CleverForks GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Fahrrädern, E-Bikes, deren Teilen und Zubehör
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Lars Böcking seit 8.8.2025 | Prokura |
Maximilian Arnold Vetter seit 8.11.2023 | Prokura |
Kai Böcher seit 14.11.2018 | Prokura |
Gunther Grindel seit 1.10.2015 | Geschäftsführer |
Thomas Jung seit 14.7.2011 | Prokura |
Uwe Daub seit 20.12.2005 | Geschäftsführer |
Christof Berg seit 20.12.2005 | Prokura |
Arnold Vetter seit 21.11.2003 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
VETTER Group GmbHBurbachKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht 2022I. Grundlagen des Konzerns 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die VETTER Group GmbH ist das Konzern-Mutterunternehmen der operativen Tochtergesellschaften VETTER Industrie GmbH und ANKONA GmbH. Die VETTER Industrie GmbH stellt am Standort Burbach Gabelzinken und Komponenten für Flurförderzeuge und Baumaschinen her. In diesem Marktsegment gehören wir in Europa und weltweit zu den Marktführern. Kunden sind die Hersteller von Gabelstaplern, Baumaschinen und Anbaugeräten und deren (in der Regel selbständige) Händlerorganisation. Die Produkte gehen in den Erstausrüster- und Ersatzteilmarkt. Die VETTER Industrie GmbH wiederum ist die Muttergesellschaft der VETTER Polska Sp. z o.o. in Polen, der VETTER Forks, Inc. in den USA, der VETTER Scandinavia AB in Schweden, der VETTER Industria Iberica SLU in Spanien und der VETTER Italia GmbH in Italien. Die VETTER Polska Sp. z o.o., die VETTER Scandinavia AB, die VETTER Industria Iberica SLU und die VETTER Italia GmbH sind reine Vertriebsgesellschaften. Die VETTER Forks, Inc. am Standort Chambersburg/PA ist sowohl Produktions- als auch Vertriebsgesellschaft. Die BOLUM AB ist eine 100%ige Tochter der VETTER Scandinavia AB. Die BOLUM AB ist Eigentümerin des Betriebsanwesens in Haninge/Stockholm, welches an die VETTER Scandinavia AB vermietet ist. Die ANKONA GmbH ist eine reine Vertriebsgesellschaft. Die VETTER Group GmbH ist für die Verwaltung von Beteiligungen und sonstigem Vermögen sowie die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich sogenannter zentraler Dienste tätig. Das Anlagevermögen der VETTER Group GmbH ist an die VETTER Industrie GmbH vermietet. Im Juni 2021 erwarb die VETTER Group GmbH 94 % der Geschäftsanteile der VETTER Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH vom bisherigen Anteilseigner, der Deutschen Anlagen-Leasing Service GmbH. Zwischen der VETTER Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH und der VETTER Group GmbH besteht ein Mietvertrag über die Büro-, Produktions- und Lagerflächen in der Carl-Benz-Straße 45, Burbach. 2. Forschung und Entwicklung Gegenstand unserer FuE-Aktivitäten ist die Optimierung des bestehenden Produktportfolios und darauf basierend die Entwicklung weiterer innovativer Lösungen. Schwerpunkte der FuE-Tätigkeit in 2022 waren die aktive Weiterentwicklung der SmartFork-Produktfamilie, die Entwicklung von Gabelzinken für automatisierte Transportsysteme (FTS) und Werkstoffforschungen. Die Mitarbeiterzahl in Forschung und Entwicklung belief sich im Jahr 2022 auf 12 Mitarbeiter. II. Wirtschaftsbericht 1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft a) Weltwirtschaftliches Umfeld Die Entwicklung der Weltwirtschaft im Jahr 2022 war weiterhin, wenngleich abgeschwächt, geprägt durch die Folgen der Corona-Pandemie. Hinzu kamen die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine. Die Steigerung der globalen Wirtschaftsleistung für das Jahr 2022 lag preisbereinigt bei 3,4 %. In Deutschland lag die reale Veränderung beim BIP bei +1,9 Prozent und in der Eurozone sogar bei +3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Weltwirtschaft wird 2023 nach Aussagen des IWF (Internationaler Währungsfonds) in diesem Jahr deutlich langsamer wachsen als ursprünglich prognostiziert. Das weltweite Wachstum soll demnach nur noch 2,8 % für 2023 betragen. Globale Krisen belasten die Weltwirtschaft zwar weiter schwer, die totale Neuausrichtung der Corona-Politik Chinas könnte laut IWF aber den Weg zur Erholung ebnen. Ein Abrutschen der Weltwirtschaft in die Rezession dürfte so vermieden werden. Gleichwohl wird auf etliche Risiken, die eine schlechtere Entwicklung zur Folge hätten, hingewiesen. So könnte sich in China die Corona-Situation und die Krise im Immobiliensektor verschlechtern, der Krieg in der Ukraine könnte eskalieren, und in den Schwellen- und Entwicklungsländern könnte es zu einer Schuldenkrise kommen. Für die Eurozone rechnet der IWF mit geringeren Wachstumsraten um 0,8 %. In Deutschland soll das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt demnach in diesem Jahr auf einem Niveau des Vorjahres stagnieren (-0,1 %) und im kommenden Jahr um 1,7 % zulegen. Die Inflationsrate wird im Jahr 2023 mit durchschnittlich 6,2 % nur wenig niedriger liegen als im Vorjahr. b) Branchenentwicklung Der Markt für Flurförderzeuge hat sich 2022 gut entwickelt, die Nachfrage nach Gabelstaplern und Lagertechnikgeräten stieg an. Der Trend hat sich weltweit in allen Märkten niedergeschlagen. Die Logistikbranche, die eine der Hauptabnehmer für die Flurförderzeugbranche ist, hat gerade im Jahr 2022 ihre enorme Wichtigkeit für die weltweite Versorgung unter Beweis gestellt. Nach dem starken Wachstum in den Vorjahren wird für 2023 eine leichte Abkühlung der Branchenkonjunktur erwartet. Eine weitere wichtige Abnehmerbranche für uns ist die Baumaschinenindustrie. Diese profitiert sehr stark von den vielen weltweiten Infrastrukturprogrammen, die zur Stimulierung der Wirtschaft in vielen Ländern während der Coronapandemie implementiert wurden. Der Umsatz in 2022 mit Baumaschinen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 6,9 %. Die Branchen, in denen wir vertreten sind, sind absolut intakt und lassen für die Zukunft weiteres Wachstum erwarten. 2. Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf 2022 ist im Vergleich zum Vorjahr von höheren Umsatzerlösen, höheren Materialaufwendungen sowie höheren Personalaufwendungen geprägt. Das Umsatzwachstum wurde sowohl im Inland als auch überproportional im Ausland erzielt. Diese Entwicklung wurde auch durch zügig realisierte Preiserhöhungen und den Verkauf höherwertiger Produkte unterstützt. Der höhere Materialaufwand ist sehr wesentlich auf gestiegene Einkaufspreise zurückzuführen. Die Personalkosten sind aufgrund von tariflichen Anpassungen, als auch Neueinstellungen in 2022 gestiegen. Personal-Einstellungen erfolgten sowohl im gewerblichen als auch im Angestelltenbereich. Im Berichtsjahr wurden wieder hohe Investitionen zur weiteren Optimierung der Produktion und Erweiterung des Produktspektrums vorgenommen. Der Geschäftsverlauf war in 2022 positiv und lag über den Erwartungen. Die im Vorfeld gesetzten strategischen Ziele, insbesondere die Steigerung des Umsatzes und Ertrags, wurden deutlich übertroffen. 3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage a) Vermögenslage Das Anlagevermögen wird von der VETTER Group GmbH gehalten und an die Tochtergesellschaften verpachtet. Die Konzernbilanzsumme hat sich um 18.274 T€ auf 78.639 T€ erhöht. Die Eigenkapitalquote beträgt 58 %. b) Finanzlage Zur Analyse der Finanzlage haben wir in der Anlage III eine Kapitalflussrechnung in Anlehnung an den Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 21 (DRS) aufgestellt. Ausgehend vom Konzernjahresüberschuss in Höhe von 9.498 T€ beträgt der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 10.465 T€, der Cashflow aus Investitionstätigkeit -9.021 T€ und der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 4.291 T€. c) Ertragslage Die Ertragslage ist weiterhin positiv, trotz zusätzlicher Kosten für neue Mitarbeiter, Produkteinführungen, Ausbau des Vertriebsnetzes und Kapazitätserhöhungen. Die Konzernumsatzerlöse der VETTER Group GmbH beliefen sich im Geschäftsjahr 2022 auf 126.410 T€ und sind gegenüber dem Vorjahr um 28.943 T€ gestiegen. Von den Umsätzen entfielen 52.218 T€ auf Inlandsumsätze und 74.192 T€ auf Umsätze mit dem Ausland. Konzernbereinigt stellte sich die Umsatzentwicklung wie folgt dar: Die VETTER Industrie GmbH hatte eine Umsatzsteigerung von 28,9 % erzielt. Dabei entfällt das Wachstum zu ungefähr gleichen Teilen auf das Geschäft im Inland und im Ausland. Die ANKONA GmbH konnte eine Umsatzsteigerung um 17,6 % erzielen. Sie beschäftigt sich hauptsächlich mit dem Handel von Lastaufnahmekomponenten für Bau- und Landmaschinen und greift hier größtenteils auf die Produkte der VETTER Industrie GmbH zurück. Die Auslandsgesellschaften, die VETTER Polska Sp. z o.o., die VETTER Scandinavia AB, die VETTER Forks, Inc., die VETTER Industria Iberica SLU und die VETTER Italia GmbH sind 100%ige Tochtergesellschaften der VETTER Industrie GmbH. Die Gesellschaften hatten gegenüber dem Vorjahr Umsatzsteigerungen zu verzeichnen. Lediglich bei der VETTER Polska Sp. z o.o. wurden Umstrukturierungen vorgenommen, die zu einem Umsatzrückgang führten. Alle Auslandsgesellschaften haben solide Jahresüberschüsse erzielt und eine sehr gute Eigenkapitalquote. Der im Vergleich zum Vorjahr höhere Materialaufwand des Konzerns VETTER Group GmbH ist auf gestiegene Einkaufspreise zurückzuführen. Im Berichtsjahr betrug der Materialaufwand 69.424 T€ und ist um 27,5 % gestiegen. Die Personalkosten des Konzerns betrugen im Geschäftsjahr 26.617 T€ und sind gegenüber dem Vorjahr um 15,6 % gestiegen. Im Geschäftsjahr konnte ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von 9.498 T€ erzielt werden. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einer Steigerung um 4.733 T€ (= 99,3 %). Die Umsatzrentabilität beträgt 7,5 % (Vorjahr 4,9 %). Die intensiven Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten erfolgen kundenbezogen und sehr stark als Ergebnis eigener Aktivitäten. Alle FuE-Aktivitäten sind in der Unternehmenseinheit "VETTER Solutions" zusammengefasst, um agil und schnell die Marktchancen im dynamischen Markt der Logistik aufzugreifen. 4. Produktion 2022 stand im Zeichen einer deutlichen Ausweitung der Produktionsfläche durch den Erwerb einer benachbarten Industrieimmobilie. Weitere Schwerpunkte der Investitionen waren in 2022 Neuanschaffungen für die Automatisierung der Produktion. Im Sinne der nachhaltigen Transformation hin zur einer klimaneutralen Produktion wurden erhebliche Mittel in Energieeffizienzmaßnahmen und eine große Photovoltaikanlage angeschafft. Die Produktion wird mit Hilfe von Produktivitäts- und Qualitätskennziffern gesteuert und eng überwacht. Durchgängig und gelebte Managementsysteme nach ISO 9001, 14001 und 50001 sind seit vielen Jahren implementiert und zertifiziert. Im Rahmen der WPO (Werks Prozess Optimierung) erfolgt eine ständige Verbesserung der Abläufe und Prozesse. 5. Beschaffung Die wesentlichen Lieferanten unseres Unternehmens sind im Rahmen unseres Qualitätssicherungssystems zertifiziert. Qualitäts- und/oder Lieferzeitprobleme sind im Berichtsjahr signifikant nicht aufgetreten. Die Marktpreise für Energie sowie wesentliche Rohstoffe und Vormaterialien sind im Berichtsjahr gestiegen - die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten. 6. Investitionen Wie bereits zuvor erwähnt, fanden umfangreiche Investitionen statt. Das Anlagevermögen wird von der VETTER Group GmbH gehalten und an die Tochtergesellschaften verpachtet. In 2023 sind weitere Investitionen im Bereich der Produktion geplant. Hauptsächlich im Fokus stehen hier Neu- bzw. Ersatzinvestitionen zur Erhöhung von Produktivität, Kapazität und Energieeffizienz. 7. Personalbereich Die Zahl der Mitarbeiter hat sich erhöht, in erster Linie auf Grund des erhöhten Absatzvolumens. Darüber hinaus wurden Positionen geschaffen, die das Unternehmen auf das zukünftige Wachstum vorbereiten sollen. 8. Gesamtaussage Das Geschäftsjahr 2022 hat einen guten Verlauf genommen. Die Planzahlen wurden übertroffen. Der Konzernumsatz ist um 29,7 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen, der Konzernjahresüberschuss erhöhte sich auf 9.498 T€, was gegenüber dem Vorjahr einer Steigerung um 99,3 % entspricht. Diese Zuwächse konnten wir aufgrund der guten Absatzmengen, allgemeinen Preisanpassungen und Absatzsteigerungen bei Artikeln mit höherer Wertschöpfung erreichen. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht Auf Basis des ersten Halbjahres 2023 wird für die VETTER Industrie GmbH für 2023 ein leicht rückläufiger Umsatz im Vergleich zum Vorjahr und eine analoge Ergebnisentwicklung budgetiert. Für die ANKONA GmbH ist für 2023 eine nochmalige Ausweitung des Geschäftsvolumens geplant. Die Markterschließung wird weiter intensiviert werden. Für alle Auslandsgesellschaften wird ebenfalls auf Basis des ersten Halbjahres 2023 eine gute Geschäftsentwicklung prognostiziert. Insgesamt rechnen wir mit einer positiven Entwicklung unserer Gesellschaft. 2. Chancen- und Risikobericht Im Wettbewerbsumfeld hat VETTER seine Position durch hohe Zuverlässigkeit, Preiswürdigkeit, Qualität und Erfahrung weiter festigen können. Risiken ergeben sich derzeit insbesondere durch den Krieg in der Ukraine und die hiergegen ergriffenen Maßnahmen, die enormen Einfluss auf die Gesellschaft und Wirtschaft haben. Ferner bestehen grundsätzlich die Risiken, die sich aus der Geschäftstätigkeit selbst ergeben. Hier sind Wechselkursrisiken und nachteilige Entwicklungen der Rohstoffpreise zu nennen. Die Preise für das Vormaterial sind im ersten Halbjahr 2023 wieder leicht fallend - die weitere Entwicklung auf dem Stahlmarkt bleibt abzuwarten. Die Rohstoffpreise sind sehr volatil, sodass Prognosen schwierig zu geben sind. Wechselkursrisiken werden durch Devisentermingeschäfte gezielt begrenzt. Die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine auf Rohstoffpreise und Wechselkurse sind derzeit schwer zu prognostizieren. Nennenswerte Fremdfakturierungen werden in US-Dollar, Schwedischer Krone und einigen anderen Währungen getätigt. Hier bestehen in erheblichem Umfang Kurssicherungen, um Risiken zu minimieren. US-Dollar-Forderungen werden zu einem großen Teil mithilfe von Devisentermingeschäften abgesichert. Finanzinstrumente werden somit ausschließlich für Sicherungszwecke eingesetzt. Währungsrisiken aus Wechselkursschwankungen versuchen wir auf diese Weise zu minimieren. Die Wirksamkeit der Sicherung wird durch die Geschäftsführung sichergestellt. Die Liquiditätslage des Unternehmens ist gut. Es wird ein konsequentes Forderungsmanagement betrieben. Forderungsausfälle bewegen sich, wie schon seit vielen Jahren, im Promillebereich. Aufgrund der teilweise schon jahrzehntelangen Zusammenarbeit mit den Kunden, besteht hier eine sehr gute Bonitätseinschätzung, sodass hier keine Risiken zu erwarten sind. Eine Abhängigkeit von einzelnen Kunden besteht nicht, der größte Kunde der VETTER Industrie GmbH hat einen Umsatzanteil von 4 %, die größten 20 Kunden bilden 52 % des Umsatzes. Es besteht ein durchgehender Versicherungsschutz für alle im Rahmen der Geschäftstätigkeit entstehenden Risiken. Für eventuelle bevorstehende Garantieleistungen werden Rückstellungen im normalen Umfang gebildet. Das Unternehmen verwendet umweltgefährdende Stoffe nur in sehr geringem Umfang und hat keine umweltkritischen Produktionsprozesse. Die VETTER Industrie GmbH ist nach ISO 9001, 14001 und 50001 zertifiziert. Mit Hilfe von Monats- bzw. Quartalsanalysen unseres Controllings erkennen wir evtl. eintretende Soll/Ist-Abweichungen im Laufe des Jahres sehr schnell und können notwendige Maßnahmen sofort ergreifen. Der Ausblick für die kommenden Jahre ist trotz steigender Zinsen, der hohen Inflation, des anhaltenden Krieges in der Ukraine, zunehmender Handelskonflikte und einer ausufernden Bürokratie noch grundsätzlich positiv. Unsere Märkte sind sehr intakt, unsere Produkte werden gebraucht.
Burbach, im September 2023 Die Geschäftsführung Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022
Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022
Der Finanzmittelfond besteht aus Flüssigen Mitteln und Wertpapieren Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2022
Konzernanhang 2022I. Allgemeine Angaben zum Mutterunternehmen Die VETTER Group GmbH hat ihren Sitz in Burbach. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Siegen unter B 10179 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Konzernabschlusses Nach den Bestimmungen des § 290 HGB ist die VETTER Group GmbH verpflichtet, einen Konzernabschluss aufzustellen. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2022 wurden nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die Bilanzierung erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung. Der vorliegende Konzernabschluss ist unter Beibehaltung der wesentlichen, zum 31. Dezember 2021 angewendeten, Bilanzierungs-, Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze sowie der fortgeführten Buchwerte aufgestellt worden. Die für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 265, 266 ff. HGB) wurden dabei eingehalten. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 bzw. 275 HGB sowie § 42 GmbHG, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet. Die Kapitalflussrechnung wurde unter Beachtung des Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 21 (DRS 21) erstellt. Der Finanzmittelfond besteht aus den flüssigen Mitteln und Wertpapieren. Die Gesellschaft erstellt den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 in Euro. III. Angaben zur Konsolidierung Der Konzernabschluss umfasst die auf den 31. Dezember 2022 erstellten Einzelabschlüsse der VETTER Group GmbH und ihrer Tochtergesellschaften:
* - Diese Gesellschaften nehmen die Befreiung
nach § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch.
** - historischer Kurs 1 € entspricht
1,2687/1,1450 USD
*** - historischer Kurs 1 € entspricht
9,96617 SEK
**** - historischer Kurs 1 € entspricht
3,5720 PLN
***** - historischer Kurs 1 € entspricht
9,3200 SEK
Die Tochtergesellschaften wurden vollkonsolidiert. Ihr Bewertungsansatz wurde anhand der Neubewertungsmethode (s. dazu IV. Abs. 1) ermittelt. Die VETTER Industrie GmbH gründete 2006 in Illinois/USA ein Tochterunternehmen, die VETTER Forks, Inc., Chicago. Die Produktion erfolgt am Standort Chambersburg in Pennsylvania. In 2007 hat die VETTER Industrie GmbH 60 % der Anteile an der im Oktober 2007 neu gegründeten Euroforks Sp. z o.o. in Polen erworben. Am 16. Mai 2012 hat die VETTER Industrie GmbH die restlichen 40 % der Anteile an der Euroforks Sp. z o.o. erworben. Die Gesellschaft wurde daraufhin in VETTER Polska Sp. z o.o. umfirmiert. Aus dem Erwerb ergab sich ein aktivischer Unterschiedsbetrag i. H. v. T€ 59, der über fünf Jahre linear abgeschrieben wurde. In 2008 hat die VETTER Industrie GmbH 49 % der Anteile der Vectrotec Truckgafflar AB (ab 2009 VETTER Scandinavia AB) in Haninge/Schweden erworben. Zum 31. Dezember 2009 wurde die Gesellschaft erstmalig nach der Equity-Methode bewertet. Am 30. April 2010 erwarb die VETTER Industrie GmbH weitere 41 % der Anteile an der VETTER Scandinavia AB. Die Gesellschaft wurde damit in 2010 erstmalig auf den Erwerbszeitpunkt 30. April/1. Mai 2010 vollkonsolidiert. Bei der Erstkonsolidierung ergab sich ein aktivischer Unterschiedsbetrag i. H. v. T€ 289, der über fünf Jahre linear abgeschrieben wurde. Zum 15. Dezember 2011 wurden von der VETTER Industrie GmbH die restlichen 10 % der Anteile an der VETTER Scandinavia AB erworben. Hierbei ergab sich ein aktivischer Unterschiedsbetrag i. H. v. T€ 11, der ebenfalls über fünf Jahre linear abgeschrieben wurde. Mit Vertrag vom 15. April 2015 hat die VETTER Scandinavia AB, Haninge/Schweden, 100 % der Anteile an der Bolum AB, Haninge/Schweden, erworben. Zum 31. Dezember 2015 erfolgte erstmals die Einbeziehung der Bolum AB, Haninge, in den Konsolidisierungskreis der VETTER Group GmbH, Burbach. Die Aktiva der Gesellschaft betreffen vor allem Grundstücke und aufstehende Gebäude i. H. v. € 647.273,98 zum Zeitpunkt des Erwerbs. Die Nutzung des Gebäudes erfolgt durch Vermietung an die VETTER Scandinavia AB. Im Januar 2018 gründete die VETTER Industrie GmbH in Vigo/Spanien ein Tochterunternehmen, die VETTER Industria Iberica S.L.U. Mit Gründungsurkunde vom 7. November 2019 wurde in Bozen/Italien von der VETTER Industrie GmbH ein Tochterunternehmen, die VETTER Italia GmbH gegründet. Mit Kaufvertrag vom 20. Juni 2021 wurden von der Vetter Group GmbH 94 % der Geschäftsanteile der Vetter Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH, Burbach, erworben. Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb, die Errichtung, Finanzierung und Vermietung von Geschäftsbauten sowie die Durchführung aller für die Erreichung dieses Zweckes erforderlichen Geschäfte und Maßnahmen. Die Bewertung erfolgte anhand der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 2 Satz 2 HGB auf Basis der Wertansätze zum 31. Dezember 2021. Der verbliebene, aktivische Unterschiedsbetrag i. H. v. € 74.855,94 ist den Gebäuden der Gesellschaft zuzuordnen und wird mit den Gebäuden über deren Restnutzungsdauer abgeschrieben. Der Abschluss der amerikanischen Tochtergesellschaft wurde in US-Dollar, die Abschlüsse der schwedischen Tochtergesellschaften in schwedischen Kronen und der Abschluss der polnischen Tochtergesellschaft in Zloty aufgestellt.
IV. Konsolidierungsmethoden Die Kapitalkonsolidierung der vollkonsolidierten Gesellschaften wurde gemäß DRS 23 nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 HGB) auf der Grundlage der Wertansätze der Anteile an den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen zum Erwerbs- oder Gründungszeitpunkt vorgenommen. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften wurden gegeneinander aufgerechnet. Zwischenergebnisse aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr sind eliminiert. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist um die Erlöse aus Innenumsätzen sowie die konzerninternen Aufwendungen und Erträge bereinigt. Konzerninterne Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen werden aufgerechnet. Die Abschlüsse der einbezogenen amerikanischen, schwedischen und polnischen Tochtergesellschaften, die in Fremdwährung aufgestellt sind, werden gemäß § 308a HGB in der Bilanz zum amtlichen Devisenkassamittelkurs (Ausnahme Eigenkapital, welches zu historischen Kursen umgerechnet wurde) und in der Gewinn- und Verlustrechnung zum Durchschnittskurs umgerechnet. Unterschiedsbeträge aus den Kursveränderungen zum Vorjahr und der Differenz zwischen Devisenkassa- und Durchschnittskurs werden erfolgsneutral im Ausgleichsposten Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung ausgewiesen. Unterschiedsbeträge, die sich beim Anlagevermögen ergeben, sind im Anlagespiegel in der Spalte "Währungsdifferenzen" offen ausgewiesen. V. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bewertung ist nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 252 bis 256a HGB vorgenommen worden. Für die Erstellung des Konzernabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Immaterielle Vermögensgegenstände Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibung vermindert. Der Firmenwert resultiert aus einem aktivischen Unterschiedsbetrag bei der Kapitalkonsolidierung (Erstkonsolidierung) der VETTER Scandinavia AB, Schweden, sowie der VETTER Polska Sp. z o.o., Polen. Er wurde über die Dauer von fünf Jahren linear abgeschrieben. Sachanlagen Die Zugänge werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Die Anschaffungskosten umfassen auch die einzeln zuordenbaren Anschaffungsnebenkosten und nachträglichen Anschaffungskosten. Anschaffungspreisminderungen werden abgesetzt. Die Abgänge werden zu Anschaffungskosten und aufgelaufenen Abschreibungen zum Zeitpunkt ihres Ausscheidens ausgebucht. Die Abschreibungen werden planmäßig entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer grundsätzlich nach der linearen Methode vorgenommen. Für Maschinen und Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung der Zugangsjahre bis 2019, die im Drei- oder Vierschichtbetrieb eingesetzt werden, wird auf die lineare Abschreibung ein Schichtzuschlag von 50 % angesetzt. Abschreibungen auf Maschinen und Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung mit einer Nutzungsdauer von mehr als vier Jahren werden ab dem Zugangsjahr 2020 degressiv mit dem 2,5-fachen Satz (maximal 25,0 %) der linearen Abschreibung vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu € 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und als Abgang erfasst. Finanzanlagen Die sonstigen Ausleihungen sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden mit nach der Durchschnittsmethode ermittelten Anschaffungskosten angesetzt. Gesunkene Wiederbeschaffungskosten und eingeschränkte Verwertbarkeit sind durch Abwertungen in angemessenem Umfang berücksichtigt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten oder niedrigeren Zeitwerten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Kosten, die aktivierungspflichtig sind. Zur Ermittlung der Gemeinkosten sind Verrechnungs- und Zuschlagssätze ermittelt worden. Bezugsgrößen der Gemeinkostenverrechnung waren im Geschäftsjahr die Einsatzzeiten der Mitarbeiter, die Maschinenlaufzeiten und die Materialeinzelkosten. Die Verrechnungs- und Zuschlagssätze sind dabei kostenträgerspezifisch ermittelt worden. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nominalwerten abzüglich angemessener Wertberichtigungen angesetzt. Die Forderung aus der Rückdeckungsversicherung stellt Deckungsvermögen für Altersversorgungsverpflichtungen dar und wurde daher gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtung zum 31. Dezember 2022 saldiert. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgte auf Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens des Versicherers. Der Ausweis des Unterschiedsbetrags nach Saldierung erfolgt als Pensionsrückstellung auf der Passivseite. Wertpapiere Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten bzw. ihrem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Flüssige Mittel Die flüssigen Mittel werden zum Nennwert angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft abgegrenzte Aufwendungen des folgenden Geschäftsjahres. Eigenkapital, Rückstellungen und Verbindlichkeiten Das Stammkapital und die Kapitalrücklagen werden zu Nennwerten bilanziert. Rückstellungen Die Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung unter Berücksichtigung von Preis- und Kostensteigerungen notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr werden gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Pensionsrückstellungen Für die Altersversorgungszusage besteht eine aus Beiträgen gespeiste Rückdeckungsversicherung, die an den Versorgungsberechtigten verpfändet ist. Diese Rückdeckungsversicherung bildet Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB und wurde infolge dessen mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember 2022 saldiert. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Forderung aus der Rückdeckungsversicherung erfolgt auf Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens des Versicherers. Der das Deckungsvermögen übersteigende Teil der Altersversorgungszusage wurde als Pensionsrückstellung angesetzt. Die Ermittlung des Erfüllungsbetrages der Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen erfolgte auf Basis versicherungsmathematischer Grundlagen unter Berücksichtigung der "Richttafeln 2018 G" von Dr. Klaus Heubeck. Abzinsungen wurden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, in Höhe von 1,78 % zum 31. Dezember 2022 vorgenommen. Die Berechnungen selbst erfolgten nach der Projected Unit Credit Method, der so genannten PUC Methode. Für in der Anwartschaft befindliche Berechtigte wurde ein Gehaltstrend von 0,0 % p. a. berücksichtigt. Mit dem Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften wurden, mit Gültigkeit für Jahresabschlüsse ab dem 31. Dezember 2016, die Effekte der derzeitig andauernden Niedrigzinsphase abgemildert, indem für die Abzinsung von Pensionsrückstellungen ein durchschnittlicher Marktzinssatz von zehn Jahren, anstatt von sieben Jahren anzuwenden ist. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem 10-Jahresdurchschnittszinsatz und dem 7-Jahresdurchschnittszinsatz beträgt zum 31. Dezember 2022 € 20.500,00 (Vorjahr € 31.454,00). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Aktive und passive latente Steuern Die latenten Steuern resultieren aus Abweichungen zwischen der Steuerbilanz und der Konzernbilanz. Die Beträge werden mit den voraussichtlichen unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des voraussichtlichen Abbaus der Differenzen bewertet. Eine Abzinsung ist entsprechend § 274 Abs. 2 Satz 1 HGB nicht vorgenommen worden. Bei der Ermittlung der unternehmensindividuellen Steuersätze wurden die Körperschaftsteuer, der Solidaritätszuschlag sowie die Gewerbesteuer berücksichtigt. Insgesamt ergibt sich ein unternehmensindividueller Steuersatz von 30,875 %. Abweichungen zwischen der Handelsbilanz I und der Handelsbilanz II der VETTER Scandinavia AB sowie der Bolum AB werden unter Anwendung des schwedischen Steuersatzes von 20,6 % bewertet. Zum 31. Dezember 2022 werden die aktiven und passiven latenten Steuern saldiert als passive Steuerverbindlichkeit ausgewiesen. Fremdwährungsumrechnung Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Guthaben bei Kreditinstituten und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die ursprünglich auf fremde Währung lauteten, werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag gem. § 256a HGB bewertet. Soweit Fremdwährungspositionen kursgesichert sind, erfolgt die Bewertung zum entsprechenden Sicherungskurs. VI. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Bei den sonstigen Ausleihungen handelt es sich um ein Wandeldarlehen. Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres ist im Anlagespiegel dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Fristigkeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt, wie im Vorjahr, weniger als 1 Jahr. Eigenkapital Der Konzernbilanzgewinn beinhaltet einen Gewinnvortrag von € 20.952.295,82 (Vorjahr: € 17.737.683,98). Der Ausgleichsposten Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung ist aus Kursgewinnen und Kursverlusten im Eigenkapitalbereich der Tochtergesellschaften in den USA, Schweden und Polen sowie aus der Kapital- und Schuldenkonsolidierung entstanden. Gemäß § 307 Abs. 1 HGB werden die Anteile anderer Gesellschafter an der Vetter Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH, Burbach, in Höhe von € 20.898,84 innerhalb des Eigenkapitals unter dem Posten "nicht beherrschende Anteile" gesondert ausgewiesen. Pensionsrückstellungen Die gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB miteinander verrechneten Altersversorgungsverpflichtungen und sonstigen Vermögensgegenstände stellen sich vor Saldierung wie folgt dar:
Die zu den vorstehenden Posten gehörigen Aufwendungen und Erträge, die ebenfalls gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB miteinander zu verrechnen waren, stellen sich einzeln wie folgt dar:
Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen folgende Posten:
Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind aus dem Verbindlichkeitenspiegel ersichtlich. Passive latente Steuern Am 31. Dezember 2022 resultiert aus Abweichungen zwischen der Steuerbilanz und der Konzernbilanz per Saldo eine latente Steuerverbindlichkeit in Höhe von € 645.000,00 (Vorjahr: € 865.500,00). Aus den Konsolidierungsmaßnahmen zum Bilanzstichtag ergaben sich per Saldo aktive latente Steuerforderungen in Höhe von € 63.424,82 (Vorjahr: € 10.232,65). Die erstmalige Berechnung der Abschreibung bei Computerhardware und Software zur Dateneingabe und -verarbeitung auf Basis einer einjährigen Nutzungsdauer in der Steuerbilanz ergab eine passive latente Steuerverbindlichkeit in Höhe von € 714.404,28 (Vorjahr: € 884.728,26). Aus Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz bei den Pensions- und Archivierungsrückstellungen resultiert eine aktive latente Steuerforderung in Höhe von € 49.413,98 (Vorjahr: € 47.414,00). Die aktiven und passiven latenten Steuern wurden mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz von 30,875 % bewertet. Aus Abweichungen zwischen der Handelsbilanz I und der Handelsbilanz II der VETTER Scandinavia AB und der Bolum AB resultieren passive latente Steuerverbindlichkeiten in Höhe von € 43.434,52 (Vorjahr: € 38.418,39). Sie wurden unter Anwendung des schwedischen Steuersatzes von 20,6 % bewertet. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz ausgewiesen sind (Leasingverpflichtungen), betragen in den nächsten 5 Jahren T€ 1.131 (Vorjahr: T€ 2.781). Es bestehen keine Leasingverpflichtungen mit einer Laufzeit von mehr als 5 Jahren. VII. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Im Geschäftsjahr wurden von den Konzernunternehmen Umsatzerlöse in Höhe von T€ 126.410 (Vorjahr: T€ 97.467) erzielt. Davon entfallen ca. 41 % (Vorjahr: 45 %) auf das Inland und ca. 59 % (Vorjahr: 55 %) auf das Ausland. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 991 (Vorjahr: T€ 848) umfassen im Wesentlichen Erträge aus Währungsumrechnung T€ 829 (Vorjahr: T€ 588), Erträge aus Essensgeld (T€ 58), Schadensersatzleistungen (T€ 21) sowie Gewinne aus Anlagenabgängen T€ 10. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ 15.503 (Vorjahr: T€ 12.949) beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Ausgangsfrachten und Verpackung (T€ 6.483), Kosten für Instandhaltungen und Ersatzteile (T€ 3.117), EDV-, Kommunikations- und Postkosten (T€ 1.399), Miet- u. Leasingkosten (T€ 596), Versicherungen (T€ 428), Werbe- u. Messekosten (T€ 398), Reisekosten (T€ 380), Aufwendungen aus Währungsumrechnung i. H. v. T€ 337 (Vorjahr: T€ 221) sowie Personalnebenkosten (T€ 285). Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge beinhalten Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen i. H. v. € 617,29 (Vorjahr: € 0,00). Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen i. H. v. € 3.313,00 (Vorjahr: € 3.160,00) enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag umfassen mit T€ 4.218 laufenden Ertragssteueraufwand sowie T€ 217 Erträge aus latenten Steuern. Auf die freiwillige Angabe einer Überleitungsrechnung bezüglich des Steueraufwands im Sinne von DRS 18.67 wurde verzichtet. VIII. Sonstige Angaben Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen haben insgesamt eine untergeordnete Bedeutung und werden zu marktüblichen Bedingungen abgewickelt. Das Honorar des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen betrug T€ 47. Weitere Leistungen wurden seitens unseres Abschlussprüfers nicht erbracht. Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter inklusive Auszubildende beträgt:
Alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer der Muttergesellschaft war in 2022:
Am 16. Februar 2023 ist Frau Gabriele Vetter, Wilnsdorf-Niederdielfen, zur weiteren Geschäftsführerin der Gesellschaft bestellt worden. Sie ist stets einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Eintragung im Handelsregister ist am 3. März 2023 erfolgt. Die in § 295 Abs. 9a HGB verlangten Angaben über die Gesamtbezüge für die Geschäftsführer unterbleiben mit dem Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB. Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind, eingetreten. Laut Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 14. Juli 2023 wurden vom Jahresüberschuss des Mutterunternehmens € 4.000.000,00 ausgeschüttet und der verbleibende Restbetrag in Höhe von € 3.819.423,61 auf neue Rechnung vorgetragen.
Burbach, im September 2023 Die Geschäftsführung Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens
Konzern-Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2022
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die VETTER Group GmbH, Burbach Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der VETTER Group GmbH, Burbach und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der VETTER Group GmbH, Burbach für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Siegen, den 27. September 2023 S/W
Treuhand Südwestfalen GmbH
Wilke, Wirtschaftsprüfer |
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