Innofreight Germany GmbH

Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 513318
Eingetragen
23.3.2017
Branche
Vermietung von SchienenfahrzeugenHerstellung von Lokomotiven und anderen SchienenfahrzeugenErbringung von Logistikdienstleistungen
Gegenstand
- Anmietung, Vermietung, Ankauf, Verkauf, Herstellung und Vertrieb von Schienenfahrzeugen, Containern, Ladehilfsmitteln, Umschlags-/ Lager- und Fördertechnik und Fahrzeugen jeder Art samt Ausstattung und Zubehör sowie Teile davon - Verwertung von Marken, Patenten und Lizenzen, - Logistikberatung und Erbringen von Logistikdienstleistungen inkl. nationaler und internationaler speditioneller Leistungen ohne Selbsteintritt

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jörg Dr. Hilker
seit 25.11.2020
Geschäftsführer
Mario Peter Carl
seit 23.3.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Innofreight Solutions GmbHAUT
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Innofreight Solutions GmbH
Austria
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Innofreight Germany GmbH

Saalburg-Ebersdorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Innofreight Germany GmbH GESCHÄFTSJAHR 2023
Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage

Die Innofreight Germany GmbH ist die Vertriebs- und Servicegesellschaft der Innofreight Gruppe in den Ländern Deutschland, Niederlande, Belgien und Luxemburg. Aufgabe ist es, das gesamte Leistungsspektrum der Innofreight Gruppe (Waggons, Behälter und Umschlagtechnologie) an die Kunden in den zugeordneten Ländern zu verkaufen und im Anschluss als zentraler Ansprechpartner für Serviceleistungen zur Verfügung zu stehen. Zu den wesentlichen Serviceleistungen gehören hierbei, Steuerung der Wartungsarbeiten, Beratung beim Einsatz der Produkte und kontinuierliche Optimierung des Equipments.
Zu den Kernmärkten gehören im wesentlichen Großkunden im Massengutbereich der Branchen Stahl, Rohstoffe, Holz, Leim und Salz/Düngemittel. Durch den optimierten Einsatz der Logistiklösungen der Innofreight Gruppe werden hierbei gemeinsam mit dem Kunden Ansatzpunkte für Effizienzverbesserungen in der Logistik erarbeitet und gemeinsam umgesetzt.
In 2023 ist es erneut gelungen, das Geschäftsvolumen der Innofreight Germany auszuweiten. Besonders hervorzuheben ist dabei der Einstieg in das Großprojekt SHS (Stahl-Holding-Saar) am Standort Dillingen. Beginnend mit einer auf ca. 1,5 Jahre angelegten Zwischenlösungen zum Umschlag mit 2 Schwerlaststapler von Kohle im Dillinger Hafen, wird ab 2025 eine stationäre Umschlaganlage für Kohle und Erz im Werksgelände errichtet. Zudem konnten die  Geschäftsaktivitäten bei der K+S im Bereich Transport von salzhaltigen Gewässern erneut weiter ausgebaut werden. Im Bereich Drahttransporte ist ferner gelungen, Wagen mit der innovativer Doppelstockbeladung zum auslastungsoptimierten Transport von Drahtrollen im Markt zu positionieren. Als Neukunden wurden für die Firmen Kronospan Lampertswalde und Saarrail Logistiklösungen entwickelt sowie Waggons vermietet.
Hauptkunden der Innofreight Germany sind die DB Cargo AG sowie die K+S AG. Die DB Cargo AG hat mit der Innofreight Germany einen langlaufenden Kooperationsvertrag verlängert. Auf Basis dieses Vertrages wurde dann das Großprojekt SHS sowie Projekte für Voestalpine umgesetzt.
Insgesamt konnte durch die erfolgreiche Umsetzung der Projekte die Innofreight Germany ein finanziell erfolgreiches Geschäftsjahr 2023 erzielen.
Die vertrieblichen Erfolge wurden in einen erneut anspruchsvollem Marktumfeld umgesetzt, dass durch die wirtschaftliche Schwächephase in Europa und insbesondere Deutschland durch die Energiekostensteigerungen geprägt war. Gerade in diesem Umfeld war es für die Kunden von Innofreight Germany von großem Interesse effizienzsteigernde Logistiklösungen mit Hilfe der Innofreight Technologie umzusetzen.
Stand 31.12.2023 waren von der Innofreight Germany 541 InnoWaggon, ca. 3.000 Container und sonstige Aufbauten, 3 Entladestapler sowie 2 stationäre Umschlaganlagen an die Kunden vermietet. Zudem wurden in 2023 45 InnoWaggon verkauft. Durch die deutliche Ausweiterung des vermieteten Equipments bekommt auch schrittweise der Service des vermieteten Equipments eine wachsende Bedeutung. Hier ist es auch gelungen, mit verschiedenen Kunden Verträge über die Instandhaltung des verkauften Equipments abzuschließen. Zudem konnten mehrere Projektierungsverträge für zukünftige geplante zusätzliche stationäre Umschlaganlagen abgeschlossen werden.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Werte in TEUR


Ertragslage
2023
2022
Umsatz
25449
28889
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)
492
197
Jahresüberschuss
222
58
Gesamtkapitalrentabilität
2023
2022
Ergebnis vor Zinsen und Steuern x 100
7,6 %
2,2 %
Gesamtkapital
Cash-Flow
2023
2022
Cash-Flow aus der Betriebstätigkeit
-309
-6245
Cash-Flow aus Investitionstätigkeiten
-2
-16
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeiten
0
0
Finanzmittelzuwachs/-abnahme
-311
-6261



Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Wir bei Innofreight haben uns voll und ganz dem Schienengüterverkehr verschrieben. Um die Klimakrise bewältigen zu können, braucht es die Bahn als starken Partner. Menschen und Güter werden sich immer von einem Ort zu einem anderen bewegen müssen - dafür braucht es klimafreundlichen Verkehr und deswegen braucht es die Bahn. Durch den Einsatz unserer Technologie werden schon jetzt rund 200.000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart.
Unsere Transportlösungen sind flexibel einsetzbar, was sie umso nachhaltiger macht. Viele verschiedene Güter können mit unseren Produkten transportiert werden. Unser modularer Fuhrpark erlaubt es uns, schnell auf Änderungen am Markt zu reagieren.
Nicht nur im Rahmen unserer Produktpalette setzen wir auf Nachhaltigkeit, sondern wir übernehmen soziale Verantwortung und verschreiben uns der ökologischen Selbstverpflichtung. In unserer Gruppe haben wir Systeme und Prozesse, die es uns ermöglichen, diese Vorhaben zu verfolgen. Als multinationaler Konzern werden die Herausforderungen, denen wir gegenüberstehen, immer vielfältiger und sind zunehmend miteinander verflochten. Damit alle wesentlichen Themen in die Strategie einfließen, setzen wir auf das Feedback unserer Partner:innenunternehmen.
Um unsere Ziele zu erreichen, müssen wir die größten Talente für uns gewinnen und ihre Motivation und ihr Engagement erhalten. Wir setzen auf ein diverses Team, Vertrauen, individuelle Aufgabenbereiche, Verantwortung und Weiterbildung. Um das zu erreichen, setzen wir uns auf teamorientierte Führung entlang der gesamten Personalwertschöpfungskette, vom Recruiting und bis hin zum Performance Management.
Vor allem am Standort des Hauptsitzes in Bruck an der Mur sind wir gut in der Region vernetzt. Mit der Teilnahme an Veranstaltungen wie dem "Brucker Businesslauf" stärken wir diese Verbindungen und bringen Abwechslung in den Arbeitsalltag der Mitarbeiter:innen.

Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und Risiken
Voraussichtliche Unternehmensentwicklung
In den zurückliegenden Jahren konnte die Innofreight Germany GmbH die Kundenzahl und den Umsatz deutlich steigern. Dieser Aufwärtstrend ist auch in den nächsten Jahren zu erwarten. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass durch den GroßProjektcharakter der Innofreight-Vertriebsaktivitäten in Deutschland die Geschäftsentwicklung nicht linear verläuft. Häufig haben diese Großprojekte Vorlaufzeiten von mindestens zwei Jahren. Aktuell ist die Pipeline dieser Projekte gut gefüllt. Wobei ein Teil der Projekte nach derzeitigem Stand in 2025 bis 2027 realisiert werden. Es handelt sich hierbei um Projekte in den Bereichen Kohle, DRI (Direct Reduced Iron), Haldenabdeckung und Lithiumerzumschlag.
Durch die erfolgreiche Umsetzung vieler Logistikprojekte in den zurückliegenden Jahren ist die Innofreight Germany zudem ein gefragter Ansprechpartner für zukünftig anstehende Strukturanpassungen z.B. in der Stahlindustrie. Die Umstellung auf die Produktion von grünem Stahl erfordert einen massiven Umbau der Produktionsstätten aller Stahlunternehmen in Richtung Direktreduktionsanlagen und Elektrolichtbogenöfen, die dann mit dem klimaneutralen Energieträger Wasserstoff betrieben werden können. Innofreight Germany hat hier gemeinsam mit nahezu allen europäischen Stahlunternehmen Projekte gestartet, um die dann veränderten Transportströme und Produkte einsetzen zu können. In diesem Zusammenhang wurde ein innovativer Transportbehälter für den sensiblen Transport und Umschlag von DRI entwickelt.
Weiteres Wachstum ist zudem in Zukunft in den Segmenten Schrott-, Langschienen-, Draht- und Rohrtransport sowie bei der Holzwerkstoffindustrie zu erwarten.

Wesentliche Chancen, Risiken und Ungewissheiten
Das Jahr 2023 war erneut durch wirtschaftlich volatile Rahmenbedingungen geprägt. Insbesondere die vielen militärischen Konflikte weltweit mit gestörten Handelsrouten und stark schwankenden Energiepreisen haben die wirtschaftlichen Aktivitäten unserer Kunden gebremst. In der Folge hat sich die konjunkturelle Entwicklung in vielen für Innofreight Germany wichtigen Branchen (z.B. Stahl, Bau und Holz) erneut schwach entwickelt. Hervorzuheben ist hier insbesondere die sehr schwache Stahlproduktion in Deutschland und in Europa. Speziell in Deutschland wurde mit nur 35,4 Mio. Tonnen Rohstahlproduktion mit Ausnahme der Finanzkrise in 2009 der schlechteste Produktionswert der letzten 30 Jahre erzielt. Dies führt weiterhin zu einer Zurückhaltung bei der Beschaffung zusätzliche Waggons und Behälter. Derzeit ist aber nicht davon auszugehen, dass vermietetes Equipment in Größenordnungen zurückgegeben wird. Hauptgründe hierfür sind die deutlichen Effizienzvorteile, die das Innofreight-Equipment gegenüber den verfügbaren Alternativen bringt. Zudem konnten in der Vergangenheit mit vielen Kunden langlaufende Verträge abgeschlossen werden. Wir erwarten daher für 2024 ein Betriebsergebnis auf Vorjahresniveau. Für die Jahre 2025 sind die Folgen des Wegfalls der Trassenpreisförderung bei gleichzeitiger Trassenpreiserhöhung durch die DB InfraGo in Deutschland zu beobachten. Hierdurch wird sich der wirtschaftliche Spielraum der Eisenbahnverkehrsunternehmen einschränken, was sich negativ auf die Anmietung von modernem Equipment auswirken kann. Zudem ist der Schienengüterverkehr durch Fachkräftemangel und Baustellen im Netz der DB InfraGo negativ beeinflusst.
Es ist davon auszugehen, dass in den nächsten Jahren umfangreiche Bahnbauaktivitäten zur Erneuerung der z.T. sehr alten Schienentrassen erforderlich sind. Zudem müssen zahlreiche Brücken und sonstige Bauwerke im Bereich der Straßeninfrastruktur erneut werden. Daher ergeben sich zusätzliche Geschäftschancen insbesondere in den Bereichen Bahnbau (Langschienen, Altschotter) und Baustoffen (Zement, Klinker, Betonteilen). Ferner besteht Bedarf für Equipment zum Transport von Rohren und Halbzeugprodukten.

Bericht über Forschung und Entwicklung
Forschung und Entwicklung stellen eines der Haupttätigkeitsfelder von Innofreight dar. Dazu zählen einerseits Förderprojekte, als auch nicht explizit in Förderprojekten verordnete Produkte, Prozesse und Unternehmungen, die sich in der Umsetzungsphase befinden oder heuer erfolgreich beendet wurden.
Im vergangenen Jahr konnten die beiden Förderprojekte "DiSEL" und "80ft InnoWaggon" erfolgreich abgeschlossen werden. Im Projekt "DiSEL" war das übergeordnete Ziel, alle Digitalisierungsinstrumente und -elemente in der gesamten Logistikkette zusammenzuführen und sie zu automatisieren. Damit sollten auch optimiertes predictive Maintenance sowie Life-Cycle-Management des genutzten Anlagegutes ermöglicht werden. Für die Entladung der eintreffenden Container auf dem Waggon wurde ein automatisiertes Positionierungssystem der Entladeanlage entwickelt. Dies muss unabhängig von Waggon-und Containerlänge funktionieren. Die erste Positionierung funktioniert über einen Verschubroboter, wobei die Entladeanlage in weiterer Folge über Bilderkennung automatisiert in die Gabeltaschen einfädeln kann.
Für die Rückpositionierung der Container auf den Wagen nach der Entladung, wurde ein Bilderkennungssystem trainiert, das die Containerpins am Wagen mit einer Genauigkeit von 90 Prozent erkennt. Für den Realbetrieb sind noch weiteres Training der Modelle und zusätzliche Optimierungsschritte notwendig.
Zudem wurde ein umfassendes Datenerfassungssystem für Entladeanlagen implementiert, um zukünftig beispielsweise Wartungszyklen optimieren zu können. Zusätzlich können die Anlagen monitort werden und somit eventuell notwendige prädiktive Maßnahmen ergriffen werden. Letzten Endes soll der gesamte Entladeprozess über ein Mastermodul funktionieren, welches das Zusammenspiel der einzelnen Entladeelemente über die zahlreichen Sensoren und Schnittstellen koordiniert. Bei der Digitalisierung des rollenden Materials wurde die Sensorausrüstung der Wagen, anstelle der Container weiter vorangetrieben. Diese liefern die benötigte Datenqualität für weiterführende Logistikkettenbetrachtungen.
Mit dem "80 ft InnoWaggon"-Projekt wurde das Ziel realisiert, einen 4-achsigen 80 ft Waggon ohne Kurzkupplung zu entwickeln, der für den kombinierten Verkehr (KV) geeignet ist. Dieser eignet sich besonders für den Transport von leichten Gütern. Durch die Leichtbauweise hat der Waggon ein Eigengewicht von gerade einmal 19,7 t und ist damit optimal für die steigende Nachfrage nach Ganzzugverkehren geeignet. Dieser Einzelwagen kann mit weiterem Innofreight-Equipment aufgerüstet werden, welches ebenso fähig für den kombinierten Verkehr ist. Zusätzlich kann der Waggon auch mit Standard ISO-Containern (20 ft/40 ft) beladen werden, womit ein großes Einsatzspektrum abgedeckt werden kann. Der Wagen ist sowohl auf der europäischen Normalspur, als auch auf der Iberischen Breitspur einsetzbar.
In der Umsetzungsphase befinden sich die von der FFG geförderten Projekte "H2RailTube" und "DRI-Ver". Ziel des "H2RailTube"-Projekt ist es, eine Containerlösung für die Speicherung und den Transport von gasförmigem Wasserstoff zu entwickeln, die fähig für den kombinierten Verkehr ist. Dafür werden nahtlos gewalzte Rohre mit einem Speicherdruck von bis zu 900 bar verwendet werden. Die Geometrie der Stahltubes und der zugehörigen Endkappen sowie der erforderliche Kompressionsaufwand wurden ermittelt. Mit den ersten Tube-Prototypen wurden Druckdichtheitstests mit 500 bar durchgeführt und erfolgreich abgeschlossen. Mittels Strömungssimulation wurde das Einströmverhalten von Wasserstoff berechnet, womit Vorhersagen über sich bildende Strömungen in den Tubes sowie das sich bildende Temperaturfeld möglich sind (Grenztemperatur 100 °C). Die Struktur des Containers selbst (Tragbehälter der Rohre) wurde mittels Berechnungen auf Basis verschiedener Lastfälle validiert und die notwendigen Schweißnähte berechnet. Der erste Container befindet sich in der Produktion. Um den Anforderungen an einen digitalisierten Container zu entsprechen, wird dieser mit einem GPS-Tracker, integrierter Sensorik und externen Sensoren für die Überwachung des Ladeguts ausgestattet. Geeignete Telematik-Systeme wurden evaluiert und auf den Anwendungsfall abgestimmt.
Das Projekt "DRI-Ver" befasst sich mit der Transportlösung von direct reduced iron (DRI), das als zentraler Schlüssel für die CO2-minimierte Stahlproduktion gilt. Ziele des Projektes sind, eine sichere Be- und Entladelösung für hochreaktives DRI zu entwickeln sowie einen für den Transport geeigneten Container zu konstruieren. Die fortgeführte Untersuchung des Materials führte dazu, dies immer besser zu verstehen und zeigt, dass das die gewählte Pyramidenform des Containers genau richtig ist. Das wurde auch durch eine Gefährdungsanalyse des TÜV bestätigt und belegt die Anwendbarkeit des Transportkonzepts. Zudem wurden weitere konstruktive Anpassungen am Container vorgenommen und erste Kundentests mit einem weiteren Prototyp erfolgreich durchgeführt.

Risikomanagement
Die Innofreight Germany hat durch viele langlaufende Verträge mit solventen Großkunden (K+S, DB Cargo) den Umsatz abgesichert. Die operativen Tätigkeiten im Unternehmen werden nach definierten und zertifizierten Prozessen (gem. ISO 9001, AVV, ECM) abgearbeitet. Die Zertifizierung wird planmäßig und regelmäßig erneuert. Neue Erkenntnisse werden laufend eingearbeitet und Prozesse zur Risikominimierung angepasst.
Zusätzlich zum laufenden Controlling erfolgt das Monitoring von großen Projekten durch ein gemeinsam mit den Kunden definierten Projektcontrolling, wodurch potenziellen Projektrisiken entgegengewirkt wird.
Ein zeitnahes Mahnwesen führt dazu, dass Forderungsausfälle minimiert werden. Fremdwährungssicherungsgeschäfte gibt es keine, da die Geschäfte in Euro abgewickelt werden. Derivate Finanzinstrumente wurden nicht in Anspruch genommen.

Zweigniederlassungen
Im Geschäftsjahr wurden keine Zweigniederlassungen unterhalten.

Saalburg-Ebersdorf, am 06.08.2024
Für die Geschäftsführung
gez. Mario Carl gez. Jörg Hilker

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 19.155,64 27.465,33
I. Sachanlagen 19.155,64 27.465,33
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.155,64 27.465,33
B. Umlaufvermögen 6.483.128,60 9.263.727,45
I. Vorräte 1.755.000,00  
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.251.083,03 8.476.154,19
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 464.781,92 1.161.616,54
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.786.301,11 7.314.537,65
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 477.045,57 787.573,26
C. Rechnungsabgrenzungsposten 731,31 2.566,66
Aktiva 6.503.015,55 9.293.759,44

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 704.460,97 482.956,67
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 350.000,00 350.000,00
III. Gewinnvortrag 107.956,67 49.886,31
IV. Jahresüberschuss 221.504,30 58.070,36
B. Rückstellungen 298.609,74 429.873,33
C. Verbindlichkeiten 5.499.319,84 8.378.804,44
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.856.500,94 6.750.848,61
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.856.500,94 6.750.848,61
2. sonstige Verbindlichkeiten 2.642.818,90 1.627.955,83
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.642.818,90 1.627.955,83
D. Rechnungsabgrenzungsposten 625,00 2.125,00
Passiva 6.503.015,55 9.293.759,44

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 1.875.264,24 2.873.764,49
2. Personalaufwand 1.052.876,35 808.650,02
a) Löhne und Gehälter 923.337,00 718.983,39
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 129.539,35 89.666,63
davon für Altersversorgung 15.121,20 15.054,36
3. Abschreibungen 10.017,00 16.670,11
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 10.017,00 16.670,11
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 320.649,39 1.849.702,96
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 15,45 1.493,97
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 44,88 2.461,34
davon aus verbundenen Unternehmen   2.460,64
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.898,00 1.750,00
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 265.941,13 140.374,18
8. Ergebnis nach Steuern 223.927,25 59.078,56
9. sonstige Steuern 2.422,95 1.008,20
10. Jahresüberschuss 221.504,30 58.070,36

Anhang

 I. Allgemeine Angaben

Firma: Innofreight Germany GmbH
Sitz: Saalburg-Ebersdorf
Registergericht: Amtsgericht Jena HRB 513318; Eintragung vom 23.03.2017

Nach den in §267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Der Jahresabschluss wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften gemäß §§ 242 ff HGB aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz entspricht den Vorschriften der §§ 266 ff. HGB. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Vorschriften der §§ 275 ff. HGB. Es wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Abweichungen von der Darstellungsstetigkeit in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sind nicht vorhanden.

   Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und -preisminderungen aktiviert. Die planmäßigen linearen Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer mit den steuerlich zulässigen Höchstsätzen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungspreis bis zu € 800,00 werden gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben und als Abgang ausgewiesen.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert bilanziert.

Die Kassenbestände und die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit ihrem Nennwert bilanziert.

Der Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben, die Aufwendungen des folgenden Geschäftsjahrs darstellen.

In den Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten berücksichtigt und sie sind mit ihrem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Einnahmen, die Erträge des folgenden Geschäftsjahres darstellen.

 II. Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

Brutto-Anlagenspiegel
Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel, Seite 5 des Anhangs, zu entnehmen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände




davon mit einer Restlaufzeit

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2023
bis zu einem Jahr
von mehr als einem Jahr
- Forderungen aus Lieferun-
3.245.928,76 €
3.245.928,76 €
0,00 €
 gen und Leistungen
(6.623.228,24€ )
(6.623.228,24€)
(0,00 €)
- Forderungen gegen
464.781,92 €
464.781,92 €
0,00 €
 verbundene Unternehmen
(1.161.615,54 €)
(1.161.615,54€)
(0,00 €)
- Sonstige
540.372,35 €
537.900,35 €
2.472,00.€
 Vermögensgegenstände
(691.309,41 €)
(688.837,41 €
(2.472,00€)

4.251.083,03 €
4.248.611,03 €
2.472,00 €

(9.263.727,45 €)
( 8.239.548,43 €)
(2.472,00€)



(Die Werte im Klammern sind Vorjahresbeträge)
In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von EUR 414.267,28 (Vorjahr: EUR 1.160.245,54) enthalten.

Rückstellungen
In den sonstigen Rückstellungen sind vor allem Verpflichtungen aus Urlaubsansprüchen 52 TEUR (32 TEUR), Bonuszahlungen an Mitarbeiter 15 TEUR (15 TEUR) sowie Nachtragsprämien für Versicherungen 0 TEUR (51 TEUR) enthalten.

Verbindlichkeiten


Verbindlichkeiten

31.12.2023
bis zu einem Jahr
von ein bis fünf Jahren
von mehr als fünf Jahren
- erhaltene Anzahlungen
1.755.000,00 €
1.755.000,00 €
0,00 €
0,00 €
  auf Bestellungen
(0,00 €)
(0,00 €)
(0,00 €)
(0,00 €)
- aus Lieferungen
99.095,50 €
99.095,50 €
0,00 €
0,00 €
 und Leistungen
(33.936,77 €)
(33.936,77 €)
(0,00 €)
(0,00 €)
- gegenüber verbundenen
2.856.500,94 €
2.856.500,94 €
0,00 €
0,00 €
- Unternehmen
(6.750.848,61 €)
(6.750.848,61 €)
(0,00 €)
(0,00 €)
- Sonstige
788.723,40 €
788.723,40 €
0,00 €
0,00 €
 Verbindlichkeiten
(1.594.019,06 €)
(1.157.836,52 €)
(436.182,54 €)
(0,00 €)
- davon aus Steuern




349.329,37 € (384.937,05 €)




- davon im Rahmen der




sozialen Sicherheit




1.912,72 € (1.787,14 €)





5.499.319,84 €
5.499.319,84€
0,00 €
0,00 €

(8.378.804,44 €)
(7.942.621,90 €)
(436.182,54 €)
(0,00 €)



In den Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter in Höhe von EUR 2.803.779,67 (Vorjahr: EUR 6.650.777,67) enthalten.

(Die Werte im Klammern sind Vorjahresbeträge)

III. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Am Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen für das kommende Geschäftsjahr in Höhe von rund EUR 57.500,00.

IV. Sonstige Angaben

 Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter
Es waren durchschnittlich zehn Mitarbeiter beschäftigt. Davon 2 Geschäftsführer sowie 8 Angestellte.

 Geschäftsführung  Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch
Herrn Mario Carl, Diplom-Ingenieur und Herrn Dr. Jörg Hilker, Diplom-Kaufmann, geführt.

 Bezüge der Geschäftsführung
Die Angabe nach § 285 Nr. 9a HGB wurde nach § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.
 Ergebnisverwendung
Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.

Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft wird für den kleinsten und größten Kreis in den Konzernabschluss der Innofreight Consulting & Logistics GmbH, Bruck an der Mur, einbezogen. Der Konzernabschluss wird beim Landgericht Leoben, Österreich offengelegt.

 

Berlin, 06. August 2024

gez. Mario Carl

gez. Dr. Jörg Hilker, Entwicklung des Anlagevermögens


Anschaffungs- und Herstellungskosten


Stand 01.01.2023
Zugang
Um-buchungen
Abgang
Stand 31.12.2023
I. Sachanlagen





Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
44.198,97
1.707,31
0,00
1.707,31
44.198,97
II. Anlagevermögen insgesamt
44.198,97
1.707,31
0,00
1.707,31
44.198,97

Abschreibungen



kumuliert 01.01.2023
Geschäfts-jahr
Abgang
kumuliert 31.12.2023
I. Sachanlagen




Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
16.733,64
10.017,00
1.707,31
25.043,33
II. Anlagevermögen insgesamt
16.733,64
10.017,00
1.707,31
25.043,33

Buchwerte


31.12.2023
31.12.2022
I. Sachanlagen


Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
19.155,64
27.465,33
II. Anlagevermögen insgesamt
19.155,64
27.465,33

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 12.09.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk


Bei dem vorstehenden Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn und Verlustrechnung und Anhang) handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die Innofreight Germany GmbH
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Innofreight Germany GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Innofreight Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und · vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus · identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesent-liche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
· beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
· führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Augsburg, den 6. August 2024
SONNTAG GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Wörlein Wirtschaftsprüfer ppa. Piening Wirtschaftsprüferin

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