Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 54774
Eingetragen
11.1.1978
Branche
Großhandel mit Mehl und GetreideproduktenGroßhandel mit sonstigen Nahrungs- und Genussmitteln a. n. g.Großhandel mit Zucker, Süßwaren und Backwaren
Gegenstand
Import von und Großhandel mit Lebensmitteln und Waren aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Thomas Schneidawind
seit 16.11.2001
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Thomas Schneidawind
Wörnbrunner Straße 38, 82041 Oberhaching
450.000 €
90.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Paul M. Müller GmbH

Oberhaching

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Gliederung

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Unternehmensprofil

2. Unsere Leitlinien

3. Nachhaltigkeit

4. Mitarbeiterorientierung

5. Soziale Verantwortung

6. Forschung und Entwicklung

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf

3. Lage

a) Ertragslage

b) Finanzlage

c) Vermögenslage

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

III. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

a) Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Risiken

b) Leistungswirtschaftliche Risiken

c) Finanzwirtschaftliche Risiken

d) IT und Datensicherheit

e) Personal- und Unternehmensführung

2. Chancenbericht

3. Gesamtaussage

IV. Prognosebericht

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Unternehmensprofil

Die Paul M. Müller GmbH ist im Importgeschäft von Obst-, Gemüse- und Fischkonserven aus aller Welt tätig. Zu unseren Kunden zählen sowohl Groß- und Einzelhandelshäuser als auch Handelspartner der Lebensmittelindustrie. Wir sind stolz darauf, als mittelständisches und konzernunabhängiges Importhaus wirtschaftliches Wachstum und gesamtwirtschaftliche Verantwortung in Einklang zu bringen und unseren Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern eine klare Perspektive zu bieten.

2. Unsere Leitlinien

Das Wichtigste unseres Handelns sind unsere Visionen und unsere Werte. Das gemeinsame Fundament gibt den Mitarbeitern Orientierung und schafft Vertrauen.

Unsere Wertmaßstäbe bestimmen den Umgang mit unseren Kunden und Lieferanten. Dazu zählen Nachhaltigkeit, Berechenbarkeit, Solidität und ein wertschätzender Umgang, aber auch Fleiß, Engagement und Loyalität.

Verantwortung schafft Werte!

Der wichtigste Wert in einer schnelllebigen Welt ist das Vertrauen. Vertrauen in mein Gegenüber, aber auch Vertrauen in die eigenen Stärken, die eigenen Leistungen und die eigenen Perspektiven.

Daraus entstehen Werte, auf die wir auch in Zukunft bauen können - im Gespräch, im täglichen Leben und im Geschäft.

Dafür steht die Paul M. Müller GmbH.

3. Nachhaltigkeit

Die Paul M. Müller GmbH ist seit ihrer Unternehmensgründung ein der Landwirtschaft, den Meeren und damit der Natur stark verbundenes Unternehmen.

Nachhaltigkeit, bei der Umwelt-, Sozial- und Wirtschaftsbedürfnisse miteinander im Einklang stehen, ist ein fester Bestandteil unserer Unternehmensstrategie. Nur unter angemessener Beachtung auch ökologischer Belange ist es möglich, langfristig höchste Qualität und hochwertige Produkte zu gewährleisten.

So ist es nicht erst seit unserer BIO-Zertifizierung und der Qualifizierung als IFS Broker im Jahr 2017 unser Bestreben, fortlaufend bei den vielen kleinen und großen Themen des täglichen Geschäfts unseren Beitrag zu leisten, um die Ziele der von der Weltgemeinschaft verabschiedeten Agenda 2030 (Masterplan für Verantwortung und Zukunft) schrittweise zu erreichen.

4. Mitarbeiterorientierung

Engagierte und qualifizierte Mitarbeitende tragen entscheidend zum Erfolg eines Unternehmens bei. Die Förderung ihrer Zufriedenheit, Leistungsfähigkeit und Produktivität ist daher ein zentrales Thema. Im Rahmen der Säule „Mitarbeitende" wird systematisch an einer zukunftsfähigen Aufstellung und der Gewinnung sowie der langfristigen Bindung von Talenten gearbeitet. Dazu gehören unter anderem eine faire Entlohnung, erweiterte betriebliche Leistungen über den Tariflohn hinaus, flexible Arbeitszeitmodelle, die sich an die jeweiligen Bedürfnisse der Mitarbeitenden anpassen, und individuelle Angebote, die die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben erleichtern.

5. Soziale Verantwortung

Wir sehen es als unsere soziale Verantwortung, dass die „Social Standards“ weltweit eingehalten werden. Bei der Auswahl unserer Vorlieferanten prüfen wir die Einhaltung derer.

6. Forschung und Entwicklung

Aus unserem Geschäftsmodell ergeben sich keine wesentlichen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Ausgangslage stellt sich durch die Nachwirkungen der vorangegangenen Krisen schwach dar. Nach einem kräftigen Jahresauftakt, in dem die Produktion im ersten Halbjahr in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften deutlich gestiegen ist, hat die Weltwirtschaft im Sommer 2023 an Schwung verloren. Hier hat insbesondere der starke Kaufkraftverlust der privaten Haushalte als Folge des Energie- und Nahrungsmittelpreisanstiegs, die geopolitischen Krisen und die schwache weltwirtschaftliche Entwicklung der Erholung von der Pandemie ein jähes Ende bereitet. Gleichzeitig hat die EZB zur Bekämpfung der historisch hohen Inflation die Niedrigzinspolitik aufgegeben und die Leitzinsen innerhalb eines Jahres auf über 4 Prozent angehoben. Entsprechend haben sich die Geldmarktzinsen erhöht. Dies ist die kräftigste Zinsstraffung seit Bestehen der Europäischen Währungsunion.

Diese Zinserhöhungen hatten gravierende Auswirkungen auf die Baubranche, da es durch die Verteuerung der Kredite auf dem Immobilienmarkt einen Rückgang der Kaufkraft gab, und auch die Bruttoanlageinvestitionen waren mit 0,3 Prozent aufgrund der Finanzierungs- und Materialkosten rückläufig. Die Politik hat Unternehmen und Haushalte zusätzlich massiv verunsichert; dies erschwerte ökonomische Planungen und trug dazu bei, dass die Konjunktur nicht zügig aus dem Abschwung herausfand. In energieintensiven Wirtschaftszweigen hat der sprunghafte Anstieg der Energiepreise, der sich als Angebotsschock herausstellte, einen Teil der Produktion wegbrechen lassen. Zusammen mit Zweitrundeneffekten bei anderen Gütergruppen hat der Energiepreisschock die schon zuvor anziehende Verbraucherpreisinflation auf über 8 Prozent steigen lassen.

Die konjunkturelle Schwäche ist mittlerweile auch auf dem Arbeitsmarkt angekommen. Angesichts der notorischen Personalknappheit in vielen Bereichen zeigte sich ein moderater Anstieg der Arbeitslosigkeit auf ca. 2,6 Millionen Personen. Ein Teil der gestiegenen Arbeitslosenquote lässt sich auf die steigende Anzahl an Unternehmensinsolvenzen und Betriebsaufgaben zurückführen. Die Wirtschaftsleistung liegt nunmehr zwar wieder in etwa auf dem Niveau von vor der Pandemie, allerdings ist die Arbeitsproduktivität deutlich gesunken, da zu der Wirtschaftsleistung über eine halbe Million Erwerbstätige mehr beitragen. Dieses ist einer sinkenden Arbeitszeit je Erwerbstätigen und einer stagnierenden Stundenproduktivität geschuldet. Der demografische Wandel wird den Arbeitskräftemangel weiter verschärfen und die Unternehmen dazu veranlassen, ihre inländische Investitionstätigkeit zu verringern.

2. Geschäftsverlauf

Im Vergleich zum Jahr 2022 erhöhten sich die Preise für Nahrungsmittel um 12,4 Prozent. Im Jahresdurchschnitt waren alle Nahrungsmittelgruppen von der Preiserhöhung betroffen. Ohne die preistreibenden Gruppen Energie und Nahrungsmittel lag die Kerninflation bei 5,1 Prozent. Die Preisanstiege für 1872989418CO1872989418MMicrosoft-KontoCO2 dürften (ohne Komma) dürften die Inflationsrate in 2024 und 2025 um jeweils 0,1 Prozentpunkte erhöhen.

Der Welthandel hat sich im Vergleich zum Vorjahr positiv entwickelt. Allerdings sorgen geopolitische Krisen gerade im Bereich der Schifffahrt für eine rückläufige Welthandelsaktivität. Dazu haben Angriffe auf Frachter im Roten Meer beigetragen, die zu Umleitungen über Afrika und damit zu einem längeren sowie teureren Transportweg führen.

In diesem gesamtwirtschaftlich schwierigen Umfeld hat sich die Paul M. Müller GmbH mit einer klaren Haltung zu ihren Werten und einer großen Veränderungsbereitschaft den zahlreichen Herausforderungen erfolgreich stellen können.

Durch eine geschickte Lagerpolitik und eine vorausschauende Logistikplanung mit den langjährigen Lieferanten konnte eine flächendeckende Versorgung der Kunden auch im Jahr 2023 weitestgehend sichergestellt werden.

Das Rohergebnis sank von 11,54 Mio. € im Vorjahr um 15,81 Prozent auf rund 9,71 Mio. € im Geschäftsjahr 2023. Diese Entwicklung setzte sich ebenfalls bis in das Ergebnis nach Steuern fort, das von einem Jahresüberschuss von 2,4 Mio. € im Geschäftsjahr 2022 auf einen Jahresüberschuss von 1,3 Mio. € im Geschäftsjahr 2023 gesunken ist.

Als wesentliche Gründe für diese Entwicklung sind insbesondere zwei Faktoren zu nennen: zum einen der krisensichere Umgang mit unseren globalen Lieferketten und zum anderen die partnerschaftliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Herstellern in den Ursprungsländern. Aber auch die jahrzehntelange Erfahrung der Firma hat ihren Anteil dazu beigetragen. Es hat sich abermals für die Paul M. Müller GmbH ausbezahlt, alle Chancen zu ergreifen und sich auf seine Stärken zu fokussieren.

3. Lage

a) Ertragslage

Durch die deutlich gestiegenen Preise konnte das Umsatzniveau weiter ausgebaut werden. Die Marge verringerte sich im Jahr 2023 sowohl prozentual als auch absolut etwas gegenüber dem Jahr 2022, lag aber deutlich über dem Durchschnittsniveau der Vorjahre 2018 - 2021.

Der Personalaufwand verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um ca. 7,25 Prozent bzw. 0,1 Mio. €.

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken im Vergleich zum Vorjahr marginal um 8,6 Prozent auf 5,6 Mio. €.

Das operative Ergebnis des Jahres 2023 liegt zwar unter dem Niveau des außerordentlich erfolgreichen Vorjahrs (2022) - erreicht aber sowohl absolut als aus prozentual ein Mehrfaches der operativen Ergebnisse der Jahre 2018 - 2021.

Die Gesamtkapitalrendite verringerte sich von 11,86 Prozent im Geschäftsjahr 2022 leicht auf 9,24 Prozent im laufenden Geschäftsjahr 2023.

b) Finanzlage

Die kurz- und langfristige Finanzierung unseres Unternehmens basiert im Wesentlichen auf Eigenmitteln sowie Darlehen des Gesellschafters. Der überschießende kurzfristige Finanzierungsbedarf wird durch branchenübliche Handelskredite der Lieferanten sowie flexible Kontokorrentlinien bei Kreditinstituten gedeckt.

Unsere Kapitalstruktur ist nach wie vor solide. Wesentlichen Anteil daran hat unsere in den Vorjahren umgesetzte Konsolidierungspolitik, aufgrund derer wir erwirtschaftete Ergebnisse zu einem Teil im Unternehmen beließen bzw. als Gesellschafterdarlehen in die Gesellschaft zurückflossen (Kapitalrückführung durch „Schütt-aus-hol-zurück-Verfahren“). Auf dieser Basis finanzieren die Sonstigen Verbindlichkeiten einschließlich der Gesellschafterdarlehen in Höhe von 6,7 Mio. € insgesamt 33,9 Prozent des bilanzierten Vermögens.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (1,8 Mio. €) machen 8,5 Prozent der Bilanzsumme aus und verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um ca. 0,8 Mio. €.

Langfristige Anlagen sind durch das Eigenkapital mehrfach gedeckt.

Unsere Liquiditätslage ist als sehr stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Liquiditätsengpässe sind auch vor dem Hintergrund unserer auch unterjährig bei weitem nicht ausgeschöpften Kreditlinie unserer Hausbank nicht vorhanden und auch nicht zu erwarten.

c) Vermögenslage

Das Vermögen setzt sich, wie bei Handelsunternehmen üblich, im Wesentlichen aus Vorräten und Kundenforderungen zusammen.

Bei einer gesunkenen Bilanzsumme, von 23,1 Mio. € im Jahr 2022 auf 21,1 Mio. € in 2023, erhöhte sich das ausgewiesene Eigenkapital um 32,3 Prozent. Unter Berücksichtigung der gegebenen Gesellschafterdarlehen in Höhe von 6,7 Mio. € beträgt der Anteil des „Wirtschaftlichen Eigenkapitals“ an der Bilanzsumme rund 58 Prozent (Vorjahr rund 47 Prozent).

Das Fremdkapital verringerte sich in absoluten Werten von 18,9 Mio. € auf 15,6 Mio. €.

Der Schwerpunkt liegt nach wie vor im kurzfristigen Bereich. Innerhalb der kurzfristigen Verbindlichkeiten verringerten sich sowohl die Bankverbindlichkeiten um 0,8 Mio. € als auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um ca. 2,8 Mio. €. Die Gesellschafterdarlehen sind mit 6,7 Mio. € auf Vorjahresniveau.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz pro Mitarbeiter, Umsatzrendite und den Cashflow heran. Der Cashflow betrug im Jahr 2023 1,4 Mio. € im Vergleich zu 2,6 Mio. € im Vorjahr 2022.

Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als gut bezeichnet werden.

III. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

a) Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Risiken

Die Weltwirtschaft hat im Jahr 2023 um 3,9 Prozent zugelegt. Dieses Wachstum ist im historischen Vergleich zwar verhalten, aber angesichts der Belastungen dennoch robust. Die geopolitischen Risiken bleiben hoch. Unsere Branche beschäftigen besonders die zunehmenden Extremwetterereignisse in Europa sowie Mittel- und Südasien, die Ernteausfälle und steigende Lebensmittelpreise nach sich ziehen.

Die Inflationsrate in den EU-Staaten, gemessen am Harmonisierten Verbraucherpreisindex HVPI, lag 2023 im Jahresdurchschnitt bei 6,4 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr (2022: 9,2 Prozent) stiegen die Preise weniger, verdeutlichen jedoch eine weiterhin angespannte Preisentwicklung.

Moderate Preissteigerungen auf die EU-weite Teuerungsrate entfielen 2023 auf die Bereiche „Post und Telekommunikation" (1,1 Prozent) und „Verkehr" (2,5 Prozent). Hingegen erhöhten sich vor allem die Preise für „Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" (12,6 Prozent) und „Gaststätten und- Beherbergungsdienstleistungen" (8,4 Prozent) überdurchschnittlich.

Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 Prozent gegenüber 2022 erhöht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, fiel die Inflationsrate für 2023 damit geringer aus als im Jahr zuvor. Sie hatte im Jahr 2022 noch bei +6,9 Prozent gelegen.

Die Paul M. Müller GmbH ist stark abhängig vom Außer-Haus-Essensmarkt. Dort haben die Gäste zwar in der Gastronomie mehr Geld ausgegeben. Doch dies resultiert vornehmlich aus Preissteigerungen. Sie waren und sind wiederum vielfach das Ergebnis von höheren Kosten in unzähligen Bereichen. Das verfügbare Einkommen der Gäste spielt eine immer größere Rolle. Zudem wirkt sich seit 01.01.2024 natürlich die Rückkehr der Mehrwertsteuer auf Speisen zum Vor-Ort-Verzehr von 7 auf 19 Prozent aus. Zugleich sank die Zahl der Besuche im Außer-Haus-Markt in Deutschland in den ersten sechs Monaten 2024 um 1,8 Prozent Das Fullservice-Segment musste sogar im ersten Halbjahr dieses Jahres stattliche 6,8 Prozent weniger Besucher in seinen Restaurants verkraften. Doch auch hier gibt es signifikante Unterschiede. Am stärksten betroffen sind Gastronomen mit Fokus auf die deutsche Küche. Weniger stark Ethno-Küchen, allen voran die italienische. Drei Gründe werden dafür genannt: etwas günstiger, eher mitnahmefähig und weniger fleischlastig als zum Beispiel die gutbürgerliche deutsche Küche. Das kommt dem Sortiment von der Paul M. Müller GmbH erfreulicherweise zugute.

Zusätzlich zu diesen Rahmenbedingungen sind die am Lebensmittelhandel beteiligten Unternehmen mit verschiedenen rechtlichen Herausforderungen konfrontiert. Sie betreffen Änderungen des Lebensmittelrechts, sowohl national als auch auf europäischer Ebene, Anforderungen an die Lebensmittelsicherheit und den Verbraucherschutz. Weitere Herausforderungen stellen neben einem hohen Qualitätsanspruch auch die weltweiten Entwicklungen der Märkte dar.

In der Bewältigung dieser fortlaufenden Themen hat unser Unternehmen neben unserer eigenen Kompetenz mit der Mitgliedschaft im Waren-Verein der Hamburger Börse e.V. auch einen starken und fähigen Dienstleister und Interessenvertreter an seiner Seite. Auf dieser Basis sehen wir uns vor diesen Herausforderungen gut gewappnet.

b) Leistungswirtschaftliche Risiken

Andere Herausforderungen mit Risiken wie Chancen können sich durch technologische Veränderungen und eine zunehmende Markttransparenz ergeben. Daneben nahmen die Wettbewerbsrisiken aufgrund von Konzentrationsbestrebungen und Überkapazitäten in der Branche prinzipiell zu. Da unsere Produkte unseren Kunden jedoch weiterhin Kosten- und Wettbewerbsvorteile bieten und wir permanent daran arbeiten, uns zukünftig noch mehr in wesentlichen Leistungsmerkmalen vom Wettbewerb abzuheben, gehen wir davon aus, dass unsere leistungswirtschaftlichen Risiken im Vorjahresvergleich nicht gestiegen sind. Wir sind davon überzeugt, unsere Marktanteile mittelfristig weiter halten und in einigen Marktsegmenten sogar ausdehnen zu können. Möglicherweise sind jedoch im Zuge weiterer Organisationsoptimierungen außerordentliche Zusatzkosten damit verbunden.

c) Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Potenzielle Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, kompensieren wir durch Sicherungsgeschäfte. Dies betrifft ausschließlich US-Dollar-Termingeschäfte für Einkäufe u.a. in Asien.

d) IT und Datensicherheit

Aufgrund der Abhängigkeit der Handelsprozesse von IT-Systemen stellt die Sicherheit dieser Systeme ein wichtiges Fundament für den Erfolg des Unternehmens dar. Durch laufende Investitionen in die Sicherheit und Leistungsbereitschaft der Systeme sowie die Kontrolle wichtiger Prozesse sollen die Risikolücken geschlossen werden. Durch das Einführen neuer und aktueller Technologien wird die Sicherheit der Daten gewährleistet und somit ein möglicher Missbrauch auf ein Minimum reduziert. In diesem Zusammenhang werden wesentliche Teile der IT-Infrastruktur seit 2018 in ein externes Rechenzentrum ausgelagert. Außerdem erfolgt der Datenaustausch über eine Glasfaserleitung und hat somit an Schnelligkeit gewonnen. Dennoch ist trotz der Vielzahl von Sicherungsmaßnahmen ein Restrisiko nicht ganz auszuschließen.

e) Personal- und Unternehmensführung

Schlanke Organisationen wie in unserem mittelständischen Unternehmen und unser Geschäftsmodell als solches bergen tendenziell erhebliche Risiken durch den potenziellen Verlust von Schlüsselpersonen. Der in unserem Unternehmen besondere Stellenwert der Mitarbeiterorientierung und die damit verbundene Unternehmenskultur mindern dieses Risiko im Zusammenwirken mit zielgerichteten, organisatorischen Maßnahmen jedoch erheblich. Eine vollständige Beseitigung ist indes nicht möglich.

Die Weiterentwicklung der implementierten Management- und Reportingtools sollen die Geschäftsführung bei Steuerung des Unternehmens zur Schaffung von Mehrwert behilflich sein. So werden seit August 2024 alle HR-Vorgänge durch die Einführung einer Softwarelösung erfolgreich an einem Ort verwaltet.

2. Chancenbericht

Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen. Unsere hohen Qualitätsansprüche gewährleisten wir durch Qualitätskontrollen direkt bei unseren Lieferanten in den Herkunftsländern, mithilfe mehrerer namhaft akkreditierten Laborbetrieben in Deutschland sowie in unseren eigenen Geschäftsräumen.

Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovation, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.

In diesem Zusammenhang ließen wir uns im Oktober 2017 als IFS-Broker zertifizieren und erhielten daneben nahezu zeitgleich die Zertifizierung für BIO-Produkte. Mittlerweile implementierten wir IFS Broker 3.1 bei uns erfolgreich und erhielten die entsprechende Zertifizierung. Insbesondere durch die Bereiche Food Defense und Food Fraud sehen wir eine große Entwicklungschance für uns.

Durch die oben beschriebenen Zertifizierungen und das permanente Streben nach Optimierung möchten wir unseren Anspruch auf höchste Qualität unterstreichen.

3. Gesamtaussage

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld mit steigendem Vertriebs- und Qualitätsaufwand sowie einem tendenziell stagnierenden Preisniveau für Lebensmittel im Großverbraucherbereich in Deutschland.

Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität und unserer fortlaufenden, die unterschiedlichsten Gebiete betreffenden, Maßnahmen zur weiteren Stärkung unserer gegenwärtig guten Wettbewerbsposition sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet und erkennen auch große, noch nicht voll ausgeschöpfte Chancen. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

IV. Prognosebericht

Die Flexibilisierung unserer administrativen und operativen Abläufe und Prozesse steht weiter im Vordergrund unserer Anstrengungen, um auch künftig kurzfristig auf Veränderungen im Markt- und Branchenumfeld reagieren zu können. Durch die Pandemie wurde uns bewusst, dass wir vermehrt auf Digitalisierung und Automatisierung setzen müssen.

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts erwarten wir, dass das Ergebnis des Geschäftsjahres 2024, vor dem Hintergrund der leicht rückläufigen Margen sowie einiger inflationsbedingter Kostensteigerungen etwas unter dem des Vorjahres liegen wird - aber weiterhin deutlich über dem Durchschnitt der Jahre 2018 - 2021.

Diese Einschätzung beruht unter anderem darauf, dass auch die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in groben Zügen so eintreten wird, wie es die Bundesregierung und die führenden Forschungsinstitute erwarten.

Um die positive Entwicklung des Unternehmens zu unterstützen, werden wir weiterhin in Zukunft die Kundenakquise durch Verstärkung unseres Vertriebs forcieren. Es werden weitere digitale Marketingmaßnahmen durchgeführt, die sich als eine Investition für die Zukunft positiv auf die Folgejahre auswirken werden.

Darüber hinaus sind keine wesentlichen Änderungen in der operativen Geschäftspolitik sowie der strategischen Ausrichtung des Unternehmens geplant.

Die Geschäftsführung ist sich der beschriebenen branchenspezifischen Chancen und Risiken, insbesondere der leistungswirtschaftlichen und wettbewerbsbezogenen Aspekte, bewusst und ist sich sicher, fortlaufend Maßnahmen zu entwickeln und umsetzen zu können, um den gegebenen Risiken entgegenzuwirken und Chancen konsequent nutzen zu können.

Um auch in Zukunft den hohen Ansprüchen der Kunden gerecht zu werden und zukunftsträchtige Entwicklungen aktiv zu gestalten, prüfen wir fortlaufend die Einführung und Etablierung neuer Produkte und Verpackungen. Durch die Weiterentwicklung der Etiketten unserer Marken möchten wir uns von unserer Konkurrenz abheben. Verschiedene Marketingtools sollen die Aufwertung insbesondere der Hauptmarken verstärken.

Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens trotz der weltwirtschaftlichen Situation überwiegend positiv.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei einem Kreditinstitut.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Bankkreditlinien.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Um das Risiko aus Währungsschwankungen bei Beschaffungsvorgängen in US-Dollar zu begrenzen, setzt das Unternehmen Devisentermingeschäfte ein.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird für jedes nennenswerte Handelsgeschäft ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement sowie seit Juni 2024 über eine Kreditversicherung der Euler Hermes über Allianz Trade. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

 

Oberhaching, den 30. September 2024

Thomas Schneidawind, Geschäftsführer

Helmut Fabian Kretschmer, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 420.256,00 515.924,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 20.258,00 23.951,00
II. Sachanlagen 399.998,00 491.973,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 399.998,00 491.973,00
B. Umlaufvermögen 20.663.263,59 22.558.381,79
I. Vorräte 14.294.235,48 16.265.006,37
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.107.996,44 6.287.558,11
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.261.031,67 5.817,31
C. Rechnungsabgrenzungsposten 26.619,27 20.041,28
Summe Aktiva 21.110.138,86 23.094.347,07

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 5.515.607,81 4.170.174,06
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Gewinnvortrag 3.670.174,06 1.231.724,84
III. Jahresüberschuss 1.345.433,75 2.438.449,22
B. Rückstellungen 2.234.672,83 2.107.327,68
C. Verbindlichkeiten 13.359.858,22 16.816.845,33
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.800.000,00 2.604.259,08
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.800.000,00 2.604.259,08
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 6.700.000,00 6.700.000,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 6.700.000,00 6.700.000,00
3. sonstige Verbindlichkeiten 4.859.858,22 7.512.586,25
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.859.858,22 7.512.586,25
Summe Passiva 21.110.138,86 23.094.347,07

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 9.828.306,77 11.649.213,28
2. Personalaufwand 1.745.358,92 1.881.811,51
a) Löhne und Gehälter 1.474.304,91 1.580.617,91
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 271.054,01 301.193,60
davon für Altersversorgung 41.115,77 84.163,35
3. Abschreibungen 92.808,34 100.087,95
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 92.808,34 100.087,95
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.593.107,44 6.118.801,00
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 160.944,66 504.731,46
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.480,15 4.623,19
davon Erträge aus Abzinsung -125,04
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 605.903,04 301.673,62
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 451.217,68 812.686,37
8. Ergebnis nach Steuern 1.345.391,50 2.438.776,02
9. sonstige Steuern -42,25 326,80
10. Jahresüberschuss 1.345.433,75 2.438.449,22

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

der Paul M. Müller GmbH, Oberhaching

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Paul M. Müller GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Oberhaching
Handelsregister: Amtsgericht München, HRB 54774

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Bewegliche Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu Euro 800,00 wurden sofort abgeschrieben.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert dauerhaft über dem Wert der Vermögensgegenstände liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wurde dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert bilanziert. Bei zweifelhaften Forderungen werden erforderlichenfalls Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Das allgemeine Kreditrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet, die mit dem zugehörigen Deckungsvermögen saldiert wurden. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Das Deckungsvermögen wurde zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Die Steuerrückstellungen beinhalten errechnete Nachzahlungen für noch nicht veranlagte Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten und etwaige drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags, wobei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr laufzeitentsprechend abgezinst wurden.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf die Aktivierung aktiver latenter Steuern wurde verzichtet.

Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Posten, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden im Zugangszeitpunkt mit dem Devisenkassakurs in Euro umgerechnet. Zum Stichtag erfolgte eine Bewertung der Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag, bei Posten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr unter Beachtung des Anschaffungskosten- bzw. Realisationsprinzips.

Bei Deckung durch Termingeschäfte war darüber hinaus der Terminkurs maßgebend.

Angaben zur Bilanz

Brutto-Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagewerte ist aus dem Anlagespiegel zu entnehmen.

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagespiegel zu entnehmen.

Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres: Euro 265.908,18.

Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres: Euro 318.055,86.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 60.932,15 9.260,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 60.932,15 9.260,00 0,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 720.900,03 28.207,34 80.987,66
Summe Sachanlagen 720.900,02 28.207,34 80.987,66
Summe Anlagevermögen 781.832,18 37.467,34 80.987,66
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 70.192,15
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 70.192,15
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 668.119,71
Summe Sachanlagen 0,00 668.119,71
Summe Anlagevermögen 0,00 738.311,86
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 36.981,15 12.953,00 0,00 0,00 49.934,15
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 36.981,15 12.953,00 0,00 0,00 49.934,15
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 228.927,03 79.855,34 40.660,66 0,00 268.121,71
Summe Sachanlagen 228.927,03 79.855,34 40.660,66 0,00 268.121,71
Summe Anlagevermögen 265.908,48 92.808,34 40.660,66 0,00 318.055,86
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 20.258,00 23.951,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 20.258,00 23.95100
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 399.998,00 491.973,00
Summe Sachanlagen 0,00 399.998,00 491.973,00
Summe Anlagevermögen 0,00 420.256,00 515.924,00

Angaben zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 0,00).

Art der Forderung zum 31.12.2023 Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
TEuro unter 1 Jahr
TEuro
über 1 Jahr
TEuro
aus Lieferungen und Leistungen 5.016,0 5.016,0 0,0
sonstige Vermögensgegenstände 92,0 92,0 0,0
Summe 5.108,0 5.108,0 0,0

Pensionsrückstellungen

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Teilwertverfahren angewendet.

Für die Berechnung wurden folgene Annahmen getroffen:

Zinssatz 1,82 %
erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen 0,00 %
zugrunde gelegte Sterbetafel Dr. Klaus Heubeck, Köln 2018G
Rententrend 0,00 %

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von Euro 22.812,00 (Ausschüttungssperre).

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden

Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:

2023
Euro
2022
Euro
Erfüllungsbetrag der Schulden 1.376.686,00 1.330.608,00
Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte 638.789,78 594.716,51
verrechneter Zinsaufwand 23.685,00 23.598,00
verrechneter Zinsertrag 5.470,29 4.814,48

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:

Euro
Rückstellung für Personalkosten 296.800,00
sonstige Rückstellungen 87.200,00
Summe 384.000,00

Angaben zu Verbindlichkeiten

davon Laufzeit
Gesamtbetrag
TEuro
unter 1 Jahr
TEuro
2 - 4 Jahre
TEuro
über 5 Jahre
TEuro
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.800,0 1.800,0 0,0 0,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.411,2 4.411,2 0,0 0,0
Sonstige Verbindlichkeiten 7.148,7 7.148,7 0,0 0,0
Summe: 13.359,9 13.359,9 0,0 0,0

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch selbstschuldnerische Bürgschaften in Höhe von Euro 500.000,00, Grundschulden auf Grundstücken des Gesellschafter-Geschäftsführers in Höhe von Euro 281.210,00, Sicherungsübereignung des Warenlagers sowie durch eine Globalzession aller bestehenden und künftigen Forderungen besichert.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Euro 6.700.000,00 (Vj.: Euro 6.700.000,00) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern enthalten.

Haftungsverhältnisse und sonstigen finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Diese Verpflichtungen beinhalten folgende Sachverhalte:

- Miete Geschäftsräume: jährlicher Aufwand Euro 61.130,00, Dauer des Mietvertrages bis 31.08.2029

- Miete Stellplätze: jährlicher Aufwand Euro 2.400,00, Dauer des Vertrages bis 31.08.2029

- Wartung Telefonanlage: jährlicher Aufwand Euro 749,00, Dauer des Vertrages bis 30.11.2024

- Wartung IT: jährlicher Aufwand Euro 1.008,00, Dauer des Vertrages bis 31.12.2025

- Wartung IT: jährlicher Aufwand Euro 1.832,00, Dauer des Vertrages bis 31.12.2025

- Leasing/Wartung Drucker: jährlicher Aufwand Euro 4.5324,00, Dauer des Vertrages bis 31.08.2028

- Leasing VW Arteon: jährlicher Aufwand Euro 7.812,00 €, Dauer des Vertrages bis 16.11.2025

- Leasing Skoda Enyaq: jährlicher Aufwand Euro 5.604,00 €, Dauer des Vertrages bis 30.09.2024

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zinsaufwendungen

Die in den Zinsaufwendungen enthaltenen Aufwendungen aus der Abzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von Euro 23.685,00 wurden mit Zinserträgen in Höhe von Euro 5.470,29 aus saldiertem Vermögen gem. § 246 Abs. 2 HGB verrechnet.

In den Zinsaufwendungen sind Zinsen aus Gesellschafterdarlehen in Höhe von Euro 395.300,00 enthalten.

Sonstige Pflichtangaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 22.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung im abgelaufenen Geschäftsjahr oblag:

Thomas Schneidawind, Kaufmann, Oberhaching

Fabian Kretschmer, Kaufmann, Pullach

Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und vom § 181 BGB befreit.

Unterschrift der Geschäftsleitung

 

Oberhaching, den 30.09.2024

Thomas Schneidawind

Fabian Kretschmer

sonstige Berichtsbestandteile

 

Oberhaching, den 30.09.2024

gez. Thomas Schneidawind

gez. Fabian Kretschmer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 09.12.2024 festgestellt.

„BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Paul M. Müller GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Paul M. Müller GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Paul M. Müller GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen, aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Anlage zu diesem Bestätigungsvermerk enthält eine weitergehende Beschreibung unserer Verantwortung für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.“

 

München, den 29. November 2024

URBIS TREUHAND GMBH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Schmidt, Wirtschaftsprüfer

Diedl, Wirtschaftsprüfer

ANLAGE ZUM BESTÄTIGUNGSVERMERK: WEITERGEHENDE BESCHREIBUNG DER VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Eine Verwendung des Bestätigungsvermerks außerhalb des Prüfungsberichts bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird. Auf § 328 HGB wird verwiesen.

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