Berlin Linien Bus GmbHLiquidiert

13597 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 4972
Vorher
BERLIN LINIEN BUS Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
8.12.2004
Branche
Betrieb von Bahnhöfen für den Personenverkehr einschließlich OmnibusbahnhöfenPersonenbeförderung im Linienverkehr auf der StraßePersonenbeförderung im Gelegenheitsverkehr auf der Straße
Gegenstand
Der Betrieb von nationalem und internationalem Linien- und Gelegenheitsverkehr mit Omnibussen, insbesondere von Omnibusfernlinienverkehr, sowie die Erledigung aller damit unmittelbar oder mittelbar zusammenhängenden Geschäfte.

Historie

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Management

NameRolle
Bianka Rieder
seit 2.12.2015
Prokura
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

BERLIN LINIEN BUS Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013

LAGEBERICHT

Überblick

Das Stammkapital der Berlin Linien Bus GmbH, Berlin, (BLB), wird zu 65 % von der Bayern Express & P. Kühn Berlin GmbH, Berlin, (BEX) und zu 35 % von der HARU Reisen OHG Hans Rudek, Berlin, (HARU) gehalten.

DieBEX wiederum ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der DB Fernverkehr AG. Die DB Fernverkehr AG ist eine Tochtergesellschaft der DB Mobility Logistics AG (DB ML AG). Die DB ML AG ist eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn AG (DB AG). Innerhalb des Deutsche Bahn Konzerns (DB-Konzern) ist die BLB dem Geschäftsfeld DB Bahn Regio zugeordnet. Mittels Beteiligungsvollmacht vom August 2005 hat die DB Fernverkehr AG die Vertretungsvollmacht hinsichtlich BEX an die DB Stadtverkehr GmbH, Frankfurt am Main, übertragen. Mit der Verschmelzung der DB Stadtverkehr GmbH auf die DB Regio AG im Jahr 2011 ist die Vertretungsvollmacht auf die DB Regio AG übergegangen. Die DB Regio AG ist mittelbar bevollmächtigt, die Gesellschaft bei der Ausübung sämtlicher Rechte und Wahrnehmung sämtlicher Pflichten mit Ausnahme von Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträgen zu vertreten.

Die Geschäftsfelder DB Bahn Fernverkehr, DB Bahn Regio, DB Arriva, DB Schenker Rail, DB Schenker Logistics und DB Dienstleistungen sind unter der DB ML AG gebündelt und werden dort geführt.

Die übrigen drei Geschäftsfelder DB Netze Fahrweg, DB Netze Personenbahnhöfe und DB Netze Energie führt die DB AG direkt. In der Konzernstruktur des DB-Konzerns haben die DB AG und die DB ML AG beide die Funktion einer konzernleitenden Managementholding.

Innerhalb des Geschäftsfelds DB Bahn Regio ist die BLB der Geschäftseinheit DB Regio Bus zugeordnet.

Gegenstand der Gesellschaft ist die Führung und Betreuung der zentralen Abrechnungsstelle für den Omnibusfernlinienverkehr insbesondere von und nach Berlin. Dazu zählen das Inkasso der bei den Verkaufsstellen eingegangenen Einnahmen aus Fahrscheinverkäufen, die Weiterleitung dieser Beträge an die Linienverkehrsträger und die Bearbeitung von Erstattungsanträgen für nicht oder nur teilweise ausgenutzte Fahrscheine.

Ferner werden Gemeinschaftsaufgaben für den Omnibusfernlinienverkehr wahrgenommen.

Die Dienstleistungen der Gesellschaft werden den Vertragspartnern zu Selbstkosten in Rechnung gestellt. Das Ergebnis der Gesellschaft ist deshalb grundsätzlich ausgeglichen.

Rahmenbedingungen

Wirtschaftliches Umfeld

Der überwiegende Anteil unserer Aktivitäten ist in hohem Maße abhängig von der konjunkturellen Entwicklung in unserem Heimatmarkt Deutschland. Eine weiterhin positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt und die leicht zunehmenden Realeinkommen haben auch im Berichtsjahr das Wirtschaftswachstum in Deutschland und damit auch die Gesamtnachfrage im Personenverkehr gestützt.

Die deutsche Wirtschaft hat im Jahr 2013 ihren Wachstumskurs aus 2012 leicht verlangsamt fortgesetzt. Zu Jahresbeginn stellte sich die Wirtschaftsentwicklung noch schwach dar. Im weiteren Jahresverlauf konnte sie jedoch zulegen. Wie schon im Vorjahr war der private Konsum die Stütze der Wirtschaft. Der Arbeitsmarkt wies ein Beschäftigungsniveau von historischem Höchststand aus. Zudem wirkten sich fallende Preise von Mineralölprodukten positiv auf die verfügbaren Einkommen aus. Neben dem Privatkonsum trug auch die Staatsnachfrage zum Wachstum bei.

Die deutsche Industrieproduktion hingegen stagnierte. Die zurückhaltende Erholung der Absatzmärkte im Euro-Raum, aber auch eine zu Jahresbeginn 2013 noch verhältnismäßig geringe globale Nachfrage, ließ eine allmähliche Verbesserung der Situation erst im Jahresverlauf zu.

Entwicklung auf den relevanten Märkten

Im Jahr 2013 gab es im deutschen Personenverkehrsmarkt einen Nachfragezuwachs von rund 1 %. Nach einem äußerst schwachen Auftaktquartal erholte sich der Markt stetig. Maßgeblich für diese Entwicklung waren vor allem die winterlichen Witterungsverhältnisse und negativen Arbeitstageeffekte zu Jahresbeginn sowie die zunehmend positiven Konjunkturimpulse aus steigenden Erwerbstätigenzahlen und sinkenden Kraftstoffpreisen.

Der Schienenpersonenverkehr entwickelte sich im Jahr 2013 nach starken Zuwächsen im Vorjahr im Jahr 2013 deutlich verhaltener. Hauptgründe dafür waren vor allem die Einschränkungen durch das Hochwasser. Zudem intensivierte sich der intermodale Wettbewerb infolge der Liberalisierung des Fernbusverkehrs. Der Marktanteil liegt dementsprechend unverändert bei rund 8,1 %.

Der Nachfragerückgang im öffentlichen Straßenpersonenverkehr (ÖSPV) setzte sich im Jahr 2013 fort. Nach DB-konzerninterner Schätzung reduzierte sich die Nachfrage um 0,5%. Dämpfend wirkt weiterhin der demografische Wandel. Das starke Wachstum im Fernbusverkehr zeigte noch keine statistische Wirkung, da das Segment einen noch geringen Marktanteil aufweist und die Leistungsvolumina der Anbieter vergleichsweise niedrig sind und unter der Meldepflichtgrenze liegen. Der Marktanteil des ÖSPV sank gemäß unseren Berechnungen auf 6,9 %.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Umsatzentwicklung

Die Umsatzerlöse in Höhe von 495 T€ (im Vorjahr: 382 T€) betreffen im Wesentlichen Einnahmen aus der Erstattung von Verwaltungskosten.

Mit Gesellschaften des DB Konzerns wurden 350 T€ = 70,7 % (im Vorjahr: 295 T€ = 77,3 %) erzielt.

Die Zunahme der Einnahmen aus erstatteten Verwaltungskosten beruht auf der durch die Liberalisierung des Omnibusfernlinienverkehrs deutlich gestiegenen Zahl der durch die Gesellschaft verarbeiteten Tickets.

Ergebnisentwicklung

1.  Gesamtleistung

Die Entwicklung der Gesamtleistung entspricht der Umsatzentwicklung.

2.  Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 272 T€ (im Vorjahr: 214 T€). Die wesentlichen Posten dieser Position sind Erträge aus den an die Beförderungsunternehmen per Umlage weiterbelasteten Kosten in Höhe von 142 T€ (im Vorjahr: 164 T€) sowie Erträge aus an DB Regio weiterbelasteten Kosten für die Markenmigration in Höhe von 91 T€ (im Vorjahr: 0 T€).

3.  Personalaufwand

Der Personalaufwand beträgt im Geschäftsjahr 2013 insgesamt 296 T€ (im Vorjahr: 250 T€). Der Anstieg des Personalaufwandes beruht im Wesentlichen auf Aufwendungen für im Berichtsjahr eingestellte Mitarbeiter des Call Centers.

4.  Sonstiger betrieblicher Aufwand

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 454 T€ (im Vorjahr: 329 T€) setzen sich im Wesentlichen aus den Aufwendungen für Drucksachen und Werbekosten (154 T€), Kosten für Markenmigration (91 T€) sowie Aufwendungen für Personalgestellung / Callcenter (64 T€) zusammen. Die Zunahme der betrieblichen Aufwendungen ist im Wesentlichen auf die Zunahme der Aufwendungen für die Markenmigration zurückzuführen, entsprechende Aufwendungen sind im Vorjahr nicht angefallen.

5.  Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der BLB im Geschäftsjahr 2013 beträgt
-1 T€ (im Vorjahr: 1 T€).

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betragen aufgrund einer Steuererstattung 1 T€ (im Vorjahr: -1 T€).

Der Jahresüberschuss beträgt 0 T€ (im Vorjahr: 0 T€).

Abweichungen von der prognostizierten Ertragslage

Prognose-Ist-Vergleich: Das ausgeglichene Ergebnis der BLB im Berichtsjahr entspricht der im Lagebericht zum Geschäftsjahr 2012 abgegebenen Prognose für die Entwicklung des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Die Umsatzerlöse sind im Jahr 2013 gegenüber dem prognostizierten geringfügigen Anstieg sogar deutlich gestiegen, da die Liberalisierung des Omnibusfernlinienverkehrs zu einer deutlich gestiegenen Zahl verarbeiteter Tickets führte.

Finanz lage

Durch die Einbindung in den DB-Konzern kann die BLB die Refinanzierungsmöglichkeiten des DB-Konzerns nutzen. Das Finanzmanagement-System des DB-Konzerns ist im Konzernlagebericht des DB-Konzerns ausführlich beschrieben.

Das Treasury-Zentrum für den DB-Konzern ist in der DB AG angesiedelt. Hierdurch wird sichergestellt, dass alle DB-Konzerngesellschaften zu optimalen Bedingungen Finanzmittel aufnehmen und anlegen können. Vor der DB-konzernexternen Beschaffung von Finanzmitteln wird ein Finanzmittelausgleich innerhalb des DB-Konzerns vorgenommen. Finanzmittel werden den Konzerngesellschaften der DB ML AG im Rahmen eines zweistufigen Treasury-Konzepts über die DB ML AG als Termingelder beziehungsweise Darlehen weitergereicht. Die Infrastrukturgesellschaften des DB-Konzerns sind direkt an das Treasury-Zentrum der DB AG angebunden. Mit diesem Konzept sichert der DB-Konzern einen bereichsübergreifenden Risiko- und Ressourcenverbund. Für den DB-Konzern sowie die BLB liegen die Vorteile in der Bündelung von Know-how, der Realisierung von Synergieeffekten sowie in der Minimierung der Refinanzierungskosten.

Die Kreditwürdigkeit des DB-Konzerns wird von den Rating-Agenturen Standard & Poor's (S&P), Moody's und Fitch laufend überprüft. Im Berichtsjahr haben alle drei Rating-Agenturen im Rahmen ihrer jährlichen Rating-Reviews die sehr guten Bonitätsbeurteilungen der DB AG bestätigt: Moody's "Aa1", S&P "AA", Fitch "AA". Die Ratings von S&P, Moody's und Fitch sind damit seit der ersten Erteilung unverändert. Details zu den Rating-Einstufungen der DB AG sind im Internet unter www.db.de/rating verfügbar.

Bei den Verbindlichkeiten der Gesellschaft handelt es sich ausschließlich um kurzfristige Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Investitionen

Investitionen sind im Geschäftsjahr 2013 in Höhe von 31 T€ (im Vorjahr: 11 T€) vorgenommen worden. Diese Investitionen betreffen im Wesentlichen Investitionen in die Telefonanlage der Gesellschaft.

Finanzierung des Investitionsprogramms

Der Kapitalbedarf aus der Investitionstätigkeit konnte vollständig aus der Innenfinanzierung gedeckt werden.

Auch für künftige Investitionen gehen wir von einer unveränderten Finanzierungsstruktur aus.

Bilanzstruktur

1.  Bilanzsumme

Die Bilanzsumme beläuft sich per 31. Dezember 2013 auf 266 T€ (per 31. Dezember 2012: 96 T€). Die Zunahme der Bilanzsumme ist insbesondere auf den Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen zurückzuführen.

2.  Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen beträgt im Berichtsjahr 36 T€ (per 31. Dezember 2012: 12 T€).

3.  Anlagevermögen + Anteil Anlagevermögen am Gesamtvermögen

Das Anlagevermögen insgesamt beläuft sich auf einen Wert in Höhe von 51 T€ (per 31. Dezember 2012: 39 T€). Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen beträgt 19 %.

4.  Umlaufvermögen + Anteil Umlaufvermögen am Gesamtvermögen

Das Umlaufvermögen beläuft sich auf 215 T€ (per 31. Dezember 2012: 57 T€). Der Anteil des Umlaufvermögens am Gesamtvermögen beträgt 81 %.

5.  Eigenkapital + Eigenkapitalquote

Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt unverändert 26 T€, die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 10 %.

6.  Rückstellungen

Die Rückstellungen in Höhe von 43 T€ (per 31. Dezember 2012: 22 T€) betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von 35 T€ sowie Urlaubsrückstellungen in Höhe von 7 T€. Bei den Rückstellungen handelt es sich ausschließlich um kurzfristige Rückstellungen; der Anteil der Rückstellungen an der Bilanzsumme beläuft sich auf 16 %.

7.  Verbindlichkeiten + Anteil Verbindlichkeiten an Bilanzsumme

Die Verbindlichkeiten betragen 197 T€ (per 31. Dezember 2012: 48 T€), es handelt sich ausschließlich um kurzfristige Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Der Anteil der Verbindlichkeiten an der Bilanzsumme beträgt 74 %.

8.  Anlagendeckung

Die Anlagendeckung als Verhältnis von Eigenkapital und langfristigem Fremdkapital zum Anlagevermögen beläuft sich auf 51 %.

Bilanzstruktur
in % der Bilanzsumme
31.12.2013 31.12.20 12
Aktiva
Anlagevermögen 19,2 40,6
Umlaufvermögen 80,8 59,4
100,0 100,0
Passiva
Eigenkapital 9,8 27,1
Rückstellungen 16,2 22,9
Verbindlichkeiten 74,0 50,0
100,0 100,0
Bilanzsumme in T€ 266 96

Mitarbeiter

Um eine bessere Vergleichbarkeit im Zeitablauf zu gewährleisten, rechnen wir die Zahl der Mitarbeiter im DB-Konzern in Vollzeitpersonen (VZP) um. Teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter werden dabei entsprechend ihrem Anteil an der regulären Jahresarbeitszeit berücksichtigt.

BLB beschäftigte im Geschäftsjahr im Jahresdurchschnitt 11 Mitarbeiter und einen Auszubildenden (im Vorjahr: 8 Mitarbeiter und einen Auszubildenden). Die Zahl der Mitarbeiter per
31. Dezember 2013 betrug 14 Personen einschließlich eines Auszubildenden (im Vorjahr:
8 Personen und einen Auszubildenden).

Nachhaltigkeit

Mit der Strategie DB2020 hat der DB-Konzern einen rahmengebenden Ansatz geschaffen, der die Dimensionen Ökonomie, Soziales und Ökologie miteinander in Einklang bringt, um nachhaltigen Unternehmenserfolg und gesellschaftliche Akzeptanz sicherzustellen.

Als profitabler Marktführer will der DB-Konzern seinen Kunden erstklassige Mobilitäts- und Logistiklösungen anbieten. Wesentlich für die Erreichung dieses Führungsanspruches sind zwei strategische Stoßrichtungen: ein weiterhin starker Fokus auf Kunde und Qualität sowie die Fortsetzung des profitablen Wachstumspfads.

Als Top-Arbeitgeber gewinnt und bindet der DB-Konzern qualifizierte Mitarbeiter, die mit Begeisterung für den DB-Konzern und seine Kunden arbeiten.

Als Umwelt-Vorreiter will der DB-Konzern ressourcenschonende Mobilitäts- und Logistiklösungen anbieten und die Belastungen der Umwelt durch Lärm und Emissionen deutlich reduzieren. Umweltfreundlichkeit ist Teil des Marken- und Leistungsversprechens des DB-Konzerns.

Der dreidimensionale Ansatz der Nachhaltigkeit ist nicht nur über die strukturelle Organisation und das DB-Konzernzielsystem sowie die Geschäftsfeldzielsysteme, sondern auch über das Leitbild und in den Konzernrichtlinien im DB-Konzern verankert. Das Leitbild beschreibt zudem Mission, Vision und Werte des DB-Konzerns. Da die Nachhaltigkeit ein entscheidendes Kriterium des Handelns des DB-Konzerns ist, werden die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit bereits im Leitbild des DB-Konzerns aufgegriffen: »Wir gestalten unsere Führungsposition entlang der Dimensionen Ökonomie, Soziales und Ökologie aus. Diese bringen wir in Einklang miteinander, um einen nachhaltigen Unternehmenserfolg und gesellschaftliche Akzeptanz sicherzustellen.«

Als Teil des DB-Konzerns trägt die BLB zur Erreichung der DB-Konzernziele bei. Die Zielsetzungen sind aus den Kundenbedürfnissen, der ökologischen Verträglichkeit und gesellschaftlichen Verantwortung abgeleitet.

Ergänzende Informationen zum Thema Nachhaltigkeit sind im Internet unter www.db.de/nachhaltigkeit verfügbar. Dort wird umfassend dargestellt, welche Beiträge zu einer nachhaltigen Gesellschaft der DB-Konzern als wichtiger Anbieter von Mobilitäts- und Logistikdienstleistungen sowie als einer der größten Arbeitgeber, Ausbilder und Auftraggeber Deutschlands leistet.

Zum Thema Nachhaltigkeit wird zudem im Konzernlagebericht des DB-Konzerns ausführlich Stellung genommen. Von den Erläuterungen zu § 289 Abs. 3 HGB (Nachhaltigkeitsbericht) wird in diesem Bericht daher abgesehen.

Strategie

Die Tätigkeit der BLB wird auch im Jahr 2014 auf die Führung und Betreuung der zentralen Abrechnungsstelle für die Omnibusfernlinienverkehre, die die Dienstleistungen der BLB nutzen, sowie auf die Wahrnehmung von Gemeinschaftsaufgaben für diese Omnibusfernlinienverkehre ausgerichtet sein.

Bestandsgeschäft sichern, Wettbewerbsfähigkeit erreichen und Wachstumschancen nutzen

Vor dem Hintergrund der zunehmenden Wettbewerbsintensität in den regionalen Busmärkten fokussierte sich Regio Bus in den vergangenen Jahren auf die Absicherung der Wettbewerbsfähigkeit. Seit 2010 wurde das zentrale Programm "BUS 2012plus" entwickelt und etabliert. Im März 2013 wurde es dann erfolgreich abgeschlossen und in die Linienverantwortung in den Regionen und in der Zentrale übergeben.

Das Programm bündelte eine Vielzahl der bei Regio Bus laufenden Projekte zur Optimierung der Prozesse und Strukturen. Es wurden Herausforderungen des Marktes ebenso berücksichtigt wie Herausforderungen an das Unternehmen auf der Kostenseite. Als Ergebnis wurden Maßnahmen definiert, die die Nutzung von Wachstumschancen erhöhen, die Wettbewerbsfähigkeit verbessern, die Mitarbeiterzufriedenheit steigern sowie die Mittelfristplanung absichern.

Seit Überführung des Programms in die Linienverantwortung in den Regionen treiben und koordinieren diese die Bearbeitung der BUS 2012plus-Themen je Region. Zentralseitig wurden regelmäßige Runden etabliert, um die Potenzialentwicklungen zu monitoren und den Best Practice Austausch zwischen den Regionen sowie der Zentrale zu fördern.

Um dem zunehmenden Wettbewerb, der demografischen Entwicklung, Unsicherheiten der öffentlichen Finanzierung und weiteren Herausforderungen begegnen zu können hat Regio Bus neben dem Programm "Bus 2012plus" die drei Top-Themen "Ausschreibungsmanagement", "Auftragnehmermanagement" und "Wettbewerbsfähige Kosten" definiert. Diese werden derzeit priorisiert bearbeitet.

Weitere Informationen

Liberalisierung des Fernbusverkehrs in Deutschland

Mit Liberalisierung des Fernbusmarkts seit dem 1. Januar 2013 haben die Aktivitäten in diesem Bereich erheblich an Dynamik gewonnen. Der Netzaufbau durch diverse Wettbewerber wurde deutlich beschleunigt und angekündigte Markteintritte wurden vorgezogen.

Die Beförderungsunternehmen, die ihre Fernlinienverkehre unter der Marke berlinlinienbus.de anbieten, haben auf diese Entwicklungen mit Anpassungen und Verbesserungen im bestehenden deutschlandweiten Liniennetz sowie beim Markenauftritt der BLB reagiert. Ausweitungen des BLB-Netzes erfolgen punktuell dort, wo sich Opportunitäten ergeben. Zudem wurden unter der Marke »IC-Bus« bestehende Lücken im Schienenangebot des Fernverkehrs geschlossen, um ein integriertes DB-Fernverkehrsnetz anzubieten.

Nachtragsbericht

Nach Schluss des Berichtzeitraums sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Berlin Linien Bus GmbH eingetreten.

Chancen- und Risikobericht

Mit den Geschäftsaktivitäten der BLB sind neben Chancen auch Risiken verbunden. Dabei zielt die Geschäftspolitik des DB-Konzerns sowohl auf die Wahrnehmung von Chancen als auch im Rahmen des Risikomanagements auf eine aktive Steuerung identifizierter Risiken. Die hierfür notwendige Informationsaufbereitung erfolgt bei der BLB im integrierten Risikomanagementsystem, das an den gesetzlichen Anforderungen ausgerichtet ist. Dieses System wird kontinuierlich weiterentwickelt.

Chancen aus eigenen Maßnahmen oder verbesserten Markt- und Umfeldbedingungen

Ein wesentlicher Schwerpunkt unserer Aktivitäten liegt im Bereich der Verbesserung der Leistungs- und Servicequalität für unsere Kunden. Wir sehen hierin Chancen für zusätzliche Verbesserungen des Kundenzuspruchs.

Das relevante gesamtwirtschaftliche Umfeld könnte sich insgesamt besser entwickeln als bisher erwartet. Daraus resultierende Abweichungen würden sich positiv auf den DB-Konzern und seine Geschäftsfelder auswirken. Unsere strategische Ausrichtung und unsere Marktposition eröffnen uns hier Chancen, von einer positiveren konjunkturellen Entwicklung zusätzlich zu profitieren.

Aufgrund der unveränderten Tätigkeit der BLB als Treuhänderin und wegen des Kostenumlageverfahrens zur Deckung der Aufwendungen der Gesellschaft werden auch im Jahr 2014 keine weiteren, nennenswerten Chancen für die Gesellschaft gesehen.

Wesentliche Risiken und Maßnahmen zu ihrer Begrenzung

Risiken der BLB liegen vor allem in den folgenden Bereichen :

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung: Unsicherheiten bestehen durch die möglichen Auswirkungen der Staatschuldenkrise in Europa auf die konjunkturelle Entwicklung in den nächsten Jahren. Für die BLB ist insbesondere die Entwicklung der wesentlichen konjunkturellen Einflussfaktoren wie die Höhe des verfügbaren Einkommens der privaten Haushalte in Deutschland oder die Zahl der Erwerbstätigen von Bedeutung.

Zusätzlich existieren für die BLB die folgenden Risiken:

Im Omnibusfernlinienverkehr hat aufgrund der Liberalisierung des Personenbeförderungsgesetzes zu Beginn des Berichtjahres ein intensiver intramodaler Wettbewerb eingesetzt. Um uns in diesem Markt behaupten zu können, optimieren wir laufend unsere Prozesse und Kostenstrukturen, um unseren Kunden attraktive Angebote zu wirtschaftlichen Konditionen anbieten zu können.

IT-/Telekommunikationsrisiken zum Beispiel in Form eines unzureichenden IT-Managements, das zu schwerwiegenden Geschäftsunterbrechungen führen kann. Wir setzen eine Vielzahl von Methoden und Mitteln ein, um diese Risiken zu minimieren.

Umfassendes Risikomanagementsystem

Die Grundsätze der Risikopolitik werden von der Konzernleitung des DB-Konzerns vorgegeben und durch die Gesellschaft BLB umgesetzt. Im Rahmen des Risikofrüherkennungssystems wird der Gesellschafterin Bayern Express & P. Kühn Berlin GmbH quartalsweise berichtet. Für außerhalb des Berichtsturnusses auftretende Risiken und Fehlentwicklungen besteht eine unmittelbare Berichtspflicht, Akquisitionsvorhaben unterliegen zusätzlich einer besonderen Überwachung.

Im Risikomanagementsystem des DB-Konzerns wird die Gesamtheit der Risiken unter Berücksichtigung von Wesentlichkeitsgrenzen in einem Risikoportfolio sowie einer detaillierten Einzelaufstellung abgebildet. Die im Risikobericht erfassten Risiken sind kategorisiert und nach Eintrittswahrscheinlichkeiten klassifiziert. Die Analyse umfasst neben den möglichen Auswirkungen zugleich die Ansatzpunkte und die Kosten von Gegenmaßnahmen.

Bewertung der derzeitigen Risikoposition

Im Berichtsjahr lag der Risikoschwerpunkt der Gesellschaft im Wesentlichen bei den bereits beschriebenen IT-/Telekommunikationsrisiken. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Gesamtrisikoposition im Berichtsjahr stabil entwickelt. Als Ergebnis unserer Analyse von Risiken, Gegenmaßnahmen, Absicherungen und Vorsorgen sind auf Basis der gegenwärtigen Risikobewertung keine bestandsgefährdenden Risiken vorhanden.

Prognosebericht

Konjunkturelle Aussichten

Die Aussichten für die konjunkturelle Entwicklung im Jahr 2014 basieren auf der Annahme einer insgesamt stabilen geopolitischen Entwicklung.

Für Deutschland sind von Seiten der globalen Konjunktur im Jahr 2014 kräftigere Impulse als im Vorjahr zu erwarten, wodurch das BIP-Wachstum anziehen sollte. Als zuverlässiger Wachstumsgarant dürfte sich auch in 2014 der Privatkonsum zeigen. Vom Außenhandel sind verstärkt positive Effekte zu erwarten. Die schrittweise Erholung des Euro-Raumes und steigende BIP-Wachstumsraten im angelsächsischen Raum sollten die Aussichten auf wichtigen Absatzmärkten deutscher Güter verbessern.

Entwicklung wesentlicher Rahmenbedingungen

Die Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Omnibusfernlinienverkehr im Berichtsjahr, die zu einer massiven Ausweitung des Busfernverkehrsmarktes im Jahr 2013 geführt hat, wird auch im Jahr 2014 zu einer erheblichen Dynamik und Veränderungen in diesem Markt führen.

Voraussichtliche Entwicklung der B erlin Linien Bus GmbH i m Geschäftsjahr 2014

Aufgrund der Zunahme der für die Beförderungsunternehmen zu erbringenden Dienstleistungen wird für das Jahr 2014 mit einer moderaten Erhöhung der Umsatzerlöse aus den von den Beförderern erstatteten Kosten gerechnet. Aufgrund des Kostenumlageverfahrens wird für 2014 erneut ein ausgeglichenes Ergebnis erwartet.

Die Einschätzungen stehen wie immer unter den nachfolgend genannten Vorbehalten.

Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Lagebericht enthält Aussagen und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der BLB beziehen. Diese Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde liegenden Annahmen nicht eintreffen oder Risiken - wie sie beispielsweise im Risikobericht genannt werden - eintreten, können die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen.

Die BLB übernimmt keine Verpflichtung, die hierin enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.

 

Berlin, den 6. März 2014

Berlin Linien Bus GmbH

Die Geschäftsführung

Jörg Schaube

Karsten Schulze

Bilanz

Aktiva

    31.12.2013   31.12.2012
  Anhangpos. T€ %   T€ %
A. Anlagevermögen            
Immaterielle Vermögensgegenstände (2) 15 5,7   27 28,1
Sachanlagen (2) 36 13,5   12 12,5
    51 19,2   39 40,6
B. Umlaufvermögen            
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (3) 206 77,4   53 55,2
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten   9 3,4   4 4,2
    215 80,8   57 59,4
    266 100,0   96 100,0
Treuhandvermögen (13) 228     208  

Passiva

    31.12.2013   31.12.2012
  Anhangpos. T€ %   T€ %
A. Eigenkapital            
Gezeichnetes Kapital (4) 26 9,8   26 27,1
Bilanzgewinn   0 0,0   0 0,0
    26 9,8   26 27,1
B. Rückstellungen (5) 43 16,2   22 22,9
C. Verbindlichkeiten (6) 197 74,0   48 50,0
    266 100,0   96 100,0
Treuhandverbindlichkeit (13) 228     208  

Gewinn- und Verlustrechnung

    2013 2012
  Anhangpos. T€ T€
Umsatzerlöse (8) 495 382
Gesamtleistung   495 382
Sonstige betriebliche Erträge (9) 272 214
Personalaufwand (10) -296 -250
Abschreibungen   -18 -16
Sonstige betriebliche Aufwendungen (11) -454 -329
    -1 1
Zinsergebnis (12) 0 0
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -1 1
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   1 -1
Jahresüberschuss   0 0
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr   0 0
Bilanzgewinn   0 0

Anhang

Der Jahresabschluss der Berlin Linien Bus GmbH, Berlin (BLB) ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des GmbH-Gesetzes in der aktuell gültigen Fassung sowie der Verordnung über die Gliederung des Jahresabschlusses von Verkehrsunternehmen aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind gesetzlich vorgesehene Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) zusammengefasst. Der Anhang enthält die erforderlichen Einzelangaben und Erläuterungen.

(1) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagegegenstände, mit Ausnahme geringwertiger Software, sind mit ihren Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen angesetzt. Erworbene, im Einzelfall geringwertige Software wird im Anschaffungsjahr vollständig als Aufwand verrechnet.

Das Wahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 HGB zur Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände wird im DB Konzern nicht ausgeübt.

Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet.

Außerplanmäßige Abschreibungen auf niedrigere beizulegende Werte werden gegebenenfalls vorgenommen.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern linear "pro rata temporis". Die Nutzungsdauern der wesentlichen Gruppen sind folgender Tabelle zu entnehmen:

Jahre
EDV-Programme, Sonstige Rechte 3 - 12
Fernmeldeanlagen 10
Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 - 13

Geringwertige Anlagegegenstände im Einzelwert bis 150 € werden im Zugangsjahr aufwandswirksam erfasst, Anlagegegenstände im Einzelwert ab 150 € bis zum Einzelwert in Höhe von 1.000 € werden über die Nutzungsdauer von fünf Jahren linear abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt, soweit nicht in Einzelfällen ein niedrigerer Wertansatz geboten ist. Erkennbaren insolvenz- oder bonitätsbedingten Risiken wird durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Kassenbestände und Bankguthaben sind zu Anschaffungskosten bewertet, soweit nicht in Einzelfällen ein niedrigerer Wertansatz geboten ist.

Die Rückstellungen tragen allen erkennbaren bilanzierungspflichtigen Risiken Rechnung. Soweit Aufwendungen wahrscheinliche aber ihrem Eintrittszeitpunkt nach unbestimmte Verpflichtungen gegenüber Dritten darstellen, werden sie bei den sonstigen Rückstellungen bilanziert.

Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Künftige Preis- und Kostensteigerungen wurden bei der Ermittlung der Rückstellungen berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen werden auf Vollkostenbasis ermittelt. Risiken für nicht abgeschlossene Schadensfälle und Prozesse werden grundsätzlich erst ab einer Eintrittswahrscheinlichkeit von 50% erfasst.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Die BLB hat gemäß den Vorschriften des § 274 HGB keine latenten Steuern bilanziert.

Forderungen und Verbindlichkeiten gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen Beteiligungsunternehmen der Deutsche Bahn AG, Berlin (DB AG) sowie die Gesellschafterin HARU Reisen OHG Hans Rudek, Berlin (HARU).

Abweichend von der in § 275 Abs. 2 HGB vorgeschriebenen Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung werden die sonstigen Steuern nicht unter dem hierfür vorgesehenen Posten Nr. 19 erfasst, da es sich hierbei um Kostensteuern handelt. Diese werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Erläuterungen zur Bilanz

(2) Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagegitter zu entnehmen.

Im Geschäftsjahr wurden wie im Vorjahr keine außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

in T€ 2013 davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr 2012
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 60 0 30
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 128 0 17
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 18 0 6
Insgesamt 206 0 53

Die Wertberichtigungen auf Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände belaufen sich auf 0 € (im Vorjahr: 0 €).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Kostenerstattung gemäß Leistungsvereinbarung mit der DB Regio AG, Frankfurt am Main (DB Regio) in Höhe von 108 T€ (im Vorjahr: 0 T€) sowie Forderungen aus Kostenerstattung gegen die Treugeberin Autokraft GmbH, Kiel in Höhe von 18 T€ (im Vorjahr: 0 T€). Im Vorjahr betrafen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen im Wesentlichen Forderungen aus dem Cash-Pooling gegen die DB ML in Höhe von 10 T€ (in 2013: 0 T€).

(4) Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der BLB beträgt 26 T€. Die Anteile werden zu 65% von der Bayern Express & P. Kühn Berlin GmbH, Berlin (BEX), und zu 35% von der HARU gehalten.

(5) Rückstellungen

in T€ 2013 2012
ausstehende Eingangsrechnungen 35 21
Urlaubsrückstellungen 7 0
Archivierungskosten 1 1
Insgesamt 43 22

(6) Verbindlichkeiten

in T€ 2013 davon mit Restlaufzeit 2012

bis

1 Jahr

1 bis 5 Jahre

über

5 Jahre

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 32 32 0 0

19

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 60 60 0 0 11
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 70 70 0 0 4
Sonstige Verbindlichkeiten 35 35 0 0 13
davon aus Steuern (2 2 ) (22) (0) (0) (12)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (0) (0) (0) (0) (0)
Insgesamt 197 197 0 0 47
davon zinspflichtig (0) (0)

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit bis ein Jahr betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus der Folierung von Bussen (13 T€) und der Anmietung von Software (9 T€).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin BEX aus der Verwaltungskostenerstattung in Höhe von 29 T€ (im Vorjahr: 5 T€), sowie aus der Kostenerstattung für Busfolierung in Höhe von 28 T€ (im Vorjahr: 0 T€).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von 70 T€ (im Vorjahr: 4 T€) betreffen ausschließlich die Gesellschafterin HARU.

(7) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

in T€ 2013 2012 1)
Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und anderen
Drittschuldverhältnissen
2 6 34
davon gegenüber verbundenen Unternehmen (16) (16)
Insgesamt 2 6 34

1) Vorjahreszahlen angepasst

Die Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und anderen Drittschuldverhältnissen werden mit dem Nominalwert ausgewiesen.

Die zukünftigen Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und anderen Drittschuldverhältnissenwerden wie folgt fällig:

in T€ 2013 2012 1)
Fälligkeiten:
fällig bis 1 Jahr 2 4 24
fällig 1 bis 5 Jahre 2 10
fällig über 5 Jahre 0 0
Insgesamt 2 6 34

1) Vorjahreszahlen angepasst

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(8) Umsatzerlöse

in T€ 2013 2012
Erlöse aus Verwaltungskostenerstattung 49 5 382
Insgesamt 49 5 382

Die Umsatzerlöse werden im Inland erzielt.

(9) Sonstige betriebliche Erträge

in T€ 2013 2012
Erträge aus Druck- und Werbekostenerstattung 142 164
Erträge aus Kostenerstattung für Markenmigration 91 0
Erträge aus Werbung 16 15
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 1 1
Erträge aus Agenturgebühren 1 1
Übrige sonstige betriebliche Erträge 21 33
Insgesamt 272 214
davon periodenfremd (1) (1)

(10) Personalaufwand

in T€ 2013 2012
Löhne und Gehälter
davon für Arbeitnehmer 244 204
gesamt 244 204
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung
davon für Arbeitnehmer 52 46
gesamt 52 46
davon für Altersversorgung (0) (0)
Insgesamt 296 250

(11) Sonstige betriebliche Aufwendungen

in T€ 2013 2012
Aufwendungen für Drucksachen und Veröffentlichungen 15 4 198
Aufwendungen für Kostenerstattung für Markenmigration 91 0
Aufwendungen für Personalgestellung / Callcenter 64 3
DV-Aufwand für Betriebsführung und Hardware-Mieten inkl. Programmierung und Systemanalyse 36 32
Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten 18 19
Aufwendungen Mieten und Pachten 14 14
Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen 77 63
Insgesamt 454 329
davon periodenfremd (14 ) (10)

(12) Zinsergebnis

Die Zinserträge belaufen sich im Jahr 2013 auf 12,56 € (im Vorjahr: 14,72 €) und betreffen wie im Vorjahr ausschließlich verbundene Unternehmen.

(13) Treuhandvermögen

Zu den Aufgaben der BLB gehören - neben der Erstellung der Abrechnungen für den Omnibuslinienverkehr von und nach Berlin - auch das Inkasso der bei den Verkaufsstellen eingegangenen Erlöse aus Fahrscheinverkäufen sowie die leistungsgerechte Weiterleitung dieser Beträge an die einzelnen Linienverkehrsträger.

Das treuhänderisch verwaltete Vermögen sowie die Verbindlichkeiten aus der Fahrscheinabrechnung werden im Namen und für Rechnung Dritter (Beförderer) von der Gesellschaft abgewickelt.

(14) Konzernzugehörigkeit

Die Anteile an der BLB werden zu 65% von der BEX gehalten. Die BLB wird in den Konzernabschluss der DB AG, als oberstes Mutterunternehmen einbezogen, der entsprechend den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den dazu nach § 315a Abs.1 HGB ergänzenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt wird.

Die BLB ist auch Gesellschaft des Teilkonzerns DB Mobility Logistics AG (DB ML AG), für den der Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufgestellt wird.Der Teilkonzernabschluss der DB ML AG wird nicht im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Der Konzernabschluss der DB AG wird beim Bundesanzeiger bekannt gemacht und ist unter www.bundesanzeiger.de erhältlich.

(15) Beschäftigte

2013 2012
umgerechnet in
Vollzeitbeschäftigte
im Jahresdurchschnitt am Jahresende im Jahresdurchschnitt am Jahresende
Arbeitnehmer 11 13 8 8
Auszubildende 1 1 1 1
Insgesamt 12 14 9 9

Die Zahl der Mitarbeiter wird innerhalb des DB Konzerns zur besseren Vergleichbarkeit in Vollzeit-Personen ausgewiesen. Teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter werden demnach entsprechend ihrem Anteil an der tariflichen Jahresarbeitszeit in Vollzeitkräfte umgerechnet.

(16) Mitglieder und Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr 2013 an

 

Jörg Schaube, Berlin
Geschäftsführer BEX

 

Karsten Schulze, Berlin
Geschäftsführer HARU

in T 2013 2012
Gesamtbezüge der Geschäftsführung 2 2

Die vorstehende Angabe bezieht sich auf die Bezüge des Geschäftsführers Herrn Karsten Schulze, Herr Jörg Schaube erhielt keine Vergütung für seine Tätigkeit.

(17) Honorar des Abschlussprüfers

Auf die Angaben zu den Honoraren des Abschlussprüfers der Gesellschaft wurde verzichtet, da diese Angaben im Konzernabschluss der DB AG enthalten sind.

(18) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind nicht eingetreten.

(19) Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2013 ein Ergebnis von 0,00 € (im Vorjahr: 0,03 €) erzielt.

 

Berlin, den 6 März 2014

Berlin Linien Bus Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Die Geschäftsführung

Jörg Schaube

Karsten Schulze

Entwicklung des Anlagevermögens

 

Anschaffungs- und Herstellungskosten in T€

  Vortrag     Stand
  zum     am
  01.01.2013 Zugänge Abgänge 31.12.2013
Entgeltlich erworbene Konzessionen,        
gewerbliche Schutzrechte und        
ähnliche Rechte und Werte sowie        
Lizenzen an solchen Rechten und Werten 176 - - 176
Betriebs- und Geschäftsausstattung 49 1) 31 - 80
  225 31 - 256

1) Vorjahreszahlen angepasst

 

Abschreibungen in T€

    Abschrei-    
  Vortrag bungen   Stand
  zum Geschäfts-   am
  01.01.2013 jahr Abgänge 31.12.2013
Entgeltlich erworbene Konzessionen,        
gewerbliche Schutzrechte und        
ähnliche Rechte und Werte sowie        
Lizenzen an solchen Rechten und Werten -150 -11 - -161
Betriebs- und Geschäftsausstattung -37 1) -7 - -44
  -187 -18 - -205
  Buchwert in T€
  Stand Stand
  am am
  31.12.2013 31.12.2012
Entgeltlich erworbene Konzessionen,    
gewerbliche Schutzrechte und    
ähnliche Rechte und Werte sowie    
Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15 27
Betriebs- und Geschäftsausstattung 36 12
  51 39

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der BERLIN LINIEN BUS Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grund-sätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Berlin, den 6. März 2014

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steffen Heilmann, Wirtschaftsprüfer

ppa. Philipp Medrow, Wirtschaftsprüfer



Der Jahresabschluss zum 31.12.2013 wurde am 23.09.2014 festgestellt.

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