Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Hammerl GmbH
Niedere Klinge 15, 74376 Gemmrigheim, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Maximilian Hermann Hoyer seit 2.1.2020 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Hammerl GmbHGemmrigheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020Lagebericht 2020der Hammerl GmbH, Gemmrigheim1. Grundlagen des Unternehmens Die Gesellschaft produziert am Unternehmensstandort Gemmrigheim Folien und Noppenbahnen überwiegend für die Bauindustrie, aber auch für andere Branchen wie Landwirtschaft, Garten & Landschaftsbau und Logistik. Der Vertrieb erfolgt zum größten Teil über den Baustoffhandel, über Baumärkte und über Händler. Der wesentliche Absatzmarkt der Gesellschaft ist Deutschland (ca. 82% der Umsatzerlöse) und das europäische Ausland. Die hergestellten Folien werden u.a. als Abdeckfolien und Sauberkeitsschicht eingesetzt, bzw. als Dampfbremsfolien zur Windabdichtung und Feuchtigkeitssperre. Noppenbahnen dienen i.W. als Mauerabdichtung und werden zu Drainagezwecken und als Feuchtigkeitsspeicher (z.B. auf Flachdächern) verwendet. Die Herstellung erfolgt fast ausschließlich mit Regranulat aus dem "Post Consumer"-Bereich. Beispielhaft ist hier der recycelte Rohstoff aus Sammelsystemen wie dem grünen Punkt zu nennen. Teil der Wertschöpfungskette sind auch selbst hergestellte Regranulate aus zugekauften Kunststoffabfällen und die Wiederverwendung eigener Produktionsabfälle. Wesentliche externe Einflussfaktoren für das Geschäftsmodell der Gesellschaft sind die Baukonjunktur und die Rohstoffpreise. Der Standort der Gesellschaft ist Gemmrigheim. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Jahr 2020 zeigte sich im Bereich der Bauwirtschaft äußerst positiv, abgesehen von kurzen Einschnitten des ersten Corona bedingten Lockdown. Während das gesamtwirtschaftliche Bruttoinlandsprodukt Deutschlands im Jahr 2020 preisbereinigt um 4,8% zurückging, stieg der Umsatz im Baugewerbe 4,9% an (Quelle: Statistisches Bundesamt). Rohstoff- und Energiepreise beeinflussen die Geschäftstätigkeit der Firma Hammerl wesentlich. Preissteigerungen und Nachlässe bei Kunststoffgrundmaterialien müssen in einem wettbewerbsintensiven und transparenten Markt mit einem generischen Produkt an den Kunden weitergegeben werden. In den letzten Jahren war die Preisentwicklung stets rückläufig und hat vor dem Hintergrund der Corona-Krise noch einmal an Fahrt aufgenommen. Die stetig steigenden Energiepreise belasten das Unternehmen vor allem in Hinblick auf die osteuropäischen Wettbewerber, bei denen länderspezifisch andere Energiepreise gehandelt werden. 2.2. Geschäftsverlauf Hammerl war im Jahr 2020 von der Corona-Krise kaum betroffen und hat die Prognosen von Anfang 2020 deutlich übertroffen. Der Absatz mit Dritten wurde um knappe 10% gesteigert. Dem gegenüber war das Umsatzwachstum mit 3% deutlich geringer. Hintergrund für die Diskrepanz zwischen Absatz und Umsatzwachstum sind die Einbrüche der Rohstoffpreise als Folge der aktuellen Krise. Auslöser war der geringere Bedarf von Regranulaten in verschiedenen Industriezweigen bei fortbestehendem Anfall von Kunststoffabfällen. Der Verfall der Einkaufspreise hatte einen kurzfristig positiven Einfluss auf die Ergebnisentwicklung, so dass die EBITDA-Prognose auch hier übertroffen wurde. Das EBITDA stieg im Vergleich zum bereinigten Vorjahres-EBITDA um 62%. 2.3. Ertragslage Das Ergebnis der Hammerl GmbH wird maßgeblich durch die Entwicklung der Umsätze, den Wareneinsatz, Vertriebskosten (z.B. Frachten) und die Personalaufwendungen beeinflusst. Die Umsatzerlöse stiegen in 2020 um TEUR 494 auf TEUR 18.766 (Vorjahr TEUR 18.282). Der Anstieg der Personalaufwendungen um TEUR 136 auf TEUR 3.296 (Vorjahr TEUR 3.160) konnte durch den Wegfall von Sondereffekten im Vorjahr (u.a. Abschreibungen auf Finanzanlagen) und einer positiven Entwicklung des Wareneinsatzes (Verhältnis Materialaufwand zu Umsatzerlöse und Bestandsveränderung) von 66% im Vorjahr auf 62% in 2020 kompensiert und das Ergebnis vor Steuern deutlich auf TEUR 784 (Vorjahr TEUR -421) gesteigert werden. Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres beläuft sich auf TEUR 599 (Vorjahr: -449). 2.4. Vermögenslage Das Anlagevermögen (TEUR 477, Vorjahr TEUR 547) setzt sich im Wesentlichen aus technischen Anlagen und Maschinen zusammen. Die 2020 getätigten Investitionen - u.a. in eine neue Kühlanlage - beliefen sich auf TEUR 158 (Vorjahr TEUR 276). Das Umlaufvermögen besteht im Wesentlichen aus Vorräten an Fertigerzeugnissen und Rohstoffen (TEUR 1.860, Vorjahr TEUR 2.008) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenständen (TEUR 353, Vorjahr TEUR 457). Teile der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden i.R. eines Factoringvertrags verkauft. Die Kapitalseite der Hammerl GmbH wird bestimmt durch das Eigenkapital (TEUR 1.574, Vorjahr TEUR 975) sowie Rückstellungen (TEUR 999, Vorjahr TEUR 726). Die Verbindlichkeiten belaufen sich zum Stichtag auf TEUR 645 (Vorjahr TEUR 1.515). Der Rückgang ist insbesondere auf geringere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen (TEUR 322, Vorjahr TEUR 1.306). 2.4. Finanzlage Die Eigenkapitalquote der Hammerl GmbH beträgt 48,9% zum 31. Dezember 2020 und hat sich im Wesentlichen aufgrund des Jahresüberschusses 2020 im Vergleich zum Vorjahr erhöht (Vorjahr: 30,3%). Mit Ausnahme eines in 2019 aufgenommen Darlehens über TEUR 180, welches sich zum Stichtag auf TEUR 153 (Vorjahr TEUR 180) belief, bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Bei dem Darlehen handelt es sich um ein festverzinsliches Tilgungsdarlehen mit einer Laufzeit bis zum 31.03.2025. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultieren hauptsächlich aus dem operativen Geschäft und haben die branchenüblichen Laufzeiten. Zum Bilanzstichtag waren liquide Mittel i.H.v. TEUR 511 (Vorjahr TEUR 187) verfügbar. Die Erhöhung im Vergleich zum Vorjahr resultiert i.W. aus der positiven Geschäftsentwicklung: Cashflow aus der lfd. Geschäftstätigkeit: TEUR 510 (Vorjahr TEUR 43) Cashflow aus der Investitionstätigkeit: TEUR -158 (Vorjahr TEUR -276) Cashflow aus Finanzierungstätigkeit: TEUR -27 (Vorjahr TEUR 180) Die Liquidität der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2020 jederzeit gewährleistet. 2.5. Finanzielle Leistungsindikatoren Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) beträgt TEUR 966 und hat sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 234 um TEUR 733 erhöht. Die Erhöhung ist zum einen auf den Wegfall von Sondereffekten des Vorjahres zurückzuführen (einmalige Personalaufwendungen und Wertberichtigung auf Forderungen) und zum anderen auf eine verbesserte Marge. Die Umsatzerlöse stiegen im Geschäftsjahr 2020 um TEUR 494 (+2,7%) auf TEUR 18.776. 2.6. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Die Entwicklung im Jahr 2020 war für die Hammerl GmbH durchaus positiv. Bei leicht steigendem Umsatz konnte das Ergebnis v.a. durch eine verbesserte Marge deutlich gesteigert werden, was sich auch in einer wesentlich höheren Liquidität im Vergleich zum Vorjahr niederschlägt. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1. Prognosebericht Wir gehen davon aus, dass die intensive Wettbewerbssituation und hohe Markttransparenz auf nationaler sowie internationaler Ebene weiterhin Bestand haben werden. Das Jahr 2021 wird in der Baubranche nach Einschätzung des Hauptverbandes der deutschen Bauindustrie nicht ganz so erfolgreich verlaufen wie 2020. Im öffentlichen Bau wird nach starkem Wachstum ein Rückgang erwartet. Der Wirtschaftsbau wird in Folge der Corona-Krise nach einem schwachen Wachstum ebenfalls schrumpfen. Allein der Wohnungsbau wird mit einem fast unverändert starken Wachstum die gesamte Bauwirtschaft stützen. Insgesamt ist mit einer Stagnation des Bausektors in 2021 zu rechnen. Hammerl geht mit einer fortschreitenden Intensivierung seiner Vertriebsaktivitäten auch für 2021 von einer besseren Entwicklung im Vergleich zum Markt aus und rechnet mit einem deutlichen Umsatzwachstum im Vergleich zu 2020. Zu erwarten ist, dass steigende Rohstoffpreise das EBITDA im Verlauf des Jahres belasten und zu einem deutlichen Rückgang des EBITDAs gegenüber 2020 führen wird. Investitionen im Bereich Produktion, Energie und Automatisierung werden die Wettbewerbsfähigkeit weiter verbessern und so die stabile Vermögens-, Finanz- und Ertragslage weiterhin gewährleisten. 3.2. Risikobericht Die Hammerl GmbH, Gemmrigheim, ist im Rahmen ihrer nationalen und internationalen Ausrichtung unterschiedlichen Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Durch einen seit Jahren etablierten Prozess zur Risikoerkennung, der auch die Risikokommunikation der Geschäftsführung mit den Mitarbeitern umfasst, wird sichergestellt, dass die Geschäftsführung zeitnah alle relevanten Informationen über wesentliche strategische und operative Risiken erhält. Ein besonderes Augenmerk liegt hier in der Beobachtung und Analyse der Rohstoffmärkte. Zusätzlich können durch die COVID-19-Pandemie Risiken wie ein Umsatzrückgang und demzufolge weitere Risiken entstehen. Die Unternehmensleitung ist sich dieser Risiken bewusst und durch regelmäßige Management Meetings werden Früherkennungsindikatoren (wie Auftragsstornos, Marktsituation usw.) beobachtet, diskutiert und soweit möglich Gegenmaßnahmen ergriffen. Absatzrisiken Änderungen des Kundenverhaltens hinsichtlich der Marktakzeptanz können zu Umsatzrückgängen führen. Veränderungen im Konsumverhalten der Kunden erfordern die ständige Anpassung des Vertriebskonzeptes sowie eine Weiterentwicklung des Sortimentes. Mittels gezielter Marktstudien durch die Geschäftsführung in Bezug auf Qualität, Preisgestaltung, Angebot und Lieferzeiten werden Trends im Verbraucherverhalten frühzeitig erkannt und unsere Produkte den Bedürfnissen und Wünschen der Kunden angepasst. Das Unternehmen steht immer mehr im Wettbewerb mit osteuropäischen Produzenten, die stärker in den deutschen Markt eindringen. Beschaffungsrisiken Die Preisentwicklung bei den Rohstoffpreisen hat einen besonderen Einfluss auf das laufende Geschäft. Sinkende Rohstoffpreise wirken sich auf Grund der Wettbewerbssituation direkt negativ auf die Verkaufspreise und den erreichbaren Umsatz aus, während die Marge in der Regel unberührt bleibt oder temporär profitiert. Preissteigerungen am Beschaffungsmarkt können in der Regel nur zeitversetzt an die Kunden weitergegeben werden und wirken sich daher negativ auf die Marge aus. Um eine übermäßig große Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten zu vermeiden, hat die Gesellschaft eine ausreichend große Anzahl von Partnerschaften zu nationalen und internationalen Herstellern aufgebaut. Finanzielle Risiken Sowohl am Beschaffungsmarkt wie auch vertriebsseitig agiert die Hammerl GmbH i.W. im Euroraum. Nennenswerte Risiken aus Währungsschwankungen bestehen daher nicht. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besteht das Risiko im Wesentlichen in einer nicht termingerechten Zahlung. Dem Risiko wird durch ein konsequentes Forderungsmanagement begegnet. Zudem sind Teile der Forderungen direkt oder auch i.R. eines Factoring-Vertrags versichert. Risiken im IT Bereich Wesentliche Prozesse der Hammerl GmbH sind abhängig von IT gestützten Systemen. Die Risiken und Konsequenzen werden regelmäßig untersucht und vorbeugende Maßnahmen entwickelt. Dazu gehört, die Sensibilisierung der Anwender, die Anzahl der Internet-Zugänge sowie die Nutzung zu begrenzen sowie der Einsatz von Firewalls und Virenscannern. 3.3. Chancenbericht Die Geschäftsführung sieht insbesondere Potentiale durch
Die Gesellschaft hat bereits begonnen Maßnahmen in diesen Themenfeldern umzusetzen und wird diesen Weg konsequent weitergehen. Gesamtaussage zur Prognose-, Chancen- und Risikensituation Das Unternehmen hat seine Geschäftsprozesse und Aktivitäten so organisiert, dass auf Absatz- und Beschaffungsrisiken schnell, flexibel und umfassend reagiert werden kann. Trotz schwächerer Rahmenbedingungen in der Bauwirtschaft gehen wir aufgrund intensivierter Vertriebsaktivitäten auch 2021 von einem Wachstum für die Hammerl GmbH aus. Jedoch rechnen wir mit einer Belastung des Ergebnisses durch steigende Kosten am Beschaffungsmarkt, die erst mit Zeitverzögerung in den Markt weitergegeben werden können. Aufgrund der Pandemie Covid-19 ist auch die Prognose 2021 mit Unsicherheiten behaftet.
Gemmrigheim, den 21. Mai 2021 Hammerl GmbH Maximilian Hoyer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020Hammerl GmbH, GemmrigheimAllgemeine Hinweise Die Hammerl GmbH hat ihren Sitz in Gemmrigheim und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart unter HRB 756199 eingetragen. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) erstellt. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB. Die größenabhängigen Aufstellungserleichterungen wurden teilweise in Anspruch genommen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten bewertet und planmäßig über die jeweilige Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden ggf. vorgenommen, wenn der Ansatz mit einem niedrigeren Wert erforderlich ist. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wurde, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vermindert. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800 werden im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben, wobei im Zugangsjahr auch der Abgang unterstellt wird. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen wurden zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die fertigen Erzeugnisse wurden auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt wurden. Handelswaren wurden zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, wurden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel wurden zu Nominalwerten bilanziert und werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen oder Verbindlichkeiten in fremder Währung bestanden zum 31. Dezember 2020 nicht. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände: Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Erstattungsansprüche aus Stromsteuer für das vierte Quartal 2020 mit TEUR 36 (VJ TEUR 23). Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Eigenkapital Alleinige Gesellschafterin der Hammerl GmbH, Gemmrigheim, ist die AURELIUS Zeta Invest Holding GmbH, Grünwald. Die Einlagen sind voll erbracht. Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 25 (VJ TEUR 25), die Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB beträgt TEUR 470 (VJ TEUR 470). Rückstellungen Die Steuerrückstellungen für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer betragen zum Bilanzstichtag TEUR 203 (VJ TEUR 0). Unter den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellung für Kundenboni (TEUR 415), Rückstellungen für Personalkosten, wie Boni und Urlaub, (TEUR 157) enthalten. Verbindlichkeiten Die Angaben zu den Restlaufzeiten ergeben sich aus nachfolgender Tabelle, Angaben in TEUR.
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 18.766 (VJ TEUR 18.282) verteilen sich nach Produktsegmenten und geographisch wie folgt:
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von insgesamt TEUR 2.872 (VJ TEUR 2.890) beinhalten im Wesentlichen Ausgangsfrachten TEUR 851 (VJ TEUR 807), Mieten TEUR 283 (VJ TEUR 283), Kosten für Instandhaltung TEUR 393 (VJ TEUR 261) und Lizenzgebühren TEUR 193 (VJ TEUR 182). Im Vorjahr waren Aufwendungen für Forderungsverluste i.H.v. TEUR 231 enthalten. Verwendung des Jahresergebnisses Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen am Abschlussstichtag in Höhe von insgesamt TEUR 461, diese teilen sich wie folgt auf:
Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Die Gesellschaft hat einen Factoringvertrag abgeschlossen und dadurch Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Zweck der Verbesserung der Liquidität verkauft. Aus diesem Vertrag resultierten Finanzierungskosten i.H.v. TEUR 84 (VJ TEUR 81). Geschäftsführung Maximilian Hoyer, München, Dipl.-Kfm., Dipl.-Wirt.-Ing. ab 02. Januar 2020 Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Bezüge der Geschäftsführung werden gemäß § 286 Abs.4 HGB nicht angegeben. Konzernabschluss, Mutterunternehmen Die Hammerl GmbH, Gemmrigheim, wird in den Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens des AURELIUS-Konzerns, der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA, 82031 Grünwald, einbezogen. Die Aurelius Equity Opportunities stellt bezogen auf die Hammerl GmbH den Konzernabschluss für den größten als auch kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA, 82031 Grünwald, wird im elektronischen Bundesanzeigeroffengelegt. Abschlussprüferhonorar Die Gesellschaft nimmt § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB in Anspruch. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Gemmrigheim, den 21. Mai 2021 Hammerl GmbH Maximilian Hoyer Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 18.06.2021 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Hammerl GmbH, GemmrigheimPrüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Hammerl GmbH, Gemmrigheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hammerl GmbH, Gemmrigheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten- falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten- falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 21. Mai 2021 Warth
& Klein Grant Thornton AG
Stephan Mauermeier, Wirtschaftsprüfer Anja Zweck, Wirtschaftsprüfer |
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