L-Fashion Group GmbH
Hinter den Zäunen 4A, 68519 Viernheim, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Juha Luhtanen seit 25.8.2021 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
L-Export Oy | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
L-Fashion Group GmbHViernheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens Wir sind eine Konzerngesellschaft der Polap-Team Oy mit Sitz in Lahti Finnland und importieren von Konzerngesellschaften Textilien, die wir in Deutschland und Österreich vertreiben. Zu unseren Kunden zählen neben dem klassischen Sportfachhandel die großen Einkaufsverbände und der digitale Handel. Unsere Hauptmarken sind Icepeak, Luhta Sport, Torstai, Li Ning und Rukka Sport. Des Weiteren betreiben wir drei Outlets zum Abverkauf der Restposten. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Jahr 2023 war der gesamte Handel in Deutschland noch erheblich von den nachwirkenden Effekten der Covid-19-Maßnahmen betroffen. Trotz der Wiederaufnahme des regulären, stationären Geschäftsbetriebs berichteten zahlreiche bedeutende Kunden von gravierenden Frequenzproblemen und gleichzeitig von hohen Lagerbeständen, da ursprünglich ein stärkeres Wachstum eingeplant worden war. Die Reduzierung dieser Bestände erwies sich als äußerst schwierig und konnte nur durch erhebliche Preisnachlässe realisiert werden, was wiederum negative Auswirkungen auf die Erträge hatte. Auch unsere Hauptkunden mit digitalen Plattformen verzeichneten infolgedessen erhebliche Umsatzrückgänge. Zusätzlich belasteten etwaige Rückzahlungen von Corona-Unterstützungsleistungen die Liquidität vieler Händler. Der fortdauernde Krieg in der Ukraine, die durch politische Maßnahmen verursachten negativen Effekte auf das Konsumverhalten, gepaart mit einer Inflationsrate von über 6 % im Jahr 2023 sowie signifikant gestiegenen Energiekosten, führten zu einer zunehmenden Verunsicherung der Bevölkerung und einer merklichen Zurückhaltung der Konsumenten beim Kauf von Produkten. Inmitten dieser schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sahen sich bedeutende überregional tätige Hauptkunden sogar gezwungen, Insolvenz anzumelden. Die Sportbranche hatte im Jahr 2022 eine zu hohe Menge an Ware für das Jahr 2023 disponiert. Die damit verbundenen hohen Lagerbestände, die ursprünglich durch eine Unterversorgung in den Covid-Jahren 2021 und 2022 bedingt waren, stellten sich als äußerst problematisch für den Handel heraus. In der Folge hatten auch die Lieferanten mit den negativen Auswirkungen dieser Bestandsüberhänge zu kämpfen, da sie für die kommenden Jahre mit deutlich reduzierten Aufträgen konfrontiert wurden. 2. Geschäftsverlauf Handelsentwicklung in Deutschland 2023 Der Handel in Deutschland war bereits im Jahr 2023 von erheblicher Unsicherheit geprägt. Im ersten Halbjahr 2023 konnten wir unseren Umsatz zwar stabil halten (12,26 Mio. € gegenüber 12,46 Mio. € im Jahr 2022) und sogar Marktanteile gewinnen, da viele Mitbewerber bereits deutliche Umsatzeinbußen hinnehmen mussten. Ab dem dritten Quartal 2023 machten sich die Auswirkungen des angespannten wirtschaftlichen Umfelds zunehmend bemerkbar. Vor allem externe Faktoren führten zu merklichen Einbußen. Branchenweit kam es vermehrt zu Insolvenzen und Restrukturierungen im Handel, was in einigen Fällen zu Filialschließungen und signifikanten Kürzungen der Vorbestellungs-Budgets führte - teilweise um bis zu 50 %. Auch eine Umstellung von Geschäftsmodellen, insbesondere im E-Commerce-Bereich, führte zu einer veränderten Beschaffungs- und Vertriebsstruktur, wodurch es zu Rückgängen im Ordervolumen kam. Auswirkungen des wirtschaftlichen Umfelds im dritten Quartal Einige Großkunden nahmen Anpassungen ihrer Sortimente vor oder stellten ihr Geschäftsmodell grundlegend um, was sich in signifikanten Umsatzrückgängen widerspiegelte. Dabei war insbesondere der Bereich Schuhhandel von Geschäftseinstellungen betroffen, ebenso wie der Vertrieb über sogenannte Shopping-Club-Modelle, die infolge von Lagerüberhängen Budgets kürzten und Markenportfolios konsolidierten. Vergleicht man das Geschäftsjahr 2023 mit dem Vorjahr, so ist ein spürbarer Rückgang in verschiedenen Vertriebskanälen festzustellen. Zusätzlich wirkten sich Sonderinitiativen aus dem Vorjahr - wie etwa die Liquidation von Lagerbeständen - dämpfend auf die Vergleichswerte aus. Insgesamt rechnet das Unternehmen im Zusammenhang mit den genannten Entwicklungen mit anhaltenden Umsatzausfällen in einzelnen Kundensegmenten. Entwicklung 2022 im Vergleich zu 2023 Im Geschäftsjahr 2023 war das Marktumfeld von einer zunehmenden Zahl an Insolvenzen im Einzel- und Onlinehandel geprägt. Mehrere bisher umsatzstarke Partnerunternehmen stellten infolge wirtschaftlicher Schwierigkeiten ihren Geschäftsbetrieb ein oder mussten diesen stark einschränken. Diese Entwicklungen führten zu deutlichen Umsatzeinbußen im Vergleich zum Vorjahr. Zudem sahen sich einige Handelspartner - insbesondere im Bereich Schuhhandel sowie im Segment von Einkaufsplattformen mit Shopping-Club-Charakter - gezwungen, ihre Markenportfolios zu verschlanken und Großhandelsbudgets erheblich zu reduzieren. In mehreren Fällen kam es infolgedessen zur Auslistung einzelner Marken unseres Portfolios sowie zu Kürzungen der Ordervolumina um mehr als die Hälfte. Ein weiterer Effekt, der bei der Analyse der Geschäftsentwicklung zu berücksichtigen ist, betrifft Sonderinitiativen aus dem Jahr 2022, wie beispielsweise die gezielte Liquidation von Lagerbeständen. Diese Maßnahmen führten im Vorjahr zu temporären Umsatzspitzen, die 2023 nicht mehr in gleichem Maße generiert werden konnten. So reduzierten sich in einigen Fällen die Umsätze mit bestimmten Kunden um über 75 %. Trotz der erheblichen Umsatzverluste, die vor allem durch die oben genannten Hauptkunden verursacht wurden, gelang es unseren Marken, ihre Marktanteile im bevorzugten Sport-Fachhandel, insbesondere bei den Intersport- und Sport 2000-Händlern zu halten und in einigen Fällen sogar auszubauen (z. B. Luhta Ski). Die Entwicklung der Schuhmarken wurde jedoch stark durch die Veränderung im Vertrieb, insbesondere durch den Verlust von Kunden wie Reno, MyShoes und Otto, negativ beeinflusst. Auch einzelne Marken unseres Portfolios waren deutlich von der angespannten Marktsituation betroffen. So kam es beispielsweise bei Produkten im Bereich Outdoor- und Sportschuhe zu signifikanten Umsatzrückgängen. In mehreren Fällen lagen die Einbußen im Vergleich zum Vorjahr im siebenstelligen Euro-Bereich. Die Rückgänge lassen sich insbesondere auf die reduzierten Vororder-Budgets, die Neuausrichtung von Vertriebskanälen sowie die schwierige Absatzlage bei Handelspartnern zurückführen. Der Handel berichtete 2023 von einem erheblichen Rückgang der Outdoor-Umsätze, da die Konsumenten in den Covid-Jahren, insbesondere 2021 und 2022, verstärkt Outdoor-Aktivitäten wie Wandern nachgegangen waren. Dieses Segment erlebte daher eine gewisse Marktsättigung. Zugleich hatten die Händler für das Jahr 2023 höhere Umsatzerwartungen, die auf den positiven Ergebnissen der Vorjahre basierten. Infolgedessen wurde eine größere Warenmenge für 2023 eingeplant, die jedoch aufgrund externer Faktoren (siehe oben) nicht wie ursprünglich vorgesehen, abgesetzt werden konnte. Der größte Umsatzrückgang im Geschäftsjahr 2023 entfiel auf das Textilsegment einer unserer Hauptmarken im Outdoorbereich. Hier sank der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um rund 6,7 Mio. €, was im Wesentlichen auf zwei Faktoren zurückzuführen ist: zum einen die negative Entwicklung bei einem der führenden E-Commerce-Partner, der sein Geschäftsmodell neu ausrichtete und die Vororder-Budgets erheblich reduzierte; zum anderen auf Einmaleffekte im Vorjahr, insbesondere durch zusätzliche Erlöse aus dem Abverkauf von Lagerbeständen. Darüber hinaus wirkte sich der Verlust einzelner langjähriger Großkunden negativ aus. Einige dieser Partner stellten ihr Sortiment um, integrierten ehemals von uns gelieferte Produkte in Eigenmarken oder stellten den Geschäftsbetrieb vollständig ein. In einem Fall kam es zur Insolvenz eines Online-Fachhändlers, der unter anderem mit hohen Lagerbeständen und gestiegenen operativen Kosten zu kämpfen hatte. Diese Entwicklungen führten zu signifikanten Rückgängen im entsprechenden Kundensegment. 3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage a) Ertragslage Unsere wesentlichen Ertragsquellen sind die Hauptmarken Icepeak, Rukka, Luhta Sport und Dachstein, die über den Sportfachhandel sowie über Outlets vertrieben werden. Im Jahr 2023 erzielten wir mit unseren Hauptmarken einen Umsatz von 31,12 Mio. €. Gleichzeitig wurde eine Marge von 13,48 Mio. € erwirtschaftet. b) Finanzlage Unsere Finanzlage ist als äußerst stabil einzuschätzen. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets fristgerecht zu begleichen und Forderungen innerhalb der festgelegten Zahlungsziele einzutreiben. Der Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen beläuft sich auf 6,91 Mio. € und ist im Vergleich zum Vorjahr um 5,13 Mio. € gesunken. Die Finanzierung dieser Forderungen erfolgt durch entsprechende Zahlungsziele der Konzerngesellschaften, über die der Wareneinkauf abgewickelt wird. Die Bilanzsumme beträgt 12,07 Mio. €. Der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme stieg um 9,9 % auf 27,39 %. Insgesamt kann unsere wirtschaftliche Lage als solide und stabil betrachtet werden. c) Finanzieller Leistungsindikator Der maßgebliche finanzielle Leistungsindikator ist die Umsatzrentabilität, die im Berichtsjahr 1,26 % betrug, im Vergleich zu 1,54 % im Vorjahr. III. Prognosebericht Die Verunsicherung der Bevölkerung aufgrund der angespannten weltpolitischen Lage sowie des andauernden Krieges in der Ukraine wird auch weiterhin Auswirkungen auf die wirtschaftliche Stabilität und das Konsumverhalten der Verbraucher in Deutschland haben. Nichtsdestotrotz erwarten wir eine schrittweise Erholung der Situation. Im Hinblick auf die Prognose, dass die Inflationsrate in Deutschland Mitte 2024 wieder sinken wird, sowie die schrittweise Konsolidierung des Handels, rechnen wir für das Jahr 2025 mit einem Umsatzwachstum. Im Jahr 2024 haben unsere Händler mit unseren Produkten, insbesondere den Marken Icepeak und Luhta, tatsächlich bessere Erträge erzielt als mit den Produkten der meisten Wettbewerber. Im Jahr 2024 wurden Umsatzerlöse i.H.v. 35,9 Mio. € erzielt. Icepeak zählt, zu den zwei führenden Marken im Outdoor-Bereich und nimmt im Skisegment sogar die Spitzenposition ein. Da der Handel im Jahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr weniger Lagerüberbestände aufgebaut hat, sehen wir gute Chancen, im Jahr 2025 wieder zu wachsen. Darüber hinaus wird sich das veränderte Konsumverhalten der Verbraucher, insbesondere die gestiegene Preisempfindlichkeit, vorteilhaft auf unser Markenportfolio auswirken. Unsere digitalen Hauptkunden, konnten ihre Umsatzverluste ab dem dritten und vierten Quartal 2024 stabilisieren und blicken vorsichtig optimistisch auf das Jahr 2025. Im Jahr 2023 hatte sich die Markenstrategie eines wichtigen E-Commerce-Partners geändert, was Auswirkungen auf die bisherigen Geschäftsbeziehungen hatte. Aufgrund dieser neuen Ausrichtung wurde der direkte Einkauf weniger etablierter Marken reduziert. Marken wie beispielsweise Outdoor- und Sportswear-Kollektionen wurden künftig zunehmend über Partnerprogramme vertreiben, anstatt weiterhin direkt über den Großhandel bezogen zu werden. Diese Veränderung betrifft auch teilweise das Segment von Icepeak, da auch hier eine verstärkte Nutzung von Partnerprogrammen zur Realisierung von Umsatzpotenzialen angestrebt wird. Der klassische Sport-Fachhandel hat seine Vorbestellungs-Budget-Allokation, insbesondere aufgrund der Überbestände im Jahr 2023, angepasst. Es wird daher weniger vorbestellt (-10/-15 %), was das Risiko stärker auf die Lieferanten verlagert. Der Handel plant stattdessen, saisonal mehr Nachbestellungen der gut abverkauften Artikel. Die L-Fashion Group ist bislang, auch aufgrund diverser operativer Prozesse (Zentrallager in China und Finnland, Produktion in Fernost), eher ein Vorbestellungsgetriebenes Unternehmen. Im Jahr 2024 wird die Regeneration der Hauptkunden jedoch noch keinen wesentlichen Einfluss auf das Geschäft haben. Die oben genannten verlorenen oder in 2023/2024 insolventen Kunden können kurzfristig nicht kompensiert werden. Aufgrund der Tatsache, dass weniger Lagerbestellungen generiert werden konnten, brachte das Jahr 2024 keinen Umsatzwachstum. Dies ist auf operative Herausforderungen sowie interne logistische Schwierigkeiten zurückzuführen. Der "Speed-to-Market"-Prozess ist derzeit noch nicht wettbewerbsfähig, da die disponierte Ware nicht innerhalb einer Woche bei unseren Kunden angeliefert werden kann. Das Jahr 2024 weist Umsatzerlöse i.H.v. 35,9 Mio. € (2023: 38,9 Mio. €) aus. Für das erste Halbjahr 2025 konnten wir unsere Vorbestellungs-Umsätze bereits um 9,3 Millionen Euro steigern. Zudem haben wir bereits etwa 140.000 zusätzliche Produkte im deutschen Markt verkauft (454.670 Einheiten gegenüber 315.210 in der Saison 2024). Dies signalisiert, dass der Markt wieder stärker auf unsere Produkte setzt und positive Umsatzerwartungen für 2025 bestehen. Tatsächlich haben alle unsere Marken im ersten Halbjahr 2025 eine positive Entwicklung bezüglich der Vorbestellungen gezeigt und die Lagerumsätze in den ersten beiden Quartalen 2025 sollten das Ergebnis weiter verbessern. IV. Chancen, Risiken 1. Risikobericht Die weiterhin hohen Energiekosten könnten das Kaufverhalten der Konsumenten negativ beeinflussen. Darüber hinaus stellen die geopolitischen Entwicklungen einen weiteren relevanten Faktor dar, insbesondere im Hinblick auf den Handel in Deutschland. Ein besonders milder und schneearmer Winter könnte zudem den Absatz unserer Wintersportbekleidung beeinträchtigen, da die wesentlichen Umsätze und Erträge in den dritten und vierten Quartalen erzielt werden. Das veränderte Bestellverhalten der Kunden könnte zudem kurzfristig zu einem signifikanten Rückgang der Umsätze führen, anstatt wie bisher erst bei den Bestellungen für die kommende Saison. Des Weiteren könnte eine anhaltende Störung der Lieferketten das gesamte wirtschaftliche Umfeld negativ beeinflussen und somit den Absatz unserer Produkte gefährden. Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind derzeit keine Liquiditätsrisiken erkennbar. 2. Chancenbericht Die zunehmende Zahl von Konsumenten, die kommerzielle Sportswear und/oder Outdoor-Produkte erwerben, eröffnet zusätzliche Umsatzpotenziale für unsere Marken und Segmente. Aufgrund unserer gut etablierten Vertriebsstruktur und der Erweiterung unseres Produktportfolios (z. B. durch die Marke Rukka) werden wir von dieser Entwicklung profitieren. Die primäre Kaufentscheidung der Konsumenten wird künftig noch stärker vom Preis-Leistungs-Verhältnis bestimmt sein, was unsere Strategie unterstützt, die gezielt auf konsumentenorientierte Angebote ausgerichtet ist. Das neue B2B-Tool, das 2025 eingeführt werden soll, wird uns zusätzliche Umsatzpotenziale eröffnen. Es ermöglicht uns, die Markterwartungen in Bezug auf die saisonale Warenversorgung (OTB) besser zu erfüllen und die sich bietenden Umsatzmöglichkeiten noch gezielter zu nutzen. Die Risiken für die künftige Entwicklung sehen wir momentan ausschließlich im Bereich externer Einflüsse, wie etwa Kriege, Lieferengpässe oder steigende Inflation. Unternehmensintern erwarten wir jedoch eine positive Entwicklung. Dank unseres überdurchschnittlichen Wachstums bei ausgewählten Großkunden haben wir von einer verstärkten Marktpenetration profitiert. Besonders in den Bereichen E-Commerce und Großhandel konnten wir unsere Position weiter ausbauen, was zu einer stabileren Marktstellung beiträgt. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten gehören vor allem Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm, wobei Forderungsausfälle eine Ausnahme darstellen. Darüber hinaus besteht eine langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden stets fristgerecht innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele beglichen. Sofern bei finanziellen Vermögenswerten Risiken im Hinblick auf Ausfälle oder Bonität erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.
Viernheim, den 31. März 2025 L-Fashion Group GmbH gez. Juha Luhtanen BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben
Der Jahresabschluss der L-Fashion Group GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Der Jahresabschluss ist in Euro aufgestellt. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung einschließlich steuerrechtlicher Maßnahmen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von € 800,00 wurden im Jahr des Zugangs aktiviert, voll abgeschrieben und im Anlagespiegel als Abgang ausgewiesen. Die Vorräte sind mit den Anschaffungskosten bilanziert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert abzüglich einer Pauschalwertberichtigung für das allgemeine Ausfallrisiko in Höhe von 0,5% bewertet. Forderungen sind in Höhe von 983.289,00 € einzelwertberichtigt, davon 253.517,27€ zu 100% und 729.771,73€ zu 50%. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie werden in Höhe des Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Ein Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zu Einzelposten des Anlagevermögens Die Jahresabschreibung je Posten der Bilanz ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Kassenbuch, Guthaben bei Bankinstituten Die Guthaben sind mit dem ihrem Nominalwert bewertet. Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
Sonstige Rückstellungen
Sonstige Angaben Arbeitnehmeranzahl Die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug 2023: 42 Angestellte (2022: 38). Konzernbeziehungen Der Jahresabschluss der L-Fashion Group GmbH wird in den Konzernabschluss der Polap-Team Oy mit Sitz in Lahti, Finnland, als oberste Muttergesellschaft einbezogen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen belaufen sich auf rd. T€ 732 p.a. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres, die sich auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Unternehmens hätten auswirken können, sind nicht eingetreten. Bezüglich der Ausführungen zu den Auswirkungen des Ukrainekrieges und der damit zusammenhängenden Energiekrise sowie der hohen Inflationsraten verweisen wir auf den Gliederungspunkt III. Prognosebericht im Lagebericht. Angaben zur Vermittlung eines besseren Einblicks in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang geben entsprechend den gesetzlichen Vorschriften die wirtschaftliche Lage zutreffend wieder. Angaben über die Mitglieder der Unternehmensorgane Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch den kaufmännischen Geschäftsführer, Herrn Juha Luhtanen, Kaufmann, Lahti/Finnland geführt.
Viernheim, den 31. März 2025 L-Fashion Group GmbH gez. Juha Luhtanen sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 22.11.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die L-Fashion Group GmbH, Viernheim Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der L-Fashion Group GmbH, Viernheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der L-Fashion Group GmbH, Viernheim, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Worms, den 31. März 2025 FWP
EURO AUDIT GmbH
gez. Theo Reiß, Wirtschaftsprüfer |
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