Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 72763
Eingetragen
29.9.1999
Branche
Großhandel mit chemischen ErzeugnissenGroßhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-MetallhalbzeugGroßhandel mit Fisch und Fischerzeugnissen
Gegenstand
Im- und Export, der Großhandel sowie die Verarbeitung und Veredelung von Naturund anderen Rohstoffen für den Einsatz in der Nahrungsmittel-, pharmazeutischen und sonstiger weiterverarbeitenden Industrie.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Thorsten Hauser
seit 8.3.2002
Geschäftsführer
Soeren Hauser
seit 8.3.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
50.00%
50.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Hebbelstraße 11c, 22085 Hamburg
126.000 €
50.00%
Farnstraße 5, 22335 Hamburg
126.000 €
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Willy Benecke GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Geschäftsmodell des Unternehmens

Willy Benecke zählt heute zu den weltweit führenden Anbietern von natürlichen Gummen und Harzen. Das Unternehmen bezieht seine Produkte direkt in den Ursprungsländern bei gezielter und sorgfältigster Auswahl der Lieferquellen. Die Produkte werden in Hamburg kontrolliert, gelagert und zum großen Teil veredelt. Hohe Bevorratung und engmaschige Qualitätskontrollen zeichnen die Gesellschaft aus.

Durch die Schwesterfirma SprayCom GmbH ist Willy Benecke GmbH zu einem führenden Hersteller von insbesondere sprühgetrocknetem Gummi arabicum geworden. Die Gesellschaft liefert ihre Produkte weltweit an die Nahrungsmittel­industrie, die pharmazeutische Industrie sowie an diverse Abnehmer der chemischen und technischen Industrie.

Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf

Die Gesellschaft hat die Herausforderungen des Jahres 2023 erfolgreich bewältigt. Die Ziele für das Jahr 2023 wurden übertroffen. Die Gesellschaft hat das Jahr 2023 mit einem sehr guten Ergebnis abschließen können.

Zum Anfang des Jahres 2023 haben wir eine Normalisierung und Stabilisierung in den Lieferketten unserer Produkte feststellen können. Lieferungen unserer Produkte aus Asien und Afrika stabilisierten sich. Die allgemeine Verfügbarkeit unserer Produkte in Europa verbesserte sich im ersten Quartal 2023. Mit wachsendem Angebot erhöhte sich der Druck auf die Margen.

Genauso stabilisierte sich die Energieversorgung auf erhöhtem Preisniveau. Mit dem Beginn des Krieges in Sudan im April 2023 ist es wieder zu massiven Störungen der Gummi arabicum - Lieferkette gekommen.

Zum Ende des Jahres 2023 kam es durch jemenitische Rebellenangriffe auf den Schiffsverkehr zu massiven Störungen des Seetransportes durch das Rote Meer. Hiervon waren fast alle unsere Produkte aus Asien betroffen. Der Ukrainekrieg hatte auch im Jahr 2023 keine signifikante Auswirkung auf das Geschäft der Gesellschaft. Auch der Konflikt in Gaza hat keine direkte Auswirkung auf das Geschäft der Gesellschaft. Andere politische Krisen und Einflussnahmen, Beschränkungen der Freizügigkeit im Handelsverkehr und Währungsschwankungen haben unser Geschäft mit Natur­produkten auch im Jahr 2023 erschwert.
Die lebensmittelrechtlichen Anforderungen insbesondere in der EU verschärfen sich weiter. Lieferkettensorgfaltsgesetz, Fachkräftemangel und Forderungen nach mehr Nachhaltigkeit sind nur einige ausgewählte Herausforderungen für das Geschäftsmodell der Gesellschaft.

Das Geschäft von Willy Benecke hat sich im Jahr 2023 in einem eher stagnierenden gesamt­wirtschaftlichen Umfeld besser als erwartet entwickelt.

Die Deutsche Lebensmittelindustrie konnte ihren Umsatz von ca. 218,53 Milliarden Euro im Jahr 2022 auf ca. 230,70 Milliarden Euro im Jahr 2023 steigern (de.statista.com, Umsatz der Lebensmittelindustrie in Deutschland bis 2023, Sandra Ahrens 4.4.2024). In Deutschland ist das Brutto- inlandsprodukt im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,20 % gesunken (Statista: Veränderung des BIP's zum Vorjahr bis 2023, J.Rudnicka 25.5.2024). Der Welthandel ist im Jahresvergleich 2022 zu 2023 von 24,9 Billionen Euro auf 23,8 Billionen Euro gesunken (Statista: Handelsvolumen (Exporte) bis 2023, Bruno Urmersbach 4.7.24). Die Inflationsrate in Deutschland ist von 6,9 % im Jahr 2022 auf 5,90 % im Berichtsjahr 2023 gesunken (Statista: Inflationsrate in Deutschland bis 2023, J.Rudnicka 16.1.24).

Hervorzuheben sind wieder die politischen Unsicherheiten in unseren Haupteinkaufsmärkten. Deshalb wird die Gesellschaft auch in Zukunft ihre konservative Bevorratungspolitik fortsetzen.

Rohstoffe haben sich auch im Jahr 2023 unterschiedlich entwickelt. Die Marktentwicklung der von Willy Benecke gehandelten Rohstoffe unterliegt in der Regel eigenen Gesetzmäßigkeiten und nicht einem allgemeinen Trend für Rohstoffe.

Die Bedürfnisse unserer Kunden nach Qualität und wettbewerbsfähigen Preisen stehen seit Jahren im Zentrum unserer Geschäftspolitik. Es ist der Gesellschaft in 2023 wieder gelungen, neue Kunden zu gewinnen und das Verhältnis zu bestehenden Kunden zu festigen.

Auch in 2023 wurde weiter an der digitalen Transformation unserer Systeme gearbeitet. Verwaltungs- und Produktionsprozesse stehen auf dem Prüfstand und werden auf ihre Digitalisierbarkeit überprüft. Fortschritte sind gemacht worden. Neue und flexible Arbeitsformen wurden soweit wie möglich bei Willy Benecke eingeführt.

Die wichtigsten Produkte entwickelten sich wie folgt:

Gummi arabicum
Der am 15.4.2023 in Sudan ausgebrochene Konflikt zwischen zwei konkurrierenden Militäreinheiten (RSF und SAF) hat die Versorgung mit Gummi arabicum erschwert. Es kam zu Verzögerungen und deutlichen Preiserhöhungen. Aufgrund langjähriger Partnerschaften zu den Lieferanten der Gesellschaft konnten wir die Versorgung mit Gummi arabicum aufrechterhalten.
Die Ernte des Jahres 2023 konnte noch vor dem Ausbruch der Kämpfe im April beendet werden. Absatzmenge und Umsatz konnten in 2023 gesteigert werden
Guarkernmehl
Das Geschäft mit Guarkernmehl entwickelte sich in 2023 etwas schwächer als geplant. Die Absatzmengen und Umsatz sind leicht zurückgegangen.

Andere Produkte
Das Geschäft mit weiteren Produkten der Gesellschaft verlief planmäßig im Jahr  2023. Insbesondere der Preis für Johannisbrotkernmehl hat sich normalisiert.

Lage der Gesellschaft

Ertragslage

Die Umsatzerlöse konnten gegenüber dem Vorjahr nochmals gesteigert werden. Ursächlich dafür sind neben Mengen vor allem Preiseffekte, die nahezu ausschließlich durch den befürchteten Engpass aufgrund der Situation in der Sahelzone bestimmt sind. Dementsprechend erhöhte sich auch der Materialaufwand. Der Anstieg ist jedoch unterproportional, was unter anderem auch auf geringere Reichweitenabschläge und Inventurbewertungen zurückzuführen ist. Folglich verbesserte sich der Rohertrag auf EUR 6,5 Mio.

Die übrigen Positionen der Ertragslage bewegen sich erwartungsgemäß auf dem Niveau des Vorjahres. Die Personalaufwendungen sind in geringem Umfang durch Doppelbesetzungen aufgrund langfristiger Personalplanungen gekennzeichnet. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich unter anderem die Logistikkosten.

Vermögenslage und Finanzlage

Die Vermögenslage ist auch im Jahr 2023 durch einen hohen, gegenüber dem Vorjahr nochmals gestiegenen Lagerbestand gekennzeichnet. Ursächlich dafür sind vor allem die gestiegenen Einkaufspreise, welche bereits die Ertragslage kennzeichneten.

Der Forderungsbestand liegt stichtagsbedingt leicht über Vorjahr. Die Abverkäufe und Zahlungseingänge sind im Plan und das Zahlungsverhalten der Kunden ist unverändert zu den Vorjahren.

Auf der Passivseite stiegen vor allem die Sonstigen Verbindlichkeiten aufgrund einer erhöhten Finanzierung aus dem Gesellschafterkreis. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen stichtagsbedingt deutlich über dem Vorjahresniveau, ebenso sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aufgrund höherer Inanspruchnahmen von Kreditlinien leicht angestiegen. Insgesamt verminderte sich die Eigenkapitalquote insbesondere aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme auf ca. 30 %. Sie liegt damit jedoch nach wie vor deutlich über dem von uns wahrgenommenen Branchendurchschnitt.

Die Liquidität war aufgrund der Einzahlungen aus der laufenden Geschäftstätigkeit und der von den Kreditinstituten zur Verfügung gestellten Kreditlinien jederzeit gewährleistet. Alle Tilgungen wurden planmäßig geleistet.

Gesamtaussage und Prognose/Ist-Vergleich

Die Willy Benecke GmbH hat das Geschäftsjahr 2023 mit einem sehr guten Ergebnis abgeschlossen. Obwohl das Geschäft wieder schwierigen Rahmenbedingungen ausgesetzt war, ist es gelungen, die Präsenz der Gesellschaft auf den internationalen Märkten zu erhöhen. Die Gesellschaft ist allen Verpflichtungen fristgerecht und im vollen Umfang nachgekommen. Insoweit haben sich die Prognosen aus vorangegangenen Geschäftsjahren wieder erfüllt. Die Vermögens- und Finanzlage ist geordnet. Die Ertragslage bewerten wir als zufriedenstellend. Die Lieferfähigkeit war jederzeit gegeben.

Personal

Die Personalstruktur ist im Jahr 2023 im Wesentlichen unverändert geblieben. Wir beabsichtigen nicht, die Personalstruktur in naher Zukunft zu ändern. Die Nutzung von Homeoffice ist in vielen Arbeitsbereichen der Gesellschaft angekommen.

Prognose-, Chancen und Risikobericht

Der am 15.4.2023 in Sudan ausgebrochene militärische Konflikt hat die Versorgung mit Gummi arabicum deutlich erschwert. Die gesamte Lieferkette wird im Moment in Zusammenarbeit mit unseren langjährigen Partnern vor Ort an die erschwerende Situation angepasst. Es ist das Ziel der Gesellschaft, unsere Kunden in der Krise mit dem wichtigen Rohstoff Gummi arabicum zu versorgen. Mit Lieferverzögerungen und Preiserhöhungen ist weiter zu rechnen und entsprechend Vorsorge zu leisten.

Für die Produktion von sprühgetrocknetem Gummi arabicum durch das Schwesterunternehmen, die SprayCom GmbH, benötigen wir Gas und Elektrizität. Wir arbeiten kontinuierlich an Einsparungsmöglichkeiten und sichern durch eine an die Situation angepasste Einkaufspolitik unseren Bedarf an Energie.

Die Einhaltung gesetzlicher Anforderungen an das Geschäft der Gesellschaft ist sichergestellt.

Die Gesellschaft liefert ihre Produkte an Kunden in der Nahrungsmittelindustrie, der Pharmaindustrie und diverse andere Industrien. Dabei sind unsere Produkte zum größten Teil unerlässlich in der Herstellung vieler bekannter Endprodukte.

Wir erwarten für das Jahr 2024 ein vergleichbares Ergebnis wie für das Berichtsjahr 2023.

Die Willy Benecke GmbH ist in den Verbund der Willy Benecke Gruppe als Teil der Wertschöpfungs- und Vertriebskette integriert. Insbesondere durch die technischen Möglichkeiten der SprayCom (als Schwesterunternehmen der Willy Benecke) ergeben sich zahlreiche Vertriebschancen bei nahezu allen Kundengruppen.

Existenzbedrohende Risiken sind zurzeit für die Geschäftsführung nicht erkennbar.

Die Gesellschaft hat sich für die Folgejahre zum Ziel gesetzt, ihre Position auf den bekannten Märkten weiter auszubauen.

Hierzu wird sie in der Zukunft weiter an der Optimierung der Rohwarenbeschaffung, der Herstellung und Qualität Ihrer Produkte und dem Digitalisierungsprozess arbeiten.

Eine wichtige Rolle für die zukünftige Geschäftsentwicklung der Gesellschaft spielen klimatische und auch politische Entwicklungen in den Herkunftsgebieten unserer Produkte. Diese für Naturrohstoffe wichtigen Faktoren können durch uns nicht beeinflusst werden.

Ein wesentliches Ziel von Willy Benecke ist es, für die zunehmenden Herausforderungen mit immer ausreichenden Vorräten für unsere Kunden gewappnet zu sein.

Wareneinkäufe werden zum wesentlichen Teil in Fremdwährung (USD) abgeschlossen. Zur Begrenzung des Währungsrisikos können Devisentermin- sowie Devisenoptionsgeschäfte in USD abgeschlossen werden. Die Entwicklung des USD wird regelmäßig verfolgt und beurteilt.

Positiv bewerten wir den Trend in den Industriegesellschaften, vermehrt nachhaltige und nachwachsende pflanzliche Naturrohstoffe zu verwenden. Die Naturprodukte von Willy Benecke generieren Einkommen in den ärmsten Regionen der Welt und tragen damit zur Stabilisierung dieser Regionen bei. Die Verwendung unserer Naturprodukte in modernen industriellen Fertigungen fördert in hohem Maße die Umsetzung verantwortungsbewusster Anforderungen an Nachhaltigkeit (Sustainability) und sozialer Verantwortung (Corporate Social Responsibility) bei der Auswahl von Rohstoffen.

Die Ernte von z.B. Gummi arabicum sorgt für langjährige Nutzung und Schutz von Akazienbäumen in der Sahelzone. Große Baumbestände und Aufforstungen können positive Effekte auf Umwelt und Klima haben.

Alle bestehenden Zertifikate wurden im Jahr 2023 wieder erlangt.

Insgesamt ist festzustellen, dass die Gesellschaft für die Herausforderungen des Marktes gut aufgestellt ist.

 

Hamburg, den 10. Juli 2024

gez. Thorsten Hauser, Geschäftsführer

gez. Soeren Hauser, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 136.240,18 91.468,48
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 4.757,42 16.602,02
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.757,42 16.602,02
II. Sachanlagen 130.482,76 74.866,46
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 130.482,76 74.866,46
III. Finanzanlagen 1.000,00 0,00
1. sonstige Ausleihungen 1.000,00 0,00
B. Umlaufvermögen 21.593.711,95 15.958.182,14
I. Vorräte 16.566.679,68 10.925.558,37
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.518.211,44 4.144.412,91
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 508.820,83 888.210,86
Bilanzsumme, Summe Aktiva 21.729.952,13 16.049.650,62

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 6.479.863,06 6.155.967,11
I. gezeichnetes Kapital 252.000,00 252.000,00
II. Gewinnvortrag 5.303.967,11 5.146.504,71
III. Jahresüberschuss 923.895,95 757.462,40
B. Rückstellungen 2.242.280,08 2.084.312,01
C. Verbindlichkeiten 13.007.808,99 7.809.371,50
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.033.776,98 6.432.319,43
davon gegenüber Gesellschaftern 1.683.808,05 598.953,95
Bilanzsumme, Summe Passiva 21.729.952,13 16.049.650,62

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 6.753.731,57 5.824.177,99
2. Personalaufwand 1.733.271,65 1.791.532,43
a) Löhne und Gehälter 1.494.301,70 1.573.072,31
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 238.969,95 218.460,12
davon für Altersversorgung 29.648,44 28.000,44
3. Abschreibungen 37.460,29 29.333,85
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 37.460,29 29.333,85
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.974.014,87 2.621.498,62
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.636,25 27.281,69
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 416.793,51 216.550,33
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.594.827,50 1.192.544,45
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag 669.756,55 433.716,05
9. sonstige Steuern 1.175,00 1.366,00
Jahresüberschuss 923.895,95 757.462,40

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Die Willy Benecke GmbH mit Sitz in Hamburg ist im Handelsregister beim Amtsgericht Hamburg unter der Handelsregisternummer HRB 72763 eingetragen. Gegenstand des Unternehmens ist der Im- und Export, der Großhandel sowie die Verarbeitung und Veredelung von Natur- und anderen Rohstoffen für den Einsatz in der Nahrungsmittel-, pharmazeutischen und sonstiger weiterverarbeitenden Industrie.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) und den ergänzenden Bestimmungen des GmbHG. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Bilanz entspricht dem Gliederungsschema gemäß § 266 HGB, die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt worden.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke teilweise in diesem Anhang gemacht.

Zur Verbesserung der Aussagekraft der Gewinn- und Verlustrechnung wird über das gesetzliche Gliederungsschema hinaus das Ergebnis vor Steuern ausgewiesen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Dabei wurde die Fortführung des Unternehmens (going concern) angenommen.

Die Gegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet. Bei der Bemessung der Abschreibungen wird die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zugrunde gelegt. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Das Finanzanlagevermögen ist zum Nennwert angesetzt.

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten bewertet. Soweit erforderlich, sind Abschläge wegen Überlagerung und anderer Wertminderungen für eine Bewertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen worden.

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie der flüssigen Mittel erfolgt grundsätzlich zum Nennwert. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung ange- messener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfall- risikos wird eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 2 % auf Auslands- und 1 % auf Inlands- forderungen aus Lieferungen und Leistungen (netto) gebildet.

Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ein- und Auszahlungen vor dem Stichtag, die nach dem Stichtag ergebniswirksam werden.

Die Pensionsrückstellung wurde nach dem Teilwertverfahren unter Zugrundelegung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Wie bisher wird der durchschnittliche Marktzinssatz für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren verwendet. Nach der Neufassung von § 253 Abs. 2 HGB sind die Pensionsrückstellungen ab dem Geschäftsjahr 2016 mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abzuzinsen (vormals: Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre). Der Unterschied des Erfüllungsbetrags der Verpflichtung nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Jahren und nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Jahren unterliegt einer Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB. Der Rechnungszins beträgt 1,82 % (Vj.: 1,87 %). Erfolgswirksame Änderungen des Diskontierungszinssatzes werden unter dem Personalaufwand ausgewiesen. Ein Renten- und Gehaltstrend und eine Fluktuation sind nicht zu berücksichtigen.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Zur Ermittlung der latenten Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertan­sätzen der Pensionsrückstellungen werden diese mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz von 30 % bewertet. Die Aktivierung aktiver latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.

Für ökonomische Sicherungsbeziehungen werden grundsätzlich Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet (Durchbuchungsmethode). Die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unsaldiert erfolgswirksam erfasst.

III. Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung
1. Angaben zur Bilanz
Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel auf Seite 7 des Anhangs dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind - wie im Vorjahr - insgesamt innerhalb eines Jahres fällig.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthielten im Vorjahr in Höhe von TEUR 287 ein Darlehen gegen ein verbundenes Unternehmen. Das Darlehen wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr vollständig getilgt.

Eigenkapital

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Pensionsrückstellungen (Ausschüttungssperre)

Der Erfüllungsbetrag der Verpflichtung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Jahren übersteigt den angewendeten Erfüllungsbetrag nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Jahren um EUR 12.711,00. Dieser Betrag unterliegt einer Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Personalrückstellungen zusammen.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignung des Warenbestandes sowie Forderungsabtretungen besichert. Daneben bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte von Lieferanten.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 1.683.808,05 (Vj. EUR 593.914,10) ausgewiesen.

2. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen EUR 267.267,89 (Vj. EUR 187.619,40).
Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten EUR 11.702,00 (Vj. EUR 31.978,00) aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen.
III. Sonstige Angaben
Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Gesellschaft hat die Mithaftung für ein Darlehen einer Schwestergesellschaft gegenüber einem Kreditinstitut übernommen. Aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung und der finanziellen Situation der Schwestergesellschaft ist mit einer Inanspruchnahme momentan nicht zu rechnen.

Es bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen von jährlich TEUR 18, die in Zukunft in ähnlicher Höhe erwartet werden.
Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung künftiger Währungsrisiken wurden Devisentermingeschäfte mit Nominalbeträgen von insgesamt TUSD 150 abgeschlossen, denen planbare zukünftige Grundgeschäfte mit vergleichbaren, gegenläufigen Risiken zugrunde liegen. Gegenläufige Zahlungsströme gleichen sich vollständig aus.
Mitarbeiteranzahl

Die Gesellschaft hat während des Geschäftsjahres neben den zwei Geschäftsführern durchschnittlich 22 (Vorjahr 21) kaufmännische Arbeitnehmer beschäftigt.

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft sind die Herren
Dipl.-Vw. Thorsten Hauser, Kaufmann, Hamburg Dipl.-Kfm. Soeren Hauser, Kaufmann, Hamburg.

Die Geschäftsführer sind alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterbleibt nach § 286 Abs. 4 HGB.

 

Hamburg, den 10. Juli 2024

gez. Thorsten Hauser, Geschäftsührer

gez. Soeren Hauser, Geschäftsführer

Anlagespiegel


Anschaffungs- und Herstellungskosten



01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2023

EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände





Entgeltlich erworbene Software
103.436,91
0,00
0,00
0,00
103.436,91
II. Sachanlagen





1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
502.227,03
81.231,99
1.700,88
0,00
581.758,14
2. Geringwertige Wirtschaftsgüter
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00

502.227,03
81.231,99
1.700,88
0,00
581.758,14
III. Finanzanlagen





Sonstige Ausleihungen
0,00
1.000,00
0,00

0,00

605.663,94
82.231,99
1.700,88
0,00
685.195,05

Aufgelaufene Abschreibungen



01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023

EUR
EUR
EUR
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände




Entgeltlich erworbene Software
86.834,89
11.844,60
0,00
98.679,49
II. Sachanlagen




1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
427.360,57
25.615,69
1.700,88
451.275,38
2. Geringwertige Wirtschaftsgüter
0,00
0,00
0,00
0,00

427.360,57
25.615,69
1.700,88
451.275,38
III. Finanzanlagen




Sonstige Ausleihungen
0,00
0,00
0,00
0,00

514.195,46
37.460,29
1.700,88
549.954,87

Buchwerte


31.12.2023
31.12.2022

EUR
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände


Entgeltlich erworbene Software
4.757,42
16.602,02
II. Sachanlagen


1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
130.482,76
74.866,46
2. Geringwertige Wirtschaftsgüter
0,00
0,00

130.482,76
74.866,46
III. Finanzanlagen


Sonstige Ausleihungen
1.000,00
0,00

136.240,18
91.468,48

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 09.09.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk


des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

An die Willy Benecke GmbH, Hamburg:
Wir haben den Jahresabschluss der Willy Benecke GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Willy Benecke GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse ·  entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und
·  vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grund­sätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmens­tätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmens­tätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus ·  identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentlich falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

·  gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

·  beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

·  ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

·  beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

·  beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

·  führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 25. Juli 2024


ESC Wirtschaftsprüfung GmbH
Wirtschaftsgesellschaft

gez. Beatrix Arlitt, Wirtschaftsprüferin

gez. Michael Kapitza, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

5 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.