Tunstall Group Holdings GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Anne Charlotte Püschel seit 29.12.2025 | Geschäftsführer |
Stephen Paul Jones seit 29.12.2025 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Tunstall Integrated Health & Care Ltd. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Tunstall GmbHTelgteJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023A. Grundlagen der Gesellschaft 1. Geschäftsmodell der Gesellschaft Die Tunstall GmbH entwickelt, vertreibt und bietet Services an im Bereich Kommunikations- und Notrufanlagen in den Geschäftsfeldern Krankenhaus-, Justizvollzugsanstalten,- Seniorenwohnanlagen sowie Hausnotrufsysteme. 2. Ziele und Strategien Das oberste Ziel der Tunstall GmbH "Eigenständigkeit durch Profitabilität und Wachstum" bleibt tragender Bestandteil der Firmenphilosophie. Die Tunstall Gruppe investiert weiter in die Entwicklung von digitalen Geschäftsmodellen über alle Marktbereiche. Lokal sehen wir weiterhin gute Rahmenbedingungen in einem demografisch begünstigten Marktumfeld, um auch in den nächsten Jahren weiterhin Marktanteile auszubauen. Für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg zum Nutzen aller Stakeholder sind finanzielle Stabilität und bilanzielle Solidität des Unternehmens ebenso wesentliche Voraussetzungen wie dessen Anpassung an sich verändernde Marktverhältnisse. Die Erreichung definierter Unternehmensziele hängt im Wesentlichen von qualitativ gut ausgebildeten und motivierten Mitarbeitern ab. Im Zuge der weiteren Entwicklung des Unternehmens zu neuen digitalisierten Serviceformen wie z.B. "Software as a Service" Plattformen wurden als Voraussetzung die zukunftsorientierte Ausbildung, die systematische Förderung der Belegschaft sowie die Rekrutierung hochqualifizierter Neu- und Nachwuchskräfte weiter vorangebracht, um größtmögliche Spezifizierung zu erreichen. 3. Forschung und Entwicklung Die Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkte (nachfolgend F&E) am Standort Telgte konzentrieren sich in enger Abstimmung mit der Muttergesellschaft Tunstall Group Holdings Ltd. auf die Entwicklung neuer Hardwareprodukte und Softwarefunktionalitäten im Bereich Krankenhauskommunikationssysteme. Im Zuge einer gewünschten Optimierung von Herstellungsprozessen werden Synergien von identischen Bauteilen geprüft und idealerweise standardisiert. Somit profitieren alle Produkte von höheren Stückzahlen und somit von günstigeren Einkaufskonditionen sowie längeren Produktzyklen. F&E Aufwendungen, die bei der Tunstall GmbH im Geschäftsjahr 2022/2023 in Höhe von EUR 1,2 Mio. (Vorjahr: EUR 1,1 Mio.) angefallen sind, wurden bis zum Bilanzstichtag an die Konzerngesellschaft Tunstall Healthcare (UK) Ltd. weiterbelastet. Für das Geschäftsjahr 2023/2024 werden ebenfalls die F&E Aufwendungen an die o.g. Konzerngesellschaft weiterbelastet. Im Bereich der Forschung und Entwicklung sind wie im Vorjahr elf Mitarbeiter tätig. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Deutschland ist 2023 in eine Rezession gerutscht: Laut statistischem Bundesamt war im Jahr 2023 das deutsche Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Nach der Corona-Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Durch den Krieg in der Ukraine, den steigenden Energiepreisen und der Rekordinflation fiel die ökonomische Regenerierung im Jahr 2022 jedoch geringer aus, 2023 kam es nun sogar zu einer Rezession. In der im Januar 2024 veröffentlichten Prognose des HRI (Handelsblatt Research Institut) wird für das Jahr 2024 ein Wachstum der Wirtschaftsleistung von 0,3 Prozent prognostiziert. Im folgenden Jahr 2025 soll das BIP um 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigen. Der Ausblick für Tunstall in seinem speziellen Marktsegment fällt trotz moderat zu erwartender allgemeiner Wirtschaftsleistung wesentlich positiver aus. Der Krankenhaus-Markt in Deutschland ist gekennzeichnet durch eine hohe Planbarkeit von anstehenden Modernisierungen und Erweiterungen bei Bestandskunden. Die Rahmenbedingungen sowie Wettbewerbsintensität sind daher im Vergleich zum Vorjahr vergleichbar geblieben, allerdings zeigt der allgemein vorherrschende Modernisierungsstau gleichzeitig neue Potenziale auf. Auch die geplante Krankenhausreform zeigt bis dato noch keine veränderten Auswirkungen auf die notwendige Modernisierung der digitalen Infrastruktur, für die Tunstall aufgrund seiner DIN Norm 0834 konformen Full-IP Lösungen gerüstet wäre. Allerdings bedroht akuter Fachkräftemangel in den Krankenhäusern deren Wirtschaftlichkeit, Tunstall sieht jedoch darin eine Chance durch steigende Digitalisierung dieses Manko auszugleichen. Tunstall arbeitet u.a. auch mit Partnern an Lösungen, die Personal effizienter koordinieren. Der Markt für Hausnotrufsysteme zeigt sich von der Markt- und Wettbewerbssicht nach wie vor als relativ konservativ und wird weiter durch die Wohlfahrtsverbände dominiert. Der Einzug von neuen digitalen teilweise "disruptiven" Technologien ist weiter gewachsen, neue kleinere agilere Unternehmen zeigen auf, wie die Digitalisierung neue Geschäftsmodelle kommerziell attraktiv machen kann. Tunstall wird zukünftig mit seiner neuen Evity Plattform darauf reagieren. 2. Geschäftsverlauf Auch die Tunstall GmbH ist von den Auswirkungen der hohen Energiepreise und der allgemein hohen Inflation betroffen. Nahezu alle externen Lieferanten haben ihre Preise deutlich erhöht, was sich in z.T. deutlich höheren Kosten niederschlägt. Die Tunstall GmbH hat mit entsprechenden Preiserhöhungen reagiert und konnte damit die Auswirkungen einigermaßen abfedern. Jedoch führten auch im Geschäftsjahr 2022/23 unterbrochene Lieferketten dazu, dass Bestellungen nur verspätet oder teilweise gar nicht ausgeliefert werden konnten. Qualitätsbedingter Auslieferungsstopp eines Hauptproduktes im Bereich Hausnotruf führte zu weiteren Auftragseinbußen. Dennoch konnte man durch alternative Produkte die Verluste ausgleichen, sodass in Summe dennoch ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt werden konnte. Im Vergleich verzeichnete der Bereich Krankenhaussysteme trotz der genannten marktwirtschaftlichen Herausforderungen einen stabilen Auftragseingang und damit die Bestätigung der eingeschlagenen Vermarktungsstrategie. Der Krankenhaus Auftragsbestand zum Bilanzstichtag ist mit EUR 6,4 Mio. nach wie vor sehr hoch (Vorjahr EUR 6,9 Mio.). Lediglich die anhaltenden Lieferengpässe bei bestimmten Produkten verhinderten hier ein besseres Ergebnis auf Budget Niveau. Im Altenheim Sektor konnten die Ziele ebenfalls nicht ganz erreicht werden, da auch hier nicht jederzeit alle Artikel ausreichend beschafft werden konnten. Die Anteile konnten im Großen und Ganzen gehalten werden, der Auftragsbestand in diesem Bereich war zum Bilanzstichtag EUR 0,43 Mio. (Vorjahr EUR 0,53 Mio.). Durch eine geplante Umstrukturierung und Spezialisierung der Key-account Position ist eine Fokussierung auf den weiterhin wachsenden Altenheim Markt geplant. In Summe kann Tunstall in einem logistisch herausfordernden Umfeld ein erfolgreiches Geschäftsjahr vermelden. Wichtig war auch der Ausbau der gruppenintern gewünschten "SaaS" Lösungen. Die dafür notwendige Schlüsseltechnologie "gehostete Notrufzentrale TSP" hat weitere Kundenaufschaltungen aufzuweisen, gleichzeitig konnten Kosten in der Infrastruktur verringert werden. Im Geschäftsjahr 2022/2023 erzielte die Tunstall GmbH Umsatzerlöse in Höhe von EUR 27,9 Mio. und konnte damit den Vorjahreswert deutlich steigern (+ EUR 1,9 Mio.) Der Auftragseingang ist im Vergleich zum Vorjahr (EUR 25,9 Mio.) auf EUR 26,1 Mio. leicht gestiegen (+0,8 %). 3. Lage 3.1. Ertragslage Das Geschäftsjahr 2022/2023 schließt mit einem Ergebnis nach Steuern in Höhe von EUR 1,5 Mio. (Vorjahr: EUR 1,1 Mio.) ab. Durch erfolgreiches Kostenmanagement konnte das Ergebnis trotz Inflation und Beschaffungsproblemen gesteigert werden. Das Rohergebnis (Umsatzerlöse zzgl. sonstiger betrieblicher Erträge und Bestandsveränderungen abzgl. Materialaufwand) hat sich im Wesentlichen aufgrund des erhöhten Materialaufwands reduziert und liegt im Berichtszeitraum bei EUR 12,1 Mio. (Vorjahr EUR 12,4 Mio.). Die Rohergebnismarge ist dabei um 4,4%-Punkte auf 43,3 % gesunken (Vorjahr 47,7 %). Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um EUR 0,5 Mio. auf EUR 6,6 Mio. gestiegen, was hauptsächlich aus Gehaltserhöhungen resultiert. Die Abschreibungen sind mit EUR 0,4 Mio. auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr, und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von EUR 3,5 Mio. sind um EUR 1,2 Mio. geringer als im Vorjahr. Der Rückgang begründet sich im Wesentlichen durch die Erhöhung der Gewährleistungsrückstellungen im Zusammenhang mit den fehlerhaften Lithium-Ionen Akkus im Vorjahr. Das EBITDA hat sich um EUR 0,4 Mio. auf EUR 1,9 Mio. erhöht. Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages mit der Tunstall Group Holdings GmbH wurde der Periodengewinn in Höhe von EUR 1,5 Mio. (im Vorjahr EUR 1,1 Mio.) in voller Höhe abgeführt. Durch einen neuen Produktmix und weitere Investitionen in den Bereichen Personal und Entwicklung von digitalen Lösungen kann aber das nächste Jahr als insgesamt günstig eingestuft werden. 3.2. Finanzlage Die Finanzlage der Gesellschaft ist weiterhin positiv, sämtliche Investitionen erfolgten aus dem laufenden operativen Cash Flow. Guthaben bei Kreditinstituten und der Kassenbestand belaufen sich auf insgesamt EUR 1,5 Mio. zum 30. September 2023 (Vorjahr: EUR 1,0 Mio.). Die verfügbaren liquiden Mittel entsprechen 12% der Bilanzsumme (im Vorjahr: 9%). 3.3. Vermögenslage Die Bilanzsumme der Tunstall GmbH hat sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 1,3 Mio. auf EUR 12,9 Mio. erhöht. Durch geringere Sachinvestitionen im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich das Anlagevermögen gegenüber dem Vorjahresstichtag um EUR 0,1 Mio. reduziert und beläuft sich nun auf EUR 0,9 Mio. (Vorjahr EUR 1,0 Mio.) und stellt 7% der Bilanzsumme dar. Das Umlaufvermögen hat sich mit insgesamt EUR 11,9 Mio. gegenüber dem Vorjahr um EUR 1,5 Mio. erhöht. Die Vorräte sind gegenüber Vorjahr um EUR 1,0 Mio. gestiegen, die liquiden Mittel haben sich um EUR 0,5 Mio. erhöht. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um EUR 0,9 Mio. gestiegen, die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich um EUR 0,1 Mio erhöht. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich dagegen im Vergleich zum Vorjahr um EUR 1,0 Mio. reduziert. Auf der Passivseite haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um EUR 1,4 Mio. erhöht, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen EUR 0,1 Mio. unter dem Vorjahresniveau. Die sonstigen Rückstellungen sind auf dem gleichen Stand wie im Vorjahr. Zum Ende des Geschäftsjahres 2022/2023 weist die Bilanz nach erfolgter Verlustübernahme unverändert zum Vorjahr ein positives Eigenkapital in Höhe von EUR 7,3 Mio. aus. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 56% (Vorjahr: 63%). Die Tunstall GmbH hatte zum Bilanzstichtag keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr war die Tunstall GmbH jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Die Geschäftsleitung ordnet den Geschäftsverlauf hinsichtlich des Umsatzes und des Jahresfehlbetrags, sowie der daraus resultierenden Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft als zufriedenstellend ein. 4. Steuerungssystem Die Tunstall GmbH nutzt zur Unternehmenssteuerung finanzielle Leistungsindikatoren. Hierbei verwendet das Unternehmen sowohl die Finanzkennzahl EBITDA als auch die Finanzkennzahl Netto-Umsatzerlöse. Die Ermittlung der Umsatzlöse stellt sich wie folgt dar: Umsatzerlöse (brutto) - Skonti und Boni = Umsatzerlöse (netto) Die Ermittlung des EBITDA im Gesamtkostenverfahren stellt sich wie folgt dar: Umsatzerlöse (netto) +/- Bestandsveränderungen bei unfertigen und fertigen Erzeugnissen + sonstige betriebliche Erträge + aktivierte Eigenleistungen - Materialaufwendungen - Personalaufwendungen - Sonstige betriebliche Aufwendungen = EBITDA Die Gesellschaft nutzt keine nicht-finanziellen Leistungsindikatoren zur Steuerung der Unternehmung. Im Vorjahr hatten wir einen Umsatzanstieg für das abgelaufene Geschäftsjahr in Höhe von +7,5% erwartet. Den Anstieg des EBTIDA hatten wir mit ca. +5% prognostiziert. Der Umsatzanstieg im Geschäftsjahr 2022/23 betrug 7,3% und war damit nur knapp unter unseren Erwartungen. Das EBITDA ist im Vergleich zum Vorjahr um 2,4% gestiegen und lag damit unter unseren Erwartungen. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. RisikoberichtDie Tunstall GmbH ist ein in den Konzern der Tunstall Group Holdings Ltd., Großbritannien, eingebundenes Unternehmen. Die zukünftige Entwicklung der Tunstall GmbH ist im Wesentlichen abhängig von der Entwicklung der Gruppe und den bei der Konzernobergesellschaft getroffenen strategischen Entscheidungen, da insbesondere die Hausnotrufprodukte vom Konzern bezogen werden. Die aktuellen Inhaber weisen auf einen deutlich längeren Finanzierungshorizont hin, der eine langfristigere Planung ermöglichen wird. Zum Berichtszeitpunkt wurde das operative Geschäft der Tunstall Ltd. durch weitere Kredite gestützt, um notwendige Investitionen durchzuführen, aber auch um Margenverluste durch verteuerte Bauteile auszugleichen. Damit bestehen keine wesentlichen Risiken, die den Bestand des Unternehmens bzw. die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage gefährden könnten. Es besteht ein internes Risikomanagementsystem, das etwaige Risiken für die Gesellschaft überwacht und monatlich an den Konzern meldet sowie entsprechende Maßnahmen einleitet, um den Risiken zu begegnen. Die nachfolgenden Risiken sind in der Reihenfolge Ihrer Wichtigkeit - beginnend mit dem wesentlichsten Risiko - dargestellt. Allgemein ist die Gesellschaft einem wachsenden "digitalen" Wettbewerb ausgesetzt, der durch hohe Innovationskraft und kürzere Produktzyklen gekennzeichnet ist. Gemäß aktueller Roadmap wird Tunstall mit einer Plattformstrategie "Evity" diesen Ansprüchen gerecht, unter der Voraussetzung, dass die gezeigten Launch-Dates eingehalten werden. Es bestanden auch noch im Geschäftsjahr 2022/2023 negative Auswirkungen aufgrund gestörter Lieferketten sowie dadurch teilweise verursachte Qualitätseinbußen bei Hausnotrufprodukten, die über die Gruppe bezogen werden. Die Situation hat sich zum Ende des Geschäftsjahres gebessert, und für das folgende Geschäftsjahr wird eine weitere Entspannung der Liefersituation erwartet. Trotzdem bleibt hier ein anhaltendes Risiko bestehen. Risiken aus Gewährleistungsrückstellungen bleiben aus unserer Sicht grundsätzlich mit einem Restrisiko behaftet. Sonstige Risiken, beispielsweise Ausfallrisiken von Kunden, können bis dato als gering eingestuft werden. Zusammenfassend sind keine Risiken erkennbar, die den Bestand der Tunstall GmbH oder die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage gefährden. 2. Chancenbericht Für die Zukunft werden weiter steigende Umsätze erwartet, was durch die Einführung der neuen komplett digitalen Produktlinien im Bereich Hausnotruf, Krankenhaus-Lichtruf sowie erweiterte SaaS Lösungen gestützt wird. Zudem stellt die neue gruppenweit initiierte Evity Plattformstrategie langfristig eine zeitgemäße und innovative Produktentwicklung dar, mit deren Hilfe neue Geschäftsfelder aber auch "Upsell" Potenziale im bestehenden Geschäftsumfeld erreicht werden können. Im Bereich Hausnotrufzentralen bietet die inzwischen etablierte TSP (Tunstall Service Platform) erweiterte 24/7 Hosting Möglichkeiten, die der Gesellschaft die Möglichkeit eröffnet, von dem bis dato klassischen einmaligen Verkaufsmodell zu einem "SaaS" (Software as a Service) Modell mit monatlichen/wiederkehrenden Umsätzen zu partizipieren. Im Bereich Hausnotruf ist neben dem bekannten SmartHub ein neues, volldigitales Produkt "Lifeline Digital" zugelassen worden, welches das SmartHub sukzessive ersetzen wird. Grundsätzlich stellt der Trend zur Digitalisierung die Chance von erhöhten Umsätzen durch optimierte Geschäftsmodelle dar. Durch verbesserte "Total cost of ownership"- und Miet-Modelle besteht die Chance des Austauschs der gesamten analogen installierten Basis von ca. 400.000 analogen Tunstall Geräten. Der Bereich Telehealth wird zukünftig von Tunstall nicht mehr unterstützt und durch eine digitale "Health & Care" Strategie ersetzt. Hier ist das Ziel u.a. neue Finanzierungsmodelle von "Digitalen Pflegeanwendungen" (DIPA) seitens der Krankenkassen und Leistungsträger nutzbar zu machen. Der Bereich Lichtruf für Krankenhaus sowie Altenheime unterliegt ebenfalls weiteren Evolutionszyklen, die auf digitale Mehrwerte ausgerichtet sind. Die geplante Verschmelzung von Krankenhaus- und Altenheimsystemen verspricht eine höhere Effizienz und Verschlankung sowie die Reduzierung der Komplexität des Produktportfolios. Neue geplante Geschäftsmodelle wie Lizenz- und Wartungsoptionen zeigen neue Potentiale insbesondere für den Export Bereich auf. 3. Prognosebericht Dieser Bericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Erwartungen, Vermutungen und Prognosen der Geschäftsführung sowie den ihr derzeit verfügbaren Informationen beruhen. Die in die Zukunft gerichteten Aussagen sind nicht als Garantien der darin genannten Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. In der im Januar 2024 veröffentlichten Prognose des HRI (Handelsblatt Research Institut) wird für das Jahr 2024 ein Wachstum der Wirtschaftsleistung von 0,3 Prozent prognostiziert. Im folgenden Jahr 2025 soll das BIP um 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigen. Weitere Einflussfaktoren bleiben vor allem die hohen Energiepreise und hohe allgemeine Preissteigerungen. Das ifo-Institut prognostiziert für das Jahr 2024 eine weiter sinkende Inflationsrate von 2,2 Prozent. Hinzu kommen nach wie vor anhaltende Material- und Lieferengpässe sowie der Fachkräftemangel.[1] Der Umsatz im Geschäftsjahr 2022/2023 lag ca. 7% über dem Vorjahresniveau. Trotz der schwachen allgemeinen Wachstumsprognosen erwarten wir für das Geschäftsjahr 2023/2024 erneut ein Umsatzwachstum von ca. 8% gegenüber dem Vorjahr. Durch nach wie vor steigende Preise und Personalkosten wird die Steigerung beim EBITDA mit ca. 5% etwas niedriger eingeschätzt. Der prognostizierte Anstieg resultiert aus einem erhöhten Mengenwachstum durch die komplette Erneuerung des Produktportfolios auf IP-Produkte und dem weiteren Ausbau der sog. Managed Services. Für konzerninterne Einkäufe ist eine Mindestmarge durch fixe Transferpreise sichergestellt. Bei Einkäufen von Dritten erwarten wir nicht mehr so erhebliche Preissteigerungen wie in den Vorjahren, trotzdem werden diese durch entsprechende Preiserhöhungen an Kunden weitergegeben werden müssen. Tunstall schafft mit einer neuen Digitalstrategie in fast allen Produktbereichen neue Anreize für Kunden, speziell in den Bereichen Telecare und NurseCall. Das erwartete Wachstum wird unterstützt durch stetig geschultes, erfahrenes Personal. Im Personalbereich liegt die durchschnittliche Verweildauer im Unternehmen bei 13 Jahren, was die langfristige Planung unterstützt. Für den anspruchsvollen IT Bereich konnte der seit 2022 im Unternehmen rekrutierte IT Manager weitere Stabilität und den notwendigen Change Prozess unterstützen mit dem Ziel, die "SaaS" Philosophie weiter auszubauen und neue Leistungen abrechenbar zu machen. Durch installierte Controlling-Funktionen, KPI ́s und die Zertifizierung nach ISO9001/2015 können zukünftige Unternehmenschancen und -risiken früh erkannt werden und entsprechende Maßnahmen prozessorientiert umgesetzt werden. Das Unternehmen strebt eine stetige Steigerung der ökonomischen, ökologischen und sozialen Leistung an. Unter Berücksichtigung der Marktentwicklung und der geplanten Maßnahmen wird eine positive Entwicklung der Ertrags- und Finanzlage erwartet.
Telgte, 28. Februar 2023 Tunstall GmbH Florian Lupfer-Kusenberg, Geschäftsführer [1] ifo Institut - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V. Bilanz zum 30. September 2023Aktivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Oktober 2022 bis 30. September 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023I. Allgemeine Angaben Die Tunstall GmbH, Telgte, ist beim Amtsgericht Münster (HRB 9578) unter der Adresse Orkotten 66, 48291 Telgte, als Gesellschaft mit beschränkter Haftung registriert. Der Jahresabschluss zum 30. September 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren beibehalten. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Entsprechend der Größe der Gesellschaft wurden die Erleichterungsvorschriften des § 288 Abs. 2 HGB teilweise in Anspruch genommen. Der Abschluss ist in Tausend Euro aufgestellt. II. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die dem Jahresabschluss 2022/23 zugrunde liegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 238 bis 288 HGB). Im Einzelnen werden folgende Grundsätze angewandt: Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der wirtschaftlichen Nutzung planmäßig linear abgeschrieben. Software wird über einen Zeitraum von 3 bis 5 Jahren abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um (ggf. anteilige) planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungsdauer ist festgelegt auf Basis der geschätzten wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Betriebs- und Geschäftsausstattung wird über einen Zeitraum von 3 bis 15 Jahren abgeschrieben. Zugänge mit Einzelanschaffungskosten von EUR 250 bis EUR 1.000 werden in einen Sammelposten eingestellt und mit 20 % p. a. linear abgeschrieben. Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Vorräte werden zu Anschaffungskosten/Herstellungskosten bzw. den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten am Abschlussstichtag bewertet. Abwertungen für Bestandsrisiken werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Bestände, die länger als ein Jahr keine Bewegung aufweisen, werden zu 50 % und Bestände, die zwei Jahre nicht bewegt werden, werden zu 75 % wertberichtigt. Die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse beinhalten neben den direkten Material- und Fertigungskosten auch angemessene Teile der Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkosten. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zusätzlich wird eine Pauschalwertberichtigung auf nicht einzelwertberichtigte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1,12 % (i. Vj. 1,63 %) gebildet. Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Als aktive (passive) Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben (Einnahmen) ausgewiesen, die einen Aufwand (Ertrag) für eine bestimmte Periode nach dem Abschluss-Stichtag darstellen. Das Eigenkapital ist zu Nennwerten angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB laufzeitäquivalent abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Bei Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden gem. § 256a Satz 2 HGB das Imparitätsprinzip und das Realisationsprinzip nicht angewendet. III. Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Entwicklung des Anlagevermögens ist wie folgt:
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 999 (i. Vj. TEUR 2.027) gegen die Gesellschafterin und resultieren im Wesentlichen aus dem Saldo aus kurzfristigen Darlehensforderungen sowie kurzfristigen Verbindlichkeiten aus der ertrag- und umsatzsteuerlichen Organschaft. Die verbleibenden Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 2.295; i. Vj. TEUR 2.271) resultieren in Höhe von TEUR 54 (i. Vj. TEUR 38) aus Lieferungen und Leistungen, in Höhe von TEUR 1.324 (i. Vj. TEUR 1.324) aus der Weiterbelastung von Gewährleistungskosten sowie in Höhe von TEUR 917 (i. Vj. TEUR 909) aus Darlehensforderungen gegen die Tunstall Integrated Health & Care Ltd., Whitley Lodge, Großbritannien. Die Darlehensforderungen sind grundsätzlich innerhalb eines Jahres fällig, werden aber erfahrungsgemäß um ein weiteres Jahr verlängert. Die sonstigen Rückstellungen betreffen Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 507 (i. Vj. TEUR 405), Gewährleistungsrückstellungen TEUR 1.594 (i. Vj. TEUR 1.734) und übrige sonstige Rückstellungen TEUR 246 (i. Vj. TEUR 253), hauptsächlich für Rechts- und Beratungskosten (TEUR 65), Kundenboni (TEUR 61) und ausstehende Rechnungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 2.194 (i. Vj. TEUR 831) resultieren in Höhe von TEUR 1.825 aus konzernintern weiterbelasteten Kosten und bestehen im Wesentlichen gegenüber einer Konzerngesellschaft (Tunstall Healthcare UK Ltd.) und in Höhe von TEUR 400 aus einem erhaltenen kurzfristigen Darlehen von der BeWo Telehealthcare GmbH. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind nachfolgend dargestellt:
Die Umsätze des Geschäftsjahres 2022/2023 resultieren im Wesentlichen aus dem Verkauf von Fertigen Erzeugnissen und Handelswaren und teilen sich wie folgt auf (in TEUR):
Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen von TEUR 74 sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 34 (i. Vj. TEUR 42) enthalten. Diese betreffen Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen und Einzelwertberichtigungen. Jahresergebnis Der Jahresüberschuss (TEUR 1.499) (i. Vj. TEUR 1.132) wird aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages mit der Gesellschafterin Tunstall Group Holdings GmbH, Telgte, an diese abgeführt. IV. Sonstige Angaben (1) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Aufwendungen für Miet- und Leasingverträge für die Geschäftsjahre 2023/2024 bis einschließlich 2025/2026 belaufen sich insgesamt auf TEUR 505. Davon sind TEUR 194 bis zum 30. September 2024 fällig. (2) Haftungsverhältnisse In Zusammenhang mit der Fremdfinanzierung der Tunstall Group Finance Ltd. hat die Tunstall GmbH bis zu einem Höchstbetrag von GBP 273,8 Mio. (i. Vj. GBP 205 Mio.) alle ihre gegenwärtigen und zukünftigen Forderungen aus Warenlieferungen und Leistungen von bestimmten Drittkunden und bestimmten verbundenen Unternehmen, alle ihre gegenwärtigen und zukünftigen Ansprüche und Rechte aus bestimmten Versicherungen sowie alle ihre gegenwärtigen und zukünftigen Forderungen aus an bestimmte verbundene Unternehmen gewährte Darlehen als Sicherheiten an die Tunstall Group Finance Ltd. bestellt. Entsprechend der wirtschaftlichen Lage des gesamten Konzerns ist eine Inanspruchnahme aus diesen Haftungsverhältnissen zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses nicht wahrscheinlich. Zum Bilanzstichtag bestanden darüber hinaus wie im Vorjahr keine weiteren Haftungsverhältnisse. (3) Anzahl der Beschäftigten Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten betrug im Geschäftsjahr:
(4) Mitglieder der Geschäftsführung Der Geschäftsführung gehörte im Geschäftsjahr 2022/2023 an: Florian Lupfer-Kusenberg, hauptamtlicher Geschäftsführer, Warendorf. Herr Florian Lupfer-Kusenberg hat keine Bezüge von der Gesellschaft bezogen. (5) Konzernabschluss Die Gesellschaft ist ein 100%iges Tochterunternehmen der Tunstall Group Holdings GmbH, Telgte. Den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Konzernunternehmen stellt die Tunstall Integrated Health & Care Ltd., Whitley Lodge, Whitley Bridge/Großbritannien auf, die diesen auch veröffentlicht. Den Konzernabschluss für den größten Kreis stellt die Tunstall Group Holdings Ltd., Whitley Lodge, Whitley Bridge/Großbritannien auf. Die Konzernabschlüsse sind jeweils in den Geschäftsräumen der Konzernobergesellschaft einsehbar. (6) Nachtragsbericht Nach Geschäftsjahresschluss haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ereignet.
Telgte, 28. Februar 2024 Tunstall GmbH Florian Lupfer-Kusenberg, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Tunstall GmbH, Telgte Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Tunstall GmbH, Telgte, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Tunstall GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulation der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtige Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 28. Februar 2024 KPMG
AG
Velder, Wirtschaftsprüfer Beck, Wirtschaftsprüfer Feststellung JahresabschlussDer Jahresabschluss zum 30. September 2023 wurde am 29. Februar 2024 festgestellt. |
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