Finsterwalder Transport GmbH

Abbestraße 72, 06217 Merseburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 13195
Vorher
Fiwa Newco GmbH
Eingetragen
10.2.2008
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenVermittlungstätigkeiten für die Güterbeförderung
Gegenstand
Die Ausführung von Speditionsgeschäften aller Art und die Güterbeförderung im Güterverkehr, mit Kraftfahrzeugen im Inund Ausland, Handel mit Fahrzeugen aller Art, die Unternehmensberatung für Organisation und Einsatz von EDV, Programmentwicklung, Planung und Realisierung von EDV-Komplettlösungen, Schulung von Eigen- und Anwendungsprogrammen, der Handel mit Hard- und Software.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Dirk Holzapfel
seit 24.7.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert8.33% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
8.33%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
25.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Finsterwalder Transport GmbH

Merseburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. EDV-Software 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Fuhrpark 14.707.718,00 17.080.919,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.015,00 6.145.00
14.714.733,00 17.087.064,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 160.477,28 204.383,38
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 269.234,55 87.643,68
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.033.024,29 2.774.339,37
3. sonstige Vermögensgegenstände 454.741,64 265.787,31
2.757.000,48 3.127.770,36
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 476.936,95 171.296,09
C. Rechnungsabgrenzungsposten 29.736,00 29.847,00
18.138.883,71 20.620.360,83

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 300.000,00 300.000,00
II. Kapitalrücklage 1.455.457,00 1.455.457,00
III. Gewinnvortrag 13.119.736,78 11.576.972,01
IV. Jahresüberschuss 1.069.112,39 1.542.764,77
B. Rückstellungen
1. sonstige Rückstellungen 610.244,42 459.242,34
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 725.600,37 1.010.873,16
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 404.558,84 3.647.777,73
3. sonstige Verbindlichkeiten 442.674,31 610.024,42
1.572.833,52 5.268.675,31
D. Rechnungsabgrenzungsposten 11.499,60 17.249,40
18.138.883,71 20.620.360,83

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Finsterwalder Transport GmbH

Merseburg

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 27.865.716,16 26.745.560,44
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 10.417.998,20 9.320.291,20
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.306.182.13 2.056.855,26
12.724.180,33 11.377.146,46
3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 5.877.408,69 5.588.629,30
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.344.914,44 7.278.594,43
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 197,60 0,14
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 97.672,50 28.786,47
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 432.821,91 620.108,15
8. Ergebnis nach Steuern 1.388.915,89 1.852.295,77
9. sonstige Steuern 319.803,50 309.531,00
10. Jahresüberschuss 1.069.112,39 1.542.764,77

Anhang zum Jahresabschluss per 31.12.2023

der Finsterwalder Transport GmbH

Merseburg

I. Allgemeine Angaben

Die Finsterwalder Transport GmbH, Merseburg, ist beim Amtsgericht Stendal unter HRB 13195 eingetragen. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Die Gesellschaft stellt Ihren Jahresabschluss nach den Bestimmungen des 3. Buchs des Handelsgesetzbuchs (HGB) auf. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Fiwa AG, Kaufbeuren, miteinbezogen. Dieser ist beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers (Handelsregister des Amtsgerichts Kempten HR B 8296) elektronisch einzureichen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden bewertet zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen.

Vorräte werden zu Anschaffungskosten bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennbetrag abzüglich Wertberichtigungen, unverzinsliche langfristige Forderungen werden mit dem Barwert angesetzt.

Die flüssigen Mittel sind mit nachgewiesenen Kontenständen zum Bilanzstichtag nominal ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag passiviert.

III. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlageposten mit ihren historischen Anschaffungskosten und den kumulierten Abschreibungen ist in der Entwicklung des Anlagevermögens als Anlage zum Anhang dargestellt.

Umlaufvermögen

Gegen Gesellschafter bestehen zum Stichtag keine Forderungen (Vj. TEUR 0).

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.033 (Vj. TEUR 2.774) enthalten.

Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind i.W. Verpflichtungen für rückständige Urlaubstage mit TEUR 139 (Vj. TEUR 108), für geleistete Überstunden TEUR 163 (Vj. TEUR 170) sowie Beiträge zur Berufsgenossenschaft in Höhe von TEUR 26 enthalten. Ebenfalls sind Mautgebühren in Höhe von TEUR 207 (Vj. TEUR 36) enthalten.

Verbindlichkeiten

Gegenüber Gesellschaftern bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 13 (Vj. TEUR 169).

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 404 (Vj. TEUR 495) enthalten. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind solche aus Steuern in Höhe von TEUR 82 (Vj. TEUR 82) und solche aus sozialer Sicherheit in Höhe von TEUR 5 (Vj. TEUR 131) enthalten.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, gegenüber verbundenen Unternehmen und sonstigen Verbindlichkeiten sind bis zu einem Jahr.

IV. Erläuterungen Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse betreffen fast ausschließlich Transportleistungen im Inland.

In den Zinserträgen sind TEUR 0 (Vj. TEUR 0) und in den Zinsaufwendungen TEUR 98 (Vj. TEUR 29) aus verbundenen Unternehmen enthalten.

V. Sonstige Angaben

Im Geschäftsjahr wurden 314 (Vj. 303) Arbeitnehmer beschäftigt ohne Berücksichtigung von Auszubildenden. Davon entfallen auf

2023 2022
Arbeitnehmer angestellt 6 6
Arbeitnehmer gewerblich 308 297
314 303

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten sind, ergaben sich nicht.

Die Geschäftsführung oblag Herr Dirk Holzapfel.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Gewinnvortrag zusammen mit dem Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Merseburg, 14. März 2024

bbestraße Transport Finsterwalder GmbH

Die Geschäftsführung

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1.1.2023 bis 31.12.2023 in Euro

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. EDV-Software 25.100.00 - - 25.100,00
25.100,00 - - 25.100,00
II. Sachanlagen
1. Fuhrpark 35.795.688,63 3.640.909,28 2.112.313,83 37.324.284,08
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 227.372,43 41.523,41 39.617,53 229.278,31
36.023.061,06 3.682.432,69 2.151.931,36 37.553.562,39
36.048.161,06 3.682.432,69 2.151.931,36 37.578.662,39
Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. EDV-Software 25.100,00 - - 25.100.00
25.100.00 - - 25.100,00
II. Sachanlagen
1. Fuhrpark 18.714.769,63 5.836.755,28 1.934.958,83 22.616.566,08
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 221.227,43 40.653,41 39.617,53 222.263,31
18.935.997,06 5.877.408,69 1.974.576,36 22.838.829,39
18.961.097,06 5.877.408,69 1.974.576,36 22.863.929,39
Buchwert
31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. EDV-Software - -
- -
II. Sachanlagen
1. Fuhrpark 14.707.718,00 17.080.919,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.015,00 6.145,00
14.714.733,00 17.087.064,00
14.714.733,00 17.087.064,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis 31.12.2023

Darstellung des Geschäftsverlaufs

Gesamtwirtschaftliches Umfeld, Branche und Unternehmen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", sagte Ruth Brand bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" in Berlin. "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort", so Brand weiter. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher.

Die Bruttowertschöpfung im Produzierenden Gewerbe ging zurück, die meisten Dienstleistungsbereiche stützten die Wirtschaft

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte.

Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,0 %) und die Unternehmensdienstleister (+0,3 %) konnten ebenfalls leicht zulegen. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (-1,0 %) zurück. Das lag vor allem am Groß- und am Einzelhandel, die deutlich nachgaben, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten. Insgesamt ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 leicht zurück (-0,1 %)

Private und staatliche Konsumausgaben sanken, Ausrüstungsinvestitionen sendeten positive Signale

Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. Besonders stark sanken die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,2 %). Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,7 %). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. Durch solche Maßnahmen hatte der Staatskonsum in den Jahren ab 2020 die Wirtschaftsleistung gestützt.

Die Bauinvestitionen sanken im Jahr 2023 preisbereinigt um 2,1 %. Neben den hohen Baupreisen wirkten sich die spürbar gestiegenen Bauzinsen aus, die insbesondere den Wohnungsbau bremsten. Positive Signale kamen lediglich vom Ausbaugewerbe, was unter anderem an den stark nachgefragten energetischen Sanierungen gelegen haben dürfte. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - wurde dagegen preisbereinigt deutlich mehr investiert als im Jahr 2022 (+3,0 %). Dazu trug vor allem der Anstieg der gewerblichen Pkw-Neuzulassungen bei, der durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich verstärkt wurde.

Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte.

Arbeitsmarkt zeigte sich weiterhin robust

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % oder 333 000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt.

Staat verringerte Finanzierungsdefizit trotz weiterer staatlicher Maßnahmen erneut

Die staatlichen Haushalte beendeten das Jahr 2023 nach vorläufigen Berechnungen mit einem Finanzierungsdefizit von 82,7 Milliarden Euro. Das waren etwa 14 Milliarden Euro weniger als im Jahr 2022 (96,9 Milliarden Euro). Vor allem der Bund konnte sein Finanzierungsdefizit gegenüber dem Vorjahr erheblich verringern. Im Jahr 2022 hatten die Entlastungspakete der Bundesregierung zur Abmilderung der Energiekrise und Stabilisierung der Wirtschaft zu hohen Ausgaben geführt. Im Jahr 2023 erfolgten zwar ebenfalls umfangreiche Zahlungen für die Gas- und Strompreisbremse, es entfielen aber größtenteils die Ausgaben zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, zum Beispiel für Tests und Impfstoffe. Daneben zahlte der Bund auch weniger Transfers an Länder und Sozialversicherungen, deren Finanzierungssalden sich dadurch verschlechterten. Die anhaltende finanzielle Belastung durch die große Zahl an Geflüchteten machte sich vor allem bei den gestiegenen Ausgaben der Gemeinden bemerkbar, die ebenso wie Bund und Länder das Jahr 2023 mit einem Defizit abschlossen. Bezogen auf das BIP in jeweiligen Preisen ergibt sich für den Staat im Jahr 2023 eine Defizitquote von 2,0 %, die damit deutlich niedriger war als in den drei vorangegangenen Jahren. Sie liegt auch unterhalb des europäischen Referenzwertes von 3 % aus dem Stabilitäts- und Wachstumspakt, der allerdings bis einschließlich 2023 ausgesetzt war.

Laut Pressemitteilung Nr. 19 vom 15.01.2024 des Statistischen Bundesamtes.

Branche

Wie das Schaubild unten zeigt, ist 2023 der Transportanteil in Deutschland am Güterverkehr nochmals geringfügig unter dem Vorjahresniveau und soll bis 2026 wieder auf 72,2 % ansteigen. Dies zeigt ein erheblich geringeres Wachstum als dies in den Jahren zuvor der Fall war.

Anteil der Lkw an der Transportleistung im Güterverkehr in Deutschland in den Jahren von 2013 bis 2026 (laut Modal-Split)

Lastkraftwagen sind die am stärksten genutzten Landverkehrsmittel im Güterverkehr in Deutschland. Der Anteil von Lkw an der insgesamt erbrachten Transportleistung im Güterverkehr belief sich im Jahr 2022 auf rund 72,1 Prozent. Bis zum Jahr 2026 soll der Anteil Prognosen zufolge stabil bleiben. Die Angaben beziehen sich auf Landverkehrsträger, dazu zählen neben der Straße auch die Schiene, Binnenwasserstraßen sowie Rohrfernleitungen.

Steigende Transportleistung auf der Straße

Seit dem Jahr 2004 ist die Transportleistung im Güterverkehr auf der Straße tendenziell gestiegen. Im Jahr 2000 belief sich die Transportleistung im Straßengüterverkehr noch auf etwa 346 Milliarden Tonnenkilometer. Im Jahr 2021 waren es fast 506 Milliarden Tonnenkilometer.

Alternativen zur Straße

Die in Deutschland vorherrschende Dominanz des Transports von Gütern auf der Straße wird oft durch Umwelt- oder Interessenverbände kritisiert. Dabei wird eine Verlagerung der Transporte vom Lkw auf die Schiene gefordert. Dadurch wären erhebliche Einsparungen bei den Emissionen von Stickoxiden möglich.

Unternehmen

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland und Europa hat sich im Vergleich zu 2022 negativ entwickelt. Diese Entwicklung ging auch an uns nicht spurlos vorbei. Es fehlte an kontinuierlicher Auslastung des Fuhrparks. Gleichzeitig wurden wir mit Lohnkostensteigerungen konfrontiert, die wir nicht vollumfänglich an unsere Auftraggeber weitergeben konnten. Dies veranlasste uns die Anzahl der neu zu beschaffenden Fahrzeuge zu reduzieren. Nachdem im 2. Halbjahr die Situation mehr oder minder gleich war, bauten wir einen Teil des Fuhrparks ab. Trotz dieser Maßnahmen konnten wir erneut ein gutes Ergebnis erzielen, welches aber erheblich unter dem Vorjahresergebnis liegt. Eine Bestätigung, dass der eigene Fuhrpark, trotz höherer Kosten, richtig ist, wurde uns über das ganze Jahr hinweg bestätigt. Auch wenn die Konjunktur nicht wie gewünscht anzog, sind wir an vielen Tagen auf den eigenen Fuhrpark angewiesen gewesen. Zusammenfassend ein durchwachsenes Jahr mit Herausforderungen, welche gemeistert wurden mit einem verhaltenen Ausblick auf 2024.

Investition und Finanzierung

Im Jahr 2023 wurden 3,6 Mio. Euro in die Erneuerung des Fuhrparks investiert. Wie bisher erfolgte die Finanzierung komplett mit Mitteln der Fiwa-Gruppe. Die Abschreibungen liegen mit TEUR 5.877 um 5,2 % über den Abschreibungen des Vorjahres.

Es bestehen nach wie vor keinerlei Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Personal- und Sozialbereich

Neben den gesetzlichen Weiterbildungsmaßnahmen legten wir besonderes Augenmerk auf eine weitere Reduzierung des Treibstoffverbrauchs. Hierzu wurden interne, wie externe Trainer eingesetzt.

Umsatzentwicklung, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr leicht um TEUR 771 bzw. 1,9 % auf TEUR 40.867 gestiegen. Der Jahresüberschuss ist mit TEUR 1.069 um 30,7 % unter dem des Vorjahres. Dies resultiert vor allem aus einem Anstieg der Personalkosten und der Personalanzahl.

Das Betriebsergebnis war um TEUR 134 besser als im Vorjahr.

Die Vermögens- und Finanzlage ist weiterhin als stabil zu bezeichnen. Die Eigenkapitalquote ist von 72 % in 2022 auf 88 % in 2023 angestiegen.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit liegt mit TEUR 6.523 um TEUR 386 unter dem Niveau des Vorjahres. Durch den geringen Austausch des Fuhrparks, der zu einem Mittelabfluss in Höhe von TEUR 3.862 nach TEUR 10.544 im Vorjahr führte, fiel der Cash Flow aus Investitionstätigkeit in 2023 auf TEUR ./. 2.969 (Vj. TEUR ./. 8.325). Die Darlehenssumme aus dem Konzern konnte komplett getilgt werden, somit weisen wir im Berichtsjahr einen Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR ./. 3.247 aus.

Risiken, Chancen, Prognosen

Finanzrisiken

Das Unternehmen ist aufgrund der Struktur der Bilanz sowie seiner Geschäftstätigkeit nur geringen Währungs- , Zins- und Kreditrisiken ausgesetzt. Auf den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten zur Begrenzung der Finanzrisiken konnte verzichtet werden.

Im Folgenden werden die Risiken bzw. das Risikomanagement näher beschrieben:

Währungsrisiko

Währungsrisiken bestehen insbesondere dort, wo Forderungen, Verbindlichkeiten, flüssige Mittel und geplante Transaktionen in einer anderen als in der lokalen Währung der Gesellschaft bestehen bzw. entstehen werden.

Da die Finsterwalder Transport GmbH lediglich Geschäfte auf EURO-Basis durchführt besteht keinerlei Währungsrisiko. Auch Finanzmittelbestände werden nur in EURO-Währung vorgehalten.

Zinsrisiko

Ein Zinsrisiko, d.h. eine Wertveränderung des Finanzinstruments (Fair Value Risiko) bzw. der künftigen Zahlungen aus einem Finanzinstrument (Cashflow-Risiko) aufgrund von Marktzinssatzänderungen liegt vorwiegend bei Vermögensgegenständen und Schulden mit Laufzeiten von über einem Jahr vor.

Die Gesellschaft hält ihre liquiden Mittel und die Liquiditätsreserven fast ausschließlich im Bereich variabel verzinslicher kurzfristiger Geldanlagen vor, die keinen nennenswerten Kursschwankungen unterliegen.

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Auch wurden die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen komplett getilgt. Dadurch sind wir weniger den Zinsschwankungen am Markt ausgesetzt.

Kreditrisiko

Für die Gesellschaft besteht ein Kreditrisiko dahingehend, dass der Wertansatz der Vermögenswerte beeinträchtigt werden könnte, wenn die Geschäftspartner ihren Verpflichtungen nicht bzw. nicht in voller Höhe nachkommen.

Wir betrachten das Ausfallrisiko als sehr gering.

Chancen und Prognosen

Für 2024 sehen die Wirtschaftsforschungsinstitute ein geringstes Wirtschaftswachstum. Diese Einschätzung teilen wir, wenngleich außerhalb Deutschlands eine bessere Stimmung als im Heimatland herrscht. Für das kommende Jahr haben wir mit einem verhaltenen Investitionsvolumen kalkuliert, sehen aber die Notwendigkeit einen Teil des Bestandsfuhrparks zu erneuern. Die Fahrersituation hat sich etwas entspannt. Die neuen Mautsätze, welche ab 12/2023 zur Anwendung kommen, stellen eine erhebliche finanzielle Belastung dar. Eine höhere Kapazitätsauslastung erscheint uns erst ab dem 3. bzw. 4. Quartal 2024 möglich. Allerdings nehmen wir auch zur Kenntnis, dass es in der Transportbranche Marktbereinigungen gibt, welche zu einer Verknappung des Laderaums führt.. Sollte diese Annahme eintreffen, wird sich auch das derzeitige Transportpreisniveau verbessern. 2024 wird ein herausforderndes Jahr, daher prognostizieren wir ein leicht schwächeres Jahresergebnis als 2023.

Unternehmensgefährdende Risiken sind heute nicht erkennbar.

Nach Abschluss des Geschäftsjahres sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten.

 

Merseburg, 14. März 2024

Finsterwalder Transport GmbH

Dirk Holzapfel

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Finsterwalder Transport GmbH, Merseburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Finsterwalder Transport GmbH, Merseburg - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kaufbeuren, 28. März 2024

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