Stammdaten

Register
Amtsgericht Gießen HRB 3919
Vorher
HSL Leasing GmbH
Eingetragen
21.11.2002
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenVermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von mehr als 3,5 tVermittlungstätigkeiten für die Vermietung und das Leasing von Autos, Wohnmobilen und Anhängern
Gegenstand
Das Leasing und die Vermietung von Kraftfahrzeugen sowie der Handel mit Kraftfahrzeugen aller Art, ferner die Vermittlung von Leasing- und Versicherungsverträgen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michael Olaf Stahl
seit 30.11.2023
Geschäftsführer
Alexander Geza Alpern
seit 24.8.2011
Geschäftsführer

Gesellschafter
Beta

Keine Daten verfügbar

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MM Leasing GmbH

Gießen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
1. Forderungen an Kreditinstitute
täglich fällig 95.521,99 35.690,86
2. Forderungen an Kunden 706.119,65 261.402,94
darunter:
durch Grundpfandrechte gesichert T€ 0 (Vj. T€ 0) Kommunalkredite T€ 0 (Vj. T€ 0)
3. Sachanlagen = Leasingvermögen 15.460.957,00 10.201.121,00
4. Sonstige Vermögensgegenstände 210.135,11 493.853,86
5. Rechnungsabgrenzungsposten 1.300,00 1.300,00
16.474.033,75 10.993.368,66

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 6.149.986,81 3.878.995,09
2. Sonstige Verbindlichkeiten 9.409.755,84 6.474.854,22
3. Rechnungsabgrenzungsposten 868.121,10 595.009,35
4. Rückstellungen andere Rückstellungen 21.170,00 19.510,00
5. Eigenkapital gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
16.474.033,75 10.993.368,66
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln 0,00
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 0,00
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 0,00 0,00
2. Andere Verpflichtungen
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften 0,00
b) Platzierungs- und Übernahmeverpflichtungen 0,00
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 0,00 0,00

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro Euro
1. Leasingerträge 3.908.004,20 3.363.457,24
2. Zinserträge aus
Kredit- und Geldmarktgeschäften 9.667,21 12.930,08
3. Zinsaufwendungen 224.438,45 158.086,40
4. Provisionsaufwendungen 67.022,44 50.585,11
5. Sonstige betriebliche Erträge 172,33 4.401,34
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 255.730,30 196.472,81
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 11.316,44 267.046,74 8.788,50
darunter für Altersversorgung T€ 0 (Vj. T€ 0)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 27.518,95 294.565,69 39.827,96
7. Abschreibungen und Wertberichtigung auf Leasingvermögen 3.104.304,95 2.698.121,66
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 32.590,03 41.235,92
9. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 194.922,18 187.670,30
10. Auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder eines Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 194.922,18 187.670,30
11. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang zum 31. Dezember 2023

I. Allgemeine Angaben

Die MM Leasing GmbH (ab 11. Januar 2024, zuvor HSL Leasing GmbH) hat ihren Sitz in Gießen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Gießen unter HR B 3919 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Durch Inkrafttreten des Jahressteuergesetzes 2009 unterliegt die Gesellschaft gem. § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 10 KWG dem Gesetz über das Kreditwesen (Kreditwesengesetz - KWG) und damit der Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht und die Deutsche Bundesbank. Die Vorschriften der §§ 340 ff. HGB in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) wurden angewandt. Die Formblätter wurden aufgrund leasingtypischer Besonderheiten ergänzt bzw. angepasst.

Mit Vertrag vom 22. August 2002 des Notars Dr. Sichelschmidt wurde zwischen der Gesellschaft und der Helmuth Schulz GmbH ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Die Helmuth Schulz GmbH wurde in 2012 auf die Autohaus Merkur GmbH verschmolzen, die damit als Rechtsnachfolgerin in den Vertrag eingetreten ist. Der Vertrag ist auch für das Jahr 2023 gültig.

1. Gliederungsgrundsätze

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte durch Anwendung der Formblätter 1 und 3 gem. Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (§ 2 RechKredV).

2. Bilanzierungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts Anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden.

Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB und Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet.

3. Bewertungsmethoden

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt wurden. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden.

Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Einzelne Positionen wurden wie folgt bewertet:

Die Forderungen wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Ausfallrisiken, betreffend Forderungen an Kunden, wurden durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Das Leasingvermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Die Anschaffungskosten des Leasingvermögens entsprechen sämtlich den tatsächlichen historischen Anschaffungskosten laut Eingangsrechnungen zuzüglich Anschaffungsnebenkosten, abzüglich Anschaffungspreisminderungen.

Die Abschreibungen erfolgen linear. Bei außerplanmäßigen Wertminderungen werden Teilwertabschreibungen erfasst.

Die liquiden Mittel sowie die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden mit dem Nennbetrag ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Sofern die Tageswerte über den Erfüllungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt.

Die Rückstellungen wurden mit dem erwarteten Aufwand bewertet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden mit dem Nennbetrag ausgewiesen. Sie zeigen im Wesentlichen die Abgrenzung der Leasingsonderzahlungen.

II. Angaben zum Formblatt 1 Bilanz

Die unter den Forderungen ausgewiesenen Positionen sind innerhalb eines Jahres nach Bilanzstichtag fällig. Forderungen gegen die Gesellschafterin bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

Die Entwicklung und Gliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus dem umseitigen Anlagenspiegel ersichtlich:

ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge 2023 Abgänge 2023 Umbuchungen 2023 Stand 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro Euro
I. Leasingvermögen
Kraftfahrzeuge, technische Anlagen und Maschia) nen 17.509.509,42 14.248.140,95 9.179.500,74 0,00 22.578.149,63
b) geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
17.509.509,42 14.248.140,95 9.179.500,74 0,00 22.578.149,63
kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge 2023 Abgänge 2023 Stand 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro
I. Leasingvermögen
Kraftfahrzeuge, technische Anlagen und Maschia) nen 7.308.388,42 3.104.304,95 3.295.500,74 7.117.192,63
b) geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
7.308.388,42 3.104.304,95 3.295.500,74 7.117.192,63
Buchwert 31.12.2023 Buchwert 31.12.2022
Euro Euro
I. Leasingvermögen
Kraftfahrzeuge, technische Anlagen und Maschia) nen 15.460.957,00 10.201.121,00
b) geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
15.460.957,00 10.201.121,00

Die sonstigen Vermögensgegenstände (TEuro 210) setzen sich aus Darlehen, debitorischen Kreditoren und der Beteiligung an der VR Bank Lahn-Dill eG zusammen.

Eine Übersicht der aufzugliedernden Forderungen und Verbindlichkeiten zeigt die nachfolgende Tabelle:

Fristengliederung gem. § 9 RechKredV

Bezeichnung Gesamt Fälligkeit
< 3 Monate > 3 und < 12 Monate > 1 und < 5 Jahre > 5 Jahre
TEuro TEuro TEuro TEuro TEuro
Forderungen an Kreditinstitute 96 96 0 0 0
Forderungen an Kunden 706 706 0 0 0
Sonstige Vermögensgegenstände 210 24 72 114 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.150 426 1.279 4.445 0
Sonstige Verbindlichkeiten 9.410 3.391 0 6.019 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Bürgschaften, Sicherungsübereignungen der finanzierten Fahrzeuge, Forderungsabtretungen und teilweisen Mithaftung der Autohaus Merkur GmbH gesichert.

Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten erfolgt die Abgrenzung der Leasingsonderzahlungen monatsgenau über die Laufzeit des Leasingvertrages.

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich u. a. aus Gesellschafterdarlehen sowie der Ergebnisabführung an die Autohaus Merkur GmbH zusammen. Daneben sind auch die Abwicklung der umsatzsteuerlichen Organschaft sowie unterjährige Zahlungen enthalten. Diese setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023 Vorjahr
TEuro TEuro
gegenüber Gesellschafter 8.055 6.359
Lieferungen und Leistungen 1.173 5
übrige Verbindlichkeiten 182 111
9.410 6.475

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023 Vorjahr
TEuro TEuro
Jahresabschlussprüfung und Steuerberatung 13 13
Aufbewahrungsrückstellung 3 3
Sonstige 6 4
21 20

III. Angaben zum Formblatt 3 Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Formblatt 3 (Staffelform) gegliedert.

Die Leasingerträge bestehen vollständig aus Erlösen aus dem Leasinggeschäft. Diese Leasingerlöse werden überwiegend in Deutschland erzielt.

Die Zinsaufwendungen betreffen im Wesentlichen Kfz-Finanzierungen. Die Zinsaufwendungen gegenüber der Gesellschafterin betragen TEuro 115.

Die Provisionsaufwendungen betreffen Aufwendungen für die Vermittlung von Kunden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus abgeschriebenen Forderungen.

Die anderen Verwaltungsaufwendungen betreffen im Wesentlichen EDV-Kosten sowie Rechts- und Beratungskosten.

In den Abschreibungen auf Leasingvermögen sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEuro 7 enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen uneinbringliche Forderungen, Werbekosten und sonstige Fahrzeugkosten.

Das Jahresergebnis ist auf Grund des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages vollständig an die Autohaus Merkur GmbH abzuführen.

IV. Sonstige Angaben

1. Angaben über Mitglieder der Unternehmensorgane

Geschäftsführer

Familienname Vorname Funktion Vertretungsbefugnis
Alpern Alexander Geza Geschäftsführer Einzelvertretung
Stahl Michael Geschäftsführer Einzelvertretung ab November 2023

Die Geschäftsführer sind bei der Autohaus Merkur GmbH angestellt und erhalten von der MM Leasing GmbH kein direktes Gehalt.

2. Organschaftsverhältnis

Die Gesellschaft ist in eine körperschaftsteuerliche, gewerbesteuerliche und umsatzsteuerliche Organschaft mit der Autohaus Merkur GmbH als Organträgerin eingebettet.

3. Abschlussprüferhonorar

Das Gesamthonorar für Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEuro 10.

4. Mitarbeiter

Im Quartalsdurchschnitt des Geschäftsjahres waren 7 Mitarbeiter beschäftigt.

Es sind eine Angestellte sowie sechs geringfügig beschäftigte Mitarbeiter beschäftigt.

5. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag

Es ergaben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag.

 

Gießen, im Februar 2024

gez. Alexander Geza Alpern

gez. Michael Stahl

Lagebericht zum Jahresabschluss 2023

der MM Leasing GmbH, Gießen

I. Grundlagen des Unternehmens

Die MM Leasing GmbH (ab 11. Januar 2024, zuvor HSL Leasing GmbH) verleast Fahrzeuge im PKW und LKW Segment, überwiegend im gewerblichen Bereich. Seit 2018 werden auch Fahrzeuge im landwirtschaftlichen Bereich sowie Baumaschinen verleast.

Das Leasinggeschäft zielt auf flexible und individuelle Vertragsgestaltung, die auf unsere Leasingnehmer zugeschnittene Lösungen anbietet. Dabei werden Leasingverträge überwiegend im deutschsprachigen Raum angeboten, insbesondere in unserem regionalen Umfeld.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

Aufgrund unserer Kundenstruktur ist die gesamtwirtschaftliche Entwicklung ein wichtiger Faktor für unseren Erfolg. Für das abgelaufene Jahr waren diese Rahmenbedingungen für uns nicht zufriedenstellend. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist das Bruttoinlandsprodukt im abgelaufenen Jahr um 0,2 % gesunken. Die Prognosen des IfW Kiel gehen für 2024 von einer minimalen Steigerung von ca. 0,1 % aus. Auf Basis dieser Erwartungen gehen wir auch für uns von weiterhin schwierigeren Rahmenbedingungen aus.

Auf dem Autoleasingmarkt ist seit mehreren Jahren ein starker Wettbewerb gegeben. Eine wesentliche Folgewirkung ist der starke Preisdruck, der kaum Raum zu entsprechenden Anpassungen lässt. Die Konkurrenzintensität dürfte auch in den nächsten Jahren unverändert hoch bleiben.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Im Berichtsjahr 2023 konnten wir eine leicht rückgängige Leasingnachfrage verzeichnen, die jedoch den üblichen Schwankungen unterliegt. Die Zusammenarbeit mit mehreren Händlern im Wirtschaftszweig Landwirtschaft ist zufriedenstellend gelaufen und wird auch zukünftig ebenso wie die Vermietung von Baumaschinen ein Vertriebskanal bleiben. Des Weiteren wurde die Zusammenarbeit mit Markenhändlern aus dem Premiumbereich ausgebaut und soll auch in Zukunft ein Vertriebskanal bleiben. Die Leasingnachfrage war über das ganze Jahr relativ konstant.

Die aktiven Leasingverträge haben sich von 378 Verträge in 2022 auf 353 Verträge in 2023 geringfügig verringert. Das Leasingvermögen ist hingegen durch den Vertriebskanal im Premiumbereich um TEuro 5.260 auf TEuro 15.461 gestiegen. Im Leasingbestand zum 31. Dezember 2023 sind wie in den Vorjahren Leasinggüter mit Beginn im Folgejahr enthalten. Die Bilanzsumme ist im Berichtsjahr um TEuro 5.481 auf TEuro 16.474 angestiegen. Auf der Passivseite haben sich die Bankverbindlichkeiten um TEuro 2.271 auf TEuro 6.150 erhöht. Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin betragen zum Stichtag weiterhin TEuro 6.000. Wegen den gestiegenen Gesamtverbindlichkeiten und den Zinserhöhungen auf dem Kapitalmarkt sind die Zinsaufwendungen um TEuro 66 gestiegen. Die Vorgaben einer restriktiven Vergabepolitik wurden konsequent beibehalten. Trotz des gestiegenen Leasingbestandes in Euro, wurde eine gleichbleibende Vertragsqualität und -sicherheit erreicht.

Die Leasingerträge sind um TEuro 545 auf TEuro 3.908 angestiegen. Dies hängt mit dem Leasinggeschäft mit Markenfahrzeugen aus dem Premiumbereich zusammen. Die gestiegenen Zinsen auf dem Kapitalmarkt, wurden ebenfalls bei der Kalkulation von Neuverträgen berücksichtigt und trugen ebenfalls zu den gestiegenen Leasingerträgen bei.

Durch eine schlanke Verwaltung, effiziente Bearbeitungsprozesse und ein striktes Kostenmanagement konnte ein zufriedenstellendes Jahresergebnis erwirtschaftet werden. Die Kostenweiterbelastungen der Muttergesellschaft für das Personal sind leicht gestiegen. Dies begründet sich durch den Aufbau von Geschäftsbeziehungen zu Markenhändlern aus dem Premiumbereich sowie die aufwendigere Prüfung von Leasingverträgen mit hohen Anschaffungskosten.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Das Ergebnis des Geschäftsjahres vor Gewinnabführung liegt mit TEuro 195 (Vj. TEuro 188) etwas über der Vorjahreshöhe.

Auf Basis der zum 31. Dezember 2023 gültigen Leasingverträge haben wir eine Substanzwertberechnung nach BDL-Schema erstellt. Der Substanzwert der MM Leasing GmbH ist mit TEuro 199 (Vj. TEuro 665) weiterhin positiv und ist gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die Veränderung hängt im Wesentlichen mit dem gestiegenen Zinsniveau sowie sichergestellten bzw. unterschlagenen Fahrzeugen zusammen. Daher wurden aus Vorsichtsgründen vier zum Stichtag unterschlagene Fahrzeuge aus den zukünftigen ausstehenden Leasing-Forderungen und den Restwertansprüchen herausgerechnet. Fünf zum Stichtag sichergestellte Fahrzeuge wurden aus den zukünftigen ausstehenden Leasing-Forderungen herausgerechnet. Der Substanzwert berücksichtigt alle bestandsrelevanten Bewertungseffekte und erfasst somit auch zu erwartende Belastungen aus den vorhandenen Forderungsausfallrisiken. Der Abwicklungszeitraum ergibt sich mit rd. 3,5 Jahren.

4. Gesamtaussage

Unsere Gesellschaft zeichnet sich durch eine gesicherte finanzielle Situation aus. Insbesondere unsere freien, liquiden Mittel innerhalb unserer Unternehmensgruppe ermöglichen es, dass zu keinem Zeitpunkt Liquiditätsengpässe auftreten sollten und wir stets in der Lage sind, unsere Zahlungsverpflichtungen fristgerecht zu bedienen.

Ein straffes Debitorenmanagement ist ein Faktor, die gute Liquidität zu erhalten und möglichen Zahlungsausfällen vorzubeugen.

In Summe hat die MM Leasing GmbH ihre Ergebnisziele erreicht.

III. Prognosebericht

Aufgrund des bislang bestehenden Leasingportfolios gehen wir von einem unverändert regelmäßigen Geschäftsverlauf aus. In den ersten Wochen des Jahres 2024 hat sich die Zahl der Leasingverträge positiv entwickelt. In 2024 werden etwas weniger Leasingverträge auslaufen als im Vorjahr (126 Verträge, Vj. 150 Verträge). Für 2024 wird ein Vertragsbestand auf aktuellem Niveau bzw. eine leichte Steigerung der Vertragszahl angestrebt. Nach jetzigem Stand wird das genannte Ziel sowohl hinsichtlich der Kundennachfrage als auch der Refinanzierbarkeit erreicht werden.

Die seit einigen Jahren bestehende Zusammenarbeit mit mehreren Händlern aus dem landwirtschaftlichen Bereich ist auch im Geschäftsjahr 2023 zufriedenstellend verlaufen. Das Leasinggeschäft mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen soll daher auch für die Zukunft ebenso wie die Vermietung von Baumaschinen neben der traditionellen Vermietung von PKWs einen weiteren Vertriebskanal der MM Leasing GmbH darstellen.

Das Hauptaugenmerk richtet die MM Leasing GmbH unverändert unter Berücksichtigung obiger Punkte auf vertretbare Risiken. Durch die Einbeziehung in den Finanzierungsrahmen der Muttergesellschaft Autohaus Merkur GmbH sollten sich keine Engpässe bei der Refinanzierung weiterer Leasingfahrzeuge ergeben.

Dies dürfte zur Folge haben, dass der Vertragsbestand im Jahresverlauf auf gleichem Niveau bleibt bzw. sich gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht. Es wird ein Fahrzeugbestand von rd. 360 bis 400 Verträgen angestrebt.

Insgesamt gehen wir für 2024 mit einem ansonsten relativen Gleichlauf aus. Demzufolge gehen unsere Planungen von einem konstanten Ergebnis aus. Die restriktive Vergabepolitik bleibt weiterhin oberstes Maß im Neugeschäft. Dies verhindert im Einzelfall zwar eine Umsatzsteigerung, im Ergebnis gehen aber Kundenbonität und -sicherheit dem Umsatzwachstum vor.

IV. Chancen- und Risikobericht

Im Rahmen des Risikomanagements achten die handelnden Personen der MM Leasing GmbH auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen einerseits Risiko und andererseits Chance bzw. Ertrag. Im Zweifelsfall geht das Thema Sicherheit vor Ertrag. Im Ergebnis bestehen gegenwärtig keine nennenswerten Forderungsrisiken. Grundlage der Entscheidungsfindung im Zusammenhang mit dem Genehmigungsverfahren bilden die Anforderungen der MaRisk.

Im Bereich des Risikomanagements werden folgende Risiken betrachtet:

Das Adressenausfallrisiko wird bei der Neugeschäftsprüfung intensiv geprüft hinsichtlich der Objekt- und Bonitätsrisiken.

Beim Objektrisiko werden verlässliche Daten über eine Objektdatenbank sowie Auskunft über entsprechende Handelsorganisationen bezogen.

Bonitätsrisiken: Neben dem praktizierten 4-Augen-Prinzip werden externe Informationen in den Entscheidungsprozess einbezogen. Hierzu gehören Wirtschaftsauskünfte, Jahresabschlüsse aktuelle BWAs, Bankauskünfte sowie bei bestehenden Kunden bisheriges Zahlungsverhalten etc.

Dabei werden auch die Klumpenrisiken und Refinanzierungs- bzw. Zinsänderungsrisiken beobachtet.

Verwertungs-/Marktpreisrisiken: Auf Grund der umfangreichen Fahrzeugbewegungen der Muttergesellschaft ist eine permanente Aktualität der Marktpreisparameter gegeben.

Zurzeit sind keine nennenswerten, erkennbaren Risiken vorhanden. Unsere Kundenstruktur ist unverändert breit aufgestellt und es gibt somit keine Abhängigkeiten und besondere Forderungsrisiken gegenüber einzelnen Kunden.

Das Zinsänderungsrisiko soll weiterhin durch eine im Wesentlichen fristenkongruente Finanzierung minimiert werden. Die bestehenden Darlehensverträge mit unserer Muttergesellschaft geben uns eine solide Ausgangsposition, um auf weitere Zinserhöhungen am Kapitalmarkt vorbereitet zu sein. Im Bereich kurzfristiger Liquidität ist die Gesellschaft ausreichend abgedeckt und die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen ausschließlich in Darlehensverbindlichkeiten aus der Fahrzeugfinanzierung.

Ein Finanzierungsrisiko im Bereich des Leasingvermögens besteht derzeit nicht. Die im Lagebericht 2023 genannte strategische Vertragszahl wurde zum 31. Dezember 2023 nahezu erreicht.

Der Bedarf an kurzfristiger Liquidität kann aus eigener Kraft erwirtschaftet werden. Die Zahlungsströme sind durch im Wesentlichen monatliche Fälligkeiten sehr konstant und planbar. Die i. d. R. erzielten Überschüsse in der kurzfristigen Liquidität werden weiter zu Reduzierung des darlehensfinanzierten Leasingvermögens eingesetzt.

Die Leasingverträge werden grundsätzlich unter Andienungsrecht abgeschlossen. Die Leasingfahrzeuge sind sämtlich solche des "täglichen Lebens", für die ein Wertverlauf und auch der Restwert nach Vertragsende relativ sicher bestimmt werden können. Preisschwankungen sind immer möglich, sollten aber aufgrund der relativ kurzen Verweildauer von 3 bis 4 Jahren überschaubar bleiben. Das Risiko ist teilweise aber bereits durch die Abschreibung, die am Ende der Laufzeit zu einem Buchgewinn führt, bilanziell berücksichtigt.

Die Kundenstruktur der Gesellschaft ist stark an der gewerblichen Wirtschaft orientiert. Insoweit ergibt sich eine Abhängigkeit von der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung. Hier gehen wir für die nähere Zukunft nicht von einer weiteren deutlichen Abschwächung aus. Der momentane Vertragsbestand sollte von diesem Risiko nicht in besonderem Maße betroffen sein. Die Gefahr des Umsatzrückgangs im Falle einer stärkeren Konjunkturabschwächung ist gegeben. Mit unserer restriktiven Vergabepolitik versuchen wir, die negativen Ertragswirkungen in einem vertretbaren Rahmen zu halten. Das Jahr 2023 hat uns gezeigt, dass wir trotz eines Konjunkturrückgangs eine stabile Umsatzwicklung mit geringen Forderungsausfällen erreichen können.

 

Gießen, im Februar 2024

Alexander Geza Alpern

Michael Stahl

Der Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den Jahresabschluss und den Lagebericht der MM Leasing GmbH in der aufgestellten Form. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht der MM Leasing GmbH haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die MM Leasing GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MM Leasing GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MM Leasing GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Gießen, 18. Juni 2024 JPLH

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