Gruppe 2.3.1 Ertragslage Das Ergebnis der Sennheiser-Gruppe vor Zinsen und Steuern beläuft sich im Geschäftsjahr auf 113,06 Millionen Euro, was einen Anstieg von 72,4 Millionen Euro im Vorjahresvergleich darstellt. Das Ergebnis vor Steuern beträgt im Geschäftsjahr 2022 109,5 Millionen Euro nach +21,1 Millionen Euro im Vorjahr. Im Berichtsjahr ist das Ergebnis durch Sondereffekte aus dem Carve Out der Consumer Division in Höhe von 189,1 Millionen Euro beeinflusst. Der Materialaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um 79,5 Millionen Euro gesunken, während die Umsatzerlöse bedingt durch den Verkauf des Consumer Geschäfts um 128,9 Millionen Euro zurückgegangen sind. Die Materialeinsatzquote, das heißt das Verhältnis von Materialaufwand zu Umsatzerlösen zuzüglich Bestandsveränderungen, beträgt 33,4% (Vorjahr: 38,3%) und führt somit zu einer im Vergleich zum Vorjahr gesunkenen Marge. Im Jahresdurchschnitt 2022 beschäftigte die Sennheiser-Gruppe 1.996 (Vorjahr: 2.444) Mitarbeitende. Die Zahl der Auszubildenden belief sich weltweit auf 22 (Vorjahr: 37). Zum Jahresende betrug die Zahl der Mitarbeitenden der Sennheiser-Gruppe nach Köpfen 2.078 (Vorjahr: 2.516). Durchschnittlich arbeiteten 59% aller Mitarbeitenden bei den inländischen und 41% bei den ausländischen Gesellschaften. Der Personalaufwand sank insgesamt um 4,0 %. Das Finanzergebnis hat sich um 9,0 Millionen Euro auf -2,7 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr verbessert. Insgesamt ergab sich folglich ein Jahresergebnis von 81,7 Millionen Euro (Vorjahr: 14,9 Millionen Euro). 2.3.2 Finanzlage Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug -9,6 Millionen Euro (Vorjahr: 20,5 Millionen Euro). Die Reduzierung resultiert maßgeblich aus den Effekten im Zusammenhang mit der Veräußerung des Geschäftsbereichs Consumer. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf 105,2 Millionen Euro (Vorjahr: -8,7 Millionen Euro) und der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit auf -36,6 Millionen Euro (Vorjahr: -1,7 Millionen Euro). Die deutliche Verbesserung des Cashflows aus der Investitionstätigkeit resultiert ebenfalls aus den Effekten im Zusammenhang mit der Veräußerung des Geschäftsbereichs Consumer. Der Finanzmittelfonds beträgt zum Bilanzstichtag 214,6 Millionen Euro (Vorjahr: 155,5 Millionen Euro). 2.3.2.1 Kapitalstruktur und Liquidität Das Netto-Umlaufvermögen beträgt 257,8 Millionen Euro (Vorjahr: 227,9 Millionen Euro) und der Anteil des Fremdkapitals an der Bilanzsumme beläuft sich auf 75,3% (Vorjahr: 66,2%). 2.3.2.2 Investitionen Die gesamten Investitionen in das Anlagevermögen der Sennheiser-Gruppe betrugen 52,2 Millionen Euro. Diese erfolgten zum einen mit der Umsetzung der Strategie zur Entwicklung des Produktportfolios. Zum anderen wurden die Beteiligungen an einer Industrieholding als langfristige Finanzanlage erhöht. Die Investitionen der Unternehmensgruppe in das Sachanlagevermögen beliefen sich im Geschäftsjahr 2022 auf insgesamt 19,3 Millionen Euro. 2.3.3 Vermögenslage Zum 31. Dezember 2022 beträgt die Bilanzsumme 595,0 Millionen Euro und lag damit 6,7% über dem Vorjahresendniveau. Zugänge zu den Finanzanlagen (32,3 Millionen Euro), die im Wesentlichen auf Investitionen in Beteiligungen entfallen, wurden teilweise durch Abgänge im Sachanlagevermögen (17,0 Millionen Euro) kompensiert. Insgesamt ist das Anlagevermögen um 17,5 Millionen Euro gestiegen. Die Vorräte werden maßgeblich aufgrund gestiegener Bestände an Unfertigen und Fertigen Erzeugnissen und Waren um 4,1 Millionen Euro höher als im Vorjahr ausgewiesen, während die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sich aufgrund von Sondereffekten im Vorjahr aus dem Carve Out der Consumer Sparte um 38,1 Millionen Euro reduzierten. Das Eigenkapital verringerte sich u.a. aufgrund der Teilauflösung der Kapitalrücklage um 30,0 Millionen Euro. Bei den Pensionsrückstellungen war eine Erhöhung um 9,7 Millionen auf 137,9 Millionen Euro zu verzeichnen. Die Reduzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 24,9 Millionen Euro auf 41,3 Millionen Euro resultiert ebenfalls aus verringerten Einkäufen von Produktionsmitteln durch Veräußerung der Consumer Sparte. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern erhöhten sich um 87,7 Millionen Euro ebenfalls aufgrund des vorgenannten Sondereffekts. Insgesamt führten die Veränderungen der Bilanzpositionen zu einer Zunahme der liquiden Mittel um 59,0 Millionen Euro auf 214,6 Millionen Euro. 3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1 Prognosebericht Lage der Elektroindustrie in Deutschland Insgesamt rechnen wir im Jahr 2023 mit einer Stagnation der Elektroindustrie. Im aktuellen Konjunkturbericht des deutschen Zentralverbands der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) schätzen die Unternehmen die Geschäftslage als gut ein, während für die Zukunft bei 65% der Mitgliedsunternehmen eher gleichbleibende Aktivitäten erwartet werden. Es ist daher eher mit einer Stagnation des Geschäfts zu rechnen. Eine weitere Verschlechterung der Geschäftserwartungen bzw. der Geschäftsentwicklung könnte nach wie vor durch die weltweite Auswirkung sowohl der Ukraine-Krise als auch der Logistik- und Beschaffungskrise erwirkt werden. Ausblick auf die zukünftige Entwicklung Die Aussichten für die Weltwirtschaft im Jahr 2023 sind weiterhin eingetrübt. Es wird daher sowohl mit einem schwachen Wirtschaftswachstum für die globalen Märkte als auch für das Geschäft der Gesellschaft gerechnet. Der Krieg in der Ukraine beeinflusst das Geschäft in Russland nunmehr nachhaltig einerseits durch erneute Sanktionen gegen den russischen Aggressor sowie andererseits durch die andauernde Schließung der Niederlassung in Moskau. Eine mittelfristige Einschätzung ist weiterhin schwierig. Kurzfristig ist der Fortbestand der Niederlassung durch Eigenfinanzierung gesichert. Carve Out "Consumer Geschäft" Das Unternehmen Sennheiser ist nach 75 Jahren in zwei Teile aufgespaltet worden. Mit großer Unterstützung aller Beteiligten erfolgte im März 2022 der Carve Out des Geschäftsbereichs "Consumer Products" und dessen Übergabe an die schweizerische Sonova Holding AG, Stäfa, Schweiz. Hierzu wurden alle Geschäftsbereiche strukturell und strategisch überarbeitet. Der starke Fokus auf den Bereich "Professional Products" mit seinen Divisionen Neumann, BizCom und ProAudio wird sich weiter positiv auf die Ergebnisse, das Wachstum und die Motivation der Mitarbeiter*innen der Sennheiser Gruppe auswirken. Diese positiven Effekte sind schon in den ersten Monaten nach erfolgreichem Abschluss des Projekts deutlich zu erkennen. In der Zusammenfassung zeigt die globale Ausrichtung der Sennheiser-Gruppe auch im abgelaufenen Geschäftsjahr Innovationsfähigkeit gepaart mit wirtschaftlichem Erfolg. Trotz der anhaltend limitierenden Effekte aus einzelnen Regionen und gesellschaftlichen sowie politisch motivierten Ereignissen zeigt sich die Sennheiser-Gruppe weiterhin strukturell fähig, neue und innovative Märkte aus eigener Kraft zu erschließen und sich attraktive Marktanteile in frühen Stadien zu sichern. Ausblick zur Umsatz-, Finanz- und Ertragslage Der Konzern weist zum Bilanzstichtag ein Eigenkapital in Höhe von 146,2 Millionen Euro (Vj.187,9 Millionen Euro), Liquide Mittel von 214,6 Millionen Euro (Vj.155,6 Millionen Euro) sowie ungenutzte Kreditlinien in Höhe von 70,0 Millionen Euro (Vj.70,0 Millionen Euro) aus. Für 2023 erwarten wir einen moderaten Umsatzanstieg in Folge postpandemischer Effekte sowie innovativer Geschäftsaktivitäten besonders im Bereich Business Communications. Dies wird nach unserer Einschätzung für das Jahr 2023 ebenfalls zu einem leicht verbesserten Jahresergebnis in der operativen Performance führen. 3.2 Risikobericht 3.2.1 Risikomanagementsystem Die uns als für das Unternehmen wesentlich erscheinenden Risiken versuchen wir regelmäßig zu beschreiben und zu bewerten, so dass angemessene Maßnahmen zur Abwehr und Vermeidung von Gefahren rechtzeitig ergriffen werden können. Die systematische Analyse, Bewertung und Steuerung potenzieller Risiken erfolgt dezentral, also mit der Expertise der jeweiligen Verantwortlichen. Jede Organisationseinheit des Unternehmens beschreibt ein eigenes Risikoregister sowie die daraus abgeleiteten Gegenmaßnahmen. Alle Register werden zentral koordiniert und aggregiert, so dass sich die Geschäftsführung einmal jährlich einen Überblick über die bedeutendsten Risiken sowie die daraus abgeleiteten Steuerungsmaßnahmen verschaffen kann. Der Angriff Russlands auf die Ukraine hat uns aber auch gezeigt, dass den theoretischen Vorüberlegungen zu möglichen Risiken in der Realität Grenzen gesetzt sind. Einerseits heißt das für uns, aus dem Risikomanagement begründete Prozesse zu etablieren, die es uns erlauben, auf Krisen schnell und effizient zu reagieren und andererseits denken wir jetzt auch über Szenarien nach, die wir in der Vergangenheit vielleicht als unrealistisch verworfen hätten. Das Krisenmanagement sichert eine schnelle und angemessene Reaktion und begünstigt die strukturierte Bearbeitung unter hohem Zeitdruck. Alle Aktivitäten sind eng mit den jeweiligen Experten, der Öffentlichkeitsarbeit sowie den Mitgliedern der Geschäftsführung verknüpft. Im Rahmen unabhängiger Prüfungen werden die einzelnen Unternehmenseinheiten stichprobenartig durch die Revision auch im Hinblick auf die Risikofrüherkennung sowie das Compliance Management überwacht. Der Geschäftsführung wird darüber direkt und unmittelbar berichtet. Die Forderungen unterliegen einem strengen Debitorenmanagement. Dem Risiko von Forderungsaus-fällen wird im Konzernabschluss Rechnung getragen. Das Risiko wird in Einzelfällen durch Versicherungen begrenzt. 3.2.2 Risiken und Chancen Sennheiser sieht sich ähnlichen Risiken ausgesetzt wie andere global agierende Unternehmen im Bereich der Unterhaltungselektronik. Im Fokus stehen die weltwirtschaftlichen Risiken und Auswirkungen, die sich aus dem Angriff Russlands auf die Ukraine ergeben. Gerade dieser Konflikt sowie dessen weitere Entwicklung kann erhebliche Auswirkungen auf die Verfügbarkeit von Teilen und Produkten haben, die wir auf dem Weltmarkt beschaffen. Die Verknappung fossiler Energien zwingt zu einem schnelleren Umdenken und einem schnelleren Übergang zu nachhaltigerem Wirtschaften. Sennheiser stellt sich strategisch auf diesen Wandel ein und erarbeitet derzeit die geeigneten Vorgehensweisen, diesen Wandel auch erfolgreich zu gestalten und zu realisieren. Durch die Erfassung unseres sogenannten CO 2 -Fußabdrucks sind wir in der Lage, die wichtigsten Einflussfaktoren zu bestimmen und systematisch zu adressieren. Der rasant fortschreitende Klimawandel und die daraus zu beobachtenden Auswirkungen haben auch zu einer deutlichen Veränderung bei der Wahrnehmung dieses Themas bei Lieferanten, Kunden und der eigenen Belegschaft geführt. Das Risiko, nicht nachhaltig zu wirtschaften und Ressourcen zu verschwenden, zählt mittlerweile zu den größten Risiken für Unternehmen überhaupt. Wir haben uns daher entschieden, dieses Thema in unserer Strategie zu verankern und systematisch in den kommenden Jahren zu bearbeiten und zu verbessern. Auch aus dieser Initiative werden sich mittel- bis langfristig Veränderungen für die Lieferkette ergeben. Obwohl in der Vergangenheit bereits Initiativen zur Reduzierung unseres CO 2 -Fußabdrucks stattgefunden haben, werden wir an dieser Stelle sowohl die Transparenz unserer Berichterstattung als auch die Zahl unserer Initiativen deutlich erhöhen. Weitere Schwerpunkte der Arbeit in den kommenden Jahren bilden die Punkte Produktverpackungen, Zirkularität der Produkte und die Nachhaltigkeit in unserer Supply Chain. Die Abwehr von Angriffen auf die Infrastruktur der elektronischen Datenverarbeitung gehört seit geraumer Zeit zum täglichen Geschäft auch kleinerer und mittlerer Unternehmen. Betrugsversuche, die über das Internet gestartet werden, nehmen deutlich zu und werden auch zunehmend professioneller ausgeführt. Hier steigt das Risiko finanzieller Verluste deutlich an. Gleichzeitig wächst der Aufwand für Vorbeugung und Abwehr durch Schulungen und Training erheblich. Konsequent wird der Weg der Information und Sensibilisierung der Mitarbeiter*innen verfolgt und gleichzeitig das eigene Expertenteam durch gezielte Investitionen in diesem Bereich gestärkt. Um Risiken aus Betrug und Fehlverhalten von Mitarbeitenden zu verringern, regeln die Unternehmensrichtlinien und -prozesse gemeinsam mit dem Verhaltenskodex die korrekte Vorgehensweise in Bezug auf kartellrechtliche Themen, Exportkontrolle, Korruption und andere Gesetzesverstöße. Weltweit sensibilisieren wir alle Mitarbeitenden durch nachhaltiges Training für diese Themen. Darüber hinaus bestehen technologische Risiken in der Form, dass geplante Produktentwicklungen nicht wie geplant umgesetzt werden oder nicht die Erwartungen erfüllen. Auch ein ungeplanter Anstieg von Einkaufspreisen für Rohstoff- bzw. Materialbeschaffungen kann sich negativ auf die Ertragslage auswirken. Gleiches gilt für die Durchsetzbarkeit der geplanten Verkaufspreise am Markt. Die künftige Ertragsentwicklung der Sennheiser-Gruppe ist neben den bereits zuvor genannten zahlreichen Themen auch von der Volatilität des Euro in Beziehung zu den weiteren großen Weltwährungen beeinflusst. Sennheiser sieht sich für die weitere Entwicklung in den bestehenden und neuen Märkten und unter der erhöhten Unsicherheit insbesondere externer Parameter gut aufgestellt.
Wennebostel, den 5. September 2023 Die Geschäftsführung Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Konzernanhang zum 31. Dezember 2022A. Allgemeines Der Konzernabschluss 2022 wurde entsprechend den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die Sennheiser V + V GmbH & Co. KG, Wedemark, eingetragen in das Handelsregister A des Amtsgerichts Hannover mit Nummer HRA 120224, ist gemäß § 264a HGB i.V.m. § 290 HGB verpflichtet, einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen. Aufgrund der zum 1. März 2022 erfolgten Veräußerung des Geschäftsbereiches Consumer an die Sonova AG, Stäfa, Schweiz, sind die Vorjahreszahlen nur eingeschränkt mit dem Geschäftsjahr 2022 vergleichbar. B. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss sind neben der Sennheiser V + V GmbH & Co. KG, Wedemark, neun (Vorjahr: neun) inländische und 23 (Vorjahr: 23) ausländische Tochterunternehmen einbezogen. An allen einbezogenen Unternehmen bestehen Mehrheitsbeteiligungen. Eine Übersicht der einbezogenen Tochtergesellschaften ergibt sich aus der folgenden Aufstellung:
1) Ergebnisabführungsvertrag mit der
Sennheiser electronic GmbH & Co. KG, Wennebostel
Der Anteil am Kapital stellt den Anteil am 31. Dezember 2022 dar. Die Tochtergesellschaft SVS Beteiligungs GmbH, Wedemark, als auch die Sennheiser Beteiligungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Wedemark, sowie die Komplementärin Sennheiser Geschäftsführungs-GmbH, Wedemark, mit einer Beteiligungsquote von 100 % werden aufgrund untergeordneter Bedeutung gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht vollkonsolidiert, sondern zu Anschaffungskosten ausgewiesen. Gleiches gilt für die im Geschäftsjahr 2022 neu gegründete Sennheiser Global Services sp. z o.o., Posen, Polen und die Merging Technologies S.A., Puidoux, Schweiz, die im Zuge der Erweiterung des Produktportfolios zum 1. Juli 2022 erworben wurde. Die Sennheiser V + V GmbH & Co. KG hält ferner 6,5% am gezeichneten Kapital der konzernfremden Gesellschaft Armira Holding GmbH, München, die zum Stichtag ein Eigenkapital in Höhe von TEUR°256.545 und ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR°59.989 für das Geschäftsjahr 2022 aufweist. An der Five Arrows Principal Investments IV SCSp, Luxembourg, Luxemburg mit einem Eigenkapital in Höhe von TEUR°265.258 und einem Jahresfehlbetrag in 2022 in Höhe von TEUR°11.460 hält die Sennheiser V + V GmbH & Co. KG 0,7% und 3,5% an der Armira LifeScience SCSp Luxembourg, Luxemburg mit einem Eigenkapital in Höhe von TEUR°547.809 und einem Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR°20.116. Die 50,2% Beteiligung OakTree SPV ApS, Kopenhagen, Dänemark, weist ein Eigenkapital in Höhe von TEUR°321 und einen Jahresfehlbetrag in 2022 in Höhe von TEUR°1.717 aus.. Darüber hinaus bestehen Beteiligungen an Aaxman Capital A/S, Ondosis, Kopenhagen, Dänemark, mit 4,0%, an Aaxman Capital A/S, Hive, Kopenhagen, Dänemark, mit 11,0% und an der Evoleen AG, Zürich, Schweiz, mit 3,0%. Außerdem ist die Sennheiser V + V GmbH & Co. KG mit 10 % am gezeichneten Kapital der Hickory SPV ApS, Kopenhagen, Dänemark beteiligt. C. Konsolidierungsgrundsätze Die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den im Jahresabschluss des Mutterunternehmens angewandten und den handelsrechtlichen Konzernrechnungslegungsvorschriften. Der Bilanzstichtag der einbezogenen Einzelabschlüsse ist, bis auf den Abschluss der Sennheiser Electronics India Private Limited, Haryana, Indien, der 31. Dezember. Der Abschlussstichtag der Sennheiser Electronics India Private Limited, Haryana, Indien, ist der 31. März. Für Zwecke des Konzernabschlusses wird ein Zwischenabschluss zum 31. Dezember erstellt. Die Umrechnung der einbezogenen Jahresabschlüsse in fremder Währung erfolgt gemäß § 308a HGB. Die Bilanzposten mit Ausnahme des Eigenkapitals werden zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Das Eigenkapital mit Ausnahme des Jahresergebnisses wird mit historischen Kursen umgerechnet. Die Umrechnung der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt mit gewichteten Durchschnittskursen. Die entstehenden Umrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung des Eigenkapitals zu historischen Kursen, der Veränderung der Stichtagskurse und der Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung zu Durchschnittskursen werden erfolgsneutral im Eigenkapital dargestellt. In den Einzelabschlüssen der einbezogenen Gesellschaften enthaltene Währungsverluste bzw. -gewinne aus konzerninternen Transaktionen werden ergebniswirksam behandelt. Die Durchschnittskurse wurden anhand gewichteter Monatsdurchschnittskurse basierend auf dem Umsatzverlauf der Sennheiser-Gruppe ermittelt. Dabei spiegeln die monatlichen Durchschnittskurse einen auf Tageskursen basierenden Monatsdurchschnitt wider. Diese Methode wurde gewählt, um der Anwendung von transaktionsbezogenen Kursen im Konzern möglichst nahe zu kommen. Die Erstkonsolidierung der Sennheiser electronic GmbH § Co. KG einschließlich der Tochterunternehmen im Jahr 2013 erfolgte nach der Buchwertmethode, da es sich hierbei um eine "Transaction under common control" handelte. Die Kapitalkonsolidierung basierte für Unternehmenserwerbe, die bis zum 31. Dezember 2009 erfolgt sind, auf der Buchwertmethode. Für Unternehmenserwerbe seit dem 1. Januar 2010 basiert die Kapitalkonsolidierung auf der Neubewertungsmethode. Sofern sich bei der Kapitalkonsolidierung nach Berücksichtigung der stillen Reserven ein aktivischer Unterschiedsbetrag ergibt, wird dieser als Geschäfts- oder Firmenwert bezeichnete Betrag linear über die wirtschaftlich erwartete Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben. Passivische Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung mit Eigenkapitalcharakter wurden dem Bilanzgewinn zugeordnet. Die Verrechnung wurde auf der Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile durchgeführt. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet. Konzerninterne Umsatzerlöse und andere konzerninterne Erträge werden mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet. Zwischengewinne bei den fertigen Erzeugnissen und Rohstoffen werden ergebniswirksam eliminiert. Zwischengewinne im Anlagevermögen werden ergebniswirksam eliminiert. D. Erläuterungen zur Konzernbilanz Immaterielle Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten bewertet und werden planmäßig linear oder degressiv über eine Nutzungsdauer zwischen drei und zehn Jahren abgeschrieben. Geschäfts- oder Firmenwerte werden grundsätzlich aufgrund der erwarteten individuellen betrieblichen Nutzungsdauer, auf Basis der Stabilität der Branche und Veränderung der Absatzmärkte, linear über zehn Jahre abgeschrieben. Die Bewertung der Sachanlagegegenstände erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen über eine Nutzungsdauer von zwei bis 14 Jahren für Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie für technische Anlagen und Maschinen bzw. 50 Jahre für Gebäude. Für bewegliche Gegenstände des Sachanlagevermögens werden Abschreibungen linear oder degressiv vorgenommen, wobei in Abhängigkeit von der Nutzungsdauer bei degressiver Abschreibung zum jeweils günstigsten Zeitpunkt auf die lineare Abschreibungsmethode übergegangen wird. Fremdkapitalzinsen wurden nicht einbezogen. Für geringwertige Anlagegüter im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG wird bei den Inlandsgesellschaften seit dem 1. Januar 2008 und seit dem 1. Januar 2018 auch bei den Auslandsgesellschaften im Jahr der Anschaffung ein Sammelposten gebildet, der im Anschaffungsjahr und den vier folgenden Wirtschaftsjahren mit je 20 v.H. abgeschrieben wird. In den Finanzanlagen werden Anteile an nicht vollkonsolidierten Tochterunternehmen sowie Beteiligungen grundsätzlich zu Anschaffungskosten aktiviert. Bei dauerhaften Wertminderungen wurden Abschreibungen auf den beizulegenden Wert vorgenommen. Die sonstigen Ausleihungen sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die Anteile an der Komplementärin werden vollständig von der Gesellschaft gehalten und unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Die Rückdeckungsansprüche aus zur Deckung der Pensionsverpflichtungen abgeschlossenen Lebensversicherungen werden mit dem steuerlichen Aktivwert, der den Anschaffungskosten und dem Zeitwert entspricht, angesetzt. Im Einzelnen stellt sich das Anlagevermögen wie folgt dar: Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022
Das Vorratsvermögen ist im Wege der Einzelbewertung zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung pauschalierter Zu- und Abschläge für Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen oder zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB aktiviert. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Fremdkapitalzinsen wurden nicht einbezogen. Das Niederstwertprinzip ist beachtet. Erforderliche Gängigkeitsabschläge unter Berücksichtigung der Produktauslaufstufen sind vorgenommen, retrograde Wertansätze erfolgt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Erforderliche Einzelwertberichtigungen sowie Pauschalwertberichtigungen sind vorgenommen. Fremdwährungsforderungen sind mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) und von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 1.818 (Vorjahr: TEUR 1.171) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Bewertung der Liquiden Mittel erfolgt mit dem Nennbetrag. Der Ansatz des aktiven Rechnungsabgrenzungspostens erfolgt in Höhe der Ausgaben für die Zeit nach dem Bilanzstichtag. Die Latenten Steuern ergeben sich aus temporären Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanzwerten. Im Falle von temporären Differenzen aus Konsolidierungsbuchungen wird ein steuerlicher Durchschnittssatz von 25 % (Vorjahr: 25 %) zugrunde gelegt. Bei der Ermittlung der Latenten Steuern aus sonstigen temporären Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanzwerten werden die maßgeblichen lokalen Steuersätze zwischen rund 16,0% und 34,6 % zugrunde gelegt. Weiterhin werden latente Steuern auf Verlustvorträge nach den maßgeblichen lokalen Steuersätzen gebildet. Die latenten Steuern auf Verlustvorträge belaufen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 9.447 (Vorjahr: TEUR 12.671). Die übrigen aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 17.143 resultieren aus Differenzbeträgen im Anlage- und Vorratsvermögen, bei den Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenständen, bei Verbindlichkeiten sowie bei Rückstellungen. Die passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 995 betreffen überwiegend Vermögensdifferenzen im Anlage- und Vorratsvermögen. Gemäß dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB werden die latenten Steuern saldiert ausgewiesen. Nach Saldierung verbleibt ein aktivischer Überhang in Höhe von TEUR 27.585 (Vorjahr: TEUR 32.776). Die Kapitalanteile werden mit dem Nennbetrag des Komplementär- und Kommanditkapitals der Muttergesellschaft angesetzt. Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 14.978 enthalten. Der Jahresüberschuss des Mutterunternehmens wird den Gesellschafterverrechnungskonten gutgeschrieben und ist demzufolge nicht im Bilanzgewinn enthalten. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach dem Projected Unit Credit-Verfahren (PUC-Methode) mit einem Rechnungszinssatz von 1,79 % (Vorjahr: 1,87 %), einem Gehaltstrend von 2,5 % sowie einem Rententrend von 2,4 % p.a. Der Rechnungszinssatz basiert auf dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn (Vorjahr: zehn) Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Es wurden die korrigierten Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Der Unterschiedsbetrag im Sinne des § 253 Abs. 6 HGB gegenüber der Verwendung eines durchschnittlichen Zinssatzes der vergangenen sieben Jahre beträgt TEUR 7.736 (Vorjahr: TEUR 11.286). Effekte aus Zinssatzänderung werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Bewertungen der Rückstellungen für Jubiläumsaufwendungen und Altersteilzeit werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf der Grundlage der korrigierten Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck mit einem Rechnungszinssatz von 1,45 % (Vorjahr: 1,35 %) und altersabhängig fallender Fluktuation vorgenommen. Darüber hinaus wird für die Rückstellung für Altersteilzeit ein Gehaltstrend von 2,5 % p.a. zugrunde gelegt. Die Berechnung der Rückstellungen für Jubiläumsaufwendungen erfolgt nach der PUC-Methode, die Berechnung der Rückstellungen für Altersteilzeit entsprechend der IDW Stellungnahme zur Bilanzierung von Verpflichtungen aus Altersteilzeitregelungen vom 18. November 1992. Die Bewertung der Rückstellung für Überbrückungsgeld folgt den gleichen Grundsätzen wie die Bewertung der Pensionsrückstellungen. Die Überdeckung der Rückstellung aus der Umstellung auf das BilMoG für Jubiläumsaufwendungen beträgt TEUR 19 (Vorjahr: TEUR 5). Die Dotierung der Steuerrückstellungen und der Sonstigen Rückstellungen erfolgt in Höhe der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträge und berücksichtigt alle erkennbaren Risiken aus schwebenden Geschäften und ungewisse Verbindlichkeiten. Die Sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit den Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind. Es wird eine Teuerungsrate von 2,44 % zu Grunde gelegt. Für die Abzinsung der Rückstellung betragen die Zinssätze für 2022 je nach Restlaufzeit 0,43 % bis 1,17 %. Auf die Abzinsung von Rückstellungen mit einer Laufzeit von unter einem Jahr wird verzichtet. Änderungen von Schätzungen der Restlaufzeit werden im operativen Ergebnis ausgewiesen. Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt mit dem Rückzahlungs- bzw. Erfüllungsbetrag. Sie ergeben sich wie folgt:
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind solche aus Steuern mit TEUR 7.774 (Vorjahr: TEUR 6.213) und solche im Rahmen der sozialen Sicherheit mit TEUR 756 (Vorjahr: TEUR 1.208) enthalten. Pfandrechtliche oder andere Sicherheiten bestehen nicht. E. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse nach Divisionen gliedern sich wie folgt:
Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach geographischen Märkten stellt sich folgendermaßen dar:
In den Sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Geschäftsjahr periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 4.440 (Vorjahr: TEUR 6.520) enthalten, die im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren. Aus Währungsumrechnung resultieren Erträge in Höhe von TEUR 17.810 (Vorjahr: TEUR 19.293). Im Geschäftsjahr sind Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung und außergewöhnlicher Bedeutung in den Sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten, welche mit Mio. EUR 136,6 die Veräußerung des Consumer-Geschäfts betreffen. Im Personalaufwand sind Aufwendungen für die Altersversorgung in Höhe von TEUR 19.869 (Vorjahr: TEUR 4.775) enthalten. Im Jahresdurchschnitt waren 1.996 Mitarbeiter (Vorjahr: 2.444) beschäftigt, davon sind 22 (Vorjahr: 37) Auszubildende.
Zum Jahresende waren 1.981 Mitarbeiter (Vorjahr: 2.516) beschäftigt. Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 621 (Vorjahr: TEUR 1.092). Weiterhin enthalten die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen das für das Geschäftsjahr 2022 berechnete Honorar des Konzernabschlussprüfers in Höhe von TEUR 490, das sich auf Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von TEUR 390, andere Bestätigungsleistungen in Höhe von TEUR 11 sowie sonstige Leistungen in Höhe von TEUR 89 aufteilt. Aus der Währungsumrechnung resultieren Aufwendungen in Höhe von TEUR 21.318 (Vorjahr: TEUR 14.543). Im Geschäftsjahr 2022 sind Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung und außergewöhnlicher Bedeutung in den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten, welche mit Mio. EUR 9,0 die Rückstellungsbildung bzgl. möglicher Nachzahlungsverpflichtungen aus der Anteilsveräußerung des Consumergeschäfts an Sonova betreffen. In den Zinserträgen sind Erträge aus der Abzinsung der Rückstellungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 29) enthalten. Die Zinsaufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Aufzinsung der Rückstellungen in Höhe von TEUR 4.264 (Vorjahr: TEUR 10.868). Der Posten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthält Erträge aus Latenten Steuern in Höhe von TEUR 2.766 (Vorjahr Aufwendungen: TEUR 2.445). F. Finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen zum Bilanzstichtag Miet- und Leasingverpflichtungen in Höhe von TEUR 10.804 (Vorjahr: TEUR 20.618). Des Weiteren bestehen zum Bilanzstichtag Verpflichtungen aus Hard- und Software-Wartungsverträgen sowie aus Kfz-Leasingverträgen in Höhe von TEUR 9.493 (Vorjahr: TEUR 9.164). Darüber hinaus bestehen Verpflichtungen aus Bestellobligo in Höhe von TEUR 67.938 (Vorjahr: TEUR 128.122). Außerdem sind in den sonstigen finanziellen Verpflichtungen ausstehende Kapitalzusagen in Höhe von TEUR 8.290 an Rothschild & Co. Investment Managers und TEUR 373 an die Armira Holding GmbH enthalten. G. Sonstige Angaben Persönlich haftende Gesellschafterin der Muttergesellschaft ist die Sennheiser Geschäftsführungs-GmbH, Wedemark, deren gezeichnetes Kapital TEUR 25 beträgt. Die Geschäftsführung der Sennheiser V + V GmbH & Co. KG obliegt der persönlich haftenden Gesellschafterin, der Sennheiser Geschäftsführungs-GmbH, Wedemark. Zu gesamtvertretungsberechtigten Geschäftsführern der Sennheiser Geschäftsführungs-GmbH, Wedemark, sind die Herren
bestellt. Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Berichtsjahr
Die Gesellschaft unterlässt gemäß § 314 Abs. 3 S. 2 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung. Die Bezüge des Aufsichtsrats betragen TEUR 80 (Vorjahr: TEUR 40). Nachfolgende Tochterunternehmen in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft bzw. Personengesellschaft im Sinne des § 264a HGB haben bezüglich der Offenlegung von der Befreiungsvorschrift sowie teilweise von Aufstellungserleichterungen gemäß § 264 Abs. 3 und § 264b HGB Gebrauch gemacht:
Das Mutterunternehmen in der Rechtsform der Personengesellschaft im Sinne des § 264a HGB macht für den Jahresabschluss von der Befreiungsvorschrift bezüglich der Offenlegung sowie teilweise von der Aufstellungserleichterung gemäß § 264b HGB Gebrauch.
Wennebostel, den 5. September 2023 Die Geschäftsführung Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Konzern-Eigenkapitalspiegel 2022
Vorjahr
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Sennheiser V + V GmbH & Co. KG, Wedemark Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Sennheiser V + V GmbH & Co. KG, Wedemark, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Sennheiser V+V GmbH & Co. KG, Wedemark, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hannover, den 5. September 2023 Deloitte
GmbH
Prof. Dr. Frank Beine, Wirtschaftsprüfer Jan-Christian Wilhelms, Wirtschaftsprüfer Angaben zur Feststellung Mit Gesellschafterbeschluss vom 30.08.2023 wurde der Jahresabschluss zum 31.12.2022 gebilligt. |
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