Stammdaten

Register
Amtsgericht Kiel HRB 1917 NM
Eingetragen
2.12.2004
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenBetrieb von Baumschulen
Gegenstand
Planung, Errichtung und der Betrieb einer Anlage zur mechanisch-biologischen Abfallbehandlung (MBA) auf dem Standort "Deponie Wittorfer Feld" in Neumünster. Die Gesellschaft kann sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben auch Dritter bedienen sowie andere Unternehmen mit dem gleichen oder ähnlichen Gesellschaftzweck gründen bzw. sich an ihnen beteiligen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Tim Mütze
seit 12.1.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
SWN Beteiligungen GmbH in Gründung
73.70%
26.30%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.842.450 €
73.70%
Germany
657.550 €
26.30%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MBA Neumünster GmbH

Neumünster

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 9.211,86 0,00
II. Sachanlagen 7.188.449,79 3.545.822,40
7.197.661,65 3.545.822,40
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 227.490,50 124.315,40
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.748.195,57 2.136.181,82
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 5.412.914,57 2.913.623,30
8.388.600,64 5.174.120,52
C. Rechnungsabgrenzungsposten 19.936,11 38.911,80
15.606.198,40 8.758.854,72

PASSIVA

Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.500.000,00 2.500.000,00
II. Kapitalrücklage 2.985.074,63 0,00
III. Gewinnrücklagen 78.602,33 78.602,33
IV. Gewinnvortrag 1.209.696,78 0,00
V. Jahresüberschuss 3.739.668,11 1.465.696,78
10.513.041,85 4.044.299,11
B. Empfangene Zuschüsse 28.687,50 27.750,00
C. Rückstellungen 3.343.868,37 1.890.563,93
D. Verbindlichkeiten 1.720.600,68 2.796.241,68
15.606.198,40 8.758.854,72

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023 2022
EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 13.760.806,96 10.660.115,52
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.103.521,68 4.196.609,87
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 889.736,75 915.946,59
davon für Altersversorgung: EUR 44.216,71 (Vorjahr: EUR 55.766,53)
4.993.258,43 5.112.556,46
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.013.061,22 709.101,45
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.312.334,86 2.601.522,40
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 20.105,70 0,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 33.516,17 47.927,40
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.672.074,87 704.260,03
8. Ergebnis nach Steuern 3.756.667,11 1.484.747,78
9. Sonstige Steuern 16.999,00 19.051,00
10. Jahresüberschuss 3.739.668,11 1.465.696,78

Amtsgericht Kiel, HRB 1917 NM

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Angaben zum Jahresabschluss

A. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Die MBA Neumünster GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches sowie der ergänzenden Bestimmungen des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages nach den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften erstellt. Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgt nach den Vorschriften §§ 266 ff. HGB.

Soweit für Pflichtangaben Wahlrechte bestehen, diese in der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang darzustellen, sind diese aus Gründen der Übersichtlichkeit teilweise im Anhang dargestellt.

Die Ausweisstetigkeit wurde bis auf den Ausweis der Materialbeschaffung Metalle, die abweichend zum Vorjahr nicht den Aufwendungen für bezogene Leistungen, sondern in den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ausgewiesen werden, gewahrt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungswahlrechte werden nicht in Anspruch genommen.

Die Bewertungsmethoden werden unverändert gegenüber dem Vorjahr angewandt.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen aktiviert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen.

Sachanlagen

Die entgeltlich erworbenen Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen aktiviert.

Für abnutzbare Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vorgenommen.

Nutzungsdauer in Jahren

• Entgeltlich erworbene Konzessionen und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2-7
• Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5-22
• Technische Anlagen und Maschinen 2-20
• Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1-19

Geringwertige Wirtschaftsgüter sind aufgrund der untergeordneten Bedeutung für die Vermögenslage im Jahr des Zuganges in voller Höhe abgeschrieben worden.

Vermögensgegenstände unter 250 EUR werden sofort erfolgswirksam erfasst.

Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungspreisen einschließlich Nebenkosten abzüglich Preisnachlässen bewertet, die unter Beachtung des Niederstwertprinzips nicht über den Wiederbeschaffungskosten am Bilanzstichtag liegen.

Die Bewertung der Materialien erfolgt zum Festwert gem. § 240 Abs. 3 HGB. Die Dieselvorräte wurden nach dem gewogenen Durchschnitt bewertet.

Forderungen und sonstige Aktiva

Die Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt zum Nennwert. Dem allgemeinen Kreditrisiko sowie dem internen Zinsverlust wird durch eine Pauschalwertberichtigung des um die einzelwertberichtigten Forderungen bereinigten Nettoforderungsbestandes, zweifelhaften Forderungen wird durch angemessene Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Der Bestand an liquiden Mitteln wird zu Nominalwerten bewertet.

Der Ansatz der sonstigen Aktiva erfolgt zu Nennwerten.

Rechnungsabgrenzungsposten

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert bilanziert.

Empfangene Zuschüsse

Für die erhaltenen Investitionszuschüsse wurde ein Passivposten eingestellt, welcher entsprechend der jeweiligen Nutzungsdauer der bezuschussten Anlage als sonstiger betrieblicher Ertrag aufgelöst wird.

Rückstellungen

Die Rückstellungen werden mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen angesetzt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Diese Rückstellungen werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Die Berechnung der Rückstellung für Jubiläumszuwendungen erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck. Dabei wurde der von der Deutschen Bundesbank veröffentliche Abzinsungssatz gemäß § 253 Abs. 2 S. 2 HGB für die angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren in Höhe von 1,74 % (Vorjahr: 1,44 %) verwendet. Ferner wurde unverändert eine Fluktuation von 1,50 % zugrunde gelegt.

Verbindlichkeiten

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag.

Haftungsverhältnisse

Die Haftungsverhältnisse gemäß §§ 251, 268 Abs. 7 HGB werden nach den für Verbindlichkeiten geltenden Grundsätzen unter Berücksichtigung der Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme ausgewiesen. Die Risikoeinschätzung der Inanspruchnahme erfolgt auf der Grundlage vernünftiger kaufmännischer Beurteilung.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Summe der Bruttowerte (kumulierte Anschaffungs- und Herstellungskosten) und der kumulierten Abschreibungen je Anlageposten sowie die Zugänge und Abgänge des Berichtsjahres ergeben sich aus dem Anlagenspiegel (ebenso sind dem Anlagenspiegel die Abschreibungen des Geschäftsjahres zu entnehmen).

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

Anschaffungskosten
Posten des Anlagevermögens Stand 1.1.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 101.029,72 9.877,56 0,00 0,00 110.907,28
Summe I. 101.029,72 9.877,56 0,00 0,00 110.907,28
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.004,84 3.665.736,00 0,00 0,00 3.683.740,84
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.640.863,68 467.876,89 0,00 5.642,40 4.114.382,97
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.665.834,66 387.071,39 50.660,07 0,00 3.002.245,98
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.642,40 136.165,00 0,00 -5.642,40 136.165,00
Summe II. 6.330.345,58 4.656.849,28 50.660,07 0,00 10.936.534,79
Gesamt 6.431.375,30 4.666.726,84 50.660,07 0,00 11.047.442,07
Abschreibungen
Posten des Anlagevermögens kumulierte Abschreibungen 1.1.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge Umbuchungen kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 101.029,72 665,70 0,00 0,00 101.695,42
Summe I. 101.029,72 665,70 0,00 0,00 101.695,42
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.454,84 165.654,35 0,00 0,00 175.109,19
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.248.820,68 553.830,95 0,00 0,00 1.802.651,63
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.526.247,66 292.910,22 48.833,70 0,00 1.770.324,18
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe II. 2.784.523,18 1.012.395,52 48.833,70 0,00 3.748.085,00
Gesamt 2.885.552,90 1.013.061,22 48.833,70 0,00 3.849.780,42
Restbuchwerte
Posten des Anlagevermögens Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.211,86 0,00
Summe I. 9.211,86 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.508.631,65 8.550,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.311.731,34 2.392.043,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.231.921,80 1.139.587,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 136.165,00 5.642,40
Summe II. 7.188.449,79 3.545.822,40
Gesamt 7.197.661,65 3.545.822,40

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle Forderungen sowie sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 49.057,08 EUR (Vorjahr: 148.377,27 EUR) enthalten. Davon entfallen 84.436,75 EUR (Vorjahr: 47.520,63 EUR) auf die Gesellschafterin SWN Entsorgung GmbH.

In den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 401.405,92 EUR (Vorjahr: 289.178,18 EUR) enthalten. Sie bestehen ausschließlich gegen die Gesellschafterin REMONDIS Kommunale Dienste Nord GmbH.

Rechnungsabgrenzungsposten

In den Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben enthalten, die im aktuellen Geschäftsjahr 2023 abgeflossen sind, wirtschaftlich aber den Jahren 2024-2025 zuzuordnen sind.

Eigenkapital

Der Jahresüberschuss 2023 beträgt 3.739.668,11 EUR. Die Geschäftsführung beabsichtigt, nach Zustimmung durch die Gesellschafterversammlung, einen Betrag in Höhe von 800.000,00 EUR auszuschütten und den Rest auf neue Rechnung vorzutragen. Im aktuellen Geschäftsjahr wurde von den Gesellschaftern eine Kapitalrücklage in Höhe von 2.985.074,63 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) eingebracht.

Rückstellungen

Die ausgewiesenen Buchwerte zum Bilanzstichtag entsprechen den ermittelten notwendigen Erfüllungsbeträgen der Rückstellungen.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen mit 1.299.550,73 EUR (Vorjahr: 862.433,74 EUR) im Wesentlichen abfallrechtliche Verpflichtungen aus Entsorgungsverträgen sowie eingelagerten Ersatzbrennstoffen. Dem Personalbereich sind 224.994,67 EUR (Vorjahr: 195.392,63 EUR) zuzuordnen.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betragen 1.220.600,68 EUR (Vorjahr: 2.096.241,68 EUR); solche mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 500.000,00 EUR (Vorjahr: 700.000,00 EUR). Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen nicht.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von 324.773,93 EUR (Vorjahr: 784.874,28 EUR) aus Lieferungen und Leistungen. Davon betragen die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin 89.852,24 EUR (Vorjahr: 43.685,08 EUR).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von 2.023,00 EUR (Vorjahr: 2.023,00 EUR) bestehen ausschließlich gegenüber der Gesellschafterin REMONDIS Kommunale Dienste Nord GmbH.

Latente Steuern

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen ermittelt. Für die Berechnung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 30,18 % zugrunde gelegt. Aktive Latenzen resultieren aus Bewertungsunterschieden von Rückstellungen. Insgesamt ergibt sich im Geschäftsjahr ein Aktivüberhang in Höhe von 2.568,00 EUR (Vorjahr: 4.343,00 EUR), der nicht bilanziert wird.

Haftungsverhältnisse

Gegenüber den Entsorgungsbetrieben Lübeck besteht eine Bürgschaft durch die Deutsche Bank in Höhe von 661.193,75 EUR. Die Bürgschaft ist bis 30.04.2028 befristet.

Bei der Deutsche Bank besteht eine Bürgschaft in Höhe von 888.573,00 EUR aufgrund Vertragserfüllungen mit einer Laufzeit bis zum 31.12.2026.

Das Risiko der Inanspruchnahme aller Bürgschaften wird in Hinblick auf die wirtschaftlichen Verhältnisse als gering eingeschätzt.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufwendungen aus der Abzinsung

Die Zinsaufwendungen aus der Rückstellungszuführung betragen 499,99 EUR (Vorjahr: 638,61 EUR).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsaufwendungen sind Zinsen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 17.921,22 EUR (Vorjahr: 18.605,46 EUR) enthalten.

II. Sonstige Angaben

A. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Unter die außerbilanziellen Geschäfte fallen die Leasingverträge der Fahrzeuge. Diese enthalten unterschiedliche Laufzeiten. Zweck dieser Geschäfte ist die Beibehaltung und Sicherung der Finanzierungsstrukturen und -bedingungen.

Vorteile aus der Umsetzung dieses Geschäftes ergeben sich insbesondere hinsichtlich der Sicherung der Fremdkapitalzinssätze und der Einbehaltung der vertraglichen Verpflichtungen gegenüber Kreditinstituten. Risiken aus diesem Geschäft bestehen in den zukünftigen regelmäßigen Mittelabflüssen, die somit die künftige Liquiditätssituation beeinflussen werden.

B. Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich auf 4.757.401,00 EUR (Vorjahr: 4.458.704,00 EUR). Davon entfallen 2.164.983,00 EUR (Vorjahr: 2.980.519,00 EUR) auf Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

EUR
Mieten, Pachten, Lizenzen 1.168.083,00
Leasingverträge 909.639,00
Bestellobligo, Dienstleistungen 2.679.679,00
4.757.401,00

C. Abschlussprüferhonorare

Auf die Angabe des Honorars des Abschlussprüfers wird wegen Einbeziehung in den Konzernabschluss der SWN Stadtwerke Neumünster Beteiligungen GmbH verzichtet.

D. Organe und Aufwendungen für Organe

Geschäftsführer:

Tim Mütze

Der Geschäftsführer hat von der Gesellschaft Bezüge in Höhe von 200.649,96 EUR erhalten.

E. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Weibliche Mitarbeiter 9
Männliche Mitarbeiter 93
102

F. Sonstige Pflichtangaben

Mutterunternehmen der Gesellschaft ist die SWN Entsorgung GmbH, Neumünster.

Mutterunternehmen für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis ist die SWN Stadtwerke Neumünster Beteiligungen GmbH, Neumünster. In den Konzernabschluss zum 31.12.2023 der SWN Stadtwerke Neumünster Beteiligungen GmbH wird die Gesellschaft nach den Vorschriften der Vollkonsolidierung einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister bekannt gemacht.

 

Neumünster, 16. Februar 2024

Der Geschäftsführer

Tim Mütze

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 1. Januar - 31. Dezember 2023

Inhalt

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1 Einordnung in den Konzern SWN

1.2 Geschäftszweck

2. Rahmenbedingungen

2.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

2.2 Rahmenbedingungen in der Entsorgungswirtschaft

3. Geschäftsverlauf

3.1 Relevante Ereignisse

3.2 Ertragslage

3.3 Vermögenslage

3.4 Finanzlage

4. Mitarbeiter

5. Risiken, Chancen und Prognosen

5.1 Risikomanagement

5.2 Risikosituation

5.3 Chancen

5.4 Prognose

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1 Einordnung in den Konzern SWN

Die MBA Neumünster GmbH (MBA) ist eine Tochtergesellschaft der SWN Entsorgung GmbH (SWN Entsorgung). Ihr gehören 73,7 % der Gesellschaftsanteile. Weiterer Gesellschafter ist die REMONDIS Kommunale Dienste Nord GmbH (Remondis). Sie hält an der MBA 26,3 %. Die Gesellschaft ist Teil des Stadtwerke-Konzerns SWN, Neumünster, der zu 100 % der Stadt Neumünster gehört.

Die Konzernmutter SWN Beteiligungen leistet mit ihren Tochtergesellschaften und Beteiligungen einen wesentlichen Beitrag zur Lebensqualität in der Stadt Neumünster und ihrem Umfeld heute, morgen und übermorgen. Sie ist sich als rein kommunaler Unternehmensverbund ihrer Verantwortung für Kunden und Einwohner in der Region bewusst. Oberste Prämisse ist für alle Gesellschaften: nachhaltiges Handeln, Klimaschutz, schonender Umgang mit Ressourcen, Wirtschaftlichkeit, langfristige Leistungsfähigkeit und Wertschätzung gegenüber Mitarbeitenden sowie Kunden und Geschäftspartnern.

Zu den Leistungen des Konzerns zählen die Versorgung mit Strom, Gas, Wärme und Trinkwasser, der öffentliche Nahverkehr, das Bad am Stadtwald, die Entsorgung von Abfällen sowie der Vertrieb von energienahen Dienstleistungen. Zum Konzernportfolio gehört auch Telekommunikation: vom Aufbau der Infrastruktur bis zum Provider und der Betreuung von Endkunden; hier hat SWN bis heute bereits ein Viertel Schleswig-Holsteins mit ultraschnellen Glasfasernetzen versorgt. Wichtig ist dem Konzern, den Bürgerinnen und Bürgern sowie der Stadt mit seinem Tun langfristig Nutzen zu stiften und für sie elementare Güter und Dienstleistungen zuverlässig, sicher und umweltschonend bereitzustellen.

1.2 Geschäftszweck

Die MBA betreibt eine mechanisch-biologische Stabilisierungsanlage zur Produktion von Ersatzbrennstoffen (EBS) aus Abfällen. Mit einem Jahresinput von rund 190.000 Tonnen gehört die MBA zu den größten mechanisch-biologischen Abfallverwertungsanlagen (MBA) in Deutschland. Bei der Beschaffung von nicht gefährlichen Siedlungsabfällen orientiert sich die MBA am Markt für kommunale und gewerbliche Abfälle. Die erforderlichen Mengen an kommunalen Abfällen sind durch langfristige, europaweit ausgeschriebene Hausmüllverträge gesichert. Aus den Ersatzbrennstoffen werden in einem modernen Heizkraftwerk der SWN Stadtwerke Neumünster GmbH (SWN Stadtwerke) Strom und Wärme erzeugt. Das Konzept ist hocheffizient sowie klima- und ressourcenschonend. Das Heizkraftwerk - eine Thermische Ersatzbrennstoff-Verwertungsanlage (TEV) - hilft den SWN Stadtwerken, den Einsatz von Kohle und damit auch den Ausstoß von CO 2 nachhaltig zu reduzieren.

Seit 2006 obliegt der MBA auch die Betriebsführung für das SWN-Wertstoffzentrum (WZ) in Neumünster-Wittorferfeld; die Gesellschaft arbeitet in diesem Zusammenhang eng mit den anderen im WZ ansässigen Gesellschaften zusammen. Das ist neben der Muttergesellschaft SWN Entsorgung noch die Bio-Abfall-Verwertungsgesellschaft mbH (BAV GmbH). Die SWN Entsorgung betreibt im Wertstoffzentrum die Nachsorge für eine stillgelegte Deponie inklusive der Sickerwasseraufbereitungsanlage.

2. Rahmenbedingungen

2.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Nach 2022 war auch das Jahr 2023 von dem Krieg in der Ukraine geprägt. Die deutsche Wirtschaft erholt sich nur langsam und steht in ihrer Entwicklung vor Herausforderungen.

Wirtschaftliche Entwicklung. In Deutschland fiel das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Berichtsjahr 2023 um 0,3 %. 1 Nach der Zunahme des BIP im Vorjahr um 1,8 % lag das Wachstum des Berichtsjahres über der Wachstumsrate des Jahres 2020 (-3,8 %) und unter der des Jahres 2021 (3,2 %). 1 Die privaten Konsumausgaben zeigten sich ebenso rückläufig. Sie sanken im Berichtsjahr um 0,8 % gegenüber 2022. 1 Auch der Export ging mit 1,8 % entgegen der Entwicklung der Vorjahre wieder zurück. 1 Die Verbraucherpreise in Deutschland erhöhten sich 2023 im Jahresdurchschnitt um 5,9 % 2 gegenüber 2022. Die Preise für Energieprodukte stiegen im Berichtsjahr um 5,3 % (2022: 29,7 %). 2 Als Konsequenz des Bundesverfassungsgerichtsurteils vom 15.11.2023 stehen dem Bundeshaushalt Gelder aus Notlagen-Kreditermächtigungen nur im Notlagenjahr zur Verfügung. 3 Die geplante Überführung von 60 Mrd. Euro in den Klima- und Transformationsfond zur Erreichung von Klimazielen ist somit nichtig. 3 Mit dem Ausrufen einer außergewöhnlichen Notsituation wie im Vorjahr will die Bundesregierung die Nutzung von Ermächtigungen aus dem Jahr 2022 zur Bewältigung der Energiekrise auch für 2023 absichern. 3 Die Steuereinnahmen von Bund, Ländern und Kommunen sind Schätzungen nach um 2,3 % gegenüber 2022 gestiegen. 4

Wie im Vorjahr ging die Inanspruchnahme von Kurzarbeit im Jahr 2023 weiterhin zurück: Waren 2022 im Jahresdurchschnitt 426 Tsd. Erwerbstätige in Kurzarbeit, so liegt dieser Wert für 2023 bei 220 Tsd. 5 Die Arbeitslosenzahl im Jahresdurchschnitt erhöhte sich von 5,3 % auf 5,7 %. 5

Für 2024 rechnen Experten und Expertinnen mit einem Wachstum der deutschen Wirtschaft. Das Jahresgutachten des Sachverständigenrates der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung lag im November 2023 bei 0,7 %. 6 Trotz dieser Steigerung wird die kurz- und mittelfristige wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands unter anderem aufgrund der Energiekrise pessimistisch bewertet. 6

Für Schleswig-Holstein kennzeichnend ist im Verschuldungsvergleich der Bundesländer im Berichtsjahr die größte Abnahme in der Überschuldungsquote. 7 Neumünster belegt mit einer Quote von 16,02 % unter den Kreisen und kreisfreien Städten den vierthöchsten Platz in der Überschuldung nach Bremerhaven (19,02 %), Pirmasens (16,72 %) und Gelsenkirchen (16,62 %). 7 Die Arbeitslosenquote in Schleswig-Holstein zeigte sich im Dezember 2023 mit 5,6 % um 0,3 % höher als im Vorjahresmonat. 8 In Neumünster liegt die Arbeitslosenquote im Dezember mit 5,2 % um 0,2 % höher aus als im Vorjahresmonat. 9

1 Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken - Statistisches Bundesamt (destatis.de)

2 Inflationsrate im Jahr 2023 bei +5,9 % - Statistisches Bundesamt (destatis.de)

3 Bundesfinanzministerium - Bundesverfassungsgerichtsurteil: Bundesregierung zieht Konsequenzen und beschließt Nachtragshaushalt 2023

4 Steuereinnahmen weiterhin stabil (ifo.de)

5 Jahresrückblick 2023 | Bundesagentur für Arbeit (arbeitsagentur.de)

6 Sachverständigenrat für Wirtschaft: Jahresgutachten 2023/24 (sachverstaendigenrat-wirtschaft.de)

7 SchuldnerAtlas Downloads | Boniversum (PDF-Download, Seite 30(SH)/Seite 68 (NMS)) Schuldneratlas von Creditreform/Boniversum/microm

8 Startseite - Schleswig-Holstein, Land - Statistik der Bundesagentur für Arbeit (arbeitsagentur.de)

9 Startseite - Neumünster, Agentur für Arbeit - Statistik der Bundesagentur für Arbeit (arbeitsagentur.de)

2.2 Rahmenbedingungen in der Entsorgungswirtschaft

Nach dem Beginn des Ukrainekrieges im Jahr 2022 war das Jahr 2023 vor allem durch die hieraus ausgelöste Rezession mit deutlichem Mengenrückgang in den kommunalen Hausmüllmengen (bundesweit -8 % gegenüber dem Vorjahr) geprägt. Auch die Gewerbeabfallmengen waren rückläufig.

Bedingt durch die gleichzeitig hohe Nachfrage nach Ersatzbrennstoff kam es vor allem im ersten Quartal zu sinkenden Preisen, die sich in der Folge auf dem niedrigeren Niveau stabilisierten. Weiterhin bestand eine hohe Nachfrage Dänemarks und Schwedens nach Abfällen für die thermische Verwertung. Dies war besonders in Schleswig-Holstein spürbar.

Infolge dieser Entwicklung konnte eine zunehmende Anzahl an thermischen Verwertungsanlagen keinen durchgehenden Volllastbetrieb mehr realisieren.

Im Laufe des Jahres erfuhr der Ersatzbrennstoffmarkt Entlastung dadurch, dass in der Zement- und Papierindustrie die Produktion reduziert wurde und hier somit ein geringerer Bedarf an Ersatzbrennstoff bestand.

3. Geschäftsverlauf

3.1 Relevante Ereignisse

Das Ergebnis der MBA liegt im Berichtsjahr mit 3.740 TEUR um 3.688 TEUR über dem Plan (52 TEUR). Hier macht sich bemerkbar, dass der in 2022 erfolgte Brandschaden an einer der Rottehallen im Berichtsjahr im Rahmen eines Vergleichs versicherungsseitig zum Abschluss gebracht wurde. Daraus ergaben sich ungeplante Erträge aus Versicherungsentschädigungen in Höhe von 3.050 TEUR.

Zukunftsfähigkeit. Die MBA führte die im Jahr 2019 beschlossene Neuausrichtung im Berichtsjahr konsequent fort: Die biologische Behandlung (Rotte) von Hausmüll wurde nicht mehr kontinuierlich betrieben und die Anlage wurde durch zahlreiche Investitionen und Optimierungen an den neuen Prozess und die geänderten Inputmengen angepasst. Besonderes Augenmerk lag dabei auf der Optimierung des Brennstoffes in Bezug auf Heizwert sowie Chlor- und Schwermetallfrachten. Im Jahr 2023 lag die Priorität auf einer Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit, insbesondere der Zerkleinerer.

Bioabfallkompostierung. Nachdem in einer europaweiten Ausschreibung der Zuschlag für die Behandlung von Bioabfallmengen der BAV GmbH gewonnen werden konnte, betreibt die MBA seit 01.01.2022 die von der SWN Entsorgung gepachtete Kompostierungsanlage wirtschaftlich selbstständig und generiert Deckungsbeiträge für den Standort.

Zusammenarbeit im WZ. Von der Muttergesellschaft SWN Entsorgung hat die MBA im Berichtsjahr ein Langzeitlager für Ersatzbrennstoffe zur Verfügung gestellt bekommen; ebenso hat sie das Wertstoffzentrum mit weiterer Infrastruktur und mit Dienstleistungen unterstützt. Im Gegenzug stellt die MBA Personal und Fahrzeuge für alle im WZ ansässigen Unternehmen zur Verfügung.

3.2 Ertragslage

Das Geschäftsjahr 2023 schließt die MBA mit einem Ergebnis von 3.740 TEUR (2022: 1.466 TEUR) ab. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Ergebnis um 2.274 TEUR erhöht.

Umsatzentwicklung. Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um 2.095 TEUR auf 21.749 TEUR gesunken. Dabei verringerten sich die Erlöse aus Abfallannahme um 1.332 TEUR auf 16.378 TEUR. Diesen Erlösen liegt eine Menge von 205.594 Tonnen (2022: 206.217 Tonnen) zugrunde, geplant waren 199.266 Tonnen.

Die erzielten Transporterlöse verringerten sich um 321 TEUR auf 1.359 TEUR. Das ist bei gestiegenen Transportpreisen auf verringerte Transporttätigkeiten zurückzuführen.

Durch die Vermarktung der aussortierten Metalle konnten Erlöse in Höhe von 1.319 TEUR erzielt werden, die aufgrund von Preisrückgängen um 331 TEUR geringer ausfielen als im Vorjahr.

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich um 3.401 TEUR auf 3.564 TEUR. Das ist vor allem auf Versicherungsentschädigungen für den Brandschaden aus dem Jahr 2022 in Höhe von 3.050 TEUR zurückzuführen.

Materialaufwand. Der Materialaufwand liegt im Berichtsjahr bei 11.552 TEUR und somit um 1.795 TEUR unter dem Vorjahreswert (2022: 13.347 TEUR).

Auf die Verwertungsaufwendungen entfielen 3.915 TEUR (2022: 3.300 TEUR), wobei die EBS-Lieferung an die TEV die Hauptposition darstellte. Von der SWN Stadtwerke wurden im Berichtsjahr 182.828 Tonnen (2022: 192.711 Tonnen) abgerechnet; geplant waren 187.786 Tonnen. Der Verwertungsaufwand dafür betrug wie im Vorjahr 2.980 TEUR.

Die Instandhaltungsaufwendungen verringerten sich um 387 TEUR von 1.725 TEUR auf 1.338 TEUR. Dabei ist zu beachten, dass im Jahr 2022 Kosten für die Behebung des Brandschadens in der Rottehalle in Höhe von 290 TEUR anfielen.

Eine große Kostenposition im Materialaufwand stellt außerdem der Pachtaufwand für die Anlagenteile sowie Gebäude dar. Dieser erhöhte sich um 175 TEUR auf 2.688 TEUR. Zwar kaufte die MBA zum 01. August 2023 die Gebäude und Anlagenteile von der SWN Beteiligungen, so dass ab diesem Zeitpunkt hierfür keine Pachtzahlungen mehr anfielen, jedoch ergab sich vertraglich eine Vorfälligkeitsentschädigung in Höhe von 1.272 TEUR.

Aufgrund deutlich gesunkener Preise für LNG und Diesel verringerten sich die Kraftstoffkosten von 1.010 TEUR auf 718 TEUR.

Die Stromkosten verringerten sich deutlich von 1.545 TEUR auf 843 TEUR. Neben einem deutlichen Preisrückgang ist das auch auf einen um 11 % reduzierten Verbrauch zurückzuführen.

Abschreibungen und sonstige Aufwendungen. Die Abschreibungen betrugen im Berichtsjahr 1.013 TEUR (2022: 709 TEUR). Die Erhöhung resultiert aus den Investitionen des Jahres 2023, insbesondere aus dem Kauf der zuvor gemieteten Gebäude und technischen Anlagen von der SWN Beteiligungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich von 2.602 TEUR auf 2.312 TEUR. Zurückzuführen ist dies auf einen Sondereffekt im Jahr 2022, der die sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit 526 TEUR belastete.

Finanzergebnis. Das Zinsergebnis ist weiterhin negativ; es verbesserte sich von minus 48 TEUR auf minus 13 TEUR. Zurückzuführen ist es darauf, dass im Jahr 2023 auf dem Tagesgeldkonto wieder Zinserträge erzielt wurden.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr von 704 TEUR auf 1.672 TEUR.

Insgesamt ergibt sich ein ausschüttungsfähiger Jahresüberschuss der MBA von 3.740 TEUR (2022: 1.466 TEUR); geplant waren 52 TEUR.

Das Ergebnis der MBA für das Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr stellt sich wie folgt dar:

2023 2022
Betriebsleistung 25.313 24.008
Betriebsaufwand 19.871 21.771
Betriebsergebnis 5.442 2.237
Finanzergebnis ./.13 ./.48
Steuern 1.689 723
Jahresüberschuss 3.740 1.466

3.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2023 betrug 15.606 TEUR und war damit um 6.847 TEUR höher als im Vorjahr. Die Entwicklung der Bilanzsumme basiert im Wesentlichen durch Erhöhung des Anlagevermögens sowie Erhöhung der liquiden Mittel.

Aktiva. Das Anlagevermögen erhöhte sich von 3.546 TEUR auf 7.198 TEUR. Die Investitionen betrugen im Berichtsjahr 4.667 TEUR. Im laufenden Jahr wurden Gebäude in Höhe von 3.352 TEUR und Betriebseinrichtungen in Höhe von 426 TEUR von der SWN Stadtwerke Neumünster Beteiligungen GmbH übernommen.

Das Umlaufvermögen erhöhte sich um 3.215 TEUR auf 8.389 TEUR (2022: 5.174 TEUR).

Forderungen und Vermögensgegenstände bestanden zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 in Höhe von 2.748 TEUR inklusive der Forderungen gegen verbundene Unternehmen (2022: 2.136 TEUR); die flüssigen Mittel betrugen 5.413 TEUR (2022: 2.914 TEUR). Die langfristigen Vermögensgegenstände sind durch Eigenkapital und langfristig zur Verfügung stehendes Fremdkapital vollständig gedeckt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen lagen bei 49 TEUR (2022: 148 TEUR).

Passiva. Das in der Bilanz zum 31. Dezember 2023 ausgewiesene Eigenkapital lag bei 10.513 TEUR (2022: 4.044 TEUR); die Eigenkapitalquote erhöhte sich von 46 % auf 67 %. Ursache hierfür ist das deutlich gestiegene Jahresergebnis 2023, zudem wurde von den Gesellschaftern eine Kapitalrücklage in Höhe von 2.985 TEUR eingebracht. An Rückstellungen weist die MBA zum Bilanzstichtag 3.344 TEUR (2022: 1.891 TEUR) aus. Der Großteil entfällt hierbei auf die Steuerrückstellungen 1.522 TEUR (2022: 292 TEUR).

Die Verbindlichkeiten verringerten sich von 2.796 TEUR auf 1.720 TEUR.

3.4 Finanzlage

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit fiel bei der MBA mit 4.585 TEUR (2022: 3.283 TEUR) positiv aus. Insgesamt erhöhten sich der Finanzmittelfonds um 2.499 TEUR auf 5.413 TEUR. Grund dafür ist der deutliche Ergebnisanstieg gegenüber dem Vorjahr.

MBA ist ihren Zahlungsverpflichtungen im Berichtsjahr vollumfänglich nachgekommen. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 betrugen die liquiden Mittel 5.413 TEUR (2022: 2.914 TEUR).

4. Mitarbeiter

Zum 31. Dezember 2023 beschäftigte die Gesellschaft 102 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (2022: 101), von denen sich sechs (2022: fünf) in einer Ausbildung befinden.

Enthalten sind hierbei auch einige Mitarbeiter, die für die Betriebsführung der übrigen Gesellschaften im WZ beschäftigt sind. Ihre Personalkosten werden entsprechend weiterberechnet.

Der Personalaufwand summiert sich auf 4.993 TEUR gegenüber 5.113 TEUR im Vorjahr. Darin enthalten sind 890 TEUR an sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung (2022: 916 TEUR).

5. Risiken, Chancen und Prognosen

5.1 Risikomanagement

Das Risikomanagement wird für alle Gesellschaften im SWN-Konzern angewendet. Die Aktualisierung der Risikolage für die MBA erfolgt vierteljährlich. Veränderungen der Risikosituation und neue Risiken sind hierbei an das zentrale Konzerncontrolling zu melden. Minimiert werden Risiken durch ein professionelles Controlling, eine wirksame Revision und eine Vereinheitlichung der Buchführungen mit dem Ziel einer kontinuierlichen Verbesserung zur Optimierung der Steuerung des Gesamtkonzerns.

Die Gesellschaft setzt für die Begrenzung gegenwärtiger und zukünftiger Gefahren das DV-gestützte Managementsystem CP Risk ein. In der Gesellschaft werden Potenziale für Risiken und Chancen regelmäßig analysiert, bewertet und kommuniziert. Damit trägt MBA dem Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) Rechnung, möglichst frühzeitig Informationen über Risiken und die damit verbundenen finanziellen Auswirkungen zu gewinnen. Die Risikobeauftragten der Gesellschaft beschreiben Wagnisse nach Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit und leiten auf deren Basis konkrete Steuerungsmaßnahmen ab.

5.2 Risikosituation

Im Vergleich zum Vorjahr 2022 ist die Anzahl der für die MBA identifizierten Risiken unverändert und liegt bei insgesamt sechs Risiken. Diese wurden zum 31.12.2023 mit einem Schadenspotenzial nach Berücksichtigung von Gegensteuerungsmaßnahmen in Höhe von 2.372 TEUR (Vorjahr: 2.799 TEUR) im Risikomanagementsystem geführt. Die Gesamtbeurteilung hat ergeben, dass es keine Anhaltspunkte für Risiken gab oder gibt, die den Fortbestand des Unternehmens im Berichtszeitraum gefährdet haben oder über diesen hinaus gefährden könnten. Die vier bedeutendsten Risiken werden nachfolgend beschrieben.

Langfristige Fremdabsteuerung. Wenn es zu einer langfristigen Störung im Mengenabfluss zur TEV käme, müssten große Abfallmengen abgesteuert werden. Dies würde zu hohen zusätzlichen Kosten führen.

Schäden infolge von Brandereignissen. Durch den Versicherungsselbstbehalt kämen Kosten auf die Gesellschaft zu. Zudem können Brandereignisse zu Folgeschäden führen.

Störungen in der TEV. Kurzfristige Abweichungen vom Lieferplan infolge spontaner TEV-Stillstände erfordern je nach Füllstand der Läger eine Absteuerung von Rohabfällen oder EBS auf andere Anlagen.

Energiebeschaffungsmarkt. Als energieintensives Unternehmen ist die Gesellschaft stark von den Beschaffungspreisen insbesondere für Strom abhängig.

5.3 Chancen

Die im Jahr 2023 erhöhte Anlagenverfügbarkeit soll noch weiter verbessert werden. Mit einer geplanten zusätzlichen Ballenpresse wird die Anlage so aufgestellt sein, dass sie auch bei Stillstandszeiten der TEV die Ersatzbrennstoffproduktion nicht reduzieren muss.

5.4 Prognose

Nachdem während der langanhaltenden konjunkturellen Wachstumsphase von 2010-2021 hohe Abfallmengen zu einem verstärkten stofflichen Recycling geführt haben, ist dieser Trend seit Ausbruch des Ukraine-Krieges umgekehrt worden. Der Grund hierfür ist die Knappheit und der Preisanstieg fossiler Energieträger, was dazu führt, dass Abfälle wieder vermehrt energetisch verwertet werden. Zum Jahr 2024 wurde die Abfallverbrennung in den Wirkungsbereich des Brennstoffemissionshandelsgesetzes (BEHG) aufgenommen, was zu einer Belastung der Anlagen führte.

In weiten Teilen kann die Mehrbelastung von der MBA an den Abfalllieferanten weitergegeben werden. Diese zusätzlichen Erlöse werden in voller Höhe an die SWN Stadtwerke weitergegeben, die als Anlagenbetreiber der TEV den Mehraufwand aus dem BEHG hat.

Der Zustand der MBA-Anlage wird laufend den technischen, wirtschaftlichen und immissionsschutzrechtlichen Anforderungen angepasst. Die notwendigen Instandhaltungen werden in Anbetracht des Alters der Anlage sukzessive ansteigen.

Für das Geschäftsjahr 2024 rechnet die MBA mit einem Ergebnis nach Steuern von 498 TEUR. Sie plant eine Erlösmenge von 196.732 Tonnen und eine Output-Menge zur TEV von 184.514 Tonnen.

 

Neumünster, 16. Februar 2024

Die Geschäftsführung

Tim Mütze

Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die MBA Neumünster GmbH, Neumünster

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MBA Neumünster GmbH, Neumünster, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MBA Neumünster GmbH, Neumünster, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 26. März 2024

Wessel, Wirtschaftsprüfer

Prof. Hell, Wirtschaftsprüfer

MBA Neumünster GmbH, Neumünster

Datum der Feststellung des Jahresabschlusses sowie Ergebnisverwendung

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 22. Mai 2024 festgestellt.

Der Jahresüberschuss 2023 beträgt EUR 3.739.668,11. Davon wird ein Betrag in Höhe von EUR 800.000,00 an die Gesellschafter ausgeschüttet und der Rest wird auf neue Rechnung vorgetragen.

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