Praxen von Steuerberaterinnen und -beratern, Steuerbevollmächtigten sowie steuerberatende Berufsausübungsgesellschaften
Indes Fuggerhaus Textil GmbH
Eichendorffstraße 2, 51709 Marienheide, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ralph Schneider seit 5.10.2023 | Prokura |
Torsten Klimper seit 15.6.2018 | Prokura |
Georg Hünnemeyer seit 16.7.2002 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Indes Fuggerhaus Textil GmbHMarienheideJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Inhaltsverzeichnis LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2022 BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2022 ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2022 BESTÄTIGUNGSVERMERK Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022Allgemeines Die Indes Fuggerhaus Textil GmbH ist ein so genannter "Stoffverlag". Die Produktpalette umfasst im Wesentlichen Dekorationsstoffe und Gardinen für Fensterdekorationen, die von Indes Fuggerhaus entwickelt werden. Hinzu kommen Sicht- und Sonnenschutzprodukte, die unter der Marke "Sunlife" vertrieben werden. Die Kollektionen werden mit eigenen und externen Designern erstellt. Die von der Gesellschaft vertriebenen Stoffe werden nicht selbst produziert. Das Sortiment wird von externen Produktionsstätten gefertigt. Die Stoffe werden am Standort der Gesellschaft in Marienheide entwickelt, gelagert und von dort aus vertrieben. Die Produktion der Sicht- und Sonnenschutzanlagen - vor allen Dingen Plissees und Rollos - erfolgt am Standort in Wesel (NRW). Der wichtigste Absatzmarkt ist Deutschland. Die Dekorationsstoffe und Gardinen der Gesellschaft sind größtenteils Halbfertigprodukte. Diese müssen von Fachbetrieben genäht bzw. montiert werden. Deshalb gelangen die Produkte über Absatzmittler, insbesondere Raumausstatter und Fachhandelsbetriebe an den Endverbraucher. Die Gesellschaft ist im Bereich der Forschung sowie Entwicklung nicht tätig. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine am 24. Februar 2022, den daraus resultierenden weitreichenden Sanktionen gegenüber Russland sowie den reduzierten Energie- und Rohstofflieferungen Russlands in die EU ist es zu einem deutlichen Anstieg der Energie- und Rohstoffpreise sowie zu zunehmenden Lieferengpässen gekommen. Im Zusammenhang mit den Sorgen vor einer Ausweitung des Ukraine-Kriegs zu einer globalen Auseinandersetzung hat dies zu großen Unsicherheiten bei Unternehmen und Verbrauchern geführt. Historisch hohe Inflationsraten und das denkbare Szenario einer Gasknappheit überlagerten die leichte Erholung der Wirtschaft zu Beginn des Jahres. Die ursprünglichen Prognosen für das Jahr 2022, die für die Eurozone ein Wirtschaftswachstum von 3,5 %, für Deutschland von 3,0 % und für Russland von 2 bis 3 % vorsahen, wurden daher im Jahresverlauf revidiert, und es wurden Befürchtungen geäußert, dass Deutschland und u.U. sogar die gesamte Eurozone in eine Rezession abgleitet. Die pessimistischen Szenarien für 2022 haben sich am Ende nicht bewahrheitet, und es ist nicht zu dem befürchteten Kollaps der Wirtschaft gekommen. Erstens ist es 2022 nicht zu einer Rationierung von Gas gekommen, zweitens wurden umfangreiche Hilfspakete für die Verbraucher und Unternehmen beschlossen und drittens haben sich die Lieferkettenprobleme leicht entspannt. Der Anstieg des Bruttoinlandsprodukts in der Eurozone im Jahr 2022 um 3,4 % entsprach den ursprünglichen Prognosen. Dieses Wachstum wurde sowohl durch den Anstieg der privaten Konsumausgaben um 4,0 % als auch durch die um 4,2 % ausgeweitete Investitionstätigkeit der Unternehmen getragen. Lediglich der Außenbeitrag blieb um 0,3 % hinter dem Vorjahr zurück. Die Arbeitslosenquote in der Eurozone zeigte sich im Jahr 2022 mit 6,7 % (Vorjahr: 7,7 %) leicht verbessert. Sorge bereitete der starke Anstieg der Verbraucherpreise. Die Erhöhung der Leitzinsen durch die Europäische Zentralbank kam zu spät und war in ihrer Höhe nicht ausreichend, um einen Anstieg der Inflationsrate auf 10,0 % im vierten Quartal 2022 zu verhindern. In der Gesamtjahresbetrachtung lag die Inflationsrate 2022 auf einem Niveau von 8,4 % (Vorjahr: 2,6 %). Die deutsche Wirtschaft wurde von den Folgen des Ukraine-Kriegs deutlich stärker getroffen als die restlichen Länder der Eurozone. Entsprechend lag das tatsächliche Wirtschaftswachstum im Jahr 2022 mit 1,9 % (Vorjahr: 2,6 %) deutlich unter dem Wert der Eurozone und der für 2022 ursprünglich prognostizierte Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 3,0 % wurde verfehlt. Der deutsche Arbeitsmarkt zeigte sich 2022 erneut robust und verzeichnete mit einem Rückgang der Arbeitslosenquote auf 5,4 % (Vorjahr: 5,7 %) eine leichte Erholung, was im Hinblick auf die hohe Inflationsrate von 6,9 % (Vorjahr: 3,1 %) positivzu werten ist. Im Vergleich zu der Eurozone sind die privaten Konsumausgaben in Deutschland mit 4,4 % etwas stärker gestiegen. Dies ist unter anderem auf Nachholeffekte nach der Corona-Pandemie sowie nachlassende Lieferengpässe zurückzuführen. (Die in diesem Kapitel verwendeten Konjunkturdaten stammen von der Commerzbank AG, der Germany Trade and Invest - Gesellschaft für Außenwirtschaft und Standortmarketing mbH sowie der Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut gemeinnützige GmbH (HWWI).) Branchenspezifische Rahmenbedingungen Der Verband der Deutschen Heimtextilien-Industrie e.V. meldet in seiner Pressemitteilung vom 5. September 2022 für das erste Halbjahr 2022 einen Anstieg der Nachfrage nach Dekorationsstoffen um 2,7 % und einen Anstieg der Nachfrage nach Plissees von 0,4 %. Jeweils im Vergleich zum ersten Halbjahr 2021. Zu berücksichtigen ist aber, dass die erste Jahreshälfte des Vorjahres (2021) wieder von einem coronabedingten Lockdown betroffen war. Die seinerzeit angeordneten Geschäftsschließungen gab es im Jahr 2022 nicht mehr. Bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren Die Gesellschaft verwendet als bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren die Umsatzerlöse sowie die EBIT-Marge. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren liegen nicht vor. Umsatzentwicklung Die Gesellschaft erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2022 einen Umsatz in Höhe von 11,9 Mio. €. Dieser lag damit um 0,2 Mio. € über dem Vorjahresniveau (11,7 Mio. €). Dies entspricht einem Umsatzwachstum in Höhe von 1,7 %. Das Inlandsgeschäft stieg um 3,6 % an, das Exportgeschäft reduzierte sich um 1,9 %. Die Exportquote beträgt in 2022 20,7 % (Vorjahr 21,5 %). Die wichtige Zielgruppe Raumausstatter konnte auch im Jahr 2022 die Umsätze mit Dekorationsstoffen und Gardinen (Meterware) weiter steigern. Die Fachmärkte, die noch im Vorjahr unter den pandemiebedingten Geschäftsschließungen litten, legten wieder zu. Das noch neue Geschäftsfeld "Sunlife" (innenliegender Sonnenschutz) stabilisierte sich. Die Sparte "Homing'" (fertig genähte Dekostoffe) legte relativ stark zu, litt jedoch im Vorjahr besonders stark unter den Geschäftsschließungen der Fach- und Möbelfachmärkte. Das für die Gesellschaft ebenfalls wichtige "Objektgeschäft", also insbesondere Stoffe für Hotels, verlief stabil. Der im letzten Lagebericht prognostizierte Umsatz in Höhe von 11,5 Mio. € bis 12 Mio. € konnte erreicht werden. Ergebnisentwicklung Im Geschäftsjahr 2022 lag die Rohertragsquote (Quotient aus Rohertrag und Gesamtleistung) mit 44,5 % unter dem Vorjahreswert von 45,0 %. Trotz des besseren Umsatzes standen der Gesellschaft deshalb in etwa nur die gleichen Roherträge zur Deckung der Gemeinkosten zur Verfügung wie im Vorjahr. Hier zeigen sich die Effekte aus gestiegenen Beschaffungskosten, die nur teilweise an die Kunden der Gesellschaft weitergeleitet werden konnten. Die Personalquote (Quotient aus Personalaufwand und Gesamtleistung) beträgt unverändert 26,3 %. Die Personalaufwendungen stiegen um 27 T€ im Vergleich zum Vorjahr. Die Summe aller betrieblichen Aufwendungen stieg um 233 T€ auf 5.216 T€ (Vorjahr 4.983 T€). Ursächlich für diesen Anstieg waren relativ stark steigende Kosten für Ausgangsfrachten, Material, KFZ-Betriebskosten und variabler Vertriebskosten. Die Vertriebsaktivitäten waren im Vorjahr aufgrund von Lockdowns im ersten Halbjahr noch stark eingeschränkt. Das operative Ergebnis der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 beträgt 223 T€ (Vorjahr 385 T€). Das Ergebnis vor Steuern beträgt im Berichtsjahr 157 T€ (Vorjahr: 289 T€). Die Indes Fuggerhaus Textil GmbH erwirtschaftete in 2022 einen Jahresüberschuss nach Steuern in Höhe von 108 T€ (Vorjahr: 195 T€). Die Geschäftsleitung ist mit dem Jahresergebnis 2022 nur bedingt zufrieden. Die Umsatzentwicklung ist durchaus positiv zu bewerten, jedoch wird das Ergebnis durch eine niedrigere Rohertragsquote als im Vorjahr und durch nahezu durchweg höhere Kosten (Inflationseffekt) belastet. Dennoch hat sich die gute Marktstellung von Indes Fuggerhaus weiter gefestigt. Der Vertrieb konnte - nach einem schwierigen Pandemiejahr 2021 - wieder aktiver auf die Kunden zugehen und wichtiges Mustermaterial platzieren. Dieses Mustermaterial bildet die Grundlage für künftige Umsätze der Gesellschaft. Finanz- und Vermögenslage Der Cash-flow (Summe aus Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag, Abschreibungen, Erhöhung von langfristigen Rückstellungen und der Veränderung der latenten Steuern) betrug im Geschäftsjahr 2022 214 T€ (Vorjahr: 313 T€). Aus der laufenden Geschäftstätigkeit ergab sich ein Mittelabfluss in Höhe von 148 T€ (Vorjahr: 97 T€). Der wesentliche Grund für den Abbau des Vorratsvermögens zum Jahresende um 106 T€ ist der Aufbau im Vorjahr des Vorratsvermögens um 414 T€ (jeweils im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitpunkt). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nahmen im Jahr 2022 um 422 T€ zu. Sie betrugen per Jahresende 2.286 T€ (Vorjahr: 1.864 T€). Darlehen gegenüber verbundenen Unternehmen wurden im Berichtsjahr in der Höhe von 175 T€ getilgt und betrugen am Bilanzstichtag 31.12.2022 0 T€ (Vorjahr 175 T€). Der Finanzmittelbestand zum Bilanzstichtag 31.12.2022 beträgt 72 T€ (Vorjahr: 42 T€). Das Eigenkapital am Bilanzstichtag erhöhte sich von 1.352 T€ (Vorjahr) auf 1.460 T€. Die Eigenkapitalquote stieg weiter von 22,6 % auf 24,0 %. Die Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 jederzeit uneingeschränkt in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Im Durchschnitt des Jahres 2022 waren bei der Indes Fuggerhaus Textil GmbH 63 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 62) beschäftigt. Der Umsatz pro Mitarbeiter betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 189 T€ (Vorjahr: 189 T€). Wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr 2022 Die hohen Beschaffungs-, Energie- und Rohstoffpreise haben zu teilweise sehr deutlich höheren Kosten bei der Indes Fuggeraus Textil GmbH geführt, als erwartet. Diese unter anderem auch durch den Krieg in der Ukraine resultierenden Mehrkosten haben das Ergebnis belastet. Hinweise auf die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Die Produkte der Gesellschaft, im wesentlichen Dekostoffe, Gardinen sowie Produkte des innenliegenden Sonnenschutzes (Plissees und Rollos), werden überwiegend im Rahmen von Wohnungsrenovierungen verwendet. Somit sind diese dem Konsumsektor zuzuordnen. Hier könnten sich inflationsbedingt Nachfragerückgänge einstellen. Die teilweise stark steigenden Energiepreise könnten den Endverbraucher dazu leiten, Ausgaben bei Wohnungsrenovierungen zurückzustellen. Jedoch gibt es durchaus auch den Trend, aufgrund der hohen Energiekosten wieder mehr Dekostoffe in Privatwohnungen einzusetzen. Da diese Produkte im Portfolio der Gesellschaft sind, kann die Indes Fuggerhaus Textil GmbH durchaus auch davon profitieren. Deshalb sieht die Geschäftsleitung hier kein existenzbedrohliches Szenario. Die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine auf die allgemeinen Rahmenbedingungen sind durchaus als bedrohlich zu bezeichnen. Die betroffenen Länder spielen zwar in der Beschaffung und im Absatz der Produkte keine wesentliche Rolle, jedoch haben sich negative Auswirkungen auf Energie- und Beschaffungspreise eingestellt. Ob und inwiefern Lieferketten und Kaufstimmung betroffen werden, kann zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts nicht abgesehen werden. Branchenspezifische Risiken ergeben sich aus der Anbieterstruktur, die durch ein hohes Angebot gekennzeichnet ist. Branchenkennzeichnend ist zudem, dass es eine Vielzahl von kleineren und mittleren Anbietern gibt, die zueinander im Wettbewerb stehen. Je nachdem, wie weitreichend ́- auch ausgelöst durch höhere Beschaffungskosten - der Wettbewerb sein wird, könnte es zu weiteren Verwerfungen auf dem Markt kommen. Einige Mitanbieter haben im Jahr 2022 ihren Geschäftsbetrieb eingestellt. Die Indes Fuggerhaus Textil GmbH sieht sich hier deshalb in einer guten Ausgangsposition. Im Bereich Einkauf/Beschaffung kann ein Risikopotenzial entstehen, da die Gesellschaft über keine eigene Stoffproduktion verfügt. Dieser Gefahr begegnet die Geschäftsführung mit einem breit aufgestellten Netz an Lieferanten bzw. Produzenten. Ein bestandsgefährdendes Risikopotenzial war im Jahr 2022 nicht zu erkennen. Es kann aber durchaus zu krisenbedingten Insolvenzen im Bereich der Produktionsstätten kommen. Dies ist als Risiko zu benennen, wird aber nicht zu einer Bestandsgefährdung führen, da die Gesellschaft über ein ausreichendes Alternativmanagement verfügt. Jedoch werden sich die Auswirkungen der Rohstoffknappheit und der teilweise sehr hohen Energiepreise auf die Beschaffungssituation der Indes Fuggerhaus Textil GmbH negativ auswirken. Die Rohertragsquote könnte deshalb weiter zurückgehen. Die Gesellschaft wirkt durch Preisanpassungen diesen Effekten entgegen. Die Strategie der Indes Fuggerhaus Textil GmbH zielt darauf ab, durch eine auf Innovationen ausgerichtete Produkt- und Marketingpolitik eine langfristige Belastung der Margen zu verhindern. Ein Erfolg dieser Strategie kann nicht garantiert und damit eine Belastung der Margen nicht ausgeschlossen werden. Aufgrund des zunehmenden Preisdruckes in der Beschaffung sieht die Geschäftsführung gegenwärtig durchaus das Risiko abnehmender Margen, jedoch kein bestandsgefährdendes Risiko. Der Einsatz von Zins- oder Währungssicherungsgeschäften spielt bei der Indes Fuggerhaus Textil GmbH keine wichtige Rolle. Aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren Ausfallrisiken, die in der Bonität des jeweiligen Schuldners begründet liegen. Die Risikopolitik der Indes Fuggerhaus Textil GmbH zielt darauf ab, das inhärente Risiko zu begrenzen. Zu diesem Zweck bedient sich das Unternehmen der vorhandenen Mittel, wie z. B. Kreditversicherungen, um das Risiko auf externe Dritte zu verlagern. Diese Möglichkeiten sind jedoch aufgrund der damit verbundenen Kosten nicht immer wirtschaftlich sinnvoll und stehen auch nicht in jedem Einzelfall zur Verfügung. Daher wird der Überwachung der vereinbarten Zahlungsziele und Kreditlinien im Rahmen des internen Debitorenmanagements seit Jahren eine hohe Bedeutung beigemessen. Aus Sicht der Geschäftsführung ist das Gesamtrisiko grundsätzlich eher als gering einzustufen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden würden, ist ebenfalls als eher gering einzustufen. Die Sorge, dass der Krieg in Osteuropa negative Auswirkungen auf die Beschaffung und auf das Kaufverhalten haben könnte, hat sich bislang als unbegründet herausgestellt, wird aber weiter vorsichtig beobachtet. Neben der Benennung der Risiken gibt es aber auch einige Chancen, die die Geschäftsführung der Indes Fuggerhaus Textil GmbH sieht. Das folgende Produktportfolio
macht Indes Fuggerhaus Textil GmbH zu einem wichtigen und für viele Kunden unverzichtbaren Anbieter. Zudem stehen Wettbewerbsunternehmen aufgrund der höheren Einkaufs- und Energiepreise unter Druck. Weitere Insolvenzen von Wettbewerbsunternehmen sind angesichts der Marktlage durchaus möglich. Indes Fuggerhaus Textil GmbH kann den Prozess der Konzentration aktiv begleiten und Marktpotenzial abschöpfen. Darin liegt eine wesentliche Chance. Ausblick Der Beschaffungsmarkt steht weiter unter Kostendruck und kann Auswirkungen auf die Rohertragsmarge der Gesellschaft haben. Die Gesellschaft wird durch weitere Preisanpassungen entgegenwirken. Zudem trüben die teilweise sehr stark gestiegenenKosten auf allen Geschäftsfeldern die Stimmung ein. Es wurde im Laufe des Jahres ein spezielles Programm "Thermostoffe" entwickelt und zum Jahresende bereits vermarktet. Diese speziellen Dekorationsstoffe helfen, Energiekosten einzusparen und erfreuen sich einer hohen Nachfrage. Zudem konnte der Vertrieb der Gesellschaft im Jahr 2022 wieder aktiv auf die Kunden zugehen und eine bessere Platzierung der Artikel erreichen. Dies bildet die Grundlage für einen guten Umsatz in 2023. Die Geschäftsführung von Indes Fuggerhaus Textil GmbH plant 2023 einen Umsatz in einer Bandbreite von 11,6 Mio. € bis 12,2 Mio. €. Aufgrund der geschilderten hohen Energie- und Beschaffungskosten wird eine EBIT-Marge in Höhe von 0,5 % bis 1,5 % angestrebt.
Marienheide, den 28. Februar 2023 Indes Fuggerhaus Textil GmbH Die Geschäftsführung Georg, Hünnemeyer Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022Allgemeines Die Gesellschaft ist eine kleine (Vorjahr: kleine) Kapitalgesellschaft. Der Jahresabschluss der Indes Fuggerhaus Textil GmbH, Marienheide, für das Geschäftsjahr 2022 ist mit Ausnahme der Gliederung der Bilanz, sowie der Gewinn- und Verlustrechnung freiwillig nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 39665 im Register des Amtsgerichts Köln eingetragen. Die Adresse des Firmensitzes lautet: Eichendorffstraße 2, 51709 Marienheide. Zur Verbesserung der Klarheit und der Übersichtlichkeit werden in der Bilanz, sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst. Die zusammengefassten Posten werden im Anhang detailliert ausgewiesen und erläutert. Aus dem gleichen Grund werden die davon-Angaben im Anhang gemacht. Die Gesellschaft nimmt die Regelungen nach § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren gewählt. Der Jahresabschluss ist unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Sie werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer über drei bis fünf Jahre linear abgeschrieben. Sachanlagen sind mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Abnutzbare Sachanlagen werden planmäßig abgeschrieben. Den Abschreibungen liegen im Wesentlichen die folgenden wirtschaftlichen Nutzungsdauern zugrunde:
Bei Sachanlagen werden die Abschreibungen im Jahr des Zugangs pro rata temporis vorgenommen. Aus Vereinfachungsgründen werden geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von bis zu 800,00 € im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Vorräte werden mit den gewogenen durchschnittlichen Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren Marktwert am Bilanzstichtag angesetzt. Bestandsrisiken innerhalb der Vorräte aufgrund geminderter Verwertbarkeit werden angemessen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag angesetzt. Bei erkennbaren Risiken werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Darüber hinaus werden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen anhand gleichartiger Risikoeigenschaften gruppiert und für diese Risikogruppen pauschalierte Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Die flüssigen Mittel sind grundsätzlich zu Nennwerten bilanziert. Fremdwährungsguthaben werden mit den Kursen am Bilanzstichtag bewertet. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Latente Steuerabgrenzungen werden auf unterschiedliche Wertansätze von Aktiva und Passiva nach HGB und Steuerrecht sowie auf Verlustvorträge berechnet. Zur Anwendung kommt hierbei ein Steuersatz in Höhe von 32,98 % (Vorjahr: 32,98 %), der sich durch die Berücksichtigung von Gewerbesteuer, Körperschaftssteuer und Solidaritätszuschlag ergibt. Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Verpflichtungen aus laufenden Rentenzahlungen sowie aufgrund von Zusagen für zukünftige Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet. Diese werden auf der Basis des versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahrens ermittelt. Für die Abzinsung wird der durchschnittliche Zinssatz der letzten zehn Jahre verwendet, den die Deutsche Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentlicht. Gemäß den handelsrechtlichen Vorschriften besteht eine Ausschüttungssperre in Höhe des Unterschiedsbetrages zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (723 T€) und dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Jahren (752 T€). Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Absatz 6 HGB beläuft sich auf 29 T€. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste werden im Jahr ihres Anfalls in voller Höhe ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der im Altersversorgungsaufwand enthaltene Zinsanteil wird ebenso, wie ein versicherungsmathematischer Gewinn oder Verlust, der aus der Veränderung des Rechnungszinssatzes resultiert, im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind in der Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Abdeckung der erkennbaren Risiken und der ungewissen Verbindlichkeiten wahrscheinlich erforderlich ist. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Soweit vorhanden, werden kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit dem Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Aufwendungen und Erträge werden zum Zeitpunkt der Realisierung erfasst. Dabei erfolgt die Realisierung der Umsatzerlöse grundsätzlich im Zeitpunkt des Gefahrenübergangs, in der Regel bei Versendung. Betriebliche Aufwendungen werden mit der Inanspruchnahme der Leistungen, Aufwendungen für Werbung und Absatzförderung, sowie sonstige absatzbezogene Aufwendungen im Zeitpunkt ihres Anfalls als Aufwand erfasst. Zinsen und sonstige Fremdkapitalkosten werden als Aufwand der Periode gebucht. Erläuterungen zur Bilanz (1) Anlagevermögen Die Aufgliederung und die Entwicklung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände stellen sich wie folgt dar:
Die Aufgliederung und die Entwicklung der Sachanlagen stellen sich wie folgt dar:
(2) Vorräte Die Vorräte gliedern sich wie folgt:
(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Zusammensetzung und Fristigkeit der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände ist der folgenden Übersicht zu entnehmen:
Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um solche aus Lieferungen und Leistungen. (4) Flüssige Mittel Die flüssigen Mittel umfassen Kassenbestände und Guthaben bei inländischen und ausländischen Kreditinstituten. (5) Aktive latente Steuern Die latenten Steueransprüche setzen sich wie folgt zusammen:
(6) Gewinnvortrag Die Geschäftsleitung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. (7) Rückstellungen Die Rückstellungen entwickelten sich wie folgt:
Die Höhe der Pensionsrückstellungen wird nach versicherungsmathematischen Methoden ermittelt und entspricht dem Anwartschaftsbarwert. Hinsichtlich der Sterblichkeit und Invalidisierung basieren die Annahmen auf den RICHTTAFELN 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Nach § 253 Abs. 6 HGB beläuft sich der Unterschiedsbetrag auf 29 T€. Bei der Ermittlung wurden folgende Parameter zugrunde gelegt:
Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Ausgleichsansprüche von Handelsvertretern, Gewährleistungsansprüche, Bonusansprüche sowie Personalrückstellungen. (8) Verbindlichkeiten Die Zusammensetzung und Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten werden im folgenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten gegenüber der Gesellschafterin A.S. Création Tapeten AG Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von 0 T€ (Vorjahr: 175 T€). (9) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die angabepflichtigen, wesentlichen sonstigen Verpflichtungen und deren Fristigkeit stellen sich wie folgt dar:
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (10) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
Die Umsatzerlöse werden im Wesentlichen aus dem Verkauf von Waren erzielt. (11) Materialaufwand Der Materialaufwand enthält:
(12) Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind u. a. Erlöse aus der PKW-Nutzung von Betriebsangehörigen in Höhe von 69 T€ (Vorjahr: 70 T€), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 49 T€ (Vorjahr: 3 T€) und Währungsgewinne in Höhe von 3 T€ (Vorjahr: 4 T€) enthalten. (13) Personalaufwand Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt (auf Vollzeitkräfte umgerechnet):
Zur Verbesserung der Anschaulichkeit wurde auf Vollzeitkräfte umgerechnet. (14) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen Die Aufteilung der Abschreibungen ist aus dem Anlagespiegel ersichtlich. In den Gesamtabschreibungen in Höhe von 126 T€ sind - wie im Vorjahr - keine außerplanmäßigen Abschreibungen enthalten. (15) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Ausgangsfrachten in Höhe von 534 T€ (Vorjahr: 449 T€), Provisionen in Höhe von 408 T€ (Vorjahr: 373 T€), Kosten für die Gebäudeinstandhaltung in Höhe von 42 T€ (Vorjahr: 28 T€), Kosten für Treibstoffe in Höhe von 68 T€ (Vorjahr: 55 T€), Messekosten in Höhe von 12 T€ (Vorjahr: 23 T€), Kosten für Gas und Strom in Höhe von 53 T€ (Vorjahr: 68 T€), Portokosten in Höhe von 45 T€ (Vorjahr: 44 T€), Leasingkosten in Höhe von 84 T€ (Vorjahr: 89 T€), Kosten für Versicherungen in Höhe von 28 T€ (Vorjahr: 32 T€) und Währungsverluste in Höhe von 12 T€ (Vorjahr: 13 T€). Ferner sind betriebliche Steuern in Höhe von 23 T€ (Vorjahr: 24 T€) in dieser Position enthalten. (16) Finanzergebnis Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten solche an verbundene Unternehmen in Höhe von 5 T€ (Vorjahr: 9 T€) sowie 21 T€ (Vorjahr: 51 T€) aus der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen. (17) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Ergänzende Angaben (18) Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung der Gesellschaft für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 stellt sich wie folgt dar:
Der Finanzmittelbestand besteht aus Kassenbestand sowie Guthaben aus Kreditinstituten. (19) Aufwendungen für Abschlussprüfer Für die Prüfung des Jahresabschlusses wurden im Berichtsjahr 14 T€ (Vorjahr: 20 T€) aufgewendet. (20) Geschäftsführer Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2022 war Herr Georg Hünnemeyer, Wiehl. Herr Hünnemeyer übt seine Tätigkeit hauptberuflich aus. (21) Konzernabschluss Die A.S. Creation Tapeten AG, Gummersbach, ist Mutterunternehmen der Gesellschaft. Als Mutterunternehmen im Sinne des § 290 HGB ist die A.S. Creation Tapeten AG zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der A.S. Creation Tapeten AG einbezogen. Der Konzernabschluss der A.S. Creation Tapeten AG bildet den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen ab, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger bekannt gemacht. (22) Ereignisse nach dem Stichtag Nach Einschätzung der Geschäftsführung liegen keine berichtspflichtigen Ereignisse vor.
Marienheide, den 28. Februar 2023 Indes Fuggerhaus Textil GmbH Die Geschäftsführung Georg Hünnemeyer BESTÄTIGUNGSVERMERK Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Indes Fuggerhaus Textil GmbH, Marienheide: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Indes Fuggerhaus Textil GmbH, Marienheide, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Indes Fuggerhaus Textil GmbH, Marienheide, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 30. März 2023 Rödl & Partner GmbH WirtschaftsprüfungsgesellschaftSteuerberatungsgesellschaft Stefan Schumacher, Wirtschaftsprüfer Ben Broda, Wirtschaftsprüfer |
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