Ferox Holding GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Tristan Esteban Scharf seit 14.11.2025 | Prokura |
Christian Hammacher seit 4.8.2025 | Geschäftsführer |
Thomas Galbraith seit 25.10.2022 | Prokura |
Heinz Welter seit 9.7.2021 | Prokura |
Christian Karl Flick seit 5.1.2018 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 57.45% | |
| 42.45% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 37.50% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Recht Logistik GmbHBrühlJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022LageberichtGrundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell Die Gesellschaft erbringt Dienstleistungen im gesamten Spektrum der Logistik. Neben Werkslogistik werden Leistungen im Ladungs-, Linien- und Distributionsverkehr erbracht. Ziele und Strategien Das Ziel der Gesellschaft ist es, den Umsatz weiter zu steigern und hierbei die wesentlichen Parameter der Personal- und Fahrzeugkosten im Blick zu haben. Dabei versteht sich die Gesellschaft nicht lediglich als Auftragnehmer, sondern als Partner der Kunden beim Lösen von komplexen Herausforderungen im Bereich der Logistik in Deutschland und dem angrenzenden Ausland. Hierbei sollen intelligente Transportlösungen geschaffen werden, die in einem permanenten Prozess mit dem Kunden angepasst und verbessert werden. Ein weiteres Ziel der Gesellschaft ist es, die Expansion des Unternehmes unter dem Grundgedanken der Nachhaltigkeit voranzutreiben. Steuerungssystem Die Gesellschaft wird durch die Geschäftsführung im Wesentlichen durch die Kennziffern Umsatz, Personalkosten und Fahrzeugkosten, die in der Gesellschaft durch ein Business-Intelligence-System bis in die tiefste Ebene hinein ausgewertet werden können, gesteuert. Durch diese drei wesentlichen Steuerungsgrößen ist eine kurzfristige Reaktion auf diverse Einflußfaktoren möglich und sind die Auswirkungen auf das operative Ergebnis jederzeit erkennbar. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) in seiner Pressemitteilung vom 24. Februar 2023 mitteilte, ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im 4. Quartal 2022 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - gegenüber dem 3. Quartal 2022 um 0,4 % gesunken. Die Dynamik der deutschen Wirtschaft hat sich zum Jahresende deutlich abgeschwächt. In den ersten drei Quartalen des letzten Jahres konnte das Bruttoinlandsprodukt trotz schwieriger weltwirtschaftlicher Rahmenbedingungen noch zulegen (+0,8 %, +0,1 % und +0,5 %).Für das gesamte Jahr 2022 haben die neuesten Berechnungen das Wachstum von 1,8 % zum Vorjahr (kalenderbereinigt +1,9 %) bestätigt. Laut dem Bericht "Herbst 2022 " des Bundesamtes für Logistik und Mobilität konnte der Straßengüterverkehr im 1. Halbjahr 2022 eine höhere Transportnachfrage verzeichneten, während die Binnenschifffahrt nicht an ihr Niveau aus dem 1. Halbjahr 2021 heranreichte. Allerdings fielen die Verkehrsleistungszuwächse auf der Straße und der Schiene mit rund 0,4 % bzw. rund 0,7 % im Vergleichszeitraum moderat aus. Nach dem Bericht kennzeichnete den Straßengüterverkehr mit deutschen Lastkraftfahrzeugen im 1. Halbjahr 2022 Leistungszuwächse im gewerblichen Verkehr (+0,4 %) und im Werkverkehr (+0,8 %). Maßgeblich waren Zuwächse im Binnenverkehr; die grenzüberschreitenden Verkehre entwickelten sich im Vergleich zum 1. Halbjahr 2021 bei beiden Verkehrsarten rückläufig. Aufkommenssteigerungen u.a. bei Kokerei- und Mineralölerzeugnissen, sonstigen Mineralerzeugnissen und Sammelgut standen u.a. Abnahmen bei Fahrzeugtransporten gegenüber. So verstärkten sich im Jahr 2022 für die Automobilindustrie die im Zuge der Corona-Pandemie entstandenen Friktionen in den globalen Lieferketten, die bereits im Jahr 2021 zu Lieferverzögerungen bzw. längeren Lieferzeiten geführt hatten, zeitweilig durch kriegsbedingte Lieferengpässe ukrainischer Zulieferunternehmen. Die teils erheblichen Verfügbarkeitsprobleme bei den Fahrzeug- und Aufbauherstellern beeinträchtigten auch die Entwicklung der Lkw-Neuzulassungen in Deutschland. Die Umsätze im Wirtschaftszweig "Güterbeförderung im Straßengüterverkehr, Umzugstransporte" stiegen im Vorjahresvergleich im 1. Quartal 2022 um rund 15,3 % und im 2. Quartal 2022 um rund 15,1 %, im Wirtschaftszweig "Sonstige Dienstleistungen für den Verkehr" um rund 20,3 % bzw. rund 21,8 %. Maßgeblich war der hohe Anstieg der Frachtraten, der durch teils sehr hohe Kostensteigerungen bei Dieselkraftstoff, Energie, weiteren Betriebsmitteln, Löhnen und Gehältern sowie eine Verknappung des Laderaumangebots im Frühjahr und Sommer 2022 im Zuge des Ukraine-Krieges befördert wurde. Trotz weitverbreiteter Akzeptanz der verladenden Wirtschaft waren Entgeltsteigerungen nach Unternehmensangaben nicht in allen Fällen ausreichend, um die hohen Kostensteigerungen vollständig zu kompensieren. Nach der aktuellen gleitenden Mittelfristprognose für den Güter- und Personenverkehr werden für das Gesamtjahr 2022 leichte Rückgänge des Güterverkehrs in Deutschland erwartet. Danach soll die Verkehrsleistung im Jahr 2022 im Vergleich zum Jahr 2021 gesamtmodal (ohne Seeverkehr) um rund 0,1 % sinken, die Beförderungsmenge um rund 0,4 % abnehmen. Für die Jahre 2023 und 2024 wird für den gesamtmodalen Güterverkehr von Verkehrsleistungsanstiegen in Höhe von 0,6 % bzw. 2,2 % ausgegangen; die Transportmenge soll nach einem weiteren Rückgang im Jahr 2023 (-0,1 %), der ausschließlich auf weitere prognostizierte Abnahmen im Straßengüterverkehr zurückzuführen ist, erst im Jahr 2024 wieder zulegen (+1,5 %). An dem prognostizierten Verkehrsleistungswachstum in den Jahren 2023 und 2024 sollen alle Landverkehrsträger (ohne Rohrleitungen) partizipieren. Mit Zuwachsraten von rund 1,0 % im Jahr 2023 bzw. rund 2,6 % im Jahr 2024 fallen die Verkehrsleistungsprognosen für den Schienengüterverkehr am höchsten aus. Überdurchschnittliche Wachstumsraten werden dabei dem Kombinierten Verkehr vorhergesagt. Während die Verkehrsleistung im Jahr 2024 gemäß der Sommerprognose 2022 gesamtmodal (ohne Seeverkehr) um rund 3,3 % über dem Niveau des Jahres 2019 liegen wird, bleibt die Transportmenge um rund 1,5 % dahinter zurück. Darstellung des Geschäftsverlaufs Das Jahr 2022 war für die Gesellschaft, ebenso wie für weite Teile der deutschen Wirtschaft, durch den Krieg in der Ukraine und die daraus resultierende Energiepreisexplosion geprägt. Insgesamt lässt es sich als ein schwieriges Jahr der Gesellschaft bezeichnen, an dessen Ende jedoch ein erfolgreiches Ergebnis verzeichnet werden konnte. Dies ist nicht zuletzt auf die bereits im Jahr 2021 eingeleiteten Maßnahmen zur Verbesserung der Marge zurückzuführen. Durch die Folgeauswirkungen des Krieges in der Ukraine stiegen die Dieselpreise im Jahr 2022 enorm an. Im Bereich des Gaspreises erfolgte eine regelrechte Explosion um ein Vielfaches der bisherigen Preise, so dass sich die Gesellschaft im Jahr 2022 einer schwierigen Situation gegenüber sah, da die gestiegenen Kosten zum Teil nicht in voller Höhe und mitunter auch nur zeitverzögert an die Kunden weitergegeben werden konnten. Trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes gelang es jedoch im Jahr 2022 das Bestandskundengeschäft weiter auszubauen und die Akquise von Neukunden weiter voranzutreiben, so dass die geringeren Kapazitäten in energieintensiven Branchen überkompensiert werden konnten. Für das Jahr 2022 verzeichnete die Gesellschaft eine Umsatzsteigerung um 2.534.415,23 EUR von 30.755.222,72 EUR auf 33.289.637,95 EUR. Die Ertragslage verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr von einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 284.869,18 EUR auf einen Jahresüberschuss in Höhe von 221.365,85 EUR im Jahr 2022. Die Bilanzsumme hat sich von 14.597.168,32 EUR auf 17.389.473,81 EUR weiter erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf weitere Investitionen im Bereich des Anlagevermögens zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote hat sich trotz des Jahresüberschusses, bedingt durch die gestiegene Bilanzsumme, nur leicht erhöht. Darstellung der Lage Vermögenslage Das Eigenkapital der Gesellschaft hat sich in 2022 um 221.365,85 EUR erhöht und beläuft sich nun auf 1.274.440,99 EUR. Im gleichen Zeitraum haben sich die Gesamtverbindlichkeiten (ohne Rückstellungen) auf 15.404.216,67 EUR erhöht. Des Weiteren haben sich die Aktiva im Bereich des Sachanlagevermögens um 4.212.675,46 EUR erhöht. Diese Veränderungen bewirken eine Erhöhung der Eigenkapitalquote auf 7,33 %. Die Liquiditätslage des Unternehmens war im Berichtsjahr als zufriedenstellend zu bezeichnen. Es wird auch künftig damit gerechnet, die finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu können. Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen betrugen 7.043.700,58 EUR und lagen damit 4.287.259,50 EUR über den Abschreibungen in Höhe von 2.756441,08 EUR. Die Investitionen resultierten im Wesentlichen aus der Anschaffung neuer LKW. Die Finanzierung der Investitionen erfolgte wie im Vorjahr im Wesentlichen durch Fremdkapital. An der Bilanzsumme hat das Anlagevermögen zum 31.12.2022 einen Anteil von 70,8 %. Finanzlage Einen Überblick über die Herkunft und über die Verwendung der finanziellen Mittel des Unternehmens gibt die nachstehende Kapitalflussrechnung, welche die Zahlungsmittelflüsse nach der direkten Methode darstellt.
Ertragslage Die Personalkosten gingen im Berichtsjahr um 46.047,20 EUR auf 9.299.529 EUR zurück und blieben damit nahezu unverändert. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen stiegen von 2.235.514,96 EUR um 520.926,12 EUR auf 2.756.441,08 EUR. Die Fahrzeugkosten -ohne Kfz-Steuern- erhöhten sich im Geschäftsjahr und zwar um 2.051.104,46 EUR auf 9.131.203,28 EUR, was im Wesentlichen auf die höheren Treibstoffkosten zurückzuführen ist. Im Jahr 2022 wurde trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes ein Gewinn erwirtschaftet. Die positive Entwicklung des Jahres 2022 soll durch strategische Maßnahmen weiter gefestigt und im Jahr 2023 weiter ausgebaut werden. Die Gesellschaft rechnet, trotz des weiterhin schwierigen Marktumfeldes und fortbestehenden hohen Energiekosten, mit einer weiteren Steigerung des Ergebnisses für das Jahr 2023. Risikobericht Für die künftige Entwicklung bestehen Risiken in unterschiedlichen Kategorien: 1. Kraftstoffkosten Aus einem drastischen Anstieg der Kraftstoffkosten können sich Risiken bezüglich der Rentabilität von einzelnen Aufträgen ergeben. Diesem Risiko begegnet die Gesellschaft durch mit den Kunden vereinbarte Dieselfloater. Diese können zwar das Gesamtrisiko der erhöhten Dieselkosten nicht vollständig eliminieren, dieses jedoch dämpfen und, in der Regel zwar zeitversetzt, aber somit deutlich reduzieren. Zudem hat die Gesellschaft die Lkw-Flotte teilweise auf Gas-Lkw (LNG) umgestellt. Der Preis für LNG ist nicht an den Dieselpreis gekoppelt, so dass durch die Diversifikation der Kraftstoffe die Auswirkungen von einzelnen Preisanstiegen reduziert werden. Zudem können durch längerfristige vertragliche Vereinbarungen Energiepreisspitzen abgefedert werden. 2. Ausländische Konkurrenz Trotz der Steigerungsraten im Straßengüterverkehr wächst auch stetig die Anzahl der ausländischen Mitanbieter, so dass es in Summe zu einem höheren Konkurrenzdruck kommen könnte. In der Regel erhöht sich der Konkurrenzdruck jedoch nur im Rahmen der einfachen Dienstleistungen, die im Wesentlichen nicht von der Gesellschaft ausgeführt werden. 3. Lieferengpässe von Fahrzeugen Auf Grund der immer noch in Teilen der Wirtschaft bestehenden Lieferkettenprobleme bestehen in vielen Bereichen Lieferengpässe. Diese wirken sich auch im Bereich der Lieferung neuer Lkw aus. Die Gesellschaft betreibt seit Jahren eine stetige Verjüngung ihres Fuhrparkes. Dies eröffnet Möglichkeiten einzelne Fahrzeuge länger zu nutzen als zunächst vorgesehen, wenn es zu Engpässen bei der Lieferung neuer Lkw kommen sollte. Des Weiteren werden Lkw unterschiedlicher Hersteller eingesetzt, um nicht in die Abhängigkeit einzelner Hersteller zu geraten. 4. Personal Der Branche in Deutschland stehen zu wenig qualifizierte Fahrer zur Verfügung. Es ist damit zu rechnen, dass sich dieses Defizit noch vergrößern wird. Damit einhergehend steigt neben der Fluktuation an Fahrern auch das Lohnniveau weiter an. Die Gesellschaft trägt dem Risikofaktor der begrenzten Personalressourcen seit einigen Jahren dadurch Rechnung, dass die Berufsausbildung von eigenen Berufskraftfahrern intensiviert wurde. Des Weiteren wird durch interne Fortbildungsmaßnahmen versucht, die bestehenden Personalressourcen noch besser zu nutzen. Zudem werden durch geschickte Recruitingmaßnahmen neue Fahrer für das Unternehmen gewonnen. Zusammenfassend ist einzuschätzen, dass Maßnahmen zur wirksamen Begrenzung der Risikofaktoren umgesetzt worden sind und somit gute Chancen bestehen, die positive Unternehmensentwicklung kontinuierlich fortzusetzen. Chancenbericht Wie mittlerweile in allen Bereichen der Wirtschaft nimmt auch in der Transportbranche das Thema Nachhaltigkeit eine immer größere Rolle ein. Für viele Auftraggeber, insbesondere bei größeren Konzernen, ist das Thema Nachhaltigkeit und eine Reduktion der Kohlendioxid-Emissionen ein wichtiges Kriterium bei der Vergabe von Aufträgen. Die Gesellschaft bietet Ihren Auftraggeber in diesem Bereich eine Reihe von Lösungen an und will diese weiter ausbauen. Durch den breit aufgestellten Fuhrpark können individuelle Lösungen zusammengestellt werden, die sowohl der Nachhaltigkeit als auch der Kostensituation der Auftraggebers Rechnung tragen. Wie in weiten Teilen der Deutschen Wirtschaft, liegt auch in der Transportbranche eine wesentliche Chance in der Einführung und Nutzung von digitalen Prozessen. Diese Prozesse der Digitalisierung sowie der beleglosen Verarbeitung von Informationen (Frachtbriefen, etc.) werden durch die Gesellschaft weiterhin konsequent vorangetrieben. Im Rahmen der externen Digitalisierung werden Prozesse für den Kunden bereits heute teilweise vollelektronisch abgewickelt. Somit können Abwicklungen zum Teil gänzlich papierlos und in Echtzeit abgebildet werden. Dies führt für den Kunden neben weiteren Vorteilen mitunter zu erheblichen Zeitersparnissen. Zudem können durch die Vernetzung der Lkw Emissionsdaten in Echtzeit abgerufen werden, was für viele Auftraggeber unter dem bereits erwähnten Aspekt der Nachhaltigkeit immer wichtiger wird, um die entstandenen Emissionen detailliert festhalten und berechnen zu können. Aus diesem Grund konzentriert sich die Gesellschaft weiterhin auf die Übernahme komplexer logistischer Dienstleistungen und Werkverkehre, um ihre Wettbewerbsvorteile im Bereich der Digitalisierung weiter zu nutzen und auszubauen. Prognosebericht Laut einer Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz vom 16.3.2023 hat sich die Dynamik der wirtschaftlichen Entwicklung sich laut der Detailmeldung des Statistischen Bundesamts vom 24.2. zum Jahresende 2022 merklich nachgelassen und das Bruttoinlandsprodukt ist im vierten Quartal um 0,4 % gegenüber dem Vorquartal zurückgegangen. Das Vierteljahresergebnis wurde damit im Vergleich zur Schnellmeldung vom 30.1. nochmals um 0,2 Prozentpunkte nach unten korrigiert. Aufgrund der hohen Inflation kam es zu Kaufkraftverlusten und Konsumzurückhaltung, was zu einem spürbaren Rückgang des privaten Verbrauchs führte. Die Ausrüstungs- und Bauinvestitionen litten unter steigenden Zinsen und den immer noch bestehenden Lieferengpässen. Eine "technische" Rezession mit zwei aufeinanderfolgen Quartalsrückgängen ist jetzt nicht mehr auszuschließen. Der positive Verlauf bei den Konjunktur- und Frühindikatoren spricht jedoch dafür, dass der zu erwartende wirtschaftliche Abschwung eher begrenzt und vorübergehend sein dürfte. Unabhängig vom weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Umfeld in Deutschland, geht die Geschäftsführung davon aus, dass der eingeschlagene Expansionskurs der Gesellschaft durch weitere Neuakquise auch im Jahr 2023 beibehalten und kontinuierlich fortgesetzt werden kann. Darüberhinaus ist für das Geschäftsjahr 2023, auf Grund der positiven Geschäftsentwicklung, mit einer weiteren Verbesserung des Ergebnisses zu rechnen. BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurde im Vergleich zum Vorjahr beibehalten. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt. Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 266 Abs. 1 S. 3 ff., 276, 288 HGB) des Jahresabschlusses wurden (teilweise) in Anspruch genommen. Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze nach den für große Kapitalgesellschaften, die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung betreffend, und für mittelgroße Kapitalgesellschaften, den Anhang betreffend, geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1, 266 ff. HGB). Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den handelsrechtlichen Vorschriften. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauer des Anlagevermögens wurde auf Basis der voraussichtlichen Nutzungsdauer geschätzt (§ 253 Abs. 3 HGB). Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Dies gilt auch für Vermögensgegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Anschaffungspreis von je 800,00 EUR. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen und Wertpapiere zum Nominalwert wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen vor Saldierung mit Deckungsvermögen 316.152,00 EUR. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem Barwert bewertet unter Zugrundelegung des maßgeblichen Zinssatzes der Deutschen Bundesbank. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen werden. Ein Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.
Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG / § 264c Abs. 1 HGB) Gegenüber den Gesellschaftern bestehen die nachfolgenden Rechte und Pflichten:
Sonstige Vermögensgegenstände Unter den sonstigen Vermögensgegenständen wurden noch nicht vereinnahmte staatliche Förderungsbeträge für die Ausbildung, Boni, eine Forderung aus Mietnebenkosten zu der eine korrespondierende Rückstellung in gleicher Höhe besteht, Darlehen, im Folgejahr abziehbare Vorsteuerbeträge, Kautionen sowie Forderungen gegen Personal erfasst. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegenüber Unternehmen mit denen eine Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von 20.337,66 EUR enthalten. Aktivierte Disagiobeträge In die Rechnungsabgrenzungsposten wurde ein Disagiobetrag in Höhe von EUR 174.021,16 (Vorjahr: EUR 32.283,74) eingestellt. Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt 154.687,93 EUR. Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt:
Pensionsrückstellungen Die Pensionsrückstellung wurde nach der sog. PUC-Methode mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Abzinsung erfolgte nach Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) auf der Grundlage der von der Deutschen Bundesbank bekanntgegebenen Daten. Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:
Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 25.543,00 EUR. Angaben und Erläuterungen zu den Rückstellungen Der Posten sonstige Rückstellungen setzt sich wie folgt zusammen: 1. Rückstellungen für Personalkosten EUR 111.164,30 2. Rückstellungen für Aufbewahrungspflicht EUR 4.039,73 3. Übrige Rückstellungen EUR 421.787,07 Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:
Angaben zu Verbindlichkeiten Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 262.500,00 EUR (Vorjahr: 140.625,00 EUR). In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 292.098,14 EUR sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 6.852,98 EUR enthalten. Die weiteren Angaben ergeben sich aus den nachstehenden Verbindlichkeitenspiegeln: Verbindlichkeitenspiegel 2022
Verbindlichkeitenspiegel 2021
Latente Steuern Der Saldo der latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt 129.144,93 EUR. Im Laufe des Geschäftsjahres wurden die aktiven latenten Steuern um 24.808,59 EUR erhöht. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 176.343,98 EUR sonstige finanzielle Verpflichtungen aus noch laufenden Leasingverträgen. Des Weiteren bestehen mehrere Bürgschaftsverpflichtungen in Höhe von insgesamt 770.019,00 EUR. Mit einer Inanspruchnahme aus den Bürgschaften ist nicht zu rechnen, da die Bürgschaften als Kautionsersatz hingegeben wurden. Zudem bestehen potenzielle Rückzahlungsverpflichtungen in Höhe von 162.875,00 EUR aus Investitionskostenzuschüssen. Es wird davon ausgegangen, dass der Verbleib der Investitionsgüter dem Förderzeitraum entspricht, so dass mit einer Inanspruchnahme aus der Rückzahlungsverpflichtung nicht zu rechnen ist. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung Im Berichtsjahr wurden periodenfremde Erträge in Höhe von 538.129,62 € sowie periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 565.076,24 € verbucht. Die Aufwendungen resultieren im Wesentlichen aus Kosten für einen Rechtsstreit sowie einer Zahlung für Mietnebenkosten. Beide Positionen wurden zwar von der Gesellschaft geschuldet, allerdings konnten diese auf Grund einer getroffenen Vereinbarung weiterbelastet werden. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von 5.898,43 EUR enthalten. Diese wurden mit Erträgen aus Rückdeckungsvermögen in Höhe von 4.444,79 EUR verrechnet. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Gesamtbezüge der Geschäftsleitung Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsleitung wurde im Hinblick auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Gewährte Vorschüsse und Kredite an Geschäftsführer Zu den zu Gunsten einzelner Geschäftsführer vergebenen Krediten wird berichtet:
Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss beträgt 221.365,85 EUR. Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrages ergibt sich ein Betrag von 1.222.440,99 EUR, der zu verwenden ist. Zur Ausschüttung ist ein Betrag von 266.000,00 EUR vorgesehen. Auf neue Rechnung werden 956.440,99 EUR vorgetragen. sonstige Berichtsbestandteile
gez. Christian Flick Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 30.06.2023 festgestellt. BestätigungsvermerkPrüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Recht Logistik GmbH, Brühl, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Recht Logistik GmbH, Brühl, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften im Sinne des § 264 Abs. 1 HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften im Sinne des § 264 Abs. 1 HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmengstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich, für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; - ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; - beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; - beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild der Lage der Gesellschaft; - führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass zukünftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Dipl.-Kfm. Herbert Prinz, Wirtschaftsprüfer |
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