Stammdaten

Register
Amtsgericht Offenbach am Main HRB 50353
Eingetragen
4.10.2017
Branche
Vermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger mittels CarsharingVermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von mehr als 3,5 tVermittlungstätigkeiten für die Vermietung und das Leasing von Autos, Wohnmobilen und Anhängern
Gegenstand
(a) die Vermietung von Kraftfahrzeugen auch Carsharing - sowie die Vermittlung von Mietverträgen über Kraftfahrzeuge; (b) die Verwaltung von Kraftfahrzeugflotten und Kraftfahrzeugzubehör (Fuhrparkmanagement); (c) die Erbringung von Logistikleistungen wie Shuttledienste, Fahrzeugverbringung und -transporte oder Fahrzeugaufbereitung; (d) im Zusammenhang mit Geschäften gemäß lit. (a), (b) oder (c): (i) die Vermittlung von Leasinggeschäften, Versicherungen und Finanzierungen, soweit dafür keine besonderen Erlaubnisse erforderlich sind; (ii) der Handel mit und die Vermittlung von kraftfahrzeugbezogenen Waren sowie die Erbringung und Vermittlung von kraftfahrzeugbezogenen Dienstleistungen; (iii) die Verwertung von und der Handel mit Kraftfahrzeugen, Kraftfahrzeugersatzteilen und Kraftfahrzeugzubehör. e) die Erbringung von Lackierarbeiten aller Art, Smart Repair und Karosseriebau

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marcus Müller
seit 4.10.2017
Geschäftsführer
Frank Müller
seit 4.10.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Autohaus Best GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Best Holding GmbH & Co KG

Mühlheim am Main

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021

1. Grundlagen des Konzerns

Der Best Konzern ist eine Automobilhandelsgruppe mit fünf Standorten im Rhein-Main-Gebiet.

Konzernobergesellschaft ist die Best Holding GmbH & Co. KG mit Sitz in Mühlheim am Main. Der Best Konzern umfasst neben dieser Gesellschaft die folgenden Einzelgesellschaften: Autohaus Best GmbH, Hansheinrich Hess GmbH, Best Mobility GmbH, Automobilpartner Hanau AG, Autohaus Gelnhausen Geiger & Liebsch GmbH & Co. KG, Geiger & Liebsch GmbH, Best Group GmbH & Co. KG sowie Best Group Verwaltungs GmbH.

Der Best Konzern ist spezialisiert auf den Vertrieb von Neu- und Gebrauchtwagen der Marken Audi, VW, VW Nutzfahrzeuge und Skoda, auf den Vertrieb von Ersatzteilen und Zubehör, die Durchführung von Reparaturen, Werkstatt- und Kundendienstleistungen als Vertragswerkstatt sowie die Vermietung von Fahrzeugen. Unsere Gruppe ist einer der größten VW, Audi und Skoda Partner im Rhein-Main-Gebiet. Wir vermarkten jährlich knapp 11.000 Neu- und Gebrauchtwagen und führen über 65.000 Serviceaufträge durch.

Wir sind an den Standorten Mühlheim am Main mit unserem VW und Audi Autohaus sowie mit unserem markenunabhängigen Gebrauchtwagen- und Karosserie-Center tätig, sowie am Standort Offenbach mit der Marke Skoda.

Am Standort Büdingen-Düdelsheim sind wir mit der Hansheinrich Hess GmbH mit der Marke VW, Neu- und Gebrauchtwagenverkauf sowie Service vertreten. Des Weiteren haben wir an unserem Standort in Büdingen-Düdelsheim die Freizeitmobile Marke "Etrusco" im Vertriebsangebot.

Das VW Nutzfahrzeugzentrum sowie das Logistikzentrum betreiben wir von unserem Standort in Mühlheim aus.

Unsere Tochtergesellschaft Automobilpartner Hanau AG betreibt das Audi Zentrum Hanau, in dem Neu- und Gebrauchtwagen der Marke Audi, Ersatzteile und Zubehör vertrieben sowie Werkstattleistungen erbracht werden.

Die Autohaus Gelnhausen Geiger & Liebsch GmbH & Co. KG ist am Standort Linsengericht mit den Marken VW und Audi vertreten. Hier werden ebenfalls Ersatzteile und Zubehör vertrieben sowie Werkstattleistungen erbracht.

Unsere Konzerngesellschaft Best Mobility GmbH hat die Aufgabe, sich als Mobilitätsdienstleister am Markt zu positionieren. Der Schwerpunkt ist dabei zunächst das Thema Autovermietung, welcher jedoch ab dem Geschäftsjahr 2021 um Lackierungen und Karosseriebau erweitert wurde.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das weltwirtschaftliche Umfeld wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 erneut sehr stark durch die Corona-Pandemie geprägt. Nachdem 2020 noch ein Rückgang des Bruttoinlandsproduktes von 4,6 % verzeichnet wurde, konnte dieses preisbereinigt um 2,7% im Vorjahresvergleich gesteigert werden.

Dämpfend auf eine sonst noch stärkere Erholung wirkten sich notwendige weitere Eindämmungsmaßnahmen aus, um die Infektionswellen zu brechen.

Ausgelöst durch die weltweite Erholung kam es zu massiven Lieferengpässen von Rohstoffen und Vorleistungsprodukten, insbesondere Halbleiter, Metalle aber auch Holz und Plastik. Auch wurden Lieferketten durch ein Schiffsunglück im Suez Kanal oder ungleiche Containerverteilungen schwer belastet.

Fiskalpolitische Maßnahmen wie die Abschaffung des Solidaritätsbeitrages und die Erhöhung des Kindergeldes führten zu einem stabilen privaten Konsum, der preisbereinigt aber durch die einschränkenden Corona-Maßnahmen auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres lag.

Die staatlichen Konsumausgaben stiegen um 3,4%, die Ausrüstungsinvestitionen stiegen auch begünstigt durch das immer noch sehr niedrige Zinsumfeld.

Die Erholung der Weltkonjunktur sorgte auch dafür, dass ein Exportüberschuss erwirtschaftet wurde. Stiegen die Importe um 8,6% an, konnte bei den Exporten eine Zunahme von 9,4% erreicht werden.

Die Schuldenquote der öffentlichen Haushalte lag bei ca. 71% und damit deutlich unter der gewünschten 60% Grenze laut Maastrichter Vertrag. Die Neuverschuldung belief sich auf über 150 Mrd. Euro, was einem Anteil von 4,3% am Bruttoinlandsprodukt entspricht.

Die Arbeitslosenquote lag mit 5,7% nochmals um 0,2% niedriger als im Vorjahr.

Gleichzeitig ist das Inflationsniveau deutlich vorangeschritten. Der Verbraucherpreisindex lag im Jahresdurchschnitt bei 3,1%, allein im Dezember betrug der Wert über 5%. Viele Sondereffekte wirken sich preistreibend aus, insbesondere der Energiesektor ist ein großer Preistreiber.

Die branchenspezifischen Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr 2021 zeigten ebenfalls spürbare Folgen aufgrund der Corona-Pandemie. Insbesondere die deutlich verschlechterte Lieferfähigkeit der Hersteller war sehr herausfordernd für alle Marktteilnehmer.

Der deutsche Pkw-Markt litt im letzten Jahr unter dem anhaltenden Einfluss der Corona-Pandemie und die u.a. dadurch entstandene Versorgungslücke im Bereich Halbleiter, die für die Produktion von Neufahrzeugen essenziell sind, hat im Geschäftsjahr 2021 den deutschen Markt spürbar negativ beeinflusst. Die Neuzulassungen des Jahres 2021 liegen mit insgesamt 2,62 Millionen PKW-Zulassungen um 10,1% niedriger als im bereits coronabedingt schwachen Jahr 2020 (- 19% vs. 2019). Die Zulassungen von Neuwagen des Jahres 2021 verteilen sich mit 65,4 Prozent (-6,5 %) auf gewerbliche und 34,6 Prozent (-16,3 %) auf private Sphäre.

Die Neuzulassungsbilanz der deutschen Marken hat sich in 2021 unterschiedlich entwickelt. Die Marken Smart (+49,7 %), Opel (+10,7 %) und Porsche (+9,9 %) haben ein ordentliches Plus. Die restlichen deutschen Marken können jedoch nicht auf eine positive Neuzulassungsbilanz zurückblicken, sondern das Jahr 2021 entwickelte sich rückläufig. Am negativsten waren die Marken Ford (-35,0 %) und Mercedes (-25,7 %) betroffen. Trotz eines Rückgangs (-6,8 %) konnte VW mit einem Anteil von 18,7 % seine Marktführerstellung behaupten.

Eine moderate aber zunehmende Verlagerung des Anteils von benzinbetriebenen & dieselbetriebenen Pkw zu alternativen Antriebsarten ist nicht zu übersehen. Während der Anteil benzinbetriebener Pkw (972.588/-28,6 %) im Vergleich zum Vorjahr mit 37,1 % deutlich unter dem Vorjahresniveau (46,7 %) lag, ist der Anteil dieselbetriebener Pkw (524.446/-36,0 %) in der Jahresbilanz mit 20,0 Prozent (Vorjahr: 28,1 %) ebenfalls spürbar rückläufig.

Anders ist die Entwicklung bei den alternativen Antriebsarten, welche das Jahr 2021 weitestgehend mit Zuwachs abschließen konnten. Die hybridangetriebenen Fahrzeuge (754.588; +43,0 %) erreichten einen Anteil von 28,8 Prozent, darunter bildeten 325.449 Plug-in-Hybride (+62,3 %) einen Anteil von 12,4 %. Die Elektro-Pkw (BEV) erzielten mit 355.961 Zulassungen einen Anteil von 13,6 %, welcher eine Steigerung von +83,3 % bedeutet. Die flüssiggasbetriebenen Pkw kommen mit 10.118 Neuzulassungen, welche einen Anstieg von 54,6 % bedeuten, auf einen Anteil von 0,4 %. Lediglich die Entwicklung bei den erdgasangetriebenen Pkw mit 3.916 Zulassungen und somit einem Anteil von 0,1 %, ist mit -45,3 % rückläufig.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Jahresbilanz 2021 des Gebrauchtfahrzeugmarktes mit 7,8 Millionen (-3,8 %) umgeschriebenen Kfz und 0,4 Millionen Kfz-Anhängern (+5,5 %) rückläufig. In 2021 haben mehr als 6,7 Millionen Pkw, was ebenfalls im Vergleich zum Vorjahr mit -4,5 % rückläufig ist, im Laufe des Jahres den Halter beziehungsweise die Halterin gewechselt.

Die Entwicklung des Jahres 2022 wird sicherlich durch die Versorgungsproblematik im Bereich der Halbleiter geprägt sein. Im Vergleich zum Jahr 2021 rechnet der Verband der Automobilindustrie mit ca. 7% mehr Neuwagenzulassungen. Die Absatzprognose für 2022 liegt mit 2,8 Millionen PKW-Neuzulassungen deutlich unter dem Niveau, welches vor der Pandemie vorzufinden war: Von dem Niveau der PKW-Neuzulassungen des Jahres 2019 (3,6 Millionen) ist der Markt noch ein gutes Stück entfernt.

Auch in 2022 kann davon ausgegangen werden, dass die alternativen Antriebe in Form der Hybridisierung und Elektrifizierung weiterhin an Bedeutung und somit auch an Marktanteil gewinnen werden. Hierbei geht der Verband der Automobilindustrie davon aus, dass ca. 750.000 Autos mit alternativen Antrieben unter den Neuzulassungen des Jahres 2022 sein werden.

Die Auswirkungen der Versorgungsengpässe machen sich auch in den ersten acht Monaten des Jahres 2022 deutlich bemerkbar. Des Weiteren werden die Versorgungsengpässe zusätzlich durch die Auswirkungen des Ukraine-Krieges verschärft, da der Krieg negativen Effekt auf die Abläufe von Zulieferketten hat. Zwar haben die Hersteller Anpassungen innerhalb der Versorgungsketten angestoßen. Diese Anpassungen können aber kurzfristig den negativen Effekt nicht vollumfänglich kompensieren und somit auch den vorliegenden Versorgungsengpass nicht zufriedenstellend beheben.

Gemäß der Pressemitteilung des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) wurden bundesweit im August 2022 insgesamt 199.183 Pkw neu zugelassen und folglich 3,0 % mehr als noch im Vorjahresmonat. Die Neuzulassungen für gewerbliche Halter nahmen um 2,8 % zu, ihr Anteil betrug 62,9 %. Die privaten Neuzulassungen stiegen um 3,4 % an. Des Weiteren berichtet das KBA, dass im August 2022 im Vergleich zum August 2021 die Elektro- (BEV) Pkw ein Plus von +10,9 % erreicht haben und folglich ihr Anteil an den Neuzulassungen 16,1 % betrug. Auch die anderen Antriebsarten konnten im August 2022 im Vergleich zum August 2021 zulegen. Der größte Anteil an den Neuzulassungen entfiel auf die Benziner (34,9 %/+1,2 %), gefolgt von den Hybriden (30 %), darunter Plug-in-Hybride (12,4 %) und Pkw mit Dieselantrieb (18,2 %/+6,3 %). Flüssiggas- und erdgasbetriebene Pkw erreichten zusammen einen Anteil von 0,6 %, wobei die Anzahl der Flüssiggasfahrzeuge im Vergleich zum Vorjahresmonat um 53,0 % zunahm, die der Erdgasfahrzeuge ging um 19,6 % zurück.

Die Neuzulassungen in den ersten 8 Monaten des Jahres 2022 (rund 1,6 Million) liegen mit rund 10 % hinter den Neuzulassungen des Jahres 2021. Diese negative Entwicklung ist im Wesentlichen auf den Mangel an Vorprodukten in der Produktion zurückzuführen. Ob eine Entspannung in den Versorgungsengpässen in den verbleibenden Monaten erreicht werden kann, ist von der Entwicklung der Versorgungssituation für die Fahrzeugproduktion abhängig. Insgesamt wird jedoch im Laufe des Jahres 2022 von den Herstellern eine Entspannung prognostiziert.

2.2 Geschäftsverlauf

Das Konzerngeschäftsjahr 2021 war maßgeblich, jetzt das 2. Jahr in Folge, durch die immer noch alles überlagernde Corona Pandemie geprägt. War zwischenzeitlich im Pandemieverlauf die Hoffnung auf ein Überwinden durchaus angebracht, wurde diese durch immer neue auftretende Virusvarianten und damit verbundene notwendige Gegenmaßnahmen ausgebremst. Zumindest im Umgang mit verschiedenen Schutzmaßnahmen im Krisenmodus stellte sich eine gewisse Routine für Unternehmen, Mitarbeiter und unsere Kunden ein, so dass das Tragen von Masken, Abstandhalten und Desinfizieren Einzug in den Alltag gehalten hat. Positiv zu erwähnen ist, dass auch in dieser Krise eine Lernkurve innewohnt. In Bezug auf den Ort der Leistungserbringung wurde klar, dass nicht jede Tätigkeit der Anwesenheit vor Ort bedarf - ebenso muss nicht jedes Meeting alle Teilnehmer physisch an einem Ort versammeln. Die Art zu arbeiten hat sich deutlich verändert, hin zu einer neuen Balance zwischen Home-Office und unabdingbarer Präsenz im Betrieb.

Tatsächlich erlebten wir als Automobilhandelskonzern aber, durchaus auch erfreulicherweise die ausgeprägte Bereitschaft einiger Privatkunden, die kaum vorhandene Möglichkeit, anderweitig z.B. in Reisen, Freizeitaktivitäten, Gastronomie und Kultur zu konsumieren, dann durch den Kauf eines neuen oder gebrauchten PKW zu kompensieren. In Verbindung mit einer weiterhin unerwartet stabilen Nachfragesituation bei den Gewerbekunden, insbesondere auch den Großkunden, entstand, ausgelöst durch Lieferengpässe, eine Angebotsverknappung, die es in dieser Ausprägung in unserer Branche seit der Wiedervereinigung Deutschlands nicht mehr gab. Die Auswirkungen auf das Preisgefüge waren dementsprechend. Die Hersteller kürzten die Werbekostenzuschüsse massiv. Auch wir konnten die jahrelang durch Überproduktion ausgelöste überhitzte Preisrally umkehren und die Qualität unserer Geschäfte deutlich steigern. Die Herausforderung für das Management bestand also durchaus auch darin, den knapperen Bestand preisstabil zu vermarkten und der jahrelang gewohnten Nachlasserwartung Einhalt zu gewähren.

Abgebildet wird diese besondere Situation auch in den für unsere Verhältnisse sehr niedrigen Fahrzeugbeständen mit entsprechend deutlich geringerem Wertkorrekturbedarf. Die Altersstruktur der Bestände ist ebenfalls durch den hohen Umschlag sehr niedrig.

In Summe sind wir sehr zufrieden mit dem abgelaufenen Konzerngeschäftsjahr 2021 und konnten unseren eingeschlagenen Erfolgskurs der Vorjahre weiter fortsetzen und sogar ausbauen. Diese Leistung ist insbesondere vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen einzuordnen. Basis dieser guten Geschäftsentwicklung bleibt die außerordentlich gute Kundenloyalität durch eine durchgängig im Vertrieb und Service erzielte hohe Kundenzufriedenheit.

Weiterhin stabilste und erfolgreichste Ertragsquelle im Neuwagenbereich ist das Großkundengeschäft. Hier haben sich die Investitionen in den konsequenten Ausbau unseres Großkunden-Leistungszentrums als folgerichtig erwiesen. Neben der Markenakzeptanz bei Fuhrparkverantwortlichen machen sich die besonderen und langjährigen Kundenbindungen bemerkbar. Auch der Servicegedanke wird durch unseren Hol- und Bringservice nachhaltig gestützt. Professionelles Auftreten und nachhaltige Kundenbindung sind unsere Erfolgsfaktoren.

Im Ergebnis haben das sehr starke Großkundengeschäft, auch geprägt von der Gewinnung von mehreren neuen Kunden, der trotz der Corona Pandemie starken Serviceauslastung im 2. Halbjahr, dem überdurchschnittlich guten Gebrauchtwagengeschäft sowie der erfolgreichen Implementierung unseres Online-Sales Teams und einer deutlich verbesserten Qualität im Einzelkundengeschäft zu einem besonderen Konzerngeschäftsjahr geführt.

Bestärkt durch diese erfreuliche Entwicklung wurden die begonnenen Erweiterungsinvestitionen in dem Gebrauchtwagenlogistikzentrum annähernd zum Abschluss gebracht. Die damit verbundenen Vorteile in den Arbeitsabläufen wurden erstmals spürbar und führten zu deutlich kürzeren Durchlaufzeiten.

Ebenso konnte die Zusammenarbeit innerhalb der Best Group weiter ausgebaut und professionalisiert und damit Synergien in den Bereichen Marge, Finanzdienstleistungen und Marketing generiert werden.

Weitere wesentliche Weichenstellungen für die Zukunft des Konzerns waren der Erwerb von weiteren 37,95% der Anteile an der Automobilpartner Hanau AG von der APM AG, sowie die vollständige Integration der Autohaus Schmitt GmbH in Freigericht durch den Erwerb von 100% der Geschäftsanteile, nachdem im Vorfeld das zunächst erforderliche Herauslösen der Gesellschaft aus der Best Group erfolgte.

Entwickelt aus regelmäßig stattfindenden Strategietagen im Gremium aller Geschäftsführerkollegen des BEST-Konzerns wurde beschlossen, in externer Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut, ein in Summe 20-tägiges Projekt zum Thema Nachhaltigkeit in die Umsetzung zu bringen. Auf Basis eines sogenannten Greenbooks werden konkrete Maßnahmen definiert, um unserer Verantwortung für nachfolgende Generationen noch besser gerecht werden zu können.

Insgesamt können wir trotz der Corona-Pandemie von einem äußerst erfolgreichen Konzerngeschäftsjahr sprechen.

Mit einer Gesamtleistung von 234,3 Mio. Euro (Vj. 232,4 Mio. Euro) konnte ein Konzernergebnis vor Steuern und Zinsen in Höhe von 10,8 Mio. Euro (Vj. 5,9 Mio. Euro) erwirtschaftet werden. Das entspricht einer Umsatzrendite vor Steuern von ca. 4,6% (Vj. 2,6%). Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben sich die Ergebnisse aller Standorte überwiegend deutlich positiv entwickelt, insbesondere das Stammhaus in Mühlheim zeigte mit Nachdruck, dass die eingeleiteten Maßnahmen erfolgreich umgesetzt werden konnten.

2.3 Ertragslage

2021 2020 Veränderung 2021/2020 Veränderung 2021/2020
TEuro TEuro TEuro %
Umsatzerlöse inklusive Bestandsveränderung 234.294 232.427 1.867 0,80%
Materialaufwand -176.968 -181.692 -4.724 -2,60%
Personalaufwand -32.997 -30.572 2.425 7,93%
Abschreibungen -4.077 -4.487 -410 -9,14%
Sonstiger Betriebsaufwand./.Übrige betriebliche Erträge -9.441 -9.717 -276 -2,84%
Finanzergebnis -747 -881 -134 -15,21%
Ertragsteuern -2.822 -1.408 1.414 >100,0%
Sonstige Steuern -136 -133 3 2,26%
Konzernjahresüberschuss 7.106 3.538 3.569 >100,0%

Der Best Konzern erzielte in 2021 Umsatzerlöse in Höhe von 234,3 Mio. Euro (Vj. 232,4 Mio. Euro). Die Umsatzerlöse wurden im Wesentlichen durch den Verkauf von Neu- und Gebrauchtwagen erzielt. Die Umsatzerlöse verteilten sich mit 201,0 Mio. Euro bzw. 85,8 % (Vj. 199,7 Mio. Euro bzw. 85,9 %) auf den Verkauf von Neu- und Gebrauchtfahrzeugen der Marken VW, VW Nutzfahrzeuge, Audi und Skoda, die restlichen 33,2 Mio. Euro bzw. 14,2 % (Vj. 32,7 Mio. Euro bzw. 14,1 %) wurden aus Werkstattleistungen und sonstigen Dienstleistungen erlöst. Alle Umsätze werden an den Standorten in Deutschland erzielt.

Unser Materialeinsatz von 75,5 % der Umsatzerlöse liegt im branchenüblichen Bereich.

Ebenso ist unser Personalaufwand, der bedingt durch die größere Aufbauorganisation sowie Anpassungen durch tarifliche Lohn- und Gehaltssteigerungen gestiegen ist, mit einer Quote von 14,1 % im Branchendurchschnitt.

Nach Abzug der Steuern vom Einkommen und Ertrag und der sonstigen Steuern lag der Konzernjahresüberschuss bei 7,1 Mio. Euro (Vj. 3,5 Mio. Euro).

2.4 Finanzlage

Die positive Ertragslage unseres Konzerns in den vergangenen Jahren spiegelt sich auch in der Finanzlage wider, die nach wie vor als sehr stabil zu bezeichnen ist. Die Ausstattung mit liquiden Mitteln ist sehr gut. Investitionen wurden aus dem laufenden Cash-Flow getätigt.

Dem Umsatz und Bestandsvolumen entsprechend wurden Kreditrahmenverträge mit der VW Bank vereinbart, die unserem Volumen vorausschauend Rechnung tragen. Die Verbindlichkeiten resultieren im Wesentlichen aus der Finanzierung von Fahrzeugen. Nach wie vor ist ein großer Teil des Bestandes aus eigenen Mitteln finanziert.

Wir waren jederzeit in der Lage, unsere laufenden Verbindlichkeiten zu begleichen. Unsere Finanzlage ist durch die im Branchendurchschnitt weit überdurchschnittliche Ausstattung mit Eigenmitteln als langfristig gesichert einzustufen. Unseren Zahlungsverpflichtungen konnten wir jederzeit nachkommen.

31.12.2021 31.12.2020
in T€ in % in T€ in %
Eigenkapital 29.803 32,91 23.732 24,24
Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter 1.811 2,00 3.593 3,70
Fremdkapital
Rückstellungen 6.940 7,66 6.006 6,10
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 31.191 34,44 40.993 41,90
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.171 17,86 17.712 18,10
Verbindlichkeiten gegenüber persönlich haftenden Gesellschaftern 4 0,00 0 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Kommanditisten 356 0,39 284 0,30
Sonstige Verbindlichkeiten 4.274 4,72 5.566 5,70
Rechnungsabgrenzungsposten 9 0,01 0 0,00
Passiva 90.559 100,00 97.884 100,00

Das Eigenkapital des Konzerns beträgt zum 31. Dezember 2021 29.803 TEuro (Vj. 23.732 TEuro) und somit 32,91 % (Vj. 24,24 %) des Gesamtkapitals. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von 21.630 TEuro (Vj. 32.008 TEuro) innerhalb eines Jahres fällig und betreffen im Wesentlichen die Einkaufsfinanzierung der Fahrzeuge.

Liquidität:

2021 2020
in TEuro in TEuro
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 19.533 14.267
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -3.523 -4.181
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -3.313 -694
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 12.697 9.392
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode -27.115 -36.507
Finanzmittelfonds am Ende der Periode -14.418 -27.115

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr 19.533 TEuro (Vj. 14.267 TEuro). Die Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr resultiert aus der deutlichen Reduzierung von Fahrzeugbeständen im Anlage- als auch im Umlaufvermögen.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit zeigt im Wesentlichen unsere hohen Investitionen in das sonstige Sachanlagevermögen zum Ausbauen unserer Standorte - insbesondere des Standorts Mühlheim.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit hat sich im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert. Die Verschlechterung des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit ist im Wesentlichen auf die konsolidierungskreisbedingte Änderung zurückzuführen, welche aus der Anteilsaufstockung an der Automobilpartner Hanau AG entstanden ist.

Die Liquiditätslage des Konzerns ist grundsätzlich als sehr solide zu bezeichnen. Vorhandene Kontokorrentlinien wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz der guten Eigenmittelausstattung in einzelnen Konzerngesellschaften zur Zwischenfinanzierung in Anspruch genommen. Die freien, zum 31.12.2021 nicht genutzten Kreditlinien im Konzern betragen 42.230 TEuro (im Vorjahr: 21.670 TEuro).

2.5 Vermögenslage

31.12.2021 31.12.2020
in T€ % in T€ %
Anlagevermögen 36.258 40,04 36.113 36,89
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.622 1,79 323 0,33
Sachanlagen 33.431 36,92 34.501 35,25
Finanzanlagen 1.205 1,33 1.289 1,32
Umlaufvermögen 54.271 59,93 61.732 63,07
Vorräte 32.581 35,98 39.991 40,86
Forderungen 6.245 6,90 8.405 8,59
Sonstige Vermögensgegenstände 9.987 11,03 9.517 9,72
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 5.458 6,03 3.819 3,90
Rechnungsabgrenzungsposten 30 0,03 39 0,04
Aktiva 90.559 100,00 97.884 100,00

Unter den immateriellen Vermögensgegenständen werden Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 1.585 TEuro (Vj. 282 TEuro) ausgewiesen. Aus der Anteilsaufstockung an der Automobilpartner AG resultierte ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 1.065 TEuro, welcher planmäßig über die erwartete betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben wird. Die Abschreibungen auf die Geschäfts- oder Firmenwerte betragen im Geschäftsjahr 2021 83 TEuro (Vj. 56 TEuro).

Investitionen:

Die größten Investitionen erfolgen grundsätzlich in den Bestand an Vorführwagen und Vermietungsfahrzeugen. Der wesentliche Posten des Umlaufvermögens, die Vorräte, betragen zum Stichtag 32.581 TEuro (Vj. 39.991 TEuro). Unter den Vorräten werden die Bestände an Neu- und Gebrauchtwagen ausgewiesen, sowie die Ersatzteile und Zubehör. Notwendige Wertberichtigungen für Gebrauchtwagen werden berücksichtigt. Wesentliche Abwertungen mussten im Geschäftsjahr nicht vorgenommen werden. Der Rückgang resultiert aus dem Rückgang der Bestände an allen Standorten aufgrund des gestiegenen Geschäftsvolumens und der positiven Entwicklung auf dem Gebrauchtwagenmarkt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entfallen im Wesentlichen auf Forderungen aus dem Verkauf von Neu- und Gebrauchtwagen. Es ergaben sich im Geschäftsjahr keine wesentlichen Einzel- und Pauschalwertberichtigungen.

2.6 Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Das Konzernergebnis nach Steuern konnte im Vergleich zum Vorjahr deutlich um TEUR 3.569 gesteigert werden. Der Konzern schließt das Geschäftsjahr 2021 mit einem Jahresüberschuss von TEUR 7.106 ab. Die Umsatzrentabilität vor Steuer beträgt 4,6 % und liegt damit deutlich über dem Branchendurchschnitt in Höhe von 1,7 %. Wir haben ein sehr starkes und weit überdurchschnittliches Geschäftsjahr erlebt, das als Ausdruck der aktuellen Marktstellung des Konzerns gewertet werden darf. Die Herausforderungen einer Branche im Wandel und die Spätfolgen der Pandemie werden uns jedoch weiterhin alle Kräfte abverlangen. Die Ergebnisse in 2021 als auch die getätigten Investitionen lassen uns jedoch positiv in die Zukunft blicken.

Hervorzuheben sind die sehr guten Ergebnisse unseres Großkunden-Leistungszentrums. Hiervon profitieren alle Marken (Audi, Skoda und VW) und Standorte in gleichem Maße.

Neben den betriebswirtschaftlichen Ergebnissen bilden weiterhin die sehr hohe Mitarbeiterzufriedenheit und die damit elementar zusammenhängende, weit überdurchschnittliche Kundenzufriedenheit das Fundament unserer Konzernentwicklung. Wir investieren sehr stark sowohl quantitativ als auch qualitativ in unsere Mitarbeiter. Hier sehen wir den maßgeblichen Hebel zur Differenzierung im Wettbewerb. Die Loyalität gegenüber unserem Haus ist entsprechend hoch und führt ebenso zu einer starken Arbeitgeberattraktivität am Markt.

2.7 Gesamtaussage zur Lage des Konzerns

Nach der deutlichen Trendwende im Geschäftsjahr 2019 konnte die positive Gesamtentwicklung in den Geschäftsjahren 2020 und 2021 fortgesetzt werden. Der Konzern verbesserte die Ergebnisse signifikant in fast allen Bereichen. Bei gleichen Umsatzerlösen konnten insbesondere die Erträge deutlich gesteigert werden.

Durch die Optimierung der operativen Prozesse werden nachhaltige Ertrags-Erfolge realisiert. Investitionen wurden trotz der aktuellen Corona-Pandemie getätigt und versprechen auch für das Geschäftsjahr 2022 positive Entwicklungen.

Mit Blick auf die Umsatzrendite im Geschäftsjahr 2021 heben wir uns deutlich vom Durchschnitt des Marktes ab.

Der Konzern zeichnet sich durch sicheres und nachhaltiges Wachstum aus. Investitionsentscheidungen werden solide getroffen. Größtes Kapital bleibt eine hochmotivierte Belegschaft, die sich durch eine sehr hohe Loyalität auszeichnet. Insbesondere hier werden wir weiterhin stark in die Qualifizierung der Mitarbeiter und die Bindung zu unserem Haus investieren. Auch die hohe Kundenzufriedenheit ist ein wesentlicher Faktor unseres Erfolgs.

Trotz der starken Netzkonsolidierung des Herstellers konnten alle Standortverträge der Gruppe gehalten werden, was uns auch langfristig zu einem systemrelevanten Partner macht. Aktuell gehören wir mit der Best Auto-Familie zu den 50 größten Automobilhandelsunternehmen in Deutschland, gemessen an den Kriterien Umsatz, Absatz und Mitarbeiterzahl.

Weiterhin bietet uns die APM AG im Hintergrund seit ihrer Gründung im Jahr 2003 beste Voraussetzungen, den Anforderungen des Marktes von Morgen gewachsen zu sein. Unsere langjährige Kooperations-Gesellschaft basiert auf der vertrauensvollen Zusammenarbeit und Wertschätzung zwischen den Geschäftsführerkollegen, Protagonisten und Aktionären und zahlt sich nachhaltig betriebswirtschaftlich und strategisch aus.

Die wirtschaftliche Situation des Konzerns ist als sehr stabil einzustufen. Der Konzern ist solide finanziert und verfügt über ausreichende Eigenmittel. Die geschäftliche Entwicklung im Geschäftsjahr war äußerst zufriedenstellend.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognosebericht

Die acht Monate des laufenden Geschäftsjahres verlaufen weiterhin sehr stabil. Zwar sind wir im Umsatz unter Vorjahres- und Planzahlen. Jedoch sind wir aufgrund der besseren Margen im Ergebnis über Planung. Weiterhin sehr gute Erträge aus dem Gebrauchtwagenbereich und eine gute Auslieferungsleistung im Bereich der Großkunden führen zu einem aktuellen Konzernergebnis, das nochmals deutlich über dem bereits guten Vorjahreswert liegt. Durch eine gute Betreuungsleistung in den letzten Jahren gelang es, einen besonderen Großkunden noch stärker mit Fahrzeugen zu beliefern. Auch dieses Jahr wurden allein von diesem Abnehmer über 2.000 Fahrzeuge geordert, die noch zur Auslieferung anstehen und dann im 2. Halbjahr sowie im 1. Quartal 2023 ergebniswirksam werden. Dieser Sondereffekt ist sicherlich zu berücksichtigen, da wir aktuell nicht davon ausgehen können, diese starke Vertriebsleistung bei diesem Kunden kontinuierlich fortzusetzen. Nichts desto trotz haben wir uns im Konzern einen Rekord-Auftragsbestand an Neuwagen aufgebaut, der uns sehr zuversichtlich in die nächsten 12 Monate blicken lässt.

Die vorgenommenen Zentralisierungen im Bereich des Rechnungswesens, der Personalverwaltung, der IT-Administration, der Disposition sowie des Marketings tragen nach und nach dazu bei, den erhofften Synergieeffekt zu heben.

Das mittlerweile in Betrieb genommene Gebrauchtwagenlogistikzentrum, mit integrierter Lackiererei, technischer und optischer Aufbereitung, Waschanlage, Räderhotel und Photoplatz reduziert die Durchlaufzeiten erheblich und zeichnet sich durch kurze Wege und genügend Kapazitäten aus.

Indessen schreitet die Marktkonsolidierung in hohem Tempo weiter voran. Getrieben von Wettbewerbern, die deutlich geringere Vertriebskosten aufweisen, geraten die Hersteller zunehmend unter Druck, die eigenen, jahrelang aufgebauten Vertriebsstrukturkosten massiv zu reduzieren. Tesla dient hier als Blaupause und Benchmark zugleich.

Der Aufbau unseres Onlinevertriebsteams war die richtige Entscheidung. Schon nach kurzer Zeit werden hier ebenfalls qualitativ gute Geschäfte realisiert, die sonst anderweitig, also von Wettbewerbern, versorgt würden.

Welche Auswirkungen das Corona Virus im laufenden Geschäftsjahr noch haben wird, ist tatsächlich schwierig einzuschätzen. Sicherlich hängt viel davon ab, ob weitere Wellen kommen und welche Gefährdungssituation damit konkret einhergeht.

Insgesamt erwartet die Geschäftsleitung des Konzerns für das Geschäftsjahr 2022 Umsätze in der Range von Mio. EUR 230 bis Mio. EUR 240. Hierbei wird ein Konzernergebnis vor Steuern in der Range von Mio. EUR 10,0 bis Mio. EUR 12,0 erwartet.

3.2 Risikobericht

Marktrisiken:

Wir sind abhängig von den weltweiten konjunkturellen Rahmenbedingungen und der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland. Durch unseren Vertrieb im Rhein-Main-Gebiet sind wir auf die Risiken der konjunkturellen Entwicklung im deutschen Markt begrenzt. Das Eintreten solcher Risiken kann den Absatzerfolg der Gesellschaft wesentlich beeinflussen.

Die Konjunktur in Deutschland steht, bedingt durch die aktuelle Corona Pandemie, vor großen Herausforderungen. Die staatlichen Bemühungen, dieser Krise entgegenzuwirken und sie dauerhaft zu überwinden, sind beachtenswert. Eine Vielzahl von Konjunkturprogrammen und der Ausbau des Kurzarbeitergeldes zielen darauf ab, die angeschlagene Gesamtwirtschaft so schnell als möglich wieder in Bewegung zu bringen.

Ungeachtet der vielen Maßnahmen bleibt abzuwarten, inwieweit sich Spätfolgen der Pandemie, beispielsweise durch das Aussetzen der Insolvenzantragspflicht, auf die gesamtwirtschaftliche Lage auswirken.

Auf der Risikoseite muss sicherlich der nicht für möglich gehaltene Krieg in der Ukraine genannt werden. Die damit einhergehenden wirtschaftlichen Auswirkungen, worauf sich hier beschränkt wird, sind zum Teil dramatisch. Die Energiepreise sind auf einem noch nie zuvor erlebten Höchststand, die Inflation, ausgelöst durch Lieferengpässe und Rohstoffverknappung, ist ebenfalls mit aktuell über 9% deutlich über dem angestrebten 2-3 % Korridor. Aber nicht nur der Preis alleine ist besorgniserregend, sondern die Tatsache, sich überhaupt wieder damit auseinandersetzen zu müssen, ob genügend Energie für alle vorhanden ist. Aktuell ist auch aufgrund der verfehlten Energiepolitik der letzten 10 Jahre eine Versorgungslücke entstanden, die jetzt kurzfristig nicht mehr kompensiert werden kann. Auch wurden starke Abhängigkeiten von wenigen großen Gaslieferanten wie Russland, jahrelang ignoriert - mit den jetzt spürbaren fatalen Auswirkungen.

Eine fehlerhafte strategische Ausrichtung in der Zuliefererkette kostet die Hersteller viel Anstrengung, gegenzusteuern und neu auszurichten. Die Gefährdung durch sogenanntes Single-Sourcing tritt offensichtlich mit voller Wucht zu Tage.

Weiteres Risiko ist der sich immer stärker zuspitzende Engpass bei Arbeitskräften. Der Kampf um die besten Köpfe bleibt, neu hinzu kommt der Kampf um qualifizierte Arbeitskräfte aller Art. Die Personalkapazitäten reichen oftmals nicht mehr aus, aktuelles Beispiel ist hier die Logistikbranche, in der mehrere 1.000 LKW Kraftfahrer händeringend gesucht werden. Diese wiederum beeinflussen natürlich auch massiv die Logistikkette unserer Hersteller, weil am Ende des Prozesses die PKW entsprechend angeliefert werden müssen.

Dass neue Wettbewerber in dem Markt drängen, ist hingegen nichts Neues. Weiterhin bleibt es extrem spannend, zu beobachten, wie neue kapitalstarke Investoren den Automobilvertrieb versuchen, in ein reines Onlinegeschäft zu verwandeln und damit die Automobilhändler, zumindest zum Teil, obsolet machen. Inwieweit hier tatsächlich der Durchbruch gelingt ist fraglich, da es nach wie vor die 2. größte Anschaffung nach dem Hauskauf ist, die technische Komplexität sehr hoch ist und die Vertrauensbasis im Falle eines Falles einen Ansprechpartner vor Ort zu haben, vom Verbraucher nach wie vor als sehr wichtig eingestuft wird. Fakt ist, dass allerdings auch hier Marktanteile kannibalisiert werden.

Branchenrisiken:

Änderungen im branchenspezifischen Umfeld können sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken.

Hier gilt weiterhin dem aktuellen Wandel der Automobilbranche besonderes Augenmerk. Die Hersteller sind dazu aufgerufen den Wandel vom Autohersteller zum Digitalunternehmen zu meistern. Das Thema Mobilität ändert sich von Grund auf.

Verstärkt durch die Corona-Pandemie wird Mobilität und Ihre Notwendigkeit in dem uns bekannten Ausmaß deutlich in Frage gestellt. Immer mehr werden persönliche Geschäftstermine durch digitale Medien ersetzt. Auswirkungen wird dies auf die gesamte Transportindustrie haben.

Die Digitalisierung, das sich ändernde Kaufverhalten sowie die zunehmende Bedeutung des Internets beim Automobilkauf spielen in der Branche weiterhin eine wichtige Rolle. Weil die potenziellen Käufer sich vorab online informieren, entstehen die Erstkontakte häufiger über die Websites der Hersteller oder über die Seiten der unabhängigen Autobörsen. Die Händler sind daher zunehmend abhängig von Onlineplattformen.

Zudem dürften die Automobilhersteller selbst ihre Internetangebote in Zukunft erweitern und dabei den Neuwagen-Direktverkauf forcieren. Für uns Händler besteht so die Gefahr, dass man langfristig in eine rein verkaufsunterstützende Funktion für die Fahrzeughersteller gedrängt wird. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, arbeiten wir mit Hochdruck an der Umsetzung unserer Digitalisierungsstrategie.

Ein wesentlicher Risikofaktor im Autohandel bleibt das Management der Neu- und Gebrauchtwagenbestände. Operativ stellen die Leasing-Rücknahmeverpflichtungen für uns gegenwärtig kein wesentliches Risiko dar. Das Restwertrisiko der Leasingrückläufer steuern wir über eine sorgfältige Kalkulation beim Vertragsabschluss und dem Abschließen von Restwertabsicherungsmodellen.

Die Elektromobilität ist auch Dank der massiven staatlichen Förderprogramme nicht mehr aufzuhalten. Der Ausbau der Ladeinfrastruktur, welche bislang gefühlt schleppend verläuft, wird zunehmend die Bedeutung der Elektromobilität steigern. Es zeichnet sich ab, dass spätestens jedoch ab dem Jahr 2035 in Deutschland kein neues Fahrzeug mit Verbrennungsmotor zugelassen werden darf. Die staatlichen Auflagen sind somit enorm und so wird der Elektromobilität seitens der Hersteller die höchste Konzentration gewidmet. Die Auswirkungen auf unser Servicegeschäft sind jedoch enorm, weil sich viel weniger Verschleißteile im E-Auto befinden und auch unsere Ertragssäule, das Motoröl, entfällt damit ersatzlos.

Gesamtaussage zur Risikosituation des Konzerns:

Risiken, die den Bestand des Konzerns gefährden, liegen nicht vor.

3.3 Chancenbericht

Die Größe unseres Konzerns ermöglicht es uns, professionell am Markt agieren zu können, den Bedarf von großen Gesellschaften über unser Großkunden-Leistungszentrum zu decken, und gleichzeitig mit bodenständigen Werten eines Familienunternehmens unser Geschäft betreiben zu können.

Die Verinnerlichung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses, das Einlassen auf modernste Digitalisierungsstrategien und Investitionen in zusätzliche, uns nahe Geschäftsbereiche, zeigen uns eine Vielzahl von Chancen auf, unser Geschäft erfolgreich fortführen zu können.

Unsere geographische Lage rund um das Rhein Main Gebiet ist nach wie vor weiterhin äußerst positiv zu bewerten. Große Chancen sehen wir durch unsere zusammenhängende regionale Aufstellung im östlichen Rhein Main Gebiet, eine Region, die eine hohe Kaufkraft und gute demographische Entwicklungen aufweist.

Weiterhin können wir auf sehr viele Unternehmen mit hohem Mobilitätsbedarf für ihre Mitarbeiter zurückgreifen.

3.4 Risikobericht über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Konzernerfolgs bei geringstmöglichen finanziellen Risiken.

Zu den im Konzern eingesetzten Finanzinstrumenten zählen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten. Wesentliche Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten bestehen nicht.

Wir verfügen über einen solventen Kundenstamm, Forderungsausfälle treten sehr selten auf. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele beglichen. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich der Konzern ausschließlich aus vorhandenem Bankguthaben.

3.5 Vorgänge von besonderer Bedeutung

Die weltweite Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 hat im Jahr 2022 stetig zugenommen. Es bestehen auch in Deutschland Unsicherheiten, bezüglich der negativen wirtschaftlichen Auswirkungen im Jahresverlauf sowie in den Folgejahren. Die Geschäftsführung kann nicht ausschließen, dass sich bei einer lang anhaltenden Rezession auch negative Auswirkungen auf den Best Konzern ergeben könnten.

Mit der angestrebten Fusion unserer Best Auto-Familie mit den drei familiengeführten Kfz-Unternehmen Marnet (Königstein im Taunus), Gelder + Sorg (Haßfurt) sowie Göthling + Kaufmann (Hofheim am Taunus) wollen wir die Weichen für das zukünftige Wachstum legen. Unsere "neue" Gruppe wird an 40 Standorten mit rund 40.000 verkauften Autos im Jahr voraussichtlich über eine Milliarde Euro Umsatz erzielen. Zwischen dem Taunus im Westen und Coburg in Osten soll zum 1. Januar 2023 unsere "neue" Gruppe für die Automarken VW, Audi, Skoda, Seat, Cupra und Volkswagen Nutzfahrzeuge entstehen.

Unter der Annahme der Zustimmung der Kartellbehörden würde unsere "neue" Gruppe beim Absatz auf Platz drei der größten unabhängigen deutschen Volkswagen-Händler hinter Gottfried Schultz (71.000 verkaufte Autos) und der Feser-Graf-Gruppe (61.000) einnehmen. Des Weiteren würden wir auch einen Platz unter den zehn größten Autohändlern Deutschlands einnehmen und somit die anhaltende Konsolidierung im Automobilhandel zu unseren Gunsten einsetzen.

 

Mühlheim am Main, den 13. September 2022

gez. Marcus Müller, Geschäftsführer

gez. Frank Müller, Geschäftsführer

Konzernbilanz

Aktiva

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
A. Anlagevermögen 36.257.701,97 36.113.405,02
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.621.953,38 323.035,80
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 36.799,00 40.808,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.585.154,38 282.227,80
II. Sachanlagen 33.431.173,83 34.500.994,46
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.115.636,63 17.078.777,63
2. technische Anlagen und Maschinen 1.319.660,00 730.410,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.900.684,23 15.000.785,84
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 95.192,97 1.691.020,99
III. Finanzanlagen 1.204.574,76 1.289.374,76
1. Beteiligungen 1.204.524,76 1.289.324,76
2. Genossenschaftsanteile 50,00 50,00
B. Umlaufvermögen 54.271.007,64 61.732.344,08
I. Vorräte 32.581.164,69 39.991.386,02
1. in Arbeit befindliche Aufträge 267.171,98 189.947,74
2. fertige Erzeugnisse und Waren 33.688.025,67 40.509.484,73
3. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.374.032,96 708.046,45
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 16.232.062,85 17.922.422,41
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.216.273,64 8.405.289,73
2. Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 388,60
3. Forderungen gegen Kommanditisten 28.341,40 109.749,97
4. sonstige Vermögensgegenstände 9.987.447,81 9.406.994,11
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.100,00 1.100,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5.457.780,10 3.818.535,65
C. Rechnungsabgrenzungsposten 30.265,00 38.467,26
Bilanzsumme, Summe Aktiva 90.558.974,61 97.884.216,36

Passiva

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
A. Eigenkapital 29.802.907,75 23.731.740,04
I. Kapitalanteile der Kommanditisten 10.000,00 10.000,00
II. Rücklagen 29.792.907,75 23.721.740,04
III. Nicht beherrschende Anteile 1.811.224,19 3.592.558,65
IV. Konzernbilanzgewinn 0,00 0,00
B. Rückstellungen 6.940.254,96 6.005.892,40
1. Steuerrückstellungen 3.443.037,96 2.180.425,11
2. sonstige Rückstellungen 3.497.217,00 3.825.467,29
C. Verbindlichkeiten 51.995.627,71 64.554.025,27
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 31.191.350,10 40.992.486,99
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 21.629.685,18 32.008.071,37
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 9.561.664,92 8.984.415,62
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.171.088,85 17.711.836,53
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 16.171.088,85 17.711.836,53
3. Verbindlichkeiten gegenüber persönlich haftenden Gesellschaftern 4.095,27 0,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.095,27 0,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber Kommanditisten 355.607,66 283.647,56
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 355.607,65 283.647,56
5. sonstige Verbindlichkeiten 4.273.485,83 5.566.054,19
davon aus Steuern 1.357.189,67 1.330.446,19
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 159.865,16 64.291,14
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.221.800,62 5.471.319,99
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 51.685,21 94.734,20
D. Rechnungsabgrenzungsposten 8.960,00 0,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 90.558.974,61 97.884.216,36

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2021 - 31.12.2021 1.1.2020 - 31.12.2020
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 234.216.915,28 232.585.147,67
2. Erhöhung des Bestands in Arbeit befindlicher Aufträge 77.224,24 -158.589,09
3. Gesamtleistung 234.294.139,52 232.426.558,58
4. sonstige betriebliche Erträge 1.399.238,75 1.011.003,87
5. Materialaufwand 176.968.101,63 181.691.696,82
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 175.425.235,15 179.614.029,33
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.542.866,48 2.077.667,49
6. Personalaufwand 32.997.334,09 30.571.811,87
a) Löhne und Gehälter 27.601.043,96 25.646.103,07
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 5.396.290,13 4.925.708,80
davon für Altersversorgung 233.159,27 216.192,66
7. Abschreibungen 4.076.697,42 4.486.918,44
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 4.074.373,39 4.486.918,44
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens,soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 2.324,03 0,00
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 10.839.219,56 10.728.187,38
9. Erträge aus Beteiligungen 56.777,41 43.241,07
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 11.719,10 11.105,39
11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 15.544,49 17.016,52
davon aus Abzinsung 835,23 7.569,18
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 831.663,24 951.960,22
davon aus Abzinsung 12.709,00 5.324,64
13. Steuern vom Einkommen und Ertrag 2.822.005,31 1.408.118,74
14. Ergebnis nach Steuern 7.242.398,02 3.670.231,96
15. sonstige Steuern 136.352,53 132.689,14
16. Konzernjahresüberschuss 7.106.045,49 3.537.542,82

Ergebnisverwendung

1.1.2021 - 31.12.2021 1.1.2020 - 31.12.2020
EUR EUR
16. Konzernjahresüberschuss 7.106.045,49 3.537.542,82
17. Nicht beherrschende Anteile -289.710,11 -706.242,29
18. Einstellungen in Rücklagen 6.529.718,13 2.543.793,50
19. Gutschrift auf Kapitalkonten 286.617,25 287.507,03
20. Konzernbilanzgewinn 0,00 0,00

Konzernkapitalflussrechnung

2021 2020
T€ T€
1. Konzernjahresüberschuss 7.106 3.537
2. Abschreibung Geschäfts- und Firmenwert 83 56
3. Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 1.913 1.394
4. Veränderung der Vorführwagen/Mietwagen 2.517 6.098
5. Veränderung der Rückstellungen -340 1.025
6. Veränderung der Rückstellungen für nicht fällige Umsatzsteuer -237 -147
7. Veränderung der Vorräte 7.410 3.196
8. Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.189 -396
9. Veränderung anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -490 688
10. Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -1.541 -1.470
11. Veränderung anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -1.208 -200
12. Zinsaufwendungen 703 951
13. Zinserträge -16 -17
14. Sonstige Beteiligungserträge -56 -43
15. Ertragsteueraufwand 2.822 1.408
16. Ertragsteuerzahlungen -1.322 -1.813
17. Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (Summe aus 1 bis 16) 19.533 14.267
18. Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -368 -12
19. Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -4.936 -4.895
20. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 1.711 674
21. Erhaltene Dividenden 56 43
22. Erhaltene Zinsen 14 9
23. Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Summe aus 18 bis 22) -3.523 -4.181
24. Gezahlte Zinsen -690 -946
25. Einzahlungen aus der Aufnahmen von Krediten 2.727 1.484
26. Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten -1.471 -813
27. Konsolidierungskreisbedingte Änderung -3.395 0
28. Auszahlungen aus Entnahmen von anderen Gesellschaftern -286 -287
29. Auszahlungen aus Ausschüttungen an fremde Gesellschafter -198 -132
30. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (Summe aus 24 bis 29) -3.313 -694
31. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe der Cashflows) 12.697 9.392
32. Finanzmittelfonds am Anfang der Periode -27.115 -36.507
33. Finanzmittelfonds am Ende der Periode (Summe aus 17, 23 und 30) -14.418 -27.115
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Kassenbestand 17 33
Guthaben bei Kredinstituten 5.441 3.785
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - kurzfristig -19.876 -30.933
-14.418 -27.115

Die Darstellung der Kapitalflussrechnung orientiert sich an DRS 21. Unter Berücksichtigung von brachenspezifischen Bedürfnissen wurde die Darstellung erweitert.

Konzerneigenkapitalspiegel

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Kapitalanteile Rücklagen
Persönlich haftender Gesellschafter Kommanditisten Summe Gewinnrücklage Summe
EUR EUR EUR EUR EUR
31.12.2020 0,00 10.000,00 10.000,00 23.721.740,04 23.731.740,04
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital -500,00 -286.117,25 -286.617,25 0,00 -286.617,25
Gewinnausschüttung 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Entnahmen 0,00 0,00 0,00 -458.550,42 -458.550,42
Konzern-Jahresüberschuss/-fehlbetrag 500,00 286.117,25 286.617,25 6.529.718,13 6.816.335,38
31.12.2021 0,00 10.000,00 10.000,00 29.792.907,75 29.802.907,75
Nicht beherrschende Anteile
Nicht beherrschende Anteile vor Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne und Verluste Summe Konzerneigenkapital
EUR EUR EUR EUR
31.12.2020 1.731.320,76 1.861.237,89 3.592.558,65 27.324.298,69
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,00 0,00 0,00 -286.617,25
Gewinnausschüttung -198.000,00 0,00 -198.000,00 -198.000,00
Entnahmen -704.145,01 -1.168.899,57 -1.873.044,58 -2.331.595,00
Konzern-Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 289.710,12 289.710,12 7.106.045,50
31.12.2021 829.175,75 982.048,44 1.811.224,19 31.614.131,94

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

1. Angaben zur Identifikation der Konzernobergesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Best Holding GmbH & Co KG

Firmensitz laut Registergericht: Mühlheim am Main

Registereintrag: Handelsregister

Registergericht: Offenbach

Register-Nr.: HRA 42079

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Konzernabschlusses

1. Konsolidierungskreis

Mit Einbringung der Anteile an der Autohaus Best GmbH, Mühlheim am Main, in die Best Holding GmbH & Co. KG entstand am 16. Dezember 2014 der Best Konzern. Sitz der Konzernobergesellschaft, der Best Holding GmbH & Co. KG, ist Mühlheim am Main.

Die Hansheinrich Hess GmbH wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2016 erworben und zu diesem Stichtag erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen. Bei der erstmaligen Einbeziehung der Hansheinrich Hess GmbH wurden die in den Konzernabschluss aufgenommenen Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten im Rahmen der Kaufpreisallokation neu bewertet resp. angesetzt; Effekt der Kaufpreisallokation war die Aktivierung eines Geschäfts- oder Firmenwertes.

Die Best Mobility GmbH wurde mit Wirkung zum 4. August 2017 gegründet und zum 31. Dezember 2017 erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen.

Die Best Group GmbH & Co. KG - gegründet zum 10. Dezember 2018 - und die Best Group Verwaltungs GmbH - gegründet zum 20. November 2018 - wurden zum 31. Dezember 2018 erstmals in den Konzernabschluss einbezogen.

Der Konzernabschluss umfasst die Best Holding GmbH & Co. KG sowie acht inländische Tochterunternehmen. In den Konzernabschluss werden neben der Muttergesellschaft Best Holding GmbH & Co. KG die folgenden Tochter- unternehmen einbezogen:

Konsolidierungsstatus Beteiligung Zeitpunkt
in %
Autohaus Best GmbH Vollkonsolidierung 100,00 31.12.2014
Hansheinrich Hess GmbH Vollkonsolidierung 100,00 01.01.2016
Best Mobility GmbH Vollkonsolidierung 100,00 31.12.2017

Die Mehrheitsbeteiligung an der Automobilpartner Hanau AG wurde im Geschäftsjahr 2021 aufgestockt.

Konsolidierungsstatus Beteiligung Zeitpunkt
in %
Automobilpartner Hanau AG Vollkonsolidierung 52,00 31.12.2014
Automobilpartner Hanau AG Vollkonsolidierung 37,95 31.12.2021
Insgesamt nach Aufstockung 89,95

Dadurch erhöhten sich die folgenden Beteiligungen

Konsolidierungsstatus Beteiligung Zeitpunkt
in %
Autohaus Gelnhausen Geiger & Liebsch GmbH & Co. KG Vollkonsolidierung 41,60 31.12.2014
Autohaus Gelnhausen Geiger & Liebsch GmbH & Co. KG Vollkonsolidierung 30,36 31.12.2021
Insgesamt nach Aufstockung 71,96
Konsolidierungsstatus Beteiligung Zeitpunkt
in %
Geiger & Liebsch GmbH Vollkonsolidierung 52,00 31.12.2014
Geiger & Liebsch GmbH Vollkonsolidierung 37,95 31.12.2021
Insgesamt nach Aufstockung 89,95

Die nachfolgenden Beteiligungen erhöhten sich durch Übernahme der Anteile eines ausgeschiedenen Gesellschafters.

Konsolidierungsstatus Beteiligung Zeitpunkt
in %
Best Group GmbH & Co. KG Vollkonsolidierung 94,00 31.12.2018
Best Grop GmbH & Co. KG Vollkonsolidierung 1,00 31.12.2021
Insgesamt nach Aufstockung 95,00
Konsolidierungsstatus Beteiligung Zeitpunkt
in %
Best Group Verwaltungs GmbH Vollkonsolidierung 94,00 31.12.2018
Best Group Verwaltungs GmbH Vollkonsolidierung 1,00 31.12.2021
Insgesamt nach Aufstockung 95,00

Die Beteiligungen der Best Group GmbH & Co. KG gehören nicht zum Konsolidierungskreis, da trotz einer kapitalmäßigen Beteiligungsquote von 51,00 % auf Grund von vertraglichen Regelungen kein beherrschender Einfluss vorliegt; die wirtschaftliche Beteiligungsquote liegt bei 1,00 %.

2. Konsolidierungsmethode

Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines (Zu-)Erwerbs erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Erwerbsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen.

Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungs- posten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen.

Der für die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungs- posten und Sonderposten und der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Bei Tochterunternehmen, auf deren Einbeziehung bisher gemäß § 296 HGB verzichtet worden war, ist der Zeitpunkt der Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss maßgeblich.

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse der Tochter- unternehmen werden auf den Stichtag des Mutterunternehmens, den 31. Dezember, aufgestellt.

Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert.

III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte, die sich aus der Kapitalkonsolidierung als Unterschiedsbeträge zwischen dem Buchwertansatz der Finanzanlagen und dem jeweiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen ergeben haben, werden linear über die planmäßige Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben.

Der aus der Erstkonsolidierung des im Jahr 2014 gegründeten Unternehmens Automobilpartner Hanau AG resultierende aktive Unterschiedsbetrag wurde mit den Rücklagen verrechnet, da es sich bei dem Unterschiedsbetrag nur um aufgelaufene Verluste im ersten Jahr der Gründung handelt, ohne dass bereits eine operative Tätigkeit des Tochterunternehmens aufgenommen wurde.

Die Kapitalkonsolidierung der in 2016 erworbenen Anteile an der Hansheinrich Hess GmbH führte zu einem als Geschäfts- oder Firmenwert aktivierten Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 564. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird planmäßig abgeschrieben und betrug am Stichtag T€ 225 (Vorjahr: T€ 282).

Für den aus der Erstkonsolidierung resultierenden Geschäfts- oder Firmenwert wird eine Nutzungsdauer von 10 Jahren zugrunde gelegt, da der Betrieb auf gepachtetem Grund- und Boden ausgeübt wird und in den Pachtverträgen eine 10-jährige Mindestlaufzeit vereinbart wurde.

Der aus der Kapitalkonsolidierung der in 2018 in den Konzernkreis aufgenommenen Best Group GmbH & Co. KG entstandene Geschäfts- oder Firmenwert wurde im Zugangsjahr außerplanmäßig in voller Höhe mit T€ 49 abgeschrieben, da es sich lediglich um Kaufnebenkosten handelte. Im Jahr 2019 wurden weitere Kaufnebenkosten in Zusammhang mit der Beteiligung in Höhe von T€ 6 aktiviert und außerplanmäßig in voller Höhe abgeschrieben.

Der aus der Aufstockung der Mehrheitsbeteiligung an der Automobilpartner Hanau AG resultierende aktive Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 1.065 wurde als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird linear über die planmäßige Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Der Geschäfts- oder Firmenwert betrug am Stichtag nach Abschreibung T€ 1.038.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Ab dem Geschäftsjahr 2018 werden abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis 800,00 Euro im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder niedrigeren Marktpreisen aktiviert. Die Bemessung der Herstellungskosten für unfertige Leistungen erfolgt zu Einzelkosten. Handelswaren werden zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden durch angemessene Abwertung berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips angesetzt. Neben den erforderlichen Einzelwertberichtigungen aus erkennbaren Risiken wird dem allgemeinen Kreditrisiko durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern sowie noch nicht fällige Umsatzsteuer.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle bekannten Risiken berücksichtigt. Wesentliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten und bekannt gegebenen, laufzeitadäquaten Marktzinssatz abgezinst.

Für Verluste aus Abnahmeverpflichtungen werden in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung. Soweit im Rahmen des Erwerbs von Tochterunternehmen steuerliche Verlustvorträge mit erworben werden, für die innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verrechenbarkeit zu erwarten ist, wird die Möglichkeit, hierfür im Zuge der Kaufpreisaufteilung bis zum Ablauf der Anpassungsperiode i.S.d. § 301 Abs. 2 Satz 2 HGB aktive latente Steuern erfolgsneutral zu berücksichtigen, in Anspruch genommen. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern, die aus Differenzen in den Jahresabschlüssen der konsolidierten Unternehmen resultieren, unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

2. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

IV. Angaben zur Konzernbilanz

1. Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

2. Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile

31.12.2021 31.12.2020
T€ T€
Stand zu Beginn des Geschäftsjahres 3.592 3.018
Änderungen des Konsolidierungskreises -1863 0
Entnahmen -9 0
Gewinnausschüttung -198 -132
Anteil am Jahresergebnis 289 706
Stand zum Ende des Geschäftsjahres 1.811 3.592

3. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.

Sachverhalte 2021 2020
T€ T€
Rücknahmeverpflichtungen aus Leasingverträgen 953 1.195
Restwertabsicherung 479 688
Mitarbeiterbonus und Prämien 475 689
Urlaub 457 393
Jahresabschluss- und Prüfungskosten 295 248

4. Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Gesamtbetrag der gesicherten Verbindlichkeiten

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt € 4.145.361,08 (Vorjahr: € 4.360.002,67).

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt € 30.711.392,31.

Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten dienen als Sicherheiten Neu- und Gebrauchtwagenbestände, Bestände an Ersatz- und Austauschteilen sowie Zubehör, Grundschulden und Bürgschaften sowie eine Rangrücktrittsvereinbarung.

Für Darlehensverbindlichkeiten, die unter den Sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen sind, dienen Fahrzeugbriefe und Grundschulden als Sicherheiten.

5. Latente Steuern

Der Berechnung der aktiven latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 13,3 % für Personengesellschaften und von 28,3 % für Kapitalgesellschaften zugrunde gelegt. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Bilanzdifferenzen aus dem Ansatz von Rückstellungen für drohende Verluste in der Handelsbilanz sowie aus unterschiedlichen Abzinsungssätzen bei unverzinslichen, langfristigen Verbindlichkeiten in Handels- und Steuerbilanz. Der Überhang an aktiven latenten Steuern wurde nicht aktiviert.

Der Berechnung der passiven latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 13,3 % für Personengesellschaften und von 28,3 % für Kapitalgesellschaften zugrunde gelegt. Die passiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Bilanzdifferenzen aus Anpassungen an eine konzerneinheitliche Bilanzierung von Verbindlichkeiten aus Händlerbeteiligungen für Restwertrisiken aus Leasingrückläufern in der HB II.

6. Nicht in der Bilanz erscheinende Geschäfte

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Transaktionen sind weiterhin folgende Geschäfte aufzuzeigen:

sale-and-lease-back Geschäfte

Zweck der außerbilanziellen Geschäfte:

Zur Beschaffung liquider Mittel und zum Zwecke der Weitervermietung an Dritte wurden Kraftfahrzeuge an eine Leasinggesellschaft verkauft. Über dieselben Kraftfahrzeuge wurden gleichzeitig Leasingverträge geschlossen. Zum Ende der Vertragslaufzeit besteht ein Andienungsrecht des Leasinggebers.

Aus den außerbilanziellen Geschäften ergeben sich im Einzelnen die folgenden Risiken:

Die mit den Transaktionen eingegangenen Risiken bestehen in einem unter dem festgelegten Andienungspreis liegenden Marktwert der Fahrzeuge bei Vertragsende. Die mit den Verträgen eingegangenen Zahlungsverpflichtungen sind in den sonstigen finanziellen Verpflichtungen enthalten.

Aus den außerbilanziellen Geschäften ergeben sich im Einzelnen die folgenden Vorteile:

Die Liquiditätsausstattung wird verbessert.

7. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Sachverhalt T€
Rücknahmeverpflichtungen für Leasing- und Mietfahrzeuge 92.060
Verpflichtungen aus mehrjährigen Mietverträgen 4.898
Händlerbeteiligung Restwertabsicherung 3.763
Verpflichtungen aus mehrjährigen Kfz-Leasingverträgen 130
Sonstige Verpflichtungen 216
101.067

V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:

Tätigkeitsbereich Umsatz
T€
Handel mit Kraftfahrzeugen 200.989
Werkstattleistungen und Teileverkäufe 29.369
sonstige Umsatzerlöse (wie z.B. Vermietung von Fahrzeugen) 3.858
234.216

VI. Sonstige Angaben

1. In den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen

Name Sitz Anteil am gezeichneten Kapital
%
Autohaus Best GmbH Mühlheim am Main 100,00
Hansheinrich Hess GmbH Mühlheim am Main 100,00
Automobilpartner Hanau AG Hanau 89,95
Autohaus Gelnhausen Geiger & Liebsch GmbH & Co. KG Linsengericht 71,96
Geiger & Liebsch GmbH Gelnhausen 89,95
Best Mobility GmbH Mühlheim am Main 100,00
Best Group GmbH & Co. KG Mühlheim am Main 95,00
Best Group Verwaltungs GmbH Mühlheim am Main 95,00

Die Geiger & Liebsch GmbH, Gelnhausen ist persönlich haftender Gesellschafter der Autohaus Gelnhausen Geiger & Liebsch GmbH & Co. KG, Gelnhausen.

Die Best Group Verwaltungs GmbH, Mühlheim ist persönlich haftender Gesellschafter der Best Group GmbH & Co. KG, Mühlheim.

2. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Konzern beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Angestellte 282
Gewerbliche Mitarbeiter 169
Aushilfen 142
Auszubildende 94
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 687

3. Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Konzerns durch die Komplementärin, die Best Holding Verwaltungs GmbH, Mühlheim am Main geführt. Die Gesellschaft wird vertreten durch:

Marcus Müller ausgeübter Beruf: Dipl.-Betriebswirt (FH), Standortleiter Mühlheim, Schwerpunkt Vertrieb und Marketing
Frank Müller ausgeübter Beruf: Standortleiter Mühlheim, Schwerpunkt Service und Werkstatt

4. Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer des Konzern für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt T€ 62 und gliedert sich wie folgt:

Honorar des Abschlussprüfers T€
a) Abschlussprüfungsleistungen 62
b) andere Bestätigungsleistungen 0
c) Steuerberatungsleistungen 0
d) sonstige Leistungen 0

5. Vorgänge von besonderer Bedeutung

Zu den Vorgängen von besonderer Bedeutung die nach dem Bilanzstichtag eingetreten sind und wesentliche finanzielle Auswirkungen haben, wird an dieser Stelle auf die Ausführungen der Geschäftsführung im Lagebericht verwiesen.

6. Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss beträgt 286.617,25 und ist entsprechend dem Gesellschaftsvertrag auf die Kommanditisten verteilt.

7. Konzernverhältnisse

Die Best Holding GmbH & Co. KG erstellt einen Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis der Unternehmen. Dieser wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Folgende, in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen haben von der Befreiungsmöglichkeit gemäß § 264b HGB für das zum 31. Dezember 2021 endende Geschäftsjahr Gebrauch gemacht:

Best Holding GmbH & Co. KG

Autohaus Gelnhausen Geiger & Liebsch GmbH & Co. KG

Best Group GmbH & Co. KG.

Folgende in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen haben von der Befreiungsmöglichkeit gemäß § 264 Abs. 3 HGB für das zum 31. Dezember 2021 endende Geschäftsjahr Gebrauch gemacht:

Autohaus Best GmbH

Hansheinrich Hess GmbH

Best Mobility GmbH

Automobilpartner Hanau AG

Geiger & Liebsch GmbH

Best Group Verwaltungs GmbH.

 

Mühlheim, den 13. September 2022

gez. Marcus Müller, Geschäftsführer

gez. Frank Müller, Geschäftsführer

Konzernanlagespiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1.1.2021 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2021
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 169.667,29 12.000,00 0,00 0,00 181.667,29
Geschäfts- oder Firmenwert 788.567,46 1.421.651,10 (*) 0,00 0,00 2.210.218,56
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 958.234,75 1.433.651,10 0,00 0,00 2.391.885,85
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 22.071.713,86 1.377.711,22 0,00 1.270.690,41 24.720.115,49
Technische Anlagen und Maschinen 1.892.257,71 408.817,97 0,00 366.617,60 2.667.693,28
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 20.468.011,62 17.712.833,35 19.750.155,39 60.712,71 18.491.402,29
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.691.020,99 102.192,70 0,00 -1.698.020,72 95.192,97
Summe Sachanlagen 46.123.004,18 19.601.555,24 19.750.155,39 0,00 45.974.404,03
Finanzanlagen
Beteiligungen 1.289.324,76 17.000,00 101.800,00 0,00 1.204.524,76
Genossenschaftsanteile 50,00 0,00 0,00 0,00 50,00
Summe Finanzanlagen 1.289.374,76 17.000,00 101.800,00 0,00 1.204.574,76
Summe Anlagevermögen 48.370.613,69 21.052.206,34 19.851.955,39 0,00 49.570.864,64

(*) davon "Zugang aus Änderung des Konsolidierungskreises" in Höhe von € 1.065.154,00

Abschreibungen Buchwerte
Stand 1.1.2021 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2021 Stand 31.12.2021 Stand 31.12.2020
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 128.859,29 16.009,00 0,00 144.868,29 36.799,00 40.808,00
Geschäfts- oder Firmenwert 506.339,66 118.724,52 0,00 625.064,18 1.585.154,38 282.227,80
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 635.198,95 134.733,52 0,00 769.932,47 1.621.953,38 323.035,80
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.992.936,23 611.542,63 0,00 5.604.478,86 19.115.636,63 17.078.777,63
Technische Anlagen und Maschinen 1.161.847,71 186.185,57 0,00 1.348.033,28 1.319.660,00 730.410,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.467.225,78 3.141.911,67 3.018.319,38 5.590.818,07 12.900.584,22 15.000.785,84
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 95.192,97 1.691.020,99
Summe Sachanlagen 11.622.009,72 3.939.639,87 3.018.319,38 12.543.330,21 33.431.073,82 34.500.994,46
Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 1.204.524,76 1.289.324,76
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 50,00 50,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 1.204.574,76 1.289.374,76
Summe Anlagevermögen 12.257.208,67 4.074.373,39 3.018.319,38 13.313.262,68 36.257.601,96 36.113.405,02

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Best Holding GmbH & Co KG, Mühlheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Best Holding GmbH & Co KG und ihrer Tochtergesellschaften - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2021, der Konzern-gewinn- und Verlustrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung und dem Konzerneigen-kapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungs-methoden, geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Best Holding GmbH & Co KG für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den nach § 297 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31.12.2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den nach § 297 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des weiteres haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn es besteht die Absicht, den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschluss-prüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung über wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellung im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben, sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzern-abschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und der ergänzend nach § 297 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidliches Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

 

Wiesbaden, den 24. September 2022 L.S.

Dr. Giebeler Wirtschaftsprüfung GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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