HJL Real Estate Advisory GmbH
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Rudolf Augstein Gesellschaft mit beschränkter HaftungHamburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018Konzern-Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018I. Grundlagen des Konzernsa) Konzernstruktur und wichtigste Produkte Der SPIEGEL-Konzern gliedert sich in die Geschäftsfelder Print, Online sowie Film- und Fernsehen. Die Erlöse werden insbesondere aus dem Vertrieb der Print-Objekte, den Anzeigen- und Werbeschaltungen bei den Print- und Online-Objekten, dem Verkauf bzw. der Lizenzierung von TV-Produktionen sowie den Abonnentenerlösen der Pay TV-Kanäle erzielt. Print mit einem Umsatzanteil von 61 % (Vorjahr: 62 %) stellt den mit Abstand größten Umsatzträger des Konzerns dar. Die Bereiche Online sowie Film und Fernsehen erreichen Umsatzanteile von 21 % bzw. 14 % (Vorjahr: 18 % bzw. 15 %). Absatzmärkte sind überwiegend Deutschland, aber auch das deutschsprachige und europäische Ausland. Die drei Geschäftsbereiche umfassen vorwiegend folgende Gesellschaften und Produkte: Print:
Online:
Film und Fernsehen:
Daneben bestehen Mehrheits- und Minderheitsbeteiligungen an Gesellschaften mit gleichen oder verwandten Geschäftsfeldern. b) Entwicklung der Konzernstruktur Die 51 %-ige Beteiligung an der Der Audio Verlag GmbH ist mit Wirkung zum 1. Januar 2018 veräußert worden. Im Übrigen bleibt die Konzernstruktur im Vergleich zum Vorjahr unverändert. II. Wirtschaftsbericht (Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft)a) Entwicklung der Werbewirtschaft und des Hauptprodukts DER SPIEGEL Die deutsche Wirtschaft ist nach ersten Berechnungen auch im Jahr 2018 wieder spürbar und das neunte Jahr in Folge gewachsen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt stieg um 1,5 % (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 018 vom 15. Januar 2019). Damit liegt der 2018-er Wert in der langfristigen Betrachtung um 0,3 Prozentpunkte über dem Durchschnitt der letzten 10 Jahre (+ 1,2 %). Im Vorjahr wurde ein Wachstum von 2,5 % erreicht. Seit 2010 werden solide und stetige Wachstumsraten ausgewiesen. Die Wachstumsimpulse kamen wie schon im Vorjahr vor allem aus dem Inland. Die Bruttowertschöpfung konnte in nahezu allen Wirtschaftsbereichen positiv zur Entwicklung beitragen. Dabei entwickelten sich insbesondere die Dienstleistungsbereiche Information und Kommunikation (+ 3,7 %) sowie Baugewerbe (+ 3,6 %) überdurchschnittlich gut. Die Wirtschaftsleistung wurde von einem neuen Höchststand an Erwerbstätigen (knapp 44,8 Mio Personen; zum Vorjahr: + 0,6 Mio) seit der Wiedervereinigung erbracht. Die staatlichen Haushalte erzielten mit 59,2 Mrd € zum fünften Mai in Folge einen Überschuss. Die für Medienunternehmen relevanten Werbeaufwendungen (Print, Fernsehen, Rundfunk, Out of Home, Kino, Internet und Mobil; alle Angaben auf Basis der "Nielsen Media Research") sind im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben: Der Bruttowerbeumsatz 2018 trifft mit 31,9 Mrd € annähernd den Vorjahreswert. Dabei müssen nahezu alle Mediengattungen teils erhebliche Rückgänge hinnehmen, während fast ausschließlich bei Mobil ein deutlicher Zuwachs (+ 0,4 Mrd €, + 58,6 %) erreicht wird: Größte Verlierer sind die Publikumszeitschriften (- 0,1 Mrd €, - 3,9 %), Internet (- 0,2 Mrd €, - 6,9 %) und Out of Home (- 0,1 Mrd €, - 2,8 %). Die geringfügigen Veränderungen bei allen anderen Gattungen gleichen sich in etwa aus. Die Print-Gattungen insgesamt bleiben um 0,1 Mrd € bzw. 1,4 % unter dem Vorjahr; der Rückgang betrifft hauptsächlich Werbung in Publikumszeitschriften, aber auch die Fachzeitschriften, während bei den Tageszeitungen ein leichtes Plus zu verzeichnen ist. Online (Internet und Mobil) steigt um insgesamt 0,2 Mrd € bzw. 5,0 % aufgrund des überproportionalen Zuwachses bei Mobil. Der Marktanteil der klassischen Medien (alle Gattungen ohne Internet/Mobil) bleibt mit 88,5 % leicht unter dem Vorjahreswert (89,1 %). Zu dieser Analyse muss folgende Einschränkung angemerkt werden: Nach unserer Einschätzung werden zwei Drittel aller Werbeaufwendungen im Digitalbereich (Internet/Mobil) von den internationalen Plattformen Google, Amazon, Facebook und weiteren erzielt. Dieses beträchtliche Volumen wird von den Statistiken der Nielsen-Marktforschung aber noch nicht erfasst. Ursache: Diese Plattformen melden weder ihre Umsätze oder ihre Kunden, noch können die Nielsen-Crawler in diesen geschlossenen Systemen Werbung erfassen. Im Anzeigenmarkt wird beim SPIEGEL mit 1.244 Seiten ein deutlich geringeres Gesamtvolumen gegenüber Vorjahr (- 266 Seiten) ausgewiesen (Quelle: Nielsen Anzeigenstatistik, PZ Online). Auch der Focus (1.668 Seiten, zum Vorjahr: - 206 Seiten) verliert im Vorjahresvergleich spürbar. Nur der Stern (1.738 Seiten, zum Vorjahr: - 17 Seiten) verzeichnet einen moderaten Rückgang. Dabei ist zu beachten, dass sowohl die Wettbewerber als auch der SPIEGEL einen nennenswerten Anteil von Eigenwerbung haben, den dieser Vergleich unberücksichtigt lässt. Die durchschnittlich verkaufte Auflage des SPIEGEL bleibt mit 710 TEX (Quelle: IVW, PZ Online; Angaben inkl. ePaper) unter Vorjahr (- 49 TEX). Der Rückgang betrifft alle Sparten. Damit behauptet sich der SPIEGEL dennoch unverändert vor dem Stern (Gesamtverkauf: 516 TEX, - 66 TEX) und dem Focus (417 TEX, - 18 TEX). Der Marktanteil des SPIEGEL im Wettbewerbsumfeld auf Basis der durchschnittlich verkauften Auflage steigt leicht um 0,5 %-Punkte auf 43,2 %. Die Marktanteile der Wettbewerber: der Focus verbessert sich um 0,9 %-Punkte auf 25,4 %, der Stern verliert deutlich und erreicht 31,4 % (zum Vorjahr: - 1,2 %-Punkte). b) Entwicklung der Online-Branche und Reichweitenentwicklung von SPIEGEL ONLINE Der Anteil der lnternetnutzer in Deutschland steigt auch 2018, aber immer noch 10 Mio Bundesbürger sind offline; 84 °A) (+ 3 %) gehen stationär ins Netz, 68 % (+ 4 %) sind mobile Nutzer. Bei der stationären Nutzung der Altersgruppe 14 bis 59 Jahre werden Nutzungsquoten ab 91 % erreicht. Bei den bis 49-Jährigen gibt es keine Zuwachsraten. Bei den 50- bis 59Jährigen sind es aktuell 91 % (+ 4 %), bei den 60- bis 69-Jährigen sind es 79 % (+ 5 %), bei den ab 70-Jährigen 45 % (+ 3 %). Anders sieht es bei der mobilen Nutzung aus. Die mobile Nutzung nimmt in fast allen Altersgruppen sichtbar zu, am stärksten bei den mittleren und älteren Jahrgängen. 30 bis 39 Jahre 90 % (+ 3 %), 40 bis 49 Jahre 85 % (+ 4 %), 50 bis 59 Jahre 72 % (+ 7 %), 60 bis 69 Jahre 55 % (+ 8 %) und 70+ Jahre 24 % (+ 6 %). Die Nutzung ist geprägt von Bildung (höher Gebildete nutzen Internet häufiger), vom Wohnort (Urbane nutzen Internet häufiger) und Haushaltsgröße (Mehrpersonenhaushalte nutzen das Netz häufiger). Insgesamt ist SPIEGEL ONLINE (digital facts stationär + mobil) in der Nettoreichweite von 19,81 Mio Unique User (UU) im Februar 2018 auf 20,45 Mio UU im Februar 2019 (+ 3 %) gestiegen. Im Februar 2019 lag SPIEGEL ONLINE lag auf Platz 6 aller gemessenen digitalen agof-Gesamtangebote und auf Platz 3 der News-Angebote. Davor lagen Billd.de mit 23,08 Mio UU sowie Focus mit 20,76 Mio UU, hinter SPIEGEL ONLNE liegt Welt.de mit 20,01 Mio UU. Stationär ist die Reichweite von SPIEGEL ONLINE von 9,65 Mio auf 9,21 Mio UU geringfügig gesunken und erreicht Rang 9 aller stationären agof-Angebote. Welt.de war im Februar 2019 stationär reichweitenstärker (10,71 Mio UU) und auch Focus lag mit 9,59 Mio UU vor SPIEGEL ONLINE. Bild.cle folgt SPIEGEL ONLINE mit 9,09 Mio UU. Die mobile Reichweite (mobiles Gesamtangebot Apps und mobile-enabled websites/MEW) von SPIEGEL ONLINE lag im Februar 2018 bei 13,79 Mio UU und war im Februar 2019 mit 14,70 Mio UU das viertstärkste agof-Mobilangebot hinter Bild.de (18,29 Mio UU) und vor Focus (14,55 Mio UU). Die SPIEGEL ONLINE-Apps verloren leicht an Reichweite (von 3,41 Mio auf 2,96 Mio UU). Die Nutzeranzahl der MEW (mobile-enabled websites) hat sich von 11,63 Mio auf 12,75 Mio UU gesteigert. Für bento ist die digitale Nettoreichweite von 3,55 Mio auf 4,32 Mio UU gestiegen. SPIEGEL.TV ist in SPIEGEL ONLINE VIDEO aufgegangen und verzeichnet für den Monat Februar 2019 2,30 Mio UU. Die Anzahl der monatlichen Visits auf SPIEGEL ONLINE beträgt 2018 im Jahresdurchschnitt 245 Millionen, zum Vorjahr ist das ein Anstieg um 11 Millionen. Das Angebot von bild.de erzielt 388 Mio Visits. Bei SPIEGEL ONLINE entfallen im Jahresdurchschnitt 87 Mio Visits (- 6 Mio Visits) auf das stationäre und 159 Mio (+ 16 Mio) auf das mobile Web, bei bild.de sind das 134 Mio (- 24 Mio) für das stationäre und 255 Mio (+ 36 Mio) für das mobile Web. Der Visit-Split für SPIEGEL ONLINE liegt bei 35 % (- 5 %-Punkte) für das stationäre und 65 % (+ 5 %-Punkte) für das mobile Web, bei bild.de: 34 % (- 9 %-Punkte) und 66 (+ 9 %-Punkte). Die übrigen Wettbewerber liegen mit zum Teil deutlichem Abstand dahinter. c) Entwicklung der Filmwirtschaft Die Filmherstellung in Deutschland wird gewöhnlich nach den Bereichen Fernsehen, Kino sowie Werbefilme unterschieden. Etwa 900 Unternehmen gehören zum klassischen Produktionsmarkt, von denen ungefähr zwei Drittel TV-Produzenten und ca. ein Drittel Kinofilmproduzenten sind. Die verbleibenden 300 verteilen sich auf Werbe-, Image- und Industriefilmproduzenten, EB-Team-Unternehmen sowie Dienstleisterproduzenten. Erfahrungsgemäß bildet die Herstellung von Fernsehfilmen den größten Anteil gemessen sowohl am Branchenumsatz als auch an der Mitarbeiterzahl. TV-Spielfilme, Serien und andere Filmbeiträge stellen den Hauptteil der Aufträge. In der KEK TV-Senderdatenbank finden sich derzeit 270 private und 21 öffentlich-rechtliche deutschsprachige nationale und regionale Sender. Derzeit sind lediglich die nationalen Sender geclustert, hier verteilen sich die Kategorien wie folgt:
Insgesamt waren 90 Sender Spartenprogramme im Bereich Pay-TV (Stand Dezember 2018, Angaben KEK). Das Ranking der Sender nach Marktanteilen zeigt 2018 eine Verschiebung von den privaten zu den öffentlich-rechtlichen Sendern: Marktführer im linearen TV blieb das ZDF, das auf einen Marktanteil im Gesamtpublikum von 13,9 % (nach 13,0 % im Vorjahr) kam. Das Erste erzielte 11,5 % (11,3 % im Vorjahr). Demgegenüber verloren fast alle großen privaten TV-Anbieter Publikum: RTL von 9,2 auf 8,3 %, Sat 1 von 6,7 auf 6,2 %, ProSieben von 4,5 auf 4,4 %, VOX von 5,1 auf 4,8 % und RTL II von 3,2 auf 3,0 %. In der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-jährigen zeigt sich ein ähnliches Bild: Die ARD verzeichnet mit 7,0 `)/o ein Plus im Vergleich zu 2018 (Vorjahr: 6,6 %) und das ZDF blieb stabil bei 6,8 %. RTL musste in der Zielgruppe mit 11,3 % einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr (12,2 %) hinnehmen. ProSieben blieb mit einem Marktanteil von 9,5 % unverändert, gefolgt von Sat.1 mit 8,1 % (Vorjahr: 8,4 %). VOX verlor [eicht mit 6,9 % (Vorjahr: 7,2 %). Die Veränderungen in den Markanteilen bei den Sendern sind bedingt durch einen in den letzten Jahren stetig wachsenden Wettbewerb im TV-Markt. Nicht nur, dass neben den "großen", etablierten Sendern wie RTL, Sat.1 oder ProSieben auch kleine Nischen-Sender wie z.B. ZDFinfo, ZDFneo oder RTL Nitro dazu gekommen sind und Marktanteile gewinnen, auch die OTT (Over-the-top) Nutzung wächst. Neue Bewegtbildangebote, vor allem aus dem Netz durch Netflix oder Amazon Prime Video, kämpfen um potentielle Kunden. Gleichzeitig steigt die Nutzung von Fernsehabonnement- und Pay-TV-Diensten stetig. Wird die gesamte Nutzungsdauer (brutto) für Bewegtbild inkl. linearem Fernsehen zugrunde gelegt, verbringt eine Person ab 14 Jahren täglich 202 Minuten mit dem Ansehen von Fernsehsendungen oder Videos. Der Anteil der "live"-Nutzung - also dem Schauen der Sendung zum Zeitpunkt der Ausstrahlung, unabhängig vom Empfangsweg - beträgt dabei 163 Minuten, während der "On-Demand-Anteil" bei 39 Minuten liegt. Dies entspricht einem Verhältnis von 81 % zu 19 %. In der Altersgruppe der 14- bis 29-Jährigen liegt das Verhältnis von "live"- zu "On-Demand"-Nutzung bei 46 % zu 54 %, bei den 30- bis 49-Jährigen bei 75 % zu 25 %. Neben der Nutzungszeit, die naturgemäß begrenzt und deshalb ein guter Indikator für die Verteilung von Aufmerksamkeiten ist, hat auch die Nutzungsfrequenz von Audio- und Videoinhalten weiter zugenommen. Die zumindest wöchentliche Nutzung von Video online-Angeboten liegt bei 60 Prozent, im Vorjahr lag sie noch bei 52 Prozent. Der Zuwachs basiert auf Nutzungssteigerungen bei Videoportalen (39 Prozent nutzen sie mindestens einmal wöchentlich, + 8 %-Punkte), bei Video-Streamingdiensten (31 %, + 8 %-Punkte) sowie bei Sendungen in den Onlineangeboten der Fernsehsender (24 %, + 6 %-Punkte). Insgesamt zeigt sich aus unserer Sicht der Markt für Fernsehproduktionen vergleichsweise stabil, wenn auch kein signifikantes Wachstum feststellbar ist. Zwar steigen die Minutenpreise nicht, aber die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Dokumentationen und Reportagen bleibt unverändert hoch. Eine Vielzahl der in den vergangenen Jahren gegründeten Sender benötigt dauerhaft neues Programm. Die gleichbleibend hohe Nachfrage nach Produktionen bietet Chancen für themenmäßig breit aufgestellte, bei der Finanzierung unabhängige Unternehmen, die außerdem im Ruf stehen, eine große Anzahl von Auftragsproduktionen zuverlässig und mit hoher Qualität abzuliefern. d) Konzernentwicklung und Umsatzstruktur Der Jahresüberschuss des SPIEGEL-Konzerns 2018 bleibt mit 31 Mio leicht unter Vorjahresniveau. Dabei stehen einem spürbaren Umsatzrückgang (- 8 Mio €), steigende Bestandsveränderungen (+ 3 Mio€), etwas höherer Gesamtaufwand sowie ein um 4 Mio höheres Finanz- und neutrales Ergebnis (hauptsächlich außerordentliche Ertrag aus der Veräußerung der DAV-Anteile sowie im Berichtsjahr nicht mehr anfallender außerordentlicher Aufwand aus der Zuführung des Unterschiedsbetrag aus der Neubewertung der Vor-ruhestandsverpflichtungen gem. BilMoG). Der Gesamtumsatz des SPIEGEL-Konzerns bleibt mit 261 Mio € (exkl. Bestandsveränderungen) um 8 Mio € hinter dem Vorjahreswert zurück. Nach Geschäftsfeldern:
Der Anteil des Hauptobjekts DER SPIEGEL am Gesamtumsatz des Konzerns bleibt mit 50 % leicht unter dem des Jahres 2017 (51 %). Nachdem im vergangenen Berichtsjahr die Erlöse im Online-Bereich die Anzeigenerlöse der Print-Objekte erstmals seit Bestehen der SPIEGEL-Gruppe übertrafen, nimmt der Abstand zum Vorjahr weiter zu: + 12 Mb €. Der ungebrochen signifikante Umsatzanstieg im Online-Bereich zeigt, dass das unternehmerische Ziel, die Digital-Erlöse nachhaltig anzuheben, konsequent verfolgt wird. e) Investitionen Im Berichtsjahr werden im Anlagevermögen Zugänge von 3 Mio € ausgewiesen. Davon entfallen 2 Mio € auf das Sachanlagevermögen (überwiegend die im Rahmen des normalen Geschäftsbetriebs üblichen Ersatzinvestitionen insbesondere beim SPIEGEL-Verlag) sowie 1 Mio € auf die immateriellen Vermögensgegenstände (überwiegend Zugänge von Filmlizenzen bei der SPIEGEL TV GmbH). Ferner wird für 2018 eine Konzernkreisveränderung ausgewiesen: Die Beteiligung an der Der Audio Verlag GmbH ist mit Wirkung zum 1. Januar 2018 veräußert worden. Die Vermögenswerte dieser Gesellschaft wurden im Rahmen der Veräußerung vollständig ausgebucht. f) Personalstruktur und Mitarbeiterbeteiligung Die Anzahl der Beschäftigten hat sich im Vorjahresvergleich um 19 auf 1.231 Personen verringert (Voll- und Teilzeitbeschäftigte ohne Aushilfen im Jahresdurchschnitt, Kopfzahl). Nach Konzernbereichen ergibt sich folgende Entwicklung:
Zusätzlich waren in der SPIEGEL-Gruppe insgesamt 192 Aushilfen im Berichtsjahr beschäftigt (Vorjahr: 179 Aushilfen, Anstieg nahezu ausschließlich beim SPIEGEL-Verlag). Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des SPIEGEL-Verlags sind über die KG Beteiligungsgesellschaft für SPIEGEL-Mitarbeiter mbH & Co. mit 50,5 % am SPIEGEL-Verlag beteiligt. Ihnen steht dadurch ein entsprechender Anteil des Jahresergebnisses dieser Gesellschaft zu. Weiterhin bestehen bei SPIEGEL ONLINE, dem manager magazin Verlag sowie einem Großteil der SPIEGEL TV-Firmen Modelle zur Mitarbeiterbeteiligung. Diese Firmen gewähren den Beschäftigten gewinnabhängige Bezüge, die in ihrer absoluten Höhe begrenzt sind. g) Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Bilanzsumme in Höhe von 208 Mio € bleibt im Vorjahresvergleich annähernd unverändert. Während im Anlagevermögen nur geringfügige Abweichungen ausgewiesen werden, kommt es im Umlaufvermögen zu ausgeprägten Verschiebungen, die im Zusammenhang mit dem Ausschüttungs- und Thesaurierungsmodell im SPIEGEL-Konzern stehen: Im Berichtsjahr wurden die auf die Ausschüttung des Konzernergebnisses 2018 gewährten Darlehen an die Gesellschafter im Vergleich zum Vorjahres-Darlehen gesenkt (Forderungen gegen Gesellschafter zum Vorjahr: - 7 Mio €). Die reduzierte Darlehensgewährung spiegelt sich in den höheren flüssigen Mitteln (+ 4 Mio €) wider. Eine weitere nennenswerte Veränderung auf der Aktivseite ist der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+ 2 Mio €), der hauptsächlich stichtagsbedingt entsteht. Veränderungen auf der Passivseite resultieren zu einem Teil aus der im Jahr 2015 eingeleiteten und in den Folgejahren umgesetzten Restrukturierung. Die 2016 im Zuge der Personalmaßnahmen deutlich angehobene Rückstellung für Vorruhestand wird nun planmäßig verbraucht und reduziert sich im Vorjahresvergleich um 4 Mio €. Das knapp unter Vorjahr liegende Konzernergebnis spiegelt sich in dem fast unveränderten Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile wider. In der Folge und auch aufgrund der etwa gleichen Bilanzsumme bleibt die Eigenkapitalquote nahezu konstant bei 32 %. Alle übrigen Veränderungen in den Passiva entstehen hauptsächlich stichtagsbedingt. Die Gesellschaften des SPIEGEL-Konzerns nehmen unverändert keine Bankkredite in Anspruch. Das Konzernergebnis im Jahr 2018 bleibt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 31 Mio € nur knapp unter dem Vorjahreswert. Während dabei das Betriebsergebnis mit 39 Mio € einen spürbaren Rückgang (- 6 Mio €) hinnehmen muss, steigen Finanz- und neutrales Ergebnis deutlich (+ 4 Mio €). Im Betriebsergebnis wird die größte Vorjahresabweichung bei den Umsatzerlösen ausgewiesen (- 8 Mio €, zu den Veränderungen im Detail vgl. II. d) Konzernentwicklung und Umsatzstruktur). Die Bestandsveränderungen erhöhen sich um insgesamt 3 Mio € und betreffen überwiegend aktivierte unfertige Produktionen der SPIEGEL TV GmbH und der ASPEKT Telefilm-Firmen. Der Gesamtaufwand (inkl. Materialaufwand) bleibt weitgehend unverändert gegenüber dem Vergleichswert. Eine vergleichsweise signifikante Veränderung wird beim Personalaufwand ausgewiesen, der durch die nun ganzjährig wirkenden Personalmaßnahmen der "SPIEGEL-Agenda 2018" um 1 Mio geringer ausfällt. Gegenläufig entwickeln sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (+ 1 Mio €, betrifft verschiedene Positionen). Das Finanzergebnis verbessert sich leicht insbesondere durch geringere Zinsaufwendungen für die Vorruhestandsrückstellung beim SPIEGEL-Verlag. Im neutralen Ergebnis (+ 4 Mio €) wurde im Vorjahr der Aufwand aus der vollständigen Zuführung des noch verbliebenen Unterschiedsbetrags aus der Neubewertung der Vorruhestandsverpflichtungen (gern. BilMoG) ausgewiesen. Die unter dem Vorjahr liegende Position ,,Agenda 2018" enthält - wie schon 2017 - im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung nicht mehr benötigter Restrukturierungs-Rückstellungen. Der sich aus der laufenden Geschäftstätigkeit ergebende Cashflow hat sich vor allem aufgrund der stichtagsbedingten Zunahme von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Verbindlichkeiten um 6 Mio € auf 28 Mio € erhöht. Zusammen mit einem Mittelzufluss aus der Investitionstätigkeit (1 Mio €), einem Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit (23 Mio €; vorwiegend Darlehen an Gesellschafter im Zusammenhang mit dem Ausschüttungs- und Thesaurierungsmodell im SPIEGEL-Konzern) sowie einer konsolidierungskreisbedingten Änderung des Finanzmittelfonds (- 2 Mio €) ergibt sich insgesamt ein gestiegener Finanzmittelbestand in Höhe von 55 Mio € (zum Vorjahr: + 3 Mio €). Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des SPIEGEL-Konzerns unverändert deutlich positiv ist. h) Vergleich der Prognose mit dem Ergebnis des Jahresabschlusses 2018 Der im vergangenen Konzern-Lagebericht für 2018 prognostizierte Jahresüberschuss wird spürbar übertroffen, bleibt aber dennoch hinter dem Vorjahresergebnis zurück. Die damals zugrunde gelegten Annahmen zur Umsatzentwicklung waren in Summe weitgehend korrekt. Während bei den Print-Umsätzen der SPIEGEL-Gruppe die erwarteten Rückgänge zu verzeichnen waren, mussten auch -jedoch entgegen den Planungen - im Bereich Film- und Fernsehen Einbußen hingenommen werden. Ferner reduzierten sich die sonstigen Erlöse infolge der Entkonsolidierung der Der Audio Verlag GmbH. Demgegenüber war der Online-Bereich unverändert von Wachstum geprägt. Hier fiel die Einschätzung der Erlösentwicklung jedoch zu moderat aus. Die dort erzielten signifikanten Zuwächse tragen dazu bei, den erwarteten Konzernumsatz zu erreichen. Zur Ergebnisverbesserung im Vergleich zur Prognose trugen nicht vollständig ausgeschöpfte oder teilweise in das Folgejahr verschobene Kostenetats bei. Dies betrifft insbesondere die Entwicklung neuer Geschäftsfelder (z.B. digitaler Bezahlmodelle) sowie die technische und optische Modernisierung der Online-Auftritte der SPIEGEL-Gruppe. Insgesamt führen also die im Planvergleich geringeren Kosten sowie ein verbessertes Finanz- und neutrales Ergebnis zu einem Konzernergebnis, das fast den Vorjahreswert erreicht und nahezu exakt dem Mittelwert der Geschäftsjahre vor der Restrukturierung beim SPIEGEL-Verlag entspricht. III. Prognose-, Chancen- und RisikoberichtGesamtwirtschaftliche Prognosen gehen für das Jahr 2019 unverändert von einem spürbaren Wachstum aus, das sich aber gegenüber den Vorjahren etwas abschwächt. In seinem Jahresgutachten 2018/2019 (November 2018) rechnet der Sachverständigenrat mit einem Wachstum von 1,5 %. Demnach befindet sich die deutsche Wirtschaft in einer der längsten Aufschwungphasen der Nachkriegszeit, ungünstigere außenwirtschaftliche Rahmenbedingungen, temporäre Probleme und Kapazitätsengpässe dämpfen jedoch das Expansionstempo. Auch für den Euro-Raum wird im Jahr 2019 immer noch ein deutliches Wachstum erwartet (1,7 %). Dabei wird vor Risiken aus einer Eskalation des Handelskonflikts, einem ungeordneten Brexit sowie einem Wiederaufflammen der Euro-Krise gewarnt. In ihrer Herbstprojektion (Oktober 2018; Grundlage für die Schätzung des Steueraufkommens von Bund, Ländern und Gemeinden) prognostizierte die Bundesregierung mit 1,8 % noch einen leicht höheren Wert als der Sachverständigenrat. Im nun veröffentlichten Jahreswirtschaftsbericht (Januar 2019) wurden die Bedenken hinsichtlich der schwächer laufenden Weltwirtschaft sowie der Hängepartie um den EU-Austritt Großbritanniens aufgegriffen. Das Bundeswirtschaftsministerium korrigiert die Prognose für 2019 deshalb auf 1,0 % nach unten. Die Organisation Mediaagenturen (OMG) geht von einem stabilen Werbemarkt im Jahr 2019 aus. Grundlage für die Einschätzung ist die im November/Dezember 2018 erfolgte Befragung von 14 Mediaagenturen Deutschlands (darunter alle Networks), deren Ergebnisse in die ,,OMG Preview 2019" (Dezember 2018) münden. In dieser Einschätzung wird aber vor allem Online und Mobile, Außenwerbung sowie Hörfunk ein spürbares Wachstum zugetraut, während alle anderen Mediengattungen unverändert oder signifikant rückläufig erwartet werden. Insbesondere bei den Tages- und Publikumszeitungen wird mit einem starken Rückgang (- 10 %) gerechnet. Der Gesamtumsatz 2019 für den SPIEGEL-Konzern wird nur leicht (< 5 %) unter dem Vorjahr erwartet. Dabei wird bei den Anzeigenerlösen mit einer 5 bis 10 %-igen Reduzierung gerechnet. Dagegen könnten die Vertriebserlöse der Printobjekte insgesamt das Vorjahr geringfügig (< 5%) übertreffen. Die nun ganzjährig wirkenden Umsätze des Mitte 2018 gestarteten SPIEGEL+ überkompensieren Rückgänge bei den Printobjekten. Auch im Film- und Fernsehbereich wird von einem Zuwachs ausgegangen (< 5 %; mehr Auftragsproduktionen). Bei den Internet-Firmen wird vor dem Hintergrund der außerordentlichen Wachstumsraten der vergangenen Perioden nun ein sehr konservativer Wert (geringfügiger Umsatzrückgang < 5 %) angesetzt. Auf der Kostenseite werden zwar volumenbedingte Anpassungen bei den Einzelkosten der Print-Objekte erwartet, diese stehen aber Mehrkosten für die technische und optische Modernisierung der Online-Auftritte der SPIEGEL-Gruppe gegenüber. Insgesamt sollten die Kosten im SPIEGEL-Konzern in etwa auf Vorjahresniveau bleiben. Im Finanz- und im neutralen Ergebnis werden keine weiteren außerordentlichen Effekte - wie der Verkaufserlös für die DAV-Beteiligung - mehr erwartet, so dass sich hier eine Verringerung im Vorjahresvergleich einstellen wird. Gegenüber dem guten Ergebnis 2018 wird für den SPIEGEL-Konzern im Jahr 2019 deshalb von einem Jahresüberschuss ausgegangen, der 5 bis 10 % geringer ausfallen könnte. Um den seit einigen Jahren erkennbaren signifikanten und nachhaltigen Umsatzeinbußen kurz- bis mittelfristig zu begegnen, wurde 2015 eine umfassende Restrukturierung aller Bereiche des SPIEGEL-Verlags eingeleitet. Sämtliche Prozesse wurden erfasst und bewertet. Seit 2016 erfolgt nun eine Optimierung und Neu-Ausrichtung der Abläufe, die auch eine synergetische Zusammenarbeit der Print- und Online-Bereiche zum Ziel hat, ohne dabei die redaktionelle Qualität zu beeinträchtigen. Ein großer Teil der strukturellen Kostenanpassungen betrifft das Personal. Dabei wurden die Maßnahmen weitgehend sozialverträglich vor allem über eine erweiterte Vorruhestandsvereinbarung gestaltet. Voraussichtlich ab 2019 werden alle Restrukturierungen ganzjährig wirksam. Mittel- bis langfristig kann davon ausgegangen werden, dass der SPIEGEL seine unter den Zeitschriften führende Position im Anzeigen- und Vertriebsmarkt beibehält, auf Grund der spürbaren Veränderungen im Mediennutzungsverhalten allerdings weiterhin einem allgemeinen negativen Trend bei der Umsatzentwicklung der Publikumszeitschriften ausgesetzt sein wird. Daher ist es erforderlich, die hohe Ergebnis- und Umsatzabhängigkeit vom Hauptobjekt weiter zu verringern. Dementsprechend wird die Entwicklung neuer Produkte und Geschäftsfelder (z.B. SPIEGEL+, Planestream, Konferenzgeschäft) sowie die Transformation bestehender Objekte in das Internet vorangetrieben. Grundlage sind dabei der verantwortungsvolle und behutsame Umgang mit der Marke "SPIEGEL" sowie der Einsatz der verlegerischen Kernkompetenz des Unternehmens. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Neuentwicklungen in der Initialphase regelmäßig zu erheblichen Anlaufkosten führen, die das Ergebnis zunächst belasten. Zusätzliche Risiken könnten sich aus erschwerten gesetzlichen Rahmenbedingungen für Direktmarketing, aus gesetzlichen Werbeverboten für einzelne Produktgruppen, dem demografisch bedingten Schrumpfen des Print-Lesermarkts, aus der verstärkten Abwanderung des Leser- und Inserentenmarkts in das Internet oder aus Veränderungen bei der Mehrwertsteuer für Presseprodukte ergeben. Diese Risiken sind aber nur schwer mit einem konkreten Grad der Wahrscheinlichkeit zu bewerten. Die deutsche Filmwirtschaft entwickelt sich insgesamt stabil. Es bestehen aber deutliche Unterschiede zwischen den Teilsektoren, so sind TV-Veranstalter tendenziell optimistischer, Akteure aus dem Videomarkt äußern vorwiegend negative Zukunftsaussichten. Die Filmbranche steht aufgrund der Digitalisierung vor einer weiteren Veränderung ihrer Geschäftsmodelle: 94 Prozent der befragten Unternehmen und Einzelpersonen aus der Filmwirtschaft rechnen damit, dass sich die Geschäftsmodelle in ihrer Branche in den nächsten zehn Jahren verändern werden, 57 Prozent gehen sogar von einer starken Veränderung aus (Quelle: Goldmedia). Mittel- bis langfristig besteht die Möglichkeit, dass einige Sendelizenzen und Verträge, die bestimmten vom SPIEGEL-Konzern produzierten TV-Formaten zugrunde liegen, nicht oder nur unter ungünstigeren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verlängert werden. Die Zulassung für das Fensterprogramm Sat.1 wurde der dctp mit der SPIEGEL TV Reportage für den Zeitraum März 2017 bis Februar 2022 erteilt. Das von Sat.1 gegen die Zulassung eingeleitete Eilverfahren hatte in zweiter Instanz keinen Erfolg; das OLG hat die Beschwerde von Sat.1 abgelehnt. Im Hauptverfahren erster Instanz wurde die Klage von Sat.1 abgewiesen. Derzeit läuft das Berufungsverfahren vor dem OLG, welches voraussichtlich im Laufe des Jahres 2019 abgeschlossen sein wird. Das Zulassungsverfahren der NLM für das Fensterprogramm RTL für den Zeitraum Juli 2018 bis Juni 2023 ist im Sommer 2018 positiv abgeschlossen worden. Die Sendelizenz wurde erteilt, Klagen gegen die Zulassung erfolgten keine. Die Umsätze der Ressorts "SPIEGEL Geschichte" und "SPIEGEL TV Wissen" sind über die von der SPIEGEL TV Geschichte und Wissen GmbH & Co. KG mit den Plattformbetreibern Sky und Vodafone abgeschlossenen Verbreitungsverträge abgesichert. Risiken hieraus sind aus heutiger Sicht aber nur schwer einschätzbar. Mit der Entwicklung neuer Formate und Geschäftsfelder sowie durch die verstärkte Akquisition von Auftragsproduktionen sollen langfristig zusätzliche Erlösfelder erschlossen werden. Dies betrifft insbesondere die Erweiterung der eigenen Verwertungsmöglichkeiten: Ausbau der eigenen Senderaktivitäten, Verwertungen über Video-on-Demand und DVD sowie Angebote und Kooperationen im Online-Bereich. Diese sollen dazu beitragen, die Abhängigkeit von der Erlös- und Ergebnisentwicklung bestehender Formate zu verringern. Im Internet-Markt wird mittel- bis langfristig von einem anhaltenden, allerdings schwächer werdenden Wachstum ausgegangen. Diese Entwicklung soll durch den Aufbau weiterer Geschäftsfelder, wie dem Nachrichtenportal bento oder SPIEGEL+, die Etablierung neuer Werbeformen, beispielsweise Werbung über Empfehlungstechnologien, Gründung neuer Online-Gesellschaften oder die Beteiligung an solchen Unternehmen unterstützt werden. Technische Weiterentwicklungen sowie die Möglichkeit zunehmender Verschmelzungen oder Überschneidungen mit dem Fernsehbereich bieten zugleich Chancen aber auch Risiken. Erst in den nächsten Jahren wird sich zeigen, inwieweit die Endverbraucher bezahlpflichtige journalistische Angebote akzeptieren, die verbesserte und erweiterte Technik annehmen, neue Werbeformen von den Werbungtreibenden (insbesondere in der Mobile-Vermarktung) genutzt werden und in welchem Kostenrahmen sich deren technische Umsetzung bewegt. Die Ergebnisauswirkungen sind dabei abhängig von der für Endverbraucher bezahlbaren technischen Entwicklung und den von den Anbietern zu übernehmenden Datenleitungskosten. Allen Risiken kann zurzeit kein konkreter Grad der Wahrscheinlichkeit zugeordnet werden. Die Gesellschaften des SPIEGEL-Konzerns verfügen über bewährte Planungs-, Kontroll- und Steuerungssysteme, die ein effektives Risikomanagement gewährleisten.
Hamburg, März 2019 Thomas Hass Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018AKTIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018
Konzernkapitalflussrechnung für 2018
Konzerneigenkapitalspiegel für 2018
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2018I. Allgemeine Angaben zum KonzernabschlussDie Rudolf Augstein GmbH, Hamburg, Amtsgericht Hamburg HRB 13105, ist als geschäftsführende und unbeschränkt haftende Komplementärin der SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG, Hamburg, nach § 290 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Das Geschäftsjahr für den Konzern und die konsolidierten Unternehmen entspricht dem Kalenderjahr. Der Konzernabschluss ist zum 31. Dezember 2018 nach den Vorschriften der §§ 290 bis 314 HGB aufgestellt worden. II. Angaben zum KonsolidierungskreisZum Konzern gehörten am 31. Dezember 2018 die nachstehenden Gesellschaften: 1. Mutterunternehmen Rudolf Augstein GmbH, Hamburg. 2. In den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen
1) Für diese Unternehmen hat die Offenlegung des Konzernabschlusses befreiende Wirkung nach § 264 Abs. 3 bzw. § 264b HGB. 2) Angabe des Konzern-Anteils jeweils einschließlich der durch die Kommanditisten der SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG vermittelten indirekten Fremdanteile (99,00 %). Nach Veräußerung sämtlicher Anteile wurde ein Tochterunternehmen zum 1. Januar 2018 entkonsolidiert. III. KonsolidierungsgrundsätzeBei der Erstkonsolidierung ist ab 2008 die Neubewertungsmethode (vorher: Buchwertmethode) zugrunde gelegt worden. Die Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften sind zum Bilanzstichtag der Obergesellschaft aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Rudolf Augstein GmbH werden auch von den einbezogenen Gesellschaften angewendet. Als Stichtage der Erstkonsolidierung sind der Zeitpunkt, zu dem erstmalig die Verpflichtung zur Konzernrechnungslegung bestand (1. Januar 1994) oder bei späteren Zugängen zum Konzern der Beginn des Geschäftsjahres, in dem der Erwerb stattfand, zugrunde gelegt worden. Soweit Tochterunternehmen erst nachdem sie bereits einige Jahre zum Konzern gehören, vollkonsolidiert werden, wird eine rückwirkende Erstkonsolidierung auf den Erwerbstag fingiert. Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Gesellschaften sind eliminiert worden. Aus den im Konzernabschluss ausgewiesenen Vermögensgegenständen wurden Gewinne und Verluste eliminiert, die auf konzerninternen Lieferungen und Leistungen beruhen (sog. Zwischenergebnisse). IV. Angaben zu Bilanzierungs- und BewertungsmethodenImmaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert aktiviert. Abschreibungen werden planmäßig nach der linearen Methode entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Anlagen vorgenommen. Finanzanlagen Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert aktiviert. Vorräte Die Vorräte werden grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Erhaltene Anzahlungen auf diese Vorräte werden offen von diesem Posten abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die flüssigen Mittel werden zu Nennwerten angesetzt. Besonderen Bonitätsrisiken werden durch entsprechende Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen, darüber hinaus werden Pauschalwertberichtigungen wegen des allgemeinen Ausfallrisikos gebildet. Unverzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst und mit dem Barwert angesetzt. Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile Bei der Vollkonsolidierung wurde für Anteile von einbezogenen Unternehmen, die anderen Gesellschaftern gehören, ein Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile gebildet. Diese Anteile umfassen den rechnerischen Anteil am Eigenkapital des Konzern-Unternehmens einschließlich Bilanzgewinn und Rücklagen. Pensionsrückstellungen und Vorruhestandsverpflichtungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie die Vorruhestandsverpflichtungen sind zum Erfüllungsbetrag bewertet. Dieser wird versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem dynamischen Teilwertverfahren ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Dabei gehen wir derzeit von jährlichen Anpassungen von 2,25 % (Vorjahr: 2,25 %) bei den Entgelten und von 1,5 % (Vorjahr: 1,5 %) bei den Renten aus. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember 2018 beläuft sich auf 3,21 % (Vorjahr: 3,67 %). Dabei handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank zum 30. November 2018 veröffentlichten und auf den 31. Dezember 2018 projizierten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Durch die Ermittlung des Rechnungszinses unter Zugrundelegung des Durchschnittszeitraums von zehn Jahren ergibt sich bei den Pensions- und pensionsähnlichen Verpflichtungen ein Unterschiedsbetrag zur Ermittlung des Rechnungszinses als durchschnittlicher Zinssatz der vergangenen sieben Jahre in Höhe von T€ 167 (§ 253 Abs. 6 HGB). Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Vorruhestandsverpflichtungen beläuft sich zum 31. Dezember 2018 auf 2,32 % (Vorjahr: 2,80 %). Hierbei wurde wie in den Vorjahren der 7-Jahres-Durschschnittszins für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt. Versorgungsverpflichtungen, die aus Entgeltumwandlungen der Mitarbeiter resultieren, werden mit dem beizulegenden Zeitwert der hierfür bestehenden Rückdeckungsversicherung bzw. dem höheren, versicherungsmathematisch ermittelten Barwert der Mindestgarantie bewertet und mit diesen verrechnet. Der beizulegende Zeitwert (versicherungsmathematischer Aktivwert) beträgt zum 31. Dezember 2018 T€ 2.577. Der nach der Verrechnung noch auszuweisende Rückstellungsbetrag beträgt T€ 386. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen Bei der Bildung von Steuerrückstellungen sowie sonstigen Rückstellungen wird den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Sie sind in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Für zu erwartende Remittenden der im Geschäftsjahr ausgelieferten Verlagsobjekte und für nachträglich zu gewährende Anzeigenrabatte wurden nach Erfahrungswerten aus dem letzten Jahr Rückstellungen gebildet. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Erfüllungsbetrag bewertet. Währungsumrechnung Die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremden Währungen erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag. Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen. V. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung1. Anlagevermögen a) Anlagespiegel Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens sind dem Anlagespiegel zu entnehmen (Anlage zum Anhang). b) Investmentanteile Bei den Wertpapieren des Anlagevermögens werden Beteiligungen an drei inländischen Spezialfonds, jeweils im 100 %-Besitz von Konzernunternehmen, ausgewiesen. Die Fonds werden entsprechend den vertraglich vereinbarten Anlagegrundsätzen mit einer konservativen Anlagepolitik mit Anlageschwerpunkt in nationale festverzinsliche Wertpapiere geführt. Der Marktwert beläuft sich auf € 113,3 Mio. (Vorjahr: € 116,0 Mio.). 2. Umlaufvermögen Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind sämtlich innerhalb eines Jahres fällig. 3. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen aus personalbezogenen Rückstellungen sowie für Rückstellungen für Remissionen und ausstehende Rechnungen. 4. Verbindlichkeiten In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit zwischen ein und fünf Jahren mit T€ 1.064 (Vorjahr: T€ 1.064) und von über fünf Jahren in Höhe mit T€ 1.752 (Vorjahr: T€ 2.001) enthalten. 5. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
6. Sonstige betriebliche Erträge / Aufwendungen Erträge aus der Währungsumrechnung sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen mit T€ 83 enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Verluste aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 87. 7. Zinsaufwendungen und -erträge Aus der Veränderung der beizulegenden Zeitwerte der Rückdeckungsversicherung für Pensionsverpflichtungen und dem Erfüllungsbetrag der korrespondierenden Verpflichtung resultierten im Geschäftsjahr Aufwendungen in Höhe von T€ 70 (Vorjahr: T€ 43), die im Zins- (T€ 51; Vorjahr: T€ 31) und im übrigen Personalaufwand (T€ 19; Vorjahr: T€ 12) ausgewiesen wurden. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ist darüber hinaus mit T€ 3.755 (Vorjahr: T€ 4.166) der Zinsanteil aus der Zuführung zu den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen und Vorruhestand sowie mit T€ 71 (Vorjahr: T€ 85) zu sonstigen Rückstellungen enthalten. 8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Im Berichtsjahr 2018 wurden Steuerzahlungen in Höhe von T€ 4.856 (Vorjahr: T€ 3.549) geleistet. Aktive latente Steuern aus temporären Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen in den Bilanzen der einbezogenen Gesellschaften sowie steuerlichen Verlustvorträgen bestehen in Höhe von insgesamt T€ 5.062 (Vorjahr: T€ 4.925) insbesondere bei Pensions- und Vorruhestandsrückstellungen (T€ 2.716) und Finanzanlagen (T€ 2.042). Eine Aktivierung erfolgte nicht (§ 274 Abs. 1 S. 2 HGB). Aus der Zwischenergebniseliminierung resultiert eine aktive latente Steuer in Höhe von T€ 371. Sie wurde mit der passiven latenten Steuer aus der ergebniswirksamen Schuldenkonsolidierung (T€ 368) saldiert und mit dem verbleibenden Betrag (T€ 3) unter aktiven latenten Steuern ausgewiesen. Aus der Veränderung der aktiven und passiven latenten Steuern resultierte ein Steueraufwand in Höhe von T€ 2. Die aus Konsolidierungsmaßnahmen resultierenden aktiven und passiven latenten Steuern wurden in der Bilanz saldiert dargestellt. Der Berechnung der latenten Steuern wurden unternehmensindividuelle Ertragsteuersätze von 9,45 % bis 32,28 % zugrunde gelegt. VI. Sonstige Angaben1. Geschäftsführung und Vertretung Alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer war im Geschäftsjahr Herr Thomas Hass, Hamburg, Verlagskaufmann. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse
3. Vergütung des Abschlussprüfers Die Kosten der Jahresabschlussprüfung 2018 betrugen T€ 178. Des Weiteren wurden im Geschäftsjahr T€ 97 für Steuerberatungsleistungen vergütet. 4. Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen betrug ohne Aushilfen 1.229 (Vorjahr: 1.250) und verteilt sich wie folgt:
Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr 192 Aushilfen (Vorjahr: 179) beschäftigt. 5. Angaben über nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommener Geschäfte mit nahestehenden Personen Den Gesellschaftern des SPIEGEL-Verlags sind kurzfristige Darlehen in Höhe von insgesamt T€ 16.000 gewährt, die nicht verzinst werden. 6. Gewinnverwendungsvorschlag Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens schlägt vor, den Bilanzgewinn in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.
Hamburg, den 25. März 2019 Thomas Hass Geschäftsführer Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 wurde am 27. Mai 2019 gebilligt. Zusammensetzung und Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2018
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Rudolf Augstein GmbH, Hamburg Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Rudolf Augstein GmbH, Hamburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalfluss-rechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Rudolf Augstein GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 9. April 2019 TREUHANSA
GMBH DOCTORES VÖLSCHAU
Dr. Klaus Beckmann, Wirtschaftsprüfer Bert Schiersmann, Wirtschaftsprüfer |
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