DHB Abwicklungsgesellschaft mbH

Leipziger Straße 2, 14641 Wustermark, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Potsdam HRB 17950
Vorher
Der Havelbäcker GmbH
Eingetragen
27.2.2006
Branche
Großhandel mit Zucker, Süßwaren und BackwarenGroßhandel mit Mehl und GetreideproduktenGroßhandel mit Milch, Milcherzeugnissen, Eiern, Speiseölen und Nahrungsfetten
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von und der Groß- und Einzelhandel mit Back- und Konditoreiwaren und Lebensmitteln sowie der Betrieb von gastronomischen Einrichtungen.

Historie

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Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert26.56% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (3)

NameAnteil
14.69%
Rechtsanwaltsversorgungswerk Niedersachsen, Körperschaft des öffentlichen Rechts
9.79%
2.08%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
400.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Der Havelbäcker GmbH

Leipziger Straße 2
14641 Wustermark

Jahresabschluss zum 31.12.2007

Lagebericht 2007

 

  

I.                    Darstellung des Geschäfts und der Rahmenbedingungen

 

I.1. Gesellschaftsstruktur und Geschäftstätigkeit

 

Die Der Havelbäcker GmbH ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung, sie hat ihren Sitz in Wustermark. Das Stammkapital beträgt T€ 400, in die Kapitalrücklage sind T€ 200 eingelegt worden. Alleinige Gesellschafterin ist die Neubrandenburger Back- und Konditoreiwaren Besitzgesellschaft mbH, Neubrandenburg, mit der ein Organschaftsvertrag mit Ergebnisübernahme besteht. Alleiniger Geschäftsführer war im Berichtsjahr Herr Wolfgang Lampel.

 

Havelbäcker stellt ein Vollsortiment frischer Backwaren in seinem Betrieb in Wustermark her. Die frischen Backwaren werden einerseits über das eigene Filialnetz, ergänzt um Handelswaren und Kaffeespezialitäten, vertrieben. Unverpackte frische Backwaren werden andererseits auch an den SB-Lebensmittel-einzelhandel verkauft, der eigene Backshops in seinen Filialen betreibt. Darüber hinaus wird eine SB-Einzelhandelskette mit einem eingeschränkten Sortiment frischer verpackter Backwaren beliefert.

 

Mit einem eigenen Filialnetz von 48 Filialen im Großraum Berlin und im Brandenburger Umland gehört Havelbäcker zu den regional bedeutendsten Filialbäckereien.

 

Die eigenen Filialen und Kunden werden mit eigenen Fahrzeugen beliefert.

 

I.2. Unternehmensstrategie und -steuerung

 

I.2.1. Unternehmensstrategie

 

Das Filialgeschäft ist das Kerngeschäft von Havelbäcker. In diesem wichtigsten Geschäftszweig ist die geschäftliche Strategie des Unternehmens darauf ausgerichtet, im Marktgebiet, das das Land Berlin und das Brandenburger Umland von Berlin umfasst, seine Marktstellung durch Ausweitung des Filialnetzes an attraktiven Standorten zu stärken. Dabei wird großer Wert auf die Filialkonzeption und -ausstattung gelegt, die den jeweiligen Standortbedingungen angepasst werden. Um dem Trend zum Convenience-Verzehr zu nutzen, wird das Snack-Angebot ausgebaut und neue Filialstandorte bevorzugt, an denen Havelbäcker seine Bäckerbistro-Konzeption umsetzen kann.

 

Grundsätzlich werden in den Filialen verschiedene Brötchensorten frisch gebacken, in absatzstarken Filialen werden nicht nur Brötchen, sondern auch Brote frisch gebacken. Sind Filialen in Vorkassenzonen von SB-Filialisten gelegen, werden zur Abgrenzung von den SB-Angeboten und ggfs. Standardware aus Frischbackstationen vor allem Brot- und Brötchenspezialitäten, eine beschränkte

Auswahl von Kuchen und nur wenige Snackprodukte angeboten. In stark frequentierten Einzellagen und in Verbrauchermärkten, in denen die Filialen nicht nur über Steh-,  sondern auch über Sitzplätze verfügen,  wird ein umfangreiches Sortiment von Snackartikeln in Verbindung mit Kaffeespezialitäten offeriert und darüber hinaus ein erweitertes Sortiment von hochwertigen Brot-, Brötchen- und Kuchensorten.

 

Mit dem Kauf von Nahrungsmitteln aus biologischem Anbau bzw. biologischer Aufzucht wird vom Verbraucher mit einer Garantie für gesunde Ernährung gleichgesetzt. Um in diesem Markttrend präsent zu sein, ist die Entscheidung getroffen worden, in Wustermark eine Biobäckerei zu errichten. Mit dem Bau wurde im September 2007 begonnen.

 

Das Erreichen einer hohen Produktqualität und deren Beibehaltung ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für das Unternehmen, daher werden ständig Qualitätskontrollen durchgeführt und ggfs. zur Verbesserung der Qualität von Produkten Rezepturen geändert. Qualitativ hochwertige Erzeugnisse können nur aus qualitativ hochwertigen Rohstoffen hergestellt werden, daher werden Rohstoffe nur von leistungsfähigen Lieferanten bezogen und die Qualität der Rohstoffe ständig überprüft.

 

I.2.2. Unternehmenssteuerung

 

Zur Steuerung und Überwachung der Geschäftstätigkeit, zur Analyse und Dokumentation setzt die Geschäftsführung eine Reihe von Systemen und Verfahren ein, die durch ein konzernweites Kennzahlensystem der Maekelboerger-Gruppe ergänzt wird. Dieses umfasst die Bereiche Vertrieb, Produktion, Logistik, Personal und Finanzen.

 

Im Filialgeschäft wird jede Filiale als Profit-Center geführt. Mehrere Bezirks-verkaufsleiter(innen) führen jeweils einen Filialbezirk. Sie werden von einem Gastronomieberater unterstützt, der insbesondere für Snack-Präsentation und -Entwicklung verantwortlich ist. Kassenauswertungen und eine detaillierte Filialabrechnung liefern der Filialleitung Kontroll- und Steuerungsdaten.

 

Kundenbezogene Daten aus Produktion, Vertrieb und Logistik dienen der Steuerung und Kontrolle des Liefergeschäfts mit Großkunden aus dem SB-Einzelhandel.

 

Im Rahmen der finanziellen Steuerung dienen eine Reihe von Kennzahlen, insbesondere Umsatzerlöse, wesentliche Kostenarten und deren Anteile am Umsatz  im Rahmen der Analyse von Periodenergebnissen im Vergleich zu entsprechenden Planansätzen als Instrumente.

 

I.3. Forschung und Entwicklung

 

Sowohl Backwaren als auch Snacksortiment für Filialen und Großkunden werden im Laufe eines Jahres immer wieder überprüft. Die Entwicklung neuer Produkte ergänzt die Aufnahme von Saisonartikeln in das Sortiment. Vor dem Angebot eines neuen Produktes werden unterschiedliche Rohstoffe,  Rezepturen und Backabläufe erprobt und die Resultate verglichen. Wenn Sicht- und Geschmackstests zu guten Ergebnissen führen, wird das neue Produkt zunächst zu Kundentests in ausgewählten Filialen angeboten und bei guter Kundenakzeptanz dann in das Filialsortiment aufgenommen.

 

Schwerpunkt der Entwicklungstätigkeit war im 2. Halbjahr die Entwicklung von Bio-Backwaren, die in der neuen Biobäckerei beginnend im Juli 2008 hergestellt werden sollen.

 

I.4. Die Geschäftsentwicklung im Überblick

 

Das Bruttoinlandsprodukt wuchs im Jahr 2007 um 2,5 % nach 2,7 % im Vorjahr. Die Wachstumsdynamik schwächte sich jedoch im Jahresverlauf immer weiter ab. Wachstumsimpulse kamen wiederum vom Export, aber auch die Investitionen stiegen an. Wegen der Erhöhung der Mehrwertsteuer zu Jahresbeginn, dem Anstieg der Inflationsrate auf fast 3 % zum Jahresende hin und dem starken Preisschub bei Lebensmitteln und Energie wurde die Erhöhung der verfügbaren Einkommen vollständig aufgezehrt, so dass der private Konsum im Jahr 2007 sogar um 0,3 % zurückging.

 

Die konjunkturelle Entwicklung hatte kaum Einfluß auf den Backwarenmarkt. Die schon einige Jahre anhaltenden Strukturveränderungen setzten sich in 2007 unverändert fort. Im Lebensmitteleinzelhandel sind fast alle größeren Märkte mit Backstationen ausgestattet worden, die Umsatzeinbußen für die Filialen in Vorkassenzonen verursacht haben. Durch vielfache Neueröffnungen hat die Marktpräsenz von Discountern zugenommen. Große Bäckerei-Filialketten haben ihre Filialnetze weiter ausgebaut. Die Grenzlinien zwischen traditioneller Gastronomie und gastronomischen Angeboten in Bäckereifilialen (Bäckerbistros) verschieben sich immer weiter. Hiervon konnte Havelbäcker durch seine Ausstattungskonzeption und das attraktive Snacksortiment profitieren. Schließlich ist das TK-Backwarengeschäft zu lasten frischer Produkte weiter gewachsen.

 

Havelbäcker hat im Berichtsjahr seine Marktposition gefestigt: Das Filialgeschäft wurde durch Eröffnung einiger neuer Filialen ausgeweitet. Im Liefergeschäft stieg der Umsatz deutlich, insbesondere durch die ganzjährige Belieferung einer SB-Lebensmittelhandelskette mit frischen verpackten Backwaren.

 

Die Umsatzziele im Filialgeschäft wurden übertroffen. Allerdings trugen dazu auch Preiserhöhungen bei. Weil die Beschaffungspreise einer ganzen Reihe von Rohstoffen, wie  z.B. für Milchprodukte, Mehl und Früchte zum Teil stark angestiegen sind, mussten die höheren Kosten durch Preisanpassungen an die Verbraucher weitergegeben werden. Wegen des schnellen Preisanstiegs und der Konkurrenz-situation konnten allerdings die Rohstoffkostensteigerungen nicht in vollem Umfang weitergereicht werden, so dass die Ertragsentwicklung etwas belastet wurde.

 

Ausgeglichen hat die Gesellschaft diesen Margendruck insbesondere durch höhere Absatzmengen als Folge des Ausbaus des Filialnetzes und der ganzjährigen Belieferung einer SB-Lebensmitteleinzelhandelskette und durch Effizienzverbesserungen in der Produktion. Daher blieb die Ertragslage befriedigend.

 

II.                  Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

 

I. Ertragslage

 

Die wesentlichen Eckdaten zur Ertragslage sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

 

  in T€

 

2007

 

2006

 

2005

 

 

 

 

 

 

 

Umsatzerlöse

 

13.825

 

11.563

 

8.967

 

 

 

 

 

 

 

Rohergebnis

 

9.064

 

7.598

 

5.677

  in % der Umsatzerlöse

 

65,6

 

65,7

 

63,3

 

 

 

 

 

 

 

Personalkosten

 

4.799

 

4.068

 

3.178

  in % der Umsatzerlöse

 

34,7

 

35,2

 

35,4

 

 

 

 

 

 

 

Jahresergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern

 

589

 

609

 

131

 

 

 

 

 

 

 

Jahresüberschuß

 

426

 

452

 

27

 

 

Havelbäcker hat im Geschäftsjahr 2007 wiederum einen kräftigen Umsatzzuwachs erzielt: Er stieg um 19,6 % auf 13,8 Mio €. Sowohl im Filialgeschäft (+ 22,7 %) wie auch im Liefergeschäft (+ 24,3 %) wurden beachtliche Zuwächse erzielt.

 

Mit der Eröffnung von drei neuen Filialen wurde das Filialnetz weiter ausgebaut. Eine unwirtschaftliche Filiale wurde geschlossen. Zum Jahresende umfasste das Filialnetz 48 Filialen, davon waren 38 eigene Filialen, 10 Filialen wurden nach wie vor für die De Maekelboerger Neubrandenburger Back- und Konditoreiwaren GmbH & Co KG bewirtschaftet.

 

Die geplanten Umsätze im Filialgeschäft wurden übertroffen, im Wesentlichen aufgrund einer größeren Anzahl neuer Filialen als geplant. Aber auch auf bestehender Fläche (eigene Filialen, die sowohl 2006 und 2007 über das ganze Jahr betrieben worden sind) wurde ein Umsatzplus von 1,6 % erreicht. Insgesamt stieg der Filialumsatz um 16,3 % auf € 7,3 Mio. Dabei erhöhten sich die Umsätze mit Backwaren in gleichem Maße wie die Umsätze mit Snackprodukten. Der Anteil des Snackumsatzes am gesamten Filialumsatz lag bei 33,6 %.

 

Der Umsatz mit Einzelhandelskunden hat sich gegenüber dem Vorjahr beachtlich erhöht. Der Anstieg ist allerdings überwiegend darauf zurückzuführen, dass im Geschäftsjahr 2007 die Belieferung einer Einzelhandelskette über 12 Monate erfolgte, während sie im vorausgegangenen Jahr erst im Mai aufgenommen und erst im Oktober sämtliche Supermärkte dieser Kette im Vertragsgebiet beliefert worden sind. Daher wuchs der Umsatz mit dieser Kundengruppe um 23,2 % auf  € 6,2 Mio.

 

Aufgrund der beschränkten Gefrierkapazität blieb der TK-Backwarenumsatz, der ausschließlich mit der De Maekelboerger Neubrandenburger Back- und Konditorei-waren GmbH & Co getätigt wird, mit unverändert € 0,2 Mio. gering.

 

Der Gewinn erreichte nicht ganz das Niveau des Vorjahres. Eine Verbesserung der Effizienz, z.T. aufgrund höherer Kapazitätsauslastung, konnte die Ergebnisbelastung aus stark gestiegenen Rohstoff- und Energiekosten, die nur teilweise und mit zeitlichen Verzögerungen über Preissteigerungen weitergegeben werden konnten, nicht kompensieren. Das Jahresergebnis von T€ 426 war aber dennoch wiederum befriedigend.

 

 

II. Finanzlage

 

II.1. Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

 

Das Ziel von Havelbäcker ist ein langfristiges profitables Wachstum unter Nutzung insbesondere der Chancen zum Ausbau des Filialgeschäfts im Großraum Berlin.

 

Havelbäcker ist in das zentrale Finanzmanagement der Maekelboerger-Gruppe eingebunden, zu der hauptsächlich die De Maekelboerger Neubrandenburger Back- und Konditoreiwaren  GmbH & Co KG und die Neubrandenburger Back- und Konditoreiwaren Besitzgesellschaft mbH, gehören.

 

Grundsätzliche Zielsetzung des Finanzmanagements ist zunächst die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit. Der laufende Finanzmittelbedarf wird im allgemeinen durch Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit gedeckt. Zur Abdeckung von zeitlichen Ungleichgewichten einerseits und zur Finanzierung des Umsatzwachstums werden ausreichend hohe kurzfristige Kreditlinien mit Banken vereinbart. Wachstumsmöglichkeiten im Filialgeschäft sollen jederzeit genutzt werden können, deswegen ist eine ausreichend hohe Avalkreditlinie erforderlich, um Vermietern Mietgarantien abgeben zu können. Durch Erhöhung des Cash-Flows soll ein steigender Anteil des Finanzmittelbedarfs zur Wachstumsfinanzierung aus eigenen Mitteln bestritten werden. Die Aufnahme mittel- und langfristiger Kredite dient der Investitionsfinanzierung, daneben stehen teilweise auch öffentliche Zuschüsse zur Finanzierung zur Verfügung.

 

Finanzsicherungsinstrumente (Hedging-Instrumente) werden nur zur Sicherung gegen Zinssteigerungen bei langfristigen Krediten eingesetzt.

 

II.2. Finanzierung

 

Die Innenfinanzierungsmittel sind weiter angestiegen: Der Jahresgewinn zuzüglich der Netto-Zuführung zu Sonderposten und zuzüglich der Abschreibungen erreichten zusammen T€ 825 (Vorjahr: T€ 789). Die Eigenfinanzierung erhöhte sich weiter um eine Kapitalerhöhung um T€ 375.

 

Zur Finanzierung von Filialinvestitionen wurden hauptsächlich Ratenkredite mit Banken und Leasinggesellschaften mit 5-jähriger Laufzeit abgeschlossen. Des weiteren wurden langfristige Bankdarlehen zur teilweisen Finanzierung der Bio-Bäckerei, mit deren Bau im September begonnen wurde, aufgenommen. Das Land Brandenburg fördert das Vorhaben durch Gewährung eines Investitionszuschusses, daneben stehen auch noch Investitionszulagen als externe Finanzmittel zur Verfügung, die jedoch erst im folgenden Geschäftsjahr zu Mittelzuflüssen führen werden.

 

Durch die Geschäftsausweitung mit Einzelhandelsgroßkunden weitete sich insbesondere die Mittelbindung  im Kurzfristbereich aus. Der kurzfristige Finanzierungsbedarf wird durch eine ausreichend hohe Kontokorrentlinie der Hausbank gedeckt.

 

Der bestehende Avalkreditrahmen wurde durch die Anmietung weiterer Filialen höher in Anspruch genommen.

 

II.3. Investitionen

 

Havelbäcker hat im Berichtsjahr die Investitionen stark ausgeweitet. Die Anlagezugänge beliefen sich auf T€ 1.390 im Vergleich mit T€ 840 im Geschäftsjahr 2006.  Die Investitionstätigkeit hatte zwei Schwerpunkte: In den Ausbau des Filialgeschäfts wurden T€ 470 und in bauliche Investitionen sowie Anzahlungen für die maschinelle Ausstattung der Biobäckerei wurden T€ 880 investiert. Zur Verbesserung des Produktionsflusses und zur Effizienzsteigerung sind Maschinen  für T€ 31 angeschafft worden.

 

 

III. Vermögenslage

 

      III.1. Vermögensstrukturanalyse

 

Das Anlagevermögen erhöhte sich um T€ 1.042 auf € 3,7 Mio., weil die Investitionen weitaus höher waren als die Abschreibungen. Auch das Umlaufvermögen hat sich im Zuge der Geschäftsausweitung deutlich erhöht, weil  insbesondere die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die Forderungen an verbundene Unternehmen  höher waren als am vorangegangenen Bilanzstichtag. Das gesamte Umlaufver-mögen wird mit € 2,4 Mio. ausgewiesen nach € 1,9 Mio. zum Vorjahresende.

 

Das Eigenkapital erhöhte aufgrund der durchgeführten Kapitalerhöhung um T€ 375. Die Sonderposten mit Rücklageanteil haben sich weiter erhöht, weil die Einstellungen aus erhaltenen Investitionszulagen die ratierliche Auflösung um T€ 51 überstiegen. Am Bilanzstichtag verfügte Havelbäcker über ein Eigenkapital (ohne Sonderposten) von T€ 620 nach T€ 245 im Vorjahr.

 

Durch die Einbindung in den Organkreis der alleinigen Gesellschafterin wird der Jahresgewinn als Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Die Eigenkapitalsituation ist deswegen nur im Zusammenhang mit dem Organträger zu beurteilen.

 

Die erhöhte Vermögensbindung wurde finanziert durch die höhere Inanspruchnahme von Bankkrediten (+ T€ 159) und  Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (+ T€ 1.022), bei Abnahme der sonstigen Verbindlichkeiten (- T€ 127) und geringfügiger Abnahme der Lieferverbindlichkeiten (- T€ 19).

In den letzten drei Jahren hat sich die Vermögenslage von Havelbäcker wesentlich verbessert:

 

T€

 

2007

 

2006

 

2005

 

 

 

 

 

 

 

Anlagevermögen

3.749

 

2.707

 

2.144

(in % der Bilanzsumme)

60,8

 

58,2

 

60,3

 

 

 

 

 

 

 

Umlaufvermögen

2.395

 

1.933

1.345

(in % der Bilanzsumme)

38,8

 

41,5

 

37,8

 

 

 

 

 

 

 

Eigenkapital

 

620

 

245

 

245

(in % der Bilanzsumme)

10,0

 

5,3

 

6,9

 

 

 

 

 

 

 

Bankkredite

 

1.848

 

1.689

 

1.610

(in % der Bilanzsumme)

30

 

36,3

 

45,3

 

 

 

 

 

 

 

Lieferverbindlichkeiten

753

 

765

 

600

(in % der Bilanzsumme)

12,2

 

16,4

 

16,9

 

 

 

 

 

 

 

Verbindlichkeiten gg.

 

 

 

 

 

verb. Unternehmen

1.475

 

454

 

2

(in % der Bilanzsumme)

23,9

 

9,8

 

0

 

 

 

 

 

 

 

Sonst. Verbindlichkeiten

1.062

 

1.188

 

826

(in % der Bilanzsumme)

17,2

 

25,5

 

23,2

 

Wegen des starken Wachstums der Bilanzsumme, das im wesentlichen durch die Erhöhung des Anlagevermögens verursacht ist, blieb die Eigenmittelausstattung trotz der Kapitalerhöhung mit 10,0 % noch gering. Der Anteil Finanzmittel, die die Muttergesellschaft zur Verfügung stellte, hat bedeutend zugenommen.

 

      III.2. Personal

 

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Aufteilung der Belegschaft nach Funktionsbereichen zum Jahresende 2005, 2006 und 2007:

 

 

 

2007

 

2006

 

2005

 

 

 

 

 

 

 

Produktion

 

118

 

112

 

91

 

 

 

 

 

 

 

Vertrieb

 

154

 

142

 

123

 

 

 

 

 

 

 

Logistik

 

59

 

60

 

48

 

 

 

 

 

 

 

Verwaltung

 

2

 

1

 

1

 

 

 

 

 

 

 

Auszubildende

45

 

30

 

27

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gesamtbelegschaft

378

 

345

 

290

 

 

Durch Verbesserungen im Produktionsablauf und höhere Anlagenauslastung konnte der deutlich erhöhte Mengenabsatz mit einem relativ geringen Personalaufbau in der Produktion bewältigt werden. Insbesondere durch die Erweiterung des Filialnetzes hat sich die Personalstärke im Vertrieb um 12 Mitarbeiter/innen erhöht. Insbe-sondere im Vertriebsbereich werden viele Teilzeitkräfte eingesetzt. Bei Havelbäcker waren insgesamt zum Jahresende 2007 151 Teilzeitkräfte (2006: 146) beschäftigt. Über den eigenen Bedarf hinaus bildet Havelbäcker in den Ausbildungsberufen Bäcker, Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk und Bürokaufmann/-frau aus. Gegenüber dem Stand am Jahresende 2006 hat sich die Anzahl der Auszubildenden um 15 auf 45 erhöht.

 

      III.3. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

 

Wesentliche ergebnisverbessernde Faktoren waren die Verbesserung von Betriebsabläufen, eine höhere Auslastung der Produktionskapazitäten durch höhere Lieferungen an Großkunden und in den eigenen Filialbereich. Der schnelle und z.T. drastische Preisanstieg bei Rohstoffen und in geringerem Maße auch bei Energie wirkten sich belastend aus, denn aufgrund der Konkurrenzsituation im Filialgeschäft und verzögerter Preisanpassungsmöglichkeiten im Großkundengeschäft war die Wirkung von Preiserhöhungen nicht ausreichend, um die Kostensteigerungen auszugleichen. Trotz dieser Belastungen konnte wiederum ein befriedigendes Ergebnis erwirtschaftet werden.

 

 

IV. Risikobericht

 

Weil die Gesellschaft Grundnahrungsmittel produziert, hat die konjunkturelle Lage keinen erkennbaren Einfluß auf das Absatzvolumen von Backwaren, das seit einigen Jahren relativ stabil ist. Aber zwischen den Vertriebsschienen sind weitere Verschiebungen eingetreten. Discounter und Backstationen in großen Supermärkten verursachen einen beachtlichen Druck auf die Preise. Havelbäcker hat sich darauf durch Anpassung des Angebots hin zu Spezialitäten, verbesserter Frische der angebotenen Backwaren und Ausweitung des Convenience-Bereichs eingestellt. Nachteilige Wirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung werden von Havelbäcker aus dieser Entwicklung nicht mehr erwartet, weil die Filialkonzeption insbesondere auf das Angebot höherwertiger Produkte und die Ausweitung des Verkaufs von Snacks und Getränken ausgerichtet ist.

 

Die Lieferverträge mit SB-Einzelhandelskunden haben nur kurze Laufzeiten und können bei Vertragsbeendigung zu erhöhten Kosten im Personalbereich und Wegfall von Deckungsbeiträgen führen. Allerdings gibt es nur wenige leistungsfähige Lieferanten, die aber entweder nicht über freie Kapazitäten verfügen oder nicht willens sind, ihre Kapazitäten für die Havelbäcker-Kunden zu erweitern.

 

Aufgrund der verbesserten Finanz- und Vermögenslage von Havelbäcker stellt die Finanzierung von Investitionen und des zusätzlichen Betriebsmittelbedarfs, auch aufgrund des bestehenden Organschaftsvertrages mit der Neubrandenburger Back- und Konditoreiwaren Besitzgesellschaft mbH, kein besonderes Risiko dar.

 

Trotz sorgfältiger Standortanalyse können die Umsatzerwartungen an einem neuen Filialstandort falsch bewertet werden. Da Mietverträge nur langfristig abgeschlossen werden können, besteht dann vielfach aufgrund vertraglicher Regelungen weiterhin die Pflicht zum Weiterbetrieb der Filiale, obwohl dessen wirtschaftliche Ergebnisse das Unternehmen belasten. Wenn allerdings die erwarteten Umsätze realisiert oder sogar übertroffen werden, besteht aufgrund der Langfristigkeit der Mietverträge eine Absicherung einer positiven Ertragssituation, die sich aber durch Auftreten neuer Wettbewerber auch wieder verschlechtern kann.

 

Die maschinellen Anlagen des  im Jahre 2004 übernommenen Betriebs waren überdurchschnittlich alt. Durch sorgfältige Instandsetzung und selektive Ersatzinvestitionen wird das Produktionsausfallrisiko nicht mehr als sehr hoch eingeschätzt.

 

Möglichen Forderungsausfallrisiken ist durch Abschluß einer Kreditversicherung Rechnung getragen.

 

Mit dem beabsichtigten Eintritt in die Herstellung und den Vertrieb von Bio-Backwaren besteht für Havelbäcker zunächst ein Markteintrittsrisiko, das u.U. zu einer unzureichenden Auslastung der neuen Kapazitäten und damit zu Ergebnisbelastungen führen kann.

 

Derzeit schätzt die Geschäftsführung die Wahrscheinlichkeit des Eintritts existenzgefährdender Risiken als gering ein.

 

 

V. Nachtragsbericht

 

Nach Schluß des Geschäftsjahres sind keine Ereignisse eingetreten, die zu berichten wären.

 

 

VI. Prognosebericht

 

Der SB-Einzelhandel und Finanzinvestoren werden auch in den kommenden Jahren im Marktgebiet von Havelbäcker eine Reihe neuer Märkte in Betrieb nehmen bzw. bestehende Märkte modernisieren. Dadurch eröffnet sich für Havelbäcker die Möglichkeit, das Filialgeschäft durch weitere Neueröffnungen auszubauen. Daneben  wird auch nach neuen Filialstandorten in frequentierten Lagen gesucht. Aufgrund seiner attraktiven Filialkonzeption, dem hochwertigen Produktangebot und einem guten Preis-/Leistungsverhältnis ist Havelbäcker zuversichtlich weitere Mietverträge für Filialen abschließen zu können. Im laufenden Geschäftsjahr sind bereits zwei neue Filialen in Berlin mit sehr gutem Kundenzuspruch eröffnet worden.

 

Da die Großkunden mit Qualität, Zuverlässigkeit und Leistungspreisen zufrieden sind, wird damit gerechnet, dass die bestehenden Lieferverträge fortgesetzt werden.

 

Insbesondere in den beiden letzten Jahren ist der Absatz von Bio-Backwaren beachtlich gestiegen. Havelbäcker sieht mit der Aufnahme der Produktion von Bio-Backwaren eine hervorragende Ergänzung des bisherigen Angebots konventioneller Produkte. Mit  dem Bau einer Biobäckerei neben der Produktionsstätte in Wustermark ist im September 2007 begonnen worden. Die Produktion soll im Juli aufgenommen werden. Aufgrund der Einbindung in die Maekelboeger-Gruppe und der Belieferung von zwei SB-Einzelhandelsketten wird ein großes Absatzpotential gesehen, auch das Angebot gefrosteter Bio-Backwaren ist vorgesehen. Die Finanzierung der Investitionen ist durch Zusage von langfristigen Bankkrediten bereits weitgehend gesichert.

 

Ausgehend von dem ganzjährigen Betrieb der im Jahre 2007 neu eröffneten Filialen, und der wahrscheinlichen Eröffnung neuer Filialen im Jahr 2008, einer weiteren Optimierung in Produktion und Logistik, erwartet die Geschäftsführung eine Verbesserung der Ertragssituation aus derzeitigen Geschäft. In den ersten Monaten werden bei Bio-Backwaren im Jahre 2008 wahrscheinlich die Kosten nicht durch die erzielten Erlöse gedeckt werden. Die Geschäftsführung erwartet, dass diese Anlaufverluste durch Leistungssteigerungen in der Produktion und höheren Ergebnisbeiträgen aus dem wachsenden Filialgeschäft aufgefangen werden können, so dass die Ertragslage insgesamt stabil bleiben wird.

 

 

 

Wustermark, 14. März 2008

 

 

 

gez. Wolfgang Lampel

    Geschäftsführer

 

 

 

Bilanz

31.12.2007 31.12.2006
EURO EURO
A K T I V A
A. Anlagevermögen 3.748.963,71 2.707.023,68
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 500,00 0,00
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte 500,00 0,00
u. ähnl. Rechte u. Werte sowie Lizenzen
an solchen Rechten und Werten
II. Sachanlagen 3.748.463,71 2.707.023,68
1. Grundstücke und Bauten 896.498,17 905.802,17
2. Technische Anlagen und Maschinen 402.826,00 467.285,00
3. Kraftfahrzeuge
3. Andere Anlagen, Betriebs- u. 1.568.731,51 1.333.936,51
Geschäftsausstattung
5. Geleistete Anzahlungen und 880.408,03 0,00
Anlagen im Bau
B. Umlaufvermögen 2.395.329,44 1.933.055,16
I. Vorräte 213.381,24 182.644,24
1. Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe 171.541,25 158.184,60
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 41.839,99 24.459,64
II. Forderungen und sonstige 2.103.631,84 1.407.652,27
Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen 973.016,11 822.677,35
und Leistungen
2. Forderungen gegen verbundene 864.310,01 480.820,38
Unternehmen
3. Sonstige Vermögensgegenstände 266.305,72 104.154,54
III. Wertpapiere 0,00 250.029,45
IV. Kassenbestand, Guthaben bei 78.316,36 92.729,20
Kreditinstituten und Schecks
C. Rechnungsabgrenzungsposten 22.813,04 13.716,96
6.167.106,19 4.653.795,80
31.12.2007 31.12.2006
P A S S I V A EURO EURO
A. Eigenkapital 619.976,86 244.976,86
I. Gezeichnetes Kapital 400.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 200.000,00 200.000,00
III. Gewinnvortrag 19.976,86 19.976,86
IV. Jahresüberschuss 0,00 0,00
B. Sonderposten mit Rücklageanteil 128.606,06 77.108,35
C. Rückstellungen 279.774,93 235.268,85
1. Steuerrückstellungen 610,27 7.120,19
2. Sonstige Rückstellungen 279.164,66 228.148,66
D. Verbindlichkeiten 5.138.748,34 4.096.441,74
1. Verbindlichkeiten gegenüber 1.848.437,55 1.689.244,47
Kreditinstituten
2. Verbindlichkeiten aus 753.034,09 765.165,55
Lieferungen und Leistungen
3. Verbindlichkeiten gegenüber 1.475.739,69 453.535,38
verbundenen Unternehmen
 
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.061.537,01 1.188.496,34
6.167.106,19 4.653.795,80

Gewinn- und Verlustrechnung

2007 2006
EURO EURO
1.  Rohergebnis 9.064.283,15 7.598.111,30
2. Personalaufwand 4.798.507,80- 4.067.955,49-
a) Löhne und Gehälter 3.956.785,45- 3.367.660,57-
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für 841.722,35- 700.294,92-
Altersversorgung und Unterstützung
3. Abschreibungen 347.204,39- 270.493,41-
auf immaterielle Vermögensgegenstände 
des Anlagevermögens und Sachanlagen
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.319.669,80- 2.640.486,04-
5. Betriebsergebnis 598.901,16 619.176,36
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 34.471,60 0,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 196.849,35- 157.466,55-
8. Finanzergebnis 162.377,75- 157.466,55-
9. Ergebnis der gewöhnlichen 436.523,41 461.709,81
Geschäftstätigkeit
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.155,16- 0,00
11. sonstige Steuern 9.410,19- 9.974,07-
12. Aufgrund von Gewinnabführungsverträgen 425.958,06- 451.735,74-
abgeführte Gewinne
13. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang 2007

 

 

Allgemeine Angaben

 

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt, für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung ist das Gesamtkostenverfahren angewendet worden.

 

Die Gliederung von Bilanz folgt den Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

 

Von den Erleichterungsmöglichkeiten der §§ 276 und 288 HGB wurde Gebrauch gemacht.

 

Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses haben wir Vermerke, die wahlweise auch in der Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung vorgenommen werden können, im Anhang dargestellt.

 

 

Bilanzierung und Bewertung

 

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

 

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden unter Berücksichtigung der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer von 3 - 33 Jahren linear berechnet. Die gesondert erfassten geringwertigen Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.

 

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die direkten dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Die Grundsätze der verlustfreien Bewertung werden beachtet.

 

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

 

Rechnungsabgrenzungsposten werden für Auszahlungen, die Aufwand in Folgeperioden darstellen, gebildet. Die Amortisation erfolgt über die Laufzeiten der zugrunde liegenden Verträge.

 

Vereinnahmte Investitionszulagen nach dem InvZulG werden in einen Sonderposten mit Rücklageanteil eingestellt und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der geförderten Anlagegegenstände aufgelöst.

 

Bei der Bemessung der Rückstellungen werden alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen berücksichtigt.

 

Verbindlichkeiten werden mit ihren Rückzahlungsbeträgen angesetzt.

 

 

Erläuterungen zur Bilanz

 

Die nach § 268 Abs. 2 HGB erforderliche Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt, der als Anlage zum Anhang beigefügt ist.

 

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

 

Das Stammkapital der Gesellschaft wurde von T€ 25 auf T€ 400 erhöht. Es ist voll eingezahlt. Sämtliche Geschäftsanteile werden von der Neubrandenburger Back- und Konditoreiwaren Besitzgesellschaft mbH, Neubrandenburg, gehalten.

 

Die Kapitalrücklage beträgt unverändert T€ 200.

 

In den Sonderposten mit Rücklageanteil wurden im Berichtsjahr vereinnahmte Investitionszulagen für Anlagezugänge des Jahres 2006 eingestellt. Der bestehende Sonderposten aus dem Vorjahr ist anteilig entsprechend der zugrunde liegenden Nutzungsdauer der bezuschussten Wirtschaftsgüter aufgelöst worden. Danach hat sich der Sonderposten um T€ 52 auf T€ 129 erhöht. Einstellungen machten T€ 67 und Auflösungen T€ 15 aus.

 

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus dem Personalbereich in Höhe von T€ 167, Rückstellungen für ausstehende Rechnungen von T€ 93 sowie für Rechts- und Beratungskosten von T€ 19.

Zu den Verbindlichkeiten und ihrer Fristigkeit, ausgedrückt in Restlaufzeiten (RLZ), im Einzelnen:

 

 

                                                                       31.12.2007    RLZ                RLZ

                                                                                              bis 1 Jahr       über 5 Jahre

 

                                                                              T €             T€                T€

 

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten              1.848              652                   59

(Vorjahr)                                                               (1.689)         (584)            (179)

 

Verbindlichkeiten aus Lieferungen

und Leistungen                                                      753              753             

(Vorjahr)                                                              (765)           (765)                 

 

Verbindlichkeiten gegenüber

der Gesellschafterin                                              1.476          1.476

(Vorjahr)                                                              (454)           (454)

 

Sonstige Verbindlichkeiten                                    1.062              506

(Vorjahr)                                                           (1.188)          (566)

 

 

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von T€ 1.576 durch Grundpfandrechte an dem Betriebsgrundstück sowie durch Sicherungsübereignungen von T€ 477 besichert. Sonstige Verbindlichkeiten für Ratenkaufdarlehen von T€ 756 sind durch Sicherungsübereignung der finanzierten Vermögensgegenstände besichert.

 

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin von T€ 1.476.

 

Sonstige Verbindlichkeiten enthalten solche

 

aus Steuern                                                  in Höhe von   T€       24 (Vorjahr: T€   23)

im Rahmen der sozialen Sicherheit                in Höhe von  T€           6 (Vorjahr: T€ 130).

 

 

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

 

Der Jahresüberschuß von T€ 426 ist aufgrund des seit dem 1. Dezember 2006 bestehenden Gewinnabführungsvertrages an die alleinige Gesellschafterin abgeführt worden.

 

Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten Zinsen an verbundene Unternehmen mit T€ 24.

Derivative Finanzinstrumente

 

Zur Absicherung gegen zukünftig erwartete Zinssteigerungen eines Darlehens ist ein Zins-Swap-Geschäft mit einem Nominalwert von T€ 893 abgeschlossen worden. Der Marktwert dieses Zins-Swap-Geschäfts beträgt am Bilanzstichtag T€ 10

 

Im Zusammenhang mit der Aufnahme eines langfristigen Darlehens, das zum Teil valutiert ist, wurde ein weiteres Zins-Swap-Geschäft unter Einschluss eines Fremdwährungskorridors im Nominalwert von T€ 2.000 vereinbart, das zum Bilanzstichtag einen Marktwert von T€ 53 hat.

 

Die Bewertung der Devisentermingeschäfte erfolgte auf Basis des Stichtagskurses. Der Marktwert gibt den wirtschaftlichen Wert der jeweiligen Position wieder und stellt keine tatsächliche Preisquotierung zur Auflösung der jeweiligen Position dar.

 

 

Sonstige Angaben

 

Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB bestehen ausschließlich gegenüber verbundenen Unternehmen aus der Mithaftung für Darlehen in Höhe von T€ 687.

 

Sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. § 285 Abs. 3 HGB bestanden am Bilanzstichtag insgesamt in Höhe von € 8,3 Mio., und zwar in Höhe von € 7,5 Mio. aus langfristigen Mietverträgen und in Höhe von T€ 769 aus Leasingverträgen.

 

Im Jahresdurchschnitt wurden 323 (Vorjahr: 279) Arbeitnehmer beschäftigt. Davon waren 172 (Vorjahr: 147) Vollzeit- und 151 (Vorjahr: 133) Teilzeitbeschäftigte. Des Weiteren bestanden im Jahresdurchschnitt mit 40 (Vorjahr: 30) Jugendlichen Ausbildungsverhältnisse.

 

Als Geschäftsführer ist bestellt

 

                                   Herr Wolfgang Lampel, Kaufmann, Blankenhof.

 

 

Unter Bezugnahme auf § 286 Nr. 4 HGB werden die Geschäftsführerbezüge nicht angegeben.

 

Wustermark, 14. März 2008

 

……………………………….

  Wolfgang Lampel

   Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Berichtsjahr 2007

         Anschaffungs- oder Herstellungskosten  
Stand am + Zugang Stand am
01.01.2007 - Abgang 31.12.2007
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte 
    und ähnliche Rechte und Werte sowie 0,00 + 588,70 588,70
    Lizenzen an solchen Rechten und Werten        
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 
929.061,24 + 0,00 929.061,24
2. Technische Anlagen und Maschinen 639.234,41 + 31.300,03 670.534,44
3. Andere Anlagen, Betriebs- + 477.204,66
   und  Geschäftsausstattung 1.632.029,75 - 357,00 2.108.877,41
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 + 880.408,03 880.408,03
+ 1.388.912,72
3.200.325,40 - 357,00 4.588.881,12
       
+ 1.389.501,42
3.200.325,40 - 357,00 4.589.469,82
        Kumulierte Abschreibungen auf Sachanlagen             Nettobuchwert
Stand am Abschrei- Abgang Stand am Stand am   Stand am
01.01.2007 bungen Berichtigung 31.12.2007 31.12.2007 01.01.2007
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte 
    und ähnliche Rechte und Werte sowie 0,00 88,70 0,00 88,70 500,00 0,00
    Lizenzen an solchen Rechten und Werten            
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich
   der Bauten auf fremden Grundstücken 23.259,07 9.304,00 0,00 32.563,07 896.498,17 905.802,17
2. Technische Anlagen und Maschinen 171.949,41 95.759,03 0,00 267.708,44 402.826,00 467.285,00
3. Andere Anlagen, Betriebs-
   und  Geschäftsausstattung 298.093,24 242.052,66 0,00 540.145,90 1.568.731,51 1.333.936,51
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 880.408,03 0,00
           
493.301,72 347.115,69 0,00 840.417,41 3.748.463,71 2.707.023,68
           
493.301,72 347.204,39 0,00 840.506,11 3.748.963,71 2.707.023,68

Bestätigungsvermerk

Wir haben dem Jahresabschluss und dem Lagebericht der Der Havelbäcker GmbH, Wustermark, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2007

den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

 

"An die Der Havelbäcker GmbH, Wustermark:

 

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Der Havelbäcker GmbH, Wustermark, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2007 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Vorschriften des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

 

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung  bildet.

 

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

 

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

 

Hamburg, 28. März 2008

Osterloh & Nottbohm GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Nottbohm

Wirtschaftsprüfer

 

Kasimir

Wirtschaftsprüfer

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