Stammdaten

Register
Amtsgericht Schweinfurt HRB 4669
Eingetragen
11.10.2004
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Haushalts- oder Hauswirtschaftsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Artikeln und Verpackungen aus Kunststoff einschließlich der für die Herstellung erforderlichen Werkzeuge und Maschinen sowie Durchführung aller damit zusammenhängenden Geschäfte; und der Ankauf, die Veräußerung und die Vermietung von Maschinen aller Art und aller damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Vincent Clauzel
seit 23.12.2021
Geschäftsführer
Theo Behringer
seit 19.3.2020
Prokura
Oliver Hochgesang
seit 19.3.2020
Prokura
Mark William Miles
seit 21.10.2019
Geschäftsführer
Ulrich Deters
seit 3.8.2016
Geschäftsführer
Markus Thau
seit 28.6.2012
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
RPC Packaging Holdings (Deutschland) B.V. & Co. KG
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

RPC Packaging (Deutschland) B.V. & Co. KG

Bremervörde

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2020 bis zum 30.09.2021

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die RPC Packaging (Deutschland) B.V. & Co. KG

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der RPC Packaging (Deutschland) B.V. & Co. KG, Bremervörde, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. September 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und der Entwicklung des Konzerneigenkapitals für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2020 bis zum 30. September 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der RPC Packaging (Deutschland) B.V. & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2020 bis zum 30. September 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. September 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2020 bis zum 30. September 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamt darstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt;

holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile;

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 9. Mai 2023

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Horn, Wirtschaftsprüfer

Traksel, Wirtschaftsprüfer

Konzernbilanz zum 30. September 2021

Aktiva

01.04.2020 - 30.09.2020
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.362.773,41 1.660.281,59
2. Geschäfts- oder Firmenwert 11.512.249,96 20.358.387,26
3. Geleistete Anzahlungen 34.286,40 67.764,69
12.909.309,77 22.086.433,54
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 53.251.966,00 50.842.974,86
2. Technische Anlagen und Maschinen 36.621.482,17 42.151.636,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.256.379,75 12.412.512,88
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.927.738,88 10.759.319,44
104.057.566,80 116.166.443,18
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 38.462,92 43.575,84
117.005.339,49 138.296.452,56
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 29.482.015,30 24.094.958,08
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 21.401.322,66 15.581.028,57
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 35.422.057,13 32.028.775,01
4. Geleistete Anzahlungen 1.829.590,00 1.820.350,00
88.134.985,08 73.525.111,66
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 59.781.314,42 46.827.340,77
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 91.359.883,65 90.438.893,56
3. Sonstige Vermögensgegenstände 12.297.207,79 4.528.419,87
163.438.405,85 141.794.654,20
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 3.749.163,57 13.832.674,95
255.322.554,50 229.152.440,81
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.046.935,62 1.144.005,17
D. Aktive latente Steuern 1.957.607,41 2.359.084,32
E. Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag 35.468.341,70 70.469.078,53
410.800.778,72 441.421.061,39

Passiva

01.04.2020 - 30.09.2020
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Kapitalanteile
1. Einlage des persönlich haftenden Gesellschafters 0,00 0,00
2. Kommanditeinlagen 25.000,00 25.000,00
25.000,00 25.000,00
II. Rücklagenkonto des Kommanditisten 37.559.366,03 12.577.427,99
III. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -960.991,86 -737.748,32
IV. Differenzbetrag für das gegenüber dem Mutterunternehmen niedrigere Konzernergebnis, soweit durch Eigenkapital gedeckt -36.623.374,17 -11.864.679,67
0,00 0,00
B. Sonderposten für Zuschüsse 51.666,81 62.489,77
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 21.662.502,25 21.370.795,73
2. Steuerrückstellungen 7.071.615,52 12.698.499,82
3. Sonstige Rückstellungen 21.663.320,93 25.932.518,33
50.397.438,70 60.001.813,88
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.668.811,93 11.613.858,94
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 12.373.598,63 8.276.948,92
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 92.291.398,53 63.537.768,55
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 237.379.796,75 286.769.457,04
5. Sonstige Verbindlichkeiten 8.989.217,48 8.275.631,54
davon aus Steuern EUR 4.589.268,27 (Vj. EUR 3.581.264,83)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 110.054,84 (Vj. EUR 195.067,22)
357.702.823,32 378.473.664,99
E. Rechnungsabgrenzungsposten 5.500,00 9.110,66
F. Passive latente Steuern 2.643.349,88 2.873.982,09
410.800.778,72 441.421.061,39

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2020 bis 30. September 2021

01.04.2020 - 30.09.2020
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 593.293.070,99 272.355.493,04
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 5.969.577,42 606.813,24
3. Sonstige betriebliche Erträge 11.919.925,62 5.957.340,84
611.182.574,03 278.919.647,12
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 321.283.576,55 130.038.058,26
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 30.132.857,19 13.665.703,40
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 96.180.085,00 48.135.904,84
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 20.877.888,91 10.199.561,84
davon für Altersversorgung EUR 1.475.964,82 (Vj. EUR 836.987,84)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 27.872.692,83 14.978.776,63
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 66.077.492,27 28.604.709,87
562.424.592,75 245.622.714,85
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.302,31 137.026,86
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4.249.305,39 4.003.030,62
10. Finanzergebnis -4.244.003,08 -3.866.003,76
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5.802.982,02 5.695.545,15
davon Ertrag/Aufwand aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern EUR 170.844,71 (Vj. EUR -10.009,30)
12. Ergebnis nach Steuern 38.710.996,16 23.735.383,36
13. Sonstige Steuern 358.575,40 15.621,57
14. Konzernjahresüberschuss 38.352.420,76 23.719.761,79
15. Nicht beherrschenden Anteilen zustehender Gewinn 3.951.941,70 2.415.847,50
16. Konzernergebnis 34.400.479,06 21.303.914,29
17. Verlustvortrag -70.076.479,73 -74.504.593,39
18. Gutschrift auf das Privatkonto des Kommanditisten im Fremdkapital -3.103.635,56 -16.875.800,63
19. Einstellung in Rücklagen -24.981.938,04 0,00
20. Konzernbilanzverlust -63.761.574,27 -70.076.479,73

Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2020 bis 30. September 2021

01.04.2020 -30.09.2020
TEUR TEUR
1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) 38.352 23.720
Abschreibungen (+)/Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des Anlagevermögens 27.873 14.979
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Rückstellungen -3.977 1.898
Ertrag (+)/Aufwand (-) aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern 171 -10
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+)/Erträge (-) 84 -19
Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva -26.456 8.270
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva 15.913 -8.079
Gewinn (-)/Verlust (+) aus Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -705 -95
Zinsaufwendungen (+)/Zinserträge (-) 3.724 3.403
Ertragsteueraufwand (+)/-ertrag (-) 5.632 5.706
Ertragsteuerzahlungen -11.259 -5.024
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 49.352 44.749
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Auszahlungen (-) für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -449 -177
Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 3.341 702
Auszahlungen (-) für Investitionen in das Sachanlagevermögen -8.878 -7.542
Erhaltene Zinsen (+) 5 137
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -5.981 -6.880
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Veränderung des Cash-Pools -2.134 940
Einzahlungen (+) aus Konzernfinanzierung -42.647 805
Auszahlungen (-) für die Tilgung von Anleihen und (Finanz-)Krediten -4.945 -2.668
Gezahlte Zinsen (-) -3.729 -3.540
Gezahlte Dividenden (-) an Gesellschafter des Mutterunternehmens 0 -36.568
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -53.455 -41.031
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Zwischensummen 1-3) -10.083 -3.161
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 13.833 16.994
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 3.749 13.833

Entwicklung des Konzerneigenkapitals für die Zeit vom 1. Oktober 2020 bis 30. September 2021

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Kapitalanteile Rücklagen Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
EUR EUR EUR
31.03.2019 25.000,00 1.362.640,45 -147.226,12
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,00 0,00 0,00
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen 0,00 11.214.787,54 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 -587.470,02
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00 0,00
Umgliederung in den Aktivposten "Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag" 0,00 0,00 0,00
31.03.2020 25.000,00 12.577.427,99 -734.696,14
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,00 0,00 0,00
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 -3.052,18
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00 0,00
Umgliederung in den Aktivposten "Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag" 0,00 0,00 0,00
30.09.2020 25.000,00 12.577.427,99 -737.748,32
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,00 0,00 0,00
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen 0,00 24.981.938,04 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 -223.243,54
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00 0,00
Umgliederung in den Aktivposten "Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag" 0,00 0,00 0,00
30.09.2021 25.000,00 37.559.366,03 -960.991,86
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Differenzbetrag für das gegenüber dem Mutterunternehmen niedrigere Konzernergebnis, soweit durch Eigenkapital gedeckt Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist Summe
EUR EUR EUR
31.03.2019 -1.240.414,33 0,00 0,00
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,00 0,00 0,00
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen -11.214.787,54 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 -587.470,02
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 12.096.097,05 12.096.097,05
Umgliederung in den Aktivposten "Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag" 587.470,02 -12.096.097,05 -11.508.627,03
31.03.2020 -11.867.731,85 0,00 0,00
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital -15.079.709,35 0,00 -15.079.709,35
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 -3.052,18
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 21.303.914,29 21.303.914,29
Umgliederung in den Aktivposten "Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag" 15.082.761,53 -21.303.914,29 -6.221.152,76
30.09.2020 -11.864.679,67 0,00 0,00
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,00 0,00 0,00
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen -24.981.938,04 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 -223.243,54
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 34.400.479,06 34.400.479,06
Umgliederung in den Aktivposten "Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag" 223.243,54 -34.400.479,06 -34.177.235,52
30.09.2021 -36.623.374,17 0,00 0,00
Nicht beherrschende Anteile
Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/ Verluste Summe
EUR EUR EUR EUR
31.03.2019 0,00 -16.358,46 16.358,46 0,00
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,00 0,00 -1.550.564,46 -1.550.564,46
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 -65.274,45 0,00 -65.274,45
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00 1.666.018,16 1.666.018,16
Umgliederung in den Aktivposten "Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag" 0,00 0,00 -50.179,25 -50.179,25
31.03.2020 0,00 -81.632,91 81.632,91 0,00
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,00 0,00 -1.796.091,28 -1.796.091,28
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 -339,13 0,00 -339,13
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00 2.415.847,50 2.415.847,50
Umgliederung in den Aktivposten "Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag" 0,00 0,00 -619.417,09 -619.417,09
30.09.2020 0,00 -81.972,04 81.972,04 0,00
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,00 0,00 -3.103.635,56 -3.103.635,56
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 -24.804,84 0,00 -24.804,84
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00 3.951.941,70 3.951.941,70
Umgliederung in den Aktivposten "Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag" 0,00 0,00 -823.501,31 -823.501,31
30.09.2021 0,00 -106.776,88 106.776,88 0,00
Konzerneigenkapital
Summe
EUR
31.03.2019 0,00
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital -1.550.564,46
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen 0,00
Währungsumrechnung -652.744,47
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 13.762.115,21
Umgliederung in den Aktivposten "Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag" -11.558.806,28
31.03.2020 0,00
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital -16.875.800,63
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen 0,00
Währungsumrechnung -3.391,31
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 23.719.761,79
Umgliederung in den Aktivposten "Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag" -6.840.569,85
30.09.2020 0,00
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital -3.103.635,56
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen 0,00
Währungsumrechnung -248.048,38
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 38.352.420,76
Umgliederung in den Aktivposten "Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag" -35.000.736,83
30.09.2021 0,00

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2020/2021

I. Vorbemerkung

Der Konzernabschluss zum 30. September 2021 ist nach den Rechnungslegungsgrundsätzen des Handelsgesetzbuchs für Kapitalgesellschaften nach den Vorschriften des § 264a HGB in Verbindung mit den §§ 290 ff. HGB aufgestellt worden. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Tostedt unter der Nummer HRA 201898 registriert.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke an dieser Stelle gemacht.

II. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

1. Abschlussstichtag und Konsolidierungskreis

Der Konzern hat zum 30. September 2020 das Geschäftsjahr umgestellt. Zukünftig läuft das Geschäftsjahr vom 1. Oktober bis 30. September. Für den Zeitraum 1. April 2020 bis 30. September 2020 wurde ein Rumpfgeschäftsjahr gebildet. Die Vorjahresangabe zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung bezieht sich auf 6 Monate im Rumpfgeschäftsjahr 2020. Ein Vergleich zum Vorjahr ist somit nur eingeschränkt möglich.

Abschlussstichtag für alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 30. September 2021.

In den Konzernabschluss wurden alle Unternehmen einbezogen, auf die die RPC Packaging (Deutschland) B.V. & Co. KG unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausübt.

Der Kreis der einbezogenen Unternehmen ergibt sich aus der Aufstellung der Anteilsbesitzliste, die Bestandteil des Anhangs ist.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, Währungsumrechnung

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten (Material- und Fertigungseinzelkosten ohne Einbeziehung von Fremdkapitalzinsen) sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der Abschreibungen vermindert um planmäßige und gegebenenfalls außerplanmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Nutzungsdauer beträgt für immaterielle Vermögensgegenstände 3-15 Jahre und für Sachanlagen 3-50 Jahre.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen über die geschätzte Nutzungsdauer nach der linearen Methode. Zugänge bei den abnutzbaren immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen werden zeitanteilig abgeschrieben.

Erhaltene Investitionszuschüsse werden von den Anschaffungskosten abgesetzt.

Finanzanlagen sind mit den ursprünglichen Anschaffungskosten bewertet.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden zu gewogenen durchschnittlichen Anschaffungskosten angesetzt.

Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten sind Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten (einschließlich Abschreibungen) einbezogen.

Auf Gegenstände des Vorratsvermögens, die nur eingeschränkt verwertbar sind, werden angemessene Wertabschläge unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips vorgenommen.

Geleistete Anzahlungen werden mit dem Nennwert bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Neben erforderlichen Einzelwertberichtigungen werden auch Pauschalwertberichtigungen zu Forderungen auf Basis der Nettobeträge abzüglich versicherter Forderungen zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos gebildet.

Die liquiden Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Der Sonderposten für Zuschüsse betrifft einen Investitionszuschuss vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz und wird jährlich parallel zu den entsprechenden Abschreibungen aufgelöst.

Der Wert der Rückstellungen für Pensionen wurde mit dem Erfüllungsbetrag unter Zugrundelegung der aktuellen Richttafeln 2018 G von Herrn Prof. Dr. Klaus Heubeck nach der versicherungsmathematischen "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode) auf Basis nachfolgender Parameter errechnet:

Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt und dafür der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,98 % p.a. angesetzt (Vorjahr: 2,42 % p.a.). Erwartete Gehaltssteigerung wurde mit 2,25 % p.a., Rentensteigerungen mit 2,00 % p.a. - jeweils wie im Vorjahr - angesetzt.

Die Bewertung der Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen erfolgt auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten unter Anwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck und eines Rechnungszinsfußes von 1,39 % p.a. (Vorjahr: 1,71 % p.a.).

Rückstellungen für Altersteilzeit werden auf Grundlage versicherungsmathematischer Gutachten unter Verwendung eines Rechnungszinsfußes von 1,39 % p.a. (Vorjahr: 1,71 % p.a.) für bestehende vertragliche Verpflichtungen gebildet. Basis für die Berechnungen ist die Stellungnahme zur Rechnungslegung des Instituts der Wirtschaftsprüfer IDW RS HFA 3.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Eine Bewertung erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages nach § 253 Abs. 1 HGB unter zwingender Einbeziehung zukünftiger (objektivierter) Preis- und Kostensteigerungen. Der Teil der Rückstellungen, welcher auf Ausgaben entfällt, die nach Ablauf des dem Abschlussstichtag folgenden Geschäftsjahres anfallen, wird mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Erhaltene Anzahlungen werden mit dem Nennwert bewertet.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Währungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten werden mit dem Entstehungskurs am Transaktionstag sowie gemäß § 256a HGB zum höheren Devisenkassa-Mittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden neben den unrealisierten Verlusten auch die unrealisierten Gewinne aus der Stichtagkursbewertung berücksichtigt.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden unsaldiert ausgewiesen. Die Berechnung der aktiven und passiven latenten Steuern erfolgte wie im Vorjahr mit dem unternehmens- und landesindividuellen durchschnittlichen Steuersatz.

Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" als sog. Davon-Vermerk ausgewiesen.

3. Konsolidierungsgrundsätze

Die Erstkonsolidierung auf Grund des Erwerbs der RPC Packaging Holdings (Deutschland) B.V. & Co. KG, Bremervörde, (im Folgenden kurz: RPC Packaging Holdings) erfolgte auf den 31. März 2010. Die Erstkonsolidierung der Superfos Deutschland GmbH erfolgte auf den Erwerbszeitpunkt, den 1. Januar 2011. Die Erstkonsolidierung der NORDFOLIEN-Gesellschaften (bestehend aus der NORDFOLIEN GmbH, Steinfeld, und der Nordfolien Polska Sp. z o. o., Zdzieszowice/Polen) erfolgte auf den 30. April 2018.

Die Kapitalkonsolidierungen bei Erwerben nach dem 1. April 2010 erfolgten gemäß § 301 Abs. 1 HGB nach der Neubewertungsmethode. Für bis zum 31. März 2010 erworbene Gesellschaften wurden die Buchwerte der erworbenen Beteiligungen mit dem auf sie entfallenden Anteil am Eigenkapital zum Erwerbszeitpunkt verrechnet (Buchwertmethode nach § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a.F.). Geschäfts- oder Firmenwerte, die sich nach Verrechnung der Unterschiedsbeträge aus den Erstkonsolidierungen in den Konzernabschluss einbezogener Unternehmen ergeben, werden über eine Nutzungsdauer zwischen 5 und 15 Jahren linear abgeschrieben. Die im Rahmen der erstmaligen Kapitalkonsolidierung der RPC Packaging Holdings und der Superfos Deutschland GmbH, Hamburg, entstandenen Geschäfts- oder Firmenwerte von EUR 69,7 Mio. bzw. EUR 6,4 Mio. werden auf Grund des langjährigen Lebenszyklus der entsprechenden Produkte über eine Nutzungsdauer von 12,5 Jahren bzw. 15 Jahren abgeschrieben. Der nach Aufdeckung stiller Reserven und Lasten verbleibende Geschäfts- oder Firmenwert aus der Erstkonsolidierung der NORDFOLIEN-Gesellschaften in Höhe von TEUR 12.753 wird über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer basiert auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten der Geschäfts- oder Firmenwerte.

Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung werden sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Unternehmen untereinander aufgerechnet. Die in der Konzernbilanz verbleibenden Salden gegen verbundene Unternehmen betreffen nicht konsolidierte Gesellschaften des Konzerns der Berry Global Group Inc., Evansville, USA.

Zwischenergebnisse wurden gemäß § 304 Abs. 1 HGB eliminiert.

Auf die auf Grund von Maßnahmen der Konsolidierung entstandenen Unterschiede zwischen handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen und deren steuerlichen Wertansätzen wurden latente Steuern gebildet. Der Berechnung latenter Steuern liegt dabei jeweils der landesindividuelle Steuersatz zugrunde. Dieser beträgt für latente Steuern aus Polen 19,00 % sowie für latente Steuern aus Deutschland 12,64 % (Gewerbesteuer) bzw. 29,825 % (Körperschaftsteuer sowie Gewerbesteuer) (Steuerabgrenzung nach § 306 HGB).

Im Rahmen der Konsolidierung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden sämtliche im Konzern getätigten Innenumsätze und alle sich entsprechenden Aufwendungen und Erträge gegeneinander aufgerechnet.

Der Jahresabschluss der nicht im Währungsraum des Euro ansässigen Konzerngesellschaft wird in Euro umgerechnet. Dabei werden für Vermögensgegenstände und Schulden die Devisenkassamittelkurse zum Bilanzstichtag, für Aufwendungen und Erträge die Jahresdurchschnittskurse angesetzt. Das Eigenkapital der Konzerngesellschaft wird zum historischen Kurs in Euro umgerechnet.

Der sich gegenüber den Stichtagskursen ergebende Unterschiedsbetrag aus der Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung wird im Eigenkapital unter dem Posten Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung ausgewiesen. Gleiches gilt für etwaig vorhandene Währungsumrechnungsdifferenzen im Rahmen der Schuldenkonsolidierung und der Zwischenergebniseliminierung.

4. Erläuterungen zur Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

a) Erläuterungen zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2020/2021 ist in der Anlage zum Konzernanhang dargestellt.

Der in der Konzernbilanz ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert enthält in Höhe von TEUR 853 (Vorjahr: TEUR 2.631) Geschäfts- oder Firmenwerte, die in den Jahresabschlüssen von einbezogenen Unternehmen entstanden sind. Diese werden über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren linear abgeschrieben. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer dieser derivativen Geschäfts- oder Firmenwerte basiert auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten der Geschäfts- oder Firmenwerte.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind folgende Beträge mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten:

30.09.2021 30.09.2020
TEUR TEUR
Sonstige Vermögensgegenstände 112 176
Davon mehr als 5 Jahre 0 2

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 11.530 (Vorjahr: TEUR 18.938) aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Des Weiteren sind Forderungen aus Cash-Pooling von TEUR 79.830 (Vorjahr: TEUR 71.501) enthalten.

Aktive latente Steuern

Die sich insgesamt auf Ebene der Konzernmutter ergebende Steuerentlastung beruht im Wesentlichen auf temporären Differenzen zwischen folgenden Bilanzposten der Handels- und Steuerbilanzen nebst Ergänzungsbilanzen der Tochterunternehmen:

Immaterielle Vermögensgegenstände,

Sachanlagen und

Rückstellungen für Pensionen.

Des Weiteren wurden latente Steuern auf die auf Grund der Konsolidierungsmaßnahmen entstandenen temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen folgender Bilanzposten gebildet:

Sachanlagen und

Sonstige Rückstellungen.

Bilanzposten temporäre Differenz aktive latente Steuern
in EUR in EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.504.952 190.226
Sachanlagen 2.632.257 339.889
Rückstellungen für Pensionen 10.349.316 1.427.492
Summe 14.486.525 1.957.607

Pensionsrückstellungen

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 1.770 (Vorjahr: TEUR 2.074). Dieser ist zur Ausschüttung gesperrt.

Verbindlichkeiten

davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 30.09.2021 bis zu 1 Jahr größer 1 Jahr davon größer 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.669 2.029 4.639 2.415
(im Vorjahr) (11.614) (3.205) (8.409) (2.657)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 12.374 12.103 271 167
(im Vorjahr) (8.277) (8.277) (0) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 92.291 92.291 0 0
(im Vorjahr) (63.538) (63.538) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 237.380 50.263 187.117 0
(im Vorjahr) (286.770) (25.788) (260.982) (212.476)
Sonstige Verbindlichkeiten 8.989 8.989 0 0
(im Vorjahr) (8.276) (8.273) (3) (1)
Summe 357.703 165.675 192.027 2.582
(im Vorjahr) (378.475) (109.081) (269.394) (215.134)

Sicherheiten auf Verbindlichkeiten wurden nicht gewährt.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 3.104 (Vorjahr: TEUR 16.876), davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr in Höhe von TEUR 3.104 (Vorjahr: TEUR 16.876) ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 41.578 (Vorjahr: TEUR 8.276) Lieferungen und Leistungen, mit TEUR 176.060 (Vorjahr: TEUR 251.352) die Finanzierung durch Darlehen, mit TEUR 16.520 (Vorjahr: TEUR 8.954) Cash-Pool-Verbindlichkeiten und mit TEUR 2.341 (Vorjahr: TEUR 18.188) sonstige Verbindlichkeiten.

Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern wurden gem. § 306 HGB auf Grund von Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Hierbei handelte es sich um Aufstockungen der Bilanzansätze von Gebäuden und immateriellen Vermögensgegenständen im Rahmen der Verteilung der stillen Reserven bei der Erstkonsolidierung.

Bilanzposten temporäre Differenz passive latente Steuern
in EUR in EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 352.228 105.052
Sachanlagen 17.487.136 2.534.150
Sonstige Rückstellungen 204.737 4.148
Summe 18.044.101 2.643.350

Die in der Konzernbilanz angesetzten latenten Steuersalden haben sich im Geschäftsjahr wie folgt verändert:

Stand 01.10.2020 Veränderungen Stand 30.09.2021
EUR EUR EUR
Aktive latente Steuern 2.359.084 -401.477 1.957.607
Passive latente Steuern 2.873.982 -230.632 2.643.350

Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 314 Abs. 1 Nr. 2 HGB / Außerbilanzielle Geschäfte

Verpflichtungen aus den laufenden Leasing- und Mietverträgen sowie Bestellobligo belaufen sich insgesamt auf TEUR 28.811 (Vorjahr: TEUR 20.452). Der Vorteil dieser Leasing- und Mietverträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt.

Darüber hinaus nimmt der Konzern an einem Factoring-Programm teil, welches in Form des stillen Factorings praktiziert wird. Der Rahmen wird zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 10.332 (Vorjahr TEUR 7.575) ausgeschöpft. Mit diesem Programm werden die Liquidität und der Finanzmittelfonds gestärkt sowie die Finanzierungskanäle erweitert. Der Ankauf erfolgt mit Übernahme des Delkredere-Risikos, sodass sich neben dem Liquiditätszufluss eine entsprechende Verringerung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ergibt.

Haftungsverhältnisse

Die Konzerngesellschaften haften gesamtschuldnerisch für die Verbindlichkeiten der RPC Packaging Holdings B.V., Deventer/Niederlande, aus der Vereinbarung über ein automatisches Cash-Management-System mit der Commerzbank (Niederlande) N.V., Amsterdam/Niederlande. Zum 30. September 2021 ergaben sich aus den eingegangenen Verpflichtungen im Rahmen der Teilnahme am Cash-Management-System, wie im Vorjahr, keine Haftungsrisiken.

Es bestehen Bürgschaften zum 30. September 2021 als Haftung für Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 0 (Vorjahr EUR 2,5 Mio.).

Auf Grund der positiven wirtschaftlichen Situation der Berry Global Group Inc.-Gruppe schätzt die Geschäftsführung eine Inanspruchnahme aus den vorgenannten Bürgschaften und Garantien als unwahrscheinlich ein.

b) Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse verteilen sich nach geographischen Kriterien wie folgt:

2021 2020
Mio. EUR Mio. EUR
Deutschland 314,4 146,6
Europa (übrige) 237,2 105,9
Andere Länder 41,7 19,9
593,3 272,4

Von den Umsatzerlösen in Höhe von EUR 593,3 Mio. (Vorjahr EUR 272,4 Mio.) entfallen EUR 515,8 Mio. (Vorjahr EUR 234,6 Mio.) auf den Bereich Verpackungen und Verpackungskomponenten aus Kunststoff sowie EUR 77,5 Mio. (Vorjahr EUR 37,8 Mio.) auf Nebengeschäfte.

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 2.605 (Vorjahr: TEUR 1.287), aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten von TEUR 86 (Vorjahr: TEUR 0), aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen von TEUR 360 (Vorjahr: TEUR 488), aus Anlagenverkäufen von TEUR 713 (Vorjahr: TEUR 95) sowie übrigen periodenfremden Erträgen von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1) enthalten. Weiterhin sind Erträge aus Währungskursgewinnen in Höhe von TEUR 680 (Vorjahr: TEUR 190) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen von TEUR 22 (Vorjahr: TEUR 18) enthalten, darunter fallen TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 4) auf Verluste aus dem Abgang von Sachanlagevermögen sowie TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 14) auf übrige Aufwendungen. Ebenfalls sind Aufwendungen aus Währungskursverlusten in Höhe von TEUR 585 (Vorjahr: TEUR 282) enthalten.

Zinsaufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Zinsen an verbundene Unternehmen von TEUR 3.587 (Vorjahr: TEUR 2.776). Mit TEUR 520 (Vorjahr: TEUR 463) sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen enthalten. Ferner sind periodenfremde Zinsen von TEUR 22 (Vorjahr: TEUR 64) enthalten, die aufgrund einer Betriebsprüfung für Vorjahre festgesetzt wurden.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen Körperschaft- und Gewerbesteuer. Sie enthalten periodenfremde Erträge von TEUR 3.393 (Vorjahr TEUR 2.100). Diese Erträge basieren auf abgeschlossene Betriebsprüfungen der Geschäftsjahre 2012-2018.

Ergebnisverwendung

Mit dem Beschluss vom 10. Februar 2022 wurde beschlossen, den erwirtschafteten Jahresüberschuss des Geschäftsjahres vom 1. Oktober 2020 bis zum 30. September 2021 in Höhe von EUR 26.067.050,17 in das Rücklagenkonto des Kommanditisten einzustellen.

5. Sonstige Angaben

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das nach § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB anzugebende Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2020/2021 beträgt TEUR 256 und entfällt in voller Höhe auf Abschlussprüfungsleistungen.

Aufstellung des Anteilsbesitzes nach § 313 Abs. 2 Nr. 1 HGB

Die RPC Packaging (Deutschland) B.V. & Co. KG ist an folgenden Unternehmen unmittelbar oder mittelbar beteiligt.

Name und Sitz der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen:

Anteil am Kapital
%
Unmittelbare Beteiligung:
1 RPC Packaging Holdings (Deutschland) B.V. & Co. KG, Bremervörde 90,0
Mittelbare Beteiligungen (über Gesellschaft Nr. 1)
2. RPC Verpackungen Kutenholz GmbH, Kutenholz * 90,0
3. RPC Bramlage Food GmbH, Celle * 90,0
4. Berry Superfos Bremervörde Packaging GmbH (vormals: RPC Bebo Plastik GmbH), Bremervörde * 90,0
5. RPC Bramlage GmbH, Lohne * 90,0
6. RPC Bramlage Werkzeugbau GmbH & Co. KG, Lohne 90,0
7. RPC Wiko GmbH, Lohne * 90,0
8. RPC Wiko Verwaltungsgesellschaft mbH, Lohne * 90,0
9. RPC Formatec Verwaltungsgesellschaft mbH, Bremervörde * 90,0
10. RPC Formatec GmbH, Mellrichstadt * 90,0
11. RPC Neutraubling GmbH, Neutraubling * 90,0
12. Berry Superfos Bremervörde Management GmbH (vormals: RPC Bebo Division Management & IT Services GmbH), Bremervörde * 90,0
13. Berry Superfos Bremervörde Print GmbH (vormals: RPC Bebo Print Patent GmbH), Bremervörde * 90,0
14. RPC Bramlage Dinklage GmbH & Co. KG, Dinklage 90,0
15. RPC Bramlage Division GmbH & Co. KG, Lohne 90,0
16. RPC Folio Holdings GmbH, Bremervörde * 90,0
17. Nordfolien GmbH, Steinfeld * 90,0
18. Nordfolien Polska Sp. z o. o., Zdzieszowice, Polen 90,0

Zum 30. September 2021 nehmen die mit * gekennzeichneten Gesellschaften die Befreiungsvorschriften nach § 264 Abs. 3 HGB und die RPC Packaging Holdings (Deutschland) B.V. & Co. KG, die RPC Packaging (Deutschland) B.V. & Co. KG sowie die RPC Bramlage Werkzeugbau GmbH & Co. KG, die RPC Bramlage Dinklage GmbH & Co. KG und die RPC Bramlage Division GmbH & Co. KG nach § 264b HGB in Anspruch.

Die Gesellschaften sind ausnahmslos vollkonsolidiert.

Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer im Geschäftsjahr 2020/2021

Gewerbliche 1.701
Angestellte 372
Gesamt 2.073

Organe des Mutterunternehmens

Die Geschäftsführung wird durch die Geschäftsführer der Komplementärin, die RPC Verwaltungsgesellschaft B.V., Deventer/Niederlande, ausgeübt. Die RPC Verwaltungsgesellschaft B.V. mit einem gezeichneten Kapital von TEUR 18 wird vertreten durch:

Mark William Miles Chief Financial Officer, Berry Global Group Inc., Indiana, USA, (bis August 2021)
Jason Kent Greene Chief Legal Officer, Berry Global Group Inc., Indiana, USA
Yücel Özbay RPC Bebo Division Finance Director, Bremervörde, Deutschland, (bis März 2021)
Soren Rohleder Regional Director Central/East and Group Supply Chain Director of RPC Superfos Division, Hamburg, Deutschland,
Antonius Johanna Maria Steenhoven International Tax Lead, CPI and HH&S Divisions, Packaging Holdings B.V., Deventer, Niederlande, (ab März 2021)
Sander Zwarthof Finance Director/ Berry bpi/ EMD Division, RPC Packaging Holdings B.V., Deventer, Niederlande, (ab März 2021)

Lediglich Herr Søren Rohleder ist bei der RPC Packaging Holdings (Deutschland) B.V. & Co. KG angestellt. Die verbleibenden Geschäftsführer beziehen weder von der RPC Packaging Holdings (Deutschland) B.V. & Co. KG, noch von der Komplementärin RPC Verwaltungsgesellschaft B.V., Deventer/Niederlande, Bezüge.

Die Angabe über die Gesamtbezüge der Organmitglieder nach § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a und b HGB unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB i.V.m. § 314 Abs. 3 HGB.

Nachtragsbericht

Die Coronapandemie hat bis zur Aufstellung keine negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben.

Die Russische Föderation hat am 24. Februar 2022 die Invasion in die Ukraine begonnen. Infolgedessen kam es zu erheblichen Anstiegen der Großhandelspreise auf den Energiemärkten. Die steigenden Energie- und Rohstoffpreise werden die Ertragslage des Berry-Konzerns weiterhin beeinflussen. Weitere Auswirkungen des Ukraine-Krieges auf die Berry-Gruppe lassen sich u.a. infolge von Sanktionen gegen Russland nicht ausschließen.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.

Konzernzugehörigkeit

Angaben zum Mutterunternehmen

Die RPC Packaging (Deutschland) B.V. & Co. KG wird in den Konzernabschluss der Berry Global Group Inc., Evansville, USA, (größter und kleinster Kreis von Unternehmen) zum 30. September 2021 einbezogen, der am Sitz der Berry Global Group Inc. erhältlich ist und im Internet unter www.berryglobal.com veröffentlicht wird.

 

Bremervörde, den 25. Januar 2023

RPC Verwaltungsgesellschaft B.V. für RPC Packaging (Deutschland) B.V. & Co. KG

Søren Rohleder

Jason Kent Greene

Antonius Johanna Maria Steenhoven

Sander Zwarthof

Entwicklung des Konzernanlagevermögens für die Zeit vom 1. Oktober 2020 bis 30. September 2021

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.10.2020 Währungsänderung Zugänge Abgänge Umbuchungen 30.09.2021
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.149.217,91 46.236,85 330.904,00 30.955,30 154.159,56 7.649.563,02
2. Geschäfts- oder Firmenwert 91.681.631,23 0,00 0,00 0,00 0,00 91.681.631,23
3. Geleistete Anzahlungen 67.764,69 0,00 118.151,27 180,00 -151.449,56 34.286,40
98.898.613,83 46.236,85 449.055,27 31.135,30 2.710,00 99.365.480,65
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 95.101.839,12 -97.454,71 398.325,59 230,05 4.878.166,36 100.280.646,31
2. Technische Anlagen und Maschinen 185.322.337,16 -182.919,05 3.188.599,33 7.791.794,12 6.719.199,52 187.255.422,84
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 38.176.349,25 -9.008,68 1.097.401,48 476.449,70 356.461,80 39.144.754,15
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.759.319,44 -69,66 4.194.116,66 69.089,88 -11.956.537,68 2.927.738,88
329.359.844,97 -289.452,10 8.878.443,06 8.337.563,75 -2.710,00 329.608.562,18
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 43.575,84 0,00 0,00 5.112,92 0,00 38.462,92
43.575,84 0,00 0,00 5.112,92 0,00 38.462,92
428.302.034,64 -243.215,25 9.327.498,33 8.373.811,97 0,00 429.012.505,75
Kumulierte Abschreibungen
01.10.2020 Währungsänderung Zugänge Abgänge 30.09.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.488.936,32 -50.808,73 777.999,86 30.955,30 6.286.789,61
2. Geschäfts- oder Firmenwert 71.323.243,97 0,00 8.846.137,31 0,00 80.169.381,28
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
76.812.180,29 -50.808,73 9.624.137,17 30.955,30 86.456.170,89
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 44.258.864,26 26.786,51 2.796.602,56 0,00 47.028.680,31
2. Technische Anlagen und Maschinen 143.170.701,16 156.027,59 12.734.120,04 5.114.852,94 150.633.940,67
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 25.763.836,37 6.365,78 2.717.833,06 586.929,25 27.888.374,40
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
213.193.401,79 189.179,88 18.248.555,66 5.701.782,19 225.550.995,38
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
290.005.582,08 138.371,15 27.872.692,83 5.732.737,49 312.007.166,27
Buchwerte
30.09.2021 30.09.2020
EUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.362.773,41 1.660
2. Geschäfts- oder Firmenwert 11.512.249,96 20.358
3. Geleistete Anzahlungen 34.286,40 68
12.909.309,77 22.086
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 53.251.966,00 50.843
2. Technische Anlagen und Maschinen 36.621.482,17 42.152
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.256.379,75 12.413
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.927.738,88 10.759
104.057.566,79 116.167
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 38.462,92 44
38.462,92 44
117.005.339,48 138.297

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2020/2021

Inhaltsverzeichnis

1) Grundlagen des Konzerns

2) Wirtschaftsbericht

i. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

ii. Geschäftsverlauf

iii. Lage

a. Ertragslage

b. Finanzlage

c. Vermögenslage

iv. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

3) Chancen- und Risikobericht

i. Risikomanagementsystem

ii. Einzelrisiken

iii. Chancen

iv. Zusammenfassung

4) Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

5) Prognosebericht

1) Grundlagen des Konzerns

Die Berry-Gruppe ist eine der führenden Unternehmensgruppen und Spezialist im Bereich der Kunststoffverpackungen und -verschlüssen.

In der eigenständigen deutschen Struktur der Berry-Gruppe verfügen die einzelnen Standorte Lohne, Mellrichstadt, Bremervörde, Kutenholz, Dinklage und Steinfeld jeweils über eigenes Expertenwissen zu spezifischen Materialien und Technologien sowie über die Kenntnisse der jeweiligen zu bedienenden Märkte. Standortübergreifende Zusammenarbeit sowie ein Netz an Produktionswerken in ganz Europa ermöglichen der Berry-Gruppe, ihren Kunden, die auf lokalen, nationalen und internationalen Märkten tätig sind, eine Komplettlösung für Verpackungen sowie Service anzubieten.

Die Vielfalt an verwendeten Materialien sowie angewandten Herstellungstechniken und -verfahren (z. B. Thermoformen, Spritzgießen, Blasformen etc.) führen zu einer Vielzahl an von der Berry-Gruppe hergestellten Verpackungen für Produkte wie Nahrungsmittel und Getränke, Kosmetik und Körperpflege, Arzneimittel, Garten- und Heimwerkerbedarf sowie für Chemie- und Industrieerzeugnisse.

Der eigene Formbaubereich ermöglicht der deutschen Berry-Gruppe eine Unabhängigkeit von externen Anbietern für Formen- und Werkzeugbau und mehr Flexibilität bei der Gestaltung smarter Verpackungslösungen für ihre Kunden.

Berry ist einer der führenden Entwickler für das Designen von Kunststoffverpackungen sowie Kunststoffprodukten für die Pharma- und Automobilindustrie aus den unterschiedlichen Polymeren. Mit eigenen Entwicklungskompetenzzentren weltweit sind wir immer nahe bei unseren Kunden. Gemeinsam mit unseren Kunden werden ihre Wünsche besprochen und sog. "state-of-the-art-Produkte" für die Kunden von uns entwickelt. Zu den Entwicklungskompetenzzentren gehören unter anderem auch die Standorte Lohne, Bremervörde, Mellrichstadt und Kutenholz.

Das Geschäftsjahr wurde zum 30. September 2020 umgestellt und läuft ab diesem Geschäftsjahr vom 1. Oktober bis 30. September. Für den Zeitraum 1. April 2020 bis 30. September 2020 wurde ein Rumpfgeschäftsjahr gebildet. Die Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen ist daher nur eingeschränkt möglich (12 Monate vs. 6 Monate im Rumpfgeschäftsjahr).

2) Wirtschaftsbericht

i. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft ist im Kalenderjahr 2021 gegenüber dem Vorjahr um 2,7 % trotz der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Schutzmaßnahmen gestiegen. Die Produktions- und Umsatzkennzahlen der Kunststoff verarbeitenden Industrie in Deutschland sind im Kalenderjahr 2021 gegenüber dem Vorjahr ebenfalls aufsteigend. Die von der Statista GmbH veröffentlichten Daten zeigen eine Zunahme der Produktionsmenge zum Vorjahr von 5,6 % und einen Umsatzanstieg zum Vorjahr von 12,6 % auf (Quelle: de.statista.com).

ii. Geschäftsverlauf

Der Konzernumsatz betrug im Geschäftsjahr 2020/2021 EUR 593,3 Mio. (Vorjahr: EUR 272,4 Mio.). Der Umsatz verzeichnet entsprechend der Prognose - bereinigt um Effekte aus der Umstellung des Abschlussstichtages - einen leichten Anstieg.

Die Gesamtleistung betrug EUR 611,2 Mio. Neben organischem Wachstum ist dies auch auf die sonstigen betrieblichen Erträge zurückzuführen.

Zum 30. September 2021 beschäftigte der deutsche Berry-Konzern 2.108 Mitarbeiter/Köpfe (30. September 2020: 2.089 Mitarbeiter/Köpfe).

iii. Lage

a. Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2020/2021 erzielte die deutsche Berry-Gruppe ein Ergebnis vor Steuern von EUR 44,5 Mio. Die Entwicklung des Geschäftsjahres 2020/2021 im Vergleich zur Hochrechnung des Rumpfgeschäftsjahres vom Vorjahr entspricht nicht der Prognose des Vorjahres, die von einer Ergebnisverbesserung ausging. Diese Veränderung resultiert im Wesentlichen aus einer Verschlechterung der Materialaufwandsquote.

Der höhere Materialaufwand ist sowohl auf den sechs Monate verkürzten Zeitraum des Rumpfgeschäftsjahres 2020 als auch auf die gegenüber dem Vorjahr deutlich höheren Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von EUR 321,3 Mio. zurückzuführen. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen betrugen EUR 30,1 Mio. Die daraus resultierende Materialaufwandsquote erhöhte sich um 6,47 %-Punkte auf 59,23 %.

Der Personalaufwand beträgt EUR 117,1 Mio. und beinhaltet tarifliche Lohnerhöhungen von durchschnittlich 1,73% (Vorjahr: 1,79%). Der Anteil der Personalkosten an den Umsatzerlösen einschließlich Bestandsveränderung ist gegenüber dem Vorjahr um 1,84 %-Punkte auf 19,53 % (Vorjahr: 21,37 %) gesunken.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen betrugen EUR 27,9 Mio. Unter Berücksichtigung der Hochrechnung auf den sechsmonatigen Zeitraum vom Vorjahr ergibt sich ein Rückgang. Ursächlich hierfür war das Erreichen des Endes von Nutzungsdauern.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf EUR 66,1 Mio. (Vorjahr: EUR 28,6 Mio.). Die Entwicklung im Geschäftsjahr 2020/2021 ist auf keine besonderen Einflüsse zurückzuführen und betrifft den üblichen Geschäftsverlauf.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag erhöhten sich um EUR 0,2 Mio. auf EUR 5,9 Mio.

Auf Basis der nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellten Gewinn- und Verlustrechnung beträgt der Konzernjahresüberschuss EUR 38,4 Mio. (Vorjahr: EUR 23,7 Mio.).

b. Finanzlage

Finanzierung

Die Finanzierung des deutschen Berry-Konzerns erfolgt wie in den Vorjahren im Wesentlichen aus den Finanzmitteln der Berry-Gruppe, die ihrerseits Kredite des Kapitalmarkts und von Banken nutzt. Die Bündelung der Liquiditätsströme mittels eines Cash-Management-Systems sowie die Zentralisierung des Finanzmittelbedarfs ermöglichen der gesamten Berry-Gruppe ein einheitliches Auftreten an den Geld- und Kapitalmärkten und stärken damit ihre Verhandlungsposition gegenüber Kreditinstituten und anderen Marktteilnehmern. Der Finanzmittelbedarf für die Investitionen des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurde im Wesentlichen durch die Konzernfinanzierung über den Cash-Pool gedeckt. Die Fremdfinanzierung durch Kreditinstitute betrug im Geschäftsjahr EUR 6,7 Mio. (Vorjahr: EUR 11,6 Mio.).

Der Cash-Pool beinhaltet sowohl Forderungen als auch Verbindlichkeiten. Nach Saldierung ergibt sich im Geschäftsjahr 2020/2021 eine Forderung von EUR 63,3 Mio. (Vorjahr: EUR 62,5 Mio.).

Investitionen

Das Gesamtvolumen der Investitionen in das Anlagevermögen lag bei EUR 9,3 Mio. Aufgrund von auslaufenden Verträgen wurden die bestehenden Produktionsanlagen für neue und bestehende Produkte eingesetzt.

c. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der deutschen Berry-Gruppe hat sich gegenüber dem 30. September 2020 um EUR 30,6 Mio. auf EUR 410,8 Mio. verringert.

Die Nettoveränderung des Anlagevermögens betrug EUR -21,3 Mio. (Vorjahr: EUR -7,9 Mio.). Die Investitionen lagen mit EUR 9,3 Mio. unter den Abschreibungen des Geschäftsjahres von EUR 27,9 Mio. und dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens mit Buchwerten von EUR 2,6 Mio.

Das Vorratsvermögen von EUR 88,1 Mio. liegt um EUR 14,6 Mio. über dem Vorjahresniveau von EUR 73,5 Mio. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind um EUR 21,6 Mio. auf EUR 163,4 Mio. gestiegen. Darüber hinaus hat sich der Bestand an liquiden Mitteln aufgrund der Geschäftsentwicklung auf EUR 3,7 Mio. (Vorjahr EUR 13,8 Mio.) verringert. Insgesamt hat sich das Umlaufvermögen um EUR 26,2 Mio. im Vorjahresvergleich erhöht.

Die Rückstellungen reduzierten sich von EUR 60,0 Mio. auf EUR 50,4 Mio. Dieser Rückgang betrifft mit EUR 5,6 Mio. die Steuerrückstellungen sowie mit EUR 4,3 Mio. die sonstigen Rückstellungen.

In Summe haben sich die gesamten Verbindlichkeiten um EUR 20,8 Mio. auf EUR 357,7 Mio. verringert. Dem Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von EUR 49,4 Mio. steht der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von EUR 28,8 Mio. gegenüber. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen stiegen um EUR 4,1 Mio. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich dagegen im Vergleich zum Vorjahr um EUR 4,9 Mio. vermindert.

iv. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Neben den finanziellen Leistungsindikatoren "Umsatz" und "Ergebnis vor Steuern" gehören zu den wichtigsten nicht-finanziellen Leistungsindikatoren der Berry-Gruppe der Energieverbrauch pro Produktionstonne (mWh/t) sowie der Wasserverbrauch pro Produktionstonne (l/t) als umwelt- und kostenbezogene Leistungsindikatoren.

Die Berry-Gruppe arbeitet kontinuierlich an der effizienten Nutzung der Energie- und Wasserressourcen. Die alten energieintensiven Produktionsanlagen werden fortlaufend entweder durch neuere Anlagen mit besserer Energiebilanz ersetzt oder entsprechend umgerüstet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist der Energieverbrauch pro Produktionstonne von 1,51 mWh/t auf 1,53 mWh/t und der Wasserverbrauch pro Produktionstonne von 0,68 m 3 /t auf 0,80 m 3 /t gegen Erwartung gestiegen. Der Anstieg resultiert vor allem aus der Anpassung der Ermittlung der Verbräuche bei einer Gesellschaft.

3) Chancen- und Risikobericht

i. Risikomanagementsystem

Das Risikomanagement der Berry-Gruppe ist ein Bestandteil des Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses. Damit wird sichergestellt, dass die Geschäftsleitung wesentliche Risiken frühzeitig erkennt und gegensteuernde Maßnahmen einleiten kann. Darüber hinaus wird das Risikomanagement von den Instrumentarien des Rechnungswesens, der Kostenrechnung sowie des Controllings unterstützt.

Um möglichen Risiken, die aus den vielfältigen steuerlichen, wettbewerbs-, patent-, kartell-, kapitalmarkt- und umweltrechtlichen Regelungen und Gesetzen entstehen können, zu begegnen, werden die Entscheidungen und die Gestaltung der Geschäftsprozesse auf eine umfassende rechtliche Beratung gestützt. Sofern sich rechtliche Risiken auf vergangene Sachverhalte beziehen, werden die dafür erforderlichen bilanziellen Rückstellungen gebildet und auf ihre Angemessenheit in regelmäßigen Abständen geprüft.

Die Gesellschaft bzw. die Unternehmensgruppe hat ein internes Kontrollsystem einschließlich eines Risikofrüherkennungssystems eingerichtet. Zusammen mit den anderen Abteilungen und der internen Revision des Konzerns wird die Angemessenheit des implementierten Kontrollsystems regelmäßig überprüft und verbessert.

ii. Einzelrisiken

Absatzmarktrisiko

Der wirtschaftliche Erfolg in der Kunststoffindustrie wird unserer Einschätzung nach nachhaltig durch die Vielfalt und Breite des angebotenen Produktsortiments bestimmt. Des Weiteren begründet die Kundenabhängigkeit ein weiteres Absatzmarktrisiko. Der Verlust der Hauptabnehmer würde zu kurzfristigen signifikanten Einflüssen auf Umsatz und Ergebnis unseres Geschäftes führen. Diesen Risiken wirkt eine starke Kundenbindung durch langjährige Beziehungen, geografische Nähe, ein breites Angebot an innovativen Produkten und deren ständige Weiterentwicklung sowie eine führende Position der gesamten Berry-Gruppe auf dem europäischen Markt der Verpackungsindustrie entgegen.

Weiterhin kann eine länger anhaltende Phase einer schwachen Konjunktur zu einem Preisverfall und somit zu einem Rückgang der Margen und gegebenenfalls zu operativen Verlusten für die betroffenen Geschäfte führen.

Produkt- und Umweltschutzrisiken

Produkt- und Umweltschutzrisiken tragen wir durch entsprechende Maßnahmen zur Qualitätssicherung Rechnung. Hierzu gehören die Zertifizierung unserer Aktivitäten nach nationalen und internationalen Normen, die ständige Verbesserung von Anlagen und Verfahren sowie die Neu- oder Weiterentwicklung von Produkten. Konzernweit einheitlich angewandte Standards sichern die hohen Qualitätsanforderungen. Für Produkthaftungsrisiken und Schadensfälle haben wir Versicherungen abgeschlossen, um die möglichen Folgen von in Konzernunternehmen verbleibenden Risiken in Grenzen zu halten bzw. ganz auszuschließen. Der Umfang dieser Versicherungen wird laufend überprüft. Für erkennbare Risiken wird entsprechende bilanzielle Vorsorge getroffen.

Beschaffungsmarktrisiko

Als produzierendes Unternehmen der chemischen Industrie beschaffen wir erhebliche Mengen an wichtigsten Rohstoffen, deren Einstandspreise direkt von der Entwicklung des Preises für Rohöl abhängig sind. Außerdem können die Marktpreise je nach Angebot und Nachfrage für diese Rohstoffe stark schwanken. Zur weitgehenden Vermeidung negativer Auswirkungen auf unsere Margen auf Grund steigender Rohstoffpreise haben wir mit sehr vielen Kunden Preisgleitklauseln vereinbart, die eine Anpassung unserer Verkaufspreise an ansteigenden Rohstoffbeschaffungskosten vorsehen. Ferner unterliegen wir dem Risiko, die benötigten Rohstoffe und Energien nicht bzw. nicht in ausreichendem Maße in der erforderlichen Qualität bzw. Quantität beschaffen zu können. Diese Risiken minimieren wir im Rahmen unseres Risikomanagementsystems, indem zum Beispiel die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten wichtiger Rohstoffe reduziert wird und andere Beschaffungsquellen erschlossen werden. Darüber hinaus berät die zentrale Einkaufsfunktion unsere Gesellschaften in Fragen des günstigsten Zeitpunktes für Bestandsauf und -abbau.

iii. Chancen

Eine ständige Erweiterung unseres Produktsortiments basierend auf der Aufrechterhaltung der hierzu erforderlichen Produktionstechniken und -verfahren und die Stärkung der soliden und langjährigen Beziehung zu unseren Kunden werden als zentrale Strategie des organischen Wachstums aller von uns bedienten Marktsegmente weiterhin verfolgt.

Eine eingehende Analyse und die Nutzung innewohnender Synergieeffekte und vorhandener Erfahrungen bei der Herstellung und dem Vertrieb unserer Produkte stellen weitere Potenziale in der strategischen Entwicklung der Berry-Gruppe dar.

Die in den vergangenen Geschäftsjahren erzielten Ergebnisse bei den Einsparungen und Kostenoptimierungen haben einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung der Position der Berry-Gruppe gegenüber ihren Wettbewerbern geleistet. Um das erreichte Niveau zu halten und die festgelegten langfristigen Ziele der Berry-Gruppe zu erreichen, wird weiterhin aktiv nach Optimierungspotenzialen in allen Bereichen und Gesellschaften gesucht.

Die vorangegangenen Erläuterungen zu den Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung stellen lediglich die Einschätzungen des Managements dar. Die tatsächlichen Ergebnisse sowie die einzelnen Umsätze und Aufwendungen können erheblich von diesen Prognosen abweichen.

iv. Zusammenfassung

Den Fortbestand des Konzerns gefährdende Risiken haben wir nicht festgestellt. Für unser Geschäft können jedoch zukünftig andere Risiken hinzukommen, die wir zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht kennen oder die wir derzeit für vernachlässigbar halten.

4) Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die wesentlichen in der Gruppe verwendeten Finanzinstrumente umfassen Darlehen, Leasingverhältnisse sowie Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen. Der Hauptzweck dieser Finanzinstrumente ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit. Die Gruppe verfügt über verschiedene weitere Finanzinstrumente, wie zum Beispiel Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die unmittelbar im Rahmen der Geschäftstätigkeit entstehen.

Derivative Finanzinstrumente kommen im Konzern derzeit nicht zum Einsatz.

Das sich aus den Finanzinstrumenten ergebende wesentliche Risiko des Konzerns besteht aus Ausfallrisiken. Ausfallrisiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit Warenkreditversicherungen und durch die Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen begegnet.

Darüber hinaus besteht ein Zinsänderungsrisiko aus Darlehen eines verbundenen Unternehmens, die variabel verzinslich sind.

5) Prognosebericht

Für das sich daran anschließende Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis 30. September 2022 rechnet die deutsche Berry-Gruppe mit einem leicht wachsenden Ergebnis vor Steuern. Es wird davon ausgegangen, dass durch die gestiegenen Rohstoffpreise, Personal- und Energiekosten voraussichtlich ein leicht schlechteres Ergebnis vor Steuern für das Geschäftsjahr 2022/2023, im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021/2022, erzielt werden kann. Aufgrund der aktuellen Marktsituation wird ein leichter Umsatzrückgang für das Geschäftsjahr 2022/2023 erwartet.

Die Geschäftsführung erwartet für das Geschäftsjahr 2021/2022 einen mindestens konstant bleibenden und für das Geschäftsjahr 2022/2023 leicht sinkenden Energie- und Wasserverbrauch. Aufgrund der höheren Energiekosten werden Gegenmaßnahmen zur Kostenreduzierung, soweit sinnvoll, veranlasst.

 

Bremervörde, den 25. Januar 2023

RPC Verwaltungsgesellschaft B.V. für RPC Packaging (Deutschland) B.V. & Co. KG

Søren Rohleder

Jason Kent Greene

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