RPC Neutraubling GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Vincent Clauzel seit 23.12.2021 | Geschäftsführer |
Theo Behringer seit 19.3.2020 | Prokura |
Oliver Hochgesang seit 19.3.2020 | Prokura |
Mark William Miles seit 21.10.2019 | Geschäftsführer |
Ulrich Deters seit 3.8.2016 | Geschäftsführer |
Markus Thau seit 28.6.2012 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
RPC Packaging (Deutschland) B.V. & Co. KGBremervördeKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2020 bis zum 30.09.2021Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die RPC Packaging (Deutschland) B.V. & Co. KG Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der RPC Packaging (Deutschland) B.V. & Co. KG, Bremervörde, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. September 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und der Entwicklung des Konzerneigenkapitals für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2020 bis zum 30. September 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der RPC Packaging (Deutschland) B.V. & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2020 bis zum 30. September 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 9. Mai 2023 Ernst
& Young GmbH
Horn, Wirtschaftsprüfer Traksel, Wirtschaftsprüfer Konzernbilanz zum 30. September 2021Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2020 bis 30. September 2021
Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2020 bis 30. September 2021
Entwicklung des Konzerneigenkapitals für die Zeit vom 1. Oktober 2020 bis 30. September 2021
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2020/2021I. Vorbemerkung Der Konzernabschluss zum 30. September 2021 ist nach den Rechnungslegungsgrundsätzen des Handelsgesetzbuchs für Kapitalgesellschaften nach den Vorschriften des § 264a HGB in Verbindung mit den §§ 290 ff. HGB aufgestellt worden. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Tostedt unter der Nummer HRA 201898 registriert. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke an dieser Stelle gemacht. II. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss 1. Abschlussstichtag und Konsolidierungskreis Der Konzern hat zum 30. September 2020 das Geschäftsjahr umgestellt. Zukünftig läuft das Geschäftsjahr vom 1. Oktober bis 30. September. Für den Zeitraum 1. April 2020 bis 30. September 2020 wurde ein Rumpfgeschäftsjahr gebildet. Die Vorjahresangabe zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung bezieht sich auf 6 Monate im Rumpfgeschäftsjahr 2020. Ein Vergleich zum Vorjahr ist somit nur eingeschränkt möglich. Abschlussstichtag für alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 30. September 2021. In den Konzernabschluss wurden alle Unternehmen einbezogen, auf die die RPC Packaging (Deutschland) B.V. & Co. KG unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausübt. Der Kreis der einbezogenen Unternehmen ergibt sich aus der Aufstellung der Anteilsbesitzliste, die Bestandteil des Anhangs ist. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, Währungsumrechnung Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten (Material- und Fertigungseinzelkosten ohne Einbeziehung von Fremdkapitalzinsen) sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der Abschreibungen vermindert um planmäßige und gegebenenfalls außerplanmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Nutzungsdauer beträgt für immaterielle Vermögensgegenstände 3-15 Jahre und für Sachanlagen 3-50 Jahre. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen über die geschätzte Nutzungsdauer nach der linearen Methode. Zugänge bei den abnutzbaren immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen werden zeitanteilig abgeschrieben. Erhaltene Investitionszuschüsse werden von den Anschaffungskosten abgesetzt. Finanzanlagen sind mit den ursprünglichen Anschaffungskosten bewertet. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden zu gewogenen durchschnittlichen Anschaffungskosten angesetzt. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten sind Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten (einschließlich Abschreibungen) einbezogen. Auf Gegenstände des Vorratsvermögens, die nur eingeschränkt verwertbar sind, werden angemessene Wertabschläge unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips vorgenommen. Geleistete Anzahlungen werden mit dem Nennwert bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Neben erforderlichen Einzelwertberichtigungen werden auch Pauschalwertberichtigungen zu Forderungen auf Basis der Nettobeträge abzüglich versicherter Forderungen zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos gebildet. Die liquiden Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Der Sonderposten für Zuschüsse betrifft einen Investitionszuschuss vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz und wird jährlich parallel zu den entsprechenden Abschreibungen aufgelöst. Der Wert der Rückstellungen für Pensionen wurde mit dem Erfüllungsbetrag unter Zugrundelegung der aktuellen Richttafeln 2018 G von Herrn Prof. Dr. Klaus Heubeck nach der versicherungsmathematischen "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode) auf Basis nachfolgender Parameter errechnet: Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt und dafür der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,98 % p.a. angesetzt (Vorjahr: 2,42 % p.a.). Erwartete Gehaltssteigerung wurde mit 2,25 % p.a., Rentensteigerungen mit 2,00 % p.a. - jeweils wie im Vorjahr - angesetzt. Die Bewertung der Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen erfolgt auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten unter Anwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck und eines Rechnungszinsfußes von 1,39 % p.a. (Vorjahr: 1,71 % p.a.). Rückstellungen für Altersteilzeit werden auf Grundlage versicherungsmathematischer Gutachten unter Verwendung eines Rechnungszinsfußes von 1,39 % p.a. (Vorjahr: 1,71 % p.a.) für bestehende vertragliche Verpflichtungen gebildet. Basis für die Berechnungen ist die Stellungnahme zur Rechnungslegung des Instituts der Wirtschaftsprüfer IDW RS HFA 3. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Eine Bewertung erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages nach § 253 Abs. 1 HGB unter zwingender Einbeziehung zukünftiger (objektivierter) Preis- und Kostensteigerungen. Der Teil der Rückstellungen, welcher auf Ausgaben entfällt, die nach Ablauf des dem Abschlussstichtag folgenden Geschäftsjahres anfallen, wird mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Erhaltene Anzahlungen werden mit dem Nennwert bewertet. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Währungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten werden mit dem Entstehungskurs am Transaktionstag sowie gemäß § 256a HGB zum höheren Devisenkassa-Mittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden neben den unrealisierten Verlusten auch die unrealisierten Gewinne aus der Stichtagkursbewertung berücksichtigt. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden unsaldiert ausgewiesen. Die Berechnung der aktiven und passiven latenten Steuern erfolgte wie im Vorjahr mit dem unternehmens- und landesindividuellen durchschnittlichen Steuersatz. Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" als sog. Davon-Vermerk ausgewiesen. 3. Konsolidierungsgrundsätze Die Erstkonsolidierung auf Grund des Erwerbs der RPC Packaging Holdings (Deutschland) B.V. & Co. KG, Bremervörde, (im Folgenden kurz: RPC Packaging Holdings) erfolgte auf den 31. März 2010. Die Erstkonsolidierung der Superfos Deutschland GmbH erfolgte auf den Erwerbszeitpunkt, den 1. Januar 2011. Die Erstkonsolidierung der NORDFOLIEN-Gesellschaften (bestehend aus der NORDFOLIEN GmbH, Steinfeld, und der Nordfolien Polska Sp. z o. o., Zdzieszowice/Polen) erfolgte auf den 30. April 2018. Die Kapitalkonsolidierungen bei Erwerben nach dem 1. April 2010 erfolgten gemäß § 301 Abs. 1 HGB nach der Neubewertungsmethode. Für bis zum 31. März 2010 erworbene Gesellschaften wurden die Buchwerte der erworbenen Beteiligungen mit dem auf sie entfallenden Anteil am Eigenkapital zum Erwerbszeitpunkt verrechnet (Buchwertmethode nach § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a.F.). Geschäfts- oder Firmenwerte, die sich nach Verrechnung der Unterschiedsbeträge aus den Erstkonsolidierungen in den Konzernabschluss einbezogener Unternehmen ergeben, werden über eine Nutzungsdauer zwischen 5 und 15 Jahren linear abgeschrieben. Die im Rahmen der erstmaligen Kapitalkonsolidierung der RPC Packaging Holdings und der Superfos Deutschland GmbH, Hamburg, entstandenen Geschäfts- oder Firmenwerte von EUR 69,7 Mio. bzw. EUR 6,4 Mio. werden auf Grund des langjährigen Lebenszyklus der entsprechenden Produkte über eine Nutzungsdauer von 12,5 Jahren bzw. 15 Jahren abgeschrieben. Der nach Aufdeckung stiller Reserven und Lasten verbleibende Geschäfts- oder Firmenwert aus der Erstkonsolidierung der NORDFOLIEN-Gesellschaften in Höhe von TEUR 12.753 wird über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer basiert auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten der Geschäfts- oder Firmenwerte. Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung werden sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Unternehmen untereinander aufgerechnet. Die in der Konzernbilanz verbleibenden Salden gegen verbundene Unternehmen betreffen nicht konsolidierte Gesellschaften des Konzerns der Berry Global Group Inc., Evansville, USA. Zwischenergebnisse wurden gemäß § 304 Abs. 1 HGB eliminiert. Auf die auf Grund von Maßnahmen der Konsolidierung entstandenen Unterschiede zwischen handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen und deren steuerlichen Wertansätzen wurden latente Steuern gebildet. Der Berechnung latenter Steuern liegt dabei jeweils der landesindividuelle Steuersatz zugrunde. Dieser beträgt für latente Steuern aus Polen 19,00 % sowie für latente Steuern aus Deutschland 12,64 % (Gewerbesteuer) bzw. 29,825 % (Körperschaftsteuer sowie Gewerbesteuer) (Steuerabgrenzung nach § 306 HGB). Im Rahmen der Konsolidierung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden sämtliche im Konzern getätigten Innenumsätze und alle sich entsprechenden Aufwendungen und Erträge gegeneinander aufgerechnet. Der Jahresabschluss der nicht im Währungsraum des Euro ansässigen Konzerngesellschaft wird in Euro umgerechnet. Dabei werden für Vermögensgegenstände und Schulden die Devisenkassamittelkurse zum Bilanzstichtag, für Aufwendungen und Erträge die Jahresdurchschnittskurse angesetzt. Das Eigenkapital der Konzerngesellschaft wird zum historischen Kurs in Euro umgerechnet. Der sich gegenüber den Stichtagskursen ergebende Unterschiedsbetrag aus der Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung wird im Eigenkapital unter dem Posten Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung ausgewiesen. Gleiches gilt für etwaig vorhandene Währungsumrechnungsdifferenzen im Rahmen der Schuldenkonsolidierung und der Zwischenergebniseliminierung. 4. Erläuterungen zur Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung a) Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2020/2021 ist in der Anlage zum Konzernanhang dargestellt. Der in der Konzernbilanz ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert enthält in Höhe von TEUR 853 (Vorjahr: TEUR 2.631) Geschäfts- oder Firmenwerte, die in den Jahresabschlüssen von einbezogenen Unternehmen entstanden sind. Diese werden über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren linear abgeschrieben. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer dieser derivativen Geschäfts- oder Firmenwerte basiert auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten der Geschäfts- oder Firmenwerte. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind folgende Beträge mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten:
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 11.530 (Vorjahr: TEUR 18.938) aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Des Weiteren sind Forderungen aus Cash-Pooling von TEUR 79.830 (Vorjahr: TEUR 71.501) enthalten. Aktive latente Steuern Die sich insgesamt auf Ebene der Konzernmutter ergebende Steuerentlastung beruht im Wesentlichen auf temporären Differenzen zwischen folgenden Bilanzposten der Handels- und Steuerbilanzen nebst Ergänzungsbilanzen der Tochterunternehmen:
Des Weiteren wurden latente Steuern auf die auf Grund der Konsolidierungsmaßnahmen entstandenen temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen folgender Bilanzposten gebildet:
Pensionsrückstellungen Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 1.770 (Vorjahr: TEUR 2.074). Dieser ist zur Ausschüttung gesperrt. Verbindlichkeiten
Sicherheiten auf Verbindlichkeiten wurden nicht gewährt. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 3.104 (Vorjahr: TEUR 16.876), davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr in Höhe von TEUR 3.104 (Vorjahr: TEUR 16.876) ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 41.578 (Vorjahr: TEUR 8.276) Lieferungen und Leistungen, mit TEUR 176.060 (Vorjahr: TEUR 251.352) die Finanzierung durch Darlehen, mit TEUR 16.520 (Vorjahr: TEUR 8.954) Cash-Pool-Verbindlichkeiten und mit TEUR 2.341 (Vorjahr: TEUR 18.188) sonstige Verbindlichkeiten. Passive latente Steuern Die passiven latenten Steuern wurden gem. § 306 HGB auf Grund von Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Hierbei handelte es sich um Aufstockungen der Bilanzansätze von Gebäuden und immateriellen Vermögensgegenständen im Rahmen der Verteilung der stillen Reserven bei der Erstkonsolidierung.
Die in der Konzernbilanz angesetzten latenten Steuersalden haben sich im Geschäftsjahr wie folgt verändert:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 314 Abs. 1 Nr. 2 HGB / Außerbilanzielle Geschäfte Verpflichtungen aus den laufenden Leasing- und Mietverträgen sowie Bestellobligo belaufen sich insgesamt auf TEUR 28.811 (Vorjahr: TEUR 20.452). Der Vorteil dieser Leasing- und Mietverträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Darüber hinaus nimmt der Konzern an einem Factoring-Programm teil, welches in Form des stillen Factorings praktiziert wird. Der Rahmen wird zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 10.332 (Vorjahr TEUR 7.575) ausgeschöpft. Mit diesem Programm werden die Liquidität und der Finanzmittelfonds gestärkt sowie die Finanzierungskanäle erweitert. Der Ankauf erfolgt mit Übernahme des Delkredere-Risikos, sodass sich neben dem Liquiditätszufluss eine entsprechende Verringerung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ergibt. Haftungsverhältnisse Die Konzerngesellschaften haften gesamtschuldnerisch für die Verbindlichkeiten der RPC Packaging Holdings B.V., Deventer/Niederlande, aus der Vereinbarung über ein automatisches Cash-Management-System mit der Commerzbank (Niederlande) N.V., Amsterdam/Niederlande. Zum 30. September 2021 ergaben sich aus den eingegangenen Verpflichtungen im Rahmen der Teilnahme am Cash-Management-System, wie im Vorjahr, keine Haftungsrisiken. Es bestehen Bürgschaften zum 30. September 2021 als Haftung für Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 0 (Vorjahr EUR 2,5 Mio.). Auf Grund der positiven wirtschaftlichen Situation der Berry Global Group Inc.-Gruppe schätzt die Geschäftsführung eine Inanspruchnahme aus den vorgenannten Bürgschaften und Garantien als unwahrscheinlich ein. b) Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse verteilen sich nach geographischen Kriterien wie folgt:
Von den Umsatzerlösen in Höhe von EUR 593,3 Mio. (Vorjahr EUR 272,4 Mio.) entfallen EUR 515,8 Mio. (Vorjahr EUR 234,6 Mio.) auf den Bereich Verpackungen und Verpackungskomponenten aus Kunststoff sowie EUR 77,5 Mio. (Vorjahr EUR 37,8 Mio.) auf Nebengeschäfte. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 2.605 (Vorjahr: TEUR 1.287), aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten von TEUR 86 (Vorjahr: TEUR 0), aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen von TEUR 360 (Vorjahr: TEUR 488), aus Anlagenverkäufen von TEUR 713 (Vorjahr: TEUR 95) sowie übrigen periodenfremden Erträgen von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1) enthalten. Weiterhin sind Erträge aus Währungskursgewinnen in Höhe von TEUR 680 (Vorjahr: TEUR 190) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen von TEUR 22 (Vorjahr: TEUR 18) enthalten, darunter fallen TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 4) auf Verluste aus dem Abgang von Sachanlagevermögen sowie TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 14) auf übrige Aufwendungen. Ebenfalls sind Aufwendungen aus Währungskursverlusten in Höhe von TEUR 585 (Vorjahr: TEUR 282) enthalten. Zinsaufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Zinsen an verbundene Unternehmen von TEUR 3.587 (Vorjahr: TEUR 2.776). Mit TEUR 520 (Vorjahr: TEUR 463) sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen enthalten. Ferner sind periodenfremde Zinsen von TEUR 22 (Vorjahr: TEUR 64) enthalten, die aufgrund einer Betriebsprüfung für Vorjahre festgesetzt wurden. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen Körperschaft- und Gewerbesteuer. Sie enthalten periodenfremde Erträge von TEUR 3.393 (Vorjahr TEUR 2.100). Diese Erträge basieren auf abgeschlossene Betriebsprüfungen der Geschäftsjahre 2012-2018. Ergebnisverwendung Mit dem Beschluss vom 10. Februar 2022 wurde beschlossen, den erwirtschafteten Jahresüberschuss des Geschäftsjahres vom 1. Oktober 2020 bis zum 30. September 2021 in Höhe von EUR 26.067.050,17 in das Rücklagenkonto des Kommanditisten einzustellen. 5. Sonstige Angaben Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das nach § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB anzugebende Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2020/2021 beträgt TEUR 256 und entfällt in voller Höhe auf Abschlussprüfungsleistungen. Aufstellung des Anteilsbesitzes nach § 313 Abs. 2 Nr. 1 HGB Die RPC Packaging (Deutschland) B.V. & Co. KG ist an folgenden Unternehmen unmittelbar oder mittelbar beteiligt. Name und Sitz der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen:
Zum 30. September 2021 nehmen die mit * gekennzeichneten Gesellschaften die Befreiungsvorschriften nach § 264 Abs. 3 HGB und die RPC Packaging Holdings (Deutschland) B.V. & Co. KG, die RPC Packaging (Deutschland) B.V. & Co. KG sowie die RPC Bramlage Werkzeugbau GmbH & Co. KG, die RPC Bramlage Dinklage GmbH & Co. KG und die RPC Bramlage Division GmbH & Co. KG nach § 264b HGB in Anspruch. Die Gesellschaften sind ausnahmslos vollkonsolidiert. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer im Geschäftsjahr 2020/2021
Organe des Mutterunternehmens Die Geschäftsführung wird durch die Geschäftsführer der Komplementärin, die RPC Verwaltungsgesellschaft B.V., Deventer/Niederlande, ausgeübt. Die RPC Verwaltungsgesellschaft B.V. mit einem gezeichneten Kapital von TEUR 18 wird vertreten durch:
Lediglich Herr Søren Rohleder ist bei der RPC Packaging Holdings (Deutschland) B.V. & Co. KG angestellt. Die verbleibenden Geschäftsführer beziehen weder von der RPC Packaging Holdings (Deutschland) B.V. & Co. KG, noch von der Komplementärin RPC Verwaltungsgesellschaft B.V., Deventer/Niederlande, Bezüge. Die Angabe über die Gesamtbezüge der Organmitglieder nach § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a und b HGB unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB i.V.m. § 314 Abs. 3 HGB. Nachtragsbericht Die Coronapandemie hat bis zur Aufstellung keine negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben. Die Russische Föderation hat am 24. Februar 2022 die Invasion in die Ukraine begonnen. Infolgedessen kam es zu erheblichen Anstiegen der Großhandelspreise auf den Energiemärkten. Die steigenden Energie- und Rohstoffpreise werden die Ertragslage des Berry-Konzerns weiterhin beeinflussen. Weitere Auswirkungen des Ukraine-Krieges auf die Berry-Gruppe lassen sich u.a. infolge von Sanktionen gegen Russland nicht ausschließen. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben. Konzernzugehörigkeit Angaben zum Mutterunternehmen Die RPC Packaging (Deutschland) B.V. & Co. KG wird in den Konzernabschluss der Berry Global Group Inc., Evansville, USA, (größter und kleinster Kreis von Unternehmen) zum 30. September 2021 einbezogen, der am Sitz der Berry Global Group Inc. erhältlich ist und im Internet unter www.berryglobal.com veröffentlicht wird.
Bremervörde, den 25. Januar 2023 RPC Verwaltungsgesellschaft B.V. für RPC Packaging (Deutschland) B.V. & Co. KG Søren Rohleder Jason Kent Greene Antonius Johanna Maria Steenhoven Sander Zwarthof Entwicklung des Konzernanlagevermögens für die Zeit vom 1. Oktober 2020 bis 30. September 2021
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2020/2021Inhaltsverzeichnis 1) Grundlagen des Konzerns 2) Wirtschaftsbericht i. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen ii. Geschäftsverlauf iii. Lage a. Ertragslage b. Finanzlage c. Vermögenslage iv. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren 3) Chancen- und Risikobericht i. Risikomanagementsystem ii. Einzelrisiken iii. Chancen iv. Zusammenfassung 4) Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten 5) Prognosebericht 1) Grundlagen des Konzerns Die Berry-Gruppe ist eine der führenden Unternehmensgruppen und Spezialist im Bereich der Kunststoffverpackungen und -verschlüssen. In der eigenständigen deutschen Struktur der Berry-Gruppe verfügen die einzelnen Standorte Lohne, Mellrichstadt, Bremervörde, Kutenholz, Dinklage und Steinfeld jeweils über eigenes Expertenwissen zu spezifischen Materialien und Technologien sowie über die Kenntnisse der jeweiligen zu bedienenden Märkte. Standortübergreifende Zusammenarbeit sowie ein Netz an Produktionswerken in ganz Europa ermöglichen der Berry-Gruppe, ihren Kunden, die auf lokalen, nationalen und internationalen Märkten tätig sind, eine Komplettlösung für Verpackungen sowie Service anzubieten. Die Vielfalt an verwendeten Materialien sowie angewandten Herstellungstechniken und -verfahren (z. B. Thermoformen, Spritzgießen, Blasformen etc.) führen zu einer Vielzahl an von der Berry-Gruppe hergestellten Verpackungen für Produkte wie Nahrungsmittel und Getränke, Kosmetik und Körperpflege, Arzneimittel, Garten- und Heimwerkerbedarf sowie für Chemie- und Industrieerzeugnisse. Der eigene Formbaubereich ermöglicht der deutschen Berry-Gruppe eine Unabhängigkeit von externen Anbietern für Formen- und Werkzeugbau und mehr Flexibilität bei der Gestaltung smarter Verpackungslösungen für ihre Kunden. Berry ist einer der führenden Entwickler für das Designen von Kunststoffverpackungen sowie Kunststoffprodukten für die Pharma- und Automobilindustrie aus den unterschiedlichen Polymeren. Mit eigenen Entwicklungskompetenzzentren weltweit sind wir immer nahe bei unseren Kunden. Gemeinsam mit unseren Kunden werden ihre Wünsche besprochen und sog. "state-of-the-art-Produkte" für die Kunden von uns entwickelt. Zu den Entwicklungskompetenzzentren gehören unter anderem auch die Standorte Lohne, Bremervörde, Mellrichstadt und Kutenholz. Das Geschäftsjahr wurde zum 30. September 2020 umgestellt und läuft ab diesem Geschäftsjahr vom 1. Oktober bis 30. September. Für den Zeitraum 1. April 2020 bis 30. September 2020 wurde ein Rumpfgeschäftsjahr gebildet. Die Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen ist daher nur eingeschränkt möglich (12 Monate vs. 6 Monate im Rumpfgeschäftsjahr). 2) Wirtschaftsbericht i. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft ist im Kalenderjahr 2021 gegenüber dem Vorjahr um 2,7 % trotz der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Schutzmaßnahmen gestiegen. Die Produktions- und Umsatzkennzahlen der Kunststoff verarbeitenden Industrie in Deutschland sind im Kalenderjahr 2021 gegenüber dem Vorjahr ebenfalls aufsteigend. Die von der Statista GmbH veröffentlichten Daten zeigen eine Zunahme der Produktionsmenge zum Vorjahr von 5,6 % und einen Umsatzanstieg zum Vorjahr von 12,6 % auf (Quelle: de.statista.com). ii. Geschäftsverlauf Der Konzernumsatz betrug im Geschäftsjahr 2020/2021 EUR 593,3 Mio. (Vorjahr: EUR 272,4 Mio.). Der Umsatz verzeichnet entsprechend der Prognose - bereinigt um Effekte aus der Umstellung des Abschlussstichtages - einen leichten Anstieg. Die Gesamtleistung betrug EUR 611,2 Mio. Neben organischem Wachstum ist dies auch auf die sonstigen betrieblichen Erträge zurückzuführen. Zum 30. September 2021 beschäftigte der deutsche Berry-Konzern 2.108 Mitarbeiter/Köpfe (30. September 2020: 2.089 Mitarbeiter/Köpfe). iii. Lage a. Ertragslage Im Geschäftsjahr 2020/2021 erzielte die deutsche Berry-Gruppe ein Ergebnis vor Steuern von EUR 44,5 Mio. Die Entwicklung des Geschäftsjahres 2020/2021 im Vergleich zur Hochrechnung des Rumpfgeschäftsjahres vom Vorjahr entspricht nicht der Prognose des Vorjahres, die von einer Ergebnisverbesserung ausging. Diese Veränderung resultiert im Wesentlichen aus einer Verschlechterung der Materialaufwandsquote. Der höhere Materialaufwand ist sowohl auf den sechs Monate verkürzten Zeitraum des Rumpfgeschäftsjahres 2020 als auch auf die gegenüber dem Vorjahr deutlich höheren Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von EUR 321,3 Mio. zurückzuführen. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen betrugen EUR 30,1 Mio. Die daraus resultierende Materialaufwandsquote erhöhte sich um 6,47 %-Punkte auf 59,23 %. Der Personalaufwand beträgt EUR 117,1 Mio. und beinhaltet tarifliche Lohnerhöhungen von durchschnittlich 1,73% (Vorjahr: 1,79%). Der Anteil der Personalkosten an den Umsatzerlösen einschließlich Bestandsveränderung ist gegenüber dem Vorjahr um 1,84 %-Punkte auf 19,53 % (Vorjahr: 21,37 %) gesunken. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen betrugen EUR 27,9 Mio. Unter Berücksichtigung der Hochrechnung auf den sechsmonatigen Zeitraum vom Vorjahr ergibt sich ein Rückgang. Ursächlich hierfür war das Erreichen des Endes von Nutzungsdauern. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf EUR 66,1 Mio. (Vorjahr: EUR 28,6 Mio.). Die Entwicklung im Geschäftsjahr 2020/2021 ist auf keine besonderen Einflüsse zurückzuführen und betrifft den üblichen Geschäftsverlauf. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag erhöhten sich um EUR 0,2 Mio. auf EUR 5,9 Mio. Auf Basis der nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellten Gewinn- und Verlustrechnung beträgt der Konzernjahresüberschuss EUR 38,4 Mio. (Vorjahr: EUR 23,7 Mio.). b. Finanzlage Finanzierung Die Finanzierung des deutschen Berry-Konzerns erfolgt wie in den Vorjahren im Wesentlichen aus den Finanzmitteln der Berry-Gruppe, die ihrerseits Kredite des Kapitalmarkts und von Banken nutzt. Die Bündelung der Liquiditätsströme mittels eines Cash-Management-Systems sowie die Zentralisierung des Finanzmittelbedarfs ermöglichen der gesamten Berry-Gruppe ein einheitliches Auftreten an den Geld- und Kapitalmärkten und stärken damit ihre Verhandlungsposition gegenüber Kreditinstituten und anderen Marktteilnehmern. Der Finanzmittelbedarf für die Investitionen des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurde im Wesentlichen durch die Konzernfinanzierung über den Cash-Pool gedeckt. Die Fremdfinanzierung durch Kreditinstitute betrug im Geschäftsjahr EUR 6,7 Mio. (Vorjahr: EUR 11,6 Mio.). Der Cash-Pool beinhaltet sowohl Forderungen als auch Verbindlichkeiten. Nach Saldierung ergibt sich im Geschäftsjahr 2020/2021 eine Forderung von EUR 63,3 Mio. (Vorjahr: EUR 62,5 Mio.). Investitionen Das Gesamtvolumen der Investitionen in das Anlagevermögen lag bei EUR 9,3 Mio. Aufgrund von auslaufenden Verträgen wurden die bestehenden Produktionsanlagen für neue und bestehende Produkte eingesetzt. c. Vermögenslage Die Bilanzsumme der deutschen Berry-Gruppe hat sich gegenüber dem 30. September 2020 um EUR 30,6 Mio. auf EUR 410,8 Mio. verringert. Die Nettoveränderung des Anlagevermögens betrug EUR -21,3 Mio. (Vorjahr: EUR -7,9 Mio.). Die Investitionen lagen mit EUR 9,3 Mio. unter den Abschreibungen des Geschäftsjahres von EUR 27,9 Mio. und dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens mit Buchwerten von EUR 2,6 Mio. Das Vorratsvermögen von EUR 88,1 Mio. liegt um EUR 14,6 Mio. über dem Vorjahresniveau von EUR 73,5 Mio. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind um EUR 21,6 Mio. auf EUR 163,4 Mio. gestiegen. Darüber hinaus hat sich der Bestand an liquiden Mitteln aufgrund der Geschäftsentwicklung auf EUR 3,7 Mio. (Vorjahr EUR 13,8 Mio.) verringert. Insgesamt hat sich das Umlaufvermögen um EUR 26,2 Mio. im Vorjahresvergleich erhöht. Die Rückstellungen reduzierten sich von EUR 60,0 Mio. auf EUR 50,4 Mio. Dieser Rückgang betrifft mit EUR 5,6 Mio. die Steuerrückstellungen sowie mit EUR 4,3 Mio. die sonstigen Rückstellungen. In Summe haben sich die gesamten Verbindlichkeiten um EUR 20,8 Mio. auf EUR 357,7 Mio. verringert. Dem Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von EUR 49,4 Mio. steht der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von EUR 28,8 Mio. gegenüber. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen stiegen um EUR 4,1 Mio. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich dagegen im Vergleich zum Vorjahr um EUR 4,9 Mio. vermindert. iv. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Neben den finanziellen Leistungsindikatoren "Umsatz" und "Ergebnis vor Steuern" gehören zu den wichtigsten nicht-finanziellen Leistungsindikatoren der Berry-Gruppe der Energieverbrauch pro Produktionstonne (mWh/t) sowie der Wasserverbrauch pro Produktionstonne (l/t) als umwelt- und kostenbezogene Leistungsindikatoren. Die Berry-Gruppe arbeitet kontinuierlich an der effizienten Nutzung der Energie- und Wasserressourcen. Die alten energieintensiven Produktionsanlagen werden fortlaufend entweder durch neuere Anlagen mit besserer Energiebilanz ersetzt oder entsprechend umgerüstet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist der Energieverbrauch pro Produktionstonne von 1,51 mWh/t auf 1,53 mWh/t und der Wasserverbrauch pro Produktionstonne von 0,68 m 3 /t auf 0,80 m 3 /t gegen Erwartung gestiegen. Der Anstieg resultiert vor allem aus der Anpassung der Ermittlung der Verbräuche bei einer Gesellschaft. 3) Chancen- und Risikobericht i. Risikomanagementsystem Das Risikomanagement der Berry-Gruppe ist ein Bestandteil des Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses. Damit wird sichergestellt, dass die Geschäftsleitung wesentliche Risiken frühzeitig erkennt und gegensteuernde Maßnahmen einleiten kann. Darüber hinaus wird das Risikomanagement von den Instrumentarien des Rechnungswesens, der Kostenrechnung sowie des Controllings unterstützt. Um möglichen Risiken, die aus den vielfältigen steuerlichen, wettbewerbs-, patent-, kartell-, kapitalmarkt- und umweltrechtlichen Regelungen und Gesetzen entstehen können, zu begegnen, werden die Entscheidungen und die Gestaltung der Geschäftsprozesse auf eine umfassende rechtliche Beratung gestützt. Sofern sich rechtliche Risiken auf vergangene Sachverhalte beziehen, werden die dafür erforderlichen bilanziellen Rückstellungen gebildet und auf ihre Angemessenheit in regelmäßigen Abständen geprüft. Die Gesellschaft bzw. die Unternehmensgruppe hat ein internes Kontrollsystem einschließlich eines Risikofrüherkennungssystems eingerichtet. Zusammen mit den anderen Abteilungen und der internen Revision des Konzerns wird die Angemessenheit des implementierten Kontrollsystems regelmäßig überprüft und verbessert. ii. Einzelrisiken Absatzmarktrisiko Der wirtschaftliche Erfolg in der Kunststoffindustrie wird unserer Einschätzung nach nachhaltig durch die Vielfalt und Breite des angebotenen Produktsortiments bestimmt. Des Weiteren begründet die Kundenabhängigkeit ein weiteres Absatzmarktrisiko. Der Verlust der Hauptabnehmer würde zu kurzfristigen signifikanten Einflüssen auf Umsatz und Ergebnis unseres Geschäftes führen. Diesen Risiken wirkt eine starke Kundenbindung durch langjährige Beziehungen, geografische Nähe, ein breites Angebot an innovativen Produkten und deren ständige Weiterentwicklung sowie eine führende Position der gesamten Berry-Gruppe auf dem europäischen Markt der Verpackungsindustrie entgegen. Weiterhin kann eine länger anhaltende Phase einer schwachen Konjunktur zu einem Preisverfall und somit zu einem Rückgang der Margen und gegebenenfalls zu operativen Verlusten für die betroffenen Geschäfte führen. Produkt- und Umweltschutzrisiken Produkt- und Umweltschutzrisiken tragen wir durch entsprechende Maßnahmen zur Qualitätssicherung Rechnung. Hierzu gehören die Zertifizierung unserer Aktivitäten nach nationalen und internationalen Normen, die ständige Verbesserung von Anlagen und Verfahren sowie die Neu- oder Weiterentwicklung von Produkten. Konzernweit einheitlich angewandte Standards sichern die hohen Qualitätsanforderungen. Für Produkthaftungsrisiken und Schadensfälle haben wir Versicherungen abgeschlossen, um die möglichen Folgen von in Konzernunternehmen verbleibenden Risiken in Grenzen zu halten bzw. ganz auszuschließen. Der Umfang dieser Versicherungen wird laufend überprüft. Für erkennbare Risiken wird entsprechende bilanzielle Vorsorge getroffen. Beschaffungsmarktrisiko Als produzierendes Unternehmen der chemischen Industrie beschaffen wir erhebliche Mengen an wichtigsten Rohstoffen, deren Einstandspreise direkt von der Entwicklung des Preises für Rohöl abhängig sind. Außerdem können die Marktpreise je nach Angebot und Nachfrage für diese Rohstoffe stark schwanken. Zur weitgehenden Vermeidung negativer Auswirkungen auf unsere Margen auf Grund steigender Rohstoffpreise haben wir mit sehr vielen Kunden Preisgleitklauseln vereinbart, die eine Anpassung unserer Verkaufspreise an ansteigenden Rohstoffbeschaffungskosten vorsehen. Ferner unterliegen wir dem Risiko, die benötigten Rohstoffe und Energien nicht bzw. nicht in ausreichendem Maße in der erforderlichen Qualität bzw. Quantität beschaffen zu können. Diese Risiken minimieren wir im Rahmen unseres Risikomanagementsystems, indem zum Beispiel die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten wichtiger Rohstoffe reduziert wird und andere Beschaffungsquellen erschlossen werden. Darüber hinaus berät die zentrale Einkaufsfunktion unsere Gesellschaften in Fragen des günstigsten Zeitpunktes für Bestandsauf und -abbau. iii. Chancen Eine ständige Erweiterung unseres Produktsortiments basierend auf der Aufrechterhaltung der hierzu erforderlichen Produktionstechniken und -verfahren und die Stärkung der soliden und langjährigen Beziehung zu unseren Kunden werden als zentrale Strategie des organischen Wachstums aller von uns bedienten Marktsegmente weiterhin verfolgt. Eine eingehende Analyse und die Nutzung innewohnender Synergieeffekte und vorhandener Erfahrungen bei der Herstellung und dem Vertrieb unserer Produkte stellen weitere Potenziale in der strategischen Entwicklung der Berry-Gruppe dar. Die in den vergangenen Geschäftsjahren erzielten Ergebnisse bei den Einsparungen und Kostenoptimierungen haben einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung der Position der Berry-Gruppe gegenüber ihren Wettbewerbern geleistet. Um das erreichte Niveau zu halten und die festgelegten langfristigen Ziele der Berry-Gruppe zu erreichen, wird weiterhin aktiv nach Optimierungspotenzialen in allen Bereichen und Gesellschaften gesucht. Die vorangegangenen Erläuterungen zu den Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung stellen lediglich die Einschätzungen des Managements dar. Die tatsächlichen Ergebnisse sowie die einzelnen Umsätze und Aufwendungen können erheblich von diesen Prognosen abweichen. iv. Zusammenfassung Den Fortbestand des Konzerns gefährdende Risiken haben wir nicht festgestellt. Für unser Geschäft können jedoch zukünftig andere Risiken hinzukommen, die wir zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht kennen oder die wir derzeit für vernachlässigbar halten. 4) Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Die wesentlichen in der Gruppe verwendeten Finanzinstrumente umfassen Darlehen, Leasingverhältnisse sowie Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen. Der Hauptzweck dieser Finanzinstrumente ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit. Die Gruppe verfügt über verschiedene weitere Finanzinstrumente, wie zum Beispiel Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die unmittelbar im Rahmen der Geschäftstätigkeit entstehen. Derivative Finanzinstrumente kommen im Konzern derzeit nicht zum Einsatz. Das sich aus den Finanzinstrumenten ergebende wesentliche Risiko des Konzerns besteht aus Ausfallrisiken. Ausfallrisiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit Warenkreditversicherungen und durch die Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen begegnet. Darüber hinaus besteht ein Zinsänderungsrisiko aus Darlehen eines verbundenen Unternehmens, die variabel verzinslich sind. 5) Prognosebericht Für das sich daran anschließende Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis 30. September 2022 rechnet die deutsche Berry-Gruppe mit einem leicht wachsenden Ergebnis vor Steuern. Es wird davon ausgegangen, dass durch die gestiegenen Rohstoffpreise, Personal- und Energiekosten voraussichtlich ein leicht schlechteres Ergebnis vor Steuern für das Geschäftsjahr 2022/2023, im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021/2022, erzielt werden kann. Aufgrund der aktuellen Marktsituation wird ein leichter Umsatzrückgang für das Geschäftsjahr 2022/2023 erwartet. Die Geschäftsführung erwartet für das Geschäftsjahr 2021/2022 einen mindestens konstant bleibenden und für das Geschäftsjahr 2022/2023 leicht sinkenden Energie- und Wasserverbrauch. Aufgrund der höheren Energiekosten werden Gegenmaßnahmen zur Kostenreduzierung, soweit sinnvoll, veranlasst.
Bremervörde, den 25. Januar 2023 RPC Verwaltungsgesellschaft B.V. für RPC Packaging (Deutschland) B.V. & Co. KG Søren Rohleder Jason Kent Greene Antonius Johanna Maria Steenhoven Sander Zwarthof |
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