Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 195525
Eingetragen
16.4.2018
Branche
Sonstige vollstationäre PflegeeinrichtungenSonstige teilstationäre PflegeeinrichtungenVorsorge- und Rehabilitationskliniken
Gegenstand
Der Besitz, der Erwerb, der Betrieb und die Verwaltung von Kliniken, Akutkliniken, Rehakliniken, Alten- und Altenpflegeheimen und ähnlichen Einrichtungen.

Historie

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Management

NameRolle
Henri Ritschel
seit 12.9.2024
Geschäftsführer
Magdalena Dr. Tchikov
seit 12.9.2024
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Konzern- und Jahresabschlüsse

MEDIAN Nord GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

1. Grundlagen des Unternehmens

Die MEDIAN Nord GmbH (im Folgenden auch " MEDIAN Nord" oder "Gesellschaft" genannt), Berlin, ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Charlottenburg unter HRB 195525 B eingetragen. Die MEDIAN Nord erbringt in sieben Kliniken mit 685 Betten qualifizierte medizinische Leistungen.

Mit Einbringungs- und Übertragungsvertrag vom 5. Juli 2017 zwischen der MEDIAN Nord GmbH und der MEDIAN Kliniken Lübeck GmbH ist zum 1. Oktober 2017 der Klinikbetrieb der AHG Klinik Lübeck Akut, der AHG Klinik Lübeck Reha und des AHG Adaptionshaus Lübeck als Einlage in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB auf die MEDIAN Kliniken Lübeck GmbH übertragen worden.

Schwerpunkte des Leistungsangebotes der MEDIAN Nord sind die Behandlung psychosomatischer Erkrankungen und Abhängigkeitserkrankter sowie die Soziotherapie. Die Vergütung der Leistungen der MEDIAN Nord Kliniken basiert überwiegend auf Tagesvergütungssätzen, die vorwiegend von der Deutschen Rentenversicherung, Krankenkassen, privatversicherten Patienten und Sozialhilfeträgern geleistet werden.

Die Gesellschaft ist Teil der MEDIAN Unternehmensgruppe, die als größter privater Anbieter von medizinischen Rehabilitationsleistungen in Deutschland 117 Rehabilitationskliniken, Akutkrankenhäuser, Therapiezentren, Ambulanzen und Wiedereingliederungseinrichtungen mit rund 17.450 Betten und rund 13.900 Mitarbeitern betreibt. Die MEDIAN Unternehmensgruppe deckt nahezu das gesamte medizinisch-rehabilitative Leistungsspektrum ab. Schwerpunkte bilden dabei die Fachbereiche Orthopädie, Psychosomatik/Psychiatrie, Neurologie, Innere Medizin, Kardiologie, Sucht und Soziotherapie sowie Kinderrehabilitation.

2. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 1

Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2018 gegenüber dem Vorjahr um 1,5% (preisbereinigtes Bruttoinlandsprodukt; BIP) gewachsen. Zwar ist die deutsche Wirtschaft im neunten Jahr in Folge gewachsen, allerdings konnten die Steigerungen aus den beiden vorangegangenen Jahren, in denen das BIP um jeweils 2,2% gestiegen war, nicht mehr erreicht werden. Weiterhin liegt aber das Wachstum der deutschen Wirtschaft im Jahr 2018 über dem Durchschnittswert von +1,2% der letzten zehn Jahre.

Das Wachstum in 2018 resultierte vor allem aus einem Anstieg der privaten Konsumausgaben (+1%) als auch der staatlichen Konsumausgaben (+1,1%) gegenüber dem Vorjahr. Positiv beeinflusst wurde diese Entwicklung aufgrund der soliden Verfassung des Arbeitsmarktes. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg in 2018 um rund 562.000 Personen auf 44,8 Millionen im Jahresdurchschnitt 2018 an. Dieser Anstieg von 1,3% resultiert hauptsächlich aus einer Zunahme der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Die Arbeitslosenquote fiel um 0,5 Prozentpunkte auf 5,2%, im Jahresdurchschnitt waren 2,34 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet. Wie schon in den Vorjahren glichen eine höhere Erwerbsbeteiligung sowie die Zuwanderung von Arbeitskräften aus dem Ausland altersbedingte demografische Effekte aus.

Für den Bundeshaushalt ergab sich auf Basis des vorläufigen Jahresabschlusses 2018 ein struktureller Überschuss von 0,15% des Bruttoinlandsprodukts. Der Bundeshaushalt wurde im fünften Jahr in Folge ohne Neuverschuldung finanziert, wobei die robuste Konjunktur mit entsprechenden positiven Auswirkungen bei den Steuereinnahmen sowie niedrigere Zinsausgaben als erwartet - aufgrund des anhaltenden niedrigen Zinsniveaus - maßgeblich dazu beigetragen haben. Im Jahr 2018 haben sich die Einnahmen im Bundeshaushalt um 5,2% bzw. 17,1 Mrd. € auf 347,6 Mrd. € gegenüber dem Vorjahr erhöht, wobei 13,0 Mrd. € auf höhere Steuereinnahmen zurückzuführen sind. Gleichzeitig erhöhten sich die Ausgaben im Bundeshaushalt im Jahr 2018 gegenüber 2017 um 3,5% bzw. 11,3 Mrd. € auf 336,7 Mrd. €.

In dem durch die Bundesregierung vorgelegten Rentenversicherungsbericht 2018 wird davon ausgegangen, dass die Rücklagen der Rentenversicherung auf 38,0 Mrd. € (Vorjahr: 32,9 Mrd. €) zum Jahresende 2018 steigen. Nach vorläufigen Schätzungen geht die Bundesregierung von Beitragseinnahmen für 2018 von 235,8 Mrd. € (Vorjahr: 225,2 Mrd. €) und Rentenausgaben von 263,0 Mrd. € (Vorjahr: 268,9 Mrd. €) aus.

Die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) konnte ebenfalls von dem anhaltenden Beschäftigungszuwachs profitieren. Die Prognose des GKV Schätzerkreises geht davon aus, dass sich die beitragspflichten Einnahmen im Jahr 2018 um rund 4,1% gegenüber dem Vorjahr auf 1.405,8 Mrd. € erhöhen. Die Einnahmen des Gesundheitsfonds werden für das Jahr 2018 prognostiziert auf 222,8 Mrd. € (Vorjahr: 214,6 Mrd. €) und für die Ausgaben der GKV wird mit einem Anstieg auf 234,2 Mrd. € (Vorjahr: 225,7 Mrd. €) gerechnet.

2.2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Gesundheitswesen ist weiterhin einer der großen Wirtschaftsbereiche in Deutschland. Das Statistische Bundesamt erwartet für das Jahr 2018 einen weiteren Anstieg der Gesundheitsausgaben um 3,1% gegenüber 2017 von 375,6 Mrd. € auf 387,2 Mrd. €.

Im Jahr 2017 beliefen sich die laufenden Gesundheitsausgaben für stationäre und teilstationäre Einrichtungen auf insgesamt 138,4 Mrd. €, von denen auf Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen 9,7 Mrd. € entfielen, während auf Krankenhäuser 94,7 Mrd. € und auf stationäre und teilstationäre Pflegeeinrichtungen 33,9 Mrd. € entfielen.

Die Anzahl der Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen sank in 2017 gegenüber 2016 leicht ab von 1.149 Einrichtungen in 2016 auf 1.142 Einrichtungen in 2017. Rund 54% dieser Rehabilitationseinrichtungen wurden von privaten Betreibern wie MEDIAN-Kliniken betreut. Die Zahl der Betten reduzierte sich in 2017 ebenfalls leicht auf 164.266 (2016: 165.223), wobei ein Anteil von rund 66% auf private Betreiber entfällt. Im Jahr 2017 wurden 1.974.248 Fälle behandelt gegenüber 1.984.020 Fällen im Jahr 2016, dabei sank die Zahl der Patiententage an allen Rehabilitationseinrichtungen in 2017 auf rund 50,1 Millionen im Vergleich zu rund 50,2 Millionen im Jahr 2016. Die leicht angestiegenen Verweildauern von Patienten in einer Rehabilitationseinrichtung auf 25,4 Tage in 2017 (2016: 25,3 Tage) und der Rückgang der Zahl der Betten kompensierten den leichten Rückgang an Patiententagen, sodass die Bettenauslastung von 83,0% in 2016 auf 83,6% in 2017 anstieg.

3. Geschäftsverlauf und Kommentierung des letztjährigen Prognoseberichts

Wir haben im Prognosebericht des Vorjahres für die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren eine moderate Steigerung im Umsatz und eine deutliche Steigerung des operativen Ergebnisses (EBITDA) vor Sondereffekten erwartet. Nach Bereinigung der Umsatz- und Ergebnisanteile für den Zeitraum Januar bis September 2017 der Kliniken in Lübeck, die zum 01. Oktober 2017 ausgegliedert wurden, konnten die Klinikumsätze um rund TEUR 900 im Vergleich gesteigert werden und das operative Ergebnis um rund TEUR 1.900 im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden. Hierzu verweisen wir auf die nachfolgenden Ausführungen.

3.1. Belegungsentwicklung

Insgesamt verfügen die im Geschäftsjahr betriebenen sieben Einrichtungen über eine Bettenkapazität von 685 Betten (Vorjahr: 685 Betten), von denen 642 Betten (Vorjahr: 650 Betten) belegt werden konnten. Die Auslastungsquote verringert sich im Geschäftsjahr leicht um 1,2%-Punkte auf 93,7% gegenüber dem Vorjahr. Die Belegungstage verringerten sich um 3.061 Tage oder 1,29% auf 234.254 Tage im Geschäftsjahr.

3.2. Personal

In der Gesellschaft waren zum Stichtag 31.12.2018 insgesamt 428 Mitarbeiter (Vorjahr: 436) beschäftigt. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl der während des Berichtsjahres beschäftigten Vollkräfte belief sich auf 325 (Vorjahr: 332), davon 246 (Vorjahr: 246) im medizinischen Bereich.

Die MEDIAN Gruppe bietet ihren Mitarbeitern die Möglichkeit, sich kontinuierlich fort- und weiterzubilden. Damit Fort- und Weiterbildungsangebote einen großen Kreis unserer Mitarbeiter erreichen, wurde im Geschäftsjahr der schrittweise Aufbau einer MEDIAN Akademie begonnen. Bei der MEDIAN Akademie handelt es sich um eine virtuelle Akademie, die sicherstellen soll, dass allen Mitarbeitergruppen der Zugang zu den notwendigen Aus-/Fort- und Weiterbildungen ermöglicht wird. Die Akademie konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr mit einem umfangreichen Webinar-Angebot gestartet werden. In den nächsten Jahren wird die Akademie weiter ausgebaut werden und für alle bei MEDIAN vertretenen Berufsgruppen spezielle Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen anbieten. Die MEDIAN Gruppe hat im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt rund 2,4 Millionen Euro in die Ausbildung ihrer Mitarbeiter investiert, wovon die MEDIAN Nord als Teil der MEDIAN Gruppe profitierte.

3.3. Ertragslage

Die Vorjahreswerte sind aufgrund der Ausgliederungen der drei Kliniken in Lübeck zum 01. Oktober 2017 nur eingeschränkt vergleichbar. Daher wurden in der nachfolgenden Darstellung die Ergebnisanteile der ausgegliederten Kliniken für 2017 bereinigt. Soweit nachfolgend Angaben zum Vorjahr gemacht werden, beziehen diese sich immer auf Werte ohne die Kliniken Lübeck. Die Ertragslage stellt sich für das Geschäftsjahr wie folgt dar:

[TEUR] 2018 2017 2017 **
Umsatzerlöse 32.876 100% 35.756 100% 31.636 100%
Sonstige betriebliche Erträge 646 2% 375 1% 320 1%
Materialaufwand 4.709 14% 5.409 15% 4.718 15%
Personalaufwand 16.993 52% 19.674 55% 17.230 54%
Sonstige betriebliche Aufwendungen * 8.235 25% 9.221 26% 8.281 26%
Förderbereich -81 0% -133 0% -133 0%
EBITDA 3.504 11% 1.694 5% 1.594 5%
Abschreibungen 384 1% 611 2% 447 1%
EBIT 3.120 9% 1.083 3% 1.147 4%
Finanzergebnis -1.220 -4% -125 0% -43 0%
EBT 1.900 6% 958 3% 1.104 3%
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 179 1% 7 0% 7 0%
EAT 1.721 5% 951 3% 1.097 3%

* Darin enthalten sonstige Steuern (TEUR 70; Vorjahr TEUR 51) ** Bereinigt um Anteile der Kliniken Lübeck

Die Umsätze setzten sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt zusammen:

[TEUR] 2018 2017 2017 **
Sucht/Drogen 20.825 63% 27.487 77% 21.462 68%
Psychosomatik 6.259 19% 2.427 7% 5.073 16%
Soziotherapie 4.499 14% 4.183 12% 4.184 13%
Adaption 394 1% 1.126 3% 403 1%
Klinikumsätze 31.977 97% 35.223 99% 31.122 98%
Erlöse aus Vermietung 644 2% 254 1% 254 1%
Sonstige 255 1% 279 1% 260 1%
Umsatzerlöse gesamt 32.876 100% 35.756 100% 31.636 100%

** Bereinigt um Anteile der Kliniken Lübeck

Trotz des Rückgangs in der Auslastung stiegen die Klinikumsätze um TEUR 855 gegenüber dem Vorjahr, was auf höhere Vergütungssätze im Geschäftsjahr zurückzuführen ist.

Die Materialaufwendungen blieben absolut gegenüber dem Vorjahr konstant, hingegen verringerte sich der Materialkostenanteil um 1%-Punkt aufgrund der überproportional gestiegenen Umsätze. Der Personalaufwand minderte sich absolut gegenüber dem Vorjahr um TEUR 237 aufgrund der Minderung der während des Geschäftsjahres beschäftigten Vollkräfte. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen blieben ebenso wie die Materialaufwendungen auf Vorjahresniveau.

Das Finanzergebnis im Geschäftsjahr war durch eine Sonderabschreibung auf die Anteile an der MEDIAN Kliniken Lübeck GmbH in Höhe von TEUR 914 belastet. Zudem erhöhten sich die Zinsaufwendungen aufgrund höherer interner Inanspruchnahme im Rahmen des internen Cashpoolings.

3.4. Vermögenslage

Die Vermögenslage stellt sich zum Stichtag wie folgt dar:

[TEUR] 31.12.2018 31.12.2017
Aktiva
Langfristiges Vermögen        
Anlagevermögen (ggf. abzgl. verwendeter Fördermittel) 4.088 17% 5.176 35%
Kurzfristiges Vermögen        
Vorräte 98 0% 110 1%
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.304 14% 2.764 18%
Forderungen gegen Gesellschafter 14.293 60% 4.959 33%
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 18 0% 229 2%
Sonstige Aktiva 636 3% 703 5%
Liquide Mittel 1.216 5% 1.060 7%
  19.565 83% 9.825 65%
Gesamtvermögen 23.653 100 % 15.001 100 %
Passiva
Langfristiges Kapital        
Eigenkapital 1.524 6% -197 -1%
Kurzfristiges Kapital        
Rückstellungen 970 4% 1.089 7%
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 523 2% 2.292 15%
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 15.975 68% 10.673 71%
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.412 14% 176 1%
Sonstige Passiva 1.249 5% 969 6%
  22.129 94% 15.198 101%
Gesamtkapital 23.653 100 % 15.001 100 %

Das Vermögen der Gesellschaft besteht zum überwiegenden Teil aus kurzfristig gebundenem Vermögen (zum Bilanzstichtag: TEUR 19.565 oder 83 % des Gesamtvermögens, Vorjahr: TEUR 9.825 oder 65% des Gesamtvermögens).

Das Anlagevermögen verminderte sich gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen aufgrund von Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.297, wovon TEUR 914 auf Sonderabschreibungen auf Finanzanlagen entfielen. Investitionen wurden in Höhe von TEUR 205 in das Sachanlagevermögen getätigt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr stichtagsbedingt und aufgrund höherer Umsätze im Geschäftsjahr um TEUR 540. Die Forderungen gegen Gesellschafter erhöhten sich aufgrund höherer Einlagen in das Cash-Transfer-Verfahren innerhalb der ehemaligen MEDIAN West-Gesellschaften.

Zur Entwicklung der liquiden Mittel verweisen wir auf die Ausführungen unter "3.5. Finanzlage".

Die Eigenkapitalquote erhöhte sich aufgrund des positiven Jahresergebnisses auf 6% zum Ende des Geschäftsjahres.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter erhöhten sich in Verbindung mit Inanspruchnahmen im Rahmen des MEDIAN West Cashpoolingverfahrens, dem die Gesellschaft im Geschäftsjahr beigetreten war.

3.5. Finanzlage

Die Kapitalflüsse der Gesellschaft haben sich wie folgt dargestellt:

[TEUR] 2018 2017 Δ
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 1.251 2.504 -1.254
Cashflow aus Investitionstätigkeit -193 -798 604
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -902 -2.096 1.195
Veränderung der liquiden Mittel 156 -389 545
Anfangsbestand liquide Mittel 1.060 1.450 -389
Endbestand liquide Mittel 1.216 1.060 156

Die Finanzmittel der Gesellschaft sind gegenüber dem Vorjahr von TEUR 1.060 um TEUR 156 auf TEUR 1.216 gestiegen.

Ausgehend von einem EBITDA in Höhe von TEUR 3.504 erzielte die Gesellschaft einen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 1.251. Die Kapitalbindung in das Trade Working Capital betrug im Geschäftsjahr TEUR 2.403, während es im Vorjahr noch zu einer Kapitalfreisetzung in Höhe von TEUR 1.411 kam. Die hohe Kapitalbindung im Trade Working Capital ist im Wesentlichen auf die liquiditätswirksame Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 647 (Vorjahr: TEUR 43) und den Abbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.769 (Vorjahr: Aufbau TEUR 1.554) zurückzuführen.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beinhaltete im Vorjahr neben den Auszahlungen für Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 222 weitere Auszahlungen in Höhe von TEUR 577 für Finanzanlagen. Im Geschäftsjahr wurden Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 205 vorgenommen.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beinhaltet Auszahlungen von konzerninternen Zinsen in Höhe von TEUR 317 (Vorjahr: TEUR 126) sowie Veränderungen der Forderungen/Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter und verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR -585 (Vorjahr: TEUR 1.969).

4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

4.1. Risikobericht

Im Zuge ihrer geschäftlichen Aktivitäten ist die MEDIAN Nord Risiken ausgesetzt. Jedes unternehmerische Handeln vollzieht sich im Spannungsfeld zwischen Chancen und Risiken. Die im Einklang mit den Unternehmenszielen und Geschäftsstrategien stehende Risikopolitik der MEDIAN Nord setzt für jede unternehmerische Entscheidung ein vorheriges sorgfältiges Abwägen von Chancen und Risiken voraus, die im Verlauf der vergangenen Jahre keine wesentlichen Veränderungen aufweisen.

Aufgabe des MEDIAN Nord-Risikomanagementsystems ist es, interne und externe Risiken, soweit sie den Fortbestand der Gesellschaft gefährden oder beeinträchtigen könnten, frühzeitig zu erfassen, zu dokumentieren und zu managen. Es setzt sich im Wesentlichen aus einem standardisierten Planungs- und Controllingprozess und gesellschaftsweit einheitlichen Richtlinien und Berichtssystemen zusammen. Der hierbei zugrunde gelegte Planungshorizont umfasst ein Jahr.

Die nachstehenden Risiken können Einfluss auf die allgemeine Geschäftsentwicklung sowie die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, wobei Schwankungen in den Belegungszahlen ein Kernrisiko für die MEDIAN Nord GmbH darstellen, von dem die weitere Entwicklung des Unternehmens maßgeblich abhängt (vgl. Erläuterungen im Wirtschaftsbericht). Die genannten Risiken im Personalbereich, Erfolgs- und Liquiditätsrisiken sowie Forderungsausfallrisiken spielen dagegen eine untergeordnete Rolle.

Umfeld- und Branchenrisiken

Grundlegend für die Gesellschaft sind Risiken infolge von Änderungen im Gesundheitswesen. Dies sind insbesondere die Entwicklung neuer Produkte und Therapien sowie die größere Verfügbarkeit von Produkten durch Wettbewerber, die Finanzierung der Gesundheitssysteme und die Rückerstattung.

Einen wesentlichen Teil der Erlöse erzielt die Gesellschaft aus erbrachten Leistungen an Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherungen. Die Preise für diese Leistungen werden gesetzlich geregelt und hängen somit in hohem Maße von der Finanzlage der Kostenträger ab. In unserer zum größten Teil regulierten Geschäftsumgebung können Änderungen der Gesetzgebung zur Kostenerstattung unseren Geschäftserfolg massiv beeinflussen.

Insgesamt ist der Gesundheitssektor durch Preisdruck, Wettbewerb und Kosteneinsparungen gekennzeichnet. Dies könnte geringere Umsätze zur Folge haben und sich nachteilig auf das Geschäft sowie die Finanz- und Ertragslage auswirken.

MEDIAN versucht, möglichen regulatorischen Risiken über Leistungssteigerungen und Kostenreduktionen entgegenzuwirken.

Die MEDIAN Nord ist von den Entwicklungen der Binnenkonjunktur mittelbar betroffen, da die Gesundheitsausgaben vom Beitragsaufkommen der Versicherten und damit von der Lage am Arbeitsmarkt abhängen. Die MEDIAN Nord Kliniken und Therapiezentren begegnen diesem Risiko insbesondere durch ausgereifte Angebote mit hohen Qualitätsstandards, die sich sowohl durch ein breitgefächertes Angebot als auch durch eine breite Kostenträgerstruktur auszeichnen.

Risiken im Personalbereich

Zukünftig wird sich der bereits bestehende Druck auf Rehabilitationseinrichtungen hinsichtlich einer geeigneten Personalakquisition von Fachkräften weiter zuspitzen. Den Wettstreit um qualifiziertes Personal gewinnen die Einrichtungen, die eine wettbewerbsfähige Organisation und Vergütung bieten können. Daher folgen die jährlichen Steigerungen der Personalkosten in der Kalkulation mindestens den Steigerungen im Rahmen der Tarifabschlüsse.

Die Qualität der medizinisch-therapeutischen Leistung und damit auch der Erfolg der MEDIAN Nord ist vom Know-how und von der Einsatzbereitschaft ihrer Beschäftigten abhängig, da der Faktor Mensch besonders im Gesundheitswesen eine zentrale Rolle einnimmt. Das Bündeln unterschiedlicher Maßnahmen, wie z. B. der gezielte Einsatz vorhandener Personalentwicklungsinstrumente für Fachpersonal und Führungskräfte sowie eine gute Arbeitsatmosphäre, spiegelt sich u.a. in einer niedrigen Fluktuation wider.

Leistungswirtschaftliche Risiken

Operative Risiken können niemals vollständig eliminiert werden. Diese Risiken werden insbesondere durch angemessene Steuerungsmechanismen minimiert sowie durch den Einsatz qualifizierter, erfahrener und geschulter Mitarbeiter. Die Abläufe werden in den Qualitäts-Handbüchern der Kliniken dokumentiert. Diese werden fortlaufend aktualisiert. Um Mängel und Fehler zu minimieren, werden die Mitarbeiter regelmäßig geschult und weiter ausgebildet.

Das intensive Zusammenspiel zwischen zentral und dezentral organisierten Aufgaben und Prozessen entlastet die Standorte und stellt sicher, dass der Fokus der Arbeit in den Kliniken auf der qualitativ hochwertigen Patientenversorgung liegt.

Dem möglichen Fehlen qualifizierten Personals setzt die Gesellschaft entsprechende externe Maßnahmen im Bereich Personalwerbung sowie interne Maßnahmen durch umfassende Personalentwicklungsprogramme entgegen.

Dem allgemeinen Engpass geschulten Klinikpersonals begegnen wir mit zielgruppenspezifischen Maßnahmen. Dies ermöglicht uns, qualifizierte und motivierte Mitarbeiter anzuwerben und den hohen Qualitätsstandard der Behandlung zu halten. Gleichzeitig schulen wir junge Mitarbeiter und binden sie an die MEDIAN Gruppe.

Kliniken weisen generell eine hohe Personalkostenquote aus. Daraus ergibt sich eine beträchtliche Abhängigkeit von der tariflichen Entwicklung. Der Anstieg der tariflichen Gehälter kann zu weiteren finanziellen Belastungen führen, da diese Kostensteigerungen nicht vollständig durch die höheren Patientenumsätze kompensiert werden können.

Strategische Risiken

Die strategischen Risiken umfassen im Wesentlichen die Auslastung bzw. die Kostensituation der Gesellschaft. Durch den Einsatz eines zentralen Reservierungsservices versucht die MEDIAN Gruppe, die Auslastung der einzelnen Kliniken zu steuern und zu erhöhen. Zudem wirkt das Management der Gruppe diesen Risiken durch kontinuierliche Abstimmungen entgegen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Das Kreditrisiko ist definiert als das Risiko des Ausfalls einer Vertragspartei hinsichtlich der vertraglichen Verpflichtungen, was zu einem finanziellen Verlust für die Gesellschaft führen könnte. Da der Großteil der Schuldner der Gesellschaft (mehr als 90 %) gesetzliche Krankenkassen oder öffentliche Rentenversicherungen sind, wird dieses Risiko als minimal erachtet. Sonstige Schuldner, welche insbesondere privatversicherte Patienten sind, müssen für ihre Behandlung eine Anzahlung im Voraus leisten.

Das konzerneinheitliche Liquiditätsmanagement wird auf Basis eines konzerninternen Cash-Poolings durchgeführt. Zudem verwaltet der Konzern das Liquiditätsrisiko mittels Kreditlinien bei Banken und einer zusätzlichen revolvierenden Kreditlinie.

Sonstige Risiken

Sonstige Risiken, wie Umweltrisiken sowie Risiken hinsichtlich der Management- und Kontrollsysteme oder unserer IT-Systeme, werden als nicht wesentlich erachtet. So sieht sich die Gesellschaft Risiken im Bereich der IT-Sicherheitsmaßnahmen, Kontrollen und Inspektionen ausgesetzt. Darüber hinaus investieren wir fortlaufend in Hard- und Software.

4.2. Chancen

Aufgrund der demografischen Entwicklung und der u. a. damit im Zusammenhang stehenden Entwicklung der in Zukunft auftretenden Krankheitsbilder ist auch weiterhin mit einer großen Nachfrage nach den durch die Gesellschaft angebotenen Leistungen zu rechnen. Bereits heute fehlen ausreichend Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt; eine effiziente Rehabilitationsmaßnahme hilft, Fachkräfte länger im Berufsleben zu halten.

Ein weiteres Wachstum durch die Akquisition neuer Kliniken wird die Stellung der Gruppe als führender Anbieter von hochwertiger Rehabilitationsmedizin in Deutschland weiter unterstützen und eine noch höhere Konkurrenzfähigkeit bieten. Durch die permanente Weiterentwicklung von medizinischen Standards in der Gruppe und die konsequente Weiterbildung unserer Mitarbeiter wollen wir unseren Patienten und Partnern auch künftig qualitativ hochwertige Leistungen anbieten und unsere Marktposition weiter ausbauen.

4.3. Gesamtbetrachtung Risiko- und Chancensituation

Für die Einschätzung des Gesamtrisikos ist das von der MEDIAN Gruppe eingesetzte Risikomanagement grundlegend. Aufgrund der Vielzahl der im MEDIAN-Konzern etablierten Maßnahmen zur Überwachung der Unternehmensrisiken ist eine rechtzeitige Reaktion möglich und somit eine Vermeidung bzw. Verminderung der Ausprägung möglicher Risiken gegeben.

Derzeit sind für die zukünftige Entwicklung keine Risiken erkennbar, die zu einer dauerhaften und wesentlichen negativen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen könnten.

5. Prognosebericht

Einige der im Lagebericht enthaltenen Angaben enthalten zukunftsbezogene Aussagen. Diese wurden auf der Grundlage von Erwartungen und Einschätzungen der Geschäftsführung über künftige, die Gesellschaft möglicherweise betreffende Ereignisse und auf Basis der Mittelfristplanung formuliert. Solche in die Zukunft gerichteten Aussagen unterliegen naturgemäß Risiken, Ungewissheiten, Annahmen und anderen Faktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von denjenigen abweichen - in positiver wie in negativer Hinsicht -, die in diesen Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen oder beschrieben werden.

Aufgrund der demografischen Entwicklung ist der deutsche Markt für Rehabilitationsleistungen weitestgehend unabhängig von den allgemeinen konjunkturellen Rahmenbedingungen. Vor diesem Hintergrund führen der demografisch bedingte Rückgang der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter und die gleichzeitige schrittweise Heraufsetzung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre zu einer langfristig steigenden Nachfrage nach Rehabilitationsleistungen. Die MEDIAN Nord sieht langfristig sehr gute Chancen, vom steigenden Bedarf an Rehabilitationsleistungen in den stationären und ambulanten Versorgungsbereichen zu profitieren.

Für das Geschäftsjahr 2019 erwarten wir eine leichte Steigerung der Umsätze gegenüber dem abgelaufenen Geschäftsjahr sowie ein moderat ansteigendes operatives Ergebnis.

1 Quellen im Wesentlichen Statistisches Bundesamt sowie Monatsbericht des BMF Januar 2019

 

Berlin, den 5. Juli 2019

MEDIAN Nord GmbH

Dr. André M. Schmidt, Geschäftsführer, CEO

Roland Seebauer, Geschäftsführer, CFO

Dr. Florian Frensch, Geschäftsführer, COO

Bilanz zum 31. Dezember 2018

Aktiva

31.12.2018 31.12.2017
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.832,80   7.176,75  
2. Geschäfts- oder Firmenwert 294.686,14 300.518,94 373.269,10 380.445,85
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 103.921,89   113.663,61  
2. Technische Anlagen und Maschinen 303.408,09   299.862,98  
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.120.414,73 2.527.744,71 2.216.291,14 2.629.817,73
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen   1.300.000,00   2.213.594,08
    4.128.263,65   5.223.857,66
B. Umlaufvermögen        
I. Vorräte        
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe   98.185,43   110.163,12
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände        
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.303.786,57   2.764.150,19  
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 14.311.657,31   5.188.769,75  
- davon gegen Gesellschafter EUR 14.293.413,94 (i. Vj. EUR 4.959.421,49) -        
3. Forderungen nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht 181.085,47   0,00  
4. Sonstige Vermögensgegenstände 151.028,31 17.947.557,66 360.470,91 8.313.390,85
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten   1.216.067,94   1.060.413,91
    19.261.811,03   9.483.967,88
C. Rechnungsabgrenzungsposten   303.560,02   340.903,70
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag   0,00   196.989,72
    23.693.634,70   15.245.718,96

Passiva

       
31.12.2018
EUR
31.12.2017
EUR
A. Eigenkapital        
I. Gezeichnetes Kapital   26.000,00   26.000,00
II. Verlustvortrag   -222.989,72   -1.173.639,08
III. Jahresüberschuss   1.721.187,66   950.649,36
IV. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag   0,00   196.989,72
    1.524.197,94   0,00
B. Sonderposten aus Fördermitteln nach dem KHG   40.201,58   47.531,90
C. Rückstellungen        
1. Steuerrückstellungen   90.790,00   7.347,00
2. Sonstige Rückstellungen   878.988,28   1.081.181,20
    969.778,28   1.088.528,20
D. Verbindlichkeiten        
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   522.947,57   2.291.571,92
2. Verbindlichkeiten nach dem KHG   362.629,73   237.497,35
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen   19.387.342,94   10.849.017,85
- davon gegenüber Gesellschafter EUR 15.975.361,31 (i. Vj. EUR 10.673.364,09) -        
4. Sonstige Verbindlichkeiten   886.536,66   731.571,74
- davon aus Steuern EUR 181.077,35 (i. Vj. EUR 199.016,88) -        
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0,00 (i. Vj. EUR 2.292,92) -        
    21.159.456,90   14.109.658,86
    23.693.634,70   15.245.718,96

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

2018 2017
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse   32.875.630,39   35.756.328,91
2. Sonstige betriebliche Erträge   646.216,94   375.206,82
3. Materialaufwand        
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -3.425.354,34   -3.748.201,58  
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.284.080,10 -4.709.434,44 -1.661.252,67 -5.409.454,25
4. Personalaufwand        
a) Löhne und Gehälter -14.297.902,10   -16.558.341,66  
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.695.479,19 -16.993.381,29 -3.115.533,59 -19.673.875,25
- davon für Altersversorgung EUR 13.664,19 (i. Vj. EUR 18.873,86) -        
5. Erträge aus der Auflösung von Verbindlichkeiten nach KHG   7.330,32   7.842,27
6. Aufwendungen aus der Zuführung zu        
Verbindlichkeiten nach KHG   -88.448,54   -141.200,87
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   -383.726,55   -610.661,39
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen   -8.164.765,96   -9.169.748,13
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   11.282,36   2.483,72
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 11.282,36 (i. Vj. EUR 2.483,72) -        
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen   -913.594,08   0,00
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   -317.081,48   -127.746,90
- davon an verbundene Unternehmen EUR 317.081,24 (i. Vj. EUR 125.679,90) -        
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   -178.575,25   -7.377,72
13. Ergebnis nach Steuern   1.791.452,42   1.001.797,21
14. Sonstige Steuern   -70.264,76   -51.147,85
15. Jahresüberschuss   1.721.187,66   950.649,36

Anhang für das Geschäftsjahr 2018

1. Allgemeine Angaben

1.1 Die MEDIAN West GmbH, Berlin, hält 100 % der Geschäftsanteile an der MEDIAN Nord GmbH (MEDIAN Nord). Das Stammkapital beträgt T€ 26. Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung ambulanter, teilstationärer und stationärer Behandlung und Dienstleistung im Gesundheitswesen sowie die Vornahme aller hiermit zusammenhängenden Geschäfte.

1.2 Die MEDIAN Nord ist im Sinne des § 267 Abs. 2 und 4 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Sie hat ihren Sitz in Berlin und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Charlottenburg (HRB 195525 B).

1.3 Der Jahresabschluss zum 31.12.2018 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB wurden stetig beachtet. Die Gliederung der Bilanz und GuV ist aufgrund der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft gem. §265 Abs. 5 HGB erweitert worden

1.4 Die Gesellschaft war zum 31.12.2017 mit T€ 197 bilanziell überschuldet. Zur Vermeidung insolvenzrechtlicher Folgen hat der Gesellschafter der MEDIAN Nord der Gesellschaft ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von T€ 7.827 mit Rangrücktritt gewährt. Daher erfolgte die Bilanzierung unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

1.5 Mit Einbringungs- und Übertragungsvertrag vom 5. Juli 2017 zwischen der MEDIAN Nord GmbH und der MEDIAN Kliniken Lübeck GmbH ist zum 1. Oktober 2017 der Klinikbetrieb der AHG Klinik Lübeck Akut, der AHG Klinik Lübeck Reha und des AHG Adaptionshaus Lübeck als Einlage in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB auf die MEDIAN Kliniken Lübeck GmbH übertragen worden. Insofern ist die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr nur eingeschränkt gegeben.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.1 Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um die kumulierten planmäßigen Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden über einen Zeitraum von drei bis vier Jahren nach der linearen Methode gemäß den betriebswirtschaftlichen Nutzungsdauern vorgenommen.

2.2 Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder mit handelsrechtlich aktivierungspflichtigen Herstellungskosten abzüglich der kumulierten planmäßigen Abschreibungen bilanziert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Soweit erforderlich, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zwischen drei und neunundneunzig Jahren zugrunde.

2.3 Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten über 800,00 EUR (bis 2017: 410,00 EUR) netto werden als Wirtschaftsgüter im beweglichen Sachanlagevermögen ausgewiesen und über die Nutzungsdauer abgeschrieben. Hiervon abweichend werden geringwertige Wirtschaftsgüter, die im Zusammenhang mit dem Neubau von Kliniken bzw. Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen angeschafft worden sind, über eine Nutzungsdauer von drei bis zehn Jahren abgeschrieben. Die Posten sind insgesamt von untergeordneter Bedeutung.

2.4 Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung angesetzt.

2.5 Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Für die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurde mit Ausnahme der Brennstoffe ein Festwert gebildet. Der Festwert beinhaltet die Vorratsbestände des medizinischen und labortechnischen Bedarfs, des Wirtschaftsbedarfs, die Lebensmittel und die Warenbestände für die Kiosk- und Cafeteriabetriebe sowie die übrigen Bestände.

2.6 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder mit dem Barwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen unverändert eine Pauschalwertberichtigung von 1 % gebildet.

2.7 Die liquiden Mittel (Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten) sind zum Nennwert angesetzt.

2.8 Das Eigenkapital wird zum Nennbetrag bilanziert.

2.9 Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen mit hoher Eintrittswahrscheinlichkeit und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags ermittelt.

2.10 Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

2.11 Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben und auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

3. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

3.1 Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2018 ist gesondert im Anlagenspiegel dargestellt.

3.2 Sämtliche Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

3.3 Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 14.312 (i. Vj. T€ 5.189) beinhalten insbesondere Forderungen aus dem Cash-Transfer-Verfahren mit T€ 14.293 (i. Vj. T€ 4.959) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit T€ 16 (i. Vj. T€ 229) sowie Zinsforderungen in Höhe von T€ 2 (i. Vj. T€ 0).

3.4 Die sonstigen Vermögensgegenstände von T€ 151 (i. Vj. T€ 360) beinhalten im Wesentlichen Steuerforderungen in Höhe von T€ 87 (i. Vj. T€ 87) und sonstige Forderungen in Höhe von T€ 64 (i. Vj. T€ 198).

3.5 Die Bankguthaben haben sich im Vergleich zum Vorjahr von T€ 1.060 auf T€ 1.216 erhöht.

3.6 Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert T€ 26.

3.7 Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag konnte aufgrund des Jahresüberschusses von T€ 1.721 (i. Vj. T€ 951) komplett ausgeglichen werden (i. Vj. T€ 197).

3.8 Die sämtlich kurzfristigen sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 879 (i. Vj. T€ 1.081) wurden im Wesentlichen für Personalkosten mit T€ 657 (i. Vj. T€ 631), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen mit T€ 132 (i. Vj. T€ 366) und übrige sonstige Rückstellungen mit T€ 90 (i. Vj. T€ 84) gebildet.

3.9 Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten und ihre Restlaufzeiten ergeben sich aus der folgenden Darstellung:

davon mit einer Restlaufzeit von Summe
bis 1 Jahr 1 - 5 Jahren mehr als 5 Jahren
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 31.12.2018 523 T€     523 T€
  31.12.2017 2.292 T€     2.292 T€
Verbindlichkeiten nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht 31.12.2018 363 T€     363 T€
  31.12.2017 237 T€     237 T€
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 31.12.2018     15.975 T€ 15.975 T€
  31.12.2017     10.673 T€ 10.673 T€
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 31.12.2018 3.412 T€     3.412 T€
  31.12.2017 176 T€     176 T€
Sonstige Verbindlichkeiten 31.12.2018 886 T€     886 T€
  31.12.2017 732 T€     732 T€
Summe 31.12.2018 5.184 T€   15.975 T€ 21.159 T€
  31.12.2017 3.437 T€   10.673 T€ 14.110 T€

3.10 Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter betreffen mit T€ 10.528 gewährte Darlehen, Zinsverbindlichkeiten mit T€ 227 und Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pooling mit T€ 5.175 sowie sonstige Verbindlichkeiten mit T€ 45.

3.11 In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus laufender Rechnung gegenüber der MEDIAN Unternehmensgruppe B.V. & Co. KG mit T€ 3.373 ausgewiesen.

3.12 Im Unternehmen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus langfristigen Miet-, Pacht- und Mobilien-Leasingverträgen sowie aus Erbpachtverträgen in Höhe von T€ 122.368, davon entfallen T€ 119.764 auf verbundene Unternehmen und auf das Geschäftsjahr 2019 T€ 4.199.

3.13 Die MEDIAN Gruppe hat im Oktober 2015 eine Gruppenfinanzierung mit einem Bankenkonsortium in Höhe von TEUR 505.000 abgeschlossen. Das Darlehen valutierte zum 31.12.2018 mit TEUR 394.585. Die Inanspruchnahme der Kredite erfolgt durch die Remedco Holding B.V. und die MEDIAN Unternehmensgruppe B.V. & Co. KG. Die MEDIAN Nord GmbH garantiert zusammen mit weiteren 48 Gesellschaften der MEDIAN Gruppe die Rückzahlung der Finanzierung. Zusätzlich hat die Gesellschaft zur Besicherung der vorgenannten Finanzierung verschiedene Forderungen zur Sicherheit abgetreten und Konten verpfändet. Die Finanzierung hat eine Laufzeit bis Oktober 2022.

3.14 Die ausschließlich im Inland erzielten Umsatzerlöse teilen sich wie folgt auf:

[TEUR] 2018 2017 2017 *
Sucht/Drogen 20.825 27.487 21.462
Psychosomatik 6.259 2.427 5.073
Soziotherapie 4.499 4.183 4.184
Adaption 394 1.126 403
Klinikleistungen 31.977 35.223 31.122
Erlöse aus Vermietung 644 254 254
Sonstige 255 279 260
Umsatzerlöse gesamt 32.876 35.756 31.636

* Bereinigt um Anteile der Kliniken Lübeck

3.15 In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen T€ 229 (i. Vj. T€ 0) Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen und T€ 135 (i. Vj. T€ 239) Zuweisungen und Zuschüsse der öffentlichen Hand und sonstige periodenfremde Erträge von T€ 168 (i. Vj. T€ 71) enthalten. Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf T€ 114 (i. Vj. T€ 65).

3.16 Die Personalaufwendungen reduzierten sich leicht auf T€ 16.993 (i. Vj. T€ 19.674).

3.17 Von den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen in Höhe von T€ 384 (i. Vj. T€ 611) betreffen T€ 80 (i. Vj. T€ 89) immaterielle Vermögensgegenstände.

3.18 Zusätzlich wurde für die Beteiligung an der MEDIAN Klinik Lübeck GmbH eine Abschreibung auf Finanzanlagen in Höhe von T€ 914 gebucht.

3.19 Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ 8.165 (i. Vj. T€ 9.170) enthalten Miet- und Pachtaufwendungen mit T€ 4.557 (i. Vj. T€ 4.525), davon betreffen T€ 4.150 (i. Vj. T€ 4.102) Sale-and-Lease-Back-Transaktionen zu verbundenen Unternehmen. Weiterhin sind aufgrund des Management- und Dienstleistungsvertrages mit der MEDIAN Unternehmensgruppe B.V. & Co. KG sonstige betriebliche Aufwendungen mit T€ 1.477 (i. Vj. T€ 1.881) gebucht worden. Die verbleibenden sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen insgesamt T€ 2.131 (i. Vj. T€ 2.764).

3.20 In den gestiegenen Zinsaufwendungen in Höhe von T€ 317 (i. Vj. T€ 128) sind hauptsächlich Zinsen gegenüber verbundenen Unternehmen aus dem Cash-Pooling mit T€ 215 (i. Vj. T€ 43) und Zinsaufwendungen gegenüber Gesellschafter aus Darlehensverbindlichkeiten mit T€ 102 (i. Vj. T€ 82) bilanziert.

3.21 Der Steueraufwand in Höhe von T€ 249 (i. Vj. T€ 59) resultiert aus Ertragsteuern mit T€ 179 und Grundsteuern in Höhe von T€ 70.

4. Sonstige Angaben

4.1 Die durchschnittliche Zahl der während des Berichtsjahres beschäftigten Mitarbeiter (gem. § 267 Abs. 5 HGB) beläuft sich auf 432. Unterteilt nach Berufsgruppen setzt sie sich wie folgt zusammen:

Berufsgruppe Mitarbeiter 01.01. - 31.12.2018 Mitarbeiter 01.01. - 31.12.2017
Ärztlicher Dienst 26 27
Pflegedienst 79 72
Med.-technischer Dienst 35 29
Funktionsdienst 185 185
Klinisches Hauspersonal 10 13
Versorgungsdienst 56 68
Verwaltungsdienst 41 37
Gesamt 432 432

4.2 Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Berichtsjahr:

Herr Dr. André M. Schmidt, CEO, Bad Homburg

Herr Roland Seebauer, CFO, Mühltal

Herr Kai Swoboda (bis 14. Mai 2018), COO, Leipzig

Herr Dr. Florian Frensch (ab 1. August 2018), COO, Hamburg

Die Geschäftsführer erhielten von der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2018 keine gesonderte Vergütung.

4.3 Die MEDIAN Nord GmbH hat im Berichtsjahr 2018 keine Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen abgeschlossen. Als nahestehendes Unternehmen ist die MEDIAN Unternehmensgruppe B.V. & Co. KG mit dem geschlossenen Management- und Dienstleistungsvertrag zu benennen.

4.4 Die MEDIAN Unternehmensgruppe B.V. & Co. KG, Berlin, erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis nach §§ 290 ff. HGB. Dieser ist beim Bundesanzeiger einzusehen. Die Remedco Holding B.V., Amsterdam (Niederlande), erstellt den Konzernabschluss für den größten Kreis.

4.5 Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2018 berechnete und nach Art der Leistung aufgeschlüsselte Gesamthonorar ist im Konzernabschluss der MEDIAN Unternehmensgruppe B.V. & Co. KG, Berlin, enthalten.

4.6 Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von T€ 1.721, nach Verrechnung mit dem Verlustvortrag, auf neue Rechnung vorzutragen.

4.7 Anteilsbesitz der MEDIAN Nord GmbH

Gesellschaft Nennkapital Anteil am Nennkapital Jahresergebnis 2018 Eigenkapital zum 31.12.2018
MEDIAN Kliniken Lübeck GmbH T€ 25 100,00 % T€ 9 T€ 1.986

4.8 Nachtragsbericht

Zum 31. März 2019 wurde der Verkauf der MEDIAN Kliniken Lübeck GmbH vollzogen.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung sowie wesentliche Veränderungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nach Schluss des Geschäftsjahres 2018 liegen nicht vor.

 

Berlin, 5. Juli 2019

Die Geschäftsführung der MEDIAN Nord GmbH

Dr. André M. Schmidt, CEO

Roland Seebauer, CFO

Dr. Florian Frensch, COO

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2018

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2018
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2018
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 26.694,27 0,00 0,00 26.694,27
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.178.761,03 0,00 0,00 1.178.761,03
  1.205.455,30 0,00 0,00 1.205.455,30
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 191.010,44 0,00 0,00 191.010,44
2. Technische Anlagen und Maschinen 665.293,66 58.440,78 41.410,92 682.323,52
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.366.940,37 146.073,14 16.500,00 5.496.513,51
  6.223.244,47 204.513,92 57.910,92 6.369.847,47
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.213.594,08 0,00 0,00 2.213.594,08
  9.642.293,85 204.513,92 57.910,92 9.788.896,85
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2018
EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2018
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 19.517,52 1.343,95 0,00 20.861,47
2. Geschäfts- oder Firmenwert 805.491,93 78.582,96 0,00 884.074,89
  825.009,45 79.926,91 0,00 904.936,36
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 77.346,83 9.741,72 0,00 87.088,55
2. Technische Anlagen und Maschinen 365.430,68 52.108,37 38.623,62 378.915,43
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.150.649,23 241.949,55 16.500,00 3.376.098,78
  3.593.426,74 303.799,64 55.123,62 3.842.102,76
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 913.594,08 0,00 913.594,08
  4.418.436,19 1.297.320,63 55.123,62 5.660.633,20
Buchwerte
31.12.2018
EUR
31.12.2017
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.832,80 7.176,75
2. Geschäfts- oder Firmenwert 294.686,14 373.269,10
  300.518,94 380.445,85
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 103.921,89 113.663,61
2. Technische Anlagen und Maschinen 303.408,09 299.862,98
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.120.414,73 2.216.291,14
  2.527.744,71 2.629.817,73
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.300.000,00 2.213.594,08
  4.128.263,65 5.223.857,66

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die MEDIAN Nord GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MEDIAN Nord GmbH, Berlin (bis 19. Februar 2018: Düsseldorf) - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MEDIAN Nord GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mainz, den 5. Juli 2019

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