Centura Bau GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Baustoffen und Anstrichmitteln
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Martin Andreas Popp seit 6.10.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
ViGo Bioenergy B.V. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ViGo Bioenergy GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen der Gesellschaft Die ViGo Bioenergy GmbH (bis 31.10.2022 firmierend unter LIQUIND 24/7 GmbH) wurde am 15.08.2015 gegründet und am 18.09.2015 im Handelsregister eingetragen. Der Sitz ist in Berlin. Seit dem 16.09.2021 gehört die Gesellschaft mehrheitlich zur internationalen Vitol Gruppe. Die Geschäftstätigkeit der ViGo Bioenergy GmbH umfasst die Entwicklung eines Marktes für alternative Kraftstoffund Antriebsarten für den Schwerlastverkehr in Deutschland und Europa. Im Fokus stehen hier die Kraftstoffarten LNG (Flüssigerdgas) und Bio-LNG, die beide umweltfreundlichere Transporte ermöglichen als mit Dieselkraftstoff. Um eine Versorgungssicherheit für die Kunden der ViGo zu realisieren, entwickelt die Gesellschaft ein flächendeckendes Netzwerk von Betankungsinfrastruktur (mannlose Tankstellen im 24/7 Betrieb). ViGo bildet dabei den gesamten Wertschöpfungsprozess der Infrastrukturentwicklung ab: Grundstücksakquise, Genehmigungsplanung, EquipmentBeschaffung, Bau, Inbetriebnahme, technischer Betrieb und Befüll-Management. In-house erfolgen außerdem Rechnungslegung und Vertrieb. Der technisch reibungslose und sichere Betrieb der Tankstellen wird durch die Tochtergesellschaft (100%) ViGo Services GmbH, Berlin, sichergestellt. Am 31.12.2023 betrieb die ViGo Bioenergy GmbH deutschlandweit 27 eigene Tankstellen (Gesamtmarkt Ende 2023: ca. 180 Tankstellen). Der Marktanteil der Gesellschaft konnte unterjährig nach Absatz (kg) stets bei >20% gehalten werden. Der Fokus im Geschäftsjahr 2023 lag auf der Bewältigung der Auswirkungen der für die Branche massiven Folgen aus der Gaspreisentwicklung in Europa seit 2021/22. Als Folge dessen ist der Gesamtmarkt im Laufe des Jahres 2023 zwar weitestgehend wieder auf das Vorkrisenniveau zurückgekehrt, ein Marktwachstum war allerdings nicht zu verzeichnen. Der Fokus lag damit weniger auf der Netzwerkexpansion, sondern auf der Erweiterung des Bio-LNG Portfolios und der damit zusammenhängenden Preis- und Zertifizierungsstrategie. II. Geschäftsverlauf 1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war zu Beginn des Jahres 2023 weiterhin durch die Nachwirkungen der Corona-Pandemie sowie die Ukrainekrise geprägt. Anfangs verschärfte die russische Invasion und die darauffolgende Sanktionspolitik die Energiekrise, doch durch milde Wintertemperaturen, erhöhte LNG-Importe und Energiesparmaßnahmen sanken die Gaspreise im Laufe des Jahres erheblich, teils auf Vorkrisenniveau. Die Europäische Zentralbank reagierte auf die hohe Inflation mit mehreren Leitzinserhöhungen, was zu höheren Finanzierungskosten führte und Investitionen sowie Konsumausgaben dämpfte. Trotzdem erholte sich die deutsche Wirtschaft allmählich, teils begünstigt durch den Rückgang der Energiepreise. Die Arbeitslosenquote blieb trotzdem niedrig, und staatliche Unterstützungsmaßnahmen stabilisierten die Kaufkraft der Bevölkerung und damit auch den Transportsektor. Insgesamt war das Jahr 2023 in Deutschland geprägt von einer langsamen, aber stetigen wirtschaftlichen Erholung, bedingt durch die sinkenden Energiepreise und die Anpassung an die EZB-Zinspolitik sowie einer verstärkten Fokussierung auf eine nachhaltige Wirtschaftspolitik. 2. Entwicklung der Branche Im Laufe des Jahres 2023 normalisierten sich die im Jahr 2023 stark gestiegenen Gaspreise wieder, insbesondere saisonbedingt im Sommer und durch den Ausbau von LNG-Importkapazitäten. Die Zapfsäulen- und Vertragskundenpreise fielen erheblich, was die Attraktivität von LNG-Fahrzeugen grundsätzlich wieder erhöhte. Aufgrund der schlechten Erfahrungen in der Gaspreiskrise, den gesamtwirtschaftlich trüben Aussichten und den unklaren regulatorischen Rahmenbedingungen fiel es den meisten Logistik- und Speditionsunternehmen jedoch schwer, wieder in Gas-LKW zu investieren. Zudem kam es zu Überkapazitäten auf dem Tankstellenmarkt, da zu viele LNG-Tankstellen für die stagnierende Anzahl an LKW vorhanden war, da viele dieser Infrastrukturinvestitionen noch vor der Gaspreiskrise getätigt worden waren und dann im Laufe des Jahres 2023 fertiggestellt wurden. Dies führte zu einer deutlichen Überkapazität und niedrigen Auslastungsquoten. Die ViGo Bioenergy GmbH konnte trotz dieser schwierigen Marktbedingungen ihren Marktanteil zwischen 20% und 30% halten. Dies gelang durch die Gewährung spezifischer Rabatte aufgrund erstmalig substanzieller Bio-LNG Mengen im Netzwerk, die es gasfahrzeug-fokussierten Kunden ermöglichten, ihre Flotten weiterzubetreiben. Ein weiterer für die Branche signifikanter Faktor war der Verfall der Treibhausgasquotenpreise (THG-Quotenpreise) im Laufe des Jahres 2023. Dieser Preisverfall reduzierte die Anreize für Kraftstofflieferanten, die Investitionen in CO 2 -arme Alternativen wie Bio-LNG auszubauen. Das THG-Quotensystem, das darauf abzielt, die Emissionen von Treibhausgasen zu reduzieren, indem es Kraftstofflieferanten verpflichtet, einen bestimmten Anteil an erneuerbaren und/oder CO 2 -armen Kraftstoffen in ihren Gesamtverkäufen nachzuweisen, verlor dadurch an Wirksamkeit. Mit den sinkenden Preisen für THG-Quoten wurde es weniger profitabel, in teurere, umweltfreundliche Kraftstoffe wie Bio-LNG zu investieren und vor allem die Preise des kostenintensiv in Europa hergestellten Bio-LNG auf ein zum Konkurrenzkraftstoff Diesel wettbewerbsfähiges Niveau einzustellen. Zudem verringert ein niedriges THG-Quotenpreisniveau das Margenpotenzial. Der deutsche LNG/Bio-LNG-Kraftstoffmarkt profitierte jedoch weiterhin von staatlichen Subventionen, die dazu dienten, die Verwendung von LNG und Bio-LNG als alternative Kraftstoffe im Transportsektor zu fördern:
Trotz dieser Unterstützung stagnierte der Markt im Jahr 2023 aufgrund der genannten Tankstellenüberkapazitäten und der Zurückhaltung von Logistikunternehmen beim Kauf neuer LNG-LKW aufgrund der unsicheren gesamtwirtschaftlichen Gesamtaussicht und der unklaren Aussichten beim Fördermittelregime. Die Normalisierung der Gaspreise und die daraus resultierende Stabilisierung des LNG-Marktes konnten die Absatzschwierigkeiten nur teilweise kompensieren. Die Herausforderungen bleiben bestehen, doch die ViGo Bioenergy GmbH zeigt weiterhin Anpassungsfähigkeit und Innovationskraft in einem volatilen Marktumfeld. III. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 1. Ertragslage Die Umsatzerlöse der ViGo Bioenergy GmbH resultieren fast ausschließlich aus dem Absatz von LNG innerhalb des eigenen LNG-Tankstellennetzes der Gesellschaft in Deutschland. Mit 21 Tankstellen zu Jahresbeginn wurden im Verlauf des Geschäftsjahres weitere zehn Tankstellen an neuen Standorten in Betrieb genommen. Darüber hinaus haben wir an drei Standorten die mobilen Tankstellen mit neuen stationären Tankstellenanlagen ersetzt. Außerdem wurden im vierten Quartal vier Standorte geschlossen, da entweder die Genehmigung für den Aufbau der größeren, stationären Anlage dort nicht möglich war oder der Standort nicht genügend Nachfrage generierte. Demzufolge ist unser Tankstellennetz in 2023 netto von 21 auf 27 operative Tankstellen zum Jahresende gewachsen. Geprägt durch das weiterhin stagnierende Marktvolumen in Folge der außerordentlichen Entwicklung des TTF-Börsenpreises in 2022 haben wir das Tankstellennetz ganz bewusst nicht deutlicher ausgebaut. Dennoch konnten wir in 2023 ein Wachstum des LNG-Absatzes in unserem Netz von 10 % auf rund 33.000 Tonnen LNG erzielen (Vorjahr 30.000 Tonnen) und damit die Planung von knapp 27.000 Tonnen LNG um 22 % übertreffen. Die Ertragslage im Geschäftsjahr 2023 war (im Vergleich zum Jahr 2022) im Wesentlichen durch die folgenden Faktoren negativ beeinflusst:
Der Rohertrag (Umsatzerlöse zzgl sonst. betr. Erträge, abzgl. Materialaufwand) lag im Geschäftsjahr bei rund 9,4 Mio. EUR und damit trotz Tankstellenausbau und Absatzmengensteigerung nur knapp über Vorjahresniveau (9,0 Mio. EUR). Die Umsatzerlöse haben sich mit rund 50,0 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr (92,7 Mio. EUR) um ca. 46 % reduziert. Dies ist jedoch auf die im Vergleich zum Vorjahr gesunkenen Börsenpreise zurückzuführen. Der TTF-Preis hat sich 2023 wieder dem Niveau von 2021 angepasst. Dennoch haben wir unseren Kunden vor allem zu Jahresbeginn deutliche Sonder- und Mengenrabatte eingeräumt und somit über 1,65 Mio. EUR potenziellen Rohertrag an die Kunden weitergegeben. Aufgrund des Ausbaus des Tankstellennetzes und des höheren Supply- und Logistikaufwands war auch die Erweiterung des Personals erforderlich. Aber auch die Erweiterung des Vertriebsteams und das weiter ausgebaute Insourcing des Rechnungswesens haben zum Anstieg der Personalaufwendungen geführt (+ 135 TEUR). Die Erhöhung der Abschreibungen (+ 1.580 TEUR) resultiert ebenso aus der höheren Zahl an Tankstellen. Dem Wachstum des Tankstellennetzes folgend sind auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im letzten Jahr deutlich gestiegen (+ 1.518 TEUR). Weitere Gründe sind vor allem die gestiegenen Pachtaufwendungen für die Flächen der Tankstellen, die höheren Versicherungs-, Reparatur- und Instandhaltungskosten der Anlagen. Die gestiegenen Investitionen in das Anlagevermögen erforderten einen höheren Finanzierungsbedarf und damit verbunden auch einen höheren Zinsaufwand (+ 1.547 TEUR). Das Ergebnis nach Steuern liegt mit einem Jahresfehlbetrag von 4.541 TEUR sehr deutlich unter dem Vorjahresniveau (Jahresfehlbetrag 493 TEUR) und auch unterhalb des geplanten Ergebnisses (Plan 2023 Jahresüberschuss 220 TEUR). Hierbei sind aber die beiden oben genannten Effekte der nicht erreichten Bio-LNG Mengen im Einkauf sowie der von uns den Kunden gewährten Sonder-/Mengenrabatten nochmals zu erwähnen. 2. Finanzlage Die Investitionen in unsere Tankstellen sind sowohl durch Eigenkapital als auch Kapital von verbundenen Unternehmen langfristig finanziert; externe Bankenfinanzierungen und -fazilitäten bestehen nicht mehr. Im letzten Jahr wurde die Finanzierungstruktur der Gesellschaft grundlegend und vollständig umstrukturiert. Sämtliche Finanzierungsbedarfe werden seit Sommer entweder über den Mutterkonzern Vitol oder den Alleingesellschafter ViGo Bioenergy B.V. bereitgestellt. Dazu wurden im Sommer sämtliche externe Bankdarlehen vorzeitig abgelöst und weitere 30 Mio. EUR für Investitionstätigkeiten als Darlehenslinie kontrahiert. Durch diese Umschuldung haben sich die Zinssätze auf das aktuelle Zinsniveau erhöht, dies gilt vor allem mit Blick auf die älteren Darlehensverträge. Die Restlaufzeiten der neuen Finanzierungsverträge mit Vitol sind zunächst kurzfristiger, dies wird aber im Laufe des nächsten Jahres angepasst. Die Liquidität der Gesellschaft im letzten Jahr war stets gesichert. Die liquiden Mittel betrugen am Bilanzstichtag insgesamt über 14,4 Mio. EUR. Zusätzlich standen am Bilanzstichtag freie Kreditlinien bei Konzerngesellschaften in Höhe von knapp 17 Mio. EUR zur Verfügung. Wir rechnen damit, auch künftig unsere finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu können. 3. Vermögenslage Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag 72,6 Mio. EUR, das entspricht einer Bilanzverlängerung von über 22 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr (50,1 Mio. EUR). Die Erhöhung entspricht im Wesentlichen einerseits dem Anstieg des Sachanlagevermögens (+ 9,5 Mio. EUR), welches sich aus fertiggestellten, im Betrieb befindlichen Tankstellen (+ 10,4 Mio. EUR) als auch im Bau bzw. in der Planung befindlichen neuen Tankanlagen (- 0,8 Mio. EUR) zusammensetzt. Andererseits hat sich der Bestand liquider Mittel zum Vorjahresstichtag um 12 Mio. EUR erhöht. Die Verringerung der ausgewiesenen Vorräte (- 68 TEUR) resultiert im Wesentlichen aus den niedrigeren Beschaffungspreisen gegenüber dem Vorjahr. Der Bestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen am Bilanzstichtag in Höhe von 3,8 Mio. EUR ist 1,4 Mio. EUR geringer als im Vorjahr und resultiert wiederum aus dem niedrigeren Gaspreis Dezember 2023 zu Dezember 2022. Hinzugekommen sind nun auch Forderungen gegen verbundene Unternehmen (knapp 4 Mio. EUR), die überwiegend aus dem Verkauf nicht mehr benötigter mobiler Anlagen an die Schwestergesellschaft in England resultieren. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (4,5 Mio. EUR) sind leicht um rund 267 TEUR gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind von 53 TEUR auf 614 TEUR gestiegen. Dies resultiert vornehmlich aus Umsatzsteuerzahllast (476 TEUR) und Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern (96 TEUR). Durch die oben erwähnte Umschuldung in 2023 sind im Vergleich zum Vorjahr die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von 17 Mio. EUR auf Null gesunken und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, inklusive der Gesellschafterdarlehen, zum Bilanzstichtag von knapp 19 Mio. EUR auf 52 Mio. EUR gestiegen. Beabsichtigt ist im laufenden Geschäftsjahr, dass die Gesellschafterdarlehen im ersten Quartal vollständig vorzeitig abgelöst werden und die Intercompany-Finanzierung mit Vitol im zweiten Halbjahr mittel- bis langfristig ausgelegt wird. Alle Verbindlichkeiten bestehen in EUR, d.h. es bestehen keine Währungsrisiken. Der Rückgang der Rückstellungen (- 57 TEUR) resultiert einerseits aus der Auflösung von Steuerrückstellungen aus den Vorjahren. Neue Steuerrückstellungen sind nicht gebildet worden. Andererseits kam es zu einer Erhöhung der sonstigen Rückstellungen. Die Eigenkapitalquote des Unternehmens beträgt zum Bilanzstichtag 16 % (10 % im Vorjahr). Der Anstieg resultiert aus der Erhöhung der Kapitalrücklage um knapp 11,5 Mio. EUR auf 16 Mio. EUR bei gleichzeitiger Erhöhung der Bilanzsumme durch Anstieg des Sachanlagevermögens sowie Finanzierungsbedarf des Anlagevermögens entsprechend dem Wachstumspfad der Gesellschaft in den nächsten Jahren. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Die Gesellschaft wird im Wesentlichen durch drei finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren gesteuert. (1) Die Anzahl der operativen Tankstellen ist die Basis für die Erweiterung unseres Absatz- und Umsatzvolumens. Hierzu zählen nur jene Tankstellen, die in der jeweiligen Periode in Betrieb sind, d.h. die entweder fertiggestellt und eine erfolgreiche Erstinbetriebnahme durchlaufen haben oder die sich nicht auf Lager befinden. Letztere betreffen die mobilen Anlagen, die die Standorte meist nach einem Jahr wechseln, weil sie durch stationäre, größere Tankstellen mit BImSchG-Genehmigung ersetzt werden und daher temporär zwischengelagert werden. Zu Jahresbeginn waren 21 Tankstellen in Betrieb, davon 15 stationäre und sechs mobile Anlagen. Im Laufe des Jahrs wurden drei stationäre Anlagen gebaut, fertiggestellt und haben dort die mobilen Anlagen ersetzt. Zusätzlich wurden zehn neue Standorte mit mobilen oder direkt stationären Anlagen gebaut und in Betrieb genommen. Durch viel zu lange Genehmigungsprozeduren oder mangelnde Nachfrage an insgesamt vier Standorten mussten die dortigen mobilen Anlagen außer Betrieb genommen werden, ohne dass dort neue, stationäre Anlagen gebaut wurden. Damit waren am Jahresende 27 Tankstellen operativ (23 stationäre, vier mobile) und weitere acht mobile Anlagen befanden sich in einem Zwischenlager. Das Planziel von 29 Tankstellen haben wir nicht ganz erreicht, die Gründe dafür sind jedoch eindeutig: Zum einen war seit Sommer wegen deutlicher behördlicher Genehmigungsverzögerung an einem geplanten neuen Standort die Fertigstellung bis Jahresende nicht mehr möglich. Zum anderen gab es an zwei Standorten deutlich zu geringe Nachfrage, so dass hier die mobile Anlage jeweils außerplanmäßig außer Betrieb genommen wurde. (2) Der zweite Leistungsindikator ist die LNG-Absatzmenge an unseren Tankstellen. Da wir zweiwöchentlich die Tankvorgänge unserer Kunden pro Standort abrechnen, haben wir einen detaillierten Leistungsindikator pro Station im Zeitablauf. Für das Berichtsjahr wurden knapp 27.000 Tonnen LNG-Absatz geplant. Aufgrund des moderaten Tankstellennetzausbaus und den bereits erwähnten Gaspreisturbulenzen konnten wir dennoch 33.000 Tonnen LNG absetzen (22 % über Plan). Dazu haben auch unsere bestehenden, hochfrequentierten Stationen beigetragen, an denen im Vergleich zum Vorjahr damit sogar deutlich mehr abgesetzt wurde (Vorjahresmenge 30.000 Tonnen). (3) Letztlich messen wir den operativen, finanziellen Unternehmenserfolg am operativen Ergebnis vor Abschreibung und Zinsen (EBITDA). Basierend auf der Planung mit dem bereits erwähnten hohen Anteil von Bio-LNG im Portfolio betrug das PLAN-EBITDA 8.100 TEUR. Tatsächlich konnte jedoch lediglich ein EBITDA von rund 1.840 TEUR erzielt werden (- 1.213 TEUR gegenüber Vorjahr). Die Differenz zur Planung resultiert hauptsächlich aus dem entgangenen Bio-LNG Margeneffekt sowie den an unsere Kunden gewährten Sonderrabatten aufgrund der nachlaufenden Gaspreisturbulenzen. 5. Einschätzung der Unternehmensleitung zum Geschäftsjahr 2023 Die Geschäftsentwicklung der ViGo Bioenergy GmbH kann für das Jahr 2023 angesichts des weiterhin herausfordernden Marktumfeldes als zufriedenstellend angesehen werden. Trotz der durch sinkende Treibhausgasquotenpreise reduzierten Margen und Möglichkeiten für Preisanpassungen für Kunden und einer allgemeinen Marktstagnation konnte der Marktanteil der ViGo auf über 20% gehalten werden, was auch für das Jahr 2024 aufgrund der geplanten, steigenden Bio-LNG Mengen zu erwarten ist. Die ViGo Bioenergy GmbH wird ihre Marktposition im Jahr 2024, ggfs. auch durch weitere Zukäufe, stärken, sich auf den Ausbau des Bio-LNG-Portfolios konzentrieren und damit wichtige Weichen für die nächsten Geschäftsjahre stellen. Das Ergebnis des Jahres 2023 liegt mit einem Jahresfehlbetrag von 4.541 TEUR deutlich unter dem Vorjahresniveau (Jahresfehlbetrag 493 TEUR), was primär auf die weiter oben aufgeführten Gründe zurückzuführen ist. Trotz dieses negativen Ergebnisses sieht die Unternehmensleitung positiv in die Zukunft. Im Wesentlichen wird es im Jahr 2024 auf das allgemeine gesamtwirtschaftliche Umfeld, das Niveau der THG-Quotenpreise und die sich verstärkende Wettbewerbssituation ankommen. IV. Prognosebericht Die ViGo Bioenergy GmbH ist mit ihrem LIQUIND-gebrandeten Tankstellennetzwerk (das Rebranding der Tankstellen auf "ViGo" ist in 2024 abgeschlossen) ein wichtiger Marktspieler im Bereich LNG/Bio-LNG als Kraftstoff für den Transportsektor. Grundlegende gesellschaftliche Trends lassen für die nächsten 10 Jahre signifikante Veränderungen im Verkehrs- und Transportsektor im Bereich alternative Kraftstoffe und Antriebsarten erwarten. Die ViGo Bioenergy GmbH soll auch in den nächsten Jahren ein wichtiger Marktakteur in diesem Bereich bleiben. Die Prognose für die Entwicklung des Unternehmens in den kommenden Jahren hängt primär von den folgenden Faktoren ab:
Zusammenfassend lässt sich basierend auf den genannten Faktoren schlussfolgern, dass die ViGo insbesondere im Bereich Bio-LNG gute Chancen hat, von den Entwicklungen auf dem Markt zu profitieren. Mit einer klaren strategischen Rückwärtsintegration entlang der Lieferkette und weiteren Investitionen in das Tankstellennetzwerk wird die ViGo Ihre Position als führender Akteur im deutschen und potenziell auch im internationalen Bio-LNG-Markt festigen. V. Risikobericht Die Geschäftsjahre 2022/23 haben gezeigt, wie anfällig die Branche der Gesellschaft für die im Vergleich zum Jahr 2021 stark schwankenden Rohstoffpreise ist und wie schwer der noch sehr junge Markt für LNG/Bio-LNG als alternativer Treibstoff in Mitleidenschaft gezogen wurde. Auch eine langsame Stabilisierung im Jahr 2023 hat nicht dazu geführt, dass Logistikunternehmen wieder zunehmend in Gas-LKW investiert haben. Die Risiken in der Entwicklung der ViGo Bioenergy GmbH in den kommenden 2-5 Jahren hängen primär von den folgenden Faktoren ab:
Zusammenfassend ist der Bio-LNG-Markt mit vielfältigen Risiken verbunden. Ein strategisches Risikomanagement innerhalb der Gesellschaft (z.B. durch back-to-back Verknüpfung von Kundenpreisen an die THG-Quotenpreise), die Diversifizierung von Lieferketten (z.B. durch Rückwärtsintegration entlang der Lieferkette) und Technologien (z.B. für Biogasverflüssiger, Tankstellenequipment) sowie eine kontinuierliche Anpassung (insbesondere für Kunden) an sich verändernde Rahmenbedingungen können dazu beitragen, diese Risiken zu minimieren. VI. Chancen Allgemein werden durch die Unternehmensleitung die Marktchancen und damit die Chancen für die ViGo Bioenergy GmbH als höher bemessen als die Risiken. Viele Risiken können umgekehrt auch zu (großen) Chancen werden, wodurch eine große Bandbreite von möglichen Entwicklungsszenarien gegeben ist, die der Gesellschaft in den kommenden 2-5 Jahren widerfahren kann:
Die zukünftigen Perspektiven für die Entwicklung des Unternehmens sind aus Sicht der Geschäftsleitung sehr gut. Bei entsprechender regulatorischer Begünstigung von Bio-LNG als alternativem Kraftstoff ist nach Einschätzung der Geschäftsführung in den kommenden Geschäftsjahren wieder mit einer positiven Unternehmensentwicklung zu rechnen.
Berlin, 16. Dezember 2024 Christian Schneider, Geschäftsführer Martin Popp, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
ANHANG zum JAHRESABSCHLUSS 2023A. Grundlegende Angaben zum Unternehmen und zur Bilanzierung Der Jahresabschluss der ViGo Bioenergy GmbH, Berlin (Amtsgericht Charlottenburg, HRB 170451 B) wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. B. Ausweis und Bewertungsänderungen Ausweis und Bewertung sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. C. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände werden, soweit abnutzbar, zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu drei Jahren), bewertet. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (Nutzungsdauern zwischen drei und zwölf Jahren) angesetzt. Steuerlich sogenannte geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Zugangszeitpunkt sofort vollständig abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten nach § 253 ff. HGB bewertet. Bei voraussichtlicher dauernder Wertminderung wurde nach § 253 Abs. 3 HGB auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Bei Wegfall der Gründe für Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Außerplanmäßige Abschreibungen sind nicht erfolgt. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten ermittelt. Fremdkapitalzinsen sind nicht aktiviert. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalbetrag angesetzt, wobei erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt sind. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird zusätzlich durch eine ausreichend bemessene Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die flüssigen Mittel werden jeweils zum Nennwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen passiviert. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen, die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. D. Weitere Angaben zur Bilanz und GuV Entwicklung der Posten des Anlagevermögens Die Aufstellung und Entwicklung des Anlagevermögens ist dem beigefügten Bruttoanlagenspiegel zu entnehmen. Umlaufvermögen Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stellen sich wie folgt dar:
* Die in Klammern angegebenen Werte betreffen die Vorperiode. Eigenkapital Das Stammkapital von 179.137,00 EUR ist mit dem Nennbetrag angesetzt. Sonstige Rückstellungen In den sonstigen Rückstellungen (1.042 TEUR) sind insbesondere Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von 301 TEUR sowie für ausstehende Rechnungen in Höhe von 712 TEUR enthalten. Verbindlichkeiten
* Die in Klammern angegebenen Werte betreffen die Vorperiode. Der unter dem Posten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesene Betrag ist mit den üblichen Eigentumsvorbehalten von Lieferanten besichert. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse in Höhe von 50.067 TEUR enthalten Erlöse aus dem Verkauf von LNG-Kraftstoff in Höhe 49.870 TEUR und Erlöse aus der Weiterverrechnung von Material und Personalkosten an verbundene Unternehmen in Höhe von 147 TEUR. Alle Umsatzerlöse wurden im Inland erzielt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse
Die Bezugsverpflichtungen LNG umfassen mengenmäßige Abnahmeverpflichtungen mit Gaslieferanten für das jeweilige Folgejahr, teilweise inklusive Slotentgelte für fest gebuchte Slots an den LNG Import-Terminals. Da wir im Geschäftsjahr keine Bezugsverpflichtungen mit externen Lieferanten eingehen mussten, entfällt diese Position erstmals. Bei den Miet- und Leasingverpflichtungen handelt es sich hauptsächlich um langjährige Pachtverträge für die Grundstücke der Tankstellen sowie um sechs mobile Tankstellen, für die mit dem Hersteller ein Leasingvertrag besteht. Es bestehen zwei Mietbürgschaften gegenüber Verpächtern, die in Form von Kautionsversicherungen in einem Volumen von 300 TEUR abgedeckt sind. E. Sonstige Angaben Anzahl der Mitarbeiter nach § 267 Abs. 5 HGB Im Geschäfts- und Vorjahr wurden durchschnittlich beschäftigt:
Angaben zum Honorar für den Abschlussprüfer Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar beträgt voraussichtlich 35 TEUR für Abschlussprüfungsleistungen. Angaben zu den Mitgliedern der Geschäftsführung Mitglieder der Geschäftsführung sind:
Die Angabe zu den Bezügen der Geschäftsführung wird mit Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB unterlassen, da nur zwei Geschäftsführer Bezüge erhalten haben. Angaben zum Konzernabschluss, Konsolidierungskreis Der Jahresabschluss der ViGo Bioenergy GmbH wird in den befreienden Konzernabschluss ihrer Muttergesellschaft ViGo Bioenergy B.V., Rotterdam (NL) einbezogen. Diese wiederum wird in den Konsolidierungskreis der Vitol Holding B.V., Rotterdam, einbezogen. Deren Konzernabschluss ist hinterlegt beim Handelsregister Rotterdam. Angaben zu Finanzanlagen - Beteiligungsbesitz
ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. Nachtragsbericht Im Zuge der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sowie potentiellen Krisenherden in der Ukraine und im Nahen Osten kann es eventuell auch in 2024 zu sehr deutlichen Preisausschlägen beim Einkauf von Erdgas kommen, die an die Kunden weitergegeben werden. Es besteht ein erhöhtes Risiko, dass einzelne Kunden aufgrund der insgesamt gestiegenen Preise ausfallen könnten. Die Gesellschaft sichert sich über eine Warenkreditversicherung möglichst breit über entsprechende Ausfälle ab. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses sind weitere wesentliche Forderungsausfälle, über die im Jahresabschluss bereits ausgewiesenen Beträge hinaus, nicht ersichtlich. Ende Februar 2024 wurden sämtliche Gesellschafterdarlehen inklusive aufgelaufener, endfälliger Zinsen vollständig und vorzeitig an den Gesellschafter ViGo Bioenergy B.V. zurückgezahlt (rund 11,4 Mio. EUR). Anfang Juli 2024 hat die ViGo Bioenergy GmbH im Rahmen eines Asset Deals den deutschen Tankstellenbetrieb der niederländischen Schwestergesellschaft Vigo Marketing NL .B.V. übernommen. Im Zuge dessen wurde die Kapitalrücklage der ViGo Bioenergy GmbH um 7,9 Mio. EUR erhöht.
Berlin, 16. Dezember 2024 Christian Schneider, Geschäftsführer Martin Popp, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ViGo Bioenergy GmbH, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ViGo Bioenergy GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ViGo Bioenergy GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Berlin, den 19. Dezember 2024 Stefanie Bartel, Wirtschaftsprüferin ppa. Andra Grußien, Wirtschaftsprüferin Feststellung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 23. Dezember 2024 festgestellt. |
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