CLOU Marken GmbH & Co KG
Selbe AdresseHerstellung von Schneidwaren und Bestecken aus unedlen Metallen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Georg Blümel seit 1.7.2025 | Geschäftsführer |
Stefan Weyer seit 6.6.2025 | Geschäftsführer |
Carina Silvia Proksch seit 8.6.2021 | Prokura |
Dirk Brockgreitens seit 6.11.2013 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 89.00% | |
| 11.00% |
| Name | Anteil |
|---|---|
Caparol Stiftung & Co KG | 89.00% |
Caparol Stiftung & Co KG | 11.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
DAW SEOber-RamstadtKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20221. Grundlagen des DAW SE Konzerns Der DAW SE Konzern (kurz: "DAW Konzern") ist einer der größten privaten Hersteller von Baufarben und Wärmedämmung in Europa. Mit innovativen Beschichtungssystemen für die Gebäudehülle, Innenräume und industrielle Flächen verbessert die Unternehmensgruppe seit über 125 Jahren die Leistungsfähigkeit von Bauwerken und trägt so dazu bei, dass Menschen in gesünderen, effizienteren, besser designten und nachhaltigeren Gebäuden wohnen und arbeiten. Die Unternehmensstrategie basiert auf den Werten der Inhaberfamilie in 5. Generation: Faires Geschäftsgebaren, Innovationskraft als wichtigste Differenzierungsmöglichkeit und eine nachhaltige Geschäfts- und Produktphilosophie. Die Grundlage für langjähriges Kundenvertrauen, der Ausgangspunkt der Geschäftsanbahnung und die Absicherung bei disruptiven Marktveränderungen sind die starken Marken, welche die DAW mit ihrer bewussten Mehr-Marken-Strategie führt und mit denen sie verschiedene Kundengruppen und Vertriebskanäle adressiert. Die Kernmarke im Profi-Geschäft ist CAPAROL mit umfassenden Services für Handwerker und einem einzigartig breiten Sortiment an qualitativ hochwertigen Farben, Lacken, Lasuren und Materialien für die Fassaden- und Dämmtechnik. Ebenso wie CAPAROL ist auch die Marke ALLIGATOR mit einem fokussierten Angebot im Fachgroßhandel erhältlich, während der Fassaden-Spezialist alsecco direkt an Unternehmen im Objektgeschäft vertreibt. Der Bereich Bautenschutz wird von der Marke DISBON bedient. Unter der Marke KRAUTOL wird ein praxisorientiertes Produktsortiment von Farben und Lacken schwerpunktmäßig über den Baustoffhandel vertrieben. Das Produktprogramm der im "Do it yourself" (kurz: DIY)-Geschäft tätigen Marke Alpina umfasst vor allem hochwertige, leicht verarbeitbare Farben, Lacke und Lasuren, die über Baumärkte vorrangig an Privatkunden vermarktet werden. Das Industriegeschäft im Bereich Farbpasten wird von der Marke Caparol Industrial Solutions (CIS) betreut. Insgesamt ist das Geschäft des DAW Konzerns im Wesentlichen von kurzfristigen Aufträgen geprägt. Der DAW Konzern zeichnet sich durch seine hervorragende Logistik und seinen Service bei Distribution und Lieferungen aus. Die wesentlichen Produkte können bereits am Folgetag nach Bestellung innerhalb Deutschlands geliefert werden. Bedingt durch dieses Geschäftsmodell hat die DAW keinen hohen Bestand an offenen Aufträgen. Der DAW Konzern verfügt über sieben Produktionsstandorte in Deutschland. Über ausländische Tochtergesellschaften vertreibt der DAW Konzern seine Produkte in Europa und Asien. 13 Tochtergesellschaften im Ausland verfügen über eine eigene Produktion. 2. Forschung & Entwicklung Wegweisende Erfindungen sind tief in der DAW-Unternehmenshistorie verwurzelt. Mit dem Emulsionsbindemittel Caparol (Casein-Paraffin-Oleum) war es Kunden in den 1920er Jahren erstmals möglich, Anstrichfarbe aus Pigmenten und Füllstoffen selbst herzustellen. Die Caparol-Paste-Ölfrei leitete 1936 den Beginn der modernen Dispersionsfarbentechnik ein und setzte den nächsten von vielen Meilensteinen. Forschung, Entwicklung und Anwendungstechnik genossen und genießen bis heute immer den höchsten Stellenwert. Der DAW Konzern hat es in seiner Unternehmensgeschichte immer geschafft, sein Produktwissen erfolgreich auf verwandte Bereiche zu transferieren, um auch dort Pionierarbeit zu leisten. Heute arbeiten in verschiedenen Forschungszentren der DAW europaweit Produktentwickler mit modernsten Labor- und Analysegeräten an den Produkten der Zukunft, um unsere Position als Technologieführer zu behaupten. Die Forschungs- und Entwicklungsarbeit ist ein integraler wesentlicher Baustein, der uns in die Lage versetzt die Unternehmensziele zu erreichen. Die europäische Prozessindustrie steht weiterhin vor enormen Herausforderungen. Neue Wettbewerber aus Asien, ein zunehmender Sättigungsgrad europäischer Märkte und neue digitale Spieler in gewachsenen Wertschöpfungsketten setzen auch etablierten Unternehmen zu und erhöhen den Druck auf verkürzte Innovationszyklen immer mehr. Aufgrund unserer Innovationskraft sehen wir uns im fortwährenden Wettbewerb gerüstet. Der Geschäftsbereich Group Innovation umfasst, anwendungs- und kundengetrieben, unsere drei Geschäftsfelder Gebäudehülle, Innenraum und Spezialobjekte und bringt in jedem Geschäftsfeld Internationales Produktmanagement, Entwicklung und Anwendungstechnik zusammen. Zudem sind innerhalb der Group Innovation Innovationsmanagement, Forschung und Tinting gebündelt. Der Forschung & Entwicklung wird ein unverändert hoher Stellenwert beigemessen. Dies äußert sich insbesondere in den um EUR 6,5 Mio auf ca. EUR 32,7 Mio angestiegenen Aufwendungen, als auch anhand der gestiegenen Anzahl von 209 (i. Vj. 198) in der Group Innovation tätigen Mitarbeitern im Geschäftsjahr. Der Mehraufwand ist im Wesentlichen auf Aufwendungen im Rahmen der konzernweiten Bündelung des geistigen Eigentums in den DAW Konzern zurückzuführen. Dass unsere Arbeit Früchte trägt, zeigt unter anderem unsere kurze Reaktionsgeschwindigkeit unter besonderen Umständen. Bedingt durch Störungen der globalen Lieferketten, Engpässen am Rohstoffmarkt sowie substanziell gestiegener Rohstoffkosten musste eine Vielzahl von Rezepturen kurzfristig angepasst werden. Dies ist uns erfolgreich ohne Qualitätseinbußen gelungen und fehlende Rohstoffe konnten adäquat substituiert werden, bei gleichzeitiger Einhaltung relevanter Umwelt- und Sozialstandards. Um Innovationen in allen Geschäftsfeldern zu generieren, ist das Programm "foresight" als strategischer Prozess implementiert, der Handlungsfelder unter Berücksichtigung von Risiken aufzeigt, von der Nutzung der Schwarmintelligenz aller Mitarbeiter, über die Bewertung von Experten, bis hin zur Entwicklung neuer Produkte, Prozesse und Dienstleistungen. Das Geschäftsjahr war ungebrochen von hoher Patentaktivität geprägt. Insgesamt hält der DAW Konzern mehr als 600 Schutzrechte. Zwischen 2018 und 2021 konnten durchschnittlich 10 Patenterteilungen pro Jahr verzeichnet werden. Im Jahr 2022 wurden dem DAW Konzern 5 Patente erteilt. Zudem wurde weiterhin an konservierungsmittelfreien Rezepturen und neuer innovativer Rohstoff- und Bindemitteltechnologie geforscht und entwickelt. Die Forschungen zu Möglichkeiten der Verminderung der mikrobiologischen Belastung unserer Produkte wurde fortgesetzt. Weitere Stoßrichtungen der Forschung waren insbesondere die Beeinflussung der Luftfeuchtigkeit in Innenräumen durch Beschichtungsstoffe sowie biozidfreie Fassadensysteme. Im Rahmen unseres Innovationsmanagements wurden insbesondere die Projekte Automatisierung im Malerhandwerk in Zusammenarbeit mit dem Roboter-Hersteller Okibo sowie elektrifizierte Innenwand- und Deckensysteme verfolgt. Marktreife sowie Markteinführung erlangten im Geschäftsjahr unsere Recycling-Gebinde. Diese bestehen überwiegend aus recycelten Kunststoffen und tragen einer höheren ökologischen Nachhaltigkeit Rechnung. Mit der Einführung der Recycling-Gebinde konnten wir zusätzlich den CO 2 -Fußabdruck einiger unserer Flagship Produkte im Innenfarbenbereich durch nachhaltigere Formulierungskomponenten deutlich reduzieren und im Lacksortiment mit der Einführung eines neuen wässrigen Lacksystems unsere Innovationskraft in der Bereitstellung nachhaltigerer Lösungen deutlich unter Beweis stellen. Die Nutzung nachwachsender Rohstoffe sowie die Langlebigkeit und der Werterhalt von Oberflächen und deren Schutz wird weiterhin eine zentrale Rolle künftiger Produktinnovationen einnehmen. Für 2023 werden Produktinnovationen auch weiterhin an den Leitlinien Gesundheit, Design, Effizienz und Nachhaltigkeit ausgerichtet sein. Rechtliche Anforderungen erwachsen aus dem European Green Deal, mit dem Ziel, bis 2050 in der EU die Netto-Emissionen von Treibhausgasen auf null zu reduzieren sowie der ESG-Gesetzgebung. 3. Wirtschaftsbericht 3.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Als Hersteller von innovativen Beschichtungssystemen ist die wirtschaftliche Entwicklung des DAW Konzerns eng an die Branchenentwicklung der Farben- und Lackindustrie, der Gebäudesanierung und des Hochbaus gekoppelt. Das Marktumfeld ist hart umkämpft, die Margen unterliegen einem hohen Wettbewerbsdruck. Das Geschäftsjahr 2022 war insgesamt im Hinblick auf das Wachstum für die Wirtschaft ein Positives. Nachdem das vergangene Geschäftsjahr durch den Ausbruch des Krieges in der Ukraine mit geprägt war, ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in 2022 in Deutschland trotz starker Inflation um 1,9 % angestiegen. Innerhalb der EU 27 stieg das Bruttoinlandsprodukt in 2022 um 3,6 % an. Das Wachstum blieb hierbei schwächer als erwartet und fiel unter das Vorjahresniveau. Insbesondere Lieferprobleme und steigende Preise belasteten die Wirtschaft. Das im Februar 2022 seitens des DIW prognostizierte Wachstum von 3,0 % für das Geschäftsjahr 2022, konnte nicht erzielt werden. Zum heutigen Zeitpunkt sind die Auswirkungen des Konflikts in der Ukraine bekannt und äußerten sich im Jahr 2022 in einer starken Inflation von 6,9 %, die unmittelbaren Einfluss auf die Preisentwicklung auf den Energie-, Absatz-, Beschaffungs-, Finanz- und Kapitalmärkten hatte. Innerhalb des Baugewerbes war die Wirtschaftsleistung in 2022 mit 0,2 % leicht steigend. Die hohen Preise, Material- und Fachkräftemangel sowie hohe Kosten führten zu einer rückläufigen Bruttowertschöpfung. Im Bauhauptgewerbe sind die Auftragseingänge in 2022 kalender- und preisbereinigt mit rund 9,6 % gegenüber dem Vorjahr gesunken (nominal um +4,8 % gestiegen), überwiegend getrieben durch den gewerblichen Hochbau, der mit Auftragsstornierungen in Zusammenhang mit andauernd erhöhten Baupreisen und -zinsen einherging. Zwischen Januar und November 2022 wurden 5,7 % weniger Baugenehmigungen erteilt als im Vergleichszeitraum des Vorjahres - der Bauüberhang stagniert somit erstmalig. Der Druck auf den Wohnungsmärkten, insbesondere in Ballungsgebieten, ist infolge der makroökonomischen Rahmenbedingungen weiterhin hoch. Für den europäischen Markt prognostizierte EU-ROCONSTRUCT einen schwächeren Wachstum der europäischen Bauwirtschaft im Vergleich zum Vorjahr. In 2022 zeigte sich ein Wachstum von 2,3 %. Das Wachstum wird mit 3,4 % durch den Wohnungsbau getragen. Sowohl für 2023 als auch 2024 wird ein marginaler Anstieg des Bauvolumens von 0,0 % - 0,2 % prognostiziert, überwiegend geprägt durch die negative Entwicklung im Wohnungsbau (2023: -1,2 %; 2024: -1,6 %). Mit einem erneuten Wachstum wird erst für 2025 gerechnet. Für die deutsche Farb- und Lackindustrie stellt sich das Geschäftsjahr 2022 trotz guter Konjunktur insgesamt als ein schwieriges dar - es wird ein Verkaufsmengenrückgang von 4,5 % gegenüber dem Vorjahr ausgewiesen. Der Umsatz der verkauften Produkte stieg inflationsbedingt um rd. 8 % gegenüber Vorjahr an. Die Entwicklung einzelner Sektoren divergierte stark. Im für uns relevanten Marktsegment der Bautenanstrichmittel endete die pandemiebedingte Sonderkonjunktur endgültig im DIY-Bereich und ein Rückgang von 7 % in der Menge war zu verzeichnen. Der gesamte Profi Markt, inklusive Putze und Spachtel ging um 4 % zurück. Die Prognose für 2023 zeigt mengenseitig eine Seitwärtsbewegung und umsatzseitig einen Rückgang von 2 %. Stark gestiegene Bau- und Finanzierungskosten führen aktuell zu einem deutlichen Rückgang der Wirtschaftlichkeit von Wohnbauprojekten. Die dadurch stark abgekühlte Baukonjunktur in Deutschland, die volatile weltpolitische Lage, insbesondere in Osteuropa, und die andauernde Inflationsgefahr machen indes eine Prognose zunehmend schwierig. Einige grundsätzliche Herausforderungen für unsere Branche bestehen unvermindert fort. Diese sind die unterproportionalen Anstiege der zu beschichtenden Flächen für Innen- und Außenbereiche als auch für Geschäfts- und Bürohäuser. Darüber hinaus haben sich die Intervalle zur Renovierung, unter anderem aufgrund der hohen Qualität von Innenfarben, in den letzten Jahren erheblich verlängert. Weitere Faktoren sind insbesondere Veränderungen im Mietrecht, als auch das veränderte Wohn- und Freizeitverhalten. Zudem wirken sich demographische Faktoren, beispielweise die Beschäftigungsquote, auf die Absatzmengen aus. Bundesweit ist zudem tendenziell ein Rückgang der Heimwerkertätigkeiten festzustellen. Dies berührt insbesondere die DIY-Bereiche. Das Profi-Segment zeigt einen zunehmenden Fachkräftemangel von Malern und Lackierern, sodass in nennenswertem Umfang trotz Nachfrage das Angebot nicht hinreichend befriedigt werden kann. Bezüglich der benannten Faktoren sind mittelfristig kaum Veränderungen zu erwarten. Stetig steigende bürokratische Anforderungen wie Erfordernisse an die Berichterstattung über Nachhaltigkeit, das Lieferkettengesetz oder das neue Verpackungsregister, beanspruchen die zu Verfügung stehenden Ressourcen in zunehmendem Maße und verteuern und verlangsamen dadurch Weiterentwicklungen. In 2022 ist der deutsche Markt für Gebäudedämmstoffe gewachsen, der Trend zu organischen Dämmstoffen setzte sich fort. Die Nachfrage ist in 2022 auf dem Vorjahresniveau geblieben, die Preise um 13 % angestiegen. Die Aussichten im Bereich Wärmedämm-Verbundsysteme (WDVS) des DAW Konzerns für die kommenden Jahre sind mittelfristig weiterhin grundsätzlich positiv. Seit 2020 können energetische Maßnahmen zur Wärmedämmung von Wänden, Dachflächen und Geschossdecken an selbst-genutzten Wohngebäuden von der Einkommensteuer abgesetzt werden. Gefördert wird der fachgerechte Einbau sowie die damit verbundenen Materialkosten. Negativ wirkt sich zunächst das Aussetzen der KfW-Förderung zur energetischen Sanierung aus. Die weiter ansteigende "CO 2 -Abgabe" sowie die zunehmend steigenden Kosten für Strom, Erdgas und Heizöl werden dennoch zu weiter zunehmenden Bedarfen an Wärmedämm-Verbundsystemen führen und für den DAW Konzern positive Effekte haben, die sich auch auf den Absatz von Putzen und Fassadenfarben auswirken werden. Dieser Effekt wird bedingt durch Gebäudeenergiegesetz verstärkt. Weiterhin sind in anderen europäischen Ländern bereits staatliche Förderungen zur energetischen Sanierung umgesetzt, in weiteren Ländern angedacht. Im Rahmen weiterer Mittelabrufe aus dem EUR 800 Mrd. NextGeneration EU-Programm können sich durch unsere europaweite Präsenz weitere Chancen ergeben, um aus Förderprogrammen zu partizipieren. Auf der Beschaffungsseite hat sich die Situation auf den Weltmärkten, bei den für die DAW relevanten strategischen Rohstoffen, im Geschäftsjahr weiterhin negativ entwickelt. Die Preise für relevante Rohstoffe haben sich signifikant erhöht und eine deutliche Trendumkehr der Preise ist nicht absehbar. Dies stellt die ganze Chemiebranche vor Herausforderungen. Zum Teil kamen bezüglich einzelner Rohstoffe innerhalb der Branche Lieferengpässe zum Tragen. Betroffen sind und waren insbesondere Pigmente, Acrylate und Epoxidharze. Neben den Hemmnissen auf dem Beschaffungsmarkt bestanden und bestehen weiterhin Engpässe in verfügbaren Transportkapazitäten. Dies verteuert und erschwert insbesondere die Seefracht von Asien nach Europa. Der starke Dollar belastet die Märkte zusätzlich. Voraussichtlich wird die hohe Preisvolatilität in 2023 auf unseren relevanten Beschaffungsmärkten bestehen bleiben und den DAW Konzern beschaffungsseitig vor große Herausforderungen stellen. Der Konflikt in der Ukraine wirkt sich insbesondere auf die Energiekosten und somit auf Erzeugungskosten in der chemischen Industrie weiterhin aus. Sanktionen und einhergehende markthemmende Folgen belasten die gesamte Wirtschaft. Zwar sind die Risiken der sogenannten Lohn-Preis-Spirale derzeit nicht eingetreten, diese bestehen durch die hohe Inflation und die Entwicklung im Lohnsektor weiterhin. Es ist davon auszugehen, dass künftige Tarifabschlüsse den DAW Konzern belasten werden. 3.2 Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf 2022 wurde deutlich von der Rohstoffteuerung und der allgemeinen Inflation geprägt. Aufgrund der signifikanten Rohstoffpreissteigerungen musste die DAW im Jahresverlauf Preiserhöhungen durchführen. Die abgesetzten Mengen haben sich im Vergleich zum Vorjahr vermindert. Entgegen des im Vorjahr prognostizierten Umsatzrückgangs von -0,4 %, sind die Umsätze im Geschäftsjahr 2022 um EUR 112,1 Mio gestiegen (+7,2 %). Im Bereich Profi Marken sind die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr moderat gestiegen. Während die Umsätze der Marke alsecco stark angestiegen sind, stiegen die Umsatzerlöse von CAPAROL und Alligator nur leicht, wohingegen PREFAB leichte und Disbon moderat verminderte Umsatzerlöse zu verzeichnen hatten. Die Umsatzerlöse im Bereich DIY sind im Vergleich zum Vorjahr moderat vermindert. Im Vergleich zum Vorjahr sind insbesondere die Umsatzerlöse mit den Handels- und Discountmarken drastisch gefallen, die Umsatzerlöse der Marke KRAUTOL sind stark vermindert, während Alpina den Umsatz nahezu konstant halten konnte. Die Umsatzerlöse im Handel sind im Vergleich zum Vorjahr moderat angestiegen. Ein deutliches Umsatzwachstum konnten die Gesellschaften M-Plus Einkauf & Logistik GmbH, Ober-Ramstadt, und Hamacher & Wexel GmbH, Euskirchen, erreichen. Die Umsatzerlöse der übrigen Handelsgesellschaften sind moderat bis stark angestiegen, mit Ausnahme der Werkzeuge Dietrich GmbH & Co.KG, Burgdorf, der KNÖNERUllmann GmbH & Co KG, Herford, und der Kunsmann GmbH, Wittlich, deren Umsätze sich leicht vermindert haben. Im Ausland sind die Umsatzerlöse ohne Nebengeschäfte im Vorjahresvergleich um TEUR 76.886 stark angestiegen. Im Vorjahresvergleich wirken sich insbesondere die Gesellschaften in Italien deutlich positiv auf den Konzernumsatz aus. Darüber hinaus stiegen vornehmlich die Umsatzerlöse in Österreich, Russland und der Schweiz deutlich an, der Anstieg in Russland und der Schweiz ist in Teilen auf günstige Wechselkurseffekte zurückzuführen. Die Umsatzerlöse der beiden ukrainischen Gesellschaften gingen kriegsbedingt drastisch zurück. Die sonstigen Umsatzerlöse valutieren deutlich über Vorjahresniveau. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus dem Industriegeschäft. Die Erträge aus dem Nebengeschäft beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Lizenzen und sonstigen Verrechnungen an Beteiligungsgesellschaften. Im Vorjahresvergleich sind die Erträge nahezu konstant. Das "Ergebnis vor Steuern und Zinsen" (kurz: EBIT) liegt um -59,4 % unter dem Vorjahreswert und damit deutlich unter der im Vorjahr abgegebenen Prognose von -16 %. Zurückzuführen ist dies trotz eines aufgrund der schnellen Rohstoffteuerung und eines zeitlichen Nachlaufs in der Preisweitergabe sowie des Mengenrückgangs in der Bauindustrie unter den Erwartungen gestiegenen Rohertrags. Darüber hinaus lagen erhöhte Abschreibungen und sonstige betrieblichen Aufwendungen vor, welche die im Vergleich zur Prognose nicht so stark angestiegenen Personalaufwendungen überkompensieren. Sowohl in den Abschreibungen als auch in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Sondereffekte aus Abwertungen im Zuge der Ukraine-Krise enthalten, welche in der Vorjahres-Prognose nicht berücksichtigt waren. Die bereinigte Eigenkapitalquote (zur Zusammensetzung siehe 3.3.2) hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 %-Punkte, im Vergleich zur Planung um rund 0,4 %-Punkte erhöht. Im Vorjahresvergleich und gegenüber der Planung ist die Bilanzsumme rückläufig. Das Eigenkapital ist im Vergleich zum Vorjahr angestiegen, liegt jedoch unter der Vorjahresprognose. Die Nettoverschuldung (i. Vj. Nettoliquidität) hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich von TEUR +37.053 um TEUR -77.799 auf TEUR -40.746 erhöht. Der Wert valutiert damit deutlich unter dem prognostizierten Anstieg der Nettoliquidität um TEUR 48.000. Der Rückgang zum Vorjahr ist insbesondere durch das schlechtere Ergebnis, stark angestiegene Investitionen und Tilgungen von Bankverbindlichkeiten rückläufig. Die leicht angestiegene durchschnittliche Mitarbeiterzahl liegt unter der im Vorjahr abgegebenen Prognose eines Anstiegs von rd. 5 %. Dies ist im Wesentlichen auf die natürliche Fluktuation und auf ausstehende Neubesetzungen von Stellen zurückzuführen Die bedeutsamsten Leistungsindikatoren sind Umsatzerlöse, EBIT, die bereinigte Eigenkapitalquote und die Nettoverschuldung. Die Beschäftigten und der Bereich Nachhaltigkeit sind die bedeutsamsten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren. 3.3 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 3.3.1 Ertragslage Der DAW SE Konzern definiert im Wesentlichen seine Ziele für die Ertragslage auf Basis der Umsatzerlöse sowie des EBIT. Die nachfolgende Darstellung zeigt die genaue Definition und die Effekte für das Geschäftsjahr sowie das Vorjahr:
Die Umsatzerlöse (vor Konsolidierung konzerninterner Lieferungen und Leistungen) inkl. Nebengeschäfte erhöhten sich im Geschäftsjahr um TEUR 120.339 von TEUR 1.642.910 auf TEUR 1.763.249. Die Umsätze teilen sich auf die Regionen wie folgt auf:
Innerhalb der Umsatzerlöse aus Nebengeschäften ist ein Anstieg um TEUR 100 von TEUR 8.960 auf TEUR 9.060 zu verzeichnen. Innerhalb des DAW SE Konzerns gibt es fünf strategische Geschäftseinheiten (im Folgenden: SGE), die nach Vertriebskanälen definiert sind. Die Darstellung nach SGE beruht auf der Betrachtungsweise des internen Berichtswesens. Die Abweichung zu der externen Berichterstattung beruht auf der Darstellung der Umsatzerlöse der SGE Marken Inland. Zu den Kunden dieser SGE zählen neben dem freien Großhandel auch verbundene Handelsgesellschaften. Die Darstellung im internen Berichtswesen des DAW SE Konzerns wurde an die Organisationsstrukturen des DAW SE Konzerns angepasst. Die Umsatzerlöse teilen sich auf die SGE und Nebengeschäfte wie folgt auf:
Hinsichtlich der Entwicklung der Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr bzw. zur Planung verweisen wir auf Teil 3.2. dieses Lageberichts. Innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge ist ein Anstieg um TEUR 4.698 von TEUR 44.082 auf TEUR 48.780 zu verzeichnen. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus Erträgen aus der Währungsumrechnung, demgegenüber stehen verminderte Erträge aus Auflösungen von Rückstellungen und Wertberichtigungen. Die Materialkosten, definiert als Materialaufwand zuzüglich Bestandsveränderung, erhöhten sich preisinduziert von TEUR 771.510 um TEUR 90.963 auf TEUR 862.473 oder um 11,8 %. Der Rohertrag (Umsatzerlöse abzüglich Materialkosten) ist von TEUR 775.445 um TEUR 21.090 auf TEUR 796.535 oder um 2,7 % angestiegen. Die relative Rohertragsmarge (Rohertrag durch Umsatzerlöse) zeigt sich mit 48,0 % nach 50,1 % zum Vorjahr vermindert. Auf die relative Rohertragsmarge haben sich insbesondere angestiegene Rohstoffkosten negativ ausgewirkt. Der Personalaufwand stieg von TEUR 385.528 um TEUR 16.431 auf TEUR 401.959 oder um 4,3 % an. Zurückzuführen ist dies auf den Anstieg der Mitarbeiterzahlen in der DAW SE. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sind von TEUR 38.626 um TEUR 9.582 auf TEUR 48.208 oder um 24,8 % angestiegen. Die Erhöhung beruht im Wesentlichen auf der außerplanmäßigen Abschreibung des Anlagevermögens der russischen, belarussischen und ukrainischen Gesellschaften. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen inflationsbedingt von TEUR 306.360 um TEUR 56.485 auf TEUR 362.845. Neben den außerordentlichen Aufwendungen, welche aufgrund der kriegsbedingten Abwertungen der Vermögensgegenstände der russischen, belarussischen und ukrainischen Gesellschaften einmalig stark ansteigen (TEUR +26.013), steigen die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung (TEUR +10.511), die Sondereinzelkosten des Vertriebs (TEUR +6.645), die Kosten für Gebühren, Beiträge und Beratung (TEUR +5.644) sowie die Reisen und Repräsentationskosten (TEUR +4.340). Demgegenüber waren Forderungsverluste und die Zuführungen zu Rückstellungen und Wertberichtigungen (TEUR -1.865), die Personalnebenkosten und Kosten für das Leihpersonal (-1.133) sowie die Aufwendungen für Reklamationen (TEUR -1.071) rückläufig. Das EBIT ist aufgrund der beschriebenen Veränderungen von TEUR 88.224 um TEUR 52.443 auf TEUR 35.781 gefallen. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufsvermögens haben sich von TEUR 1.815 um TEUR 1.002 auf TEUR 813 gemindert. Die Erträge aus assoziierten Unternehmen verminderten sich im Berichtszeitraum von TEUR 7.710 um TEUR 200 auf TEUR 7.510. Die Veränderung im Vergleich zum Vorjahr ist maßgeblich bedingt durch die Ergebnisse der Gesellschaften farbtex GmbH & Co. KG, Dornstetten (TEUR -597), DAW BENTA ROMANIA, S.R.L., Sancraiu de Mures (TEUR -422), sowie die KLINKER-ZENTRALE GmbH, Reichshof (TEUR +769). Das negative Zinsergebnis, definiert als Saldo der Zinserträge, Zinsaufwendungen und Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens, hat sich im Geschäftsjahr von TEUR 2.433 um TEUR 1.330 auf TEUR 1.103 oder um 54,7 % vermindert. Der Aufwand aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag hat sich im DAW SE Konzern von TEUR 21.559 um TEUR 3.865 auf TEUR 17.694 oder um 17,9 % gemindert. Zurückzuführen ist dies insbesondere auf das erheblich geringere Vorsteuerergebnis. Aufgrund der dargestellten Entwicklungen weist der DAW SE Konzern im vorliegenden Abschluss einen Jahresüberschuss vor Fremdanteilen in Höhe von TEUR 23.830 aus, nach einem Jahresüberschuss von TEUR 70.136 im Vorjahr. 3.3.2 Vermögenslage Wesentlich für den DAW SE Konzern ist bei der Vermögenslage die "Bereinigte Eigenkapitalquote" sowie die "Nettoliquidität/Nettoverschuldung". Die Kennzahlen definieren sich wie folgt:
Die Bereinigte Eigenkapitalquote hat sich von 52,2 % um 2,8 %-Punkte auf 55,0 % erhöht. Dem auf die herrschenden Anteile entfallenden Konzernjahresüberschuss von TEUR 22.827 steht die Gewinnverwendung in Höhe von TEUR 15.000 entgegen. Zudem ist der Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung von TEUR -8.962 um TEUR 940 auf TEUR -8.022 angestiegen. Trotz des Anstiegs des Eigenkapitals entwickelte sich die Bilanzsumme antiproportional. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin erhöhten sich, da dem neu gewährten Darlehen niedrigere Tilgungen gegenüberstehen. Insgesamt verfügt der DAW SE Konzern über eine solide Eigenkapitalbasis für künftiges Wachstum. Gegenläufig hat sich im Geschäftsjahr die Nettoliquidität um TEUR 77.799 von TEUR 37.053 auf TEUR -40.746 drastisch vermindert (nun Nettoverschuldung). Dies ist auf erheblich verminderte Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten zurückzuführen, die durch den Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nur teilweise kompensiert werden. Die Bilanzsumme hat sich von TEUR 1.040.392 um TEUR 39.463 auf TEUR 1.000.929 vermindert. Auf der Aktivseite resultiert dies im Wesentlichen aus den Liquiden Mitteln. Gegenläufig ist die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände, des Sachanlagevermögens, des Vorratsbestandes und der sonstigen Vermögensgegenstände. Auf der Passivseite reduzierten sich insbesondere die sonstigen Rückstellungen sowie die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Innerhalb der immateriellen Vermögensgegenstände führten insbesondere Investitionen in Software und deren selbst erstellte Software-Bausteine im Zuge der Umstellung der ERP-Systeme der DAW SE sowie die Aktivierung eines Geschäfts- oder Firmenwerts aus dem Erwerb der restlichen Anteile an zwei österreichischen Gesellschaften zu einer Erhöhung um insgesamt TEUR 22.235 von TEUR 25.911 auf TEUR 48.146. Das Sachanlagevermögen ist von TEUR 292.594 um TEUR 14.998 auf TEUR 307.592 angestiegen. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus dem Neubau des Verwaltungsgebäudes und des Hochregallagers der DAW SE in Ober-Ramstadt sowie Ersatzinvestitionen an verschiedenen Standorten in Deutschland. Innerhalb des Finanzanlagevermögens ist ein Rückgang von TEUR 27.166 um TEUR 132 auf TEUR 27.034 zu verzeichnen. Im Wesentlichen stehen verminderten At-Equity Bewertungen erhöhte Ausleihungen an beteiligten Unternehmen sowie erhöhten Wertpapiere des Anlagevermögens gegenüber. Die Bilanzposition Vorräte hat sich von TEUR 211.883 um TEUR 17.372 auf TEUR 229.255 erhöht. Der preisinduzierte Anstieg ist insbesondere auf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Fertige Erzeugnisse und Waren zurückzuführen und betrifft jeweils den Großteil aller Konzerngesellschaften. Der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 184.707 um TEUR 8.102 auf TEUR 176.605 ist im Wesentlichen auf die im Vergleich zum Vorjahr verhaltenen Umsatzerlöse am Jahresende zurückzuführen. Forderungen gegen Behörden, insbesondere aus Ertragsteuern, führten zu einem Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände von TEUR 42.905 um TEUR 13.635 auf TEUR 56.540. Der Bilanzposten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten ist von TEUR 179.412 um TEUR 104.335 auf TEUR 75.077 rückläufig. Das Eigenkapital hat sich von TEUR 537.165 um TEUR 4.611 auf TEUR 541.776 erhöht. Die Rückstellungen haben sich von TEUR 247.101 um TEUR 24.018 auf TEUR 223.083 vermindert. Zinseffekte führten zu einem Anstieg der Pensionsrückstellungen um TEUR 2.899. Innerhalb der sonstigen Rückstellungen haben sich insbesondere die Rückstellungen Kundenboni und Rabattrückstellungen (TEUR -17.148) sowie Rückstellungen für Tantieme und Sonderzahlungen (TEUR -5.171) vermindert. Gegenläufig sind insbesondere Rückstellungen für Entsorgungskosten (TEUR +1.439) angestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind von TEUR 142.359 um TEUR 26.536 auf TEUR 115.823 zurückgegangen. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus der Tilgung eines Darlehens in Deutschland. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zeigt sich ein Rückgang von TEUR 63.045 um TEUR 2.819 auf TEUR 60.226. Angestiegene Verbindlichkeiten aus Steuern sowie kreditorische Debitoren erhöhten die sonstigen Verbindlichkeiten von TEUR 37.643 um TEUR 4.364 auf TEUR 42.007. 3.3.3 Kapitalstruktur Die Finanzierung des DAW Konzerns erfolgt für alle Gesellschaften im Wesentlichen zentral im Inland über lang- und kurzfristige Finanzierungsformen. In Ausnahmefällen werden auch direkt von den ausländischen Gesellschaften bilaterale Kredite in Landeswährung abgeschlossen, um das Währungskursrisiko zu reduzieren. Zur Sicherung der langfristigen Liquidität der DAW SE hat diese in 2018 einen syndizierten Kredit in Höhe von TEUR 174.000 aufgenommen. Im Geschäftsjahr wurden Tilgungen in Höhe von TEUR 23.500 vorgenommen. Aus dem Kredit sind weiterhin TEUR 70.500 als Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen. Weitere TEUR 80.000 werden von den Bankpartnern der DAW SE bei Bedarf als Geldmarkt- oder Kontokorrentkredite zur Verfügung gestellt. Zur Finanzierung des neuen Verwaltungsgebäudes wurde bereits in 2016 ein Kredit über TEUR 15.000 abgeschlossen, welcher auch im laufenden Geschäftsjahr gemäß dem Tilgungsplan in Höhe von TEUR 1.875 zurückgezahlt wurde. Der Restsaldo zum 31. Dezember 2022 beträgt TEUR 2.813. Zur Sanierung des bestehenden Verwaltungsgebäudes wurde in 2019 ein weiterer Kreditvertrag in Höhe von TEUR 6.000 abgeschlossen, wovon im Berichtsjahr TEUR 750 planmäßig getilgt wurden. Dieser valutiert zum Jahresende mit TEUR 3.783. Im Berichtsjahr wurde für einen weiteren Gebäudeabschnitt ein Darlehen in Höhe von TEUR 6.000 gewährt. Tilgungen auf dieses Darlehen wurden noch nicht vorgenommen. Die Finanzierung des neuen Hochregallagers ist mit einem im Vorjahr abgeschlossenen Darlehen in Höhe von TEUR 24.000 gesichert. Tilgungen erfolgten im Berichtsjahr planmäßig nicht. Sowohl die Darlehen des Verwaltungsgebäudes, als auch das Darlehen für das Hochregallager haben ein Green Loan Zertifikat der Deutschen Industriebank im Rahmen des KfW-Energieeffizienzprogramms Energieeffizient Bauen und Sanieren erhalten. Weitere relevante externe Finanzierungen bestehen in der Späth Knoll GmbH Farben und Putze, Darmstadt, mit TEUR 2.506 Restbuchwert zum Jahresende. Zudem bestehen mit weiteren Bankpartnern Kontokorrentvereinbarungen. Zum einen wurden von Banken Zusagen "bis auf weiteres" gewährt und zum anderen gibt es Kontokorrentvereinbarungen, welche über einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren abgeschlossen wurden. Während des Geschäftsjahres wurden Kontokorrentvereinbarungen bei Bedarf genutzt, um das saisonale Geschäft des DAW Konzerns zu finanzieren. Die Höhe der verfügbaren Linien übersteigt deutlich die benötigte Saisonspitze. Die Kontokorrentvereinbarungen sind variabel verzinslich. In den Verträgen mit Banken sind Kennzahlen (Financial Covenants) mit Zielgrößen sowie Zusatzvereinbarungen zur Besicherung von Vermögensgegenständen, zum Verkauf von wesentlichem Betriebsvermögen und zur Verschuldung vereinbart. Diese wurden während des gesamten Jahres eingehalten. Durch die bestehenden Kreditverträge und die aktuell eingeräumten Kreditlinien ist eine gute finanzielle Ausstattung und Flexibilität des DAW Konzerns gewährleistet. Die Vermögensgegenstände des DAW Konzerns sind im Wesentlichen frei von Besicherungen bzw. Pfandrechten Dritter und für die Gesellschaft frei verfügbar. Ausgenommen hiervon sind branchenübliche Besicherungen von Lieferantenkrediten durch Eigentumsvorbehalte und Anschlusszessionen sowie die branchenüblichen Pfand- und Sicherungsrechte von Kreditinstituten aufgrund der Allgemeinen Geschäftsbedingungen. 3.3.4 Investitionen Schwerpunkte der Investitionstätigkeit im Sachanlagevermögen der DAW SE beruhten in 2022 im Wesentlichen auf der Sanierung des alten Verwaltungsgebäudes und der Modernisierung der Supply Chain am Hauptsitz Ober-Ramstadt, im Wesentlichen durch die Fertigstellung und Inbetriebnahme des Hochregellagers. Weitere Investitionen waren im Wesentlichen Ersatzinvestitionen an diversen Standorten. Innerhalb der immateriellen Vermögensgegenstände wurde insbesondere in die ERP-Systemlandschaft sowie deren Anwendungstemplates investiert, welche ab dem 1. Januar 2023 live gegangen sind. 3.3.5 Liquidität Die Gesellschaften des DAW Konzerns sind zu jederzeit ihren finanziellen Verpflichtungen termingerecht nachgekommen und es gab keinerlei Finanzierungsengpässe. Das per März 2018 abgeschlossene neue Finanzierungskonzept aus einer Mischung aus lang- und kurzfristigen Vereinbarungen sowie einer Mischung aus unterschiedlichen Finanzprodukten versetzt den DAW SE Konzern in eine flexible Lage und bietet ausreichend Sicherheit. Der Finanzmittelfonds (Bestand an Zahlungsmitteln und kurzfristigen, äußerst liquiden Finanzmitteln) in Höhe von TEUR 175.596 abzüglich jederzeit fälliger Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 4.148 des DAW SE Konzerns vermindert sich auf TEUR 70.928. Die Veränderung des Finanzmittelfonds ist bedingt durch einen positiven Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 15.775, einen Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR 79.941 sowie einen negativen Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR 41.850. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich um TEUR 1.371 vermindert. Dem rückläufigen Ergebnis und gesunkenen Rückstellungen stehen im Wesentlichen geringere Zunahmen der Vorräte und andere Aktiva sowie zahlungsunwirksame außergewöhnliche Aufwendungen aus Sonderabwertung auf Vermögenswerte in Russland, Ukraine und Belarus gegenüber. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 26.737 angestiegen. Ursächlich sind im Wesentlichen erhöhte Zahlungen für Zugänge in das immaterielle Anlagevermögen sowie in das Sachanlagevermögen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ist um TEUR 44.664 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gemindert, was insbesondere auf die Tilgung externer Kredite durch die DAW SE zurückzuführen ist. 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Neben den Umsatzerlösen, EBIT, der bereinigten Eigenkapitalquote und der Nettoverschuldung sind wesentliche Leistungsindikatoren die Beschäftigten und der Bereich Nachhaltigkeit. 4.1 Beschäftigte Im DAW SE Konzern ist die Anzahl der Beschäftigten ein sehr wichtiger Indikator für die aktuelle und künftige Entwicklung der Ertragskraft. Die Anzahl der Beschäftigten innerhalb des DAW SE Konzerns ist im Berichtszeitraum leicht zurückgegangen. Der Konzern beschäftigte 2022 durchschnittlich 6.021 Mitarbeiter, die sich auf die folgenden Bereiche aufteilen:
Die vordringlichste Aufgabe im Personalbereich des DAW SE Konzerns ist es, qualifizierte und engagierte Mitarbeiter zu rekrutieren sowie erfahrene Mitarbeiter in der Unternehmensgruppe zu halten und weiterzuentwickeln. Der Erfolg des Unternehmens ist untrennbar mit dem persönlichen Einsatz der Mitarbeiter verbunden. Ob in Produktion, Entwicklung, Verwaltung, Marketing, Aus- und Weiterbildung oder Services: Begeisterungsfähige Mitarbeiter sind gerade in Zeiten verstärkter Marktanforderungen für das Unternehmenswachstum unverzichtbar. Diese Begeisterungsfähigkeit auf allen Ebenen zu wecken und zu erhalten ist für den DAW SE Konzern das wichtigste Ziel. 4.2 Nachhaltigkeit (ungeprüft) Als mittelständisches Familienunternehmen zählt die DAW SE seit Jahren zu den Vorreitern für Nachhaltigkeit in der Branche. Mit Unterzeichnung des Global Compact der Vereinten Nationen bekennt sich die DAW ausdrücklich zu den 10 Prinzipien zu Menschen- und Arbeitnehmerrechten, Schutz der Umwelt und Antikorruption. Die bisherige Fortschrittsberichterstattung fand 2022 erstmalig in Form einer Fragebogen-gestützten Abfrage auf der Global Compact-Plattform statt. Mit Blick auf die neuen gesetzlichen Anforderungen zur Nachhaltigkeit auf internationaler und nationaler Ebene, wie das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, die Corporate Sustainability Reporting Directive und die EU-Taxonomie, hat das Nachhaltigkeitsmanagement die Geschäftsleitung regelmäßig über die neuen Pflichten informiert. Verbunden mit der gestiegenen Bedeutung des Themas wurde das Nachhaltigkeitsmanagement ab März/April 2022 um die Stellen Managerin Nachhaltigkeitsdaten und Managerin Nachhaltigkeitskommunikation erweitert. Darüber hinaus ist das Nachhaltigkeitsmanagement ab Juni 2022 als Stabsstelle mit bereichsübergreifender, gruppenweiter Funktion direkt dem Geschäftsleitungsmitglied Supply Chain (CSCO) zugeordnet worden. Ab Oktober 2022 wurde das Nachhaltigkeitsteam um die Leitungsposition Managerin Sustainability DAW Group final ergänzt. Die kommenden inhaltlichen Anforderungen aus dem Green Deal und dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz wurden in Präsentationen zum "Projekt Nachhaltigkeit 2.0" internen Multiplikatoren vorgestellt und in einem ausführlichen Artikel unter dem Titel "Eine neue Zeitrechnung hat begonnen" in der Mitarbeiterzeitschrift PRISMA 2/2022 beschrieben. Darüber hinaus hat die DAW in 2022 einen gruppenweit gültigen Verhaltenskodex sowie ein Hinweisgebersystem etabliert, das den Anforderungen aus dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) entspricht. Weitere Bausteine aus dem LkSG wurden 2022 angestoßen und umgesetzt, wie die LkSG-Organisation, die Durchführung der Risikoanalyse für den eigenen Geschäftsbereich und die unmittelbaren Zulieferer, die Grundsatzerklärung sowie entsprechende Präventivmaßnahmen. Nachhaltigkeit versteht die DAW als ein Ziel, das in der täglichen Arbeit kontinuierlich berücksichtigt und systematisch gemanagt werden muss. Dies geschieht u. a. durch ein zertifiziertes Integriertes Managementsystem in den Bereichen Qualität (ISO 9001), Umweltschutz (14001), Arbeitssicherheit (OHSAS 18001) und Energie (ISO 50001). Das Zertifikat hat eine Gültigkeit bis März 2024. Als Vorreiter für Nachhaltigkeit hat sich die DAW SE das Ziel gesetzt, aktiv zur nachhaltigen Entwicklung beizutragen. Unterstützt wird das Unternehmen dabei von dem 2010 gegründeten Nachhaltigkeitsbeirat, dem Sustainability Advisory Board (SAB). Das SAB Frühjahrs- und das SAB Herbstmeeting fanden 2022 wie geplant statt. Als mittelständisches Familienunternehmen zählt die DAW seit Jahren zu den Vorreitern für Nachhaltigkeit in der Branche. Auch im Jahr 2022 erhielt das Unternehmen DAW namhafte Auszeichnungen für seine nachhaltige Unternehmensausrichtung und innovativen Leistungen, wie unter anderem den "Responsible Care Award" des Landes Hessen für 2021. 5. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 5.1. Vorbemerkung Der Krieg in der Ukraine stellt Gesellschaft und Wirtschaft auch im kommenden Geschäftsjahr vor große Herausforderungen. Wie sich die Situation entwickelt ist nach heutigem Stand nicht vorherzusehen. Einhergehende Auswirkungen auf Rohstoffwarenströme, die europäischen Energiemärkte sowie Handelsbeschränkungen durch Sanktionen haben unmittelbare Auswirkungen auf die Risikosituation. Staatliche und behördliche Maßnahmen können den DAW Konzern jederzeit, in all seinen relevanten Absatzmärkten, vor große Herausforderungen stellen. Der Krieg in der Ukraine kann sich fortlaufend auf alle nachfolgend genannten Risiken verstärkend, in negativer Ausprägung, sowohl hinsichtlich Umfang als auch Eintrittswahrscheinlichkeit auswirken. In Summe wird von einem überaus anspruchsvollen und herausfordernden nächsten Geschäftsjahr ausgegangen. 5.2 Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Jedes unternehmerische Handeln birgt Chancen und Risiken in unterschiedlichen Ausprägungen und Formen in sich, die einen wesentlichen Einfluss auf die Unternehmensentwicklung ausüben. Seit Beginn der Coronapandemie besteht für den DAW Konzern ein latentes Pandemierisiko. Der DAW Konzern schätzt die Eintrittswahrscheinlichkeit aufgrund weitereichender Lockerungen als niedrig ein. Die Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage werden aufgrund der Erfahrungen der letzten zwei Jahre als gering eingestuft. Es wurde eine Vielzahl von Maßnahmen zur Begrenzung des Risikos etabliert. Diese Maßnahmen wurden an das Pandemiegeschehen angepasst und können kurzfristig wieder ins Leben gerufen werden bzw. in der Intensität erhöht werden. Der DAW Konzern verfolgt seine wesentlichen Vertriebsaktivitäten in Deutschland und hält Beteiligungen an Unternehmen im In- und Ausland. Durch politische Verwerfungen oder den Ausbruch eines Krieges kann es mithin zu erheblichen Einbußen innerhalb der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (kurz VFE-Lage) kommen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird grundsätzlich als mittel eingestuft. Im Februar 2022 ist das beschriebene Risiko in der Ukraine eingetreten. Es bestehen in der Ukraine weiterhin Risiken in Form des Verlusts von Vermögensgegenständen durch Zerstörung. In Russland und Belarus bestehen solche Risiken durch mögliche Enteignungen. Die Geschäfte in der Region sind auf nicht absehbare Zeit gehemmt. Derartigen Risiken kann nur teilweise und in einem geringen Umfang entgegengewirkt werden. Der DAW Konzern versucht durch dezentrale Finanzierungen und den Abschluss von Bundesgarantien den Risiken entgegenzuwirken. Zudem wurden lokale, regionale sowie gruppenweite Krisenstäbe gebildet, um notwendige Maßnahmen zu ergreifen und das Geschehen fortlaufend zu beobachten, mit dem Ziel, Vermögen und Liquidität bestmöglich zu sichern und die Betreuung und Hilfe für unsere Mitarbeiter zu gewährleisten. In betroffenen Regionen wird eine aktive Risikovorsorge betrieben und die Möglichkeiten der Substitution importierter Rohstoffe geprüft. Zudem werden strategische Bestandsreserven aufgebaut und die lokale Finanzierung gestärkt. Soweit im Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernlageberichtes beurteilbar, haben wir diese Risiken im Rahmen von außerplanmäßigen Abschreibungen wie unter der Ertragslage ausgeführt bereits im laufenden Abschluss berücksichtigt. Das Marktumfeld des DAW Konzerns ist sowohl durch die konjunkturelle Entwicklung des internationalen Baugewerbes sowie des Maler- und Stuckateurhandwerks, als auch durch die des privaten Konsumverhaltens geprägt. Der DAW Konzern ist hierbei sehr stark vom stationären Handel abhängig. Aufgrund der internationalen Ausrichtung, ist auch das weltpolitische Geschehen für den DAW Konzern relevant. Durch den Krieg in der Ukraine ist weiterhin von temporären Einstellungen der Geschäftstätigkeit und möglichen Vermögensschäden in der Ukraine auszugehen. Sanktionen im Hinblick auf Finanz- und Warenströme führen wie im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin zu einer Einschränkung des Geschäfts in Russland und Belarus. Zudem besteht in allen relevanten Absatzmärkten die Gefahr verzögerter Bauausführungen aufgrund der Verfügbarkeit von Vormaterialien sowie inflationsbedingt verspäteter Starttermine von relevanten Bauprojekten durch Investoren. Die Umfeld- und Branchenrisiken können einen erheblichen Einfluss auf die VFE-Lage haben. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird als hoch eingestuft. Dem Risiko einer unmittelbaren Abhängigkeit von einzelnen Kundengruppen und Distributionskanälen versucht der DAW Konzern durch ein breites Produktspektrum, ein professionelles Markenmanagement sowie enge Kundenbeziehungen in verschiedenen Vertriebskanälen, Vertriebsmodellen und durch Expansion in weitere europäische Märkte zu begegnen. Staatliche Förderprogramme werden europaweit gesichtet, um entsprechende Chancen am Markt zu ergreifen. Durch einen hohen Umsatzanteil im Bereich der Bautensanierung und -renovierung besteht eine teilweise Abkopplung von der Neubauentwicklung, andererseits partizipiert der DAW Konzern nicht so stark wie die Wettbewerber an einer positiven Neubaukonjunktur. Chancen des DAW Konzerns bestehen bei einer deutlichen Erholung der Konjunktur und einer derzeit nicht erwartbaren hohen Bautätigkeit. In Regionen, in denen wir eine Einschränkung der Geschäftstätigkeit erwarten, wurde eine strategische Bevorratung aufgebaut, um lokal bestmöglich lieferfähig zu bleiben. Die Finanzierung des Geschäfts erfolgt im Rahmen des Möglichen in diesen Regionen lokal. Die Risiken von Rohstoffpreissteigerungen und von Lieferengpässen versucht der DAW Konzern durch einschlägige Steuerungsinstrumente (Lieferantenklassifizierung, Aufbau von Zweit- und Drittlieferanten, erweiterte Orientierung auf ausländische Lieferanten, Mengenverträge Vereinbarungen, Lagerbestandserhöhung) zu minimieren. In begrenztem Umfang ist der DAW Konzern auch in der Lage, zeitweilige Abhängigkeiten von Rohstoffen durch Anwendung alternativer Rezepturen zu vermindern. Die Preise für die Bindemittel sowie für Polystyrol sind indirekt an die Ölpreisentwicklung gekoppelt. Eine allgemeine Verteuerung der Kosten für die Primärenergieerzeugung kann negative Auswirkung auf relevante Rohstoffe und Vorprodukte, beispielsweise Mineralwolle, haben. Weiterhin besteht das Risiko gestörter Lieferketten durch Knappheit an Rohstoffen und Transportkapazitäten. Eine Verschlechterung der Rohstoffpreisentwicklung und Lieferengpässe werden weiterhin erwartet. Ein Eintritt hätte jeweils einen maßgeblichen Einfluss auf die Ertragslage, im Falle teilweiser zeitversetzter und nicht vollumfänglicher Weitergabe an Kunden. Bei einer deutlichen Reduktion der Rohstoffpreise hingegen würden sich Chancen zur Verbesserung der Ergebnissituation bieten, sofern die Preise nicht weitergegeben werden müssen. Die finanziellen Auswirkungen auf die VFE-Lage werden als erheblich eingestuft, bei angenommener hoher Eintrittswahrscheinlichkeit. Durch weiter steigende Energiekosten in der Zukunft besteht für den DAW Konzern das Risiko weiter steigender Kosten für Prozessenergie. Dementgegen stehen durch die aktuelle Klimadebatte in Verbindung mit ansteigenden Energiekosten höhere Chancen des DAW Konzerns, im Bereich WDVS höhere Umsätze zu erzielen. Energetische Maßnahmen an selbstgenutzten Gebäuden können in Deutschland und Italien im Rahmen der Einkommensteuer steuermindernd geltend gemacht werden, sodass hieraus Chancen für den DAW Konzern resultieren werden. Im Zusammenhang mit Förderprogrammen auf EU-Ebene, wie dem EU Green Deal und der EU Renovation Wave, ergeben sich international weitere Wachstumschancen für den DAW Konzern. Die langfristige Entwicklung hängt allerdings stark von der Umsetzung der EU Programme auf nationaler Ebene ab. Für den DAW Konzern gilt es in diesem Zusammenhang weitere Wachstumspotenziale im Ausland zu erschließen. Ein wesentlicher Einflussfaktor, der den Wachstumschancen für WDVS entgegensteht, ist der Mangel an Fachkräften zur korrekten Verarbeitung der Produkte. Die langfristige Entwicklung im WDVS-Bereich hängt zudem von der öffentlichen Berichterstattung ab. Um der negativen und sachlich falschen Berichterstattung in den Medien entgegen zu wirken, wurde der Verein Qualitätsgedämmt e.V. gegründet. Dieser soll einen Anstoß zur sachlichen Diskussion geben und die Verbraucher aufklären. Neben der öffentlichen Aufklärungsarbeit werden alternative Rohstoffe, wie die Mineralwolle eingesetzt. Die finanziellen Auswirkungen der kritischen Diskussion auf die VFE-Lage sowie der Fachkräftemangel werden als erheblich eingestuft und die Eintrittswahrscheinlichkeit als mittel. Der derzeitige Fachkräftemangel auf dem Markt, ist auch bei der DAW bemerkbar. Um dem Risiko der fehlenden Arbeitskräfte vorzubeugen werden entsprechende Maßnahmen innerhalb der Personalabteilung getroffen. Die Professionalisierung der HR-Abteilung und das damit verbundene Active Sourcing sowie dem Aufbau der Arbeitgebermarke mit unterschiedlichen Medienauftritten (z. B. LinkedIn, Instagram), sollen dem Trend entgegenwirken. Weiterhin führt die DAW Retention-Maßnahmen zur Reduktion der Fluktuation im Unternehmen ein. Das Risiko wird als hoch angesehen. Der DAW Konzern ist im Profi-Bereich aufgrund seines hohen Anteils an Produkten für den Außenbereich (WDVS-Produkte/Außenfarben) sehr stark von der Witterung abhängig. Ein langer Winter kann das Ergebnis beeinflussen. Diesem Auslastungsrisiko wird durch flexible Arbeitszeitmodelle und dem Einsatz von Leiharbeitern im Saisongeschäft teilweise begegnet. Die finanziellen Auswirkungen auf die VFE-Lage werden als erheblich eingestuft und die Eintrittswahrscheinlichkeit als hoch. Dem latenten Reklamationsrisiko, insbesondere in den Bereichen WDVS und Bautenschutz, begegnet der DAW Konzern durch permanente Qualitätsüberwachungen durch die Abteilung Qualitätsmanagement, die in das Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001 eingebunden ist. Diese Prozesse werden zudem durch das Dr.-Robert-Murjahn-Institut als eigenes zertifiziertes Institut zur Überwachung der Produktqualitäten unterstützt. Außerdem erfolgen verstärkt regelmäßige Schulungen der Außendienstmitarbeiter sowie der Verarbeiter. Die Verarbeitungsrichtlinien werden darüber hinaus fortlaufend an die neuesten Erkenntnisse angepasst. Zudem erfolgt eine Klassifizierung der Produkte, um deren Einsatzbereich klar zu definieren. Zur Absicherung der Risiken hat der DAW Konzern eine gruppenweite Betriebs- und Produkthaftpflichtversicherung abgeschlossen. Die potenziellen finanziellen Auswirkungen auf die VFE-Lage werden als erheblich eingestuft und die Eintrittswahrscheinlichkeit als mittel. Der DAW Konzern sieht sich verschiedener rechtlicher sowie regulatorischer Risiken ausgesetzt. Hierbei stehen insbesondere stark zunehmende Anforderungen der nationalen und europäischen Gesetzgebung im Vordergrund. Relevante Rechtsgebiete sind insbesondere Antikorruptionsrecht, Kartellrecht, Patentrecht, Steuerrecht, Wettbewerbsrecht, Datenschutz, Umweltschutz, Lieferkettengesetze sowie Produkthaftung. Daneben steigen insbesondere die Berichterstattungspflichten im Rahmen der Nachhaltigkeit und der EU-Taxonomie. Diese Risiken können sich nachhaltig auf den Unternehmenserfolg auswirken sowie zu Reputationsschäden führen. Gegenmaßnahmen bestehen in Form eines sich laufend entwickelnden Compliance-Managementsystems, internen Schulungen zum Kartell- und Wettbewerbsrecht, der Etablierung einer Whistleblower-Hotline, dem Aufbau der Abteilung Corporate Affairs zur Überwachung gesetzlicher Regelungen zu Produkten sowie einem Projekt zur Begegnung der Anforderungen an die Nachhaltigkeit sowie der korrespondierenden Berichterstattung. Die Auswirkungen auf die VFE-Lage werden als erheblich, die Eintrittswahrscheinlichkeit als mittel eingestuft. Der DAW Konzern sieht sich ferner erheblichen grundsätzlichen Cybercrime-Risiken ausgesetzt. Die Eintrittswahrscheinlichkeit sehen wir als hoch an. Dem Risiko wird durch den Ausbau der IT Governance und die ständige Schulung und Information von Mitarbeitern begegnet. Zudem wurde ein Gesamtkonzept zum standardisierten Management der Informationssicherheit entwickelt, eine dezentrale Sicherheitsorganisation wurde implementiert und der Ausbau der technischen Maßnahmen zum Schutz der Angriffserkennung wird fortlaufend vorangetrieben. Die Umsetzung der IT Sicherheitsstrategie wurde als ein strategisches Programm der DAW Geschäftsleitung definiert. Ebenso wurde ein externer Dienstleister als strategischer Security Partner sowie in der Rolle als Cyber Incident Response Dienstleister eingebunden. Zur weiteren Absicherung des Risikos wurde eine entsprechende Versicherung abgeschlossen. In der DAW SE bestehen geringe Währungskursrisiken. In den Tochtergesellschaften der DAW bestehen zum Teil erhebliche Währungsrisiken. Der DAW Konzern hat die Strategie, Währungsrisiken selektiv abzusichern. Es wird bewusst auf eine vollständige Absicherung von Währungen verzichtet, da der DAW Konzern aufgrund der VFE-Lage Währungskursverluste in einem gewissen Umfang verkraften kann. Zur Umsetzung der Strategie hat die DAW ein Währungsboard etabliert, welches die Entwicklung der für die DAW und ihre Tochtergesellschaften wesentlichen Währungen analysiert und bewertet. Aus den Ergebnissen werden Handlungsempfehlungen an die geschäftsführenden Direktoren abgeleitet. Das Währungsboard besteht aus dem für den Bereich Finanzen zuständigen geschäftsführenden Direktor, dem Leiter Finanz- und Rechnungswesen, dem Leiter Treasury sowie den jeweiligen Verantwortlichen für die Regionen. Das Währungsboard hat im abgelaufenen Geschäftsjahr zwei ordentliche Sitzungen abgehalten. Daneben haben Sondersitzungen stattgefunden. Die finanziellen Auswirkungen auf die VFE-Lage werden als moderat eingestuft, bei hoher Eintrittswahrscheinlichkeit. Das Risiko steigender Finanzierungskosten bei einem Anstieg des Zinsniveaus ist für die DAW eingetreten. Bis zum Ende des ersten Quartals 2023 war der langfristige Teil des Konsortialkredits gesichert. Mit der im März erfolgten zweiten anteiligen Tilgung sind die bestehenden Zinssicherungsinstrumente ausgelaufen. Entsprechend ist die Hälfte der ursprünglichen Darlehenssumme nach derzeitigem Stand variabel verzinst. Das Risiko ist für die DAW der Höhe nach beherrschbar. Im Rahmen einer anstehenden Anschlussfinanzierung wird neu über Zinssicherungsinstrumente entschieden. Die übrigen langfristigen Darlehen sind fest verzinst. Hinsichtlich der Sicherungsbeziehungen verweisen wir im Detail auf die Angaben im Anhang. Die finanziellen Auswirkungen auf die VFE-Lage werden als erheblich eingestuft und die Eintrittswahrscheinlichkeit als hoch. Im Hinblick auf nicht abgesicherte Kreditlinien mit marktgebunden Zinsätzen besteht ebenfalls die Möglichkeit eines steigenden Risikos. Die aktuellen Inflationsraten in der europäischen Union könnten einen Anstieg der Zinsen beschleunigen. Die Inanspruchnahme der Kreditlinien ist jedoch auf saisonale Spitzen beschränkt. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird als hoch eingestuft und der Einfluss auf die VFE-Lage als erheblich. In den Kreditverträgen mit den Banken werden Kennzahlen (Financial Covenants) mit Zielgrößen vereinbart. Werden die Zielgrößen der Financial Covenants nicht eingehalten, haben die Banken die Möglichkeit, die Kreditverträge außerordentlich zu kündigen. Hieraus entsteht das latente Risiko, dass die Kreditverträge kurzfristig zurückgezahlt werden müssten. Dieses Risiko für die VFE-Lage wird als erheblich, jedoch mit einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit eingestuft, da die Kennzahlen auf Basis der aktuellen Zahlen im Vergleich mit den Zielgrößen einen ausreichenden finanziellen Spielraum zulassen. Daneben werden die Financial Covenants permanent auf Basis der Hochrechnung und der Planungen simuliert. Bei einer potenziellen Gefahr der Nichteinhaltung würden umgehend Gegensteuerungsmaßnahmen ergriffen. Die aktuellen Planungsrechnungen der nächsten Jahre zeigen nur bei dramatischen Planabweichungen Anzeichen für eine wesentliche Verschlechterung der Kennzahlen. Die Eintrittswahrscheinlichkeiten können grundsätzlich nur schwer beurteilt werden. Gerade im Bereich der politischen Verwerfungen können sehr kurzfristig die Eintrittswahrscheinlichkeiten stark ansteigen. Eine weitere Verschärfung der Lage in der Ukraine und eine zunehmende Dauer des Krieges haben einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Zudem wirken andere exogene Faktoren auf den DAW Konzern ein. Insgesamt befindet sich die Risikosituation gegenüber dem Vorjahr auf einem ungünstigeren Niveau. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernlageberichtes sind neben den im Konzernabschluss abgebildeten Risiken keine Risiken ersichtlich, die im Einzelnen oder in der Gesamtheit den Bestand der Konzernobergesellschaft gefährden oder ihre Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bestandsgefährdend beeinflussen. 5.3 Risikoberichterstattung in Bezug auf die Finanzinstrumente Der DAW Konzern schließt Finanzinstrumente zur Absicherung von Risiken aus steigenden Zinsen sowie zur Absicherung von Veränderungen im Wechselkurs ab. Bei der Absicherung von steigenden Zinsen entsprechen in der Regel die Nominalwerte der Absicherung einem Teil der Nominalwerte der Darlehensverbindlichkeiten. Die Laufzeiten sind äquivalent. Durch die Absicherung erreicht die DAW Sicherheit in Bezug auf die Höhe der Zinsen für Darlehensverbindlichkeiten und kann somit mit einem festen Zinssatz kalkulieren. Durch die Absicherung entfällt für die DAW die Chance, an sinkenden Zinssätzen zu partizipieren. Für den nicht abgesicherten Teil besteht für die DAW das Risiko in steigenden Zinsen. Soweit ein Grundgeschäft für das Finanzinstrument besteht, wird eine bilanzielle Bewertungseinheit gebildet. Bezüglich der bilanziellen Behandlung je Finanzinstrument wird auf den Anhang (Punkt V.) verwiesen. Für drei Tranchen eines Darlehens an eine Tochtergesellschaft im Ausland wurden Absicherungen vorgenommen. Die Absicherungen erfolgten über jeweils einen Cross Currency Swap. Die Nominalwerte sowie die Fristen sind jeweils laufzeitäquivalent. Bei diesen Geschäften wurden bilanzielle Bewertungseinheiten gebildet. Für alle Finanzinstrumente besteht für die DAW ein Kontrahentenrisiko. Sollte der Kontrahent ausfallen, könnten die Finanzinstrumente sofort fällig gestellt werden. Die DAW beurteilt das Risiko bei steigenden Zinsen hinsichtlich des Ausmaßes als gering und die Eintrittswahrscheinlichkeit als hoch. Die finanziellen Auswirkungen auf die VFE werden als erheblich eingestuft und die Eintrittswahrscheinlichkeit als mittel. 5.4 Prognosebericht Die Bundesregierung geht in ihrem Wirtschaftsbericht für das Jahr 2023 von nur einem minimalem Wachstum von 0,2 % für die deutsche Wirtschaft aus. Für die Wirtschaft der europäischen Union wird ein Wachstum von 0,3 % erwartet. Der Wohnungsbau hat sich in Deutschland über viele Jahre als zuverlässige Konjunkturstütze erwiesen. Nach den Plänen der Regierung sollten die Wohnungsfertigstellungen um ein Drittel auf 400.000 steigen. Das war mehr als ambitioniert. Aktuell werden jedoch statt mehr deutlich weniger Wohnungen gebaut. Durch die in den letzten 15 Monaten kräftig gestiegene Bau- und Finanzierungskosten sind Wohnbauprojekte unwirtschaftlich geworden und liegen derzeit auf Eis. Dabei werden viele Wohnungen für die schnell wachsende Bevölkerung benötigt. Das Minus bleibt für viele Experten wohl überschaubar, weil durch den hohen Sanierungsbedarf viel Geld in die Bestandsmodernisierung fließt. Kurzfristig werden die Bauinvestitionen voraussichtlich schrumpfen und die wirtschaftliche Erholung erschweren. Der DAW Konzern erwartet daher für 2023 ein sehr herausforderndes Geschäftsjahr. Insbesondere die hohe Inflation und die stark schwankenden Kosten für Energien erhöhen die Prognoseungenauigkeit und können sich zunehmend negativ auswirken. Unklar ist auch wie politische Entscheidungen bezüglich einzelner Heizsysteme, die Nachfrage im Sektor der Gebäudehülle beeinflussen werden. Der Krieg in der Ukraine hat mit zunehmender Dauer weiterhin negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Betroffen ist insbesondere die Ertragslage in betroffenen Ländern, als auch die Ertragslage von Tochterunternehmen, die in betroffene Länder liefern. Die Finanzierung in den betroffenen Ländern wird durch Sanktionen gehemmt. Zudem ist davon auszugehen, dass das Ausfallrisiko in der Region weiter ansteigt. Es besteht darüber hinaus nach wie vor die Möglichkeit erheblicher Vermögensverluste. Innerhalb des Prognoseberichts hat der DAW Konzern ein sehr herausforderndes Marktumfeld antizipiert, schwerwiegende volkswirtschaftliche und gesamtwirtschaftliche Verwerfungen, auch infolge des Krieges, sind in die Prognose, soweit zum Zeitpunkt der Erstellung der Planung möglich, eingeflossen, werden aber im Rahmen der internen Berichterstattung in Szenarioanalysen fortlaufend betrachtet, um schnellstmöglich auf ein sich veränderndes Marktumfeld zu reagieren. Der DAW Konzern erwartet einen rein preisinduzierten Anstieg der Umsatzerlöse in Höhe von 4,9 % für das Geschäftsjahr 2023. Beim EBIT plant der Konzern für das Geschäftsjahr 2023 ein Ergebnis leicht über dem Niveau von 2022. Es wird von höheren Roherträgen infolge einer besseren Rohertragsmarge ausgegangen. Die Personalkosten werden stark ansteigen. Dies resultiert aus inflationsbedingten Tariferhöhungen. Bezüglich der Abschreibungen wird ein höheres Niveau erwartet. Der negative Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen wird sich leicht erhöhen. In Summe wird ein EBIT-Anstieg von rund 105 % prognostiziert. Bezüglich der bereinigten Eigenkapitalquote wird mit einem Anstieg um rund 2,4 %-Punkte gerechnet, da der prognostizierte Konzernjahresüberschuss die Gewinnverwendung übersteigt und die geplante Konzernbilanzsumme nur in geringem Umfang steigen wird. Hinsichtlich der Nettoverschuldung geht der Konzern davon aus, dass sich diese um rd. TEUR 11.200 verbessern wird. Ursächlich werden insbesondere reduzierte Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sein. Bei der Anzahl der Beschäftigten wird von einem Anstieg um rund 5 % ausgegangen. Der Anstieg ist zum einen durch die geplanten Großprojekte zur Modernisierung der internen Abläufe in Deutschland und zum anderen durch den Aufbau von Mitarbeitern in den ausländischen Fokusgesellschaften begründet. Im Bereich der Nachhaltigkeit wird sich der DAW-Nachhaltigkeitsrat mit der Weiterentwicklung des Themas beschäftigen. Der Aufbau relevanter Berichtsstrukturen aufgrund regulatorischer Vorgaben wird zunehmend umgesetzt. Dem Marktrisiko von Umsatzverlusten wird durch Kostensenkungsmaßnahmen und Maßnahmen zur Effizienzsteigerung begegnet. Des Weiteren werden Investitionen stets vom weiteren Geschäftsverlauf abhängig gemacht. Dieser Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen über künftige Entwicklungen beruhen. Diese Aussagen sind nicht als Garantien dafür zu verstehen, dass sich diese Erwartungen auch als richtig erweisen. Die zukünftige Entwicklung sowie tatsächlich erreichte Ergebnisse sind abhängig von einer Reihe von Risiken und Unsicherheiten und können daher wesentlich von den zukunftsbezogenen Aussagen abweichen.
Ober-Ramstadt, den 31. März 2023 DAW SE Dr. Ralf Murjahn Dr. Jörg Leuninger Dr. Thomas Späth Daniel Weber Steffen Heiko Fischer Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022Handelsregister B des Amtsgerichts Darmstadt, HRB 88725 I. Grundlagen des Konzernabschlusses 1. Die Murjahn SE & Co Familien KG, Ober-Ramstadt (kurz: Familien KG), erstellt nach § 264a HGB einen Konzernabschluss gemäß § 290 HGB mit befreiender Wirkung nach § 291 HGB für den DAW SE Konzern. Die DAW SE erstellt somit aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten freiwillig einen Konzernabschluss. 2. Bei der Erstellung des Konzernabschlusses werden die deutschen handelsrechtlichen Vorschriften angewendet. Darüber hinaus wurden die vom Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee e. V. (DRSC) veröffentlichten Deutschen Rechnungslegungs Standards (DRS) berücksichtigt. Bestehen nach HGB und DRS Wahlrechte hinsichtlich Bilanzierung oder Bewertung oder wurden nach DRS nur Empfehlungen ausgesprochen bzw. über gesetzliche Pflichtangaben hinausgehende Angaben verlangt, so wurden die Vorschriften des HGB angewandt. 3. Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen vollkonsolidierten Unternehmen wurden im Hinblick auf konzerneinheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angepasst. Stichtag der Jahresabschlüsse sämtlicher in den Konzern einbezogener Unternehmen ist der 31. Dezember 2022. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB. Zur Verbesserung der Lesbarkeit werden die "Restlaufzeiten" und die "davon-Vermerke" zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung im Anhang angegeben. Das Geschäftsjahr der Gesellschaft läuft vom 1. Januar bis 31. Dezember jeden Jahres. II. Konsolidierungskreis einschließlich Anteilsbesitz 4. In den Konzernabschluss werden 56 inländische und 45 ausländische Gesellschaften einbezogen. Davon werden acht inländische und acht ausländische Gesellschaften sowie ein inländischer Teilkonzern als assoziierte Unternehmen gemäß § 312 Abs. 1 Satz 1 HGB bilanziert. Die Aufstellung des Anteilsbesitzes ist aus der Anlage 2 zum Anhang ersichtlich. Im Geschäftsjahr 2022 wurde die Gesellschaft N. Haglund Komanditbolag, Göteborg, liquidiert und die Gesellschaft Alpina AB, Göteborg, auf die DAW Nordic AB, Göteborg, verschmolzen. Die Gesellschaft INTHERMO GmbH, Ober-Ramstadt, wurde im Geschäftsjahr auf die DAW SE, Ober-Ramstadt verschmolzen. Im Geschäftsjahr erwarb die DAW SE die restlichen 5 % Anteile an der Synthesa Chemie Gesellschaft mbH, Perg, und hält somit 100 %. Die Synthesa Chemie Gesellschaft mbH, Perg, wiederum erwarb die restlichen 2 % an der Avenarius-Agro GmbH, Wels, und hält damit 100 %. Zudem erwarb die DAW SE Anteile an der LENI Investment GmbH, Darmstadt, in Höhe von 100 %. Die Gesellschaft Ibérica de Revestimientos Grupo EMP, S.L.U. erwarb im Geschäftsjahr 100 % an der Gesellschaft BASMODEC S.L., San Sebastián, und wird somit vollkonsolidiert. Die AGORA Beteiligungs-GmbH & Co KG hat im Geschäftsjahr Anteile in Höhe von 50 % an der HDM Data GmbH, Ober-Ramstadt, erworben. Die Gesellschaft wird somit at-Equity bilanziert. Die DAW FRANCE S.A.S., Boves, erwarb im Geschäftsjahr 17,5 % weitere Anteile an der Caparol Center ASPECT & MATIERES S.à.r.l., L'Union. Somit hält die DAW FRANCE S.A.S., Boves, insgesamt 41,5 % an der Caparol Center ASPECT & MATIERES S.à.r.l., L'Union. Des Weiteren werden eine inländische sowie drei ausländische Gesellschaften aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht konsolidiert. III. Konsolidierungsmethoden und Equity-Bewertung 5. Die Konsolidierungsmethoden des Vorjahres wurden beibehalten. 6. Für Tochtergesellschaften, die vor dem Geschäftsjahr 2010 erworben wurden, erfolgt die Kapitalkonsolidierung gemäß § 301 Abs. 1 HGB a. F. nach der Erwerbsmethode unter Anwendung der Buchwertmethode zum Zeitpunkt der erstmaligen Aufstellung des Konzernabschlusses (1. Januar 2000) bzw. zu einem späteren Erwerbszeitpunkt. Aktive und passive Unterschiedsbeträge werden miteinander verrechnet. Ein verbleibender Saldo wird mit den Gewinnrücklagen verrechnet. 7. Seit dem Geschäftsjahr 2010 erfolgt die Kapitalkonsolidierung gemäß § 301 Abs. 1 HGB nach der Erwerbsmethode unter Anwendung der Neubewertungsmethode. Tochterunternehmen werden gemäß § 301 Abs. 2 HGB zum Zeitpunkt einbezogen, in dem sie erstmalig Tochterunternehmen wurden. Ein verbleibender aktiver Saldo wird als Geschäfts- oder Firmenwert unter den immateriellen Vermögensgegenständen eingestellt und linear mit der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Kann in Ausnahmefällen die voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden, werden planmäßige Abschreibungen über einen Zeitraum von zehn Jahren vorgenommen. 8. Die assoziierten Unternehmen, die vor dem Geschäftsjahr 2010 erworben wurden, werden gemäß § 312 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 HGB a. F. mit dem Betrag, der dem anteiligen Eigenkapital des assoziierten Unternehmens entspricht, angesetzt (Kapitalanteilsmethode). Die Unterschiedsbeträge werden zum Zeitpunkt der erstmaligen Aufstellung eines Konzernabschlusses (1. Januar 2000) bzw. zum späteren Erwerbszeitpunkt ermittelt. Aktive und passive Unterschiedsbeträge werden miteinander verrechnet. 9. Ab dem Geschäftsjahr 2010 werden assoziierte Unternehmen gemäß § 312 Abs. 1 HGB mit dem Buchwert angesetzt und der Buchwert gemäß der "at-Equity-Bilanzierung" fortgeschrieben. 10. Bei der Schuldenkonsolidierung gemäß § 303 HGB werden sämtliche Ausleihungen und andere Forderungen, Rückstellungen, Verbindlichkeiten sowie Eventualverbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen eliminiert. Im Geschäftsjahr in den Einzelabschlüssen vorgenommene Abschreibungen bzw. Einzelwertberichtigungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden eliminiert. Forderungen und Verbindlichkeiten gleichen sich zum Bilanzstichtag bis auf Währungsdifferenzen aus. 11. Aus dem Sachanlagevermögen sowie aus den Beständen an unfertigen und fertigen Erzeugnissen, die auf Lieferungen und Leistungen zwischen den im Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen beruhen, werden die Zwischenerfolge eliminiert. 12. Innenumsatzerlöse sowie andere Erträge aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen werden im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung gemäß § 305 HGB konsolidiert. 13. Die Wertansätze in den Einzelabschlüssen bzw. Konzernabschlüssen der ausländischen assoziierten Unternehmen werden nicht angepasst. Eine Zwischenerfolgseliminierung für Lieferungen an assoziierte Unternehmen erfolgt entsprechend dem Anteil des Mutterunternehmens am assoziierten Unternehmen (§ 312 Abs. 5 Satz 3 und 4 HGB). IV. Bilanzierung, Bewertung und Währungsumrechnungen 14. Die Bilanzierung und Bewertung basieren auf den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nach den Regelungen des HGB und sind gegenüber dem Vorjahr beibehalten worden. Zudem wurden die DRS, sofern anwendbar, berücksichtigt. Wie im Vorjahr gehen wir von der Unternehmensfortführung aus. 15. Entgeltlich erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und planmäßig linear über 3 - 5 Jahre oder die längere vertragliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Der Inhalt der Herstellungskosten umfasst die handelsrechtlichen aktivierungspflichtigen Kostenbestandteile. Zinsen für Fremdkapital werden nicht aktiviert. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn der Nutzungswert infolge von Produktinnovationen oder veränderter Marktbedingungen dauerhaft nicht mehr vorhanden ist. Die Abschreibung auf Zugänge des Geschäftsjahres erfolgt zeitanteilig. Innerhalb der immateriellen Vermögensgegenstände kann von dem Wahlrecht des § 248 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht werden. Die als aktivierte Eigenleistungen erfassten Herstellungskosten umfassen ausschließlich Personaleinzelkosten. Die Geschäfts- oder Firmenwerte aus den Erstkonsolidierungen gemäß § 301 Abs. 1 HGB werden mit der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Kann in Ausnahmefällen die voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden, werden planmäßige Abschreibungen über einen Zeitraum von zehn Jahren vorgenommen. 16. Sachanlagen werden gemäß § 253 Abs. 3 HGB zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Zugänge des Geschäftsjahres werden zeitanteilig abgeschrieben. Der Inhalt der Herstellungskosten umfasst die handelsrechtlichen aktivierungspflichtigen Kostenbestandteile. Zuschüsse von Dritten mindern die Anschaffungs- und Herstellungskosten. Zinsen für Fremdkapital werden nicht aktiviert. Die Abschreibungen werden grundsätzlich nach der linearen Methode berechnet. Die in Vorjahren angewandte Methode der degressiven Abschreibung von Sachanlagen wird fortgeführt; sobald die Abschreibungsbeträge nach der linearen Methode die Abschreibungsbeträge nach der degressiven Methode übersteigen, wird nach der linearen Methode abgeschrieben. Die Nutzungsdauer der einzelnen Anlagegegenstände orientiert sich an den wirtschaftlichen Nutzungsdauern.
Geringwertige Wirtschaftsgüter im Wert von maximal netto EUR 800 werden analog zum Vorjahr im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben. Im Falle von voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden bei immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen auf den beizulegenden Wert vorgenommen. 17. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag werden vorgenommen, wenn die Wertminderung als voraussichtlich dauerhaft angesehen wird. Wenn die Gründe für die in Vorjahren vorgenommenen Abschreibungen entfallen sind, erfolgen Zuschreibungen bis maximal zur Höhe der einst vorgenommenen Abschreibungen. Assoziierte Unternehmen werden mit dem Buchwert angesetzt und im Rahmen des § 312 Abs. 4 HGB fortgeschrieben. 18. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Handelswaren sind mit ihren Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Als Anschaffungskosten wird der gleitende Durchschnittspreis angesetzt. Im gleitenden Durchschnittspreis sind Anschaffungskostenminderungen und Anschaffungsnebenkosten berücksichtigt. Abwertungen werden für Bestandsrisiken, die sich aus erhöhter Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, sowie im Rahmen der verlustfreien Bewertung in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. 19. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten bewertet. Der Inhalt der Herstellungskosten umfasst Materialeinzel- und Materialgemeinkosten, Fertigungseinzel- und Fertigungsgemeinkosten zuzüglich des auf die Produktion entfallenden anteiligen Werteverzehrs des Anlagevermögens sowie anteilige Verwaltungs- und Sozialgemeinkosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen. Abwertungen werden für Bestandsrisiken, die sich aus erhöhter Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Fertigerzeugnisse, deren voraussichtlich erzielbare Verkaufserlöse die Herstellungskosten und die zukünftig noch anfallenden Kosten nicht decken, werden in angemessenem Umfang verlustfrei bewertet. 20. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Für zweifelhafte und strittige Forderungen werden in angemessenem Umfang Einzelwertberichtigungen gebildet. Es werden zudem auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte pauschalierte Einzelwertberichtigungen in Abhängigkeit der Altersstruktur der Forderungen vorgenommen. Forderungen, die mehr als sechs Monate bzw. Forderungen, die mehr als zwölf Monate überfällig sind, werden zu 50 % bzw. 100 % wertberichtigt. Neben dem allgemeinen Kreditrisiko, welchem durch eine Pauschalwertberichtigung auf nicht einzelwertberichtigte Forderungen in Höhe von 2 % Rechnung getragen wird, werden Abgrenzungen für Skonto und Delkredere in Höhe der erwarteten Rechnungsabzüge gebildet. Im Vorjahr berücksichtigte Ausfallrisiken aufgrund der vom deutschen Gesetzgeber eingeräumten coronabedingten Beschränkungen der Insolvenzantragspflicht bezogen auf die überfälligen Forderungen zum Bilanzstichtag 2022 in Höhe von TEUR 800 wurden aufgrund des Wegfalls der Regulierung aufgelöst. Uneinbringliche Forderungen werden ausgebucht. 21. Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zum Nennbetrag bzw. zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des niedrigeren beizulegenden Wertes zum Bilanzstichtag bewertet. 22. Die liquiden Mittel sind zum Nennbetrag bzw. zu Anschaffungskosten angesetzt. 23. Unter dem aktiven bzw. passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen bzw. Erträge für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen. 24. Aktive und passive latente Steuern werden in der Bilanz getrennt ausgewiesen. Sie werden auf Basis von temporären Unterschieden zwischen den bilanziellen und steuerlichen Wertansätzen sowie für ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge und voraussichtlich nutzbare Verlustvorträge angesetzt. Dabei kommen die bei Umkehrung der Unterschiede bzw. Nutzung der Verlustvorträge und Steuergutschriften gültigen nationalen Steuergesetze und Steuersätze zur Anwendung. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge gemäß §§ 274 Abs. 1, 306 HGB wurden wie im Vorjahr angesetzt. 25. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie Übergangsbezüge werden für Versorgungsansprüche der Mitarbeiter und der Pensionäre nach versicherungsmathematischen Grundsätzen entsprechend dem mathematischen Barwertverfahren auf Grundlage verbindlicher Zusagen am Bilanzstichtag gebildet. Als Rechnungsgrundlagen wurden in Deutschland die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Hinreichend sichere künftig erwartete Kostensteigerungen werden in die Berechnung einbezogen. Die Berechnung geht wie von einer Rentendynamik von 2,25 %, einer Bezügedynamik von 2,5 % und einer durchschnittlichen Fluktuation von 4,5 % aus. Abweichend hiervon ist für einige Pensionspläne die Berechnung unabhängig von der Renten- und Bezügedynamik; für diese wurden in den Parametern der versicherungsmathematischen Gutachten 0,0 % hinterlegt. Der Barwert wird im Geschäftsjahr mit dem nach § 253 Abs. 2 HGB von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Zinssatz der vergangenen 10 Jahre (Zinssatz: 1,78 %; i. Vj. 1,87 %) der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, ermittelt. Zusätzlich wird der Barwert der Pensionsverpflichtung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre (Zinssatz: 1,44 %; i. Vj. 1,35 %) der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, ermittelt, um den Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB zu berechnen. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt im Geschäftsjahr 2022 in Deutschland TEUR 2.601. Ausländische Gesellschaften haben als Rechnungsgrundlage die landesüblichen Richttafeln verwendet. Hinreichend sichere künftig erwartete Kostensteigerungen werden in die Berechnung einbezogen. Für die ausländischen Gesellschaften wurden landesspezifische Zinssätze verwendet. 26. Die Steuerrückstellungen sind in Höhe der erwarteten Steuerzahlungen unter Berücksichtigung von Steuervorauszahlungen passiviert. Sofern die Vorauszahlungen die Steuerrückstellungen übersteigen, erfolgt der Ausweis einer Forderung gegen Behörden innerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände. 27. In den sonstigen Rückstellungen werden für alle erkennbaren Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten in angemessenem und ausreichendem Umfang individuelle Vorsorgen getroffen. Sie sind mit dem Erfüllungsbetrag nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dotiert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden hinreichend sichere Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Diese werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre nach § 253 Abs. 2 HGB diskontiert. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden nicht diskontiert. Der Aufwand aus der Aufzinsung für Rückstellungen für Altersteilzeit ergibt sich, indem der im Vorjahr verwendete Rechnungszins auf den mittleren Verpflichtungswert angewandt wird. Der Aufwand aus der Aufzinsung für Jubiläumsrückstellungen ergibt sich, indem der im Vorjahr verwendete Rechnungszins auf den Verpflichtungswert des Vorjahres unter Berücksichtigung der hälftigen gewährten Jubiläumsleistungen des abgelaufenen Geschäftsjahres angewandt wird. Der Aufwand aus der Aufzinsung für Rückstellungen für Garantien ergibt sich, indem der im Vorjahr verwendete Rechnungszins auf den Verpflichtungswert des Vorjahres angewandt wird. Gleiches gilt für Rückstellungen für Archivierungskosten. Das Ergebnis aus Änderungen des Abzinsungssatzes oder Zinseffekte einer geänderten Schätzung der Restlaufzeit werden im operativen Ergebnis ausgewiesen. Die Rückstellungen für Garantien werden pauschal über den durchschnittlichen Garantieaufwand der letzten 5 Jahre ermittelt. Liegen jedoch die bekannten Einzelfälle oberhalb der pauschalen Berechnung, wird dies als Grundlage der Rückstellung verwendet. Im vergangenen Geschäftsjahr bestanden auf Basis einer Betriebsvereinbarung Langzeitkonten für die Mitarbeiter. Aufgrund von Plandeckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde das bestehende Deckungsvermögen mit den Rückstellungen verrechnet. Das Planvermögen bemisst sich nach dem Zeitwert des Investmentfonds. 28. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen am Bilanzstichtag passiviert. 29. Grundlagen der Fremdwährungsumrechnung In den Einzelabschlüssen aller im Euroraum ansässigen Unternehmen werden Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände bzw. Verbindlichkeiten sowie flüssige Mittel in fremder Währung zum Umrechnungskurs (Devisenkassamittelkurs) des Entstehungstages bewertet. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie flüssige Mittel bzw. Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr werden am Bilanzstichtag zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Sofern die Umrechnung von Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag zu einem niedrigeren Betrag bzw. die Umrechnung von Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr zu einem höheren Wert führt, werden diese gemäß dem Imparitätsprinzip mit dem niedrigeren bzw. höheren Wert am Bilanzstichtag bewertet. Im Konzernabschluss erfolgt die Umrechnung der Abschlüsse aller nicht im Euroraum ansässigen vollkonsolidierten Unternehmen nach folgenden Regeln:
Das anteilige Eigenkapital von assoziierten Unternehmen, die nicht im Euroraum ansässig sind, wird mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Währungsdifferenzen werden, ohne sich auf das Ergebnis auszuwirken, mit dem Eigenkapital verrechnet. Die in diesem Abschluss verrechneten Währungsdifferenzen sind in nachfolgender Übersicht dargestellt:
30. Derivative Finanzinstrumente Bestehen derivative Finanzinstrumente im Zusammenhang mit der Sicherung von diesen zugeordneten Grundgeschäften, so werden wahlweise Bewertungseinheiten gebildet. Bei der Bilanzierung der Bewertungseinheiten wird die "Einfrierungsmethodik", wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus den abgesicherten Risiken nicht bilanziert werden, angewandt. V. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen 31. Die Aufgliederung der Posten des Anlagevermögens und ihre Entwicklung im Berichtsjahr sind als Anlage 1 zu diesem Konzernanhang beigefügt. Die Aufstellung des Anteilsbesitzes folgt als Anlage 2 zum Konzernanhang. Im Geschäfts- oder Firmenwert sind TEUR 13.998 (i. Vj. TEUR 7.008) aus der Kapitalkonsolidierung enthalten. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus der Geschäftswertaktivierung der Synthesa Chemie Gesellschaft mbH, Perg für den Kauf der restlichen 5 % Anteile durch die DAW SE sowie der Geschäftswertaktivierung der BASMODEC S.L., San Sebastián. Dementgegen wirken die planmäßigen Abschreibungen. 32. Die folgenden Übersichten stellen die aggregierte Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung der wesentlichen assoziierten Unternehmen dar. Hierin enthalten ist der Teilkonzern Farben-Schmidt GmbH & Co. KG., Friedberg, sowie der Einzelabschluss der farbtex GmbH & Co. KG, Dornstetten.
Die in den Konzernabschluss einbezogenen assoziierten Unternehmen enthalten Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von TEUR 1.698. Umlaufvermögen 33. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 264.520 (i. Vj. TEUR 258.513) haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren weisen im Geschäftsjahr 2022 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit TEUR 470 (i. Vj. TEUR 652) auf. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren wie im Vorjahr im Wesentlichen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sowie aus dem Verrechnungsverkehr. Alle Inlandsverrechnungskonten werden marktüblich verzinst. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen:
34. Definition des Finanzmittelfonds In den Finanzmittelfonds werden Geldbestände, Bankguthaben und andere kurzfristige Geldanlagen sowie jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die zur Disposition der liquiden Mittel gehören, einbezogen. Die Überleitung zur Bilanz stellt sich wie folgt dar:
35. Wertpapiere Die Wertpapiere des Umlaufvermögens betreffen ausschließlich sonstige Wertpapiere. 36. Rechnungsabgrenzungen Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet ein Strukturierungsentgelt auf einen Konsortialkredit in Höhe von TEUR 29 (i. Vj. TEUR 203). 37. Aktive latente Steuern In der Bilanz werden aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 38.618 (i. Vj. TEUR 33.721) ausgewiesen. Davon resultieren TEUR 32.671 (i. Vj. TEUR 30.614) aus temporären Differenzen und TEUR 5.946 (i. Vj. TEUR 3.107) aus Verlustvorträgen, da zukünftig mit ausreichenden positiven Ergebnissen der jeweiligen Gesellschaft gerechnet wird. Die temporären Differenzen resultieren aus sämtlichen Positionen der Aktiva und Passiva mit Ausnahme der Wertpapiere des Umlaufvermögens, der passiven Rechnungsabgrenzungsposten und den liquiden Mittel. Bei der Ermittlung einer sich künftig ergebenden Steuerbe- oder Steuerentlastung sind die steuerlichen Ergänzungsbilanzen berücksichtigt worden. Die verwendeten Steuersätze zur Ermittlung der Steuerlatenzen betragen zwischen 9,0 % und 33,3 %. Eigenkapital und Rücklagen 38. Kapitalanteile Das gezeichnete Kapital ist aufgeteilt in 35.000.000 Stückaktien mit einem Nennwert von EUR 1:
Die erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechneten Unterschiedsbeträge ergeben sich aus kumulierten aktiven Unterschiedsbeträgen in Höhe von TEUR 54.900 (i. Vj. TEUR 54.900) sowie passiven Unterschiedsbeträgen in Höhe von TEUR 61.634 (i. Vj. TEUR 61.634). Im Zuge der Kapitalkonsolidierung der Tochterunternehmen wurden aktive Unterschiedsbeträge in Höhe von TEUR 3.000 mit der Kapitalrücklage verrechnet. 39. Bilanzgewinn Der Bilanzgewinn beträgt TEUR 402.669 (i. Vj. TEUR 394.842) und beinhaltet den Ergebnisvortrag in Höhe von TEUR 394.842 (i. Vj. TEUR 341.456), eine Ausschüttung an die Familien KG in Höhe von TEUR 15.000 (i. Vj. TEUR 15.000), sowie den Konzernjahresüberschuss (nach Fremdanteilen) in Höhe von TEUR 22.827 (i. Vj. TEUR 68.386). Rückstellungen und Verbindlichkeiten 40. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Jahresboni und Rabatte, Garantierückstellungen, Personalkosten, ausstehende Rechnungen, Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften, Rückstellungen für unterlassene Instandhaltung, Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten, Rückstellungen für Werbekosten, Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten, Rückstellungen für Zinsen und weitere Rückstellungen. Aufgrund einer Betriebsvereinbarung wurden Langzeitkonten für Mitarbeiter eingerichtet. Aufgrund von Plandeckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 3 HGB wurden die bestehenden Ansprüche aus insolvenzgesicherten Wertguthaben in Höhe von TEUR 2.064 (i. Vj. TEUR 1.972) mit den Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.168 (i. Vj. TEUR 1.979) verrechnet. Die Anschaffungskosten des Plandeckungsvermögens betrugen zum Stichtag TEUR 2.178 (i. Vj. TEUR 1.972), der Zeitwert belief sich zum Stichtag auf TEUR 2.064 (i. Vj. TEUR 1.972). Zudem wurden hieraus Aufwendungen und Erträge in Höhe von TEUR 206 (i. Vj. TEUR 66) saldiert. 41. Verbindlichkeiten und deren Fristigkeit und Besicherung Die Aufteilung der Verbindlichkeiten ist in der folgenden Tabelle dargestellt.
42. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin resultieren im Wesentlichen aus einem Darlehensvertrag. Die Familien KG hat der DAW SE in 2022 Darlehen in Höhe von TEUR 11.044 zugeführt. Auf die bestehenden Darlehen wurden im Berichtsjahr Tilgungen vorgenommen. Zum Bilanzstichtag valutiert das Darlehen mit TEUR 9.049 43. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren wie im Vorjahr im Wesentlichen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sowie dem Verrechnungsverkehr. Die wesentlichen Inlandsverrechnungskonten werden marktüblich verzinst. 44. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 17.389 (i. Vj. TEUR 15.699), kreditorische Debitoren in Höhe von TEUR 10.684 (i. Vj. TEUR 8.836), Verbindlichkeiten gegenüber der Belegschaft in Höhe von TEUR 3.583 (i. Vj. TEUR 3.430), Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 3.536 (i. Vj. TEUR 3.366), sowie Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen in Höhe von TEUR 921 (i. Vj. TEUR 1.162). 45. In der Bilanz werden passive latente Steuern in Höhe von TEUR 2.716 (i. Vj. TEUR 2.638) ausgewiesen, welche sich ausschließlich aus temporären Differenzen ergeben. Die temporären Differenzen resultieren aus sämtlichen Positionen der Aktiva und Passiva mit Ausnahme der liquiden Mittel, des Geschäfts- oder Firmenwertes, der passiven Rechnungsabgrenzungsposten und der Finanzanlagen. Die verwendeten Steuersätze zur Ermittlung der Steuerlatenzen betragen zwischen 9,0 % und 33,3 %. VI. Erläuterungen zur Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung 46. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse inkl. Nebengeschäft wurden in Höhe von TEUR 972.249 (i. Vj. TEUR 928.500) im Inland und in Höhe von TEUR 686.758 (i. Vj. TEUR 618.455) im Ausland erzielt. Innerhalb des DAW SE Konzerns gibt es fünf strategische Geschäftseinheiten (im Folgenden: SGE), die nach Vertriebskanälen definiert sind. Die Darstellung nach SGE beruht auf der Betrachtungsweise des internen Berichtswesens. Die Abweichung zu der externen Berichterstattung beruht auf der Darstellung der Umsatzerlöse der SGE Marken Inland. Zu den Kunden dieser SGE zählen neben dem freien Großhandel auch verbundene Handelsgesellschaften. In der Darstellung der internen Berichterstattung werden diese Umsatzerlöse hinzugerechnet. Unter der Position Konsolidierungseffekt werden diese Effekte herausgerechnet. Die Umsätze je SGE gemäß interner Berichterstattung stellen sich wie folgt dar:
47. Sonstige betriebliche Erträge Dieser Posten beinhaltet im Wesentlichen Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 22.063 (i. Vj. TEUR 11.314), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 13.402 (i. Vj. TEUR 23.128), sonstige periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.835 (i. Vj. TEUR 229), Erträge aus Versicherungen in Höhe von TEUR 1.160 (i. Vj. TEUR 314), Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 532 (i. Vj. TEUR 1.271), sowie Erträge aus abgeschriebenen Forderungen in Höhe von TEUR 282 (i. Vj. TEUR 395). Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen, Erträge aus abgeschriebenen Forderungen sowie sonstige periodenfremde Erträge stellen periodenfremde Erträge dar. 48. Der Personalaufwand beinhaltet Aufwendungen für Altersversorgung von TEUR 9.408 (i. Vj. TEUR 8.216). 49. Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände von TEUR 7.871 vorgenommen (i. Vj. TEUR 775). Diese betreffen ausschließlich Abschreibungen auf Anlagevermögen in der russischen, der belarussischen und in den beiden ukrainischen Gesellschaften, welche im Geschäftsjahr aufgrund der Kriegssituation und der unsicheren Zukunft in diesen Regionen vorgenommen wurden. 50. Sonstige betriebliche Aufwendungen Dieser Posten umfasst im Wesentlichen Sondereinzelkosten des Vertriebes in Höhe von TEUR 88.054 (i. Vj. TEUR 81.409), Kosten für Reparaturen und Fuhrpark inklusive Miete und Leasing in Höhe von TEUR 50.409 (i. Vj. TEUR 49.269), Gebühren, Beiträge, Beratung und Kommunikation in Höhe von TEUR 49.617 (i. Vj. TEUR 43.973), Miet-, Pacht- und Leasingkosten in Höhe von TEUR 35.031 (i. Vj. TEUR 31.245), Werbe- und Verkaufsnebenkosten in Höhe von TEUR 25.017 (i. Vj. TEUR 23.445), Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 21.455 (i. Vj. TEUR 10.944), Personalnebenkosten sowie Aufwendungen für Leihpersonal in Höhe von TEUR 21.427 (i. Vj. TEUR 22.560), Reisen und Repräsentation in Höhe von TEUR 11.916 (i. Vj. TEUR 7.576), Forderungsverluste und Zuführung zu Rückstellungen und Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 6.491 (i. Vj. TEUR 7.420), Versicherungen in Höhe von TEUR 5.467 (i. Vj. TEUR 5.886), Reklamationen in Höhe von TEUR 1.994 (i. Vj. TEUR 3.065) sowie periodenfremde Aufwendungen aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 910 (i. Vj. TEUR 306). Darüber hinaus werden innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 26.013 (i. Vj. TEUR 0) ausgewiesen. Diese betreffen außergewöhnlich Wertberichtigungen des Umlaufvermögens in der russischen, der belarussischen und in den beiden ukrainischen Gesellschaften, welche im Geschäftsjahr aufgrund der Kriegssituation und der unsicheren Zukunft in diesen Regionen vorgenommen wurden. 51. Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge beinhalten in Höhe von TEUR 1.195 (i. Vj. TEUR 952) Erträge von assoziierten Unternehmen. In den Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Zinserträge aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 57 (i. Vj. TEUR 145) enthalten. 52. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 806 (i. Vj. TEUR 1.090) enthalten. 53. Ergebnis aus assoziierten Unternehmen
54. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der ausgewiesene Steueraufwand bzw. Steuerertrag teilt sich wie folgt auf:
Die laufenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten in Höhe von TEUR 523 periodenfremde Aufwendungen für Steuernachzahlungen für die Vorjahre. VI. Sonstige Angaben 55. Haftungsverhältnisse Zum 31. Dezember 2022 bestanden folgende Haftungsverhältnisse:
Die Inanspruchnahme ist jederzeit möglich. Das Risiko der Inanspruchnahme wird als gering eingeschätzt, da die jeweiligen Gesellschaften aufgrund ihrer Geschäftsentwicklung die fälligen Verbindlichkeiten jederzeit tilgen können. 56. Sale-and-lease-back-Vereinbarungen Des Weiteren bestehen Sale-and-lease-back-Vereinbarungen im Zusammenhang mit Abtönanlagen und Staplern. Diese Vereinbarungen wurden zur Diversifizierung der Finanzierungsarten eingegangen. Die hieraus resultierende Verpflichtung zum 31. Dezember 2022 beträgt TEUR 2.222 (i. Vj. TEUR 1.923). 57. Miete von Immobilien Es werden im Wesentlichen Verkaufsräume für Handels- und Vertriebsgesellschaften, Lagerplätze, Bürogebäude sowie Produktionsstätten angemietet. Diese werden aus strategischen Gesichtspunkten sowie aus Gründen der Flexibilität gegenüber einem Erwerb von Sachanlagen eingegangen. Zum Stichtag beträgt die Verpflichtung TEUR 53.849 (i. Vj. TEUR 56.640). 58. Leasing von Kfz und EDV-Anlagen Sämtliche Kfz werden zur Reduktion der laufenden Handlingkosten geleast. Die hieraus resultierende Verpflichtung zum Stichtag beträgt TEUR 18.920 (i. Vj. TEUR 19.976). Aus dem gleichen Grund werden auch EDV-Anlagen geleast. Hieraus ergibt sich eine Verpflichtung in Höhe von TEUR 487 (i. Vj. TEUR 414). 59. Wartungsverträge Für die EDV-Anlagen der DAW SE und zwei Tochtergesellschaften bestehen langfristige Wartungsverträge. Grund für diese Transaktion ist die Sicherung der EDV-Systemlandschaft. Zum 31. Dezember 2022 besteht eine finanzielle Verpflichtung in Höhe von TEUR 1.268 (i. Vj. TEUR 1.270). 60. Übrige sonstige finanzielle Verpflichtungen
Der Gesamtbetrag an sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich auf TEUR 131.320 (i. Vj. TEUR 171.311). Aufgrund der langfristigen Finanzierungsstruktur der DAW SE werden keine Risiken aus den vertraglich vereinbarten Zahlungsverpflichtungen identifiziert. 61. Geschäfte mit nahestehenden Personen Sämtliche bestehenden Geschäfte mit nahestehenden Personen wurden zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen. 62. Honorare für Abschlussprüfer Die Angabe gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB über das vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar erfolgt im Konzernabschluss der Murjahn SE & Co Familien KG, Ober-Ramstadt. 63. Arbeitnehmer Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 6.021 (i. Vj. 5.921) Mitarbeiter beschäftigt, die sich wie folgt aufteilen:
64. Organbezüge Die Bezüge der Organe im DAW SE Konzern betrugen im Berichtsjahr:
Die Pensionszusagen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung betrugen TEUR 2.174 (i. Vj. TEUR 2.202). 65. Derivative Finanzinstrumente Folgende Finanzderivate bestanden zum 31. Dezember 2022:
Die abgeschlossenen Derivate dienen als Sicherungsgeschäfte. Die Marktwerte sind anhand von mark-to-market-Bewertungen ermittelt. Der in der Bewertung der Zins- und Cross Currency Swaps ausgewiesene Bruttobetrag/Marktwert spiegelt den Barwert der aggregierten Cashflows wider. Die Summe aller abgezinsten Zahlungsströme ergibt den Barwert. In dem ausgewiesenen Bruttobetrag sind aufgelaufene Stückzinsen bereits enthalten. Stückzinsen werden ab dem letzten Abrechnungsdatum bis zum Bewertungsstichtag berechnet. Für die Abzinsung werden laufzeitkongruente, interpolierte Zinssätze (ZeroRates) der entsprechenden Währung herangezogen. Die Marktwerte von Devisentermingeschäften werden auf der Basis von aktuellen Referenzkursen unter Berücksichtigung der Terminauf- und -abschläge bestimmt. Die Zinssicherungsgeschäfte 1 bis 5 sind Forwardswaps und wurden zur Absicherung der variablen Zinsen der langfristigen Finanzierung aus dem Konsortialkredit abgeschlossen. Die Höhe und die Laufzeiten sind kongruent, sodass eine Bewertungseinheit gebildet wurde. Die Cross Currency Swaps wurden zur Absicherung von Ausleihungen an Tochterunternehmen in polnischen Zloty abgeschlossen und werden jeweils als bilanzielle Bewertungseinheit behandelt. Die Höhe der Cross Currency Swaps entspricht den Nominalwerten der jeweiligen Ausleihung. Die Laufzeiten sind äquivalent. Die Marktwerte gleichen die Risiken aus der Bewertung der jeweiligen Ausleihung aus. Die Chancen und Risiken der DAW SE ergeben sich aus der Entwicklung der Zinsen sowie der jeweiligen Wechselkurse. 66. Gewinnverwendung des Mutterunternehmens Die geschäftsführenden Direktoren schlagen vor TEUR 15.000 an die Gesellschafterin auszuschütten. Die Ausschüttung erfolgt aus dem Jahresüberschuss von TEUR 20.066. Der verbleibende Jahresüberschuss soll mit den bestehenden Gewinnvorträgen in Höhe von TEUR 180.659 verrechnet und auf neue Rechnung vorgetragen werden. In 2022 wurde eine Ausschüttung in Höhe von TEUR 15.000 geleistet. 67. Nachtragsbericht Als international agierende Gesellschaft ist die DAW SE von den Konflikten in der Ukraine, in Russland sowie in Belarus weiterhin direkt betroffen. Ein Ende des Konfliktes ist zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichtes nicht absehbar. Die Risiken wurden im Abschluss durch entsprechende Wertberichtigungen auf die Vermögensgegenstände der betroffenen Länder umfassend berücksichtigt. Weitere Risikoanpassungen nach dem Stichtag sind nicht erforderlich. Im März 2023 hat ein Handelswaren-Lieferant der DAW SE Insolvenz angemeldet. Die Fortführung des Geschäftsbetriebes wird durch den Insolvenzverwalter angestrebt. Die Auswirkungen auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage der DAW SE liegen nach vorläufiger Würdigung unter EUR 2 Mio. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, von denen wir einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns erwarten, sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres keine eingetreten. 68. Organe des DAW SE Konzerns Gesellschafterin:
Vorstand der Gesellschafterin:
Verwaltungsrat der DAW SE:
Geschäftsführende Direktoren:
Controlling
Hauptversammlung:
Ober-Ramstadt, den 31. März 2023 Dr. Ralf Murjahn Steffen Heiko Fischer Dr. Jörg Leuninger Dr. Thomas Späth Daniel Weber Entwicklung Konzern-Anlagevermögen im Geschäftsjahr 2022
1 Die Equityanpassungen enthalten die ergebniswirksamen anteiligen Jahresergebnisse der assoziierten Unternehmen, außerplanmäßige Abschreibungen, ergebnisneutrale Währungskursgewinne bzw. -verluste und die Gewinnausschüttungen des Geschäftsjahres. Konsolidierungskreis1. Konsolidierte verbundene Unternehmen (Vollkonsolidierung gemäß § 301 Satz 2 Ziffer 1 HGB)
Bei den genannten Gesellschaften hat die Murjahn SE & Co Familien KG gemäß § 290 Abs.1 HGB die Stimmenmehrheit. 2. Assoziierte Unternehmen (at-equity-Bilanzierung gemäß § 312 Abs. 1 Satz 1 HGB)
Diese Gesellschaften wurden aufgrund des maßgeblichen Einflusses gemäß § 312 Abs. 1 Satz 1 HGB einbezogen. 3. Gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht konsolidierte verbundene Unternehmen
Diese Gesellschaften wurden auf Grund untergeordneter Bedeutung nicht einbezogen. (1) Diese Gesellschaften nehmen die Befreiung nach § 264b HGB in Anspruch. (2) Diese Gesellschaften nehmen die Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch. (3) Die DAW SE hält 38 % direkte Anteile und weitere 51.66 % indirekte Anteile. (4) Diese Gesellschaften werden mit dem letzten verfügbaren Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 einbezogen. (5) Diese Gesellschaft wird mit dem Zwischenabschluss zum 30. Juni 2021 einbezogen. Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2022
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022des DAW SE Konzerns
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die DAW SE, Ober-Ramstadt Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der DAW SE, Ober-Ramstadt, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der DAW SE für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Konzernlageberichts:
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Verwaltungsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den18. April 2023 KPMG
AG
Rataj, Wirtschaftsprüfer Pebler, Wirtschaftsprüfer Bericht des Verwaltungsrates für das Geschäftsjahr 2022der DAW SEDer Verwaltungsrat der DAW SE bestand im Geschäftsjahr 2022 aus folgenden Mitgliedern;
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25.04.2022 wurden Herr Dr. Hans-Joachim Körber (Vorsitzender) und Herr Dr. Ralf Murjahn (stellvertretender Vorsitzender) jeweils mit Wirkung zum 06.05.2022 für die satzungsmäßige Dauer von drei Jahren bis zum 05.05.2025 als Verwaltungsratsmitglieder wiederbestellt. Weiterhin wurde Herr Steffen Heiko Fischer mit Wirkung zum 01.07.2022 für die satzungsgemäße Dauer von drei Jahren bis zum 30,06.2025 und Frau Gloria Diana Glang mit Wirkung zum 27.06.2022 für die satzungsgemäße Dauer von drei Jahren bis zum 26.05.2025 wiederbestellt. Der Verwaltungsrat hat im Geschäftsjahr 2022 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und die Arbeit der Geschäftsführenden Direktoren beratend begleitet und regelmäßig überwacht. Er hat sich in seinen Sitzungen und in Einzelbesprechungen regelmäßig und eingehend über die wirtschaftliche Lage der DAW SE sowie über die grundsätzlichen Fragen der Geschäftspolitik unterrichten lassen und darüber mit den Geschäftsführenden Direktoren beraten. Der Verwaltungsrat wurde von den Geschäftsführenden Direktoren bei allen grundlegenden Entscheidungen einbezogen und zeitnah und umfassend über die wesentlichen Aspekte des aktuellen Geschäftsverlaufs und der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft informiert. Gegenstand der Sitzungen und der Beschlüsse des Verwaltungsrats im Berichtsjahr waren insbesondere
Der von den Geschäftsführenden Direktoren aufgestellte Jahresabschluss der DAW SE für das Geschäftsjahr 2022 nebst Lagebericht wurde durch die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft. Die Prüfung hat nach ihrem abschließenden Ergebnis keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben. Der Abschlussprüfer hat einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der von den Geschäftsführenden Direktoren vorgelegte Jahresabschluss zum Geschäftsjahr 2022 nebst Lagebericht wurde durch den Verwaltungsrat geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung ergaben sich keine Einwendungen. Der Verwaltungsrat stimmte dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu. Der Jahresabschluss wurde gebilligt. Der Gewinnverwendungsvorschlag der Geschäftsführenden Direktoren sieht vor, den in der Gewinn- und Verlustrechnung 2022 ausgewiesenen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 20.066.372,98 in Höhe eines Teilbetrages von EUR 15.000.000,00 an die alleinige Aktionärin auszuschütten und im Übrigen in Höhe des verbleibenden Teilbetrages von EUR 5.066.372,98 auf neue Rechnung vorzutragen. Der Verwaltungsrat hat diesen Vorschlag geprüft und sich ihm angeschlossen. Der von den Geschäftsführenden Direktoren aufgestellte Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2022 nebst Konzernlagebericht wurde durch die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft. Die Prüfung hat nach ihrem abschließenden Ergebnis keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben. Der Abschlussprüfer hat einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Weiterhin wurde auch der von den Geschäftsführenden Direktoren vorgelegte Konzernabschluss zum Geschäftsjahr 2022 nebst Konzernlagebericht durch den Verwaltungsrat geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung ergaben sich insoweit ebenfalls keine Einwendungen. Der Verwaltungsrat stimmte dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu. Der Konzernjahresabschluss wurde gebilligt. Der von den Geschäftsführenden Direktoren vorgelegte Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß §§ 49 SEAG, 312 AktG für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 wurde ebenfalls durch die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk gemäß § 313 Abs. 3 AktG versehen. Die Prüfung des Abhängigkeitsberichts und des diesbezüglichen Prüfungsberichts von KPMG durch den Verwaltungsrat hat ergeben, dass gegen die Schlusserklärung der Geschäftsführenden Direktoren keine Einwände zu erheben sind.
Ober-Ramstadt, den 24.04.2023 Der Verwaltungsrat Dr. Hans-Joachim Körber, Vorsitzender des Verwaltungsrats Feststellung des JahresabschlussesDer Konzernabschluss der DAW SE zum 31. Dezember 2022 wurde am 24. April 2023 festgestellt. |
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