Stammdaten

Register
Amtsgericht Leipzig HRB 17608
Vorher
Leipziger Computer und Systemhaus GmbH (LeCoS)
Eingetragen
20.2.2001
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieBeteiligungsgesellschaftenVermietung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten und -einrichtungen
Gegenstand
(1) Gegenstand der Gesellschaft ist die Unterstützung der Gesellschafter im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik sowie Bürodienstleistungen. Die Gesellschaft trägt dazu bei, der Modernisierung der kommunalen Verwaltung durch Entwicklung innovativer Informations- und Kommunikationsdienstleistungen zusätzliche Impulse zu geben, um so die Bürgerfreundlichkeit zu erhöhen und den Service der Stadt Leipzig und der anderen im Zweckverband Kommunale Informationsverarbeitung Sachsen-KISA ("KISA") organisierten Kommunen für ihre Einwohnerinnen und Einwohner zu verbessern. Die Leistung der Gesellschaft wird mithelfen, den Standort Leipzig, die anderen Standorte der in der KISA organisierten Kommunen und dadurch auch den Wirtschaftsraum Sachsen insgesamt zu stärken und die dynamische Weiterentwicklung, insbesondere der Informationstechnik der Region soweit es das Landesrecht des Freistaates Sachsen zulässt, zu fördern. (2) Die Gesellschaft sichert bei ihrer Geschäftstätigkeit ab, dass sie im Wesentlichen für ihre Gesellschafter tätig ist. Die entscheidende Beurteilungsgröße bildet hierbei der Umsatz, den die Lecos GmbH erzielt. Ausnahmsweise kann die Gesellschaft freie Kapazitäten auch gegenüber anderen Auftraggebern als der Stadt Leipzig und KISA vermarkten, insbesondere gegenüber anderen kommunalen Körperschaften. Der Hauptgegenstand der Gesellschaft darf dadurch nicht beeinträchtigt werden. (3) Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen und Geschäften berechtigt, durch die der Gegenstand der Gesellschaft gefördert werden kann. Sie kann sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben anderer Unternehmen bedienen. Sie kann Zweigniederlassungen errichten und sich an gleichartigen oder ähnlichen Unternehmen beteiligen bzw. solche gründen. § 3 ist entsprechend zu beachten. (4) Die Gesellschaft ist verpflichtet, Aufträge, die ihr von der Stadt Leipzig oder der KISA angeboten werden, anzunehmen, wenn a) die Leistungen gegen Zahlung eines marktgerechten Entgelts und zu marktangepassten Bedingungen erbracht werden sollen, b) der Gegenstand des Auftrags von dem Unternehmenszweck der Gesellschaft nach vorstehendem Absatz 1 umfasst ist und c) die Gesellschaft über genügend freie Kapazität zur Ausführung des Auftrags verfügt.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christian Burkert
seit 23.3.2026
Prokura
Kristina Köhler
seit 18.11.2025
Prokura
Sebastian Rauer
seit 10.3.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Stadt Leipzig
90.00%
Zweckverband „Kommunale Informationsverarbeitung Sachsen“ Körperschaft des öffentlichen Rechts
10.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Stadt Leipzig
Germany
180.000 €
90.00%
Zweckverband „Kommunale Informationsverarbeitung Sachsen“ Körperschaft des öffentlichen Rechts
Germany
20.000 €
10.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Lecos GmbH

Leipzig

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023

1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung der IT-Branche

Im Jahr 2023 haben sich die besonderen gesellschaftlichen Herausforderungen weiter fortgesetzt, insbesondere durch den anhaltenden russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Die IT-Branche im öffentlichen Umfeld hat sich auch erneut überwiegend positiv entwickelt. Die im Jahr 2020 begonnenen Maßnahmen im Zusammenhang mit den Fragestellungen zur Absicherung von Home-Office sowie der Aufrechterhaltung der Leistungsfähigkeit der Kunden wurden 2023 gefestigt und weiterentwickelt. Vor dem Hintergrund dieser Rahmenbedingungen haben die Digitalisierung von Verwaltungen genauso wie die Leistungen für eine Digitale Schule einen großen Schub erhalten. Dabei stellen auch weiterhin die zur Verfügung gestellten Fördermittel einen großen Anreiz und gleichzeitig große Herausforderungen in der Umsetzung dar. Gleichzeitig hat sich bestätigt, dass eine Veränderung von Arbeitsweisen sowie die Anforderungen an digitale Verwaltungsleistungen, u. a. durch das Onlinezugangsgesetz, einen konsequenten Ausbau der Infrastrukturen erfordert. Dies ist die Grundlage, um auch eine Vernetzung von Daten zu ermöglichen.

Dies muss im Kontext der stetig steigenden Komplexität der Anforderungen und Vernetzung von Daten insbesondere durch intensive Beratungsleistungen unterstützt werden. Ziel bleibt dabei, die Digitalisierung der Verwaltungen vor allem aus Sicht der Kunden der Verwaltungen als auch der Verwaltung selber kontinuierlich voranzutreiben.

2. Geschäftsverlauf

Für die für das Geschäftsjahr 2023 festgelegten Ziele zum Ausbau sowie zur Stabilisierung der bisherigen Geschäftsaktivitäten der Lecos GmbH bleibt festzuhalten, dass diese auch unter den Herausforderungen 2023 über die Planung hinaus ausgebaut werden konnten. Im Einzelnen verweisen wir hierbei auf die nachfolgenden Ausführungen.

Die Lecos GmbH hat sich gegenüber ihrem 90 %-Gesellschafter und Kunden, der Stadt Leipzig, als IT-Volldienstleister erwiesen, der die besonderen Kundenwünsche auch in den Zeiten der Pandemie umsetzen und weiterentwickeln konnte. Hinsichtlich der Weiterentwicklung der IT-Strategie der Stadt Leipzig beobachtet die Lecos GmbH zukunftsweisend den Markt für den Auftraggeber und berücksichtigt die hieraus gewonnenen Erkenntnisse in der Weiterentwicklung der angebotenen IT-Dienstleistungen. Dabei spielen insbesondere die wachsenden Herausforderungen der Veränderung der Arbeitswelten, das Angebot von digitalen Dienstleistungen, des Cloud-Computing sowie die Vernetzung von Daten und Anwendungen aus Sicht der Kunden, insbesondere auch im Lichte der Datenschutzgrundverordnung sowie die stetig steigenden Anforderungen an die IT-Sicherheit, als auch aus Sicht der Lecos GmbH im Sinne des steigenden Wettbewerbes eine wesentliche Rolle.

Durch die konsequente Umsetzung der Rollout-Vorgaben für die Verwaltung und die Schulen konnte beim größten Kunden der Lecos GmbH der sehr hohe Standardisierungsgrad in Hardware und Standardsoftware sowie der Ausbau mobiler Arbeitsfähigkeit (u.a. zur Absicherung von Home-Office) weiter ausgebaut und im Rahmen der konzeptionellen Weiterentwicklung eines Arbeitsplatzes der Zukunft fortgeführt werden. Die Ausweitung auf die Schulkabinette wurde erfolgreich fortgesetzt und ist vertraglich für die folgenden Jahre fixiert. Dabei werden die Erfahrungen der Pandemie sowie des weiteren Ausbaus der Leistungen im Rahmen des Digitalpakt Schulen konsequent verfolgt und in der weiteren Entwicklung berücksichtigt. Ziel ist dabei, die besten Voraussetzungen für die Umsetzung von "Digitaler Bildung" zu schaffen. Des Weiteren konnte der stabile Betrieb der Kulturhäuser Gewandhaus zu Leipzig, Theater der Jungen Welt, Oper Leipzig und Schauspiel Leipzig gefestigt werden. Das Geschäft mit dem zweiten Gesellschafter (10 %) des Unternehmens, der KISA, konnte auch im Wirtschaftsjahr 2023 weiter konsequent umgesetzt werden. Die Grundlagen für einen weiteren Ausbau der Geschäftsfelder in den Jahren 2024 ff. wurden gelegt. Dies betrifft die strategischen Fragestellungen der Zusammenarbeit und gemeinsamen Leistungserbringung. Dabei steht auch hier die Digitalisierung der Verwaltungen, das Onlinezugangsgesetz sowie die IT-Sicherheit im Vordergrund. Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren für die Steuerung der Lecos GmbH sind Umsatz, Liquidität und Jahresergebnis.

Wesentliche Ereignisse im Geschäftsjahr 2023

Das Jahr 2023 stand weiterhin im Fokus des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine und den damit verbundenen gesellschaftlichen Herausforderungen, insbesondere der Energiekrise, Preissteigerungen und Lieferproblemen. Positiv sind in einzelnen Fällen bereits Preisstabilitäten sowie erste Verbesserungen bei den Lieferbedingungen zu verzeichnen.

Darüber hinaus wurde die Umsetzung des Digitalpaktes Schulen auf Basis der Erkenntnisse der Pilotschulen intensiv fortgeführt. Die Erkenntnisse aus dem Jahr 2022/2023 stellen auch die Basis für die Umsetzung in Pilotschulen im Jahr 2024 dar.

Die Leistungen für weiteren Kundengruppen des Gesellschafters Stadt Leipzig, u.a. Unternehmen der L-Gruppe und Eigenbetrieben, konnten weiter ausgebaut werden und stellen somit dauerhaft einen wesentlichen Anteil zum Erfolg der Lecos GmbH dar.

Die Strategie aus 2010, durch eine Beteiligung des Zweckverbandes KISA an der Lecos GmbH eine Umsatzstabilisierung zu erreichen und die Inhousefähigkeit zu festigen, hat sich auch im Geschäftsjahr 2023 bestätigt. Der Umsatz mit dem Zweckverband KISA konnte auch für das abgelaufene Wirtschaftsjahr wesentlich zum geschäftlichen Erfolg des Unternehmens beitragen.

Die Beteiligung der Lecos GmbH an der Komm24 GmbH hat sich 2023 ebenfalls als Erfolg dargestellt, d.h. sowohl aus wirtschaftlicher Sicht als auch um der Treiber für die Umsetzung des Onlinezugangsgesetz zu werden. Hierbei agiert die Lecos GmbH in einem hoch komplexen Umfeld, sowohl in der Rolle als Gesellschafter der Komm24 GmbH als auch in der Rolle des Dienstleiter im Infrastruktur- sowie im Beratungs- und Entwicklungsumfeld.

Über das Onlinezugangsgesetz hinaus konnten weitere Leistungen über die Komm24 GmbH vertraglich vereinbart werden. Damit werden neben dem stabilen Betrieb des Sächsischen Melderegister (SMR) auch Outputleistungen für die Landeshauptstadt Dresden sowie der Betrieb des Kommunalarchiv Sachsen ausgebaut und abgesichert.

Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 war die Weiterführung der IT-Leistungen für die Stadt Leipzig, vornehmlich bei der Anwendungs-/Verfahrensentwicklung und Anwendungs-/Verfahrensbetreuung, bei der Beratung der Kunden zur Optimierung ihrer Organisation durch weitere IT-Nutzung, bei den Rechenzentrumsservices, Endgeräteservice und Daten- und Sprachnetzleistungen, der Benutzerunterstützung sowie dem konsequenten Ausbau der Leistungen für die Schulen der Stadt Leipzig. Insbesondere die Beratungsleistungen und Vorarbeiten im Rahmen der Digitalisierung der Verwaltung, die in Umsetzung befindliche forcierte Einführung der eAkte und dem damit verbundenen Ausbau des Scanvolumens sowie der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes, stellen die Grundlage für die nächsten Projektschritte sowie die mittelfristige Haushaltsplanung der Stadt Leipzig dar.

Besonders hervorzuheben sind die weiteren umgesetzten Projekte zur Einführung der Personalmanagementsoftware Loga in der L-Gruppe und deren konsequenter Ausbau des Geschäftes rund um das Personalmanagement. Darüber hinaus lag ein wesentlicher Fokus auf Beratungsleistungen zur Digitalisierung der Verwaltung.

Das Geschäft mit den Eigenbetrieben der Stadt Leipzig wurde konsequent weiter ausgebaut.

Für die KISA lag der Schwerpunkt im Geschäftsjahr 2023 auch in der Bereitstellung des Rechenzentrumsservice im Rahmen der vereinbarten Leistungsscheine für den Anwendungsbetrieb der zentralen Fachverfahren. Die gemeinsame strategische Ausrichtung wurde in den Fokus genommen, um gemeinsam die Digitalisierung der Kommunen sowohl aus der Anwendungs- als auch der Infrastruktursicht voranzubringen.

Weitere Aktivitäten des Geschäftsjahres 2023

Die Beteiligung an der zum 10. Juli 2019 gegründeten Komm24 GmbH, an der Lecos zu 20 % beteiligt ist, wurde fortgeführt. Ziel dieser Beteiligung ist es, zur Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes im Auftrag des Freistaates Sachsen Entwicklungsleistungen zu erbringen sowie weiterer Dienstleistungen zwischen den Gesellschaftern der Komm24 GmbH. Damit entstehen auch Synergien mit den Gesellschaftern der Lecos GmbH.

Das Ämterframework konnte als eine Entwicklungsplattform der Stadt Leipzig genutzt werden und durch weitere Fokussierung auf den Kunden Stadt Leipzig um weitere Module ergänzt werden. Die Entwicklungsleistungen werden um schnelle flexible Plattformen (Low-Code/ No-Code) ergänzt.

Die Dienstleistung für die Leipziger Schulen im Umfeld der Informationstechnik wurde mit dem zweiten Rollout Zyklus fortgeführt und soll auch weiterhin für die Schulkabinette fortgesetzt werden.

Auf Basis der Erkenntnisse der Pilotschulen wurden weitere 18 Schulen im Jahr 2023 ertüchtigt, d.h. im Wesentlichen Netzwerk, WLAN, Breitbandanbindung. Im Jahr 2024 wurde bereits eine weitere Schule abgeschlossen und 2 Schulen werden noch umgesetzt.

Im Geschäftsfeld der Output-Leistungen wird das Leistungsportfolio in den Folgejahren weiter vorangetrieben.

Im Jahr 2023 wurden vierzehn Ausschreibungen durchgeführt und die Zuschläge für vierzehn Ausschreibungen in 2023 erteilt, ein Zuschlag einer in 2022 veröffentlichten Vergabe erfolgte im 2. Quartal 2023. Der Zuschlag eines Ende 2023 veröffentlichten Verfahrens ist Ende Februar 2024 erfolgt. Die insgesamt vierzehn Ausschreibungen des Jahres 2023 gliedern sich in neun offene Verfahren (EU-weit), vier öffentliche Ausschreibungen (national) sowie ein Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb. Eine Ausschreibung wurde während der Vorbereitung gestoppt und die Umstellung auf eine Cloudbasierte Lösung wird geprüft, dabei entfällt die Hardware.

Die Fachanwendung des Kindertagesstätten-, Verwaltungs- und Reservierungssystems KIVAN konnte auch in 2023 erfolgreich weiterentwickelt und deutschlandweit vertrieben werden. KIVAN konnte 2023 vor dem Hintergrund der Funktionen und Module zu einer der umfangreichsten Fachanwendungen auf dem Markt entwickelt werden. Der im Dezember 2022 gewonnene Kunde Frankfurt/Main ist der grösste KIVAN Kunde mit ca. 1.000 Einrichtungen. Die Planungs- und Abstimmungsgespräche konnten zur Zufriedenheit des Kunden geführt werden und die Stadt Frankfurt/Main wird nach Plan im Dezember 2024 online gehen. Im Jahr 2023 ist es neben vielen kleinen Städten gelungen im Rahmen einer Ausschreibung die Stadt Halle/Saale zu gewinnen. Die Partnerschaft mit Carlo & Friends bezüglich des Einsatzes der Care-App (Kommunikationsapp) hat sich bewährt.

Parallel zu den aktuellen Kundenprojekten wird die Produktweiterentwicklung der Fachanwendung intensiv vorangetrieben.

Die Facility-Management-Anwendung FAMOS-LE ist im Rahmen des Ausbaus des zentralen Gebäudemanagements in der Stadt Leipzig als strategisches Produkt positioniert und wird in mehreren Ämtern der Stadt Leipzig betrieben. Es erfolgt eine zentrale Steuerung der Weiterentwicklung in enger Abstimmung zwischen der Lecos GmbH und der Stadt Leipzig.

Nach dem Abschluss des vierten Rollouts der PC-Technik in der Verwaltung der Stadt Leipzig 2021, konnte auch 2023 der Ausbau mobiler Arbeitsplatztechnik weiter vorangebracht werden, um auch die Möglichkeiten der Arbeit im Home Office weiter auszubauen.

Es erfolgte auch 2023 eine kontinuierliche Erneuerung der Telekommunikationsanlagen in den Schulen der Stadt Leipzig, welche im Wesentlichen mit den durch die Stadt Leipzig durchgeführten Sanierungs- und Baumaßnahmen sowie im Zusammenhang mit den Maßnahmen des Digitalpaktes Schulen verbunden wurden.

Mit der weiteren Produktivsetzung zur Einführung der Personalmanagementsoftware Loga in der L-Gruppe konnte 2023 der Ausbau des Geschäftsfeldes weiter im Fokus bleiben und dabei auch Maßnahmen zur digitalen Personalakte gemeinsam weiterbearbeitet werden.

Mit der "Digitalen Werkstatt" wurde mit der Stadt Leipzig der Rahmen für eine Entwicklung von innovativen Lösungen für die Kunden der Stadt Leipzig gelegt. 2023 stand erneut im Fokus der Begleitung des Arbeitsplatzes der Zukunft und der KI-Technologie. Darüber hinaus konnten weitere Technologieberatungen sowie Methodentransfer durchgeführt werden.

Unter dem Dach der ProVitako Marketing- und Dienstleistungsgesellschaft der kommunalen IT-Dienstleister e.G. wurde die Beteiligung an einer kommunalen Cloud fortgeführt und darin verschiedene Produkte bzw. Dienstleistungen eingestellt, die auch konkret von der Lecos GmbH für seine Kunden genutzt werden.

Seit 11/2020 ist Peter Kühne Mitglied des Vorstandes der Vitako. Die Aufgabe wird ehrenamtlich wahrgenommen.

Im Jahr 2023 wurde die Umstellung auf den neuen Grundschutz als Grundlage für die Re-Zertifizierung 2023 abgeschlossen. Die Re-Zertifizierung konnte unter Berücksichtigung des hohen Schutzbedarfes im Rahmen der Zertifizierung nach ISO27001 auf Basis BSI-Grundschutz erfolgreich durchgeführt werden.

Im Jahr 2021 erfolgte der Beitritt zur GovDigital eG. Die GovDigital ist ein Zusammenschluss aktiver und zertifizierter öffentlich-rechtlicher IT-Dienstleister. Das Ziel dieser Genossenschaft ist es, sich gemeinschaftlich verschiedenen Zukunftsthemen zu widmen. Auch in 2023 wurde aktiv in verschiedenen Arbeitsgruppen, u.a. IT-Sicherheit und Cloud, mitgewirkt. Dabei hat die Lecos GmbH am Proof of Concept sowie der Umsetzung des Kubernetes-Cluster mitgewirkt und über Beratungsleistungen auch Umsätze erwirtschaftet. So sollen gemeinsame bundesweite Dienstleistungen angeboten werden. (z.B. Bundes Cloud, Blockchain Lösungen oder Schaffung einer bundesweiten Plattform für EfA Leistungen). Die Lecos GmbH erhofft sich durch die Mitgliedschaft eine engere kollaborative inhousefähige Zusammenarbeit mit anderen öffentlich-rechtlichen IT-Dienstleistern. Der Betritt der Lecos GmbH entspricht dem strategischen Unternehmenskonzept.

Das Geschäftsjahr 2023 stand bei der Lecos GmbH intern im Zeichen der konsequenten Umsetzung der Rahmenbedingungen und den Auswirkungen des andauernden russischen Angriffskrieges auf die Ukraine. Diese Erkenntnisse werden bei der Fortführung der stärkeren Ausrichtung an den steigenden Anforderungen der Kunden berücksichtigt. Im Jahr 2023 wurde die Weiterentwicklung der Lecos GmbH in einem kontinuierlichen Entwicklungsprozess fortgeführt. Dabei wird auch weiterhin der Fokus auf neue Arbeitsmethoden sowie des neuen Führungsverständnisses gelegt. Ziel ist es dabei, die Zukunftssicherheit der Lecos GmbH zu stärken und die Arbeit der Lecos GmbH auf die kommenden komplexen Herausforderungen hin auszurichten. Dies ist von besonderer Bedeutung, da auch die Kunden der Lecos GmbH den Weg zu verändernden Vorgehensmodellen beschreiten und sich somit die Anforderungen an die Lecos GmbH verändern.

Die seit 2013 geänderte Finanzierungsstrategie der Lecos GmbH, d.h. die Finanzierung langfristiger Investitionen, wird konsequent weiterverfolgt. Ziel ist eine Stabilisierung der Eigenkapitalquote sowie eine Verteilung der Kostenbelastung durch hohe Erstinvestitionen. Damit wird einem Investitionsstau entgegengewirkt.

3. Lage der Gesellschaft

3.1 Ertragslage

Der Gesamtumsatz der Lecos GmbH betrug im Geschäftsjahr 2023 TEUR 49.498 und lag damit um TEUR 3.541 über dem Niveau des Geschäftsjahres 2022 (TEUR 45.957). Diese Entwicklung führte neben der Steigerung der Material-, Personal-, Abschreibungs- und Zinsaufwendungen zu einem Jahresüberschuss von TEUR 253 (Vj.: TEUR 480).

Die Zusammensetzung der Umsatzerlöse nach Bereichen stellt sich im Wesentlichen wie folgt dar:

2023 2022 Veränderung Plan 2023 Abweichung
TEUR TEUR TEUR % TEUR TEUR
Umsatzerlöse 49.498 45.957 3.541 7,71 48.824 674
Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 0 0 0 0,00 0 0
Sonstige betriebl. Erträge 1.332 261 1.071 410,34 36 1.296
Gesamtleistung 50.830 46.218 4.612 9,98 48.860 1.970
Materialaufwand 11.996 10.384 1.612 15,52 10.286 1.710
Personalaufwand 22.167 21.429 738 3,44 22.923 -756
Abschreibungen 4.484 4.289 195 4,55 4.520 -36
Sonstige betriebl. Aufwendungen 11.401 9.170 2.231 24,33 10.357 1.044
Betriebsergebnis 782 946 -164 -17,34 774 8
Zinserträge 0 0 0 0,00 0 0
Zinsaufwand 249 127 122 96,06 340 -91
Finanzergebnis -249 -127 -122 96,06 -340 91
Außerord. Ergebnis 0 0 0 0 0 0
Steuern 280 339 -59 -17,40 184 96
Jahresüberschuss (+) / Jahresfehlbetrag (-) 253 480 -227 -47,29 250 3
Rechenzentrumsdienstleistungen und Anwendungsentwicklung und -betreuung 61,45 %
Sonstiges 7,74 %
Telekommunikations-, Netz- und Serverbereitstellung sowie die Endgerätebetreuung 30,81 %

Aktuell beträgt der Anteil des Umsatzes mit der Stadt Leipzig am Gesamtumsatz ca. 86,3 %, 5,9 % mit der KISA und der Komm24 GmbH 5,1 %. Die verbleibenden 2,7 % Umsatzanteile entfallen auf sonstige Kunden.

Im Materialaufwand werden vor allem Hardware und Telekommunikationsanlagen ausgewiesen, die sich aus Zusatzaufträgen ergeben und zum Weiterverkauf bestimmt sind. Den Hauptanteil hierbei haben Beschaffungen im Bereich Endgeräteservice (Präsentationstechnik, Tablets) und Telekommunikationstechniken für die Stadt Leipzig und die Ausstattung der Eigenbetriebe und Netz Leipzig GmbH mit aktiven Komponenten. Darüber hinaus sind auch die Leistungen für Datenfernübertragungen, Portoaufwendungen und umsatzrelevante Fremdleistungen für Kundenprojekte zu benennen.

Die Steigerung der Personalaufwendungen ergibt sich im Wesentlichen aus Neueinstellungen, der Tariferhöhung des TVöD (Tarifvertrag im öffentlichen Dienst) und Erhöhungen im Lecos GmbH Vergütungssystem.

Der sonstige betriebliche Aufwand enthält Aufwendungen für Leasing und Wartung für Hard- und Software, Leitungsmieten, Ausbildungs- und Reisekosten, Personaldienstleistungen und Raummieten.

Das Betriebsergebnis beträgt TEUR 782 (Vj.: TEUR 946) und liegt über dem Plan für 2023.

Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 wurde von folgenden einmaligen Vorgängen geprägt:

Umsatzerlöse aus der Umsetzung von Kundenaufträgen der Stadt Leipzig im Zusammenhang mit der Umsetzung aus dem Digitalpakt Schulen (TEUR 3.318),

Umsatzerlöse mit der Komm24 aus der Dienstleistung für die Entwicklungen und Umsetzungen des Online Zugangsgesetzes (TEUR 778),

Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 203).

3.2 Investitionen

Die Bilanz zum 31. Dezember 2023 weist einen Anstieg des Anlagevermögens aus. Hauptursache dafür ist die Änderung in der Beschaffung von Wirtschaftsgütern für die Erfüllung von Kundenaufträgen hin zum Weiterverkauf an den Kunden. Die Gesamtinvestitionen betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 7.819.

Schwerpunkte waren auch 2023 Investitionen für neue Aufträge und Hardware für das Roll-Out in der Stadt Leipzig und insbesondere den Schulkabinetten.

3.3 Vermögens- und Finanzlage

Aufgrund einer konsequenten Liquiditätsüberwachung, einem regelmäßigen Forderungsmanagement und der planmäßigen Kreditaufnahme konnte die Zahlungsfähigkeit im Jahr 2023 gesichert werden.

Die Position der Rückstellungen ist geprägt durch die Aktualisierung von Rückstellungen, u.a. für Personalaufwendungen, Vertragsrisiken und Rückbauverpflichtung.

Vermögensstruktur

2023 2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.038 852 186 21,83
Sachanlagen 10.383 8.253 2.130 25,81
Finanzanlagen 140 140 0 0,00
Anlagevermögen 11.561 9.245 2.316 25,05
Vorräte 345 390 -45 -11,54
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 8.291 7.249 1.042 14,39
liquide Mittel 2.870 3.259 -389 -11,94
Umlaufvermögen 11.506 10.898 608 5,59
Rechnungsabgrenzungsposten 2.014 2.320 -306 -13,19
Bilanzsumme 25.081 22.463 2.618 11,66

Kapitalstruktur

2023 2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Eigenkapital 3.675 3.422 253 7,42
Sonderposten 0 0 0 0,00
Rückstellungen 4.499 3.885 614 15,80
kurzfristige Verbindlichkeiten 3.411 7.185 -3.774 -52,52
langfristige Verbindlichkeiten 11.949 5.905 6.044 50,58
Verbindlichkeiten 15.360 13.090 2.270 17,33
Rechnungsabgrenzungsposten 1.547 2.066 -519 -25,08
Bilanzsumme 25.081 22.463 2.618 11,66

Kapitalflussrechnung

Die Gesellschaft verfügt über eine geordnete Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Zum Bilanzstichtag bestehen Kreditlinien in Höhe von TEUR 700, die nicht in Anspruch genommen wurden.

2023
T€
2022
T€
1 Jahresüberschuss (+) / Jahresfehlbetrag (-) + 253 480
2 Abschreibungen/Zuschreibungen auf das Anlagevermögen + 4.484 4.289
3 Zunahme (+) / Abnahme (-) der Rückstellungen +/- 614 1.166
sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen + 40 0
sonstige zahlungsunwirksame Erträge - -37 -3
4 Gewinn (-)/Verluste (+) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens +/- 594 240
5 Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus LuL sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -/+ -692 -1.021
6 Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus LuL sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind +/- -500 1.452
7 Zinsaufwendungen + 249 127
8 Zinserträge - 0 0
9 Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (operativer (Netto) Cashflow) = 5.005 6.730
10 Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen/immaterielle AV - -7.819 -5.151
11. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens/immateriellen AV + 424 24
12. Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen - 0 -50
13. Erhaltene Zinsen + 0 0
14. Cashflow aus der Investitionstätigkeit = -7.395 -5.177
(Investitions-Cashflow)
15. Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz)Krediten + 5.978 2.375
16. Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz)Krediten - -3.727 -3.614
17. Gezahlte Zinsen - -249 -127
18. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit = 2.002 -1.366
(Finanzierungs-Cashflow)
19. Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (operativer (Netto) Cashflow) 5.005 6.730
20. Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Investitions-Cashflow) -7.395 -5.177
21. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (Finanzierungs-Cashflow) 2.002 -1.366
22. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes (Finanzmittelfonds) +/- -388 187
23. Finanz mittelbestand (Finanzmittelfonds) am Anfang der Periode +/- 3.258 3.071
24. Finanzmittelbestand am Ende der Periode = 2.870 3.258
Jahresüberschuss vor außerordentlichen Posten + 253 480
Abschreibungen auf das Anlagevermögen + 4.484 4.289
Cashflow 4.737 4.769

4. Risiko- und Chancenbericht

Das Risikomanagement der Gesellschaft stützt sich vor allem auf die Managementstruktur, das Planungssystem sowie die eingesetzten Berichts- und Informationssysteme. Die Ergebnisse und Maßnahmen des Risiko- und Schwachstellenmanagements aus den Berichts- und Informationssystemen liegen vor.

Das Berichtswesen wird ergänzt durch eine ständige Überwachung aller Finanzströme. Mit Hilfe dieses Risikomanagementsystems werden die Risikobetrachtungen durchgeführt und Strategien zur Risikominimierung entwickelt. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei durch eine tägliche Liquiditätsüberwachung gewährleistet. Dieses geschieht vor dem Hintergrund der unter 3.3 genannten teilweise hohen Forderungen gegen die Kunden zum Bilanzstichtag sowie der hohen Liquiditätsauswirkung durch die Zahlung der monatlichen Personalkosten und der erforderlichen Investitionen für die Umsetzung der Aufträge.

In 2014 wurde gemeinsam mit der Beratungsgesellschaft für Beteiligungsverwaltung Leipzig mbH (bbvl) eine Regelung zur internen Revision erarbeitet und durch den Geschäftsführer in Kraft gesetzt. Auf dieser Grundlage erfolgen seit 2015 jährliche Prüfungen, die auch 2023 umgesetzt wurden.

Der Aufsichtsrat wird über die Ergebnisse dieser Untersuchungen bei Bedarf zeitnah unterrichtet. Als Ergebnis dieser Risikoanalysen ergibt sich, dass wesentliche oder den Bestand des Unternehmens gefährdende Risiken derzeit nicht bestehen.

Angemessene, überschau- und beherrschbare Risiken werden bewusst getragen. Dies gilt auch für Preis- und Ausfallrisiken, gegen die sich die Lecos GmbH - aufgrund ihrer Kundenstruktur - nicht zusätzlich absichert. Geschäftsüblichen Liquiditätsschwankungen begegnet die Gesellschaft mit der Inanspruchnahme des Finanzmittelbestands sowie ggf. der Kreditlinien sowie der planmäßigen Aufnahme von Krediten für Investitionen. Unabhängig davon gewährleisten die Erlöse aus dem Betriebsleistungsvertrag mit der Stadt Leipzig und den Leistungsverträgen mit der KISA, der Kulturhäuser, der Komm24 GmbH sowie der SAKD (Sächsische Anstalt für kommunale Datenverarbeitung) eine kontinuierliche Liquiditätszufuhr.

Das Risikomanagement wurde seit 2021 intensiv in die Entscheidungen der Maßnahmen im Zusammenhang der Corona-Pandemie sowie den Folgen des russischen Angriffskrieges einbezogen bzw. wurden diese vom Risikomanagement auch erarbeitet.

Chancen für die Lecos GmbH bestehen in der Nutzung von kommunalen Umsätzen aus dem Gesellschafterumfeld, um damit zusätzliche Deckungsbeiträge zu gewinnen. Damit entstehen auch Synergien zur Absicherung der Zukunftsfähigkeit der Stadt Leipzig durch die Weiterentwicklung der IT als Grundlage für Rationalisierungen, Prozessoptimierungen und e-Government bzw. der Digitalisierung der Verwaltung, der Entwicklung zu einem Kompetenzzentrum für die Entwicklung, Einführung, Betrieb und Betreuung kommunaler Anwendungen sowie den weiteren Ausbau der Dienstleistungen für die Schulen.

5. Umweltschutz und Nachhaltigkeit

Um sich den Anforderungen der Berücksichtigung der Gesetze zum Umweltschutz zu stellen, hat die Lecos GmbH sich an dem Wettbewerb "Bundeshauptstadt im Klimaschutz 2010" der deutschen Umwelthilfe (DUH) beteiligt. Die Lecos GmbH hat 2010 einen Sonderpreis für ihr neues Primärrechenzentrum erhalten. Gewürdigt wurden damit die durch Modernisierung und Konsolidierung der Rechenzentrumstechnik erzielten Energieeinsparungen. Das systematische Vorgehen im Bereich der Klimatisierung wurde auch auf alle weiteren Bereiche der energierelevanten Wirkungskette übertragen. Von den Applikationen und dem Daten-Management über die IT-Hardware und Stromversorgung bis hin zur Kühlung und Gebäudeplanung sind Möglichkeiten zur Optimierung der Energieeffizienz gesucht und Einsparpotenziale konsequent umgesetzt und weiterentwickelt worden.

Im Rahmen von Ausschreibungen, wie auch bei sonstigen Investitionen für die IT sowie bei der Erneuerung des Fuhrparks, berücksichtigt die Lecos GmbH die gesetzlich vorgesehenen und aktuellen Umweltschutzrichtlinien.

In 2023 wurde gemäß § 8 EDL-G wiederholt ein Energieaudit nach DIN 16247 durchgeführt mit dem Ziel, die Verbesserung der Energieeffizienz sowie Senkung des Energieverbrauchs unter fachlicher Betreuung zu erreichen. Die Überprüfung und Fortschreibung der gesteckten Ziele erfolgt alle vier Jahre. In den erfassten Verbrauchsgruppen sind die Kosten für Strom mit rund 98 % der größte Kostenblock, gefolgt von 0,8 % für Fernwärme und Transport (4 %). Die größten Verbraucher USV und RLT-Anlagen werden als sehr gut und energieeffizient eingeschätzt. In Folge des Beschlusses der Bundesregierung zum Klimapaket ist die Bepreisung von CO 2 eingeleitet. In Folge, insbesondere vor dem Hintergrund der gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen, hat sich bestätigt, dass Strom seit 2022 jährlich teurer werden wird. Maßnahmen zum kosteneffizienten Umgang der Kostensteigerungen können hierbei Beachtung bei der Vertragsgestaltung mit den Energielieferanten auf die Umsetzung der CO 2 -Bepreisung bzw. Bezug von erneuerbaren Energieträgern als auch Einsatz von Technologien für die Nutzung erneuerbarer Energien (bspw. Solar, Photovoltaik u.a.) finden. Geeignete Förderprogramme werden auch zukünftig auf deren Teilnahmeberechtigungen der Lecos GmbH geprüft und können Maßnahmen zur Minimierung der erwarteten Kostensteigerungen unterstützen. Schlussendlich werden die Energiekosten in den kommenden Jahren weiter zunehmen und zu einem erheblichen Kostentreiber werden. Konkret wird sowohl der Ausbau von Elektrolade für den Fuhrpark als auch der Ausbau von Photovoltaik 2024 geplant. Ebenfalls erfolgt 2024 eine CO 2 Bilanzierung der Lecos GmbH. Zukünftig werden alle Fahrzeuge auf Elektro /Hybrid umgestellt.

6. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft (Prognosebericht)

Die IT-Branche rechnet vor dem Hintergrund der fortführenden Digitalisierung der Gesellschaft und der Verwaltung sowie der sich verändernden Arbeitsformen (u.a. Möglichkeiten von Home-Office) mit einer steigenden Nachfrage für das Jahr 2024 ff. An diesen Marktentwicklungen will die Lecos GmbH auch im Jahr 2024 angemessen partizipieren.

Konkretisiert ergeben sich für die Lecos GmbH nachstehende Ziele, deren sukzessive Umsetzung in der Wirtschaftsplanung 2024 ff. abgebildet sind:

Absicherung der Grundversorgung der Stadt Leipzig mit IT-Technik und -Services,

konsequente Ausnutzung von Einkaufsvorteilen und deren Weitergabe an die Kunden,

Nutzung von kommunalen Umsätzen im Gesellschafterumfeld zur Gewinnung zusätzlicher Deckungsbeiträge,

Absicherung der Zukunftsfähigkeit der Stadt Leipzig durch Weiterentwicklung der IT als Grundlage für die Digitalisierung der Verwaltung sowie die Veränderung der Arbeitswelten,

Entwicklung zu einem Kompetenzzentrum für die Entwicklung, Einführung, Betrieb und Betreuung kommunaler Anwendungen,

Entwicklung zu einem Kompetenzzentrum für die Digitalisierung von Dokumenten und Akten im kommunalen Umfeld, insbesondere durch die Erweiterung des Digitalisierungscenters,

Ausbau der Leistungen für die Komm24 GmbH,

Ausbau des Druckoutput-Volumens und Entwicklung der Lecos GmbH zu einem kompetenten und wirtschaftlichen Anbieter in diesem Bereich,

Ausbau von Consulting für IT-Dienstleistungen und Servicemanagement im kommunalen Umfeld,

Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen in der Region,

Ausbau von Zukunftsthemen wie Cloud-Computing, KI, Blockchain u.a. über die GovDigital eG.

Darüber hinaus werden Anstrengungen unternommen, auch im Jahr 2024 innerhalb des Gesellschafterumfeldes (Eigenbetriebe der Stadt Leipzig, Stadtkonzern) die Zahl der Kunden zu erhöhen und das Portfolio für die Stadt Leipzig zu erweitern.

Für das Geschäftsjahr 2024 sind Neuinvestitionen in Höhe von TEUR 6.208 und Leasing TEUR 3.000 geplant.

Eine abschließende Verteilung der Investitionen auf Darlehen, Leasing oder Eigenmittel wird unterjährig unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Entwicklung der Lecos GmbH gesteuert und entschieden. Die aktuellen Werte sichern den Gestaltungsspielraum ab.

Der Wirtschaftsplan der Lecos GmbH geht für 2024 von einem Umsatzvolumen von TEUR 51.183, einem Jahresüberschuss von TEUR 328 und liquiden Mitteln von TEUR 1.658 aus. Darüber hinaus ist ein Personalaufbau von 15 Stellen im Jahr 2024 geplant, um die steigenden Anforderungen umsetzen zu können. Dies resultiert neben fachlichen Themen auch aus der Erweiterung der betreuten Nutzer sowie der Ausweitung der eAkte.

Im Jahr 2024 müssen die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine konsequent überwacht werden. Beeinträchtigungen im Prozess der Leistungserstellung und/oder Einnahme- und damit einhergehende Ergebnisausfälle können daher nicht vollständig ausgeschlossen werden. Art und Umfang der Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Lecos GmbH lassen sich aktuell nicht zuverlässig abschätzen.

7. Notwendige Angaben für den Beteiligungsbericht gemäß § 99 Abs. 2 SächsGemO

Die Organe der Gesellschaft sowie deren Zusammensetzung unter namentlicher Nennung von Geschäftsführung und Aufsichtsratsmitgliedern sind im Anhang zum Jahresabschluss aufgeführt.

Anzahl der Mitarbeiter: 301 (am 31. Dezember 2023 inkl. Auszubildende und Geschäftsführer)

Als Abschlussprüfer wurde die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Leipzig, bestellt.

Anteilseigner:

Stadt Leipzig (90 %)

KISA (10 %).

Bilanz- und Leistungskennzahlen (jeweils zum Stichtag 31.12.) gemäß Definition des Sächsischen Städte- und Gemeindetags

2021
TEUR
2022
TEUR
Ist 2023
TEUR
Plan 2023
TEUR
Vermögenssituation
Investitionsdeckung (%) 98% 83% 57% 68%
Vermögensstruktur (%) 42% 41% 46% 53%
Fremdkapitalquote (%) 86% 85% 85% 84%
Kapitalstruktur
Eigenkapitalquote (%) 14% 16% 15% 16%
Liquidität
kurzfristige Liquidität (%) 135% 117% 137% 90%
Rentabilität
Eigenkapitalrentabilität (%) 10% 13% 7% 7%
Gesamtkapitalrentabilität (%) 2% 3% 2% 3%

 

Leipzig, den 28. März 2024

Lecos GmbH

Peter Kühne, Geschäftsführer

Sebastian Rauer, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
EUR
Vorjahr
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.038.436,46 852
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.671.144,75 8.017
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 712.141,89 236
10.383.286,64 8.253
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 135.000,00 135
2. Genossenschaftsanteile 5.000,00 5
140.000,00 140
11.561.723,10 9.245
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 345.249,00 390
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 279.078,16 76
2. Forderungen gegen Gesellschafter 7.471.469,29 6.482
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 196.072,18 247
4. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 295.838,03 249
5. Sonstige Vermögensgegenstände 48.151,06 195
8.290.608,72 7.249
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.869.773,20 3.259
11.505.630,92 10.898
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.013.636,84 2.320
25.080.990,86 22.463

Passiva

31.12.2023
EUR
Vorjahr
TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 200.000,00 200
II. Gewinnvortrag 3.222.292,89 2.742
III. Jahresüberschuss 253.211,92 480
3.675.504,81 3.422
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 291.877,32 232
2. Sonstige Rückstellungen 4.207.138,21 3.653
4.499.015,53 3.885
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.352.185,98 8.102
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.351.431,07 885
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.701.443,64 3.770
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 53.539,49 189
5. Sonstige Verbindlichkeiten 901.412,41 144
davon aus Steuern: EUR 901.412,41 (Vorjahr: TEUR 138)
15.360.012,59 13.090
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.546.457,93 2.066
25.080.990,86 22.463

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023
EUR
Vorjahr
TEUR
1. Umsatzerlöse 49.498.385,25 45.957
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.331.863,53 261
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 5.485.904,08 3.521
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 6.510.244,69 6.864
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 18.054.149,84 17.737
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.113.171,75 3.692
davon für Altersversorgung: EUR 716.360,55 (Vorjahr: TEUR 575)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 4.484.107,46 4.289
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 11.400.687,28 9.169
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 249.205,54 127
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 279.566,22 339
9. Ergebnis nach Steuern 253.211,92 480
10. Sonstige Steuern 0,00 0
11. Jahresüberschuss 253.211,92 480

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Hinweise

Die Lecos GmbH mit Sitz in Leipzig wird beim Amtsgericht Leipzig unter der Nummer HRB 17608 des Amtsgerichtes Leipzig geführt.

Der vorliegende Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrags nach den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der Jahresabschluss wurde vor Ergebnisverwendung aufgestellt.

2. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Die im Vorjahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten. Im Einzelnen wurde wie folgt bewertet:

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände, einschließlich der geringwertigen immateriellen Vermögensgegenstände, werden linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer gemäß allgemeiner AfA-Tabelle abgeschrieben. Für Zugänge des materiellen Anlagevermögens des Geschäftsjahres 2023 werden die planmäßigen Abschreibungen im Rahmen der handelsrechtlichen Vorschriften unter Beachtung der jeweiligen Nutzungsdauer gemäß allgemeiner AfA-Tabelle gebildet.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vornahme der Abschreibungen erfolgt linear unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer gemäß allgemeiner AfA-Tabelle.

Geringwertige materielle Anlagegüter und Software mit einem Einzelanschaffungswert von bis von bis zu EUR 250,00 werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Waren sind zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Anschaffungskosten werden einzeln für die jeweiligen Vermögensgegenstände anhand den Eingangsrechnungen ermittelt. Wertminderungen werden erfasst, soweit ein gesunkener Einkaufspreis vorliegt, oder die Verwendbarkeit einzelner Gegenstände voraussichtlich eingeschränkt ist.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen Gesellschafter, Forderungen gegen verbundene Unternehmen, Forderungen gegen Unternehmen, mit denen Beteiligungsverhältnis besteht, und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten unter Berücksichtigung aller erkennbaren Einzelrisiken sowie des allgemeinen Forderungsrisikos bewertet.

Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.

Latente Steuern werden für sich in folgenden Geschäftsjahren voraussichtlich abbauende Unterschiede, im Wesentlichen der sonstigen Rückstellungen, zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen unter Anwendung des ortsüblichen Steuersatzes ermittelt. Zusätzlich werden - soweit vorhanden - auch steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt, wenn mit deren Nutzung in den folgenden fünf Jahren gerechnet werden kann. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive Latenz angesetzt.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen werden für alle am Abschlussstichtag erkennbaren Risiken nach kaufmännischen Gesichtspunkten gebildet und mit dem voraussichtlich notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Rückstellungen mit einer Laufzeit länger als ein Jahr werden mit abgezinsten Erfüllungsbeträgen (Nettomethode) passiviert.

Die Ermittlung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt nach den Grundsätzen der IDW-Stellungnahme zur Rechnungslegung "Bilanzierung von Altersteilzeitleistungen" (IDW RS HFA 3) unter Anwendung der HEUBECK Richttafeln 2018 G. Bei der Bewertung der Altersteilzeitverpflichtungen wurde der 7-Jahres-Durchschnittszins zugrunde gelegt.

Die Bewertung der Rückstellung für Altersteilzeit zum 31. Dezember 2023 (TEUR 548) erfolgte auf Grundlage der folgenden Parameter:

Zins (Deutsche Bundesbank, durchschnittlicher Zinssatz der vergangenen 7 Geschäftsjahre,15 Jahre Laufzeit) 1,74 % p.a.
Gehaltstrend 1,50 % p.a.
Fluktuation 5,82 %

Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB-Gebrauch, wonach Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzins abgezinst werden, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (mittlere Duration).

Bei der Ermittlung der Jubiläumsrückstellung (TEUR 45) ist ein Zinssatz von 1,74 % (7-Jahres-Durchschnitt; 15 Jahre Laufzeit) zum Ansatz gekommen.

Bei der Ermittlung der Rückstellung für Rückbauverpflichtungen (TEUR 347) ist ein Zinssatz von 1,75 % (7-Jahres-Durchschnitt; 16 Jahre Laufzeit) zum Ansatz gekommen.

Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.

3. Angaben und Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Eine von den historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der einzelnen Bilanzposten des Anlagevermögens einschließlich der Abschreibungen des Geschäftsjahres wird im Anlagenspiegel in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Forderungen

Die Forderungen gegen Gesellschafter TEUR 7.471 (Vj.: TEUR 6.482) sowie Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht TEUR 296 (Vj.: TEUR 249) resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren wie im Vorjahr aus Lieferungen und Leistungen und belaufen sich auf TEUR 196 (Vj.: TEUR 247). Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Laufzeit bis zu einem Jahr.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 200 und ist voll eingezahlt.

Sonstige Rückstellungen

Der Posten "Sonstige Rückstellungen" enthält Rückstellungen für Aufwendungen bezüglich Altersteilzeit (TEUR 548), Inflationsausgleichsprämie (TEUR 265), ausstehende Rechnungen (TEUR 258), Erfolgsbeteiligung/Leistungszulage (TEUR 904), Mehrarbeit und Überstunden (TEUR 569), Urlaubsansprüche (TEUR 210), Archivierung (TEUR 36), Rückbauverpflichtungen (TEUR 347), Beitrag an die Berufsgenossenschaft (TEUR 100), Jubiläen (TEUR 45), Jahresabschlusskosten (TEUR 18), Betriebskostenabrechnungen (TEUR 236) und Vertragsrisiken (TEUR 670).

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind zugleich Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern, davon aus Lieferungen und Leistungen TEUR 54 (Vj.: TEUR 189).

Die Laufzeiten sind wie folgt:

Bezeichnung EUR bis 1 Jahr
EUR
über 1 Jahr
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.352.185,98 € 3.411.027,21 € 6.941.158,77 €
Im Vorjahr 8.101.503,84 € 4.304.829,27 € 3.796.674,57 €
Erhaltene Anzahlungen 1.351.431,07 € 1.351.431,07 € - €
Im Vorjahr 885.614,18 € 885.614,18 € - €
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.701.443,64 € 2.701.443,64 € - €
Im Vorjahr 3.770.466,03 € 3.770.466,03 € - €
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 53.539,49 € 53.539,49 € - €
Im Vorjahr 188.939,48 € 188.939,48 € - €
Sonstige Verbindlichkeiten 901.412,41 € 901.412,41 € - €
Im Vorjahr 143.853,31 € 143.853,31 € - €
15.360.012,59 € 8.418.853,82 € 6.941.158,77 €
Im Vorjahr 13.090.376,84 € 9.293.702,27 € 3.796.674,57 €

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

Zum Bilanzstichtag bestehen folgende Avale:

Bewilligter Betrag
TEUR
Saldo
TEUR
Mietbürgschaften 200 200

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 901 (Vj.: TEUR 144).

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden ausschließlich im Inland erzielt und setzen sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt zusammen:

Endbenutzerbetreuung 26,69 %
Anwendungsentwicklungs-/-Betreuungsleistungen und Beratungsleistungen 26,00 %
Basisinfrastruktur 25,01 %
sonstiges 6,50 %
Druckdienstleistungen 6,24 %
Telekommunikation 4,12 %
Lotus Notes/Mailuser 2,41 %
Speicherkapazität, Applikationsserver 1,80 %
Beratung 1,24 %

Im Geschäftsjahr 2023 sind periodenfremde Umsätze für Abrechnungen an Kunden für die Erbringung von Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.293 entstanden.

Sonstige betriebliche Erträge

Erträge resultieren aus übrigen sonstigen betrieblichen Erträgen (TEUR 1.332; davon TEUR 861 aus Sale-and-Leaseback Verträgen), Zuschüsse für Personaleinstellungen (TEUR 41), der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 203), aus sonstigen periodenfremden Erträgen (TEUR 43) und Erlösen bei Anlagenverkauf (TEUR 37).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Im Geschäftsjahr 2023 sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 263 entstanden. Diese betreffen im Wesentlichen Nachberechnungen von Lieferanten für Dienstleistungen (TEUR 265).

Zinsaufwand

Die Zinsaufwendungen bestehen aus den Zinsen für Darlehen TEUR 249 (Vj.: TEUR 127).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Für das Geschäftsjahr 2023 entfallen im Wesentlichen TEUR 164 auf Gewerbesteuer, TEUR 109 auf Körperschaftsteuer und TEUR 6 auf Solidaritätszuschlag zur Körperschaftsteuer.

4. Sonstige Angaben

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Die Gesellschaft hat folgende Geschäfte abgeschlossen, deren Angabe für die Beurteilung der Finanzlage notwendig ist:

Die Gesellschaft hat zum 1. Januar 2022 einen Mietvertrag über die Räumlichkeiten in Leipzig mit einer Belastung von TEUR 866 p.a. abgeschlossen. Dieser Vertrag löst den bisherigen Vertrag mit Unterzeichnung ab. Der Vertrag läuft noch 15 Jahre, sodass sich die Gesamtbelastung kumuliert auf ca. Mio. EUR 13,4.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Über die in der Bilanz ausgewiesenen Schuldposten hinaus bestehen langfristige sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sowie sonstigen Verträgen mit folgenden geschätzten Belastungen:

Art der finanziellen Verpflichtungen 1. Jahr
TEUR
2. bis 5. Jahr
TEUR
> 5. Jahr
TEUR
Miete/Leasing 957 1.375 0
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 198 0 0
Wartungsverträge 2.349 1.516 0
Sonstige Dienstleistungen 3.421 6.165 280
6.727 9.056 280

Das Bestellobligo für Investitionen in das Anlagevermögen beläuft sich zum Stichtag auf TEUR 538.

Anzahl der Beschäftigten

Im Geschäftsjahr 2023 waren einschließlich der Auszubildenden durchschnittlich 301 Personen, ohne Auszubildende 287 (Vj.: 265, ohne Auszubildende: 250) beschäftigt. Die Zusammensetzung der Beschäftigten nach Unternehmensbereichen stellt sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt dar:

31.12.2023
Geschäftsführung 2
Produktion 262
Unternehmensservice 23
Gesamt ohne Auszubildende 287
Auszubildende 14
Gesamt mit Auszubildenden 301

Angaben zu den Organen der Gesellschaft

Die Geschäftsführung wurde im abgelaufenen Zeitraum gemeinsam durch Herrn Peter Kühne und Herrn Sebastian Rauer wahrgenommen.

Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung für 2023 erfolgt freiwillig auf Basis des Leipziger Corporate Governance Kodex, Teil III, Tz. 8.2.6.

Name festes Jahresgrundgehalt Erfolgsabhängiger Vergütungsbestandteil Geldwerter Dienstwagenvorteil Gesamtvergütung
Kühne, Peter TEUR 117 TEUR 30 TEUR 6 TEUR 151
Rauer, Sebastian TEUR 110 TEUR 19 TEUR 5 TEUR 131
Name Art der Altersversorgung Beitragsaufwand für die Altersversorgung
Kühne, Peter Unterstützungskasse TEUR 22
Rauer, Sebastian TEUR 0

Erläuterung(en):

Der erfolgsabhängige Vergütungsbestandteil beinhaltet Zahlungen für das Geschäftsjahr 2022. Der geldwerte Vorteil für die Dienstwagen betrug im Geschäftsjahr TEUR 6 bzw. TEUR 5 und ist den Angaben in der Tabelle zu entnehmen.

Dem Aufsichtsrat der Gesellschaft gehörten im Berichtsjahr folgende Personen an:

Herr Ulrich Hörning Bürgermeister und Beigeordneter für Allgemeine Verwaltung der Stadt Leipzig
Aufsichtsratsvorsitzender
Herr Ingo Sasama Gastwirt
stellvertretender Aufsichtsrats-
vorsitzender
Herr Andreas Dunkel Finanzamt Leipzig II/Finanzbeamter
Herr Falk Dossin CDU-Fraktion, Stadtrat, Stadt Leipzig/Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Leipzig
Herr Marius Beyer AfD-Fraktion, Stadtrat, Stadt Leipzig/Wahlkreisbüro MdB Christoph Neumann, Auszubildender
Frau Anja Feichtinger SPD-Fraktion, Stadträtin, Stadt Leipzig/VNG AG/
Assistentin der Geschäftsführung
Herr Maik Kunze Zweckverband KISA, Bürgermeister, Groitzsch

Es wurden für die Aufsichtsratsvergütungen und das Sitzungsgeld EUR 13.750 im Geschäftsjahr 2023 aufgewendet. Die Vergütung und Sitzungsgeld wird freiwillig gemäß dem Leipziger Corporate Governance Kodex, Teil III, Tz. 7.6.2 individualisiert für jedes Mitglied angegeben.

Name Summe der Vergütung & Sitzungsgeld
Ulrich Hörning 2.000,00 EUR
Ingo Sasama 1.750,00 EUR
Andreas Dunkel 2.000,00 EUR
Falk Dossin 2.000,00 EUR
Marius Beyer 2.000,00 EUR
Anja Feichtinger 2.000,00 EUR
Maik Kunze 2.000,00 EUR
Summe 13.750,00 EUR

Honorar des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers betrifft nur Abschlussprüfungsleistungen und beträgt TEUR 22.

Verbundene Unternehmen

Zum Kreis der verbundenen Unternehmen zählen die kommunalen Unternehmen und Eigenbetriebe der Gesellschafter Stadt Leipzig und KISA.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von TEUR 253 sowie den Gewinnvortrag zu 100 % auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Nach dem 31. Dezember 2023 bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses fielen keine berichtspflichtigen Vorgänge an.

Die Lecos GmbH mit Sitz in Leipzig, ist beim Amtsgericht Leipzig, HRB 17608 registriert. Der Jahresabschluss ist am Sitz der Gesellschaft einsehbar und wird im Unternehmensregister veröffentlicht.

 

Leipzig, den 28. März 2024

Peter Kühne, Geschäftsführer

Sebastian Rauer, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 zum 31.12.2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 11.589.550,60 702.400,98 0,00 0,00 12.291.951,58
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 34.599.020,17 6.216.899,16 -2.671.072,60 0,00 38.144.846,73
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 236.215,87 899.932,22 -424.006,20 0,00 712.141,89
34.835.236,04 7.116.831,38 -3.095.078,80 0,00 38.856.988,62
46.424.786,64 7.819.232,36 -3.095.078,80 0,00 51.148.940,20
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 5.000,00 0,00 0,00 0,00 5.000,00
Finanzbeteiligung Komm24 GmbH 25.000,00 0,00 0,00 0,00 25.000,00
govDigital 110.000,00 0,00 0,00 0,00 110.000,00
140.000,00 0,00 0,00 0,00 140.000,00
46.564.786,64 7.819.232,36 -3.095.078,80 0,00 51.288.940,20
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023
EUR
Kumulierte Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software -10.737.119,01 -516.396,11 0,00 0,00 -11.253.515,12
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -26.582.537,34 -3.967.711,35 2.076.546,71 0,00 -28.473.701,98
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
-26.582.537,34 -3.967.711,35 2.076.546,71 0,00 -28.473.701,98
-37.319.656,35 -4.484.107,46 2.076.546,71 0,00 -39.727.217,10
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Finanzbeteiligung Komm24 GmbH 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
govDigital 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
-37.319.656,35 -4.484.107,46 2.076.546,71 0,00 -39.727.217,10
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 1.038.436,46 852.431,59
Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.671.144,75 8.016.482,83
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 712.141,89 236.215,87
10.383.286,64 8.252.698,70
11.421.723,10
Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 5.000,00 5.000,00
Finanzbeteiligung Komm24 GmbH 25.000,00 25.000,00
govDigital 110.000,00 110.000,00
140.000,00 140.000,00
11.561.723,10 9.245.130,29

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Lecos GmbH, Leipzig

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Lecos GmbH, Leipzig, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lecos GmbH, Leipzig, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, den 28. März 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christian Schwarz, Wirtschaftsprüfer

Victoria Elwerr, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2023 wurde mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 20. Juni 2024 festgestellt.

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