S & D Service und Distribution GmbH

Bischofstraße 113, 47809 Krefeld, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Krefeld HRB 12108
Eingetragen
19.9.2008
Branche
Herstellung von Elektrizitätsverteilungs- und -schalteinrichtungenGroßhandel mit elektronischen Bauteilen und TelekommunikationsgerätenElektrizitätsverteilung
Gegenstand
der Vertrieb von Schalt- und Steuergeräten sowie elektrischer und elektronischer Kompenenten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Emsut Mahmutovic
seit 8.1.2025
Geschäftsführer
Christian Niessen
seit 9.9.2019
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
McNaughton-McKay Electric CompanyUSA
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Mc-Mc GmbH
Germany
51.250 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

S&D Service und Distribution GmbH

Krefeld

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Gliederung

I. Grundlagen des Unternehmens
1. Geschäftsmodell des Unternehmens
II. Wirtschaftsbericht
1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen
2. Geschäftsverlauf und Lage
a.) Ertragslage
b.) Vermögens- und Finanzlage
3. Finanzielle Leistungsindikatoren
4. Gesamtaussage
III. Vertriebs-Standorte
IV. Prognosebericht
V. Chancen- und Risikobericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die S&D GmbH ist eine Vertriebsorganisation, welche auf die kommerzielle Vermarktungund die fachliche Unterstützung von Automatisierungs-Lösungen im deutschen Markt ausgerichtet ist. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Krefeld arbeitet dabei mit mehreren Herstellern zusammen, wobei unser Schwerpunkt auf Produkten von Rockwell Automation liegt. Dieser Partner ist einer der globalen Weltmarktführer in der Automatisierungstechnik.
Über die enge Kooperation mit Rockwell Automation haben wir und unsere Kunden Zugang zu den neuesten Technologien und Lösungen welche im globalen Automatisierungsmarkt eingesetzt werden.

Unsere US-Mutterorganisation McNaughton-McKay ist weltweiter Vertriebspartner von Rockwell Automation und vertritt ca. 300 weitere namhafte Hersteller in den USA. Der Zugang zu diesen Firmen über unsere Mutterorganisation ermöglicht es uns, zusätzlich zu unserem  fachlichen Vertriebsansatz auch Beschaffungs-Dienstleistungen für nordamerikanische Produkte anzubieten, welchen in Europa nicht oder nur sehr eingeschränkt verfügbar sind.

Über ein bundesweit flächendeckendes Vertriebsnetz betreuen wir global ausgerichtete Anlagen- und Maschinenbauer und deren Dienstleistungs-Partnern. Der Schwerpunkt in der Zusammenarbeit mit diesen Kunden liegt dabei auf der Entwicklung von Lösungen für den internationalen insbesondere den nordamerikanischen Markt und auf der Beschaffung von dazu notwendigen Produkten. Unser technisches Team unterstützt die Kunden dabei von der Produktausauswahl bis zum Einsatz der Komponenten in den Maschinen und Anlagen.

Durch Übernahme der Schweizer DDS Netcom AG im vorherigen Geschäftsjahr durch unsere Mutterorganisation haben wir fachlichen Zugang zu Netzwerk- und CyberSecurity-Lösungen erhalten.
Diese Verbindung ermöglicht es uns, fachliches und anwendungsbezogenes Know-how zu transferieren und darüber unser Leistungsspektrum zu erweitern. Wir arbeiten am Aufbau eines zusätzlichen Geschäftsbereichs, welcher unser Leistungsspektrum ergänzen soll und uns dadurch Zugang zu einer breiteren Kundenbasis ermöglicht.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die S&D ist ein seit 1996 bestehendes Unternehmen und arbeitet im deutschen Markt in enger Kooperation mit Rockwell Automation Unser Anteil an deren Geschäft und unsere weiteren Geschäftsfelder repräsentieren einen Marktanteil von ca. 1% des deutschen Automatisierungsmarktes. Bedingt durch den hohen Anteil dieses Lieferanten an unserem Gesamtumsatz besteht eine hohe und gegenseitige Abhängigkeit der Partner.

Durch unsere Ausrichtung auf globales und nordamerikanisches Geschäft sind wir abhängig von geographischen Konjunkturverläufen. Diese sind jedoch bedingt durch die diversifizierten Märkte, welche unsere Kunden bedienen im Vergleich zu lokalen Wettbewerbern geringer. Statista prognostiziert für die kommenden 5 Jahre ein durchschnittliches Wachstum von 2% des US-amerikanischen Bruttoinlandsproduktes. Aktuelle Daten der DZ Bank und der FuW zeigen eine Entwicklung des BIP welche im Bereich von 0,3 % liegt. (am 15.11.2024 erneut geprüft)
Da unsere Kunden von der globalen und US-Konjunktur abhängig sind leiten wir aus diesen Daten eine solide Wachstumsbasis für 2023 und einen eventuellen Rückgang für 2024 ab.

Bezogen auf die Beschaffungs-Dienstleistungen für nordamerikanische Produkte welche wir europäischen Kunden anbieten, gibt es keinen bedeutenden Wettbewerber.
Diese Tatsache resultiert aus der Firmengröße unseres US-Mutterkonzerns, welcher einen Umsatz von über 2 Mrd. USD p.a. mit ca. 300 Lieferanten erzielt.

Unser US-Mutterkonzern betreut von deren Stammsitz in Detroit aus nahezu alle großen nordamerikanischen Automobilhersteller. Wir unterstützen dieses zyklische Geschäft durch die Beschaffung und Lieferung von projektspezifischen Komponenten an deutsche Maschinen- und Anlagenbauer und sehen darin ein Alleinstellungsmerkmal im deutschen Markt.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Sowohl in unseren Verkaufsgebieten als auch in unserem US-Importgeschäft konnten wir 2023 zweistellige Zuwachsraten erzielen.

Der prozentuale Anstieg des Gewinns resultiert auch aus der im Jahr 2023 anhaltenden Supply-Chain Situation, die durch die Knappheit der Produkte aufrecht geblieben ist. Bedingt durch die Lieferketten- Problematik erfolgten seitens unserer Kunden 2023 weiterhin zunehmende Deckungskäufe für deren eigene Lager. Diese führten durch kurzfristige Lieferungen von verfügbaren Produkten zu einer weiteren Steigerung des Umsatzes.

Unser Team welches für den Vertrieb der US-Produkte und u.a. auch für die Gewinnung von Neukunden verantwortlich ist, konnte zusammen mit einem lokalen Lieferanten weiterhin Projekte gewinnen, die zur Umsatzsteigerung beigetragen haben.

a.) Ertragslage

Geschäftsjahr (Darstellung wesentlicher Positionen inT€)
2023
2022

Veränderung
Veränderung in %
Rohergebnis
14.780
11.300
3.480
30,7
Personalaufwand
-5.062
-5.571
509
-9,1
Sonstige betriebliche Aufwendungen
-1.988
-2.013
25
-1,2
Jahresgewinn vor Gewinnabführung
7.127
3.337
3.790
114



Das Rohergebnis ist im Einklang mit der positiven Konjunktur sowie der guten Zusammenarbeit unserer Schlüsselkunden, wie bereits weiter oben ausgeführt um 30,7 % auf 14.780 T€ gestiegen. Neben der konjunkturell hohen Nachfrage haben sich ebenfalls positiv auf die Entwicklung des Rohergebnis die Gewinnung neuer Kunden in unseren Vertriebsgebieten und der Transfer eines Großkunden von unserem Partner an unseren Vertrieb ausgewirkt.
Der Personalaufwand ist um 9,1 % im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Ursächlich hierfür sind bei nahezu gleichbleibender Mitarbeiterzahl Veränderungen in der Mitarbeiterstruktur sowie Einmaleffekten aus dem Geschäftsjahr 2022.

Sonstige betriebliche Aufwendungen sind durch geringere Aufwendungen wie z.B. niedrigere Fahrzeugkosten, durch rückläufige Spritpreise sowie geringere Werbe- und Reisekosten um 25 T€ gesunken.

Der Jahresgewinn vor Gewinnabführung hat sich aufgrund der vorgenannten Erläuterungen um 114 % erhöht.

b.) Vermögens- und Finanzlage:

Vermögens- und Finanzlage (Darstellung wesentlicher Positionen inT€)
2023
2022
Veränderung
Veränderung in %
Vorräte
12.869
9.538
3331
34,9
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
3.611
3.887
-276
-7,1
Liquide Mittel
2.524
1.513
1011
66,8
Verbindlichkeiten
16.292
12.205
4087
33,5


Ausgelöst durch den Chip- und Komponentenmangel und den daraus resultierenden kundenseitigen Vorbestellungen stiegen unsere Vorräte zum Bilanzstichtag um 34.9% gegenüber dem Vorjahr.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände fielen marginal um -276 T€.
Die Verbindlichkeiten erhöhten sich um 33,5 %. Ursächlich waren hierbei insbesondere durch die Ergebnisabführung gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (+ 5.032 T€). Weiterhin konnten wir rückläufige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistung in Höhe von (-945 T€) verzeichnen.

Unsere kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und das Warenlager gedeckt. Wir nehmen keine Bankenfinanzierung in Anspruch sondern finanzieren uns aus dem operativen Cash-Flow und über Darlehen von unserer Muttergesellschaft.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Unser wesentlicher finanzieller Leistungsindikator mit dem wir das Unternehmen steuern ist das Rohergebnis welches wir gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 prozentual zweistellig verbessern konnten. Das Rohergebnis 2023 entwickelte sich somit entsprechend der Erwartungen.

4. Gesamtaussage

Auf Grund der vorgenannten Erläuterungen schätzen wir unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als gut ein.

Unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist erfreulich.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei allen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren.

III. Vertriebs-Standorte

Unser Unternehmen verfügt neben dem Hauptsitz in Krefeld unverändert über zwei inländische Vertriebs-Standorte in
·  Pliezhausen / Stuttgart und ·  Leipzig / Thüringen
In unserer Niederlassung in Pliezhausen arbeitet ein Teil unseres Innendienst-Teams und teilzeitlich auch unsere Geschäftsleitung. Gemeinsam mit unserem Partner Rockwell Automation führen wir in dieser Niederlassung auch Kundenschulungen, Seminare und Vertriebstreffen durch.

In unserer Niederlassung in Leipzig arbeitet unser Vertriebsteam eng mit den Kollegen unseres Partners Rockwell Automation zusammen. Bedingt durch die Komplexität von Schlüsselkunden in Verbindung mit unserer geringen geografischen Präsenz in der Region haben wir uns für diese Lösung entschieden.

Unser kommerzieller und technischer Vertrieb arbeitet von deren lokalen Standorten aus. Wir beschäftigen zum Stichtag außerhalb von Krefeld 29 Mitarbeiter und in Summe 53 Mitarbeiter (52 im Vorjahr).

IV. Prognosebericht

Die weitere Entwicklung der Automatisierungs-Branche und der darin arbeitenden Unternehmen sehen wir als sehr solide an, wobei die weitere Entwicklung des globalen Marktes immer noch stark durch die momentanen Beschaffungsthemen geprägt ist. Durch unsere globale bzw. nordamerikanische Ausrichtung sehen wir eine gegenüber anderen Märkten verbesserte Stabilität unseres Geschäfts.

Statista prognostiziert für die kommenden 5 Jahre ein durchschnittliches Wachstum von 2% des US-amerikanischen Bruttoinlandsproduktes. Aktuelle Daten der DZ Bank und der FuW zeigen eine Entwicklung des BIP, welche im Bereich von 0,3 % liegt. Auf der Basis der o.g. Annahme und Daten bezogen auf die bereits durch unsere Kunden getätigten Deckungskäufe im Jahr 2023 und resultierend aus der vorläufigen Entwicklung bis November 2024 erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 einen deutlichen Rückgang des Rohergebnis.

Bedingt durch die sich etwas eintrübende Konjunktur in Verbindung mit weiter reservierten Investitionen im Maschinenbau erwarten wir für 2025 ein rückläufiges Rohergebnis ungefähr auf dem Niveau von 2022.

Durch die stetige Verbesserung auf dem Beschaffungsmarkt und die dadurch verbesserte Verfügbarkeit der Produkte leiten wir eine deutliche Reduzierung unseres Lagerbestands ab, bei weiterhin sehr guter Verfügbarkeit der Produkte für unsere Kunden. Diese Reduktion wird sich mittelfristig in positiver Form auf unseren Cash-Flow auswirken.

Stark steigende Marktpreise werden in Verbindung mit konservativem Personaleinsatz und gleichzeitiger Optimierung unserer Warenwirtschaft kurz- und mittelfristig zu einer deutlichen Erhöhung unserer Erträge und unseres Geschäftsergebnisses führen.

Durch ein optimiertes Kostenmanagement erwarten wir für das Betriebsergebnis durchgehend eine leicht positivere Entwicklung als im Rohergebnis
V. Chancen- und Risikobericht

Der wachsende Arbeits- und Fachkräftemangel in den führenden Industrienationen und die Forderung zur Vermeidung von menschlicher Schwerstarbeit wird auch zukünftig weitere Investitionen in Automatisierungslösungen fordern und damit zu der Stabilität dieses globalen Marktsegments beitragen.

Die Verzahnung der Automatisierungs- mit der Kommunikationsebene (Industrie 4.0)
und die damit verbundene Datenerfassung führt zu einem erheblichen Markt- und Synergiepotential bei der Verzahnung der technischen Lösungen. Sichere Zugriffe auf Maschinen und Anlagen durch IT-Systeme werden inzwischen vom Gesetzgeber eingefordert. Da aus den uns bekannten Lösungen noch kein einheitlicher Ansatz für die Maschinenebene ableitbar ist, sehen wir hier ein hohes Marktpotential.

Aufgrund unserer Reputation und Präsenz im Automatisierungsmarkt sehen wir gute Chancen, zusätzliche Aufträge in diesem Marktsegment zu akquirieren und darüber unser geplantes Umsatzwachstum mehr als zu erfüllen.
Aus den aktuellen Beschaffungsthemen und den damit verbundenen Deckungskäufen unserer Kunden ist eine Überhitzung des Beschaffungsmarktes abzuleiten. Diese wird mittelfristig zu Korrekturen von Lagerbeständen und im Cash-Flow führen, was sich dann direkt auf das Bestellverhalten der Kunden auswirken wird. Wir gehen davon aus, dass wir gegen Ende der momentanen Beschaffungskrise reduzierte Auftragseingänge und auch einen temporären Rückgang der Kundenlieferungen zu behandeln haben.

Um der Marktsituation gerecht zu werden, führen wir umfangreiche Bonitätsbeurteilungen im Neukundengeschäft sowie ein laufendes Reporting unserer Stammkunden durch.
Damit stellen wir ein deutlich reduziertes Risiko bezogen auf Forderungsausfälle und Bonitätsprobleme der Kunden sicher.

Die Beschaffungsgeschäfte über unsere nordamerikanische Mutterorganisation werden in USD abgewickelt. Währungsrisiken werden von uns durch Zahlungskontingente in der Fremdwährung abgesichert.

Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir keine Risiken, die unsere Entwicklung beeinträchtigen oder unseren Bestand gefährden.

Durch die Trennung von strategischen und operativen Einkaufsfunktionen bei unseren Kunden ist unser Geschäftsansatz bezogen auf Beschaffungsdienstleistungen sehr kundenorientiert ausgerichtet. Die projektorientierte Arbeitsweise unseres Partners Rockwell Automation ergänzend, sehen wir in diesem Ansatz und Geschäftsmodell zusätzliches Umsatzpotential.

Die Übernahme der Schweizer DDS Netcom AG durch unsere Mutterorganisation war eine Investition, die uns den Aufbau eines zusätzlichen Geschäftsbereichs ermöglicht. Der fachliche Zugang zu Netzwerk- und CyberSecurity-Lösungen ermöglicht uns mittel- und langfristig eine weitere Diversifizierung des Unternehmens.

Unseren Mitarbeiterstamm werden wir operativ und vertrieblich in Abhängigkeit vom Umsatzwachstum erweitern. Ergänzend dazu planen wir Personalinvestitionen um zukünftige und strategische Aufgaben auszuführen. Wir sehen das personelle Risiko bei der Rekrutierung bzw. bewegen uns in einem Arbeitsmarkt, welcher uns ggf. nicht genügend qualifiziertes Personal anbietet, um das zukünftige Wachstum abzusichern. Durch unser Angebot an flexiblen Arbeitszeitmodellen wollen wir unsere Attraktivität als Arbeitgeber steigern, um diesem Risiko zu begegnen.

 

Krefeld, den 18. Dezember 2024

gez. Matthias Kistler

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 184.158,70 103.964,50
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 84.272,20 2,00
II. Sachanlagen 99.886,50 103.962,50
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 99.886,50 103.962,50
B. Umlaufvermögen 19.003.416,71 14.936.916,61
I. Vorräte 12.868.613,87 9.537.648,50
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.611.297,75 3.886.562,63
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.938,25 0,00
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.608.359,50 3.886.562,63
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 28.386,44 14.283,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.523.505,09 1.512.705,48
C. Rechnungsabgrenzungsposten 32.270,57 31.669,46
Summe Aktiva 19.219.845,98 15.072.550,57

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 2.320.949,16 2.320.949,16
I. Gezeichnetes Kapital 52.250,00 52.250,00
II. Kapitalrücklage 11.500,00 11.500,00
III. Bilanzgewinn 2.257.199,16 2.257.199,16
davon Gewinnvortrag 2.257.199,16 2.257.199,16
B. Rückstellungen 606.850,00 546.350,00
C. Verbindlichkeiten 16.292.046,82 12.205.251,41
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.583,39 3.847,86
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.583,39 3.847,86
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 15.050.235,55 10.018.087,24
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 15.050.235,55 10.018.087,24
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.238.227,88 2.183.316,31
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.238.227,88 1.908.316,31
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 275.000,00
Summe Passiva 19.219.845,98 15.072.550,57

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 14.780.089,63 11.299.954,82
2. Personalaufwand 5.061.709,72 5.570.733,93
a) Löhne und Gehälter 4.290.516,11 4.862.093,64
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 771.193,61 708.640,29
davon für Altersversorgung 15.060,54 14.916,48
3. Abschreibungen 67.494,15 58.864,81
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 67.494,15 58.864,81
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.042.708,27 2.012.773,85
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 46.639,56 40.416,06
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.401,77 230,58
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 474.640,97 312.324,88
davon an verbundene Unternehmen 474.474,97 312.211,51
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 166,00 113,00
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 833,36 31,79
8. Ergebnis nach Steuern 7.136.104,93 3.345.456,14
9. sonstige Steuern 9.560,00 8.790,00
10. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 7.126.544,93 3.336.666,14
11. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.257.199,16 2.257.199,16
13. Bilanzgewinn 2.257.199,16 2.257.199,16

Anhang

 I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Die Gesellschaft ist im Handelsregister wie folgt eingetragen:

Firma:
S&D Service und Distribution GmbH
Sitz:
Krefeld
Registergericht:
Krefeld
Register-Nummer:
HRB 12108



Die S&D Service und Distribution GmbH hat am 26. November 2012 mit der 100%igen Muttergesellschaft, der Mc-Mc GmbH, Pliezhausen einen Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen. Die Gesellschafterversammlung hat dem Abschluss des Ergebnisabführungsvertrags am 26. November 2012 zugestimmt. Die Eintragung im Handelsregister ist am 04.01.2023 erfolgt, der Vertrag ist ab 01.01.2013 wirksam. Der Vertrag beinhaltet auch die Übernahme eines Jahresfehlbetrags.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

 1.  Allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorhergehenden Geschäftsjahres überein, so dass die Bilanzkontinuität gewahrt wurde.

Bei der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wird von der Fortführung der Unternehmertätigkeit ausgegangen. Dem stehen auch tatsächliche und rechtliche Gegeben­heiten nicht entgegen, soweit dies bei Bilanzerstellung ersichtlich war.

Die Aktiv- und Passivposten sind zum Abschlussstichtag einzeln bewertet worden.

Die Bewertung erfolgte unter Beachtung kaufmännischer Vorsichtsprinzipien. Insbesondere sind alle erkennbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, be­rücksichtigt. Gewinne sind berücksichtigt worden, soweit sie am Abschlussstichtag realisiert waren.

 2.  Aktiva

Die immateriellen Vermögensgegenstände (soweit entgeltlich erworben) sowie die Sach­anlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bewertet.

Die Abschreibungen werden - soweit es steuerlich zulässig ist und dem tatsächlichen Werteverzehr entspricht - degressiv vorgenommen. Der Übergang auf die lineare Abschreibungsmethode erfolgt, sobald diese zu höheren Abschreibungen führt.

Im Zugangsjahr wird die Abschreibung zeitanteilig angesetzt.

Die angewendeten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern betragen:

- Software 1 bis 3 Jahre
- Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre

Für die Geringwertigen Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens werden aufgrund der untergeordneten Bedeutung die Vereinfachungsregelungen des § 6 Abs. 2 EStG auch für den handelsrechtlichen Jahresabschluss in Anspruch genommen.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. dem zum Stichtag niedrigeren beizulegenden Wert.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nominalwerten ange­setzt. Alle erkennbaren Risiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung angemessen Rechnung getragen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit den Nominalwerten angesetzt.

Kurzfristige Forderungen und Guthaben in ausländischer Währung werden mit dem Devisenkassa­mittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet.

 3.  Passiva

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Ver­bind­lich­keiten gemäß § 249 Abs. 1 HGB. Sie sind mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.
Kurzfristige Verbindlichkeiten in ausländischer Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet.

 III. Erläuterungen zur Bilanz und GuV

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich.

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Euro 0,00 (Vorjahr Euro 0,00) solche aus Lieferungen und Leistungen und Euro 0,00 (Vorjahr Euro 0,00) solche gegen Gesellschafter.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden Forderungen mit einer Restlaufzeit über einem Jahr i.H.v. T€ 28 (Vorjahr T€ 14) ausgewiesen.

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:

· für Prämien an Arbeitnehmer T€ 227 (Vorjahr T€ 160)
· Urlaubsverpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern T€ 48 (Vorjahr T€ 76)
· Provisionen an Arbeitnehmer für Dezember T€ 59 (Vorjahr T€ 57)
· Gutschriften an Kunden T€ 80 (Vorjahr T€ 70)
· für bezogene, aber nicht abgerechnete Leistungen T€ 62 (Vorjahr T€ 63)

Verbindlichkeitenspiegel

   Art der
Gesamt-

davon Restlaufzeit
mehr als 5
   Verbindlichkeit
betrag
bis zu 1 Jahr

größer 1 Jahr

Jahre

Euro
Euro

Euro

Euro
gegenüber






Kreditinstituten
3.583,39
3.583,39

0,00

0,00
Vorjahr
(3.847,86)
(3.847,86)

(0,00)

(0,00)
aus Lieferungen






und Leistungen
731.991,50
731.991,50

0,00

0,00
Vorjahr
(1.427.542,33)
(1.427.542,33)

(0,00)

(0,00)
gegenüber ver-






bundenen Unter-






nehmen
15.050.235,55
15.050.235,55

0,00

0,00
Vorjahr
(10.018.087,24)
(10.018.087,24)

(0,00)

(0,00)
sonstige






Verbindlichkeiten
506.236,38
506.236,38

0,00

0,00
Vorjahr
(755.773,98)
(480.773,98)

(275.000,00)

(0,00)
Summe
16.292.046,82
16.292.046,82

0,00

0,00
Vorjahr
(12.205.251,41)
(11.930.251,41)

(275.000,00)

(0,00)



Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Euro 104.561,77  (Vorjahr Euro 160.133,21) solche aus Lieferungen und Leistungen und Euro 14.945.673,78 (Vorjahr Euro 9.856.470,03) solche gegenüber Gesellschaftern.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung i.H.v. Euro 12.079,95 (Vorjahr Euro 16.700,41) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung i.H.v. Euro 46.639,56 (Vorjahr Euro 40.416,06)

 IV. sonstige Angaben

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3a HGB aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen.

 



Gesamtbetrag



Jahresbetrag

bis Laufzeit-



2024

ende



T€

T€

 a) für Grundstücke und Gebäude

279

1.168

 b) für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaus-





  stattung (insbesondere Fahrzeuge)

202

387



481

1.555



zu a) Die Verträge haben Laufzeiten teilweise bis 2028.

zu b) Die Verträge haben Laufzeiten teilweise bis 2026.

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

   Arbeitnehmergruppen
2023
2022
Arbeiter
9
9
Angestellte
46
47
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit
55

56
davon vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter
50
48
davon teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter
5
8



Der Geschäftsführung gehörte an:

Herr Matthias Kistler, Pliezhausen
Herr Kistler ist hauptberuflich für die Gesellschaft tätig.

Hinsichtlich der Vergütung für die Geschäftsführer wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Konzernzugehörigkeit

Die oberste Muttergesellschaft, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die McNaughton-McKay Electric Co., 1357 E. Lincoln Avenue, Madison Heights, MI 48071-4134, TAX ID (EIN): 380812640.

   Vorschlag zur Ergebnisverwendung



Euro

Die Geschäftsführung schlägt vor den Bilanzgewinn auf





neue Rechnung vorzutragen.





Gewinnvortrag 01.01.2023



2.257.199,16

Jahresüberschuss vom 01.01.2023 bis 31.12.2023



0,00

Der Bilanzgewinn von



2.257.199,16

soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.





 

Krefeld, den 18. Dezember 2024

gez. Matthias Kistler

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 30.01.2025 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS


An die S&D Service und Distribution GmbH
Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der S&D Service und Distribution GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungs­methoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der S&D Service und Distribution GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalge­sellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und · vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ord­nungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungs­mäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Überein­stimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonsti­gen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffas­sung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen ent­spricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertrags­lage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrol­len, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwen­dig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Ver­antwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlä­gig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungs­grundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu er­möglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu kön­nen.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentli­chen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Ein­klang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Überein­stimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deut­schen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durch­geführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus do­losen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlun­gen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeig­net sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlun­gen resultierende we­sent­liche falsche Darstellungen nicht aufge­deckt wer­den, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zu­sammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kon­trollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungs­methoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewand­ten Rechnungs­legungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstä­tigkeit nicht mehr fortführen kann.
· beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Anga­ben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
·  führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde ge­legten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeid­bares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Krefeld,18.12.2024
Reuter & Pasch GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft
Markus Reuter Wirtschaftsprüfer

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