Iqony Energies Erzeugung FW Schiene GmbH
Selbe AdresseWärme- und Kältehandel
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Matthias Kuhles seit 10.4.2026 | Prokura |
Monika Helena Klement seit 10.4.2026 | Prokura |
Ingmar Kohl seit 14.1.2026 | Prokura |
Sebastian Michael Lazar seit 14.1.2026 | Prokura |
Norman Spaniol seit 14.1.2026 | Prokura |
Jürgen Kirsch seit 25.9.2025 | Geschäftsführer |
Matthias Michael Ohl seit 25.9.2025 | Geschäftsführer |
Joel Benedikt Wagner seit 21.12.2023 | Prokura |
Sebastian Holzer seit 6.2.2023 | Prokura |
Daniel Schwarz seit 6.2.2023 | Prokura |
Norbert Manderla seit 23.7.2021 | Prokura |
Verena Sievers seit 10.1.2019 | Prokura |
Andreas Hermann Böffel seit 10.1.2019 | Prokura |
Clarissa Daut seit 20.2.2015 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Sunset Espana S.L. | 99.10% |
| 0.90% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% | |
| 100.00% | |
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
STEAG New Energies GmbHSaarbrückenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die STEAG New Energies GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der STEAG New Energies GmbH, Saarbrücken, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der STEAG New Energies GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 28. April 2022 Ernst
& Young GmbH
Glückselig, Wirtschaftsprüferin Hufnagel, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2021AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Amtsgericht Saarbrücken HRB 17242 Anhang für das Geschäftsjahr 2021I. Grundlagen des Jahresabschlusses A) Allgemeine Erläuterungen Der Abschluss der STEAG New Energies GmbH wird nach den Vorschriften des HGB in der für diesen Abschluss gültigen Fassung und des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Jahresabschluss wird in Euro (€) aufgestellt, die Beträge in Mio. € angegeben. Die STEAG New Energies GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. B) Bilanzierung und Bewertung Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten einschließlich der Anschaffungsnebenkosten angesetzt und - sofern sachgerecht - planmäßig über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Als Nutzungsdauer gelten grundsätzlich drei bis fünf Jahre. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung vorgenommen. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten einschließlich der Anschaffungsnebenkosten angesetzt. Die Herstellkosten der selbsterstellten Sachanlagen enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der Abschreibungen, soweit sie durch die Fertigung veranlasst sind, sowie angemessene Bestandteile der allgemeinen Verwaltungskosten, der Aufwendungen für soziale Einrichtungen, freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung. Erhaltene Investitionszuschüsse und -zulagen werden aktivisch ausgewiesen und führen jeweils zu einer Kürzung der Anschaffungs- und Herstellungskosten der betreffenden Anlagen. Bis zum Geschäftsjahr 2009 angeschaffte Wirtschaftsgüter des abnutzbaren Sachanlagevermögens werden, soweit steuerlich zulässig, degressiv - mit Übergang auf die lineare Abschreibungsmethode - abgeschrieben. Für Neuzugänge ab dem Geschäftsjahr 2010 kommt dagegen ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Der Bemessung der Abschreibungen der einzelnen Sachanlagegruppen liegen folgende betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zugrunde:
Selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis zu einem Wert von 250,00 €, die der Abnutzung unterliegen, werden im Zeitpunkt ihres Zuganges als Aufwand erfasst. Anlagengegenstände, die vor dem 1. Januar 2018 angeschafft worden sind und deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten über 150,00 €, aber nicht über 1.000,00 € liegen, sind im Jahr ihres Zuganges in einen Jahressammelposten eingestellt worden. Anlagengegenstände, die am oder nach dem 1. Januar 2018 angeschafft worden sind, werden im Jahr ihres Zuganges in einen Jahressammelposten eingestellt, sofern deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten über 250,00 €, nicht aber über 1.000,00 € liegen. Diese Posten werden im Jahr der Bildung sowie in den folgenden vier Geschäftsjahren jeweils zu einem Fünftel abgeschrieben. Nach ihrer Vollabschreibung werden die Sammelposten ausgebucht. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgehen, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder, bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen, zu niedrigeren beizulegenden Zeitwerten bilanziert. Unverzinsliche Ausleihungen werden mit dem Barwert angesetzt. Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung von einheitlichen Bewertungsverfahren und Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Bestandsrisiken aus verminderter Verwertbarkeit, Lagerdauer o. ä. werden durch Abwertungen berücksichtigt. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der Gemeinkosten. Fremdkapitalzinsen zur Finanzierung der Herstellung eines Vermögensgegenstandes werden, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen, aktiviert. Für die Bewertung werden grundsätzlich Durchschnittswerte herangezogen. Die für den Ausstoß von CO2 (Kohlendioxid) kostenlos zugeteilten Emissionszertifikate werden mit einem Erinnerungswert von 1 € je Kraftwerk bilanziert. Zusätzlich entgeltlich erworbene Emissionszertifikate (EU Allowance (EUAs)) werden mit ihren Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert. Besonderen Risiken im Forderungsbestand wird durch Bildung von Wertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko wird außerdem durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Unter den flüssigen Mitteln sind der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten erfasst. Sie sind zum Nennwert bilanziert. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Die Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer ursprünglichen Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst. Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt gemäß § 253 Abs. 1 und 2 HGB nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren für Leistungszusagen (Projected-Unit-Credit-Methode). Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Entgelten und Renten berücksichtigt. Die Bewertung basiert auf den biometrischen Grundlagen der "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck. Für die Invalidisierungswahrscheinlichkeit gelten modifizierte Werte, die aus unternehmensspezifischen Faktoren abgeleitet werden. Die Pensionsrückstellungen sowie sonstige langfristige Personalrückstellungen für Altersteilzeit, Jubiläum, Vorruhestand, Entgeltfortzahlung im Todesfall, Lebensarbeitszeit, Versorgungslohn statt Barlohn, Restrukturierung werden versicherungsmathematisch berechnet. Die Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen erfolgt unter Ausübung des Wahlrechts gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 und 3 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Jahre für eine angenommene Laufzeit von fünfzehn Jahren. Die Abzinsung der sonstigen langfristigen Personalrückstellungen erfolgt mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre, ebenfalls für eine angenommene Laufzeit von fünfzehn Jahren. Abweichend davon wird bei der Altersteilzeit eine Laufzeit von fünf Jahren unterstellt. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt unter Berücksichtigung eines Zinssatzes i. H. v. 1,87 % (Vorjahr 2,30 %), die der sonstigen langfristigen Personalrückstellungen i. H. v. 1,35 % (Vorjahr 1,60 %). Für Altersteilzeitverpflichtungen wird ein Zinssatz von 0,40 % (Vorjahr 0,54 %) angewandt. Die bei der versicherungsmathematischen Bewertung der Verpflichtungen zugrunde gelegten Prämissen sind der nachstehenden Tabelle zu entnehmen:
Der Unterschiedsbetrag als Differenz aus der Abzinsung der Rückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn, resp. sieben Jahre, beläuft sich auf 7,4 Mio. € (Vorjahr 9,0 Mio. €). Der zum 1. Januar 2010 ermittelte Differenzbetrag der Pensionsrückstellungen zwischen dem zurückzustellenden Betrag nach altem Recht und nach BilMoG wurde im Geschäftsjahr 2010 ergebnisneutral in die Gewinnrücklage eingestellt. Die Zusagen für Lebensarbeitszeitkonten enthalten zwei Komponenten. Die erste Komponente umfasst die als Rückstellung bilanzierten Verpflichtungen für tarifliche Einmalzahlungen, Urlaub während der Freistellungsphase sowie die Schlussförderung. Die zweite Komponente beinhaltete bis einschließlich dem Geschäftsjahr 2019 die laufenden Arbeitnehmer- und Arbeitgebereinbringungen in ein individuelles Wertguthabenkonto, welches durch eine doppelseitige Treuhand insolvenzgesichert ist. Seit dem Geschäftsjahr 2020 erfolgt die Investition der bereitgestellten Mittel in eine Rückdeckungsversicherung, welche ebenfalls durch eine doppelseitige Treuhand insolvenzgesichert ist. Nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB sind die Vermögenswerte, die zur Insolvenzsicherung der Verpflichtungen aus dem Wertguthabenkonto bestimmt sind, mit diesen Verpflichtungen zu verrechnen. Entsprechend wird mit den dazugehörigen Aufwendungen und Erträgen aus Zinseffekten und aus dem zu verrechnenden Vermögen verfahren. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit historischen Kursen bilanziert und mit dem am Stichtag geltenden Devisenkassamittelkurs bewertet, sofern sie nicht in Bewertungseinheiten einbezogen werden. Posten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden imparitätisch bewertet, wobei positive Wertansätze unberücksichtigt bleiben. Bei Posten mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr werden auch positive Wertansätze berücksichtigt. Die STEAG New Energies GmbH ist Organgesellschaft einer ertragsteuerlichen Organschaft. Die latenten Steuern werden bei dem Organträger ausgewiesen. Somit unterbleibt die Angabe nach § 285 Nr. 29 HGB. II. Erläuterung der Bilanz (1) Anlagevermögen Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Positionen des Anlagevermögens und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr sind im Anlagengitter gesondert dargestellt. Im Geschäftsjahr hat die STEAG New Energies GmbH ihre gesamten Anteile an 3 französischen Windparkgesellschaften zu einem Kaufpreis in Höhe des Buchwertes von 1,3 Mio. € verkauft. Bei der STEAG New Energies Beteiligungsgesellschaft wurde die Kapitalrücklage um 9,5 Mio. € erhöht. Zu den Angaben der Anteilsbesitzliste der STEAG New Energies GmbH verweisen wir auf die Anlage, die Bestandteil dieses Anhangs ist. (2) Vorräte Unter den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind im Wesentlichen Heizölvorräte, Emissionszertifikate sowie Lagermaterial erfasst. Die Fortschreibung der Anschaffungskosten bei Teilen der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens. (3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Forderungen aus einer Barhinterlegung in Höhe von 25,0 Mio. € sowie Forderungen aus Mietverträgen in Höhe von 7,1 Mio. € (Vorjahr 9,7 Mio. €). (4) Flüssige Mittel Unter den flüssigen Mitteln sind der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten erfasst. (5) Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wird u. a. der Unterschiedsbetrag zwischen Auszahlungsbetrag und Nominalvolumen der im Juli 2020 ausgegebenen Namensschuldverschreibung ausgewiesen. Dieses Disagio wird aufwandswirksam linear über die Laufzeit der Namensschuldverschreibung aufgelöst. Das Volumen des Disagios betrug zum Bilanzstichtag 2,7 Mio. € (Vorjahr 2,9 Mio. €). (6) Gezeichnetes Kapital Das Gezeichnete Kapital von 5,0 Mio. € ist voll eingezahlt. (7) Gewinnrücklagen Der Bilanzposten beinhaltet ausschließlich andere Gewinnrücklagen, die aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilMoG ergebnisneutral in die Gewinnrücklage eingestellt wurden. (8) Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für den Personalbereich in Höhe von 8,0 Mio. € (Vorjahr 10,8 Mio. €) und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 12,9 Mio. € (Vorjahr 11,1 Mio. €). Von den sonstigen Rückstellungen weisen 7,3 Mio. € (Vorjahr 7,5 Mio. €) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf. Die Verpflichtungen für Lebensarbeitszeitkonten wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit Forderungen aus Rückdeckungsversicherungen wie folgt verrechnet:
Die historischen Anschaffungskosten der Vermögenswerte betrugen 1,5 Mio. € (Vorjahr 1,4 Mio. €). Zum Stichtag wurden die Vermögenswerte wie auch der Verpflichtungsumfang für die Langzeitkonten auf den beizulegenden Zeitwert erhöht. (9) Verbindlichkeiten
Für die Absicherung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 3,7 Mio. € (Vorjahr 4,3 Mio. €) hat die Gesellschaft ihre Ansprüche aus einem Pachtvertrag sowie einem Energieliefervertrag sicherungsübereignet. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus einer im Vorjahr ausgegebenen Namensschuldverschreibung gegenüber Nicht-Banken in Höhe von 70,0 Mio. € sowie Verbindlichkeiten aus Mietverträgen in Höhe von 9,4 Mio. € (Vorjahr 11,1 Mio. €). (10) Passive Rechnungsabgrenzungsposten Der passivische Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 0,3 Mio. € (Vorjahr 0,2 Mio. €) beinhaltet Einnahmen, die Erträge nach dem Stichtag darstellen. III. Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung (11) Umsatzerlöse Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen stellt sich wie folgt dar:
Die Umsätze werden im Wesentlichen im Inland erzielt. (12) Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 7,5 Mio. € (Vorjahr 6,1 Mio. €) sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 3,0 Mio. € (Vorjahr 1,4 Mio. €), Versicherungserstattungen in Höhe von 0,6 Mio. € (Vorjahr 0,4 Mio. €) sowie sonstige periodenfremde Erträge in Höhe von 0,7 Mio. € (Vorjahr 0,8 Mio. €) enthalten. Diese periodenfremde Erträge beinhalten mit 2,7 Mio. € Erträge aus der Auflösung von Restrukturierungsrückstellungen, die außergewöhnliche Erträge im Sinn des § 285 Nr. 31 HGB darstellen. (13) Personalaufwand Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt:
(14) Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn Aufgrund des mit STEAG GmbH, Essen, geschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages wird ein Gewinn in Höhe von 14,7 Mio. € (Vorjahr 9,3 Mio. €) abgeführt. IV. Sonstige Angaben (15) Periodenangaben Wirtschaftsprüferhonorare Auf die Angabe zum Honorar des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB wird verzichtet, da diese in den Konzernabschluss der KSBG Kommunale Beteiligungsgesellschaft GmbH & Co. KG, Essen, einfließt. (16) Haftungsverhältnisse Im Rahmen der Sanierungsvereinbarung des STEAG Konzerns hat die STEAG New Energies GmbH ihre Anteile an der STEAG New Energies Beteiligungsgesellschaft mbH, der STEAG Grubengas-Gewinnungs mbH, der Wilga Sp. Z o.o. und ihre Kontoguthaben bei Kreditinstituten zur Besicherung der Forderungen der Finanzierer des STEAG Konzerns verpfändet. Darüber hinaus ist die Gesellschaft, neben weiteren Konzerngesellschaften, der Sanierungsvereinbarung als Mitverpflichtete beigetreten und ist Zahlungsgarant für die Forderungen der Finanzierer des STEAG Konzerns. Der von den Finanzierern des STEAG Konzerns bestellte Sanierungsgutachter hat bestätigt, dass die Durchfinanzierung des STEAG Konzern bis zum 31. Dezember 2023 gesichert ist. (17) Sonstige finanzielle Verpflichtungen
(18) Nachtragsberichterstattung Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind folgende Vorgänge von besonderer Bedeutung für die STEAG New Energies GmbH eingetreten: Mit der jüngsten Anerkennung der Separatistengebiete Donezk und Luhansk als unabhängige Staaten und der beginnenden Militäroffensive in der Ukraine hat der russische Präsident Putin die diplomatischen Bemühungen abgebrochen und am Abend des 24. Februar 2022 einen Angriffskrieg auf die Ukraine begonnen. Infolgedessen haben sowohl die USA als auch die EU und einige weitere Länder massive Sanktionen verhängt bzw. sind dabei, diese sukzessive zu verschärfen. Die politische Lage ist unklar und ändert sich fortlaufend. Die STEAG New Energies GmbH hat die Effekte, die diese Entwicklungen auf die Gesellschaft haben könnten, aus heutiger Sicht analysiert. Zukünftige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft bleiben abzuwarten und können derzeit noch nicht quantifiziert werden. Die Geschäftsführung sieht aufgrund der Analysen die Fortführung des Unternehmens aktuell nicht gefährdet. Darüber hinaus sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung Berücksichtigung gefunden haben, eingetreten. (19) Organe der Gesellschaft Mitglieder der Geschäftsführung
Alle Geschäftsführer üben ihre Tätigkeit hauptberuflich aus. Mitglieder des Aufsichtsrates
(20) Gesamtbezüge der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung belaufen sich auf 0,8 Mio. € (Vorjahr 0,6 Mio. €). Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betragen insgesamt 0,1 Mio. € (Vorjahr 0,1 Mio. €). (21) Einbeziehung in den Konzernabschluss Die STEAG New Energies GmbH ist ein verbundenes Unternehmen der KSBG Kommunale Beteiligungsgesellschaft GmbH & Co. KG, Essen (KSBG), sowie deren unmittelbaren und mittelbaren Tochterunternehmen. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der KSBG für den größten Kreis und in den der STEAG GmbH, Essen, für den kleinsten Kreis von Unternehmen einbezogen. Der Konzernabschluss der STEAG GmbH ist ein freiwillig erstellter Konzernabschluss, der nicht im Bundesanzeiger veröffentlicht wird. Beide Konzernabschlüsse werden nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, die seitens der Europäischen Union in das Gemeinschaftsrecht übernommen wurden. Der Konzernabschluss der KSBG wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Entsprechend ist die STEAG New Energies GmbH von der Erstellung eines Konzernabschlusses sowie Konzernlageberichts befreit.
Saarbrücken, 31. März 2022 STEAG New Energies GmbH Die Geschäftsführung Thomas Billotet Dr. Markus Laukamp Ulrich Sigel Anke Langner Entwicklung des Anlagevermögens für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Anteilsbesitzliste der STEAG New Energies GmbH, Saarbrücken, zum 31.12.2021
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021A. Grundlagen der Gesellschaft 1. Geschäftsmodell, Ziele und Strategien STEAG New Energies GmbH steuert als Führungsgesellschaft die STEAG New Energies Gruppe und erbringt ihre Geschäftstätigkeiten entweder selber oder in Tochtergesellschaften. Die STEAG New Energies GmbH ist ein integrierter Systemanbieter von Energielösungen mit einem breiten Produktportfolio. Die Gruppe ist im Bereich dezentraler Energielösungen und erneuerbare Energien insbesondere in Deutschland und europäischen Ausland tätig und versteht sich als Partner der Energiewende für Industrie und Kommunen. Die STEAG New Energies Gruppe entwickelt und betreibt Projekte zur Versorgung mit Strom, Wärme, Kälte und Druckluft, die neben ihrem dezentralen Charakter insbesondere auf effiziente Energieverwendung und hohe Wirtschaftlichkeit abzielen. Vorrangig möchte die STEAG New Energies Gruppe in den Bereichen Dezentrale Energieversorgung in Deutschland sowie in On-shore-Wind mit dem regionalen Schwerpunkt Frankreich weiterwachsen. Gute Wachstumsoptionen werden in der Dezentralen Energie vor allem im Bereich ausgewählter Industriebranchen mit signifikantem oder komplexem Energiebedarf und in der Partnerschaft mit öffentlichen Körperschaften erwartet. Aufgrund der klimapolitischen Weichenstellungen stellen auch eine möglichst klimaneutrale Wärmebereitstellung sowie die Flexibilisierung von Erzeugung und Verbrauch ein breites Handlungsfeld dar. Im Industriesektor sieht die STEAG New Energies Gruppe Chancen, über energienahe Leistungsbereiche wie Druckluft- oder Kälteversorgung weiteres Wachstum zu generieren. Die sich aus dem 'Erneuerbare-Energien-Gesetz 2014' (EEG) ergebenden Direktvermarktungsmöglichkeiten des Stromes konnten größtenteils im Rahmen des Marktprämienmodells umgesetzt werden. Auch für 2022 hat STEAG New Energies GmbH alle Voraussetzungen geschaffen, um weiterhin an den aktuellen Vermarktungsmöglichkeiten partizipieren zu können. 2. Forschung und Entwicklung Die Anlagen der dezentralen Versorgungen sind integriert in spezifische Technikkonzepte, die den zentralen Herausforderungen an Ressourcenschonung, Energieeffizienz und CO 2 -Minimierung sowie an den Einsatz digitaler Techniken gerecht werden müssen. Vor diesem Hintergrund besteht im dezentralen Bereich erheblicher technologischer Entwicklungsbedarf. Die STEAG New Energies Gruppe untersucht in mehreren Projekten innovative Technologien. Dabei richtet sie das Augenmerk unter anderem auf Energiespeicherung und die Nutzung digitaler Techniken. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen 1 Im Jahr 2021 ist das Bruttoinlandsprodukt um 2,9 % gestiegen, nachdem es ein Jahr zuvor pandemiebedingt um 4,6 % zurückgegangen war. Die wirtschaftliche Erholung aus den ersten drei Quartalen 2021 wurde im Schlussquartal durch Pandemie bedingt erneute Beschränkungen sowie durch anhaltende Produktionsschwierigkeiten in der Industrie durch Lieferengpässe wieder deutlich eingebremst. Die preisbereinigten privaten Konsumausgaben stabilisierten sich 2021 auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres und sind damit noch weit von ihrem Vorkrisenniveau entfernt. Die Konsumausgaben des Staates waren auch im Jahr 2021 eine Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft. Sie stiegen trotz des bereits hohen Vorjahresniveaus im zweiten Jahr der Corona-Pandemie preisbereinigt um weitere 3,4 %. Zwar bewirkten die finanzpolitischen Impulse eine kräftige Erholungsphase in den ersten drei Quartalen in 2021, die durch die erneuten Pandemie bedingten Maßnahmen im 4. Quartal 2021 allerdings nicht fortsetzen konnten. Der Arbeitsmarkt zeigte sich auch in 2021 in einem schwierigen Marktumfeld als robust. Aktuell trifft die deutsche Wirtschaft in Folge des Ukraine-Krieges ein akuter Energiepreisschock, aber auch eine zunehmende Unterbrechung von Handelsströmen sowie eine allgemeine Verunsicherung. Zugleich erhält die Konjunktur aber von der Aufhebung vieler Pandemie-Restriktionen einen kräftigen Schub. Das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) prognostiziert, dass das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 um 3,1 % zunehmen wird und der Verbraucherpreisindex um 4,8 % höher liegt als vor einem Jahr. Insgesamt dürfte die wirtschaftliche Erholung in 2022 deutlich schwächer ausfallen, so dass für das Bruttoinlandsprodukt (BIP):
Insgesamt führen die aktuellen Kriegsereignisse zwischen Russland und der Ukraine zu erheblichen Risiken auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung in beiden Ländern. Insgesamt wird in den Fokusländern der STEAG New Energies Gruppe, Deutschland und Frankreich, der Bestandsschutz für die Förderung von getätigten Investitionen in Erneuerbare Energien von der Politik weiterhin konsequent vertreten. Damit hat die STEAG New Energies Gruppe in diesen Ländern eine stabile Basis für ihr Bestandsgeschäft. Dies gilt auch für Investitionen in Energieeffizienz in Deutschland, die gemäß dem KWK-Gesetz gefördert wurden. Gesetzesänderungen hingegen erfordern für die Platzierung von Neuprojekten Flexibilität. Hier sieht sich die STEAG New Energies Gruppe angesichts der Kompetenz ihrer Mitarbeiter und ihres Länderfokus gut aufgestellt. 2. Geschäftsverlauf Insgesamt betreibt die STEAG New Energies Gruppe in Deutschland nahezu 200 Anlagen im Bereich Dezentraler Energieversorgungen auf Basis konventioneller (überwiegend Erdgas) und regenerativer Energien (Biomasse, Biomethangas, Geothermie und Wind) sowie Grubengas. Darüber hinaus ist es der STEAG New Energies Gruppe seit 2019 in mehreren Auktionen gelungen, den Zuschlag für KWK-Anlagen von rd. 43 MW Anschlussleistung zu attraktiven Förderbeträgen zu erhalten. Die ersten Projekte wurden bereits in Betrieb genommen, die weiteren Projekte werden in den Jahren 2022 bis 2023 fertiggestellt. Zudem konnte im Industriesektor durch die Gründung einer gemeinsamen Gesellschaft zur Vermarktung von Druckluftlösungen mit einem mittelständischen Anbieter zusätzliches Wachstum generiert werden. Mit ihren Anlagen versorgte die STEAG New Energies GmbH Kunden (Industrie, Gewerbe, Gemeinden und Privathaushalte) mit insgesamt 912 GWh Wärme. Ferner verkaufte die Gesellschaft 413 GWh Strom, die auf Basis des EEG bzw. des KWKG erzeugt und in die Netze der jeweiligen Verteilernetzbetreiber eingespeist wurden. Die für die Erzeugung benötigten Brennstoffmengen sind entweder durch langfristige Verträge oder, wie z. B. beim Erdgas oder Altholz, durch ein Lieferantenportfolio sowie durch adäquate Lagerkapazitäten sichergestellt. Die einzelnen Geschäftsbereiche der STEAG New Energies Gruppe haben sich wie folgt entwickelt: Dezentrale Anlagen (Wärme- und Stromerzeugung, i. W. auf Basis von Erdgas, Biomasse, Geothermie oder Heizöl) Der Betrieb der dezentralen Anlagen der STEAG New Energies Gruppe gestaltete sich im Jahresverlauf erneut stabil. Im Vergleich zum Vorjahr wurden die operativen Ergebnisse aufgrund der gestiegenen Brennstoffbezugspreise deutlich belastet, was jedoch durch die im 2. Halbjahr 2021 deutlich gestiegenen Strommarktpreise ausgeglichen werden konnte. Für die Biomasseanlagen stellte sich die Versorgungslage am Altholzmarkt weitgehend stabil dar, jedoch mit den steigenden Energiepreisen im 2. Halbjahr 2021 sind auch die Altholzpreise tendenziell wieder angestiegen. Auch hier wirken sich die gestiegenen Marktpreise bei der Stromdirektvermarktung positiv auf die operativen Ergebnisse aus. Die Stromerzeugung konnte erneut auf einem hohen Niveau stabilisiert werden. Der Ausbau der Wärmeversorgungen in den vorhandenen Versorgungsgebieten wird weiter vorangetrieben. Die Geothermieanlagen der STEAG New Energies Gruppe blieben im Geschäftsjahr hinter den Erwartungen zurück. Ursache hierfür liegt im Wesentlichen in den aufgrund der Corona-Pandemie erforderlichen temporären Betriebsschließungen. Der Ausbau der Wärmeversorgungen aus den Geothermieanlagen in Erding und Unterschleißheim wird weiter vorangetrieben. Windkraftanlagen Der Betrieb im Segment Wind gestaltete sich im Jahresverlauf erneut stabil, aktuell beträgt die konsolidierte Onshore-Windleistung der STEAG New Energies Gruppe rd. 164 MW. Grubengas Im Segment Grubengas liegt das konsolidierte Ergebnis über dem Vorjahr. Die Stromerzeugung lag infolge eines geringeren Grubengasaufkommens deutlich unter der Vorjahresmenge, allerdings haben die hohen Marktpreise bei der Stromdirektvermarktung einen erheblichen gegenläufigen positiven Umsatz- und Ergebniseffekt. Allerdings ist ohne eine Verlängerung der Förderung die wirtschaftliche Verwertung von Grubengas zur Strom- und Wärmeerzeugung nicht möglich. 3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Ertragslage STEAG New Energies GmbH weist im Geschäftsjahr ein positives Ergebnis vor Zinsen, Steuern (inkl. Umlage), Erträgen aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens und Abschreibungen (EBITDA) von + 28,5 Mio. € (VJ + 21,7 Mio. €) aus. Das Ergebnis vor Steuern (inkl. Umlage), Erträgen aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens und Zinsen (EBIT) beläuft sich dem gegenüber auf + 22,4 Mio. € (VJ 16,4 Mio. €). Das abzuführende Ergebnis beläuft sich auf + 14,7 Mio. € (VJ 9,3 Mio. €). Ursächlich für den Ergebnisanstieg sind im Wesentlichen die positiven Effekte aus der im Vorjahr vorgenommenen Vorsorgerückstellung im Zusammenhang mit dem Restrukturierungsprojekt "Future". Die Erträge aus Beteiligungen sowie aus Gewinnabführungsverträgen belaufen sich auf 19,3 Mio. € (VJ 15,7 Mio. €). Im Geschäftsjahr konnte auch bei weiterhin Corona geprägter Marktlage sowie steigenden Energiepreisen das Planergebnis erreicht werden, da die getroffenen Risikovorsorgen sowie realisierten Kosteneinsparungen wie geplant wirkten. Der am 31. Dezember 2021 ausgewiesene Umsatz liegt mit 211,4 Mio. € (VJ 175,0 Mio. €) deutlich über dem Vorjahresniveau. Wesentliche Ursachen sind hierbei das deutlich gestiegene Primärenergieniveau sowie in Folge auch gestiegene Marktpreise für die Stromdirektvermarktung, die teilweise erheblich über den garantierten EEG-Tarifen lagen. Auch die im Betrachtungszeitraum aufgrund von Witterungseinflüssen gestiegenen Fernwärmemengen tragen zur deutlichen Umsatzsteigerung bei. Die Zunahme der sonstigen betrieblichen Erträge um 1,4 Mio. € steht in direktem Zusammenhang mit der Auflösung von Rückstellungen für Future-Maßnahmen. Die Steigerung des Materialaufwandes um 36,8 Mio. € resultiert im Wesentlichen aus zusätzlichen Stromkosten im Rahmen der Direktvermarktung von Strom sowie aus preis- und mengenbedingt höheren Erdgasbezugskosten. Darüber hinaus lagen auch die Reparaturaufwendungen um 2,1 Mio. € über dem Vorjahresniveau. Der Rückgang der Personalaufwendungen in Höhe von 1,6 Mio. € resultiert aus den im Vorjahr vorgenommenen Vorsorgerückstellungen für das Restrukturierungsprojekt "Future" sowie deren teilweise Inanspruchnahme. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 1,4 Mio. € steht in direktem Zusammenhang mit erreichten Kostenreduzierungen - zum Beispiel bei den Konzernumlagen. Finanzlage Die Gesellschaft finanziert sich über ein Cashpooling mit der STEAG GmbH. Zum Jahresende wird eine Cashpoolverbindlichkeit in Höhe von 26,5 Mio. € ausgewiesen gegenüber einer Cashpoolforderung von 13,6 Mio. € des Vorjahres. Diese Veränderung von -40,1 Mio. € resultiert aus einer Barhinterlegung aus einer Verpflichtung im Rahmen der Sanierungsvereinbarung des STEAG Konzerns und deutlich höheren Forderungen aus der Geschäftstätigkeit zum Jahresende sowie getätigten Investitionen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich zum Jahresende auf 3,7 Mio. €. Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr (VJ) um 51,4 Mio. € auf 296,9 Mio. €. Auf der Aktivseite hat sich das Sachanlagevermögen um 5,3 Mio. € auf 54,1 Mio. € erhöht. Den Zugängen in Höhe von 11,3 Mio. € stehen Abschreibungen in Höhe von 6,1 Mio. € gegenüber. Die Finanzanlagen erhöhten sich um 5,2 Mio. € auf 134,1 Mio. €. Wesentliche Veränderungen ergeben sich durch eine Kapitalerhöhung in Höhe von 9,5 Mio. € für die STEAG New Energies Beteiligungsgesellschaft mbH. Dem gegenüber steht die Tilgung einer Ausleihung an die BMK Biomassekraftwerk Lünen GmbH über 3,1 Mio. €. Das Anlagevermögen beträgt zum Jahresende in Summe 189,4 Mio. € (VJ 179,0 Mio. €) und hat damit einen Anteil an der Bilanzsumme von etwa 63,8 % (VJ 72,9 %). Das Umlaufvermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um 41,2 Mio. € auf 104,7 Mio. € erhöht. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus dem Zugang der Barhinterlegung in Höhe von 25,0 Mio. € sowie den höheren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen über 14,7 Mio. €. Der Rechnungsabgrenzungsposten hat sich gegenüber dem Vorjahr um - 0,2 Mio. € auf 2,8 Mio. € durch die planmäßige Auflösung eines Disagios verringert. Das Eigenkapital hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert und beträgt in Summe 33,1 Mio. €. Die Eigenkapitalquote verschlechterte sich hingegen auf 11,1 % (VJ 13,5 %). Die Verbindlichkeit aus Ergebnisabführung gegenüber der STEAG GmbH in Höhe von insgesamt 14,7 Mio. € (VJ 9,3 Mio. €) wird unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Der Rückstellungsbestand beläuft sich auf 94,6 Mio. € (VJ 87,0 Mio. €). Die Erhöhung resultiert mit 7,9 Mio. € im Wesentlichen aus Pensionsrückstellungen. Das ist hauptsächlich durch eine Veränderung des Pensionszinssatzes induziert. Die Erhöhung der Verbindlichkeiten um 43,7 Mio. € auf 168,9 Mio. € (VJ 125,2 Mio. €) resultiert im Wesentlichen aus dem Aufbau der Cashpoolverbindlichkeiten auf 26,5 Mio. €, den höheren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen (8,0 Mio. €), aus Leasingverbindlichkeiten (5,7 Mio. €) sowie aus einer gestiegenen Ergebnisabführung in Höhe von 5,0 Mio. €. Dem gegenüber steht die planmäßige Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 0,6 Mio. €. 4. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Mitarbeiter Entwicklung der Mitarbeiterzahlen Zum Jahresende 2021 waren bei der STEAG New Energies GmbH 366 Mitarbeiter (ohne Auszubildende) beschäftigt. Der Anteil der weiblichen Beschäftigten betrug 14 Prozent, das Durchschnittsalter der Mitarbeiter lag im Dezember 2021 bei 47 Jahren. Der Personalstand ist gegenüber dem Vorjahr um 11 Mitarbeiter zurück gegangen. Die Auszubildenden der STEAG-Gesellschaften an der Saar werden zentral vom Bereich Personalmanagement der STEAG GmbH geführt. Im Rahmen des Ausbildungsplans werden die Auszubildenden u. a. in verschiedenen Bereichen der STEAG New Energies GmbH ausgebildet. Im Dezember 2021 wurden insgesamt 52 Auszubildende in sieben verschiedenen Berufen ausgebildet. Das entspricht 6,4 Prozent in Relation zum Stammpersonal. Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz Bei STEAG New Energies GmbH ereigneten sich 2021 zwei statistisch relevante Arbeitsunfälle und ein Wegeunfall. Alle drei dieser Ereignisse waren aufgrund ihres Arbeitsausfalls an die Berufsgenossenschaft extern meldepflichtig. Verglichen mit dem Jahr 2020 verringerte sich die Zahl der statistisch relevanten Arbeitsunfälle somit um die Hälfte, von vier auf zwei Unfälle. Bei den Wegeunfällen ist eine deutliche Verringerung von fünf Wegeunfällen in 2020 auf einen Wegeunfall in 2021 zu verzeichnen. Die geringe Anzahl an Unfällen zeigt, dass die ergriffenen Maßnahmen im Laufe des Jahres 2021 erfolgreich waren. Um diese gute Bilanz zu erhalten bzw. weiter zu verbessern, laufen unter präventiven Gesichtspunkten aktuell verschiedene Arbeitsschutzmaßnahmen, u.a. bezüglich der Organisation von Einzelarbeitsplätzen, Unterweisung von Führungskräften und der digitalen Unterstützung von Arbeitsschutzprozessen (z.B. Unterweisungen, Maßnahmensteuerung, Meldung/Dokumentation/Auswertung von Unfallereignissen, etc.). C. Prognose-, Chancen- und Risikenbericht 1. Prognosebericht und Ausblick 2 Die deutsche Wirtschaft lässt die Pandemie langsamer als erwartet hinter sich, denn das immer wieder aufflammende Infektionsgeschehen hat insbesondere die Erholung bei den Dienstleistern mehrmals ausgebremst. Die Industrie leidet - trotz voller Auftragsbücher - unter globalen Störungen der Lieferketten für wichtige industrielle Vorprodukte. Die aktuelle und weitere wirtschaftliche Entwicklung wird allerdings neben der weiterhin bestehenden Corona-Lage auch erheblich durch die Kriegsgeschehnisse in der Ukraine sowie den verhängten Sanktionsmaßnahmen geprägt sein. Die Inflation, die schon vor dem Kriegsausbruch in der Ukraine in Deutschland merklich angestiegen war, getrieben von einem hohen Anstieg der Energiepreise und der Rücknahme der vorübergehenden Senkung der Mehrwertsteuersätze zu Beginn des Jahres 2021, lag 2021 bei 3,1 % und steigt aktuell weiter an. Insgesamt wird angenommen, dass sich die Rückkehr der Wirtschaft auf einen starken Wachstumspfad zeitlich verschieben wird und das Bruttoinlandsprodukt erst 2022 wieder auf das Vorkrisenniveau zurückkehren wird. Darüber hinaus ist aber auch festzuhalten, dass durch die aktuelle Bedrohungssituation durch Russland neue langfristige Herausforderungen auf die deutsche sowie die europäische Wirtschaft zukommen. Besonders hervorzuheben sind die zu erwartenden tiefgreifenden Veränderungen in der Rohstoff- und Energiebeschaffung sowie der zu erwartende verstärkte technologische Wandel zur Erreichung der politisch angestrebten Klimaneutralität. Daher ist es von besonderer Bedeutung die Chancen aus der geplanten Reduktion der Treibhausgasemissionen und der damit verbundenen Transformation hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft zu nutzen. Vor diesem Hintergrund und den angestrebten Erweiterungen des Geschäftes ist der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2022 für die STEAG New Energies GmbH auch weiterhin grundsätzlich positiv zu beurteilen. Für das Geschäftsjahr 2022 wird von einem Umsatz von 189 Mio. € ausgegangen. Positiv wirken sich die im Laufe des Jahres 2021 in Betrieb genommenen Wachstumsprojekte auf die Umsatzentwicklung aus. In dem geplanten Umsatz haben die in den letzten Monaten gestiegenen Marktpreise für Gas und Strom u.a. auch in Folge des Ukrainekonfliktes noch keine Berücksichtigung gefunden. Bereits in den ersten beiden Monaten 2022 konnte eine Umsatzsteigerung von rd. 13 Mio. € erreicht werden. Ohne Berücksichtigung von Sondereffekten wird das für 2022 prognostizierte Ergebnis durch die in Betrieb genommenen Projekte, die im Rahmen des Restrukturierungsprojektes "Future" realisierten Kosteneinsparungen sowie Stromvermarktungspreise trotz der gestiegenen Preise für Gas und Heizöl über dem Vorjahreswert liegen. Die geplanten Investitionen in 2022 belaufen sich auf insgesamt rd. 15 Mio. €, wovon rd. 9 Mio. € für den Ausbau des Neugeschäftes verwendet werden sollen. 2. Chancen- und Risikenbericht Chancenbericht Im Rahmen eines ganzheitlichen Chancen- und Risiken-Managements gilt es, den künftigen Unternehmenserfolg durch die Systematisierung von Risiken, aber auch durch die Identifizierung sich ergebender Chancen zu gewährleisten. Mit dem Projekt FUTURE wurde ein Transformationsprozess eingeleitet, der vornehmlich die Entwicklung von innovativen Energielösungen mit Fokus auf Industriekunden sowie erneuerbaren und dezentralen Energien setzt. Im Rahmen des Projektes erfolgte die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und die Anpassung der bestehenden Strukturen im Hinblick auf sich wandelnde Marktbedingungen sowie eine geänderte staatliche Regulierung. Damit verbunden sind auch Einsparmaßnahmen im Bereich von Sach- und Personalkosten, mit denen eine nachhaltige Verbesserung des Ergebnisniveaus erreicht werden kann. In den für die STEAG New Energies Gruppe relevanten Märkten und Wachstumssegmenten gibt es gute Chancen, das Geschäft erfolgreich weiterzuentwickeln. Die STEAG New Energies Gruppe will die Chancen, die die klimapolitischen Weichenstellungen in Deutschland und Frankreich bieten, nutzen. Dafür soll die bereits bestehende Positionierung im Bereich der Erneuerbaren Energien und der dezentralen Energieversorgung weiter gestärkt werden. Zu diesem Zweck wird im Rahmen von Beteiligungsmodellen angestrebt, mit Partnern in angrenzenden Geschäftsfeldern wie Druckluft und Kälte verstärkt gemeinsam Neuprojekte zu entwickeln und zu realisieren. Risikobericht Aufbau und Organisation des Risikomanagements Die STEAG New Energies Gruppe unterliegt dem umfassenden Risikomanagement des STEAG Konzerns. Dabei bildet die Einbeziehung des Risikomanagementprozesses in die bestehenden Planungs-, Steuerungs-, Kontroll- und Berichterstattungsabläufe die Grundlage des Risikomanagementsystems. Dort werden neben den strategischen, finanzwirtschaftlichen, operativen und sonstigen Risiken gleichzeitig auch die den Risiken gegenüberstehenden Chancen regelmäßig und systematisch kommuniziert und analysiert. Auf diese Weise wirkt das Risikomanagement als strategisches und operatives Steuerungselement auf allen Konzernebenen. Das Risikomanagementsystem ist gemäß der STEAG-Organisationsstruktur dezentral aufgebaut. Die originäre Risikoverantwortung liegt bei den Unternehmensbereichen und Konzerngesellschaften, die für Früherkennung, Abschätzung der Auswirkungen, Erarbeitung und Umsetzung geeigneter Vorsorge- und Sicherungsmaßnahmen sowie für die konzerninterne Kommunikation der Chancen und Risiken verantwortlich sind. Innerhalb dieser Organisationseinheiten koordinieren Risikobeauftragte die jeweiligen Risikomanagementaktivitäten. Für die STEAG New Energies Gruppe nimmt der Bereich Planung und Controlling die Steuerungs- und Kontrollfunktionen für Abläufe und Systeme wahr. Dieser Bereich ist Ansprechpartner für alle Risikobeauftragten und zuständig für die Dokumentation, Information und Koordination auf Konzernebene. Gleichzeitig verantwortet der Bereich die methodische Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems. Das Risikomanagement ist auf allen Ebenen ein wesentliches Element der Controllingprozesse von STEAG. Zu diesen zählen die strategische und operative Planung, die Vorbereitung von Investitionsentscheidungen sowie die Monatsberichterstattungen und Hochrechnungen und ab einem bestimmten Schwellenwert eine Risiko-Sofortberichterstattung. Die STEAG New Energies Gruppe führt einmal jährlich in Verbindung mit der Mittelfristplanung eine umfassende Inventur von Chancen und Risiken durch, die die Sachverhalte kurzfristig für ein Jahr sowie mittelfristig über einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren betrachtet. Alle Sachverhalte werden systematisch erfasst, dokumentiert und hinsichtlich ihrer potenziellen Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Für im Rahmen der Inventur erkannte Chancen und Risiken müssen die Organisationseinheiten Sicherungsmaßnahmen benennen, deren Umsetzung zeitnah verfolgt wird. Dies wird durch monatliche Chancen- und Risikoberichte konkretisiert, in denen Veränderungen bei den bereits identifizierten sowie neu aufgetretenen Sachverhalten, bezogen auf das laufende Jahr, erfasst werden. Gesamtrisikosituation Die identifizierten Risiken unter Berücksichtigung der ergriffenen bzw. geplanten Maßnahmen haben einzeln oder in Wechselwirkung miteinander keine bestandsgefährdenden Auswirkungen auf die STEAG New Energies Gruppe. Die Risiken unterteilen sich in strategische, operative, finanzwirtschaftliche und sonstige Risiken. Strategische und regulatorische Risiken Veränderungen der bestehenden rechtlichen Rahmenbedingungen insbesondere bei der Energiegesetzgebung können die geplanten Investitionen und die Ertragslage der STEAG New Energies Gruppe signifikant beeinflussen. Die Geschäfte der STEAG New Energies Gruppe sind einem dynamischen und starken Wettbewerb ausgesetzt, der die Mengen- und Preisrisiken verstärken kann. So können insbesondere Novellierungen des EEG bzw. des KWKG die Rahmenbedingungen für die Realisierung von Neuprojekten erschweren oder durch den Wegfall von Befreiungstatbeständen das operative Ergebnis im Bestandsgeschäft der STEAG New Energies GmbH (s. u.) unmittelbar beeinflussen. Operative Risiken Derzeit werden aufgrund der Ertragslage der Gesellschaft keine Risiken gesehen, die den Bestand oder die Entwicklung der Gesellschaft gefährden. Die wesentlichen Risiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beeinflussen können, betreffen zum einen Änderungen durch die Umsetzung von Gesetzesnovellen im Bereich der Erneuerbaren Energien. Neben Auswirkungen auf der Absatzseite könnten sich hier höhere Belastungen durch EEG-Umlagen ergeben. Zum anderen bestehen Risiken in der Verschlechterung der Bezugskonditionen für Biomasse, die Verfügbarkeit von Grubengas sowie aus der technischen Verfügbarkeit von Anlagen. Zudem könnten sich aus der geänderten Klimaschutzgesetzgebung zusätzliche Ergebnisbelastungen für CO2-Emissionen ergeben. Zur Risikoreduzierung hat die STEAG New Energies Gruppe organisatorische, kaufmännische und technische Maßnahmen ergriffen. Mit der jüngsten Anerkennung der Separatistengebiete Donezk und Luhansk als unabhängige Staaten und der Militäroffensive in der Ukraine hat der russische Präsident Putin die diplomatischen Bemühungen abgebrochen und am Abend des 24. Februar 2022 einen Angriffskrieg auf die Ukraine begonnen. Infolgedessen haben sowohl die USA als auch die EU und einige weitere Länder massive Sanktionen verhängt bzw. sind dabei, diese sukzessive zu verschärfen. Die politische Lage ist unklar und ändert sich fortlaufend. Die STEAG New Energies GmbH hat die Effekte, die diese Entwicklung auf die Gesellschaft haben könnte, aus heutiger Sicht analysiert. Risiken aus der anhaltenden kriegerischen Auseinandersetzung in der Ukraine und der in diesem Zusammenhang drohenden Verknappung von Erdgaslieferungen aus Russland nach Europa werden Seitens der Regierung durch einen Notfallplan gemindert. In diesem wird die Versorgung von geschützten Kunden, Haushaltskunden und grundlegenden sozialen Diensten, d.h. einem Großteil des Kundenstamms der STEAG New Energies Gruppe, absolute Priorität bei der Versorgung eingeräumt. Zukünftige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der STEAG New Energies GmbH bleiben abzuwarten und können derzeit noch nicht quantifiziert werden. Die Geschäftsführung sieht aufgrund der Analysen die Fortführung des Unternehmens aktuell nicht gefährdet. Finanzwirtschaftliche Risiken Die STEAG New Energies Gruppe unterliegt dem umfassenden Risikomanagement des STEAG Konzerns, dessen Ziel darin liegt, finanzwirtschaftliche Risiken sowohl für den Unternehmenswert als auch für die Ertragskraft des Konzerns zu begrenzen. Handlungsrahmen, Verantwortlichkeiten und Kontrollen sind in internen Richtlinien verbindlich festgelegt. Den Konzernunternehmen obliegen im Rahmen des Marktpreisrisikomanagements die Ermittlung der Risikopositionen sowie deren konzerninterne Kommunikation. Soweit offene Positionen nicht bereits auf dezentraler Ebene geschlossen werden, erfolgt die Steuerung und Absicherung der verbleibenden Konzernrisikopositionen zentral. Finanzwirtschaftliche Risiken sind vor dem Hintergrund der bestehenden Konzernfinanzierung zu beurteilen. Die STEAG New Energies GmbH ist in die konzernweite Cashpool-Finanzierung der STEAG eingebunden. Hierin enthalten ist insbesondere die von STEAG New Energies an STEAG gewährte Ausleihung in Höhe von 67 Mio. €, sowie der Mittelbedarf für die Barhinterlegung gemäß der Sanierungsvereinbarung des STEAG Konzerns. Um jederzeit die Zahlungsfähigkeit und die finanzielle Flexibilität des Konzerns sicherstellen zu können, erstellt der STEAG-Konzern eine mehrjährige Finanzplanung sowie eine monatlich rollierende Liquiditätsplanung für einen Zeitraum von 24 Monaten, aus der die langfristigen Kreditlinien und weitere Finanzierungsmaßnahmen abgeleitet werden. Das Cash-Pooling sowie externe Finanzierungen konzentrieren sich vorwiegend auf die STEAG GmbH sowie spezielle Projektgesellschaften. Im Rahmen des Cash-Poolings werden die Mittel bedarfsgerecht intern an die Konzerngesellschaften, so auch an die STEAG New Energies GmbH, weitergeleitet. Der STEAG-Konzern ist auf Basis der aktuellen Liquiditätsplanung für den Konzern durchfinanziert. Sonstige Risiken Die Geschäftstätigkeit der STEAG New Energies Gruppe birgt geschäftsübliche rechtliche Risiken aus Vertragsbeziehungen zu Kunden und Geschäftspartnern sowie technische Risiken aus dem Anlagenbetrieb. Bei rechtlichen Auseinandersetzungen mit Vertragspartnern wurde nach Aufklärung der Sachverhalte in Abstimmung mit den Fachbereichen in angemessenem Umfang bilanzielle Risikovorsorge gebildet.
Saarbrücken, den 31. März 2022 STEAG New Energies GmbH Die Geschäftsführung Billotet Langner Dr. Laukamp Sigel Bericht des AufsichtsratsTagesordnungspunkt 2 der 59. Aufsichtsratssitzung am 13. MaiDer Aufsichtsrat hat während der Berichtszeit die Geschäftsführung überwacht und beratend begleitet. Die Geschäftsführung hat den Aufsichtsrat regelmäßig über den Geschäftsverlauf und die Lage der Gesellschaft informiert. In drei Sitzungen hat der Aufsichtsrat schriftliche und mündliche Berichte der Geschäftsführung entgegengenommen und erörtert. Alle Maßnahmen, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, sind eingehend beraten worden. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats stand in enger Verbindung mit der Geschäftsführung und wurde laufend über alle wichtigen Geschäftsvorfälle informiert. Der Aufsichtsrat hat sich in drei ordentlichen Sitzungen, die am 3. Mai, 29. Juni und 14. Dezember 2021 stattfanden, mit den für das Unternehmen wesentlichen Fragen beschäftigt. Kein Aufsichtsratsmitglied hat an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen. Das Geschäftsjahr 2021 war weiterhin durch das Corona-Virus geprägt. Der Aufsichtsrat wurde über verschiedene Maßnahmen informiert, um die Gesundheit der Beschäftigten bestmöglich zu schützen und gleichzeitig die Verfügbarkeit der dezentralen Erzeugungsanlagen sicherzustellen. Wesentliche Einschränkungen der Arbeits- und Handlungsfähigkeit im Geschäftsbetrieb der STEAG New Energies GmbH sind nicht eingetreten. In der Projektbearbeitung waren die Zielkunden unterschiedlich stark von der Pandemie betroffen, so dass fehlende Perspektiven und die Kurzarbeit die häufigsten Gründe für Projektverzögerungen waren. Ein weiterer wesentlicher Schwerpunkt der Beratungen und Genehmigungen war das Zukunftskonzept Fernwärmeschiene Saar mit dem Ziel, die Wärmeversorgung der Fernwärmeschiene Saar unabhängig von den Steinkohleblöcken am Standort Völklingen-Fenne zu machen. Hierzu konnten das erdgasbasierte Heizwerk in Saarlouis und die zwei mobilen Heizzentralen in Völklingen planmäßig in Betrieb genommen werden. Darüber hinaus konnten die sechs modernisierten Grubengasmotoren des Motorenheizkraftwerks am Standort Völklingen-Fenne in Betrieb genommen werden. Zur Optimierung der Wärmebereitstellung am saarländischen Standort Quierschied hat der Aufsichtsrat den Neubau von zwei weiteren Blockheizkraftwerken und eines Wärmespeichers zugestimmt. Im Bereich Druckluftversorgung konnten die beiden Druckluftprojekte an den STEAG-Standorten in Dresden und Herne erfolgreich umgesetzt werden. Der Aufsichtsrat wurde ausführlich über den aktuellen FUTURE-Prozess und dessen Auswirkungen auf das Geschäft der STEAG New Energies GmbH informiert. Der Aufsichtsrat hat den Maßnahmen zur Umsetzung des Sanierungskonzeptes, wie im Sanierungsgutachten vorgesehen, im schriftlichen Verfahren zugestimmt. Im Bereich der Windenergie konnte der Bau der Windenergieanlage auf der Mottbruch-Halde in Gladbeck abgeschlossen werden. Die Anlage wurde Anfang 2022 in Betrieb genommen. Die Entwicklung von weiteren Windparks in Frankreich wird weiter intensiviert. Herr Dietmar Geuskens hat sein Aufsichtsratsmandat mit Wirkung zum Ablauf des 30. September 2021 niedergelegt. Als sein Nachfolger wurde Herr Heiko Metzger mit Wirkung ab 4. November 2021 bestellt. Zudem hat Herr Joachim Rumstadt sein Aufsichtsratsmandat bei der STEAG New Energies GmbH mit Wirkung zum Ablauf des 15. Dezember 2021 niedergelegt. Herr Dr. Andreas Reichel wurde mit Wirkung ab 16. Dezember 2021 zum Mitglied des Aufsichtsrats der STEAG New Energies GmbH gewählt. Mit Schreiben vom 17. Dezember 2021 wurde im schriftlichen Verfahren Herr Dr. Ralf Schiele mit sofortiger Wirkung zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats der STEAG New Energies GmbH gewählt. Der Jahresabschluss der STEAG New Energies GmbH zum 31. Dezember 2021 ist durch die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft worden. Sie hat dem Abschluss den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Prüfungsbericht der Abschlussprüfer wurde allen Mitgliedern des Aufsichtsrats ausgehändigt. Der Aufsichtsrat schloss sich nach eigener Prüfung dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an und erhob gegen den Bericht keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat billigt den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 und empfiehlt der Gesellschafterversammlung, den Jahresabschluss festzustellen. Der Aufsichtsrat dankt der Geschäftsführung und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der STEAG New Energies GmbH für ihren Einsatz und die geleistete Arbeit.
Essen, 13. Mai 2022 Der Aufsichtsrat Dr. Ralf Schiele, Vorsitzender Sonstige BerichtsbestandteileDer Jahresabschluss wurde am 16.05.2022 festgestellt. |
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