European Cargo Logistics GmbH (ECL)

Zum Hafenplatz 1, 23570 Lübeck, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Lübeck HRB 4674 HL
Eingetragen
10.11.2005
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenBeteiligungsgesellschaftenVermittlungstätigkeiten für die Güterbeförderung
Gegenstand
Die Import- und Exportabwicklung, die Distribution und Lagerung von Waren aller Art sowie die Durchführung aller unmittelbar oder mittelbar damit verbundenen logistischen Dienstleistungen. Dadurch können sowohl bestehende als auch zusätzliche Ladungspotentiale auf den Hafenstandort Lübeck geroutet werden. Die Gesellschaft kann gleiche oder artverwandte Unternehmen gründen, sich an anderen Unternehmen beteiligen, Unternehmen erwerben und Zweigniederlassungen im In- und Ausland gründen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jörg Ullrich
seit 10.8.2009
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

European Cargo Logistics GmbH (ECL)

Lübeck

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die European Cargo Logistics GmbH (ECL), Lübeck

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der European Cargo Logistics GmbH (ECL), Lübeck, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der European Cargo Logistics GmbH (ECL), Lübeck, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 29. Mai 2024

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Hartmut Schmidt, Wirtschaftsprüfer

Anne-Kathrin Ottinger, Wirtschaftsprüferin

Bilanz zum 31.12.2023

AKTIVA

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17.566,00 35.410,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 20.226,00 36.405,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 1,00
2. Beteiligungen 16.000,00 0,00
3. Rückdeckungsversicherung 1.424.101,00 1.404.371,00
1.440.102,00 1.404.372,00
1.477.894,00 1.476.187,00
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.867.180,67 4.065.450,06
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.782.135,54 1.455.311,89
3. Sonstige Vermögensgegenstände 8.730,19 5.331,04
5.658.046,40 5.526.092,99
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 487.951,37 403.784,65
6.145.997,77 5.929.877,64
C. Rechnungsabgrenzungsposten 12.433,05 14.239,24
7.636.324,82 7.420.303,88

PASSIVA

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 1.357.987,91 1.357.987,91
1.382.987,91 1.382.987,91
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.230.119,00 2.183.654,00
2. Sonstige Rückstellungen 717.180,00 525.853,21
2.947.299,00 2.709.507,21
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.354.700,15 2.228.738,84
2. Verbindlichkeiten gegenüber Verbundenen Unternehmen 792.146,06 1.070.167,53
3. Sonstige Verbindlichkeiten 159.191,70 28.902,39
3.306.037,91 3.327.808,76
7.636.324,82 7.420.303,88

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 30.791.161,13 34.219.961,34
2. Sonstige betriebliche Erträge 241.431,41 197.153,60
31.032.592,54 34.417.114,94
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 27.545.429,42 30.983.079,71
4. Personalaufwand
a) Gehälter 2.881.208,62 2.606.296,54
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung
davon für Altersversorgung EUR 119.191,11 (Vj. EUR 335.659,00) 578.562,47 852.780,07
3.459.771,09 3.459.076,61
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 36.224,62 46.130,39
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.109.114,23 1.085.992,02
-1.117.946,82 -1.157.163,79
7. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00 263.315,16
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 25.577,66 31.847,00
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 10.771,55
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 80.747,74 45.272,52
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen EUR 38.254,00 (Vj. EUR 35.305,00)
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 39.293,75 (Vj. EUR 6.693,75)
-55.170,08 239.118,09
11. Ergebnis nach Steuern -1.173.116,90 -918.045,70
12. Sonstige Steuern 2.590,16 1.883,65
13. Erträge aus Verlustübernahme 1.175.707,06 919.929,35
14. Jahresergebnis 0,00 0,00

Anhang zum 31. Dezember 2023

Vorbemerkungen

Der Abschluss der European Cargo Logistics GmbH (ECL) für das Geschäftsjahr 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Dabei wurden gemäß gesellschaftsvertraglichen Vorgaben die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften beachtet.

Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden, soweit erforderlich, die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt worden.

Bei den Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, und gegenüber Gesellschaftern sind keine Aufrechnungen zwischen den Gesellschaftern vorgenommen worden.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke teilweise an dieser Stelle gemacht.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma European Cargo Logistics GmbH mit Sitz in Lübeck im Handelsregister des Amtsgerichts Lübeck unter der Nummer HRB 4674 HL eingetragen.

1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten aktiviert und werden planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Sachanlagen

Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten abzüglich zeitanteiliger Abschreibungen bewertet. Die Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Die Abschreibungssätze richten sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Geringwertige Anlagegüter unter € 250,00 werden im Erwerbsjahr voll abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter im Wert von mehr als € 250,00 bis € 1.000,00 werden auf GWG-Sammelnummern erfasst und linear über 5 Jahre abgeschrieben.

Finanzanlagen

Für die Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen von (teilweise) rückgedeckten Deckungszusagen wurde eine kongruente Bewertung vorgenommen.

Innerhalb der Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Diese wurden zum Nennwert ausgewiesen. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Flüssige Mittel

Flüssige Mittel werden zu ihrem Nominalwert gezeigt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Diese sind zum Nennwert angesetzt worden.

Eigenkapital

Das Gezeichnete Kapital ist zum Nennwert eingetragen und beträgt € 25.000,00.

Rückstellungen für Pensionen

Die Pensionsrückstellungen wurden unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze nach dem Teilwertverfahren ermittelt. Für die Berechnung wurden die Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Für die handelsrechtliche Bewertung wurde ein Abzinsungssatz von 1,83 % (Vorjahr: 1,78 %) für eine pauschal angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren angewandt. Die Anwartschaftstrends wurden abhängig von den Zusagen mit Werten zwischen 0,5 % (Vorjahr: 0,5 %) und 2,0 % (Vorjahr: 2,0 %) berücksichtigt. Rentenanpassungen wurden mit 2,2 % (Vorjahr: 2,0 %) einbezogen. Eine Fluktuationswahrscheinlichkeit wurde nicht berücksichtigt.

Übrige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Einbeziehung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen ausgewiesen, berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und tragen allen erkennbaren Risiken angemessen Rechnung. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Von der Abzinsung der Rückstellung für Aufbewahrungskosten wird aus Wesentlichkeitsgründen abgesehen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern

Latente Steuern aus abweichender Bilanzierung bzw. Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden zwischen der Handels- und der Steuerbilanz werden aufgrund der steuerlichen Organschaft auf Ebene des Organträgers ermittelt.

2. Erläuterungen zur Bilanz

a) Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt.

An der 2015 gegründeten Tochtergesellschaft OOO ECL Rus, Sankt-Petersburg, Russland, ist die ECL zu 99% beteiligt. Die Gesellschaft hat zum 31.12.2023 ein Eigenkapital T€ 12 und weist einen Jahresüberschuss von T€3 aus. Die Gesellschaft wurde aufgrund des Ukraine-Krieges juristisch ruhend gestellt. Aufgrund der voraussichtlich dauernden Wertminderungen wurden die Anteile an OOO ECLRus im Vorjahr außerplanmäßig um T€ 11 abgeschrieben.

b) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegen Gesellschafter von T€ 1.782 (Vorjahr: T€ 1.455). Die Forderungen betreffen mit T€ 1.176 (Vorjahr: T€ 920) Forderungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag sowie mit T€ 606 (Vorjahr: T€ 535) solche aus laufenden Verrechnungen.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben unverändert vom Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

c) Eigenkapital

Das Eigenkapital beträgt unverändert € 1.382.987,91. Im Berichtsjahr ist der Verlustausgleich des Vorjahresergebnisses von der Gesellschafterin Lübecker Hafen-Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Lübeck (LHG) in Höhe von T€ 920 zugeflossen.

d) Rückstellungen für Pensionen

Der sich bei der Ermittlung der Pensionsrückstellung ergebende Unterschiedsbetrag gemäß §253 Abs. 6 HGB beträgt T€ 25 und unterliegt der Ausschüttungssperre.

e) sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken angemessen Rechnung. Sie betreffen überwiegend Kosten für noch ausstehende Rechnungen in Höhe von T€ 373 und personalbezogene Rückstellungen in Höhe von T€ 297.

f) Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und die Besicherung von Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2023

2023
Restlaufzeit Gesamt
bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr davon über 5 Jahre
T€ T€ T€ T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.355 0 0 2.355
0 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Verbundenen Unternehmen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 792 0 0 792
Sonstige Verbindlichkeiten 159 0 0 159
- davon aus Steuern 65 T€
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 T€
3.306 0 0 3.306
2022
Art und Form der Sicherheit Restlaufzeit Gesamt
bis 1 Jahr über 1 Jahr
T€ T€ T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.) + 2.) 2.229 0 2.229
0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Verbundenen Unternehmen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.070 0 1.070
Sonstige Verbindlichkeiten 29 0 29
- davon aus Steuern 65 T€
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 T€
3.328 0 3.328

1.) Bürgschaft DVB Bank SE: T€ 250 (Vorjahr 250 T€).
2.) Bürgschaft HZA Frankfurt; T€ 150. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen wird als gering eingestuft.

g) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sowie verbundenen Unternehmen

Es bestehen gegenüber der Gesellschafterin zum Stichtag Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 600 für die Gewährung eines Darlehens (Vorjahr: T€ 850) sowie T€ 192 (Vorjahr: T€ 220) aus laufenden Verrechnungen.

3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

a) Umsatzerlöse

Die im Inland erzielten Umsatzerlöse gliedern sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt:

2023 2022 2021
T€ T€ T€
Speditionserlöse 30.128 33.452 33.733
Lagergeld 396 504 429
Schadensabwicklung 78 70 66.
Andere Umsatzerlöse 189 194 143
30.791 34.220 34.371

b) sonstige betriebliche Erträge

Der Posten beinhaltet periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 135.

4. Sonstige Angaben

a) sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen insgesamt in Höhe von T€ 219. Davon bestehen Mietverpflichtungen auf Basis heutiger Verträge, die in das Jahr 2024 reichen, in Höhe von rd. T€ 196, davon gegenüber verbundenen Unternehmen insgesamt T€ 171. Weitere Verpflichtungen, die bis in das Jahr 2026 reichen, bestehen in Höhe von T€ 23.

b) Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt waren 58 Angestellte beschäftigt, davon 42 in Vollzeit und 7 Auszubildende.

c) Geschäftsführung

Geschäftsführer war im Berichtszeitraum:

 

Herr Jörg Ullrich, Kaufmann, Tremsbüttel.

Die Geschäftsführung hat im Geschäftsjahr 2023 keine Bezüge von der Gesellschaft erhalten.

e) Mutterunternehmen

Alleinige Gesellschafterin der ECL GmbH ist die Lübecker Hafen-Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Lübeck, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, in den der Jahresabschluss der ECL GmbH einbezogen ist. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister veröffentlicht.

f) Ergebnisverwendung

Seit 2009 besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Lübecker Hafen-Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von T€ -1.176 wird dementsprechend vom Organträger ausgeglichen.

g) Corporate Governance

Die ECL GmbH hat im Zeitraum vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 die Regelungen des Lübecker Corporate Governance Kodex eingehalten, die von den jeweiligen Geschäftsführungen und Aufsichtsräten zu verantworten sind.

Die Entsprechenserklärung der ECL GmbH zum LCGK ist auf der Internetseite der ECL GmbH unter der Rubrik Impressum offen zugänglich.

h) Sonstiges

Das Gesamthonorar der Abschlussprüfung in Höhe von T€ 9,0 entfällt vollständig auf die Abschlussprüfung.

i) Nachtragsbericht

Ereignisse nach dem Stichtag, die einen wesentlichen Einfluss auf den Jahresabschluss zum 31.12.2023 haben könnten, haben sich nicht ergeben.

 

Lübeck, den 28. März 2024

European Cargo Logistics GmbH (ECL)

Jörg Ullrich, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchung en 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 367.612,35 0,00 0,00 0,00 367.612,35
2. Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 449.132,28 2.201,62 193.853,61 257.480,29
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 10.772,55 0,00 0,00 10.772,55
2. Beteiligungen 0,00 16.000,00 16.000,00
3. Sonstige Ausleihungen 1.404.371,00 19.730,00 0,00 1.424.101,00
2.231.888,18 37.931,62 193.853,61 2.075.966,19
Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 332.202,35 17.844,00 350.046,35
2. Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 412.727,28 18.380,62 193.853,61 237.254,29
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 10.771,55 0,00 0,00 10.771,55
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
755.701,18 36.224,62 193.853,61 598.072,19
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17.566,00 35.410,00
2. Anzahlungen 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 20.226,00 36.405,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 1,00
2. Beteiligungen 16.000,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 1.424.101,00 1.404.371,00
1.477.894,00 1.476.187,00

LAGEBERICHT ZUM JAHRESABSCHLUSS 2023

I. GRUNDLAGEN des UNTERNEHMENS

Die Gesellschaft European Cargo Logistics GmbH wurde im Jahr 999 von der Fa. UPM Kymmene Corp. Gegründet. Im Jahr 1999 erwarb die Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH (LHG) 49% der Anteile und im Geschäftsjahr 2001 weitere 51%. Die Gesellschaft ist heute über einen Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrag in die LHG organisatorische und finanziell integriert.

Die Gesellschaft betreibt die Import- und Exportabwicklung sowie Distribution und Lagerung von Waren aller Art, insbesondere Papier, in gemieteten Räumlichkeiten in Lübeck. Es werden kein eigener Fuhrpark oder eigene Lagerhallen eingesetzt. Außerdem betreibt die Gesellschaft eigene intermodale Züge, wobei die Kapazität von (Teil-)Zügen eingekauft und an andere Marktteilnehmer weitervermarktet wird.

II. WIRTSCHAFTSBERICHT

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland wird insbesondere geprägt von den Folgen des Krieges in der Ukraine, den Kostensteigerungen aufgrund allgemeiner inflatorischer Tendenzen sowie den teilweise vorhandenen Liefer- bzw. Dienstleistungsengpässen.

Das konjunkturelle Umfeld und die sonstigen Rahmenbedingungen haben sich somit für die ECL im Jahr 2023 tendenziell negativ entwickelt.

Im Zuge des Konsolidierungsprozesses beim Kunden UPM wurde im Mai 2023 die Entscheidung getroffen, den Dienstleistungsvertrag mit ECL nicht über den 31.12.2023 hinaus zu verlängern. Daher wurde die Niederlassung in Rostock zum 31.01.2024 geschlossen. In der Konsequenz stellt die Gesellschaft einen Interessenausgleich und Sozialplan zur Schließung des Standortes Rostock (9 Betroffene) und des Abbaus von 5 Arbeitsplätzen in Lübeck auf und setzte diesen im Geschäftsjahr 2023 um. Die entsprechenden Restrukturierungskosten für Abfindungen der neuen Mitarbeitenden in Rostock sind im Jahresergebnis enthalten.

Das Geschäft der ECL teilt sich nunmehr in die Bereiche Allgemeine Spedition und Kombinierter Verkehr auf.

Bedingt durch die Einstellung des Russlandverkehrs Mitte 2022 sowie einen schwachen Markt verzeichnete der Bereich Allgemeine Spedition im Vorjahresvergleich einen Mengenrückgang von rd. 28%.

Im Bereich Kombinierter Verkehr wurde der Italien-Verkehr auf 8 x pro Woche und Richtung nach Verona sowie 4 x pro Woche und Richtung nach Mailand/Segrate erweitert. Der Duisburg-Verkehr lief mit 10 bis 11x pro Woche und Richtung kontinuierlich durch. Im Ludwigshafen-Verkehr wurde eine Kooperation mit Kombiverkehr gestartet, es werden direkt 6 Abfahrten pro Woche und Richtung angeboten. Neue Verkehre wurden in 2023 nicht gestartet.

III. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

Die Umsatzerlöse verminderten sich im Geschäftsjahr von T€ 34.220 auf T€ 30.791. Das entspricht einem Rückgang von 10,0%. Der Materialaufwand verminderte sich um T€ 3.438 (11,1%). Die Materialaufwandsquote lag bei 89,4% (Vorjahr 90,0%). Der Personalaufwand erhöhte sich auf T€ 3.460 (+ T€ 1; +0,02%). Die Personalaufwandsquote stieg von 10,1% auf 11,2%.

Die Bilanzsumme erhöhte sich von T€ 7.420 in 2022 auf T€ 7.636 in 2023. Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagespiegel. Die Eigenkapitalquote ist bei konstanter Eigenkapitalausstattung infolge der höheren Bilanzsumme auf 18,1% (Vorjahr 18,6%) gesunken. Es bestehen zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von T€ 792 (Vorjahr T€ 1.070), davon für die Gewährung eines Darlehens T€ 600 (Vorjahr T€ 850) sowie Verbindlichkeiten aus laufenden Verrechnungen in Höhe von T€ 192 (Vorjahr T€ 220). Es wurden Sachinvestitionen von T€ 2 (Vorjahr T€ 5) sowie eine Finanzinvestition von TE 16 getätigt.

Das Geschäftsjahr endete mit einem Jahresfehlbetrag von T€ 1.176 (Vorjahr Jahresfehlbetrag T€ 920). In diesem Ergebnis sind einmalige Restrukturierungskosten in Höhe von 508 T€ für die Schließung des Standorts Rostock enthalten.

Der Finanzmittelfonds erhöhte sich von T€ 404 auf T€ 488. Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug T€ 552. Die Mittelabflüsse für Investitionen betrugen T€ 34. Darüber hinaus erfolgte ein Mittelzufluss aus dem Verlustausgleich aus dem Vorjahr in Höhe von T€ 920 sowie ein Mittelabfluss zur Darlehenstilgung in Höhe von T€ 250 an die Lübecker Hafen- Gesellschaft mbH.

Die Zahlungsfähigkeit der ECL im Geschäftsjahr war jederzeit gegeben, da die Verluste der Gesellschaft über den Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrag durch die LHG ausgeglichen und unterjährige Finanzmittelbedarfe über eine interne Kreditrahmenvereinbarung gedeckt werden. Die Finanzierung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr erfolgte aus eigenen Mitteln.

IV. CHANCEN-, RISIKO- und PROGNOSEBERICHT

Die Papierindustrie war in 2023 überdurchschnittlich von der schwachen Konjunktur geprägt. Während der Bereich graphische Papiere weiter zurück ging, wurde im Bereich Verpackung weiter Produktionskapazitäten aufgebaut. Mittelfristig rechnet die Branche mit einem Wachstum von 3-5% p.a. Der Wegfall der Holzimporte aus Russland hat eine positive Nachfragewirkung auf die nordische und baltische Holzindustrie. In 2023 dominierte allerdings auch in diesem Bereich die schwache Nachfrage.

Der Großteil des Geschäftes wird über den Hafen Lübeck abgewickelt, sodass weiter eine Abhängigkeit von der Leistungsfähigkeit des Hafens besteht.

Der Bereich allgemeine Spedition ist flexibel, weil keine eigenen Assets eingesetzt werden, sondern ein reines Frachtenmaklermodell betrieben wird. Somit kann zügig auf Marktveränderungen reagiert werden.

Im Bereich Kombinierte Verkehre übernimmt ECL das Auslastungsrisiko für Züge bzw. Teilzüge. Es wird durch die feste Weitervermarktung von mehr als 75% der Kapazität an mehrere Kunden deutlich verringert. Durch die enge Zusammenarbeit mit Partnern entlang der Transportkette wird die Kundenbreite ständig erweitert, was zur höheren Kapazitätsauslastung und damit zur Reduzierung des Risikos beiträgt.

Durch die abgeschlossene Warenkreditversicherung ist das Risiko von Forderungsausfällen gering. Die weiteren Risiken werden jährlich durch die Geschäftsführung bewertet und in einem Bericht festgehalten. Die Gesellschaft ist in das Risikomanagementsystem der LHG eingegliedert.

Durch die Schließung des Standorts Rostock und den Wegfall des Dienstleistungsgeschäfts für die Rostock-Mengen von UPM war eine interne Neuorganisation notwendig. Fünf Lübecker Mitarbeiter wurden auf freiwerdende Stellen umgesetzt bzw. in die LHG integriert. Die neue Organisation besteht aus zwei operativen Bereichen - Allgemeine Spedition inkl. Papierlogistik sowie Kombinierter Verkehr - und den administrativem Bereich Abrechnung/Buchhaltung.

Mit Ausnahme des UPM-Dienstleistungsgeschäftes konnten zum Jahreswechsel alle wesentlichen Geschäfte gehalten werden.

Im Bereich kombinierter Verkehr besteht lediglich für den Verona-Verkehr das Auslastungsrisiko seitens ECL. Aufgrund des etwas schwächeren Marktes ist eine Reduzierung auf 7 Abfahrten geplant. Bei den anderen Zügen übernimmt ECL nur für die tatsächlich gebuchten Einheiten die Verantwortung. Für alle Züge wird mit einer Vergleichbaren Auslastung wie 2023 profitabel geplant.

Im Bereich Allgemeine Spedition wurden die Mengen auf Vorjahresniveau geplant, sofern keine Zusagen für Mehrmenge vorlagen. Im Stahlbereich rechnen wir mit zwei Eingangsschiffen in Lübeck.

Im Speditionsbereich sind die Anfang 2023 umgesetzten höheren Preise zum Jahresende durch Überkapazitäten im Markt unter Druck geraten. Ziel ist es, über zusätzliche Mengen durch Neugeschäfte und Ausnutzung der Marktsituation des verhältnismäßig günstigen Einkaufs von Frachtraum, das Ergebnis zu verbessern.

Insgesamt wird bei einem geplanten Umsatz von 35.690 T€ und einem Rohertrag von 2.933 T€ mit einem Ergebnis von 73 T€ geplant.

 

Lübeck, den 28. März 2024

European Cargo Logistics GmbH

Jörg Ullrich, Geschäftsführer

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