Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 170451
Vorher
LIQUIND 24/7 GmbH
Eingetragen
18.9.2015
Branche
Speichern von Gas zu VersorgungszweckenTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklernEinzelhandel in eigenem Namen mit Motorenkraftstoffen, Freie Tankstellen
Gegenstand
Errichtung und Betrieb von Lager- und Tankinfrastruktur für alternative Kraftstoffe, insbesondere LNG (Liquefied Natural Gas) und CNG (Compressed Natural Gas) sowie perspektivisch auch für Wasserstoff und strombasierte Mobilität. Betrieb von Infrastruktur zum Vertrieb dieser Kraftstoffe an Endverbraucher. Jegliche für die Stimulierung von Nachfrage von alternativen Kraftstoffen erforderliche Finanzierungsaktivitäten, einschließlich, aber nicht beschränkt auf die Finanzierung von Kraftstoffversorgung, die Finanzierung von Fahrzeugen zum Transport von alternativen Kraftstoffen und die Finanzierung von entsprechenden Fahrzeugen.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Martin Andreas Popp
seit 6.10.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
ViGo Bioenergy B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
ViGo Bioenergy B.V.
Netherlands
179.137 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ViGo Bioenergy GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen der Gesellschaft

Die ViGo Bioenergy GmbH (bis 31.10.2022 firmierend unter LIQUIND 24/7 GmbH) wurde am 15.08.2015 gegründet und am 18.09.2015 im Handelsregister eingetragen. Der Sitz ist in Berlin. Seit dem 16.09.2021 gehört die Gesellschaft mehrheitlich zur internationalen Vitol Gruppe.

Die Geschäftstätigkeit der ViGo Bioenergy GmbH umfasst die Entwicklung eines Marktes für alternative Kraftstoffund Antriebsarten für den Schwerlastverkehr in Deutschland und Europa. Im Fokus stehen hier die Kraftstoffarten LNG (Flüssigerdgas) und Bio-LNG, die beide umweltfreundlichere Transporte ermöglichen als mit Dieselkraftstoff. Um eine Versorgungssicherheit für die Kunden der ViGo zu realisieren, entwickelt die Gesellschaft ein flächendeckendes Netzwerk von Betankungsinfrastruktur (mannlose Tankstellen im 24/7 Betrieb). ViGo bildet dabei den gesamten Wertschöpfungsprozess der Infrastrukturentwicklung ab: Grundstücksakquise, Genehmigungsplanung, EquipmentBeschaffung, Bau, Inbetriebnahme, technischer Betrieb und Befüll-Management. In-house erfolgen außerdem Rechnungslegung und Vertrieb.

Der technisch reibungslose und sichere Betrieb der Tankstellen wird durch die Tochtergesellschaft (100%) ViGo Services GmbH, Berlin, sichergestellt.

Am 31.12.2023 betrieb die ViGo Bioenergy GmbH deutschlandweit 27 eigene Tankstellen (Gesamtmarkt Ende 2023: ca. 180 Tankstellen). Der Marktanteil der Gesellschaft konnte unterjährig nach Absatz (kg) stets bei >20% gehalten werden.

Der Fokus im Geschäftsjahr 2023 lag auf der Bewältigung der Auswirkungen der für die Branche massiven Folgen aus der Gaspreisentwicklung in Europa seit 2021/22. Als Folge dessen ist der Gesamtmarkt im Laufe des Jahres 2023 zwar weitestgehend wieder auf das Vorkrisenniveau zurückgekehrt, ein Marktwachstum war allerdings nicht zu verzeichnen. Der Fokus lag damit weniger auf der Netzwerkexpansion, sondern auf der Erweiterung des Bio-LNG Portfolios und der damit zusammenhängenden Preis- und Zertifizierungsstrategie.

II. Geschäftsverlauf

1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war zu Beginn des Jahres 2023 weiterhin durch die Nachwirkungen der Corona-Pandemie sowie die Ukrainekrise geprägt. Anfangs verschärfte die russische Invasion und die darauffolgende Sanktionspolitik die Energiekrise, doch durch milde Wintertemperaturen, erhöhte LNG-Importe und Energiesparmaßnahmen sanken die Gaspreise im Laufe des Jahres erheblich, teils auf Vorkrisenniveau.

Die Europäische Zentralbank reagierte auf die hohe Inflation mit mehreren Leitzinserhöhungen, was zu höheren Finanzierungskosten führte und Investitionen sowie Konsumausgaben dämpfte. Trotzdem erholte sich die deutsche Wirtschaft allmählich, teils begünstigt durch den Rückgang der Energiepreise. Die Arbeitslosenquote blieb trotzdem niedrig, und staatliche Unterstützungsmaßnahmen stabilisierten die Kaufkraft der Bevölkerung und damit auch den Transportsektor.

Insgesamt war das Jahr 2023 in Deutschland geprägt von einer langsamen, aber stetigen wirtschaftlichen Erholung, bedingt durch die sinkenden Energiepreise und die Anpassung an die EZB-Zinspolitik sowie einer verstärkten Fokussierung auf eine nachhaltige Wirtschaftspolitik.

2. Entwicklung der Branche

Im Laufe des Jahres 2023 normalisierten sich die im Jahr 2023 stark gestiegenen Gaspreise wieder, insbesondere saisonbedingt im Sommer und durch den Ausbau von LNG-Importkapazitäten. Die Zapfsäulen- und Vertragskundenpreise fielen erheblich, was die Attraktivität von LNG-Fahrzeugen grundsätzlich wieder erhöhte. Aufgrund der schlechten Erfahrungen in der Gaspreiskrise, den gesamtwirtschaftlich trüben Aussichten und den unklaren regulatorischen Rahmenbedingungen fiel es den meisten Logistik- und Speditionsunternehmen jedoch schwer, wieder in Gas-LKW zu investieren.

Zudem kam es zu Überkapazitäten auf dem Tankstellenmarkt, da zu viele LNG-Tankstellen für die stagnierende Anzahl an LKW vorhanden war, da viele dieser Infrastrukturinvestitionen noch vor der Gaspreiskrise getätigt worden waren und dann im Laufe des Jahres 2023 fertiggestellt wurden. Dies führte zu einer deutlichen Überkapazität und niedrigen Auslastungsquoten.

Die ViGo Bioenergy GmbH konnte trotz dieser schwierigen Marktbedingungen ihren Marktanteil zwischen 20% und 30% halten. Dies gelang durch die Gewährung spezifischer Rabatte aufgrund erstmalig substanzieller Bio-LNG Mengen im Netzwerk, die es gasfahrzeug-fokussierten Kunden ermöglichten, ihre Flotten weiterzubetreiben.

Ein weiterer für die Branche signifikanter Faktor war der Verfall der Treibhausgasquotenpreise (THG-Quotenpreise) im Laufe des Jahres 2023. Dieser Preisverfall reduzierte die Anreize für Kraftstofflieferanten, die Investitionen in CO 2 -arme Alternativen wie Bio-LNG auszubauen. Das THG-Quotensystem, das darauf abzielt, die Emissionen von Treibhausgasen zu reduzieren, indem es Kraftstofflieferanten verpflichtet, einen bestimmten Anteil an erneuerbaren und/oder CO 2 -armen Kraftstoffen in ihren Gesamtverkäufen nachzuweisen, verlor dadurch an Wirksamkeit. Mit den sinkenden Preisen für THG-Quoten wurde es weniger profitabel, in teurere, umweltfreundliche Kraftstoffe wie Bio-LNG zu investieren und vor allem die Preise des kostenintensiv in Europa hergestellten Bio-LNG auf ein zum Konkurrenzkraftstoff Diesel wettbewerbsfähiges Niveau einzustellen. Zudem verringert ein niedriges THG-Quotenpreisniveau das Margenpotenzial.

Der deutsche LNG/Bio-LNG-Kraftstoffmarkt profitierte jedoch weiterhin von staatlichen Subventionen, die dazu dienten, die Verwendung von LNG und Bio-LNG als alternative Kraftstoffe im Transportsektor zu fördern:

Bemautung: Gasfahrzeuge waren bis zum Ende des Jahres 2023 weiterhin von der Autobahn- und Fernstraßenmaut befreit. Das abzusehende Ende dieser Subvention sorgte jedoch für mangelnde Investitionssicherheit und lähmte zusätzlich den Markt.

Treibhausgasquote: Die Quotenfähigkeit fossilen LNGs blieb weiterhin ausgesetzt. Die Treibhausgasquote stellt sicher, dass Kraftstofflieferanten einen bestimmten Anteil an erneuerbaren und/oder CO 2 -armen Kraftstoffen in ihren Gesamtverkäufen nachweisen müssen. Durch die Einbeziehung von Bio-LNG (Quotenfähigkeit) werden Anreize für Kraftstofflieferanten geschaffen, verstärkt auf diese umweltfreundlichen Alternativen zurückzugreifen.

Trotz dieser Unterstützung stagnierte der Markt im Jahr 2023 aufgrund der genannten Tankstellenüberkapazitäten und der Zurückhaltung von Logistikunternehmen beim Kauf neuer LNG-LKW aufgrund der unsicheren gesamtwirtschaftlichen Gesamtaussicht und der unklaren Aussichten beim Fördermittelregime. Die Normalisierung der Gaspreise und die daraus resultierende Stabilisierung des LNG-Marktes konnten die Absatzschwierigkeiten nur teilweise kompensieren. Die Herausforderungen bleiben bestehen, doch die ViGo Bioenergy GmbH zeigt weiterhin Anpassungsfähigkeit und Innovationskraft in einem volatilen Marktumfeld.

III. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

1. Ertragslage

Die Umsatzerlöse der ViGo Bioenergy GmbH resultieren fast ausschließlich aus dem Absatz von LNG innerhalb des eigenen LNG-Tankstellennetzes der Gesellschaft in Deutschland. Mit 21 Tankstellen zu Jahresbeginn wurden im Verlauf des Geschäftsjahres weitere zehn Tankstellen an neuen Standorten in Betrieb genommen. Darüber hinaus haben wir an drei Standorten die mobilen Tankstellen mit neuen stationären Tankstellenanlagen ersetzt. Außerdem wurden im vierten Quartal vier Standorte geschlossen, da entweder die Genehmigung für den Aufbau der größeren, stationären Anlage dort nicht möglich war oder der Standort nicht genügend Nachfrage generierte. Demzufolge ist unser Tankstellennetz in 2023 netto von 21 auf 27 operative Tankstellen zum Jahresende gewachsen. Geprägt durch das weiterhin stagnierende Marktvolumen in Folge der außerordentlichen Entwicklung des TTF-Börsenpreises in 2022 haben wir das Tankstellennetz ganz bewusst nicht deutlicher ausgebaut. Dennoch konnten wir in 2023 ein Wachstum des LNG-Absatzes in unserem Netz von 10 % auf rund 33.000 Tonnen LNG erzielen (Vorjahr 30.000 Tonnen) und damit die Planung von knapp 27.000 Tonnen LNG um 22 % übertreffen.

Die Ertragslage im Geschäftsjahr 2023 war (im Vergleich zum Jahr 2022) im Wesentlichen durch die folgenden Faktoren negativ beeinflusst:

Längere Auswirkung der enormen Gaspreissteigerungen in 2022 aufgrund der Ukraine-Krise auf das Marktvolumen für LNG und dadurch erodierendes Margenpotenzial

Geringe Mengen Bio-LNG im Einkauf: Wir haben mit ca. 8.900 Tonnen deutlich weniger Bio-LNG Mengen bezogen als geplant (12.900 Tonnen), so dass diese Mengen mit fossilem LNG im Einkauf substituiert werden mussten und dadurch weniger THG Quotenerlöse erzielt werden konnten.

Kostensteigerungen, insbesondere auf der Transportseite des LNG (Subauftragnehmer)

Der Rohertrag (Umsatzerlöse zzgl sonst. betr. Erträge, abzgl. Materialaufwand) lag im Geschäftsjahr bei rund 9,4 Mio. EUR und damit trotz Tankstellenausbau und Absatzmengensteigerung nur knapp über Vorjahresniveau (9,0 Mio. EUR). Die Umsatzerlöse haben sich mit rund 50,0 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr (92,7 Mio. EUR) um ca. 46 % reduziert. Dies ist jedoch auf die im Vergleich zum Vorjahr gesunkenen Börsenpreise zurückzuführen. Der TTF-Preis hat sich 2023 wieder dem Niveau von 2021 angepasst. Dennoch haben wir unseren Kunden vor allem zu Jahresbeginn deutliche Sonder- und Mengenrabatte eingeräumt und somit über 1,65 Mio. EUR potenziellen Rohertrag an die Kunden weitergegeben.

Aufgrund des Ausbaus des Tankstellennetzes und des höheren Supply- und Logistikaufwands war auch die Erweiterung des Personals erforderlich. Aber auch die Erweiterung des Vertriebsteams und das weiter ausgebaute Insourcing des Rechnungswesens haben zum Anstieg der Personalaufwendungen geführt (+ 135 TEUR). Die Erhöhung der Abschreibungen (+ 1.580 TEUR) resultiert ebenso aus der höheren Zahl an Tankstellen.

Dem Wachstum des Tankstellennetzes folgend sind auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im letzten Jahr deutlich gestiegen (+ 1.518 TEUR). Weitere Gründe sind vor allem die gestiegenen Pachtaufwendungen für die Flächen der Tankstellen, die höheren Versicherungs-, Reparatur- und Instandhaltungskosten der Anlagen. Die gestiegenen Investitionen in das Anlagevermögen erforderten einen höheren Finanzierungsbedarf und damit verbunden auch einen höheren Zinsaufwand (+ 1.547 TEUR).

Das Ergebnis nach Steuern liegt mit einem Jahresfehlbetrag von 4.541 TEUR sehr deutlich unter dem Vorjahresniveau (Jahresfehlbetrag 493 TEUR) und auch unterhalb des geplanten Ergebnisses (Plan 2023 Jahresüberschuss 220 TEUR). Hierbei sind aber die beiden oben genannten Effekte der nicht erreichten Bio-LNG Mengen im Einkauf sowie der von uns den Kunden gewährten Sonder-/Mengenrabatten nochmals zu erwähnen.

2. Finanzlage

Die Investitionen in unsere Tankstellen sind sowohl durch Eigenkapital als auch Kapital von verbundenen Unternehmen langfristig finanziert; externe Bankenfinanzierungen und -fazilitäten bestehen nicht mehr.

Im letzten Jahr wurde die Finanzierungstruktur der Gesellschaft grundlegend und vollständig umstrukturiert. Sämtliche Finanzierungsbedarfe werden seit Sommer entweder über den Mutterkonzern Vitol oder den Alleingesellschafter ViGo Bioenergy B.V. bereitgestellt. Dazu wurden im Sommer sämtliche externe Bankdarlehen vorzeitig abgelöst und weitere 30 Mio. EUR für Investitionstätigkeiten als Darlehenslinie kontrahiert. Durch diese Umschuldung haben sich die Zinssätze auf das aktuelle Zinsniveau erhöht, dies gilt vor allem mit Blick auf die älteren Darlehensverträge. Die Restlaufzeiten der neuen Finanzierungsverträge mit Vitol sind zunächst kurzfristiger, dies wird aber im Laufe des nächsten Jahres angepasst.

Die Liquidität der Gesellschaft im letzten Jahr war stets gesichert. Die liquiden Mittel betrugen am Bilanzstichtag insgesamt über 14,4 Mio. EUR. Zusätzlich standen am Bilanzstichtag freie Kreditlinien bei Konzerngesellschaften in Höhe von knapp 17 Mio. EUR zur Verfügung. Wir rechnen damit, auch künftig unsere finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu können.

3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag 72,6 Mio. EUR, das entspricht einer Bilanzverlängerung von über 22 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr (50,1 Mio. EUR). Die Erhöhung entspricht im Wesentlichen einerseits dem Anstieg des Sachanlagevermögens (+ 9,5 Mio. EUR), welches sich aus fertiggestellten, im Betrieb befindlichen Tankstellen (+ 10,4 Mio. EUR) als auch im Bau bzw. in der Planung befindlichen neuen Tankanlagen (- 0,8 Mio. EUR) zusammensetzt. Andererseits hat sich der Bestand liquider Mittel zum Vorjahresstichtag um 12 Mio. EUR erhöht.

Die Verringerung der ausgewiesenen Vorräte (- 68 TEUR) resultiert im Wesentlichen aus den niedrigeren Beschaffungspreisen gegenüber dem Vorjahr.

Der Bestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen am Bilanzstichtag in Höhe von 3,8 Mio. EUR ist 1,4 Mio. EUR geringer als im Vorjahr und resultiert wiederum aus dem niedrigeren Gaspreis Dezember 2023 zu Dezember 2022. Hinzugekommen sind nun auch Forderungen gegen verbundene Unternehmen (knapp 4 Mio. EUR), die überwiegend aus dem Verkauf nicht mehr benötigter mobiler Anlagen an die Schwestergesellschaft in England resultieren.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (4,5 Mio. EUR) sind leicht um rund 267 TEUR gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind von 53 TEUR auf 614 TEUR gestiegen. Dies resultiert vornehmlich aus Umsatzsteuerzahllast (476 TEUR) und Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern (96 TEUR).

Durch die oben erwähnte Umschuldung in 2023 sind im Vergleich zum Vorjahr die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von 17 Mio. EUR auf Null gesunken und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, inklusive der Gesellschafterdarlehen, zum Bilanzstichtag von knapp 19 Mio. EUR auf 52 Mio. EUR gestiegen. Beabsichtigt ist im laufenden Geschäftsjahr, dass die Gesellschafterdarlehen im ersten Quartal vollständig vorzeitig abgelöst werden und die Intercompany-Finanzierung mit Vitol im zweiten Halbjahr mittel- bis langfristig ausgelegt wird. Alle Verbindlichkeiten bestehen in EUR, d.h. es bestehen keine Währungsrisiken.

Der Rückgang der Rückstellungen (- 57 TEUR) resultiert einerseits aus der Auflösung von Steuerrückstellungen aus den Vorjahren. Neue Steuerrückstellungen sind nicht gebildet worden. Andererseits kam es zu einer Erhöhung der sonstigen Rückstellungen.

Die Eigenkapitalquote des Unternehmens beträgt zum Bilanzstichtag 16 % (10 % im Vorjahr). Der Anstieg resultiert aus der Erhöhung der Kapitalrücklage um knapp 11,5 Mio. EUR auf 16 Mio. EUR bei gleichzeitiger Erhöhung der Bilanzsumme durch Anstieg des Sachanlagevermögens sowie Finanzierungsbedarf des Anlagevermögens entsprechend dem Wachstumspfad der Gesellschaft in den nächsten Jahren.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Gesellschaft wird im Wesentlichen durch drei finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren gesteuert.

(1) Die Anzahl der operativen Tankstellen ist die Basis für die Erweiterung unseres Absatz- und Umsatzvolumens. Hierzu zählen nur jene Tankstellen, die in der jeweiligen Periode in Betrieb sind, d.h. die entweder fertiggestellt und eine erfolgreiche Erstinbetriebnahme durchlaufen haben oder die sich nicht auf Lager befinden. Letztere betreffen die mobilen Anlagen, die die Standorte meist nach einem Jahr wechseln, weil sie durch stationäre, größere Tankstellen mit BImSchG-Genehmigung ersetzt werden und daher temporär zwischengelagert werden. Zu Jahresbeginn waren 21 Tankstellen in Betrieb, davon 15 stationäre und sechs mobile Anlagen. Im Laufe des Jahrs wurden drei stationäre Anlagen gebaut, fertiggestellt und haben dort die mobilen Anlagen ersetzt. Zusätzlich wurden zehn neue Standorte mit mobilen oder direkt stationären Anlagen gebaut und in Betrieb genommen. Durch viel zu lange Genehmigungsprozeduren oder mangelnde Nachfrage an insgesamt vier Standorten mussten die dortigen mobilen Anlagen außer Betrieb genommen werden, ohne dass dort neue, stationäre Anlagen gebaut wurden. Damit waren am Jahresende 27 Tankstellen operativ (23 stationäre, vier mobile) und weitere acht mobile Anlagen befanden sich in einem Zwischenlager. Das Planziel von 29 Tankstellen haben wir nicht ganz erreicht, die Gründe dafür sind jedoch eindeutig: Zum einen war seit Sommer wegen deutlicher behördlicher Genehmigungsverzögerung an einem geplanten neuen Standort die Fertigstellung bis Jahresende nicht mehr möglich. Zum anderen gab es an zwei Standorten deutlich zu geringe Nachfrage, so dass hier die mobile Anlage jeweils außerplanmäßig außer Betrieb genommen wurde.

(2) Der zweite Leistungsindikator ist die LNG-Absatzmenge an unseren Tankstellen. Da wir zweiwöchentlich die Tankvorgänge unserer Kunden pro Standort abrechnen, haben wir einen detaillierten Leistungsindikator pro Station im Zeitablauf. Für das Berichtsjahr wurden knapp 27.000 Tonnen LNG-Absatz geplant. Aufgrund des moderaten Tankstellennetzausbaus und den bereits erwähnten Gaspreisturbulenzen konnten wir dennoch 33.000 Tonnen LNG absetzen (22 % über Plan). Dazu haben auch unsere bestehenden, hochfrequentierten Stationen beigetragen, an denen im Vergleich zum Vorjahr damit sogar deutlich mehr abgesetzt wurde (Vorjahresmenge 30.000 Tonnen).

(3) Letztlich messen wir den operativen, finanziellen Unternehmenserfolg am operativen Ergebnis vor Abschreibung und Zinsen (EBITDA). Basierend auf der Planung mit dem bereits erwähnten hohen Anteil von Bio-LNG im Portfolio betrug das PLAN-EBITDA 8.100 TEUR. Tatsächlich konnte jedoch lediglich ein EBITDA von rund 1.840 TEUR erzielt werden (- 1.213 TEUR gegenüber Vorjahr). Die Differenz zur Planung resultiert hauptsächlich aus dem entgangenen Bio-LNG Margeneffekt sowie den an unsere Kunden gewährten Sonderrabatten aufgrund der nachlaufenden Gaspreisturbulenzen.

5. Einschätzung der Unternehmensleitung zum Geschäftsjahr 2023

Die Geschäftsentwicklung der ViGo Bioenergy GmbH kann für das Jahr 2023 angesichts des weiterhin herausfordernden Marktumfeldes als zufriedenstellend angesehen werden. Trotz der durch sinkende Treibhausgasquotenpreise reduzierten Margen und Möglichkeiten für Preisanpassungen für Kunden und einer allgemeinen Marktstagnation konnte der Marktanteil der ViGo auf über 20% gehalten werden, was auch für das Jahr 2024 aufgrund der geplanten, steigenden Bio-LNG Mengen zu erwarten ist.

Die ViGo Bioenergy GmbH wird ihre Marktposition im Jahr 2024, ggfs. auch durch weitere Zukäufe, stärken, sich auf den Ausbau des Bio-LNG-Portfolios konzentrieren und damit wichtige Weichen für die nächsten Geschäftsjahre stellen.

Das Ergebnis des Jahres 2023 liegt mit einem Jahresfehlbetrag von 4.541 TEUR deutlich unter dem Vorjahresniveau (Jahresfehlbetrag 493 TEUR), was primär auf die weiter oben aufgeführten Gründe zurückzuführen ist. Trotz dieses negativen Ergebnisses sieht die Unternehmensleitung positiv in die Zukunft. Im Wesentlichen wird es im Jahr 2024 auf das allgemeine gesamtwirtschaftliche Umfeld, das Niveau der THG-Quotenpreise und die sich verstärkende Wettbewerbssituation ankommen.

IV. Prognosebericht

Die ViGo Bioenergy GmbH ist mit ihrem LIQUIND-gebrandeten Tankstellennetzwerk (das Rebranding der Tankstellen auf "ViGo" ist in 2024 abgeschlossen) ein wichtiger Marktspieler im Bereich LNG/Bio-LNG als Kraftstoff für den Transportsektor. Grundlegende gesellschaftliche Trends lassen für die nächsten 10 Jahre signifikante Veränderungen im Verkehrs- und Transportsektor im Bereich alternative Kraftstoffe und Antriebsarten erwarten. Die ViGo Bioenergy GmbH soll auch in den nächsten Jahren ein wichtiger Marktakteur in diesem Bereich bleiben. Die Prognose für die Entwicklung des Unternehmens in den kommenden Jahren hängt primär von den folgenden Faktoren ab:

Marktwachstum und Nachfrageprognose: Der Markt für Bio-LNG in Deutschland wird voraussichtlich in den kommenden Jahren wieder ein solides Wachstum verzeichnen. Die steigende Nachfrage nach umweltfreundlichen Kraftstoffen durch große Verlader wird voraussichtlich dazu beitragen, die Akzeptanz und Nutzung von Bio-LNG zu erhöhen. Der gesamtgesellschaftliche Fokus auf erneuerbare Treibstoffe- und Antriebsarten und die Zielsetzung zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen bieten Logistikunternehmen, Speditionen und Fuhrunternehmern eine vielversprechende Perspektive.

Regulatorisches Umfeld: Die deutsche Regierung unter grüner Beteiligung hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt, um den Einsatz von erneuerbaren Energien im Verkehrssektor zu steigern. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob dies auch die potenzielle Förderung von Bio-LNG als alternative Kraftstoffoption beinhaltet. Zudem werden die politischen Rahmenbedingungen u.a. auch vom Ausgang der Wahlen zum deutschen Bundestag im Jahr 2025 abhängen.

Ausbau von Bio-LNG: Eine solide und nachhaltige Lieferkette von Bio-LNG ist von entscheidender Bedeutung für den Erfolg der ViGo. Eine strategische Rückwärtsintegration und die Partnerschaft mit Landwirten und Biomasseproduzenten zur Sicherung einer zuverlässigen und qualitativ hochwertigen Biomasseversorgung wird verfolgt. Darüber hinaus wird die Infrastruktur zur Produktion, Lagerung und Verteilung von Bio-LNG kontinuierlich ausgebaut, um die voraussichtlich steigende Nachfrage auf dem deutschen und europäischen Markt bedienen zu können. Der Anteil von Bio-LNG am Gesamttreibstoffportfolio wird ein Hauptfaktor beim Erfolg der Gesellschaft sein.

Internationaler Markt: Die Nachfrage nach Bio-LNG ist nicht auf Deutschland beschränkt. Die Europäische Union und andere Länder setzen sich ebenfalls verstärkt für den Einsatz erneuerbarer Energien im Transportsektor ein. Eine organische oder anorganische Expansion der ViGo in internationale Märkte wird daher ein vielversprechender Schritt sein, um das Geschäft weiter auszubauen und zusätzliche Umsatzpotenziale zu erschließen.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren: Geplant ist Ende 2024 eine Anzahl von 28 operativen Tankstellen (+ 8 auf Lager = 36 im Bestand) und eine Absatzmenge für 2024 von ungefähr 33.400 Tonnen (zum Vergleich 33.000 Tonnen in 2023). Das EBITDA ist geplant für 2024 mit 9,7 Mio. EUR. Die Wahrscheinlichkeit der Realisierung dieser Kennzahlen hängt im Wesentlichen von der Entwicklung der THG-Quoten (siehe Chancen/Risiken), der Schnelligkeit der Genehmigungsprozesse der Tankstellen und der allgemeinen Entwicklung des Marktes (letztendlich eine Funktion der TCO-Kalkulation (total-cost-of-ownership) der Fahrzeuge der Kunden der Gesellschaft und des Marktes) zusammen. Zum Berichtszeitpunkt zeichnet sich ab, dass das EBITDA 2024 durch die ungünstige Entwicklung der vorgenannten Einflussfaktoren deutlich unter dem Plan liegen wird. Die ViGo Bioenergy GmbH wird dennoch ihre finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen können und hält an ihrer strategischen Ausrichtung fest.

Zusammenfassend lässt sich basierend auf den genannten Faktoren schlussfolgern, dass die ViGo insbesondere im Bereich Bio-LNG gute Chancen hat, von den Entwicklungen auf dem Markt zu profitieren. Mit einer klaren strategischen Rückwärtsintegration entlang der Lieferkette und weiteren Investitionen in das Tankstellennetzwerk wird die ViGo Ihre Position als führender Akteur im deutschen und potenziell auch im internationalen Bio-LNG-Markt festigen.

V. Risikobericht

Die Geschäftsjahre 2022/23 haben gezeigt, wie anfällig die Branche der Gesellschaft für die im Vergleich zum Jahr 2021 stark schwankenden Rohstoffpreise ist und wie schwer der noch sehr junge Markt für LNG/Bio-LNG als alternativer Treibstoff in Mitleidenschaft gezogen wurde. Auch eine langsame Stabilisierung im Jahr 2023 hat nicht dazu geführt, dass Logistikunternehmen wieder zunehmend in Gas-LKW investiert haben. Die Risiken in der Entwicklung der ViGo Bioenergy GmbH in den kommenden 2-5 Jahren hängen primär von den folgenden Faktoren ab:

Regulatorische Risiken: Die regulatorischen Rahmenbedingungen für alternative Kraftstoffe können sich (signifikant) aufgrund wechselnder politscher und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen (kurzfristig) ändern und möglicherweise negative Auswirkungen auf das Geschäft der ViGo haben. Änderungen in den Steuervergünstigungen, der Bemautung (ab 2024 vollständig wie Diesel-LKW) oder bei Emissionsbemessungen könnten sich auf die Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit von Bio-LNG (für Kunden und Tankstellenbetreiber) auswirken.

Volatilität der Treibhausgasquotenpreise: Die Beschaffung von Bio-LNG wird für die ViGo ein zentrales strategisches Element in den nächsten Jahren sein. Aufgrund der starken Abhängigkeit dieser Lieferkette von den Treibhausgasquotenpreise kann diese mit Risiken verbunden sein. Schwankungen aufgrund von Angebot und Nachfrage, Anrechenbarkeit anderer Treibstoffe (z.B. das in 2024 zugelassene HVO) oder anderen Faktoren können sich negativ (oder positiv) auf die Beschaffungspreise von Bio-LNG auswirken. So lagen die Marktpreise für die THG-Quote vor 2019 zumeist zwischen 150 EUR und 200 EUR pro Tonne CO 2. Mit Anhebung der THG- Quote auf 7% in 2021 ist die Nachfrage nach THG-Quoten deutlich gestiegen und die Quotenpreise lagen zwischenzeitlich bei bis 530 EUR pro Tonne CO 2. Im Laufe des Jahres 2023 sind die Preise wiederum primär durch das Inverkehrbringen falsch deklarierten Palmöls zusammengebrochen (teils <150 EUR pro Tonne). Diese teils enormen Schwankungen verdeutlichen das Risiko (als auch die Chance) für die Gesellschaft, die für eine möglichst günstige Beschaffung von Bio-LNG von möglichst hohen THG-Quotenpreisen abhängig ist.

Wettbewerb und Marktentwicklung: Der Bio-LNG-Markt wächst trotz vieler Marktkapriolen dynamisch und wettbewerbsintensiv. Neue Marktteilnehmer treten teils mit Dumpingpreisen in den Markt ein und provozieren einen Preiskrieg. Bei etablierten Unternehmen wird es stark auf die Wettbewerbsfähigkeit des Geschäftsmodells und die "kritische Masse" ankommen. All dies wird zu einem erhöhten Wettbewerbs- und Preisdruck führen.

Nachhaltigkeitsstandards: Die Einhaltung von Nachhaltigkeitsstandards im Hinblick auf Bio-LNG sind entscheidend. Fehlende Nachweise oder Intransparenz könnten das Image der Branche negativ beeinträchtigen. Nachhaltige und transparente Zertifizierungen nach ISCC werden relevant.

Zusammenfassend ist der Bio-LNG-Markt mit vielfältigen Risiken verbunden. Ein strategisches Risikomanagement innerhalb der Gesellschaft (z.B. durch back-to-back Verknüpfung von Kundenpreisen an die THG-Quotenpreise), die Diversifizierung von Lieferketten (z.B. durch Rückwärtsintegration entlang der Lieferkette) und Technologien (z.B. für Biogasverflüssiger, Tankstellenequipment) sowie eine kontinuierliche Anpassung (insbesondere für Kunden) an sich verändernde Rahmenbedingungen können dazu beitragen, diese Risiken zu minimieren.

VI. Chancen

Allgemein werden durch die Unternehmensleitung die Marktchancen und damit die Chancen für die ViGo Bioenergy GmbH als höher bemessen als die Risiken. Viele Risiken können umgekehrt auch zu (großen) Chancen werden, wodurch eine große Bandbreite von möglichen Entwicklungsszenarien gegeben ist, die der Gesellschaft in den kommenden 2-5 Jahren widerfahren kann:

Steigende Nachfrage nach erneuerbaren Kraftstoffen und Antriebsarten: Die Nachfrage nach umweltfreundlichen Kraftstoffen und Antriebsarten nimmt weltweit zu. Das Thema wird angetrieben durch die Notwendigkeit, Treibhausgasemissionen zu reduzieren und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen (insbesondere in Deutschland/Europa) zu verringern. Große blue-chip Unternehmen (Verlader) stehen unter enormen gesellschaftlichen Druck und der ihrer Aktionäre, ihre Güter umweltfreundlicher zu transportieren. Bio-LNG, als erneuerbarer und heute im Gegenteil zu anderen alternativen Antriebsarten bereits ökonomisch sinnvoll einsetzbarer Kraftstoff, hat ein erhebliches Potenzial, diese steigende Nachfrage zu bedienen.

Förderung erneuerbarer Energien und politischer Rückhalt: Die deutsche Ampelkoalition hat klare Ziele zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen und zur Förderung erneuerbarer Energien im Verkehrssektor festgelegt. Dies kann ein günstiges politisches Umfeld (Besteuerung, Bemautung, Investitionsförderung) für die Entwicklung und Verbreitung von Bio-LNG schaffen.

Internationale Expansion: Durch den Ausbau von Bio-LNG-Produktionskapazitäten und die Erschließung neuer Märkte kann die ViGo ihr Geschäft international ausweiten und zusätzliche Umsatzpotenziale erschließen und den hinsichtlich der Tankstellenanzahl möglicherweise stagnierenden deutschen Markt ergänzen.

Die zukünftigen Perspektiven für die Entwicklung des Unternehmens sind aus Sicht der Geschäftsleitung sehr gut. Bei entsprechender regulatorischer Begünstigung von Bio-LNG als alternativem Kraftstoff ist nach Einschätzung der Geschäftsführung in den kommenden Geschäftsjahren wieder mit einer positiven Unternehmensentwicklung zu rechnen.

 

Berlin, 16. Dezember 2024

Christian Schneider, Geschäftsführer

Martin Popp, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 57.426,56 86.219,56
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 34.757.782,71 24.395.946,63
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 56.683,81 53.231,56
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 13.670.621,44 14.514.998,16
48.485.087,96 38.964.176,35
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 25.520,00 25.520,00
48.568.034,52 39.075.915,91
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 630.233,51 427.959,67
2. fertige Erzeugnisse 640.014,59 910.481,88
1.270.248,10 1.338.441,55
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.814.904,49 5.233.185,76
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.964.805,83 0,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 530.345,75 1.856.091,95
8.310.056,07 7.089.277,71
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 14.419.753,67 2.319.695,58
24.000.057,84 10.747.414,84
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.276,02 315.748,56
72.570.368,38 50.139.079,31

Passiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 179.137,00 179.137,00
II. Kapitalrücklage 16.002.633,48 4.545.024,48
III. Gewinnvortrag 88.387,89 581.110,18
IV. Jahresfehlbetrag -4.541.139,89 -492.722,00
11.729.018,48 4.812.549,66
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 372.659,35
2. Sonstige Rückstellungen 1.041.908,20 726.159,41
1.041.908,20 1.098.818,76
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 17.080.897,01
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.467.331,92 4.734.703,67
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 1.193.330,95
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 52.087.561,73 18.780.828,19
5. Sonstige Verbindlichkeiten 613.888,04 53.071,29
- davon aus Steuern: EUR 572.119,13 (Vorjahr EUR 19.491,29)
57.168.781,69 41.842.831,11
D. Rechnungsabgrenzungsposten 2.630.660,01 2.384.879,78
72.570.368,38 50.139.079,31

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
2022
1. Umsatzerlöse 50.017.249,14 92.662.466,43
2. Sonstige betriebliche Erträge 645.892,23 267.542,89
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 99,65 (Vorjahr EUR 36,86)
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -35.180.371,81 -79.273.961,89
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -6.075.791,64 -4.689.547,17
-41.256.163,45 -83.963.509,06
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.088.810,94 -2.042.991,02
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -327.072,15 -237.662,42
-2.415.883,09 -2.280.653,44
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des -4.247.120,30 -2.666.880,67
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.151.446,10 -3.633.197,02
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 72,87 (Vorjahr EUR 1,04)
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 240.025,56 -19.242,34
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.373.297,07 -826.726,68
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR -1.883.752,50 (Vorjahr EUR -420.385,81)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -396,81 0,00
10. Ergebnis nach Steuern -4.541.139,89 -460.199,89
11. Sonstige Steuern 0,00 -32.522,11
12. Jahresfehlbetrag -4.541.139,89 -492.722,00

ANHANG zum JAHRESABSCHLUSS 2023

A. Grundlegende Angaben zum Unternehmen und zur Bilanzierung

Der Jahresabschluss der ViGo Bioenergy GmbH, Berlin (Amtsgericht Charlottenburg, HRB 170451 B) wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

B. Ausweis und Bewertungsänderungen

Ausweis und Bewertung sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.

C. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden, soweit abnutzbar, zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu drei Jahren), bewertet. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (Nutzungsdauern zwischen drei und zwölf Jahren) angesetzt. Steuerlich sogenannte geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Zugangszeitpunkt sofort vollständig abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten nach § 253 ff. HGB bewertet. Bei voraussichtlicher dauernder Wertminderung wurde nach § 253 Abs. 3 HGB auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Bei Wegfall der Gründe für Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Außerplanmäßige Abschreibungen sind nicht erfolgt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten ermittelt. Fremdkapitalzinsen sind nicht aktiviert.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalbetrag angesetzt, wobei erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt sind. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird zusätzlich durch eine ausreichend bemessene Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel werden jeweils zum Nennwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert.

Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen passiviert.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen, die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet.

D. Weitere Angaben zur Bilanz und GuV

Entwicklung der Posten des Anlagevermögens

Die Aufstellung und Entwicklung des Anlagevermögens ist dem beigefügten Bruttoanlagenspiegel zu entnehmen.

Umlaufvermögen

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stellen sich wie folgt dar:

Werte
in TEUR
Stand 31.12.2023 * davon mit RLZ über ein Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.310 155
und sonstige Vermögensgegenstände (7.089) (112)

* Die in Klammern angegebenen Werte betreffen die Vorperiode.

Eigenkapital

Das Stammkapital von 179.137,00 EUR ist mit dem Nennbetrag angesetzt.

Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen (1.042 TEUR) sind insbesondere Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von 301 TEUR sowie für ausstehende Rechnungen in Höhe von 712 TEUR enthalten.

Verbindlichkeiten

Werte in TEUR * Stand 31.12.2023 davon mit RLZ bis ein Jahr davon mit RLZ über ein Jahr davon mit RLZ über 5 Jahre
1. Verbindlichkeiten gegenüber 0 0 0 0
Kreditinstituten (17.081) (0) (2.549) (14.532)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen 4.467 4.467 0 0
und Leistungen (4.735) (3.851) (0) (0)
3. Erhaltene Anzahlungen auf 0 0 0 0
Bestellungen (1.193) (1.193) (0) (0)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen 52.088 13.819 38.269 0
Unternehmen (18.676) (7.923) (10.963) (0)
...davon ggü. Gesellschaftern 11.422 11.422 0
(10.963) (10.963) (0)
...davon aus Darlehen und Zinsen 43.432 5.163 38.269 0
(10.963) (0) (10.963) (0)
...davon aus Lieferungen und Leistungen 8.655 8.656 0 0
(7.923) (7.923) (0) (0)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 614 614 0 0
(53) (53) (0) (0)
...davon aus Steuern 572 572 0 0
(19) (19) (0) (0)

* Die in Klammern angegebenen Werte betreffen die Vorperiode.

Der unter dem Posten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesene Betrag ist mit den üblichen Eigentumsvorbehalten von Lieferanten besichert.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von 50.067 TEUR enthalten Erlöse aus dem Verkauf von LNG-Kraftstoff in Höhe 49.870 TEUR und Erlöse aus der Weiterverrechnung von Material und Personalkosten an verbundene Unternehmen in Höhe von 147 TEUR. Alle Umsatzerlöse wurden im Inland erzielt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

Werte
in TEUR
31.12.2023 31.12.2022
Bezugsverpflichtungen LNG 0 7.109
Miet- und Leasingverpflichtungen 5.433 8.682
Bestellobligo aus Investitionen, Liefer- und Dienstleistungsverträgen 3.951 11.339

Die Bezugsverpflichtungen LNG umfassen mengenmäßige Abnahmeverpflichtungen mit Gaslieferanten für das jeweilige Folgejahr, teilweise inklusive Slotentgelte für fest gebuchte Slots an den LNG Import-Terminals. Da wir im Geschäftsjahr keine Bezugsverpflichtungen mit externen Lieferanten eingehen mussten, entfällt diese Position erstmals.

Bei den Miet- und Leasingverpflichtungen handelt es sich hauptsächlich um langjährige Pachtverträge für die Grundstücke der Tankstellen sowie um sechs mobile Tankstellen, für die mit dem Hersteller ein Leasingvertrag besteht.

Es bestehen zwei Mietbürgschaften gegenüber Verpächtern, die in Form von Kautionsversicherungen in einem Volumen von 300 TEUR abgedeckt sind.

E. Sonstige Angaben

Anzahl der Mitarbeiter nach § 267 Abs. 5 HGB

Im Geschäfts- und Vorjahr wurden durchschnittlich beschäftigt:

Werte in Headcount 2023 2022
Vollzeitbeschäftigte 18 13
Teilzeitbeschäftigte 5 3
Werkstudenten 1 3
Praktikanten 0 2
Gesamt 24 21

Angaben zum Honorar für den Abschlussprüfer

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar beträgt voraussichtlich 35 TEUR für Abschlussprüfungsleistungen.

Angaben zu den Mitgliedern der Geschäftsführung

Mitglieder der Geschäftsführung sind:

Christian Schneider, Berlin, Geschäftsführer

Sander Schot, Berkel en Rodenrijs (NL), Geschäftsführer (bis 29.09.2023, ausgetragen im HR am 06.10.2023)

Martin Popp, Söhnstetten, Geschäftsführer (seit 29.09.2023, eingetragen im HR am 06.10.2023)

Die Angabe zu den Bezügen der Geschäftsführung wird mit Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB unterlassen, da nur zwei Geschäftsführer Bezüge erhalten haben.

Angaben zum Konzernabschluss, Konsolidierungskreis

Der Jahresabschluss der ViGo Bioenergy GmbH wird in den befreienden Konzernabschluss ihrer Muttergesellschaft ViGo Bioenergy B.V., Rotterdam (NL) einbezogen. Diese wiederum wird in den Konsolidierungskreis der Vitol Holding B.V., Rotterdam, einbezogen. Deren Konzernabschluss ist hinterlegt beim Handelsregister Rotterdam.

Angaben zu Finanzanlagen - Beteiligungsbesitz

Werte
in TEUR
Beteiligung
in Prozent
31.12.2023 Eigenkapital in TEUR (100
%)
2023 - Ergebnis in TEUR (100
%)
ViGo Services GmbH 100 % 215 65

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Im Zuge der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sowie potentiellen Krisenherden in der Ukraine und im Nahen Osten kann es eventuell auch in 2024 zu sehr deutlichen Preisausschlägen beim Einkauf von Erdgas kommen, die an die Kunden weitergegeben werden. Es besteht ein erhöhtes Risiko, dass einzelne Kunden aufgrund der insgesamt gestiegenen Preise ausfallen könnten. Die Gesellschaft sichert sich über eine Warenkreditversicherung möglichst breit über entsprechende Ausfälle ab. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses sind weitere wesentliche Forderungsausfälle, über die im Jahresabschluss bereits ausgewiesenen Beträge hinaus, nicht ersichtlich.

Ende Februar 2024 wurden sämtliche Gesellschafterdarlehen inklusive aufgelaufener, endfälliger Zinsen vollständig und vorzeitig an den Gesellschafter ViGo Bioenergy B.V. zurückgezahlt (rund 11,4 Mio. EUR).

Anfang Juli 2024 hat die ViGo Bioenergy GmbH im Rahmen eines Asset Deals den deutschen Tankstellenbetrieb der niederländischen Schwestergesellschaft Vigo Marketing NL .B.V. übernommen. Im Zuge dessen wurde die Kapitalrücklage der ViGo Bioenergy GmbH um 7,9 Mio. EUR erhöht.

 

Berlin, 16. Dezember 2024

Christian Schneider, Geschäftsführer

Martin Popp, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
Beschreibung 01.01.2023
TEUR
Zugänge
TEUR
Umbuchungen
TEUR
Abgänge
TEUR
31.12.2023
TEUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 313,72 0,00 12,50 0,00 326,22
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 313,72 0,00 12,50 0,00 326,22
II. SACHANLAGEN 43.892,60 15.479,94 -12,50 3.557,35 55.802,69
1. Technische Anlagen und Maschinen 29.270,96 0,00 14.700,81 1.962,08 42.009,68
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 106,65 39,79 0,00 24,05 122,39
3. Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) 0,00 19,80 0,00 19,80 0,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 14.515,00 15.420,34 -14.713,31 1.551,41 13.670,62
III. FINANZANLAGEN 25,52 0,00 0,00 0,00 25,52
1. Beteiligungen 25,52 0,00 0,00 0,00 25,52
Summe 44.231,84 15.479,94 0,00 3.557,35 56.154,43
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
Beschreibung 01.01.2023
TEUR
Zugänge
TEUR
Abgänge
TEUR
31.12.2023
TEUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 227,50 41,29 0,00 268,80
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 227,50 41,29 0,00 268,80
II. SACHANLAGEN 4.928,43 4.205,83 1.816,65 7.317,60
1 .Technische Anlagen und Maschinen 4.875,01 4.152,30 1.775,41 7.251,90
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 53,42 33,73 21,44 65,71
3. Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) 19,80 19,80
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
III. FINANZANLAGEN 0,00 0,00 0,00 0,00
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 5.155,93 4.247,12 1.816,65 7.586,40
Restbuchwerte
Beschreibung 31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 57,43 86,22
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 57,43 86,22
II. SACHANLAGEN 48.485,09 38.964,18
1 .Technische Anlagen und Maschinen 34.757,78 24.395,95
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 56,68 53,23
3. Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) 0,00 0,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 13.670,62 14.515,00
III. FINANZANLAGEN 25,52 25,52
1. Beteiligungen 25520 25,52
Summe 48.568,03 39.075,92

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ViGo Bioenergy GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ViGo Bioenergy GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ViGo Bioenergy GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Berlin, den 19. Dezember 2024

Stefanie Bartel, Wirtschaftsprüferin

ppa. Andra Grußien, Wirtschaftsprüferin

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 23. Dezember 2024 festgestellt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

100 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.