Stammdaten

Register
Amtsgericht Iserlohn HRB 3230
Vorher
MAHLE Brockhaus GmbHMAHLE Motorkomponenten GmbHFrauenthal Powertrain GmbHFrauenthal Powertrain Plettenberg GmbH
Eingetragen
17.7.2001
Branche
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Lagern, Getrieben, Zahnrädern und AntriebselementenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von geschmiedeten Bauteilen und montagefertigen Komponenten sowie von Werkzeugen und Geräten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Oualkadi Mustafa
seit 4.5.2022
Geschäftsführer
Marc Schneider
seit 24.8.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

33.33% identifiziert66.66% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Michael Ostermannm3 holding GmbH+1
33.33%

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
ILYO Solutions GmbH i.G.
33.33%
Schneider Servicegesellschaft mbH i.G.
33.33%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.000.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

oso precision GmbH

Plettenberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Die oso precision GmbH (im Weiteren auch: oso) (vormals Frauenthal Powertrain Plettenberg GmbH) ist ein langjähriger Hersteller von Schmiede- und Stahlpräzisionsteilen und somit ein wichtiger Anbieter für Pleuelstangen und Ausgleichswellen für Verbrennungsmotoren in der Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie.

Neben der hohen Fertigungsgenauigkeit stellen erprobte Automatisierungskonzepte und der schonende Umgang mit Ressourcen die Kernelemente des Prozesses dar.

Das Unternehmen verfolgt eine strategischen Neuausrichtung mit dem Ziel, im Kerngeschäft zusätzliche Aufträge zu gewinnen und parallel die Transformation marktseitig zu begleiten. In diesem Zusammenhang konnte zusätzliches Geschäft in nennenswerten Umfängen gewonnen werden, welches unabhängig vom Verbrennungsmotoren und der Auomobilbranche ist.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Allgemeine Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Im Oktober 2023 wurde vom International Monetary Fund ein Wachstum der Weltwirtschaft i. H. v. 3% für 2023 und für 2024 ein Zuwachs von 2,9% erwartet.

Während das IWF für die Industriestaaten ein, um 1,5% höheres BIP für 2023 schätzt, ist das BIP der Bundesrepublik Deutschland um 0,3% gesunken.

Um der hohen Inflation etgegenzuwirken, hat die EZB ihre Geldpolitik gestrafft und den Leitzins von 2,5% auf 4,5% angehoben.

Die deutsche Wirtschaft leidet unter den hohen Energiekosten, hoher bürokratischer Hürden und einer großen Unsicherheit hinsichtlich der zukünftigen Rahmenbedingungen. Auch für das Jahr 2024 wird vom IMF lediglich ein Wachstum von 0,9% für Deutschland erwartet, was deutlich unterdurchschnitlich im Vergleich zu den anderen Industriestaaten ist.

In der Winterprognose geht das ifo davon aus, dass eine Erholung an den Märkten absehbar ist. Die Inflation ist weiter rückläufig, die Haushaltseinkommen sind überproportional gestiegen, was zu einem Kaufkraftzugewinn geführt hat. Die Inflationsentwicklung wird Einfluss auf die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank haben. Für das Jahr 2024 werden keine weiteren Zinserhöhungen erwartet. Vielmehr geht das ifo in seiner Einschätzung von einer ersten Zinssenkung im Sommer 2024 aus.

Rahmenbedingungen der Automobilbranche

Der Markt für Personenkraftwagen hat sich im Jahr 2023 maßgeblich erholt, liegt aber noch immer unter den Zulassungszahlen vor der Corona-Pandemie. Die Neuzulassungen sind um 13% (vgl. zum Vorjahr) auf ca. 10,5 Millionen in den Ländern der Europäischen Union gestiegen.

Der Nutzfahrzeugmarkt für Nutzfahrzeuge unter 6t in der Europäischen Union verzeichnete im Jahr 2023 einen Rückgang um 14,6% auf rd. 1,6 Mio. Neuzulassungen, während der Markt für Nutzfahrzeuge über 6t einen Anstieg um 17% auf 339 tausend Neuzulassungen verzeichnete.

2.2. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

2.2.1.Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung

Während zu Beginn des Berichtjahres die herrschende Markterwartung war, dass die E-Mobilität und der Absatzzuwachs von reinen Elektrofahrzeugen (BEVs) im Pkw-Markt zu signifikanten Marktrückgängen bei Fahrzeugen mit einen klassischen Verbrennungsmotor führt, hat sich das Meinungsbild im Laufe des Berichtsjahres deutlich verändert. Die Bundesregierung hat im Gesetzesentwurf der Europäischen Union hinsichtlich Neuzulassungen von Pkw ab 2035 eine Technologieoffenheit und damit die Möglichkeit zur Zulassung von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor bei Nutzung von emissionsfreien Kraftstoffen erreicht. Insgesamt entsteht der Eindruck, dass die Technologiewende hin zu BEVs in Deutschland, als auch in anderen absatzstarken Automobilmärkten, an Geschwindigkeit verloren hat. Dennoch suchen OEMs aktuell verstärkt nach Partnern, welche in der Lage sind, ein mögliches Auslaufen des Verbrennungsmotors zu begleiten. Während Mengen konsolidiert werden, sind Vertragslaufzeiten und Planungshorizonte derzeit langfristig und über mehrere Jahre ausgelegt.

Die Nachfrage im Geschäftsjahr 2023 lag deutlich über dem Vorjahr. Im Pkw-Markt konnte ein Zuwachs von rund 20% realisiert werden, während im Markt für größere Pleuelstangen (insb. für Lkw- und Langmaschinen) ein Absatzplus von rund 15% erreicht wurde.

Dieser deutliche Anstieg der Nachfrage stand deutlich verschlankten Kostenstrukturen gegenüber. Teilweise mussten Kapazitäten wieder hochgefahren werden, um der starken Nachfrage Rechnung zu tragen.

Neben der Absatzentwicklung war das Jahr 2023 von massiven Preiseffekten geprägt. Für die Gesellschaft stellt Stahl den wichtigsten Input Faktor dar. Die Entwicklung des Stahlpreises, sowie der Schrott- und Legierungszuschläge, beeinflussen die operative Entwicklung der Gesellschaft. Im Berichtsjahr musste (u.a. durch die Verknappung als Folge der Russland-Sanktionen) neben steigenden Stahl-Basispreisen auch eine Verteuerung der kompletten Kostenstruktur vorfinanziert werden. Mit den Kunden wurden während des Geschäftsjahres Preisanpassungen verhandelt, um kostendeckend produzieren zu können. Die aktuellen Verwerfungen im Bereich der Rohmaterialpreise und der Energiekosten bedeuten allerdings eine Verschlechterung der globalen Wettbewerbsfähigkeit deutscher Produktionsstandorte im Allgemeinen.

Mit Blick auf die zu Beginn des Geschäftsjahres erwartete negative Marktentwicklung haben die Gesellschafter im Frühsommer 2023 entschieden, drei Schmiedeaggregate an die Tochtergesellschaft Frauenthal Roßwein GmbH zu veräußern. Zielsetzung war es, die Vermarktung der Anlagen bei Serienauslauf der aktuellen Produktion vorzubereiten und die Vermarktung vom operativen Geschäft zu separieren. Die Konditionen des Anlagenübergangs haben sich dabei an gutachterlich festgestellten Werten orientiert. Aus dem Anlagenverkauf wurde ein Buchgewinn von TEUR 6.372 realisiert. Im Laufe des Jahres hat sich die Einschätzung des Marktes aufgrund der sich ändernden regulatorischen Rahmenbedingungen deutlich verändert. Die Nachfrage der OEMs hat sich dahingehend entwickelt, dass eine Veräußerung der Anlagen auf Jahre nicht abzusehen ist. Zusätzlich konnten Serienaufträge für Schmiedeteile für ein neues Geschäftsfeld unabhängig vom Verbrennungsmotor gewonnen werden. Das in der zweiten Jahreshälfte entwickelte Konzept zur wettbewerbsfähigen Fertigung dieser Schmiedeteile berücksichtigt die Verwendung eines Typs der o. g. Anlagen. Aufgrund der dargestellten Entwicklungen konnte die Frauenthal Rosswein GmbH ihrem neuen Geschäftszweck, der Vermarktung der ausgelagerten Maschinen, nicht nachkommen. Um gleichzeitig die Gesellschaftsstruktur weiter zu verschlanken, wurde die Frauenthal Roßwein GmbH auf die oso precision GmbH (vormals Frauenthal Powertrain Plettenberg GmbH) verschmolzen. Durch die Verschmelzung sind die zu Jahresbeginn veräußerten Anlagen wieder in das Vermögen der oso precision aufgenommen worden.

In Summe spiegelt der operative Geschäftsverlauf der oso precision GmbH (vormals Frauenthal Powertrain Plettenberg GmbH) die Entwicklung der Branche im Berichtsjahr wieder. Das ausgewiesene Ergebnis ist durch erhebliche außerordentliche Effekte, nicht zuletzt durch den Anlagenverkauf, beeinflusst.

Im Jahr 2023 waren die Produktionskapazitäten am Standort in Plettenberg gut ausgelastet. Die nachhaltig starke Nachfrage im Geschäft mit schweren Pleuelstangen und die auflebende Nachfrage für Pkw-Pleuelstangen führte dazu, dass kurzfristig auf Leiharbeitnehmer zurückgegriffen werden musste, um weiterhin möglichst flexibel auf Marktrückgänge reagieren zu können. Die Gewinnung, Ausbildung und Integration der Leiharbeitskräfte ist gut gelungen.

Die Steigerung der Umsatzerlöse um 18% war im Berichtsjahr sowohl inflations- als auch absatzgetrieben. Dies setzt sich in einer Steigerung des Rohertrages exklusive sonstiger betrieblicher Erträge von 14% auf TEUR 39.157 im Geschäftsjahr fort. Bei dieser Betrachtung wurden sonstige betriebliche Erträge nicht berücksichtigt, um auf das Ergebnis aus der operativen Geschäftstätigkeit vor Sondereffekten abzustellen. Sondereffekte, welche das Ergebnis beeinflusst haben, werden im Abschnitt 2.2.2 "Ertragslage" ausführlich erläutert. Der bedeutendste Sondereffekt besteht in dem einleitend dargestellten Anlagenverkauf, welcher zu einem sonstigen betrieblichen Ertrag i. H. v. TEUR 6.372 geführt hat.

Im Berichtsjahr wird erwartungsgemäß ein positives EBIT in Höhe von TEUR 9.329 erzielt, welches auch nach Bereinigung um den oben genannten Sondereffekt weiterhin positiv ist.

2.2.2. Ertragslage

Der Umsatz der oso precision GmbH (vormals Frauenthal Powertrain Plettenberg GmbH) betrug in 2023 TEUR 111.314 (Vj.: TEUR 94.532) und lag damit, getrieben durch sowohl die Preisentwicklungen an den Märkten als auch die erhöhte Nachfrage über dem Vorjahresniveau. Der Absatz bezogen auf die versendete Tonnage stieg um 17% an. Die Gesamtleistung stieg auf TEUR 112.325 (Vj.: TEUR 96.153).

Der Materialaufwand entwickelte sich analog zur Gesamtleistung und erhöhte sich im Vorjahresvergleich um TEUR 11.947 auf TEUR 72.178. Die Materialaufwandsquote liegt mit 64,3 % der Gesamtleistung um 1,7 %-Punkte über dem Vorjahresniveau (62,6 %). Die Verschlechterung ist maßgeblich durch die massiven Preiseffekte zu erklären. Dadurch, dass die Inflationskosten an den Kunden weitergereicht werden, sinkt bei Preiserhöhungen automatisch die relative Marge.

Der Personalaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 3.338 auf TEUR 25.208 erhöht (Vj.: TEUR 21.870). Hauptursache für diesen starken Anstieg ist der Betriebsübergang der Mitarbeiter der Frauenthal Powertrain Management GmbH & Co. KG (FPO) im Dezember 2022, welcher Folge der Anwachsung der Gesellschaft gewesen ist. Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr tarifvertraglich vereinbarte Sonderzahlungen an die Mitarbeiter geleistet. Ein weiterer bedeutender Effekt ist die Berücksichtigung der Rückstellung für Zahlungen im Rahmen eines Besserungsscheins in Höhe von TEUR 400. Im Berichtsjahr wurde keine Kurzarbeit genutzt. Im direkten Bereich wurden Kapazitätsengpässe durch Leiharbeitnehmer oder befristete Einstellungen ausgeglichen. Der durchschnittliche Mitarbeiterstand der Gesellschaft ist weiter gesunken. Dabei wirkt der bereits in 2022 durchgeführte Mitarbeiterabbau in 2023 ganzjährig und senkt somit den Durchschnitt von 396 Mitarbeitenden auf 376 Mitarbeitende.

Die Abschreibungen werden mit TEUR 1.821 um TEUR 122 höher ausgewiesen, als in der Vergleichsperiode.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 11.051 sind im Geschäftsjahr um TEUR 23.296 geringer. Im Vorjahr wurde diese Position durch den Sondereffekt der Anwachsung der FPO auf die Gesellschaft geprägt. Auch ohne Berücksichtigung des Sondereffektes hat sich der sonstige betriebliche Aufwand um TEUR 806 (Vj.: TEUR 11.857) im Vorjahresvergleich reduziert. Ursachen für die Reduktion ist im Wesentlichen der im Vorjahresvergleich entfallene Aufwand für die Weiterbelastung der Verwaltungsmitarbeiter bei um TEUR 1.433 deutlich erhöhtem Aufwand für Leiharbeitnehmer.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 7.262 resultieren mit TEUR 6.372 aus dem beschriebenen Anlagenverkauf. Darüber hinaus sind die sonstigen betrieblichen Erträge maßgeblich durch Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 600 und Erträge aus Versicherungserstattungen in Höhe von TEUR 144 geprägt.

Das Finanzergebnis beläuft sich auf TEUR -556 (Vj.: TEUR -575). Während die Finanzierungskosten für das getätigte Factoring-Geschäft aufgrund der Basiszinserhöhung gestiegen sind, wirkte die Basiszinserhöhung entlastend auf die Verzinsung der Pensionsrückstellungen. Insgesamt ist der Zinsaufwand im Vorjahresvergleich um TEUR 364 reduziert. Gegenläufig haben sich die Zinserträge um TEUR 345 im Vorjahresvergleich reduziert.

Resultierend aus den vorstehend erläuterten Entwicklungen hat sich das EBIT im Berichtsjahr um TEUR 27.419 auf TEUR 9.329 erhöht. Sowohl im Vorjahr (Anwachsung) als auch im Berichtsjahr (Anlagenverkauf) ist das EBIT von großen Sondereffekten geprägt. Nach Bereinigung um diese Sondereffekte hat sich das EBIT von TEUR 4.400 auf TEUR 2.957 verschlechtert.

In Summe weist die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 mit TEUR 7.722 einen Jahresüberschuss aus.

2.2.3. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme ist im Berichtsjahr um TEUR 4.082 auf TEUR 47.232 angewachsen.

Zugänge im Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 7.993, welche größtenteils mit TEUR 6.911 aus der Aufnahme der 3 Schmiedeaggregate im Rahmen der Verschmelzung resultieren, standen planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.821 und Abgänge in Höhe von TEUR 1.319 gegenüber. Die Festwerte, welche bilanziell zur Abbildung der Werkzeugkomponenten genutzt werden, wurden im Berichtsjahr neu bewertet. Bei der Bewertung wurde ein um TEUR 92 geringerer Ansatz festgestellt.

Die Vorräte sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 333, auf TEUR 11.235 angewachsen, was unterproportional zum Umsatzzuwachs und den Preisanstiegen ist.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 12.142 haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 8.711 deutlich erhöht. Ursächlich für diesen deutlich höheren Ausweis ist der Wechsel des Factoringanbieters mit veränderten Factoringkonditionen: Die Inanspruchnahme des Factorings kann flexibel gestaltet werden. Zum Stichtag wurde keine zusätzliche Liquidität durch die Inanspruchnahme von Factoring generiert, während im Vorjahr noch eine Inanspruchnahme i. H. v. TEUR 7.090 ausgewiesen wurde. Darüber hinaus haben die zuvor beschriebenen Preiseffekte ebenfalls zur Erhöhung der Forderungen beigetragen.

Der im Berichtsjahr generierte Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 7.722 führt dazu, dass der im Vorjahr entstandene nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag in Höhe von TEUR 4.334 ausgeglichen wird. Nach Vorabgewinnentnahme beträgt das Eigenkapital zum Stichtag TEUR 3.088. Die Eigenkapitalquote beträgt 6,5 %.

Pensionsrückstellungen sind unwesentlich von TEUR 23.021 auf TEUR 23.159 erhöht.

Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen von TEUR 6.786 um TEUR 1.109 auf TEUR 7.895, resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der Drohverlustrückstellungen sowie aus Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich mit TEUR 4.813 (Vj.: TEUR 6.563) im Vorjahresvergleich aufgrund der regulären Tilgungen des KfW-Darlehens reduziert.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um TEUR 767 auf TEUR 6.190 angewachsen, was im Zusammenhang mit Inflationseffekten zu sehen ist.

Der Kassenbestand betrug zum Stichtag TEUR 2.560 und weist damit im Vergleich zum Vorjahr einen um TEUR 3.162 geringeren Wert aus. Eine Reduzierung der ausgewiesenen Bankguthaben ist durch die nicht in Anspruch genommene Factoringvereinbarung zu begründen. Für das Geschäftsjahr 2024 ist eine konstante Entwicklung des Kassenbestandes bei unveränderten Rahmenbedingungen im Finanzierungsmarkt geplant.

Der operative Cash Flow vor Sondereffekten war im Berichtsjahr mit TEUR 6.383 positiv und bildete damit die Basis für die Verbesserung der Liquiditätssituation und die Möglichkeit, Factoring nicht weiter in Anspruch zu nehmen. Aufgrund der Rückführung der Inanspruchnahme der Factoringvereinbarung ist der operative Cash Flow mit TEUR -707 negativ. Der Finanzierungscashflow war im Berichtsjahr maßgeblich durch Zilns und Tilgung des Kfw-Darlehens geprägt.

3. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Mitarbeitende

Zum Jahresende beschäftigt die Gesellschaft 371 Mitarbeitende. Zum Vorjahresende waren dies noch 379 Mitarbeitende.

Die Fehlstandsrate lag im Geschäftsjahr durchschnittlich knapp im zweistelligen %-Bereich und damit über dem Vorjahresniveau. Als Folge der Maskenpflicht während der Pandemie führen grippale Infekte oder ähnliche Erkrankungen, sowie auch Corona-Infektionen, zu einer deutlich höhere Abwesenheit.

Als mittelständischer Automobilzulieferer im Sauerland stehen wir in einem harten Wettbewerb um Talente und motivierte Mitarbeitende. Für die Zukunftsfähigkeit und das angestrebte Wachstum des Unternehmens sind hochmotivierte und qualifizierte Mitarbeitende essentiell. Die Umfirmierung zur oso precision GmbH (vormals Frauenthal Powertrain Plettenberg GmbH) hat zu einer veränderten, weiter gesteigerten Wahrnehmung am Mitarbeitermarkt in der Region geführt. Dies soll weiterentwickelt werden. Zudem soll die eigene Ausbildungswerkstatt die Grundlage für den Mitarbeiterstamm der Zukunft entwickeln.

Einkauf

Für die oso precision GmbH (vormals Frauenthal Powertrain Plettenberg GmbH) zählt Energie, neben Stahl, zu den wichtigsten Rohstoffen.

Hinsichtlich des Input-Faktors Stahl hat sich der Basispreis im Geschäftsjahr weiter deutlich erhöht. Schrott- und Legierungszuschläge als maßgebliche Preiskomponente unterlagen unterjährig nur leichten Schwankungen.

Darüber hinaus ist der Energiemarkt für Strom und Gas in den vergangenen Jahren durch massive Preisanstiege in den Fokus gerückt. Aufgrund des hohen prozessbedingten Verbrauchs hat sich die Energiebeschaffung zu einem wesentlichen Wettbewerbsfaktor entwickelt. Der durch die Stahlwerke in 2022 eingeführte Energiezuschlag hatte auch 2023 Bestand. Diese zusätzliche Preiskomponente führte im Berichtsjahr zu einer weiteren, schwankenden Preiskomponente im Vormaterial, für die es aber Regelung zur Weitergabe an die Kunden gab.

Qualitätsmanagement

Im Qualitätsmanagement haben sich keine Änderungen ergeben. Sämtliche Vorgänge im Unternehmen werden erfasst, ausgewertet und hinterfragt. Die Erkenntnisse bilden den Ausgangspunkt für eine weitere Optimierung der Prozesse mit dem Ziel, die interne Ausschussrate zu verbessern.

Es gab keine signifikanten Reklamationen im Wareneingang oder von Kundenseite, Feldausfälle aufgrund fehlerhafter Bauteile wurden nicht berichtet. Dies bestätigt, dass die Instrumente der Qualitätssicherung wirksam greifen und das Ergebnis trägt dazu bei, dass oso precision als zuverlässiger Partner angesehen wird.

4. Chancen- und Risikobericht

4.1. Chancenbericht

oso precison stellt sich der Veränderung in der Automobilindustrie. In Verbindung mit dem Ziel der Klimaneutralität werden Konzepte zur Elektrifizierung der Mobilität stark gefördert. Das derzeit attraktivste Konzept in diesem Zusammenhang ist der Hybrid-Antrieb, welcher Verbrennungsmotor und Elektroantrieb kombiniert. Damit werden Pleuelstangen weiterhin verwendet und so bleibt dieses Produkt eine wesentliche Komponente in der Automobilindustrie. Langfristig stellt die Entwicklung CO 2 -neutraler Kraftstoffe (eFuels) eine mögliche, langfristige Perspektive für die oso precision dar.

Bereits seit 2020 wird intensiv an der marktseitigen Transformation und somit Neuausrichtung des Unternehmens gearbeitet. Als aktuelles Kernprodukt ist die weitere Absicherung der starken Marktposition im Bereich Pleuelstangen, welche sukzessive hinsichtlich neuer Kunden und Regionen ausgebaut werden soll, für die Gesellschaft von großer Bedeutung. Darüber hinaus wird intensiv an dem Marktzugang zu Produkten gearbeitet, welche außerhalb des Verbrennungsmotors liegen, um das Produktportfolio zu diversifizieren und gleichzeitig Abhängigkeiten zu reduzieren. oso precision hat zwei Serienaufträge für Schmiedeteile in alternativen Märkten gewonnen, deren Serienanlauf in 2024 erfolgen wird.

Chancen werden weiterhin in der Optimierung der Arbeits- und Ablauforganisation, sowie in der weiteren Erhöhung des Automatisierungsgrades in der Schmiede- und Endfertigung, gesehen. Ein hoher Automatisierungsgrad ist im Schmiedeprozess von doppelter Bedeutung. Zum einen werden die Personalkosten reduziert und damit die Wettbewerbsfähigkeit verbessert. Zum anderen sichert ein hoher Automatisierungsgrad konstante Fertigungsparameter, die notwendig sind, um gleichmäßige Bauteilqualität sicherzustellen. In 2023 wurde in die weitere Automatisierung der Schmiedeproduktion investiert. Auch für 2024 werden Investitionen in signifikantem Umfang berücksichtigt.

Die hohe Präzision, der beträchtliche Automatisierungsgrad und die erstklassige Produktqualität sind heute die Wettbewerbsvorteile von oso precision - darin sehen wir eine große Chance für die weitere Entwicklung der Gesellschaft. Die Gewichtsgenauigkeit von +/- 5 g vereinfacht die internen Fertigungsprozesse unserer Kunden und reduziert damit die Gesamtkosten - ein bedeutendes Alleinstellungsmerkmal im Markt. Wir sind sicher, dass wir diesen Vorteil auch für andere Produkte außerhalb unserer aktuellen Produktpalette nutzen können und Mehrwert für potentielle Kunden schaffen.

Ein weiteres Feld der Automatisierung ist die Endkontrolle von Schmiedeteilen auf Oberflächenfehler, die heute üblicherweise manuell durchgeführt wird. oso precision nutzt die Chance eines homogenen Produktspektrums zur Entwicklung einer Automatisierung dieser Kontrolle. Derzeit werden drei vollautomatische optische Prüflinien betrieben. In den vergangenen Jahren wurde dieses Konzept hinsichtlich Kamerakonfiguration, Handling und Steuerung kontinuierlich weiterentwickelt. Der nächste Entwicklungsschritt wird der Einsatz einer künstlichen Intelligenz sein.

Die Verschlankung der indirekten Strukturen wurden im Berichtsjahr finalisiert und somit das Unternehmen an die Marktentwicklungen der vergangenen Jahre angepasst. Dadurch wurde sichergestellt, wettbewerbsfähig und resilient für die Zukunft aufgestellt zu sein. Insbesondere die hohe Belastung durch Fixkosten wurde durch die vorgenommenen Anpassungen der vergangenen Jahre optimiert.

4.2 Risikobericht

Das weltpolitische Spannungsfeld rund um die Ukraine-Krise, deren Ausweitung einen Risikofaktor darstellt. Weitere Risikofaktoren sind die Anbahnung anderer internationaler Konflikte wie beispielshalber Nord-Korea, die Handlungen in Israel, die Beziehung zwischen den USA und China, insb. mit Blick auf die Taiwan-Politik. Dies stellt eine Fülle von Risiken dar, die schwer greifbar sind. Bei einer Ausweitung der Krisenherde in der Welt und einer nachhaltigen Beteiligung der Industriestaaten ist davon auszugehen, dass dies signifikanten Einfluss auf die Nachfrage haben wird. Etwaige Auswirkungen sind allerdings nur schwer einzuschätzen.

Während der Pkw-Markt geringeren Abrufschwankungen unterliegt und in den letzten Jahren aufgrund der bekannten Markteinflüsse eine rückläufige Nachfrage ausweist, ist der Nutzfahrzeugmarkt als Investitionsgütermarkt zu sehen und entsprechend durch die Konjunkturerwartungen und den Kapitalmarktzugängen getrieben.

Die Inflationsentwicklung, resp. die Kaufkraftentwicklung stellt ein weiteres Risiko hinsichtlich der nachhaltigen Nachfrage und Finanzierbarkeit in den oben genannten Fahrzeugmärkten dar.

Als Folge der Inflationsbekämpfung stellt die Zinspolitik der EZB ein weiteres Risiko dar, welches die Nachfrage abermals dämpfen kann. Dies kann aus dem geringeren Grenznutzen mit Blick auf mögliche Zinserträge oder -kosten im privaten Konsum, als auch mit erschwerten Finanzierungsmöglichkeiten im Investitionsgeschäft in Verbindung stehen.

Die Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Lage hat zur Folge, dass immer mehr Unternehmen sich mit Liquiditätsproblemen konfrontiert sehen. Entsprechend ist ein erhöhtes Risiko von Zahlungsausfällen zu erwarten. Diesem Risiko wurde im Rahmen der Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Um ein mögliches Ausfallrisiko zu minimieren, wird ein aktives Forderungsmanagement betrieben.

Die Gesellschaft ist gut ausfinanziert und hat Finanzverbindlichkeiten mit langfristigen Zinsbindungen, wodurch das Zinsrisiko ausgeschlossen wurde.

Durch die Sanktionierung von Russland und die daraus resultierende Verknappung des Stahlmarktes ist die Versorgung mit Vormaterial in den Fokus des Risikomanagements gerückt. Intensiv wird daran gearbeitet weitere Lieferanten-Produkt-Konstellationen durch die Kunden freigeben zu lassen, um der Unsicherheit zu begegnen. In diesem Zusammenhang werden neue Stahlwerke und bevorzugt Lieferanten von "grünem" Stahl den Kunden vorgestellt.

Im Bereich der Produktion von Fahrzeugkomponenten wie Pleuelstangen werden üblicherweise ein- oder mehrjährige Lieferverträge abgeschlossen, die die Produkte und Konditionen definieren, aber keine verbindlichen Liefermengen für den Gesamtzeitraum festlegen, da diese von der Marktnachfrage abhängen. In der Regel schließen die Kunden keine sogenannten "Single-Source-Verträge" ab. Dies bedeutet, dass aus vertraglicher Sicht Kunden ihre Bestellungen in bestimmten, begrenzten Bandbreiten zu Wettbewerbern verlagern können. Faktisch ist es jedoch meist so, dass aus ökonomischen und technischen Gründen für einen Großteil der Teilenummern oso precision der einzige Lieferant ist und die Kunden kurz- bis mittelfristig keine Alternativlieferanten für einzelne Produkte haben. Der Abschluss und die Verlängerung von solchen Verträgen hängen von der Wettbewerbsfähigkeit des Zulieferers ab. Die Kundenentscheidungen werden dabei primär durch die Preise und die Fähigkeit, durch kontinuierliche Produktivitätsverbesserungen auch Kostensenkungen an die Kunden weiterzugeben, bestimmt. Darüber hinaus spielen Lieferfähigkeit, Produktqualität, Zuverlässigkeit und technische Kompetenz bei Neuentwicklungen eine Rolle.

Zwischen der Auftragserteilung, die in der Entwicklungsphase eines PKW- oder LKW-Modells erfolgt, und dem Produktionsanlauf kann ein Zeitraum von mehreren Jahren liegen, in dem Kapital in Werkzeugen, Anlagevermögen oder Sicherheitsbeständen gebunden sein kann. oso precision ist daher dem Risiko von Verzögerungen im Entwicklungs- und Markteinführungsprozess der Kunden und nicht erreichten Vertriebszielen ausgesetzt. Diese Risiken werden durch genaues Monitoring der Kunden und durch entsprechende Zahlungsziele mit Werkzeug- und Maschinenlieferanten sowie Finanzierungslösungen im Anlagebereich abgemildert.

5. Prognose

Für das Geschäftsjahr 2024 geht die Geschäftsführung von einem leicht rückläufigen Markt, insbesondere im Segment der schweren Nutzfahrzeuge, aus, soweit sich die weltpolitischen Stimmungen nicht weiter verschlechtern. Während für die erste Jahreshälfte ein Absatz auf dem Niveau des Vorjahres erwartet wird, ist das zweite Halbjahr mit reduzierten Bedarfen in den Planungen berücksichtigt.

Die Preisanstiege für Stahl und Energie (i. W.) müssen vorfinanziert und an die Kunden weitergegeben werden.

Als Ergebnis der umgesetzten strukturellen Anpassungen im Jahr 2023 ist davon auszugehen, dass die Kostenstruktur nachhaltig wettbewerbsfähig gestaltet und hinsichtlich möglicher Marktrückgänge hin zu mehr Resilienz entwickelt wurde.

Zusätzlicher Finanzierungsbedarf besteht für das laufende Geschäftsjahr nicht. Die derzeitige Finanzierungsstruktur wird der aktuellen Marktentwicklung gerecht und ermöglicht es die geplante Transformation auf der Marktseite durch Investitionen zu unterstützen. Für weitere Ausführungen verweisen wir auf den Risikobericht.

Anstiege der Leitzinsen haben mit Blick auf die Finanzierungsstruktur nur einen untergeordneten Einfluss auf die Ertragsfähigkeit der Gesellschaft. Ergebnisseitig und bilanziell wird bei anhaltend hohen Zinsen mit einer nachhaltigen Entlastung der Pensionsbelastungen gerechnet.

Für das laufende Geschäftsjahr wird ein positives EBIT geplant, welches unterhalb des Berichtsjahresniveaus (bereinigt um den Sondereffekt Anlagenverkauf) liegt. Das Jahresergebnis ist weiterhin positiv geplant. Grundvoraussetzung dafür ist die erwartete Marktentwicklung.

6. Nachhaltigkeit und Diversität (nicht geprüfter Bestandteil des Lageberichts)

Als Unternehmen mit seinen Produktwurzeln in der Warm-Massiv-Umformung stellt Energie einen relevanten Produktionsfaktor dar. Somit ist die Reduzierung des eigenen CO 2 -Fußabdrucks ein Thema, welches seit Jahren konsequent verfolgt wird. Durch optimierte Prozesse und Investition in moderne, auf die Produkte abgestimmte Anlagen, konnte der CO 2 -Abdruck durch die daraus resultierenden Verbrauchsoptimierungen im Berichtsjahr um 4% reduziert werden.

Die konsequente Nutzung von erneuerbaren Energien wird auf Realisierbarkeit geprüft.

Als Partner der NOCARBforging 2050 Initiative ist die Gesellschaft einer der Treiber, eine ganze Branche Umweltfit für die Zukunft zu machen.

Auf der Beschaffungsseite wird Stahl schon heute möglichst über Bahnverkehr bezogen, um der Umwelt gerecht zu werden. Zudem wird daran gearbeitet zukünftig "grünen" Stahl bei den ersten Kunden zum Einsatz zu bringen, um die Durchlässigkeit vom Vorprodukt bis zum Endkunden sicherzustellen.

Um den Mitarbeitenden die Möglichkeit und Anreize für einen gesunden Lebenswandel zu geben, unterhält das Unternehmen ein eigenes Fitnessstudio, zu welchem jeder Mitarbeitende nach entsprechender Einweisung Zugang zu hat. Zudem wird umfangreich Obst an die Mitarbeitenden verteilt, um Ernährungsimpulse zu setzen. Genauso selbstverständlich wie die o. g. Maßnahmen sind gezielte Beratungstermine, um Mitarbeitende bspw. mit Blick auf die Ernährung zu unterstützen.

Ausbildung wird als soziale Verantwortung gegenüber der Gesellschaft gesehen. Entsprechend wird kontinuierlich ausgebildet und in Kooperation mit einer Förderschule wird auch Schülern in Sondersituationen die Chance auf eine abgeschlossene Ausbildung gegeben.

Brachflächen am Firmengelände werden einem ortsansässigen Schäfer zur Verfügung gestellt, welcher seine Schafe so ganzjährig weiden lassen kann.

Diversität ist ein Schlüssel, um Wandel erfolgreich zu leben. Offenheit für neue Arbeitsmodelle, Ideen und Veränderungen sind für uns ebenso selbstverständlich wie respektvoller Umgang, Gleichbehandlung von unterschiedlichsten Kulturen und Ideologien.

 

Plettenberg, 29.03.2024

gez. Mustafa Oualkadi

gez. Marc Schneider

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 50.246,23 151.383,23
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.540.459,08 2.876.693,08
2. Technische Anlagen und Maschinen 14.713.179,00 9.387.976,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 406.688,00 434.276,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.173.069,69 967.728,18
18.833.395,77 13.666.673,26
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 17.571,60 167.571,60
18.901.213,60 13.985.628,09
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.451.160,97 6.105.430,61
2. Unfertige Erzeugnisse 2.389.135,45 1.873.457,73
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 3.394.794,57 2.920.675,83
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 2.375,00
11.235.090,99 10.901.939,17
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.142.402,25 3.431.111,59
2. Sonstige Vermögensgegenstände 2.384.257,11 4.678.805,51
14.526.659,36 8.109.917,10
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.560.108,13 5.721.918,50
28.321.858,48 24.733.774,77
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 0,00 87.109,84
D. NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG 0,00 4.334.371,97
47.223.072,08 43.140.884,67

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 6.000.000,00
II. Bilanzgewinn (Vorjahr: Bilanzverlust) 2.087.601,48 -10.334.371,97
III. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 4.334.371,97
3.087.601,48 0,00
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 23.158.503,00 23.021.104,00
2. Steuerrückstellungen 1.350.866,49 323.166,49
3. Sonstige Rückstellungen 7.894.716,19 6.785.670,64
32.404.085,68 30.129.941,13
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.812.500,00 6.562.500,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.189.564,77 5.423.082,69
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 124.580,34
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 7.891,79 0,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 721.428,36 900.780,51
- davon aus Steuern: EUR 204.066,69 (Vorjahr: EUR 230.145,33)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 1.193,73 (Vorjahr: EUR 2.796,37)
11.731.384,92 13.010.943,54
47.223.072,08 43.140.884,67

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 111.314.268,05 94.532.016,99
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 989.796,46 1.618.553,52
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 20.789,47 2.402,57
4. Sonstige betriebliche Erträge 7.261.984,22 3.904.300,97
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -59.372.329,09 -53.400.487,44
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -12.805.637,76 -6.830.265,84
-72.177.966,85 -60.230.753,28
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -20.244.326,69 -17.858.050,88
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -4.963.324,89 -4.011.886,98
- davon für Altersversorgung: EUR 906.883,64 (Vorjahr: EUR 206.080,45)
-25.207.651,58 -21.869.937,86
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.820.716,28 -1.699.494,29
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -11.051.239,18 -34.347.229,14
davon aus der Währungsumrechnung: EUR 25.409,25 (Vorjahr: EUR 46.164,54)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 20.075,00 365.210,73
- davon aus der Abzinsung von Rückstellungen: EUR 19.549,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -576.175,65 -939.808,14
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: EUR 278.468,00 (Vorjahr: EUR 705.528,00)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.003.529,00 1.293,00
12. Ergebnis nach Steuern 7.769.634,66 -18.663.444,93
13. Sonstige Steuern -47.661,21 -254.347,49
14. Jahresüberschuss (Vorjahr: Jahresfehlbetrag) 7.721.973,45 -18.917.792,42
15. Verlustvortrag (Vorjahr: Gewinnvortrag) -10.334.371,97 8.583.420,45
16. Ertrag aus der Kapitalherabsetzung 5.000.000,00 0,00
17. Ausschüttung -300.000,00 0,00
18. Bilanzgewinn (Vorjahr: Bilanzverlust) 2.087.601,48 -10.334.371,97

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben

Die oso precision GmbH (im Folgenden auch kurz "oso" oder "Gesellschaft" genannt) ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Iserlohn unter der Nummer 3230 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Zum 01. November 2023 wurde die Tochtergesellschaft Frauenthal Roßwein GmbH (im Folgenden auch kurz "FRO" genannt) auf die oso precision GmbH verschmolzen.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen aktiviert. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte werden über einen Zeitraum zwischen drei und sechs Jahren abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden in Ausübung des Wahlrechts nach § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB nicht aktiviert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Sachanlagen werden über einen Zeitraum zwischen einem und 48 Jahren abgeschrieben. Die anderen Technischen Anlagen und Maschinen beinhalten einen Festwert für Werkzeuge i.H.v. TEUR 4.867 (Vorjahr: TEUR 4.958), welcher im Rahmen einer Inventur zum 31. Dezember 2023 überprüft wurde.

Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außenplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Die Vorräte sind mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden nach der gleitenden Durchschnittspreismethode bewertet, unfertige und fertige Erzeugnisse unter Einbeziehung angemessener Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und des Wertverzehrs der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. Liegen die Marktpreise unter den Buchwerten oder ist die Gängigkeit der Produkte eingeschränkt, erfolgen in ausreichendem Umfang Abwertungen.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, geleistete Anzahlungen sowie Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennbetrag angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung gebildet.

Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Für die Berechnung wurde der von der Deutschen Bundesbank nach Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung bekanntgegebene Diskontierungszins verwendet. Der angewandte Zinssatz beträgt 1,82 %. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 3,0 % und erwartete Rentensteigerungen mit 2,0 % berücksichtigt. Die Fluktuation wurde firmenspezifisch für die Mitarbeiter individuell nach Geschlecht und Alter berücksichtigt.

Bei der Bewertung der Pensionsrückstellung wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB ein 10-Jahresdurchschnittszinssatz angewendet. Das Wahlrecht, Zinsänderungen gegenüber dem Vorjahr nicht im Personalaufwand, sondern im Finanzergebnis zu erfassen, wird in Anspruch genommen. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 3 HGB beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 252.

Die Steuerrückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Die ausschließlich der Erfüllung der Verpflichtungen aus Altersteilzeit dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Das Deckungsvermögen umfasst zum Marktwert bewertete Wertpapiere.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die davon-Vermerke in der Gewinn- und Verlustrechnung umfassen sowohl die nicht, als auch die realisierten Währungskursdifferenzen.

Die Gebühren für den Forderungsverkauf wurden im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen.

3. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt.

In den Zugängen zum Anlagevermögen sind in Höhe von TEUR 6.702 Technische Anlagen und Maschinen erfasst, die sich aus der Übernahme der Vermögensgegenstände und Schulden im Wege der Verschmelzung ergeben. Die Übernahme der Vermögensgegenstände erfolgte zu den tatsächlichen Anschaffungskosten.

Unter den Finanzanlagen wird die Beteiligung an der oso US LLC (vormals: Frauenthal Powertrain US LLC) ausgewiesen.

Anteilshöhe: TEUR 18 (100 %)
Höhe des Eigenkapitals: TEUR 37
Jahresüberschuss: TEUR 2

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen gegen Dritte und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Laufzeit von unter einem Jahr.

Die Einzelwertberichtigungen konnten als Folge des intensiven Forderungsmanagements auf niedrigem Niveau gehalten werden. Für Pauschalwertberichtigungen wurde der zu Grunde gelegte Satz im Geschäftsjahr von 2,4% wieder auf 1,5% herabgesetzt. Im Jahr 2020 wurde dieser aufgrund des in Folge der Corona Pandemie erhöhten Ausfallrisikos angepasst.

Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr im Wege der vereinfachten Kapitalherabsetzung nach § 58a GmbHG von EUR 6,0 Mio. auf EUR 1,0 Mio. herabgesetzt. Die Herabsetzung dient der Deckung des im Geschäftsjahr 2022 eingetretenen Verlustes.

Nach § 268 Abs. 8 HGB ergibt sich keine Ausschüttungssperre aus der Bewertung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert.

Darüber hinaus ergibt sich aus der unterschiedlichen Höhe der Rückstellung für Altersversorgungsverpflichtungen bei Bewertung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre im Vergleich zu einer Bewertung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag i. H. v. TEUR 252, für den eine Ausschüttungssperre gem. § 253 Abs. 6, S. 2 HGB gilt.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen, in der Reihenfolge ihrer Höhe mit der größten Rückstellung beginnend, genannt: Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Verkaufsgeschäften, Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern, ausstehende Rechnungen, unterlassene Instandhaltungen sowie Garantie und Gewährleistungsrisiken.

Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB für Rückstellungen aus Altersteilzeitverpflichtungen und entsprechende Sicherungsguthaben (Wertpapiere):

Angaben in TEUR Gesamt
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 2.233
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 1.116
Beizulegender Zeitwert (Kurswert) der Vermögensgegenstände 1.116

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben in Höhe von TEUR 3.063 eine Restlaufzeit von mehr als einem und bis zu fünf Jahren und in Höhe von TEUR 1.750 weniger als einem Jahr.

Darüber hinaus haben sämtliche Verbindlichkeiten wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden besichert.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Außerbilanzielle Geschäfte

Forderungsverkauf

Im Laufe des Jahres wurde der Factoring Partner von der Oberbank AG zur CommerzFactoring GmbH gewechselt. Zum Stichtag wurden keine Forderungen an die CommerzFactoring GmbH verkauft. Der Vorteil des Factorings bei der CommerzFactoring GmbH liegt in den verbesserten Rahmenbedingungen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen i. H. v. TEUR 605. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen die folgenden Sachverhalte:

Angaben in TEUR 31.12.2023
Restlaufzeit Miet- und Leasing Plettenberg 455
Fuhrpark 102
Bestellobligo für Investitionen 48
605

4. Erläuterungen zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

Nach geografisch bestimmten Märkten:

TEUR
Deutschland 29.235
übriges Europa 73.190
übrige Welt 8.889
111.314

Nach Tätigkeitsbereichen:

TEUR
Pleuel Pkw 52.312
Pleuel Lkw 40.506
übrige Umsätze 18.496
111.314

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus Anlagenabgängen (TEUR 6.372), aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 600) sowie aus Vorjahren (TEUR 144).

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind außergewöhnliche Erträge aus Anlagenabgängen aus dem Verkauf von drei Schmiedeaggregaten (TEUR 6.372) an die FRO enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen aus Dienstleistungen, Vertriebsaufwendungen, Instandhaltungsaufwendungen, Verwaltungsaufwendungen, Aufwendungen aus Mieten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind außergewöhnliche Aufwendungen für die Zuführung zu Drohverlustrückstellungen in Höhe von TEUR 1.282 und Aufwendungen, welche Vorperioden betreffen, in Höhe von TEUR 59 enthalten. Die Aufwendungen für Vorperioden betreffen im Wesentlichen Aufwand für in Vorjahren bezogene Leistungen.

5. Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt beschäftigte Mitarbeiter, ohne Auszubildende und Praktikanten:

2023
Direkte Mitarbeiter 152
Indirekte Mitarbeiter 222
374

Abschlussprüferhonorar

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 160, davon TEUR 50 für Abschlussprüfungsleistungen, TEUR 52 für Steuerberatungsleistungen, TEUR 50 für sonstige Beratungsleistungen und TEUR 8 für andere Bestätigungsleistungen.

Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr erfolgte die Geschäftsführung durch

Herrn Marc Schneider, Bergneustadt (MBA, Dipl. Kfm., Dipl. Volksw.)

Herrn Mustafa Oualkadi, Velbert (Dipl. Ing.)

Auf die Angaben gem. § 285 Nr. 9a HGB wird unter Anwendung der Befreiungsvorschrift gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Konzernverhältnisse

Die m3 holding GmbH, Düsseldorf, stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird beim zuständigen Handelsregister Düsseldorf unter der Nummer HRB 96333 offengelegt.

 

Plettenberg, 29. März 2024

gez. Marc Schneider

gez. Mustafa Oualkadi

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.634.024,05 40,00 22.251,25 0,00 2.656.315,30
2.634.024,05 40,00 22.251,25 0,00 2.656.315,30
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.188.734,48 0,00 0,00 0,00 19.188.734,48
Technische Anlagen und Maschinen 70.071.688,25 6.911.083,92 252.925,85 13.560.855,41 63.674.842,61
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.471.810,02 137.723,15 0,00 662.586,95 10.946.946,22
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 967.728,18 943.905,66 -275.177,10 463.387,05 1.173.069,69
101.699.960,93 7.992.712,73 -22.251,25 14.686.829,41 94.983.593,00
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 167.571,60 0,00 0,00 150.000,00 17.571,60
104.501.556,58 7.992.752,73 0,00 14.836.829,41 97.657.479,90
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023 Zugänge Abgänge 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.482.640,82 123.428,25 0,00 2.606.069,07
2.482.640,82 123.428,25 0,00 2.606.069,07
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 16.312.041,40 336.234,00 0,00 16.648.275,40
Technische Anlagen und Maschinen 60.683.712,25 1.196.358,88 12.918.407,52 48.961.663,61
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.037.534,02 164.695,15 661.970,95 10.540.258,22
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
88.033.287,67 1.697.288,03 13.580.378,47 76.150.197,23
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
90.515.928,49 1.820.716,28 13.580.378,47 78.756.266,30
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023 31. Dez. 2022
EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 50.246,23 151.383,23
50.246,23 151.383,23
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.540.459,08 2.876.693,08
Technische Anlagen und Maschinen 14.713.179,00 9.387.976,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 406.688,00 434.276,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.173.069,69 967.728,18
18.833.395,77 13.666.673,26
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 17.571,60 167.571,60
18.901.213,60 13.985.628,09

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die oso precision GmbH (vormals: Frauenthal Powertrain Plettenberg GmbH), Plettenberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der oso precision GmbH (vormals: Frauenthal Powertrain Plettenberg GmbH), Plettenberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der oso precision GmbH (vormals: Frauenthal Powertrain Plettenberg GmbH), Plettenberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 29. März 2024

HSMV-Hansen Schotenroehr Müller Voets
Partnerschaftsgesellschaft mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Thomas Ernst Müller, Wirtschaftsprüfer

gez. Dr. Christina Blaesing-Voets, Wirtschaftsprüferin

Feststellung

Der Jahresabschluss wurde am 16. April 2024 festgestellt.

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