Reichenau-Gemüse eG
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Peter-Alfons Weckerle seit 15.4.2025 | Prokura |
Manuel Uricher seit 29.9.2023 | Vorstandsmitglied |
Stefanie Wehrle seit 27.10.2014 | Vorstandsmitglied |
Joachim Zeiselmeier seit 10.8.2010 | Prokura |
Philipp Romuald Wurz seit 13.7.2007 | Vorstandsmitglied |
Johannes Bliestle seit 16.11.2006 | Vorstandsmitglied |
Christian Joachim Heinrich Müller seit 16.11.2006 | Prokura |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Reichenau-Gemüse eGReichenauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023I. Grundlage des Unternehmens 1. Unternehmensstruktur und Geschäftstätigkeit Die Reichenau-Gemüse eG ist die Erzeugerorganisation der Reichenauer Gemüsegärtner. Sie übernimmt in erster Linie die Vermarktung der auf der Insel Reichenau und in den Gärtnersiedlungen im Hegau produzierten Gemüseprodukte. Die Gemüsevermarktung erfolgt zu 100 % über das verbundene Unternehmen, Reichenau-Gemüse-Vertriebs eG. Gemäß den genossenschaftlichen Prinzipien ist die Tätigkeit der Reichenau-Gemüse eG darauf gerichtet, ihren Mitgliedern für die Gemüselieferungen eine bestmögliche Vergütung zu ermöglichen. Die entscheidenden Leistungsindikatoren sind die Personalaufwands- und die Sachaufwandsintensität der Reichenau-Gemüse eG. 2. Zweigniederlassungen Zweigniederlassungen der Genossenschaft bestehen nicht. 3. Forschung und Entwicklung Die Genossenschaft betreibt keine Forschung und Entwicklung. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Entwicklung der Branche und Gesamtwirtschaft Im Jahr 2023 litt die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands unter den Nachwirkungen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und der Coronapandemie. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 %, nachdem es 2022 noch um 1,8 % gewachsen war. Die Inflationsrate fiel von 6,9 % im Jahresdurchschnitt 2022 auf 5,9 % im Jahr 2023, blieb aber weiterhin auf einem hohen Niveau. Die wirtschaftliche Schwäche, die Ende 2022 infolge des Ukrainekriegs begann, hielt das gesamte Jahr 2023 an. Hoffnungen auf eine konjunkturelle Erholung erfüllten sich nicht. Anfang des Jahres wurde die Wirtschaft durch die anhaltend hohe Inflation, Materialengpässe und noch bestehende Coronaschutzmaßnahmen belastet. Im weiteren Jahresverlauf führten die starken Zinserhöhungen der westlichen Notenbanken als Reaktion auf die Inflation zu zusätzlichen Belastungen. Auch der Arbeits- und Fachkräftemangel sowie Unsicherheiten, wie die Auswirkungen des eskalierenden Nahostkonflikts Ende 2023 und der finanzpolitische Kurs nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts im November, verstärkten die wirtschaftlichen Herausforderungen. Aufgrund dieses Urteils musste die Bundesregierung ihre Finanzplanung zum Jahresende mit erheblichen Kürzungen und Einsparungen anpassen. Die privaten Konsumausgaben sanken 2023 preisbereinigt um 0,8 %, nachdem sie im Vorjahr um 3,9 % gestiegen waren. Der Hauptgrund dafür war der starke Anstieg der Verbraucherpreise, der die Kaufkraft vieler Haushalte deutlich reduzierte. Insgesamt trugen die Konsumausgaben mit -0,8 Prozentpunkten erheblich zum Rückgang des preisbereinigten BIP bei. Der Arbeitsmarkt blieb trotz der allgemeinen Konjunkturschwäche in einer soliden Verfassung. Die Arbeitslosenzahl stieg von 2,4 Mio. im Vorjahr auf 2,6 Mio. Menschen, teilweise aufgrund der verstärkten Erfassung Geflüchteter. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich leicht von 5,3 % auf 5,7 %, blieb aber vergleichsweise niedrig. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg um etwa 300.000 auf 45,9 Mio. Menschen. Die jährliche Veränderungsrate des Verbraucherpreisindex sank 2023 auf 5,9 %, nachdem sie 2022 mit 6,9 % den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht hatte. Die monatlichen Inflationswerte zeigten einen klar rückläufigen Trend, von Höchstständen von 8,7 % im Januar und Februar auf Jahrestiefstände von 3,2 % im November und 3,7 % im Dezember. Der Rückgang der Gesamtinflation war hauptsächlich auf den nachlassenden Preisanstieg bei Energie zurückzuführen. Energieprodukte verteuerten sich 2023 um 5,3 %, nach einem Anstieg um 29,7 % im Vorjahr. Dagegen blieb der Preisauftrieb bei Nahrungsmitteln mit einer Erhöhung um 12,4 % nahezu ungebremst, nach einer Erhöhung um 13,4 % im Vorjahr. Quelle: DRV Jahresbericht Agrarwirtschaft 2023, BWGV-Datenerhebungen Agrarpolitik der EU Im vergangenen Jahr griff die Reform der EU-Agrarpolitik (GAP) erstmals vollumfänglich. Die neuen "Öko-Regelungen" wurden von Landwirten nur mäßig nachgefragt, und viele Fragen blieben offen. Währenddessen läuft in Brüssel bereits die Debatte über den nächsten Programmzeitraum der GAP. EU-Agrarkommissar Janusz Wojciechowski wollte im Herbst 2023 erste Eckpunkte zur GAP nach 2027 vorstellen, was bisher ausblieb. In Deutschland gibt es Forderungen nach weitreichenden Änderungen, insbesondere zur Abschaffung flächenbezogener Direktzahlungen zugunsten finanzieller Anreize für öffentliche Dienstleistungen wie Klima- und Biodiversitätsschutz. Ein weiteres zentrales Thema war die Farm-to-Fork Strategie (F2F). Viele geplante Maßnahmen scheiterten oder stagnierten im legislativen Prozess, darunter die Verordnung zur nachhaltigen Verwendung von Pflanzenschutzmitteln und die Liberalisierung neuer Gentechniken. Die polarisierten Debatten im Vorfeld der Europawahl 2024 erschweren Kompromisse. Viele Elemente der F2F-Strategie, wie das Gesetz über nachhaltige Lebensmittelsysteme und die Überarbeitung der EU-Tierschutzvorschriften, wurden noch nicht vorgeschlagen. Quelle: DRV Jahresbericht Agrarwirtschaft 2023, BWGV-Datenerhebungen Branchenentwicklung Obst und Gemüse Obst, Gemüse Die Unternehmen der genossenschaftlichen Obst-, Gemüse- und Gartenbauwirtschaft erzielten nach ersten Schätzungen des Deutschen Raiffeisenverbandes e.V. (DRV) im Jahr 2023 einen Umsatz von gut 3,7 Mrd. €, das waren rund 6 % mehr als im Vorjahr. Zwar waren die Kosten für Energie und Düngemittel gegenüber dem Vorjahr wieder gesunken, dafür sind die Preise für andere Betriebsmittel wie Saatgut oder Pflanzenschutzmittel gestiegen. Auch die Lohnkosten sind weiter gestiegen. Die Inflation hat sich zwar abgeschwächt, dennoch bleiben die Lebenshaltungskosten für die Verbraucher hoch. Witterungsextreme haben die Produktion 2023 erheblich beeinflusst. Quelle: DRV Jahresbericht Agrarwirtschaft 2023, BWGV-Datenerhebungen Gemüse Die Lagervorräte an Gemüse in Deutschland wurden 2023 frühzeitig geräumt. Aufgrund der Trockenheit im Sommer 2022 waren die Erträge bei Lagergemüse gering, und kleinere Mengen wurden eingelagert. Hohe Nachfrage Anfang 2023 aufgrund schlechter Witterung in Spanien führte zu häufigerer Nutzung von Lagergemüse im Einzelhandel. Die Frühgemüsesaison begann spät wegen niedriger Temperaturen und nasser Böden im Frühjahr, später folgten Trockenheit und dann Dauerregen, was Ernte und Pflege verzögerte. Die Anbaufläche für Freilandgemüse war 2023 etwas größer, die Ernte wird mit knapp 4 Mio. t um 4 % höher als 2022 eingeschätzt. Im geschützten Anbau war die Ernte aufgrund hoher Energiekosten und geringer Einstrahlung knapp 1 % niedriger. Bei Tomaten und Paprika war der Markt ausgeglichen, Salatgurken hatten ein Überangebot und Preisdruck. Die Gemüseimporte nach Deutschland sanken um 1 % auf 3,2 Mio. t. Private Haushalte kauften 2023 geringfügig mehr frisches Gemüse, etwa 87 kg/Haushalt, was 2 % mehr als im Vorjahr und 7 % mehr als 2019 ist, aber unter den Coronajahren bleibt. Quelle: DRV Jahresbericht Agrarwirtschaft 2023, BWGV-Datenerhebungen 2. Geschäftsentwicklung des Unternehmens Auftrags und Umsatzentwicklung
Entwicklung des Geschäftsergebnisses Für das Geschäftsjahr 2023 wurden über die Genossenschaft rund 11.600 Tonnen Frischgemüse vermarktet, verglichen mit 14.000 Tonnen im Vorjahr. Dieser mengenmäßige Rückgang um fast 17 % ist auf eine temporäre Flächenreduzierung in der Gärtnersiedlung bei Beuren sowie größere Ernteausfälle im Bio-Anbau im geschützten Anbau zurückzuführen. Die Entscheidung, einen Teil der Gewächshausfläche in Singen/Beuren nicht zu belegen, wurde aus energetischen Gründen bereits im Jahr 2022 getroffen. Nach der Inbetriebnahme einer neuen Bioheizkraftanlage wird die Fläche im Jahr 2024 wieder voll bewirtschaftet. Wesentliche Strukturveränderungen auf Erzeugerseite durch Betriebsaufgaben waren im vergangenen Jahr nicht zu verzeichnen. Der Umsatz ging um 10,3 % zurück. Dies ist auf eine höhere Auszahlungsleistung bei vielen Hauptprodukten, außer den konventionellen Schlangengurken, zurückzuführen. Der Anteil an Bio-Ware steigerte sich auf 55 % (Vorjahr 47 %) am Gesamtumsatz, der Mengenanteil auf 39 % (Vorjahr 35 %). Die Gärtnersiedlungen im Hegau sind in ihrer Bedeutung für die Genossenschaft nach wie vor unverzichtbar. Aufgrund der oben beschriebenen Situation reduzierte sich ihr Anteil am Jahresumsatz 2023 auf 53 %; im Vorjahr waren dies noch 65 %. Der überwiegende Teil dieser Ware stammt aus biologischer Produktion. Auf Basis einer umfangreichen Werbeplanung gelang der Start in das neue Gemüsejahr 2023 mit der Vermarktung der Salate aus dem geschützten Anbau. Im Durchschnitt konnte der Auszahlungspreis aus dem Vorjahr 2022 bei einem leichten Mengenrückgang nochmals erhöht werden. Insgesamt wurden rund 1 Million Kopfsalate, 600.000 Kraussalate sowie noch einmal 450.000 bunte Salate aus dem geschützten Anbau vermarktet. Die Sommerkulturen schlossen mit ihrer Ernte nahtlos an: Rund 10,5 Millionen Schlangengurken wurden im Jahr 2023 vermarktet. Davon stammten 6,15 Millionen Stück aus dem konventionellen Anbau und 4,4 Millionen aus dem biologischen Anbau. Die Marktsituation in Verbindung mit einer sehr guten Marktversorgung führte jedoch zu einem etwas geringeren Auszahlungspreis im konventionellen Bereich. Bei den Gurken aus dem biologischen Anbau konnte hingegen ein etwas höherer Auszahlungspreis erzielt werden. Auch die Minigurken, hiervon 2,8 Millionen Stück, verkauften sich zu einem Preis - leicht über der Notierung des Vorjahres. Ein etwas schlechteres Gurkenjahr auf der einen Seite, auf der anderen Seite ein zufriedenstellendes Vermarktungsjahr für den Großteil der Tomaten. Über 2,3 Millionen Kilogramm Tomaten standen zur Vermarktung an. Davon stammen über 1,6 Millionen Kilogramm aus der Bio-Produktion. Die Auszahlungsleistungen im Vergleich zum Jahr 2022 fielen etwas besser aus. Leider führten Ernteausfälle in diesem Bereich zu einem Rückgang der Gesamtmenge und belasteten dadurch die Ergebnisse in den Betrieben. Der Trend zur Sortimentsstraffung im Lebensmitteleinzelhandel führte auch zu einer deutlichen Verringerung der Vermarktungsmenge der Reichenauer Inselperle. Durch die Flächenreduzierung standen vor allem die Hauptprodukte Paprika und Auberginen unter Druck. Nur noch rund 1,1 Millionen (Vorjahr 2,4) Kilogramm Blockpaprika aus Beuren, ergänzt mit über 0,2 Millionen Kilogramm Spitzpaprika und einer zusätzlichen Produktion von 0,1 Millionen Kilogramm von der Insel Reichenau, sorgten für eine Gesamtmenge von rund 1,4 Millionen Kilogramm konventionell angebautem Paprika. Weitere 0,5 Millionen Kilogramm Paprika aus dem Bio-Anbau ergänzen das Sortiment. Auch die Menge an Auberginen, insbesondere aus dem Anbau in der Gärtnersiedlung Singen/Beuren wurde eingeschränkt. So wurden gegenüber dem Vorjahr noch 2.175.000 Stück Auberginen mit einem etwas höheren Preis vermarktet. Aufgrund dieser Gesamtentwicklung kam es im Jahr 2023 zu einer Trendumkehr. Bisher ging der Freilandanbau kontinuierlich zugunsten des geschützten Anbaus zurück. Nachdem im Jahr 2022 nur noch rund 5 % der Gesamtmenge im Freiland angebaut wurden, steigerte sich der Freilandanbau im Jahr 2023 wieder auf fast 9 % der Gesamtmenge. Wesentlicher Grund hierfür war die Anbauausdehnung im Bereich der Süßkartoffel. Dieses Trendgemüse wurde auf rund 100 Hektar im Freiland angebaut und es wurden rund 700.000 kg davon bereits im Jahr 2023 vermarktet. Eine noch größere Menge ist bei dem Erzeuger eingelagert und steht für die Vermarktung im Jahr 2024 bereit. Ergänzt wurde diese Menge durch ein überschaubares Sortiment aus der Freilandproduktion. Eine bestenfalls durchschnittliche Saison, mit geringeren Mengen und einer etwas höheren Auszahlungsleistung, gab es für Blumenkohl, Broccoli, Kohlrabi, Fenchel, Sellerie und die bunten Salate. Beschaffung Die Mitgliedsbetriebe der Reichenau-Gemüse eG haben eine in der Satzung verankerte Ablieferungsverpflichtung. Durch die mit den Betrieben durchgeführte Anbauplanung ist die Beschaffung und damit auch der Absatz zum Teil planbar. Witterungseinflüsse aber auch Mindererträge können sich negativ sowie auch positiv auf die Beschaffung auswirken. Die Beschaffungsmenge war im Jahr 2023 durch die Flächenreduzierung und größere Ernteausfälle geprägt. Investitionen Investiert wurde in erster Linie in EDV-Soft- und Hardware sowie in Büroausstattungen. Die Investitionen wurden teilweise durch Mittel der EU bezuschusst. Zur Förderung der E-Mobilität wurden auf dem Betriebsgelände 3 Elektro-Ladestationen installiert. Die Summe aller Anlagenzugänge belief sich auf 225,8 TEUR, wovon sich 86,4 TEUR auf immateriellen Vermögensgegenständen und 139,4 TEUR auf Sachanlagen beziehen. Das Anlagevermögen befindet sich auf aktuellem Stand. Der IT-Bereich wurde und wird weiter optimiert, um die notwendigen Voraussetzungen für eine moderne Vermarktung zu schaffen. In diesem Zusammenhang wurde im Jahr 2023 die Einführung eines Rampenmanagementsystems vorgenommen. Die Investitionen wurden durch Eigenmittel oder EU-Zuschüsse finanziert. Personal und Sozialbereich Das bei der Reichenau-Gemüse eG angestellte Personal ist teilweise auch für die Reichenau-Gemüse-Vertriebs eG tätig. Die hier anfallenden Kosten werden über eine Kostenverrechnung ausgeglichen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden durchschnittlich 29 (VJ 26) Arbeitnehmer und 7 (VJ 7) Auszubildende beschäftigt. Der Personalaufwand war geprägt durch die Übernahme eines Auszubildenden sowie Gehaltsanpassungen und freiwilligen Sonderzahlungen. Umweltschutz/Nachhaltigkeit Um den steigenden gesetzlichen Anforderungen sowie Kundenanforderungen bezüglich dem Unternehmensbereich Nachhaltigkeit gerecht zu werden, wurde 2023 die Stelle eines Nachhaltigkeitsbeauftragten für die Reichenau Gemüse eG ausgeschrieben. Ein geeigneter Kandidat wurde im November 2023 in Teilzeit gefunden, der ab Februar 2024 als Nachhaltigkeitsbeauftragter agiert. Das Ziel ist es, ein Optimum an Tätigkeiten im Nachhaltigkeitsbereich zu erreichen, das auch als ein USP nach außen kommuniziert wird um das Vermarktungsniveau entsprechend verbessern zu können. Der für das Jahr 2023 angesetzte Nachhaltigkeitscheck durch den BWGV wurde im Februar durchgeführt und diente einer gründlichen Beurteilung des Status quo der drei Nachhaltigkeitsbereiche Ökologie, Soziales sowie Ökonomie und Unternehmensführung innerhalb der Reichenau-Gemüse eG. Die darin enthaltenen Empfehlungen werden genutzt, um das Nachhaltigkeitsmanagement im Unternehmen zu strukturieren und zu optimieren. Aufgrund einer Kundenanforderung wurde 2023 eine Nachhaltigkeitsbewertung durch EcoVadis durchgeführt. Dabei wurde die Reichenau-Gemüse eG hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeitspraktiken umfassend analysiert und erfolgreich mit einer Auszeichnung in der Kategorie "Bronze" zertifiziert. Die Nachhaltigkeitsbewertung wird zukünftig alljährlich wiederholt. Die Reichenau-Gemüse eG ist im Rahmen ihres Qualitäts- sowie Nachhaltigkeitsmanagements und der Kundenanforderungen in mehreren Systemen zertifiziert. Die Gültigkeit der Zertifikate beläuft sich in der Regel auf zwei Jahre und beinhaltet neben der Genossenschaft teilweise auch die Erzeugerbetriebe. Folgeaudits werden entsprechend der jeweiligen Vorgaben durchgeführt. Für das Jahr 2023 bestehen folgende Zertifikate: - Qualitätssicherungssystem QS und QS-Gap - IFS Wholesale/Cash Carry (höheres Niveau) - Qualitätszeichen Baden-Württemberg - Biozeichen Baden-Württemberg - Geschützte geografische Angabe (ggA) - EU-Bio Siegel - Bioland e.V. - Naturland e.V. - Bio Suisse - Regionalfenster e.V. Beurteilung der Entwicklung durch den Vorstand Die aktuellen Rahmenbedingungen in der Landwirtschaft beeinflussen weiterhin den Strukturwandel auf der Insel Reichenau erheblich. Obwohl die Zahl der Betriebsaufgaben bei den Erzeugern im Jahr 2023 etwas zurückgegangen ist, wird aufgrund der unbefriedigenden wirtschaftlichen Situation in den kommenden Jahren mit einer weiteren Zunahme von Betriebsaufgaben gerechnet. Trotz dieser Herausforderungen wird versucht, die Gesamtsituation durch eine Stärkung der verbleibenden Betriebe zu entschärfen. Dies geschieht durch die Ausweitung des Anbaus von Trendprodukten. Aufgrund der Insellage sind die Erzeuger strukturell benachteiligt. Eine Produktionssteigerung ist nur durch eine weitere Intensivierung oder Erweiterung des Unterglasanbaus, oder durch Flächenerweiterungen auf dem Festland möglich. Eine deutliche Anbauausweitung wurde beim Produkt "Süßkartoffeln" im Jahr 2023 erfolgreich umgesetzt und es wird mit einer deutlichen Umsatzsteigerung ab dem kommenden Jahr gerechnet. Sollten Gärtner konkrete Projekte haben, werden diese weiterhin durch die Genossenschaft unterstützt. Die aktuelle Situation dämpft jedoch die Investitionsneigung bei den Erzeugern. Die Doppelstrategie, die Entwicklung auf der Insel Reichenau voranzutreiben und gleichzeitig weitere Standorte auf dem Festland zu schaffen, sowie die stärkere Ausrichtung auf den ökologischen Anbau, wird weiterhin verfolgt. Der Schwerpunkt des Anbaus wird sich auf die Standorte und Flächen auf dem Festland konzentrieren, auch in Bezug auf den Freilandanbau von Bio-Produkten. Der Absatz war durch deutlich geringere Mengen und eine weiterhin schwierigen Marktsituation geprägt. Die Einschätzung im Nachtragsbericht des Vorjahres in Bezug auf die Belastung der Ertragslage durch diesen Umstand ist voll eingetroffen und hat das Vermarktungsjahr 2023 geprägt. Besonders der regionale Bio-Anbau war nach wie vor von einer Kaufzurückhaltung betroffen. Dies zeigt sich an einer Verlagerung laut Daten der Gfa/AMI der Marktanteile zugunsten der Discounter. Zur Entlastung und Verbesserung der künftigen Absatzsituation wurde erfolgreich der Kontakt mit zwei großen Marktpartnern aus dem Discount-Bereich aufgenommen und eine Zusammenarbeit für das kommende Jahr vereinbart. 3. Darstellung der Lage der Genossenschaft Vermögens und Finanzlage Die Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft ist geordnet. Die Zahlungsbereitschaft war zu jeder Zeit gewährleistet.
1) Sachanlagen lt. Bilanz / Bilanzsumme 2) Eigenkapital lt. Bilanz / Bilanzsumme Das Anlagevermögen ist zu 100 % durch Eigenkapital gedeckt. Das Sachanlagevermögen verringerte sich per Saldo um rund 49 TEUR. Die Verbesserung der Sachanlageintensität ist in erster Linie auf die geringere Bilanzsumme zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich trotz des Jahresfehlbetrages aufgrund einer geringeren Bilanzsumme auf 67,0 % (VJ 62,9 %). Die liquiden Mittel lagen zum 31.12.2023 stichtagsbeding um ca. 2.138 TEUR unter dem Vorjahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten durch planmäßige Tilgungen zurückgeführt werden und lagen mit ca. 23 TEUR unter dem Vorjahresniveau. Ertragslage
Das Rohergebnis verringerte sich bei einem Umsatzrückgang von 10,0 % um 6,0 %. Dies ist auf eine überproportionale Verminderung des Wareneinsatzes zurückzuführen. Der Personal- und Sachaufwand erhöhte sich um 4,2 %. Dabei erhöhte sich der Sachaufwand um 1,9 %. Diese Steigerung ergab sich aufgrund der hohen Preissteigerungen der Lieferanten und der Erhöhung der Abschreibungen. Der Personalaufwand stieg um 7,1 %. Dies ist auf die Übernahme von Auszubildenden, Gehaltsanpassungen sowie Sonderzahlungen zurückzuführen. Der erwirtschaftete Rohertrag konnte die betrieblichen Aufwendungen nicht decken. Es wurde ein Jahresfehlbetrag erwirtschaftet. Die Gewährung einer Warenrückvergütung war im Geschäftsjahr, wie bereits im Vorjahr, nicht möglich. Die Ertragslage im Geschäftsjahr konnte nicht zufriedenstellen.
3) Ergebnis vor Ertragssteuern und Zinsaufwand / Umsatzerlöse 4) Ergebnis vor Ertragssteuern und Zinsaufwand / Bilanzsumme 5) Personalaufwand / Rohergebnis 6) Sachaufwand / Rohergebnis Aufgrund der zuvor genannten Gründe verschlechterte sich die Personal- und Sachaufwandsintensität gegenüber dem Vorjahr deutlich. Die Personalaufwandsintensität lag etwas über dem Planwert von 0,47 für das Jahr 2023. Die Sachaufwandsintensität lag deutlich über dem Planwert von 0,55 für das Jahr 2023, da verstärkt Anschaffung im Bereich der GWG ́s notwendig waren. Durch den Rohertragsrückgang, bei gleichzeitig gestiegenen Abschreibungen durch Investitionen in das Anlagevermögen und einem gesteigerten Personalaufwand, konnte im Jahr 2023 nur ein deutlich negatives Jahresergebnis erwirtschaftet werden. Der hohe Gewinnvortrag lies einen Bilanzgewinn zu. III. Nachtragsbericht Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die Auswirkung auf die Darstellung des Geschäftsverlaufs, des Geschäftsergebnisses, der Lage und der voraussichtlichen Entwicklung der Genossenschaft haben. IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht Aufgrund der Volatilität der Preise im Gemüsebereich in Verbindung mit Unsicherheiten auf dem Energiemarkt sowie witterungsbedingten Einflüssen besteht eine hohe Prognoseunsicherheit in unserem Unternehmen. Eine belastbare Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung ist dadurch nur schwer möglich und kann nur kurzfristig prognostiziert werden. Darüber hinaus sind der Anbauzeitpunkt, sowie der Witterungsverlauf und die Wärme- und Lichtverhältnisse ausschlaggebend für die zu erwartenden Erntemengen. Es wird davon ausgegangen, dass die volle Belegung der Produktionsflächen im Jahr 2024 sowie die deutliche Anbauausweitung bei den Süßkartoffeln zu einer deutlichen Absatzsteigerung der Eigenwaren gegenüber dem Vorjahr führt. Trotz dieser positiven Ausgangssituation im Anbau kann aufgrund der aktuellen Marktsituation eine verlässliche und abschließende Aussage für den Geschäftsverlauf im Jahr 2024 zum aktuellen Zeitpunkt nicht getroffen werden. Aufgrund der zurückgegangenen Festpreisbindung bei vielen Produkten, ist aufgrund eines sehr volatilen Gemüsemarkts eine Aussage, über die am Markt zu erzielende Preise sehr schwer zu treffen. Nach wie vor ist durch eine aktuelle Verschlechterung des Marktumfeldes, verursacht durch günstigere Gemüsepreise aus ausländischen Herkunftsländern, einer höheren Inflation und in Verbindung mit einer deutlichen Steigerung der Produktionskosten in der Eigenproduktion, mit einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Ergebnisse in den Erzeugerbetrieben zu rechnen. Für die Planung wurde eine Stabilisierung der Gemüsepreise auf dem Niveau des Vorjahres unterstellt, sodass sich der Eigenwarenumsatz mengenbedingt gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht. Für die Sachaufwands- und Personalintensität wird mit minimal höheren Quoten gegenüber 2023 geplant. Zurückzuführen ist dies im Personalbereich auf die Orientierung am Tarifvertrag NGG/TBG und den daraus prognostizierten deutlichen Gehaltssteigerungen sowie der freiwilligen Auszahlung einer Inflationsausgleichsprämie. Beim Sachaufwand wird insgesamt mit leichten preisbedingten Kostensteigerungen sowie mit Kostensteigerungen infolge des höher geplanten Umsatzes gerechnet. Infolge der getroffenen Planannahmen, insbesondere, sofern die Anlieferungsmengen gegenüber dem Vorjahr wieder deutlich angsteigen, ist mit einem leicht positiven Jahresergebnis im Jahr 2024 zu rechnen. Generell ist darauf hinzuweisen, dass unsere Erzeugerbetriebe aufgrund unserer genossenschaftlichen Ausrichtung am erwirtschafteten Ergebnis - positiv wie negativ - in hohem Maße profitieren. Hierdurch ergibt sich für die Genossenschaft eine deutliche Begrenzung möglicher Verlustrisiken bei ungünstigem Geschäftsverlauf. 2. Risikomanagement a. Risikomanagement Die Genossenschaft hat ein Risikomanagementsystem aufgebaut. Dieses enthält - Regelungen zur turnusmäßigen Risikoinventur - Regelungen zur Bewertung und Handhabung der festgestellten Risiken - Regelungen der Kommunikation und der Berichtserstattung an Vorstand und Aufsichtsrat. Die Inventur der Risiken und der Fortschreibung hat ergeben, dass die festgestellten Risiken in der Summe deutlich unter dem Risikodeckungspotenzial beziffert sind. Bei Sitzungen von Vorstand und Aufsichtsrat wird die aktuelle Risikoinventur und Bewertung vorgestellt und aktualisiert. Die Gesellschaft ist mit den branchentypischen Risiken konfrontiert. Die Gemüsevermarktung ist einem starken internationalen Preiswettbewerb unterworfen. Zugleich setzt sich der Konzentrationsprozess auf der Abnehmerseite, verbunden mit steigenden Anforderungen an Qualitätssicherungssysteme und Warenaufbereitung, fort. Die Erzeugerseite ist durch einen Strukturwandel mit Tendenzen zu weniger Betrieben und größeren Fläche geprägt. Es besteht weiter die Gefahr einer Verpachtung von Gewächshausflächen an Schweizer Landwirte, welche das dort produzierte Gemüse in die Schweiz importieren. Damit werden Produktionsflächen der Genossenschaft entzogen. Im Rahmen der operationellen Programme ist ein internes Qualitätssicherungssystem (QSS) erfolgreich im Einsatz. Im Rahmen dieses Systems werden umfangreiche Rückstandsanalysen durch zwei unabhängige, akkreditierte Labore durchgeführt. Der Probenumfang wird durch die hohe Anzahl von kundenseitigen Proben deutlich erhöht. Durch diesen erhöhten Probendurchschnitt wurde das Risiko in Bezug auf Rückstände weiter minimiert. b. Risiken Rechtliche und wirtschaftliche Bestandsgefährdungspotentiale Rechtliche und wirtschaftliche Bestandsgefährdungspotentiale bestehen nicht. Sonstige Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens, Finanz und Ertragslage Sonstige Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens, Finanz und Ertragslage bestehen ebenfalls nicht. 3. Chancen der künftigen Entwicklung (Chancenbericht) Die modernen Vermarktungseinrichtungen in Kombination mit den neuen Gewächshauseinheiten auf dem Festland bilden die Basis für eine gute Marktpositionierung. Mit dem Anbau des Trendprodukts "Bio-Süßkartoffel" deckt die Reichenau-Gemüse eG bereits einen hohen Anteil der noch geringen deutschen Produktion ab. Aufgrund der gestiegenen Nachfrage ergibt sich dadurch eine Marktchance. Zudem trifft sie mit ihrer starken Ausrichtung auf regionales Frischgemüse in Bio-Qualität den Zeitgeist und ist für die zukünftige Entwicklung auf dem Absatzmarkt gut aufgestellt. Die aufgeführten Chancen können zu deutlichen Auswirkungen auf unsere Umsatz- und Ergebnisprognose führen. 4. Gesamtbild der Risiko- und Chancenlage Trotz des Rückgangs der Inflation bleibt das Konsumverhalten sehr verhalten, was zu einer starken Preissensibilität der Verbraucher führt. Dennoch besteht ein langfristiger Trend zur pflanzenbasierten Ernährung. Durch unsere konsequente nachhaltige und ökologische Ausrichtung sehen wir gute Chancen, unsere Marktposition mittel- und langfristig weiter auszubauen und die Wertschöpfung für unsere Mitglieder zu erhöhen. Die Klimaveränderung führt dazu, dass Erzeugungsgebiete im südlichen Europa stärker von Ernteausfällen und Schwankungen betroffen sind, was uns zusätzliche Marktchancen eröffnen kann. Insgesamt blicken wir zuversichtlich auf die Saison 2024, da den risikobehafteten Faktoren aus Marktmechanismen und regulatorischem Umfeld verschiedene chancenreiche Elemente gegenüberstehen.
Reichenau, 30. April 2024 Reichenau-Gemüse eG Der Vorstand: Philipp Wurz Stefanie Wehrle Manuel Uricher Johannes Bliestle Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Ergebnisverwendungsvorschlag geprüft, in Ordnung befunden und befürwortet den Vorschlag des Vorstands. Der Vorschlag entspricht den Vorschriften der Satzung.
Reichenau, 6. Juni 2024 Egino Wehrle, Vorsitzender des Aufsichtsrats BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023AKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023A. Allgemeine Angaben In der Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung ergaben sich keine Veränderungen. Die Genossenschaft ist eine amtlich anerkannte Erzeugerorganisation im Sinne der jeweils geltenden europäischen und nationalen Bestimmungen für anerkannte Erzeugerorganisationen im Sektor Gemüse. Im Geschäftsjahr 2023 wurden auf der Grundlage der "Gemeinsamen Marktordnung" (GMO) gemäß der Verordnung VO (EG) Nr. 1308/2013 ff., sowie des operationellen Programmes, Investitionen und betriebliche Aufwendungen getätigt. Hierfür wurden durch die Genossenschaft (Erzeugerorganisation) sonstige betriebliche Erträge sowie Investitionskostenzuschüsse aus dem Betriebsfonds in Höhe von insgesamt EUR 325.772,78 vereinnahmt. Die Betriebsmittel werden teilweise je zur Hälfte aus Erzeugerbeiträgen und EU-Zuschüssen finanziert. Zum Zeitpunkt der Jahresabschlusserstellung lag die Bewilligung der beantragten EU-Zuschüsse noch nicht vor. Die Reichenau-Gemüse eG hat ihren Sitz in 78479 Reichenau / Bodensee und ist eingetragen im Genossenschaftsregister beim Amtsgericht Freiburg i. Br. (GnR 380021). Im Jahresabschluss wurden bei der Ermittlung von gerundeten Beträgen (volle EUR) die kaufmännischen Rechenregeln beachtet. Korrespondierende Summen wurden ungerundet berechnet und danach das jeweilige Ergebnis gerundet. B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs und Bewertungsmethoden Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs und Bewertungsmethoden angewandt: Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Sachanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen angesetzt. Erhaltene Zuschüsse wurden von den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abgesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis zu einem Anschaffungspreis (vermindert um Vorsteuer) von 1.000 € sind voll abgeschrieben und als Abgang behandelt worden. Die Finanzanlagen wurden mit Anschaffungskosten bewertet. Die Vorräte wurden mit Anschaffungs oder Herstellungskosten bewertet. Beim Ansatz der Herstellungskosten sind anteilige Verwaltungs und Sozialkosten nicht einbezogen worden. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert abzüglich einer Pauschalwertberichtigung für das allgemeine Kreditrisiko und das zinsfreie Zahlungsziel bewertet. Die flüssigen Mittel wurden mit dem Nennwert angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten sind nur für wesentliche Posten gebildet worden. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen entsprechen den zu erwartenden Ausgaben. Sie wurden in Höhe der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträge gebildet. Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Von den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres wurde nicht abgewichen. C. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung I. BILANZ In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, den geleisteten Anzahlungen auf Vorräte und den sonstigen Vermögensgegenständen sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind:
Die Ergebnisrücklagen haben sich wie folgt entwickelt:
In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere enthalten: - Rückstellung für die Rückzahlung von Zuschüssen zum Betriebsfonds EUR 189.000 - Rückstellungen für Personalangelegenheiten EUR 62.100 Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von:
Von den Verbindlichkeiten haben insgesamt EUR 221.936 eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren. In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind:
Von den Verbindlichkeiten sind durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert:
Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. Am Bilanzstichtag bestanden Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB in Form von Bürgschaften in Höhe von EUR 1.500.000. Über die finanziellen Verhältnisse der Bürgschaftsnehmer liegen Kenntnisse vor, daraus ist kein Risiko für die Inanspruchnahme ersichtlich. II. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
Als Betrag und Art der einzelnen Ertragsposten von außergewöhnlicher Bedeutung bzw. periodenfremde Erträge sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen EUR 284.943 aus der Auflösung von Rückstellungen und erhaltene Zuschüsse aus dem Betriebsfonds in Höhe von EUR 243.933 ausgewiesen. Als wesentliche Einzelposten von außergewöhnlicher Bedeutung sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen Einstellungen für potenzielle Rückzahlungsverpflichtung für erhaltene EU-Zuschüsse EUR 76.000 sowie EUR 23.200 Zuführung zu Pauschalwertberichtigungen. Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen für langfristige Mietverhältnisse in Höhe von rund EUR 4.500.000. D. Sonstige Angaben Ergebnisverwendungsvorschlag:Der Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages (Bilanzgewinn) wie folgt zu verwenden:
Die Zahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
Außerdem wurden durchschnittlich 7 Auszubildende beschäftigt. Mitgliederbewegung
Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes: Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e. V. Am Rüppurrer Schloss 40 76199 Karlsruhe Mitglieder des Vorstands: Matthias Keller - Vorsitzender (bis 27. April 2023) Philipp Wurz - Vorsitzender (ab 28. Juni 2023) Stefanie Wehrle Manuel Uricher (ab 28. Juni 2023) Johannes Bliestle (Geschäftsführer) Mitglieder des Aufsichtsrats: Egino Wehrle - Vorsitzender Thomas Huber - stellv. Vorsitztender Benjamin Wagner Johannes Blum Manuel Uricher (bis 28. Juni 2023) Simon Wohlhüter (ab 28.Juni 2023) Wolfgang Frick Clemens Blum Mathias Rückert Manfred Wedele Am Bilanzstichtag betrugen die Forderungen an: Mitglieder des Vorstands 8.018 € Mitglieder des Aufsichtsrats 32.733
Reichenau, 30. April 2024 Reichenau-Gemüse eG Der Vorstand: Philipp Wurz Stefanie Wehrle Manuel Uricher Johannes Bliestle Dieser Jahresabschluss wurde gemäß § 48 GenG in der Generalversammlung vom 15. Juli 2024 festgestellt und die Ergebnisverwendung wie vorgeschlagen beschlossen. Entwicklung des Anlagevermögens (in EUR)
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Nachrichten & Medien
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen