OIG Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Olaf Igelbrinck seit 25.6.2021 | Geschäftsführer |
Heike Igelbrinck seit 2.5.2007 | Geschäftsführer |
Stefan Wiesner seit 31.8.2006 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
Z.I.S. Erdwärmetechnik GmbHAufgelöst | 100.00% |
| 60.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Z.I.S. Kunststoff GmbHAltenbeken-BukeJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Fa. Z.I.S. Kunststoff befasst sich mit der Herstellung und dem Vertrieb von Kabelschutzrohren und -profilen für erdverlegte Kabel und Leitungen. Diese werden zu ca. 80 % aus recycelten Kunststoffen im Extrusionsverfahren hergestellt. Zu unseren Kunden gehören große Energieversorger, Telekommunikationsunternehmen, Stadtwerke, Baustoffhändler und Absatzmittler. 2. Forschung und Entwicklung Im gesamten Kabelschutzmarkt wird eine Vielzahl von Artikeln nachgefragt. Die verschiedenen Größen sowie die unterschiedlichen Qualitätsanforderungen und Einsatzgebiete bieten uns ein breites Spektrum an Entwicklungsmöglichkeiten. Wir sehen unseren Schwerpunkt in der technischen Entwicklung unseres Maschinenparks und der Verbesserung unserer Produkte, sowie der Weiterbildung unserer Mitarbeiter. Eine permanente Weiterentwicklung in diesen Bereichen ermöglicht eine Ausweitung der Produktpalette auch auf hochwertigere Produkte. In diesem Kurs bestätigen uns zahlreiche erfolgreich abgeschlossene Projekte, wie die Inbetriebnahme weiterer Produktionslinien für neue Produkte. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3% Prozent niedriger ausgefallen als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1%. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (- 0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %. Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. Besonders stark sanken die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (- 6,2 %). Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (- 1,7 %). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. Durch solche Maßnahmen hatte der Staatskonsum in den Jahren ab 2020 die Wirtschaftsleistung gestützt. Die Bauinvestitionen sanken im Jahr 2023 preisbereinigt um 2,1 %. Neben den hohen Baupreisen wirkten sich die spürbar gestiegenen Bauzinsen aus, die insbesondere den Wohnungsbau bremsten. Positive Signale kamen lediglich vom Ausbaugewerbe, was unter anderem an den stark nachgefragten energetischen Sanierungen gelegen haben dürfte. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - wurde dagegen preisbereinigt deutlich mehr investiert als im Jahr 2022 (+3,0 %). Dazu trug vor allem der Anstieg der gewerblichen Pkw-Neuzulassungen bei, der durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich verstärkt wurde. Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte. Lt. dem Gesamtverband der Kunststoffverarbeitenden Industrie e.V. verzeichnete die Branche einen Rückgang der Umsätze um etwa sechs Prozent auf 72,5 Mrd. Euro, mit verhaltenen Geschäftserwartungen für 2024. Wesentliche Gründe für die negative Entwicklung sind die ungünstigen Rahmenbedingungen in Deutschland, die zu Zurückhaltung bei Investitionen und einer unsicheren Zukunftsperspektive führen. Die verarbeitete Menge fiel um 9 % auf 12,7 Mio. t Kunststoffe. Davon waren 2,4 Mio. t Rezyklate. Dies bedeutet in dem Bereich eine Veränderung von +/- 0 % gegenüber 2022. 2. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2023 wurde erstmals seit 8 Jahren mit einem Rückgang in den Umsätzen abgeschlossen. Unsere Umsatzerlöse sind um 10,2% niedriger ausgefallen als im Vergleichsjahr 2022. Der Rückgang der Gesamtleistung betrug 14,4 %. Dieser Rückgang ist dem deutlichen Rückgang im Auftragseingang geschuldet. Auf Grund der durch den Auftragsrückgang rückläufigen Produktionsaufkommen sind die Aufwendung für den Materialeinkauf um 23,4 % gefallen. Die Personalkosten ohne Sozialabgaben stiegen im Jahr 2023 um 2,4 %. Unter Einbeziehung der Sozialabgaben wurde ein Anstieg von 0,8 % verzeichnet. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten im Jahr 2023 um 8,5 % gesenkt werden. Den größten Anteil an dieser Entwicklung haben die Bereiche Reparaturen und Instandhaltung (-21,2 %), Kosten der Warenabgabe (-5,9 %),die Raumkosten (-8,45%) sowie die verschiedenen Kosten (- 17,9 %). Das prozentuale Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit vor Steuern im Verhältnis zur Gesamtleistung hat sich um 2,5 % verbessert. Der Umsatz und Jahresüberschuss (ohne Finanzergebnis) haben sich in etwa so entwickelt wie prognostiziert. 3. Lage Die Lage unseres Unternehmens ist geprägt von unserem operativen Geschäft. a) Ertragslage Die Ertragslage ist auch im Jahr 2023 als gut zu bezeichnen. Das Rohergebnis verringerte sich zwar um 4,5 % auf 10.443.853 Tsd. Euro. Nach Abzug aller Steuern wird jedoch auf Grund des sehr guten Finanzergebnisses ein Jahresüberschuss von 3.481.314 Tsd. Euro ausgewiesen.
Die Steigerungen des Ergebnisses vor Steuern sowie des Jahresüberschusses sind auf das erhöhte Finanzergebnis zurückzuführen. Unsere wesentlichen Ergebnisquellen sind nach wie vor unsere in Eigenproduktion hergestellten Kabelschutzartikel. Diese machen im Jahr 2023 einen Anteil am Gesamtumsatz von rd. 85 % aus. Ca. 15 % des Umsatzes generieren wir aus Kunststoffrohren außerhalb des Bereiches Kabelschutz sowie Handelswaren zu Ergänzung unseres Produktprogrammes. Der Ertrag wird im Wesentlichen durch den Materialaufwand, die Energiekosten und den Personalaufwand beeinflusst. Der Materialaufwand ist im Vergleich zu 2022 auf Grund der leicht rückläufigen Rohstoffpreie in Bezug auf die Gesamtleistung um 5,5 % gefallen. Auf Grund des Auftragsrückgangs in der gesamten Branche entstand im Jahr 2023 ein hoher Preisdruck. Anstiege in dem Bereich Personalkosten und Energie konnten daher nicht an die Kunden weitergegen werden. Die Lohnkosten incl. Sozialleistungen sind in Bezug auf die Gesamtleistung geringfügig um 2,5 % gestiegen. Dazu beigetragen haben auch die hohen Lohnabschlüsse auf Grund der hohen Inflation. Die Energiekosten konnten in Bezug auf die Gesamtleistung und auf Grund von längerfristigen Lieferverträgen stabil gehalten werden. Hier wurde eine Veränderung von lediglich 0,3% zum Vorjahr verzeichnet. b) Finanzlage Unsere Finanzlage ist als sehr stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten in den vereinbarten Skonto-Fristen zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Unsere Kapitalstruktur ist ebenfalls als sehr stabil zu bezeichnen. Einen wesentlichen Anteil daran hat die Tatsache, dass die erwirtschafteten Ergebnisse im Unternehmen belassen werden. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen keine. Für die Finanzierung der Produktionsmittel werden keine Kreditlinien in Anspruch genommen. Sämtliche Rohstoffeinkäufe und Investitionen im Bereich Maschinen werden aus den zur Verfügung stehenden liquiden Mitteln finanziert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 1,7 % der Bilanzsumme. Sämtliche Verbindlichkeiten können stets innerhalb der vereinbarten Skonto-Fristen beglichen werden. Um auch für die Erweiterungen der Produktpalette sowie der Umsetzung von technischen Neuerungen gut aufgestellt zu sein, wurde auch im Jahr 2023 weiter in Bereich Maschinenpark investiert. Die Liquiditätslage im laufenden Geschäftsjahr ist als sehr gut zu bezeichnen. Hierzu tragen maßgeblich die Ertragslage sowie das Verbleiben der erwirtschafteten Ergebnisse im Unternehmen bei. c) Vermögenslage Die Vermögenslage unserer Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr verbessert. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unsere Verbindlichkeiten halten wir aufgrund unserer Erfahrungen im Finanzierungsbereich stabil.
4. Finanzielle Leistungsindikatoren Für unsere interne Unternehmenssteuerung ziehen wir die Kennzahlen Wareneinsatzquote und Umsatzrendite heran. Die Umsatzrendite berechnen wir mit dem EBIT im Verhältnis zu der Gesamtleistung ebenso wie die Wareneinsatzquote. Die Umsatzrendite hat sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2% verbessert. Die wirtschaftliche Lage kann insgesamt als gut bezeichnet werden. III. Prognosebericht Um die positive Entwicklung des Unternehmens zu unterstützen, werden wir in Zukunft weiterhin die Kundenakquise und Verstärkung unseres Vertriebs forcieren. Wir setzen auch weiterhin auf eine Ausweitung unserer Produktpalette, um den steigenden Anforderungen des Marktes gerecht zu werden. Zusätzlich wird ein besonderes Augenmerk auf die gesamten Produktionsabläufe und Organisationsstrukturen gelegt um z.B. durch die Straffung der Produktpalette und die Optimierung von Abläufen die Produktionskosten zu minimieren. Hierzu gehört auch der kontinuierliche Ausbau der Digitalisierung. Auch die Rohstoffbeschaffung liegt weiterhin im Fokus. Die Markt- und Preisentwicklungen spielen eine überaus wichtige Rolle für den Erfolg unseres Unternehmens. Daher sind der Aufbau und die Pflege eines breiten Lieferantenstammes unerlässlich. Zusätzlich werden bereits jetzt technische Lösungen gesucht, um ggf. Materialausfälle zu kompensieren. Darüber hinaus sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant. Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens positiv. Die Vielzahl der im Kabelschutz nachgefragten Artikel bietet uns ein breites Spektrum an Entwicklungsmöglichkeiten. Eine Einschätzung für die Entwicklung im Jahr 2024 fällt uns auf Grund der politischen Situation in Europa aber auch in Deutschland sehr schwer. Trotzdem beurteilen wir die Entwicklung unseres Unternehmens als positiv. Wir gehen in unserer Planung für 2024 davon aus, dass der Umsatz und der Jahresüberschuss für 2024 (ohne Finanzergebnis) im Vergleich zum Vorjahr stagnieren werden. Durch die in allen Märkten vorhandene Unsicherheit hat die Nachfrage nach unseren Produkten stärker nachgelassen, als vermutet. Da wir ausschließlich Kabelschutzartikel für den Tiefbau (Energieversorgung, Telekommunikation) herstellen und vertreiben, gibt es im Moment wenig Bereiche, die diese Entwicklung ausgleichen können. Unser Unternehmen hat alle notwendigen Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter und der Aufrechterhaltung der Kernfunktionen in Produktion, Vertrieb und Verwaltung veranlasst. Auf Grund unserer guten Liquiditätslage werden wir auch in Zukunft in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Branchenspezifische Risiken Eines der größten Risiken ergibt sich derzeit aus der von der Bundesregierung vorangetriebenen Energiewende und die daraus entstehenden Gesetze und Verordnungen. Es handelt sich dabei um das EEffG, das EDGL, EnFG, oder EnSimiMAV um hier nur einige zu nennen. Der daraus entstehende bürokratische Mehraufwand ist mit hohen Kosten und einer hohen Arbeitsbelastung verbunden. Auch die Entwicklung auf dem Energiemarkt birgt viele Risiken, da davon auszugehen ist, dass die Energiepreise sich auf dem hohen Niveau einpendeln werden. Dies hat eine direkte Auswirkung auf das Betriebsergebnis. Weitere Risiken ergeben sich aus dem Rohstoffmarkt und dessen Abhängigkeit von politischen Entwicklungen in den erdölproduzierenden Ländern. Sollte es dort zu Entscheidungen und Ereignissen kommen, die die Rohölpreise deutlich steigen lassen, können für uns daraus Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen. Auch die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt ist sehr kritisch zu bewerten. Durch die anhaltend großen Schwierigkeiten, Fachkräfte zu generieren, steigt das Risiko eines Wachstumshemmnisses auf Grund von Personalmangel. Ertragsorientierte Risiken Die Wettbewerbsrisiken haben auf Grund der schwächer werdenden Nachfrage zugenommen. Finanzwirtschaftliches Risiko Durch die stabile Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht zu erwarten. Auf Grund der Tatsache, dass unsere Auslandsgeschäfte zu 80 % im Euroraum getätigt werden, entfallen potenzielle Währungsrisiken. Die Liquiditätslage ist sehr gut; es sind keine Engpässe zu erwarten. Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Auswirkungen des Ukraine-Krieges und der Energiepreissteigerung einen negativen Effekt auf diese Erwartungen haben werden, welcher zum aktuellen Zeitpunkt nicht quantifiziert werden kann. 2. Chancenbericht Durch die derzeitige Situation, insbesondere auf dem Energiemarkt wird die Bereitschaft zu technischen und organisatorischen Veränderungen gestärkt. Diese Herausforderung haben wir aufgegriffen und investieren weiterhin in die Modernisierung unseres Maschinenparks und den Ausbau unserer personellen Strukturen. 3. Gesamtaussage Risiken für die zukünftige Entwicklung sehen wir weiterhin in einem schwierigen Rohstoffmarkt mit steigenden Preisen und steigenden Energiekosten auf Grund der Energiewende. Der Mangel von Fachkräften auf dem Arbeitsmarkt kann ebenfalls dazu führen, dass Wachstumsinvestitionen zunächst nicht getätigt werden und die Personalkosten entsprechend ansteigen. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns aber für die künftigen Risiken gut gerüstet. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen aus Lieferung und Leistungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Geldinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm, Zahlungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Für alle Forderungen besteht zusätzlich eine Ausfallversicherung. Verbindlichkeiten werden immer innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen unter Ausnutzung der Skonto-Fristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend aus den vorhandenen liquiden Mitteln, eine Finanzierung über die Kreditlinie der Hausbank ist die absolute Ausnahme. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird ein wöchentlicher Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und Eingänge vermittelt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Zudem besteht eine Warenkreditversicherung. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden. VI. Bericht über Zweigniederlassungen Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.
Altenbeken-Buke, 26. November 2024 Heike Igelbrinck, Geschäftsführerin BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangA. Allgemeine Angaben zum Unternehmen 1. Die Z.I.S. Kunststoff GmbH hat ihren Sitz in Altenbeken-Buke. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Paderborn unter HRB 1515 eingetragen. B. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses 2. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 II HGB auf. 3. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie der einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. 4. Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für mittelgroßen Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 I S. 2, 266 ff. HGB). 5. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das bisher angewandte Gesamtkostenverfahren beibehalten. 6. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. C. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 7. Die Bewertung wurde nach allgemeinen handelsrechtlichen Bewertungsgrundsätzen vorgenommen. 8. Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Der Abschreibungszeitraum entspricht den Nutzungsdauern der Anlagegüter. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 800 EUR wurden gem. § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr 2023 direkt als Aufwand erfasst. Das Finanzanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. 9. Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden gem. § 240 Abs. 4 HGB mit dem gewogenen Durchschnittspreis angesetzt. Soweit Bestandsrisiken vorliegen, die sich aus der Lagerdauer und verminderten Verwertbarkeit ergeben, werden Abwertungen vorgenommen. Die selbst erstellten fertigen Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten (Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst) bewertet. Das Wahlrecht gem. § 255 Abs. 2 S. 3 HGB zur Aktivierung der angemessenen Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung wurde nicht in Anspruch genommen. 10. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bilanziert. Erkennbare Risiken werden durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko hat durch Bildung eines pauschalen Abschlages Berücksichtigung gefunden. 11. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten oder gegebenenfalls nach § 253 Abs. 4 HGB zu den niedrigeren Werten, die sich aus den Börsen- oder Marktpreisen am Stichtag ergeben, angesetzt. 12. Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie werden in Höhe der Beträge gebildet, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind. Beim Ansatz der wesentlichen sonstigen Rückstellungen wurden keine Schätzverfahren und Abzinsungswahlrechte angewendet bzw. vorgenommen. 13. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. 14. Fremdwährungsforderungen bzw. Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden - sofern vorhanden - gem. § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. D. Erläuterungen zur Bilanz 15. Die Entwicklung einzelner Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind im nachfolgenden Anlagenspiegel gesondert dargestellt.
16. Im Folgenden werden die Angaben zu Unternehmen zusammengefasst, an denen die Gesellschaft Anteile von mehr als 20 % hält.
17. In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 1.958,78 sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 0,00 enthalten. 18. Es werden sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 1.369.311,81 (Vorjahr: EUR 1.086.050,74) ausgewiesen. In Höhe von EUR 1.369.311,81 haben die sonstigen Vermögensgegenstände eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten insbesondere, ein Park-Depot bei der Allianz Lebensversicherungs-AG (EUR 861.786,96), einen Goldbestand (EUR 158.558,25), im Folgejahr abzugsfähige Vorsteuer (EUR 4.884,63), Stromsteuererstattungsansprüche (EUR 46.045,53), Körperschaftsteuererstattungsansprüche (EUR 252.893,00), Umsatzsteuererstattungsansprüche (EUR 18.319,27) sowie sonstige Forderungen (EUR 26.824,17). 19. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von EUR 23.305,50 beinhaltet kein Disagio. 20. Das Stammkapital ist noch nicht auf Euro umgestellt. Es lautet auf 100.000 DM. 21. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von EUR 449.880 beinhalten Rückstellungen - für Urlaubsansprüche in Höhe von EUR 20.000 - für Berufsgenossenschaftsbeiträge in Höhe von EUR 2.500 - für die Ausgleichsabgabe in Höhe von EUR 5.880 - für Gewährleistungen / Garantieverpflichtungen in Höhe von EUR 60.500 - für Kosten der Jahresabschlusserstellung und -prüfung in Höhe von EUR 24.000 - für die Kosten der Archivierung von Geschäftsunterlagen in Höhe von EUR 17.000 - für Mitarbeiterprämien in Höhe von EUR 195.000 - für Tantiemen in Höhe von EUR 120.000 - sowie für ausstehende Rechnungen in Höhe von EUR 5.000. 22. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich für das Jahr 2023 aus der nachfolgenden Übersicht:
Der unter dem Posten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesene Betrag ist teilweise durch übliche Eigentumsvorbehalte von Lieferanten besichert. Im Vorjahr 2022 ergaben sich folgende Restlaufzeiten:
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 7.987,06 (Vj.: EUR 12.641,77) enthalten. Hierbei handelt es sich um ein Verrechnungskonto, das mit einem Zinssatz von 1 % über dem EZB-Zinssatz verzinst wird. 23. Zum 31. Dezember 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber der Gesellschafterin, der OIG GmbH & Co. KG (vormals: Olaf Igelbrinck e. K.) (verbundenes Unternehmen), für die Vermietung der Grundstücke in Altenbeken-Buke, Industriestraße in Höhe von EUR 108.000 p.a. Weiterhin bestehen Verpflichtungen aus sonstigen Immobilienmietverträgen, zahlbar in 2024 in Höhe von EUR 51.766 und in 2025 in Höhe von EUR 14.508. Verpflichtungen aus Leasing- bzw. Mietverträgen für sonstige Wirtschaftsgüter bestehen zum Bilanzstichtag ebenfalls und sind zahlbar in 2024 in Höhe von EUR 41.496, in 2025 in Höhe von EUR 28.574 und in 2026 in Höhe von EUR 9.320. E. Sonstige Pflichtangaben 24. Während des Geschäftsjahres erfolgte die Geschäftsführung der Gesellschaft durch folgende Personen: Frau Heike Igelbrinck, Geschäftsführerin Verwaltung und Vertrieb, Herr Dipl.-Ing. Olaf Igelbrinck sen., technischer Geschäftsführer Herr Dipl.-Ing. Olaf Igelbrinck jun., technischer Geschäftsführer . 25. Im Durchschnitt waren während des Berichtsjahres 3 Geschäftsführer, 40 gewerbliche Arbeitnehmer, 14 Angestellte, 2 Aushilfen, 0 Teilzeitkräfte und 1 Auszubildende beschäftigt. Die Berechnung erfolgte methodisch gem. § 267 Abs. 5 HGB. Die durchschnittliche Gesamtarbeitnehmeranzahl gem. § 267 Abs. 5 HGB (ohne Geschäftsführer und Auszubildende) beträgt 55. 26. Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. 27. Gemäß § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB wird auf die Angaben des § 285 Nr. 17 HGB verzichtet. 28. Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in voller Höhe von EUR 3.481.314,09 auf neue Rechnung vorzutragen.
Altenbeken-Buke, 26. November 2024 Heike Igelbrinck, Geschäftsführerin Olaf Igelbrinck sen., Geschäftsführer Olaf Igelbrinck jun., Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileDer vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde in gesetzlich zulässigem Maß zum Zweck der Publizität verkürzt. Die beigefügte Wiedergabe des Bestätigungsvermerkes des Abschlussprüfers bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss. Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 16.12.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Z.I.S. Kunststoff GmbH, Altenbeken-Buke Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Z.I.S. Kunststoff GmbH, Altenbeken-Buke - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Z.I.S. Kunststoff GmbH, Altenbeken-Buke für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Gütersloh, den 3. Dezember 2024 Franz Anwey, Wirtschaftsprüfer |
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