Timberland Finance GmbH & Co. KG
Selbe AdresseVerbriefungszweckgesellschaften a. n. g.
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Krämer seit 5.6.2002 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Timberland Capital Management GmbHDuisburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023Allgemeines Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den allgemeinen Vorschriften des HGB unter Beachtung der Verordnung für die Rechnungslegung der Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) sowie der Berücksichtigung der branchenspezifischen Vorschriften nach den §§ 340 ff HGB aufgestellt. 1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Der Kassenbestand sowie die Forderungen an Kreditinstitute und Kunden wurden mit dem Nennwert bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden grundsätzlich durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere sind dem Anlagevermögen zugeordnet und wurden zu Anschaffungskosten oder, sofern es sich um eine voraussichtlich dauernde Wertminderung handelt, zum niedrigeren beizulegenden Kurswert am Bilanzstichtag bilanziert. Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen über die voraussichtliche betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, bewertet. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger, nutzungsbedingter Abschreibungen bilanziert. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear über die voraussichtliche betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Bei Zugängen des Geschäftsjahres wird die Abschreibung pro-rata-temporis angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden bis 2012 im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben und als Abgang behandelt, ab dem Jahr 2018 wurden die Anlagegüter in einem Sammelposten erfasst und linear über eine Nutzungsdauer von fünf bis zehn Jahren abgeschrieben. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt, erkennbare Einzelrisiken werden grundsätzlich durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Verbindlichkeiten sind mit den jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert. Transaktionen in fremder Währung werden zum Kassakurs am Tag der Transaktion (Verpflichtungsgeschäft) in Euro umgerechnet. Monetäre Bilanzposten, die auf ausländische Währung lauten, werden zum Devisenkassamittelkurs des letzten Börsentages vor Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. 2. Erläuterungen zur Bilanz (1) Fristengliederung bestimmter Bilanzpositionen nach Restlaufzeiten gemäß § 9 RechKredV Von den Forderungen an Kunden haben TEUR 4 eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten, TEUR 3 eine Restlaufzeit von mehr als drei Monaten bis zu einem Jahr und TEUR 0 eine Restlaufzeit von über einem bis fünf Jahre. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist haben TEUR 44 eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten, T€ 45,7 bis zu einem Jahr und T€ 164,2 mit einer Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahre und T€ 75 mehr als 5 Jahre. (2) Vermögensgegenstände und Schulden in Fremdwährung Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2023 keine auf USD lautende Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus. (3) Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere Die im Posten 4 der Aktiva enthaltenen Wertpapiere wurden im Hinblick auf Dauerbesitzabsicht dem Anlagebestand zugeordnet. Die institutsinternen Regularien zur Zuordnung der Wertpapiere wurden im Jahr 2023 nicht geändert. Die Wertpapiere sind sämtlich dem Anlagebestand zugeordnet. Um-gliederungen wurden im Jahr 2023 nicht vorgenommen. Bei den Wertpapieren handelt es sich fast ausschließlich um Wertpapiere auf Euro lautend aus Hauptindizes Deutschlands (DAX), Frankreichs (CAC-40) sowie den Niederlanden (AEX). Die Wertpapiere sind sämtlich börsenfähig und börsennotiert. Die im Jahr 2023 nach § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung auf die Wertpapiere beläuft sich auf TEUR 1,8, die Zuschreibungen auf TEUR 0. Zum 31.12.2023 lag der Buchwert der Wertpapiere bei TEUR 45,5. (4) Beteiligungen / Anteilsbesitz Im Geschäftsjahr 2013 zeichnete die Gesellschaft Kommanditbeteiligungen als Finanzanlage (als geschäftsführende Kommanditistin) in Höhe von jeweils EUR 10,00 an 5 KG-Fonds. Zum Bilanzstichtag werden die festen Kommanditanteile in Höhe von insgesamt EUR 50,00 ausgewiesen. Sämtliche Beteiligungen sind nicht börsenfähig. (5) Sachanlagen Die Sachanlagen bestehen aus der Betriebs- und Geschäftsausstattung und dem Fuhrpark. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. (6) Sonstige Vermögensgegenstände Unter den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von T€ 110 werden Forderungen an nahestehenden Personen (T€ 71) und Unternehmen aus Weiterberechnungen (T€ 14,2) ausgewiesen. (7) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist haben folgende Restlaufzeiten:
(8) Sonstige Verbindlichkeiten In dem Posten sind die folgenden wesentlichen Einzelbeträge enthalten:
3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (1) Zinsaufwendungen In dem Posten sind Kontokorrentzinsen und Kreditzinsen in Höhe von TEUR 17 enthalten. (2) Provisionserträge Die Provisionserträge wurden aus der Vermittlung der Produkte der 5 KGs sowie durch die Vermittlungen durch gebundene Vermittler generiert. (3) Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Tätigkeiten mit Unternehmen im Drittland in Höhe von TEUR 217; aus Geschäftsführungstätigkeiten in Höhe von TEUR 150, Sachbezüge in Höhe von TEUR 8 sowie Erträge aus Dienstleistungen in Höhe von TEUR 27 enthalten. 4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus ausstehenden Miet- oder Leasingverpflichtungen bestanden zum Bilanzstichtag in geschäftsüblichen Umfang. 5. Sonstige Angaben (5.1) Honorar des Wirtschaftsprüfers für die Abschlussprüfung Das Honorar des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses beträgt TEUR 15 und für andere Bestätigungsleistungen (Prüfung nach § 89 WpHG, soweit diese das Jahr 2023 betreffen) TEUR 8. (5.2.) Transaktionen mit nahestehenden Personen und Unternehmen Im Folgenden werden alle Transaktionen mit nahestehenden Personen im Sinne von IDW RS HFA 33 im Geschäftsjahr 2023 aufgeführt (alle Angaben in TEUR):
(5.3) Geschäftsführer Geschäftsführer der Gesellschaft war im Berichtsjahr 2023 ausschließlich
Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Geschäftsführers wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. (5.4) Rechtliche Verhältnisse Die Gesellschaft (Timberland Capital Management GmbH) mit Sitz in Duisburg ist im Handelsregister des Amtsgerichts Duisburg unter der Registernummer HRB 7204 eingetragen. (5.5) Mitarbeiter Im Jahr 2023 waren bei der Timberland Capital Management GmbH neben dem Geschäftsführer ganzjährig zwei Mitarbeiter in Vollzeit sowie zwei Aushilfen beschäftigt. (5.6) Finanzinstrumente im Handelsbestand Es wurden keine Finanzinstrumente dem Handelsbestand zugeordnet. Die institutsinternen Kriterien für die Zuordnung von Finanzinstrumenten in den Handelsbestand wurden im Jahr 2023 nicht geändert. (5.7) Angaben zu Ereignissen nach dem Bilanzstichtag Wesentliche Vorgänge besonderer Bedeutung, die nach dem Abschlussstichtag eingetreten sind, gab es nicht. 6. Ergebnisverwendungsvorschlag für das Geschäftsjahr 2023Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den gesamten Jahresüberschuss in voller Höhe in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen.
Duisburg, 22. August 2024 Timberland Capital Management GmbH Die Geschäftsleitung Thomas Krämer Lagebericht 2023Unternehmensgegenstand Tätigkeitsbereich der Timberland Capital Management GmbH ist die Finanzportfolioverwaltung für Privatkunden. Ferner fungiert das Unternehmen als Haftungsdach für die Anlagevermittlung von Wertpapieren unter der Zuhilfenahme von vertraglich gebundenen Vermittlern. Die Gesellschaft hat sich des Weiteren als geschäftsführende Kommanditistin an fünf Gesellschaften (GmbH & Co. KG) beteiligt und fungiert als Geschäftsführerin. Entwicklung Gesamtwirtschaft weltweit Die Weltwirtschaft expandierte im vergangenen Jahr verhalten. Die hohe Inflation war einer der Gründe dafür, denn sie dämpfte die privaten Konsumausgaben. Zudem bremste die in vielen Regionen straffere Geldpolitik das Wirtschaftswachstum. Eine Rezession blieb allerdings aus, nicht zuletzt wegen der als robust einzustufenden Arbeitsmärkte. Auch die Finanzwirtschaft wurde nicht anhaltend beeinträchtigt, partielle Turbulenzen im Frühjahr zogen keine spürbaren Folgen für die Weltkonjunktur nach sich. 1 Das Jahr 2023 war insgesamt geprägt von ungewöhnlich hoher Inflation. Die globale Teuerungswelle ebbte jedoch im Jahresverlauf spürbar ab. Diese war zuvor durch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und die wirtschaftspolitischen Reaktionen in Gang gesetzt worden und verstärkte sich sodann durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Daraus resultierten vielerorts die stärksten Preisanstiege seit Jahrzehnten. In Reaktion auf die hohen Inflationsraten verstärkte sich auch das Lohnwachstum erheblich und trug selbst zu weiteren Preissteigerungen insbesondere im Bereich der Dienstleistungen bei. Manche Unternehmen weiteten im Umfeld hoher Inflation zudem ihre Gewinnmargen aus. 1 Die Verbraucherinflation betrug in den Industrienationen im Jahresdurchschnitt 2022 7,8 % und im Jahr 2023 noch immer 4,9 %. Für das Nachlassen der Inflation war der Rückgang der zuvor drastisch gestiegenen Energiepreise im Wesentlichen verantwortlich. Auch die Kerninflation, bei der die Energie- und Nahrungsmittelpreise nicht eingerechnet werden, ließ 2023 nach. Diese betrug in der Berichtsperiode noch 4,8 % nach 5,2 % im Jahr 2022. 1 Laut Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) dürfte die Weltwirtschaft im vergangenen Jahr insgesamt um 3,1 % gewachsen sein, nach 3,5 % im Jahr 2022. 1 Vor dem Hintergrund etwaiger Risiken aus einer weiteren möglichen Fortsetzung der Wachstumsabschwächung in China, einer etwaigen Eskalation der kriegerischen Handlungen in der Ukraine und im Nahen Osten sowie die etwaige Zunahme bzw. Ausweitung geopolitischer Spannungen in anderen Weltregionen wurde im Dezember 2023 beschlossen die Finanzmittel des Internationalen Währungsfonds dauerhaft zu erhöhen. Diese Maßnahme soll dazu beitragen, die globale Finanzstabilität auch für die Zukunft zu sichern. Konkret hat der Gouverneursrat des IWF im Dezember 2023 beschlossen, die IWF-Quotenmittel um 50 % zu erhöhen. Die Quoten werden für alle Mitgliedsländer proportional erhöht, die Quotenanteile bleiben daher für alle unverändert. Gleichzeitig wurde beschlossen, die NKV (Neue-Kreditvereinbarungen) zeitgleich zur Erhöhung der Quoten zu reduzieren. 1
1 Quelle: Deutsche Bundesbank
Geschäftsbericht 2023
Besonders robust zeigte sich im Jahr 2023 die Wirtschaft der Vereinigten Staaten, wo sich die Produktion trotz des scharfen Zinsanstiegs - gestützt durch eine expansive Finanzpolitik - weiter deutlich erhöhte. Für das Gesamtjahr 2023 wurde ein Anstieg der Wirtschaftsleistung um 2,5 Prozent verzeichnet. Haupttriebkraft hierfür war der private Konsum, dies u.a. gestützt auf spürbar gestiegene Realeinkommen und einem robusten Arbeitsmarkt. Die Verbraucherpreisinflation ist im Jahresdurchschnitt 2023 gegenüber dem Vorjahr mit 8 auf 4,1 Prozent stark zurückgegangen. 2 Die chinesische Wirtschaft legte im vergangenen Jahr angesichts der Abkehr von der Null-Covid-Politik nur mäßig zu. Für das Jahr 2023 konnte ausweislich des statistischen Amtes Chinas zwar ein Anstieg des Bruttoinlandsproduktes um 5,2 Prozent verzeichnet werden, diese Rate liegt jedoch unter dem Trendwachstum vor der Pandemie. Bremsend wirkte sich die Krise im Immobiliensektor aus, welche wiederum die privaten Haushalte verunsicherte und zu einer Dämpfung des privaten Konsums führte. Hinzu kam, dass die Nachfrage aus dem Ausland schwächelte. 2 Entwicklung Gesamtwirtschaft Eurozone Die Wirtschaft im Euroraum verlor im vergangenen Jahr ebenfalls an Schwung. Die hohe Inflation belastete den privaten Konsum. Die schwache Auslandsnachfrage setzte der Industrie zu. Ferner liefen viele im Zuge der Pandemie und der Energiekrise beschlossenen Stützungsmaßnahmen aus. Hinzu kamen die gestiegenen Finanzierungskosten, welche ebenfalls das Wachstumstempo drosselten. Insgesamt verlangsamte sich das Wachstum des realen BIP von kalenderbereinigt 3,4 % gegenüber dem Vorjahr im Mittel von 2022 auf 0,5 % in der Berichtsperiode. 2 Der Preisdruck ließ im Euroraum im abgelaufenen Jahr deutlich nach. Wie auch in Deutschland war der primäre Anlass ein deutlicher Rückgang der Energiepreise. Im Jahresmittel 2023 stieg der Gesamt-HVPI ("Harmonisierten Verbraucherpreisindex") im Euroraum um 5,4 %. Im Jahr zuvor hatte die Inflationsrate noch 8,4 % betragen. Bei der Kerninflation war hingegen eine Zunahme von 3,9 % in 2022 auf 4,9 % im vergangenen Jahr zu verzeichnen. Die Rückkehr der Inflation zur Zielrate von 2 % benötigt noch Zeit. Laut dem jüngsten Preisausblick des Eurosystems wird der HVPI im laufenden Jahr noch um 2,7 % ansteigen. Erst im nächsten Jahr wird mit einer Inflationsrate von 2,1 % gerechnet - nahe beim Inflationsziel. 2 2023 war ein schwieriges Jahr für die deutsche Wirtschaft. Neben den Nachwirkungen der stark gestiegenen Energiekosten belastete die schwache Auslandsnachfrage die industrielle Erzeugung. Darüber hinaus drückte die hohe Inflation den privaten Verbrauch. Die hohen Lohnsteigerungen führten daher noch nicht dazu, dass sich die Konsumausgaben deutlich belebten. Ferner wirkte sich die straffere Geldpolitik des Eurosystems belastend auf die Konjunktur aus. Die gestiegenen Finanzierungskosten dämpften die Investitionen, dies vor allem im Wohnungsbau. Durch den Wegfall der pandemiebedingten Ausgaben, wie etwa für Impfungen und Tests, konnte ein kräftiger Rückgang des Staatskonsums verzeichnet werden. Stützend wirkten hingegen die Normalisierung der Lieferketten, die hohen Auftragsbestände in Industrie und Bau sowie der nach wie vor stabile Arbeitsmarkt. Insgesamt ging die deutsche Wirtschaftsleistung, gemessen am preis- und kalenderbereinigten Bruttoinlandsprodukt (BIP), im vergangenen Jahr nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes um 0,1 % gegenüber dem Vorjahr leicht zurück. Gemessen am Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) überschritt die Inflation in Deutschland im Oktober 2022 ihren Höhepunkt. 2 Fiskaldaten Deutschland Die Lage der öffentlichen Finanzen in Deutschland verbesserte sich im vergangenen Jahr u.a. bedingt durch das Auslaufen der temporären Corona-Stützungsmaßnahmen und trotz zunehmender Belastungen etwa für Energiekrisen-Hilfen, Verteidigung sowie gestiegener Zinsausgaben oder durch die ungünstige konjunkturelle Entwicklung. Die staatliche Defizitquote sank von 2,5 % im Jahr 2022 auf 2 % in der Berichtsperiode. 1
1 Quelle: Deutsche Bundesbank
Geschäftsbericht 2023
2 Quelle: Kieler Konjunkturbericht Nr. 109
(2023/Q4)
Branchenbezogene Rahmenbedingungen 2023 standen die Finanzmärkte erneut im Spannungsfeld zwischen geopolitischen Ereignissen -wie der Krieg in der Ukraine und der Nahostkonflikt- sowie der Inflation und Zinspolitik nebst Konjunkturentwicklung. Insbesondere die hohen Inflationsraten als Folge von Preisanstiegen und Lieferengpässen bei Rohstoffen sowie die fortgesetzten Leitzinsanhebungen der Notenbanken prägten das Jahr 2023. Hinzu kamen die Bankenturbulenzen in den USA und der Schweiz, welche in ihrem Ausmaß und Umfang bedeutende Stressereignisse darstellten. Die US-amerikanische Notenbank Federal Reserve hat bei ihrer letzten Erhöhung im Juli 2023 - der elften innerhalb von sechzehn Monaten - die Bandbreite für den effektiven Leizinssatz auf 5,25 - 5,50 Prozent festgesetzt. Die EZB erhöhte den Einlagenzins in mehreren Schritten, zuletzt im September auf 4,50 Prozent. Einhergehend mit dem Ende des Zinserhöhungszyklus der Notenbanken infolge leicht rückläufiger Inflationsraten und der Erwartung baldiger Zinssenkungen konnten die internationalen Börsen das Jahr 2023 mit deutlichen Kurszuwächsen beenden. In den USA beendete der Dow Jones Industrial Average Index, der mit der Jahresendrally einen neuen historischen Höchststand erreichte, den Beobachtungszeitraum mit 37.689,54 Punkten, ein Plus von 13,7 % seit Jahresbeginn. Der marktbreitere Standard & Poor's 500 Index stieg 2023 um 24,2 % auf 4.769,83 Punkte. In Europa verzeichnete der Euro Stoxx 600 Index einen Anstieg von 12,7 % im Vergleich zum Ultimo des Vorjahres und beendete das Jahr bei 479,02 Punkten. Der deutsche Aktienindex DAX verzeichnete ebenfalls zum Jahresende seinen historischen Höchststand und stieg um 20,3 % auf 16.751,64 Punkte. 3 Demgegenüber stand der starke Anstieg der Renditen für Staatsanleihen in den USA und Europa. 3 Mit einer Inflationsrate von über 5 % im Dezember 2023 wurden Preissteigerungen wie seit 30 Jahren nicht mehr erreicht. Teilweise waren dafür die Entwicklungen an den Rohstoffmärkten verantwortlich. In den Anlageklassen Aktien und Rohstoffe konnten bis zu zweistelligen Kursgewinnen realisiert werden. Die Wertentwicklung reichte 2023 von -3,5 % bis +32,7 %. Schlusslicht im Jahr 2023 sind Anleihen der Schwellenländer (-3,5 %), gefolgt von globalen Staatsanleihen (-3,1 %) und Unternehmensanleihen (-2,1 %). Diese verzeichneten im 4. Quartal nochmal leichte Verluste, aufgrund der Inflationsentwicklung und des Trends zum Rückgang gelpolitischer Hilfsmaßnahmen. Die Wertentwicklung des Geldmarkts verlief in der Jahresbetrachtung ebenfalls negativ mit -0,6 %. Gewinner im Jahr 2023 waren Hochzinsanleihen die als einzige Anleiheklasse um +3,0 % zulegen konnten. Die Wertentwicklung der Aktien aus den Schwellenländern lag bei +4,2 %. Insbesondere die schwächelnde wirtschaftliche Entwicklung Chinas in der zweiten Jahreshälfte verhinderte hier ein besseres Ergebnis. Trotz vielfältiger Belastungsfaktoren im 4. Quartal 2023 (Inflation, Lieferkettenprobleme, schwache Wachstumsdaten) erholten sich Aktien aus den Industrieländern und Rohstoffe von zwischenzeitlichen Kursrückgängen und konnten weiter zulegen. Im gesamten Jahr legten Rohstoffe (+20,7 %) und Aktien aus den Industrieländern (+32,7 %) im zweistelligen Bereich zu. 3 Der Euro verbilligte gegenüber dem US-Dollar um 7,95%, gegenüber dem britischen Pfund Sterling um 5,94% und gegenüber dem Schweizer Franken um 4,04%. Lediglich gegenüber dem japanischen Yen verteuerte sich der Euro um 3,87%. Lage der Gesellschaft (Vermögens-, Finanz- und Ertragslage) Es sind Erträge für die Tätigkeit als geschäftsführende Kommanditistin von fünf Gesellschaften von jeweils netto TEUR 30, insgesamt somit TEUR 150 (Vorjahr: TEUR 153) entstanden. Weitere Erträge von TEUR 217 (Vj.: TEUR 357) hat die Gesellschaft mit Unternehmen in Drittländern erzielt. Insgesamt konnten höhere Provisionen TEUR 42,7 (Vj.: TEU 11,3) erzielt werden, da weitere Erträge aus der Vermittlung von Produkten und aus guter Performance der Anlagen generiert wurden.
3
3 Quelle: Erste Group - Geschäftsbericht
2023
Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen verzeichneten im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 448) eine Verminderung um TEUR 87 auf TEUR 361. Die darin enthaltenen Personalkosten von TEUR 276 verringerten sich um TEUR 41 auf TEUR 235. Bei den anderen Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich insbesondere die Aufwendungen für Lizenzen und Konzessionen um TEUR 5 und es war eine Verminderung der Nebenkosten des Geldverkehrs um TEUR 3 zu verzeichnen sowie eine Verminderung der Fremdleistungen um TEUR 8 und eine Verminderung der Versicherungsbeiträge um TEUR 3 zu verzeichnen. Das Finanzanlagevermögen, hauptsächlich bestehend aus Aktien, die im deutschen, französischen bzw. niederländischen Haupt-Aktienindex einbezogen sind, beläuft sich auf TEUR 45. Außerplanmäßigen Abschreibungen in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 3) wurden vorgenommen. Die sonstigen Vermögensgegenstände betrugen zum Stichtag TEUR 110 gegenüber TEUR 444 im Vorjahr; es handelt sich dabei im Wesentlichen um Forderungen im Verbundbereich (TEUR 71). Die Gesellschaft weist für das Geschäftsjahr 2023 insgesamt einen Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 14,1 (Vorjahr: TEUR 13,3) aus. Der Bilanzgewinn aus dem Geschäftsjahr 2022 in Höhe von TEUR 13 wurde seinerzeit in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Der somit resultierende Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2023 beträgt TEUR 14,1 und wird voraussichtlich in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Das Eigenkapital erhöht sich um den vorgenannten Bilanzgewinn auf nunmehr TEUR 816. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhen sich zum Stichtag um TEUR 29 auf TEUR 329 (Vj.TEUR 300). Demgegenüber werden Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von TEUR 743 gegenüber TEUR 381 im Vorjahr ausgewiesen. Die Liquiditätssituation ist stabil geblieben. Die Vermögenslage unserer Gesellschaft bewerten wir weiterhin als gut. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten ist weiterhin stabil. Unsere Gesellschaft weist unverändert eine solide Vermögens- und sichere Finanzlage auf. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Die Risikosteuerung unserer Gesellschaft erfolgt seit Jahren mit Hilfe einer taggleich geführten Buchhaltung. Das ermöglicht einen taggleich aktualisierten Finanzstatus. Bei einer erhöhten Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr um TEUR 122 auf TEUR 1.329 beläuft sich die Eigenkapitalquote auf 61,4 % (Vorjahr: 63,2 %). Im Branchenvergleich liegt dieser Wert höher als bei anderen Mitbewerbern. Die Lage der Gesellschaft beurteilen wir zum 31.12.2023 insgesamt als zufriedenstellend. An diesem Ergebnis maßgeblich beteiligt sind hochqualifizierte Mitarbeiter/ innen deren Knowhow auch durch externe und interne Schulungsmaßnahmen kontinuierlich erweitert wird. Risiko- und Chancenbericht Risikobericht Die Grundsätze der Unternehmens- und Risikopolitik blieben im Vergleich zum Vorjahr weitgehend unverändert. Das Unternehmen ist nach wie vor darauf ausgerichtet, ausreichende Erträge im Rahmen der Finanzportfolioverwaltung zu erwirtschaften, die eine positive Entwicklung der Gesellschaft gewährleisten und letztendlich zu einer nachhaltigen Stärkung der Gesellschaft führen. Ziel ist es, für eine angemessene Kapital- und Liquiditätsausstattung des Unternehmens zu sorgen, die den Fortbestand des Unternehmens langfristig sichert. Hierfür sind auch ein angemessener und bewusster Umgang mit Risiken erforderlich. Dies erfordert, die Kostenentwicklung stetig im Blick zu haben und etwaige notwendige Investitionen (z.B. in IT mittels generalüberholter Hardware in einem guten und geprüften Zustand an Stelle von Neugeräten) nur im überschaubaren Rahmen durchzuführen. Diese Strategie hat sich nach Einschätzung der Geschäftsführung sowohl qualitativ-technisch sowie kostenseitig bewährt. Die Aufrechterhaltung der laufenden Liquidität sowie die Erwirtschaftung eines hierfür angemessenen Gewinns soll dabei berücksichtigt werden. Risiken werden gesehen in den geopolitischen Spannungen und Konflikten wie dem anhaltenden Krieg in der Ukraine und dem Nahostkonflikt, deren Auswirkungen durch besondere politische Entscheidungen - hier insbesondere auch die Fiskalpolitik betreffend - jederzeit zu einer weiteren Verunsicherung der Marktteilnehmer führen kann. Auch ist eine Ausweitung der vorgenannten Konflikte auf andere Länder derzeit nicht auszuschließen; dieses Szenario stellt eine zusätzliche Belastung in der Risikobetrachtung dar. Auch bergen die wirtschaftlichen Probleme in China wie die Immobilienkrise und die hohe private und öffentliche Verschuldung nicht unerhebliche Risiken. Letzteres gilt gleichwohl auch für die USA wenngleich der Markt dieses Risiko nur als untergeordnet bewertet. Eine weitere wirtschaftliche Abschwächung bis hin zu einer Wirtschaftskrise in China kann nicht ausgeschlossen werden. Als ein zusätzliches Eskalationsrisiko muss auch auf die bestehenden Konflikte mit Taiwan hingewiesen werden. Sowohl China als auch Taiwan unterhalten enge wirtschaftliche Beziehungen zu vielen Industrienationen. Ferner sind Klima- und Umweltrisiken als wesentliche Risikoarten zu nennen und können langfristig gesehen bedeutsame Treiber darstellen. Die Auswüchse und Auswirkungen hieraus sind mittel- und langfristig derzeit nicht absehbar. Die Erfahrungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie haben gezeigt, dass Pandemien zu Verwerfungen am globalen Geld- und Kapitalmarkt führen und damit einen bedeutsamen Einfluss auf das Liquiditätsrisiko haben können. Die geldpolitischen Maßnahmen der Notenbanken als Reaktion auf die teilweise unvorhersehbaren ökonomischen Folgen der geopolitischen Spannungen wie aus dem vorab geschilderten Kriegsgeschehen, aus weiteren weltweiten Krisenherden sowie aus den Folgen des Klimawandels bleiben schwer kalkulierbar. Der bereits einsetzende Anstieg der Inflation im Jahre 2022 setzte sich im Berichtsjahr 2023 rasant fort, die Notenbanken waren mehrfach gefordert entsprechend gegenzusteuern. Ferner sind mit weiteren regulatorischen Vorgaben seitens der Aufsichten der Finanzbranche (Stichwort ESG) zu rechnen. In diesem Zusammenhang sind insbesondere die teilweise inhaltlich und rechtstechnisch zu schnell und damit teilweise schlecht aufgebauten rechtlichen Vorgaben insbesondere auf EU-Ebene aber auch in der divergierenden Umsetzung und Auslegung auf nationalen Ebenen als Rechtsrisiken zu benennen. Wir sehen uns Marktrisiken, Liquiditätsrisiken, operationellen Risiken sowie strategischen Risiken ausgesetzt. Verantwortlich für die Risikoüberwachung und Risikostreuung ist die Geschäftsleitung. Regelmäßig beurteilen wir die identifizierten Risiken und ergreifen bei Bedarf geeignete Maßnahmen zur Risikoreduzierung. Strategische Risiken Das Auftreten neuerlicher Pandemien für die Zukunft kann nicht ausgeschlossen werden. Insofern sind u.U. auch für die Zukunft auftretende strategische Risiken derart nicht auszuschließen. Die Einführung einer weiteren Geschäftsstrategie in Form der Finanzportfolioverwaltung für Privatkunden konnte im Verlauf des Jahres 2023 am Markt nur verzögert etabliert werden. Unserer Erwartungshaltung konnte die Entwicklung nicht vollumfänglich entsprechen. Marktpreisrisiken bezeichnen mögliche Wertänderungen der von dem Institut gehaltenen Finanzinstrumente, insbesondere der Wertpapiere, als Folge der Veränderung von Marktpreisen einzelner Anlagen und umfassen das Zinsänderungsrisiko, Aktien- und Wertpapierkursrisiko, Währungsrisiken, Restwertrisiken und sonstige Preisrisiken. Das Zinsänderungsrisiko, Währungsrisiken und sonstige Preisrisiken sind nach Auffassung des Instituts nicht oder nur von geringer Bedeutung. Als bedeutsam werden dagegen die Aktienkursrisiken insbesondere in Bezug auf die eigenen Wertpapierbestände eingestuft. Das Liquiditätsrisiko ergibt sich vor allem durch Ausfallrisiken bei den Vermögenswerten der Gesellschaft sowie aus operativen Risiken. Die Entwicklung der Liquidität wird regelmäßig durch Gegenüberstellung der fälligen Verbindlichkeiten mit den bestehenden liquiden Mitteln überwacht. Die gestiegenen Energiekosten infolge des Ukrainekrieges stellen zwar eine zusätzliche Belastung der Liquidität dar, jedoch ist eine nachhaltige Beeinträchtigung hieraus nicht gegeben. Die Zahlungsfähigkeit war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit gewährleistet. Operationelle Risiken erkennen wir vor allem durch die hohen Anforderungen an unser Geschäft. Weitere rechtliche Regularien und die Bereitstellung von qualifiziertem Personal führen vermehrt zu administrativen Belastungen. Die Umsetzung der rechtlichen Anforderungen stellt gerade für kleinere Unternehmen eine nicht unerhebliche Herausforderung dar und könnte in Zukunft wieder auf Grund weiterer Regulierungen (Stichwort: ESG/ WpIG) stärker durchschlagen. Weiterhin bleibt die Digitalisierung von Geschäftsprozessen und den damit verbundenen IT-Risiken von großer Bedeutung. Diesen Risiken wird insbesondere durch den Abschluss von Service- und Wartungsverträgen mit externen Spezialisten begegnet. Adressenausfallrisiko Unter dem Adressenausfallrisiko wird das Risiko verstanden, dass Forderungen von den Schuldnern nicht mehr beizubringen sind, weil diese an Bonität verlieren oder gänzlich als Zahlungsadressat ausfallen. Daneben wird auch das Länderrisiko bei bestehenden Aktivposten, vor allem der Wertpapiere, unter diese Risikokategorie subsumiert. Ausfallrisiken bestehen bei den Wertpapieren. Chancenbericht Bezogen auf das Geschäftsmodell ergeben sich unserer Einschätzung nach trotz der beschriebenen Risiken auch ggf. gute Möglichkeiten der Ertragszuwächse. Insbesondere sind im Zusammenhang mit der Erwartungshaltung in Bezug auf adäquat steigende Zinsen ggf. bessere Renditen, auch wenn geringfügige Zinssenkungen vom Markt bereits antizipiert werden, möglich. Zusätzlich sind die Risiken aus Covid-19-Pandemie weggefallen. Ferner sehen wir Chancen im Ausbau der Vermögensverwaltung. Insbesondere die weitere Digitalisierung des Angebotes und der Antragsentgegennahme bietet Chancen zur Erschließung breiterer Kundenkreise. Auch die mögliche zukünftige Anlagevermittlung von nachhaltigen Investments könnte weitere Kundenkreise erschließen. Gesamtbeurteilung der Risiken und Chancen Die Geschäftsentwicklung wird durch Risiken beeinflusst. Dies ist vorstehend dargestellt. Durch unsere Systeme und das Reporting stellen wir die Identifizierung, Beurteilung, Steuerung und Überwachung unserer Risiken der laufenden und zukünftigen Entwicklung sicher. Die gelieferten Informationen stellen die Einleitung und Priorisierung von Risikomanagementmaßnahmen zeitnah sicher. Wir haben uns im Jahr 2023 im Rahmen ihrer ökonomischen Risikotragfähigkeit bewegt. Bestandsgefährdende Risiken sind unter Berücksichtigung unserer prognostizierten Geschäfts-entwicklung nicht erkennbar. Auch bei möglichen Störungen ist ein geregelter Geschäftsbetrieb gesichert. Über unsere Risikoüberwachungs- und -steuerungssysteme und die Ausrichtung unseres Geschäftsmodells an der Risikotragfähigkeit können wir gewährleisten, dass die im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit eingegangenen Risiken mit entsprechendem Risikokapital unterlegt sind. Die Wirksamkeit unseres Risikomanagements und deren aufsichtsrechtliche Umsetzung werden durch die Interne Revision turnusmäßig überprüft. Insgesamt zusammengefasst sind die Risiken beherrschbar und die Chancen wie in der Prognose dargestellt. Die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft (Prognosebericht) Unter Berücksichtigung der aktuellen eingeschätzten Lage unter Berücksichtigung des weltpolitischen Geschehens (Urkaine-Krieg und Krieg im Nahen Osten), erwarten wir ein Ergebnis auf Vorjahres Niveau. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren bestehen in unserem fachlichen Knowhow, durch gezielte Schutzmaßnahmen versuchen wir das Infektionsrisiko unserer Mitarbeiter unverändert weiterhin so gering wie möglich zu halten. Eine verbindliche Prognose ist unter Berücksichtigung der aktuellen weltpolitischen Ereignisse nicht vollständig möglich. Die Wirkung negativer Schocks flaut zwar ab und die Inflation ist aufgrund der getroffenen Gegenmaßnahmen rückläufig, doch ein nachhaltiger Aufschwung der Weltwirtschaft lässt noch auf sich warten und die Unsicherheiten bleiben bestehen. Wir erwarten jedoch eine deutliche weitere Aufhellung der gesamtwirtschaftlichen Lage in Verbindung mit Nachholungseffekten in Bezug auf die Jahre 2020-2023, die sich auch in unserem Geschäft der individuellen Vermögensverwaltung im Jahre 2024 zunehmend positiv darstellen sollte. Daher bewerten wir unsere Zukunftsaussichten momentan als positiv.
Duisburg, 22. August 2024 Timberland Capital Management GmbH Geschäftsführer Bei der Ausarbeitung dieser Information haben wir vertrauenswürdige Unterlagen verwendet. Trotz sorgfältiger Bearbeitung können wir für die Richtigkeit der Angaben keine Haftung übernehmen. Bei Rückfragen werden wir Ihnen gern Auskunft geben. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Timberland Capital Management GmbH, Duisburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Timberland Capital Management GmbH, Duisburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Timberland Capital Management GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen augrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 22. August 2024 KFS
Revision GmbH
gez. Kurtkowiak, Wirtschaftsprüfer gez. Schacht, Wirtschaftsprüfer |
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