Willy
Benecke GmbH
Hamburg
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
Geschäftsmodell des Unternehmens
Willy Benecke zählt heute zu den weltweit
führenden Anbietern von natürlichen Gummen und
Harzen. Das Unternehmen bezieht seine Produkte direkt in
den Ursprungsländern bei gezielter und
sorgfältigster Auswahl der Lieferquellen. Die Produkte
werden in Hamburg kontrolliert, gelagert und zum
großen Teil veredelt. Hohe Bevorratung und
engmaschige Qualitätskontrollen zeichnen die
Gesellschaft aus.
Durch die Schwesterfirma SprayCom GmbH ist Willy
Benecke GmbH zu einem führenden Hersteller von
insbesondere sprühgetrocknetem Gummi arabicum
geworden. Die Gesellschaft liefert ihre Produkte weltweit
an die Nahrungsmittelindustrie, die pharmazeutische
Industrie sowie an diverse Abnehmer der chemischen und
technischen Industrie.
Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf
Die Gesellschaft hat die Herausforderungen des Jahres
2023 erfolgreich bewältigt. Die Ziele für das
Jahr 2023 wurden übertroffen. Die Gesellschaft hat das
Jahr 2023 mit einem sehr guten Ergebnis abschließen
können.
Zum Anfang des Jahres 2023 haben wir eine
Normalisierung und Stabilisierung in den Lieferketten
unserer Produkte feststellen können. Lieferungen
unserer Produkte aus Asien und Afrika stabilisierten sich.
Die allgemeine Verfügbarkeit unserer Produkte in
Europa verbesserte sich im ersten Quartal 2023. Mit
wachsendem Angebot erhöhte sich der Druck auf die
Margen.
Genauso stabilisierte sich die Energieversorgung auf
erhöhtem Preisniveau. Mit dem Beginn des Krieges in
Sudan im April 2023 ist es wieder zu massiven
Störungen der Gummi arabicum - Lieferkette gekommen.
Zum Ende des Jahres 2023 kam es durch jemenitische
Rebellenangriffe auf den Schiffsverkehr zu massiven
Störungen des Seetransportes durch das Rote Meer.
Hiervon waren fast alle unsere Produkte aus Asien
betroffen. Der Ukrainekrieg hatte auch im Jahr 2023 keine
signifikante Auswirkung auf das Geschäft der
Gesellschaft. Auch der Konflikt in Gaza hat keine direkte
Auswirkung auf das Geschäft der Gesellschaft. Andere
politische Krisen und Einflussnahmen, Beschränkungen
der Freizügigkeit im Handelsverkehr und
Währungsschwankungen haben unser Geschäft mit
Naturprodukten auch im Jahr 2023 erschwert.
Die lebensmittelrechtlichen Anforderungen
insbesondere in der EU verschärfen sich weiter.
Lieferkettensorgfaltsgesetz, Fachkräftemangel und
Forderungen nach mehr Nachhaltigkeit sind nur einige
ausgewählte Herausforderungen für das
Geschäftsmodell der Gesellschaft.
Das Geschäft von Willy Benecke hat sich im Jahr
2023 in einem eher stagnierenden
gesamtwirtschaftlichen Umfeld besser als erwartet
entwickelt.
Die Deutsche Lebensmittelindustrie konnte ihren
Umsatz von ca. 218,53 Milliarden Euro im Jahr 2022 auf ca.
230,70 Milliarden Euro im Jahr 2023 steigern
(de.statista.com, Umsatz der Lebensmittelindustrie in
Deutschland bis 2023, Sandra Ahrens 4.4.2024). In
Deutschland ist das Brutto- inlandsprodukt im Jahr 2023
preisbereinigt um 0,20 % gesunken (Statista:
Veränderung des BIP's zum Vorjahr bis 2023, J.Rudnicka
25.5.2024). Der Welthandel ist im Jahresvergleich 2022 zu
2023 von 24,9 Billionen Euro auf 23,8 Billionen Euro
gesunken (Statista: Handelsvolumen (Exporte) bis 2023,
Bruno Urmersbach 4.7.24). Die Inflationsrate in Deutschland
ist von 6,9 % im Jahr 2022 auf 5,90 % im Berichtsjahr 2023
gesunken (Statista: Inflationsrate in Deutschland bis 2023,
J.Rudnicka 16.1.24).
Hervorzuheben sind wieder die politischen
Unsicherheiten in unseren Haupteinkaufsmärkten.
Deshalb wird die Gesellschaft auch in Zukunft ihre
konservative Bevorratungspolitik fortsetzen.
Rohstoffe haben sich auch im Jahr 2023
unterschiedlich entwickelt. Die Marktentwicklung der von
Willy Benecke gehandelten Rohstoffe unterliegt in der Regel
eigenen Gesetzmäßigkeiten und nicht einem
allgemeinen Trend für Rohstoffe.
Die Bedürfnisse unserer Kunden nach
Qualität und wettbewerbsfähigen Preisen stehen
seit Jahren im Zentrum unserer Geschäftspolitik. Es
ist der Gesellschaft in 2023 wieder gelungen, neue Kunden
zu gewinnen und das Verhältnis zu bestehenden Kunden
zu festigen.
Auch in 2023 wurde weiter an der digitalen
Transformation unserer Systeme gearbeitet. Verwaltungs- und
Produktionsprozesse stehen auf dem Prüfstand und
werden auf ihre Digitalisierbarkeit überprüft.
Fortschritte sind gemacht worden. Neue und flexible
Arbeitsformen wurden soweit wie möglich bei Willy
Benecke eingeführt.
Die wichtigsten Produkte entwickelten sich wie folgt:
Gummi arabicum
Der am 15.4.2023 in Sudan ausgebrochene Konflikt
zwischen zwei konkurrierenden Militäreinheiten (RSF
und SAF) hat die Versorgung mit Gummi arabicum erschwert.
Es kam zu Verzögerungen und deutlichen
Preiserhöhungen. Aufgrund langjähriger
Partnerschaften zu den Lieferanten der Gesellschaft konnten
wir die Versorgung mit Gummi arabicum aufrechterhalten.
Die Ernte des Jahres 2023 konnte noch vor dem
Ausbruch der Kämpfe im April beendet werden.
Absatzmenge und Umsatz konnten in 2023 gesteigert werden
Guarkernmehl
Das Geschäft mit Guarkernmehl entwickelte sich
in 2023 etwas schwächer als geplant. Die Absatzmengen
und Umsatz sind leicht zurückgegangen.
Andere Produkte
Das Geschäft mit weiteren Produkten der
Gesellschaft verlief planmäßig im Jahr
2023. Insbesondere der Preis für Johannisbrotkernmehl
hat sich normalisiert.
Lage der Gesellschaft
Ertragslage
Die Umsatzerlöse konnten gegenüber dem
Vorjahr nochmals gesteigert werden. Ursächlich
dafür sind neben Mengen vor allem Preiseffekte, die
nahezu ausschließlich durch den befürchteten
Engpass aufgrund der Situation in der Sahelzone bestimmt
sind. Dementsprechend erhöhte sich auch der
Materialaufwand. Der Anstieg ist jedoch unterproportional,
was unter anderem auch auf geringere
Reichweitenabschläge und Inventurbewertungen
zurückzuführen ist. Folglich verbesserte sich der
Rohertrag auf EUR 6,5 Mio.
Die übrigen Positionen der Ertragslage bewegen
sich erwartungsgemäß auf dem Niveau des
Vorjahres. Die Personalaufwendungen sind in geringem Umfang
durch Doppelbesetzungen aufgrund langfristiger
Personalplanungen gekennzeichnet. In den sonstigen
betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich unter anderem
die Logistikkosten.
Vermögenslage und Finanzlage
Die Vermögenslage ist auch im Jahr 2023 durch
einen hohen, gegenüber dem Vorjahr nochmals
gestiegenen Lagerbestand gekennzeichnet. Ursächlich
dafür sind vor allem die gestiegenen Einkaufspreise,
welche bereits die Ertragslage kennzeichneten.
Der Forderungsbestand liegt stichtagsbedingt leicht
über Vorjahr. Die Abverkäufe und
Zahlungseingänge sind im Plan und das
Zahlungsverhalten der Kunden ist unverändert zu den
Vorjahren.
Auf der Passivseite stiegen vor allem die Sonstigen
Verbindlichkeiten aufgrund einer erhöhten Finanzierung
aus dem Gesellschafterkreis. Die Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen liegen stichtagsbedingt deutlich
über dem Vorjahresniveau, ebenso sind die
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aufgrund
höherer Inanspruchnahmen von Kreditlinien leicht
angestiegen. Insgesamt verminderte sich die
Eigenkapitalquote insbesondere aufgrund der gestiegenen
Bilanzsumme auf ca. 30 %. Sie liegt damit jedoch nach wie
vor deutlich über dem von uns wahrgenommenen
Branchendurchschnitt.
Die Liquidität war aufgrund der Einzahlungen aus
der laufenden Geschäftstätigkeit und der von den
Kreditinstituten zur Verfügung gestellten Kreditlinien
jederzeit gewährleistet. Alle Tilgungen wurden
planmäßig geleistet.
Gesamtaussage und Prognose/Ist-Vergleich
Die Willy Benecke GmbH hat das Geschäftsjahr
2023 mit einem sehr guten Ergebnis abgeschlossen. Obwohl
das Geschäft wieder schwierigen Rahmenbedingungen
ausgesetzt war, ist es gelungen, die Präsenz der
Gesellschaft auf den internationalen Märkten zu
erhöhen. Die Gesellschaft ist allen Verpflichtungen
fristgerecht und im vollen Umfang nachgekommen. Insoweit
haben sich die Prognosen aus vorangegangenen
Geschäftsjahren wieder erfüllt. Die
Vermögens- und Finanzlage ist geordnet. Die
Ertragslage bewerten wir als zufriedenstellend. Die
Lieferfähigkeit war jederzeit gegeben.
Personal
Die Personalstruktur ist im Jahr 2023 im Wesentlichen
unverändert geblieben. Wir beabsichtigen nicht, die
Personalstruktur in naher Zukunft zu ändern. Die
Nutzung von Homeoffice ist in vielen Arbeitsbereichen der
Gesellschaft angekommen.
Prognose-, Chancen und Risikobericht
Der am 15.4.2023 in Sudan ausgebrochene
militärische Konflikt hat die Versorgung mit Gummi
arabicum deutlich erschwert. Die gesamte Lieferkette wird
im Moment in Zusammenarbeit mit unseren langjährigen
Partnern vor Ort an die erschwerende Situation angepasst.
Es ist das Ziel der Gesellschaft, unsere Kunden in der
Krise mit dem wichtigen Rohstoff Gummi arabicum zu
versorgen. Mit Lieferverzögerungen und
Preiserhöhungen ist weiter zu rechnen und entsprechend
Vorsorge zu leisten.
Für die Produktion von sprühgetrocknetem
Gummi arabicum durch das Schwesterunternehmen, die SprayCom
GmbH, benötigen wir Gas und Elektrizität. Wir
arbeiten kontinuierlich an Einsparungsmöglichkeiten
und sichern durch eine an die Situation angepasste
Einkaufspolitik unseren Bedarf an Energie.
Die Einhaltung gesetzlicher Anforderungen an das
Geschäft der Gesellschaft ist sichergestellt.
Die Gesellschaft liefert ihre Produkte an Kunden in
der Nahrungsmittelindustrie, der Pharmaindustrie und
diverse andere Industrien. Dabei sind unsere Produkte zum
größten Teil unerlässlich in der
Herstellung vieler bekannter Endprodukte.
Wir erwarten für das Jahr 2024 ein
vergleichbares Ergebnis wie für das Berichtsjahr 2023.
Die Willy Benecke GmbH ist in den Verbund der Willy
Benecke Gruppe als Teil der Wertschöpfungs- und
Vertriebskette integriert. Insbesondere durch die
technischen Möglichkeiten der SprayCom (als
Schwesterunternehmen der Willy Benecke) ergeben sich
zahlreiche Vertriebschancen bei nahezu allen Kundengruppen.
Existenzbedrohende Risiken sind zurzeit für die
Geschäftsführung nicht erkennbar.
Die Gesellschaft hat sich für die Folgejahre zum
Ziel gesetzt, ihre Position auf den bekannten Märkten
weiter auszubauen.
Hierzu wird sie in der Zukunft weiter an der
Optimierung der Rohwarenbeschaffung, der Herstellung und
Qualität Ihrer Produkte und dem
Digitalisierungsprozess arbeiten.
Eine wichtige Rolle für die zukünftige
Geschäftsentwicklung der Gesellschaft spielen
klimatische und auch politische Entwicklungen in den
Herkunftsgebieten unserer Produkte. Diese für
Naturrohstoffe wichtigen Faktoren können durch uns
nicht beeinflusst werden.
Ein wesentliches Ziel von Willy Benecke ist es,
für die zunehmenden Herausforderungen mit immer
ausreichenden Vorräten für unsere Kunden
gewappnet zu sein.
Wareneinkäufe werden zum wesentlichen Teil in
Fremdwährung (USD) abgeschlossen. Zur Begrenzung des
Währungsrisikos können Devisentermin- sowie
Devisenoptionsgeschäfte in USD abgeschlossen werden.
Die Entwicklung des USD wird regelmäßig verfolgt
und beurteilt.
Positiv bewerten wir den Trend in den
Industriegesellschaften, vermehrt nachhaltige und
nachwachsende pflanzliche Naturrohstoffe zu verwenden. Die
Naturprodukte von Willy Benecke generieren Einkommen in den
ärmsten Regionen der Welt und tragen damit zur
Stabilisierung dieser Regionen bei. Die Verwendung unserer
Naturprodukte in modernen industriellen Fertigungen
fördert in hohem Maße die Umsetzung
verantwortungsbewusster Anforderungen an Nachhaltigkeit
(Sustainability) und sozialer Verantwortung (Corporate
Social Responsibility) bei der Auswahl von Rohstoffen.
Die Ernte von z.B. Gummi arabicum sorgt für
langjährige Nutzung und Schutz von Akazienbäumen
in der Sahelzone. Große Baumbestände und
Aufforstungen können positive Effekte auf Umwelt und
Klima haben.
Alle bestehenden Zertifikate wurden im Jahr 2023
wieder erlangt.
Insgesamt ist festzustellen, dass die Gesellschaft
für die Herausforderungen des Marktes gut aufgestellt
ist.
Hamburg, den 10. Juli
2024
gez.
Thorsten Hauser, Geschäftsführer
gez.
Soeren Hauser, Geschäftsführer
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
136.240,18 |
91.468,48 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
4.757,42 |
16.602,02 |
| 1.
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
4.757,42 |
16.602,02 |
| II.
Sachanlagen |
130.482,76 |
74.866,46 |
| 1.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
130.482,76 |
74.866,46 |
| III.
Finanzanlagen |
1.000,00 |
0,00 |
| 1.
sonstige Ausleihungen |
1.000,00 |
0,00 |
| B.
Umlaufvermögen |
21.593.711,95 |
15.958.182,14 |
| I.
Vorräte |
16.566.679,68 |
10.925.558,37 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
4.518.211,44 |
4.144.412,91 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
508.820,83 |
888.210,86 |
| Bilanzsumme,
Summe Aktiva |
21.729.952,13 |
16.049.650,62 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
6.479.863,06 |
6.155.967,11 |
| I.
gezeichnetes Kapital |
252.000,00 |
252.000,00 |
| II.
Gewinnvortrag |
5.303.967,11 |
5.146.504,71 |
| III.
Jahresüberschuss |
923.895,95 |
757.462,40 |
| B.
Rückstellungen |
2.242.280,08 |
2.084.312,01 |
| C.
Verbindlichkeiten |
13.007.808,99 |
7.809.371,50 |
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten |
7.033.776,98 |
6.432.319,43 |
| davon
gegenüber Gesellschaftern |
1.683.808,05 |
598.953,95 |
| Bilanzsumme,
Summe Passiva |
21.729.952,13 |
16.049.650,62 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
6.753.731,57 |
5.824.177,99 |
| 2.
Personalaufwand |
1.733.271,65 |
1.791.532,43 |
| a)
Löhne und Gehälter |
1.494.301,70 |
1.573.072,31 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
238.969,95 |
218.460,12 |
| davon
für Altersversorgung |
29.648,44 |
28.000,44 |
| 3.
Abschreibungen |
37.460,29 |
29.333,85 |
| a)
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
37.460,29 |
29.333,85 |
| 4.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
2.974.014,87 |
2.621.498,62 |
| 5.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
2.636,25 |
27.281,69 |
| 6.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
416.793,51 |
216.550,33 |
| 7.
Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit |
1.594.827,50 |
1.192.544,45 |
| 8.
Steuern vom Einkommen und Ertrag |
669.756,55 |
433.716,05 |
| 9.
sonstige Steuern |
1.175,00 |
1.366,00 |
| Jahresüberschuss |
923.895,95 |
757.462,40 |
Anhang
I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Die Willy Benecke GmbH mit Sitz in Hamburg ist im
Handelsregister beim Amtsgericht Hamburg unter der
Handelsregisternummer HRB 72763 eingetragen. Gegenstand des
Unternehmens ist der Im- und Export, der Großhandel
sowie die Verarbeitung und Veredelung von Natur- und
anderen Rohstoffen für den Einsatz in der
Nahrungsmittel-, pharmazeutischen und sonstiger
weiterverarbeitenden Industrie.
Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach
den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des
Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) und den
ergänzenden Bestimmungen des GmbHG. Es gelten die
Vorschriften für mittelgroße
Kapitalgesellschaften.
Die Bilanz entspricht dem Gliederungsschema
gemäß § 266 HGB, die Gewinn- und
Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren
gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt
worden.
Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden
die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und
Davon-Vermerke teilweise in diesem Anhang gemacht.
Zur Verbesserung der Aussagekraft der Gewinn- und
Verlustrechnung wird über das gesetzliche
Gliederungsschema hinaus das Ergebnis vor Steuern
ausgewiesen.
II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren
unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden maßgebend. Dabei wurde die
Fortführung des Unternehmens (going concern)
angenommen.
Die Gegenstände des Anlagevermögens sind zu
Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen,
bewertet. Bei der Bemessung der Abschreibungen wird die
betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zugrunde gelegt.
Geringwertige Anlagegüter bis zu einem
Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des
Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden;
ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Das
Finanzanlagevermögen ist zum Nennwert angesetzt.
Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten
einschließlich Anschaffungsnebenkosten bewertet.
Soweit erforderlich, sind Abschläge wegen
Überlagerung und anderer Wertminderungen für eine
Bewertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert
vorgenommen worden.
Die Bewertung der Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände sowie der flüssigen
Mittel erfolgt grundsätzlich zum Nennwert. Allen
risikobehafteten Posten ist durch die Bildung ange-
messener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Zur
Abdeckung des allgemeinen Ausfall- risikos wird eine
Pauschalwertberichtigung in Höhe von 2 % auf
Auslands- und 1 % auf Inlands- forderungen aus
Lieferungen und Leistungen (netto) gebildet.
Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ein- und
Auszahlungen vor dem Stichtag, die nach dem Stichtag
ergebniswirksam werden.
Die Pensionsrückstellung wurde nach dem
Teilwertverfahren unter Zugrundelegung der "Richttafeln
2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Wie bisher
wird der durchschnittliche Marktzinssatz für eine
angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren verwendet. Nach der
Neufassung von § 253 Abs. 2 HGB sind die
Pensionsrückstellungen ab dem Geschäftsjahr 2016
mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen
zehn Jahre abzuzinsen (vormals: Marktzinssatz der
vergangenen sieben Jahre). Der Unterschied des
Erfüllungsbetrags der Verpflichtung nach Maßgabe
des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen
sieben Jahren und nach Maßgabe des durchschnittlichen
Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Jahren unterliegt
einer Ausschüttungssperre nach § 253
Abs. 6 Satz 2 HGB. Der Rechnungszins beträgt
1,82 % (Vj.: 1,87 %). Erfolgswirksame Änderungen des
Diskontierungszinssatzes werden unter dem Personalaufwand
ausgewiesen. Ein Renten- und Gehaltstrend und eine
Fluktuation sind nicht zu berücksichtigen.
Die Rückstellungen berücksichtigen alle
erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie
sind in Höhe des nach vernünftiger
kaufmännischer Beurteilung notwendigen
Erfüllungsbetrags angesetzt.
Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem
Erfüllungsbetrag angesetzt.
Zur Ermittlung der latenten Steuern aufgrund von
temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen
den handelsrechtlichen und steuerlichen
Wertansätzen der Pensionsrückstellungen
werden diese mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz
von 30 % bewertet. Die Aktivierung aktiver latenter Steuern
unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden
Ansatzwahlrechts.
Auf fremde Währung lautende Forderungen und
Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem
Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.
Für ökonomische Sicherungsbeziehungen
werden grundsätzlich Bewertungseinheiten
gemäß § 254 HGB gebildet
(Durchbuchungsmethode). Die sich ausgleichenden positiven
und negativen Wertänderungen werden in der Gewinn- und
Verlustrechnung unsaldiert erfolgswirksam erfasst.
III. Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und
Verlustrechnung
1. Angaben zur Bilanz
Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des
Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen
des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel auf Seite 7 des
Anhangs dargestellt.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Die Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände sind - wie im Vorjahr -
insgesamt innerhalb eines Jahres fällig.
Die sonstigen Vermögensgegenstände
enthielten im Vorjahr in Höhe von TEUR 287 ein
Darlehen gegen ein verbundenes Unternehmen. Das Darlehen
wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr vollständig
getilgt.
Eigenkapital
Die Geschäftsführung schlägt vor, den
Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.
Pensionsrückstellungen
(Ausschüttungssperre)
Der Erfüllungsbetrag der Verpflichtung nach
Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen
Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Jahren
übersteigt den angewendeten Erfüllungsbetrag nach
Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen
Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Jahren um EUR
12.711,00. Dieser Betrag unterliegt einer
Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6
Satz 2 HGB.
Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im
Wesentlichen aus Personalrückstellungen zusammen.
Verbindlichkeiten
Sämtliche Verbindlichkeiten sind, wie im
Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
sind durch Sicherungsübereignung des Warenbestandes
sowie Forderungsabtretungen besichert. Daneben bestehen die
üblichen Eigentumsvorbehalte von Lieferanten.
Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden
Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern
in Höhe von EUR 1.683.808,05 (Vj.
EUR 593.914,10) ausgewiesen.
2. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung
betragen EUR 267.267,89 (Vj. EUR 187.619,40).
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten
EUR 11.702,00 (Vj. EUR 31.978,00) aus der
Aufzinsung von Pensionsrückstellungen.
III. Sonstige Angaben
Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle
Verpflichtungen
Die Gesellschaft hat die Mithaftung für ein
Darlehen einer Schwestergesellschaft gegenüber einem
Kreditinstitut übernommen. Aufgrund der
wirtschaftlichen Entwicklung und der finanziellen Situation
der Schwestergesellschaft ist mit einer Inanspruchnahme
momentan nicht zu rechnen.
Es bestehen finanzielle Verpflichtungen aus
Mietverträgen von jährlich TEUR 18, die in
Zukunft in ähnlicher Höhe erwartet werden.
Derivative Finanzinstrumente
Zur Absicherung künftiger Währungsrisiken
wurden Devisentermingeschäfte mit Nominalbeträgen
von insgesamt TUSD 150 abgeschlossen, denen planbare
zukünftige Grundgeschäfte mit vergleichbaren,
gegenläufigen Risiken zugrunde liegen.
Gegenläufige Zahlungsströme gleichen sich
vollständig aus.
Mitarbeiteranzahl
Die Gesellschaft hat während des
Geschäftsjahres neben den zwei
Geschäftsführern durchschnittlich 22 (Vorjahr 21)
kaufmännische Arbeitnehmer beschäftigt.
Geschäftsführung
Geschäftsführer der Gesellschaft sind die
Herren
Dipl.-Vw. Thorsten Hauser, Kaufmann, Hamburg
Dipl.-Kfm. Soeren Hauser, Kaufmann, Hamburg.
Die Geschäftsführer sind
alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen
des § 181 BGB befreit.
Die Angabe der Gesamtbezüge der
Geschäftsführung unterbleibt nach § 286
Abs. 4 HGB.
Hamburg, den 10. Juli
2024
gez.
Thorsten Hauser, Geschäftsührer
gez.
Soeren Hauser, Geschäftsführer
Anlagespiegel
|
Anschaffungs- und Herstellungskosten
|
|
|
|
01.01.2023
|
Zugänge
|
Abgänge
|
Umbuchungen
|
31.12.2023
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
Entgeltlich erworbene
Software
|
103.436,91
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
103.436,91
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
1. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
502.227,03
|
81.231,99
|
1.700,88
|
0,00
|
581.758,14
|
2. Geringwertige
Wirtschaftsgüter
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
|
502.227,03
|
81.231,99
|
1.700,88
|
0,00
|
581.758,14
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
|
|
|
Sonstige Ausleihungen
|
0,00
|
1.000,00
|
0,00
|
|
0,00
|
|
605.663,94
|
82.231,99
|
1.700,88
|
0,00
|
685.195,05
|
|
Aufgelaufene Abschreibungen
|
|
|
|
01.01.2023
|
Zugänge
|
Abgänge
|
31.12.2023
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
Entgeltlich erworbene
Software
|
86.834,89
|
11.844,60
|
0,00
|
98.679,49
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
1. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
427.360,57
|
25.615,69
|
1.700,88
|
451.275,38
|
2. Geringwertige
Wirtschaftsgüter
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
|
427.360,57
|
25.615,69
|
1.700,88
|
451.275,38
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
|
|
Sonstige Ausleihungen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
|
514.195,46
|
37.460,29
|
1.700,88
|
549.954,87
|
|
Buchwerte
|
|
|
31.12.2023
|
31.12.2022
|
|
EUR
|
EUR
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I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
Entgeltlich erworbene
Software
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4.757,42
|
16.602,02
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II. Sachanlagen
|
|
|
1. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
130.482,76
|
74.866,46
|
2. Geringwertige
Wirtschaftsgüter
|
0,00
|
0,00
|
|
130.482,76
|
74.866,46
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
Sonstige Ausleihungen
|
1.000,00
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0,00
|
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136.240,18
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91.468,48
|
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 09.09.2024 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
des Abschlussprüfers bezieht sich auf den
Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung
erfolgt in verkürzter Form gemäß
§§ 325 ff. HGB.
An die Willy Benecke GmbH, Hamburg:
Wir haben den Jahresabschluss der Willy Benecke GmbH,
Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum
31. Dezember 2023 und der Gewinn- und
Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom
1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie
dem Anhang, einschließlich der Darstellung der
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Willy
Benecke GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom
1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum
31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis
31. Dezember 2023 und
· vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht
dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss,
entspricht den gesetzlichen Vorschriften und stellt die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3
Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung
zu keinen Einwendungen gegen die
Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des
Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit
§ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit
den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem
nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter
Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die
Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im
Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen
Handlungen oder Irrtümern, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken
durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die
ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für
unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als
das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentlich falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden,
da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken,
Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten,
irreführende Darstellungen bzw. das
Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten
können.
· gewinnen wir ein Verständnis
von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses
relevanten internen Kontrollsystem und den für die
Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die
unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch
nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit
dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit
der von den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von
den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten
Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen
über die Angemessenheit des von den gesetzlichen
Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie auf
der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen
oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und
im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere
Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum
unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder
Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die
Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
· beurteilen wir Darstellung,
Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt
einschließlich der Angaben sowie ob der
Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt,
dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von
der Lage des Unternehmens.
· führen wir
Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im
Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter
Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere
die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen
Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und
beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde
liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein
erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige
Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im
internen Kontrollsystem, die wir während unserer
Prüfung feststellen.
Hamburg, den 25. Juli
2024
ESC Wirtschaftsprüfung GmbH
Wirtschaftsgesellschaft
gez.
Beatrix Arlitt, Wirtschaftsprüferin
gez.
Michael Kapitza, Wirtschaftsprüfer
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