Schwarzwaldmilch GmbH Offenburg
Selbe AdresseGroßhandel mit Milch, Milcherzeugnissen, Eiern, Speiseölen und Nahrungsfetten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jens-Christian Müller seit 1.9.2023 | Prokura |
Heinz August Kaiser seit 26.7.2019 | Prokura |
Björn Beckmann seit 26.7.2019 | Prokura |
Andreas Schneider seit 16.5.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Milcherzeugervereinigung Schwarzwaldmilch eGFreiburg im BreisgauKonzernabschluss zum 31. Dezember 2022KONZERN-LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022Die Schwarzwaldmilch-Gruppe stellt sich wie folgt dar:
I. Grundlagen des Konzerns 1. Geschäftsmodell der Schwarzwaldmilch-Gruppe Die Schwarzwaldmilch-Gruppe ist ein traditionelles milchwirtschaftliches Unternehmen, das bereits im Jahr 1930 gegründet wurde. Unsere Marke "Schwarzwaldmilch" ist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt, dies belegen die fortlaufend durchgeführten Marktforschungsstudien zu Markenbekanntheit und -image. Als milchwirtschaftliches Unternehmen weist die Schwarzwaldmilch-Gruppe eine genossenschaftliche Trägerschaft auf und produziert an den Standorten Freiburg und Offenburg Milchprodukte. Der Fokus an unserem Standort in Freiburg liegt auf Milch-Frischprodukten und Marken, während an unserem Standort in Offenburg der Fokus auf Pulver/Ingredients liegt - dort spielt darüber hinaus der Bereich Werklohn eine wichtige Rolle. Über das 2019 neu gegründete Tochterunternehmen, Black Forest Natur GmbH, fokussieren wir außerdem den Markt mit veganen Markenprodukten bzw. den wachsenden Markt mit pflanzlichen Milchalternativen. Die von ihren landwirtschaftlichen Eigentümern produzierte Milch wird von der Schwarzwaldmilch-Gruppe verarbeitet und veredelt, unsere Produktionsbetriebe sind nach ISO 9001:2015 zertifiziert. Die Frisch- und Markenprodukte der Schwarzwaldmilch-Gruppe werden im Wesentlichen in Deutschland sowie ausgewählten Ländern Europas und Drittländern vertrieben, ebenso wie die Produktpalette des Werkes in Offenburg. 2. Ziele und Strategien Durch unsere Schwarzwaldmilch Markenprodukte, ausgewählte Pulver-/Ingredients-Erzeugnisse (inkl. Werklohn-Bereich), Spezialisierungssortimente sowie die Markenprodukte der Black Forest Nature ist unser Geschäftsmodell gut diversifiziert und sorgt dadurch für uns und unsere Lieferanten für ein nachhaltiges und robustes Wachstum. Dafür setzen wir auf Produkte, die sich durch die regionale, eindeutige Herkunft und unsere Produktionskompetenz auszeichnen. Mit dem Fokus auf qualitativ hochwertige Premium-Produkte unserer Markenlinien ist es unser Ziel, die stabile wirtschaftliche Entwicklung der Schwarzwaldmilch-Gruppe auch in Zukunft fortzusetzen. 3. Steuerungssystem Mit dem eingesetzten Controlling-System werden systematische Planungen und kurzfristige Soll-/Ist-Vergleiche bezogen auf die wesentlichen Kenngrößen zur Steuerung der ertragsorientierten Risiken durchgeführt. Verbunden mit einer eindeutig definierten Budgetverantwortung können wir notwendige Gegenmaßnahmen frühzeitig erkennen und umsetzen. Durch die vollständige Verzahnung des Controllingsystems mit den Daten der Finanzbuchführung werden die zur Unternehmenssteuerung erforderlichen Daten in einer aussagefähigen und entscheidungsorientierten Qualität bereitgestellt. Unsere Leistungsindikatoren sind ein Markenwachstum in Absatz und Umsatz sowie die Auszahlung eines konkurrenzfähigen Milchgelds an unsere Milcherzeuger. 4. Forschung und Entwicklung In der Schwarzwaldmilch-Gruppe erfolgt grundsätzlich die Entwicklung von neuen Konzepten und Produktideen auf systematischer Basis. Die Konzepte oder Produktideen werden ausgelöst durch neue Marktanforderungen im Rahmen eines systematischen Neuprodukt-Entwicklungsprozesses, durch Verfahrensoptimierungen sowie applikative Weiterentwicklungen. Dabei ist die Vorgehensweise durch eine konsequente, strukturierte und prozessgesteuerte Ausrichtung gekennzeichnet. Das spiegelt sich in der Breite und Tiefe unserer kompetitiven Sortimentsangebote wider sowie in der erfolgreichen Platzierung vielfältiger Neuproduktideen im Kundenspektrum. Bei Bedarf erfolgt die Zusammenarbeit mit renommierten externen Forschungsinstituten und Kategorie-Experten. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Jahr 2022 war geprägt vom Ukraine-Krieg und den daraus resultierenden Unsicherheiten und hohen Energiepreisen. Laut Institut für Weltwirtschaft (IfW) ist die weltwirtschaftliche Produktion im Jahr 2022 um 3,2 Prozent gestiegen, womit sich die weltwirtschaftliche Expansion, die sich im Jahr 2021 im Zuge der Eindämmung der Corona-Pandemie ergeben hatte, wieder deutlich abgeschwächt hat. 1 Während die Wirtschaftsleistung im Euroraum laut IfW im III Quartal des Jahres 2022 noch um 0,4 Prozent gestiegen ist, stagnierte sie im IV Quartal - für das gesamte Jahr lag die Wachstumsrate bei 3,5 Prozent. 2 Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland stieg nach den Statistiken des IfW preisbereinigt 2022 gegenüber dem Vorjahr um 1,8 Prozent, und blieb damit hinter den Wachstumsraten im gesamten Euroraum zurück. 3 Am Arbeitsmarkt setzte sich die Erholung vom Krisenjahr 2020 fort. Die Zahl der amtlich registrierten Arbeitslosen ging weiter zurück. Trotz eines zeitweisen Anstiegs, im Zuge der erstmaligen Erfassung ukrainischer Flüchtlinge, gab die Arbeitslosenzahl im Jahresdurchschnitt um etwa 200.000 auf rund 2,4 Millionen nach. Vor diesem Hintergrund sank auch die Arbeitslosenquote nochmals, von 5,7 % im Vorjahr auf 5,3 %. Die Erwerbstätigenzahl erhöhte sich 2022 um knapp 600.000 auf rund 45,6 Millionen Menschen. Sie erreichte damit einen neuen Höchststand. 4 Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte stieg um 7 Prozent gegenüber 2021. 5 Die Inflationsrate, gemessen am Verbraucherpreisindex, lag mit 7,9 % im Jahresdurchschnitt 2022 erheblich über ihrem Vorjahreswert von 3,1 %. Einen vergleichbar hohen Anstieg der Preise für die Lebenshaltung hatte es in der Bundesrepublik zuletzt 1951 mit 7,6 % gegeben. Maßgeblich für die enorme Teuerung waren die Energie- und Nahrungsmittelpreise, die im Zuge des Ukrainekrieges sowie der andauernden Lieferengpässe um außerordentliche 34,7 % und 13,4 % stiegen. Die Verbraucherpreisdynamik war bereits im Januar mit einer Inflationsrate von 4,9 % sehr kräftig. Sie beschleunigte sich angesichts extremer Import- und Erzeugerpreisanstiege weiter und führte im Oktober zu einem Jahreshöchststand der Inflationsrate von 10,4 %. Die Gesamtteuerung wäre allerdings noch höher ausgefallen, wenn der Staat nicht durch Entlastungsmaßnahmen gegengesteuert hätte. Zu nennen sind hier beispielsweise das 9-Euro-Ticket und der Tankrabatt, die in den Monaten Juni bis August wirkten, sowie die einmalige Übernahme der Gas- und Wärmerechnungen im Dezember. 6 Die Konsumausgaben der privaten Haushalte sind, nach einem geringfügigen Zuwachs im Vorjahr (+0,4 %), im Verlauf von 2022 zunächst kräftig gestiegen. Angesichts der Rückführung von Infektionsschutzmaßnahmen wurde vor allem in den Bereichen Gastgewerbe sowie Freizeit, Unterhaltung und Kultur mehr ausgegeben. Zum Jahresende bremste dann jedoch der Höhenflug der Verbraucherpreise die Kaufkraft der Haushaltseinkommen verstärkt aus. Auf Jahressicht konnten die privaten Konsumausgaben dennoch preisbereinigt um deutliche 4,6 % zulegen und mit soliden 2,3 Prozentpunkten zum gesamtwirtschaftlichen Wachstum beitragen. 7 1 KKB_99_2023-Q1_Welt.pdf (ifw-kiel.de), besucht am 06.04.2023 2 KKB_100_2023_Q1_Euroraum.pdf (ifw-kiel.de), besucht am 06.04.2023 3 KKB_101_2023-Q1_Deutschland_DE.pdf (ifw-kiel.de), besucht am 06.04.2023 4 Quelle: Dokument Hr. Schmälzle 5 KKB_101_2023-Q1_Deutschland_DE.pdf (ifw-kiel.de), besucht am 06.04.2023 6 Quelle: Dokument Hr. Schmälzle 7 Quelle: Dokument Hr. Schmälzle 2. Milchmarkt 2022 Die weltweite Milchproduktion lag laut Statista im Jahr 2022 bei 544,15 Mio. Tonnen und hat damit im Vergleich zum Vorjahr (545,2 Mio. Tonnen) stagniert bzw. war sogar leicht rückläufig. 8 In Deutschland lag die Milchanlieferung laut Zentrale Milchmarkt Berichterstattung (ZMB) im Jahr 2022 bei 31,9 Mio. Tonnen und damit weitestgehend auf demselben Stand wie im Jahr 2021, der der tiefste seit dem Jahr 2014 war. 9 In der EU war der Milchmarkt durch das im Sommer 2022 heiße und trockene Wetter in weiten Teilen der Union, den Einfluss des Krieges in der Ukraine auf die Energiepreise sowie die Inflation bei den Lebensmittelpreisen beeinflusst. Im gesamten Kalenderjahr wurde die Anlieferungsmenge des Vorjahres in Höhe von rd. 144,5 Mio. t erneut erreicht. Steigerungen der Milchmengen ergaben sich vor allem in Polen, Österreich, Belgien und den Niederlanden, während in den großen Erzeugungsländern Deutschland und Frankreich ein Rückgang des Milchaufkommens zu verzeichnen war. 10 Im Jahr 2022 lagen die durchschnittlichen Milchauszahlungspreise bundesweit laut Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) auf 53,2 Ct/kg für konventionelle bzw. 58,2 Ct/kg für Biomilch - jeweils bei 4,0 % Fettgehalt und 3,4 % Eiweißgehalt, ohne MwSt., ab Hof. Damit haben die Auszahlungspreise zum einen Rekordhöhen erreicht und zum anderen hat sich der Abstand zwischen konventionell und biologisch/ökologisch erzeugter Milch deutlich verringert. 11 Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, erhöhten sich die Preise für Nahrungsmittel im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr massiv um 13,4 Prozent. Die Preise für Molkereiprodukte (und Eier) sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum überdurchschnittlich stark um knapp 19,7 Prozent gestiegen. 12 Die Zahl der Milchkühe ist im Jahr 2022 weiter gesunken - auf nun 3,82 Mio. Milchkühe und damit knapp 2 Prozent weniger als im Vorjahr. Bei den Milchviehhaltungen war ein Rückgang der Betriebe um knapp 4 Prozent auf rund 53.700 zu beobachten. Damit lässt sich festhalten, dass der Strukturwandel bei den Milcherzeugern fortschreitet. 13 8 Milchproduktion weltweit bis 2023 | Statista, besucht am 11.04.2023 9 ZMB-Jahresrueckblick-2022.pdf (milk.de), besucht am 11.04.2023 10 DRV-Jahresbericht Agrarwirtschaft 2022, Seite 22 11 Single Ansicht (ami-informiert.de), besucht am 11.04.2023 12 Inflationsrate im Jahr 2022 bei +7,9 % - Statistisches Bundesamt (destatis.de), besucht am 11.04.2023 13 Zahlen Daten Fakten - Beilage zum MIV-Geschäftsbericht 2021/22 (milchindustrie.de), besucht am 11.04.2023 3. Geschäftsentwicklung Schwarzwaldmilch-Gruppe 2022 Das Jahr 2022 war für die Molkerei-Branche im Allgemeinen und für Hersteller von Marken-Molkereiprodukten im Besonderen ein herausforderndes - dem konnte sich auch die Schwarzwaldmilch-Gruppe nicht entziehen. Während sich der Umsatz im Geschäftsjahr 2022 um 7 Prozent bzw. 16,2 Mio. EUR auf 248,3 Mio. EUR erhöht hat (Vorjahr 232,1 Mio. EUR), sank der Absatz im gleichen Zeitraum um 5,9 Prozent. Das Markensortiment der Schwarzwaldmilch-Gruppe konnte strategiekonform ein Umsatzwachstum um 7,1 Prozent verzeichnen. Die Umsatzzuwächse der Markenlinien sind vor allem auf das zweistellige Wachstum der Linien Schwarzwaldmilch (+18,5 Prozent), Schwarzwaldmilch Protein (+11,5 Prozent) und Schwarzwaldmilch Heimat (+10,8 Prozent) zurückzuführen. Die Markenlinie LAC lactosefrei konnte um 2,9 Prozent zulegen, der Umsatz mit den beiden Bio-Linien Schwarzwaldmilch Bio (-5,8 Prozent) und Schwarzwaldmilch Bio Heumilch (-1,6 Prozent) war dagegen rückläufig. Dies ist durch die inflationsbedingte, allgemeine Kaufzurückhaltung bedingt - insbesondere bei den Herstellermarken. Insgesamt sank der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln in Deutschland um 3,5 Prozent, dass der Rückgang nicht noch stärker ausfiel, ist vor allem auf die Bio Handelsmarken des Lebensmitteleinzelhandels zurückzuführen. 14 Laut Nielsen Marktforschungszahlen 15 konnten wir im Segment der Bio-Trinkmilch unsere marktführende Position in Deutschland unter den Herstellermarken auch im Jahr 2022 halten. Darüber hinaus sind wir in den Segmenten Weide-Trinkmilch und Schlagsahne im Mehrwegglas die Nummer Eins unter den Markenherstellern. In der Kategorie Weiße Linie lactosefrei sind wir in Deutschland unter den Herstellern lactosefreier Marken-Milchprodukte mit der Marke LAC ebenfalls Marktführer in der Kategorie Weiße Linie lactosefrei gekühlt sowie in den Kategorien frische Sahne, Schmand und Speisequark. Der Export-Bereich konnte nach Rückgängen im Zuge der Corona-Pandemie erstmals wieder deutlich zulegen und stieg im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent auf 25,8 Mio. EUR. Auf Linie der strategischen Ausrichtung wurde der Standort Offenburg weiter umgebaut hin zu einem wertschöpfungsorientieren Produktionsbetrieb für spezialisierte Ingredients. Der Umsatz der strategiekonformen, ertragsstarken Kernsegmente legte um 6,3 Prozent (2,23 Mio. EUR) auf 37,4 Mio. EUR zu. Insgesamt erreichte der Standort Offenburg mit 48,4 Mio. EUR einen um 5,5 Prozent höheren Umsatz als im Vorjahr. Im stark wachsenden Markt der Milchalternativen waren wir weiterhin mit der Marke Velike! unsere Tochterfirma Black Forest Nature GmbH präsent. Der Umsatz in diesem strategisch wichtigen Segment konnte im Vergleich zum Vorjahr wiederum gesteigert werden. Der Milchauszahlungspreis der Schwarzwaldmilch stellt sich wie folgt dar: Der durchschnittliche Gesamt-Milchauszahlungspreis ab Hof inkl. aller Zu-/Abschläge bei 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß betrug netto 51,48 ct/kg und brutto 56,37 ct/kg (bei 9,5 % MwSt). Der durchschnittliche Milchauszahlungspreis ab Hof für die konventionellen Milcherzeuger inkl. Weidemilch/Milch ohne Gentechnik, inkl. aller Zu-/Abschläge bei 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß betrug netto 48,89 ct/kg und brutto 53,53 ct/kg (bei 9,5 % MwSt). Der durchschnittliche Bio-Milchauszahlungspreis inkl. Bio-Heumilch ab Hof inkl. aller Zu-/Abschläge bei 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß betrug netto 61,00 ct/kg und brutto 66,79 ct/kg (bei 9,5 % MwSt). Insgesamt erhielten die milchliefernden Betriebe im Jahr 2022 durch die gestiegenen Milchauszahlungspreise im Vergleich zum Vorjahr zusätzlich 31,3 Mio. EUR an Auszahlungsleistung. Im Berichtszeitraum ist die Anzahl der Milch liefernden Betriebe von 919 auf 884 (-3,8 %) um 35 Betriebe und die Milchanlieferung der Bestandsbetriebe um 4,5 Mio. kg auf 266,1 Mio. kg (-1,7 %) zurückgegangen. 14 Umsatz Bio-Markt 2022 | Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (boelw.de), besucht am 12.04.2023 15 Nielsen: LEH + DM, Marke, Umsatz, MAT KW 52 2022 vs. MAT KW 52 2021 4 Vermögens-, Finanz und Ertragslage 4.1 Ertragslage Nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten stellt sich die Ertragslage wie folgt dar (Abweichungen zu den Posten der handelsrechtlichen Gewinn- und Verlustrechnung ergeben sich aus der Zuordnung zum neutralen Ergebnis):
Unser Absatz lag auf dem Niveau der Vorjahresprognose und der Umsatz ist insgesamt durch die im Jahresdurchschnitt höheren Verkaufserlöse und Produktmixverbesserungen über der Vorjahresprognose. Die deutlich gestiegenen Umsatzerlöse, insbesondere im Markensortiment, dienten überwiegend zur Unterstützung der Auszahlungsleistung. Das Jahresergebnis liegt unterhalb des Vorjahreswertes, nicht zuletzt durch inflationsbedingte signifikante Kostensteigerungen. Zudem konnte im Vergleich zum Jahr 2021 mehr als 31 Mio. Euro zusätzliche Auszahlungsleistung für die Schwarzwaldmilch-Höfe erbracht werden. Das Betriebsergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.663 reduziert. Die betrieblichen Aufwendungen wurden im Berichtsjahr im Wesentlichen durch Personalaufwendungen und sonstige betriebliche Aufwendungen wie Abschreibungen und Marketingmaßnahmen beeinflusst. Die Zunahme der Personalaufwendungen ist vor allem durch die Tarifanpassungen bedingt. Die Abschreibungen sind die Folge von umfangreichen Investitionen im Vorjahr sowie im Berichtsjahr. Die Marketingmaßnahmen dienen zuallererst der nachhaltigen Stärkung unserer wertschöpfenden Markenprodukte einschließlich der Produktinnovation. Das Finanzergebnis ist wie auch schon im Vorjahr im Wesentlichen durch Abzinsungseffekte im Zusammenhang mit der Pensionsrückstellung geprägt. Das saldierte neutrale Ergebnis liegt bei TEUR -188 gegenüber TEUR -168 im Vorjahr. Wesentliche Einmaleffekte ergaben sich aus der Auflösung nicht mehr erforderlicher Rückstellungen und Anlagenabgängen. Die wirtschaftliche Lage der Schwarzwaldmilch-Gruppe ist unverändert durch eine solide Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage gekennzeichnet. Die Finanzlage wird weiterhin durch strategiekonforme Investitionen, die in hohem Maß mit eigenen Mitteln finanziert werden, geprägt sein. 4.2 Vermögens und Finanzlage Die Vermögens- und Finanzlage hat sich vor dem Hintergrund der Gewinnthesaurierung und der zukunftsorientierten Investitionen wie folgt entwickelt:
Die Konzern-Eigenkapitalquote beträgt bei gestiegener Bilanzsumme 50,3 % (Vorjahr 49,6 %). Die Vermögenslage der Schwarzwaldmilch-Gruppe ist im Berichtsjahr im Wesentlichen durch einen positiven Cashflow aus dem laufenden Geschäft und einem entsprechenden Anstieg der liquiden Mittel geprägt. Die Bilanzsumme ist von Mio. EUR 97,0 auf Mio. EUR 98,3 gestiegen. Die wesentlichen Posten des Anlagevermögens sind unsere Sachanlagen mit Mio. EUR 28,1, was 28,6 % der Bilanzsumme entspricht. Die Ausstattung an Sachanlagen entspricht den aktuellen betrieblichen Anforderungen. Im Detail verweisen wir auf unsere Ausführungen unter Abschnitt 4.2.3. Die Vorräte befinden stichtagsbedingt und auch Ausdruck des gestiegenen Preisniveaus rd. 32,7 % über dem Niveau des Vorjahres und bestehen aus Pulverbeständen, Zusatzstoffen und Verpackungsmaterial sowie den Frischprodukten. Die Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um Mio. EUR 1,5 ist im Wesentlichen stichtagsbedingt sowie aufgrund verkürzter Zahlungsziele mit Großkunden. Zu den Einzelheiten der Veränderung im Kassenbestand verweisen wir auf die Kapitalflussrechnung. Das Eigenkapital ist durch den erzielten Jahresüberschuss erneut gestiegen. Die Abnahme der Pensionsrückstellungen resultiert insbesondere auf Rückstellungsauflösungen aufgrund von Sterbefällen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten die teilweise Finanzierung unserer umfangreichen Investitionen und haben sich entsprechend der Tilgungspläne reduziert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich stichtagsbedingt um TEUR 0,8 auf Mio. EUR 18,1 reduziert. 4.2.1 Kapitalstruktur Die Schwarzwaldmilch-Gruppe befindet sich vollständig im Eigentum der Milcherzeuger. Dies ist Teil unseres Erfolgsmodells. 4.2.2 Liquidität Ausweislich unserer Konzern-Kapitalflussrechnung haben wir erneut einen deutlich positiven Cashflow aus dem laufenden Geschäft erzielt. Für das Geschäftsjahr 2022 beträgt dieser Mio. EUR 6,8. Die Mittelzuflüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit nutzen wir zur nachhaltigen Stärkung unserer Ertrags- und Finanzkraft. Der Kapitalfluss aus Investitionstätigkeit ist im Wesentlichen durch unsere Investitionen in unsere Sachanlagen geprägt. Die Tilgung der langfristigen Bankkredite zeigt sich in unserem Kapitalabfluss aus Finanzierungstätigkeit. Vor dem Hintergrund des sehr attraktiven Zinsniveaus und den geplanten Investitionen wurden bereits im Geschäftsjahr 2018 zwei weitere langfristige Bankkredit aufgenommen und im Jahr 2019 valutiert. Die im Geschäftsjahr 2022 getätigte Investitionshöhe wäre auch ohne Fremdmittel finanzierbar gewesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stellen eine fristkongruente Finanzierung der Sachanlagen dar. Kapitalzuflüsse aus der Finanzierungstätigkeit ergeben sich aus Gesellschaftermitteln und Zuschüssen. Der Finanzmittelfond beträgt Mio. EUR 31,1 gegenüber Mio. EUR 28,9 im Vorjahr. Insgesamt beurteilen wir unsere Finanzlage als positiv. 4.2.3 Investitionen Im Jahr 2022 wurden wiederum zahlreiche Erhaltungs-, Ersatz- und Modernisierungsinvestitionen getätigt. Die Höhe der Investitionssumme betrug Mio. EUR 4,3. Unsere im Berichtsjahr getätigten Investitionen umfassten im Wesentlichen technische Maßnahmen. Die langfristige und strategisch abgesicherte Standortsicherung steht für uns im Vordergrund. Damit garantieren wir auch weiterhin eine wertschöpfende Vermarktung der Milch unserer Milchlieferanten. Der technische Zustand der Gebäude und Anlagen wird laufend überprüft und bei Bedarf durch Instandhaltungsmaßnahmen den betrieblichen Bedürfnissen angepasst. Diese betrugen im Geschäftsjahr 2022 Mio. EUR 8,3. Die für das Geschäftsjahr 2023 und ff. geplanten Investitionen liegen in verschiedenen Bereichen unseres Betriebes. Die Finanzierungsverhältnisse der Schwarzwaldmilch-Gruppe sind geordnet. Zahlungsbereitschaft und -fähigkeit waren jederzeit gegeben. 5. Personalbericht In Bezug auf die Anzahl der Beschäftigten verweisen wir auf den Anhang zum Jahresabschluss. Auch im Geschäftsjahr 2022 haben wir wieder einige langjährige Mitarbeiter für 25 Jahre und 40 Jahre Betriebszugehörigkeit ehren können. Noch zu Jahresbeginn sah sich die Schwarzwaldmilch mit pandemiebedingten Einschränkungen konfrontiert. Die rasanten Kostensteigerungen stellen für die Schwarzwaldmilch und jeden Einzelnen eine große Herausforderung dar. Dennoch wurde auch in diesem Jahr durch die tatkräftige Unterstützung der Belegschaft das Geschäftsmodell weiterentwickelt. Hierfür bedanken wir uns bei allen Mitarbeiter:innen recht herzlich. Die Besetzung der ausgeschriebenen Positionen mit qualifizierten Talenten verlief auch in diesem Jahr erfolgreich. Dabei zählen die Nutzung sozialer Medien sowie ein authentisches Arbeitgeberversprechen zu den Erwartungen der Bewerber:innen. Durch die Aktualisierung der Karriereseite sowie diverse Social-Media-Aktionen konnten wir bei der Mitarbeitergewinnung erreichen, dass das Arbeiten bei der Schwarzwaldmilch-Gruppe erlebbar wird. Hierbei kommt uns bei den Bewerber:innen der steigende Stellenwert von Regionalität und Nachhaltigkeit zugute. Die aktuelle Karriereseite bietet zudem alle interessanten und wichtigen Details zum Bewerbungsprozess. Gleichzeitig ist es unser Ziel, den Wissensschatz und die Erfahrung unserer bestehenden Mitarbeiter:innen im Unternehmen zu halten. Als eine Maßnahme der Mitarbeiterbindung konnte das mobile Arbeiten fest etabliert werden. Zudem konnten sich die Mitarbeiter:innen nach einer langen pandemiebedingten Pause bei unserem Sommerfest und der Weihnachtsfeier wieder persönlich austauschen und eine schöne Zeit miteinander verbringen. Nach den gelockerten Corona-Einschränkungen fanden im 2. Halbjahr 2022 wieder vermehrt Schulungen und Seminare in Präsenz statt. Der demografische Wandel und der damit verbundene Fachkräftemangel bewegen uns dazu, neue Maßnahmen zu konzipieren. Um die produktive Zusammenarbeit weiter zu stärken, wurde eine Projektgruppe gegründet, die sich unter anderem mit den Themen Führung, Kultur und Entwicklung von Fach- und Führungskräften beschäftigt, um so zum einen qualifizierte Mitarbeiter:innen zu gewinnen und zum anderen die Mitarbeiter:innen an Schwarzwaldmilch zu binden. Unter diesen Aspekten ist die Nachwuchsgewinnung und eine qualitativ hochwertige und unternehmensbezogene Ausbildung unserer Auszubildenden für die Schwarzwaldmilch nach wie vor von großer Bedeutung. 2022 wurde erstmals das Projekt "Azubi-Hof-Woche" umgesetzt. Auszubildende aus dem zweiten Ausbildungsjahr konnten auf Erzeugerhöfen spannende Einblicke in den Arbeitsalltag eines Landwirts erhalten. Das Projekt soll fortgesetzt und als fester Bestandteil der Ausbildung etabliert werden. Ein unternehmensübergreifender Austausch fand im Rahmen eines Azubitags statt, bei dem sich die Auszubildenden mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigten und die Trafostation der Schwarzwaldmilch gemeinsam mit den Auszubildenden der Badenova neu gestalteten. Durch unser jährliches Willkommensevent für unsere neuen Auszubildenden ermöglichen wir einen guten Start in die Ausbildung. Feste Ansprechpartner und qualifizierte Ausbilder gewährleisten eine intensive Betreuung unserer Auszubildenden, um sie bestmöglich zu fördern und zu fordern und sie im Anschluss an eine erfolgreiche Ausbildung als qualifizierte Fachkräfte einzusetzen. 6. Nachhaltigkeitsbericht Wir fühlen uns zum Schutz der Umwelt nachhaltig verpflichtet. Daher hat auch der Umweltschutz bei all unserer Investitions- und Instandhaltungsentscheidungen einen hohen Stellenwert. Unser erfolgreiches und kontinuierlich weiterentwickeltes Management nach ISO 50001:2011 (Energie) und für Offenburg ISO 14001:2015 (Umwelt) wurde wiederholt auditiert und bestätigt. Zur Vorbereitung auf die ZNU-Zertifizierung (der ZNU-Standard ist ein Nachhaltigkeitsmanagementsystem) wurden Workshops und eine neu gestaltete Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt. Die ZNU-Zertifizierung ist für Ende 2023 geplant, hierzu findet vorbereitend ein internes Audit durch ein Beratungsunternehmen statt. Nach erfolgter Zertifizierung wird ein Nachhaltigkeitsbericht erstellt. Mit der stufenweisen geplanten Einführung der Berichterstattung werden künftig auch die zu erwartenden Anforderungen der EU und der Kunden erfüllt. Die 2021 und 2022 durch das Thünen-Institut durchgeführte Befragung ist ausgewertet. Die Landwirtschaft hat einen wesentlichen Anteil an vielen Nachhaltigkeitsthemen unserer Produkte. Schlussfolgerungen werden derzeit erarbeitet und bei der Definition der Nachhaltigkeitsziele und -maßnahmen berücksichtigt. Durch fortlaufende Optimierung der Prozesse gelang es z.B. in Freiburg die Wasserintensität des Werkes zu senken. Für das Abwasser wurde durch das Klärwerk und die zuständige Behörde ein Schmutzfrachtgrenzwert angekündigt. Daher mussten die Planungen zur Optimierung der Abwasserneutralisation und Abwärmeauskopplung aus dem Abwasser umfassend überarbeitet werden. Das Gebäude der neuen Energiezentrale wurde 2022 gebaut und mit der Installation der Anlagen begonnen. 2023 wird die erste Abwärme ausgespeist werden, zudem wird uns ab 2023 umweltfreundlichere Absorptionskälte zur Verfügung gestellt. In Offenburg bestätigten sich die Einsparungen durch die neue Energiezentrale und eine Photovoltaik-Anlage wurde für 2023 geplant. In beiden Werken wird zukünftig das Starkregen- und Dürrerisiko auch an den Standorten und nicht nur in der Lieferkette berücksichtigt werden müssen. Neue Ideen zur Einsparung von Wasser und Handhabung von Starkregenereignissen werden daher in Betracht gezogen. Weiterhin werden Verpackungen, Reinigungsmittelverbräuche und viele weitere Aspekte betrachtet und auf Optimierungen z.B. bezüglich Recyclebarkeit, effiziente, sparsame Verwendung und weiteres geprüft. Die Verringerung des Kraftstoffverbrauchs durch optimierte Fahrleistungen der eigenen LKW-Fahrer sowie die laufende Optimierung der Routenplanung wird weiter vorangetrieben. Die Entwicklung alternativer Treibstoffe und Antriebe wird weiter genau beobachtet. Ergänzend prüfen wir weiterhin laufend Möglichkeiten, das Gewicht der Produktverpackungen zu reduzieren, technische Grenzen sind hier inzwischen bestimmend. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht für 2023 Laut IfW führt der nach wie vor hohe Inflationsdruck zu einer weiteren Straffung der Geldpolitik, die sich wiederum bremsend auf die Weltwirtschaft auswirkt. "Die Weltproduktion legte zum Jahresende hin nur schwach zu und dürfte im laufenden Jahr trotz einer spürbaren Belebung in China nur mäßig expandieren." 16 Nachdem die globale Produktion im Jahr 2022 noch um 3,2 Prozent gewachsen ist, rechnet das IfW für das laufende Jahr mit einem Anstieg von 2,5 Prozent - wobei die Prognose im Vergleich zum Dezember 2022 aufgrund der entspannteren Lage an den Energiemärkten und der robusten Wirtschaft in den USA um 0,4 Prozentpunkte nach oben korrigiert wurde. 17 Die Wirtschaftsleistung im Euroraum wird laut IfW-Prognose um 1,1 Prozent steigen, wobei die Verbraucherpreise voraussichtlich um 5,5 Prozent steigen werden - nach 8,5 Prozent im Vorjahr und damit einem Rekordanstieg seit Bestehen der Währungsunion. 18 In Deutschland wird das Bruttoinlandsprodukt nach IfW-Prognose um 0,5 Prozent wachsen. 19 Maßgeblich beeinflusst wird die wirtschaftliche Entwicklung auch in diesem Jahr von der weiterhin hohen Inflation, das verarbeitende Gewerbe kann angesichts nachlassender Lieferengpässe Aufträge abarbeiten, die Bauinvestitionen werden aufgrund schlechterer Finanzierungsbedingungen deutlich zurückgehen, doch der Arbeitsmarkt wird aufgrund des demographischen Wandels und des Fachkräftemangels robust bleiben - letzteres wird gleichzeitig zu deutlichen Lohnsteigerungen führen. 20 "Angekündigte Werbeverbote, ein Rückgang der Verbrauchernachfrage für Molkereiprodukte und gleichzeitig steigende Milchanlieferungen beschäftigen die Milchwirtschaft im ersten Quartal 2023." 21 In der Konsequenz sind die Milchauszahlungspreise in den ersten drei Monaten dieses Jahres zum Teil bereits deutlich gesunken. Offen ist derzeit, wie sich das Kaufverhalten infolge teils massiver Lohnsteigerungen in den aktuellen Tarifrunden entwickelt. Das Konsumklima hat sich laut GfK-Konsumklimaindex seit einem Tiefststand im Oktober 2022 bis zum April 2023 sukzessive verbessert - jedoch auf einem sehr niedrigen Niveau. 22 Dementsprechend ist weiterhin mit der, für den Milchmarkt bekannten Volatilität zu rechnen, wobei der Milchindustrie-Verband (MIV) mit weiterhin niedrigeren Absatzmengen von Molkereiprodukten im Lebensmitteleinzelhandel als in den Jahren zuvor rechnet. 23 Im Jahr 2023 erwarten wir für die Schwarzwaldmilch-Gruppe vor diesem Hintergrund eine tendenziell stabile Entwicklung beim Umsatz (bei rückläufigem Absatz). Wir erwarten, dass die Aufwendungen durch geplante Kostensenkungsmaßnahmen nur unterproportional steigen, sodass wir ein Jahresergebnis auf dem Niveau des Berichtsjahres erwarten. Wir gehen davon aus, dass unser Markengeschäft sowohl regional als auch national trotz der dargestellten Herausforderungen ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Bereich erzielen wird. Dabei vertrauen wir weiterhin auf unsere Vertriebsausrichtung mit Listungserweiterungen unserer Marken im regionalen und bundesweiten Kundenspektrum, die konsequent weitergeführt werden. Unsere Premiumprodukte werden fortlaufend mit systematisch vernetzten Kommunikations- und gezielten Verkaufsförderungsmaßnahmen unterstützt. Für das Geschäft mit milch- und nichtmilchbasierten Spezialitäten in Offenburg gehen wir von zielkonformen Mengensteigerungen und damit von einem leichten Wachstum aus. Unser Trocknungswerk geht konsequent den Weg weiter hin zu einer Schwerpunktausrichtung auf ertragsstarke Spezial-Ingredients. Unser Geschäftsmodell mit einem optimal ausbalancierten Produktportfolio sowie unsere Vertriebs-, Produktions- und kaufmännischen Aktivitäten stehen dabei im Vordergrund und werden kontinuierlich weiterentwickelt. Damit einhergehende Investitionen werden wie bisher größtenteils mit eigenen Mitteln getätigt. Das Jahr 2023 wird weiterhin von hohen Kosten bei gleichzeitig marktbedingt fallenden Milchauszahlungspreisen geprägt sein. Mit unserer strategischen Geschäftsmodellausrichtung arbeiten wir darauf hin, den Marktanforderungen auch weiterhin erfolgreich zu begegnen. Nach insgesamt 20 Neuprodukten im Jahr 2022 werden wir in diesem Jahr - aufgrund der Zurückhaltung des Lebensmitteleinzelhandels - weniger neue Produkte präsentieren. Der Schwerpunkt wird dabei zum einen auf der Erweiterung der Markenlinie LAC lactosefrei um zwei Bio-Produkte liegen sowie zum anderen auf der Verbreiterung des Sortiments der veganen Marke Velike! der Black Forest Nature GmbH. 16 KKB_99_2023-Q1_Welt.pdf (ifw-kiel.de), besucht am 12.04.2023 17 KKB_99_2023-Q1_Welt.pdf (ifw-kiel.de), besucht am 12.04.2023 18 KKB_100_2023_Q1_Euroraum.pdf (ifw-kiel.de), besucht am 12.04.2023 19 KKB_101_2023-Q1_Deutschland_DE.pdf (ifw-kiel.de), besucht am 12.04.2023 20 KKB_101_2023-Q1_Deutschland_DE.pdf (ifw-kiel.de), besucht am 12.04.2023 21 Molkereien weiter unter hohem Kostendruck - MIV Milchindustrie-Verband e.V., besucht am 12.04.2023 22 GfK-Konsumklima-Index bis März 2023 | Statista, besucht am 12.04.2023 23 Molkereien weiter unter hohem Kostendruck - MIV Milchindustrie-Verband e.V., besucht am 12.04.2023 2. Risikobericht 2.1 Risiko-Management-System Im Rahmen des Risikomanagements ist es erforderlich, dass die Risikoverantwortung innerhalb des Unternehmens nach Risikogesichtspunkten zugewiesen und anschließend analysiert wird. Der Umgang mit Risiken ist eine originäre unternehmerische Aufgabe. Unser Risikomanagement ist darauf ausgerichtet, Chancen und Risiken des unternehmerischen Handelns verantwortungsbewusst gegeneinander abzuwägen, um damit den langfristigen Erfolg unserer Schwarzwaldmilch zu sichern. Unser softwaregestütztes Risikomanagementsystem wird ständig entsprechend den Erfordernissen der Gesellschaft weiterentwickelt. Es enthält die Bereiche Risikoidentifikation und -inventur, Risikocontrolling einschließlich -monitoring sowie Berichterstattung gegenüber der Geschäftsführung. Das Risikomanagementsystem unterstützt die Schwarzwaldmilch-Gruppe in Bezug auf die frühzeitige Erkennung von bestandsgefährdenden Risiken und Entwicklungen. Ein internes, durch jährliche Erhaltungs- und Wiederholungsaudits aktuell gehaltenes Qualitätsmanagementsystem entsprechend dem Standard DIN ISO 9001:2015 unterstützt das Risikomanagement. 2.2 Risiken Im Rahmen des Risikomanagementsystems werden die folgenden Risiken als wesentlich für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns beurteilt. Eine weitere Rangordnung ist wegen der aggregierten Darstellung in Risikofelder nicht möglich. Die Schwarzwaldmilch-Gruppe ist in ihren jeweiligen Tätigkeitsgebieten mit branchen-typischen unternehmerischen Risiken konfrontiert. Insbesondere der hohe Preisdruck in Verbindung mit der Marktmacht des deutschen Lebensmittelhandels belastet anhaltend die Umsatz- bzw. Ertragsentwicklung, welcher im Wesentlichen nur durch ein gezieltes Einkaufsmanagement und durch effiziente Leistungserstellung begegnet werden kann. Das Risikomanagement der Geschäftsführung und Führungsmannschaft ist darauf ausgerichtet, Risiken nur im überschaubaren Rahmen und unter Berücksichtigung der jeweiligen strategischen und operativen Bedeutung einzugehen. Für Neuinvestitionen und größere, der Effizienzverbesserung dienende Instandhaltungen, werden jeweils Amortisationsrechnungen erstellt. Vor dem Eingehen von Lieferverhältnissen mit Abnehmern werden neben technologischen, logistischen und rechtlichen Machbarkeitsprüfungen Deckungsbeitragsrechnungen zur Chance-/Risikoabwägung erstellt. Möglichen Kreditrisiken wird durch systematische Bonitätsprüfungen bzw. -überwachungen und Versicherungsdeckung für Auslandskunden begegnet. Bei der Eingehung von sonstigen Vertragsverhältnissen mit besonderer Bedeutung wird vorab juristische Beratung in Anspruch genommen. Durch weiterhin betriebene Eigenkapitalverstärkung über Gewinnthesaurierung wird unsere Finanzierung weiter gestärkt. Die Risikotragfähigkeit nimmt somit stets weiter zu. Als Markenunternehmen ist die Schwarzwaldmilch-Gruppe wesentlich exponierter gegenüber Reputationsverlusten. In diesem Rahmen sind auch beispielsweise gesellschaftliche Entwicklungen zu Tierschutzaspekten zu berücksichtigen. Hinsichtlich der Sicherung der Rohstoffbasis, von nicht beeinflussbaren politischen und strukturellen Entwicklungen in der Landwirtschaft abgesehen, ist ein wettbewerbsfähiger Milchauszahlungspreis, gemessen am durchschnittlichen Milchauszahlungspreis der Molkereien des Bundeslandes Baden-Württemberg, von existenzieller Bedeutung für Milcherzeuger. Die Anzahl unserer Milchlieferanten ist in Folge des Strukturwandels gegenüber dem Vorjahr, wie auch bei anderen Molkereien, rückläufig. Die Kündigungen zum 31.12.2024 reduzieren die prognostizierte Milchmenge um zehn Prozent. Die abfließende Milchmenge werden wir entsprechend unserer Konzentration auf wertschöpfende Geschäftsfelder im Geschäftsmodell berücksichtigen. Wir können uns insgesamt auf eine breite Basis unserer Landwirte stützen. Risiken im Personalbereich in Folge ungünstiger demografischer Gegebenheiten sowie Engpässen auf dem Arbeitsmarkt werden durch ein aktives Ausbildungswesen sowie fortlaufendes Personal-Recruiting und gezielte Personalentwicklung begegnet. Bonitätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden durch ein konsequentes Debitorenmanagement begrenzt. Die Forderungen werden zeitnah überwacht. Das Forderungsrisiko ist durch entsprechende Wertberichtigungen ausreichend abgedeckt. Weder auf der Beschaffungsseite noch auf der Absatzseite bestehen Währungsrisiken. Im Bereich der Lebensmittelindustrie sind Qualitätsrisiken auch anzusprechen. Diesen Risiken begegnen wir mit einem nach ISO 9001:2015 zertifizierten Qualitätssicherungssystem. Wir entwickeln unsere Prozesse zur Qualitätssicherung und -steigerung kontinuierlich weiter. IT-Risiken bestehen hauptsächlich aus Beschränkungen der Informations- und IT-Betriebssicherheit und zunehmender Abhängigkeit von der IT-Infrastruktur und werden laufend, teils mit externer Unterstützung eruiert, bewertet und erforderlichenfalls durch investive bzw. organisatorische Maßnahmen begrenzt. Das Compliance-Management wird in regelmäßigen Abständen überprüft und bei Bedarf angepasst. Unser Compliance-Handbuch beinhaltet wesentliche Regelungen mittels derer wir Compliance-Risiken umfassend begegnen. Die betriebsüblichen Risiken (Feuer, Betriebsunterbrechung, Haftpflicht, Cyber und Produktschutz) sind durch ausreichende Versicherungen abgedeckt. Neu auftretende Risiken werden durch jährliche, systematische Risikoinventuren mit Fachpersonal der Versicherungsbranche erfasst. Dabei werden versicherbare, existenzgefährdende Risiken durch Anpassung des Versicherungsschutzes finanziell abgefangen oder durch vertragliche Gestaltungen mit den jeweiligen Geschäftspartnern begrenzt. Flankierend dazu wird das Management im Verhalten bei Krisenfällen weitergebildet. Durch den Russland-Ukraine-Konflikt können sich weitere nachhaltige Belastungen auch für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Genossenschaft ergeben. In welchem Umfang sich die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unserer Genossenschaft niederschlagen werden, ist zum jetzigen Zeitpunkt nur schwer abzuschätzen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit muss davon ausgegangen werden, dass die negativen Folgen für unsere operative Geschäftstätigkeit umso größer sind, je länger der Russland-Ukraine Konflikt anhält. Dies betrifft insbesondere die Kostensteigerungen auf den Beschaffungsmärkten und die allgemeine Entwicklung der Kaufkraft der Endkunden, die den Absatz der Markenprodukte beeinflussen kann. Chancenbericht Der weitere konsequente Ausbau unseres strategischen Geschäftsmodells steht im Vordergrund, um langfristig profitables Wachstum zu gewährleisten und auszubauen. Marke, Qualität und Image eines innovativen und nachhaltigen Unternehmens sind dabei wesentliche Eckpfeiler in unserer Außendarstellung. Im Fokus steht dabei nach wie vor die Positionierung der Regionalität durch die eindeutige Herkunftsgarantie unseres Rohstoffs - die Bedeutung dieses Merkmals ist weiterhin steigend. Vor dem Hintergrund volatiler Milchmärkte und damit verbundener Unsicherheiten der Vermarktungschancen arbeiten wir weiterhin konsequent an einer robusten Unternehmensarchitektur. Zur weiteren strategischen Erschließung von milch- und nichtmilchbasierten Lebensmittelprodukten haben wir die Struktur der Geschäftseinheiten erweitert, um damit eine zusätzliche Diversifikation im Geschäfts- und Produktportfolio herzustellen. Wir sind über die Marken Schwarzwaldmilch, LAC und Velike!, die wertschöpfenden Handelsmarken, den Rohstoffverkauf sowie die Pulverthemen und die Werklohnproduktion breit aufgestellt. Weitere Chancen bietet die Digitalisierung. Zum einen haben wir unsere Online-Aktivitäten zur direkten Kundenansprache weiter verstärkt. Zum anderen nutzt die Schwarzwaldmilch-Gruppe Digitalisierung, um organisatorische Effizienzvorteile zu realisieren. Gesamtaussage zur Darstellung der Risiko- und Chancenlage Abschließend können wir festhalten, dass aus derzeitiger Sicht keine Risiken bestehen, die den Fortbestand und die weitere Entwicklung der Schwarzwaldmilch-Gruppe gefährden können. Die beschriebenen Chancen und Risiken sehen wir als ausgeglichen an für die Erreichung unserer Geschäftsprognosen.
Freiburg im Breisgau, 26. April 2023 Milcherzeugervereinigung Schwarzwaldmilch eG Vorstand Markus Kaiser Bernhard Kohmann Berthild Ebner Arnold Gleichauf Bernd Linder Peter Schwab Andreas Schneider Lothar Seiffert KONZERN-BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022AKTIVA
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022
KONZERN-ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022A. Allgemeine Erläuterungen Die Milcherzeugervereinigung Schwarzwaldmilch eG hat ihren Sitz in Freiburg im Breisgau und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Freiburg im Breisgau unter der Nummer GnR 104 eingetragen. Der Konzernabschluss wurde nach den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften, den Regelungen des Publizitätsgesetzes und des Genossenschaftsgesetzes erstellt. Die Milcherzeugervereinigung Schwarzwaldmilch eG erstellt einen Konzernabschluss gemäß § 11 Absatz 1 Publizitätsgesetz in Verbindung mit § 290 Abs. 1 und 2 HGB, da die Größenkriterien überschritten wurden. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Konsolidierungskreis Die Milcherzeugervereinigung Schwarzwaldmilchmilch eG stellt den Konzernabschluss gemäß § 11 Absatz 1 Publizitätsgesetz für den größten und auch den kleinsten Kreis von Unternehmen auf, der im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt wird. Der Konsolidierungskreis setzt sich wie folgt zusammen:
Befreiende Wirkung nach § 264 Abs. 3 HGB Der Konzernabschluss der Milcherzeugervereinigung Schwarzwaldmilch eG hat befreiende Wirkung nach § 264 Abs. 3 HGB für die folgenden Tochtergesellschaften: 1. Schwarzwaldmilch GmbH Freiburg, Freiburg im Breisgau 2. Schwarzwaldmilch GmbH Offenburg, Offenburg 3. Black Forest Nature GmbH, Offenburg Der Vorstand der Milcherzeugervereinigung Schwarzwaldmilch eG hat am 20. Juli 2022 beschlossen, für die von der Schwarzwaldmilch GmbH Freiburg bis zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2022 eingegangenen Verpflichtungen im folgenden Geschäftsjahr einzustehen. Zwischen der Schwarzwaldmilch GmbH Freiburg und Schwarzwaldmilch GmbH Offenburg sowie Black Forest Nature GmbH bestehen Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge. Konsolidierungsgrundsätze Die Erstkonsolidierung des Kapitals der Milcherzeugervereinigung Schwarzwaldmilchmilch eG, Schwarzwaldmilch GmbH Freiburg, Schwarzwaldmilch GmbH Offenburg und Black Forest Nature GmbH wurde nach der Buchwertmethode vorgenommen. Die Erstkonsolidierung der Tochtergesellschaften erfolgte auf Grundlage der Wertansätze zu den Zeitpunkten, zu denen diese erstmals Tochterunternehmen wurden. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bewertungsgrundsätze im Konzern sind einheitlich. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und planmäßig über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer nach der linearen Methode abgeschrieben. Diese betragen 3 bis 50 Jahre. Die Bewertung der Gegenstände des Sachanlagevermögens ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um erhaltene Zuschüsse, erfolgt. Bei den Gegenständen, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, wurden die Anschaffungs- und Herstellungskosten um planmäßige bzw. soweit geboten auch um außerplanmäßige Abschreibungen vermindert. Die angeschafften bzw. hergestellten abnutzbaren Anlagegegenstände werden linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Diese betragen 3 bis 50 Jahre. Die Zugänge bei den Anlagegegenständen wurden pro rata temporis abgeschrieben. Seit dem Geschäftsjahr 2018 werden Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten über EUR 250,00 bis zu EUR 800,00 im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben und als Abgang behandelt. Die Finanzanlagen wurden mit dem Nennwert zuzüglich Anschaffungsnebenkosten angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. - unter Beachtung des Niederstwertprinzips - zum niedrigeren Zeitwert bewertet. Beim Ansatz der Herstellungskosten für Erzeugnisse wurden die direkt zurechenbaren Material- und Fertigungskosten, angemessene Gemeinkostenzuschläge und anteilige Abschreibungen berücksichtigt. Die Vorräte wurden in der Regel mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Beim Ansatz der Herstellungskosten sind anteilige Verwaltungs- und Sozialkosten und Zinsen für Fremdkapital nicht einbezogen. In einzelnen Fällen waren Abwertungen auf den niedrigeren Zeitwert erforderlich. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Für erkennbare Ausfallrisiken sind Einzelwertberichtigungen gebildet. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos sind bei den Warenforderungen pauschale Wertberichtigungen abgesetzt. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sind mit den Anschaffungskosten bzw. - unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips - zum niedrigen Zeitwert bewertet. Die flüssigen Mittel wurden in allen Fällen mit dem Nennwert angesetzt. Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Aktive latente Steuern resultieren insbesondere aus der unterschiedlichen Bewertung von Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen. Weitere aktive latente Steuern entstehen aus dem niedrigeren Ansatz von Gegenständen des Sachanlagevermögens in der Handelsbilanz gegenüber dem steuerlichen Wert aufgrund unterschiedlicher Bewertung geringwertiger Wirtschaftsgüter. Die aktiven Steuerlatenzen werden gemäß des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert. Pensionsrückstellungen wurden auf der Grundlage von versicherungsmathematischen Berechnungen der "Richttafeln 2018 G" (Prof. Dr. Klaus Heubeck) gebildet. Die Bewertung erfolgte nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method (PUC-Methode)). Sie wurden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren von 1,17 % p.a. handelsrechtlich abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 7 Jahren ergibt. Künftig zu erwartende Renten- und Gehaltstrends wurden bei der Bewertung mit 2,5 % p.a. berücksichtigt. Mit Blick auf die Anwartschafts- und Rentenberechtigten wurde keine Fluktuation berücksichtigt. Der für Zwecke der Ermittlung des Unterschiedsbetrags nach § 253 Abs. 6 HGB verwendete durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre beträgt 0,92 % p.a. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 186 (Vorjahr TEUR 331). Dieser entfällt auf die Schwarzwaldmilch GmbH Freiburg: TEUR 86 und Schwarzwaldmilch GmbH Offenburg: TEUR 100. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen die erkennbaren Verpflichtungen und entsprechen den zu erwartenden Aufwendungen und drohenden Verlusten. Die Bewertung erfolgte mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag. Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen passiviert. Unter dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. C. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung I. Bilanz Die Entwicklung und die Zusammensetzung des Anlagevermögens des Konzerns sind in der Aufstellung "Entwicklung des Anlagevermögens" im Einzelnen dargestellt (Anlage zum Anhang). Zu den sonstigen Vermögensgegenständen gehören auch Beträge, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen. Im Einzelnen sind dies Steuererstattungsansprüche und noch nicht abziehbare Vorsteuerbeträge in Höhe von insgesamt TEUR 969 (Vorjahr TEUR 673). Die Schwarzwaldmilch GmbH Freiburg besitzt Geschäftsanteile in Höhe von EUR 1.050 an der Milcherzeugervereinigung Schwarzwaldmilch eG. Die sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen aus Beiträgen für Personalverpflichtungen, Vergütungen an Kunden, Pfandgeld, Instandhaltungen und Drohverluste aus schwebenden Geschäften. Für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehälte. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden voll besichert und betreffen ausschließlich Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die restlichen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. II. Gewinn- und Verlustrechnungen Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
Hauptabsatzgebiet für Frischprodukte ist der südwestdeutsche Raum. Lieferungen von Spezialerzeugnissen, Milchpulvern und Pulvermischerzeugnissen erfolgen ins gesamte Bundesgebiet, in die EU und in Drittländer. Exporte von Molkereifrischprodukten und H-Erzeugnissen wurden vorwiegend in die EU durchgeführt. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende wesentliche periodenfremde Erträge enthalten:
Es sind folgende periodenfremde Aufwendungen bzw. Aufwendungen von außergewöhnlicher Bedeutung bzw. Größenordnung vorhanden:
D. Angaben zur Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds enthält ausschließlich wie im Vorjahr liquide Mittel. E. Sonstige Angaben Zum Bilanzstichtag bestehen bis Mitte 2025 Zahlungsverpflichtungen aus lizenzähnlichen Verträgen von insgesamt rd. TEUR 1.818. Weiterhin besteht ein Bestellobligo für die Anschaffung von Sachanlagen in Höhe von TEUR 425. Die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter betrug:
Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes: Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e.V. Am Rüppurrer Schloss 40 76199 Karlsruhe Mitgliederbewegung
Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr um EUR 68.957,25 erhöht. Ein Geschäftsanteil beträgt EUR 1.050,00. Organe der Milcherzeugervereinigung Schwarzwaldmilch eG: Mitglieder des Vorstands Markus Kaiser, Stühlingen-Wangen - Vorsitzender Bernhard Kohmann, Hausach - stellv. Vorsitzender Berthild Ebner, Höchenschwand Arnold Gleichauf, Blumberg-Fützen Bernd Linder, Elzach Peter Schwab, Titisee-Neustadt Andreas Schneider, Staufen Klaus Wetzel bis 29.06.2022, Utzenfeld Lothar Seiffert ab 29.06.2022, Hüfingen Mitglieder des Aufsichtsrats Wendelin Schwär bis 29.06.2022, St. Märgen - Vorsitzender Clemens Hug bis 20.07.2022, Triberg-Gremmelsbach - stellv. Vorsitzender Clemens Hug ab 20.07.2022, Triberg-Gremmelsbach - Vorsitzender Martin Hättich ab 20.07.2022, St. Peter - stellv. Vorsitzender Tobias Albrecht, Hinterzarten-Windeck Andreas Bachthaler, Inzlingen Christian Ebner, Laufenburg-Rotzel Mathias Friedrich, Bräunlingen-Bruggen Markus Klausmann, Furtwangen Helmut Roser, Freiamt Hansjörg Trick, Alpirsbach-Hönweiler Johannes Schmider, Mühlenbach Stefan Winterhalter, Oberried Am Bilanzstichtag bestanden, wie im Vorjahr, keine Forderungen gegenüber Mitgliedern des Vorstands und Aufsichtsrats. Nachtragsbericht nach § 285 Nr. 33 HGB Seit Beginn des Geschäftsjahres 2023 stehen die Marktpreise von Molkereiprodukten weiter unter Druck, so dass sich die Milchgeldauszahlungspreise nach unten bewegten. Ergebnisverwendung Zur Ergebnisverwendung wird im Einzelabschluss des Mutterunternehmens folgender Vorschlag gemacht: Der Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss von EUR 63.470,79 mit dem Gewinnvortrag von EUR 55.433,14 (Bilanzgewinn von EUR 118.903,93) wie folgt zu verwenden:
Freiburg i. Br., 26. April 2023 Milcherzeugervereinigung Schwarzwaldmilch eG Vorstand Markus Kaiser Bernhard Kohmann Berthild Ebner Arnold Gleichauf Bernd Linder Peter Schwab Andreas Schneider Lothar Seiffert Entwicklung des Anlagespiegels (in EUR)
Konzern-Kapitalflussrechnung 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2022der Milchererzeugervereinigung Schwarzwaldmilch eG, Freiburg im Breisgau
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Milcherzeugervereinigung Schwarzwaldmilch eG, Freiburg im Breisgau Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Milcherzeugervereinigung Schwarzwaldmilch eG und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Milcherzeugervereinigung Schwarzwaldmilch eG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Geschäftsberichtes haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften inhaltlich nicht geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und - vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt ''Sonstige Informationen'' genannten Bestandteile des Konzernlageberichts. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 14 Abs. 1 PublG in Verbindung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die sonstigen Informationen umfassen die übrigen Teile des Geschäftsberichts, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen - wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder - anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 14 Abs. 1 PublG in Verbindung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. - holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. - beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 26. April 2023 Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e. V. Schmälzle, Wirtschaftsprüfer Eimers, Wirtschaftsprüfer |
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