OPmobility C-Power Germany GmbH

Otto-Hahn-Straße 36, 63303 Dreieich, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Offenbach am Main HRB 47557
Vorher
SULO Entsorgungstechnik GmbHInergy Automotive Systems Germany GmbHPlastic Omnium Auto Inergy Germany GmbH
Eingetragen
17.10.2007
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Haushalts- oder Hauswirtschaftsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Kunststoff-Kraftstofftanks und auch ganzer Kraftstoffsysteme für Kraftfahrzeuge und den damit in Verbindung stehenden Werkzeug-, Entwicklungs- und Serviceaktivitäten. Die Gesellschaft ist auch berechtigt, andere blastechnische Erzeugnisse und Systeme herzustellen oder zu vertreiben.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Jutta Schreiber
seit 11.3.2014
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
OPmobility SEFRA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

OPmobility Holding Germany GmbH
Germany
5.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Plastic Omnium Auto Inergy Germany GmbH

Neu-Isenburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

INHALTSVERZEICHNIS

Bestätigungsvermerk

1. Bilanz zum 31. Dezember 2021

2. Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

3. Anhang für das Geschäftsjahr 2021

4. Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

Besondere Auftragsbedingungen

Allgemeine Auftragsbedingungen

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Plastic Omnium Auto Inergy Germany GmbH, Neu-Isenburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Plastic Omnium Auto Inergy Germany GmbH, Neu- Isenburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Plastic Omnium Auto Inergy Germany GmbH, Neu-Isenburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, 17. Juni 2022

Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Jean-Marc Fournier, Wirtschaftsprüfer

Dr. Klaus Singer, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2021

(Vorjahr zum Vergleich)

AKTIVA

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Entwicklungskosten und Software 86.006,23 137.631,39
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.055.442,79 6.574.413,24
2. technische Anlagen und Maschinen 1.719.668,94 3.565.032,86
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.205.299,96 1.861.741,46
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.200.801,07 516.782,22
10.181.212,76 12.517.969,78
10.267.218,99 12.655.601,17
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.089.753,54 2.637.853,80
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 2.594.791,16 1.189.437,23
3. fertige Erzeugnisse 191.537,44 1.928.167,00
4.876.082,14 5.755.458,03
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.192.310,88 6.438.477,33
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 29.226.899,62 33.970.399,53
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.173.712,72 1.250.090,97
- 33.592.923,22 41.658.967,83
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 270.009,21 196.556,18
38.739.014,57 47.610.982,04
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 168.289,47 178.591,38
49.174.523,03 60.445.174,59

PASSIVA

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 5.000.000,00 5.000.000,00
II. Kapitalrücklage 15.000.000,00 15.000.000,00
20.000.000,00 20.000.000,00
B. Sonderposten für Investitionszulagen zum Anlagevermögen 0,00 28,25
C. RÜCKSTELLUNGEN
sonstige Rückstellungen 2.955.384,80 7.449.605,53
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Finanzdienstleistungsinstituten 777.039,72 954.652,90
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.307.396,85 857.133,85
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.205.170,90 18.507.508,19
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.990.101,30 2.202.722,24
5. Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin 3.907.885,44 0,00
6. sonstige Verbindlichkeiten 7.031.544,02 10.473.523,63
davon aus Steuern EUR 150.641,79 (Vj. EUR 909.086,48)
26.219.138,23 32.995.540,81
49.174.523,03 60.445.174,59

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

(Vorjahr zum Vergleich)

2021 2020
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 105.563.262,57 118.459.568,34
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -331.275,63 -989.695,32
3. sonstige betriebliche Erträge 12.794.843,16 8.591.850,77
davon aus Währungsumrechnung EUR 47.420,40 (Vj. EUR 66.458,25)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -66.602.715,73 -83.804.705,23
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.869.642,01 -3.030.468,37
-69.472.357,74 -86.835.173,60
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -7.288.544,42 -9.263.943,44
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -4.145.851,47 -6.664.144,22
davon für Altersversorgung EUR 102.624,61 (Vj. EUR 108.263,77) -11.434.395,89 -15.928.087,66
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.026.218,89 -3.504.977,26
7. sonstige betriebliche Aufwendungen -31.001.549,56 -27.086.196,44
davon aus Währungsumrechnung EUR 70.694,52 (Vj. EUR 102.166,81)
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 13.597,76
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -180.662,66 -214.180,24
davon gegenüber verbundenen Unternehmen EUR 85.291,91 (Vj. EUR 49.120,60)
10. Ergebnis nach Steuern 3.911.645,36 -7.493.293,65
11. sonstige Steuern -3.759,92 -9.299,93
12. Aufwand aus Gewinnabführung/Vorjahr Ertrag aus Verlustübernahme -3.907.885,44 7.502.593,58
13. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Eingetragen beim Amtsgericht Offenbach am Main unter der Registernummer HRB 47557

ANHANG für das Geschäftsjahr 2021

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Plastic Omnium Auto Inergy Germany GmbH, Neu-Isenburg, zum 31. Dezember 2021 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die Gesellschaft erfüllt gemäß § 267 Abs. 3 und Abs. 4 HGB die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne des Handelsrechts. Es gelten somit die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Bei der Ermittlung der planmäßigen Abschreibungen wurde von den üblichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern ausgegangen. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um bisher aufgelaufene planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen wurden nach der linearen Methode vorgenommen und gehen von einer Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren aus.

Das Sachanlagevermögen ist bilanziert zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Abschreibungen erfolgen unter Zugrundlegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Gebäude werden über 25 Jahre abgeschrieben. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung werden über Nutzungsdauern von 3 bis 10 Jahren, technische Anlagen und Maschinen über Nutzungsdauern von 2 bis 15 Jahren abgeschrieben.

Die Zulagen für die Anschaffungs- und Herstellungskosten begünstigter Gegenstände des Anlagevermögens werden jeweils einem Sonderposten für Investitionszulagen zum Anlagevermögen zugeführt.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu durchschnittlichen Anschaffungskosten, die der unfertigen und fertigen Erzeugnisse sowie der unfertigen Leistungen zu Herstellungskosten, beides unter Beachtung des Niederstwertprinzips. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie angemessene Teile der Abschreibung auf das Anlagevermögen und Teile der Verwaltungskosten einbezogen. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten miteinbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihren Nennwerten angesetzt. Soweit erforderlich, werden auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen Einzelwertberichtigungen vorgenommen.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit ihrem Nennwert angesetzt.

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital ist zum Nominalwert bilanziert und beträgt 5.000 TEUR. Es besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Gesellschafterin Plastic Omnium GmbH, München.

Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen angemessen zu ihren jeweiligen nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen Rechnung getragen wird. Mehrjährige Rückstellungen werden zum durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Verbindlichkeiten gegenüber Finanzdienstleistungsinstituten bestehen aus Kundeneinzahlungen, welche im Rahmen des Factorings verkaufte Forderungen betreffen und mit zeitlicher Verzögerung weiterzuleiten sind.

Die Umrechnung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten, welche alle eine Restlaufzeit von unter einem Jahr haben, erfolgt zum Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtages.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2021 und die Zusammensetzung zum 31. Dezember 2021 ergibt sich aus dem im Anhang enthaltenen Anlagespiegel (siehe Anlage).

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 29.227 TEUR resultieren im Wesentlichen aus den Cash-Pool-Forderungen (25.601 TEUR) und des Weiteren aus dem laufenden Liefer- und Leistungsverkehr innerhalb der Plastic Omnium Gruppe.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

3. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 2.955 TEUR setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Personalkosten (1.604 TEUR), Rückstellungen für Restrukturierungen (TEUR 857) und Rückstellungen für ausstehende Lieferantenrechnungen (352 TEUR) zusammen.

4. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten besitzen, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und sind unbesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen.

Die gesondert ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Plastic Omnium GmbH, München, i.H.v. 3.908 TEUR (2020: Forderung gegen die Gesellschafterin enthalten in Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 7.503 TEUR) resultieren aus dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen im Wesentlichen aus Mietverträgen für Büros und Gebäude sowie aus Leasingverträgen für Fahrzeuge. Die Verpflichtungen belaufen sich bis zum Jahr 2026 auf insgesamt 1.294 TEUR.

6. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Zur Verbesserung der Liquiditätslage wurde Factoring eingesetzt. Ohne das Factoring wären die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember 2021 um 2.200 TEUR höher. Die Gefahr des Untergangs der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist auf den Käufer übergegangen.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach geografisch bestimmten Märkten:

Die Umsätze werden zu 64,8 % im Inland, zu 34,7 % im europäischen Ausland sowie zu 0,5 % im restlichen Ausland getätigt.

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen:

2021
TEUR
Blastechnische Erzeugnisse und damit im Zusammenhang stehende Dienstleistungen 104.983
Auftragsfertigung von Werkzeugen/Prototypen 580
105.563

2. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind keine periodenfremde Erträge von Bedeutung enthalten.

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten konzerninterne Verrechnungen von 9.674 TEUR.

V. Sonstige Angaben

1. Aufgliederung der Arbeitnehmerzahl

Im Jahresdurchschnitt 2021 wurde folgende Anzahl an Arbeitnehmern beschäftigt:

Angestellte 76
Gewerbliche Arbeitnehmer 104
180

Zum Jahresende 2021 waren insgesamt 176 Arbeitnehmer bei der Gesellschaft beschäftigt.

2. Organe der Gesellschaft

Im Geschäftsjahr 2021 sowie im Zeitraum bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses gehörten der Geschäftsführung an:

Herr Claude Clement, Quenast/Belgien (alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer, Master in Engineering and Business, President Europe)

Bezüglich der Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wurde die Befreiung nach § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

3. Konzernzugehörigkeit

Die Plastic Omnium Auto Inergy Germany GmbH, Neu-Isenburg, wird in den Konzernabschluss der Burelle SA, Lyon, Frankreich, einbezogen. Dieser Konzernabschluss stellt den größten Konsolidierungskreis dar.

Weiterhin wird die Gesellschaft in den Konzernabschluss der Compagnie Plastic Omnium SA, Lyon, Frankreich, als kleinsten Konsolidierungskreis einbezogen. Detaillierte Informationen hierzu sind im Internet auf der Homepage der Gesellschaft veröffentlicht.

4. Honorar des Abschlussprüfers

Der Abschlussprüfer berechnet für das Geschäftsjahr 2021 ein Gesamthonorar von 39 TEUR. Das Honorar betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

5. Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses haben sich keine wertaufhellenden Geschäftsvorfälle ergeben, die Auswirkungen auf den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 haben.

Wir verweisen für weitere Erläuterungen auf den Nachtragsbericht im Lagebericht.

 

Neu-Isenburg, 17. Juni 2022

Die Geschäftsführung

Claude Clement

Entwicklung des Anlagevermögens 202!

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2021 Zugänge Abgänge 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Entwicklungskosten und Software 6.943.797,13 0,00 433.055,12 6.510.742,01
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.812.573,85 0,00 201.060,28 12.611.513,57
2. technische Anlagen und Maschinen 30.972.718,27 315.580,00 7.259.652,81 24.028.645,46
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.917.358,21 362.359,36 4.363.910,13 10.915.807,44
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 516.782,22 904.068,85 220.050,00 1.200.801,07
59.219.432,55 1.582.008,21 12.044.673,22 48.756.767,54
66.163.229,68 1.582.008,21 12.477.728,34 55.267.509,55
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2021 Zugänge Abgänge 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Entwicklungskosten und Software 6.806.165,74 51.625,16 433.055,12 6.424.735,78
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.238.160,61 359.395,14 41.484,97 6.556.070,78
2. technische Anlagen und Maschinen 27.407.685,41 905.583,88 6.004.292,77 22.308.976,52
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.055.616,75 709.614,71 4.054.723,98 9.710.507,48
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
46.701.462,77 1.974.593,73 10.100.501,72 38.575.554,78
53.507.628,51 2.026.218,89 10.533.556,84 45.000.290,56
Buchwerte
31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Entwicklungskosten und Software 86.006,23 137.631,39
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.055.442,79 6.574.413,24
2. technische Anlagen und Maschinen 1.719.668,94 3.565.032,86
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.205.299,96 1.861.741,46
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.200.801,07 516.782,22
10.181.212,76 12.517.969,78
10.267.218,99 12.655.601,17

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

der Plastic Omnium Auto Inergy Germany GmbH, Neu-Isenburg

(Nachfolgend "POAI Germany" genannt)

Dieser Bericht enthält Aussagen zum künftigen Geschäftsverlauf. Diesen Aussagen liegen Annahmen zur Entwicklung der wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen einzelner Länder und Wirtschaftsräume, insbesondere für die Automobilindustrie, zugrunde, die wir auf Basis der uns vorliegenden Informationen getroffen haben und die wir zurzeit als realistisch ansehen. Die Einschätzungen sind mit Risiken behaftet, und die tatsächliche Entwicklung kann von der erwarteten Entwicklung abweichen. Sollte es daher in den wichtigsten Absatzmärkten unserer Kunden zu unerwarteten Nachfragerückgängen oder zu einer Stagnation kommen, wird das unsere Geschäftsentwicklung entsprechend beeinflussen. Darüber hinaus kann es auch zu Abweichungen von der voraussichtlichen Geschäftsentwicklung kommen, wenn dargestellte Einschätzungen zu wertsteigernden Faktoren und Risiken sich anders verhalten als derzeit von uns erwartet oder sich zusätzliche Risiken oder sonstige den Geschäftsverlauf negativ beeinflussende Faktoren ergeben.

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1. Geschäftstätigkeit der Gesellschaft

POAI Germany ist als Entwickler, Hersteller und Lieferant von kompletten Kraftstoffsystemen für die Automobilindustrie tätig und gehört zu der weltweit operierenden Plastic Omnium Group mit Sitz der Muttergesellschaft in Frankreich. Die für die Produktion der Kraftstoffsysteme benötigten Werkzeuge werden konzernintern beauftragt und entwickelt.

Der Sitz der Geschäftsführung und der Verwaltung befinden sich in Neu-Isenburg (südlich von Frankfurt am Main). Die Produktionsstätten befinden sich in Rottenburg (in Nähe der Bayerischen BMW-Werke) und in Hörselberg-Hainich (bei Eisenach). Die Produktionsstätte in Hörselberg-Hainich wurde zu Ende März 2021 geschlossen.

Die Vertriebs- und Entwicklungsbüros befinden sich in Neu-Isenburg und München.

1.2. Forschung und Entwicklung

Die Entwicklung neuer Produkte und Technologien wird grundsätzlich für Europa von den gruppeneigenen Kompetenzzentren (Frankreich und Belgien) als Dienstleistung durchgeführt. Wegen der erzielbaren Synergieeffekte können die notwendigen Ressourcen an Mitarbeitern und Ausrüstungsgegenständen dort wirtschaftlich sinnvoller eingesetzt werden. Die Berechnung der Entwicklungsleistung erfolgt entsprechend des jeweiligen Aufwands produktbezogen. Der Forschungsaufwand wird als Lizenz berechnet.

Kundenbezogene Produktentwicklungen werden von den Vertriebs- und Entwicklungsbüros in Deutschland unterstützt.

Im laufenden Jahr wurden Entwicklungsleistungen, im Wesentlichen für BMW und Porsche, in Höhe von 3,0 % vom Umsatz erbracht.

1.3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Das Unternehmen wird insbesondere anhand der finanziellen Leistungsindikatoren (Kennzahlen) Umsatzerlöse und Ergebnis nach Steuern gelenkt.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden nicht zur nachhaltigen Unternehmenssteuerung herangezogen. Sie werden seitens des Controllings zur Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs verwendet.

Umweltbelange

POAI Germany lässt sich auf freiwilliger und regelmäßiger Basis sein Umweltmanagementsystem zertifizieren und erfüllte auch im Jahr 2021 die Normen gemäß DIN ISO 14001. POAI Germany verfolgt auch aktiv ein Recyclingprogramm aller gefertigten Teile. Weitere Maßnahmen sind eingeleitet, um Energieressourcen, wie z.B. Strom, effizienter und damit auch kostensparender einzusetzen.

Die Zertifizierung nach ISO 50001 (Energie-Management) wurde auch im Jahr 2021 erfolgreich bestanden.

Arbeitnehmerbelange

Der Personalbestand zum Stichtag 31. Dezember 2021 belief sich auf 176 Mitarbeiter gegenüber 241 Mitarbeitern zum Vorjahr.

Weiterbildungsmaßnahmen wurden weiter ausgebaut und werden systematisch im konzerneigenen Reportingsystem verfolgt.

POAI Germany lässt sich auf freiwilliger und regelmäßiger Basis sein Arbeitssicherheitsystem zertifizieren und erfüllte auch im Jahr 2021 die Normen gemäß ISO 45001 (Arbeitssicherheitsmanagement-System).

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Entwicklung Gesamtwirtschaft und der Branche

Der relevante Markt für die POAI Germany ist Deutschland und das europäische Ausland sowie die Automobilbranche. Die Automobilindustrie in Deutschland ist einer der wichtigsten Industriezweige der Bundesrepublik. Auch im internationalen Vergleich gehört Deutschland zu den wichtigsten Standorten der Fahrzeugherstellung. 1

Im Jahr 2021 ist das Bruttoinlandsprodukt der deutschen Wirtschaft, nach dem starken Rückgang in 2020, wieder gewachsen. Der Rückgang von 5,0 % in 2020 wurde vor allem durch die Corona-Pandemie und mehrere Lockdowns begleitet. Obwohl die Pandemie in 2021 noch nicht vorbei war, konnte das Bruttoinlandsprodukt um 2,7 % wachsen und eine erste Erholung zeigen. Als positiv ist der weiterhin robuste Arbeitsmarkt zu betrachten. Durch das Instrument der Kurzarbeit konnten zahlreiche Unternehmen die Corona-bedingten Arbeitsausfälle auch im Jahr 2021 kostenseitig zum Teil kompensieren.

Die Entwicklung des Pkw-Markts war im Berichtsjahr 2021 weiterhin von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie geprägt. Im Jahr 2020 wurden deutschlandweit rund 3,3 Millionen Fahrzeuge produziert. Laut Prognose soll der Wert bis zum Jahr 2023 wieder auf 4,4 Millionen Fahrzeuge ansteigen. 2

Obgleich die Industrieproduktion zum Jahresende 2021 aufwärtsgerichtet war, haben Störungen in den Wertschöpfungsketten und Engpässe bei wichtigen Vorprodukten die Automobilbranche empfindlich getroffen. Kostensteigerungen haben die Branche zusätzlich belastet.

Für das Jahr 2022 prognostiziert der Sachverständigenrat in Deutschland eine jahresdurchschnittliche Zuwachsrate des Bruttoinlandsproduktes in Höhe von 1,8 % und für den Euro-Raum in Höhe von 2,9 %. 3

2.2. Geschäftsverlauf

Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die Auslastung der Produktionsstandorte von POAI Germany wurde von der rückläufigen Entwicklung in der Automobilindustrie und der COVID-19-Pandemie negativ beeinflusst, obwohl POAI Germany vor allem die Premiumanbieter als Kunden hat. Die Volumenentwicklung aufgrund der Lebenszyklen der Fahrzeuge spielt hierbei ebenso eine Rolle wie saisonale Marktschwankungen. Die sich eintrübenden Konjunkturerwartung führten zu einem Rückgang im Absatzvolumen.

Die operativen Aktivitäten im Geschäftsjahr 2021 konnten in einem schwieriger werdenden Umfeld und mit der COVID-19-Pandemie, gemessen an den Budgeteckdaten, insgesamt noch zufriedenstellend abgeschlossen werden. Die verkauften Stückzahlen lagen im Bereich "Tank" insgesamt 12 % unter dem Vorjahresniveau, aber lediglich ca. 1 % unter der Planung für 2021. Im Bereich "Einfüllrohr" wurden die Planzahlen deutlich übertroffen (+171%), da noch Einfüllrohre vom Lager verkauft wurden. Im Vergleich zum Vorjahr wurden in diesem Bereich die verkauften Stückzahlen nicht erreicht und lagen um 71 % unterhalb des Vorjahres, bedingt durch die Schließung der Produktionsstätte Hörselberg-Hainich.

1 Kraftfahrt-Bundesamt, Flensburg
2 Statista GmbH, Hamburg
3 Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Aktualisierte Konjunkturprognose 2022 und 2023 (30. März 2022)

Die erwartete rückläufige Stückzahlentwicklung (zu 2020) zeigt sich auch in gesunkenen Umsatzerlösen. Der Verkauf der Auftragsfertigung von Werkzeugen / Prototypen ist ebenfalls deutlich rückläufig, so dass insgesamt ein Umsatz von 106 Mio. EUR, 12 Mio. EUR unter dem Vorjahr von 118 Mio. EUR, verzeichnet werden konnte. Das Ergebnis nach Steuern entwickelte sich dabei entgegen der Prognose des Vorjahres positiv mit 3,9 Mio. EUR (Vj. 7,5 Mio. EUR negativ).

Produktion

Im Geschäftsjahr 2021 wurden in Deutschland komplette Tanksysteme für die folgenden Modelle produziert:

BMW Dreier (Start of Production [SOP] November 2011)

BMW Siebener (SOP Juli 2015)

BMW Fünfer (SOP November 2016)

Porsche C2 (SOP September 2011)

Porsche C4 (SOP Juli 2012)

Mercedes A/B Klasse (SOP April 2013)

Mercedes A/B Klasse "neues Modell" (SOP Juni 2018)

Mercedes A/B Klasse PHEV (SOP August 2019)

Porsche 9x2 (SOP Oktober 2018)

Beschaffung

Ein Großteil der Rohmaterialien und der Zukaufteile werden zu langfristig ausgehandelten Lieferkonditionen überwiegend aus Deutschland und dem europäischen Ausland bezogen. Bei Rohstoffen erfolgen Preisverhandlungen und -festlegungen auf monatlicher Basis. Die Preise orientieren sich am Naphtha-Markt und sind in 2021 im Vergleich zu 2020 angestiegen. Der hieraus resultierende Materialaufwand hat sich, relativ pro Tanksystem, entsprechend erhöht.

Die gestiegenen Preise wirken sich nicht auf die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung ohne Bestandsveränderung) aus, denn diese hat sich gegenüber dem Vorjahr mit 66,0 % (Vj. 73,9 %) deutlich verbessert. Dies liegt darin begründet, dass sich der Produktmix im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert hat, u.a. durch den Entfall der Einfüllrohrproduktion in Hörselberg-Hainich.

Entwicklung des Kundenstamms

POAI Germany befindet sich in starker Abhängigkeit von BMW, hat aber in den vergangenen Jahren sein Kundenportfolio erweitern können. Mit dem Auftrag für den Mercedes MFA konnte ein weiterer Premium-Automobilhersteller als Auftraggeber gewonnen werden.

Auslastungslage

Die derzeit abgerufenen Stückzahlen, bedingt durch die Coronavirus-Pandemie, haben im Geschäftsjahr 2021 zu einer Unterauslastung in den Produktionswerken Rottenburg und Hörselberg-Hainich geführt.

Besondere Ereignisse im Geschäftsjahr - Restrukturierung

Aus laufenden Restrukturierungen ist im Geschäftsjahr 2021 ein Aufwand von insgesamt 0,2 Mio. EUR (Vj. 0,4 Mio. EUR) entstanden.

Nach einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung hat sich das Management entschlossen, das Werk in Hörselberg-Hainich zu Ende März 2021 zu schließen.

2.3. Lage

2.3.1. Vermögenslage

Die Gesellschaft hat zum 31. Dezember 2021 eine Bilanzsumme von 49,2 Mio. EUR (Vj. 60,4 Mio. EUR). Der Rückgang von 11,2 Mio. EUR beruht im Wesentlichen auf einem gesunkenen Anlagevermögen und gesunkenen Forderungen, denen auf der Passivseite gesunkene Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüberstehen.

Das Anlagevermögen macht 20,9 % der Bilanzsumme aus (Vj. 20,9 %) und hat sich damit prozentual nicht, sondern nur absolut verringert. Der absolute Rückgang beträgt 2,4 Mio. EUR im Vergleich zum 31. Dezember 2020 und steht im Zusammenhang mit der Werksschließung Hörselberg-Hainich.

Die Zugänge zum Anlagevermögen im Jahr 2021 belaufen sich auf 1,6 Mio. EUR, während sich die Abschreibungen auf 2,0 Mio. EUR (netto) belaufen. Die laufende Abschreibung von 2,0 Mio. EUR übersteigt die Investitionen leicht.

Der Bestand an Vorräten war zum Stichtag um rund 0,9 Mio. EUR niedriger als im Vorjahr, was hauptsächlich auf einen gesunkenen Bestand an fertigen Erzeugnissen zurückzuführen ist.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um 3,2 Mio. EUR auf 3,2 Mio. EUR gesunken.

Die Eigenkapitalquote ist im Vergleich zum Vorjahr, aufgrund der gesunkenen Bilanzsumme, gestiegen und liegt bei 40,7 % (Vj.33,1 %) und die Fremdkapitalquote liegt dementsprechend bei 59,3 % (Vj.66,9 %).

Die Rückstellungen sind um 4.494 TEUR von 7.449 TEUR am 31. Dezember 2020 auf 2.955 TEUR am 31. Dezember 2021, im Wesentlichen durch den teilweisen Verbrauch der Restrukturierungsrückstellung, deutlich gesunken.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Finanzdienstleistungsinstituten sind um 178 TEUR auf 777 TEUR per 31. Dezember 2021 gesunken und bestehen aus Kundeneinzahlungen, welche im Rahmen des Factorings verkaufte Forderungen betreffen und mit zeitlicher Verzögerung weiterzuleiten sind.

Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von 3,9 Mio. EUR sind durch die Gewinnabführung entsprechend des Ergebnisabführungsvertrages entstanden.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind zum Stichtag um 7.302 TEUR gesunken und korrespondieren mit dem Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Ebenfalls sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gesunken, von 2.203 TEUR auf 1.990 TEUR. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind mit 7.032 TEUR um 3.442 TEUR zum Vorjahr gesunken.

2.3.2. Finanzlage

Die Gesellschaft finanziert sich über das konzerneigene Cash-Pooling-System, welches sich aus Konzernmitteln versorgt. Lang- oder mittelfristige Darlehen müssen nicht von Banken aufgenommen werden.

Die Fähigkeit der Gesellschaft, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, war durch den Cash-Pool jederzeit gegeben.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Finanzdienstleistungsinstituten ergeben sich aus dem Factoring.

Die POAI Germany erzeugte einen positiven Cash-Flow von 2.778 TEUR (Veränderung des Zahlungsmittelbestandes durch Erhöhung der Cash-Pool-Forderung von 22.896 TEUR auf 25.601 TEUR bei einem fast identischen Bankguthaben von 270 TEUR (Vj. 197 TEUR). Dieser Cash-Flow setzt sich aus einem Zahlungsmittelabfluss aus der operativen Geschäftstätigkeit in Höhe von 3.143 TEUR, einem negativen Cash-Flow aus Investitionsauszahlungen in Höhe von 1.582 TEUR und einen positiven Cash-Flow aus Finanzierungen, durch die erhaltende Zahlung aus dem Gewinnabführungsvertrag, entsprechend des Vorjahresverlusts in Höhe von 7.503 TEUR, zusammen.

2.3.3. Ertragslage

Verglichen mit dem Vorjahresumsatz von 118 Mio. EUR hat sich der Umsatz aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr 2021 mit 106 Mio. EUR wie erwartet, wenn auch deutlich weniger, verringert. Der Rückgang ist bedingt durch das gesunkene Volumen. Die Materialaufwandsquote hat sich hauptsächlich durch den Produktmix und trotz der gestiegenen Rohmaterialkosten deutlich reduziert.

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich von 8,6 Mio. EUR auf 12,8 Mio. EUR erhöht.

Die Personalaufwendungen sind bei gewährten Lohn- und Gehaltsanpassungen und aufgrund des um 65 Mitarbeiter gesunkenen Headcounts deutlich um 4.494 TEUR, bzw. 28 % gesunken.

Die Abschreibungen sind im Vergleich zum Vorjahr mit 2,0 Mio. EUR deutlich gesunken (Vj. 3,5 Mio. EUR), bedingt durch die Schließung der Produktionsstätte in Hörselberg-Hainich.

Im Jahr 2021 wurde ein positives Ergebnis nach Steuern in Höhe von 3.912 TEUR (Vj. Negativ 7.493 TEUR) erzielt. Gemäß dem Ergebnisabführungsvertrag wird das positive Ergebnis in Höhe von 3.908 TEUR (Vj. negativ 7.503 TEUR) an die Muttergesellschaft gezahlt. Das Ergebnis ist durch Entwicklungskosten in Höhe von 2,8 Mio. EUR (Vj. 0,4 Mio. EUR) negativ beeinflusst worden.

Zusammenfassende Feststellung

Die Geschäftsführung beurteilt die Lage und Entwicklung - gemessen an den budgetierten Planwerten - als zufriedenstellend. Die rückläufige Prognose bezüglich Umsatz und Ergebnis nach Steuern aus dem Jahr 2020 hat sich nicht realisiert, da sich der geänderte Produktmix positiv auf das Ergebnis ausgewirkt hat. Das Ergebnis nach Steuern hat sich entsprechend besser entwickelt als geplant.

3. Chancen- und Risikobericht

3.1. Risikomanagement

Grundsätzlich wird jede unternehmerische Entscheidung unter Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung der Unternehmensumwelt getroffen. Damit ist unternehmerisches Handeln nahezu untrennbar mit Chancen und Risiken verbunden. Vor dem Hintergrund steigender Dynamik und Komplexität unserer Unternehmensumwelt ist eine risikoorientierte Unternehmenssteuerung unerlässlich, denn ein wirksames Risikomanagement verbessert die Entscheidungsqualität und damit den Unternehmenserfolg.

Die für die POAI Germany relevanten Risiken und Risikopotentiale sind hauptsächlich konjunktur- und wettbewerbsinduziert. Das Risikomanagementsystem besteht aus Methoden zur Risikoerkennung, Risikoanalyse und -bewertung sowie zur Risikoüberwachung und Risikosteuerung.

Schwerpunkte liegen insbesondere im Vertragsmanagement (Richtlinien zur Prüfung, Genehmigung und Dokumentation gewerblicher Verträge in Abhängigkeit ihrer wirtschaftlichen Bedeutung) und im Kreditmanagement (Richtlinien zur Prüfung, Genehmigung und Überwachung von Geschäftspartnerrisiken bzw. Kundenforderungen).

Ein monatliches Berichtswesen liefert der Geschäftsführung zeitnah aktuelle Informationen über die gesamte wirtschaftliche Situation des Unternehmens. Neben diesen organisatorischen Maßnahmen kommt der Risikokultur, d.h. der Stärkung des Risikobewusstseins der Mitarbeiter im täglichen Geschäft, eine wesentliche Bedeutung zu.

3.2. Chancenbericht

Das Kaufverhalten der Automobilkunden wird sich auch weiterhin entscheidend auf die Umsatz- und Ertragssituation auswirken.

Eine positive Konjunkturentwicklung bietet für die POAI Germany GmbH die Chance, zusätzliche Absatzpotentiale zu entwickeln.

3.3. Risikobericht

Mögliche Risiken bestehen im Materialbeschaffungsbereich. Insbesondere durch wieder ansteigende Preise für Kunststoffe, ausgelöst durch wieder steigende Ölpreise, könnte das Ergebnis der POAI Germany belastet werden. Weiterhin kann der PKW-Absatz von Ölpreissteigerungen negativ beeinflusst werden und so auch das Ergebnis der POAI Germany belasten. Die Corona-Pandemie stellt für die Gesellschaft ein neues Risiko dar. Für die Darlegung der Auswirkungen der Corona-Pandemie verweisen wir auf den Prognosebericht.

Die öffentliche Diskussion bezüglich der Reduzierung von Feinstaub- und CO 2 -Emissionen könnte den Markt für die sogenannten "sportlichen" Autos beeinträchtigen und entsprechend zu sinkender Nachfrage der Produkte der POAI Germany führen.

Auf dem Absatzmarkt können Risiken durch die Abhängigkeit von wenigen Großkunden entstehen. Außerdem besteht das Risiko, dass durch eine Verschärfung des Wettbewerbs im Stahlgeschäft Marktanteile verloren gehen. Die Kundenstruktur der POAI Germany umfasst verschiedene Segmente der Automobilindustrie, was das Risiko einer einseitigen Abhängigkeit mindert. Aufgrund der Qualität der Produkte, langjähriger Kundenbindungen und der qualifizierten Betreuung und Beratung unserer Kunden sind derzeit keine wesentlichen Kundenverluste absehbar.

Der Anteil der neu zugelassenen Personenkraftwagen (Pkw) mit alternativen Antrieb (Elektro (BEV), Hybrid, Plug-In, Brennstoffzelle, Gas, Wasserstoff) ist steigend. 4

Diese Entwicklung stellt ein Risiko für die POAI Germany dar, soweit die alternativen Antriebe keine Kraftstofftanks benötigen.

Risiken, die den Bestand der POAI Germany bedrohen könnten, sind derzeit nicht ersichtlich.

3.4. Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken und solche aus Zahlungsstromschwankungen

POAI Germany beliefert hauptsächlich namhafte Automobilhersteller im Inland. Mögliche Ausfall- oder Liquiditätsrisiken werden als sehr gering eingestuft. Es bestehen keine Zahlungsstromschwankungen seitens der Kunden.

Hinsichtlich der Preisänderungsrisiken verweisen wir auf unsere Ausführungen unter dem Punkt 2.2 "Beschaffung".

4 KBA, Neuzulassungen von Personenkraftwagen (Pkw) im Jahresverlauf 2022 nach Marken und alternativen Antrieben (20.04.2022)

4. Prognosebericht

Die Entwicklung der POAI Germany hängt auch von der wirtschaftlichen Entwicklung in den relevanten Märkten ab. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine belastet die Wirtschaft und bringt politische Unsicherheit mit sich. Höhere Preise insbesondere für Energie und Rohstoffe sind wahrscheinlich die Folge.

Bruttoinlandsprodukt / Wirtschaftswachstum Prognose 2022 Prognose 2023 Veränderung 2022-2023
% % %
Weltweit 3,3 3,1 -0,2
Euro-Währungsraum 2,9 2,9 +0,0
Deutschland 1,8 3,6 +1,8

Quelle: Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung - Aktualisierte Konjunkturprognose 2022 und 2023 (30. März 2022)

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung prognostiziert im Euro-Raum für die Jahre 2022 und 2023 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von jeweils 2,9 %. Für die Prognose unterstellt der Sachverständigenrat, dass die Energiepreise im Prognosezeitraum erhöht bleiben, es jedoch nicht zu einem Stopp russischer Energielieferungen kommt. Das deutsche BIP dürfte im Jahr 2022 um 1,8% und im Jahr 2023 um 3,6% zulegen. Insgesamt erwartet der Sachverständigenrat ein globales BIP-Wachstum von 3,3 % im Jahr 2022 und von 3,1 % im Jahr 2023. Der Sachverständigenrat erwartet für den Euro-Raum Inflationsraten von 6,2 % und 2,9 % in den Jahren 2022 und 2023 und von 6,1 % und 3,4 % für Deutschland. 5

Neben den eben beschriebenen Auswirkungen ist die Entwicklung der Wirtschaft nach wie vor von der Corona-Pandemie geprägt. Die Ende November 2021 entdeckte Omikron-Variante hat eine weitere Welle des Coronavirus (SARS-CoV2) eingeleitet. Sie dürfte zum Jahreswechsel 2021/22 in einigen Volkswirtschaften zu einer Abkühlung der konjunkturellen Dynamik geführt haben. Die ökonomischen Folgen der Omikron-Welle dürften geringer ausfallen als die vorangegangener Infektionswellen. 6

POAI Germany hält beim Kunden BMW über die Belieferungen für die 5er- und 7er-Serie eine bedeutende Stellung, wobei die alten Modelle langsam auslaufen. Diese können jedoch nicht vollständig durch die Anläufe der neuen Modelle kompensiert werden, somit ist in den kommenden Jahren mit einem Rückgang der Stückzahlen zu rechnen.

Seit dem Jahr 2013 zählt Daimler zu den Kunden von POAI Germany. Es werden Tanks für die aktuellen A- und B-Klasse-Fahrzeuge gefertigt und von Rottenburg in die Mercedes-Kundenwerke in Deutschland und Ungarn geliefert. Durch zusätzliche Varianten der A/B Klasse sollten sich die Stückzahlen in den kommenden Jahren konstant entwickeln.

5 Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung - Aktualisierte Konjunkturprognose 2022 und 2023 (30. März 2022)
6 Ebenda

Bei der Budgetplanung 2022 geht POAI Germany in Deutschland von weiter leicht sinkenden Stückzahl- und Umsatzentwicklungen gegenüber 2021 aus, was sich entscheidend an der weltweiten Wirtschaftslage und insbesondere an der Situation der deutschen Automobilhersteller orientiert. Die mittelfristige Existenz in den Jahren 2022 bis 2025 wird - angesichts der bereits angelaufenen Serienprodukte sowie der Folgeaufträge - gesichert sein.

Die Stückzahlen werden sich in 2022 gegenüber 2021 leicht reduzieren, um ca. -10%. Die Umsatzerlöse 2022 werden sich entsprechend auch reduzieren und sie werden unter dem Niveau von 2021 erwartet. Das Ergebnis nach Steuern 2022 sollte sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021 leicht verschlechtert darstellen, jedoch wird mit einem positiven Ergebnis nach Steuern gerechnet.

5. Nachtragsbericht

Seit dem 24. Februar 2022 führt Russland Krieg gegen die Ukraine. Auch in Deutschland wird dies aller Voraussicht nach zu deutlichen Einschnitten im Wirtschaftsleben führen. Von einer Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Lage ist daher auszugehen. Die konkreten Auswirkungen auf die Gesellschaft, aber auch auf die Automobilbranche können noch nicht verlässlich abgeschätzt werden. Es ist jedoch mit Beeinträchtigungen und Störungen in den Wertschöpfungsketten und Engpässen bei Vorprodukten, höheren Transportkosten sowie höheren Energiekosten zu rechnen.

 

Neu-Isenburg, 17. Juni 2022

Claude Clement

Kennzahlen CBCR 2021

(Vorjahr zum Vergleich)

EUR 2021 2020
Umsatzerlöse (verbundene Unternehmen) 10.545.267 7.727.752
Umsatzerlöse (nicht verbundene Unternehmen) 96.325.332 111.092.776
Umsatzerlöse - Gesamt nach CBCR 106.870.599 118.820.528
Ergebnis vor Steuern und sonstigen Steuern 3.907.885 -7.502.594
Steuern vom Einkommen und Ertrag (gezahlt) 0 0
Steuern vom Einkommen und Ertrag (abgerenzt) 0 0
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0 0
EUR 31.12.2021 31.12.2020
Gezeichnetes Kapital 5.000.000 5.000.000
Sachanlagen 10.181.213 12.517.970
Mitarbeiteranzahl 176 241

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