HellermannTyton GmbHLiquidiert

Großer Moorweg 45, 25436 Tornesch, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Pinneberg HRB 1935 EL
Eingetragen
11.7.2006
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Haushalts- oder Hauswirtschaftsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Kunststoffartikeln und Werkzeugen sowie alle damit zusammenhängenden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Christian Lampe
seit 6.4.2023
Prokura
Hagen Spieß
seit 15.1.2021
Prokura
Oliver Zimmermann
seit 13.10.2020
Geschäftsführer
Axel Ernst Boywitz
seit 11.4.2019
Geschäftsführer
Marc Ortmann
seit 11.4.2019
Prokura
Prokura
Wolfram Pfeifer
seit 12.10.2016
Prokura
Britta Etzen
seit 11.7.2006
Prokura
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HellermannTyton GmbH

Tornesch

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die HellermannTyton GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HellermannTyton GmbH, Tornesch - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HellermannTyton GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Die in Abschnitt E. des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Wir geben kein Prüfungsurteil zu dem Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung ab.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die oben genannte Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 23. Juni 2023

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Vlachos, Wirtschaftsprüfer

Ulrich, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2021
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 737.384,64 734.147,48
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.103.085,00 5.584.549,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 13.776.826,00 15.721.317,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.579.524,00 5.990.761,22
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 979.611,49 2.309.992,15
25.439.046,49 29.606.619,37
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 4.650,00 4.650,00
26.181.081,13 30.345.416,85
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.204.530,04 4.717.609,62
2. Unfertige Erzeugnisse 22.382.910,01 23.579.377,18
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 49.683.536,78 41.425.531,86
76.270.976,83 69.722.518,66
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 48.396.603,03 35.917.326,07
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 22.684.811,64 17.429.608,43
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.120.509,44 2.476.558,98
72.201.924,11 55.823.493,48
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 271.084,95 348.261,09
148.743.985,89 125.894.273,23
C. Rechnungsabgrenzungsposten 754.572,47 560.502,57
175.679.639,49 156.800.192,65

Passiva

31.12.2021
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.600.000,00 2.600.000,00
II. Kapitalrücklage 10.000.000,00 10.000.000,00
III. Gewinnrücklage 4.412.746,89 4.412.746,89
17.012.746,89 17.012.746,89
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 15.130.567,16 13.354.443,07
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13.790.502,84 8.406.839,16
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 128.310.583,51 116.050.739,93
davon gegenüber Gesellschafter EUR 97.815.525,51 (Vj. TEUR 70.211)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.435.239,09 1.975.423,60
davon aus Steuern EUR 660.001,17 (Vj. TEUR 816)
143.536.325,44 126.433.002,69
175.679.639,49 156.800.192,65

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022

2021
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 397.656.265,64 370.876.137,26
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 3.391.221,29 13.830.644,64
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 3.702,51 3.702,51
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.509.492,14 1.575.905,37
davon Erträge aus Währungsumrechnung EUR 571.658,51 (Vj. TEUR 366)
402.560.681,58 386.286.389,78
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 217.692.811,55 203.788.047,63
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 24.388.158,07 23.919.142,66
242.080.969,62 227.707.190,29
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 53.550.374,05 52.934.225,59
b) Soziale Abgaben 9.733.906,66 9.625.667,94
63.284.280,71 62.559.893,53
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 8.169.134,46 9.369.545,94
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 67.310.850,00 67.050.657,32
davon Aufwand aus Währungsumrechnung EUR 654.420,82 (Vj. TEUR 625)
21.715.446,79 19.599.102,70
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.050,13 1.293,62
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.699.733,78 945.028,62
davon an verbundene Unternehmen EUR 1.573.940,03 (Vj. TEUR 904)
davon aus Abzinsung von Rückstellungen EUR 25.060,00 (Vj. TEUR 25)
-1.691.683,65 -943.735,00
11. Ergebnis vor sonstigen Steuern und Ergebnisabführung 20.023.763,14 18.655.367,70
12. Sonstige Steuern 81.486,33 80.962,68
13. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn 19.942.276,81 18.574.405,02
14. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

A. Allgemeine Hinweise

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Tornesch und wird beim Handelsregister des Amtsgerichts Pinneberg unter der HRB 1935 EL geführt.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 HGB.

Bei der Bilanzierung und Bewertung im Jahresabschluss 2021 wurde unverändert vom Grundsatz der Unternehmensfortführung (Going Concern Prinzip) gemäß §252 Abs. 1 Nr. 2 HGB ausgegangen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Unsere Gesellschaft ist als Organgesellschaft für Zwecke der Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer nicht selbst Steuerschuldnerin und bilanziert dementsprechend keine Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (auch keine latenten Steuern). Aus diesem Grunde wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung die Bezeichnung des Postens Nr. 11 "Ergebnis nach Steuern" gemäß § 265 Abs. 6 HGB geändert in "Ergebnis vor sonstigen Steuern und Ergebnisabführung".

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Diese sind unverändert zum Vorjahr.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer vermindert. Die Abschreibungen auf Zugänge des Anlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Im Regelfall werden die Anlagegüter linear abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 800 werden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben. Aus Wesentlichkeitsgründen wurde die steuerliche Bewertungsmethode für die geringwertigen Wirtschaftsgüter auch für Zwecke des handelsrechtlichen Abschlusses übernommen.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder im Fall einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag bewertet.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt auf Basis des niedrigeren Wertes aus aktuellem Einkaufspreis und dem tatsächlichen Bestellpreis. Bei der Ermittlung des tatsächlichen Bestellpreises wird als Verbrauchsfolgeverfahren die FiFo-Methode angewendet.

In die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden für die Bewertung Materialeinzelkosten und angemessene Materialgemeinkosten einbezogen. Daneben werden auf der Grundlage von Stundensätzen pro Maschine oder pro Produktionskostenstelle ermittelte Fertigungskosten berücksichtigt. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Des Weiteren erfolgt eine verlustfreie Bewertung auf Basis der durchschnittlichen Verkaufspreise des aktuellen Jahres.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Pauschalwertberichtigung auf nicht einzelwertberichtigte Forderungen wurde in Höhe von 1% vorgenommen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit ihrem Nominalwert angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite der Bilanz Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag bilanziert.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (für zukünftige Jubiläen) sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre in Höhe von 1,45% p.a. (Vorjahr 1,35% p.a.) abgezinst. Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 0,48% p.a. (Vorjahr 0,35% p.a.) und einer angenommenen Entgeltsteigerung von 2,5% p.a. (Vorjahr 2,6% p.a.). Für die Rückstellung für zukünftige Jubiläen wie auch für die Rückstellung für Verpflichtungen aus Altersteilzeit wurde die Anwartschaftsbarwertmethode verwendet und wie im Vorjahr die Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene Altersteilzeitvereinbarungen gebildet; diese enthalten bereits von den Arbeitnehmern erdiente Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden zum Stichtag grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Finanzanlagen

Es besteht eine Beteiligung in Höhe von 100% an der Hellermann Tyton Maroc S.à r.l. in Casablanca, Marokko. Das Eigenkapital der Beteiligung beträgt zum 31. Dezember 2022 MAD 288.969,92 (TEUR 26). Im Geschäftsjahr 2022 hat die Beteiligung einen Verlust in Höhe von MAD 161.176,24 (TEUR 14) erfahren. Es ist geplant, die Gesellschaft zu liquidieren. Das Anlagevermögen und die Mitarbeiter wurden bereits im Jahr 2020 in eine andere Gesellschaft übertragen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Restlaufzeiten der Forderungen verteilen sich folgendermaßen:

Bilanzposten davon mit einer Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Summe
TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 48.397 0 0 48.397
Vj. 35.917 Vj. 0 Vj. 0 Vj. 35.917
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 22.684 0 0 22.684
Vj.17.430 Vj. 0 Vj. 0 Vj. 17.430
3. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 1.015 106 0 1.121
Vj. 2.343 Vj. 134 Vj. 0 Vj. 2.477
72.096 106 0 72.202
Vj. 55.689 Vj. 134 Vj. 0 Vj. 55.823

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich wie im Vorjahr ausschließlich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Position enthält unverändert keine Forderungen gegenüber der Gesellschafterin.

Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt unverändert zum Vorjahr EUR 2.600.000,00. Alleinige Gesellschafterin ist die Harwich Holding GmbH, Tornesch.

Es besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zwischen der Gesellschaft und ihrer Muttergesellschaft.

Bei den Gewinnrücklagen in Höhe von TEUR 4.413 handelt es sich um andere Gewinnrücklagen. Der Wert der Gewinnrücklagen hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Kundenboni (TEUR 4.016, Vorjahr TEUR 3.192), für ausstehende Lieferantenrechnungen (TEUR 3.580, Vorjahr TEUR 3.154), für variable Gehaltsbestandteile (TEUR 2.018, Vorjahr TEUR 2.908), für Mitarbeiterjubiläen (TEUR 1.735, Vorjahr TEUR 1.660) sowie Reklamationskosten (TEUR 1.226, Vorjahr TEUR 278) gebildet.

Die Geldanlagen im Zusammenhang mit der Altersteilzeitrückstellung erfüllen die Voraussetzung des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB (Insolvenzsicherung und Zweckexklusivität) und sind als Deckungsvermögen mit dem beizulegenden Zeitwert gegen die Rückstellung für Altersteilzeit zu verrechnen. Unter Zugrundelegung des beizulegenden Zeitwerts des Deckungsvermögens (TEUR 802, Vorjahr TEUR 437) und des Erfüllungsbetrags (TEUR 973, Vorjahr TEUR 586) beläuft sich die Rückstellung damit zum Bilanzstichtag auf TEUR 171 (Vorjahr TEUR 148). Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens zum Bilanzstichtag betragen TEUR 807 (Vorjahr TEUR 439). Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 5 wurden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst (Vorjahr TEUR 2).

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten verteilen sich folgendermaßen:

Bilanzposten davon mit einer Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Summe
TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13.788 2 0 13.790
Vj. 8.407 Vj. 0 Vj. 0 Vj. 8.407
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 128.311 0 0 128.311
Vj. 116.051 Vj. 0 Vj. 0 Vj. 116.051
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.435 0 0 1.435
Vj. 1.975 Vj. 0 Vj. 0 Vj. 1.975
143.534 2 0 143.536
Vj. 126.433 Vj. 0 Vj. 0 Vj. 126.433

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 97.816 (Vorjahr TEUR 70.211) und resultieren im Wesentlichen aus der Gewinnabführung für das Berichtsjahr (TEUR 19.942, Vorjahr TEUR 18.574) sowie einem Saldo aus laufender Verrechnung im Rahmen des Cash-Pooling-Verfahrens (TEUR 77.873, Vorjahr TEUR 46.418). Das langjährige Darlehen der Harwich Holding an die HellermannTyton GmbH über TEUR 5.110 wurde im Februar 2022 zurückgezahlt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 30.495 (Vorjahr TEUR 45.828).

Hinsichtlich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie von Halbfabrikaten und Waren. Weitere Besicherungen von Verbindlichkeiten bestehen nicht.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2022 2021
TEUR % TEUR %
- nach Produkten
Kabelbefestigungssysteme 341.235 85,8 315.021 84,9
Wärmeschrumpfende Produkte 15.290 3,8 14.409 3,9
Kennzeichnungssysteme 7.016 1,8 7.014 1,9
Sonstige 34.115 8,6 34.432 9,3
397.656 100,00 370.876 100,0
- nach Regionen
Inland 141.862 35,7 134.205 36,2
Übriges EMEA 207.896 52,3 189.514 51,1
Asien Pazifik 19.641 4,9 18.427 5,0
Nordamerika 24.315 6,1 24.713 6,7
Übrige Regionen 3.942 1,0 4.017 1,0
397.656 100,00 370.876 100,0

Sonstige betriebliche Erträge

Der Posten enthält im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 766, Vorjahr TEUR 1.075) und Kursgewinne (TEUR 572, Vorjahr TEUR 366).

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind insgesamt periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 907 (Vorjahr TEUR 1.075) enthalten, die im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Verwaltungsaufwand (TEUR 44.044, Vorjahr TEUR 44.615), Betriebsaufwand (TEUR 13.846, Vorjahr TEUR 14.116), übrige Aufwendungen (TEUR 5.387, Vorjahr TEUR 4.764) und Vertriebsaufwand (TEUR 4.034, Vorjahr TEUR 3.556).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 380 (Vorjahr TEUR 859) sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung - realisiert und nicht realisiert - in Höhe von TEUR 654 (Vorjahr TEUR 625) enthalten.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 1.574 (Vorjahr TEUR 904) entfallen auf die Verzinsung der laufenden Verbindlichkeiten aus dem Cash Pooling gegenüber der Gesellschafterin. Daneben beinhalten die Zinsaufwendungen TEUR 25 (Vorjahr TEUR 25) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

E. Sonstige Angaben

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:

 

Matthias Laumann, Wuppertal, Vorsitzender

Jürgen Pruchnow, München

 

Jutta Andrea Eckhardt, Tornesch, stellvertretende Vorsitzende

Geschäftsführer

Die Geschäftsführung wurde von folgenden Herren wahrgenommen:

 

Axel Boywitz, Norderstedt, Kunststoffformgeber

 

Oliver Zimmermann, Berlin, Dipl.-Kaufmann

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

In Bezug auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge verweisen wir auf die Ausnahmeregelung des § 286 Abs. 4 HGB.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2022 2021
Produktion 286 296
Entwicklung 134 125
Vertrieb und Marketing 182 176
Logistik 147 151
Verwaltung 76 85
825 833

Ferner wurden durchschnittlich 13 Leiharbeiter (Vorjahr 21) beschäftigt.

Honorar des Abschlussprüfers

Hinsichtlich des vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorars verweisen wir auf die unter den US-SEC Vorgaben veröffentlichten Proxy Statements zum Konzernabschluss der APTIV PLC, Saint Helier, Jersey, in dem die entsprechenden Angaben enthalten sind.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen für Parkplatzfläche, Gebäude, Kommunikationsmittel, Drucker/Kopierer sowie aus Leasings von KFZ und Flurförderfahrzeugen in Höhe von insgesamt TEUR 5.342.

Extern TEUR
2023 1.939
2024 669
2025 48
2026 1
2.657
Verbundene Unternehmen TEUR
2023 716
2024 716
2025 716
2026 537
2.685

Die Vorteile der Miet- und Leasingverträge werden vor allem in der liquiditätsschonenden Nutzung der betreffenden Vertragsgegenstände gesehen; besondere Risiken sind nicht ersichtlich.

Konzernverhältnisse

Der konsolidierte Weltabschluss nach US GAAP wird für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis von der Aptiv PLC, Saint Helier, Jersey, erstellt; der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich und ist bei der Securities and Exchange Commission (SEC) hinterlegt. Der Jahresabschluss der HellermannTyton GmbH wird in diesen Konzernabschluss einbezogen, der als befreiender Konzernabschluss gemäß § 292 HGB für die HellermannTyton GmbH gilt.

Dabei kommen im Wesentlichen folgende vom deutschen Recht abweichende Bilanzie-rungs- sowie Bewertungsmethoden zur Anwendung:

Bilanzgliederung der Aktiva nach abnehmender Liquidität bzw. der Passiva nach zunehmender Laufzeit,

Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Umsatzkostenverfahren,

Grundsätzlicher Ansatz auch aktiver latenter Steuern.

Die Offenlegung des befreienden Konzernabschlusses der Aptiv PLC in englischer Sprache erfolgt durch Einreichung im Unternehmensregister.

Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Hinsichtlich der Pflicht zur Angabe von Geschäften mit nahe stehenden Unternehmen und Personen wird von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, nur die wesentlichen, nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommenen Geschäfte anzugeben. Da derartige Geschäfte nicht getätigt wurden, entfallen weitere Angaben nach § 285 Nr. 21 HGB.

Gewinnverwendung

Der sonst entstehende Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 wird aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages an die Harwich Holding GmbH, Tornesch, abgeführt.

Nachtragsbericht

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, liegen nicht vor.

 

Tornesch, den 9. März 2023

HellermannTyton GmbH

Die Geschäftsführung

Axel Boywitz

Oliver Zimmermann

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis 31.12.2022

Anschaffungskosten
01.01.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.183.393,15 413.590,97 958.148,23 0,00 15.638.835,89
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.723.055,39 207.383,98 0,00 0,00 8.930.439,37
2. Technische Anlagen und Maschinen 54.739.692,39 779.708,61 230.513,11 737.118,51 56.026.006,40
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 51.181.362,68 2.548.631,25 967.722,45 663.416,08 53.425.687,56
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.309.992,15 144.989,24 74.835,31 -1.400.534,59 979.611,49
116.954.102,61 3.680.713,08 1.273.070,87 0,00 119.361.744,82
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 4.650,00 0,00 0,00 0,00 4.650,00
133.142.145,76 4.094.304,05 2.231.219,10 0,00 135.005.230,71
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.449.245,67 410.353,81 958.148,23 0,00 14.901.451,25
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.138.506,39 688.847,98 0,00 0,00 3.827.354,37
2. Technische Anlagen und Maschinen 39.018.375,39 3.457.181,12 226.376,11 0,00 42.249.180,40
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 45.190.601,46 3.612.751,55 957.189,45 0,00 47.846.163,56
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
87.347.483,24 7.758.780,65 1.183.565,56 0,00 93.922.698,33
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
8.169.134,46 2.141.713,79 0,00 108.824.149,58
Buchwerte
31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 737.384,64 734.147,48
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.103.085,00 5.584.549,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 13.776.826,00 15.721.317,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.579.524,00 5.990.761,22
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 979.611,49 2.309.992,15
25.439.046,49 29.606.619,37
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 4.650,00 4.650,00
26.181.081,13 30.345.416,85

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

A. Grundlagen der Gesellschaft

1. Geschäftsmodell

HellermannTyton ist ein langjähriger Hersteller und Anbieter von Produkten zum Bündeln, Befestigen, Verarbeiten, Verbinden, Isolieren, Schützen und Kennzeichnen von Kabeln, Leitungen und Datennetzwerkinfrastruktur. Außerdem entwickeln wir Teile für kundenspezifische Industrieanwendungen.

Wichtige Märkte sind die Automobilindustrie, der Elektromarkt sowie viele weitere OEM-Märkte, wie z.B. der Schiffbau, der Schienenfahrzeugbau und die Luftfahrtindustrie.

2. Ziele und Strategie des Unternehmens

Seit 1935 lautet unsere Mission, innovative Lösungen rund um sämtliche Anforderungen des Kabelmanagements zu bieten.

Kundenzufriedenheit als oberste Priorität:

Ein professioneller Service sowie eine hohe Qualität unserer Produkte sollen die Grundlage für das Vertrauen unserer Kunden in uns bilden.

Service auf der ganzen Welt:

Wir sind in 39 Ländern sowie mit einem weltweiten Netz an Vertriebspartnern für unsere Kunden da.

Partnerschaft als gemeinsame Basis:

Für unsere Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter setzen wir auf Teamwork. Langfristige, zuverlässige Partnerschaften haben bei uns einen ebenso hohen Stellenwert wie die Langlebigkeit unserer Produkte.

3. Forschung und Entwicklung

Im Jahr 2022 sind im Durchschnitt rund 32 Neuentwicklungen pro Monat gestartet worden. Auf das ganze Jahr bezogen sind 25 davon neue Standardbauteile für HT. Ein Großteil dieser Entwicklungen betrifft kundenspezifische Teile im Automobilbereich, ein geringerer Anteil sind Entwicklungen für andere Industrien.

Für den Bereich Forschung und Entwicklung wurden im Jahr 2022 EUR 12,8 Mio. (Vorjahr EUR 12,2 Mio.) ausgegeben.

B. Wirtschaftsbericht

1. Geschäftsverlauf

Während sich im Laufe des Geschäftsjahres die wirtschaftlichen Auswirkungen von Corona und des Halbleitermangels abschwächten, wirkten sich ab dem 2. Quartal 2022 der Ukraine-Krieg und dessen Folgen sowie massive Preiserhöhungen auf dem Beschaffungssektor stark auf den Geschäftsverlauf aus. So konnte das 1. Quartal 2022 noch planmäßig und auf dem budgetierten Level absolviert werden. Danach blieben für den Rest des Jahres sowohl der Umsatz als auch die Profitabilität hinter den Erwartungen zurück. Dies ist insbesondere auf steigende Kosten in allen Bereichen, insbesondere auf dem Rohstoff- und dem Energiemarkt zurückzuführen, die trotz großer Bemühungen nur zum Teil an den Markt durch Preissteigerungen weitergegeben werden konnten.

Dennoch stiegen, insbesondere aufgrund des starken ersten Quartals, die Gesamtumsätze aller Geschäftsbereiche im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 26.780 auf TEUR 397.656 und liegen damit um 7,2% über dem Vorjahr. Die Prognose aus dem Vorjahreslagebericht wurde dementsprechend erreicht. Auch in einem schwierigen Umfeld ist es uns wieder gelungen, gegenüber den für uns relevanten Märkten (Automobil sowie Elektromarkt/OEM, siehe unten) einen überproportionalen Anstieg bei den Umsatzerlösen zu erreichen.

Allgemeine Wirtschaftliche Situation

Im Jahr 2022 ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 1,8% gestiegen, nachdem es ein Jahr zuvor pandemiebedingt um 2,7% gestiegen war. Der vor dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine erwartete kräftige Aufschwung blieb jedoch aus. Noch im Januar hatte die Bundesregierung mit einem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von 3,6% gerechnet. Damit hat die Wirtschaftsleistung nun dennoch erstmalig wieder leicht das Vor-Corona-Niveau von 2019 überschritten (+0,7%). Zum Jahresende ist der deutschen Wirtschaft allerdings der Schwung ausgegangen und die deutsche Wirtschaft ist im vierten Quartal 2022 geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist zwischen Oktober und Dezember um 0,2 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorquartal gesunken, so dass auch die Aussichten für 2023 als eher verhalten einzuschätzen sind. Im Europäischen Vergleich steht dem Wachstum des deutschen BIP von 1,8% ein Wachstum von 3,5% gegenüber.

Auch der Außenhandelsüberschuss Deutschlands hat sich deutlich verringert und weist den geringsten Saldo seit dem Jahre 2000 aus. Inflationäre Tendenzen werden insbesondere durch erhöhte Energiepreise getrieben. So erreichte die Teuerungsrate für das Gesamtjahr 7,9%, die Inflationsrate im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat Dezember betrug sogar 8,6%. Für 2023 wird ein leichter Rückgang der Inflation auf immer noch sehr hohe 6% erwartet, so dass weiterhin von einem großen Preisdruck auszugehen ist.

Die deutsche Industrie leidet nach wie vor unter Lieferengpässen bei Vorprodukten und konnte ihre Produktion trotz voller Auftragsbücher nicht richtig hochfahren. Die Industrieproduktion ging so im Jahr 2022 insgesamt um 0,6% zurück, im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 lag das Minus sogar bei 5,0%. Gründe hierfür liegen u.a. insbesondere in der rückläufigen Baukonjunktur und Produktionsrückgängen in energieintensiven Branchen. Bei bestehenden Auftragspolstern ist für 2023 allerdings eine Erholung möglich.

Elektromarkt und OEM

Allgemeine Marktentwicklung

Insgesamt verbuchten die Unternehmen gemäß Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) im Jahr 2022 einen Produktionsrückgang von - 1,3%. Auf Jahresbasis zeigte insbesondere das vierte Quartal einen Zuwachs von + 9,3%, so dass ein noch stärkerer Rückgang ausgeblieben ist. Die Maschinenexporte stiegen im Jahr 2022 um + 6,1% zum Vorjahr und erreichten damit einen neuen Rekordwert. Neben zahlreichen Indikatoren wie gesunkenen Frachtraten belegen auch die jüngsten Exportdaten, dass sich Störungen der globalen Lieferketten weiter aufgelöst haben.

Gemäß Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI) wuchs die preisbereinigte Produktion elektrotechnischer und elektronischer Güter im Jahr 2022 um + 3,4%. Versorgungsengpässe blieben auch in dieser Branche das größte Produktionshemmnis.

Geschäftsverlauf

Rückblickend ist das Jahr 2022 für den Bereich Electrical zufriedenstellend verlaufen. Insgesamt konnte ein Umsatzwachstum i.H.v. 8% erzielt werden. Im Fokus standen die Bindung der im Jahr 2021 neu erschlossenen Kundengruppen an das Unternehmen sowie die Weitergabe der internen Kostensteigerungen für Rohmaterialien an die Kundschaft. Ein begünstigender Faktor war die gute Warenverfügbarkeit. Im Jahresverlauf war zu beobachten, dass sich die coronabedingten Schutzmaßnahmen wie z.B. Reisebeschränkungen, erschwerter Zugang zu Kunden und das Streichen wichtiger Industriemessen weiterhin reduziert haben.

Exportmärkte

In den aus Deutschland betreuten Auslandsmärkten wurde ein deutliches Umsatzwachstum i.H.v. + 15% erzielt. Hervorzuheben ist der türkische Markt, der sich erneut als standhaft erwiesen hat. Die türkische Wirtschaft entwickelte sich trotz hoher Inflation der Lira progressiv. In den Bereichen Rüstung und Schienenfahrzeugbau wurden erhebliche Zuwächse verbucht, allerdings fiel der für uns wichtige Bereich der Kabelsatzfertigung für die Weiße Ware deutlich hinter die Erwartungen zurück. Die politische und finanzielle Lage in der Türkei verbleibt weiter angespannt und bedarf der kontinuierlichen Beobachtung. In den Emiraten konnte der Umsatz ebenfalls signifikant gesteigert und damit eine wichtige Zielmarke erreicht werden.

OEM

Im Geschäftsfeld "OEM" wurde im Jahr 2022 ein Umsatzwachstum i.H.v. + 15% erzielt. Starke Zuwächse wurden in nahezu allen Branchen erreicht, allen voran in den Erneuerbaren Energien, der Luftfahrt sowie bei Produzenten von Agrarmaschinen und Rüstungsgütern. In den Erneuerbaren Energien ist die Solarbranche Treiber der Entwicklung während die Windkraftindustrie stagniert. Die Luftfahrtindustrie profitiert von den Lockerungen im Reiseverkehr und damit dem Wiedererstarken des europäischen Flugzeugbaus. Die Rüstungsindustrie profitiert von den drastisch gestiegenen Ausgaben der Regierungen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg sowie der neu bewerteten Bedrohungslage hinsichtlich der Landesverteidigung. Preiserhöhungen konnten erfolgreich umgesetzt werden.

Industrial

Das Geschäftsfeld "Industrial" wuchs im Geschäftsjahr um 4% gegenüber 2021. Das Ergebnis wurde nachhaltig von der anhaltenden Schwäche im Maschinen- und Anlagenbau sowie dem damit eng verbundenen Schaltanlagenbau beeinflusst. Unsere Preisforderungen konnten am Markt umgesetzt werden.

Elektrogroßhandel

Im Elektrogroßhandel wurde eine Umsatzsteigerung i.H.v. + 7% zum Vorjahr erreicht. Die Steigerung verteilt sich gleichmäßig auf die über den Handel bedienten Endmärkte, übersteigt allerdings in Teilen das Wachstum unseres direkt abgewickelten Geschäftes. Grund hierfür ist u.a. eine Verlagerung vom Geschäft zur Belieferung durch den Handel sowie der Aufbau von Lagerbeständen, insbesondere im vierten Quartal des abgelaufenen Jahres. Trotz des stagnierenden Marktumfeldes ist es durch gezielte Aktionen mit unseren wichtigsten Händlern gelungen, unsere Präsenz zu steigern und bestehende Kundenbeziehungen zu optimieren. Sämtliche Preissteigerungsmaßnahmen wurden erfolgreich umgesetzt.

Automobil

Allgemeine Marktentwicklung

Das Jahr 2022 war für die Automobilindustrie ein weiteres Jahr mit Herausforderungen. Der Material- und Chipmangel ziehen sich weiter hin. Diese wurden durch den Ukraine-Konflikt verschärft. Der VDA musste mehrmals innerhalb des Jahres die Erwartungen nach unten schrauben.

Laut den aktuellen KBA-Zulassung wurden im gesamten Jahr 2022 rund 3,24 Mio. Neufahrzeuge zugelassen. Dies ist ein Plus von 0,2 Prozent zum Vorjahr. Die PKW konnten allerdings mit 2,65 Mio. ein Plus von 1,1 Prozent verzeichnen. Knapp die Hälfte (rund 1,3 Mio. PKW) waren alternative Antriebe.

Der wirtschaftlichen und politischen Lage zum Trotz konnte der Markt für Nutzfahrzeuge nach Angaben des KBA (Kraftfahrzeug Bundesamt) im Bereich der Sattelzugmaschinen ein Plus verzeichnen. Alle anderen Bereiche mussten ein Minus verbuchen. Insgesamt wurden 365.232 Nutzfahrzeuge neu zugelassen, darunter 20.606 BEV und 232 Plug-in-Hybride. Der Anteil der BEV und Plug-in-Hybride bei den Nutzfahrzeugen betrug damit 5,7%.

Geschäftsverlauf

Der Geschäftsbereich Automobil konnte eine Steigerung von insgesamt 14% verzeichnen.

Der größte Zuwachs konnte hierbei im Bereich der Nutzfahrzeuge (Bus & Truck) erreicht werden. Hier waren es 29% auf das Gesamtjahr. Die Bereich OEM konnte ebenfalls mit 12% ein deutliches Plus zum Vorjahr erreichen. Der Bereich Tier-1 konnte einen Zuwachs von 14% verzeichnen. Dabei waren Zuwächse sowohl mit OEMs als auch mit Tier-1-Kunden zu verzeichnen. Der Geschäftsverlauf war dabei geprägt von einem schwachen ersten Halbjahr, das von vielen Unsicherheiten gezeichnet war. Erst im zweiten Halbjahr war ein Aufwind zu spüren. Hier machten sich dann allerdings auch die Preiserhöhungen bemerkbar und ließen die Umsätze mit steigen. So konnte das Gesamtjahr 2022 dann mit dem deutlichen Plus von 14% trotz Krisen abgeschlossen werden.

2. Beschaffung

Seefrachten

Im ersten Halbjahr von 2022 blieb die Lage auf dem weltweiten Frachtmarkt weiterhin sehr angespannt, was sich in den kontinuierlich hohen Containerraten niederschlug. Insbesondere durch die strikte COVID-19-Politik in China und den damit verbundenen Lockdowns kam es zu immensen Störungen in den globalen Lieferketten. Seit August 2022 bis Ende 2022 sind die Seefrachtraten aus dem asiatischen Raum dramatisch gefallen (ca. - 70%).

Die Lage in den USA spitzte sich Anfang des Jahres immer weiter zu. Dies schlug sich in einem drastischen Mangel an Equipment u. Fahrern sowie sehr eng getakteter Abgabezeiten an den Bahnterminals (Vorlauf) u. Hafenterminals nieder. Um unnötige Luftfrachten zu meiden, musste auf einen weiter entfernten Hafen sowie eine andere Reederei gewechselt werden. Hierdurch entspannte sich die Situation sowohl für HellermannTyton USA wie auch HellermannTyton Deutschland deutlich.

Landfrachten

Auch in 2022 schlug sich die geringe Verfügbarkeit von Ladekapazitäten innerhalb Europas nieder. Hinzu kamen die Dieselpreise, die insbesondere zu Beginn des Jahres explodiert sind und sich seitdem auf einem sehr hohen Niveau bewegen.

Rohstoffe

Die Rohstoffpreise für unsere Haupt-Rohstofftypen haben sich zwischen 12% und 16% im Verlauf des Jahres erhöht. Zum Dezember 2022 haben sie wieder den Stand von Januar 2022 erreicht, bzw. liegen 4% über den Januar-Preisen. Der Grund dafür waren vor allem die Ukraine-Krise und damit verbunden stark gestiegene Energiekosten sowie gestörte Lieferketten. Im 3./4. Quartal haben wir eine deutliche Entspannung der Liefersituation feststellen können.

Strom

Der Arbeitspreis (exkl. Abgaben u. Steuern) für Strom konnte im Vergleich zu 2021 um 7,75% gesenkt werden. Zum 1. Juli 2022 entfiel die EEG-Umlage. Im dritten Quartal wurde ein Tranchen-Vertrag auf Quartalsbasis für das Jahr 2023 abgeschlossen.

3. Investitionen

In 2022 wurden insgesamt TEUR 4.094 (Vorjahr: TEUR 5.393) investiert, davon TEUR 414 (Vorjahr: TEUR 398) in immaterielle Vermögensgegenstände und TEUR 3.681 (Vorjahr: TEUR 4.996) in Sachanlagen. Im Vergleich hierzu betrugen die Abschreibungen TEUR 8.169 (Vorjahr: TEUR 9.370).

4. Ertragslage

Der Auftragseingang für das gesamte Unternehmen belief sich auf TEUR 384.489 (Vorjahr: TEUR 347.640) und liegt damit um 10,6% über dem Vorjahr.

Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr von TEUR 370.876 um 7,2% auf TEUR 397.656. Während der Umsatz im Geschäftsbereich Automobil um 14% und im Geschäftsbereich Elektromarkt/ OEM sogar um 8% zulegte, gingen die Verkäufe an Schwesterunternehmen insgesamt leicht zurück (-1%). Gleichzeitig wurde weniger Bestand aufgebaut als im Vorjahr, so dass die Gesamtleistung aus Umsatz und Bestandsveränderung nur um 4,2% wuchs.

Die Betriebsaufwendungen (Summe aus Material- und Personalaufwand, Abschreibungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen) stiegen unterproportional zum Umsatz um 3,9% auf TEUR 380.845 (Vorjahr: TEUR 366.687). Wesentlicher Grund hierfür sind bei fast proportional gewachsenem Materialaufwand die nur geringfügig gestiegenen Personalkosten und rückläufige Abschreibungen.

Die Materialaufwendungen stiegen um 6,3% auf TEUR 242.081 (Vorjahr: TEUR 227.707). Damit erhöhte sich die Materialaufwandsquote im Verhältnis zur Gesamtleistung bei nach wie vor hohem Rohstoffpreisniveau von 59,2% auf 60,4%.

Die Personalaufwendungen (TEUR 63.284, Vorjahr TEUR 62.560) sind mit einer Steigerung um 1,2% deutlich langsamer gestiegen als Umsatz und Materialaufwand. Bei annähernd gleichem Personalbestand ist dies insbesondere darauf zurückzuführen, dass Erhöhungen des Lohnniveaus zeitlich den inflationären Tendenzen nachlaufen und somit die Auswirkungen aus der letzten Tariferhöhung aus dem Herbst 2022 erst im Kalenderjahr 2023 vollumfänglich wirksam werden.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Ergebnisabführung (TEUR 21.715) stieg etwas überproportional zur Gesamtleistung um 10,8% (Vorjahr: TEUR 19.599). Dies entspricht einer leicht gesteigerten Rentabilität bezogen auf die Gesamtleistung von 5,4% (Vorjahr 5,1%).

5. Finanzlage

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 55.228 gesunken (von TEUR 53.077 auf TEUR -2.151). Beide Jahre sind dabei insbesondere durch Auswirkungen pandemiebedingter Schwankungen im Geschäftsverlauf und damit im Working-Capital (2021: Abnahme, 2022: Zunahme) sowie Abweichungen durch Änderungen im Zahlungsverhalten im Verbundbereich (2021: Zunahme Verbindlichkeiten TEUR 20.038, 2022: Abnahme der Verbindlichkeiten TEUR 15.325) gekennzeichnet. Unter Berücksichtigung des negativen Cashflows aus der Investitionstätigkeit von TEUR -4.031 sowie des positiven Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit von TEUR 6.104 ergibt sich eine Verminderung des Finanzmittelfonds um TEUR 77 (von TEUR 348 auf TEUR 271).

6. Vermögenslage

Der Wert des Anlagevermögens hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 13,7% verringert. Gründe hierfür liegen insbesondere in der geringeren Investitionstätigkeit in produktionsbezogene Anlagen und Maschinen entsprechend der wirtschaftlichen Unsicherheiten während der letzten Jahre. Die Abschreibungen übersteigen deshalb wiederholt die Neuinvestitionen.

Der Vorratsbestand ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 6.548 (9,4%) deutlich angestiegen. Dies betrifft insbesondere fertige Erzeugnisse und Waren. Der Anstieg ist darauf zurückzuführen, dass in den Vorjahren die Bestandshaltung an die Corona-bedingt niedrigere Nachfrage angepasst und mit Wiedererstarken des Geschäftes wieder hochgefahren wurde. Zudem erhöhen inflationäre Tendenzen den Bestand wertmäßig, ohne dass eine Erhöhung der mengenmäßigen Bestände in selber Höhe stattfindet.

Während im Vorjahr die Forderungen, sowohl gegenüber Dritten als auch im Verbundbereich durch ein schwaches 4. Quartal auf einem niedrigen Stand waren, befinden sich diese zum Bilanzstichtag nun wieder auf einem normalen Niveau. Dementsprechend sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 12.479 und die Forderungen im Verbundbereich um TEUR 5.255 angestiegen. Ähnliches gilt für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, deren Anstieg um TEUR 5.384 (64%) zudem durch striktes Cash-Management am Jahresende beeinflusst ist. In der Erhöhung der Verbindlichkeiten im Verbundbereich um TEUR 12.260 spiegelt sich insbesondere die Erhöhung des Working-Capital Bedarfs zur Finanzierung der höheren Vorrats- und Forderungsbestände wider.

Insgesamt ist die Bilanzsumme um TEUR 18.879 angestiegen. Dementsprechend beträgt die Eigenkapitalquote nunmehr 9,7% (Vorjahr: 10,8%).

C. Risiko- und Chancenbericht

1. Risikomanagement

Das Risikomanagement-System hat auch in diesem Berichtsjahr auf aktuelle Entwicklungen reagiert und wurde entsprechend modifiziert.

Die Bedeutung des Risikos "Nachhaltigkeit" hat in 2022 signifikant zugenommen. Ursachen hierfür sind im Wesentlichen die zunehmende Sensibilisierung unserer Geschäftspartner und auch das Anfang 2023 in Kraft getretene Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz. Die Implementierung von Maßnahmen zur Reduzierung der Risiken des Themenkomplexes Nachhaltigkeit wird auch im Geschäftsjahr 2023 unser Unternehmen beschäftigen.

Aufgrund des Krieges in der Ukraine und den in der Folge einsetzenden Turbulenzen auf dem Energiemarkt wurde folgerichtig dieses Risiko "Energie" in die Betrachtung aufgenommen.

Das Risiko "Corona" hat HellermannTyton auch das Geschäftsjahres 2022 hindurch begleitet. Betriebliche Auswirkungen, z.B. in Form eines Ausbruches, haben sich nicht ergeben. Allerdings hat es auch in 2022 massive Störungen der Lieferketten bedingt durch das Coronavirus gegeben, die sich allerdings gegen Ende des Jahres abgeschwächt haben.

2. Einzelrisiken und -chancen

Gesamtwirtschaftliche Risiken und Chancen

Während die Auswirkungen der Corona-Pandemie weitestgehend überwunden scheinen, wird die Weltwirtschaft nach wie vor von mehreren mehr oder weniger parallel stattfindenden Ereignissen beeinflusst: allen voran der Ukrainekrieg, der weltweit politische Spannungen verstärkt und Lieferketten beeinflusst, eine Reihe von Handelskonflikten, die noch nicht abschließend geklärten Regelungen für den Handel zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich sowie Unsicherheiten über die Entwicklung von Rohstoffpreisen, insbesondere von Rohöl, Erdgas und elektrischer Energie. Hinzu kommen Unsicherheiten auf den Märkten in Bezug auf inflationäre Tendenzen und daraus resultierenden Zinserhöhungen der Notenbanken.

Insbesondere der Krieg in der Ukraine stellt ein schwer zu kalkulierendes Risiko dar. Während die unmittelbaren Folgewirkungen der dort zurückgehenden Produktion von Bordnetzen auf die Automobilindustrie einigermaßen durch die Produzenten abgefedert werden können, sind die Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Europa und der Welt in ihrer Dauer und Schwere nach wie vor kaum abzusehen.

Auch wenn sich zum Jahreswechsel hin die Lage auf dem Energiemarkt durchaus entspannt hat, sowohl in Bezug auf die Versorgungssicherheit als auch auf die Energiepreise, so wird dieses Risiko auch in 2023 von großer Bedeutung bleiben. Auf Grund der steigenden Anforderungen an Nachhaltigkeit erhöht sich auch kontinuierlich die Nachfrage nach Strom aus erneuerbaren Energien bei ggf. nicht ausreichendem Angebot. Diese Entwicklung gilt es weiter zu beobachten, um ggf. rechtzeitig handeln zu können.

Wenngleich das Coronavirus nicht aus der Welt ist, so erwarten wir nach den signifikanten Störungen in den Lieferketten im vergangenen Geschäftsjahr für 2023 ein Auslaufen der Einflüsse dieser Erkrankung.

Dem entgegengesetzt nehmen die Risiken im Bereich Nachhaltigkeit auf Grund regulatorischer Vorgaben zu, wie z.B. durch das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) und absehbare entsprechende Anforderungen aus der Europäischen Union. Auch stellen die gestiegenen Nachhaltigkeitsanforderungen unserer Kunden, die sich in den Ausschreibungsunterlagen wiederfinden, eine Herausforderung dar. Diese reichen von dem 100%-igen Strombezug aus erneuerbaren Energien, entsprechenden Zertifikaten bei Bezug von Gas bis hin zu dem Nachweis des CO 2 -Fußabdruckes einzelner Produkte. Insbesondere der Umgang mit Lieferanten in Bezug auf Nachhaltigkeitsanforderungen vor dem Hintergrund des LkSG wird auch in 2023 weitere Maßnahmen erfordern um die entsprechenden Risiken zu begrenzen.

Branchenrisiken und -chancen

Die Automobilbranche befindet sich in einem massiven Umbruch hin zu elektrischen Antrieben und zur stärkeren Vernetzung von Fahrzeugen. Gleichzeitig existieren derzeit ungenutzte Produktionskapazitäten aufgrund des Halbleitermangels. Für HellermannTyton bedeutet dies im Bereich Automotive kurzfristig, dass sich die Volatilität der Märkte in erhöhter Planungsunsicherheit widerspiegelt. Langfristig ist Folge des technologischen Umbruchs vor allem, dass Einsatzbereiche unserer Produkte insbesondere im Bereich des klassischen Antriebsstranges wegfallen, andererseits sich aber neue Marktchancen ergeben, in Bereichen wie z.B. dem Batterie- und Fluidmanagement. Auch durch den Markteintritt neuer Hersteller, für die die Eintrittsbarrieren deutlich gesunken sind, ergeben sich für HellermannTyton neue Möglichkeiten.

Im Geschäftsbereich Electrical profitiert HellermannTyton stark von der Diversifizierung des Marktes. So gibt es zwar jedes Jahr Branchen, die sich weniger gut entwickeln - demgegenüber partizipiert HellermannTyton aber von Wachstum in anderen Branchen.

Geschäftsprozessrisiken und -chancen

Aufgrund des Ukrainekrieges und der Folgeeffekte haben sich die Märkte in 2022 recht verhalten entwickelt. Auch stellt die Volatilität der Nachfrage nach wie vor eine Herausforderung ist. Trotzdem stellt sich weiterhin und mittelfristig die Frage nach ausreichenden Produktionskapazitäten. Um diese sicherzustellen, hat die HellermannTyton GmbH den erneuten Ausbau des Werkes unserer Schwestergesellschaft in Polen begonnen, der Mitte 2023 abgeschlossen sein soll. Damit stehen dann auch bei wieder anziehenden Märkten ausreichende Produktionskapazitäten zur Verfügung.

Nach wie vor stehen uns benötigte externe Lagerflächen in ausreichendem Umfang zur Verfügung. Allerdings beeinflussen sowohl die Anmietung der Flächen als auch die zusätzlichen Transport- und Handlingprozesse unsere Kostenstruktur negativ. In einem EMEA-weiten Logistikprojekt werden deshalb die zukünftigen logistischen Strukturen in EMEA erarbeitet. Vor dem Hintergrund der geplanten Umsatzentwicklungen in den nächsten Jahren wird die Konzeptionierung und Implementierung weiterhin als eines der größten strategischen Risiken für HellermannTyton eingeschätzt.

Die Weiterentwicklung der Erfassung notwendiger Daten für die Nachhaltigkeitsberichterstattung und die Implementierung eines Kalkulationstools von CO 2 -Fußabdrücken in Zusammenarbeit mit der HellermannTyton-Gruppe sind u.a. Bestandteil der Maßnahmen zum Management der in- und externen Anforderungen zur Nachhaltigkeit. Da für das Thema Nachhaltigkeit kein weltweit gültiges Framework existiert, wird es immer wieder erforderlich sein, flexibel auf die Anforderungen wichtiger Stakeholder wie z.B. der Konzernmutter oder von OEM-Kunden im Automobilbereich einzugehen und damit langfristig zum Erhalt unserer Geschäftsgrundlage beizutragen.

In der Distribution verfolgen wir weiter die Strategie, ein an den Kundenanforderungen orientiertes Händlerportfolio aufzustellen. Dementsprechend werden wir uns auf den Erhalt und Ausbau der Beziehungen zu Elektrofachgroßhändlern, High Service Distributoren und C-Teile Händlern konzentrieren. Gleichzeitig werden wir die Zahl derjenigen Händler, die direkt bei uns kaufen können, reduzieren. Trotz schwierigen Bedingungen in einem engen Marktumfeld gehen wir davon aus, unsere Marktanteile langfristig ausbauen zu können.

Unsere Aktivitäten im Bereich des digitalen Marketings planen wir im Jahr 2023 stärker auf die Endkundenansprache zu fokussieren, mehr als wir es in den Jahren zuvor getan haben. Hierbei sollen vor allem mittelständische Industrieunternehmen im Vordergrund stehen, deren Wertschöpfung schwerpunktmäßig in der Bundesrepublik erfolgt. Auch soll der Ansatz des "Social Selling" über soziale Netzwerke weiter ausgebaut werden. Als flankierende Maßnahme planen wir weiter Handelsmarketing zu betreiben, um das Wachstum unseres Umsatzes mit Elektroinstallateuren zu unterstützen.

Personelle Risiken und Chancen

Allen Anforderungen aufgrund gesetzlicher Änderungen, organisatorischer Umstellungen, der Altersstruktur sowie des (derzeit gedämpften) Wachstums wurde und wird mit entsprechenden Maßnahmen, auch in Abstimmung mit dem Mitarbeiter-Betriebsrat, begegnet. Nennenswerte personelle Risiken sind nicht erkennbar.

Mit dem Rückgang der Auswirkungen der der Corona-Pandemie und der -trotz Ukraine-Kriegs vorhandenen- wirtschaftlichen Erholung konnten wir das Instrument der zeitlich befristeten Kurzarbeit zum Februar 2022 bereits wieder komplett zurückfahren.

Finanzierungsrisiken und -chancen

Aufgrund der stetigen Expansion unseres Geschäftsbetriebs und der Tätigkeit in einer anlagenintensiven Branche werden jedes Jahr Neuinvestitionen getätigt. Seit Dezember 2015 wird die Gesellschaft durch ein von der Harwich Holding GmbH gewährtes Darlehen aus der Aptiv-Gruppe finanziert, so dass wir nicht mehr auf Bankdarlehen angewiesen sind. Dies reduziert weitestgehend die Abhängigkeit vom Kapitalmarkt. Durch das insgesamt steigende Zinsniveau wird sich auch diese Finanzierung jedoch verteuern. Zur Sicherstellung der kurzfristigen Liquidität ist die HellermannTyton GmbH in den Cash-Pool des Konzerns einbezogen. Zum Abschlussstichtag bestehen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 97.815 (Vorjahr TEUR 70.211).

Zins-, Währungs- und Rohstoffrisiken und -chancen

Die Erhöhung des allgemeinen Zinsniveaus beeinflusst zwar die Ertragssituation der Gesellschaft, beeinflusst aber die Verfügbarkeit von Finanzierungslinien nicht, da diese ausschließlich über den Konzern und über die Einbindung in den Group Cash-Pool zur Verfügung gestellt werden.

Aufgrund des geringen Geschäftsvolumens in Fremdwährung sind aus unserer Sicht die währungsbedingten Risiken akzeptabel.

Die Verfügbarkeit notwendiger Vormaterialien und somit auch von Polyamid 6.6 war im Geschäftsjahr jederzeit gesichert, teilweise wurden Pufferbestände aufgebaut, um Unsicherheiten im Markt zu begegnen. Das Preisniveau liegt im Jahresdurchschnitt wiederum deutlich über dem des Vorjahres und bleibt damit insgesamt problematisch hoch. Daher beabsichtigen wir auch in Zukunft eng mit unseren Lieferanten zusammenzuarbeiten und auch in diesem Bereich potentielle neue Lieferanten bei ihrer Entwicklung zu unterstützen. Zudem planen wir, uns weiterhin vermehrt über kundenvertragliche Regelungen gegen Preisschwankungen abzusichern.

Qualitätsrisiken und -chancen / Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Ein hohes Qualitätsversprechen gegenüber unseren Kunden stellt einen wesentlichen Faktor für unsere Marktpositionierung dar. Insofern kommt der Vermeidung von Qualitätsmängeln neben den finanziellen Folgen auch eine große Bedeutung für die weitere Geschäftsentwicklung zu.

Die Messung der Beschwerdehäufigkeit ist aufgrund geänderter Anforderungen in den unterschiedlichen Zertifizierungsnormen bereits seit dem Geschäftsjahr 2017 auf die Maßgröße "CPB" 1 umgestellt worden. Diese stellt statt auf die Anzahl der Lieferungen auf die Anzahl der gelieferten Artikel ab. Betrug für das Geschäftsjahr 2021 der Durchschnittswert 175, so liegt dieser Wert für 2022 doch deutlich höher (221). Der aufgrund der in den Vorjahren erzielten geringen Fehlerquoten auf 180 (Vorjahr: 200) herabgesetzte Zielwert wurde damit verfehlt. Anzumerken ist, dass bei monatlicher Betrachtung der erneut verschärfte Zielwert in 5 von 12 Monaten unterschritten wurde. Allerdings wurde insbesondere aufgrund der hohen Werte der Monate März und Juni 2022 der Zielwert insgesamt nicht erreicht. Entsprechend dem eigenen Qualitätsanspruch wurde der Zielwert über die vergangenen 6 Jahre kontinuierlich reduziert (2017: 290; 2018: 260; 2019: 240; 2020: 220, 2021: 200, 2022: 180).

1 Complaints per Billion (CPB) = Anzahl Beanstandete Artikel / 1 Milliarde gelieferte Artikel [%]

Um dem Bestellverhalten der Kunden Rechnung zu tragen, wurde die Berechnungsmethode des "CSL" 2 leicht angepasst und bezieht nun für die Teilbereiche Electrical und Intragroup statt auf den Kundenwunschtermin auf den bestätigten Liefertermin. Insgesamt hat sich der CSL im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessert und beträgt für das Jahr 2022 88%. (Vorjahr: 86%). Der (angepasste) Zielwert von 85% (Vorjahr: 95%) wurde damit erreicht. Eine differenzierte Betrachtung der Daten nach Geschäftsbereichen zeigt, dass wir uns bei den Automobil-Kunden mit einem Wert von 95% leicht über Vorjahresniveau (93%) bewegen. Im Electrical-Bereich betrug der durchschnittliche CSL 75% mit über das Jahr sinkender Tendenz. Der Service-Level in der Abwicklung mit den Schwestergesellschaften weist mit 80% einen Wert nahe dem Vorjahreswert (79%) aus.

2 Customer Service Level (CSL; Lieferpünktlichkeit) = Anzahl der in-time gelieferten Mengen / gesamte Liefermengen x 100, wobei gilt: Bereich Automotive: in time = spätestens 2 Tage nach WunschdatumBereiche Electrical und Intragroup: in time = bestätigter Liefertermin.

Unsere Teams zur kontinuierlichen Prozessverbesserung arbeiten weiterhin an Weiterentwicklungen und Optimierungen unserer Unternehmensleistungen, um den gestiegenen Anforderungen unserer Kunden gerecht zu werden.

IT-Risiken und -Chancen

Die Überwachung und die Absicherung unserer IT Infrastruktur gegen externe Bedrohungen war 2022 ein beherrschendes Thema. Neue globale Sicherheitssysteme zur Online Überprüfung aller Endgeräte und zur Software Verteilung von z.B. Sicherheitsupdates wurden HellermannTyton weltweit ausgerollt. Spezialisierte externe IT-Dienstleister überwachen die IT Infrastruktur 24h/7 Tage die Woche, um so das Risiko für externe Bedrohungen zu minimieren. Weiterhin bestand außerdem noch immer die Herausforderung im weiteren Ausbau und der Absicherung der IT-Infrastruktur und aller Endgeräte für mobiles Arbeiten. Durch diese Maßnahmen konnte im Jahr 2022 eine Vielzahl von externen Bedrohungen abgewehrt und damit Datenverlust bzw. Ausfallzeiten unserer Systeme vermieden werden.

Das Thema IT-Sicherheit und ein entsprechender Nachweis einer Zertifizierung in diesem Bereich wird für viele unserer Kunden immer wichtiger. 2022 haben wir unser Informationssicherheits-Managementsystem nach TISAX Standard erfolgreich neu zertifiziert.

Gesamtrisiko und -chancen

Trotz der durch die weltweiten Krisensituationen eingetretenen Abschwächung der wirtschaftlichen Entwicklung und den derzeit eingeschränkten Wachstumserwartungen für das Jahr 2023 sowie einer nach wie vor durch globale politische Risiken gekennzeichneten Lage sehen wir unser Unternehmen in unseren Märkten weiterhin gut positioniert, so dass wir davon ausgehen, mittel- und langfristig unseren Wachstumskurs fortzusetzen.

Die spezifischen Umsatzrisiken aus der Beeinträchtigung unserer Kunden in der Ukraine und die Folgewirkungen auf die Automobilproduktion in Europa sind derzeit überschaubar und beeinflussen unsere mittelfristige Entwicklung nicht nennenswert.

Darum ist es strategisch weiterhin erforderlich, den sich abzeichnenden zukünftigen Engpässen in der Kommissionierung und der Versandvorbereitung frühzeitig zu begegnen, und Planungen für eine erneute Kapazitätsausweitung verstärkt in Angriff zu nehmen.

Nach wie vor gilt, dass für die HellermannTyton-Gruppe als Teil des Aptiv-Konzerns Synergien realisiert werden können, die auch zukünftig positiven Einfluss auf die Ertragskraft der Gesellschaft haben werden.

Nach den uns bekannten Informationen und den daraufhin entwickelten kurz- und mittelfristigen Erwartungen zur Geschäftsentwicklung sehen wir trotz der (nun auslaufenden) Auswirkungen der Chip-Krise und trotz des Kriegs in der Ukraine derzeit keine Risiken, die akut den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten.

D. Prognosebericht

Nach wie vor fällt eine Einschätzung darüber, wie sich die Wirtschaft innerhalb des Jahres 2023 entwickeln wird, schwer. Positive Tendenzen sind durch den Wegfall bremsender Faktoren wie Lockdowns und einem Zusammenrücken der westlichen Staaten und einer teilweisen Normalisierung der Energiepreise gegeben. Gleichermaßen wirken sich aber die unmittelbaren und mittelbaren Folgen des Ukrainekrieges weiterhin stark aus. Die nach wie vor starke Abhängigkeit der deutschen Automobilindustrie vom chinesischen Markt und starke protektionistische Tendenzen der US-amerikanischen Wirtschaftspolitik stellen weitere Risikofaktoren dar. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wird eher verhalten eingeschätzt. So liegen die Wachstumsprognosen für die EU derzeit bei 0,8%, für Deutschland bei 0,2%, so dass aus derzeitiger Sicht eine Rezession wohl vermieden werden kann. Die für HellermannTyton wichtigen Produktionszahlen der Automobilindustrie werden jedoch sowohl für Europa als auch weltweit als leicht rückläufig eingeschätzt. Das Geschäftsjahr 2023 wird deshalb nach wie vor von großen Unsicherheiten geprägt sein. Die derzeit absehbaren konkreten Auswirkungen aus dem Krieg in der Ukraine sind in den folgenden Ausführungen bereits berücksichtigt.

Wie in den Jahren vor der Pandemie rechnen wir in allen Geschäftsbereichen mit Umsatzzuwächsen oberhalb der allgemeinen Branchenentwicklung, die in allen Hauptbereichen einigermaßen gleich ausfallen und sich im niedrigen zweistelligen Bereich bewegen dürfte. Damit streben wir einen Umsatz im Bereich zwischen EUR 430 Mio. und EUR 460 Mio. an. Der Wettbewerbsdruck wird allerdings aufgrund der insgesamt weiterhin angespannten wirtschaftlichen Lage in Deutschland, Europa und der Welt weiter zunehmen, so dass wir unsere Bemühungen, Preiserhöhungen auf der Beschaffungsseite zu minimieren und gleichzeitig absatzseitig Preiserhöhungen zu erzielen, fortsetzen werden. Trotz gewisser wachstumsinduzierter Skaleneffekte gehen wir derzeit in Erwartung nicht mehr ganz so stark steigender, teilweise sogar leicht sinkender Erzeugerpreise und tariflicher Erhöhungen des Lohnniveaus von einem Ergebnis auf Vorjahresniveau aus.

Wir rechnen aufgrund der vielen neuen Projekte in der Entwicklung und der sich durch unsere globale Organisation ergebenden Möglichkeiten mittelfristig mit einer positiven Geschäftsentwicklung, die jedoch in hohem Maße von den Absätzen in der Automobilindustrie abhängen wird.

In den einzelnen Geschäftsbereichen gehen wir für das Geschäftsjahr 2023 von folgender Entwicklung aus:

Elektromarkt und OEM

Nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hat sich das Konjunkturbarometer im Januar 2023 deutlich erholt. Nach wie vor geht vom Krieg in der Ukraine ein erhebliches Eskalationspotential aus. Zudem verbleibt die Inflation auf relativ hohem Niveau und auch die geldpolitischen Maßnahmen der Europäischen Zentralbank dürften die Konjunktur im laufenden Jahr eher dämpfen. Positive Impulse für die Weltwirtschaft und damit auch die deutsche Industrie sind hingegen von der chinesischen Wirtschaft zu erwarten, sofern die Corona-Pandemie dort abflaut und sich der Warenaustausch normalisiert. Angesichts dieser Rahmenbedingungen gehen wir davon aus, dass die Umsatzentwicklung mit Kunden aus den Geschäftsbereichen OEM und Industrial progressiv verlaufen wird.

Wachstumstreiber werden im Bereich OEM die Erneuerbaren Energien, die Luftfahrtindustrie und der Rüstungssektor sein. Im Bereich Industrial gehen wir davon aus, dass im ersten Halbjahr die Trendwende im Maschinen- und Anlagenbau erzielt wird. Wir setzen zudem einen Fokus auf die Automatisierungstechnik und die Robotik. Allerdings rechnen wir mit einer leichten Reduzierung des Wachstums im zweiten Halbjahr.

Für die Jahre 2023 und 2024 planen wir den schrittweisen Umbau unseres Vertriebsinnendienstes hin zu einer aktiven Beratungs- und Verkaufseinheit. Im Vordergrund steht hierbei die effizientere Generierung und Nachverfolgung von Sales Leads sowie die Umwandlung dieser in verbindliche Kundenaufträge. Darüber hinaus suchen wir nach Wegen, die Aktivitäten des deutschen Produktmanagements noch enger mit dem Vertrieb zu verzahnen, um schnellere Umsetzungszeiten bei Neuprodukteinführungen zu gewährleisten.

Automobil

PKW

Die anhaltende angespannte Lage bei den Rohstoffen und der Energie bleiben auch in 2023 große Herausforderungen. Durch die angespannte Lage in 2022 sind die meisten Automobilhersteller auf hochmargige Premiummodelle ausgewichen. Diese wurden im Laufe des Jahres 2022 allerdings weniger nachgefragt. Die Prognose für 2023 sieht daher durchwachsen aus. Es wird erwartet, dass die Kauflust mit Rabatten wieder angeregt wird. Gleichzeitig wird im E-Sektor mit rückläufigen Zahlen gerechnet. Die Förderungen der E-Autos laufen aus und die steigenden Strompreise machen die E-Autos unattraktiver.

Dennoch bleibt die Elektromobilität ein weiter wachsender Markt und bietet mit seinen Bereichen Potenzial für weitere Umsatzsteigerungen. Durch Produktdiversität und Neuentwicklungen ist HellermannTyton weiter bestrebt die Umsätze auch in 2023 zu steigern.

Nutzfahrzeuge

Auch der Nutzfahrzeugmarkt hat im letzten Jahr die Chip Krise zu spüren bekommen. Durch fehlende Halbleiter haben sich bei vielen Herstellern Produktionsrückstände gebildet. Diese sollen nun erst einmal abgebaut werden. Für 2023 ist dementsprechend geplant, die Produktion wieder hoch zu fahren, um der hohen Nachfrage im Güterverkehr gerecht zu werden. Auch in diesem Sektor werden die Nachfrage und Umsätze voraussichtlich wieder steigen.

E. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f Abs. 4 HGB

Für HellermannTyton ist Gleichberechtigung, Gleichbehandlung und Chancengleichheit selbstverständlich und gelebte Praxis im Sinne unserer Unternehmenskultur. Der Frauenanteil an der Belegschaft liegt mit rund 29% über dem Durchschnitt des verarbeitenden Gewerbes (25%). In der ersten und zweiten Führungsebene beträgt der Frauenanteil bei HellermannTyton 40% bzw. 23%. Damit ist die Zielgröße für den Frauenanteil auf der ersten Führungsebene (40%) bereits erreicht, den Zielwert für die zweite Führungsebene (25%) streben wir an, bis zum Jahr 2026 zu erreichen.

In der aus zwei Mitgliedern bestehenden Geschäftsführung beträgt der Frauenanteil 0%, im Aufsichtsrat (3 Mitglieder) 33%. Beide Gremien sind mit einer so geringen Personenanzahl besetzt, dass eine Festlegung einer Mindestquote für irgendein Geschlecht den Handlungsspielraum bei einer zukünftigen Nachbesetzung derart einschränken würde, dass negative Auswirkungen auf die Unternehmensführung und das Geschäft nicht ausgeschlossen werden könnten. Als ein in einem internationalen Konzernverbund agierendes Unternehmen ist zudem die Auswahl dieser Gremiumsmitglieder immer auch gewissen Abhängigkeiten unterzogen, so dass auch dadurch die Freiheitsgrade einer Nachbesetzung eingeschränkt sind. Ohne damit ein Präjudiz hinsichtlich zukünftiger Besetzung zu schaffen, wurden deshalb die geschlechterspezifischen Mindestquoten für diese Gremien auf 0% festgelegt.

 

Tornesch, 9. März 2023

HellermannTyton GmbH

Die Geschäftsführung

Axel Boywitz

Oliver Zimmermann

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

4 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.