Gebr. Pfeiffer Grundbesitz Verwaltungs-GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
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Gebr. Pfeiffer AktiengesellschaftKaiserslauternJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2008 bis zum 30.06.2009Lagebericht für das Geschäftsjahr 2008/20091. Unser UnternehmenDie Gebr. Pfeiffer AG, Kaiserslautern, die sich seit ihrer Gründung im Jahre 1864 unverändert in der Hand der Gründerfamilie befindet, konstruiert und fertigt Maschinen und Anlagen für die Zement-, Kalk-, Keramik- und sonstige Baustoffindustrien. Für die nationale und internationale Kraftwerksindustrie besteht ein Lizenzvertrag. Tochtergesellschaften in Indien und in den USA sowie Repräsentanzen in China und den VAE tragen ebenso wie ein dichtes Handelsvertreternetz zum weltweiten Markterfolg unseres Unternehmens bei. Im internationalen Wettbewerb nehmen wir eine Spitzenposition ein. Unsere eigenen Fertigungsstätten in Kaiserslautern sind mit modernsten Maschinen ausgerüstet. Der Produktionsschwerpunkt liegt auf unserer Walzenschüsselmühle MPS. Darüber hinaus werden u. a. Sichter, Trockner, Hydratanlagen, Gipskocher und Kugelmühlen gefertigt. Wir verfügen über die neueste Datenverarbeitungs- und Informationstechnologie. Für Forschung, Entwicklung und Rohstoffuntersuchungen unterhalten wir ein großes Technikum mit einem umfangreichen Maschinenpark und Fachlabors. 2. Rahmenbedingungen und GeschäftsverlaufMit dem Geschäftsjahr 2008/09 sind wir mit Blick auf Umsatz und Ertrag besonders zufrieden. 2.1 Entwicklung von Auftragseingang und Umsatz Die weltweite Finanzkrise brachte Ende 2008 den nationalen und internationalen Markt für Baustoffmaschinen nahezu vollständig zum Erliegen. Der Auftragseingang des Geschäftsjahres fiel deshalb auf etwa den halben Wert des sehr guten Vorjahres zurück. Der sehr hohe Auftragsbestand zu Beginn des Geschäftsjahres reduzierte sich aufgrund von Annullierungen durch verschiedene Kunden um ca. 25 % und lag zum Ende des Geschäftsjahres wegen des rückläufigen Auftragseingangs noch bei knapp 60 %. Auf Indien und die osteuropäischen Länder entfallen dabei je 1/3 des Auftragsbestands. Die Anzahl der verkauften Pfeiffer-MPS-Mühlen ging stark zurück, wurde aber teilweise durch das Geschäft mit kompletten Anlagen kompensiert. Das Neugeschäft mit den sonstigen Maschinen war im Gegensatz zu den Vorjahren nicht nennenswert, so dass beim Auftragseingang die Zementindustrie mit großem Abstand vor Kalk-, Gips- und Keramik-Industrie rangierte. Die langen Lieferzeiten der Vorjahre sind mit der Krise verschwunden. Der Exportanteil am Auftragseingang (einschließlich indirektem Export) betrug 97 % (Vorjahr 99 %). Der Umsatz konnte weiter auf 153,5 Mio. EURO gesteigert werden (116 % des Vorjahreswerts). Unsere Fertigungsstätten waren im Geschäftsjahr voll ausgelastet. Das bisherige Umsatzwachstum wird sich aufgrund der Krise nicht im geplanten Umfang fortsetzen lassen. Doch werden die Modernisierung und Anpassung unserer Prozesse an das erreichte hohe Umsatzvolumen fortgeführt. Die Beschaffungsmärkte haben sich deutlich entspannt. Preissteigerungen der letzten Jahre werden teilweise zurückgenommen. Die Lieferzeiten werden angepasst. 2.2 Investitionen Investitionen wurden getätigt zur Optimierung unserer Produktionsausstattung sowie zur Verbesserung unserer Informations- und Kommunikationstechnik. 2.3 Forschung und Entwicklung Der Aufwand für Forschung und Entwicklung lag etwas unter dem Vorjahreswert und betraf überwiegend unsere Walzenschüsselmühlen und den MultiDrive. 2.4 Personal Die Zahl unserer Mitarbeiter betrug im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2008/09378. Die berufliche Weiterbildung unserer Mitarbeiter wird von uns im erforderlichen Umfang gefördert. Die Fluktuation unserer Mitarbeiter ist seit Jahren unverändert gering. 2.5 Tochtergesellschaften Die Gebr. Pfeiffer India Private Limited konnte nach Verdoppelung des Umsatzes im Vorjahr noch einmal um 30 % zulegen. Die Gewinnsteigerung fiel etwas geringer aus. Die Gebr. Pfeiffer Inc. USA wies zum Ende des Geschäftsjahres nach einer Verdoppelung des Umsatzes erstmals einen nennenswerten Gewinn aus. Die Unterstützungseinrichtung unseres Unternehmens, die Oskar- und Helene-Pfeiffer-Stiftung GmbH, hat zum Jahresende 2008 128 ehemalige Mitarbeiter und deren Angehörige betreut. Der Aufwand für die laufenden Leistungen betrug T€ 140. Er wurde zu gut der Hälfte aus den bei der Stiftung angefallenen Kapitalerträgen gedeckt. 3. ErtragslageDie Betriebsleistung (Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderungen) konnte um 28,7 Mio. EURO auf 167,4 Mio. EURO (121 % des Vorjahres) gesteigert werden. Der Materialaufwand stieg bei einer höheren Betriebsleistung wegen der im Vergleich zum Vorjahr veränderten Umsatzstruktur überproportional um 17,7 Mio. EURO auf 93,0 Mio. EURO. Der Rohertrag (Betriebsleistung abzüglich Materialaufwand) verbesserte sich um 10,9 Mio. EURO. Der Anteil der Personalkosten an der Betriebsleistung verringerte sich trotz einer Steigerung um 3,7 Mio. EURO wegen weiterer Neueinstellungen und eines erhöhten Volumens an Arbeitsstunden. Der Saldo von sonstigen Erträgen und sonstigen Aufwendungen hat zu einer Verbesserung der Ertragslage gegenüber dem Vorjahr um 2,3 Mio. EURO geführt wegen Veränderungen von Rückstellungen und Realisierung von Wertpapiergewinnen. Die Ausweitung des Volumens von sonstigen Erträgen um 15,3 Mio. EURO und der sonstigen Aufwendungen um 13,0 Mio. EURO ist wesentlich auf die Auftrags-Annullierungen zurückzuführen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verbesserte sich um 9,7 Mio. EURO auf 19,7 Mio. EURO. Der Jahresüberschuss von 15,3 Mio. EURO soll, soweit notwendig, mit Zustimmung der Hauptversammlung, zu einer deutlichen Stärkung der Eigenkapitalbasis verwendet werden. Im Übrigen werden die Ausschüttung einer unveränderten Dividende, eines erhöhten Bonus und eine Sonderausschüttung an den VBF Vermögens- und Beteiligungsfonds vorgeschlagen, der dem langfristigen Erhalt unseres Unternehmens als selbständiger Familiengesellschaft auch nach der Erbschaftsteuerreform dienen soll. 4. VermögenslageDie Vermögenslage ist gut. Die Eigenkapitalquote beträgt 26 % (Vorjahr 19 %) der Bilanzsumme. Die Bilanzsumme ist nochmals leicht gestiegen. Auf der Aktivseite haben wegen der Finanzmarktkrise verzögerte Auslieferungen zu erhöhten Vorräten und verringerten Forderungen geführt. Der Anteil der liquiden Mittel (einschließlich der Wertpapiere) hat sich auf 39 % (Vorjahr 43 %) an der Bilanzsumme vermindert. Auf der Passivseite steht der erheblichen Erhöhung von Eigenkapital und Rückstellungen eine deutliche Verringerung der erhaltenen Anzahlungen als Folge der Krise gegenüber. 5. FinanzlageDie Finanzlage ist ebenfalls gut. Der Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug zwar nur 3,4 Mio. EURO (Vj. 12,6 Mio. EURO). Aus dem erwirtschafteten Cash-flow wurden die getätigten Investitionen in voller Höhe und die Gewinnausschüttung zum Teil finanziert. Die liquiden Mittel verringerten sich deshalb um 3,2 Mio. EURO. Jedoch addieren sich die Positionen Wertpapiere und flüssige Mittel noch immer auf 52,6 Mio. EURO. Wir verfolgen die Strategie, alle notwendigen Investitionen sowie das laufende Geschäft ohne Bankkredite zu finanzieren. Unser Unternehmen konnte seinen Zahlungsverpflichtungen jederzeit und in vollem Umfang nachkommen. 6. NachtragsberichtSeit Mitte des Jahres 2009 hat sich das Geschäft schneller als erwartet wieder etwas belebt. Ob die Entwicklung nachhaltig ist und bis zu welchem Niveau eine Erholung erwartet werden kann, lässt sich jedoch noch nicht beurteilen. Sonstige Vorgänge von besonderer Bedeutung gab es nach Geschäftsjahresende nicht. 7. Risiko- und PrognoseberichtDie Produktion ist auftragsgebunden. Es wird keine Vorratsfertigung in größerem Umfang betrieben. Die Aufträge sind überwiegend durch substanzielle Anzahlungen und Akkreditive gesichert. Fremdwährungsrisiken werden durch Devisentermingeschäfte gesichert. Finanzinstrumente wie Zinsswaps etc. werden grundsätzlich nur in geringem Maße eingesetzt. Wir unterhalten ein den Erfordernissen unseres Unternehmens angepasstes Früherkennungssystem zur Überwachung unternehmensspezifischer Risiken. Produkt-, Finanz- und Währungsrisiken werden zeitnah und vollständig erfasst und sind einer fortlaufenden Bewertung unterworfen. Soweit Derivate zur Zinsoptimierung eingesetzt werden, wird die Zinsentwicklung durch das Risikomanagement täglich überwacht, um bei Schwankungen sofort zu reagieren. Es existiert ein integriertes System von Qualitätsmanagement, Arbeitssicherheit und Umweltmanagement. Die im Vorjahr prognostizierte Abschwächung der Konjunktur der Baustoffmaschinenindustrie gestaltete sich erheblich ausgeprägter als erwartet. Auch wenn auf mittlere Sicht weiter mit einem weltweiten Zementverbrauch auf recht hohem Niveau gerechnet werden mag, ist doch zweifelhaft, ob die Nachfrage nach Baustoffmaschinen das außergewöhnliche Volumen der letzten Jahre in absehbarer Zeit wieder erreichen wird angesichts der finanziellen Engpässe wichtiger Marktteilnehmer und gewisser Sättigungserscheinungen in manchen Regionen. Anpassungen von Kapazitäten in unserem Unternehmen könnten deshalb unvermeidbar werden. Im Berichtszeitraum konnte unsere Marktposition des Vorjahres nicht ganz gehalten werden. Auch bei Eintrübung der Geschäftsaussichten bleibt die Lage des Unternehmens aber stabil aufgrund des noch vorhandenen hohen Auftragsbestands und der finanziellen Reserven. Im Geschäftsjahr 2009/10 wird der Umsatz zwar etwas unter der Höhe des Berichtszeitraums liegen. Das Ergebnis wird jedoch aufgrund verschiedener Sonderfaktoren erneut überdurchschnittlich ausfallen. Allgemein ist zu erwähnen, dass unsere Planungen auf Erfahrungswerten sowie Annahmen beruhen und insofern mit Chancen und Risiken behaftet sind, so dass die tatsächlichen Ergebnisse von den Planergebnissen abweichen können. Für das Geschäftsjahr 2010/11 lässt sich im derzeitigen unsicheren Marktumfeld unserer Branche eine Umsatz- und Ergebnisprognose noch nicht erstellen. Die Vermögens- und Finanzlage unseres Unternehmens wird unverändert gut bleiben. Unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danken wir für die gute Zusammenarbeit und für die Leistungen, die sie im vergangenen Jahr wieder für unser Unternehmen erbracht haben.
Kaiserslautern, 07. September 2009 Der Vorstand Bilanz zum 30. Juni 2009Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Juli 2008 bis 30. Juni 2009
Anhang für das Geschäftsjahr 2008/2009(1) Rechnungslegung Der Jahresabschluss der Gebr. Pfeiffer Aktiengesellschaft, Kaiserslautern, für das Geschäftsjahr 2008/2009 ist nach den handelsrechtlichen Vorschriften über die Rechnungslegung von Aktiengesellschaften aufgestellt. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. Gemäß § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB haben wir einige Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen, um die Klarheit der Darstellung zu vergrößern. Soweit Ausweise wahlweise in der Bilanz oder im Anhang ausgeübt werden können, sind die Angaben im "Anhang für das Geschäftsjahr 2008/2009" gemacht. (2) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Währungsumrechnung Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten (Fremdleistungen) bzw. unter Ansatz von Lohn-, Material- und angemessenen Gemeinkosten (Eigenleistungen), vermindert um planmäßige, außerplanmäßige und steuerrechtliche Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden unter Zugrundelegung der steuerlich zulässigen Abschreibungssätze bei Immobilien nach der linearen, bei den beweglichen Sachanlagen überwiegend nach der degressiven mit Übergang zur linearen Methode errechnet. Zur Erreichung einer weitgehenden Einheitlichkeit von Handels- und Steuerbilanz erfolgen die Abschreibungen auf Zugänge ab dem 1. Januar 2008 und bis zum 31. Dezember 2008 nach der linearen und ab dem 1. Januar 2009 in Übereinstimmung mit den geänderten steuerlichen Regelungen nach der degressiven Methode. Für Zugänge zu geringwertigen Anlagegütern (Einzelanschaffungskosten zwischen EUR 150,01 und EUR 1.000,00) ab dem 1. Januar 2008 wird ein Sammelposten gebildet und linear über fünf Jahre abgeschrieben. Die außerplanmäßigen Abschreibungen erfolgten in Vorjahren gemäß § 253 Abs. 2 Satz 3 HGB. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 2 Satz 3 HGB, bewertet. Die Aktivwerte der Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen sind mit den aufgewendeten Prämienzahlungen zuzüglich garantierter Zinsen auf der Grundlage von Versicherungsbestätigungen angesetzt. Soweit ein Aktivwert die für die jeweilige Person gebildete Pensionsverpflichtung übersteigt, erfolgt die Kürzung des Aktivwerts auf den Betrag der gebildeten Pensionsverpflichtung. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit den fortgeschriebenen durchschnittlichen Einstandspreisen bzw. den niedrigeren Tagespreisen zum Bilanzstichtag bewertet. Erforderliche Abwertungen wegen Ungängigkeit oder verminderter Verwertbarkeit erfolgten zum Teil bis auf den Schrottwert. Auf Bleche, Eisen und Stabmaterialien, die im Freien lagern, wurde eine Abwertung von unverändert 5 % wegen Rostbefalls vorgenommen. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse erfolgte zu Herstellungskosten. Die hierbei zu Grunde gelegten Gemeinkostenzuschlagssätze basieren auf dem Betriebsabrechnungsbogen 2007/2008. Die Herstellungskosten umfassen Kosten für Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Abschreibungen auf das Anlagevermögen sind eingeschlossen, nicht jedoch Verwaltungsgemeinkosten. Bei der Inventurbewertung wurden die steuerlichen Richtlinien gemäß R 6.3. EStR beachtet. Dem Prinzip der verlustfreien Bewertung wurde Rechnung getragen. Geleistete Anzahlungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen, sonstige Vermögensgegenstände sowie flüssige Mittel werden zum Nennwert bewertet. Soweit vorhanden, werden längerfristige unverzinsliche Forderungen abgezinst. Für das allgemeine Kreditrisiko besteht eine Pauschalwertberichtigung. Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind erkennbare Einzelrisiken durch Bildung von Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Die Ansprüche auf das Körperschaftsteuerguthaben gemäß § 37 KStG, welche in den Jahren 2009 bis 2017 zur Auszahlung gelangen werden, wurden unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 5,5 % abgezinst. Die Wertpapiere sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Kurswert des Bilanzstichtags bilanziert. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält ausschließlich transitorische Posten im engeren Sinn. In Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 2 HGB ist ein Steuerabgrenzungsposten gebildet. Der Ausweis entspricht dem voraussichtlichen steuerlichen Minderaufwand in nachfolgenden Geschäftsjahren auf die zeitlichen Unterschiede zwischen den Wertansätzen in Handels- und Steuerbilanz. Die Ausschüttungssperre nach § 274 Abs. 2 Satz 3 HGB wurde beachtet. Bei der Berechnung wurden jeweils unverändert ein Körperschaftsteuersatz von 15 %, ein Solidaritätszuschlag von 5,5 % auf die Körperschaftsteuer und ein Gewerbesteuersatz von rd. 14 % zu Grunde gelegt. Die Pensionsrückstellungen für Einzelzusagen sind auf der Grundlage des Teilwerts (§ 6 a EStG in Verbindung mit R 6 a EStR) bewertet. Als Rechnungsgrundlagen dienten die Richttafeln 2005 G (RT 05 G) für die Pensionsversicherung von Prof. Dr. Klaus Heubeck mit einem Rechnungszinsfuß von 6 %. Zum Bilanzstichtag sind die Pensionsverpflichtungen in voller Höhe nach den RT 05 G zurückgestellt. Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung. Die Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag bilanziert. Währungsumrechnung Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Anschaffungskurs oder zum ungünstigeren Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Bilanzerläuterungen(3) Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. (4) Finanzanlagen Der Anteilsbesitz gemäß § 285 Satz 1 Nr. 11 HGB stellt sich wie folgt dar:
(5) Vorräte
(6) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von EUR 3.531.277,00 (i. Vj. EUR 2.981.414,96) enthalten. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind als antizipative Posten abgegrenzte Wertpapierstückzinsen mit EUR 39.301,63 (i. Vj. EUR 29.848,44) enthalten. In dem Ausweis sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von EUR 1.363.864,80 (i. Vj. EUR 1.497.121,96) enthalten. (7) Wertpapiere (Sonstige) Sie enthalten EUR-Anleihen, Anteile an Investmentfonds, Aktien und Diskontzertifikate sowie sonstige Anlagen. Im Berichtsjahr wurden Zuschreibungen von EUR 17.865,98 (i. Vj. EUR 4.183,00) auf Grund § 280 Abs. 1 HGB vorgenommen. (8) Flüssige Mittel Es handelt sich fast ausschließlich um Guthaben bei Kreditinstituten. (9) Steuerabgrenzungsposten nach § 274 Abs. 2 HGB (Latente Steuern) Der Ausweis entspricht dem voraussichtlichen steuerlichen Minderaufwand in nachfolgenden Geschäftsjahren auf die zeitlichen Unterschiede zwischen den Wertansätzen in Handels- und Steuerbilanz. Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:
(10) Gezeichnetes Kapital Das Grundkapital beträgt am 30. Juni 2009 EUR 6.000.000,00 (unverändert). Es ist eingeteilt in 6.000 nennwertlose Stückaktien. Die Aktien lauten auf den Namen. (11) Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage resultiert aus der DM-Eröffnungsbilanz zum 21. Juni 1948. (12) Gewinnrücklagen
(13) Bilanzgewinn Im Bilanzgewinn von EUR 7.725.101,28 ist ein Gewinnvortrag aus dem Vorjahr von EUR 21.494,05 enthalten. Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn von EUR 7.725.101,28 zur Ausschüttung einer Dividende von EUR 1.200.000,00, eines Bonus von EUR 3.000.000,00, einer zweckgebundenen Sonderausschüttung von EUR 3.000.000,00 und zur Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen von EUR 500.000,00 zu verwenden und den Rest von EUR 25.101,28 auf neue Rechnung vorzutragen. (14) Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen umfassen vor allem Rückstellungen für Garantieleistungen und besonders risikobehaftete Aufträge sowie drohende Verluste aus schwebenden Geschäften, daneben u. a. Rückstellungen für Urlaubsrückstände, Altersteilzeitverpflichtungen, ausstehende Rechnungen, Tantiemen und Abschlussvergütungen. (15) Verbindlichkeiten Die ungesicherten Verbindlichkeiten (sämtlich mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr) setzen sich wie folgt zusammen:
Die sonstigen Verbindlichkeiten umfassen im Wesentlichen Verpflichtungen aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung sowie Provisionsverbindlichkeiten. (16) Haftungsverhältnisse Die Haftungsverhältnisse betreffen Verbindlichkeiten aus Garantieerklärung --zu Gunsten verbundener Unternehmen-- mit EUR 11.394.074,00 (i. Vj. EUR 9.989.201,00). (17) Finanzinstrumente nach § 285 Satz 1 Nr. 18 HGB Zur Absicherung von Währungsrisiken hat die Gesellschaft Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Die Devisentermingeschäfte über insgesamt USD 5.043.000 weisen zum Bilanzstichtag positive Marktwerte von TEUR 34 und negative Marktwerte von TEUR 165 auf. In Höhe der negativen Marktwerte sind Rückstellungen gebildet. Der Bewertung liegen Bescheinigungen des Kreditinstituts zu Grunde. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt und ist gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. (18) Umsatzerlöse Die Tätigkeit der Gesellschaft umfasst im Wesentlichen die Herstellung von MPS-Anlagen und Zubehör. Geographisch gliedern sich die Umsatzerlöse wie folgt:
Die wesentlichen Auslandsumsätze betreffen Asien und Europa. (19) Sonstige betriebliche Erträge Hierin sind periodenfremde Erträge von EUR 3.703.113,40 (i. Vj. EUR 1.898.750,18) enthalten. Sie enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten sowie Erträge aus Zahlungseingängen auf ausgebuchte Forderungen. (20) Materialaufwand
(21) Personalaufwand
Belegschaft Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer, getrennt nach Gruppen (§ 285 Satz 1 Nr. 7 HGB):
(22) Sonstige betriebliche Aufwendungen Hierin sind periodenfremde Aufwendungen von EUR 250,86 (i. Vj. EUR 15.877,81) enthalten. (23) Finanzergebnis
In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind TEUR 85 Erträge aus der Aufzinsung des aktivierten Körperschaftsteuerguthabens enthalten. (24) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern betreffen Aufwendungen aus Körperschaftsteuer für das Berichtsjahr in Höhe von TEUR 2.375 und periodenfremde Steueraufwendungen (Saldo) von TEUR 36, Aufwendungen aus ausländischen Ertragsteuern für das Berichtsjahr in Höhe von TEUR 10 sowie Aufwendungen für Gewerbesteuern des Berichtsjahres in Höhe von TEUR 1.962 und periodenfremde Gewerbesteueraufwendungen (Saldo) in Höhe von TEUR 2. Die Erhöhung des aktiven Steuerabgrenzungspostens nach § 274 Abs. 2 HGB hat sich dabei in Höhe von TEUR 2.440 ertragswirksam ausgewirkt. Sonstige Pflichtangaben(25) Gesamtbezüge von Aufsichtsrat und ehemaligen Vorstandsmitgliedern (§ 285 Satz 1 Nr. 9 a, b HGB) Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betragen für das Geschäftsjahr 2008/2009 EUR 245.500,00. An frühere Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen wurden EUR 110.172,00 gezahlt. Die Pensionsverpflichtungen gegenüber diesem Personenkreis betragen EUR 890.388,00; hierfür sind Rückstellungen in voller Höhe gebildet. (26) Mitglieder des Aufsichtsrats
(27) Mitglieder des Vorstands Den Vorstand bilden die Herren
Kaiserslautern, 7. September 2009 Gebr. Pfeiffer Aktiengesellschaft Der Vorstand Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2008/2009
*) Umbuchungen aus den sonstigen
Vermögensgegenständen
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Gebr. Pfeiffer Aktiengesellschaft, Kaiserslautern, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2008 bis 30. Juni 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gebr. Pfeiffer Aktiengesellschaft, Kaiserslautern. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Mannheim, 11. September 2009 KPMG
AG
Bayer, Wirtschaftsprüfer Stastny, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratsDer Vorstand der Gesellschaft hat uns im Berichtsjahr regelmäßig über die Lager der Gesellschaft und über wichtige Fragen der Geschäftsführung unterrichtet, die auch Gegenstand eingehender Beratungen in den Sitzungen des Aufsichtsrats waren. Anhand der schriftlichen und mündlichen Berichte des Vorstands haben wir die Geschäftsführung laufend überwacht. Die zum Abschlussprüfer bestellte KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Mannheim hat den Jahresabschluss zum 30. Juni 2009 sowie den Lagebericht geprüft und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Wir stimmen dem Ergebnis ihrer Prüfung zu. Bei unserer eigenen Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts haben sich keine Beanstandungen ergeben. Wir billigen den Jahresabschluss, der damit festgestellt ist. Dem Vorschlag des Vorstands über die Gewinnverwendung schließen wir uns an.
Kaiserslautern, im Oktober 2009 Der Aufsichtsrat Dr. Walter Erich Krause, Vorsitzender |
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