European Cargo Logistics GmbH (ECL)
Zum Hafenplatz 1, 23570 Lübeck, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jörg Ullrich seit 10.8.2009 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
European Cargo Logistics GmbH (ECL)LübeckJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die European Cargo Logistics GmbH (ECL), Lübeck Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der European Cargo Logistics GmbH (ECL), Lübeck, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der European Cargo Logistics GmbH (ECL), Lübeck, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 29. Mai 2024 RSM
Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Hartmut Schmidt, Wirtschaftsprüfer Anne-Kathrin Ottinger, Wirtschaftsprüferin Bilanz zum 31.12.2023AKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Anhang zum 31. Dezember 2023Vorbemerkungen Der Abschluss der European Cargo Logistics GmbH (ECL) für das Geschäftsjahr 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Dabei wurden gemäß gesellschaftsvertraglichen Vorgaben die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften beachtet. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden, soweit erforderlich, die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt worden. Bei den Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, und gegenüber Gesellschaftern sind keine Aufrechnungen zwischen den Gesellschaftern vorgenommen worden. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke teilweise an dieser Stelle gemacht. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma European Cargo Logistics GmbH mit Sitz in Lübeck im Handelsregister des Amtsgerichts Lübeck unter der Nummer HRB 4674 HL eingetragen. 1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten aktiviert und werden planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Sachanlagen Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten abzüglich zeitanteiliger Abschreibungen bewertet. Die Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Die Abschreibungssätze richten sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Geringwertige Anlagegüter unter € 250,00 werden im Erwerbsjahr voll abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter im Wert von mehr als € 250,00 bis € 1.000,00 werden auf GWG-Sammelnummern erfasst und linear über 5 Jahre abgeschrieben. Finanzanlagen Für die Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen von (teilweise) rückgedeckten Deckungszusagen wurde eine kongruente Bewertung vorgenommen. Innerhalb der Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Diese wurden zum Nennwert ausgewiesen. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Flüssige Mittel Flüssige Mittel werden zu ihrem Nominalwert gezeigt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Die Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Diese sind zum Nennwert angesetzt worden. Eigenkapital Das Gezeichnete Kapital ist zum Nennwert eingetragen und beträgt € 25.000,00. Rückstellungen für Pensionen Die Pensionsrückstellungen wurden unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze nach dem Teilwertverfahren ermittelt. Für die Berechnung wurden die Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Für die handelsrechtliche Bewertung wurde ein Abzinsungssatz von 1,83 % (Vorjahr: 1,78 %) für eine pauschal angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren angewandt. Die Anwartschaftstrends wurden abhängig von den Zusagen mit Werten zwischen 0,5 % (Vorjahr: 0,5 %) und 2,0 % (Vorjahr: 2,0 %) berücksichtigt. Rentenanpassungen wurden mit 2,2 % (Vorjahr: 2,0 %) einbezogen. Eine Fluktuationswahrscheinlichkeit wurde nicht berücksichtigt. Übrige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Einbeziehung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen ausgewiesen, berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und tragen allen erkennbaren Risiken angemessen Rechnung. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Von der Abzinsung der Rückstellung für Aufbewahrungskosten wird aus Wesentlichkeitsgründen abgesehen. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern Latente Steuern aus abweichender Bilanzierung bzw. Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden zwischen der Handels- und der Steuerbilanz werden aufgrund der steuerlichen Organschaft auf Ebene des Organträgers ermittelt. 2. Erläuterungen zur Bilanz a) Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt. An der 2015 gegründeten Tochtergesellschaft OOO ECL Rus, Sankt-Petersburg, Russland, ist die ECL zu 99% beteiligt. Die Gesellschaft hat zum 31.12.2023 ein Eigenkapital T€ 12 und weist einen Jahresüberschuss von T€3 aus. Die Gesellschaft wurde aufgrund des Ukraine-Krieges juristisch ruhend gestellt. Aufgrund der voraussichtlich dauernden Wertminderungen wurden die Anteile an OOO ECLRus im Vorjahr außerplanmäßig um T€ 11 abgeschrieben. b) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegen Gesellschafter von T€ 1.782 (Vorjahr: T€ 1.455). Die Forderungen betreffen mit T€ 1.176 (Vorjahr: T€ 920) Forderungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag sowie mit T€ 606 (Vorjahr: T€ 535) solche aus laufenden Verrechnungen. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben unverändert vom Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. c) Eigenkapital Das Eigenkapital beträgt unverändert € 1.382.987,91. Im Berichtsjahr ist der Verlustausgleich des Vorjahresergebnisses von der Gesellschafterin Lübecker Hafen-Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Lübeck (LHG) in Höhe von T€ 920 zugeflossen. d) Rückstellungen für Pensionen Der sich bei der Ermittlung der Pensionsrückstellung ergebende Unterschiedsbetrag gemäß §253 Abs. 6 HGB beträgt T€ 25 und unterliegt der Ausschüttungssperre. e) sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken angemessen Rechnung. Sie betreffen überwiegend Kosten für noch ausstehende Rechnungen in Höhe von T€ 373 und personalbezogene Rückstellungen in Höhe von T€ 297. f) Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und die Besicherung von Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt. Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2023
1.) Bürgschaft DVB Bank SE: T€ 250
(Vorjahr 250 T€).
g) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sowie verbundenen Unternehmen Es bestehen gegenüber der Gesellschafterin zum Stichtag Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 600 für die Gewährung eines Darlehens (Vorjahr: T€ 850) sowie T€ 192 (Vorjahr: T€ 220) aus laufenden Verrechnungen. 3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung a) Umsatzerlöse Die im Inland erzielten Umsatzerlöse gliedern sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt:
b) sonstige betriebliche Erträge Der Posten beinhaltet periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 135. 4. Sonstige Angaben a) sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen insgesamt in Höhe von T€ 219. Davon bestehen Mietverpflichtungen auf Basis heutiger Verträge, die in das Jahr 2024 reichen, in Höhe von rd. T€ 196, davon gegenüber verbundenen Unternehmen insgesamt T€ 171. Weitere Verpflichtungen, die bis in das Jahr 2026 reichen, bestehen in Höhe von T€ 23. b) Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt waren 58 Angestellte beschäftigt, davon 42 in Vollzeit und 7 Auszubildende. c) Geschäftsführung Geschäftsführer war im Berichtszeitraum:
Die Geschäftsführung hat im Geschäftsjahr 2023 keine Bezüge von der Gesellschaft erhalten. e) Mutterunternehmen Alleinige Gesellschafterin der ECL GmbH ist die Lübecker Hafen-Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Lübeck, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, in den der Jahresabschluss der ECL GmbH einbezogen ist. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister veröffentlicht. f) Ergebnisverwendung Seit 2009 besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Lübecker Hafen-Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von T€ -1.176 wird dementsprechend vom Organträger ausgeglichen. g) Corporate Governance Die ECL GmbH hat im Zeitraum vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 die Regelungen des Lübecker Corporate Governance Kodex eingehalten, die von den jeweiligen Geschäftsführungen und Aufsichtsräten zu verantworten sind. Die Entsprechenserklärung der ECL GmbH zum LCGK ist auf der Internetseite der ECL GmbH unter der Rubrik Impressum offen zugänglich. h) Sonstiges Das Gesamthonorar der Abschlussprüfung in Höhe von T€ 9,0 entfällt vollständig auf die Abschlussprüfung. i) Nachtragsbericht Ereignisse nach dem Stichtag, die einen wesentlichen Einfluss auf den Jahresabschluss zum 31.12.2023 haben könnten, haben sich nicht ergeben.
Lübeck, den 28. März 2024 European Cargo Logistics GmbH (ECL) Jörg Ullrich, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 2023
LAGEBERICHT ZUM JAHRESABSCHLUSS 2023I. GRUNDLAGEN des UNTERNEHMENS Die Gesellschaft European Cargo Logistics GmbH wurde im Jahr 999 von der Fa. UPM Kymmene Corp. Gegründet. Im Jahr 1999 erwarb die Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH (LHG) 49% der Anteile und im Geschäftsjahr 2001 weitere 51%. Die Gesellschaft ist heute über einen Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrag in die LHG organisatorische und finanziell integriert. Die Gesellschaft betreibt die Import- und Exportabwicklung sowie Distribution und Lagerung von Waren aller Art, insbesondere Papier, in gemieteten Räumlichkeiten in Lübeck. Es werden kein eigener Fuhrpark oder eigene Lagerhallen eingesetzt. Außerdem betreibt die Gesellschaft eigene intermodale Züge, wobei die Kapazität von (Teil-)Zügen eingekauft und an andere Marktteilnehmer weitervermarktet wird. II. WIRTSCHAFTSBERICHT Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland wird insbesondere geprägt von den Folgen des Krieges in der Ukraine, den Kostensteigerungen aufgrund allgemeiner inflatorischer Tendenzen sowie den teilweise vorhandenen Liefer- bzw. Dienstleistungsengpässen. Das konjunkturelle Umfeld und die sonstigen Rahmenbedingungen haben sich somit für die ECL im Jahr 2023 tendenziell negativ entwickelt. Im Zuge des Konsolidierungsprozesses beim Kunden UPM wurde im Mai 2023 die Entscheidung getroffen, den Dienstleistungsvertrag mit ECL nicht über den 31.12.2023 hinaus zu verlängern. Daher wurde die Niederlassung in Rostock zum 31.01.2024 geschlossen. In der Konsequenz stellt die Gesellschaft einen Interessenausgleich und Sozialplan zur Schließung des Standortes Rostock (9 Betroffene) und des Abbaus von 5 Arbeitsplätzen in Lübeck auf und setzte diesen im Geschäftsjahr 2023 um. Die entsprechenden Restrukturierungskosten für Abfindungen der neuen Mitarbeitenden in Rostock sind im Jahresergebnis enthalten. Das Geschäft der ECL teilt sich nunmehr in die Bereiche Allgemeine Spedition und Kombinierter Verkehr auf. Bedingt durch die Einstellung des Russlandverkehrs Mitte 2022 sowie einen schwachen Markt verzeichnete der Bereich Allgemeine Spedition im Vorjahresvergleich einen Mengenrückgang von rd. 28%. Im Bereich Kombinierter Verkehr wurde der Italien-Verkehr auf 8 x pro Woche und Richtung nach Verona sowie 4 x pro Woche und Richtung nach Mailand/Segrate erweitert. Der Duisburg-Verkehr lief mit 10 bis 11x pro Woche und Richtung kontinuierlich durch. Im Ludwigshafen-Verkehr wurde eine Kooperation mit Kombiverkehr gestartet, es werden direkt 6 Abfahrten pro Woche und Richtung angeboten. Neue Verkehre wurden in 2023 nicht gestartet. III. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE Die Umsatzerlöse verminderten sich im Geschäftsjahr von T€ 34.220 auf T€ 30.791. Das entspricht einem Rückgang von 10,0%. Der Materialaufwand verminderte sich um T€ 3.438 (11,1%). Die Materialaufwandsquote lag bei 89,4% (Vorjahr 90,0%). Der Personalaufwand erhöhte sich auf T€ 3.460 (+ T€ 1; +0,02%). Die Personalaufwandsquote stieg von 10,1% auf 11,2%. Die Bilanzsumme erhöhte sich von T€ 7.420 in 2022 auf T€ 7.636 in 2023. Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagespiegel. Die Eigenkapitalquote ist bei konstanter Eigenkapitalausstattung infolge der höheren Bilanzsumme auf 18,1% (Vorjahr 18,6%) gesunken. Es bestehen zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von T€ 792 (Vorjahr T€ 1.070), davon für die Gewährung eines Darlehens T€ 600 (Vorjahr T€ 850) sowie Verbindlichkeiten aus laufenden Verrechnungen in Höhe von T€ 192 (Vorjahr T€ 220). Es wurden Sachinvestitionen von T€ 2 (Vorjahr T€ 5) sowie eine Finanzinvestition von TE 16 getätigt. Das Geschäftsjahr endete mit einem Jahresfehlbetrag von T€ 1.176 (Vorjahr Jahresfehlbetrag T€ 920). In diesem Ergebnis sind einmalige Restrukturierungskosten in Höhe von 508 T€ für die Schließung des Standorts Rostock enthalten. Der Finanzmittelfonds erhöhte sich von T€ 404 auf T€ 488. Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug T€ 552. Die Mittelabflüsse für Investitionen betrugen T€ 34. Darüber hinaus erfolgte ein Mittelzufluss aus dem Verlustausgleich aus dem Vorjahr in Höhe von T€ 920 sowie ein Mittelabfluss zur Darlehenstilgung in Höhe von T€ 250 an die Lübecker Hafen- Gesellschaft mbH. Die Zahlungsfähigkeit der ECL im Geschäftsjahr war jederzeit gegeben, da die Verluste der Gesellschaft über den Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrag durch die LHG ausgeglichen und unterjährige Finanzmittelbedarfe über eine interne Kreditrahmenvereinbarung gedeckt werden. Die Finanzierung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr erfolgte aus eigenen Mitteln. IV. CHANCEN-, RISIKO- und PROGNOSEBERICHT Die Papierindustrie war in 2023 überdurchschnittlich von der schwachen Konjunktur geprägt. Während der Bereich graphische Papiere weiter zurück ging, wurde im Bereich Verpackung weiter Produktionskapazitäten aufgebaut. Mittelfristig rechnet die Branche mit einem Wachstum von 3-5% p.a. Der Wegfall der Holzimporte aus Russland hat eine positive Nachfragewirkung auf die nordische und baltische Holzindustrie. In 2023 dominierte allerdings auch in diesem Bereich die schwache Nachfrage. Der Großteil des Geschäftes wird über den Hafen Lübeck abgewickelt, sodass weiter eine Abhängigkeit von der Leistungsfähigkeit des Hafens besteht. Der Bereich allgemeine Spedition ist flexibel, weil keine eigenen Assets eingesetzt werden, sondern ein reines Frachtenmaklermodell betrieben wird. Somit kann zügig auf Marktveränderungen reagiert werden. Im Bereich Kombinierte Verkehre übernimmt ECL das Auslastungsrisiko für Züge bzw. Teilzüge. Es wird durch die feste Weitervermarktung von mehr als 75% der Kapazität an mehrere Kunden deutlich verringert. Durch die enge Zusammenarbeit mit Partnern entlang der Transportkette wird die Kundenbreite ständig erweitert, was zur höheren Kapazitätsauslastung und damit zur Reduzierung des Risikos beiträgt. Durch die abgeschlossene Warenkreditversicherung ist das Risiko von Forderungsausfällen gering. Die weiteren Risiken werden jährlich durch die Geschäftsführung bewertet und in einem Bericht festgehalten. Die Gesellschaft ist in das Risikomanagementsystem der LHG eingegliedert. Durch die Schließung des Standorts Rostock und den Wegfall des Dienstleistungsgeschäfts für die Rostock-Mengen von UPM war eine interne Neuorganisation notwendig. Fünf Lübecker Mitarbeiter wurden auf freiwerdende Stellen umgesetzt bzw. in die LHG integriert. Die neue Organisation besteht aus zwei operativen Bereichen - Allgemeine Spedition inkl. Papierlogistik sowie Kombinierter Verkehr - und den administrativem Bereich Abrechnung/Buchhaltung. Mit Ausnahme des UPM-Dienstleistungsgeschäftes konnten zum Jahreswechsel alle wesentlichen Geschäfte gehalten werden. Im Bereich kombinierter Verkehr besteht lediglich für den Verona-Verkehr das Auslastungsrisiko seitens ECL. Aufgrund des etwas schwächeren Marktes ist eine Reduzierung auf 7 Abfahrten geplant. Bei den anderen Zügen übernimmt ECL nur für die tatsächlich gebuchten Einheiten die Verantwortung. Für alle Züge wird mit einer Vergleichbaren Auslastung wie 2023 profitabel geplant. Im Bereich Allgemeine Spedition wurden die Mengen auf Vorjahresniveau geplant, sofern keine Zusagen für Mehrmenge vorlagen. Im Stahlbereich rechnen wir mit zwei Eingangsschiffen in Lübeck. Im Speditionsbereich sind die Anfang 2023 umgesetzten höheren Preise zum Jahresende durch Überkapazitäten im Markt unter Druck geraten. Ziel ist es, über zusätzliche Mengen durch Neugeschäfte und Ausnutzung der Marktsituation des verhältnismäßig günstigen Einkaufs von Frachtraum, das Ergebnis zu verbessern. Insgesamt wird bei einem geplanten Umsatz von 35.690 T€ und einem Rohertrag von 2.933 T€ mit einem Ergebnis von 73 T€ geplant.
Lübeck, den 28. März 2024 European Cargo Logistics GmbH Jörg Ullrich, Geschäftsführer |
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