Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt/Oder HRB 11653
Eingetragen
9.8.2001
Branche
Großhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugGroßhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-MetallhalbzeugGroßhandel mit Altmaterialien und Reststoffen
Gegenstand
Der Einkauf von Schrotten aller Art, die Aufbereitung und Bearbeitung dieser Waren durch industrielle Verfahren sowie der Verkauf einsatzfähiger Schrotte aller Art; die durch geeignete Aufbereitungsverfahren aus dem industriellen Schrottprozess anfallenden Reststoffe einer stofflich/thermischen Verwertung zuzuführen; die Erbringung von Dienstleistungen, insbesondere zur Entsorgung von Reststoffen und Abfällen durch Einsammeln, Zwischenlagerung und Verwertung.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Christian Menz
seit 22.7.2025
Geschäftsführer
Stefan Nagel
seit 10.4.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (3)

NameAnteil
ArcelorMittal BerlinHolding GmbH
50.00%
Chiho Renewable International Holding LimitedHKG
40.00%
Chiho Renewable Development LimitedHKG
10.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.125.000 €
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

EKO Schrottrecycling GmbH

Eisenhüttenstadt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Darstellung des Geschäftsverlaufs

Eine schwache Nachfrage in Verbindung mit hohen und international nicht wettbewerbsfähigen Strompreisen haben die Stahlproduktion in Deutschland 2023 auf ein historisch niedriges Niveau gedrückt. Damit hält der nun seit Anfang 2022 dauernde Negativtrend an. Nur 35,4 Millionen Tonnage Stahl wurden 2023 insgesamt in Deutschland produziert. Das ist das niedrigste Produktionsvolumen seit der Finanzkrise 2009. Damals ging es jedoch nach einem rezessionsbedingt scharfen Einbruch rasch bergauf.

Das Jahr 2023 war geprägt durch eine Stabilisierung der Preise im Einkauf von Dieselkraftstoffen und im Instandhaltungsbereich. Ersatzteile waren nicht sofort verfügbar, was sich in sehr langen Reparaturzeiträumen an Anlagen und Maschinen widerspiegelte. Für Investitionen in mobile Geräte hat sich die Lieferfrist von bis zu 1,5 Jahren auf 6 Monate verringert (vor allem für Großfahrzeuge).

Das Abnahmeverhalten von Flachstahl bei vielen Industriekunden war im Jahr 2023 auf ein sehr niedriges Niveau gefallen, so dass ein rückläufiger Flachstahlversand zu verzeichnen war.

Die Rohstahlproduktion der ArcelorMittal Eisenhüttenstadt GmbH (AMEH) lag mit einem Volumen von 1,949 Mio. t innerhalb des Budgets 2023 (+ 23,722 kt), aber über dem Volumen des Vorjahres (1,707 Mio. t).

AMEH ist, zum Erhalt des Stahlstandortes Eisenhüttenstadt, auf eine zuverlässige und kostengünstige Rohstoffversorgung angewiesen.

Die Preisentwicklung für Sekundärrohstoffe aus Eisen und Stahlschrott zeigte sich im Berichtszeitraum bis April 2023 exponentiell steigend - danach von Mai bis August von -90 €/t - um dann bis Dezember wieder um 55 €/t anzusteigen, im Durchschnitt zum Vorjahr mit ca. -58 €/t.

Im Jahr 2023 wurden durch die ESR 82,6 kt Schrotte (Vorjahr 75,2 kt) verkauft, die Produktion an Scherenschrotten liegt mit 52 kt über dem Vorjahr (Vorjahr 47 kt), zu insgesamt unveränderten Roherträgen (+ 2 €/t) gegenüber dem Vorjahr.

Im Bereich Metalle ist der Absatz gegenüber dem Vorjahr gesunken 667 t (Vorjahr 1.051 t).

Größter Schrottabnehmer war AMEH mit 96,42% (Vorjahr 93,91%) der verkauften Gesamtschrottmenge.

Stabil haben sich auch die Industrieserviceleistungen entwickelt. Sie liegen umsatz- und ergebnisseitig für die manuellen und maschinellen Leistungen über dem Niveau der Vorjahresergebnisse.

Die EKO Schrottrecycling GmbH als eine Gesellschaft mit den Eigentümern:

- ArcelorMittal Eisenhüttenstadt Recycling GmbH 50 %
- Scholz Recycling GmbH & Co. KG 50 %

und einem Stammkapital in Höhe von 2,25 Mio. € ist über Langfristverträge mit der AMEH an die Versorgung mit Produktionsschrotten gebunden.

Hinsichtlich der Dienstleistungen gibt es Langfristverträge mit der AMERG.

Das Schrottgeschäft ist das vorrangige Geschäftsfeld und mit TEUR 30.697 Umsatz zu 94 % am Gesamtumsatz beteiligt.

Im Jahr 2023 arbeiteten 29 festangestellte Arbeitnehmer bei der ESR. Zur Absicherung der Leistungen des Geschäftsfeldes Industriereinigung werden ständig Leiharbeitskräfte zugeführt.

Das Jahresergebnis stellte sich bei TEUR 1.927 ein, wobei der EBIT TEUR 2.619 ausweist.

Die Ergebnisentwicklung der ESR ist stabil positiv. Das Eigenkapital unter Einbeziehung des Bilanzgewinns beträgt zum 31.12.2023 TEUR 7.167 (VJ TEUR 6.241).

Im Jahr 2023 wurden TEUR 448 investiert. Sie wurden zur Stabilisierung der Geschäftsfelder Dienstleistungen und Schrotteinkauf in mobile Technik investiert.

Die EKO Schrottrecycling GmbH ist als Entsorgungsbetrieb gemäß Entsorgungsfachbetriebsverordnung vom 2.12.2016 zertifiziert. Die Gültigkeit besteht bis zum März 2025.

Im Geschäftsjahr 2023 gab es keine umweltrelevanten Vorkommnisse.

II. Darstellung der Lage

Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist um TEUR 311 auf TEUR 9.215 gestiegen.

Das Eigenkapital der Gesellschaft erhöhte sich im Jahr 2023 auf TEUR 7.167 und stieg damit zum Vorjahr um 14,85%. Die Ursachen liegen hierfür in der Berücksichtigung des Jahresüberschusses 2023 in Höhe von TEUR 1.927 und der Ausschüttung an die Gesellschafter i.H. von TEUR 1.000. Das Anlagevermögen der Gesellschaft wird wie bisher linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben, außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente werden nicht eingesetzt.

Finanzlage

Die Gesellschaft ist im Wesentlichen eigenfinanziert. Liquiditätsseitig ist die Finanzierung über die ArcelorMittal Eisenhüttenstadt Recycling GmbH sichergestellt. Die Forderungen aus dem Cash Pool belaufen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 3.669. Für das Berichtsjahr beläuft sich die Kapitalflussrechnung nach DRS 2 auf folgende Ergebnisse:

- der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit: TEUR 2.377
- der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit: ./. TEUR 448
- der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit: ./. TEUR 1.000

Ertragslage

Die Umsätze in Höhe von TEUR 32.526 sind ggü. 2022 (TEUR 35.164) um TEUR 2.638 gesunken.

Die Ursachen liegen im Wesentlichen in den geringeren durchschnittlichen Einkaufspreisen gegenüber dem Vorjahr.

Das Jahresergebnis liegt insgesamt über dem Jahr 2022 (+ 335 TEUR).

Die Ursachen liegen in höheren Zinserträgen auf Grund steigender Zinsen im Jahr 2023 und geringeren Kosten beim Einkauf von Diesel und im Instandhaltungsbereich.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Lieferungen und Leistungen für die AMEH in Höhe von TEUR 28.652 erbracht, was in etwa 88,09 % der gesamten Umsatzerlöse entspricht.

Das Geschäftsjahr 2023 verlief auf Grund der ggü. 2022 stabilen Roherträge im Bereich Schrotte über dem Plan und erreicht mit TEUR 1.927 ein positives Ergebnis. Die Eigenkapitalquote liegt bei 77,8 %.

III. Voraussichtliche Entwicklung mit Hinweisen auf wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die Jahresbilanz der Stahlproduktion in Deutschland zeigt deutlich, dass die Lage für die Stahlindustrie sehr ernst ist. Hier besteht nach wie vor dringender politischer Handlungsbedarf: Ganz akut bei den noch immer nicht wettbewerbsfähigen Stromkosten, die mit den seit Jahresbeginn verdoppelten Übertragungsnetzentgelten so hoch sind wie nie zuvor.

Auch die Finanzierung der Transformation zur Klimaneutralität, die seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Klima- und Transformationsfonds in Frage steht, müsse die Bundesregierung dringend auf eine solide finanzielle Basis stellen. Es wird ein klares, politisches Konzept benötigt, wie der Weg zur Klimaneutralität nachhaltig finanziert werden soll. Das ist ein zentraler Baustein, um die Transformation der Stahlindustrie und die Dekarbonisierung unseres Landes insgesamt weiter voranzubringen.

Wesentliche Geschäftspartner der EKO Schrottrecycling GmbH sind die AMEH und die AMERG.

Die beiderseitigen Geschäftsbeziehungen stehen auf der Basis längerfristiger Verträge zur Erbringung von Dienstleistungen und der Schrottversorgung für AMEH.

Umsatzseitig stellt der Schrotthandel in Verbindung mit der Schrottaufbereitung den mit Abstand größten Anteil aus den Geschäftsaktivitäten der Gesellschaft dar. Durch die 50%ige Beteiligung der Scholz Recycling GmbH an der ESR einerseits und die Beteiligung der AMERG als 100% Tochter der AMEH andererseits, sind diese Risiken jedoch begrenzt, so dass die zeit- und mengengerechte Versorgung für AMEH vereinbarungsgemäß sichergestellt werden kann.

Die Gesellschaft erwartet im Geschäftsjahr 2024 eine Fortführung der Geschäfte auf einem niedrigeren Niveau von 2023 und ein positives Ergebnis in Höhe von 745 TEUR.

Durch den cash-pool-Vertrag (Barmittelkredit) mit der ArcelorMittal Eisenhüttenstadt Recycling GmbH kann, wie in den vergangenen Jahren, eine ausreichende Liquiditätsversorgung sichergestellt werden.

Die strategischen Zielstellungen zur Risikosteuerung für 2024 / 2025 sind:

die Begrenzung der Fixkosten auf dem bisherigen niedrigen Niveau

die Begrenzung des Working Kapitals durch moderate Lagerhaltung und

eine ausgewogene perspektivisch orientierte Investitionspolitik (Plan TEUR 955).

Die ESR kann auf folgende Managementsysteme verweisen:

Qualitätsmanagementsystem gemäß DIN EN ISO 9001:2015 - gültig bis Dezember 2026

Umweltmanagement gemäß DIN EN ISO 14001:2015 - gültig bis Dezember 2026

Entsorgungsfachbetrieb gemäß Entsorgungsfachbetriebsverordnung - gültig bis 31.03.2025

Energieaudit gemäß DIN EN 16247-1 gültig bis Dezember 2027

Die Re-Auditierung erfolgte im Dezember 2023 ohne Auflagen. Die entsprechenden Zertifikate wurden ausgestellt und ausgehändigt.

IV. Sonstige Angaben

Wesentliche berichtspflichtige Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

Die ArcelorMittal Eisenhüttenstadt GmbH weist für die ersten zwei Quartale 2024 eine gute Aussicht für die Auftragslage aus.

Die Gesellschaft unterhält neben ihrem Hauptsitz wie in den vergangenen Jahren eine Zweigniederlassung (Lager-Standort) in Cottbus.

 

Eisenhüttenstadt, den 26. Januar 2024

Thomas Weidlich, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Stand 31.12.2023 Vergleich 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.559,00 7.802,00
6.559,00 (7.802,00)
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.209.636,45 1.244.358,45
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.486.774,00 1.412.468,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 62.494,00 99.501,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 66.472,95 0,00
2.825.377,40 (2.756.327,45)
2.831.936,40 (2.764.129,45)
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 419.308,61 821.866,77
419.308,61 (821.866,77)
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.960.509,87 2.353.112,68
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 (Vj: EUR 0,00)
2. Forderungen gegen Gesellschafter 3.856.167,50 2.908.373,41
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 (Vj: EUR 0,00)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 113.943,53 38.563,07
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 (Vj: EUR 0,00)
5.930.620,90 (5.300.049,16)
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 31.137,66 16.098,72
6.381.067,17 (6.138.014,65)
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.999,99 (1.999,99)
1. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 1.999,99 1.999,99
1.999,99 (1.999,99)
9.215.003,56 8.904.144,09

PASSIVA

Stand 31.12.2023 Vergleich 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.250.000,00 2.250.000,00
II. Kapitalrücklage 93.700,00 93.700,00
III. Gewinnvortrag 2.896.885,99 2.305.105,27
IV. Jahresüberschuss 1.926.819,36 1.591.780,72
7.167.405,35 (6.240.585,99)
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 286.420,73 904.616,05
2. Sonstige Rückstellungen 218.045,43 202.664,63
504.466,16 (1.107.280,68)
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.480.310,58 1.325.586,24
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 1.480.310,58 (Vj: EUR 1.325.586,24)
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 56.483,08 223.070,34
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 56.483,08 (Vj: EUR 223.070,34)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 6.338,39 7.620,84
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 6.338,39 (Vj: EUR 7.620,84)
davon aus Steuern: EUR 6.338,39 (Vj: EUR 7.423,96)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 0,00 (Vj: EUR 0,00)
1.543.132,05 (1.556.277,42)
9.215.003,56 8.904.144,09

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

2023 Vergleich 2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 32.526.122,89 35.163.859,47
2. Sonstige betriebliche Erträge 123.426,59 94.653,11
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -26.493.799,67 -29.377.503,32
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -619.033,25 -644.206,48
-27.112.832,92 -(30.021.709,80)
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -1.165.973,83 -1.161.654,26
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -266.473,49 -244.705,12
davon für Altersversorgung: EUR 0,00 (Vj: EUR 958,31)
-1.432.447,32 -(1.406.359,38)
5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -379.739,84 -416.150,87
-379.739,84 -(416.150,87)
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.091.066,10 -1.147.329,97
7. Ordentliches Betriebsergebnis (Zwischensumme aus Z. 1 bis 6) 2.633.463,30 2.266.962,56
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 123.754,28 12.933,96
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (Vj: EUR 0,00)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.098,36 -2.040,04
davon an verbundene Unternehmen: EUR 0,00 (Vj: EUR 0,00)
10. Finanzergebnis (Zwischensumme aus Z. 8 bis 9) 121.655,92 10.893,92
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -813.907,46 -672.428,81
12. Ergebnis nach Steuern 1.941.211,76 1.605.427,67
13. Sonstige Steuern -14.392,40 -13.646,95
14. Jahresüberschuss 1.926.819,36 1.591.780,72

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

EKO Schrottrecycling GmbH

Sitz: Eisenhüttenstadt
Registergericht: Amtsgericht Frankfurt (Oder)
Handelsregisternummer: HRB 11653FF

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der EKO Schrottrecycling GmbH, Eisenhüttenstadt, (ESR) für das zum 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr wurde unter Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für Kapitalgesellschaften und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt.

Die ESR Schrottrecycling GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Im Anhang wurde von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB teilweise Gebrauch gemacht.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet, die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

(1) Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände betreffen Software und ähnliche Rechte. Die Posten werden zu Anschaffungskosten bewertet und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

(2) Sachanlagen

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungspreisminderungen angesetzt.

Das abnutzbare Sachanlagevermögen wird planmäßig über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer unter Berücksichtigung der steuerlichen Abschreibungstabellen grundsätzlich nach der linearen Abschreibungsmethode (pro rata temporis) planmäßig abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter des Wirtschaftsjahres 2023 mit einem Einzelanschaffungspreis von bis zu EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Abgang gezeigt.

(3) Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren wurden im Wesentlichen zum gleitend gewogenen Durchschnittswert bewertet. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet.

(4) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt.

Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden nicht gebildet.

Eine Pauschalwertberichtigung wurde nicht gebildet.

(5) Flüssige Mittel

Die Bewertung der flüssigen Mittel erfolgt zum Nennwert.

(6) Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag gebildet, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

(7) Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert angesetzt.

(8) Sonstige Rückstellungen

Die Sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet worden, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag bestehenden Risiken und ungewissen Verpflichtungen abzudecken.

(9) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet.

C. Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens kann dem Anlagespiegel, der als Anlage 3 beiliegt, entnommen werden.

(2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 3.856 (i. VJ. TEUR 2.908) setzen sich wie folgt zusammen (Mitzugehörigkeitsvermerk):

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Forderungen aus LuL gegen die ArcelorMittal Eisenhüttenstadt Recycling GmbH 109 101
Forderungen aus LuL gegen die Scholz Recycling GmbH 38 39
Sonstige Vermögensgegenstände aus Forderungen gegen die ArcelorMittal Eisenhüttenstadt Recycling GmbH 40 13
Sonstige Vermögensgegenstände aus Barmittelkrediten gegen die ArcelorMittal Eisenhüttenstadt Recycling GmbH 3.669 2.755
3.856 2.908

(3) Eigenkapital

Die Darstellung des Eigenkapitals erfolgt gem. § 272 HGB unter Berücksichtigung des Gesellschaftsvertrages. Die Bilanz wurde ohne Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

(4) sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Entwicklung Stand 01.01.2023
EUR
Verbrauch
EUR
Auflösung
EUR
Zuführung
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
Ausstehende Rechnungen 14.063,78 14.063,78 0,00 24.530,30 24.530,30
Berufsgenossenschaft 33.500,00 33.222,69 277,31 35.100,00 35.100,00
Kosten Jahresabschluss 14.060,00 13.560,00 0,00 14.270,00 14.770,00
Beitrag IHK 2.650,00 0,00 0,00 1.500,00 4.150,00
Rückstellung Pfand Tankschlüssel 80,00 0,00 0,00 0,00 80,00
Rückstellung RTU, Inflationsprämie, Bonus 138.310,85 121.739,02 16.571,83 139.415,13 139.415,13
202.664,63 182.585,49 16.849,14 214.815,43 218.045,43

(5) Verbindlichkeiten

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Angaben im Zusammenhang mit Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt.

Verbindlichkeitenspiegel (Vorjahreswerte in Klammer)

Stand 31.12.2023
EUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr
EUR
Restlaufzeit bis 5 Jahre
EUR
Restlaufzeit > 5 Jahre
EUR
Betrag der gesicherten Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.480.310,58 1.480.310,58 0,00 0,00 0,00
(1.325.586,24) (1.325.586,24) (0,00) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 56.483,08 56.483,08 0,00 0,00 0,00
(223.070,34) (223.070,34) (0,00) (0,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 6.338,39 6.338,39 0,00 0,00 0,00
(7.620,84) (7.620,84) (0,00) (0,00) (0,00)
1.543.132,05 1.543.132,05 0,00 0,00 0,00
(1.556.277,42) (1.556.277,42) (0,00) (0,00) (0,00)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern setzen sich wie folgt zusammen (Mitzugehörigkeitsvermerk):

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Verbindlichkeiten aus LuL gegenüber der ArcelorMittal Eisenhüttenstadt Recycling GmbH 56 76
Verbindlichkeiten aus LuL gegenüber der Scholz Recycling GmbH 0 147
56 223

(7) Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft hält bei der Commerzbank AG ein Aval i. H. von TEUR 200 ausgereicht an die DB AG zur Absicherung von Schrottlieferungen.

(8) sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat Leasingverträge für mobile Technik mit einer Restlaufzeit von bis zu 3 Jahren. Der Gesamtbetrag der verbleibenden Leasingverpflichtung beläuft sich auf TEUR 17.

Der Gesamtbetrag aus Mietverhältnissen beläuft sich auf TEUR 200 (i. VJ. 234).

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres setzen sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt zusammen:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Erlöse aus Schrotten 27.906 29.301
Sonstige Erlöse aus Handel FE/NE 2.791 4.114
Erlöse aus Entsorgung/Dienstleistungen 349 336
Erlöse Industriereinigung 1.480 1.411
Erlöse Dieselverkauf 0 2
32.526 35.164

(2) Sonstige betriebliche Erträge

Von den ausgewiesenen sonstigen betrieblichen Erträgen sind TEUR 21 (i. VJ. TEUR 15) früheren Geschäftsjahren zuzuordnen, welche hauptsächlich aus einer Rückerstattung DEMINIMIS TEUR 18 (i. VJ TEUR 12) und Stromsteuer TEUR 3 (i. VJ. TEUR 3) resultieren.

(3) Zinserträge und zinsähnliche Aufwendungen

Die Zinsaufwendungen betreffen zinsähnliche Aufwendungen für Bürgschaften in Höhe von TEUR 2, Zinsaufwendungen gegenüber Gesellschafter i. H. v. TEUR 0.

Die Zinserträge betreffen i. H. v. TEUR 124 Zinserträge gegenüber Gesellschaftern.

E. Sonstige Angaben

(1) Geschäftsführung

Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr, Herr Thomas Weidlich, Dipl.-Ing, Kieselwitz, Herr Dominik Barth (bis 18.12.2023).

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung gemäß § 285 Nr. 9a HGB wird auf der Grundlage der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

(2) Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 29 Arbeitnehmer (i. VJ. 28), davon 5 Angestellte und 24 gewerbliche Mitarbeiter, beschäftigt.

(3) Ergebnisverwendung

Es wird vorgeschlagen, an die Gesellschafter einen Betrag in Höhe von TEUR 1.000 auszuschütten.

(4) Konzernabschluss

Die EKO Schrottrecycling GmbH, Eisenhüttenstadt, wird in den Konzernabschluss der Scholz Holding GmbH, Essingen, einbezogen (Amtsgericht Ulm, HRB 730756). Der Konzernabschluss ist beim elektronischen Bundesanzeiger hinterlegt.

 

Eisenhüttenstadt, den 26. Januar 2024

Thomas Weidlich, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 1. 1. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 46.302,00 1.230,00 0,00 47.532,00
46.302,00 1.230,00 0,00 47.532,00
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremdem Grund 3.050.726,34 0,00 0,00 3.050.726,34
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.133.375,53 374.682,95 35.000,00 3.473.058,48
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 775.140,02 5.160,89 104.078,31 676.222,60
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 66.472,95 0,00 66.472,95
6.959.241,89 446.316,79 139.078,31 7.266.480,37
7.005.543,89 447.546,79 139.078,31 7.314.012,37
Abschreibungen
Stand 1. 1. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Änderungen i.Z.m. Abgängen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 38.500,00 2.473,00 0,00 40.973,00
38.500,00 2.473,00 0,00 40.973,00
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremdem Grund 1.806.367,89 34.722,00 0,00 1.841.089,89
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.720.907,53 300.376,95 35.000,00 1.986.284,48
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 675.639,02 42.167,89 104.078,31 613.728,60
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
4.202.914,44 377.266,84 139.078,31 4.441.102,97
4.241.414,44 379.739,84 139.078,31 4.482.075,97
Buchwerte
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.559,00 7.802,00
6.559,00 7.802,00
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremdem Grund 1.209.636,45 1.244.358,45
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.486.774,00 1.412.468,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 62.494,00 99.501,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 66.472,95 0,00
2.825.377,40 2.756.327,45
2.831.936,40 2.764.129,45

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die EKO Schrottrecycling GmbH, Eisenhüttenstadt

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der EKO Schrottrecycling GmbH, Eisenhüttenstadt, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der EKO Schrottrecycling GmbH, Eisenhüttenstadt, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Eisenhüttenstadt, den 26.01.2024

MÜNZER & STORBECK
Treuhand- und Revisions GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

André Münzer, Wirtschaftsprüfer

Gesellschafterbeschluss

Die unterzeichnenden Vertreter der Gesellschafter der EKO Schrottrecycling GmbH, Eisenhüttenstadt beschließen unter Verzicht auf alle nach Gesetz und Satzung vorgeschriebenen Formen und Fristen folgendes:

1. Der Jahresabschluss 2023 wird mit einer Bilanzsumme von 9.215.003,56 € sowie mit einem Jahresüberschuss von 1.926.819,36 € festgestellt.

2. Die Gesellschafter beschließen einstimmig folgende Ergebnisverwendung:

Der Jahresüberschuss in Höhe von 1.926.819,36 € zuzüglich des Gewinnvortrags in Höhe von 2.896.885,99 €, somit insgesamt 4.823.705,35 €, wird zu einem Teilbetrag von 1.000.000,00 € gemäß § 11, Absatz 2 des Gesellschaftsvertrages im Verhältnis ihrer Geschäftsanteile zum 31.05.2024 an die Gesellschafter zur Ausschüttung gebracht und zu einem Teilbetrag von 3.823.705,35 € als Gewinn vorgetragen.

Das entspricht:

ArcelorMittal Eisenhüttenstadt Recycling GmbH 50% 500.000 €
Scholz Recycling GmbH 50% 500.000 €

3. Der Geschäftsführung wird für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2023 Entlastung erteilt.

 

Eisenhüttenstadt, den 11.04.2024

ArcelorMittal Eisenhüttenstadt Recycling GmbH

Dr. Ralf-Peter Bösler

 

Scholz Recycling GmbH

Daniel Fischer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

1 nahegelegene Organisation

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.