Stammdaten

Register
Amtsgericht Bremen HRB 15991 HB
Eingetragen
16.7.2005
Branche
Betrieb von HäfenVermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungErbringung von sonstigen Dienstleistungen für die Schifffahrt a. n. g.
Gegenstand
die Erbringung intergrierter Seehafendienstleistungen aller Art im Bereich der bremischen Häfen, deren Vermittlung und Vermarktung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Uwe Oppitz
seit 10.5.2024
Geschäftsführer
Rudolf Egbert
seit 5.7.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (4)

NameAnteil
Rhenus SE & Co. KGEigenbeteiligung
51.00%
Quadra International Services B.V.NLD
33.07%
ArcelorMittal S.A.LUX
11.03%
ArcelorMittal Flat Carbon Europe Holding SARLLUX
4.90%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
265.200 €
51.00%
Germany
254.800 €
49.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Weserport GmbH

Bremen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen

Die Weserport GmbH (kurz: Weserport) erbringt am Standort Bremen Seehafendienstleistungen für Kunden aus Industrie, Handel und Verkehrswirtschaft. Der größte Kunde, ArcelorMittal Bremen GmbH, Bremen, ist gleichzeitig mit 49 % Gesellschafter der Weserport. 51 % der Anteile werden von der Rhenus SE & Co. KG, Holzwickede, gehalten.

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt 520 T€. Darüber hinaus besteht eine eingezahlte Kapitalrücklage von 4.000 T€.

In Bremen ist Weserport Hafendienstleister im Bereich des Umschlags von Massengut und massenhaftem Stückgut, insbesondere Stahl.

Weserport versteht sich als Komplettanbieter im Bereich der Seehafenverkehrswirtschaft. Das Kerngeschäft des wasser- und landseitigen Ladungsumschlags und der dazugehörigen Zwischenlagerung wird um vor- und nachgelagerte Dienstleistungen ergänzt, wie z.B. die Organisation von Vor- und Nachlauftransporten, die Klarierung der Seeschiffe und seit dem Geschäftsjahr 2023 auch Stauerei-Dienstleistungen.

B. Wirtschaftsbericht

B. 1 Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Weserport konnte im Berichtsjahr 2023 einen erneuten Umsatzzuwachs gegenüber Vorjahr in Höhe von 7,6% verzeichnen (24.590 T€ ggü. 22.856 T€).

Dies war möglich trotz eines Gesamtmengenrückgangs über die Pier von 3,1% (6.499 tto ggü. 6.704 tto).

Im Vergleich sank der Umschlag von Massen- und Stückgut in Bremen im ersten Halbjahr 2023 um rund zehn Prozent 1 , während Weserport in diesem Zeitraum einen Rückgang von lediglich 4,3% zu verzeichnen hatte.

Beim konventionellen, nicht in Containern verstauten Stückgut, sank die umgeschlagene Menge erneut um 2,3% zum Vorjahr. Beim Massengut wurde ebenfalls ein Rückgang um 3,3% verzeichnet.

Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2023 gestaltete sich den Erwartungen entsprechend mengenmäßig moderat (6.500 tto) mit einigen zusätzlichen positiven Vertragserfolgen für zukünftige Geschäfte.

Die Agentur konnte in der Weserport-internen Profitcenterverschreibung mit einer Jahresüberschusskontribution in Höhe von 793 T€ den weggebrochenen Umsatz in Agrargütern im sogenannten Drittgeschäft kompensieren.

Kostensteigerungen insbesondere in Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen (+66,2%) wurden größtenteils über Preisanpassungen weitergegeben, so dass Weserport sich im Jahr 2023 auch unter schwierigen Rahmenbedingungen ergebnisresistent zeigen konnte (Jahresüberschuss +21,9%).

B. 2 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage

Das Jahr 2023 brachte eine abermalige Bilanzverlängerung um 4,6% von 23.885 T€ im Jahr 2022 auf 25.002 T€ im Jahr 2023.

Grund dafür war insbesondere die weiterhin vereinbarte Gewinnthesaurierung (Eigenkapital +2.118 T€) sowie eine Zunahme an sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 947 T€.

Das Anlagevermögen erhöhte sich im Berichtszeitraum um 2,2% oder 320 T€. Größere Zugänge in den Abschreibungen (1.683 T€) konnten insbesondere durch höhere Anlagen im Bau von nunmehr 2.135 T€ überkompensiert werden.

Das Umlaufvermögen ist im Vergleich zur Vorperiode stabilisiert mit einem Zuwachs von nunmehr lediglich 8,4% (Vorjahr 85,4%). Abrechnungsrückstände im Agenturgeschäft waren im Jahr 2023 kein größeres Thema und es konnten Rückzahlungsabkommen mit säumigen Kunden getroffen und eingehalten werden.

Die Sonderposten für Investitionszuschüsse sowie Bankverbindlichkeiten verminderten sich planmäßig weiter um 32,8% bzw. 19,9% respektive.

Die Rückstellungen reduzierten sich um 27,0%, insbesondere da sich die angespannte Zulieferersituation des Vorjahres im Berichtszeitraum entspannte und viele Beauftragungen wieder just-in-time abgearbeitet werden konnten.

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind die Personalquote und die Gewinnquote.

Investitionen

Im Geschäftsjahr wurden insgesamt Investitionen in Höhe von 2.079 T€ durchgeführt. Diese entfielen wesentlich auf die folgenden Positionen:

Anlagenzugang T€
Terminal 1 - Stauerei-Geschäft für AMB 478
Terminal 1 - Retrofit Kran 3 427
Terminal 3 - Befenderung / Reibeleisten 187
Terminal 1 - Schrottlager 141
Summe: 1.233

Dem gegenüber stehen Abgänge der historischen Anschaffungskosten aus dem Sachanlagevermögen in Höhe von 116 T€.

Finanzlage

Wesentliche Kennzahlen zur Finanzlage entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:

2023 2022
Der Cashflow 2 aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit T€ 1.791 4.000
Cashflow-Verschuldungsquote 3 % 57,2 102,5
Cashflowrate 4 % 7,3 17,5
Netto-Finanzschulden T€ 3.128 3.903
EBITDA T€ 4.811 4.262
Netto-Finanzschulden / EBITDA % 65,0 91,6

Finanzierungsmaßnahmen

Im Geschäftsjahr 2023 gab es keine zusätzlichen externen oder internen Finanzierungsmaßnahmen.

Ertragslage

Die wesentlichen Kennzahlen zur Ertragslage entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:

2023 2022
Rohergebnis T€ 19.769 17.854
Jahresüberschuss T€ 2.118 1.738
Rohergebnis-Quote 5 % 77,6 75,9
Umsatzrentabilität 6 % 12,5 10,6
Gesamtkapitalrentabilität 7 % 8,7 8,0
Eigenkapitalrentabilität 8 % 21,5 19,8
EBITDA/Rohergebnis % 24,3 23,9
Jahresüberschuss/Rohergebnis % 10,7 9,7

Umsatzentwicklung

Im Geschäftsjahr 2023 betrugen die Umsatzerlöse der Weserport 24.590 T€ (Vorjahr: 22.856 T€). Dies bedeutet einen Umsatzzuwachs von 1.734 T€ gegenüber dem Vorjahr. Da allein das zum Betrachtungszeitraum neu hinzugewonnene Stauerei-Geschäft davon 2.246 T€ erwirtschaftet hat, ist im direkten Vergleich aber von einem Umsatzrückgang im bisherigen Kerngeschäft von ca. 500 T€ zu sprechen.

Rohergebnis

Das Rohergebnis als Differenz aus der Gesamtleistung und den Materialaufwendungen betrug 19.769 T€ (Vorjahr: 17.854 T€). Die bereits beschriebenen Effekte in der Umsatzentwicklung konnten die damit einhergehenden zusätzlichen Aufwendungen für Schiffs-, Lade- und Umschlagmaterial in Höhe von 701 T€ (Vorjahr: 162 T€) überkompensieren und sogar einen Großteil der im globalpolitischen Umfeld gestiegenen Versorgungskosten relativieren (Aufwendungen Strom +67,6%). Der Jahresüberschuss stieg im selben Zeitraum auf 2.118 T€ (Vorjahr: 1.738 T€).

Personal

Zum Stichtag 31.12.23 waren 135 Mitarbeiter angestellt (Vorjahr: 134); inkl. 8 Auszubildende (Vorjahr: 10) und inkl. 9 Aushilfen (Vorjahr: 10). Das Berichtsjahr sah einen deutlichen Anstieg in den Lohnkosten in Höhe von 767 T€ (17,6%), einerseits durch die neu hinzugekommenen 11 Fachkräfte im Stauerei-Geschäft, andererseits durch die inflationäre Kompensation in den Tarifabschlüssen jeweils zu Jahresmitte 2022 und 2023, die sich im Geschäftsjahr 2023 fast vollständig ausprägen konnten (7,9% in 2022 und weitere 4,4% in 2023). 9 Im kaufmännischen Bereich waren 32 Mitarbeiter angestellt, die Gehaltskosten stiegen hier allerdings nur um 159 T€ (+9,7%).

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis verbesserte sich im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 119 T€ (69,6%). Hintergrund ist hier, dass Einnahmen aus Zinserträgen über das Cashpool-floating direkter auf das Zinsniveau reagieren als die Zinsaufwendungen. Insbesondere Zinsen für Darlehen unterliegen zum Großteil langfristig vereinbarten Konditionen, so dass die Steigerung hier mit +37 T€ (+60,9%) noch verhältnismäßig moderat ausfällt.

B. 3 Gesamtbeurteilung der Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr

Das abgelaufene Geschäftsjahr 2023 hatte Licht- und Schattenseiten sowohl im Umschlag für den Kunden Arcelormittal als auch im sog. Drittgeschäft.

Das Geschäft für die Stahlwerke Bremen litt unter dem Ausfall des Kohleumschlags für die Hochöfen aufgrund der Verlagerung der Logistikroute Kohle nach WHV als auch unter dem zwar für 2023 annoncierten, aber weiterhin ausbleibenden Schrottumschlag aus Seeschiffen. Der Umschlag von Stahl-Fertigprodukten verlief wie budgetiert, allerdings angereichert durch das neu gewonnene Stauerei-Geschäft, dem seefesten Verstauen der Stahlcoils in Schiffen und Containern. Beide Aspekte führten zu einem gegenüber 2022 strukturell ähnlichen Aufkommen an Wertschöpfung und einer gesteigerten Arbeitsleistung aufgrund des arbeitsintensiven Stauerei-Geschäftes, für das wir das Team um 12 Mitarbeiter aufgestockt haben.

Das Drittgeschäft profitierte von dem schon über Terminal 2 gestarteten Neugeschäft für den Kunden Nabaltec (Umschlag von Aluminiumoxyd von Seeschiffen über Hallenlagerung auf Bahnwaggons). Des Weiteren zeigte sich das Geschäft mit Stahlträgern und Recyclinggütern erholt. Das Agrargeschäft kam neben dem um Kraftwerkskohle allerdings krisenbedingt komplett zum Erliegen.

C. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

C. 1 Chancen- und Risikobericht

Die sich für die Zukunft abzeichnenden Risiken und Chancen ergeben sich auch für 2024 aus der aktuellen Beeinflussung des Warenverkehrs durch die Russland-Ukraine Krise, der Transformation der Stahlindustrie in Richtung einer Co 2 -freien Stahlproduktion sowie der stärkeren Ausrichtung unseres Geschäftes auf den Bereich des Umschlags von Abfall, respektive Recyclinggütern.

Weserport sieht für 2024 weiterhin einem stark reduzierten Umschlag von Agrargütern entgegen. Dem gegenüber steht mit dem Umschlag im Ausland erzeugter, energieintensiver Vorprodukte eine Kompensationsmöglichkeit hierzu. Ein positives Beispiel ist hier der Bahnumschlag von Aluminiumoxyd für den Kunden Nabaltec. Als Dauerhafte und langfristige Perspektive gilt für uns der Markt um Recyclinggütern sowie die Möglichkeit der Errichtung und des Betreibens eines Schrottlogistik und Schrottbearbeitungseinheit im Hafen für die Stahlwerke.

Die Einzelschritte für letzteres stehen in der Planung in Abhängigkeit zur Decarbonisierungsplanung der Stahlhütte und unterliegen damit auch noch politischen Unsicherheiten. Das Investitionsvolumen wird weiterhin auf mindestens 25 Mio. € geschätzt und der Betrieb ist ab 2028 vorgesehen.

Für das Recyclinggeschäft sind aktuell die Achsen der thermischen Verwertung von Hausmüll durch die Stadtwerke als auch die Bearbeitung von Altreifen und deren Verschiffung maßgeblich. Für letzteres ist für die Ausweitung des Geschäftes hin zu einem vollstofflichen Recycling durch die Ansiedlung einer Pyrolyse-Anlage auf Terminal 2 in Diskussion, die in Kooperation zwischen Remondis, BASF und Pyrum ab 2026 geplant ist.

In dem Erwerb und der Errichtung eines neuen Kranes für das neu gewonnene Geschäft des Erzumschlages für ArcelorMittal Bremen ab 2026 an Terminal 3 kam es 2022 krisenbedingt zu einer Insolvenz des Kranherstellers Kocks Ardelt.

Aktuell befindet sich die Nachfolgegesellschaft der Ardelt Kranbau wieder im Neuaufbau und wir rechnen mit einer Wiederaufnahme der Kranfertigung ab Mai 2024, abhängig im Wesentlichen von der Stellung der durch den Kranbauer beantragten Bürgschaften durch das Land Brandenburg. Eine finale Fassung des Kranbauvertrages, des sich daran anlehnenden Dienstleistungsvertrages mit ArcelorMittal Bremen sowie der zu wählenden Finanzierung sind für das erste Halbjahr 2024 geplant.

Als dritte Strategieachse ist die Anmietung eines durch die Rhenus angrenzend an unser Terminal 2 gelegenes Terrain zu sehen, für welches die Weserport ab 2025 die wirtschaftliche Nutzung übernehmen möchte. Hier wird die Neugestaltung der Mieterstruktur sowie die Ansiedelung neuen Kundengeschäftes ab 2025 das Hauptaugenmerk sein. Die vorbereitenden Arbeiten und Verhandlungen werden bereits 2024 beginnen.

Die hohe Abhängigkeit von einem Großkunden und gleichzeitigem Gesellschafter (ArcelorMittal Bremen) ist beherrschbar und von partnerschaftlicher Kooperation geprägt.

C. 2 Prognosebericht

Konjunkturell bedingt erwarten wir für 2024 einen Rückgang der Stahlmengen zum Vorjahr in Höhe von ca. 20% und dies praktisch vollständig bei Exportcoils. Brammenimporte sollten dabei auf Vorjahresniveau verbleiben.

Die Rohstoffseite der Stahlproduktion folgt dann diesem Szenario mit planerisch 28% weniger Zusatzstoffen und 4% weniger Erzen.

Der Transformationsprozess hin zu CO 2 -neutraler Stahlproduktion stockt leider aufgrund externer Rahmenbedingungen etwas, so dass die daraus zu erwartenden erhöhten Stahlschrottmengen zur Aufbereitung im Lichtbogenofen b.a.w. ausbleiben. Trotzdem sollte dieser Bereich zumindest in HJ2 etwas an Fahrt aufnehmen. Die im Jahr 2023 neu hinzugekommenen Stauerei-Dienstleitungen sollten aber diese reduzierten Mengen pro Tonne bzw. Stück mit einer erhöhten Rentabilität ausstatten.

Kostensteigerungstendenzen konnten bereits Anfang 2024 in Preisverhandlungen mit dem Hauptkunden ArcelorMittal Bremen im Rahmen des Cost-Plus-Modells weitergereicht werden.

Im Drittgeschäft erwarten wir eine Wiederholung des verhältnismäßig schwachen Geschäftsjahres 2023 (421 tto) mit einigen positiven Impulsen aus Spotgeschäften (Budgetziel 537 tto).

Der bereits vorab näher beschriebene Transformationsprozess im Drittgeschäft sollte im Jahr 2024 bereits höhere Mengen an Mineralien in Form von Oxyd/Hydroxid liefern auf ähnlichen Mengenniveau wie bereits in Q4/2023.

Der Altreifenverwerter Alpha Verwertung konnte im Jahr 2023 auf ein Zahlungs- und Tilgungsmodell verpflichtet werden, welches das Geschäft gesichert auf bekanntem Mengenniveau auch für 2024 erwarten lässt.

Das Agenturgeschäft ist für 2024 dabei seine Aktivitäten mit der Deutschen Bundesmarine neu aufzustellen. Dies sollte vorerst zu einer deutliche reduzierten Wertschöpfung in diesem Segment führen (Vorjahr 495 T€), birgt mittelfristig aber auch Entwicklungspotenzial.

Weiterhin zeichnet sich ab, dass das Geschäftsjahr 2024 durch größere Investitionen geprägt sein wird. Zu nennen sind hier einerseits vertraglich vereinbarte Anzahlungen im Rahmen des Kranneubaus am Terminal 3 sowie damit einhergehender vorbereitender Maßnahmen in Höhe von bis zu 2.000 T€.

Andererseits erfolgt am Terminal 4 der Umbau des Bandgebäudes für das erwähnte Umschlagsgeschäft mit dem Neukunden Nabaltec mit einem Investitionsvolumen von 3.500 T€.

Die unter anderem daraus zu erwartenden Geschäftsimpulse für 2025 ff. lassen uns optimistisch in die Zukunft sehen, während das Geschäftsjahr 2024 als ein Transformationsjahr zu erwarten ist. Erfolgreiche Fixkostenweitergaben an den Hauptkunden wie auch mitunter im Drittgeschäft bei konjunkturell bedingt fallenden Prognosemengen lassen aber auch für 2024 ein ähnliches Ergebnis wie noch 2023 erhoffen und damit mittlerweile deutlich über Budgeterwartungen (Budget ggü. Ergebnis 2023: Wertschöpfung -500 T€, Jahresergebnis -250 T€). Die wesentlichen Leistungsindikatoren folgen dieser Tendenz mit 43% Erwartung in der Personalquote (Vorjahr: 40,85%) und 5,91% in der Gewinnquote (Vorjahr: 7,23%). Letztere dürfte von sinkendem Sachaufwand durch Normalisierung der Energiekosten in 2024 profitieren.

 

Bremen, den 13.03.2024

Rudolf Egbert

Michael de Reese

1 Häfenressort Bremen, zitiert nach Buten un Binnen, Bremen 2023, URL: https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/hafen-umschlag-bremen-bremerhaven-aussenweser-100.html [22.08.2023]
2 Cashflow = Erg.v.Steuern ./. Investitionsauszahlungen + AfA + Veränderung SoPo + Veränderung Rst .
3 Cashflow = Erg.v.Steuern ./. Investitionsauszahlungen + AfA + Veränderung SoPo + Veränderung Rst .
4 Cashflow Verschuldungsquote = Cashflow / Bankverbindlichkeiten x 100
(Cashflow-Anteil in %, der zur Deckung der Verbindlichkeiten beiträgt)
5 Rohergebnisquote = ( Gesamtleistung . /. Materialaufwand) / Gesamtleistung x 100
6 Umsatzrentabilität = Ergebnis vor Steuern / Umsatzerlöse x 100
7 Gesamtkapitalrentabilität = Jahresüberschuss zzgl. Zinsen / Bilanzsumme x100
8 Eigenkapitalrentabilität = Ergebnis vor Steuern / Eigenkapital x 100
9 Ver.di 2022, URL: https://www.verdi.de/themen/nachrichten/++co++85e69ed2-e71f-11ec-816b-001a4a160129Raute:~:text=7%2C9%20Prozent.-,Ab%201.,bis%205%2C5%20Prozent%20ausgleicht. [01.03.2024]

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 200.418,00 497.105,00
200.418,00 497.105,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.602.776,56 9.052.207,56
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.132.564,00 3.319.268,00
3. Fuhrpark 20.744,00 31.920,00
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 728.879,00 688.068,00
5. Anlagen im Bau 2.134.630,62 911.267,68
14.619.594,18 14.002.731,24
14.820.012,18 14.499.836,24
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 397.340,16 297.816,04
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.408.267,93 5.491.180,75
2. Forderungen gegen Gesellschafter 4.106.538,19 2.398.447,38
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.038.001,15 991.176,69
9.552.807,27 8.880.804,82
9.950.147,43 9.178.620,86
C. Aktive latente Steuern 232.197,85 207.001,88
25.002.357,46 23.885.458,98

Passiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 520.000,00 520.000,00
II. Kapitalrücklage 4.000.000,00 4.000.000,00
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 255.878,68 255.878,68
IV. Gewinnvortrag 7.433.804,93 5.695.783,20
V. Jahresüberschuss 2.118.275,94 1.738.021,73
14.327.959,55 12.209.683,61
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse 75.193,00 111.945,00
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 834.147,00 799.385,00
2. Steuerrückstellungen 212.495,20 538.310,00
3. Sonstige Rückstellungen 1.466.913,84 2.104.034,85
2.513.556,04 3.441.729,85
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.128.044,08 3.902.927,23
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.478.110,01 896.560,42
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.759.611,67 2.908.973,43
4. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 550.000,00 0,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 169.883,11 413.639,44
(davon aus Steuern € 111.654,59; Vorjahr € 307.006,13)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 1.728,52; Vorjahr € 75,39)
8.085.648,87 8.122.100,52
25.002.357,46 23.885.458,98

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
2022
1. Umsatzerlöse 24.590.344,26 22.856.417,07
2. Sonstige betriebliche Erträge 899.753,56 657.995,94
3. Gesamtleistung 25.490.097,82 23.514.413,01
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -2.281.943,32 -1.373.126,40
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -3.438.970,96 -4.287.632,59
-5.720.914,28 -5.660.758,99
5. Rohergebnis 19.769.183,54 17.853.654,02
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -6.914.746,77 -5.989.074,01
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.468.482,47 -1.318.855,17
(davon für Altersversorgung € -46.434,85; Vorjahr € -97.882,05)
-8.383.229,24 -7.307.929,18
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.683.309,62 -1.675.855,80
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.575.044,92 -6.284.151,21
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 140.237,07 12.466,69
(davon aus verbundenen Unternehmen € 132.187,16; Vorjahr € 5.936,57)
(davon aus der Abzinsung von Rückstellungen € 8.049,91; Vorjahr € 6.530,12)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -192.160,66 -183.253,50
(davon an verbundene Unternehmen € -23.937,98; Vorjahr € -15.973,32)
(davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen € -12.304,96; Vorjahr € -26.094,90)
11. Ergebnis vor Steuern 3.075.676,17 2.414.931,02
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -957.400,23 -676.909,29
13. Ergebnis nach Steuern / Jahresüberschuss 2.118.275,94 1.738.021,73

Anhang für das Geschäftsjahr 1. Januar - 31. Dezember 2023

Registergericht Bremen

Handelsregister-Nummer HRB 15991 HB

I. GRUNDLAGEN

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte gemäß §§ 264 und § 267 Abs. 2 und 4 HGB nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften, der weiteren rechtsformspezifischen Vorgaben, etwaigen gesellschaftsindividuellen Vorgaben sowie der Rethmann-Bilanzierungsrichtlinien.

II. BILANZIERUNGS-, BEWERTUNGS- UND AUSWEISMETHODEN

Im Rahmen der Aufstellung des Anhangs werden für das Berichtsjahr 2023 die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB teilweise in Anspruch genommen.

Die Gliederungsschemata gemäß § 266 HGB und 275 HGB wurden zur verbesserten Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage um folgende Positionen erweitert:

In der Bilanz:

Gesonderter Ausweis des Fuhrparks innerhalb der Sachanlagen;

gesonderter Ausweis der Forderungen gegen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern;

gesonderter Ausweis des Sonderpostens für Investitionszuschüsse.

In der Gewinn- und Verlustrechnung:

Eingefügte Zwischensummen: Gesamtleistung, Rohergebnis, Ergebnis vor Steuern;

Wegfall des Ausweises der sonstigen Steuern.

Die sonstigen Steuern werden zwecks Anpassung an international übliche Darstellungsmethoden nicht als eigenständige Position nach dem Ergebnis nach Steuern in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen, sondern sind in der Position sonstige betriebliche Aufwendungen enthalten.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

In der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sind jeweils die entsprechenden Vorjahresbeträge angegeben.

Aktiva:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben.

Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben.

Der Zeitraum der planmäßigen Abschreibung für bis einschließlich 2009 entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte beträgt entsprechend der Vertragslaufzeit 10 Jahre, im Zugangsjahr zeitanteilig.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.

Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten, im Fall abnutzbarer Sachanlagen vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, bewertet. Bei vor dem 1. Januar 2010 angeschafften Sachanlagen werden die planmäßigen Abschreibungen - soweit steuerlich zulässig - degressiv vorgenommen. Sofern die lineare Abschreibung zu höheren Beträgen als die degressive Abschreibung führt, wird ein Wechsel von der degressiven zu der linearen Abschreibung vorgenommen.

Bei Anlagegütern, die nach dem 01.01.2010 angeschafft wurden, erfolgt die Abschreibung näherungsweise gemäß dem tatsächlichen Nutzungsverlauf. Dabei kommt grundsätzlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung.

Lediglich im Bereich der Fahrzeuge wird weiterhin degressiv abgeschrieben, da dies dem tatsächlichen Entwertungsverlauf entspricht. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände dauerhaft ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Folgende Nutzungsdauern sind den Abschreibungen der einzelnen Sachanlagegruppen zugrunde gelegt worden:

Gebäude 33 Jahre
Maschinen, maschinelle Anlagen 5-15 Jahre
Fahrzeuge 6 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5-15 Jahre

Zugänge zu Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Die Anschaffungskosten umfassen auch Nebenkosten und nachträgliche Anschaffungskosten. Dem Vermögensgegenstand direkt zurechenbare Anschaffungspreisminderungen werden abgesetzt. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die Herstellungskosten umfassen nur die gesetzlichen Pflichtbestandteile.

Abgänge von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten und den aufgelaufenen Abschreibungen zum Zeitpunkt ihres Ausscheidens verbucht.

Zugänge an Geringwertigen Wirtschaftsgütern bis 250 € (bis 2017: 150 €) werden direkt als sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 250 € (bis 2017: 150 €) und 800 € (bis 2017: 410 €) und werden aktiviert und sofort im Monat des Zugangs voll abgeschrieben. Hierbei wird im Anlagengitter der Totalabgang nach 6 Jahren unterstellt.

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird durch Wertabschlägen Rechnung getragen.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungspreisminderungen aktiviert. Folgendes Bewertungsvereinfachungsverfahren wurde angewandt: Der Dieselbestand wurde nach der LIFO-Methode, das Stau- und Löschmaterial wurde zu Durchschnittspreisen bewertet.

Der Ansatz von Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erfolgt grundsätzlich zu Nennwerten; alle erkennbaren Einzelrisiken und das allgemeine Kreditrisiko werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Einzelrisiken wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Zur Deckung des allgemeinen Kreditrisikos wird bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weiterhin eine Pauschalwertberichtigung des Forderungsbestandes (ohne Umsatzsteuer) vorgenommen.

Wenn die zivilrechtlichen Voraussetzungen für das Bestehen der Aufrechnungslage gegeben sind, werden Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit Verbindlichkeiten gegenüber demselben Unternehmen miteinander verrechnet.

Die Bewertung der liquiden Mittel erfolgt zu Nennwerten.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Zusätzlich werden latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt, sofern sie sich in einem Zeitraum von 5 Jahren voraussichtlich realisieren. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis eines aus Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag kombinierten Steuersatzes. Eine sich insgesamt ergebende passive Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer ausgewiesen. Für eine sich insgesamt ergebende Steuerentlastung wird das Aktivierungswahlrecht ausgeübt. Der Ausweis erfolgt dann unter den aktiven latenten Steuern.

Passiva:

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Unter den Sonderposten werden erhaltene öffentliche Zuschüsse zur Anschaffung von Anlagevermögen ausgewiesen. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt parallel zur handelsrechtlichen Abschreibung der entsprechenden Vermögensgegenstände.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach der Projected-Unit-Credit-Methode unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck und unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,75 % p.a. (Vorjahr: 1,79 % p.a.) bewertet. Es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine pauschal angenommene Restlaufzeit von 16 Jahren. Bei Löhnen und Gehältern wird eine dynamische Entwicklung von 3,10 % p.a. (Vorjahr: 2,90 % p.a.) angenommen. Weiterhin wird eine dynamische Entwicklung der Renten in Höhe von 2,60 % p.a. (Vorjahr: 2,40 % p.a.) sowie eine Fluktuation in Höhe von 2,0 % p.a. (wie im Vorjahr) unterstellt.

Bei der Bildung der Steuer- und sonstigen Rückstellungen wurde den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Sie sind unter Berücksichtigung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung notwendig ist.

Sonstige langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung von der Deutschen Bundesbank ermittelt und veröffentlicht wird, abgezinst.

Alle Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Währungsumrechnung:

Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten bis zu einem Jahr sowie Kassenbestände und Bankguthaben in fremder Währung werden mit dem Devisenmittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet.

Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder gegebenenfalls unter Berücksichtigung des Höchstwertprinzips mit dem Devisenmittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Entstehende Gewinne und Verluste werden ergebniswirksam berücksichtigt.

III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Anlagevermögen:

Das Anlagengitter gemäß § 284 Abs. 3 HGB ist dem Anhang beigefügt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände:

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen Gesellschafter schließen Forderungen aus dem Cash-Pooling in Höhe von 4.106.538,19 € (Vorjahr: 2.033.196,36) gegen Rhenus SE & Co. KG ein. Im Vorjahr waren zudem Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 365.252,02 € (Vorjahr: 0,00 €) gegen ArcelorMittal Bremen GmbH enthalten.

Eigenkapital:

Das im Handelsregister eingetragene gezeichnete Kapital beträgt 520.000,00 €.

Im Eigenkapital ist ein Betrag von 232.197,85 € aus der Aktivierung latenter Steuern sowie ein Betrag von 11.071,00 € aus der Bewertungsänderung (Wechsel von dem 7-Jahres-Durchschnitt auf den 10-Jahres-Durchschnitt) bei den Zinssätzen der Pensionsrückstellungen zur Ausschüttung gesperrt.

Sonderposten:

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse enthält gewährte öffentliche Zuschüsse für Investitionen ins Anlagevermögen. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt parallel zur handelsrechtlichen Abschreibung der entsprechenden Vermögensgegenstände.

Pensionsrückstellungen:

Aus der Bewertungsänderung (Wechsel von dem 7-Jahres-Durchschnitt auf den 10-Jahres-Durchschnitt) bei den Zinssätzen der Pensionsrückstellungen resultiert zum 31.12.2023 ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 11.071,00 €.

Rückstellungen:

Die sonstigen Rückstellungen wurden vor allem für ausstehende Eingangsrechnungen, Verpflichtungen aus dem Personalbereich, Schadensersatzverpflichtungen und Abrissverpflichtungen gebildet.

Verbindlichkeiten:

Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten geht aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel hervor.

Gesamt 31.12.2023 Restlaufzeiten
≤ 1 Jahr
> 1 Jahr
davon > 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.128.044,08 863.694,83 2.264.349,25 600.000,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.478.110,01 1.478.110,01 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.759.611,67 640.000,08 2.119.611,59 0,00
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 550.000,00 550.000,00 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 169.883,11 169.883,11 0,00 0,00
8.085.648,87 3.701.688,03 4.383.960,84 600.000,00
Restlaufzeiten
Davon gesichert ≤ 1 Jahr 31.12.2022
> 1 Jahr 31.12.2022
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.128.044,08 983.694,83 2.919.232,40
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,00 896.560,42 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 642.306,88 2.266.666,55
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 0,00 413.639,44 0,00
3.128.044,08 2.936.201,57 5.185.898,95

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden in Höhe von 3.128.044,08 € durch die Abtretung der Rechte und Ansprüche aus dem Dienstleistungs- und Geschäftsbesorgungsvertrag durch die ArcelorMittal Bremen GmbH besichert.

Daneben wird ein Volumen in Höhe von 1.284.764,08 € der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten durch eine Grundschuld gesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern schließen in diesem Jahr Verbindlichkeiten aus Darlehen gegenüber der ArcelorMittal Bremen GmbH und der Rhenus SE & Co. KG in Höhe von 2.759.611,67 ein.

Weitere Angaben zur Bilanz:

Der in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Jahresüberschuss in Höhe von 2.118.275,94 € soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Sonstige betriebliche Erträge:

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Wechselkurseffekte über 442,28, € (Vorjahr: 390,43 €).

Sonstige betriebliche Aufwendungen:

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Wechselkurseffekte in Höhe von 86,78 € (Vorjahr: 1.141,80 €). Weiterhin sind unter dieser Position auch die sonstigen Steuern von 91.510,00 € (Vorjahr: 130.479,96 €) erfasst.

Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen:

Der Zinsanteil aus der Zuführung zu Rückstellungen beträgt 12.304,96 € (Vorjahr: 26.094,90 €).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag:

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Aufwendungen für Vorperioden in Höhe von 1,12 € (Vorjahr: 32.090,90 €) enthalten.

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Erträge aus latenter Gewerbesteuer in Höhe von 25.195,97 € (Vorjahr: 5.398,02 €) enthalten.

Periodenfremde Erträge aus Steuererstattungen sowie aus der Auflösung des nicht verbrauchten Teils der Rückstellung für Vorjahre entstanden in Höhe von 11.346,27 € (Vorjahr: 131.581,58 €).

V. VORGÄNGE VON BESONDERER BEDEUTUNG NACH DEM SCHLUSS DES GESCHÄFTSJAHRES

Zwischen Bilanzstichtag und Erstellung des Jahresabschlusses sind keine wertbegründenden Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

VI. ERGÄNZENDE ANGABEN

Arbeitnehmerzahlen:

Im Jahr 2023 waren durchschnittlich beschäftigt:

2023 2022
Angestellte 32 32
gewerbliche Mitarbeiter 86 84
Aushilfen 9 9
Summe Arbeitnehmer nach § 267 Abs. 5 HGB 127 125
Auszubildende 8 8
Gesamtsumme 135 133

Sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Als wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB sind nach Art und Betrag zu nennen:

Gesamt Restlaufzeiten
≤ 1 Jahr
> 1 Jahr
davon > 5 Jahre
- aus Miet- und Pachtverträgen 3.745.476,68 994.170,48 2.751.306,20 535.895,04
davon mit verbundenen Unternehmen 2.901.343,68 626.343,48 2.275.000,20 455.000,04
- aus Leasingverträgen 84.879,75 76.069,23 8.810,52 0,00
3.830.356,43 1.070.239,71 2.760.116,72 535.895,04

Gesamthonorar des Abschlussprüfers:

Das berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das abgeschlossene Geschäftsjahr teilt sich wie folgt auf:

Honorar für
Abschlussprüfungsleistungen 19.654,96
davon aus Vorjahren 954,96
Steuerberatungsleistungen 4.140,00
Summe 23.794,96

VII. ANGABEN ZU GESELLSCHAFTSORGANEN

Der Geschäftsführung der Berichtsgesellschaft gehören bzw. gehörten an:

Rudolf Egbert Geschäftsführer Bremen Michael de Reese Geschäftsführer Nordenham

Dem Beirat der Berichtsgesellschaft gehören bzw. gehörten an:

Michael Viefers Vorsitzender Krefeld Frank Hohlweg Geschäftsführer ArcelorMittal Bremen GmbH Oyten
Michael Appelhans Geschäftsleitung Rhenus Ports Bremen Andreas Dalchow Geschäftsführer ArcelorMittal Bremen GmbH Achim

Auf die Angabe der Vergütung für die Mitglieder des Geschäftsführungsorgans wurde gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Der Beirat erhält keine Bezüge von der Gesellschaft.

 

Bremen, den 27. Februar 2024

Weserport GmbH

Die Geschäftsführung

Rudolf Egbert

Michael de Reese

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungskosten
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbu - chung
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.050.067,89 60.250,00 101.671,00 0,00 1.008.646,89
1.050.067,89 60.250,00 101.671,00 0,00 1.008.646,89
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 25.403.414,75 158.583,71 0,00 86.656,06 25.648.654,52
2. Technische Anlagen und Maschinen 20.674.196,31 149.586,43 0,00 0,00 20.823.782,74
3. Fuhrpark 110.182,83 0,00 0,00 0,00 110.182,83
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.178.897,24 399.211,58 13.928,78 1.075,84 5.565.255,88
5. Anlagen im Bau 911.267,68 1.311.094,84 0,00 -87.731,90 2.134.630,62
52.277.958,81 2.018.476,56 13.928,78 0,00 54.282.506,59
53.328.026,70 2.078.726,56 115.599,78 0,00 55.291.153,48
Abschreibungen
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 552.962,89 285.478,00 30.212,00 808.228,89
552.962,89 285.478,00 30.212,00 808.228,89
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 16.351.207,19 694.670,77 0,00 17.045.877,96
2. Technische Anlagen und Maschinen 17.354.928,31 336.290,43 0,00 17.691.218,74
3. Fuhrpark 78.262,83 11.176,00 0,00 89.438,83
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.490.829,24 355.694,42 10.146,78 4.836.376,88
5. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
38.275.227,57 1.397.831,62 10.146,78 39.662.912,41
38.828.190,46 1.683.309,62 40.358,78 40.471.141,30
Restbuchwerte
31.12.2023
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 200.418,00 497.105,00
200.418,00 497.105,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.602.776,56 9.052.207,56
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.132.564,00 3.319.268,00
3. Fuhrpark 20.744,00 31.920,00
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 728.879,00 688.068,00
5. Anlagen im Bau 2.134.630,62 911.267,68
14.619.594,18 14.002.731,24
14.820.012,18 14.499.836,24

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Weserport GmbH, Bremen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Weserport GmbH, Bremen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Weserport GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, den 30. April 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stefan Wienands, Wirtschaftsprüfer

ppa. Matthias Kräbber, Wirtschaftsprüfer

Protokoll zur Gesellschafterversammlung der

Weserport GmbH Bremen am 21.06.2024

Teilnehmer Frank Hohlweg Andreas Dalchow Andreas Stöckli Michael de Reese ArcelorMittal Bremen GmbH ArcelorMittal Bremen GmbH Rhenus SE & Co. KG Rhenus SE & Co. KG
Rudolf Egbert Uwe Oppitz Weserport GmbH Weserport GmbH
Beisitzer Silke Völkel ArcelorMittal Bremen GmbH
Versammlungsleiter Protokollführer Andreas Stöckli Rudolf Egbert

Tagesordnung

1.

Feststellung Jahresergebnis 2023

2.

Beschlussfassung über die Verwendung des Jahresergebnisses 2023

3.

Beschlussfassung über die Entlastung der Geschäftsführung und des Beirats für das Geschäftsjahr 2023

4.

Beschlussfassung über die Bestellung des Wirtschaftsprüfers für das Geschäftsjahr 2024

5.

Beschlussfassung über zustimmungspflichtige Geschäfte

Es wird festgestellt, dass

zur Gesellschafterversammlung form- und fristgerecht eingeladen wurde,

alle Gesellschafter anwesend sind und

die Gesellschafterversammlung damit beschlussfähig ist.

Zum Protokoll der Gesellschafterversammlung vom 03.05.2023 ging kein Widerspruch ein, es gilt daher als genehmigt.

TOP 1 Feststellung Jahresergebnis 2023

Der von der Geschäftsführung aufgestellte Jahresabschluss zum 31.12.2023 mit einer

Bilanzsumme in Höhe von 25.002.357,46 €
und einem Jahresüberschuss 2023 in Hohe von 2.118.275,94 €
sowie einem Gewinnvortrag in Höhe von 7.433.804,93 €

wird festgestellt.

TOP 2 Beschlussfassung über die Verwendung des Jahresergebnisses 2023

Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 betragt 2.118.275,94 €
Der Gewinnvortrag aus 2016 (Restbetrag), 2017, 2018, 2019 2020, 2021, und 2022 betragt 7.433.804,93 €

Im Jahresüberschuss 2023 ist ein zur Ausschüttung gesperrter Betrag aus der Aktivierung latenter Steuern nach Abzug sonstiger passiver latenter Steuern in Höhe von 232.197,85 € sowie aus der Bewertungsänderung bei den Zinssätzen der Pensionsrückstellungen in Höhe von 11.071,00 € enthalten.

Gemäß § 13 Absatz 2 des Gesellschaftsvertrages stehen der Jahresüberschuss sowie die Gewinnvorträge anteilig nach der Höhe ihrer Beteiligung am Stammkapital den Gesellschaftern zu.

Rhenus SE & Co. KG in Höhe von (51 %) und für 4.747.494,13 €
ArcelorMittal Bremen GmbH in Höhe von (49 %) 4.561.317,89 €

Die Geschäftsführung schlägt vor, den aufgelaufenen Oberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Die Gesellschafterversammlung stimmt dem Vorschlag zu.

TOP 3 Beschlussfassung über die Entlastung der Geschäftsführung und des Beirates für das Geschäftsjahr 2023

Der Geschäftsführung der Weserport GmbH, den Herren Rudolf Egbert

Michael de Reese

 

sowie dem Beirat, den Herren Michael Viefers

Michael Appelhans Andreas Dalchow Frank Hohlweg

wird für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung erteilt.

TOP 4 Beschlussfassung über die Bestellung des Wirtschaftsprüfers für das Geschäftsjahr 2024

Es wird beantragt, die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Friedrich-List-Straße 20, 45128 Essen zum Abschlussprüfer für das vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024 laufende Geschäftsjahr zu bestellen.

Die Gesellschafterversammlung wird um Zustimmung gebeten. Die Gesellschafterversammlung stimmt dem zu.

TOP 5 Beschlussfassung über zustimmungspflichtige Geschäfte
Beiratsbeschlüsse aus der Sitzung vom 28.11.2023

T4- Nabaltec Umschlaggeschäft Aluminiumoxid 4.200 T€ (abzgl Fordermittel) Ja
T1 - Kran 3 Sanierungsmaßnahmen 800 T€ Ja
T1 - Vorbereitung für Schrottumschlag AMB 260 T€ Ja
T1 - Brücke 2 Fahrwerksanierung 175 T€ Ja
T1 - Track & Trace Weiterentwicklung Schrott 150 T€ Ja
T1 - Gleissanierungen 6101, 6111, 6113 122 T€ Ja
T1 - Hafenmobilkran Umbau Personenbetrieb 120 T€ Ja
T2 - Mohrkran Hakendrehwerk 100 T€ Ja
T1 - Reibeleisten Kaje 90 T€ Ja
T4 - Gabelstapler Linde 4to 65 T€ Ja

Die Gesellschafterversammlung wird um Zustimmung gebeten.

TOP 6 Verschiedenes

Änderung in der Rhenus-Gesellschafterbesetzung

 

Bremen, den 21.06.24

Michael de Reese, Versammlungsleiter

Rudolf Egbert, Protokollant

Vollmacht

Hiermit bevollmächtigen wir, die Rhenus SE & Co. KG, Rhenus Platz 1, 59439 Holzwickede, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Hamm unter HRA 2448, diese vertreten durch ihre persönlich haftende Gesellschafterin, die Rhenus Verwaltungs SE, diese eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Hamm unter HRB 8133

Herrn Michael de Reese

geschäftsansässig August-Hirsch-Str. 3,

47119 Duisburg

unsere Interessen in der Beiratssitzung der

Weserport GmbH

am 21.06.2024 für die Rhenus SE & Co KG allein zu vertreten und das Stimmrecht auszuüben.

Der Bevollmächtigte ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit und berechtigt Untervollmacht zu erteilen.

 

Holzwickede, den 13.06.2024

Rhenus SE & Co. KG

ppa. Wilhelm Uhle

ppa. Christian Ruppert

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 21.06.2024 festgestellt.

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